liessen. tuen. ten dem. igkliebter nieDiener ;Wtn W i nnt >lrfid)e ’nben. !- m. v, Väsche, rch. Id.) o. Marz, spendu! dsUE [ 4 Uhr: leben mündcheN' Sühne bearbeitet Mer- e mit 2°^' birt: egen mD * Wnk üttnoin«- l» tf'2* 1L A-1- ’S Weben j^aö4 1679. Nr. 76. ZweitesBlatt. Sonntag, den 30. Marz zh • \c . . . Afljkize- isi AmtshKit für üti Kreis Gießen. t \ ~ .....—...... ..... " , ---- , '- ■ " — । CxpeditionSbureaur I Echulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. —mm««—™— Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H h e i l. Bekanntmachung. Die Musterung und Loosziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1879 findet an den nachgenannten Tagen statt und zwar: 3« Grünberg im Gasthaus zum Rappen Montag den 21. April, Vormittags von 83/t Uhr an: tonbSftS’gffiS; bn ®emdnbCn aaert^aufen- Beltershain, Climbachs Geilshausen,^Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenfiruth, . . . . , r Dienstag den 22. April, Vormittags von S3/, Uhr an, Derjenigen der Gemeinden Odenhausen, Ouockborn, Reinhartshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Wettorshain. u. Zu Gießen im Saale -es alten Rathhaufes Mittwoch den 23. April, Vormittags von 7% Uhr an. Musterung oer Militärpflichtigen der Gemeinden Motors a. d. Lumda, Alton-Buseck, Annerod, Bersrod mit Winnerod, Beuern, Burkhardsfelden und Daubrmgen- Donnerstag den 24. April, Vormittags von 73/4 Uhr an, 8 ’ derjenigen der Stadt Gießen; k , , k z t Freitag den 23. April, Vormittags von 73/i Uhr an, derjenigen der Gemeinden Großt>n-Buseck, Hartenrod, Heuchelberm, Klein-Linden, Lollar, Mainzlar, Oppenrod und Reiskirchen- k . Samstag den 26. April, Vormittags von 7% Uhr an, ’ derjenigen der Gemeinden Rodgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lumda, Trohe und Wieseck- Montag den 28. April, Vormittags von 73/4 Uhr an, Loog)iehung (auch der in Grünberg Gemusterten). III. Zu Lieh im Rathhausfaale. Dienstag den 2«. April, Vormittags von 91/, Uhr an, Musterung Ur Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen Garbenteiä- und Großen-Linden; ' Mittwoch de» 30. April, Vormittags von 9y4 Uhr an, derjenigen der Gemeinden Grüningen, Harnen, Holzheim, Hungen, Inheiden, Langd und Lang-Göns- t u . L n t Donnerstag den 1 Mai, Vormittags von 9V1 Uhr an, b«j-nigen der Gemeinden Langsdorf, Leihgestern Sich, Münster, Muschonhoim, Nieder-Bessingen, Nonneurotb, Obbornhofen, Ober-Bessingen und Obor-Liöraoru i t m Freitag den 2. Mai, Vormittags von 9-/, Uhr an, 8 ' > ^nj-nig-n der Gemeinden Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Steinbach Stoinhoim, Trais-Horloff, Utphe, Willingen und Watzenborn mit Stetnbera Samstag den 3. Mai, Vormittags von 91/, Uhr an, 8 Loosziehung. Besondere Bestimniunnen 1) Zur Musterung haben sich bei Meldung der gesetzlichen Strafen, zu stellens Diejenigen, dem Großherzogthum Hessen oder einem andern Staate des deutschen Reiches angehörigen Militärpflichtigen welche a) in einer Gemeinde des Kreises Gießen ihr gesetzliches Domicil - ihre Heimath oder ihren ständigen Wohnsitz - haben und sich nicht in einem anderen Theüe des Großherzogthums Hessin oder einem anderen Staate in einer der nachstehend unter b) angegebenen Eigenschaften aufha ten ^^®E-u'de des Kreises Gießen sich als Dienstboten, Haus- oder Wirtbschaftsbeamten, Handlungsdionor und Lehrlinge Handwer sg ollen und Lehrburschen