Donnerstag, beu 30. Januar 1879 AMize- M Amtsblatt für brn Kreis Gießen. RedaettonSbureau r Expedittonsbureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. । I Hl I III um*'»--——————" Amtlicher HHeil. Verzeichnis III. (Schluß aus Nr. 22 des A zeicers, erstes Blatt.) (Aufgestellt mit Bezug auf die Bestimmung unter X, 1 des Mtntsterial-Ausschreibens vom 1. November 1878 z. Nr. M. d. I. 14,127 nach Maßgabe bei Publikationen des Reichsanzeigers und zwar in den Nummern 272—306 von 1878 und 1—3 von 1879 des Retchsanzeigers.) Auf Grund des Reichsgesetzes gegen die 31. Dccember 1878 verboten worden: Datum der Bekanntmachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1878. 1. Decbr. 139. Das zu Berlin in der Allgemeinen Deutsch. Associationsbuchdruckerei (E. G.) in Liquidation gedruckte Flugblatt mit der Ueberschrift: „An unsere Freunde und Parteigenossen in Berlin" und mit den Wort.n schließend; „Es lebe das Proletariat, es lebe die Socialdemokratie! Mit socialdemokratischem Gruß" (folgen 24 Namen). 2. Decbr. 140. Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft, Philosophie, Politische Oekonomie, Socialismus. Von Friedrich Engels. Leipzig,Genossenschaftsbuchdruckerek,1878. 3. Decbr. 141. Kapital und Arbeit. Ein populärer Auszug aus : „Tas Kapital" von Karl Marx, von Johann Most. Zweite verbesserte Auflage. T ruck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei Chemnitz, G. Rübner und G- „ 142. Unsere Schulen im Dienste gegen die Freiheit von Eduard Sack. 1874. Erste Auflage. Verlag von W. Bracke in Braunschweig. „ U3. Beiträge zu der Schule im Dienste für die Freiheit, von Eduard Sack, erster Band, 1878. Verlag von W. Bracke in Braunschweig. „ 144. Enthüllungen über das tragische Lebensende Ferdinand Lassalles. Aus Grund authentischer Belege dargestellt von Bernhard Becker, dem testamentarischen Nachfolger Lassalles. Schleiz, Verlag der ^Mcher'schen Buchhandl. (Hugo Heyn), 5. Decbr. 145. Unsere Schulen im Dienste gegen die Freiheit von Eduard Sack. 1878. Zweite Auflage. Verlag von W. Bracke in Braunschweig (vgl. Rr. 137). „ 146. Mahnruf zur Wahl für August Kapell. Herausgegeben von dem Arbeiter-Wahl- Comit6 August Kühn in Langenbielau. 6. Decbr. 147. Verzeickniß von socialistischen Schriften, welche durch die Expedition der Berliner Freien Presse, Berlin, S.O., Kaiser-Franz- Grenadierplatz 8a, gegen baar oder Postvorschuß zu beziehen sind. Verlag der Allgemeinen Deutschen Associationsbuchdruckerei in Berlin. 11. Decbr. 148. Die Volksschule und die Lage ihrer Lehrer in der Provinz Preußen. Eine Skizze von einem Ostpreußen. Leipzig. 1875. Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei. „ 149. Agitationsnummer. Zu beziehen von der Genossenschastsbuchdruckerei in Leipzig, Färberstraße 12 II. Leipzig 1876. VerantwortlichcrRedacteur: Jacob Mohrbach in Leipzig. „ 150. Declamator. Gedichtsammlung, zusammengestellt von Julius Vahlteich, 2. Heft, zweite Auflage. Chemnitz 1878. Gedruckt und verlegt in der Genossenschaftsbuchdruckerei zu Chemnitz. G. Rübner & Co. — (Vergl. Nr. 125.) 10. Decbr. 151. Aus den Ruinen von Nimrut und Olympia. Herausgegeben von G. R. Leipzig 1876. Druck der Genossenschaftsbuchdruckerei. ,, 152. Nieder mit den Atheisten! Ein Gespräch zwischen Frömmigkeit, Berstand und Liebe für Landbauer und gute Christen von A. Dulk. Leipzig 1876. Druck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei. „ 153. Unsere Preßzustände. Von Wilhelm Blos. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschaftsdruckerci. 1875. „ 154. Gedichte von August Geib. Zweite vermehrte Ausgabe. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei 1876. „ 155. Zur Wohnungsfrage, von Friedr. Engels. Zweites Heft. Wie die Bourgeoisie die Wohnungsfrage löst. Sonderabdruck aus gemeingefährlichen Bestrebungen der Socialdemokratte vom 21. October 1878 sind ferner bis zum Datum der Bekannttnachung des Verbots. Bezeichnung der Druckschrift. 1878. dem „Volksstaat". Leipzig, 1872. Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei. 10. Decbr. 