" °"ch fpäter einsten. I*!@ta6e 177 Wfc-- ^Wberg. . AuemliMen, J ,ototi zu oennies • Würben hiervon TS."’6*- an 'r i ju Krmietben [r. Vindewald. ^amilienlogis in ^ufelslustgärtchen. ^zeigen. lenbe SImme sucht ' ßrped. b. Bl. , Ringe, T U. 8. W. 'S angefertigt bei iter, Friseur, innere, wird ein dit. Zu erfragen r, Kupserfchmied. ir um'er (Somptoir ommis. irrger L> Töhne, Gomptoir^rbeitea (rtpfictlt ft f jun ic. Wms in von Tchinue» denselben werben fort fern, Kniij. inhltte werden zu hüten tun zur Ansickt be; atl Skhulstrahe. Mädchen such! M rsftou aus Weihr :s bei iun, Uhrmacher, rdenploh-____ Dienslwädchen auf ferbjfrÄL- WrlesWg MrraM. Vovember 1879, -1W- - * Fegner. Milüiijb n9-fW" * W xcbloßst"^' v, sDie .SR ^rcillk- 27$. Freitag den 28. November 187W. AiMk- iib AmiÄiM fir bei Kreis Gieße«. ------------ ■ "■■ -■■- PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh». Redactto»Sbureaur I «ckulstraße v. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ExpeditionSbureau r J ——— ----------------- ■ — ■ ■ Amtlicher Theil. Gießen, am 24. November 1879. Betreffend: Die Versicherung der Gebäude gegen Feuersgefahr. Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen an die GroHherzoglicken Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände find, an die Erledigung unserer Verfügung vom 23. v. Mts Anzeiger Nr. 250. vr. B v e k m a n n. politisch Die Fürstenbesuche. Man bringt noch immer das Privatleben der Träger von Klonen, wie auch der Kronprinzen viel zu sehr mit ihren Amtshandlungen in Vermischung, nnb legt allen ihren Schritten eine staats- und völkerrechtlicke Bedeutung bet. sßeyebt sich ein Fürst zu einem anderen zum sreundlchastlichen Besuch, so hecht es gleich, die Völker haben sich genähert, sie sind in sreundschaflliche Beziehungen getreten und flehen womöglich vor der Feier eines Ver- brüderungsfestes. , , . , Es wäre eine Charakterlosigkeit eines Volkes, ein Verleugnen seiner Erfahrungen, eine Mißachtung seiner eigenen Uebetzeugung, wenn ein freundschaftlicher Besuch eines Landesfürsten bei einem anderen auch die Völker in watrer Freundschaft zu verbinden vermöchte. Ein Volk ist stets in der Lage, sich fein eigenes Unheil zu bilden, und wenn es keine günstige Meinung über Rumänen, Bulgaren ober Türken hat, so kann es auch durch die Nachricht nicht umgestimmt werden, daß der Fürst seines Landes irgend . mw Regenten jener Staaten freundschaftlich besucht habe. Ob es sich nun um Oesterreich oder Italien, Frankreich oder Rußland handelt, ändert an den bestehenden Urtheilen über die Völker und über die Ansichten von den Be- züHungen zwischen den Völkern nichts. Die Beziehungen der Völker sind eben andere, als die Beziehungen der Fürsten oder einzelner Männer, so doch ^^h«?'d'er Weltgeschichte, der Zeitgeist, das Verfaffungsleben werden vornehmlich die Grundlage für die sympathetischen Beziehungen der Völker bilden Selbst die Diplomatie kann nur eine fördernde oder zurückhaltende, ni-mals eine maßgebende Tätigkeit in Bezug auf die internationalen Be- ziedunaen entwickeln. Schon weil die diplomatischen Beziehungen unbeständiger sind wie Aprilwetter, harmvniren sie nur selten mit der festen, abgeschlossenen Ansicht und Grundstimmung der Völker. Mögen Fürsten und Diplomaten sich nähern oder obgestoßen fühlen, es hat dies nur geringen Einfluß auf die Beziehungen der Völker, weil diese sich nach völkerrechtlichen Grundsätzen, nach konstitutionellen Einrichtungen und nach nationalen Anschauungen richten. Em Volk mit confiitutionefler Verfassung und ein solches, welches nach Willkür regiert wird, passen nicht zusammen. Völker, welche nach gleichen Grundsätzen regiert werden und gemeinsame Cnlturzwecke verfolgen, finden sich aus tem cemeinfamen Wege. So liegt der Grund der deutsch-österreichifchen Gemeinschaft in den gleichen handelspolitischen Zielen, wie in dem gemein* amen Jntereffe der Zurückweisung Rußlands, eines gefährlichen unconstituiio- nellen Willkürstaates: der Grund für die Sympathien zwischen Italien und Deutschland in der gemeinsamen Bekämpfung des Papstthums. Solchen reellen Gründen der Freundschaft von Völkern gegenüber haben die privaten Schritte der Fürsten eine geringe Bedeutung, und von Rechtswegen sollten sie acht als Staatsactionen ausposaunt werden. So lange allerdings die Paramente in der äußeren Politik eine so geringe Stimme haben, wie zur Zeit in Deutschland, müsien wir noch in den persönlichen Beziehungen der Fürsten wehr iehen, als private Höflichkeit oder Zuneigung. Aber dennoch ist der deutsche Volksgeist bereits so selbstständig, der Volkscharakter so fest und das politische Urtheil des VolkiS so sicher geworden, daß Fürstenbesuche die Ansicht des Volkes über ein Volk ebensowenig ändern, als die politischen Beziehungen der Völker. Deutschland. Darmstadt, 25. Rovbr. In Betreff des Gast- resp. Schankwirth- fchaftsbetriebes hat unsere Regierung die einschlägigen Behörden benachrichtigt, daß sie auch fernerhin nicht beabsichtige, die Erlaubntß einer Gast- oder Schankwirthschaft von dem Nachweise eines besonderen Bedürfnisses abhängig ru machen. Da bei der Erthetlung der Covcession sowohl die persönlichen Verhältnisse des Nachsuchenden, als auch die Beschaffenheit des betr. Locals 'n Frage kommen, so ist diese Erlaubniß stets auch dann einzuhoien, wenn me bestehende Wtrthschast in die Hände eines noch nicht concesflonirten Wtr- rbes übergehen soll, und ebenso, wenn ein concesstonirtcr Wirth seine Wirty- rchast in ein anderes Local verlegen, bezw. in einem