Fabrikarbeiter oder m ähnlicher Eigenschaft aufhalten, oder die Universität Gießen oder das Gymnasium daselbst oder em souMae Lehranstalt in einer Gemeinde des Kreises Gießen besuchen; c) in einer Gemeinde des Kreises Gießen, ober während ihre Eltern einer solchen augohörten im Auslande geboren sind, und weder im Großberroathum Hoffen noch m einem anderen deutschen Staate Domicil besitzen oder sich aufhalton; orogyerzogryum und im Jahre 1859 geboren sind; ferner SSmmtltche Militärpflichtige, welche im Jahre 1878, bezw. 1877 zurückgestellt worden, oder nach ihrer gelegenen Nummer disponibel geblieben, d. h. nicht einberusen worden sind. un- lyrer gezogenen gj,SS r b7en ft" eStljeUr^öSrj®EflctlUn8 Diejenigen, welchen Ausstand bewilligt, oder Berechtigung zun. einjährig-freiwilligen 8 SÄSiÄtts BSSÄ» - »ÄÄÄS'.oÄ?'"1'' *" l" «'«”*•« ■»«- >»<"»-" I» d- r.,m» a,.„ . 4) fWenn em Militärpflichtiger an Gebrochen leidet, die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubheit, Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche f: ^^te oder beglmibigte Zeugnisse dos Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehrers in f. w. nachzmveiseu. Das Vorhandensein von Epilepsie ist durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten zieht ein SgtoÄ looP™"' M; f* Diejenigen, welche bei dem Aufrufe nicht anwesend find, Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämmtlicho ihrer Gemeinde angehörigen oder in ihrer Gemeinde gestellungspflichtigen Militärpflichtige — bit auswärts sich aushaltenden schriftlich auf Grund der ihnen k. H. bereits zugegangenen Stammrollen zu der Musterung vorzuladen. k Großherzoglichen Bürgermeister oder Beigeordneten haben mit den Militärpflichtigen ihrer Gemeinden anwesend zu sein und sich darum zu bemühen, dch die Letzteren y4 Stunde vor der bestimmten Zeit zur Stelle sind, nüchtern und reinlich gekleidet erscheinen und während des Mnsterunas- geschäftes ein anständiges und ruhiges Verhalten beobachten. Wenn ein Militärpflichtiger wegen Gebrechen oder Krankheit persönlich zu erscheinen nicht im Stande ist, oder wenn er sich in gerichtlicher Haft befindet, so ist darüber ein auf persönlicher Anschauung beruhendes Zeugniß des Arztes und der Bürgermeisterei, bezw. eine Bescheinigung des Gerichts vorzulegen. Den Großherzoglichen Bürgermeistereien liegt es ob, darauf aufmerksam zu machen, daß ein Militärpflichtiger wegen gerichtlicher Bestrafung des Militär Dienstes unwürdig ist, und sind deßhalb die erforderlichen Nachweise amtlich zu erwirken und vorzulegen. Die Verhandlungen über Zurückstellungsansprüche sind von den Großherzoglichen Bürgermeistereien, soweit es noch nicht geschehen, baldthunlichst, jedenfalls vor dem Musterungstermine an die Ersatz-Commission gelangen zu lasten. Im Anschluß an das Ersatz-Geschäft findet „ Dienstag den 22. April im GasthauS zum Rappen zu Grunberg, Samstag den 26. April im Saale des alten Rathhauses zu Gießen und Freitag den 2. Mai im Rathhaussaale zu Lich die Klasfificirung der Reserve- und Landwehr-Mannschaften rücksichtlich ihrer häuslichen und gewerblichen Verhältnisse statt. Es haben daher diejenigen Reservisten und Laudwehrmänner, sowie die Ersatz-Reservisten 1. Elaste, welche im Falle einer Einberufung auf Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen Anspruch machen zu können glauben, an den bezeichneten