Nr. Mittwoch, den 28. Mai 1879. Hictzencr HWiger AMze- ob AmMM für brs Kreis GW. 1^771777177777777777 \ : ” Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh:. E^edittonsvureanr J Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Nr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 29. v. M., enthält. (Nr. 1293.) Verordnung, betreffend die Tagegelder, die Fuhrkosten und die Umzugskosten der gesandtschaftlichen und Consularbeamten. Vom 23 April 1879 (Nr. 1294.) Verordnung, betreffend den Urlaub der gesandtschaftlichen und Consularbeamten und deren Stellvertretung. Vom 23. April 1879. Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 20. l. M., enthält: (Nr. 1295.) Gesetz, betreffend die Vertheilung der Matrikularbeiträge für das Etatsjahr 1879/80. Vom 12. Mai 1879. (Nr. 1296.) Gesetz, betreffend die Erwerbung der Königlich Preußischen Staats-Druckerei für das Reich. Vom 15. Mai 1879. (Nr. 1297.) Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1879/80. Vom 16. Mat 1879. Nr. 14 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegebeu den 22. l. M., enthält: (Nr. 1298.) Gesetz, betreffend den Verkehr mit Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen. Vom 14. Mai 1879. Gießen, den 26. Mai 1879. Großherzogliches Kreis amt Gießen. Dr. Boekmann. Uolitisch Deutschland. Darmstadt, 24. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beil. Nr. 15) enthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Erweiterung der Geletseanlagen bei Station Curve der Naffauischen Staatsbahn (Taunusbahn) betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Kretsamts Darmstadt, die zur Bestreitung von Communal-Bedürsniffen in Gemeinden des Kreises Darmstadt zu erhebenden Umlagen für 1879 betreffend. 4. Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium des Innern und der Justiz genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Commu- nal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Heppenheim. 5. Dienstnachrichten. Am 26. April wurden den Schulamts-Aspirantinnen Amalie Voltz aus Marienhagen, Christine Keller aus Kastel und Louise Steuernagel aus Weidenhausen Lehrertnnenstellen an den städtischen Schulen zu Mainz, am 2. Mai wurde dem Karl Herrmann aus Offenbach die Stelle des Pedellen an der Realschule zu Offenbach, am 6. Mai wurde dem Schullehrer Georg Hofmann zu Spachbrücken eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Groß- Umstadt, dem Schulamts-Aspiranten Georg Schmahl aus Gumbsheim eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Freimersheim, am 7. Mat wurde dem Schullehrer Kaspar Zinßer zu Stammheim die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ellenbach, dem Schulamts-Aspiranten Georg Rall aus Reutlingen die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Frankenhausen übertragen; an dems. Tage wurde dem Anton Supp aus Darmstadt das Patent als Geometer 1. Klaffe für den Kreis Darmstadt ertheilt; am 9. Mai wurde dem Schulamts-Aspiranten Jakob Heinrich Steffan aus Framersheim die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Wvlfsheim, der Schulamts-Aspirantin Anna Ranzenberger aus Mainz die Stelle einer Lehrerin an der Gemeinde- jchule zu Viernheim übertragen. 6. Dienstentlassungen. 7. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: Die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Reinhardshatn mit einem Gehalt von 900 JL Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Lauterbach mit einem je nach dem Dienstalter sich berechnenden Gehalt von 900 bis 1200 eX Die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Allendorf a. d. Lahn mit einem Gehalt von 900 JC. Die evang. Psarrstelle zu Bad Nauheim; dotationsmäßiger Gehalt 2329 Berlin, 24. Mat. Zum ersten Male ist heute in der Person des Aba. Freiherrn zu Fr an cke n st ein ein Mitglied des Centrums auf den Präsi- dentenstuhl des Reichstags erhoben worden. Er wurde gewählt vom Centrum, den Deutsch Conservativen, derjenigen Hälfte der Reichspartei, welche, der Fahne der Abgg. v. Varnbüler und Graf Bismarck folgend, für einen Com- promiß mit dem Centrum eingetreten war, von den Polen, den klerikalen Elsäsiern und Protestlern. Die 25 Stimmen, welche auf den nattonalliberalen stark schutzzöllnerischen Abg. Völk fielen, sind dagegen nicht von den National- Liberalen, sondern von der anderen Hälfte der Reichspartei abgegeben worden, die, der Führung des Abg. Bethusy-Huc folgend, jeder Vereinbarung mit dem Centrum sich widersetzten. Die 103 unbeschriebenen Zettel rühren her von fast sämmtlichen National-Liberalen, der Fortschrittspartei und den Elsäffer Autonomisten. (Freiherr zu Franckenstein, geboren am 2. Juli 1825, ist bayerischer Kämmerer und erblicher Reichsrath der Krone Bayern; im bayerischen Reichs- rath stimmte er 1870 mit der Minorität gegen die Bethetligung Bayerns am Kriege mit Frankreich und für die Aufrechterhaltung der Neutralität Bayerns. Dem Zollparlamente gehörte er 1867 bis 1870, seit 1872 ununterbrochen bim Reichstage für den dritten untcrfränkischen Wahlkreis Lohr an. Seit Savigny's Tode ist Freiherr zu Franckenstein Vorsitzender der Centrums- Fraktion, die er mit ausgezeichneter Taktik geführt hat; durch und durch Kavalier, ist er durch seine persönliche