bisher noch nicht con- cesstonirten Locale betreiben will. Straußwirthe, welche nur in einem Dhett des Jahres ihr eigenes Gewächs verzapfen, sowie Zäpser am Stand beour- fen, wenn die Zäpferet den Charakter eines dauernden Gewerbebetriebes hat, er Hh eil. wie andere Schankwirthe der Concession, die der Kreisausschuß ertheilt. Wird die Zäpserei am Stand nur vorübergehend, z. B. auf Meffen, Märkten, Volksfesten betrieben, so genügt die Genehmigung der Ortspolizetbehördc, welche jedoch auf bereits cvncessionirle Wirthe zu beschränken ist. Zum Kleinhandel mit Branntwein ist auch bei bloßer Zäpferet über die Straße stets die Co; ceiston einzuhoien." m. Darmstadt, 26. November. (Vom Landtag. — Baugewerkschule.) Der Finanzausschuß der ersten Kammer hielt gestern eine Sitzung ab. Hauptgegenstande der Be- rathung bildeten der von dem Vorsitzenden des Ausschusses Sr. 6*1 . bem afen ru Solms-Laubach, erstattete Bericht über bte Vorlage der Regierung m Betreff der Ueberttagung des Eigenthums an der auf Großh. Hess. Gebiete belesenen Strecke der Main-Weser-Bahn auf den Preußischen Staat, sowie die.^'tere Vorlage der Regierung, die Errichtung einer Landeskultur-Rent en kass e betreffend. Wie wir aus zuverlässiger Quelle vernehmen, beantragt der Fmanzausschutz der ersten Kammer, bezüglich des erstgenannten Gegenstandes dem von dem anderen Hause gefaßten ablehnenden Beschluß nichr beizutreten, vielmehr dem.^on der Regrerung mit Preußen abgeschlossenen Verkaufsvertrag die verfassungsmäßige Zust mmung zu er, theilen. In Bezug auf die Vorlage wegen Errichtung einer Landescultur-Nentenkasie und die damit in Verbindung stehenden Anforderungen für das anzustellende cultur- technische Personal beantragt der Ausschuß durchweg Beitritt zu den Beschlüssen zweiter Kammer. Der Zusammentritt des Plenums der ersten Kammer ist vorerst auf den 9. December in Aussicht genommen und werden wohl sammtliche zur Berathung reife Gegenstände in einer Sitzung ihre Erledigung finden. — Der Finanzausschuß der zweiten Kammer wird morgen, der Gesetzgebungsausschuß derselben am 4. December eine Sitzung abbalten. Nach der dermaligen Geschäftslage ist demVernehmen nach als Zeitpunkt des Wiederzusammentritts der zweiten Kammer der Anfang des Monats x>an Der* vierte ^Jahreskurs der Landes-Baugewerkschule, welcher am 15. d. M. eröffnet wurde, wird von 48 Schülern besucht. Darunter beenden sich 9 Maurer, 4 Stein- und Bildhauer, 3 Zimmerleute, 2 Dachdecker, 7 Schremer, 4 Schlosser und Maschinenbauer, 6 Tüncher und Maler, 8 Bautechniker, 1 Silberarbeiter 1 @ärtnex, 1 Holzbildhauer, 1 Dreher und 1 Xylograph. Von diesen 48 Schülern sind 40 aus der Provinz Starkenburg und je 4 aus Oberhessen und Rheinhessen. ^Schüler kamen von verschiedenen einzelnen Orten, 22 von Darmstadt und 2 von Bessungen. Das Alter der Schüler beträgt von 16 bis 30 Jahren, 28 falb unter 20 Jahre alt und 20 stehen im Alter von 20 bis 30 Jahren. Der unteren Abtheilung wurden 23, der oberen 25 Schüler zugetheilt. n , Berlin, 24. Novbr. Das Ereigniß des Tages ist bte Thatfache, daß der König und die Königin von Dänemark am 28. d. Mts. zum Besuch der kaiserlichen Familie in Berlin eint.effen. An demselben Tage kehrt bereits dn 17 Novbr. wurde von Sehr au« an das Militär Commando in Wilhelshaven rapportirt, daß derselbe dort verhaftet fei. Arn folgenden Morgen wurde nun ein Obeibootsmann von Wilhelmshaven beordert, den Flüchtling von Lehr abzuholen und fuhr derselbe deshalb mit dem Fruhzuge von Wilhelmshaven ab. Aus der Rückreise war in Augustfehn kurzer Aufenthalt, den der Deserteur zum Entkommen auszunutzen versuchte. SDer Unter« osficier, welcher mit dem Flüchtigen aus den- Bahnhofe in Lehri noch sreund- schafilicher Weife ein Glas Bier geleert hatte, griff jetzt, nachdem er ren Gefangenen nochmals aufgefoibert hatte, bas verlästerte Soupee wieder zu besteigen, zu feinem Gewehr, löste das Tuch, welches bas Schloß umhullte, nnb sandte dem Flüchtling eine Kugel nach, welche auch ihr Ziel nicht verfehlte und denselben zu Boden streckte. Der Unglückliche war tödtlich in's Rückgrat getroffen; er wurde zwar noch lebend in das Stationsgebäude getragen, g b aber dort nach wenigen Augenblicken seinen Geist auf. Der traurige Vorfall rief natürlich unter den Reisenden, welche den Zug benutzten, eine außergewöhnliche Aufregung hervor. Schweiz. Bern, 24. Novbr. Aus dem Canton Tessin wird ein gewaltiger Schneefall gemeldet. Post, Telegraph, Dampfschiffoerkehr sind unterbrochen, Lausende von Bäumen und Wetnstöcken durch Schneemassen erdrückt. Im Gadmenthale wurden fünf Menschen von einer Lawine verschüttet; drei tour» den gerettet, einer blieb todt und einer ist noch nicht aufgefunden. ZLelgien. Brüssel, 25, Novbr. Deputirtenkammer. Goblet schlägt mehrere I Kürzungen des Cultus-Etats vor, welche indeß die Gehälter der Bischöfe nicht berühren. Der Justizmtnister erkennt an, daß die Haltung des Klerus es jeder liberalen Regierung schwer mache, sich freigebig gegen den Klerus zu erweisen, dennoch könne er den Aenderungen nicht zusttmmen, welche zuvörderst einer eingehenden Prüfung zu unterziehen seien. __________________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspondenz » Bureau. Berlin, 26. Novbr. Abgeordnetenhaus. Berathung des Antrages v. Schor- lemer-Alst, betreffend die Verebuna der Landgüter in Westfalen, v. Schorlemer führt aus, der Antrag bezwecke die Erhaltung des mittleren Grundbesitzes, besonders der Bauerngüter, welche Gefahr liefen, durch Zerstückelung oder Zuschlagung zu