Dienstag, den 28. Januar Nr. 23 1879 Meßmer Anzeiger AilM- unii AmlsblÄ für htn Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlol n. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Arankreich. Paris, 25. Januar, Die „R6publique franraise" meldet, daß die Armeecorps-Commandeurs, Generale Bourbaki, Bataille, Ranson und Larttgue, zur Disposition gestellt seien. Versailles, 24. Januar. Deputtrtenkammer. Unterrtchtsmtntster Bar- doux bringt einen Gesetzentwurf ein, wonach der Elementar-Unterricht vom 1. Januar 1881 an obligatorisch sein soll; Familienväter, die gegen diese gesetzliche Bestimmung fehlen, haben eine öffentliche Verwarnung zu gewärtigen und können, wenn sie zum vierten Male rückfällig werden, zeitweilig der polt- 1 "JStrrn". benb: Macaroyj 'n. Aesterreich. Wien, 25. Januar. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Athen: Die Pforte hat durch ihren Vertreter in Athen ihr Befremden ausdrücken lassen, daß die griechischen Commiffare für die Grenzregulirung abgeretst sind, bevor die Pforte den Tag für den Zusammentritt der Commission bekannt gegeben hatte. Die Pforte ließ gleichzeitig der Corvette „Olga" mit den griechischen Commtflären an Bord die Einfahrt in den Golf von Arta verwehren. Die griechischen Commtffäre sind demzufolge bei Vonitza gelandet, von wo sie auf dem Landwege nach Antno sich begeben werden. Das Vorgehen der Pforte erregt in Athen sehr peinliches Aufsehen; man erblickt darin eine neue Verschleppung der Verhandlungen. Wien, 25. Januar. Abends. Die „Polit. Corr." meldet: Die unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Auersperg tagende Commission behufs Berathung der gegen die Weiterverbrettung der Pest zu treffenden Maßregeln setzte heute ihre Beratungen fort, die zum vorläufigen Abschluß gelangten. Der deutsche Vertreter, Finkelnburg, begibt sich morgen nach Berlin zurück. Die Commission bt schloß heute, daß folgende Gegenstände und Waaren von der Einfuhr aus Rußland event. auszuschließen seien: ungereinigte Leib- und Bettwäsche, gebrauchte Kleiderhadern, Pelzwerk, Felle, Häute, halbgares, sowie sämisch zugerichtetes Ziegen- und Schafleder, Blasen, Därme, gesalzene Därme, Haare, Borsten, Federn, Caviar, Fische und Sarepta-Balsam. Schafwolle ist vor der Zulassung zu destnfictren, desgleichen Briefe und Paptergeldsendungen. Die Schiffe aus russischen Häfen nebst den darauf befindlichen Personen und Waaren sind vor der Zulaffung zum freien Verkehr, unbeschadet der in den Vorschriften begründeten weiteren Verfügungen, einer sanitären Revision zu unterziehen. Nach Umständen sind die von der Commission ausgestellten Grundsätze auch auf Provenienzen aus den unteren Donaugegenden anzuwenden. Der rumänischen Regierung sind die genehmigten Beschlüffe bekanntzugeben und die Bereitwilligkeit zum wetteren unmittelbaren Einvernehmen auszusprechen. Wien, 25. Januar. Abgeordnetenhaus. Der Ministerpräsident, Fürst Auersperg, beantwortet eine Interpellation, betr. die Pestgefahr, dahin: Nach den durch das Ministerium des Aeußern der Regierung zugekommenen Nachrichten herrscht eine allgemeine für die Pest gehaltene, jedoch ofstciell als solche nicht bezeichnete Epidemie tn 6 Ortschaften an der Wolga und deren Inseln. In Folge der von der russischen Regierung getroffenen Maßregeln ist es bisher gelungen, den Heerd der Epidemie zu begrenzen. Die Gerüchte von dem Ausbruche der Pest in Zaritzin sind unwahr. Die Nachricht von dem Ausbruch der Pest tn Ntschni-Nowgorod wird als unrichtig bezeichnet. Ueber den von Setten Rußlands errichteten Cordon hinaus ist die Seuche nicht gekommen. Zur größeren Sicherheit stellte die russische Regierung auch einen Quarantäne Cordon um Zaritzin auf. Auch innerhalb des Cordons tritt die Epidemie neuestens weniger intensiv auf. Demnach ist die Gefahr für unsere Monarchie keine imminente. Dem ungeachtet ist die Regierung zu Maßregeln entschloffen und werden bereits mit der ungarischen Regierung und mit der deutschen Regierung wegen eines gleichförmigen Vorgehens Verhandlungen gepflogen. Zu äußersten Vorkehrungen zu schreiten, erscheint unter den obwaltenden Verhältnissen nicht gerechtfertigt. Es ist die Möglichkeit nicht ausgeschloffen, daß die Epidemie auf dem gegenwärtigen Seuchenheerde beschränk: bleibe. Die Regierung wendet diesem Gegenstände die ernsteste Aufmerksamkeit zu. — Im Abgeordnetenhause ergriff nach den beiden Generalrednern gegen den Majoritätsantrag in Betreff des Berliner Vertrages der Minister Unger das Wort, um den Vorwurf Sturm's, daß die Regierung nicht verfaffungs- treu