Tagen, Morgens 11 Uhr, zu erscheinen und ihre Gesuche zu begründen. Gießen, den 17. März 1879. , Der Civil-Vorsitzende der Ersatz-Commission des Kreises Gießen. Dr. Hoffmann, Regierungsrath. politisch Wochenübersicht. Der Kaisers-Geburtstag ist diesmal in ganz Deutschland und über desten Grenzen hwaus, wo nur immer Deutsche wohnen, im Hinblick auf die traurigen Eretgniffe des vergangenen Jahres mit noch regerer Theilnahme sonst gefeiert worden. Eine große Zahl deutscher Fürsten, an ihrer Spitze der König von Sachsen, war zu der Feier persönlich in Berlin erschienen. Leider mußte sich der Kaiser in Folge des neulichen Falls den hergebrachten Festlichkeiten gegenüber eine gewisse Beschränkung auferlegen. Er empfing daher außer seiner Familie und der nächsten Umgebung nur die Fürstlichkeiten aus regierenden Familien, den Grasen Moltke und den Fürsten Bismarck, wohnte aber der in seinem Palais veranstalteten Abendgesellschaft nicht bei. Zur besonderen Erinnerung an feinen diesjährigen Geburtstag ertheilte er an demselben dem Statut der Wilhelms spende, so wie cs von der beir. Commission entworfen worden, die definitive Genehmigung. Am folgenden Tage sprach er für die zahlreichen, ihm zu Theil gewordenen freundlichen Huldigungen seinen Dank in einem an den Reichskanzler gerichteten Ertaste aus. Prinz Waldemar, der dritte Sohn des Kronprinzen des deutschen Reiches und von Preußen, ist in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fast plötzlich an einem Herzschlag verstorben. Die kaiserl. Familie ist dadurch wieder in die tiefste Betrübniß versetzt worden. Möge Gort die hohe Familie in ihrem Schmerze trösten! Das zoll- und handelspolitische Programm des Reichskanz' lers steht noch immer im Vordergründe der öffentlichen Discussion. Die osficösen Blätter fahren fort, Zustimmungs-Erklärungen mitzutheilen. Es feh t aber auch nicht an entgegengesetzten Kundgebungen. So haben sich die Com- munal-Landrage von West- und Ostpreußen ausdrücklich gegen Kohlen-, Esten-, Getreide- und Holzzölle ausgesprochen. Der Reichstag setzte die Berathung des Reichshaushalls-Etats fort und bewilligte dabei u. A. die vom Generalpostmeister für Legung unterirdischer Telegraphenkabel gewünschten Fonds dem Antrag der Budgetcommission entgegen in vollem Umfange. Ein hervorragendis Jntereste bot die Sitzung vom 31. d. Das Haus beschäftigte sich an diesem Tage, nachdem es einen Antrag aus Abänderung der Gewerbeordnung unter Zustimmung ^t>er Regierung an eine Commission verwiesen, mit dem Antrag des Abg. Schneegans auf Gewährung einer selbständigen, im Lande befindlichen Regierung für Elsaß- Lothringen. Fürst Bismarck erklärte, den Wünschen der Antragsteller soweit entgegenkommen zu wollen, als es die Rücksichten aus die Sicherhetc des Reichslandes gestatteten, und sprach sich überhaupt so günstig für den Gedanken einer Statthalterschaft mit verantwortlichen Ministern aus. daß man der demnächstigen Ausführung deffelben mit Sicherheit entgegensehen zu dürfen glaubt. Der Generalseldmarschall v. Manteuffel wird sogar schon als zukünftiger Statthalter bezeichnet. In die Verhandlungen zwischen Berlin und Rom scheint neuerdings wieder etwas Leben gekommen zu fein. Der Vatican soll nämlich neue Vorschläge gemacht und die preußische Regierung dieselben discutabel gefunden daben. Ultramontane Blätter melden sogar „von in der Regel gut