Liebenswürdigkeit bei allen Fraktionen er Pheil*. des Hauses beliebt. Im Reichstage hat er nur selten das Wort ergriffen, bei der Debatte über das Socialtstengesetz verlas er Namens der Centrums. Fraktion die Erklärung, aus welchen Gründen dieselbe gegen die Annahme des Socialistengesetzes stimmen müßte. Er ist langjähriges Mitglied der Budget- Commission und hat dort stets für die Anträge auf Streichung unnöthiger Ausgaben gestimmt. Freiherr zu Franckenstein gehört zu denjenigen Mitgliedern des Centrums, welche die jetzige Tartfvorlage in ihrer Gesammtheit nur accepttren, wenn die nothwendigen constitutionellen Garantien in das Tarif- gefetz hineingeschrieben werden. Wie seine Vorgänger auf dem Platze des ersten Vice-Präsidenten, Fürst von Hohenlohe-Schillingsfürst und Freiherr von Stauffenberg, gehört auch Freiherr zu Franckenstein dem bayerischen Unter» thanenverbande an). In der freiconservattven Fraktion hat die Wahl dieses Centrumsmannes ziemlich viel böses Blut gemacht. Die „Post", das Organ der Fraktion, enthält darüber sogendes „Mitgetheilt" : Angesichts der parlamentarischen Lage, geschaffen einerfetts durch die entschiedene Weigerung der nationalliberalen Partei, sich an der Wahl des ersten Vice-Präsidenten zu bethettigen, andererseits durch den Seitens der deutsch- conservativen Partei mit dem Centrum geschloffenen Compromiß mußte die deutsche Reichspartei von jedem Versuch abstehen, ihren lebhaften Wunsch, den in schwieriger Lage wohlbewährten zweiten Vice-Präsidenten Dr. Lucius an die Stelle des Fretherrn von Stauffenberg aufrücken zu lasten, zu verwirklichen. Die Wahl des Freiherrn von Franckenstein mußte als fait accompli gelten. Unter diesen Umständen glaubte ein Theil ihrer Mitglieder mit Rücksicht auf die Bundesgenostenschaft des Centrums in vielen Wirthschafts-Fragen dem von der deutschconservatitzen Fraktion mit demselben geschlossenen Compromiß that- sächliche Folge geben zu sollen, während ein anderer Theil auch hierdurch die erheblichen Bedenken nicht beseitigt fand, welche zur Zeit noch in ihren Augen der Erhebung eines Mitgliedes des Centrums in die oberste Vertretung des deutschen Reichstages entgegenstehen." Unter diesen Umständen wird es uns nicht Wunder nehmen, wenn wir eines Tages vernehmen, daß die sreiconservative deutsche Reichspartei dem Schicksal der — National-Liberalen verfallen ist. — Der Oberbürgermeister von Forckenbeck reist heute nach dem Schwarz- walde ab; schon in der gestrigen Magistratssttzung ward er durch Bürgermeister Duricker vertreten. — Die Reichsregierung hat die im Namen des Reiches zur Wahrung der Interesses der deutschen Gläubiger bei dem Vicekönig von Aegypten einge- reichte energische Vorstellung auch den Bundesregierungen mitgetheilt. Arankreich. Paris, 24. Mai Der Präsident der Republik hat durch Dekret von heute wiederum 400 Communeveruttheilte begnadigt. — Kammer der Deputaten. Castaguac beklagt sich über die in der letzten Sitzung von Goblet, Unterstaatssecretär der Justiz, in Bezug auf ihn gebrauchten Ausdrücke und verlangt, daß Goblet von der Tribüne aus diese Ausdrücke zurücknehme. Goblet erwidert, er habe Castagnac nicht beleidigen wollen; die Regierung aber wolle respectirt sein. Es entwickelte sich hierauf eine lebhafte Scene. Baudry d'Aston (von der Rechten) wird zur Ordnung gerufen und erhält alsdann eine Rüge. Castagnac besteigt die Tribüne und verlangt, daß sich Goblet ausführlicher erkläre. Er schließt mit herausfordernden Ausdrücken gegenüber Goblet, wofür er zur Ordnung gerufen wird. Der Zwischenfall ist damit geschloffen. Castagnac hat Goblet seine Zeugen geschickt. — Lockroy bringt eine Interpellation über die Anwendung des Amne» sttegesetzes ein. Die Dtscusston wird auf Donnerstag festgesetzt. — Zum Kulturkampf in Frankreich. Nach einem Gesetze vom Germtnal des Jahres X. sind bekanntlich Processionen außerhalb der Kirchen und ihrer Umfriedung in allen französischen Städten, deren Einwohnerschaft verschiedenen Bekenntnisten angehört, verboten. Dieses Gesetz ist, wie nicht minder bekannt, schon seit Jahren häufig umgangen, theils offen übertreten worden. Seitdem die liberale Richtung in den öffentlichen Angelegenheiten obgesiegt, haben nun diese Uebertretungen in mehreren Städten, so noch neuerdings in Versailles und Lyon, zu Conflkten zwischen der weltlichen und der geistlichen Behörde geführt. Wie man jetzt hört, hat der Minister des Innern deshalb ein Rundschreiben an die Präsekten erlassen. Die Negierung, heiße es darin, habe keinen Anlaß, Processionen jener Art aus Grund des Gesetzes vom Jahre X. zu gestatten oder zu verbieten, obgleich dies Gesetz ihres Erachtens nicht immer die richtige Auslegung erfahren hätte; sie überlaste es den Präsekten und Maires, von den ihnen gesetzlich zustehenden Polizeirechten den Gebrauch zu machen, der ihnen durch die jeweiligen Umstände geboten schiene. England. London, 24. Mat. Es ist ein eigenthümlicher Friede, den das stolze Albion mit dem Emir von Afghanistan schließt. Der Sieger bezahlt den Besiegten. Nach einer Mtltheilung der „Times" würde England den Bestimmungen des Frtedensvertrages mit Afghanistan zufolge die Thäler von Khuran, Sibt und Ptschtn nicht als annectirte, sondern