Samstag, den 29 Marz R*. 75 1879 Kiekener "^(lueiger a. Injrije« M AmtsbM für int Kreis Gieße« rtaiwL «evOctioMAVvvesr«r 1 Ä, fa _ _ etptMitonMntrtaut I Schulstraße B. 18. Erscheint tLglich mit Ausnahme deS MontagS. er cn allen Ion. welchen der tü« versende« erirt. 1 il-s' IG Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Z UJ Inserate hnen pro von allen rten des igeben. ofitische irse und Wen über n reich- unimler- :hle über ehe ver- */:Ü hx- «8. 126. £■3 Z-a Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. 11 Bemerk g neuerdings Pliffr mit Elsaß - Lothringen. Mit dem Ausdruck „Pariser im Elsaß" hat Fürst Bismarck ein neues geflügeltes Wort geschaffen und mit feiner Ironie die Gefährlichkeit der Protestler charakiertfin. Die Regierung des Landes durch daS Land ist den Elsässern nicht zu bewilligen, so lange noch eine starke Partei den Schwerpunkt der Verwaltung nach Frankreich hin verschieben möchie; — über de Regierung der Reichslande im Lar.de läßt stch eher ein Wörtchen sprechen. Vorläufig verweigert der Reichskanzler den Elsaß-Lothringern ausdrücklich die Tonstituirung als autonomer Staat, wie er im großen Reiche von dem mit Reservatrechlen ausgestatteten Bayern bis zu den republikanischen Hansestädten bereits besteht. Der Kanzler dürfte damit schwerlich in Deutschland Widerspruch finden. Denn soviel politisches Verpändniß hat jede Partei, daß sie einer Grenzbevölkerung, deren Sympathien vielfach noch außerhalb der Rrichs- grenze weilen, keinen vollständig b,stimmenden Eilfluß auf ihr eigenes Land und damit aus das Reich bewilligen wollte. Die Verheißungen des RelHska, zlers tragen bereits einen sehr liberalen Charakter. Sind sie ei füllt, so haben die Reichslande nahezu die Stellung einer innerhalb des deutschen Reichsoerbandes autonomen Republik. Diese Entwicklung hat im allgemeinen vaterländischen Interesse, welches eine rasche „Regermanisirung" der alten Reichslande erheischt, ihre schweren Bedenken. Die Einverleibung in Preußen erschien als ein besieres Mittel, jenes allen Deutschen wünscheuswerthe Ziel zu erreichen. Andernfalls ist iticht zu verkennen, daß der föderalistische Grundgedanke, auf welchem gegenwärtig das deutsche Reich beruht, gestärkt wird, wenn Elsaß - Loihringen als eine Art republikanisches, selbständiges Glied dauernd dem Reiche etngesügt wird. Bisher aber sah man gerade den Reichskanzler an der Spitze der Unttarier; es bleibt vorläufig ein politisches Räthsel, welcher Grund Fürst Bismarck nach der söderaltstischen Partei hinüberdrängt. Wenn der Kanzler wirtlich die Elsaß-Lothringer so kräftig in ihrem Avancement zu „Deutschen erster Klaffe" unterstützt, so wird er ihnen bald noch in anderer Weife entgegenkommen müssen. Die französische Tradition, wie sie sich in der Aufrechterhaltung reacttonärer, französisch imperialistischer Gesetze, z. B. in der Handhabung der Pießverordnungen, noch kund- giebt, wird gebrochen werden muffen. Man gebe den Elsaß-Lothringern zuerst deutsche Gesttze, dann wird auch die deutsche Gesinnung nicht auSbletben. So lange der deutsche Geist auf allen Gebieten in die Reichslande rtnzieht, so lange wird eö ein bedenkliches Experiment bleiben, die volle Selbständigkeit in Deutschland ihnen einzuräumen. steuervorlage zum Ausgangspunkt von Agiotage-Manövern gemacht hat, sondern daß davon auch die soliden Grwerbtretbenden getroffen werden, welche nicht mehr, als ein gut assortirtes Waarenlager gehalten haben und nun vor die Rothwendigkeit gestellt werden, dieses Lager zu einem Betrage an den Staat zu verzolle«, der den doppelten bisherigen Werth desselben übersteigt. Auf diese Weise wird sich gerade der solide Geschäftsmann, welcher für eine spekulative Vermehrung seines Waarenlagers kein Geld übrig hatte, Verbindlichkeiten gegenüber sehen, welche bei den bescheidenen Grenzen seiner Geschäststhätigkeit überaus drückend sind und sich gewiß vielfach geeignet erweisen werden, geradezu den Bankerott der kleinen Gewerbtretbenden herbeizusühren. Die plötzlichen Ansprüche des Staates müssen überall da verhängntßvoll werden, wo nicht betondere pekuniäre Hülfsquellen sich in Reserve befinden und gerade die kleine Tabaksindustrie enthält so situirte Geschäftsleute nur in ganz geringem Umfange. Die Härte der Rachvei steuerung wird auch dadurch nur unvollkommen gewildert werden können, daß der Staat lange Zahlungsfristen bewilligt, da diese Fristen wohl unter allen Umständen das Vorhandensein der Waare als Sicherheit für die fiskalische Forderung zur Voraussetzung haben würden. Um freie Verfügung über die Waare zu