156. Socialistisches Wahlprogramm. Separatabdruck aus der zweiten Auflage des im Verlage der Schabclitz'schen Buchhandlung zu Zürich publtzirten Werkes: Die Erlösung der darbenden Menschheit. Der Rettungsweg in der socialen Frage unserer Zeit, von Aug. Theodor Stamm rc. (Druck von Otto Wiegand in Leipzig.) « 157. Allerhand Proletarier. Eine Hausgeschichte von A. Otto-Walster. Leipzig. Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei, 1874. „ 158. Die Kämpfe der Pariser Commune. Leben und Thaten des Generals Jaroslaw Dombrowski. Nach den Aufzeichnungen seines Adjutanten. 3 Hefte. Leipzig 1876. Druck und Verlag der Gcnossenschasts- buchdruckerei. „ 159. Unsere Ziele, von Aug. Bebel. Eine Streitschrift gegen die „Demokratische Correspondenz" S echste unveränderte Auflage. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdruckerei. 1877. „ 160. Protokoll über den zweiten Congreß der socialdemokratischen Arbeiterpartei, abgehalten zu Dresden am 12., 13., 14. und 15. August 1871. Leipzig. Verlag der Expedition des „Volksstaat." 1872. „ 161. Protokoll der Verhandlungen des Con- gresses der Holzarbeiter und der vierten Generalversammlung der Gewerkschaft der Holzarbeiter, abgehalten in Nürnberg vom 4. — 8. October 1873. Leipzig. Genoss ens ch aftsbuchdruckcrei. „ 162. Protokoll über den sechsten Congreß der socialdemokratischen Arbeiterpartei, abgehalten zu Coburg am 18., 19., 20. und 21. Juli 1874. Leipzig 1874. Druck und Verlag der Genosscuschaftsbuchdruckerei. „ 163. Antwort an den Bekenner des Theismus, von A. Douai. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei, 1875. „ 164. Volksstaat-Kalender für das Jahr 1874. Zweiter Jahrgang. Leipzig. Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei. „ 165. Volksstaat-Kalender für das Jahr 1875. Dritter Jahrgang. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdruckerei. „ 166. Zur orientalischen Frage, oder soll Europa kosackisch werden. — Ein Mahnwort an das deutsche Volk von Wilhelm Liebknecht. Leipzig. Commissionsverlag von R. E. Höhme. „ 167. Die Orientdebatte im deutschen Reichstag (vollständig nach dem amtlichen stenographischen Bericht). Kurz beleuchtet von Wilhelm Liebknecht. Leipzig. Commissionsverlag von R- E. Höhme. 11. Decbr. 168. Protokoll über die Verhandlungen des allgemeinen deutschen socialdemokratischen Arbeiter-Congresses zu Eisenach am 7., 8. u. 9. August 1869. Stenographisch niedergeschrieben von H. Roller in Berlin. Leipzig 1869. Druck von F. Thiele. 11. Decbr. 169. Kulturkampf und Volksschule in Preußen. Eine Skizze vom Verfasser der Schrift: „Die Volksschule und die Lage ihrer Lehrer in der Provinz Preußen." Leipzig 1876. Druck und Verlag der Genossenschafts- buchdruckcrei. „ 170. Der Bürgerkrieg in Frankreich. Adresse des Generalraths der Internationalen Arbeiter-Association an alle Mitglieder in Europa und in den VereinigtenStaaten. Neuer Abdruck. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdruckerei. 1876. „ 171. Die Parteipresse, ihre Bedeutung und Organisation. Von Carl Hirsch. Leipzig 1876. Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdruckerei. Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1878. Bezeichnung der Druckschrift. 11. Decbr. gebaut werden soll. F. Lasalle. Leipzig. Commissionsverlag von R. E. Höhme. 173. Der arme Conrad, Jllustrnter Kalender für das arbeitende Volk für 1877. p— 172. Die religiöse Frage und das arbeitende Volk. Motto: Die Arbeiter sind der Fels, aus den die Kirche der Gegenwart Zweiter Jahrgang. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdruckerei. 174. Der.arme Conrad. Jllustrirter Kalender für das arbeitende Volk für 1878. Dritter Jahrgang. Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei zu Leipzig. Druck der allgemeinen deutschen Associattonsbuch- druckerei (E. G) zu Berlin. 175. Allgemeine Statuten und Verwaltungsverordnungen der Internationalen Ar- beiterassociation. Amtliche deutsche Ausgabe, revidirt durch den Generalrath. Leipzig, Verlag des „Volksftaat." Druck von F. Thiele. 176. Unsere russischen Angelegenheiten. Antwort auf den Artikel des Herrn Herzen: „DieOrdnung herrscht" (Kolokol Nr 233) von A. Serno-Solowiewitsch. Aus dem Russischen übersetzt von S. L. Borkheim. Leipzig. Verlag der Expeditton des „Volksstaat." 1871. 