größeren I Grundstücken zerstört zu werden. — Minister Lucius erklärt, er nehme keinen Anstand, vom agrarpolltischen Standpunkte aus seine vollste Sympathie mit der Tendenz des Antrages auszudrücken. Es sei ein hohes allgemeines Interesse vorhanden, besonders den mittleren Bauernstand zu erhalten. Nach Lage der Sache sei es jedoch unbedingt nothwendig, daß der Gesetzentwurf, welcher auf das Gebiet des ehelichen Güterrechtes übergreife, eine genaue juristische Prüfung finde. Es sei dies um so notwendiger, als die Ausarbeitung des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches in Angriff genommen sei. Ehe die Regierung zu dem Anträge bestimmte Stellung nehme, müßten erst die be- theiligten Provinzial - Organe, besonders die Obergerichte gehört werden. Bon einer commissarischen Berathung könne er sich keinen praktischen Erfolg versprechen, eh- die notwendigen Ermittelungen vorausgegangen. — Köhler (Göttingen) erklärt sich gegen den Antrag. Miquel für, Hänel gegen denselben. — Der Justizminister erklärt, er möchte dem Vorwurf begegnen, den Miquel erhoben, wonach fern (des Ministers) römischer Standpunkt dem Erbrecht gegenüber das Gesetz schädigen möchte. Er müsse eine einseitige Auffassung der Sache von seiner Seite in Abrede stellen. Ein eingehenderes Urtheil über den Antrag müsse er von dem Bericht der obersten Justizbehörde der Provinz abhängig machen. Stelle sich für das Gesetz ein wirkliches Be- dürfniß heraus, so würde er demselben keine Schwierigkeiten bereiten. — v. Cuny spricht für die Vorlage, Schellwitz dagegen, v. Wintzingerode dafür, Holtz dagegen. — Die Vorlage wird hierauf zur zweiten Lesung im Plenum gestellt — Nächste Sitzung morgen. Berlin, 26. Novbr. Dem Vernehmen nach erklärten sich die National- Liberalen und Conseroattven in ihren gestrigen Fractlonssitzungen mit den von der Subcommission der Eisenbahn-Commission des Abgeordnetenhauses zu den Eisenbahl»'Gesetzentwürfen aufgestellten Garantien int Principe einverstanden. Paris, 26. Novbr. Der Generalrath des Seine-Departements hat eine Tagesordnung angenommen, worin er sein Bedauern ausspricht, daß der Poilzei-Präfikt von Paris sein Personal nicht purtfictrt habe. Darauf erklärte der Polizei-Präfekt, solche Dinge gehörten nicht zur Competenz des Generalraths und er werde die Vernichtung dieses Beschlufles beantragen. Petersburg, 26. Novbr. Vor dem Petersburger Kriegsgericht findet am 27. ds. Proceßverhandlung statt gegen den Edelmann Leon Mirsky, die Frau Collegien-Registrator Olga Semensky, den Edelmann Hippolyt Golowin, Collegien-Affeffor Achin, Edelmann Nikolai Wereschtchagin. Kleinbürger Eugen Beklemischew, verabschiedeten Fähnrich Juri Tarchow und den erblichen Ehrenbürger Georg Levensohn, welche angeklagt sind der Zugehörigkeit zu einer ver» brecherischen Gesellschaft zum Zwecke der Umstürzung der bestehenden Ordnung und Gesetze mittelst Gewalt. Mirsky ist außerdem des Attentatsversuchs auf den Chef der Gensd'armerte, Drentelen, des bewaffneten W.derstandes gegen Beamte und der Fälschung von Legitimationen angekiagt, alle anderen Angeklagten außerdem der Hehlerei bezüglich des Attentäters und der Mitwiffenschaft des Verbrechens. Berlin, 26. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Besprechungen mit den österreichisch-ungarischen Delegtrten über die handelspolitischen Beziehungen wurden gestern beendet, nachdem der nächste Zweck, Klarheit über die beiderseitigen Stellungen in der Frage zu gewinnen, erreicht worden ist. Ueber die Frage inwieweit der bestehende Vertrag über den letzten December hinaus zu verlängern sei, haben die Besprechungen zu einem Abschluß noch nicht geführt, da die österreichisch-ungarischen Commiffäre nicht in der Lage waren, auf die Vorschläge ohne Einholung einer Instruction bindende Erklärungen abzugeben. Berlin, 27. Novbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht folgen» des Sckreiben des Fürsten Bismarck aus Varztn vom 25. d.: In Folge der durch die Preffe über meine Gesundheit verbreiteten Nachrichten gehen mir von den verschiedensten Seiten, nächst Deutschland namentlich aus England, freundliche Rathschläge und ärztliche Mittel in großer Anzahl zu. So wohl mir diese Beweise von Thetlnahme auch thun, bin ich leider noch zu wenig gesund, um den Absendern schriftlich antworten und danken zu können. Ich bitte deshalb alle diejenigen, welche mich durch die wohlwollende Absicht, mir zu helfen, erfreut haben, meinen verbindlichsten Dank auf diesem Wege ent» gegenzunebmen.__ m. Darmftadt 25. November. (Zur Feier der Enthüllung des Metz-Denkmals.) Etwa 150 Fesltheilnehmer, darunter mindestens die Hälfte auswärtige Freunde und Gesinnungsgenossen des Verewigten, versammelten fick nach der öffentlichen Feier im Saalbau zu einem gemeinsamen Mittagsmahl. Der Saal war mit den deutschen Fahnen becorirt, im Hintergrund prangte unter prachtvollem Grün die Colossalbüste des verstorbenen Metz, ein wohlgelungener Gypsabguß der Denkmalszierde. Kurz nach Beginn des Essens ergriff Herr Landtagsabgeordneter Dr. Osann das Wort um i nochmals des Mannes zu gedenken, den die Versammelten geachtet und verehrt ja I dem sie zum großen Theile so nahe standen, daß sie sich sagen müssen, sie haben'ihn I geliebt. Er schildert die kleinen Anfänge, aus welchen Men hervorgegangen, und die ' von ihm errungene Selbstständigkeit als sein eigenes, von Niemand sonst gefördertes > Werk. Ein so veranlagter Mann müße sein Leben darauf richten, den Kampf um i ideale Güter auch im Großen in ähnlicher Weise