sei, zurückzuweisen. Der Minister erklärt seine Auslegung der Verfassung für den Ausdruck der innersten Ueberzeugung und des besten juridischen Wissens. Die Auslegung der Verfaffung sei eine Sache des Rechts und nicht der Politik und habe mit der Verfaffungstreue nichts zu thun. Die Regierung nehme den unverdienten Vorwurf nicht an. Es waren deren Mitglieder stets con- stitutionell gesinnt und erwarten sehnsüchtig den Augenblick, von ihrem schwierigen Posten abgelöst zu werden. (Beifall. Große Bewegung). Grocholsky erklärt hierauf, die Polen würden im Falle einer Ablehnung des Antrages Dunajewsky's für den Majoritätsantrag stimmen. Hanisch beantragt die Rückgängigmachung der Occupation. (Der Antrag findet keine Unterstützung). Die Debatte wird alsdann auf morgen vertagt. Ragusa, 25. Januar. Da die türkischen Bewohner etnsehen, daß die türkische Regierung entschloffen ist, den Berliner Vertrag zur Ausführung zu bringen^ so wandert eine große Anzahl derselben aus Podgorttza, Spuz und anderen an Montenegro abzutretenden Orten aus, um tn Skutart Zuflucht zu suchen. Deutschland. Darmstadt, 25. Januar. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Bet- läge Nr. 2) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Be stättgung von Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 2. Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Alsfeld. 3. Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Bingen. 4. Dtenstentlaffung. 5. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Freimersheim mit einem Gehalt von 900 «X; die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Fürstengrund utt einem Gehalt von 900 1R ExpedttionSbureaur f Schulstraße B. 18. ich von Weidt:- i6 von Guenbert. oah- Mabe von bcn-H»Nm°n"- «Ände. läge »tius 2'lle H Ständen tf. 8Ü*.**S 1 'Q'cabe wn n ein OctiTbud 80* * M lebe Ier' 8«efctn. " Segm grow-tinlm;. nt m brr I,,. Markchich A mmlung terstiitzungs- ekasse. 1 «tbraar ies, NkchM. orntand. „ Flaschen und |tr, Neuenweg 193, Mittweid». here F igenjeari mtemcbt frei, ün. Oetobe. ttWling gesucht<1 seil. Laichgasft. i und Lok a Gießen, 27. Januar. Die Gießener Ruder-Gesellschaft feiert- Abend im festlichst decorirten Saale des „Prinz Carl" ihr zweites Stiftungsfest. Beim Einritt bot der Saal einen, man mögte sagen, feenhaften Anblick Ganz mit ZanneLün waren rund herum farbige Lichter im Grünen befestigt, welche einen mildenangenehmen Schein verbreiteten. An der Stirnseite des Saales war ein großes Transparent mit den versebluni-n-n Initialen G. R. G., umgeben von I ti Rudern, angebracht. Die Kronleuchter waren rn maP'n h»q°r!cht°t, fochmänni'ch mit g-r.ffkn S-s-ln v.rs-b-n un» am Hauptmost In Fletter en ©dtflSlungen ati Den tortfeibft befindlichen Strickleitern empor Durch den Kleist und die Gelchicklichkelt der einzelnen Mitglieder war so dem Auge ein wohlthuendn « geboten. Nach dem Souper welches durck die Klänge der hiesigen Regimentsmnsik aewüm wurde, begann das Tanzbein seine Schuldigkeit zu thun, zwischendurch abgewechselt^Ton ®r vortragen mehrerer pa siver Mitglieder, welche au» einem renommirten Gesangvereine angedören Gegen 5 Uhr endete die schone und genußreiche Feier. - Werfen wir noch einen B tag Wesen »"d die Thatiakeit dieses noch jungen Vereins, so ersehen wir, daß derselbe unÄ L itung eines tüchtigen ersten Präsidenten sowie der übrigen Vorstandsmitglieder und durch die Thatigkeit der aktiven Vereinsmitglieder sich einen wohlbegründeten Ruf in Kiesiger Stadt worben hat. Der Verem hatte am Schluffe des Jahres 1878 38 aktive und 69 passive Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz, Bureau. 9S ?; 3®"u2t- Die „Agence Havas" meldet aus Pera vom d.: D-r Sultan ist krank. .. Kalkutta, 26. Januar. Jakub Khan bemächtiflte sich des den Ghil- hi W« hs" ^rlm3=CCn Unb "ad,,c ©efangene. Die Ghilzais ergriffen in Folge dessen die Waffen gegen Jakub Khan. . m Bukarest, 26. Januar. Die Aerzte Kapsa und Felix begeben ssch beute tu, Auftrage der Regierung nach Wien, um mit der österre.chsschen Regierung die von Deuischla-id, Oesterreich und Rumänien gemeinsam gegen die Wetter- h!«6 ™UI,r9 d-st zu ergreifenden Maßregeln zu vereinbaren. Ein Mitglied des Obersanitätsrathes begibt sich in einigen Tagen nach Rußland, um^ die Seucke an Ort und Stelle zu studiren. , . Berlin, 26. Januar. Zur Beratbung von Schußmaßreacln aeaen die Gefahr der Einschlipvung der Pest ist eine Commission gebildtt welche tXtbR«X0‘" ^warteten Rückkehr Finkel,,burg's von Wien zusammentrete, L' »Äi " .8Tenil"1^menk Unb demnächst ihr- Beratbungen beginnen wird. Als Mitglieder gehören der Commission an: Geh. Oberreaier -Ratb Starke und Geh. R^terungs-Ralh Finkelnburg Seitens des Retchskanrleramts Geb^ Legationerath Reichardt (auswärtiges Amt), ein Vertreter des «.