Wdjtt. 'urg. 5.50 8- 7.- 5.50 5.- 3.50 10.- 4.- 3.- -.40 1.50 3.- 3.- 6.- ornseiff Porten B. 21. ? anr daß ich Schuh- ich im *cn, 3i ich enthalt ^weise nur ans »eist. t eh. JuMach W ein Mädchen, * d pufctn kann und gutt KW LÄ"d°r AP» ai^w* EZZ n, iSÄ .'.‘rf'&'ijj M- EH Mittwoch den 27. August 1878 srr. 188. ießener 'Anzeiger Aijeige- und AmtsMt fit Örn Kreis Gießen. RedactionSbureaur 1 R Prp-»M-nS»«r-«u, / Schulstr-ß-B. IS. r, . . ,X_VI - .. a, , , . , Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Amtlicher Hheit. Betreffend: Ausbruch der Lungenseuche in Londorf. Bekanntmachung. Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß auch in Londorf, und zwar bei Adolf Lich IV. daselbst, die Lungenseuche ausgebrochen ist. Es wurde daher für die Stallungen des Genannten und seines Nachbars Faul stich Sperre verfügt. Da ferner Rindviehmärkte im Umkreise von drei Stunden von Londorf jetzt nicht mehr stattfinden dürfen, faden für bte Folge auch die Rindviehmarkte in Grünberg aus. Wegen des auf den 28. l. Mts. in Grünberg in Ausficht genommenen Marktes, welcher wegen Kürze der Zeit nicht mehr abbestellt werden kann, ist Anordnung getroffen worden, daß kein Vieh aus Londorf auf diesen Markt gebracht werden darf und daß Vieh, welches durch Londorf auf diesen Markt zu pasfiren hat, in angemessener Entfernung an den verseuchten Gehöften vorbei geführt, sowie daß der Markt in Grünberg polizeilich überwacht wird. Gießen, den 26. August 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V. : vr. Hoffmann, Regierungsrath. Gießen, den 23. August 1879. Betreff: Die Ausfertigung der Todeszeugntfie. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Herren Aerzte und die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Gießen. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz, Abtheilung für öffentliche Gesundheitspflege, hat durch Verfügung vom 9. August er. zu Nr. M. d. I. G. 10 069 angeordnet, daß in allen Fällen, in denen die Beerdigung einer Leiche an einem anderen Orte, als dem Sterbeorte stattfinden soll, das betreffende Todeszeugniß doppelt auszustellen sei, so daß ein Exemplar der Polizeibehörde des Sterbeortes übergeben, das andere der Polizeibehörde des Ortes, an dem die Beerdigung geschehen soll, vorgelegt werden kann. Wir ersuchen demnach die Herren Aerzte im Kreise Gießen ganz ergebenst, sofern in einem derartigen Falle das Todeszeugniß von ihnen ausgestellt wird, daffelbe in duplo auszufertigen. Ebenso werden die Großh. Bürgermeistereien ersucht, die Leichenbeschauer hiernach zu bedeuten und selbst darauf zu achten, daß in jedem Falle ein Todeszeugniß zu ihren Acten gelange, damit solches später mit den Zählkarten an uns etngesendet werden kann. Dr. G l a s o r. Aotitisch Fort mit Bismarck! Man erstaunt, wie es möglich geworden ist, daß selbst besonnene Blätter den Feldruf: Weg mit Bismarck! als Parole für die Wahlen und die nächste Entwickelungsphase des deutschen Reiches aufstellen. Das Thema von der Dankbarkeit eines Volkes ist zwar ein unerquickliches, aber man sollte doch meinen, daß eS zur Geltung kommen müßte einem Manne gegenüber, dem die Mitwelt zugestehen sollte, worüber die Nachwelt nicht im Zweifel sein wird: daß er nämlich mehr als irgend Jemand seit Jahrhunderten für das deutsche Volk gethan hat. Wenn heute von vielen Seiten Bismarck zugerufen wird, er wandle auf einem verhäugnißvollen Irrwege, so mag das in mancher Beziehung richtig sein, aber wir glauben, daß man gerade mit einem Bismarck einmal ein Jahr Nachsicht haben könnte. Es ist nicht richtig, diesem Mann-, ehe er sein Programm wenigstens zu verwirklichen versucht hat, den ^L-tuhl vor die Thür setzen zu wollen; es bedarf einer ernstlichen Prüfung, ob der Mann, den sein Kaiser auszuharren bittet, wirklich so leicht zu ersetzen ist, als man glaubt; es ist die Pflicht des Volkes, seinen größten Staatsmann nicht über Nacht zu den Todten werfen zu wollen. Allerdings wünschen auch wir uns einen anderen Bismarck auf einzelnen Gebieten. Wir sähen gern den Fürsten wieder Hand in Hand mit Delbrück gehen und halten Herrn v. Varnbüler, obwohl auch wir für den Schutz der nationalen Arbeit sind, nicht gerade für einen Bundesgenofien, der des Fürsten werth ist. Gewiß, der neue Zolltarif könnte manche Verbesierungen erfahren, aber sollte man ihm wirklich nicht erst eine Probezeit gewähren, ehe man ihn völlig verwirft? Es ist ab zu warten, ob Fürst Bismarck sich getäuscht hat, als er in der Handelspolitik schwankte, oder nicht. Die edelsten Absichten und den lauteren