nur als seiner Verwaltung unterstellte Gebiete behandeln und den Überschuß aus den Einkünften an den Emir abführen; demselben sei vorbehaltlich der stritten Ausführung des Vertrages eine Jahresrente von 120,000 Psd. Sterl. garanttrt worden. Mit Speck fängt man die Mäuse und mit Gold die Afghanen. (Berl. Tagebl.) London, 23. Mai. Eine neue Methyde zur Hebung versunkener Schiffe hat ein Herr Th. Dillon erfunden. Er erklärte dieselbe gestern bei Verdeutlichung durch praktische Versuche im Beisein des Herzogs von Edinburg, einer Anzahl Admtralitätsbeamten und Sachverständigen, sachkundigen Vertretern verschiedener Regierungen und einigen Parlamentsmitgliedern. Die Methode ist jedenfalls neu und sinnreich. Die Hebung wird vermittelst einer großen Glocke bewerkstelligt, welche über das Schiff gestürzt wird. Darauf wird die Luft aus der Glocke entfernt und wenn eine genügende Verdünnung stattgefunden hat, steigt die Glocke in die Höhe, das darunterliegende Schiff mit sich aufwärts saugend. Das Schiff wird also gehoben, ohne auch nur berührt zu werden. Im Kleinen bewährt sich die Methode. Ob auch im Großen, das bleibt abzuwarten. Der Erfinder glaubte darauf rechnen zu dürfen und ist bereit, auf diese Weise das lange versunkene Panzerschiff Vanguard an das Tageslicht zu fördern. Rußland. Aus Petersburg, 23. Mat, wird der „Nordd. Allg. Ztg." geschrieben: „Als zuverlässig kann versichert werden, daß es den Behörden gelungen ist, mehrere Häupter der nihilistischen Mörderbande hinter Schloß und Riegel zu bringen. In nächster Zett werden noch einige Hinrichtungen durch den Strang erfolgen. Heber die Hinrichtung Dubrowtn's melden wir noch nachträglich, daß der Verbrecher auf dem Rtchtplatz dem Priester, welcher sich ihm mit dem Kreuze nahete, einen Fußtritt versetzte; darauf fluchte er in schrecklicher Weise und bestieg dann das Schaffst unter dem Gebrüll: „Es lebe die Freiheit!" Einige Minuten später war er eine Leiche. Auf die Umstehenden machte das Benehmen des Bösewichtes einen schauerlichen Eindruck." Telegraphische Depeschen. Privat-Depesche des Gießener Anzeigers. Berlin, 27. Mai. Die Neichs-Tabakseommisston hat mit großer Majorität beschlossen, ausländischen Tabak mit 3V Mk. Zoll und inländischen mit 12V2 Mk. Steuer zu belegen. Wagner'S telegr. Torrespondenz-Burea«. Petersburg, 26. Mat. Kiewffchen Blättern zufolge wurden in einem einsamen Stadtthetl Kiews zwei unbekannte Persönlichkeiten verhaftet und in deren Wohnung zwei Metallkugeln, scheinbar Explosions-Bomben, sowie zwei Gußformen dazu vorgefunden. Ebendaselbst fanden Gensd'armen eine große Kiste mit kleineren Kästchen, von denen jedes ein gläsernes Fläschchen mit gepreßtem Pyrokilin, muthmaßltch englischer Fabrtcatton, enthielt. Weiter fand man 500 Kapseln, eine Kiste mit 4 Revolvern und 2 geschliffenen Dolchen, auch mehrere anscheinend falsche Päffe. Darmstadt, 26. Mat. Nach einer Meldung der „Darmst. Ztg." aus Berlin war der Fürst von Bulgarien gestern Abend lange bei Fürst Bismarck. Am Donnerstag wird derselbe nach Parts abreisen. Paris, 26. Mat. Präsident Gr6vy überreichte heute den kürzlich ernannten französischen Cardtnälen das Barrett. Auf die Anreden der Cardi- näle erwidernd erklärte der Präsident: Der Schutz der constitutionellen Autorität wird den Rechten der Kirche niemals fehlen. Dieselben sind keiner Gefahr ausgesetzt und werden durch die Gesetze geschützt. Wenn die Regierung die Rechte der Kirche nicht über die Rechte des Staates stellt, so ist die Regierung doch mit eifriger Sorgfalt auf den Schutz Aller bedacht. Berlin, 26. Mai. Se. Majestät der Kaiser ernannte gestern bei der Tafel den Fürsten von Bulgarien zum Major h. la suite des Regiments Garde du Corps. — Die Zolltarif-Commission des Reichstages berieth heute die Zollsätze für Kupfer und beschloß, den Zoll für Kupferdraht und Kupferblech von 14 auf 12 und für grobe Kupferwaaren von 20 auf 18 Mk. herabzusetzen. Die Reichstags-Commission für die Tabakssteuer berieth die beiden Paragraphen des bez. Gesetzentwurfs, welche die Zoll- und Steuersätze enthalten, ohne bisher Beschluß zu fasten. Minister Hobrecht warnte vor der mehrfach beantragten Ermäßigung der Zoll- und Steuersätze, da solchenfalls die Monopolfrage immer offen bleibe und wtederkehren werde. — Se. Majestät der Kaiser und der Großherzog von Mecklenburg- Schwerin folgen heute der Einladung des Fürsten Bismarck zum Diner. Berlin, 26. Mai. Reichstag. Fortsetzung der Berathung der Getreidezölle. Richter (Hagen) begründet bei Nr. c. (Malz) seinen Antrag, den Malzzoll von 1 X 20 H auf 75 H herabzusetzen. Bundes-Commissar Tiedemann tritt dem Anträge entgegen. Auch Buhl erklärt sich dagegen. Richter und Sonncmann sprechen für Herabsetzung des Malzzolles. Der Antrag Richter wird abgelehnt und der Malzzoll nach der Regierungsvorlage angenommen. — Bei der Position: Anis, Koriander, Fenchel und Kümmel beantragen Witte und Stephani Zollfreiheit. Witte befürwortet den Antrag, v. Bötticher spricht dagegen, Karsten, Richter (Hagen) und v. Helldorf dafür. Der Antrag Witte wird abgelehnt, die Tarifposition genehmigt. — Bei Position 9 e (Raps und Rübsaat) beantragt v. Ow Erhöhung des Zolls auf 1 X, ebenso v. Ludwig. Karsten will