177. Die politische dem i- monde, von Adolph Hepner. Erstes Heft: Das Leipziger ^Tagblatt." Zugleich eine allgemeine Darstellung des Zusammenhangs Bona- parte's mit der Bourgeoisie. Leipzig 1870. Druck und Commissionsverlag von F. Thiele. 178. Praktische Emanzipationswinke. Ein Wort zur Förderung der Gewerksgenossen- schäften, von Carl Hillmann. Leipzig. Verlag der Genossenschastsbuchdruckerei. 179. Die Bakunisten an der Arbeit. Denkschrift über den letzten Aufstand in Spanien, von Friedrich Engels. (Separatabdruck aus dem „Volksstaat.") Druck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei in Leipzig. v 180. Das Deutsche Reich und seine Gesetzgebung. Materialien für die socialistische Agitation. Von Bruno Geiser. Leipzig, Commissionsverlag von R- E Höhme.. „ 181. Der Normalarbeitstag, von Aug. Geib. Leipzig. Druck und Verlag der Genossenschastsbuchdruckerei. 1875. 12. Decbr. 182. Die Behandlung der politischen Gefangenen in Bayern. Prozeß Franz Rohleder. Zusammcngestellt nach stenographischen Aufzeichnungen von Sigm. Politzer, Redacteur des Zeitgeist. München 1878. Selbstverlag des Verfassers. 14. Decbr. 183. Wer und was ist das „Volk" ? von Karl Heinzen- Herausgegeben von dem Verein zur Verbreitting radikaler Prinzipien. Druck der „Freien Presse." Sandutztt, Ohio 1869. „ 184. Kapital und Arbeit, von Johann Most, Selbstverlag des Verfassers. In Commission bei der Expedition der Chemnitzer Freien Presse. 1. Aufl. (vergl. Nr. 141). „ 185. Flugblatt, gedruckt in der allgemeinen deutschen Associationsbuchdruckerei (e.G.) in Berlin, enthaltend zwei „F. W. Fritzsche" unterzeichnete Gedichte mit den lieber» schristen; „Der Bergmann" und die „Kapuzinerpredigt des Herrn Harkort." „ 186. Photographisches Gruppenbild, auf welchem sich die Medaillon-Porträto von 9 socialdcmokratischen Reichstagsabgeordneten mit Beifügung ihrer Namen unt> oben zu beiden Seiten, sowie im Mittelfelde die Inschrift finden: „Haltet fest an der Organisation! Sie wird Euch zum Siege führen: F. Lassalle. — Tie Datum btr Bekanntmachung C§1878b°t§ Bezeichnung der Druckschrift. Gewählten des nach Freiheit ringenden Volkes, welche im Kampfe für dasselbe von der Tribüne des deutschen Reichstags dessen Willen heldenmüthig bekundeten. Reichstagskampf vom 9. 9—19.10. 1878." „ 187. Aus dem Socialdemokrat. Leitartikel u. Aufsätze aus dem Organ der socialdemokratischen Arbeiterpartei. 1868. Selbstverlag von W- Grüwel zu Berlin. Druck von R. Bergmann. M 188. W. Grüwels deutscher Arbeiterkalender auf das Gemeinjahr 1873. Zweite Aufl- Druck von C. Jhring in Berlin. 15. Decbr. 189. Die freien religiösen Gemeinden und die Socialdemokratie. Ein Wort zum Frieden Von Carl Scholl. Heidelberg 1877. Im Selbstverlag des Verfassers. 16. Decbr. 190. Apell an das Gewissen der Reichstagswähler des Kreises Hanau - Gelnhausen- Orb. Selbstverlag von Mathias Daß- bach in Hanau. Druck von Rupert Baumbach in Frankfurt a. M- m 191. Zu Trutz und Schutz. Festrede, gehalten zum Stiftungsfeste des Crimitschauer Volksvereins am 22. October 1871 von W Liebknecht. (Rach der stenographischen Niederschrift.) Vierte vermehrte AuL Leipzig 1874. Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei „ 192. Ueber die politische Stellung der Socialdemokratie, insbesondere mit Bezug auf den Reichstag. Ein Vortrag, gehalten in einer öffentlichen Versammlung des deutschen Arbeitervereins zu Berlin am 31. Mai 1869, von W- Liebknecht. Dritte unveränderte Auflage. Leipzig 1874. Druck und Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei. Bezeichnung der Druckschrift. 17. Decbr. 2t. Dcmbr. 197. Drei Jahre aus meinem Leben, oder: Mein Proceß wegen Erregung von Mißvergnügen und Unzufriedenheit, meine Suspension und Wiedereinführung ins Lehramt 1845—1847. Von K- F. W- Wander. Druck und Verlag der Genossenschaftsbilchdruckei in Leipzig. 23. Dcmbr. 198. Die im Verlag von I. H. Born in Elberfeld erschienene, von C. Klein entworfene Lithographie: „Bundeslied der deutschen Socialdemokratie." „ 199. Ein Mahnruf an die landwirthschaft- liche Bevölkerung. Von Johannes Most. Selbstverlag des Verfassers. Genossenschaftsbuchdruckerei in Chemnitz. „ 200. Die im Verlag von A. Schierwater in Hamburg erschienenen Lieder: „Vorwärts heißt die Lösung" in 5 Vers en „Eine feste Burg ist unser Bund" „Freiheitslied" Datum der Bekanntmachung des Verbots. 