umerrich- teter Seite", die Verhandlungen ließen einen baldigen Friedensschluß erhoffen. Das Hauptorgan der Centrumspartei setzt dieser Nachricht iudeß ein bemer- keuswerthes Mißtrauen entgegen und behauptet, es sei bisher keine genügende Basis zu einem Abkommen gefunden. Die scharfe Art und Weise, mit der Fürst Bismarck sich jüngst im Reichstage über die ultramontanen Umtriebe in Glsaß-Lothringen äußerte, spricht in der That nicht gerade für die baldige Herstellung eines Ausgleichs. Die belgische Repräientantenkammer hat den Posten für die Gesandtschaft beim Vatican einstimmig bewilligt: wie der Minister des Auswärtigen vertraulich mittheilte, hatte der Papst persönlich den dringenden Wunsch ausgesprochen, die Gesandtschaft beibehalten zu sehen. Während übrigens die Bischöfe die Agitation gegen den Unterrichts-Gesetzentwurf der Regierung im ganzen Lande organistren, hat der fanatischste unter ihnen, Bischof Dumont von Tournai, auf einen Wink von Rom her sein Amt aus ^Gesundheitsrücksichten" aufgeben müffen! In Oesterreich-Ungarn find nach Schluß der Delegationen die Parlamente wieder in Thätigkeit getreten. Das österr. Abgeordnetenhaus beschäftigte sich mit dem Budget, das ungarische Unterhaus nahm euren Antrag auf sofortige Vorlage eines Gesetzentwurfs über Einführung der obligatorischen Civilehe mit großer" Majorität an. Aus Rußland wird leider das Wiederauftreten der Pest in dem ursprünglichen Heerd der Seuche und zugleich ein auf den Polizeiminister, General Drentelen, gerichtetes neues Attentat gemeldet. England wird noch immer durch seine kriegerischen Unternehmungen in Sorge gehalten. Di» befürchteten Verwicklungen mit Birma sind freilich bisher nicht zum Ausbruch gekommen, dagegen ist die Lage der Dinge im Saplande durch den Aufstand eines neuen NegerstammeS, der Baffutos, wieder bedenklicher geworden. Den Seitens der Opposition zu erwartenden An- griffen hat die Regierung durch eine Tadelnote, welche sie an den General- er Hh eil. Gouverneur Bärtle Frere gerichtet und dem Parlament mitgetheilt hat, die Spitze abgebrochen. Der Bestand des Ministeriums Waddington kann für die nächste Zukunft als gesichert gelten. Daffelbe hat nämlich beschloffen, nicht selbst dir Initiative zu seiner Modlfication zu ergreifen, sondern ein etwaiges directes Mißtrauensvotum abzuwarten. Ein solches steht aber um so weniger zu befürchten, da die Kammer einen gegen den Finanzminister Say gerichteten Antrag auf Eins-tzang einer Commission zur Untersuchung der Börsenvorgänge vom 22. bis 27. Februar mit großer Majorität abzelehnt hat und die Regierung ihrerseits allen E fer zeigt, die Wunsche der Linken, sowohl betreffs Rückkehr der Kammern nach Pans, wie in der Bekämpfung des Klecikalismus zu befriedigen. Die zur Erreichung des ersteren Zweckes erforderliche Vcr- faffungsrevision ist schon beschloffen. Die italienische Regierung hat die lange in Aussicht gestellte Vorlage Über die Erweiterung des Wahlrechts nunm-hr endlich in der Kammer einge- bracht und zur Durchbringung derselben zugleich die Ernennung von 27 neuen Senatoren veranlaßt. Am 23 d. wurde auf dem Schlachtfelde von Novara ein Denkmal enthüllt. König Humbert wohnte dem Acte zwar nicht persönlich bei, gab aber zur Feier deffelben em Diner. In Mailand fand an demselben Tage ein Zusammenstoß zwischen Volk und Militär statt. König Alfons von Spanien hat sich