ErchW, cerei- f > tert Zuartett- n, '6ftNen, Willi. Kaffee, so, Wehn, das handln« ge„ ___(7644 »g. Spanien nah Mer Majestät äobleni, sowie 7621 ; Dienslmäbchm aui JerMUÄL- landschuh- bringe ich in e» mg. Preis W ^1, Seltersweg Ämrngardtlvbe dü । Skearnschir« m bittet um ithibt-__—-r-i wkW1*0*: \ Tenos moderate. MgkldeiN, 1 —-—' MD°M drei Md E°bm°N-, » I. Küche m# Ä iidolf 8AA> rgsjfg ■***&5qi M- • •f’.jl fr»’ log kgmvber 6t* «afe Leib. svoll Imm. alte.) Nr. 277. Donnerstag den 27. November I87W. Meßener ^tineiger Anffize- «id Amtsblatt fit tat Kreis Gieße«. 1 ' ' . fi «reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. @^Miti"tt6bureaut } «chulfiraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des $tont«fl».Durch di- Poft b-,°g-n vierteljilhriich 2 Marl dü Ps. Verhandlungen über einen Tarifvertrag festgesetzt werden. Im Monat Januar werden diese neuen Conferenzen beginnen. Auch über die Eisenbahntarts-Frage wurde gesprochen, und auch da gaben die deutschen Unterhändler sehr ent- gegenkommende Aeßerungen ab, aber ein formeller Antrag wurde von keiner Seite vorgelegt. So wird der Verlaus der Besprechungen geschildert, und gewiß ist, daß derselbe bisher ein erfolgverheißender war." — Was die Weltausstellung in Berlin betrifft, so muß man aus dem gestrigen Beschlufle des Handelstags-Ausschuffes nicht den Schluß ziehen, als ob sich im Schooße deffelben ein lebhaftes Jntereffe für eine solche Weltausstellung in Berlin regte. Man war nur der Meinung, daß, wenn eine neue Weltausstellung ersolge, Deutschland sich dieselbe nicht entgehen, nicht etwa durch Rußland oder Italien sich übertreffen laffen müffe. Das Beste sei, eine solche neue Weltausstellung möglichst lange, etwa bis zum Jahre 1886, zu verschieben. — Unser Kronprinz wird zum 28. Deccmber zu einem Besuche hier erwartet. Berlin, 24. Novbr. Aus Ostrumelien gelangen an die Pforte noch immer Klagen über die Behandlung der wieder e,»gewanderten Muselmänner Seitens der Bulgaren. Der Commandant von Kustendil hat einer größeren Zahl von Emigrtrten die Rückkehr verweigert und auf erhobene Beschwerden erwidert, er handle auf Befehl des Fürsten won Bulgarien. Die Etnwaw derer, ohne Obdach und Nahrung, irren jetzt in der Umgegend von Palanka umher. Ebenso relegraphirte der Gouverneur von Salonichi, daß die Bulgaren an der Grenze die Rückkehr der ausgewanderten Muselmänner verhindern. Die Pforte hat diese und ähnliche Vorgänge zur Kenntniß des Agenten Bulgariens gebracht und gegen diese handgreifliche Verletzung des Berliner Friedens protesttrt. —, Der Bundesrath wird im December und Januar eine ganz besondere Thätigkeit zu entsalten haben, da es in der Absicht liegt, den Reichstag möglichst früh,' d. h. in den ersten Tagen des Februar, zu berufen. Man hält dabei an dem Plane fest, die Reichstags-Session möglichst bis Ostern sich abwtckeln zu lasten, obschon das Osterfest im künftigen Jahre bereits auf den 28. März fällt. Nun wiederholt sich freilich in jedem Jahre dieselbe Erscheinung, man projectirt möglichst kurze Fristen für die parlamentarischen Arbeiten und sieht sich schließlich genöthigt, möglichst lange Sessionen abhalten zu laffen. Für den nächsten Reichstag werden erwartet neben dem Budget das Gesetz über die Verlängerung der Etats und Legislaturperioden, die Brausteuer, bie Börsensteuer und das Gesetz über die Eisenbrhntarife. Wie es möglich sein soll, dieses Material auch nur annähernd in zwei Monaten zu erledigen, ist nicht erfindlich. — Die Garantiefrage macht in der Eisenbahn- Commission größere Schwierigkeiten, als im Allgemeinen bis jetzt bekannt gc- worden ist. Von conservativer Seite macht man sich die Sacke ein wenig leicht. Man will in der Hauptsache den Minister veranlasten, alljähr lich oder jedesmal mit dem Etat eine Uebersicht über die Höhe der Eisenbahn- taufe vorzulegen und diese von dem Beschluß des Landtages abhängig machen. Das genügt Andern nicht und es treten die Liberalen mit ihren wiederholt mltgetheüten Forderungen auf, welche wieder den Conservativen zu weit gehen, indem sie behaupten, man dürfe die Verantwortlichkeit nicht dadurch erleichtern, daß man sie auf das Haus abwälze. Kurz, man kommt mit dieser Frage sehr viel schwerer vorwärts, als man anfänglich sich vorgestellt haben mochte, und mit Spannung steht man dem Ausgange der Erörterung entgegen. — In den Kreisen der Eisenproducenten wird mit großer Spannung der Entscheidung des Reichspatentamts über den Antrag des Hrn. S. G. Thomas auf Ertheilung eines Patents aus das von ihm erfundene Verfahren zur Entphosphorung des Roheisens entgegensehen. Die Entscheidung ist um so wichtiger, als die „Rheinischen Stahlwerke" in Ruhrort und noch eine andere deutsche Firma bereits Verträge mit dem Erfinder wegen Ausnutzung des Patents abgeschlossen haben. Von Setten einer großen Zahl von deutschen Eisenproducenten ist aber Widerspruch gegen den Antrag aus Ertheilung des Patents erhoben worden, unter Berufung daraus, daß u. A. Beschreibungen des in Rede stehenden Verfahrens bereits veröffentlicht seien. Das Patentamt aber wird dteEntscheidnng, ob dem