Pattotismus wird Niemand dem Volkswirth Bismarck absprechen; von keinem anderen Manne darf man, wenn er sich geirrt haben sollte, ein rascheres Bekenntntß des Jrrthums erwarten, als von Bismarck. Daher ist der Ruf: Fort mit Bismarck! — soweit er die wirthschaftltchen Verhältnisse Deutschlands angeht, mindestens voreilig, möglicherweise sogar falsch. Endlich wäre uns der Reichskanzler Arm in Arm mit Falk gleichfalls sympathischer, als im Bunde mit Wmdlhorst. Jndesien scheint eö neuerdings nicht mehr so ganz unmöglich, daß der Reichskanzler doch etwas früher aufgestanden ist, als die kleine Excellenz von Meppen. Auch ist es höchst wahrscheinlich, daß auswärtige Verhältmffe den Kanzler dazu gedrängt haben, mit den deutschen Katholiken Frieden zu schließen. Wäre es nicht rationeller, den Abschluß der Verhandlungen mit dem Vatikan abzuwarten, ehe man den Ruf: Weg mit Bismarck! — ausstößt? Gerade die Verhandlungen mit der Curie verlangen einen Gegner von höchster diplomatischer Befähigung, und Fürst Bismarck gilt noch heute für einen Staatsmann, dem selbst die geriebensten Jesuiten-Diplomaten kaum ein X für ein U vormachen werden. Nun bleibt noch der bestgehaßte reactionäre Bismarck übrig. Aber hat denn Bis. marck jemals aus seiner conservattven Gesinnung ein Hehl gemacht? Und ist es nicht mindestens entschuldbar, wenn er nach einer langen liberalen Aera, er HHeit. die — man mag sagen, was man will — in ihrer Galoppgesetzgebung es manchmal an Ueberstürzung nicht hat fehlen lasien, einmal zu seinem confer» variven Rüstzeug zurückgretft? Es behagt uns, wie vielen im Reiche nicht,— aber es w.ro ja wohl nach der „neuen Aera" doch wieder eine neuere, eine liberale zu ihrem Recht kommen. Warum denn gleich: Fort mit Bismarck? Endlich giebt es einen Bismarck, den wir, wenn es ginge, niemals von bannen ziehen sehen möchten. Das ist der Capellmeister im europäischen Con- cerl; daö ist der Bismarck, der einen Pariser Frieden geschloffen und einen Berliner Vertrag zu Stande gebracht hat. Fürst Bismarck, friedlich, wo es mit der Ehre der Nation verträglich ist, scharf und schneidig das Schwert ziehend, wo man Deutschlands Wappen befleckt, das ist der Unersetzliche. Eö wäre Angesichts der Haltung Rußlands ein sträflicher Leichtsinn, in den Ruf: Fort mit Bismarck! — einzusttmmen; wir hoffen, daß er unbeirrt um solche Rufe noch lange die auswärtige Politik leiten möge. In allen inneren Fragen wird auch er der Belehrung der höchsten Weltmacht — der Erfahrung — zugänglich fein. Deutschland. Mainz, 24. August. Bekanntlich blieb es den Einzelstaaten Vorbehalten, die Tracht der Richter für die am 1. October einzuführende Justtzordnung selbst zu bestimmen. Wie ich ihnen nun aus guter Quelle mittheilen kann, hat sich nunmehr das Ministerium in Darmstadt entschloffen, als Amtstracht die sächsische Robe einzuführen, die seitherige Uniform wäre somit gefallen. Herr Mintstertalrath Fmger hat dieses bei seinem kürzlichen Hiersein in Beamtenkreisen bereits mitgetheilt. — Von den 8 bis jetzt hier befindlichen Gerichtsvollzikhern sollen die ältesten pensiontrt und einer derselben versetzt werden, so daß die Zahl der Mainzer Gerichtsvollzieher auf 5 reducirt wird. (Fr. Journ.) Berlin, 23. August. Der „Kreuz-Ztg." schreibt man: „Dem Vernehmen nach wird der Bundesralh sofort nach seinem Wtederzusammentritt mit den Eisenbahnfragen beschäftigt werden. Die Frühjahrs-Session des Reichstags dürfte neben dem Etat aller Wahrscheinlichkeit nach ebenfalls vornehmlich den Eisenbahngesetzen gewidmet sein. An erster Stelle steht der Entwurf, betr. die Regelung der Eisenbahngüter'Tarife, über welchen die Berathungen schon im zweiten Drittel des September beginnen dürften. Im Weiteren kommen die im preußischen Handelsministerium ausgearbeiteten Vorlagen, nämlich : das Relchsetsenbahngesetz und die Gesetzentwürfe, betr. Etsenbahnverwal. tungsbertchte und Etsenbahnrath, zur Berathung. Es liegen verschiedene Anzeichen vor, daß diesmal alle Mittel angewandt werden, um die genannten Gesetze zunächst im Bundesrathe zur Annahme zu bringen. In diesem Falle könnten die Gesetze im Frühjahre an den Reichstag gelangen und bereits im nächsten Jahre frühzeitig in Kraft treten. Was die übrige im Reiche vorzunehmende Gesetzgebung anlangt, so kann schon heute versichert werden, daß dieselbe auf ein jsehr geringes Maß sich beschränken wird. Ueber die Beschränkung der Wuchersreiheit ist bereits amtlich mitgetheilt worden, daß regierungsseitig tue Initiative zu einem Entwürfe nicht ergriffen wird- Eine allgemeine