«»«' isenbabnamts -in Vertreter des preuß. Kriegsministeriums und je zwei Vertreter °-r Ministerien für Medicinalwesen, d-S Innern, des Handels und der Finanzen. Rom, 26. Januar. Die Deputirtenkammer hat den H^ndelsvertraa mit Oesterreich in geheimer Abstimmung mit 205 gegen 10^ genommen. ö a" "kchen Rechte verlustig gesprochen werden. — Die Radikalen haben die Vor- legung ihres Amnestie-Antrages auf nächste Woche verschoben. — (Senat. Antrag Berthaud, die Commission zum Zusammentreten tn Paris zu ermächtigen, wird angenommen. England. London, 22. Januar. Der Großherzog von Hessen ist mit seinen fünf Kindern am Hoflager eingetroffen. Das Wiedersehen zwischen der der Mutter beraubten Familie und der Königin war nach der Aussage von Hosbeamteu über alle Beschreibung rührend. Der Großherzog wird schwerlich hier einen langen Aufenthalt nehmen. Von seinen Töchtern aber werden, wenn nicht alle, doch wahrscheinlich die zwei älteren hier verbleiben, um unter der Obhut ihrer Großmutter heranzuwachsen. Man sagt, daß dies ein Wunsch der ver- storbenen Großherzogin gewesen sei. Aber selbst wenn dies nicht der Fall gewesen, würde durch das Hierbleiben der beiden Prinzessinnen ein doppelt heilsamer Zweck erreicht werden: eine bessere Vertreterin ihrer verstorbenen Mutter als Königin Victoria ließe sich denn doch schwer finden, und für das fchwerbedrückte Gemüth der letzteren wäre es Wohlthat und Erfrischung, einmal wieder jüngere Elemente in ihrem Haushalt zu sehen und ihnen mütterliche Sorgfalt zuwenden zu können. (Köln. Ztg.) London, 25. Januar. Eine Depesche des „Standard" aus Natal vom 3. Januar meldet: Der König der Zulu K-ffern, Cüywayo, lehnte alle Forderungen der britischen Regierung ab und zog ein Heer tn der Stärke von 8000 Mann an der Grenze zusammen. Der britische Obercommandant, General Chelmsfort, ist mit seinem Generalstab an die Grenze abgeganaen. Die britische Regierung hat Citywoyo zur Unterwerfung Frist bis zum 11. nuar gegeben. 0 —Die „Association os the Preß" meldet, daß die Jacht „Virtoria und Albert Ordre erhalten habe, sich für die erste Woche des April zu einer Reise der Königin nach dem Kontinent seebereit zu halten. Die Königin werde das Grab der Großherzogin von Hessen besuchen «nd später nach Koburg reisen. w Italien. Rom, 25. Januar. Anläßlich der letzten päpstlichen Encyklika sind aus verschiedenen Theilen Europas Seitens der Internationalisten und Socialisten Drohbriefe im Vattcan einaelangt. Es wird versichert, der V atikan werde dieselben den interesstrten Regierungen mittheilen. — Die Verhandlungen des Vatikans mit Deutschland sollen gegenwärtig, nachdem über einige Punkte ein Emverständniß erzielt wurde, mit größerer Leichtigkeit statthaben. Spanien. Ä 25^ Januar. Die Regierung hat die sofortige Absendung eines Schiffes nach Puerto Plato angeordnet, um Genugthnung für die der fordern ®lQ00e Republik San Domingo zugefügte Beleidigung zu Türkei. /u 4. Konstantinopel, 25. Januar. Der britische Dampfer „Aloba", mit Getreide nach Änt-veipen beladen, ist im Bosporus in Folge eines Zusammenstoßes gesunken; Verlust von Menschenleben ist nicht zu beklagen. Konstantinopel, 25. Januar. Die Sanctton des vestnittven Frte- densvertrages seitens des Sultans wird unverzüglich erwartet. Da der Commiffär für di- moni-n-grinifchc Angelegenheit, Kiamil Pascha, ernstlich er. krankt ist, so wird ein anderer Commiffär entsendet. Vermischtes. . m 23’ Januar. In einem von 39 verschiedenen Miethern bewohnten Hause in ^ach, heute Nacht Feuer aus, Kinder sind im Rauch erstickt und fünf M schwer verletzt worden. Zwischen L.b's/0 Personen wrnden dur^ die Feuerwehr mittels Rettungssäcken gerettet. Der vom Feuer sonst angerichtete Schaden ist nicht erheblich. Gabelsberger Denkmal betreffend. • r J^n^en'<_ Geburtsorte Franz Xaver Gabelsbergers, die Wiege seiner SJ," ®d)°yun?; rcm 6?au^las ieiner rastlosen segensreichen Tätigkeit, wird dem verewigten ^sammtheit seiner dankbaren Jünger und von Freunden seiner Kunst ein würdiges Denkmal errichtet werden. GnlfPfliitma1 h!.Obffi?e genannter königlichen Hauptstadt hat mit Zustimmung des dem Gabelsberger-Stenographen-Central-Verem in München als Vollzugsorgan des internationalen Denkmal-Ausschusses zur setnersettigen Auf- B°«e Eidlich °n der Kreuzung d.r Ottu- und s toelffleS dcn daselbst bereits