Anträge auf Ertheilung eines Patents Folge zu geben sei, zunächst in erster Instanz zu treffen haben. Ohne Zweifel aber wird, wie auch die Entscheidung ausfallen möge, Seitens des unterliegenden Thetls Beschwerde gegen den Spruch des Patentamts erhoben werden. Angesichts der Wichtigkeit, welche das Thomas'sche Verfahren zur Entphosphorung des Roheisens namentlich für die Concurrenzsähigkeit der deutschen Stahl-Industrie mit der englischen hat, wird der Verlaus des Streites in weiteren Kieffen mit Jntereffe verfolgt werden. Berlin, 24 Novbr. Der bleibende Ausschuß des deutschen Handelstages beschäftigte sich in seiner zweiten Sitzung am Sonnabend außer mit inneren Angelegenheiten mit dem Antrag Minden, die Abstellung von Nebel- ständen beim Jncasso von Wechseln durch die Post. Nach der Mehrzahl der Handelskammern erklärte sich auch der bleibende Ausschuß gegen den An- trag, da der Postverwaltung die im Antrag gewünschten neuen Lasten nicht ausgebürdet werden könnten. Der Antrag Osnabrück, welcher eine Prüfung heißt: „Die österreichischen Unterbänblcr werden noch v bis 10 Tage in Berlin verwetten und dann nach Wien zurückkebren. Auf Grund der von ihnen empfangenen Eindrücke sollen dann die Instructionen für die definitiven cirt die „Nordd. Allg. Ztg." einen Artikel der „Neuen Fr. Pr.", worin es .Die österreichischen Unterhändler werden noch 8 bis 10 Tage in PeutsLkand. Aus Oberheffen, 23. Novbr. Die Nr. 272 des Gießener Anzeigers vom 21. d. Mts. bringt eine Besprechung der Verhandlungen des Comics für Erbauung einer Sekundärbahn von der Station Mücke der Gießen-Fuldaer Bahn in der Richtung nach Friedberg oder Nieder-Wöllstadt, die nicht unbeantwortet bleiben kann. Zu Anfang derselben insinuirt der Herr Korrespondent der Hungener Versammlung eine Absicht, welche dieselbe weder gehabt, noch ausgesprochen hat, indem er behauptet daß mit dem vom Cornitö ausgedrückten Bedauern über den ablehnenden Beschluß der zweiten Kammer bezüglich des Verkaufs des hessischen Antherls der Main-Weserbahn ein Tadelsvotum über diesen Beschluß beabsichtigt gewesen sei. Diese Insinuation ist ziemlich gesucht. - Es hat Niemand in ter Versammlung daran gedacht, der Majorität der zweiten Kawmer, die ja zur Zett der Fassung ihres Beschlusses von den Bestrebungen wegen Erbauung von Secundärbahnen noch keine Kenntniß batte, einen Tadel wegen ihres Beschlusses auszusprechen: man bedauerte nur den Beschluß um deßwillen, weil man der Ansicht war, daß die Annahme der Reg'erungs- proposition irgend wie Mittel frei gemacht haben würde, welche man für Unterstützung der Erbauung von Secundärbahnen in Oberhessen hätte in Aussicht nehmen können. Hiermit fällt also die Ausführung des Herrn Correspondenten, daß die Resolution der Hungener Versammlung ein Tadelsvotum habe begründen sollen. Was nun die weiteren Auseinanderseßungen des Herrn Correspondenten anlangt, so hätte er sich dem Comitö gegenüber die in denselben enthaltenen Belehrungen ersparen können. - Es war dem Comite vollständig bewußt, was nach den Intentionen der Regierung mit dem Erlös aus dem Verkauf des Main-Weser-Bahn-Antheils geschehen solle und namentlich war in d-eser Hinsicht der Vorsitzende desselben, Gras z u S o l m s-L a u b a ch, nicht nur selbst vollständig instruirt, sondern auch die Versammlung durch seine deßfallsigen Ausführungen. Es war dem Cornttö ferner recht wohl bekannt, daß die Ueberschüsfe über die einfachen Zinserträgniffe der Bahnen vertragsmäßig zur Rückzahlung der auf denselben haftenden Schuld zu verwenden seien, weiter aber auch, daß es nicht unbedingt geboten war, aus dem Erlös von dem Verkauf des Main- Weser-Bahn-Antheils die auf anderen Bahnen haftende Schuld zurückzuzahlen. — Es war aber auch endlich dem Herrn Grafen und durch denselben dem Comit^ bekannt, daß bei Großherzoglicher Regierung die Intention bestand, zwar den größten Theil des aus genanntem Verkauf zu gewinnenden Kapitals zur Deckung von Eisenbahnschulden zu verwenden, den Rest desselben aber den drei Provinzen des Landes zu entsprechenden Theilen zu überlassen, um denselben die Mittel zu Provinzialstraßenbauten u s w zu gewähren. — Hätte aber auch selbst diese Absicht nicht bestanden, so resultirte doch aus den Ausführungen der Vertreter der Regierung in der Kammer daß durch den Verkauf des Main-Weser-Bahn-Antheils ein mindestens auf 400,000 Mark anzuschlagender jährlicher Gewinn dem Lande erwachsen sein würde, eine Summe, unter deren Zuhülfenahme die vom Hungener Comite angestrebten Zwecke erreichbar hätten gemacht werden können. , c Die Art und Weise also, wie der Herr Correspondent aus Gießen die Thatig- feit des Grafen zu Solms-Laubach im Comite darstellt, ohne sich vorher bezüglich derselben unterrichtet zu haben, characterisirt sich danach als eine ungerechtfertigte Insinuation — Was nun die Aniührung des Ausspruchs des Ministers Maybach, dem wir günstigere Anschauungen seines Anttsvoraängers, des Dr. Achenbach, entgegen; Balten könnten, „daß eine finanzielle Unterstützung von Secundärbahnen durch den ^taat infolange nicht möglich sei, als die Staatsmittel