erhalten, würde eine starke Anspannung des Kridits nothwendig werden, wodurch denjenigen Gewerbtreibenden, welche der Nachverstruerungs-Klausel sofort zum Opfer fallen würden, eine Anzahl allniähltch rutnirter Existenzen folgen müßte. Trotz dieser traurigen Aussichten wird sich die Nachversteuerung selbst als Mittel zur ausgleichenden Gerechtigkeit nicht umgehen lassen, dieselbe zeigt aber, welche Mißlichsten so riesenmäßige Zollerhöhungen im Gefolge haben. (B. T.) Berlin, 26. März. Der Reichskanzler hat, wie officiös gemeldet wird, mit Bezug auf den Präsidialantrag, betr. die Reform des Gütertarifwesens auf den deutschen Eisenbahnen, dem Bundesrath die Protokolle einer Confe- renz vom 7., 8., 10. und 11. März mitgetheilt, die von den Vertretern derjenigen Negierungen abgehalten worden, welche im Besonderen durch den Besitz von Staatsbahnen direct interessirt sind, von Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen, Oldenburg, auch nahm ein Vertreter des Reichs- etsenbahnumts an denselben Theil. Die Auffassungen und Vorschläge, über die man sich schließlich aeetnigt hat, kommen den Bestrebungen des Prästdialan- trages entgegen; dieselben zielen darauf ab, das Gütertarifwesen möglichst gleichzeitig gemeinsam zu ordnen, volle Klarheit und Ueberstchtlichkeit in die Tarifirung zu bringen und Schutz dagegen zu gewähren, daß die deutschen Eisenb ihnen fremdländischen Verkehrs-Interessen in erster Linie dienen, statt der deutschen Production vor Allem förderlich zu fein. Die letzte Aufgabe erscheint in dem Schreiben des Reichskanzlers die wichtigste. Es wird darin h rvorgehoben, daß es die Aufgabe der Regierungen sein müßte, dahin zu streben, daß deutsche Güter auf deutschen Eisenbahnen mindestens ebenso günstig und nicht theurer behandelt werden als fremde. Der Reichkanzler nimmt auf die Begründung des Prästdialantrages Bezug und beantragt Beschlußfassung. — Die Reichsregierung hat bet den einzelnen Regierungen die Frage wegen Verminderung des Reichv-Papiergeldes in Anregung gebracht und diese dahin specialisirt, ob nicht die Fünfmarkscheine nach und nach von 64 Mill auf 50 Mill. Mk. und die Zwanzigmarkscheine, non welchen über 50 Mfll. Mk. umlaufen, um 5 bis 10 Mill, zu vermindern wären. Sobald erst alle Aeuße- rungen der Regierungen, welche wiederum Erkundigungen bei ihr n Behörden und Gutachten einziehen, vorltegen werden, wird dem Gegenstände näher getreten werden. Die Zwanzigmarkscheine sollen sich ohnehin nicht recht bewährt haben, während dir Fünfmarscheine schon beliebter find, weil das gleiche Münzstück in Silber zu groß und in Gold zu klein ist. z u- l 4' t& b i a. _ Gießen, am 26. März 1879. B etreffend : Das Behüten der Wiesen. Das Großhkrzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. Wir machen Sie darauf aufmerksam, daß das Behüten der Wiesen nach der Wiesen-Polizei-Ordnung für den Kreis Gießen vom 1. April an untersagt ist. Sie wollen die Schäfer hierauf aufmerksam machen und die Feldschützen strengstens anweisen, etwaige Uebertretungen zur Anzeige zu bringen. Die Gendarmerie ist gleichfalls angewiesen, Zuwiderhandlungen gegen dieses Verbot zur Anzeige zu bringen. _____________________ Dr. Boekmann. Bekanntmachung Vom 1. April I. I. an sind in hiesiger Stadt zu Droschkenhalteplätzen bis auf Weiteres bestimmt: 1) Eck der Wallthorstraße und des Asterwegs, 2) Eck der Schulstraße und des Marktplatzes, 3) Eck der Plockstraße und des Selterswegs, und wird auf diesen Halteplätzen je eine Droschke aufgestellt werden. Gießen, am 27. März 1879. Ilitss» rite-) , s M von c fei Deutschland. Berlin, 25. März. Das Tabakssteuergesetz, wenn es mit den darin vorgesehenen Zollsätzen zur Ausführung gelangt, wird durch die Höhe dieser Sätze die Prtvatindustrie sehr einschränken. Abgesehen davon aber wtrd auch das Prinzip der Nachversteuerung, welches man glaubte in dem Gesetzentwurf zum Ausdruck bringen zu sollen, die Tabaksindustriellen einigermaßen dezimiren. Es ist eben das Schlimme solcher großen und plötzlichen Umwälzung auf dem Zollgebiete, daß, wenn die distributive Gerechtigkeit nicht ganz vernachlässigt werden soll, ein solcher direkter Eingriff in die Prtvatverhältntsse, wie derselbe durch Nachbesteuerung bedingt wird, unvermeidlich ist. Immerhin kann man sich der Ueberzeugung nicht verschließen, daß dieses Korrelat einer ungeheuerlichen Zoll-Heraufsetzung in den Reihen der Betheckigten einige Verheerung anrichten wird, und zwar ist mit Sicherheit anzunehmen, daß diese Verheerung sich nicht auf daS Spekulantenthum beschränken wtrd, welches die Tabaks- *2 (C o 