zu führen, wie er ihn Anfangs im ! beschränkteren Leben erfolgreich geführt habe. Metz sei niemals - wie man ihm oft . vorgehalten — der Mann der Revolution gewesen, er habe vielmehr in stürmischen Jahren auf der Seite der Gegner aller excessiven Schritte gestanden und sei solchen mit Muth und Kraft gegenübergetteten. Auch sei er nicht - was er nach Ansicht Vieler habe sein sollen — der sogenannte Einheitsmann gewesen, der die große Schablone Deutschland habe darstellen wollen: wohl aber habe er für die Einheit Deutschlands gekämpft in dem Sinne der Gliederung, wie wir sie jetzt erstrebt haben, und die furchtbaren Schläge vorbereiten helfen, die uns zu der Errungenschaft des neu entstandenen deutschen Reiches geführt haben. In Düd und Nord, m Ost und West sei Metz immer derselbe Mann gewesen, der für die idealen Ziele stritt, uneigennützig und ohne Rücksicht darauf, was ihm in seinen Privatverhältnissen daraus entstehen werde. Das Andenken eines solchen Mannes müsse fruchtbringend wirken, umsomehr als ihm neben dem großen deutschen Vaterlande sein engeres Vaterland Hessen und seine Vaterstadt Darmstadt gleich warm am Herzen gelegen haben. In letzterer Beziehung erinnere er an die Entstehung der technischen Hochschule und an den stolzen Aufbau des abgebrannten Hoftheaters. Wohl selten sei in Hessen ein Mann vertrauter mit allen persönlichen Ansichten und Rücksichten in Stadt und Land, in Kreis und Provinz gewesen, als Metz, der sich um Alles bekümmert, und „mild im Rath, kühn zur That", für alle gerechte Forderungen mannhaft eintrat. Mit seiner liebenswürdigen Uneigennützigkeit, seiner Offenheit und der großen Fülle von Kenntnissen, verbunden mit natürlicher Klugheit, habe er Allen etwas bieten können und gerne etwas geboten. Niemals wohl habe man einen leutseligeren und wohlwollenderen Parteiführer nach allen Zeiten hin gesehen, als Metz, der allerdings bei aller Rücksichtslosigkeit in Be- zug auf die Sache, der es galt, niemals die Person geschädigt oder verletzt habe. An den Gesetzgebungswerken, welche in der neueren Zeit dem hessischen Volke zum Wohle b-T Gemeinden, der Schule u. s. w. gegeben wurden, habe Metz getreulich mitgearbeitet. Wacbbem ber Rebner noch bes in bemselden Jahre 1874 plötzlich verstorbenen Landtagspräsidenten Dr. C. I. Hoffmann, eines in gleichem Streben wie Metz vereinten Mannes, in warmen Worten gedacht, forderte er die Anwesenden auf, dem Andenken des verstorbenen August Metz ein stilles Glas zu weihen. Nachdem dieser Aufforderung Folge geleistet war, bemerkte Herr Dr. Osann weiter, das deutsche Vaterland, dem fein Hoch an dem Denkmal gegolten, sei der Schlachtruf gew.'sen, mit welchem Metz in den Kampf gezogen sei; fein Friedensruf habe gelautet: Kaiser und Reich. In diesen Friedensruf bitte er die Versammelten einzustimmen: Kaiser und Reich leben hoch! Freudig erbrauste das Hoch durch den Saal, die Musik intonirte die Nationalhymne. Hierauf ergriff der älteste Sohn des Gefeierten, Herr Rechtsanwalt Dr. Metz (Gießen) das Wort und richtete Namens seiner Familie herzliche Worte des Dankes an alle Diejenigen, welche bei der Errichtung und Ausführung des schönen Denkmals mitgewirkt haben. Herr Franz Weber toastirt auf die Künstler, welche das Denkmal geschaffen, Herr Landtagsabgeordneter Dr. Schröder (Worms) aus die Einheit und Freiheit innerhalb der liberalen Partei und in Deutschland. — Der Bruder des Verstorbenen, Herr Rechtsanwalt Dr. Metz (Darmstadt), schildert in bewegten Worten die Treues welche das Hessenvolk seinem Führer stets bewahrt, die ihm Treue um Treue entgegengebracht. Dem Hessenvolke gilt sein Hoch. — Herr Professor Marx verbindet mit dem Dank der Künstler für das ausgebrachte Hoch einen Toast auf sämmtliche bei der Herstellung des Denkmals beschäftigt gewesenen Personen, während Herr Professor Wagner speciell des Erzgießers gedenkt. — Herr Redacteur Mai (Bingern toastirt auf das liberale Bürgerthum, das zäh an einem Manne hängt, von dem es erkannt hat, daß er lediglich für das Wohl des Gesammtvolkes arbeitet. — Die weiteren Tischreden betrafen sehr interessante und theilweise humoristische Episoden aus dem Leben des verstorbenen Metz. Lebhaften Beifall erregte das während des Essens einlaufende Telegramm des Reichstagsabgeordneten Dr. Dernbürg in Berlin: „Verhindert, der Enthüllung beizuwohnen, bleibe ich den Freunden in Treue gegen den Verstorbenen und in Freundschaft mit den Mitstrebenden verbunden." So schloß, ohne durch den ge ringsten Mißton gestört zu werden, die einfach würdevolle Feier. Lokales, Gießen, 27. November. Der Winter ist mit aller Macht hereingcbrochen. Heute Morgen um 7 Uhr zeigte das Thermometer noch 8 Grad kalt. Welcher Menschenfreund denkt im warmen behaglichen Zimmer nicht an das arme frierende Volk, an die in der Kalte herumlaufenden Handwerksburschen. Blau angelaufen, mit defecten Schuhen und Kleibern, betteln sie um ein Almosen, um sich vielleicht zu erwärmen, aber nicht mit einem Teller Sappe, einer Taffe Kaffee u. dgl., sonvern mit Branntwein, mit Fusel, welcher wobl momentan feine Schuldigkeit thut, aber im Verein mit schlechter Nahrung den Körper entkräftet und Krank betten zugänglich macht. Diese Betrachtungen fuhren uns zu der Jvee, ob es in Gießen, einer Stadt von anerkannter Wohlthätigkeit, nicht möglich sein sollte, ähnlich wie in anderen Städten, eine Suppenanftalt zu errichten, in welcher für weniges Gelv Dem Bedürftigen ein Teller guter, warmer und kräftiger Suppe geboten wird. Bedenkt man, welche Summe von Almosen