noch für wichtigere Dinge Verwendung finden müßten" und dessen Anwendung auf unsere Verhältnisse anlangt, so kommt uns das gerade so vor, als wenn der eine sich deßhalb keinen neuen Rock kaufen sollte, weil der andere fein Geld zu solcher Anschaffung habe. Die Männer, die in Echzell und Hungen versammelt waren, vorwiegend aus den Vertretern größerer Wetterauer Orte sich zusammensetzend, sind nicht nur ernste, ihres Thuns sich bewußte Leute, sondern sie gehören auch meistens zu den Hauptsteuerzählern ihrer Gegend. Diese Männer wissen recht gut, daß ihr Beutel nicht zum geringsten Theil beitragen muß zu kostspieligen Theaterbauten, Erhöhungen von Besoldungen und Pensionen aller Kategorien, zu Justizpalästen, Universttäts- und Gymnasialbauten für große Städte u. f. w. und halten doch auch einmal die Frage für berechtigt, ob dann fort upb fort ihr Steuersäckel nur zu derartigen finanziell unproductiven Anlagen in großen Summen angestrengt werden soll ober ob es benn nicht auch einmal an ber QCit sei zu productiven Anlagen Staatsmittel zu verwenden und namentlich zu solchen, welche die Steuerkraft von Landestheilen durch Hebung von Wandel und Verkehr zu beleben im Stande sind. — Wir sind überzeugt, daß die Regierung gegen solche Bestrebungen keine so ablehnende Haltung einnehmen wird, wie der Herr Correspondent in Gießen, weil dieselbe wohl weiß, daß man durch eine solche die Zufriedenheit im Lande nicht vermehrt- Daß Comite wird gewiß jederzeit recht gerne wohlmeinende Belehrungen entgegennehmen, muß aber Darstellungen feiner Thätigkeit der Art, wie dieselben in dem Artikel aus Gießen enthalten sind, zurückweisen. p. N. Die Blätter, welche den Artikel in Nr. 272 des „Gießener Anzeiger" aus Gießen, betr. die Versammlung zu Hungen, aufgenommen haben, werden ersucht, auch vorstehende Erwiderung zu veröffentlichen. Berlin, 22. Novbr. Der Vorstand des deutschen Vegetarianer-Vereins hat an das Reickkkanzleramt die Bitte gericktet, den Obstbau auf alle Weise, wenn nöthig durch eine Sachverständigen-Untersuchung, im ganzen Reiche in großartigem Moßstabe zu fördern. Des Reichskanzleramt möge „mit aller Mcckt dahin wirken, daß der deutsche Obstbau nickt durch falsche ökonomische Auffi ffung zur Landplage patt zum dauernden Volkswohlstände führe, mit ander«n Werten, daß er nicht in der nieder« Spbäre gemeiner Gewinnsucht vcrsuv pfe. So baut Württemberg z. B. sehr viel Obst, aber das schlechteste, gut genug, um cs als C'der oder Obstwein zu trinken, gutes Obst muß es importlren.. . . Lehrer und Aerzte können durch Anregung außerordentlich fördernd wirken. Volkswirihschaftler finden auf diesem Arbeitsfelde eine sreuden- und segenSreicke Thätigkeit." — Ueber die handelspolitischen Verhandlungen mit Oesterreich reprodu- d r Lage des „Kaufmännischen Auskunftswesens" durch die deutschen Handels« fammern verlangt, gab zu einer Debatte Veranlassung, in der die Unmöglichkeit uiur Ausführung der von Osnabrück angeregten Idee anerkannt wurde. Der Bieibenbe Ausschuß einigte sich dayi,, die Wichtigkeit des Auskunstswesens UNK'erkennen, jedoch zu erklären, daß die Angelegenheit nicht reglementarisch betrieben werden könne, da die Auskunftsertheilung sich nach Orten und Branchen verschieden gestalte, die Handelskammern auch wenig geneigt sein würden, dre Verantwortung zu übernehmen, die Sache mithin der Privatthä« ligkeit überlassen werden müsie. Ein weiterer Antrag auf die Beförderung mittelst des sog. Hektograph hergestellker Schriftstücke zum Drucksachenportosatz, wurde abgelehnt, da sich auch einzelne Briefe auf diese Weise leicht hersteüen ließen und somit der Post große Ausfälle entstehen würden, die ihr nicht zu- gemuthet werden können. Auf die von Herrn Dr. Hammacher gegebene Anregung wegen frühzeitigerer Erstattung der Berichte der Handelskammern und Zusammenstellung derselben in übersichtlicher Form will der bleibende Ausschuß bei der entscheidenden Berathung über die Reorganisation der Handelskammern näher eingehen. Damit war die Tagesordnung der diesmaligen Sitzung des Ausschusses erledigt, und wurde gegen 1 Uhr die Sitzung geschlossen. Schweiz. Bellinzona, 21. Novbr. Es herrschen andauernde Störungen auf der Eisenbahn- und Telegraphenltnie Cbiaffo-Mailand. Der Gotthard ist voraussichtlich nlvrgen noch geschloffen. Eine Lawine verschüttete gestern die italienische Post beim Mätteli, die Menschen sind gerettet, 4 Pseroe sind tobt. Correspondenz und Bagage sind noch nicht gefunden. (Z.-P.) — In der Schweiz rückt der Bundesrath dem Geheimmtttel-Unwesen scharf zu Leibe. Nach den Ermittelungen des Bundesrathes wandern alljährlich Hundertrausende von Franken für Gcheimmittel ans den Taschen armer Leute in die Kaffen schlauer Speculanten; Tausende von eingebildeten Kranken und von Leichtkranken curiren sich mit diesen Mitteln zu Schwerkcanken. Frankreich führt jährlich für 105 Mill. Franken seiner „Specialttäten" aus. England nimmt jährlich 60,000 bis 70,000 Pfund Sterl. allein für Patente auf Geheimmittel ein; im Jahre 1878 wurden aus Frankreich, Deutschland, Oesterreich und Italien 1505 metrische Centner Geheimmittel und fertige Arzneimittel in bte Schweiz eingesührt, welche nach Schätzung der Sachverständigen einen Ankaufspreis von 1 Mill. Francs und einen Verkaufspreis von iy4 bis 2 Mtll. Francs haben. Diese sog. Geheimmittel oder Specia- liläten sind übrigens zum großen Theile nicht mehr geheim, sondern vielfach bekannt und bestehen große Verzeichnisse solcher Enthüllungen, leider ohne Nutzen für das Publikum, welches davon wenig Kenntniß nimmt, und ohne Schaden für den Schwindler, welcher sich auf die Unwissenheit oder Leichtgläubigkeit seiner Abnehmer verlassen kann. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correfpondenr - Bureau. Berlin, 25. Novbr. Der Kronprinz trifft am Donnerstag früh aus Italien hler ein. Der Kaiser besuchte heute Mittag den Großfürsten und die Großfürstin Wladimir von Rußland und empfing deren Gegenbesuch. Nachmittags findet zu Ehren des großfürstlichen Paares Hostafel statt, an welcher die Mitglieder der königl. Familie, der russische Botschafter v. Oubril, der meckleuburg'.sche Gesandte v. Prollius, die Grafen Moltke und Stolberg, Prinz Reuß und Minister v. Schleinitz theilnehmen. Petersburg, 25. Novbr. Es bestätigt sich, daß Gortschakoff hier am 3. December eintreffen wird. Die Botschafter Baron Langenau und General v. Schweinitz sind hier angekommen. London, 25. Novbr. Das „Reuterssche Bureau" meldet aus Konstantinopel vom 24. ds.: Die Abreise Baker Paschas nach den asiatischen Provinzen ijl bis zum Samstag verschoben. — Die auf gestern anberaumt gewesene Sitzung der griechisch-türkischen Commission wurde wieder abgesagt. Es heißt die Pforte werde überhaupt keine weitere Sitzung auberaumen, son- dern die Entscheidung in der griechischen Frage Europa überlassen. — Das finanzielle Arrangement zwischen dem Ftnanzminister und mehreren Bankhäu- fern in Galara ist aestern unterzeichnet worden. Baden-Baden, 25. Novbr. Fürst Gortschakoff ist heute Vormittag 9 Uhr 50 Min. nach Stuttgart abgereist und setzt übermorgen seine Reise über Berlin nach Petersburg fort. Berlin, 25. November. In Betreff der Garantieforderungen bet bem Ankauf der Eisenbahnen verlautet tn Abgeordnetenkreisen, daß sich dir National- liberalen, Conservatioen und Freiconservativen in einer Conserenz bei dem Minister Maybach über folgende Vorschläge geeinigt haben: Der Minister setzt die Tarife fest. Ein Landeseisenbahnrath, aus den Vertretern der In- dustrie, des Handels, der Gewerbe, der Landwirthschast und anderen Jntereflen- kreisen, Mitgliedern der beiden Landtagshäuser und den Vertretern einzelner Provinzen, gewählt durch die Provinzial-Landtage, wird ntedergesetzt. Der Eisenbahnratb, für welchen ein besonderes Reglement ausgearbeitet wird, bat nur eine kons>,ltative Stimme und muß die von dem Minister erlassenen und vorher zu publtcirenden Tarife und andere Eisenbahn-Angelegenheiten prüfen und dem Minister ein Gutachten abgeben. Dem Minister bleibt die Ausführung oder Nlchtausführung des Votums des Etsenbahnrathes überlassen. Dem Landtage sind alljährlich die eilafiencn Normaltarife als Etats-Anlage be,zugeben bchufs der öffentlichen Dtscusflon derselben. Dem Landtage wird ein begutachtendes Votum eingeräumt. Die von Miquel entworfenen finanziellen Garantien verlangen eine gesonderte Kaffe der Eisenbahn-Verwaltung, sowie die Verwendung etwaiger Überschüsse theils zur Schuldentilgung, theils zur Bildung eines Reservefonds. London, 25. Novbr. Der Cabtnetsrath hielt gestern eine Sitzung. — In Folge der Voruntersuchung in Sligo gegen Daly, Killen und Davttt wurden dieielben vor die Geschworenen verwiesen. Gegen Killen und Davitt wurde der Prozeß vertagt und Daly gegen eine Caution vorläufig freigklaflen. Edrnburg, 26. Novbr. Gladstone äußerte in einer hier gehaltenen Rede, die Regierung löse das Parlament nicht auf, weil sie wisse, das Land sei gegen bie Regierung unb weil sie sich bte Fr ihett wünsche, noch ein Jahr Englanb und Europa neue Ueberraschungen zu bereiten. Gladstone stellte die Politik Beaconsfields als eine ehrgeizige dar, die dem britischen Volke stets neue Verantwortlichkeiten bereite und ermahnte die Wähler, die dermalige Majorität durch eine liberale Majorität zu ersetzen. Lokales. Gießen, 26. November. Im Anschluß an unsere gestrige Notiz und unter Hinweis auf die Bkeanntmachung des Herrn Bürgermeisters B r a m m, betr. das Auftreten des Recurrens-Fuders, therlen wir die in der auf gestern Nachmittag 3 Ubr anberaumten außeroroent lichen Stadtverordneten - Versammlung in vieler Angelegenheit gefaßten Beschlüsse mit. Herr Professor Dr. Riegel, welcher, wegen des von mehreren Bürgern erhobenen Protestes, zu Rache gezogen worden, hat nach der in gestriger Nummer befindlichen Anzeige erklärt, daß das in einzelnen Fällen hier beobachtete Recurrens-Fieber keineswegs in so hohem Graoe ansteckend sei, daß es nicht möglich sei, durch Absperrung der Erkrankten bie übrigen Bewohner der Stabt vor der Ansteckung zu bewahren. AuS dem Berichte ging hervor, daß eine strenge Isolirung und Desinfektion bereits durchgeführt sei. Trotz der getroffenen Stcherheitsmaßregcln