wieder verlobt, und zwar mit der Tochter des Grasen von Paris. In den Vereinigten Staaten Nordamerikas macht der Bankerott des Erzbischofs Purcell von Cincinnati ungeheures Aufsehen. Der Hochwürdigste hatte zur „Katholistrung des C ipitals" eine Bank gegründet, bei welcher seine Schäflein ihre Sparpfennige deponirten. Eines schönen Morgens brach indeß das vom Bruder des Bischofs geleitete Institut mit 4 bis 6 Mill. Doll. Passiva zusammen. Die allzu gläubigen Gläubiger sind dadurch fast ohne Ausnahme an den Bettelstab gebracht, werden aber ohne Zweifel bedenken, daß „freiwillige Armuth" eins Der höchsten Verdienste römischer Katholiken ist, und sich daher über ihren Verlust bald trösten. Ein neues Attentat in Petersburg. Ein neuer „Schuß" hat die russische Gesellschaft erschreckt. Aus den Ches der berüchtigten dritten Abiheilung der kaiserlichen Kanzlei, den General Drentelen, wurde Dienstag Nachmittag em Attentat unternommen. Dieses neue Attentat ist ein weiteres Glied in der großen Kette von politischen Attentaten, welche in jüngster Zeit die russische Gesellschaft in Schrecken setzen. Auf Trepoff folgte Mesenzoff, auf Mesenzoff Kropotkin und jetzt ist Drentelen als das Ziel der mörderischen Kugeln der Umstürzler erwählt- Diesmal ging der Sckuß noch fehl. Sollte cs wie in dem Falle Mesenzoff und Krapotkin nicht gelingen, alsbald den Mordgesellen zu entdecken, dann dürfte es nach den bisherigen Erfahrungen wohl außer Zweifel sein, daß dem ersten mißlungenen Attentate weitere Angriffe auf das Leben des General Drentelen folgen werden Es ist eine unheilschwangere Atmosphäre, in welcher das Czarenthum athmet. M't Hilfe des Meuchelmords will man neue soziale und politische Ordnungen herbeiführen und Die „Freiheit" soll von der Heimtücke geboren werden. Das sind wahnsinnige Hirngespinnste, die mit Ekel erfüllen, aber keine Sympathie erzeugen, so wenig auch West-Europa mit dem herrschenden Knutenregiment, welches in dieser Weise bekämpft wird, sich befreunden mag. Dem Attentate auf den General Drentelen war, wie schon kurz gemeldet wurde, ein „politischer Mord" in Moskau oorausgegangen. Der Hergang war in dem Falle zu Moskau nach der deutschen St. Petersburger Zeitung der folgende: In das ehemals Mamontowfche, jetzt Nobelsche Gasthaus zu Moskau trat am 25. v. M. ein junger Mann von mittlerem Wüchse, mit kleinem Schnurrbart: er trug einen Tuckpaletot mit Winterkragen. Den Oberkellner bat er, ihm einige unbesetzte Nummerzimmer zu zeigen, m denen eine Familie untergebracht werden könnte. Die Zimmer Nr. 60 unb 61, die durch die Zwischenthür nut einander in Verbindung gefetzt werden konnten und täglich 2 Rubel kosten sollten, gefielen dem jungen Mann: er zahlte ö Rudel als Handgeld und ging fort, mit dem Bemerken, er werde zur Abendzeit einige Effekten mitbringen Es waren ein Reisesack und ein Kissen. Der neue Gast ließ sich den Thee aufs Zimmer bringen, legte sich, nachdem er davon getrunken hatte zu Bett nieder und gab die Weisung, ihn am anderen Morgen um 10 Ubr zu wecken. Als der Diener deshalb ins Zimmer trat, war der junge Mann bereits abgestanden und angefleibet; er trank Thee und ging fort. Etwa nach einer Stunde war er wieder zuruckgekehrt; ob allein ober in Begleitung, hatte Niemand bemerkt (wenn auch einige Bewohner des Gasthauses zwei junge Leute im Konidor gehen und in die Nr 60 treten gesehen