0£ s.. 3g ‘ht es durch die be- Lokales. Siegelt, 28. Marz. Es macht uns besonderes Vergnügen von dem langst bewährten Wohlthätigkeitssinn unserer Einwohnerscbaft wiederholt berichten zu können. - Wie wir sicher vernehmen beabsichtigen verschiedene Dilettanten tm Laufe der nächsten Woche, -um Besten der verunglückten Szeged.ner, eine musikalisch-theatralische Abendunterhaltung zu anangiren, und werden wir in den ersten Tagen eingehender darüber berichten! — Da die Noch so groß uno der Zweck ein so edler, so hoffen ton auf eine rege Theilnahme des Publikums! Rußland. Petersburg. In Petersburg geht es jetzt drunter und drüber. Die E»tdetkui>g der zwel geheimen Druckereien, von der wir seiner Zelt berichteten, bat tn die Hä. de der Regierungsorgane ein langes Narnei.sregister von Verschwörern und Revolutionären gespielt, die nun allesammt gefänglich emgezogen wurden. Dle Verhaftungen stehen jetzt tn der russischen Hauptstadt auf der Tagesordnung und halten die Gemütber in steter Aufregung. Indessen ist vom RevolutionS-ComitS eine neue Proclamation „versendet" worden, in welcher es heißt, die Regierung möge ja nicht glauben, sie habe mit der oben erwähnten Entdeckung die Hydra Revolution ein für alle Mal todt gemacht. Durchaus nicht! Die „richtige Central-Druckerei" befinde sich in solchen „hohen und sicheren" Händen, daß ihr gar keine Gefahr droht, desgleichen liegt die Leitung der revolutionären Bewegung in ebenso sicheren Händen, daß ihr gar feine Gefahr droht. Die Regierung solle sich nicht durch Illusion täuschen, die Revolution zähle nur unerfahrene junge Leute zu ihren Anhängern. Nein, zur revolutionären Fahne schwören jetzt alte, tm Dienste deS Czaren ergraute Staatsmänner. Uebrtgens hat sich neuerdings auch die alte und ehrwürdige „weiße Czarenstadl" (Moskau) zu jener Phala- x russischer Großstädte gesellt, in der das Revolutions Comitü sein schauderoolles Handwerk zu treiben beginnt. In Moskau nämlich ist tn voriger Woche ebenfalls ein politischer Mord verübt worden, der die dortige Gesellschaft äußerst erregt. In einem Hotel ist ein Eisenbahnbeamter durch Dolchstiche ermordet gefunden worden. An der Leiche wurde ein Zettel des Revolutions-Comtt^s entdeckt, mit der Inschrift: „Tod den Verräthern!" Die Mörder sind noch nicht aus- gesunden, obschon bereits in dieser Affaire über hundert Personen, darunter auch eine Dame, verhaftet wurden. Unter solchen Umständen begreift es sich, daß man in Rußland sich den schwärzesten Befürchtigungen hingibt. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz- Bureau. Berli«, 27. März. Morgen Abend 6 Uhr findet in der Gedächtniß- halle des kionprinzlichen Palais ein Trauergottesdienst für den verstorbenen Prinzen Waldemar statt. Um 8 Uhr erfolgt zu Wagen die Ueberführung der Leiche nach Potsdam, wo dieselbe in der Taufhalle des neuen Palais ausgestellt wird. Am Sonnabend findet in Potsdam die osficielle Trauer- feier statt. — Aus der Tagesordnung der heute um 2 Uhr stattfindenden Bundes- raths-Sttzung stehen u. A. die Regelung des Gütertarifwesens, ein Gesetzentwurf über die Vollstreckung der Freiheitsstrafen, die Maßregeln gegen die Einschleppung der Rinderpest und der Antrag des Ausschustes über die Wan- drrlager und Waarenauctionen. Wien, 27. März. Meldung der „Polit. Corresp." aus Kanstanti- nopel vom 26. d.: Mukhtar Pascha ist aus Prevesa abberufen und im Hinblick auf neue Erhebungsversuche in Macedonten zum Gouverneur und Ober- commandänten des Armee-Corps von Monastir ernannt worden. Paris, 27. März. Die Abtheilungen des Senats haben 7 Com- misfionsmttglieder gewählt, die Gegner der Vorlage bett, den Zusammentritt deS Gongreffes behufs Rückkehr der Kammern nach Parts sind und nur zwei, die der Vorlage günstig sind. Die Minister hatten in den Abtheilungen erklärt, die Regierung nehme die Vorlage an, betrachte die Rückkehr nach Paris als gefahrlos und sei bereit, die Bedingungen der Rückkehr zu erörtern unter Gewährung aller wünschenswerthen Garantien. Paris, 27. März. Präsident Grevy machte heute um ii/2 Uhr der Königm Victoria einen Besuch. Nachmittags 4y2 Uhr ist die Königin nach Italien abgercift. Berlin, 27. März. Reichstag. Präsident v. Forckenbeck macht bei Eröffnung der Sitzung des HauseS, deffen Mitglieder sich von den Sitzen erheben und die Mittheilung stehend cntgegennehmen, Meldung von dem erfolgten Tod des Prinzen Waldemar, Sohnes deS Kronprinzen; da- Präsidium werde, wozu eS das Einverständniß deS Reichstages voraussetze, Schritte thun, um den Majestäten und dem kionprinzlichen Paare die Theilnahme deS