Zollfreiheit. Nach längerer, aber unerheblicher Debatte werden beide Anträge abgelehnt und die Tarifposition genehmigt. Nr. 9k — anderweitig nicht genannte Erzeugnisse des Landbaues sind zollfrei — wird ohne Debatte angenommen. In gleicher Weise wird Nr. 12 — Häute und Felle — genehmigt Es folgt die Berathung der Holzzölle. Bundes-Commissar Mayer rechtfertigt dieselben, beleuchtet die seitherigen bezüglichen Verhältnisse und betont, daß die Aufhebung der Zölle einen Aufschwung des Holzhandels nicht zur Folge gehabt habe. Der Einfluß der Wiedereinführung der Holzzölle werde stark überschätzt. Der russische Holztransit spiele nur eine untergeordnete Rolle. Redner erörtert die verschiedenen Zollsätze und zeigt, daß dieselben erheblich niedriger als die ftüher bestandenen sind Der Zoll werde lediglich vom Auslande getragen werden. Die Ausfuhr aus dem Auslande sei beständig im Wachsen, während der einheimische Absatz vielfach stocke. Bei Fortdauer be$ jetzigen Zustandes wäre die Nachhaltigkeit des Betriebes unmöglich nnd die Substanz des Wälderbestandes gefährdet. Richter (Meißen) legt die Zweckmäßigkeit der Holzzölle dar, beleuchtet die Schwierigkeiten, mit denen die deutsche Forstwirthschaft zu kämpfen habe und beantragt die Erhöhung des Zolles für bearbeitetes Nutzholz von 0,25 auf 0,30 x. Klügmann polemisirt gegen Holzzölle und führt aus, daß gerade die Landwirthschaft darunter leidet aber auch der Transithandel und die Schifffahrt schwer geschädigt würden. — Nächste Sitzung morgen 12 Uhr; Tagesordnung: Zweite Lesung des Sperrgesetzes und Fortsetzung der zweiten Lesung des Zolltarifs. London, 26. Mal, Abends. Oberhaus. Staatssecretär Cranbrook thellt mit, Cavagnari habe telegraphtrt, daß der Friedensvertrag mit Jakub Khan heute unterzeichnet ist. — Unterhaus. Northcote thetlt mit: Angesichts der Lage der Dinge in Südafrika und well die Verthetlung der Civtl- und Milttärgewalt daselbst unter 4 Personen nicht zweckentsprechend ist, beschloß die Regierung, den General Wolseley zum höchsten Clvil- und Mtlitärbefehls- baber in Natal, Transvaal und den Gebieten der Eingeborenen östlich der Colonien, welche jetzt den Kriegsschauplatz bilden, zu ernennen. Berlin, 26. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." hebt in einem Artikel über Deutschlands Stellung in der egyptischen Angelegenheit hervor: Die Wahrscheinlichkeit der Nichteinhaltung der Verbindlichkeit Egyptens gegen seine Gläubiger legten der deutschen Regierung unabweislich die Pflicht auf, für die bedrohten Jnteresten der deutschen Reichsbürger mit vollem Gewicht einzutreten. Der deutschen Politik liege nichts ferner als die Absicht, den Kreis ihrer Jn- tereffen-Sphäre künstlich zu erweitern. Die deutsche Regierung würde es gewiß nicht ablehnen, die Erfüllung ihrer Ansprüche in Egypten gemeinsam mit den anderen interessirten Mächten zu suchen. Ebensowenig könnten aber abweichende Entschließungen anderer Mächte Deutschland abhalten, sein Recht mit den zweckdienlichen Mitteln nöthigenfalls allein zu suchen. Lokales. Gießen, 27. Mai. Bei der im Juli d. I. in Offenbach stattfindenden Industrieausstellung für das Großherzogthum Hessen wird auch der hiesige Gewerbeverein aus den 3 Abteilungen der Sonntagsschule und aus der erweiterten Handwerkerschule die Schülerarbeiten zur Ausstellung bringen. Wir freuen uns, berichten zu können, daß dieselben auch dem hiesigen Publikum im Schullocal am Asterweg zur Ansicht ausgestellt werden sollen und können nur wünschen, daß letzteres die Gelegenheit zum Besuche dieser jedenfalls sehr reichhaltigen und interessanten Ausstellung nicht unbenutzt vorübergehen lassen möge. — Ihre Majestät die Kaiserin passirt heute Abend mittelst Extrazuges von Coblenz kommend den hiesigen Bahnhof. Ankunft 7 Uhr 53 M. Abfahrt nach Cassel, resp. Berlin 8". Gießen, 27. Mai. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag den 29. Mai 1879, Nachmittags 4 Uhr r 1. Den Stadtbauplan betreffend. 2. Gesuch wegen Straßenanlagen in den Schießgärten. 3. Der Wirthschaftsplan für die Waldungen der Stadt Gießen. 4. Die Siraßenbegießung. 5. Die Verpachtungen der Wieseckböschungen 6. Die Erneuerung des Anstrichs im Innern der Realschule. 7. Die Verbauung der Lahnufer zwischen dem Obermühlwehr und dem Neumühlwehr. 8. Die Trottoirpflasterung vor dem Wallthor. 9. Gesuch des Schlossers Karl Weigand um Bauerlaubniß. 10 Gesuch des Materialien-Verwalters Jacob Schellhaas wegen Benutzung eineS städtischen Platzes. 11. Gesuch des Fabrikanten Karl Em melius zur Vornahme von Bauveränderungen. 12. Desgleichen des Karl Sack. 13. Gesuch des Schreinermeisters Hermann Werner um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung und Errichtung einer Hütte. 14. Gesuch des Bierbrauereibesitzers Johannes Förtsch um Erlaubniß zum Fahren durch den Oßwalv'schen Garten. 15. Gesuch des Bierbrauereibesitzers Ernst Pöschel um Erlaubniß zum Fahren über den Schoorweg. 16. Gesuch der Heinrich Deibels Wittwc zu Wicseck um Erlaubniß zum Abheben eines städtischen Rains. 17. Erbbegräbnisse betreffend. Vermischtes. Marburg, 26. Mai. Der Festordnung der Einweihungsfeier des Universitäts-Gebäudes zu Marburg vom 28.—30. Mai 1879 entnehmen wir Nachstehendes: Mittwoch den 28. Mai Vorfeier. 