haben, so kann doch nicht angegeben werden, um welche Seit speziell die Beiden dort bemerkt worden find'. Acht Tage waren vergangen, seitdem der neue Bewohner von Nr. 60 die Thür des Zimmers verschlossen batte und Daoongegangen war. Niemand kehrte sich daran. Nur ein Mal war die in Nr 63 wohnende Hebamme von einer hochgewachsenen Dame darnach gefragt worden, wo Nr. 60 läge. Diese Dame hatte einen langen Paletot an unb ihr Antlitz war von einem gelben Schleier so bicht verdeckt, daß man ihre Züge unmöglich erkennen formte. Sie hatte als die Hebamme ihr die gesuchte Thür gezeigt hatte die Hand auf die Klinke gelegt unb sich mit dem Ausspruche: „Ja, sie ist verschloßen' wieder entfernt. - Inzwischen spürte man, daß sich ein übler Geruch über den Korridor verbreite Anfangs achtete man auch nicht hierauf. Als aber der Geruch immer ärger wurde, da erst fielen die geschlossenen Nummernzimmer den Leuten ein. Die ^0.1$« rouröc requirirt; sie öffnete die zur Nr. 60 führende Thüre. Dort fand man die Uebei rette einer spärlichen Theemahlzeit und einer Flasche Cognac; das Theeglas war geleert, an dem Ständer hing ein Pidjak, in dessen Tasche ein ^ogen ipapier unb ein aut den Löjährigen Sobn eines verstorbenen Kollegien Sekretärs M>ckael ^ickerkaßki lautend^ Paß steckten. In der Nr. 61 lag der Leichnam eines Menschen; das Antlitz war nach unten gekehrt: die Füße lagen nach der in die Nummer 61 führenden Thure zu gerichtet; das-Haupt war zum Theil mit einem Kissen bedeckt; unter dem letzteren war eine Lacke geronnenen Blutes. Auf dem Rücken der Leiche war mit einer Stecknadel ein Rettei befestigt- Auf demselben stand geschrieben: „Verrather, Spion, verurteilt und aerichtet von uns, den russischen Sozialisten und Revolutionären, Tod den Judas, den Verrälhern!" Der Zettel war von dem in der Tasche des im Nebenzimmer hän- aenden Rockes steckenden Bogen Papier abgerissen. Der Untersuchungsrichter wurde aebolt Er konstatirte, daß der im Tode mit halbgeballten Fäusien dalregende Mensch rn der Brusi drei tiefe und im Halse eine Wunde trug, allem Anschein nach Dolchsiiche- Auf einem Stuhle lagen zwei mit einander verbundene Gewichte, das eine zwei, das andere ein Pfund schwer- — Ein Sarg wurde gebracht und der Ermordete in demselben in das Anatomikum gebracht- Die Sektion ergab daß außer den Wunden noch ein auf das Haupt gezielter Schlag mit einem stumpfen Instrument dem Opfer des hier vorliegenden grausigen Verbrechens beigebracht wurde; der Schädel erhielt einen Riß." Weiter erfährt die „Mosk- Ztg.", der Mörder sei ein Student gewesen. Er soll in Moskau auf den Paß eines englischen Untertanen hin gelebt haben, im Mescht- schanski-Stadttheile. Er ist entflohen; aber alle seine Effekten sind abgefaßt worden. Auch die Dame, welche sich bei der Hebamme nach Nr. 60 erkundigte, ist ausfindig gemacht worden. Etwa einhundert Personen sind anläßlich dieses Mordes arretirt worden. War der Schuß auf den General Drentelen etwa die Antwort auf diese jedenfalls von der geheimen Polizei angeordneten Verhaftungen? Ieikgeöoteurr. 1940) Ein Wohnhaus mit Laden in Hefter Lage der Stadt, mit oder ohne Hinterbau mit Feuerung, steht preiswürdig zu verkaufen oder zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl._________ Grassamen, rother, ewiger und weißer Kleesamen empfiehlt (1720 Carl Hensel. Meine Gemüse-, Feld- und Blumen- Sämereien -in bekannter Güte, bringe bei bevorstehender Aussaat freundlichst in empfehlende Erinnerung. (1423 Christian George Kunst- und Handelsgärtner ______________Seltersweg C. 49.