beschäftigte sich die Stadtverordneten - Versammlung mit der evcnt. Beschaffung eines anderen GebaudeS. Ein Haus an der Lahnhütte, auf welches aufmerfjam gemacht wurde, ist bewohnt und kann deshalb nickt bezogen werden. Ferner wird das Schulhaus am Oswald's Berg in Vorschlag gebrach: Da dasselbe jedoch in io kurzer Zeit nickt geräumt und der Ueberführung der darin befindlichen Schulen große Schwierigkeittn entgegenstchen und auch bewohnt ist, weil ferner dasselbe nach der Benutzung als Seuchenhaus schwerlich wieder zu Schulzwecken geeignet fein werde, sowie schließlich gegen die Ansteckung ebensowenig schützt, wie bas Hofgerichtsgebäude, beschließt man, von diesem abzusehen. Im Verlaufe des Weiteren wurde auf das Provinzial- arrcsthaus aufmerksam gemacht, da dasselbe später doch geräumt werde. Hiergegen wurde von anderer Seite eingewendet, daß das Arresthaus sehr stark mit Gefangenen besetzt sei, sogar mit zu Zuchthausstrafe Verurtheilten, daß selbst, wollte man auf das Vorderhaus dieses Gebäudes, welches tsolirt von dem Gefangenenhaus steht, refiectiren, für die darin befindliche Wacke dir Gefahr der Ansteckung drohe, so daß man auch hiervon Abstand nehmen mußte, um schließlich wieder auf das Hofgerichtsgebäude zu kommen. Da dasselbe nach Aussage des Herrn Prof. Dr. Riegel am geeignetsten für den genannten Zweck erklärt wurde und es nur rathsam sei, den Markt vor d.mselbcn zu verlegen, beschloß die Versammlung gegen einige Stimmen, an der Benutzung des Hofgerichtsgebäubes festzuhalten. Der Markt auf dem Brand wird somit verlegt werden müssen. — Wie uns mitgetheilt wird, sollen eben 9 an Recurrens-Fieber Erkrankte in hiesiger Klinik liegen, davon sind 2 in das Hofgerichtsgebäude transferirt worden. — Bei dieser Gelegenheit möchten wir, nur im Jntereffe der Stadt resp. der Bürgerschaft, das Auge der Sani tätsbehörde auf den Zustand der Herbergen aufmerksam machen. Wir wiffen recht wohl, daß von Zeit zu Zeit dieselben von Seiten des Herrn Kreisarztes untersucht werden. Aber wir haben dabei bas Bedenken, daß solches jedenfalls zur Tageszeit geschieht. Wie steht es nun aber Nachts, wo in einer solchen vielleicht 50—60 Menschen campircn? Eine Herberge macht bekannt, daß sie 60 Betten besitze. Wir wissen aber, daß nur ca. 30 Betten Platz haben resp. sich in der Herberge befinden. Wir wissen auch ferner, baß gelegentlich einer Revision von Seiten der Schutzmannschaft 1 Personen in einem Bette gelegen baden. Dte eine ganz nackt, die andere vollständig angezogen u. s w. Sollte hier ntcht hauptsächlich Abhülfe geschafft werden? Was nutzt Jsolirhaus, was nützen alle anderen sanitären Maßregeln, wenn solche Zustände existiren. Wir wollen Niemanden zu nahe treten, auch keinen Einwohner im Gewerbe stören, aber Angesichts der Aufregung, die eben unter unfern Mitbürgern herrscht, glaubten wir, nur eine Pflicht zu erfüllen, wenn wir hier diesen Gegenstand an's Licht führen und vielleicht Abhilfe veranlassen. — Die Zahl der Todesfälle belief sich in der Woche vom 16. bis 22. November im Ganzen aus 5. Bei einem nur einen Monat alten Kinde, das rasch gestorben war, ohne daß ärztliche Hülse angewendet werden konnte, blieb die Todesursache unbekannt. Ein öjähriger Knabe, der von einem benachbarten Dorfe hierher gebracht worden war, um hier ärztlich behandelt zu werden, erlag der Rachenbräune. Bei dm erwachsenen Personen wird Wassersucht, Altersschwäche und Lungenschwindsucht je einmal als Todesursache angegeben. G. — In der gestrigen Sitzung des Provinzialausschusies kam die Klagesache des Orts- armenvcrbandes Hamburg gegen den Ortsarmenverband Gießen zur Verhandlung. Unsere Leser werden sich der Geschtchte wohl noch erinnern. welche wir s Z. mittheiltcn, wonach Hamburg an Gießen eine Kostenrechnung von 980 37 für Beförderung einer Familie, welche hier auf der Polizei ein sog. Stadtgeschenkerhalten, sandte unb beren Bezahlung forderte. Selbstverständlich weigerte sich die Stadt, diesem Ansinnen zu willfahren und klagte hierauf Hamburg gegen Gießen vorerst beim Provinzialausschuß. Dieser wies gestern nach längerer Berathung die Klage ab, da der Ortsarmenverbanv Gießen nicht der richtige Beklagte sei. Zu seiner voreilig ausgelegten Summe für Beförderung der Familie Schmidt nach Brasilien hat nun auch Hamburg die Kosten dieser Verhandlung zu tragen. Ob es sich dabei beruhigen, oder an das Bundesamt als oberste Appellinstanz sich wenden wird, muß die Zukunft lehren. Gießen, 26. November. Der Ccntralausschuß des Vereins „Concordia" hat unlängst verschiedene Beschlüße gefaßt, welche darauf abzielen, die Mitwirkung weiterer Kreise für die von bem Verein vertretenen Bestrebungen zu gewinnen und dadurch der Ausführung verschiedener Punkte des Vereinsprogramms mit verstärkten Kräften dte Wege zu bahnen. Klar ist, daß der Verein, wenn seine Thätigkeit auf die Mitglieder beschränkt bleibt, deren bisherige Anzahl zwar im Verhältniß zu der bisherigen Erfahrung in solchen Dingen eine erfreulich große, aber im Verhältniß zur Aufgabe doch noch eine viel zu kleine ist — zwar immerhin manches Gute ausrichten, aber