1878. 193. Wissen ist Macht — Macht ist Wissen. Vortrag, gehalten zum Stiftungsfeste des Dresdener Arbeiterbildungsvereins am 5. Februar 1872 und zum Stiftungsfeste des Leipziger Arbeiterbildungsvereins am 24. Februar 1872 von Wilhelm L^bknecht. Zweite Auflage. Leipzig 1875. Verlag der Genossenschaftsbuchdruckerei. 194. Zur Grund- und Bodenfrage, von W- Liebknecht. Zweite vervollständigte Auflage 1. Leipzig 1876. Druck und Verlag der Genosfenschaftsbuchdruckerei. 195. Weiße Sclaven oder ein Opfer der Kirche. Social-politischer Roman von I. F Wartenberg. Verlag von Otto Freitag in Berlin. 3 Bände. 196. A. Eichhoff's deutscher Arbeiterkalender auf das Gemeinjahr 1869. Verlag von Albert Eichoff zu Berlin. Datum der Bekanntmachung 1878bOt§ Bezeichnung der Druckschrift. „Sieg und Freiheit" „Treu bis in den Tod" „Patriotenlied" „Parteilied" „Harfenmädchen". 24. Decbr. 201. D-e Arbeiter-Dichtung in Frankreich. Ausgemahlte Lieder französischer Prole- taiicr. Von Adolph Strodtman in Berlin. Verlag von Jean Paul Friedrich Eugen Richter in Berlm. 26. Decbr. 202. Die in der socialistischen Buchhandlung von Henri Kiftema -ckers zu Brüssel erschienene nichtperiodische Druckschrift: „Mon ami le Sergeant de ville Nazi- nevanche (Episode de la commune“), non Leon Cladel. 27. Decbr. 203. Brutus! Schläfst Du? Leitgedicht non Adolph Strodtmann in Berlin. Verlag ^0" ^Ean Paul Friedrich Eugen Richter in Berlin. 30. Decbr. 204. Ein verunglückter Agitator oder: „Die Grund- und Bodenfrage", Lustspiel in zwei Akten von A. Otto Walster, herausgegeben in St. Louis 1877 : Druck von der Volksstimme des Westens. „ 205. Religion und Socialismus. Eine nach- gelassene Schrift aus dem Jahre 1869 von Dr. C. Boruttau. erschienen in Leipzig. Druck von R. E- Höhme in Leipzig. „ 206. Arbeiterprogramm über den besonderen ^llf?nTmcn^an9*^er gegenwärtigen Ge- schlchtsperiode mit der Idee des Arbeiter- standes, von Ferdinand Lassalle; im Verlage von Charles Ahrens in Chicago 1872. 31. Decbr. 207. Assisenrede, gehalten vor den Geschworenen zu Düsseldorf am 3. Mai 1849 von Ferdinand Lassalle Braunschweig, Druck und Verlag von W- Bracke jr. 1876. beamten ober Professoren der juristischen, bezw. hiesigen staatswissenschaftlichen Fikultat und Mitgliedern des Oberla idesg-richtes. Neben den ihm nach der Kreisocdnung übertragnen Functionen entjch'idet der Gerichtshof üb>r Strei- tiflfeiten zwischen den Gerichten und Verwaltungsbehörden in Betreff der Zu- ständlgkeir des Rechtsweges im öffentlich-mündlichen Verfahren, und über die wichtige Frage, ob ein Beamter der wegen einer in Ausübung seines Amtes vorge-iommenen Handlung strafrechtlich oder cioilrechtlich verfolgt werden soll, sich dec U berschrettunq seiner Befugnisse oder Unterlaffung einer ihm obliegenden Ämtsh mdlung schuldig gemacht hat. Das Ministerium hat darüber au ^schließen, ob zur strafrechtlichen Verfolgung oder C'cftklaqe im einzelnen Frlle jene Ettschftdung des Verwaltungs-Gerichtshofes einzuholen ist. ^erlitt, 26. Jmuar. In der gestern Abend stattqehabten außerordentlich stack b suchten Sitzung der „Volks oirthfchEtlichen Gesellschaft" hielt der Director des statistischen Bureaus, Geh. Oöerregierungsrath Engel, den Vor- trag über das Thema: „Wer ist Cousunent?" Redner wies, wie die ,Nat.- Ztg." mittheilt, nach, daß mau die.Hülste der Bevölkerung als nicht produ- cirend und auch nicht von ihrem Consum profitirend aizusehen habe und daß- gerade für Getreide der größte Pcoceutsatz zu allen Zetten und zu allen Verhältnissen als Verzehrsbetrag angelegt worden. Wenn dieses nothwendige Lebensbedürfn ß werde vertheuert werden, so könne es nicht ausbleiben, daß die dadurch erzielte Einnahme durch die Schädigung der Ernährungsverhält- niffe werde üb.rstiegen werden. — Die schon vielfach zur Anregung gekommene Frage ob ein Geschworener mosaischen Glrubens verpflichtet ist, am Sabbath an den Verhandlungen des Schwurgerichts sich zu beteiligen, wurde am Frei- tag wieder einmal bei dem hiesigen Kcelsschwurgericht ventilirt und erklärte der Gerichtshof sich nicht in der Lage, dem Gesuche aus Dispensation