zersplittert an Zinzelne gegeben wird, welches Almosen in einer Hand z. B. bei einer Suppenanstalt segensreich wirken wurde, so wäre diese unsere Jvee zum Ersten wohl discutirbar. Es werden sich ganz gewiß warmherzige Menschen finden, die dieselbe weiter verfolgen. Aber eine Bitte sprechen wir aus. Rasches, sehr rascheS Handeln thnt hier noth! Wir unserer Seits stellen unser Blatt zur Verfügung, gedenken wir doch der guten Sache zu dienen. Gießen, 27. November. In Bezug auf unser Referat über die letzte außerordentliche Sitzung der Stadtverordneten berichtigt uns Herr Blitz, daß er allerdings sein Haus an der Lahnhütte in kürzester Frist, innerhalb eines Tages, hätte räumen können, wenn solches von der Stadt angekauft worden wäre. Von Vermiethen, wie die Stadtverordneten annahmen, könne jedoch in diesem Falle keine Rede sein. — Von Seiten des Herrn Schramm, Besitzer des Central-Fremden-Verkehrs, geht uns eine Entgegnung auf die gestrige Notiz zu, in welcher er bestreitet, daß jemals 4 Personen in einem Bette bei ihm geschlafen hätten. Im Uebdgen befaßt sich die Entgegnung mit einer falschen Adresse, welche hineinzuziehen nicht nothwendig ist. Eingesandt. Für Bierwirthe und Biertrinker! Der Beginn ber kalten Jahreszeit mahnt bie Zapfer von Bier sowohl, wie auch die Consumenten bieses Genußmittels an bie Einhaltung verschiedener Regeln, bereu Nichtbeachtung für bie Letzteren sehr leicht Magenkatarrh, mitunter auch Harnbeschweiden zur Folge hat. Alle Getränke, welche in kaltem Zustanbe genossen werben, sollten minbestens einen Wärmegrad von 8V2 bis 9 Grad nach Reaumur besitzen. Nun aber wird Bier in gut eingerichteten Bierbrauereien das ganze Jahr hindurch in mit Eiskellern versehenen Lagerkellern aufbewahrt, deren Temperatur 2 bis 3 Grad nach Reaumur selten übersteigt, so daß b;c darin gelagerten Flüssigkeiten ebenfalls einen höheren Wärmegrad nicht annehmen. Die Aufgabe bes Bierzapfers ist es beshalb, Sorge bafür zu tragen, baß bas- jcnige Bier, welches berfdbe zum Ausschank bestimmt, annähernb auf bie oben angegebenen Warmegrabe von 8‘/2 bis 9 Grad sich erhoben hat. Die Vorbereitungen für Erreichung dieses Zieles sind sehr einfacher Art und können ohne besondere Mühewaltung in's Werk gesetzt werden. Wirthe, welche in dem Besitz von Kellern sind, deren Temperatur auf 8 bis 10 Grad durch guten Verschluß der Kellerlöcher und Thüren erhöht werden kann, handeln in ihrem eigenen Interesse und sorgen für das Wohlbehagen ihrer Gäste, wmn sie ihren Bedarf von Bier während der kalten Jahreszeit immer auf acht bis zehn Tage einlegen und den Vorrath nach Verhältniß des Verkaufs fortwährend ergänzen, so daß der Maare Zeit gelassen wird, den erforderlichen Wärmegrad annehmen zu können. Diejenigen Bierzapfer, welchen derartig beschaffene Keller nicht zu Gebote stehen, die vielmehr nur über kalte Keller verfügen, werden dieselben zweckmäßig durch Aufstellen eines Ofens in denselben und mäßiges Heizen erwärmen. Erscheint dies nicht ausführbar, so kann die Erwärmung des Bieres durch Verbringen in ein mäßig erwärmtes Zimmer erreicht werden. Ein anderes Verfahren für die Erwärmung des Bieres besteht darin, daß in den Eisbebälter der B'erzapfapparate erwärmte Ziegel oder Backsteine gelegt und nach dem Erkalten durch andere, in Reserve gehaltene, ersetzt werden. Statt ber Backsteine wirb in ben Eisbehälter eingegossenes lauwarme« Wasser ebenfalls gute Dienste leisten, es muß aber durch öfter wiederholten Nachguß in Der Wärme erhalten werden. Erscheint schnelle Erwärmung bes Bieres notbroenbig, so genügt es, die zu füllenden Gläser, nachdem solche in kaltem Wasser abgespült wurden, unmittelbar vor Versteigerung. Freitag den 28. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, wirb mit der Mobilienversteigerung in der Wohnung des verst. Rentners L. Kirsch fortgefahren und sollen zugleich verschiedene Christosle-Waaren mit ausgeboten werden. Gießen, den 25. November 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 7717) Lüdeking. AeikgeVotenes. Eiserne Mätze zum Aufnchmen des Straßenkehrichts vorschriftsmäßig, empfiehlt zu billigem Preise 7620) August Kroll. ■Jas Spielwerke und Weihnachten. Unzertrennlich, warum? hören wir den Leser fragen weil man die weltberühmten Svielwerke des Herrn I. H. Heller in Bern alljährlich um diese Zelt angekundlgt, und dann aus Tausenden von Weihnachtstischen als Glanzpunkt dre kostbarsten Sachen Tiberftrableito findet; es ist dieses auch ganz natürlich, da Herr Heller diefetven m einer Vollkommenheit erzeugt, daß Jeder, der je eines seiner Werke gehört, von dem Wunsche beseelt wird, ebenfalls eines zu besitzen. Was kann der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Braut, der Freund dem Freunde schöneres und Willkommeneres schenken ? ä °-rg-g-nwärtigt glücklich verlebte Stunden, ist «lleweil munter lacht und scherzt durch seine bald heitern, erhebt Herz und Gemuth durch seine ernsten Weisen, Wucht Traurigkeit und Melancholie ist der beste Gesell)chafrer, der Emsamen treuester freund und nun gar den Leidenden, den Kranken, den an das Haus Ge- fesselten! — mit einem Worte ein Heller'fches Spielwerk darf und soll m keinem Salon, an keinem Krankenbette, überhaupt in keinem SUt^n^ause^fehfim^^E^EE« Handel und Verkehr. Frankfurt, 26. November. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war Leu kostete ie nach Qualität der Centner X 2—3.50, Stroh X -1 o. Butter da« Pfund im Großen 1. Qual. M 1.00, 2. Qual. „M 0.90, im D-taii da« Pfund ii 1.25—00 2. Qual. X 1.15—00. Eier das Hundert X 6.50—8. Ganze Erbsen das Pfd. 28-32 X 'geschälte Erbsen 30-36^, Bohnen 24-28 ^, ^cn234~50^; Stück — X 100 Stück 8—10 X, Rothkraut, 1 Stuck 15—20 Ä^lrablt Kohlkraut 8 -12 Blumenkohl 1 Stück 30—70 Wirsing - Kartoffeln 100 Klo X 6.50-8, Zwiebeln 25 Bund - «X. Merretfige Stuck - 1 Sluck - Ochsensteuch per Pfund 65—70 Rindfleisch 45-50 Kuh fleisch 45-60 ^fleisch 45 55 Hammelfleisch 40-65 Schweinefleisch 60-70 H, em Hahn 0.90-^30 em Huhn X 1.00-1.40, eine Ente 2-2.30 Gans das Pfuno 60 eme Taube^0—50^. Füllen in warmes Wasser, das auf dem Schanktisch bereit gehalten wird, mehr- wals c*n8u^aut^renn- bem Lande des großen Bierconsums, ist eine sehr zweckmäßige, rasch wirkende Methodi der Biererwärmung in Uebung, welche aber nur da in Anwendung aebracht werden kann, wo der Verzapf direct aus dem auf den Schankfisch flehenden ^sse bewirkt wird. - Es werden nämlich etwa 60 Zentimeter lange, V/2 Zentimeter dicke Stäbe in dem Ofen des Zimmers oder auch in der Küche glühend gemacht und in das am Boden des aufrecht stehenden Fasses befindliche Zapfloch nachdem vorher dem Faß etwa ein Liter Bier wegen des eintretenden Aufwallens des BlereS entnommen worden, eingeschoben und bis zur Abkühlung des Stabes in demselben Maffeni)ü§ sind die Verfahren für Erwärmung des Bieres welche dem Einsender bekannt geworden; es schließt derselbe diese Mitthellungen mit dem Wunsche durch dieselben einen Beitrag zur Erhaltung des Wohlbefindens der Bierverbraucher gelieftrt zu haben- ( • Für die Herren Wirthe gibt es keine einfachere und sicherere Anziehungskraft als solch' ein Werk, um die Gäste dauernd zu fesseln; die gemachte Ausgabe hat dieselben, wie uns von mehreren Seiten bestätigt wird, nicht nur nicht gereut, sondern sie veranlaßt, größere Werke anzuschaficn, nachdem sie die ersten mit Nutzen weiter gegeben, darum jenen Herren Wirthen, die noch nicht im Besitze eines Spielwerkes sind, nicht warm genug anempfohlen werden kann, sich dieser so sicher erweisenden Zugkraft ohne Zögern zu bedienen, um so mehr, da bei größern Betragen nicht alles auf einmal bezahlt werden muß. Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durchdachte ist, die neuesten, sowie die beliebtesten altern Opern, Operetten, Tänze und Lieder finden sich in den Heller'scken Werken auf das Schönste vereinigt. Herr Heller hat die Ehre, Lieferant verschiedener Höfe und Hoheiten zu sein, ist Überdieß auf den Ausstellungen preisgekrönt. Kurz, wir können für unsere Leser und Leserinnen keinen a«frichtigern Wunsch aussprechen, als sich recht bald ein Heller'sches Spielwerk kommen zu lassen, reichhaltige illustrirte Preislisten werden franco zugefandt. Wir empfehlen Jedermann auch bei einer kleinen Spieldose, sich direkt an die Fabrik zu wenden, da vielerorts Werke für Heller'sche angepriefen werden, die es nicht sind; jedes feiner Werke und Dosen muß feinen vollen gedruckten Namen tragen wenn es ächt sein soll. Wer je nach Bern kommt, versäume nicht, die Fabrik zu be= sichtigen, was bereitwillig gestattet wird. (7451 ! Mittelrheinischer Verbandskalender.^ Im Verlage der Jäger'schen Buch-, Papier- und Landkarten - Handlung in Frankfurt a. «?. ist in seinem dritten Jahrgange der „M,ttel- rbeiniscke Verbandß.Kalendcr für Landwirthe und landwirthschaftfiche Genoffenschaften auf das Schaltjahr 1880" erschienen. Der Kalender hat sich seit seinem ersten Auftreten so vortheilhaft eingeführt und so allgemeine Verbreitung bet dem landwirthschaftlichcn Publikum des Groß- verzogthums Hessen und der Provinz Hessen-Nassau erworben, daß es kaum nöthig ist, etwas zu seiner Empfehlung zu sagen. Neben dem gcwölmlichen Kalender-Inhalt, der hier noch durch einen interessanten landwirtschaftlichen Geschichts-Kalender erweitert ist, bringt derselbe die von der Kritik aufs Vortheilhafteste gewürdigten „B.ätter für landwirthschaftfiche Buchführung, die für den kleineren und mittleren Landwirth völlig ausreichend sind, um ihm ein klares Bild aller Vorgänge in feiner Wirtbschaft zu verschaffen. Die landwirthschastlicken Hilfstabellen sind gegen den vorigen Jahrgang erheblich vermehrt und werden den denkenden Landwirth nach keiner Richtung hin im Stiche' lassen. Unter den zahlreichen Aufsätzen von den bewährtesten Verfassern, wie Kreisthierarzt Dr. G. Schäfer, Gencral-Secrerar Dr. Kloos, General-Secretar Dr Weidenhammer u A. beben wir besonders denjenigen über die landwirthschaftlichen Wmter- schulen hervor, welcher diese für die Zukunft des landwirthschaftlichcn Standes so hochbedeutsame Frage in erschöpfender Weise behandelt. Die Ausstattung des Kalenders ist derjenigen der früheren Jahrgänge entsprechend; hervorzuheben ist, daß demselben eine Abbildung des Denkmals beigegeben' ist, welcbes dem verstorbenen Förderer der naffautschen Landwtrthschaft, Will). Albrecht in Emmerickenhain, errichiet worden ist. In Summa darf man sich dem Lobe anschließe.' welches von einer Commission des landwirthschaftlichcn Provinztalverems Starkenburg dem Kalender ertheilt wurde, daß er nämlich alles bietet, was der Landwirth von einem Kalender verlangen kann und im Vcrhältniß zu seinem Umfang äußerst billig ist. (7714 7729) Feter Schand.ua (7693 empfiehlt Emil Iischdach. 6587) Giessener Actien-Bier per Flasche 23 w Chlorkalk, Eisenvitriol 22 18 und Puppen. 