Revision des Strafgesetzbuches ist nicht einmal in Erwägung gezogen worden und im Reichstage deshalb bestimmt keine bezügliche Vorlage zu erwarten," Berlin, 24. August. Es scheint, den ultramontanen Staatsmännern dämmert so etwas, wie wenn am Ende doch Jemand noch früher ausstehen könnte als Herr Windthorst. Die „Germania" ist sehr ungehalten über die „dilatorische Behandlung", welche der Reichskanzler den Friedensvorschlägen des Papstes angedeihen laste, und ruft kategorisch aus: „Das System muß fallen, auf welchem die unglückliche Gesetzgebung beruht und mit welchem, wie auch conservativerseits zugestanden wird, die katholische Kirche sich niemals versöhnen kann. Mit einer blos milden Praxis in der Ausführung der Gesetze würde sich die Kirche nicht zufrtedengeben können." Nun soll aber nach einem umlaufenden Gerüchte gerade in einem auf einer derartigen milden Praxis begründeten modus vivendi das Friedensprogramm des Fürsten Bismarck bestehen. Das Gerücht klingt keineswegs unwahrscheinlich; die „Germania" aber erklärt, dies Programm „würde der politischen Weisheit des Kanzlers wenig Ehre machen und auf Seiten der Katholiken den schärfsten Widerstand finden." So das anerkannte Organ der Centrumspartet. Inzwischen hält die „Prov.-Corresp." für zeitgemäß, die Mitglieder dieser Parcel den Wählern als zuverlässige Freunde der Regierung zu bezeichnen. — Ein alphabetisches Verzeichntß aller auf Grund des Socialistenge- setzes erlassenen Verfügungen gegen die Socialdemokratie bis zum 30. Juni 1879, nebst dem betr. Retchsgesetz und den Ausführungsbestimmungen systematisch zusammengestellt, ist jetzt von Christian Teich im Verlag von Christian Teich's Buchhandlung in Lobenstetn erschienen. Bis Ende Juni sind 647 Verbote erlösten, und zwar betrafen 217 davon Vereine, 147 periodische Druckschriften , 278 nichtperiodische Druckschriften und 5 Kasten. Preußen nimmt natürlich hinsichtlich der Verbote die Hauptstelle ein, wobei jedoch in Betracht gezogen werden muß, daß die vom Reichskanzler in Berlin ergangenen 45 Verbote periodischer Druckschriften Preußen zugezählt sind. In Preußen wurden 304 Verbote erlösten; die Zahl der verbotenen Vereine beläuft sich auf 66, die der verbotenen periodischen Druckschriften auf 98, die der nichtperiodischen auf 138. Betrachtet man die in Preußen ergangenen Verbote nach den einzelnen Regierungsbezirken, bezw. Landdrosteien, so nehmen neben Berlin zunächst Breslau, das ja erst im Juli unter dem Socialistengesetz W. Hasencleoer an Stelle des verstorbenen Retnders zum Reichstag wählte, und Köln mit 12, Kastel mit 9, Schleswig mit 20 und Wiesbaden mit 14 Verboten die Hauptstellen ein. Nächst Preußen wurden im Königreich Sachsen die meisten Verbote ausgesprochen. Von jeher war das industriereiche Sachsen Hauptsitz und Herd der Socialdemokratie. Die dritte Stelle nimmt Hesten-Darmstadt mit 53 Verboten ein, darunter sind nicht weniger als 43 Vereine. Berlin, 24. August. Von radtcaler Seite wird jetzt geltend gemacht, daß die Spannung zwischen Rußland und Deutschland eine Art abgekarteter Comödie sei, um eine weitere Belastung des Milttäretats im Reichstage, mindestens aber die Beibehaltung des umfassenden deutschen Armeeapparats im Reichstage durchzudrücken. Eine solche Folgerung entbehrt allerdings nicht des Reizes der Originalität, aber wir denken sowohl von der Stellung Deutschlands, ais von der Sittlichkeit seiner Staatslenker denn doch zu hoch, um diesen Verdächtigungen irgend welche Bedeutung beilegen zu können. Diesmal ist die russische Verstimmung keine Chimäre; es liegen nicht nur die Gründe derselben viel zu klar vor Augen, sondern es äußern sich die Symptome der Erkaltung der alten Freundschaft viel zu drastisch, als daß nicht auch jeder Laie einsehen könnte, daß die Zeit, in welcher die Cabtnete von Petersburg und Berlin, oder vielmehr Gortschakoff und Bismarck zusammen Seide spannen, vorüber ist. Der Conflict besteht, — ob er irgendwie sich verschärfen oder schrofferen Ausdruck finden wird als bisher, das ist zur Zeit nur eine Frage an das Schicksal, die zwar Jedem freisteht, auf welche aber nur die Ereignisse selbst antworten können. Die „Provinztal'Correspondenz" gießt für die preußischen Landtagswahlen eine Parole aus, welche offenbar mehr für die Reichstagswahlen paffen würde. Man solle, heißt es da, die Candtdaten fragen, ob sie für oder gegen den Schutz der nationalen Arbeit sind. Wir würden dagegen nichts einzuwenden haben, wenn die Fragestellung nicht darin gipfeln sollte, daß es für selbstverständlich