Reichstag« auszusprechcn. — Hierauf wird die vertagte Berathung über den Antrag Schneegans auf Errichtung einer selbständigen Regierung in Elsaß-Lothringen wieder ausgenommen. Unter- staatssecretär Herzog erörtert die fetzige Verwaltungs-Organisation der Reichslanbe und legt die Befugnisse ihrer einzelnen Organe dar. Schncegans sei bei seinen Beschwerden mehrfach von irrigen Voraussetzungen ausgegangen Uebervies habe die Regierung versucht, die hervorgetretenen Unebenhelten durch größere Decentralisation und durch Reform der Kreisverwaltung zu beseitigen, was der Landesausschuß jedoch abgelehnt habe. Redner hält bi*Angriffe von Echnee- aans auf die bisherige Verwaltung für unerwtesen und unberechtigt. Loretto und Bezanson verlesen kurze Erklärungen ziemlich gleichlautenden Inhalts gegen jede etwaige Trennung des Elsaß und Lothringen- von einander, v. Puttkamcr spricht gleichfalls gegen die Trennung des Elsaß und Lothringens, und erklärt, daß er und seine Partei für den Antrag Schneegan« stimmen würden. Die kürzlichen Ausführungen des Abg. Schneegans seien übertrieben und gingen theilweise von französischen Auffassungen aus. Redner stellt die Behauptungen von Schneegan« nach verschiedenen Richtungen hin richtig. (Während der Rede Puttkammer's tritt Fürst Bismarck ein.) v. Puttkammer hebt ferner hervor, er könne sich keine Regierung denken, die nicht die Autorität des Reichskanzlers hinter sich habe. Jede Regierung in Elsaß-Lothringen müsse vor allem an ihrer deutschen Aufgabe festhalten. Das Land sei deutsch und müsse deutsch bleiben. Schließlich wünscht Redner der Tüchtigkeit und Pflichttreue der deutschen Beamten in den Reichslanden seine Anerkennung auszusprechen. In dem von ihm erläuterten Sinne werde die deutsch-konservative Partei für den Antrag Schneegans stimmen. — Schneegans erklärt zur Vermeidung von Mißverständnissen, er habe den Frankfurter Frieden als Basis der Rechts- entwickelung der Reichslande bezeichnen wollen und halte daran fest. v. Schorlemer-Alst erklärt die Forderung, daß Elsaß-Lothringen ein neutrales Land zwischen Deutschland und Frankreich sein solle, al« den Verhältnissen nicht entsprechend. Es müsse entweder französisch oder deutsch sein; als Deutscher verlange er, daß eS deutsch bleibe. Die Neuorganisation, wie sie in LuS- ficht genommen, schaffe eine vielköpfigere Regierung als gegenwärtig bestehe, erhöhe die Schwierigkeit der Verwaltung und werde das Land nicht befriedigen. Die Angriffe in der des Reichskanzlers auf die geistlichen Abgeordneten seien ungerecht; dieselben stünden nach der früheren Erklärung des Bischofs Räß ebenso auf dem Boden des Frankfurter Frieden- wie Schncegans. Die Schule angehend, so werde die katholische Bevölkerung der protestantischen nachgeieyt. Die Presse in Elsaß-Lothringen sei beschränkt, ebenso das Versammlungsrecht und btt Wahlfrerheit. Alles dieses beeinträchtige die Sympathien der Reichslande für Deutschland. Elsaß Lothringen bedürfe ein größeres Maß von Freiheit und Vertrauen. v. Stauffenberg führt aus, man dürfe Elsaß-Lothringen nicht beständig mit Mißtrauen begegnen uuv befürwortet die Heranziehung von Einheimischen in die Verwaltung, sowie Abhülfe für die größeren Mißstände. Es sei dringend geboten, der Presse größere Freiheit zu gewähren. Löwe (Böckum) wünscht, die Elsaß-Lothringer möchten auch ihrerseits Selbstthätigkeit bezüglich des Anschlusses an Deutschland beweisen. Windthorst (Meppen) erklärt, er habe bisher noch nicht erfahren, w'as man eigentlich mit den Rctchslanden vorhabe. Er wünsche Elsaß-Lothringen 2 oder 3 Stimmen im BundcSratb eingeräumt und wolle sich weitere Entschließungen Vorbehalten. Hänel will unter allen Umständen die Reich« Souveränität aufrechterhalten wissen. Der der- emstige Statthalter müsse den Reichsorganen verantwortlich bleiben; eine vollständige Entlastung der Verantwortlichkeit des Reichskanzlers könne nickt stattfinden. Fürst Bismarck erklärt: Der Zweck meiner heutigen Anwesenheit mußte ein informa- torisckcr fein. Ich habe denselben erreicht und die Ueberzeugung gewonnen, daß wir zu einem Resultate gelangen werden, welches hier die Majorität findet. Bislang fanden zwischen den Vermischtes. Pest, 20. März. Allgemeine Theilnahme erregt hier die lebensgefährliche Erkrankung des bekannten Oberlieurenants ZubovicS, der in Szegedin über 100 Menschenleben errettete und nun in Folge der Anstrengung an heftigem Bluterbrechen leidet. Die Aerzte vermuthen eine Lungenverletzung und zweifeln an seinem Aufkommen. Zubovics erzählte hier schauerliche ©centn über seine Erlebnisse in den