________ II . Heuser, vorm. 3F1. Bieler, EMvfiebll zu billigsten iireiien : Ceylon , Java- und Phantasie-Kaffee's in vorzüglichen Qualitäten, beliebige Sorten auf Wunsch gebrannt. 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Das von uns aus unserer Hohofenschlacke dargestellte SehlackenmeM hat sich als ein so vorzüaltcttcS Material zur Bereitung von Luft- und Wasser- kalkmörtel und Cementarbeiten bewährt, daß wir Veranlassung nehmen, dasselbe bei der wieder beginnenden Bauperiode angelegentlichst zu empfehlen. Man verwendete dasselbe schon seit geraumer Zeit in hiesiger Gegend zu Verputzarbeiten, zu Grund- und Wasserbauten, Fundamentirungen, Betons in Kellern, TrottotiS, zu Frucdtböden und vielen derartigen Zwecken; es ersetzt in vielen Fällen theuere Cementarbeiten und garantirt zugleich im Bei eine mit unserem allseitig bekannten Schlackensande, ohne jeden Zusatz von Kalk oder Cement, da es selbst einen sehr hohen Kalkgehalt besitzt, auch einen rasch und fest bindenden billigen Luftmörtel. Wir sind zu jeder weiteren Auskunft gerne bereit und in der Lage, die genannten vorzüglichen Eigenschaften an Ort und Stelle an ausgcführten Bauten, darunter u. a. an Arbeiten, welche bei Frost stattsanden und wobei sich das Material ganz vorzüglich bewährt hat, vorzuzcigen. Wir liefern das Schlackenmchl zu 20 Pfg. per Centner 40 Mark per 1OOOO Kilo franco Waggon Lollar per Fuhre auf der Hütte abgeholt 10 Pfg. per Centner. Main-Weser-Hütte, Station Lollar, im März 1879. Gebt. BuderuS. 2088) 1421) Ein braver Junge, der das Schubmacker- Geschäft erlernen will, kann in die Lehre treten. Näheres bei der Exp. d. Bl. (1882 319) Lumpen, Werg, Flaschen und Zei- tungspapier kauft LoutS Rothenberger, Neuenweg 193. Rheinischer Kleider-Ramr zur Caffel" am Kirchenplatz. ßCXXXXX3CX500ICX3Ö0ÖOOÖ0Q0C:^i 8 -frühjahrs-8aism 187*1 g Rheinischer Kleider-Bazar X jur „Stadt Castrl" am Kirchrnplatz. Q Nachdem sämmtliche Neuheiten in g Herren- und Knaben Garderoben O kingetroffen, erlaube ich nur, auf nachstehenden O Preis-Courant W aufmerksam zu Maden: ö Elegante complete Anzüge von JL 16, 20, 24, 27, 30, 36 O u. höhrr, Q Hochfeine Sommerpaletots von 15,18, 20 24 und höher. JaguetH, 1 und 2reihig von JL 12, 14, 17, 20 und Höher, Hk! Hosen 'N den scho (len Dessins von JC. 3 4, 5, 7, 9, 12 u. t ober. Hosen und Westen in rein wollenem Stoffe von JC. 8, 10, 12, ö 16, 1K urd höher, O Knaben Anzüge, das neueste und schönste, von Jt. 6, 7, 8, 9, Ö 11, 13 unv böher, X Joppen von 9) Gut möblirtes Zimmer nebst Cabinet mit schöner Aussicht ins Freie per 1. April zu vermiethen im Dr Weoer- schen Hause, Hauptbau, oberen Stock. 1610) Ein Logis, zu vermiethen in _______________________90 Neucbäue. 1032) Eine Bel-Etage mit 5 bis 6 Zimmern rc. zu vermiehen bei ______Jng. R-Babnhofsstraße. 1730) Ein kleines Logis, nut etwas Garten beziehbar am 15. April an ruhige Leute zu vermiethen. ___________Kennel, am Riegelpfad. 1561) In meinem Hause (Neuenweg) ist der dritte Stock, per Mai beziehbar, zu vermiethen.____________H ck. Bogt. 1755) In meinem Vorderbause sind 2 Logis mit Bleichplatz und Grabland zu vermiethen. ______I. G. Unverzagt, Gartfeld. 