7718)________ Basalt- und Bergbau-Actien- Gesellschaft in Gießen. Die fünfte ordentliche Generalversammlung der Actionäre dieser Gesellschaft findet in Gemäßheit des § 30 des Gesellschastsstatuts am 6. December dieses Jahres, Nachmittags 5 Uhr, im Bureau der Gesellschaft in Gießen, zur Erledigung der in § 36 vorgesehenen Geschäfte, statt, wozu wir die stimmberechtigten Actionäre ergebcnst einladen. Die Dcponirung resp. Vorzeigung der Actien kann vor Beginn der Versammlung im Bureau der Gesellschaft geschehen. Der Dorschende des Aussichtsrathes: Batst. abgehalten werden. Gießen, den 26. November 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Ä. B r a m m. Boeler & am Seltersweg. s»r Frische 8chettsische Donnerstag, Freitag und Samstag vorräthig in der Delikatessenhandlung von 7723) Die auf heute von mir anberaumten Versteigerungen werden nicht ab- aehalten. Gießen, 28. November 1879. Bühner, Gerichtsvollzieher. Merhksfische Gsenbahneu. 7731) Zu Heft Nr. 19 (Oberhessische Bahnen) des Mitteldeutschen Verbands- Gütertarifs gelangt mit dem 1. k. Mls. der Nachtrag IX zur Einführung. Derselbe enthält neue Tarifsätze für den Ver- rehr-mit Berliner Staatsbahnhöfen und Stationen der Berliner Ringbahn, sowie Charlottenburg M. H. B., ferner abge- anderte Tarifsätze für Berlin B. A., B. P. M. und M. H. B. und Potzdam. Nähere Auskunft ertheilen die diesseitigen Verbandsstationen, bei welchen auch der Nachtrag zum Preise von 10 H käuflich zu haben ist. Gießen, den 24. November 1879. Großherzogliche Direction. I. A : A l t o a t c r. Schellfische und Cabliau angekommen bei (7733 J. A* Busch Söhne. Das Neueste in Damen-,(Mäntel n Ktader-"'A 'Umhängen haben wir erhalten, welche wir durch einen besonders vortheil- haften Einkauf in grossartiger Auswahl zu aussergewöhnlich billigen Preisen verkaufen. Universal- Reinigungssalz von A. W. Bullrtch vorrn. K. C. Stegmann in B er lin. Nur ächt wenn mit obiger Firma und Siegel versehen. (7706 Zu haben in Vi-, Vr- und Vt-Pfund- Packeten bei Heinrich Wallach* Schlittschuhe in den neuesten, verbesserten Sorten, em- psiehlt Friedrich Huhne senior, 7721) Wallthorstraße. _ Bekanntmachung. Es wird zur Kenntniß gebracht, daß die Wochenmärkte für den Verkauf von Kartoffeln u. s. w.^ bis auf Weiteres nicht auf dem Brand, sondern in dem Oswaldisclieii Gr arten Gberhesfische Gisenbahmn. 7730) Mit dem 31. December d. I. treten die Tarifsätze für den birecten Verkehr zwischen diesseitigen Stationen einer- und Stationen der K. K- priv. Süd-Nord- deutschen - Verbindungsbahn andererseits außer Kraft. Gießen, den 20. November 1879. Großherzogliche Direction. I. V.: A l t v a t c r. frei ins Haus geliefert von Heinrich Schmidt, Maigasse C. 14. If (7532 Lotzlsclies Lager-Bier „ Lieber Export-Bier „ Schlittschuhe. v u. alle Sorten Schrauben- $)Ullp UA fchlittschuhe empfiehlt in größter Auswahl zu dm billigsten Preisen Fried. Kühne junior, 7720) Seltersweg. Carbolsäure, Desinfectionspulver, Pferde-Decken, 7708) « Mark 3,50, bei K. Grrünebaum. Schlittschuhe in den neuesten Sorten empfiehlt zu billigen Preisen die Eisenwaarenhandlung von Heinrich Battenfeld, 7710) Wolkengasse C. 94. Schellfische treffen heute ein. (7734 (Emil Tischdach. 7732) Carl Schwaao. SO Pfg. jedes Stück 30 Pfg. Seltersweg C, 8 2. Große Auswahl in Luxus- und Gebrauchs-Artikeln, sowie Glas- unb Kinderspielwaaren, Wollwaaren, geschnitzten Sachen 6981) empfehlen Für Eisenhaiidluogen u. Baunuleroebmer. und billig ausgeführt. 7592) Feinen holländischen Tabak der Firma Henricus Oldenkott H. Zoon & Cie. 2 CO Empfehle mein Lager von Horbwaaren aller Art, als: Große und kleine Stühle, Blumentische, Puppenwagen, Papierkörbe, Reisekörbe, graue Körbe u. s. w. Bestellungen in meinem Fach werden zum billigsten Preise besorgt. Reparaturen und das Flechten von Rohrstühlen werben schnell 7680) Taillen u. Kopftücher, Baschliks, Caputzen Westen und Handschuhe empfiehlt billigst A. Fangmann. Carl Schwaab. (*. C. Spruck, alleinige Depots in GIESSER. Ang. Werner, Korbmacher, Löwengasse Nr. 111. Halfkanaster ... TZoort ..... HZoort..... MZoort ..... Pyne Shag .... Varinas en Portorico Canaster I..... Die Tabaksteuer wurde erhöht von ffcjauf AT Pfg. per Pfd. Obige Preise enthalten eine vorläufige Erhöhung von nur IO Pfg. per Pfd. K E pro Pfd. pro Pfd. 80 Superfyne Varinas . . 135 H. 90 „ Varinas I. . . . . 170 n 110 „ Bahia Krüll .... • 185 n 110 „ Varinas O . . . . 210 110 „ Maracaibo Kanaster . . 260 120 „ Cuba Kanaster . . . . 260 130 „ Curacao Kanaster . . - 310 „ Alte Schienen zu Bauzwecken und Nebengeleisen offerirt billigst (7535 ______M. Katzenstein in Cassel. 7681) Kragen und Manschetten, Lavalliers, Vorstecher, Schürzen und sonstige grosse STeu- heiten empfiehlt 7707) In unserem Verlage ist soeben erschienen: Mittelrheinischer Verbands-Kalender für Landwirthe und landwirthschaftliche Genoffenschaften auf das Schaltjahr 1880. Preis >Ik. 1. Reich auSgeftattet mit landwir^h- schaftl. Htlfstabellen, stätistischem Materiale, den anerkannten Blättern für landwirthschaftliche Buchführung, welche in einigen Landwirthschastlichen Lehranstalten zur Grundlage des Unterrichts gemacht worden sind und lehrreichen Aufsätzen von den bewährtesten Verfassern ist derselbe seinen, von dem land- wirthschaftlichen Publikum so beifällig aufgenommencn Vorgängern in jeder Beziehung ebenbürtig und verdient wiederum das Lob, welches ihm die von bem land- wirthschaftltchen Provinzial Verein Starkenburg eingesetzte Commission zur Prüfung der landwtrthfchaft- licheu ökalenderliteratur. ertheilt hat, daß er nämlich Alles bietet, was ein Landwirt!) von einem Kalender verlangen kann und im Ker- hältnih )u seinem Umfang iiuherst billig ist. Für nassauische Landwirthe wird die