letzten Tagen: Manchmal war der Rettungskahn so voll- gepfropft, daß jede Bewegung des Kahnes durch einen Druck von außen den Untergang hatte herbeiführen können. Da kam e« wiederholt vor, daß Verunglückte, den Kahn erblickend, aus I denselben losschwammen und sich krampfhaft an ihn klammern wollten, wodurch das Umwerfen Vertretern der verbündeten Regierungen nur vertrauliche Bespreckungen statt. ES werden sich, wie ich hoffe, auch die Wünsche Hänels erfüllen lassen. Die Vertretung oer Elsaß^Lolhringer halte ich nicht für zulässig bei der jetzigen Zusammensetzung des Bundesrathes, glaube auch nicht, daß sie im Lande gewünscht wird. Ein verantwortlicher Leiter der Politik würde immer als höhere Instanz für die Reichslande bestehen bleiben. Aus den Reichslanden selbst ei jetzt die Anregung zur Aenderung der Verwaltung gekommen, und damit die Rückhaltung aufgegeben, welche er sich bisher auferlegt hatte. Hebet Details könne er erst sprechen, wenn bw Vorlage erschienen sei, die er noch in dieser Session bringen werde und von der er hoffe, daß sie bet allen Partelen Wohlwollen finde. — Nach einigen Bemerkungen Wmdthorst's wird der Antrag Schneegans einstimmig angenommen. — Nächste Sitzung Freitag. Vertin, 27. März, lieber den Too des Prinzen Waldemar »irD noch weiter gemeldet: Am Montag erkrankte der Prinz an einem scheinbar nur leichten Dlphlerüisanfall, welcher bis g stern Abend zu ernsten Beforg- nffen keine Veranlassung gab. Gegen ih/i Uhr Nachts trat jetoch im Befinden des Prinzen eine derartige Verschlimmerung ein, daß die behandelnden Aerzte sich veranlaßt fühlten, den Geh. 9htt) v Langenbeck hinzuzuziehen. G^gen Zi/z Uhr trat in Folge einer Herzlähmung der Tod ein. Im Laufe des heutigen Tages erschienen zahlreiche Personen aller Stände im kronprinz- l eben Pnla's, um ihre Theilnahme durch Einträgen ihrer Namen in die aus- gelegten Bücher zu bekunden. Paris, 27. März, Abends. Die Bureaux aller Gruppen der Linken von Senat und Kammer find zu einer gemeinsamen Berathung auf morgen nach Paris berufen, um sih bezüglich der beantragten Rückverlegung der Kammern nach Paris zu verständigen. — Die Linken der Kammer erbieten sich zu allen von dem Senat etwa gewünschten Garantien hinsichtlich der Beschränkung der Arbeiten des Congreffes. — D-e „Azence Hains" meldet aus Ragusa: Hrider Aga, Comman- dant von Älessio und 60 albanestsche Notabeln find wegen Umtriebe gegen die türkische Regierung in Scutari verhaftet worden. — Aus Äcutari. 10 Bataillone Türken werden aus Konstantinopel erwartet. Die Regierung scheint entschloffen, die Albanesen zu entwaffnen. Nom, 27. März. Die Sammlungen für Ssegedin nehmen einen günstigen Fortgang. DaS Schulwesen in Hessen vor dem ITichterstuhl der „Deutschen ReichSpost". (Fortsetzung.) Wenn z. B. behauptet wird, auch in Communalschulcn solcher Gemeinden, in welchen nur eine Confession bestehe, könne möglicher Weise die Reformationsgeschichte als nicht passend aus dem „Lesebuch' gestrichen werden, so ist eine solche Behauptung keiner Widerlegung werth. Selbst in Gemeinden mit gemischter Bevölkerung kann derartiges nicht Vorkommen, ja, es kann bei einigem Tact und Beiseitlassung von religiöser Hetzerei sogar jeder Streit über die Resormationsgeschichte in der Communal- schule vermieden werden. Ein einziger Fall beweist dies Der die Reformations- geschichte betreffende Theil der Geschichtsabtheilung des Dietlein'schen Realienbuchs (neuere "Auflage für Communalschulen) ist zwischen dem protestantischen Vorsitzenden des Schulvorstandes zu Darmstadt und dem dortigen katholischen Decan in Friede und Freundschaft, unter Zustimmung von Herausgeber und Verleger, vereinbart worden. Keine Confession hat dabei Roth gelitten, wohl aber hat die Schule, sowie der religiöse Friede der Bevölkerung mehr dabei gewonnen, als wenn in Confessionsschulen die Reformationsgeschichte in parteiischer und gehässiger W-ise vorgetragen würde^ So i|t denn auch überall, wo man es mit verständiger und nicht von extremer tDcite 0 r hetzten Elementen zu thun hatte, die Communalschule ohne erhebliche Schwierigkeiten von Seiten der Gemeinden selbst beschlossen und ausgeführt worden und wenn heute nur noch eine verhältnißmägig sehr geringe Zahl von Confessionsschulen besteht, so beweist das wohl zur Genüge, daß unsere Regierung mit den betreffenden Bestimm ungen des Schulgesetzes den Bedürfnissen des Volkes entgegengekommen ist. Die religiöse Bildung der Jugend soll nach Ansicht des „Reichspost"-Corre- spondenten dermalen überhaupt eine ungenügende sein, ja, dem Schulregiment wird