zu will» fahren. da weder in dem Gesetze vom 3. Juni 1849, noch in der Verordnung vom 3. Mn 18o2 eine hierauf bezügliche Bestimmung enthalten sei. — Während die Nichricht einiger Blätter, der Reichskanzler wolle den E itwurf des Oiöcipli-iargesetzes zurückziehen, sich mcht bestätigt hat, vielmehr officiös in Abrede gestellt wurde, ist die bekannte Angabe der „Post" über die p.ivate Aeuß ru. g des Kanzlers mtt Bezug auf die Vorlage unbestritten geblieben. Es bleibt also dabei, daß Fürst Bismarck bei dieser Gelegenheit nicht die Cabinetsfcage stellen werde, auch keine Auflösung wegen der unausbleiblichen Ablehnung zu gewärtigen ist. Hoff-ntlich wird das auch in der Steuerfrage nicht zu gewärtigen sein, zumal, wie bemerkt, eine Verständigung wegen der fiscalischen Zölle nicht ausgeschlossen ist. Man hat übrigens bemerkt, daß eine Auflösung zu gleicher Zett wegen politischer und volkswirthschaftlicher Fragen schon aus anderen Gründen nicht leicht eintreten werde. Die Lage wäre dann zu Gunsten der liberalen Parteien geklärt und die Aufgabe dersel- ben bei den Neuwahlen erleichtert. Im Uebrigen liegt das Alles zum Glück noch fern und wird voraussichtlich nicht so bald praktisch werden. — ES scheint sich zu bestätigen, daß im preußischen Staatsministerium neuerdmgs Erwägungen über die weitere Behandlung des Vermögens des vormaligen Kömgs Georg von Hannover angeregt sind. Wenn nach dem Tobe des Königs vielfach die Hoffnung gehegt worden war, daß die Gründe, welche zur eequeüraton seines Vermögens geführt hatten, durch die Haltung des Herzogs vo> Cumberland beseitigt würden, so mußten dagegen die inzwischen gemcchien Erfahrungen über die Bestrebungen des Prätendenten und seiner Anhänger die Erwägung nahe legen, ob nicht dringender Anlaß vorhanden sei, statt der Aufhebung der Sequestration vielmehr den Vertrag von 1867 selbst als aufgehoben zu erklären und die bisher nur mit Beschlag belegten Gelder nunmehr den preußischen Staatseinnahmen zuzuführen. Berlin, 27. Januar. Die bekannte Taktik des Ccntrums, die ultramontane Pa-t.i als den Hort aller „Freiheit" darzustellen, hat in dem Anträge Henemanu's bezüglich der Stellung des preußischen Abgeordnetenhauses zu dem Gesetzentwurf über die Strafgewalt des Reichstages wieder einen Aerrtschland. Darmstadt, 28. Janunr. Dec Finanz-Ausschuß der zweiten Kammer w rd Freitag den 31. d. M zur Vorberathung der Vorlage Großh. Gesnmrnt- mimsteriums, betreffend die Uebertragung des Eigenthums der auf Hetsi.chem Gebiet bekamen Strecke der Main-Weser-Bahn auf den preußischen Staat zusammentreten. Aus dem Großherzogthum Hessen, 27. Januar. Nack, betn neuen Gesetzes-Entwürfe über die Bildung und Competenz des obersten Ver- waliungsgerlchies erfolgt dessen Zusammensetzung aus höheren Verwaltungsi Die Pestgefahr. Nach der schnellen und energnchen Initiative, welche das Reich ergriffen, wendet sich die allgemeine Aufmerksamkeit den möglichen Gefahren tu, mit welchen uns der ferne Osten und eine Ausbreitung der verderbenbringenden Astrachan bedroht. Wenn wir gegenüber den beschönigenden Berichten, Welche die russischen Oifieiösen in die Welt sand'en und die russensreundliche Prefle Harm os weiierverbreitete, gleich nach Ausbruch bei Pest in Astrachan, in Folge unserer zuverlässtgen Verbindungen in der Lrge waren, unsere Leser recht ausführlich und wahrheitsgetreu von dem Stande und der Ausbreitung klV c^en, zu unterrichten, so glaubten wir dennoch uns ausschließlich auf diese thaksächlichen Mitthellungen beschränken zu muffen. Es mußte uns vor Allem daran gelegen sein, nicht unnöthtger Welse die Gemütder unserer Bevolkerui g aufzuregen und mit Gefahren zu beunruhigen, welche noch tn weiter Ferne zu fein schienen, wenngleich wir schon damals die Regierung zur Vorbereitung der energischsten Vorsichtsmaßregeln für verpachtet bteke-i. iDieo schien uns um so gebotener, je abweichender unsere verläßlicheren Mtt- theilungen, wie unsere Leser wissen, von den vfficiösen russischen wurden, je augenfcheinlicher erstere die eventuelle Gefahr immer drohender bezeichneten. Wie finden nunmehr auch ihre volle Bestätigung in den Vorbereitungen, welche unverzüglich das zweifelsohne gut unterrichtete