durchgreifende Erfolge nur dann erringen kann, wenn er die Unterstützung wcr.igäens aller Derer findet, welche an der Förderung der ökonomischen und moralischen Wohlfahrt der Arbeiterklaffe in hervorragendem Maße interessirt sind. Zunächst sollen nun, um die nöthigen Unterlagen für Maßnahmen zur Ausgleichung des Arbeitsmarktes zu gewinnen, in der Vereinszeitsckrtft regelmäßige Berichte über die Preise ber für die Arbeiter wichtigsten Consumartikel, sowie der Wohnungen, wie nicht minder über die Höhe der Arbeitslöhne veröffentlicht werden. Zu dem Ende sind an verschiedene amtliche Personen und Körperschaften, insbesondere an die Magistrate ber Städte Ausschreiben erlaßen worden, worin die» selben (unter Beilegung eines bezüglichen Formulars) ersucht werden, hierüber dem Verein ständige Notizen periodisch zugehen zu lassen. In einem anderen Circular wird den — über die Bestrebungen des Vereins bereits durch ein vorausgegangenes Schreiben informirtcn — Magistraten speciell die Bedeutung und der Werth der Penfions- und der Wittwen- und WaisenkasseN'Berstcherung der Arbeiter an's Herz gelegt. Ohne die Entscheibung ber Frage, ob für die Errichtung solcher Kaßen ein staatlicher Zwang beliebt werden solle oder nickt, irgend vorgreifen zu wollen, glaube der Verein doch, so lange solcher Zwang nicht besteht, Alles auf bieten zu sollen, damit dieselben in möglichst ausgevehntem Maße auf dem Wege der Freiwilligkeit in's Leben gerufen werden. Behufs Förderung dieser Absicht wird den Magistraten der Vorschlag gemacht, solchen Censiten der untersten Steuerstufen, welche an Kaßen jener Art be- theiligt sind, eine Prämie in Form eines Steuernachlaßes zu gewähren, und zwar etnes höheren in dem Falle, wenn die Kaße speciell eine Wittwm- und Waisenkassc ist — mit Rücksicht darauf, daß die Unterstützung an Wittwen und Waisen einen Hauptvosten der stävischen Armenbuvgets zu bilden pflegen. Auch könnte statt baffen ein gleickkommender Betrag den Kaßen als städtischer Beitrag überwiesen werden. Der Ausführung dieses Gedankens stehen ja freilich gewiße naheliegende Bedenken und Schwierigkeiten gegenüber, dock sind dieselben keineswegs unüberwindlich und kein Zweifel kann darüber sein, daß wenn in Folge einer solchen Maßregel Zug und Leben in die gedachten Kategorien von Arbeiterversickerung, und diese zu allgemeinerer Durckführung käme, das anfänglich von den Städten gebrachte Opfer bald und reicklich genug wieder herein- kommen würde. Und zwar dies nicht allein durch directe Ersparnisse im Armenbudget, sondern auck durch den mannigfachen indirecten Gewinn, welche die, mit dem Bestehen und der Blüthe solcher Kaßen verbundene wirthschastliche und sittliche Hebung der Arbeiterklaße im Gefolge führen müßte. Man darf daher die Hoffnung hegen, daß dieser, hier nur ganz kurz skizzirte Dorscklag bei den Vätern unserer städtischen Communen nicht nur sorgfältige Prüfung, sondern auch vielseitige Annahme finven werbe. — In einem weiteren Schreiben endlich werben dte Magistrate angegangen, auch den sonstigen Zielen des Vereins, soweit sie im Umkreis der Wirksamkeit communaler Behörden liegen, ihre thätige Förderung angedeihen zu laßen und zugleich dem Verein als corporative Mitglieder beizutreten. Gießen, 26 November, lieber die kommenden Sonntag in Wenz el's Saalbau singenden Schweden schreibt das „Wiesbadener Tageblatt": Die schwedischen Quartettsänger, welche in Berlin, Stettin und anderwärts solch colossalen Erfolg batten, daß sic dieser Tage auf Allerhöchsten Befehl auch vor Ihrer Majestät der Deutschen Kaiserin in Coblenz concertirten, werden, wie das Programm an anderer Stelle besagt, heute Abend im Cursaal auftreten. Die „Düsseldorfer Zeitung" schreibt über oas von denselben dort gegebene Concert Folgendes: Der instrumentale Theil des Concerts war, wie wir daS gewöhn: sind, künstlerisch edel gehalten und präcise ausgeführt, so daß der vocale Theil sich schon bedeutend dem gewöhnlichen künstlerischen Niveau entheben muß, wenn er sich bet unseren verwöhnten Musikfreunden zur Geltung bringen will Letzteres gelang den schwedischen Quartettsängern über alles Erwarten, weil ihr Gesang mit dem Künstlerischen den Zauber der seltensten Naturfrische verband. Mit dem reizenden „A la hongroise“ von C. Reichert und mit dem sentimentalen ukrainischen Volkslied von Dschumka nahmen die Quartettsänger die Zuhörer sofort gefangen. In den Liedern „Mein Schweizerland" und „Waldandacht ' von Abt, in welchen ein wirklich feiner Tenor brillirte, fand das Publikum sich zu stürmischem Applaus veranlaßt und die lustige Melodie in der „schwedischen Volksweise", sowie die Nach- N N „Oe *ii«b "9‘ SfoUtunn bq-h-ii« *« ®«ii4 ™ '«d t«n» tn Dorichiga '"8 der Dari? , 05(11 ferner LÖnec se>n "'^sgebäube, 14 Prsvinzia!: ^.tourbe von . 