vorhandenen Standbildern anderer berühmter Männer würdig an Jje Seite gestellt werden könnte, und die Anskunft erhalten, daß der hierfür nöth iae Aufwand die Summe von 20—25000 sicher nicht übersteigen wird. ? Ei der nunmehr nach vielen Tausenden zählenden, über das ganze deutsche Reich und Oesterreich-Ungarn, ja weit über die Grenzen dieser Ländergebiete verbreiteten Schaar begeisterter Junger Gabelßberger s wird es nicht schwer sein, den erforderlichen Kostenbetrag aufzubringen, w° ern die im Zuge befindliche Sammlung der Beiträge möglichst extensiv gestaltet wird und es er- aibt fich aus dem Hinweise auf die erfreuliche Verbreitung der Gabelsberger'schen Schule zugleich, handelt $ keineswegs um eine empfindliche Inanspruchnahme des einzelnen Beitragenden Um die zur Ausführung deS Unternehmens nöthigen Schritte zu thun, ist eine Anzahl von hervorragenden Persönlichkeiten, warmen Anhängern und Gönnern unserer Schule zusammen» getreten, welche sich Alle mit dem regsten Eifer der Sache angenommen haben. Unter diesen Herren befindet sich auch Herr Gastechniker O. Bergen, welcher Beiträge zu dem Denkmal entgegennehmen wird. demselben 7 Boote, wozu in Kürze noch ein in England gebautes, R . 2 hiesigen Braunsteinbergwerkes Herrn Fernie gestiftetes vierrudiges Outri^eck- lanae 2»oge bic Gesellschaft auch fernerhin gedeihen und blühen und noch lange so vergnügte Gedenktage feiern, tote Der am Samstag verlebte. II ^9jahriger Bezirksadjutant Herr SeconDe»Lieutenant Lang vom hiesigen Ersitzt^^Erie-Reglment wurde als Prcmier-L.eutenant zum 83. Infanterie-Regiment nach Kaffel fielen n a,u.^ Grünbergerstraße wurden in letzter Zeit mehrfach ®%männf®a»e™r"afmieU9 ”** »«* •« «uns, wlch7du^ÄÄ 7urb1n^°° ° Unfäll- zur B-h-nd- Die Staatseinnahmen in Frankreich. Eines der wunderbarsten Beispiele wirthschaftlicher und finanzieller Elastizität bietet in diesen krit schen Zeiten Frankreich dar. Während in allen anderen Ländern, selbst in dem stolzen fll&ton, seit mehreren Jahren die Staatseinnahmen zurückgehen, die Handelsauswetse bedenkliche Symptome eines wirthschaftlichen Verfalls zeigen, die Eisenbahn-Einnahmen hinter den früheren Ertragen zurückgeblieben sind, ist in Frankreich von alledem nichts zu spüren, vielmehr scheint sich das Land trotz seiner MilliarDenzahlungen volkswirthschaftlich eher im Aufgange als im Niedergange zu befinden. Auch im jüngst verflossenen Jahre werfen namentlich die Staatseinnahmen einen äußerst günstigen Reflex auf die wirthschaftliche Lage des Landes. Nach den soeben veröffentlichten Ausweisen ist die Einnahme an directen Steuern, welche 6-w MM. Francs erreichte, wieder um 32 Millionen gegen den Budgetanscklag gestiegen und das Erträg- niß der indirecten Abgaben ist gegen das Budget um 57, gegen das Vorjahr sogar um 64 Mill. Frcs. hinausgegangen. Die Mehreinnahmen der letzteren Position fallen allerdings zum Betrage von 24 Mill. Frcs. auf die günstige Rübenzuckerernte, aber auch die Zolleinnahmen haben um 19 und die Abgaben vom Enregistrement und den Hypotheken rc. um nahezu 18 Mill. Francs zugenommen. Die Getränke haben ferner 9% Millionen Francs mehr als im Vorjahr ergeben. Die finanzielle Belastung Frankreichs ist namentlich in Folge der Kriegskosten-Entschädigung in der That eine ungeheure geworden. Die Gesammtsumme,; der Staatseinnahmen von 2,875,167,700 Frcs. vertheilen sich wie folgt auf: directe Steuer........Frcs. 688,448,700 Steuern von bewegl. Vermögen . . „ 34,972,000 invirecte Abgaben....... 2,151,747,000 Es ist gewiß kein Gedanke daran, ähnliche Resultate für Deutschland zu erreichen. Die Summe von 2,3 Milliarden Mark, welche obige Summe repräsentirt, ist für Deutschland mit seiner verhältnißmäßig armen Bevölkerung unerschwinglich, aber es läßt sich nicht verkennen daß bei dieser ungeheuren Leistungsfähigkeit des französischen Volkes gewisse kritische Gesichtspunkte hinsichtlich der Mangelhaftigkeit des deutschen Steuersystems sich von selbst aufdränaen und baß eine rationellere Steuerveranlagung ohne Zweifel berechtigt ist. Von Frankreich hört man keine Klagen über Steuerdruck, hoffen wir, daß nach einer rationellen Reorganisation unseres Steuersystems auch bei uns die jährlich überhand nehmenden Klagen verstummen, welche bisher die erheblichste Einwirkung auf das Verhältniß des Einzelnen zum Staat und zur Staatsverwaltung ausgeübt haben. Theater. Die erste Aufführung des „alten EorporalS^ brachte unserer fleißigen und strebsamen Direktion ein gut besetztes Haus! - Gespielt wurde das Stück in den Hauptrollen sehr brav und kommen wir