geradezu Sympathie für religionsfeindliche Bestrebungen zugeschrieben. Das ist em sehr schwerer Vorwurf. Er ist nach unserer Kenntniß der Dinge durchaus unbegründet. Dem Religionsunterrichte ist ausreichende Zeit zugewiesen, der Geistliche hat das unbeschränkteste Aufsichtsrecht, er kann selbst einen Theil des Unterrichts in den Oberklassen ertheilen. Daß die obersten Leiter der Schule eine Verletzung der religiösen Interessen in keiner Weise beabsichtigen, geht aus zahlreichen mündlichen und schriftlichen Aeußerungen und Anordnungen der Unterrichtsabtheilung hervor, die sich oft schon allzu großer Nachgiebigkeit nach der kirchlichen L-eite hat vorwerfen lassen müssen. Will man freilich solchen Aeußerungen nicht glauben, will man etwa annehmen, daß solche Anordnungen durch geheime Gegenbefehle wieder aufgehoben werden, so hört die Möglichkeit einer Discussion auf. Wenn die Religion in den schulen durch „rohe Menschen" wirklich so arg „mißhandelt" worden ist, warum warten diejenigen, welche die nächste Aufsicht zu führen haben, nicht ihres Amtes, warum bringen die Superintendenten derartige Vorkommnisse nicht zur Anzeige, warum tritt in Kammer oder Presse Niemand auf, nicht mit vagem Gerede, sondern mit concreten greifbaren Anklagen, daß die Behörde einschreiten kann? Von roher, tact- und gewissenloser Behandlung und Mißhandlung der Religion wissen wir übrigens auch aus der „alten Aera" Interessantes zu erzählen und behalten uns dies ausdrücklich vor. Rach Ansicht des Gegners soll auch die sittliche Bildung der Jugend m Gefahr sein in Folge der Beschränkung in den körperlichen Züchtigungen; die körperliche Züchtigung sei zwar nicht verboten, aber beschränkt in einer Weise, die einem birecten Verbote fast gleich komme. . Das ist nun geradezu eine grobe Unwahrheit. Wir werden treffende Verordnung vom 31 März 1876 beweisen. Da heißt es: Die körperliche Züchtigung solle als das schwerste Strafmittel angesehen, fre solle nur mit einem dünnen Stöckchen gegeben werden und bann: „Schläge an Kopf unb Gesicht, auf Rucken ober Hanbe, Zaufen {an den Ohren ober Raufen an ben Haaren, Schlagen ober Stoßen mit Hand ober Faust finb zu verrneiben " . ., Ä ... Kommt bas einem Verbote ber körperlichen Züchtigung gleich? Wenn mildere Mittel nicht mehr verfangen, so mag ber Lehrer bem ungezogenen imbjaulen Jungen die posteriora bearbeiten, daß es eine Art hat; das Gesetz will den Schuler nur vor roher Mißhandlung und vor Schädigung feiner Gesundheit schützen Und sollte eine derartige Beschränkung nicht geboten sein, namentlich bei lugcndlichen ober sehr zorn müthigen Lehrern? Zu allem Ueberfluß wollen wir noch anmerken^ daß 'n ganz Deutschland kein Staat mehr ist, indem diese Bestimmungen nicht Geltung hatten, ja sogar in dem klassischen Prügellande Mecklenburg haben sie Eingang gemnden wie eine Verordnung vom 3. December 1873 beweist. -6eg und die Vernichtung alet Geretteten unvermeidlich geworden war. ES blieb also «ichtS anderes übrig, als die sich «nklammernden zurückzustoßen und ihrem Schicksale zu iberlaffrn. — Am 17. d. begann vor dem Kretsgericht in KutaiS (Kaukasus) die Schlußverbandluna aeaen sieben dortige Juden, die beschuldigt werden, am 16. April v. I. im Dorfe Vercwissv des Bezirks Scharopan das sechsjährige christliche Mädchen Sarra Modebadze aeraubt dasselbe im Städtchen Satschcherp gelobtet und ihm daselbst das Blut zu rituellen Zwecken abaezapft zu baden. Obwohl mehr als 100 Zeugen vorgeladen wurden, sind im Gerichtssaalc nur fünf erschienen. Trotzdem erklärte das Gericht, die Verhandlung durchführen iu können Außer den sieben Angeklagten werden noch zwei andere Israeliten beschuldigt, der Eine der Verbeimlichung der Mordthat, von welcher er wußte, der Zweite unter der Anklage, die Leiche des getödteten Mädchens aus Satschchery nach dem Felde überführt zu haben. Da das Verbrechen in der Nacht vor dem jüdischen Osterfest geschah, wird der Mord als zu religiösen Zwecken deS Judaismus geschehen erklärt. Aus Furcht vor den Christen wollte Anfangs kein einziger Advokat Rußland« die Vertheidigung der Angeklagten übernehmen; endlich erklärte sich hierzu der bekannte Vertheidiger der Wera Sasiulitsch, der Petersburger Advocat Alexandrow, bereit. Sehiffeberlelit. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloi-d ik. W. Dietz in Gießen. Southampton, 25. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Mai», Capt. I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 15. Marz von Newyork abgegangen war, ist heute 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Pasiagiere, Post und Ladung 7 Uhr Abends Ivie Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Main überbringt 74 Pasiagiere und volle Ladung. Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 30. März. Ludwig Schneider, Neustadt. Ludwig Kämmerer, Seltersweg. Christian Faß, Neuenbäuen. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGießen. Gottesdienst: Sonntag den 30. März: Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner. PasfionsgotteSdieust in der Hospitalkirche. Mittwoch den 2. April: Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 30. März bis 5. April besorgt Pfarrer Schlosser. Oberhesßslhe Eisenbahnen. 2037) Zu bem Heft Nr. 32 des Mittel- Leuts ch en Verbands-Gütertarifs, enthaltend Ausnahmetarifsätze für den Transport von Holz rc-, gelangt mit dem 1. k- Mts. der Nachtrag I. zu Einführung, in welchem ermäßigte L>ätze für Verkehr der Stationen Danzig, Braunsberg, Elbing, Königsberg und Pr. Stargard mit den diesseitigen Verbandstationen ausgenommen sind. i .Soweit der Vorrath reicht, kann dieser Nachtrag für 5 H bei den letzteren sowie Lei unserer Drucksachenverwaltung käuflich bezogen werden. Gießen den 26- März 1879. Großherzogliche Direktion. Mohn. 1648) Bei mißlungenem Gütever- suche wird über das Vermögen der Wittwe des Heinemann Lion, Hannchen geb. Lion zu Nordeck, der förmliche Coucurs erkannt, und werden sämmtliche Gläubiger derselben ovrgeladeu, ihre Forderungen unter Vorlegung der Beweisstücke im Termin den 16. April l. I., Vorm. 9 Uhr C -Z-, dem Contradictor gegenüber unter dem Rcchtsnachtheile der Ausschließung von der Maste anzumelden und zu begründen. Marburg, am 12. März 1879. König!. Amtsgericht Abtheilung III. Guts-Verpachtung in der Oberförsterei Schiffenberg. Freitag den 4. n. M. soll zu Schiffenberg, Vormittags präcis 11 Ubr beginnend, das den II. Gutsverband bildende Parcellengut der Gemarkung Schiffenberg, unter Beibehaltung der seitherigen Looseintheilung, für eine weitere Reihe von 9 Jahren öffentlich verpachtet werden. Gießen, am 25. Marz 1879. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. (1948 Versteigerung. Montag den 3J.. März u. die folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags 2 Uhr an, werden im Laden des Hermann Gertcke im Hause des Herrn Julius Bach am Seltersweg dahier eine Partie Herren- und Knabenanzüge, Schlafröcke, Tücher zu Winter- und Sommeranzügen, Sammet, Futterzeuge, Shirting, Hemden u. Hemden- kinsätze, Kragen, Manschetten, Shlipse, Hosenträger, Knöpfe und dahin einschlagende Artikel, ein Standspiegel, ein Schreib- pult, eine eleetrische Schelleneinrichtung und sonstiges Ladenmobiliar öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 24. März 1879. 1927) M. Pilaer, Massecurator. Bekanntmachung. 1969) Von heute ab ertaste ich bei Waagonladung Buchenschkit ab Alsfeld 61/* chnren gratis. Vor Nachahmung wird gewarnt. V ▲ Zu haben in Apotheken. _ 1719___ Patent Ledersohlen. Dieselben sind bei Herrn Carl Berg zu gleichen Preisen wie bei mir zu haben. 1780 Theodor Hüchler. -Snnr.)inrlofTi'fii. 1968) Die vorzüglichen Frührosen in guter keimfähiger Qualität find zu haben bei F. 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Geneigtem Zuspruch entgegensehenr, zeichnet Gießen, den 22. März 1879. 1845) Achtungsvoll Christian Voll III. XXXXXXXXXXXXXWXXXXXXXXXXXX3XXXX&XXXXXXXXXXXXKHXXXXXX X xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxsxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx (2019 2016) Möblirtes Zimmer zu vermie- then. Gartfeld 118,6 ll- Etage. Sonnenstraße B. 65. miethen- 2020) Näheres bei I Blitz. (2030 Giesse n, (2022 Bl. erbeten. (2025 zur Ansicht bereit. erdigung rindet Samstag Nachmittag nach: Verantwortliche Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Äießen. HtMri OD CO O N fl hon>x^ Waiden gtistknä und Pi haushc den 27. März 1879. Christine Schirmer, geb. Brück. G. H. Schirmer. Caroline Schirmer, geb. Wehn. Luise Hof, geb. Schirmer. Georg Schirmer. Heinrich Schirmer. Georg Hof, Hauptmann u. Compagniechef im 2. Grossh. Hess. Inf.-Regt. No. 116 (Grossherzog). (71 1470) Der untere Stock in meinem Hinterhause, sowie Mansardenwohnung im Vorderhause zu vermiethen. Carl Haas, a. d. Actienbrauerei. 2013) Ein zuverlässiger tüchtiger Buchhalter (Kaufmann) findet zeitweise Beschäftigung. Näheres bei der Expedition unter Nr. 5635. 