gehalten wird, daß jeder Freund der wirth- schaftlichen Reformen auch politisch conservativ sei. Dem Zolltarif gönnen wir seine ruhige Entwickelung, dann schließlich werden Schutzzöllner und Freihändler gerne bereit fein, ihn zu modificiren, wo er irgendwie schädliche Wirkungen äußert, welche durch Erfahrung und Statistik festgestellt sind. Auch liberale Männer werden sich befferer Einsicht nicht verschließen, wenn sie sich gebieterisch aufdrängt; aus anderen Gründen, sowohl als Bollwerk gegen die Reaktion im Reiche, als um dem Andrängen derselben im preußischen Landtage entgegenzutreten, muß die liberale Gesinnung der Candtdaten in die erste Linie gestellt werden. Die plötzliche Abreise Bis mar ck's nach Gastein in dem Momente, wo in München der neue päpstliche Nuntius Roncetti eintraf, sieht nicht danach aus, daß der Friedensschluß zwischen Deutschland und dem Vatican raschen Schrittes sich der Unterzeichnung nähert. Die Ultramontanen sind vorläufig sehr „überrascht". In Oesterreich zerbricht man sich den Kopf über einen geeigneten Nachfolger And rass y's. Vorläufig treten die Namen der Grasen Szechenyi und Carolyi in den Vordergrund, eine Alternative, die insofern sehr bemerkens- werth ist, als beide Candtdaten deutschfreundlich und dem Berliner Hofe angenehme Personen sind. Die Petttionsbewegung gegen die Ferry'schen Unterrichtsgesetze in Frank» reich gleicht auf ein Haar der Agitation der deutschen Priester und ihres Heerbannes gegen die Maigesetze. Tont comme chez nous! Die liberale Partei Frankreichs verdammt die „jesuitische" Vermittlung von Jules Simon und es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß „le culturcampf“ in Frankreich in Kürze jene Schärfe erlangen wird, die er bei uns zur Zeit der Vertreibung der Jesuiten und der Velurtdetlung der widersetzlichen Bischöfe und Priester hatte. Aus dem Orient — nichts Neues! Trotzdem aber wird das Wunderland am goldene» Horn noch manche Ueberraschung produciren. Berlin, 24. August, ließet die schlechte Behandlung der Postpakete s itens der Unterbeamten bei dem Ver- und Umladen ist schon oft Klage geführt worden. Das kaiserl. Generalpostamt hat jetzt strenge Weisung ergehen lasten, daß mit den Paketen behutsamer umgegangen und dieselben namentlich nicht geworfen, gegeneinander gestoßen oder zu Boden fallen gelaffen, sondern vorsichtig niebergelcgt werde» sollen. Äus Baden. Dem Vernehmen der „Tauber" mach finden zur Zeit Verhandlungen zwischen den Regierungen von Hesten und Baden wegen verschiedener Aenderungen des unterm 19. Februar 1874 abgeschloffenen Staatsvertrages Zwecks Erbauung der Odenwaldbahn (Erbach-Eberbach) statt, ins' besondere hinsichtlich der Bestimmungen, wonach der Bahnkörper in Bezug auf Grunderwerb, Ueberbrückungen, Tunnels und sonstige größere Kunstbauten schon bei der ersten Anlage für ein doppeltes Schienengeleise vorzubereiten ist, so daß das zweite Geleise ohne Schwierigkeit gelegt werden kann. Die Heff. Ludwigsbahn-Verwaltung beabsichtigt nämlich, bczw. ist bereits vorstellig geworden, den gesammten Bahnkörper, darunter auch den großen Tunnel bet Beerfelden, zur Ersparung von Anlagekosten vor der Hand nur für ein Geleise zur Ausführung zu bringen. Für daö letztgenannte große Bauwerk sollten indeß die baulichen Einrichtungen derart getroffen werden, daß in späterer Zeit ohne Verhinderung des Betriebs eine Erweiterung des Tunnels ausgeführt werden kann, wenn solche durch den Verkehr erforderlich werden sollte. Auch die Verlängerung der im Stsatsvertrage festgestellten Baufrist sollen die obenerwähnten Verhandlungen umfassen. Telegraphische Depeschen. Waguer's telegr. G»rrcspoudeuz>Bure«». Berlin, 25. August. Dem Vernehmen nach wird der Kaiser von Rußland bei feiner demnächstigen Anwesenheit in Warschau im Namen deS Kaisers durch den General-Feldmarschall v. Manteuffel begrüßt. — General-Feldmarschall v. Manteuffel tritt die Reise nach Warschau am Mittwoch an. Berlin, 25. August. Die „Nat.-Ztg." meldet: General-Feldmarschall v. Manteuffel wird auf seiner Reise nach Warschau von dem Oberstlieutenant des 1. Garde-Regiments v. Lettow, dem Major v. Petersdorff (Kaiser Alexander-Reg.), dem Rittmeister v. Maltzahn (6. Cuiraff.