später auf die einzelnen Darsteller noch zurück! Wie aus dem diesbezüglichen Inserat zu ersehen, beabsichtigt die Direktion es morgen Dienstag noch einmal zu wiederholen und können wir den Besuch der Vorstellung nur aus eigner Anschauung warm empfehlen. Fünfter Bericht über die Balserifche Stiftung, Hospital für Augenkranke, Krebs« und Knochenkranken zu Gießen, Wilhelmstraße. Die Gesammtzahl der im Jahre 1878 in der Bayerischen Stiftung behandelten Kranken betragt 1275; hiervon wurden ambulatorisch behandelt ngg blieben zur Behandlung in der Anstalt 139 Don den stationär Behandelten waren 114 augenkrank, 12 knochenkrank und 13 krebskrank Von den 114 Augenkranken wurden: geheilt entlaffen gebessert entlaffen . . ." 12 ungebessert entlassen 4 bleiben in Behandlung . ... 3 Bon den 12 Knochenkranken wurden: geheilt entlassen 9 gebessert entlassen 2 starb..........* 1 Von den 13 Krebskranken wurden: geheilt entlassen gebessert entlassen...... . । ungebessert entlassen........' 1 bleibt in Behandlung . ' j Summa 13 Die Zahl der in diesem Jahre in der Balserischen Stiftung überhaupt vorgenommenen Operationen beträgt 47. a. Augenoperationen 32 unv zwar: Staaroperationen ..........5 Künstliche Pupillenbildung.........7 Schicloperaticnen ..........2 Operation des einwärtsgestülpten Lides......8 Kleinere Operationen........ 10 Summa 32 -b. Die Zahl der wegen erkrankter Knochen vorgenommenen Operationen beträgt 7: Amputation des Unterschenkels........1 Exarticulationen zweier Finger und einer Hand.....3 Resection des Ellenbogengelenkes.......1 Sequestrotomieen . ...... 2 Summa 7 •c. Entfernung von Krebsgeschwülsten 8: Brustkrebs.........- 3 Lippenkrebs......... 5 Summa 8 Verpflegt wurden in diesem Jahre 139 Kranke mit 2304 Verflegungstagen. Die durchschnittliche Verflegungsdauer eines Patienten betrug demnach 17 Tage und der durchschnittlich Pändige Besuch der Anstalt 6 Kranke. Von den in die Stiftung aufgenommenen Kranken wurden 14 vollständig unentgeldlich verpflegt und behandelt, 125 zahlten für Verflegung und Behandlung. Von den ambulatorisch Behandelten 1136 erhielt */g ärztliche Behandlung und Arzneimittel unentgeldlich. Aus der Zusammenstellung der Specialausgaben (Beköstigung, Heizung, Beleuchtung und Wäsche) und der Generalausgabe (Steuer, Jnventarverbrauck, Besoldung der Beamten, Wartend Dienstpersonal u. dgl.) ergibt die Gesammtausgabe die durchschnittlich täglichen Verpflegungs- Kosten der Anstalt für einen Kranken — 2 X 82 Specialausgaben betragen....... 3847 X 38 H. Generalausgaben „......- 267 l „ 34 „ Gesammtausgabe 6518 X 72 Die Kranken der Anstalt sind in verschiedene Klassen gctheilt: 1) Unbemittelte, welche ihre Armuth durch ein Zeugniß von ihrer Gemeinde Nachweisen, werden unentgeloltch verpflegt. 2) Bemittelte zahlen den Tag 60 H; dieselben Bedingungen gelten auch, wenn eine Gemeinde, eine Krankenkasse, oder Private für ihre Kranken zahlen. 3) Bemittelte, welche ein Zimmer für sich allein beanspruchen zahlen den Tag 3 X Aerztlicher Rath und Behandlung wird den Patienten täglich Vormittags von 11 bis 12 Uhr Nachmittags von 2 bis 4 Uhr ertheilt. Armen unentgeldlich. Die Aufnahme der Kranken in die Balsertsche Stiftung kann zu jeder Tageszeit erfolgen. Gießen, den 25. Januar 1879. »r. Winther. Handel und Verkehr. Frankfurt, 25. Januar. (Marktbericht.) Der heutige Vtctualienmarkt hatte reichliche Zufuhr gebrockt. Schönes Weißkraut wurde das Stück mit 12 - 18 Kohlkraut 18—20 4, Rothkraut 20 -25 H bezahlt. Heu und Stroh waren ebenfalls gut zugefahren; Heu kostete je nach Qualität per Ctr X 1.80—2 60, Stroh X 1.60—2. Butter im Großen 1. Qual. *<5—90 2. Qual. 80 im Detail 1. Qual. 1 X, 2. Qual. 90 $ Eier das Hundert deutsche X 5.40—6, italienische X 8—9 Ganze Erbsen X 20—22, geschälte Erbsen X 22 bis 25, Linsen X 22—26, Bohnen X 23 -24 per 100 Kilo. Kartoffeln X 6.50—7 per 100 Kilo. Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 H, Kuh- und Rindfleisch 55—64 H, Schweinefleisch 70—75 H, Kalbfleisch 60—70 Hammelfleisch 50-68 Speck 1 X Salm je nach Qual. X 6—7, Hecht per Pfd X 1 — 150, Börs X 1.20, Aal X 2, Barben X 1. Buchenscheitholz 1. Sorte per Cubikmeter X 10—11.05, 2. Sorte X 8.50 9. Tannenscheitholz 1. Sorte 8, 2. Sorte X 6—7. Holz je nachdem geschnitten im Großen der Centner X 1.40—7«', im Detail X 1.80—2. Steinkohlen per Hectoliter X 2. Tannäpfel per Hectoltter 80 H bis 1 X■ Lohkuchen das Tausend X 10. Allgemeiner Anzeiger. Oeffentliche Aufforderung. 