1888) Eine Wohnung mit 6 Zimmern, Küche, Magd-, Speise- und Schwarzwäschezimmer und Wasserleitung sowie etwas Garten, ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Wo? sagt d. Exped. 1817) Ein freundliches Familienlogis 3 Zimmer mit allem Zubehör ist per 1. Juni auf Wunsch auch früher zu vermiethen. Gruft Iughard, Marburgerstraße. 1960» Ein Laden mit oder ohne Logis zu vermiethen. I. Stein, Reichensand-Babnbofstr. —1972) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Christian Rubi Wallthorstraße. ~545) Eine Familienwohnung zu ver- miethen bei Ferd. Felfing, Neuenweg. 1738) Ein möblirtes Zimmer im dritten Stock an einen ruhigen Herrn zu vermie- then.__________________Marktplatz A 5. 1820) Wegen Versetzung des Herrn Dr Wittmann ist das von demselben bewohnte Logis per 1. Juni d. Js., auf Wunsch such früher, zu vermiethen. R. Oppenheimer Sohn. 1929) Eine Mansardenwohnung mit abgeschlossenem Corridor auf 1. April zu vermiethen Im Rheinischen Hof, Seltersberg. 1805) Ein Zimmer, möblirt oder uiv möblirt, zu vermiethen. __JMbolf Hoß, Schießgärten. 1763) Möblirtes Zimmer bei Wtw. LÖber, Neuenweg 194. 1872) Der 2. Stock mnnes Hauses,, ▼is-ä-vis dem Clubgebäude, ist zu vermiethen. ____Carl 23 ei big. 1292) Eine Familienwohnung und ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu oer- miethen. Neuenweg 134. 1930) Ein kleines Familienlogis per ersten April zu beziehen PH. Mootz. 1954) Ein kleines Logis zu vermiethen. _____________________Schloßgasse B 4. 1942) Möblirtes Zimmer zu vermiethen ____________W- Ferber, Lindcnplatz. 1985) Ein möblirtes Zimmer zu ocr- miethen, wenn gewünscht auch Kost. _________________Kaplansgasse C; 221. 1988) Zwei schön möblirte Zimmer sind in der Nähe der Kaserne zu vermiethen. Schloßgasse B. 1 Parterre. 1803) Ein kleines Logis zu vermieth en __________Adolf Hoß, Schießgärten. 1992) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vermiethen. Sonnenstraße B. 103. 1744) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen-___________Sonnenstraße B. 65. 1958) 2 möblirte Zimmer zu vermiethen bei C. W. Dirtz am Markt. 2016) Möblirtes Zimmer zu oermie- then. _ _ Gartfeld 118,6 II- Etage. 2028) Eine kleine Familienwohnung zu vermiethen. I. Becker. Wallthor. "*2032) Fein möblirte Zimmer zu ver- miethen.__We^nsaal. 1804) Ein Logis von 4 Zimmern, Küche nebst Zubehör zu vermiethen. __________Adolf Hoß, Schießgärten. 1558) Sckeuer nebst Stallungen und Hofraum zu vermiethen event. zu verkaufen. Bei wem? sagt d. Exped. d. Bl- vermischte Anzeigen. 1939) Einen tüchtigen Gehülfen sucht ___________Tapezierer P Hollmann. Ein Kutscher mit guten Zeugnissen auf sofort gesucht. ^Näheres bei I. Blitz.____(2030 1447) Ein schöner Garten am Nahrungs- berg zu verpachten. Sellersweg 10. Reparaturen an Nähmaschinen aller Systeme werten rasck und gut besorgt. G-. ITeidlinger, 1950) Reichensand 226. Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'sche, Univ.-Druckerei (Fr. Lhr. Pietsch) ht Ließen ------- Vl Vormittag Fa ö Es und Mit Gie Die k Loyalität, w sich dies «steht barai von Segens TUngfii vor; W» tztrrchte der Mn Kaisn * doch die ssl Das schtn Ni schlimm st, >ion des a lieft, wie stürzt vom er springt Tage I A um 1 Ubi scher des ( Ötscher b< Nihilismus ^ortende s d« rujsij» Di, '' "ch,je!t °'n Schluj errit bem E MU ‘ b-'» ‘fffon mii '"UN üT k(t "»»»" ^4 3h. 8)at« entbj »4 ^lel atgJ und 7an wird Slneup o'