deutsche Reichskaiuleramt ge- troffen hat und derentwegen, tote gemeldet, das deutsche Reichsges.mdpeitsamt den Gch- Negierungsrath Finkelnburg nach Wien gesendet hat. Wir erkennen Ik an' M derselbe, rote telegraphisch mitgetheilt, im Verein mit dem österreichischen Hofrath Schneider die umfassendsten Vorkehrungen g>gen die Ein- N^ppung der Pest in die roestnachbarlichen Bezirke des russ. Reiches vorbereitet. bevorstehenden Verhandlungen eine Einigung über die Grundsätze für die Aufstellung eines Cordons und die Errichtung von Quarantänen Rußland gegenüber zu erwarten ist, so steht auch die fast totale Verkehrsabspecrung 8^9?. Wie ernstlich man sich dieser gebieterischen Nothwendig- feit hingiebt, beweist auch der Umstand, daß beide Grenzstaaten eine ärztliche ®om.nt((ton nach der Stätte des Unheils schicken und sie zur Sicherung ihrer r aUcn Rechten einer diplomatischen Mission ausstaiten wollen. Als Vorläufer jener energisch und nun eifrig betriebenen Mißregeln, welche « und Deutschland unverweilt zur Abwendung der Gefahr ergreifen, dtent die Anordnung der österreichischen Nordbahn, vom 28. d. ab den bincten Serfebr jroff(f)en Wien und Warschau gänzlich einzustellen. . finh und einseitige Maßregeln, das hat die Erfahrung gelehrt, *cmmr 016 flar ^tne, weil sie nichts wirken und doch bedeutende Mittel in Anspruch nehmen und weil sie nach einer kurzen Zftt rügechcher Sicherheit das E-tsetzm in's Unangemessenste steigern, wenn sich ihre Erfolglosigkeit herausstellt. Daher ergiebt sich von selbst nur die gänzliche Absperrung als das unfehlbare M'ttel, und die Erfahrung bestät at dies. Schon der berühmte Hufeland und Dr. Lorinser haben, als die österreichische lbstoerwaltung durch einen mächtigen Cordon Europa vor der Pest des mau « energisch dafür ausgesprochen, d^ß nur strenge und k nUn?r tooblein9eri*tete Quarantäne-Anstalten beim ^leberauf3 ^er ^stgkfahr Schutz und Hülfe bringen könne. bedeutenden Schachzug unternommen. Das ist dieselbe Politik, welche unter dem Schein einer Lorkämpferschast für unsere constitutionellen Rechte und Freiheiten die große Menge zu captiviren versucht, denn solche Borgänge werden in der ultramontanen Presse mit der ihr eigenen Färbung einseitig auegebeutet, rind mündliche Interpellation in Vereinen, Versammlungen rc. thun ebenfalls das Nothwendige, um die Anträge und Reden der Centrumsmänner paffend zu ergänzen. — In Frankreich ist das Ministerium Dufaure durch ein Vertrauensvotum des Abgeordnetenhauses zwar momentan befestigt, aber nichr gek-äftigt worden. Die Heißsporne der Linken haben nahezu einen Riß in die republi- Eantsche Mehrheit der Versailler Kammer gemacht und die Monarchisten der verschiedenen Linien lachen stch in's Fäustchen, weil die Republikaner selbst um Zo viel wirksamer, als ste es vermocht, an der Zersplitterung ihrer Kräfte arbeiteten. Gambetta's Autorität selbst hat bei diesem Anlaß einen argen Stoß erlitten, den sie Mühe haben wird, rechtzeitig zu verwinden. Der Verband des Exdtctators sagte ihm, daß das conservattv-republikanische Cabinet für jetzt erhalten bleiben müffe, daß seine eigene Zeit noch nicht gekommen Hei. Aber die Eierschalen seiner revolutionären und oppositionellen Vergangenheit hinderten ihn daran, dies offen zu bekennen. Glücklicher Welse für ihn vergißt man in Frankreich noch schneller, als anderswo. — Die Erklärungen der österreichischen Regierung im Reichsrath bezüglich der Pest, sowie die Beschlüsse der austro-deutschen Conferenz beruhigten wesentlich, doch besorgt man, Rußland werde die gemeinsamen austro-deutschen Vorstellungen zwar formell nicht abweisen, aber auch nicht lebhaft unte stützen und zwar um so weniger, je schlimmer stch die Verhältniffe gestalten sollten. Bereits sollen die bisherigen Verhandlungen in Petersburg empfindlich vernimmt haben, wo man darin auch ein dlrectes Streben, den russischen Handel vollkommen lahm zu legen, erblickt. — Die rumänischen Bemühungen betreffs Einziehung der Bestimmungen des Berliner Vertrags hinsichtlich Gleichstellung der Confessionen, namentlich der Emancipation der Juden, welcher auch die Misston Rosetti's in Paris und Rom gegolten, ist absolut erfolglos geblieben; ebenso die