1. Von Nachmittags 5 Uhr an Versammlung im Bücking scheu Garten (nur bet gutem Wetter). 61/? Uhr Einläuten des Festes. 7i/3 Uhr Einzug in den mittleren Saal des Wilhelmsbaus. Voran die Musik, sodann das Corpus academicum mit den Festgästen, hierauf die übrigen Festtheilnchmör. 2 Begrüßung der Festgenossen durch den Rector. 3. Fackelzug der Studentenschaft zu Ehren Seiner Exccllenz des Herrn StaatsmlntsterS Dr. Falk. 4. Gesellige Vereinigungen im Wtlhelmsbau deS Schlosses. Donnerstag den 29. Mat. Hauptfeier. Morgens 7 Uhr Choral vom Schloßthurm geblasen. I. Festzug: Vormittags präcts 9 Uhr, Aufstellung des Festzuges in der Bahnhofstraße von der Rosenstraße an rückwätts nach dem Bahnhof. Die Zugordnung ist folgende: 1. Drei Herolde zu Pferde in der Tracht des 16. Jahrhunderts, mit dem hessischen Banner und Stäben. Erstes Musikcorps, 16. Jahrh 2. Ein Hauptmann zu Pferde und zwölf Landsknechte zu Fuß (16. Jahrh.). 3. Sechs Gewappnete mit den Marburger Farben. 4. Marschall (16. Jahrh.), Banner mit dem Büve Philipps des Großmüthigen, des Stifters der Universität, 1527. 5. Sechs Studenten des 16. Jahrhunderts. 6. Marschall (17. Jahrh.), Banner mit dem Bilde Wilhelms VI., des Erneuerers der Universität, 1653. 7. Sechs Studenten des 17. Jahrhunderts, w. Marschall mit Stabe (18. Jahrh.). 9. Sechs Studenten des 18. Jahrhunderts !«'. Marschall mit Stab (Ende des 18. Jahrh ). 11. Sechs Studenten (Ende des 18. Jahrh ). 12. Elf Reiter ii Wichs mit Reichsbanner und zwei preußischen Fahnen. 13. Die Pevellen mit den Sceptern der Universität 14 Der Rector. 15. Die vier Decane. 16. Die Festgäste, soweit dieselben nicht den Zug am Universitätsgebäude zu empfangen wünschen. 17. Die Professoren und Docenten der vier Facultäten und die Uni- versirätsbeamten. 18. Die ehemaligen Studirenden, welche es nicht vorziehen sich einer der Corporationen oder Gruppen der Studirenden anzuschlicßen. Zweites Musikcorps. 19. Corps Hasso-Nassovia. 20. Corps Teutonia 21. Studentenverbindung Pharmacia. 22. Studentenverbindung Germania 23. Reform-Verbindung Hasso-Guestphalia. 24. Nichtverbindungsstudenten der theologischen Fakultät. 25. Nichtverbindungsstudenten der juristischen Fakultät. Drittes Musikcorps. 26. Nichtverbindungsstudenten der medicinischen Fakultät. 27. Richt- Verbindungsstudenten der philosophischen Fakultät. 28. Studentenverbindung Wingolf. 29. Landsmannschaft Guestphalia 30. Burschenschaft Arminia. 31. Burschenschaft ^lemania. 32. Retter in Wichs. II. Uebergabe des Schlüssels von Seiten Seiner Excellenz des Herrn Staatsministers Dr. Falk an den Rector und die Eröffnung des HauseS. III. Enthüllung des Bildes Seiner Majestät des Kaisers und Königs. Einzug der Festgäste, des Lehrkörpers der Universität und einer Deputation der Studentenschaft in den Eenatssaal. Das Hoch auf Se. Majestät wird vom Fenster aus signaltsirt. Gesang : Heil Dir im Siegerkranz. IV. Festact in der reformirten Kirche. Einleitendes Orgelspiel. Gesang der Festversammlung: Ein' feste Burg ist unser Gott. Gottesdienstlicher Weiheact durch Ober-Consistorialrath Prof. Dr. Scheffer. Halleluja von Händel, gesungen vom akademischen Gesangverein. Festrede des Rectors Professors Dr. Mankovff. Gesang der Festversammlung: Nun danket Alle Gott. V. Nachmittags 3 Uhr Festmahl der Universität im Rittersaale des Schlosses. Ein zweites Festessen findet im Mar- kees'schen Saal Nachmittags 2 Uhr statt. VI. Abends 8^/z Uhr, präcis, Fest-Commers im Saalbau. * W btt finb. * ^'Fortdauer nnb dle Suh- Antrag,' ttit Sranbttt! J E M “lt: Bngt^ti b« 8ibl(. unb 1* 8 «tarn IrtiM W: Dir [®8 8<9« leine 4t auf, fit die W einjuttden. ÄreiS ihm wütbe ei j«ij lemfam mit ben i6« aimeichende See^t mit big :nben JnbuskimS- M au$ btn 3IV bie EchLlnarbkitm ksizm Publikum im nur wünschrn, taj j iutnchantku klui- ijuzes von Goblenj i, nsp. Berlin 8«. nmn-Eixunz an im Nnmühlwehl. m Brnutzunz einti ’ßt'rtttinbmingen. itbmh |« dlniezunz laubniß zum Wn jßzmFahmüKr iM zum llbhü« mB Univttsitits-^ ...»■ Mtllvo» v!r> L.E M in Den mltun» 1 >,im mit den M' ” n*6 ven ««* Dr' --äs solqenbt: ifWRÄ 7. 11 an» i®" ” D'k bie Unv ^lebru j9 Horpe u Studr® ^werbindunx ffff 27. E E zz.E Ktn e««rt r un? . - < HSä »itr ... i eek ,a um" ***Ä(fjr Freitag den 30. Mai. Nachfeier. I. Am Vormittag von 10 Uhr an Besichtigung des Universitätsgebäudes und der Sehenswürdigkeiten der Stadt. II. Gesellige Vereinigung von Morgens 10 Uhr ab im Museumsgarten. III. Nachmittags von 4 Uhr ab Waldfest auf dem Dammelsberg Nordhausen. Die Betrugsprocesie gegen Inhaber hiesiger Brennereien wegen unrichtigen Maßes, bezw. Gewichtes halten die Gemüther noch immer in Aufregung. Nachdem seit dem 18. Dezember v. I. bereits acht Brennerei-Inhaber wegen Betrugs mit zusammen 11 Jahren Gefängniß und 21,130 X. Geldstrafe verurtheilt worden, kam vor einigen Tagen ein neuer Betrugsfall zur gerichtlichen Verhandlung. Das Urtheil lautete wegen 87 Vergehen QUf ii/2 Jabr Gefängniß, 5000 X Geldbuße eventuell noch 1 Jahr Gefängniß und 1 Jahr Ehrverlust. Der Buchhalter der betreffenden Firma wurde als Gehülfe mit 6 Monaten Gefängniß belegt. — Ein schreckliche- Ereigniß meldet man der „Times": In Pocaffet, Maffachusetts, ist nämlich Charles