568) Nachverzeichnete Personen wollen die ihren Namen beigesetzten, ihnen in Lem Grund- und bezw. Flurbuche vor Namen stehenden Parcellen veräußern. Da sie ihr Eigenthum, resp. die erfolgte Zahlung der Kaufschillinge nicht genügend nachzu- Weisen vermögen, so werden alle Diejenigen, welche irgend welche Rechte oder Forderungen an diese Parcellen bilden zu können glauben, hiermit aufgefordert, diese ihre Ansprüche „binnen sechs Wochen" Lei dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonst nach Ablauf dieser Frist, da wo dies erforderlich die Löschung der Bemerkung „beschränkt" verfügt, die neuen Eigen- thumsurkunden gerichtlich bestätigt und die Ueberschreibung der Verkaufsgegenstände *auf die Namen der neuen Erwerber wird verfügt werden. Namen der Besitzer. O.-Nr. Bezeichnung der Parcellen. I. Gemarkung Burkhardsfelden. 1) Albach III., Heinrich von Burkhardsfelden. 2) Gans, Heinrich Peter von da . . . . . 3J 43 5) 6) 7) Stumpf, Heinrich von da........ II. Gemarkung Oppenrod. Balser VI„ Heinrich von Oppenrod . . . . III. Gemarkung Steinbach. Bender, Heinrich von Steinbach..... IV. Gemarkung TreiS a. d. Lda. Treis a. Lda., Gemeinde ........ Göbel IL, Heinrich von da....... VIII. 347. I. 393. 395. VII. 100. III. 401,5. VIII. 56,7. III. 174,1. III. 342. IV. 97. I. 134. XV. 285. B. 627 neu = 51.1. Nr. 725. G. 4200. neu = Fl. XVI. Nr. 319. Gießen, den 23. Januar 1879. Großherzogliches Landgericht Siesten. I. V. d. L.: Dr. Trapp, Landgerichts-Assessor. Donnerstag den 30. Januar, Nachmittags 2 Ubr, werden in der Wohnung des Herrn Carl Schmitz im Größer'schen Hause ander Frankfurter Straße dahier: ein gut eingefahrenes Zugpferd, 2 Wagen, 1 Geschirr und verschiedene Stalluteu- silien, sowie ein gut construirter feuerfester Kassenschrank öffentlich gegen Baarzahlung versteigert. Gießen, den 25. Januar 1879. 535) M. Pilger, Massecurator. Jeilgevoterres. 577) Gutes Heu, Stroh u. Kartoffeln verkauft Balth. Malkomesius, Neustadt. 581) Mein vor einigen Jahren neu gebautes TVohnhaus in der Coblenz^r Straße dahier gelegen beabsichtige ich unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Dasselbe enthält 8 Zimm-r, 2 Küchen, 3 Mansarden und Waschküche. Hinterhaus mit Stallung für 6 Pferde und abgeschlofsinem gepflastertem Hofraum. Das Änwesen eignet sich hauptsächlich für einen Pferde - (Vieh-) Händler, da die hiesige Gegend und die Lage der Stadt gerade hierzu ausgezeichnet sind. Diez. C. E Schneider. Geschälte Victoria-Erbsen, Linsen, Bohnen empfiehlt (440 Carl Hoffmann. - Als Husten-Bonbons sind Löflund’s Malz-Extract- Bonbons vor allen ähnlichen Bonbons zu empfehlen. Sie enthalten 25% Extract, erzeugen keine Säure, sind außerordentlich schleimlösend und von vortrefflichem Geschmack. — In Packeten zu 20 und 40 in allen Apotheken, sowie bei Herrn Emil Fischbach in Gießen zu haben. (582 Irische Schellfische sind eingetroffen. (57$ Cmil Fischbach. Gut affortirtes Lager wollener Strickgarne — ein rein gekämmtes Garn — per Pfd. schon zu Jl. 2.30, bei Theodor Küchler. 392) S ltersweg 79. Emil Pistor. holz bei Geräucherten Speck, Wetzla-', Laug .asie. zu haben bei (212 Nadel-Scheitholz, 38) Frankfurt a. M- 97 zu billigsten Preisen 0 oooooooioooooa Gg. WUh. Weidig 552) 543} Sckw i rz. 22 empfiehlt 256 192 151 2930 44 5 tt ii n n tt 24 219 76 2840 9 -Prügelholz/ -Stockholz, -Reisholz-Wellen, -Stämme, «Stangen empfiehlt 462) Rmtr. tt Stück n Holzversteigerung. Freitag den 31. Januar, von Morgens 9 Uhr au, soll im Garbenteicher Gem-indewald District Rothiäufchen und La> genwald nachverzeichneies Holz zurVecsieigerung kommen: 430) E>n neuer Schreibsecretär von Nußbaum ist billig zu verkaufen bei W. Müller, Schreiner, Flügelsgasse. Der Anfang ist zur bestimmten Stunde im Distrtct Rothläifchen am Weg nick Grüntngen, wo hauptsächlich Fichtenholz zur Versteigerung kommt. Im Distiict Langenwald bcg nut die Versteigerung um 11 Uhr, bei der Eisenbahn. Garbentetch, den 24. Januar 1879 Großh. Bürgermeisterei Garbenteich. Bairischen Malzzucker, Aithee-Bonbons, sowie Brust-, Malz-, Honig- u. Gummi-Bonbons aus der Fabrik der Herren Gebr. Stollwerk in Cöln, empfiehlt Täglich frische Veilchen 576) la. Stück-, Nuß- und melirte Steinkohlen, Cokes, Braunkohlen, Tannen- Dienstag den 28. Januar 506) Vormittags IL Uhr, soll in der Schwarzlach eine Arbeiterwohnung auf den Abbruch versteinert werden^ Holzversteigerung im WiHecker Gemeindewald. Freitag den 31. d. M., von Morgens 9 Uhr an, sollen im Wtesecker Gemeindewald, District Haide und Hundskopf: 384) Ein groster Obst-Garten, Hamm, an der Neumühle, ist zu verkaufen. Zu erfragen bei L. Kohlermann II., Neustadt 95. Stets frisch gebrannten Kaffee, 207) per Pfd. Mk. 1,60, Mk. 1,80 und Mk. 2,-, „Neingeschmack garantirt", prima Qualität, per Pfd. 40 Pfg Go Illieb JLuy^ 510) Ein Haus mit elegantem Laden in bester Lage der Stadt ist unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. F. Hoibery, Q Kirchenplatz. Rmtr. Nadel-Sch itholz, „ „ Küppelholz, „ „ -Stockholz, Wellen „ -Reiehotz, Nadelstämme von 15—20 Ctm. Durchmeffer und 6—11 Mir. Länge, Nadel und F chten-Derbstangen von 7 — 13 Ctm. Durchmesser und 4—8 Mtr. Länge. versteigert werden. Wieseck, den 22. Jannar 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. 