1963) Zur Errichtung eines Holz- und Kohlengeschästes sehr geeignete bequeme Räumlichkeiten, inmitten der Stadt gelegen, billig zu vermiethen. Näheres bei d. Exped. d. Bl. Strohhiite! Herren und Damen-Stroh- hüte werden zum Waschen, Färben und Faponniren anoer ommen. Muster für Damenhüte liegen Rt/ Karten ä 1 «X sind zu haben bei den Herren Fidler und Krog- mann und den Vorstandsmitoliedern. Der Dorstand. Generalversammlung in der Restauration Schnell. Tagesordnung: Rechnungsoblage. Voistandswahl. Um recht zahlreiche B?tbeiliau' g wird erlud)f. 1683) Ein möblirtes Zimmer für einen Einjährigen zu vermiethen. Feldwebel Seim. Abfrbrten von Gießen Deutz 6«, 12 4*3. Dillenburg 6*5, 12, 4«, 9*. Tieaen 6*5, 12. Wetzlar 6*\ 8^, 95*, 12, 4*’, 2011) Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen bei Feldwebel Bruchhäuser, Grünbergerstr. Auch kann daselbst ein Realschüler Kost und Logis erhalten._______________________ 1744) Ein möblirtes Zimmer zu ver- Carnevalverein Türkei. Samstag den 29. März, Abends 8 Uhr: 1752) Zwei Schüler, welche die hiesigen Lehranstalten besuchen, können freundliches Logis mit Beköstigung erhaltcn. Wo? sagt d. Exped. d Bl. 3000 Mark werden gegen doppelte hypothekarische Sicherheit auf ein Haus in der Neuen Anlage zu leihen gesucht. Offerten werden unter Chiffre G. N. 170 an die Exped. d. P! Schmidt, W M zeigt zu I zuführen P rumsten tnffenb dieses K Mur rumdten auSgegai Vesrtzun tonten t b(6 $il Taiiz-Aiiierhullung am 14 April (2. Ostert ag) in Wenzel’s Saalbau. — Anfang 8 Uhr. 2021) Eine zum zweitenmal stillende Amme wird gesucht. Wo ? sagt die Erp. d. Bltts. 1834) Meine Niederlage in Krippe» und Schweinetrögen, Grab-Postamentsteinen, Treppentritten, Thürsteinen re., befindet sich zu Lang-GönS bei H.rrn Mauriöhtt üb Summen fei Gerald 14ti8) Der Zither von Herrn Gerickc innegehabte Laden und Lüohnunq ist vom 12. Mai d. I. ab anderweit zu vermiethen Jul. Bach Seltersweg. Die B e 3 Uhr statt. 1708) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Wallthorstraße Nr. 137. Louis G-ail, Mäusburg Köln-Gießener Bahn. 1925) Das Mansardenlogis in meinem Hause auf dem Kreuz ist 1. Mai anderweit zu vermiethen.______August Wetdig. 1953) Ein Familienlogis, per 20. April beziehbar, zu vermiethen bei ___________EUaS Meier Ww. 426) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffer t ist wegzugshalber per 1. April d. I ganz oder getrennt zu ver- mtethen.___________________A. Getffe. 1165) Das seither von Herrn Fabrikant Georgi bewohnte Logis ist per 1. Juni anderweit zu vermiethen. ________Karl Bergmann, Gartfeld. 1415) Eine Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Keller rc. im 3. Stock ist zu vermiethen. Kaplansgasse 218. Näheres bei Herrn Photograph F. Gerbod e. 2034) Heute Nachmittag 1 Uhr verschied nach langem schwerem Leiden unsere hebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Florentine Schirmer. In tiefster Trauer bitten wir um stille Theilnahme. Vermietungen. 2031) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _____Neuenweg B. 204. 2029) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen im Hause des Herrn Dr. Heising, Neue-Bäue Nr. 92. 2028) Eine kleine Familtenwohnung zu vermiethen______I. Becker Wallthor. 2032) Fein möblirte Zimmer zu vermiethen^> Weinsaal. 1966) Wohnung zu vermiethen bei _________Dr. Gaquotn, Gartenstraße. 1958) 2 möblirte Zimmer zu vermiethen _______bei C. W. Dt.tz am Markt. 1832) Die Mansardenwohnung im v. Klippftein'schen Hause (Seltersberg)2 Zimmer, 2 Cabinete und Küche, ist zu vermiethen.__________________ 1410) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet, sofort beziehbar, zu vermiethen bei <£. Stückrath, Gartfeld. Berauschte Anzeigen. 2015) In einem hiesigen Fabrikgeschäfte findet ein junger Mann mit guten Vor- kenptnissen Aufnahme als Lehrling. Of ferten unter C. 30 durch die Exped d. Bl. erbeten. _______________________ 2017) Geübte Cigarrensor- tirer werden gegen hohen Lohn gesucht von Nattmann de Weidis« Annonce. Ein Weinproducentin Rheinhessen wünscht mit einer Weinhandlung in Verbindung zu treten, welcher er je nach Bedarf von seinen Weinen preisiverth liefern würde. Bei beanspruchtem Credit Referenzen erforderlich Offerten unter Chiffre W. 100 nimmt die Exped. d. Bl. entgegen (1945 2014) (Stneri lüiDugvn Pferde knecht sucht Aug. Nauheimer Ww. 2012) Ein Ochsenknecht gesucht bei _________Tcxtor o. d. Hardt. Cin Kutscher mit guten Zeugnissen auf sofort gesucht. 1750) Kleine freundliche Wohnung und Werkstatt zu vermiethen. Ehr. Horeyseck. 1907) Ein Zimmer an einen soliden Arbeiter zu vermiethen. Neustadt D. 28. 1937) Die Wohnung des Herrn Prof. Dr. Sattler ist durch dessen Wegzug Anfangs Mai oder Ende Juni zu vermiethen. ___________ Chr. Petri. 1957) Wohnungen zu vermiethen. Mühlgasse D. 79.