Freemann, ein Mitglied der Second Advent Congregatton, durch häufiges Besuchen der sogenannten Revival Meetings (Versammlung zur Erweckung des Glaubens) wahnsinnig geworden. Vor einiger Zeit erklärte derselbe, er hätte eine merkwürdige Enthüllung «ehabt, und seitdem weder gegeffcn, noch geschlafen. Gotts hätte ihm befohlen, seine etwa 5jährige Tochter Edith zu opfern, in drei Tagen werde dieselbe wieder auferstehen. Er ergriff das unglückliche Kind am Donnerstag, spießte es mit dem Meffer auf einen als Altar improvisierten Tisch und goß das Blut der Getödteten auf dem „Altar" aus. Dann trieb er seine entsetzte Familie aus dem Hause und verbarrikadirte Thüren und Fenster. Da er gut mit Waffen versehen war, so drohte er Jeden zu tobten, der sich ihm nähern würde. So wollte er die Auferstehung am Sonntag abwarten. Der Behörde gelang indeffen, den Wahnsinnigen sammt seiner Frau einzufangen. Letztere hatte, wie sich später herausstellte, ihre Zustimmung zu dem scheußlichen Morde gegeben und beide hatten vor der Ausführung deffelben gebetet. Dann hatte der Mörder eine Versammlung berufen und dieser erklärt, was er gethan habe, indem er gleichzeitig den Leichnam des KindeS vorzeigte. Er suchte die ganze Prozedur geheim zu halten, doch vergebens. Bei seiner Verhaftung erklärte Freemann, er sei ein zweiter Abraham, welcher einem göttlichen Befehl gehorcht habe. Auf dem Wege zum Gefängniß sangen Mann und Frau geistliche Lieder. Es sollen noch andere Mitglieder der genannten Organisation vsrhaftet werden. sammenlegung der Grundstücke (Consolidation) behandelt. Für dM nächsten Monat ist Groß- Buseck als Zusammenkunftsort in Aussicht genommene Handel und Verkehr. Gießen, 27. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete : Butter per' Pfd. X 1 bis X 1,10 Hühnereier, per Stück 4 u. 4*/2 H, Gänseier, per Stück 10 H, Enteneier, per Stück 5 — 6 Käse, per Stück 4—9 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, das Paar 75 Hühner, per Stück X 1.30, Hahnen, per Stück X 1,50, Enten, per Stück X 2.50, Kartoffeln, per 100 .Kilo X 8,10—8,50, Zwiebeln, per Centner X 32 , Milch per Liter 16 u. 18 H, Ochsenfleisch 70 H per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 56-60^, Hammelfleilch 64-70H, Schweinefleisch 58-60^, Kalbfleisch 40-48 H. Frankfurt, 2v Mai. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 X 40, Nr. 2 X 38, Nr. 3 X 32, Nr. 4 X 2s, Nr. 5 X 22. Roggenmehl o/t (Berliner Marke) X 22.50, do. I (Berliner Marke) X 20.50, do. II (Berliner Marke) X 15.50 —16.50. Weizen, effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 22—22.25, ab unserer Umgegend X 21,75—22, do. fremder je nach Qualität X 20,50—22,50, Roggen, je nach Qualität X 12,25 — 15.75, Gerste X 17—18, Hafer X 14—15,50, Kohlsamen X 28 — 29, Erbsen X 19 — 27, Wicken X 14-16, Linsen X 17—36, Bohnen, weiße, X 19.50, Roggenkleie X 10, Weizenkleie, grobe und feine X 8—9, Rüböl, detail, X 68. Stimmung fest. Dringen« offerirt — Hauptsächlich gefragt war — (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 26. Mai. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen, 190 Kühe und Rinder, 230 Kälber und 250 Hämmcl. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 64—66, 2. Qual. X 60—62, Kühe 1. Qual. X 60 bis 62, 2. Qual. X 52—54, Kälber 1. Qual. X 52—54, 2. Qual. 48—50, Hümmel 1. Qual. X 58—60. 2. Qual. X. 46-50. Herborn (an der Cöln-Gießener Eisenbahn), 19. Mai. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 132 Ochsen, 221 Kühe und Rinder, 1251 Schweine. Der nächste Markt ist am Montag den 9. Juni l. I. Schifftebericht. Mitzetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Aoyd C. W. Dietz in Gießen. Newyork, 23. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Neckar, Capt. W. Willigerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. Mai von Bremen und am 13. Mai von Southampton abgegangen war, ist am 17. d. M. wohlbehalten hier angekommen. Baltimore, 23. Mai. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Ohio, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. Mai von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen. Landwirthschaftliches. Lvllar, 25. Mai. Heute Nachmittag tagte in unserem Orte der landwirthschaftliche Local-Verein für Gießen und Umgegend. Es waren aus Lollar und einigen benachbarten Dörfern nahe an 80 Landwirthe zusammengetreten. Nachdem der Vorsitzende eine Ansprache gehalten, welche zur Bildung eines Local-Vereins in Lollar auffordert, und bie Nothwendigreit landwirtschaftlicher kleinerer Vereine dargethan, wurde insbesondere die Frage über die Zu- Allgemeiner Anzeiger. Ieilgeöotenes. 3650) Ein BlaSbalg ist zu verkaufen bei G g. Nenz el. Sensen, Sicheln, Wetzsteine empfiehlt (3543 Wilh. Seibert. 3632) Täglich frische Hefe bei _________I. Leun Ww., Wallthor. Gemüsepflanzen, alle Sorten, empfiehlt (3641 Gg. JVott9 Gärtner _____________am Schütz nhof. —3637) In Nr. 30 der neuen Anlage, zu ebener Erde, ist ein großer Oleander billig zu verkaufen. ____ Kürbißpflanzen in 6 der schönsten Sorten zu haben bei 3549) Carl Deines. ""3635) 10—20 Eentner gutes Heu verkauft Aug. Zimmermann zu Lollar.