490) Lang. Holzoerkaus. Freitag den 31. d. Mts., von Morgens 10 Uhr, sollen in dem Brächter Privatwald, 3/4 Stunde von der Eisenbahnstation Fronhausen entfernt, 90 Stück Eichenabschnttt von 2—11 Mtr. Länge und 40—78 Ctmtr. Durchmesser, welche sich sehr gut für Schreinerholz eignen, an Ort und Stelle auf's Meistgebot verkauft werden. Fronhausen, am 22. Januar 1879. 494) Der Vorstand: I. Ruth. 80000001000001 prima Bettfedern tt. Daunen. $ U Lieferung vollständiger Betten V 0 in streng reeller Ausführung, em- 0 0 Ha delsgärtuer Ollo Garn, Linden- und Kirchenplatz. Wüst'sche SpietkartenRach" ob. Baar-Eins, zu Fabrik'Preisen im Gene- ral-Depot von tiror# Bräutigam, Baasenstein E Vogler in Jronhfurt a. M. I X« 22 Götheplatz 22,8? j alle Mehrkosten (Ausland. v, Liebigs Kindermeiil übertrifft alle anderen an Eiweißstoff (18,25 %) und ist das Verhältnlß von diesem zu den Kohlehydraten genau wie bet der Muttermilch. Liebigs Malto - Leguminofe. 280) Bester blutbildender Nahrungsstoff, enthält 21% leicht lösliche Eiweißstoffe. Billiger, nahrhafter und leicht verdaulicher als fletsch, ist es ein Krastmehl für Säuglinge, Scrophulöfe, Blutarme, Magew kranke, Reconvalescenten und Greife. Preis des Paquets von 1 Psd. — 80 per comptant. Wissenschaftliche Abhandlungen über Ltebig's Malto-Leguminose sind gratis zu Diensten. e e Das Allein-Depot von Dr. Hempel, Hrrschapotheke. Äk Möbetausvertzauf. eÄ*®. 565) Um di- Rücktransportkosten zu ersparen, werden die noch vor- handenen Möbel zu sedem annehmbaren Angebot abgeqeben, bestehend noch in 1 feinen Plüschgarnitur, 1 schwarzer Tisch und Schränkchen, 2 französische Betten, 1 Büffet, 1 Ausziehtisch,Lol. Schranke, Klapptisch, Wasch- u. Nachttisch, Rvhrstühle.Sp'tegelschrank zu M. 85, feiner Ovalspiegel mit Aufsatz M. 20, 1 Canapee und 1 Chaislong. Seltersweg C. 44, parterre. Mermiethungen. 574) Ein Laden mit Logis in bester Lage der Stadt zu vermiethen. Näheres bei I. Blitz. 573) Das seither von Herrn Uhrmacher Schmidt bewohnte Logis nebst den beiden Laden ist pr. 15. Juli zu vermiethen, der kleine Laden auch früher. A. K. W o r m s. 567) Das von Herrn W- M a x seither bewohnte Logis am Ludwigsplatz ist vom 1. Mai ab zu vermiethen. A. Stollmer. 570) Ein Logis von 4 Zimmern, Cabinet und Zubehör, bis 1. April beziehbar, zu vermiethen. Näheres bei L. Huhn, Bleichstraße 37. 426) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffer t ist wegzugshalber per 1. April d- I. ganz oder getrennt zu vermiethen. A. Geisse. 54) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, bestehend aus 4 Zimmern und Zubehör ist auf den 1. April event. auch früher zu vermiethen. Carl Stückrath. 474) Zwei ineinandergehende Zimmer zu vermiethen. Grünbergerstraße B. 150. (£> immer mit Bett zu vermiethen. 504) Schloßgasse » Nr. 3. 480) Ein schön möblirtes großes Par- terrezimmer zu vermiethen. Seltersweg C. 72. Vermischte Anzeigen. 571) Unserem lieben Freunde Karl H . . . zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch! Humor. 572) Ein Logis von 8 Zimmern in einer Etage oder von 6 in einem und 2 weiteren zusammenhängenden Zimmern in einem anderen Stock werden auf 1. April zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe an die Exped. d. Bl. unter Nr. 572 zu richten. für ein hiesiges Detail-Geschäft ein braver junger Mann mit etwas Schulkenntnissen als Lehrling. Näheres in der Expedition d. Bltts.(579 281) Getragene Kleider, Stiefel, altes Geld, Gold und Silber, Antiquitäten, Oel- gemälde, Zinn rc. kaust Louh Rothenberger. Neuenweg 193. Generalversammlung der Kranken - Unterstützungs- und Sterbekasse. Samstag den 1. Februar bei Gastwirth Spies, Neustadt. 