-Reg.), dessen Chef der Kaiser von Rußland ist, und dem Hauptmann v. Manteuffel begleitet fein. Die Deputation soll am 28. August in Warschau eintreffen. Stuttgart, 25. August. Auf dem heute hier eröffneten 20. deutschen Genossenschafcstage berichtete der Anwalt Schulze-Delitzsch über die Entwickelung des Genossenschaftswesens im letzten Jahre; er constatirte erfreuliche Fortschritte in Bezug auf die Zahl und die Solidität der Genossenschaften, hob deren sociale und nationale Bedeutung hervor und schloß feinen Vortrag mit dem Wunsche, daß die Genossenschaften fortfahren mögen, zur wirth- schaftlichen und sittlichen Hebung des Volkes und zur Förderung der Wohlfahrt des Vaterlandes beizutragen. Der Genossenschaftstag trat sodann in die Berathung der Angelegenheit der Vorschußvereine ein. 25. August. Der Genoffenschaftstag nahm die von seinem Anwalt vorgeschlagenen Resolutionen gegen die Gewährung von Realoder Jmmobilien-Credit, die Erhöhung des eigenen Fonds auf ein Drittthetl des Betriebsfonds der Credttvereine und die Bestellung eines Aufstchtsrathes zur Conkrole des Vorstandes, an. Die Vermifchung beider Organe fei durchaus verwerflich. Längere Kündigungsfristen bei Aufnahme fremder Gelder wurden für nothwendig erklärt. Angenommen wurde ein einheitliches Schema für die Geschäftsübersicht, ferner der Antrag der Anwaltschaft auf Zulassung der Ausnahme von Amortisationsdarlehen von Seiten der Genossenschaften unter besonderen Verhältnissen. Bukarest, 25. August. Die Meldung des Wiener „Extrablattes" von einem Attentat gegen den Minister Cogalniceanu ist unrichtig. Dasselbe rebucirt sich barauf, baß vor 5 Tagen eine aus Unvorsichtigkeit abgeschossene Kugel in der Villa Cogalniceanu's eine Fensterscheibe des Speisesaales zertrümmerte. in welchem Niemand anwesend war. Wien, 25. August. Das „Armee-Verordnungsblatt" meldet: Baron Jovanovics ist von seinem bisherigen Dienstposten als Stellvertreter des com- mandirendeu Generals und Chefs der Landesregierung von Bosnien und der Herzegowina auf sein eigenes Anfucken unter dem Vorbehalt anderweitiger Wiederverwendung enthoben und Feldmarschall-Lieutenant Baron Dahlen an dessen Stelle ernannt. Wien, 25. August. Die Generalversammlung des Verbandes der österreichischen Müller beschloß, den Vorstand zu beauftragen, in der Kürze Schritte bei dem Ministerium und dem Neichsralhe zu thun, damit Oesterreich einen Mehlzoll von mindestens einem Gulden pro Centner einführe. — Wie verschiedene Blätter melden, reist Graf Andrassy morgen früh nach Gastein, um de» Fürsten Bismarck zu besuchen. München, 25. August. Der König hat dem Erzbischof von München-Freising den mit dem persönlichen Adel verbundenen Kronen-Ordeu verliehen. Athen, 25. August. Nachrichten aus Kreta zufolge erklärte sich die dortige christliche Bevölkerung gegen die Entscheidungen der Pforte in der Amnestiefcage und überreichte dem Gouverneur eine darauf bezügliche Adresse. Von verschiedenen Punkten Kretas werden große Ansammlungen Bewaffneter ftgnalifirt. Berlin, 26. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt: Eine am Sonntag stattgehabte Versammlung des nationalliberalen Wahlvereins machte sich »ach sehr heftigen langwierigen Debatten gegen die Ansicht v. Forckenbeck's und Lasker's für die Zustimmung zur zweijährigen Budget-Periode in dem nationalliberalen Wahlaufrufe schlüssig. Lokales. Gießen, 26. August. Das Personal der hiesigen Sckutzmannschaft besteht bemalen QU§ 14 Köpfen. Einer der Schutzmänner versieht ständig Büreaudienste auf dem Polizetbüreau; verbleiben also faktisch nur 13 für den äußeren Polizetdienst. Diese 13 Schutzleute haben im ersten Halbjahr 1879 im Ganzen 1698 Patrouillentage und 906 Patrouillennächte gehe.bt und ist die Mannschaft während dieser Zeit bei Ersteren 13043 Stunden und bei Letzteren 2940 Stunden gegangen Der Wachtdienst auf der Polizei- Wache vertbeilt sich aufs Personal mit 2548 Stunden Wacke bei Tag und 1820 Stunden b'i Nackt. Feiner hatte das Polizei-Personal 189 Stunden Theaterdienst und bet Tanzbelusti- aunaen 148 Stunden zuzubringen, also im Ganzen 20688 Dienststunden. Bon diesen 20688 Stunden erhielt der einzelne Mann im Durchschnitt 265 Stunden im Monat und 9 Stunden pro Taa. welche sich zu Vs auf den Tagesdienst und Vs auf den Nachtdienst vertheilen. F Ferner wurden vom Polizei-Personal besorgt: 48«> polizeiliche Ladungen, 442 Briefe und 10,'91 Steuerzettel; Impfscheine für Jmpflichtige 116, Umfragen wurden abgehalten über gestohlene Gegenstände bei Händlern ic. 115, Vernehmungen bei «Gericht 187, Verfügungen würben zugestellt 770 unb Ermittelungen 151 vorgenommen. Der ( <5 über Wl/J ort8 ei" 0* BesuchsJ“ Manne getrenn pellte die Frau ^rüdenbaniere tnb es getane )(n Strom un Zs ist 1 Suche halt, da Älüpfte bas k näbchen mit t leeres griff» messer, so daß -3” polizeilick vnbo sah man auf de sahrm. Hinten irar aber tobt i Könige halle im Juni! rl gezogen; biejj »nientin, weicht nagte. Das 2 Ett beiressenbe eine Geldstrafe — (Lor Shemann aus in bn Avrüb> i tu«t werden, Frau in Ohnn §tibtlbtaen. ! Oi vU. für das int Pariser Sf tcliung des Pal herbeleilniden B »nnnach 179 Jt N 5569) An Mittv Nc eine Partie e »571) Al jeden em. haben bei E Aue „ An'km So, Einmachfässer in allen Größen stets vorräthig. 