__________ OlFHÜlImN empfehle: Kragen, Manschetten, Shipse, Krausen, Corsetten, Barben, lein. Taschentücher, Clacv--Haudschuhe re. in großer Auswahl zu äußerst billigen Preisen. 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Heyer'scher Sanitäts-Weine: Pueinte Reine per Flasche 90 Priorate secco „ „ 1 10 Priorato dulce „ „ 1 20 Badalono „ 1 50 Garnacho „ „ 1 80 Sherry 2 50 Malaga „ 2 60 Madeira „ 2 80 Oporto 2 80 Vino Rancio L. Frohnhäuser. Dachziegel, Kalk, Backsteine (Oftnbrano), Fress-Steine sind zu den billigsten Preisen zu haben auf der Ziegelei zu WaldgtrmcS bei 3286) Andre«« »rescher II. Schürzen, Unterrocke, Corsetten (zurückgesetzte Corsetten von 1 M. per Stück an), empfiehlt ( 8461 J. Ch. Retter. I) Eine stille Familie sucht aus iber eine Wohnung von 6 Zimmern. Wickelmacher finden Beschäftigung bei (3636 3645) 3638) H üter. JL 30 daß 100 ich 818 1432 200 1190 100 150 3609) L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Druck und Herlag der Brühl'schen U»i».-Druckerei (Fr. Eh r. Piet sch) in Gießen. Herantwortliche Redaction: A- Scheyda. 3501 1. Df toi Der Dorstand Zörb. Vermischte Anzeigen. 3634) In meinem Colonial- und Eisen- waarenaeschäft ist für einen jungen Mann eine Lehrlingsstelle offen. Aug. Zimmermann zu Lollar. gegeben: Steindeckerarbeit an der Kirche, veranschlagt zu..... Steindeckerarbeit am II. Schulhaus, veranschlagt zu . . . Pflasterarbeit an den Ortsstraßen, veranschlagt zu . . • • • Steinltesern, Aufsetzen und Zerschlagen zur Unterhaltung der Straßen und Wege, veran- Oefsentlich e Auff orderung Nachdem Gr. Hosgericht der Provinz Oberheffen über das Vermögen des Georg Kloes von Albach den förmlichen Concursproceß erkannt hat, werden dessen Gläubiger aufge- fordert, ihre Forderungen an genannten Georg Kloes nebst etwaigen Vor- zug-rechten im Termin Dienstag den 8. Juli 1879, Nachmittag- 2 Uhr, bei unterzeichnetem Gericht bet Meldung Ausschlusses von der Maste anzumewen, wobei bemerkt wird, daß die früher schon erfolgten Anmeldungen für bezeichneten Termin keine Geltung haben. Im Termin soll zunächst Arrangement versucht, Gläubiger-Ausschuß u. Mafle- curator erwählt und Beschluß über Versilberung der Maste gefaßt werden. Bon den nicht erscheinenden bezw. vertretenen Gläubigern wird angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitreten. (3266 Gießen, am 28. April 1879. Großherzogltches Landgericht Gießen. Langermann, Dr. Trapp, Landgerichts-Affefloren. Mittwoch den 28. Mai, Nachmittags 2 Uhr, werden vor der Scheuer des Christian Iuahardt Hl. an der Marburgerstraße dahier 3 Pferde, 1 Rollwagen, mehrere Oeconomiewagen, 1 Pflug und Egge öffentlich gegen Baarzahlung mit unbedingtem Zuschlag versteigert. Gießen, den 24- Mai 1879 3568) M. Pilger, Massecurator. G-rass amen- Versteigerung im Forste Grünberg. Mittwoch den 11. n. Mts., Morgens 10 Uhr, soll die diesjährige Gr^ssamenerndte in den Waldungen des Großberzog- lichen Hauses der Oberförstereicn Grünberg, Hainbach, Homberg und Nieder -Ohmen, in den Freiherrlich v. Rabenau'schen Gesammtwaldungen, sowie in einigen Gemeindewaldungen im Gemeindehause dahier versteigert werden. Grünberg, den 25. Mai 1879. Großh. Obersörsteret Nieder-Ohmen. Hochachtungsvollst A. S M. Pcth Burg-Saal =u Staufenberg Anfang 3 Uhr. Das Comite. Zuspruch. 3639) Mittwoch den 28. Mai: BALL für Israeliten Generalversammlung Des Spar- u. Vorschuß-Vereins e. ® zu G-rosa - Linden soll Dienstag den 3. Juni l. I., Nachmittags 2 Uhr, wegen Abhör der Rechnung und sonstigen Verhandlungen in dem Schulsaal dahier stattfinden, wozu alle Mitglieder auf die genannte Zeit eingeladen werden. Groß-Linden, den 27. Mar 1879. Hiermit zur gefälligen Beachtung, daß wir im Hause des Herrn Graveur Bach ein Pütz-, Mode- (t Weiss Wiiareii-Geschäft unter der Firma Geschwister Feth errichtet haben und empfehlen Solches einem geneigten Näheres bei der Exped. d. Bltts. Cigarren- u Wallenfels, verlegt habe. Gießen, den 27. Mai 1879. Achtungsvoll Martin Weissbecker, Siebmacher. Bekanntmachung. Die Rechnung des Plock'schen Hospitalvermächtniffes für 1878 liegt 8 Tage lang auf Großherzogltcher Bürgermeisterei Gießen zur Einsicht offen. Gießen, am 24. Mai 1879. Die Armen - Deputation der Stadt Gießen. A. Bramm. schlagt zu. - . .. • • Unterhaltung der Graben und Banquets, veranschlagt zu - Ehausstrarbeit und Materiallieferung am Platzweg, veranschl. zu Unterhaltung der Wafferlei- tungen, veranschlagt zu . . Ausräumung einer Stricke der Wieseckbach, veranschlagt zu . Großen-Buseck, am 25. Mai 1879. Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. 2- A.: (3615 Mchnsts -Verlegung. 3646) Einem geehrten Publikum die ergebene Nachricht, 2006) 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. F. Zöller, Neustadt. Ginladung. Das von Darmstädter Diakoniflen geleitete evangel. Rettungshaus für Mädchen zu Arnsburg bei Lich begeht am 3. Pfingsttag 3. Juni, Nachmittags 2 Uhr, zu Arnsburg seine Jahresfeier, zu der alle Freunde der inneren Mission herzlich eingeladen werden. Festprediger: Herr Pastor G. Schlosser aus Frankfurt, Herr Hofcaplan G. Vogel aus Schönberg. Lich, den 25. Mai 1879. Der Vorstand. NB. Restauration im Walde ist vorgesehen.