'c9Qt mit y^ebäube^, Tche btt '■? MMlUb * W « * j4, tunmt”, en btt 6,16 somit bei-- '"\tnfe Bet bitjer He- Auze dn tzani echt wohl, daß den. Ab» strbl es nun herberge macht lla5 haben resp. er Revision von eme ganz nackt, Wulfe Maßt n, wenn solche nn im Leweibe t, glaubten wir. n und vielleicht 22. November zestorben war, che unbekannt. : worben war, n erwachsenen jt einmal als G. lache des Oits- inbiung. Unsere cheilten, wonach ig enter Familie, Zahlung forderte, v klagte hinauf i nach längerer etlagte fei. Lu I Brasilien hat »ruhtgta, obtx t Utyttn. a“ lzat unlängst tt Kreise für Vie AuSsuvrung vn- u bahnm. Klar t, dem biWtnge tn eine erfreulich . zwar immerhin mn, wenn et die ökonomischen und find. Zunächst .ß «rbettsmirk-es ■ für die Arbeiter höbe der Arbeits- onen unb Süp«- >rven, worin die- rubtt dem $^,n wirk den - “bfI n tnformtrte.7 - >r Sittwe IN neun? W (frage, ***SL jtisiitat« d« „ |rn« «« , mA d-h°'°» M4» «"•& n Armenbuvgets jcnaU 9 «1* ich gewiße.* unübnwtnd-ch äug unb Leben "'"Ä e* i® ®efol9.e T*www sondern Ä u“h"Vb l** I#« e«1 ancetf ® j »on .-if »i; Lhr'l ,n ter '-'sich bet ' Zauber b ,z •,'1 • UNb \ ^rt9 * Die 4 »“.'m. Ns Allgemeiner Anzeiger 7686) Die Erben des verstorbenen I Bürgermeisters Griebel in Königs- Des.nfect.onspulver, berg wollen am 8 D-cember dessen Eisenvitriol (7693 empfiehlt Emil Fischbach Sinnreirfies IBeilinarfitsQefffimfc. 1 für Kinder und Erwachsene. | MMU Brandgaffe. 6424) zu 7577) IMllMWUM /MyVolkt. Apparat m. Zubehör M äz'Dere, in f. pol. Holzkasten M. 1! jDers. in f. eleg. Lederetuis M. 20. neuerbautes Wohnhaus, sowie einen neuen Wagen und verschiedene Oecono- mie-Geräthschaften. ferner Heu, Stroh, Gemüse u. s. w., versteigern. Gleichzeitig werden alle Diejenigen, welche noch Forderungen an die Erben zu machen haben, ausgefordert solche bis dahin geltend zu machen. la» Cervelatwurst, „ Zungenwurst, „ Vraunschw. Leberwurst, „ Corned-Beef im Ausschnitt, „ abgekochten Schinken bei €)• K. Textor, Prima Steinkohlen in bester Qualität bei 0247 C DemutK, Neuenweg Lil. B. 183. Otffentliche KeKannimachung. Ins Firmenregister des unterzeichneten Amts rcrichtS sind folgende Einträge geschehen: A. unterm 17. November 1879: 1) Heinrich Ludwig Allendorfer zu Gießen betreibt daselbst seit dem 1. April l. I. unter der Firma H. L. Allendörfer eine Mlneralwafstr-Fabrik. 2) Ernst Heinemann, Inhaber der Heinemann'schen Universitäts- Buchhandlu a, die er unter der F.rma Ernst Heinemann seither dahier betrieben, hat die hiermit verbundene Sortimentsbuch^ Handlung mit dem 1. October L I. dem Friedrich Ernst Fehsen- feld käufl.ch übertragen. Den Verlagsbuchband(l führt Ernst Heinemann unter Firma: „E. Heinemann s Verlag Friedrich Ernst Fehsen- feld hat mit dem übernommenen Sortimentsbuchhandel ein Anti- guariat verbunden u. betreibt beides unter der Firma: E Heinemann s Univ.-Buchhandlung und Antiquariat, Fr. Ernst Fehsenfeld. Die Fi ma Ernst Heinemann wurde gelöscht. Holzvcrsteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den I. Dezember, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadkwalde tn dem Distrikt Waldshute nachverzetchnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. Nadel 4 422,4 122 5900 B. Bau-, Werk- und Nutzholz: 188 Fich-enstämme mit 72 Festm., darunter Stämme bis zu 37 cm Durchmesier, 1033 Fichtenstangen mit 15,49 Festm. und darunter 600 Fichten Bohnenstangen. Die Zusammenkunft ist auf der Chauffee nach Lich an der 3. Schneise. Gießen, den 25. November 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 7689) A. 93 ramm. 3) Heinrich Käß, Inhaber dn dahler unter der Firma H. Kaß bkstehmden Tuch-, Mode- und Manusacturwaaren-Handlung hat sein kaufmännisches Geschäft mit dem 1. November l. I. an Ludwig Hein aus Darmstadt läuft ch abgetreten, das dieser unter der Firma „H. Käß Nachfolger weiter betreibt. Die Firmt H. Käß wurde gelöscht. 4) Folge Aufgab-- des von dem Heinrich Schmall IT» zu G'.eßen daselbst unter der Firma Hch. Schwall betriebene Wein-, Bier- und Obstwein-Handels en gros ist diese Firma gelöscht worden. B. unterm 19. November: Mit dem 15. November bat sich die offene Handelsgesellschaft Flick <5 Kröll dahier aufgelöst, die Firma I Verfaße'.t eln.-c-.ch und schnell f außaerüstcte Mannlckaft so musterhaft benommen und durch Ausdauer ausgezeichnet kätt? Mä>d,m 7r nod) *n!n kurztn Rückblick auf bi. weitere -häüM. der F-U°r«chr i» adaelaufeven Dcrcinsjahr geworfen, schloß er mit dem Wunsche, .atz die Mannschaft tote fetter tD9 QU(4) für die Folge mit gleicher Hingabe der Sache der Feuerwehr sich widmen möge und endete mit einem How auf die Sacke der Feuerwehr, in welches die Versammlung lebhaft emsttmmte. Ein Miialitd te? gfueTrocbi toalt.tr iatann auf ben Vorstand, msbeiondm den H-nn Hau^ mnnn und hob die Verdienste des letzteren gebührend hervor. So unter Gesängen und Jetten toexftxtd) der Abend nur zu rasch. Aste waren befriedigt über den Verlauf der einfachen aber ttock aemütblicken Feier. — Zum Schlüsse möge hier der Wunsch noch Ausdruck finden, daß der Gemeinderatb die Sache der Feuerwehr noch bester unterstütze und für vollständige Ausrüstung Sorqe trage. Nicht um in einer Uniform zu paradtren, sondernder Gemeinde, de mLA Feuersgefaßr thätig beizuspringcn, werden Feuerwehren gegründet. Es ist Pfltcht iede^Gemeindcvorstandes, daß derselbe da, wo ein solch gemetnnütziges Institut mS Leben tntt, kl beiArben annimmt und nach Kräften unterstützt. Im Kreis Darmstadt, wo Herr Feuer- nLrtnr QuftuJ in neuerer Zeit mit größtem Erfolg wirkt, greifen die Gemelnvevorstande ganz °nd«s zu, al« .