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Halbjahr 885 vorgenommen und zwar 506 Bettler, 66 Obdachlose 53 Scandalsüchtige, 55 Betrunkene, 19 Prostituirtc, 28 Personen wegen Widerstands 13'wegen Diebstahl, 12 wegen Betrug und Unterschlagung, 11 wegen schwerer Körper- verlekünq auf Requisition 57, Schulkinder 58, sonstige 7. Anzeigen erfolgten in sanitäts- volireilicher Hinsicht 107, sicherheitspolizeilicher 1429, sittenpolizeilicher 151, gewerbepolizeilicher 203 straßenpolizeiitcher 422, Vergehen gegen die Bau-Polizei 17, Feuer-Polizei 32, Feld- Polizei 16, Steuer-Defraudation 8, Octrot-Defraudation 11. Summa säwmtltcher An- zeigen __ Vermischtes. Grünberg, 25. August. Am Mittwoch, den 27. d. Mts. wird Herr Arinin Tenner aus Cincinnati in Grünberg im Saale des Gasthofs „zum Hirsch" einen Experimental^Vortrag über Edison s sprechenden Phonographen halten. Da die Leistungen dieses Apparats allerorts ein großes Jnteresie erwecken, so wünschen wir, daß Herr Tenner hier sich eines zahlreichen Besuchs zu erfreuen hat. Mainz, 21. August. Wir entnehmen dem „Mzr. Anzgr." Folgendes: Heute Früh fand man am Rheine zwischen dem Brücken- und Rothen Thore einen Handkoffer, welcher gewaltsam erbrochen war. In dem Koffer befand sich noch ein sehr werthvoller Brillantschmuck, mehrere mit adelichen Wappen gezeichnete Taschentücher und andere Gegenstände. Man sieht mit Spannung einer Aufklärung über die Herkunft dieses seltsamen Fundes entgegen. Gestern Nachmittag sprang ein gutgekletdeter Mann vor dem neuen Rheinthor in den mit Waffer gefüllten Festungsgraben. Als der Mann wieder aus der Tiefe an die Oberfläche ankam, schwamm er kräftig dem nahen Ufer zu, schwang sich hier wieder auf's Trockene und lief so rasch, als ihn nur seine Beine zu tragen vermochten, davon. Ein eigenthümlicher Vorfall ereignete sich gestern Abend auf der Schiffbrücke zwischen hier und Castel. Der Großh. Polizeicommtffär in Castel, Herr Schüler, ging über die Brücke, woselbst ihm eine der Sittenpolizei sehr bekannte Frauensperson, eine Frau A., welche von ihrem Manne getrennt lebt und in einem hiesigen Gasthaus logirte, begegnete. Der genannte Beamte stellte die Frau zur Rede, wurde aber statt einer Antwort von derselben gepackt und nach der Brückenbarriere gevrängt. Der auf diese Weise angegriffene Herr Sch. wehrte sich natürlich und es gelang ihm, die wüthende Angreiferin los zu werden. Nun aber stürzte diese sich in den Strom und verschwand sofort. Es ist eine alte Regel in einer guten Haushaltung, daß man die Kinder fern von der Küche hält, da nur zu leicht in derselben irgend ein Unglück passiren kann. Gestern Vormittag schlüpfte das kleine Töchterchen eines hiesigen Bürgers in die Küche, worin gerade das Dienstmädchen mit dem Fleischwiegen beschäftigt war. Das Mädchen achtete nicht auf das Kind, letzteres griff mit dem Händchen nach dem Fleisch, gerieth aber mit dem Finger unter das Wieg- mesier, so daß die Spitze des Zeigefingers abgeschnitten wurde. — In vielen Städten ist das Anhängen von Hunden an Wagen oder Droschken rc. polizeilich verboten. Daß Dies am Platze ist, beweist folgender Vorfall. Gestern Nachmittag sah man auf der Pariser Chaussee einen arg bestaubten Ncisewagen in der Richtung nach Mainz fahren. Hinten an dem Wagen fand sich ein Hund mit einem Strick angebunden; das Thier war aber todt und schleifte dem Wagen nach. Die Schnur hatte ihm die Kehle zugezogen. Königsberg i. Pr., 20. August. Die „K. H. Ztg." meldet: Ein Dienstmädchen hatte im Juni d. I. einigen lebendigen Aalen in der üblichen grausamen Weise die Haut abgezogen; die Polizei erhielt hiervon Kenntniß und verhängte eine Geldstrafe gegen die Contra- vcnicntin, welche sich dabei jedoch nicht beruhigte, sondern die gerichtliche Entscheidung beantragte. Das Dienstmädchen ist nun zu einer Strafe von 5 JL, evcnt. 