540) Der Vorstand. Pianino’s o. (laviere werten «runblut dem 569) von Gg. D. Gebauer jun« in Alsfeld. Im Wetterauer Boten, welcher sich einer ausgedehnten Auflage erfreut, finden Inserate jeder Art, namentlich aber j)oQ)Oer|leigenmgen, große Verbreitung, worauf wir die Herren Oberförster und Bürgermeister ganz besonders aufmerksam machen. Billigste Insertions-Berechnung wird zugefichert. Butzbach. Die Expedition. Handelsverein. Generalversammlung Dienstag den 28. Januar, Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel- Tagesordnung: 1) Eingänge, 2) Rechnungsablage, 3) Erganzungswahlen. (538 Der Vorstand. MAZnAhfiAl auf alle Hauprplätze von Amerik.» sind stets zum TageS- WW vVIlSvl CourS zu haben bet C. W. Dietz. (99 Aufruf. Unser Nachbardorf Heuchelheim, das im Jahre 1866 schon zum großen Theil eingeäschert wurde, ist in diesem Winter wiederum von schwerem Brandunglück heimgesucht worden. Am 13. October brannten neun Scheunen nebst Stallungen nieder, in der Neujahrsnacht aber sieben und sechzig Gebäude: Wohnhämer, Scheunen und Ställe. Infolge dieses letzten Brandes find über hundert Personen in ihrem Besitz schwer beschädigt, zweiundsechzig vollständig obdachlos. Unter den an ihrem Besitzthum geschädigten befinden sich nicht blos Hausbesitzer, sondern auch arme Miethsleute, nicht blos Versicherte^ sondern auch solche, denen ihr Hausgeräthe und Wintervorräthe durch den Brand vernichtet worden sind, ohne daß sie die geringste Aussicht aus Schadenersatz haben. Unter den Obdachlosen sind hochbekagte Greise, Wittwen, Wöchnerinnen und zarte Kinder; viele von ihnen haben auch gar nichts als das nackte Leben gerettet. Die so schwer heimgesuchten Leute leiden an dem Nothwendigsten Mangel, schon sind schwere Erkrankungen vorgekommen, einzelne Todesfälle eingetreten. Die unglücklichen Menschen bedürfen auffs Dringendste der Hilfe. Aber ein schrecklicher Verdacht verschließt vielen, die helfen könnten, Herzen und Hände. Es ist der Verdacht, daß hier das Verbrechen der Brandstiftung vorliege. Wir können und wollen nicht annehmen, daß man um dieses Verdachtes willen allen jenen hilfsbedürftigen Menschen auf die Dauer die Hilfe versagen werde, wir sind vielmehr überzeugt, daß es nur einer Anregung bedürfe, um Herzen und Hände zur Hilfleistung zrr öffnen. Darum richten wir an alle unsere Mitbürger in Stadt und Land die Bitte, daß sie zur Linderung der Noch beisteuern wollen. Nahrungsmittel, Kleider und Geldgeschenke sind gleich willkommen. Wir Unterzeichnete erklären uns bereit, Gaben jeder Art in Empfang zu nehmen und an die wirklich Hilfsbedürftigen zu befördern. Gießen, den 15. Januar 1879. Barst, Advocat, A. Bramm, Bürgermeister, Büchner, Kreisschulinspector^ K. Dornfeiff, Hoger ckts-Advocat. B. Emmerich, Felchner, Musidirector, Fr. Kraft, Advocat, Lang, Oberförster, Balth» Lenz, K. Lips, früher Specialvicar in Heuchelheim, Lyncker^ Rentamtmann i. P., Neuenhagen, Oberförster, Stamm, Gymnasiallehrer, Vigelius, Sckulinspecter, Weiffenbach, Gymnasiallehrer. 578) Gasthaus zum Löwen. Dienstag den 28. und Mittwoch den 29. Januar, Abends 7 Uhr' Soiree musicate der Bperettrn - Gesellschaft C. Gartner aus Hamburg. (Heute, Montag 7 Uhr: im Gambrinus.) Inserate aller Art, namentlich aber Hohvcrfleigerungen, finden in dem nicht allein im Kreise Wetzlar, sondern auch in den benachbarten Bezirken des Lahn- und Dillthals viel gelesenen, in einer Auflage von nahezte 2000 Exemplaren erscheinenden Wetzlarer Anzeiger eine große Verbreitung. Wetzlar, den 10. Januar 1879. Die Expedition. 583) Verwandten und Bekannten anstatt jeder beson- ■ deren Mittheilung die traurige Nachricht von dem am ■ 25. d. Mts., Abends 11 Uhr, erfolgten Ableben unseres ■ H guten Vaters, Schwiegervaters und Großvaters, des Universitätskassedinikrs Georg Schmitt. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 27. Januar 1879. Die Beerdigung findet Dienstag den 2 8. d. M., Nach- ■ I mittags 3 Uhr, Statt. 498) Ueberzichcn von Schirmen und Reparaturen an denselben werden rasch und billig ausgeführt. I. Weitzenkorn, Kreuz. Z Restauration Schnell. Montag 27. Januar: Letztes Auftreten des Sängers Peck aus Würzburg. Programm sehr gewählt für Freunde des Männergesanges und des Humors. Agenten für Tapeten mit 20% Prov. gesucht durch Rudolf 'flösse. Frankfurt a M. unter A. Z. 36. (359 Theater in Giessen. (Cafe I^eib.) Dienstag den 28. Januar, Zum II. u. letzten Male! Ein alter Hessischer Corporal des 2. Kegimenls oder die Heimkehr des Invaliden auS Sibirien. Großes Vaterländisches Charaktergemälde in 5 Acten von Rheinhardt. Die noch ausstehenden gelben Abonne- mentsbillets bittet man bei dieser und der Donnerstags-Vorstellung zu benutzen, da sie sonst ihre Gültigkeit verlieren. Kasseöffnung 7 Uhr — Anfang %8 Uhr. 580) Die Dlreetlon. Verantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.