« bei un« oe. Fall ist. Möge- -« si-b °uch hier baldig au« freiem 3«= triebe bessern, ehe von Oben herunter „der Hacke em Strel gemacht wnd .__— wurde gelöscht. Bei der Auseinandersetzung sind dem bisherigen Theilhaber Heinrich Flick die Ausstände zugefallen; der andere Teilhaber August Kroll betreibt das kaufmännische Geschäft unter der Firma: „August Kröll" weiter. Gießen, den 20. November 1879. Großherzogliches Amtsgericht Gießen. 7701) Oppermann. KirschbEm Nutzholz-Verkauf. Den 6. December d. Z., Vormittags 10 Uhr, sollen an der Wittgensteiner Straße (Gemarkung Caldern) Kreis Marburg 108 Ttück Kirschbaumftammp, cn 30 cbm, welche sich größtentheils zu Nutzholz eignen, öffentlich meistbietend verkauft werden. Der Veikauf beginnt bet Nr. 7o. Marburg, den 22. November 18/9. Der ständische Baumeister: 7695) Brüning* Reichenhaller Kirchenbau-Mterie. 200,000 Loose. Geldgewinnste 185,000 Mark. Ziehung am 30. December 1879J Treffer 60,000 .AL, 25,000 «Al., 10,000 Jl. 5000 JL u. f. U). । Loose ä 2 M zu beziehen durch die Generalagentur 6990) Carl Lang, Bankgeschäft in München. Auf 10 Loose 1 Kreiloos. in jeder Ausführung. Eleg. Cartons, enthaltend »5 Bog. u. Couv. mit Monogramm in 5 Farben geprägt 1 Mk. 20 Pfg. empfiehlt " (7606 H. Kühn. Forbacher Formziegeln, sowie gewöbnlicde Dachziegeln empfiehlt (3520 Fr. Müller II. BettfederuundBaittlen, Drell, Barchent u. Federleinen, Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung empfiehlt Die Möbelfabrik u. -Lager von Th.. Brück, . 1. Frische Veitchm empfiehlt Otto Garn, 6531) Ecke des Linden- u. Kirchenplatzes 7594) Erlaube mir darauf auf- merksam zu macken, daß ick von jetzt an getrocknete Kränze und Bon- gnetts vorräthig halte. Frische auf Verlangen. Carl Berger 9 Handelsgärtner, Grünbergerstraße. im Vater Bera" von Bellmann schlugen reizend an das sbmung v,r ^TCtnm^ - Buri-onstlo in ttem „?ln's Vatevlantt" von Reisfiqer setzte dmch seine Obr der Zuhoitr. Das B l Erstaunen welches vurch embusiastischen Applaus sich und w« b.. Stu unlgab. ji. i: nur turd, gesanglich- »°m R-iz der Oi,gm°lnat getragen- Zu- ' n'rur Rub- gebracht werden konnte. Jeder wi.d g.wth gerne WM«, daß der natur- stiich" und^dch sein künstlerisch geformte Gesang Her» und Seele erfrischt hat. -- Berm lichtes. r /.-ei m 23 No«-md-r. Gestern Ab-nd feierte die hiesige freiwillige Feuer- .... * WÄ’tfiü S E» Z’"wwi” -f"“S" Sc.hlossgasse Lit. B. Nr. I.___ ---Georg Petri. Seilersweg, ,„,„1,1, ,,,» «»,<> SE.IUttn2l.tiMn -« Parfümerie» in feinster Qualität und großer Auswahl. v Crosse Zöpfe von gutem Haar von 3, 4 und 5 JL an. Anfertigung aller Arten Haar-Arbeiten unter altbewährter Garantie I«' ®ÄKte-T5KÄd.r «. -nd.. au, d.« vollste in eigner Fabrikat,on angcferiigt. ------——------— ——g empfiehlt in großer Auswahl: l lllll* Wachspuppen in allen Größen von J« He rillll, Puppengestelle in Stoff und Leder, Puppenköpfe in Porzellan u. Wachs, Sonnenstraße Mit und ohne Frisuren, 104 Arme, Beine, Schuhe, Strümpfe ,584|__rc., iiu äufierst b'lliqen Preisen. 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Katz bewohnte Familienlogis ist sofort ander- weit zu vermiethen bei Earl Burkhardt, Neustadt. * 7436) Ein freundliches Familienlogis, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör ist zu vermiethen und sogleich "be- ziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bl. 7630) Mein Laden mit Logis per Anfang Januar 1880 beziehbar, zu vermiethen. A. Keiler, Seltersweg. vermischte Anzeigen. 7690) Eine zweitstillende Amme sucht Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bl. Haarketten, Ringe, Armbänder u. s. w. werden schön und billig angefertigt bei 7703) Bal. Reuter, Friseur. 7702) In eine Brennerei wird ein tüchtiger Brenner gesucht. Zu erfragen bei Chr. Zimmer, Kupferschmied. 7696) Wir suchen für unser Eomptoir per 1. Januar einen Commis. Gebrüder Hornberger L» Söhne. 7405) Ein in allen Comptoir-Arbeiten erfahren r junger Mann empfiel.lt sich zum Beitragen von Büchern rc. Näheres m der Exped. d. Bltts. 6582) Ueborziehen von Tchirme» und Reparaturen an denselben werden rasch und billig ausgeführt. 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Akademischer Gesangverein. 7694) Die nächste Probe wird nicht am nächsten Donnerstag, sondern am Donnerstag den 4. December stattfindeu. Der Dorstand. Verantwortliche Redactiou: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'scheu Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Ur. Mtdackio« Exptditi- K Anjeiqer Nr Man bl auch hr Krol und legt allen Beerbt sich beißt eS gleit Beziehungen brüderungsses Es toi E^ahiungen schasüicher 5 toatm Lagt, sich Meinung übi fiie 3ladmd)t 'M« Regente um Ochnresi bestehenden U ztrhungen zto eben ander doch sie auch Die S den Vornehm bilden. Sei niemals eim ziehungen er sind, wie A; Ansicht nnd nähern oder Rehungen de constitutionel m Ein L Willkür reff Trurdsatzen M bem fem «Wtinfdiaft «