1 Tag Haft verurtheilt. Der betreffende Paragraph des Reichs-Strafgeseßes setzt auf solche und ähnliche Rohheiten eine Geldstrafe bis zu 150 JL, bez. entsprechende Haft fest. — (Loreley-Genuß mit Heidelbeeren.) Das „Leipziger Tageblatt" erzählt: „Ein junger Ehemann aus Leipzig, welcher mit seiner Auserwähtten sich auf der Hochzeitsreise befindet, hat bei der Borüberfahrt am Loreleyfelsen einen Böllerschuß, wie sie dort des Echo's wegen abgefeuert werden, sehr theuer bezahlen müssen. Als nämlich ber Schuß krachte, fiel die junge Frau in Ohnmacht und in eine auf dem Verdecke des Schiffes neben ihr stehende Kiepe mit Heidelbeeren. Dieser Unfall kostete ihrem Gatten 1 JL 20 für die zerquetschten Beeren, 9o JL für das gänzlich verdorbene Kleid, 4 JL für ein Paar gelbe Handschuhe, 50 JL für eine Pariser Sffttzentasche mit darauf gesticktem kleinen Amor, * JL 50 $ für Wiederherstellung des Paletots und 20 JL für einen neuen Hut, indem der alte von dem zur Rettung herbeieilenden Besitzer der Heidelbeeren zertreten wurde. Der Schuß kostete dem Neuvermählten demnach 179 JL 70 und als Zugabe hatte er auch noch den Schreck. — In China kommt das Ertränken von Neugeborenen weiblichen Geschlechts nicht selten vor. Arme Leute thun es, um der Sorge für ihren Unterhalt enthoben zu sein, reiche, weil sie die Ausgaben für die einstige Aussteuer scheuen. Die Gouverneure suchen dem Verbrechen zwar zu steuern, werden aber von den Obrigkeiten nicht immer unterstützt Es hat deshalb der Mandarin von Floochow jüngst das nachfolgende charakteristische Dekret in dieser Beziehung erlassen: „Wenn armen Leuten ein Kind weiblichen Geschlechts geboren wird, das sie nicht ernähren zu können glauben, so sollen sie es nach dem Findelhause bringen, wo man für das Kind sorgen wird. Da es den Nachbarn nothwendig auffallen muß, wenn irgendwo ein neugeborenes Kind beseitigt wird, so sind diese zunächst gehalten, die Sache zur Anzeige zu bringen, widrigenfalls sie selbst der Strafe verfallen. Da es in der Regel die Hebamme ist, welche das Ersäufen besorgt oder die jedenfalls darum weiß, so ist sie gleichfalls zur Anzeige zu bringen, um ihre Strafe zu finden. Berschweiler (Kr. St. Wendel), 16. August. Bürgermeister Sohns in Berschweiler hat folgende, die Dorfjugend der Marpinger Gegend characterisirende Bekanntmachung erlassen: „Die Herren Wirthe meines Bezirkes mache ich hiermit aufmerksam darauf, daß es unstatthaft ist, junge Leute beiderlei Geschlechts (Dorfjugend) in den Wirthslocalen zu dulden, und wird gegen diejenigen Wirthe, welche Frauenzimmern den Besuch der Wirthschaftsloeale, außer bei Gelegenheit der Tanzbelustigungen, gestatten, die Concessionsentziehung beantragt, weil angenommen werden muß, daß sie der Unsittlichkeit Vorschub leisten." Eingesandt. Heber eine im Gießener Anzeiger, Nr. 197, gebrachte Notiz, betreffend eine am Sonntag Abend stattgefundene Keilerei auf dem Lahnstein, welche erst durch Schutzmänner beendigt worden sein soll, diene folgendes zur Berichtigung. Die sogenannte Keilerei war nämlich schon längst beendet als ein Schutzmann auf dem Lahnstein erschien und auch gleich wieder roegging weil sich alles ruhig verhielt und daß dieselbe nur durch einen betrunkenen Eindringling, welcher in eine geschlossene Gesellschaft kam, hervorgerufen wurde. M. Handel und Verkehr. (ließen, 26. August. Auf Dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. JL 0,90 bis JL —, Hühnereier per Stück 5 Käse, per Stück 4—9 Käscmatte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 H, Linsen, 1 Liter 22 Tauben, das Paar 65 Hühner, per Stück JL 1.00, alte Hahnen, per Stück JL 0,90, junge Hahnen, per Stück 60 Enten, per Stück JL l,5o, Gänse JL- —, Kartoffeln per 100 Kilo JL 6, Zwiebeln, per Centner JL 8, Milch per Liter 16 u. 18 H, Ocbscnfletsch 70 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 50—60 Kalbfleisch 40—48 H, Hammelfleisch 60—70 H, Schweinefleisch 60 H. Herborn (an der Cöln-Gießener Eisenbahn), 24. August. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 727 Ochsen, 873 Kühe und Rinder, 1078 Schweine. Der nächste Markt ist am Donnerstag, den 25. September l. I. Frankfurt, 25. Aug. (Fruchtbericht.) Unser heutiger Markt war abermals sehr ruhig. Neuer Weizen spärlich offerirl, und ab Umgegend JL 22V» willig bezahlt, fremder nichts ge tb-ni Roggen, Tendenz fest und nur aus zweiter Hand dringend offerirt, Ruisischer JL 13'/,, Geiste ohne Leben, nur Prima-Waare gefragt und über Notiz cculant verkäuflich, Hafer nur Coniumgeschäft und im Detail zu hohen Preisen genommen. Raps, wirklich trockene Waare JL 24 Cours Am Mehlmarkt keine Aenverung. Mehl Nr. l 41, Nr. 2 39, Nr. 3 JL 33, Nr. 4 JL 29, Nr. 5 JL 23. Roggenmehl °/t t Berliner Marke) JL 23 50, do. 1 (Berliner Marke) JL 21.5"—22, do. II (Berliner Marke) jl 16.5"— 17.50. Weizen effektiv hiesiger ab Babnhof hier JL 223/4 — 23, ab unserer Umgegend JL 22 — 22.50, do. fremder je nach Qualität JL 21—23, Roggen, je nach Qualität JL 13—15.50, Gerste JL 16—18.