serbischen Absichten. Berlin, 27. Januar. Nachrichten aus den Provinzen und anderen deutschen Staaten zufolge machen die Schutzzoll Projecte keine Fortschritte. Die namhaften Mitglieder der hiesigen volkswirihschaftlicheu Gesellschaft erhalten sogar aus Württemberg Zustimmungen, sowie entsprechende Proteste gegen das Tabaksmonopol und ähnliche Entwürfe. Der frechändlerische Verein zählte im vorigen Jahre 235 Mitglieder. Seit dem Kanzlerschre ben vom 15. Dcbr. ist die Zahl auf 740 mit je einem jährl chen Beitrage von 12 aestieg n. Am lebhaftesten ist überall die Abneigung gegen die Zölle auf Getreide und Vieh. Man prophezeit denn auch, daß diese Zölle in den künftigen Sitzungen des Bundesraths, wenn es eil mal Ernst wird, einen sehr harten Stand haben werden. Baiern und Sachsen beispielsweise werden angesichts der Bedürfn sie ihrer Bevölkerungen sehr wahrscheinlich gegen Getreidezölle zu stimmen sich ver- Änlaßr sehen. Kolland. Haag, 25. Januar, Abends. Die feierliche Beisetzung der Leiche des Prinzen Heinrich hat heute in der Kirche zu Delft stattgefunden. Der Feierlichkeit wohnten bei neben der Prinzessin - Wit. we der König, die Prinzen Alexander und Friedrich der Niederlande, Prinz Friedrich Karl von Preußen, Prmz von Wied und der Großherzog und Prinz Herman von Sachien-Weimar, ferner viele auswärtige fürstliche Specialabgesandte, die Mitglieder des dtplo» matischen Corps, die Spitzen der B Hörden und zahlreiche Deputationen. Die Trauerrede wurde von dem Pastor Koetsvcld gehalten, welcher die Verdienste des Verstorbenen um den König, das Vaterland und Luxemburg hervorhob. Rußland. Petersburg. Unter der bäuerlichen Bevölkerung der im Krollwez'schen Kreise (Gouvernement Tschernigow, nördlich von Kiew) gelegenen Dörfer Bli- stowo und Luxnowo. ist, nach dem „Golos", eine gefährliche Kr nkheit ausgetreten, der bereits 50 Personen zum Opfer gefallen sind. Da, wie man dem Blatte meldet, an den Erkrankten Anschwellungen, wie auch ein schneller Verlauf der Krankheit festgestellt worden sind, so erscheint eine genaue Beobachtung dieser Krankheit, welche, nach der vorliegenden Meldung zu schließen, pestartige Symptome aufweist, dringend geboten. Einen weiteren, sehr ungünstigen, hoffentlich übertriebenen Bericht bringt die „Russische Welt". Dan>ch bestand die ganze Bevölkerung des Gouvernements Astrachan vor dem Ausbruch der Pest aus 229,900 Seelen. Heute zählt dt-ses Gouvernement kaum noch 220 000 Seelen, indem die fehlende Zahl Einwohner theils ausgestorbe«,, lhells nach anderen Gouvernements des Reiches ausgewandert ist. Die Einwohner Vieler an der Wolga gelegenen, von der Pest zu allererst hetmgesuchten Orte in den Gouvernements Astrachan und Saratow existiren jetzt entweder gar nicht mehr -der nur zum geringen Theile. Bemerken wollen wir hier, daß bereits der Vorschlag gemacht worden ist, zur Verhütung der Weiterv rbrntung der Krankheit ein Radikalmittel anzuwenden und die versengten Ortschaften niederzubrennen. Dieser Vorschlag ist thatsächlich gar nicht so furchtbar, wie er auf den ersten Blick aussteht. Die Hütten in den Kosakenstanitzen sind an und für sich zi-ml'ch werthlos, die dafür zu zahlende Entschädigung könnte daher, auch bei weitgebendster Ausführung der gedachten Maßregeln kaum mehr als einige Hunde tt usend Rubel b-trauen und ein Radicalmittel wäre es jedenfalls. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz-Bureau. Berlin, 28. Januar. Heule fand eine Sitzung des Bundesraths statt, in welcher sich derselbe mit der Berakhuug der Maßregeln gegen die Einschleppung der Pest beschäftigte. — Der Reichs-Anz." publictrt eine kaiserliche, vom Grafen Stolberg contrasignirte Verordnung vom 23. Januar, durch welche der Reichstag bis zum 12 Februar einberufen wird. — Die Commission zur Berathung von Schutzmaßregeln gegen die Pest wird bet der Regierung die Entsendung eines Commiffärs nach Rußland beantragen. Ferner wird die Commission die Ergreifung derselben Maßregeln in Betreff der E-nfuhr gewisser Artikel aus Rußland beantragen, welche die Wiener Commtision beschlossen bat. — Der „Nat.