(3630 mit dem Heutigen mein Geschäft in das Carl Spruch'ehe Haus, Wallthorstraste, neben den Herren Ed. Sack und Ernst Oeffeutliche Aufforderung. Nachdem Gr. Hofgertcht der Provinz Oberhkfleu über das Vermögen des Philipp Hammel von Bersrod den förmlichen Concursproceß erkannt hat, werden dessen Gläubiger aufgefordert im Termin Mittwoch den 16. Juli 1879, Nachmittags 3 Uhr, ihre Forderungen nebst Vorzugsrechten bei Meldung Ausschlufles von der Mafle geltend zu machen. Im genannten Termin soll die Güte versucht, Gläubigerausschuß und Mafle- curator gewählt und wegen Versilberung der Mafle Beschluß gefaßt werden. Von den nicht erschienenen resp. nicht vertretenen Gläubigern wird angenommen, daß sie den Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beitreten. Gießen, den 8. Mai 1879. Großherzogltches Landgericht Gießen. I. V. d. L.: Dr. Trapp, (3291 Landgertchtsasieflor. 3633) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__________Lindenplatz Lit. A. 29. 3631) Zimmer und Cabinet mit oder ohne Möbel zu vermiethen. ________________________Gartfeld 1146/iq. 3629) Zwei gut moblirte Zimmer oder Zimmer und Cabinet, mit Bedienung, am liebsten im Freien gelegen, auf fofort gesucht. Offerten beliebe man gefälligst abzugeben bei P. Hofmann, Univer- sitätsgebäude._______________ 3628) In meinem ncuerbauten Hause in der Wetzsteinsgasse sind 3 Logis je mit Zubehör alsbald zu vermiethen. ____________________Ph. Kreiling. 3644) Ein kleines Zimmer an einen anständigen Arbeiter zu vermiethen. _____________________Neustadt Nr. 35. £13692) Der zweite Stock ist zu vermiethen. ______________Riegelpfad Ltt. E. HVs- 2995) Kleines Logis zu vermiethen. __Kennel, Riegelpfad. 3378) Eine Familienwohnung und ein möblirtes sZimmerl mit Cabinet zu oers miethen. Neuenweg 134. 3551) In meinem Hause im Gartfeld ist der erste Stock mit 6 Zimmern nebst Zubehör pr. 1. Juli zu vermiethen. I. Bernhardt.^ 3548) Ein Familienlogis zu vermiethen bei H. Möser, Neustädter Thor. —3588) Der 2. Stock meines Vorderhauses pr. 1. Juli zu vermiethen. ___Ww^ Isterling. 1804) Ein Logis von 3—4 Zimmern, Küche nebst Zubehör zu vermiethen. __________Adolf Hoß, Schiebgärten. 3207) Die mittlere Etage meines Hauses ist zu vermiethen und am 1- Juli zu beziehen.__________Funk, Stadtg.-Actuar. 3499) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen. LouiS Petri Ww., Neue Bäue. 3556) Ein Logis zu vermiethen. Jacob Thomas, Schiffenbergerweg. 3596) Ein Logis von 3 Zimmern nebst Zubehör im 2. Stock zu vermiethen. __________________Ehr. Scbopbach. 3595) Ein Logis, bestehend in 3 Zimmern und allem Zubehör sogleich zu vermiethen. ____________________________Lit. A. Nr. 37. 2636) Ein Familienlogis zu vermiethen auf der früher Herbert'schen Bleiche. Näh, im Hause selbst, im unteren Stock. 3597) Zwei Schlafstellen für Arbeiter sind zu vermiethen. Flügelsgasse A. 95. ______J. Bernhardt, 3643) Von heute an wohne ich Restauration Lotz. (shr. Schönhals, Schuhmacher. Oeffeutliche Aufforderung. 3527) Die gertchtsbekannten Gläu- biger des Untermüllers Gustav Wenige zu Hungen haben untelM Heutigen ein Arrangement mit demselben abgeschloflen. Unter Anderem soll auch die bereits in Sachen der hiesigen Spar- kafle gegen Gustav Wenige vor- genommene Zwangsversteigerung der Untermühle und sonstigen Immobilien genehmigt werden. Es werden alle Gläubiger, die Einwendungen gegen dieses Arrangement zu erheben haben, aufgefordert, solche binnen vierzehn Tagen vorzubringen, widrigenfalls Ausschluß und Bestätigung des Arrangements erfolgt. Der Inhalt des Letzteren kann aus unserem Actuariate ersehen werden. Hungen, den 19. Mai 1879. Großherzogltches Landgericht Hungen. Cellarius, Krauß, Landrichter. Landger.-Afleffor. Arbeitsversteigerung. Freitag den 30. d. MonatS, Mittags 1 Uhr, werden aus hiesiger Bürgermeisterei die nachvcrzetchneten Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord Soiree Alberti« 3651) Wegen ungünstiger Witterung ist die Soiree auf Mittwoch den 28. d. MtS. verschoben. Billets sind auch bei Herrn Gerhardts Schulstraße,zu haben.____________________ 3605) Ein tüchtiges, mit guten Zeugnissen versehen-s Dienstmädchen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.________ 3648) Ein tüchtiger solider Fuhr knecht, dem gute Empfehlungen zur Seite ftehem findet bei gutem Lohn dauernde Stellung. Näheres bei der Exped. b. J8I._ Agenten Gesuch. Für eine alte und sehr leistungsfähige Kern-Branntwein-Brennerei suche ich für Gießen und Umgegend einen tüchtigen uud soliden Agenten. Offerten mit Angabe von Referenzen zu richten an Friede. Degen IVaehf. 3640)in Nrrdhausen. Re-acti" «r-edttü Stal In d geschaffen h Tchein Klb zuedensschl Fntwickelun rin Körnche Rücktritt de Erlaß einer für die aus an die Cur daß aus bei Zollpolitik I Eine. Sympathien dem modern wäre, daß dn Jeder m der Reformc |o wäre die Hiebe das < Hiebe die $ jurücktzeme' iandS Hanl Politik Leo XIII. bige Haltu gegenüber. Wir jener Son Weteibt gesummte ' gesunden u Verzicht b vir den C vännischen aller Zeit der die Ult gar fei , der genommen lichen Ifie der Raiivl nickt unmi ?.°rsihe°ih h'elt heute um die n( zu Periode i; Präsident lliathe je Mar bei kommens 5nDmtan Porung ^erichtsko ^ugen ui V°uses ai Hersteiiun der besseren - Mezur ^lc beim U"d Son n «-ick äua "“«w, ?t'ntt '«Bt bie \ &'» s jho» i m.