dem Kalender beigefügte Abbildung des dem unvergeßlichen Albrecht zu Emme- rtchenhain errichteten Denkmals von Interesse sein. Der Kalender ist zum Preise von l Mark bei allen Buchhandlungen und Kalenderverkäufern zu haben. Landwirth- schaftlichen Vereinen, Genossenschaften, Lehr- anstalten, bewilligen wir bei Abnahme von Parthien Preisermäßigung. Jaeger’sche Buch-, Papier- u Landlrarten-Handl. in Frankfurt a. M. Feinste Frankl. Würstchen empfiehlt (7389 ©fl. Wich. W-idi,. Winler-Ueberzielier, noch aut erhalten, billig bei (7709 K. Grünebnym Frische Gemüse, sowie Eier, Obst etc. empfiehlt I. Schäfer, Kirchenplatz, 7656)^ ^im Hause des Hrn. Gerlippi. Holzschuhe empfiehlt (7426 _____________Louis Lony. Gin altrenom- mirtes Geschäft in bester Lage der Stadt ist zu verkaufen durch (7677) J. Blitz. Prima ital. Maronen empfiehlt (7446 Gy. Mh. Weidig. Kleingemachtes Tünnen-» Buchen- Brennholz empfiehlt (7203 S. Katzenstein. Sauerkraut, Salzgurken empfieUl , . (7563 Cart Hoffmann.. 729«) Ein nachweislich sehr rentables und feines kaufmännisches Geschäft an hiesigem Platze ist nebst Wohnhaus unter günstigen Zahlungs-Bedingungen zu verkaufen. Friedrich Kreuder^ Commisstonär. Dombau Loose find in der Exped. d. Bltts. 3 3 Mk. zu haben. 7728) Cafe Leib. Sonntag den 30. November 1879: GROSSES ( OM ERT ausgeführt von dem Mufikcorps des 2. Grostb. Hess. Inf.- Regiment 9tr. 116, unter Leitung seines Mufikmeisters Herrn C Krauste. Anfang 7 Uhr. Entree 35 Pfg. 10,000 Mark Belohnung demjenigen Schuhmann, der nachmeill, -ah im „Deutschen Hause", Haupt-Centrat- Jremden-Derkehr in Gießen, A Mann in einem Bette geschtafen habell. ^2_________Schramm, Galtwirth. deschäf(sverleguug« 7674) Unterm heutigen Tage verlege meine Färb-, Material- & Specerei- waaren - Handlung von der Mäusburg nach der Wättthorstrasie Nr. 150, eXÄMvl Bahnhofsstr. 934. Leinen-, Mische- (6 Llusstatlnnus TG,S> ^eschäsl. Herrenhemden nach Maaß. Lyoner Seidensanlmt. RelckdaltigeS Lager tn Herren-Cravates, tu Pariser Blumen und Ball-Garnituren, Cravates und Lavalieres für Dam-,-. AerMetyungen. 7713) Eine geräumige Parterrewohnung — Frankfurterstraße E 46 — ist zum 1. April 1880- anderweit zu vermiethen. Näheres bei Herrn Vix oder in der oberen Etage des Hauses E- 46 zu erfragen. 7726) Eln Logis, 3 Zimmer, Küche rc nebst einer hellen und geräumigen Werkstätte ist zu vermiethen und gleich oder auch später zu beziehen. I. Schmücker, Marktstraße 219. 435) Der 3. Stock meines Hauses zu vermiethen._____________Dr. Dornseiff. 7564.) MöbUrte Zimmer auf sofort billig zu vermiethen. Näheres bet der Exped- d. Bl_______________________ 6591) Ein Logis zu vermiethen. ___Adol^Hoß,-Schießgärten. 7312) Die erste Etage meines neuen Hauses ist auf sofort zu vermiethen- _______Adolf Möhl, Bahnhofstraße. 600b) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen bei ____________C Stückralh, Gartfeld- 7465) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen._____________________Lit. C- 104. 436) Vaden mit Wohnung zu ver- mrethen. Näheres in der Exped. d. Bl. vermischte Anzeigen. 7711) Ich warne hiermit Jedermann, irgend Jemanden etwas auf meinen Namen zu borgen, da ich für Nichts hafte. Krofdorf, den 26. November 1879. Pfarrer Geibel. Cs werden für 10,000 Mk. Kaufschillinge gekauft. Wo? sagt die Cxp. b. Bl. (7712 7716) Eine Amme, welche schon einige Zeit gestillt hat, wird gesucht. Näheres zu erfahren in der Exped. d- Bltts.______ 7715) Hiern.it die Nachricht, daß ich mich zur Ausführung meiner Praxis in Langsdorf niedergelassen habe und stets Aufträge für geometrische Arbeiten entgegennehme. Langsdorf. H. Scheid, Großh. Geometer I. Cl. 7719) Das diesjährige Stiftungsfest wird, laut Beschluß der letzten Generalversammlung Samstag den 29. Novbr. im Vereinslokal (Cafe Ebel) ohne Bouquet gefeiert werden. Programm: 1) Eröffnungsrede des I. Vereinsoorstandes Herrn Albach. 2) I. Vortrag des Herrn Schneider: „Karl Faulmann und feine iüuftr.’te Geschichte der Schrift" (Einleitung). 3) Festkommers. Beginn 8’/4 Uhr. Gäste können einge- führt werden und find herzlich willkommen Der Vorstand 7722) Ich suche einen zweiten Ge hülfen. Bühner, Gerichtsvollzieher. 7612) Un titudiant en philologie d6sire donner quelques le^ons de fran^ais et d'anglais en ville ou chez lui. Methode sup^rieure. Prix mod^rds. K. G. bei Frau Dekan Dinqeldein, Brück'sches Hans, Brand. | Ein braver Junge mit guten Schulzeugnissen kann bei mir die Kaufmannschaft erlernen- Demselben ist auf Wunsch Kost u. Wohnung in meinem Hause geboten. Eintritt nächste Ostern- Job. Schlitz, Weinhandlung in Mainz. 7690) Eine zweitstillende Amme sucht Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bl- Reslaiiralion Scuuell. Breitag Abend 8 Uhr: Clrosses Concert. (16 Mann) gegeben von einer dnrchr^i- 7724) senden Capelle. Verantwortliche Redaction: A. Sckeyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Darwstc sirzotzthuirs urb hat unter d im bfr Minister «n begonnen. < ttn Großh- Ob« urd bw Großb. liier Proltssor ! Waizt Dr. S Mdlckalralh D Äedicinalrath D lmliath Dr. Kö M Gegenstände A. Bkgulachtung ober 1) Entwur Prüfungen; 2) Dorsch! 3) Organ) ^immter Noun :es praktischen ! 4) Mi'.tel Anträge der äi 5) Sicher hororars ter p B.I 1) bie St MNtzen bet 2) Mahl 3) die Z 4) die äl He für eine \ (em würden. Ihautztsetz); 2) die £ •en Gesundheit , 3) die r •.rankheiten (§: ' Haus« und El ^immurgen i ! Krankheiten); sowie übe Wüschen Aer^ ^chßege; enfcl . . 4) Mo 6*ntenen G, W *51^ »oto, : Dienst u"? b »Ü9 c^e e rod) b