-Zeitung" zufolge hat Dr. Finkelub irg in der Commission mitgethellt, daß die Ausdehnung der Pest über den ursprünglichen Seuchenheerd nach officiellen Daten nicht constatirt und die Abschließung der verseuchten Localitäten durch einen doppelten Sicher- hetts Co don in's Werk gefitzt sei. Paris, 28. Janurr, Die „Agence Havas" meldet: Wie versichert wird, bar der M -rschall Mac Mahon in dem heute Morgen stattgefundenen Ministerralhe erklärt, er werde in der Frage der militärischen Commandos nicht na-t^ben. so fern eher feine Demission nehmen. Konstantinopel, 28. Januar. Ein Telegramm Kiamil Paschas, des Co-.mlffärs der montenegrinischen Grenzregulirung, zeigt an, daß es ihm bester gehe und er hoffe, die noch obwaltenden Schwierigkeiten zu begleichen. — Der Proccß Suttiman Paschas wird vor einem neuen Kriegsgerichte revldirt. Hamburg, 28 Januar. Die Verhandlungen vor dem See-Amte in Sachen der .Po-merania" sind heute beendet. Der Capitän Prttchard hatte vor dem deutschen General-Consultte in London erklärt, er könne sein Schiff nicht verlosten und deßhalb nicht als Zeuge in Hamburg erscheinen. Die Verhandlungen brachten sonst nichts wesentlich Neues. Schließlich beantragte der Commistar des Reiches, das See Amt wolle erklären, Capitän und Officiere der „Pommerania" Men an dem Zusammenstoß schuldlos; daneben aber aussprechen, daß das Offenhalten leerer Kohl nbehälter ohne zwingende Noth- wendigkeit in Zukunft zu vermeiden sei. — Die Publicatton des Erkenntntffes wurde a"sgesetzt. Dortmund, 28. Januar. Das Criminalgericht verurtheilte Tölcke wegen Beleidigung von R ich^tagsmitgliedern zu 9 Monaten Gkfängniß. Der Antrag des Staatsanwalts hatte auf 1 Jahr Gkfängniß gelautet. Paris, 28. Januar. N rchts. D'e M nister beratbschlagten heute Abend mit den P äsidenttn und einflußreichen Vorstandsmitgliedern der Fractionen der Majorität beider Kammern in Bezug auf die Weigerung des Marschall- Präsidenten, das Decret betr. der großen M litärcommandos zu unterzeichnen. Die Delegirten der Major-tär erklärten, letztere wolle den Marschall nicht stürzen, würde aber seine even'uelle Demission annehmen. Die Minister wurden von d n Delegirten aufgefordert, von Neu-m darauf zu dringen, daß die Unterzeichnung des bez. Decrers erfolge. Jm Frlle einer abermaligen Weigerung würden voraussichtlich die Minister den Kammern eine Darlegung der Lage geben und ihre Entlastung nehmen. — Der Bericht der U'ckersuchungs-Com- mission schließt mit dem Anträge auf Erhebung der Anklage gegen das Ministerium vom 16. Mai. Kaffel, 29. Januar. Der berühmte Augenarzt, Geheimrath Dr. Benedict Stilttng, ist gesiern Abend g storben. Kalkutta, 28. Januar. Die Ghilzais sehen die Feindseligkeiten gegen Jakub Khaa fort, besten Autorität außerhalb Kabul schwindet. Schir Ali soll in Mazaricheriff fein. Paris, 28. Januar, Abends. Das Journal „Soir" meldet: Ja dem heute Vormiit g stattgehabten Cabinetsrath unterzeichnete der Marschall-Präsi- reut das Decret, durch welches V->iä cherungen im Zustizpersonal verfügt werden. Als aber die Frage der großen Militär Commandos zur Erörterung kam. erklärte derselbe, er könne derartige Entschließungen n>cht annehmen, wüste es ablehnen, die Armee zu desorganisiren und überlaste eine solche Verantwortlichkeit Anderen. Nich diesen Worten verließ der Marschall den Sitzungssaal. Lokales. Gießen, 29. Januar. (Sterblichkeit in Gießen.) In der Woche vom 19. biS 25. Januar batten wir in Gießen tm Ganzen 7 Todesfälle. Von erwachsenen Personen starb eine an Typhus, und eine an Brtqhtiscker Krankheit, von Kindern zwei an Gehirnentzündung, eins an Dipbtherttis, eins an Brighlischer Nierenkrankheit und eins an Epilepsie. G. Allgemeiner Anzeiger. «Ä*®. Aöbklausveckaus. <®ÄV 565) Um die Rücktransportkosten zu ersparen, werden die noch vorhandenen Möbel zu jedem annehmbaren Angebot abgegeben, bestehend noch in 1 feinen Plüschgarnitur, 1 schwarzer Tisch und Schränkchen, 2 französische Betten, 1 Büffet, 1 Ausziehtisch, pol. Scdränke, Klapptisch, Wasct>- u. Nachttisch, Rohrstühle, Spiegelschrank J4,. 85, feiner Ovalspiegel mit Aufsatz Jl. 20, 1 Canapee und 1 Chaislongue. Seltersweg C. 44, parterre. Osocolafllese au*bEr rg'^tnefa"nten Gruerin Boutron freres in Paris empfiehlt unter Garantie der Reinheit die alleinige Niederlage für Gießen: 8) _E