—, Hafer X 14.50-16.25, Kohlsamen JL 23^-24—, Erbsen JL 19-27, Wicken JL 14-16, Linsen JL 17-36, Bohnen, weiße, JL 19.50, Roggenkleie JL —, Weizenkleie, grobe und fein? JL —, Rüböl, Detail, JL 62. Stimmung ruhig. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 10.) Kilo.) Frankfurt, 25. August. Der heutige Vichmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca 400 Ochsen und Stiere, 170 Kühe, 220 Kälber und 2"0 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 67—68, 2. Qual. JL 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. JL• 60—62, 2. Qual. JL 54—56, Kälber 1 Qual. JL 53—55, 2. Qual. 48—50, Hämmel 1 Qual. JL 60—62. 2. Qual. JL 52—54 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine das Pfund zu 6*> Versteigerung. 5569) An der neuen Aula werden am Mittwoch den 27. er., Nachmittags 2 Uhr, eine Partie gebrauchte Schwemmziegel versteigert. Gießen, den 25. August 1879. W. Siepmann. Allgemeiner Anzeiger. Hectograph* patmtirter Uervielsältigungsapparat (Reichspatent Ar. 5271), übertrifft alle billigeren Nachahmungen an Güte und Leistungsfähigkeit. Jedes ächte Exemplar ist mit einer Messing-Schutzmarke K. & H. versehen, und werden Nachahmungen gerichtlich verfolgt. Alleinige Niederlagen zu Originalpreisen bei 5386) H. Kühn. L. Wenzel. Hiermit beehre mich den Eingang Neuheiten in Täglich frische Milch 5573) Marhtstraese I>. £1O. Kaffee von JL 1 bis JL 1.60, gebrannten Kaffee von JL. 1.50 bis JL 1.85, Raffinade in Broden u. Würfeln, sowie alle sonstige Specereiwaaren, empfiehlt billigst 5015)__Julius Wallach. Forbacher Formziegeln, sowie gewöhnliche Dachziegeln empfiehlt (3520 Fr. Müller II. Herbst- und Winterkleiderstotlen ergebens^ anzuzeigen. 5515) M. 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Philipp Morgel von Reiskirchen bet Gießen. 5570) Gesucht wird ein billiges Logis nebst Kost für einen Schüler mit oder ohne Möbel Reflectirende wollen den Preis mir gleichzeitig angeben. In Auftrag: ___Hugo Henkel, Inheiden 5559) Ein Mädchen, welches kochen kann, und mit allen häuslichen Arbeiten vertraut ist, wird auf Michaeli gesucht. Näheres bei der Exped. zu erfragen. 5562) Ein in Küche und Hausarbeit erfahrenes, tüchtiges, mit guten Zeugnissen versehenes Mädchen zu baldigem Eintritt gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl- 5566) Ein gewandter Bursche auf die Pulvermühle gesucht. 5460) Wegen Erkrankung meines Dienstmädchens suche ich ein anderes kräftiges Mädchen. Realschuldirector Soldan, _____Rcichensand - Bahnhofstraße. Cinen Lehrling sucht (5160 _ Wilh. Hosch, Mechanikus. 5537) Ein tüchtiges Dienstmädchen wird auf sofort oder später gesucht. Scltersweg C- 63. 5491) Real- oder Gymnasialschüler können gute Pension in einer Beamtenfamilie erhalten. Näheres in der Erpcd. d. Bltts. Geschäfts Verlegung. 5535) Hiermit meinen werthen Kunden sowie einem geehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß ich mein Geschäft vom Neuenweg 184 in das von mir erbaute Haus an -er Bismarckstraße, neben Herrn Christian Petri V., verlegt habe, damit die Bitte verbindend, das mir seither geschenkte Vertrauen auch fernerhin bewahren zu wollen. Zugleich empfehle mein Lager in Schlössern und Banden ic. rc. Das Anfertigen von schmiedeisernen Geländern und Thoren, eleetr. Haustelegraphen und Blitzableitern und das Probiren der Letzteren auf ihre Leitungsfähigkeit, sowie alle in dieses Fach einschlagende Arbeiten werden bei reeller Ausführung zu billigsten Preisen übernommen. Hochachtungsvoll Carl Wiegandt, ________________________________________________Schlaffer._____________ Die Weinhandlung und Generalagentur der Association Vinicole de Bordeaux lagert hier 14 Sorten rein gehaltene Bordeauxweine, worunter Sanitätsweine aus den Jahrgängen 1868 und 69, sowie Chateau Lafitte, wovon jede einzelne Flasche mit Schlossbrand versehen. Champagner, verschiedene Sorten, in i/i u. t/2 Flaschen, 5032) J. A. Busch Sohne. Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß wir den Herren Gg. Koch in Trohe und A. Ohly in Großliuden die Agenturen der Magdeburger Feuerverficherungs-Geskbschsft, Magdeburger Hagelversicherungs-Gesciischaft und der Magdeburger Allgemeinen Versichrrungs-Acticn-Gesellschast (für deren Lebens- und Unfallbranche) übertragen haben und dieselben somit zur Vermittelung von Versicherungen für genannte Gesellschaften berechtigt sind. Offenbach a. M., im August 1879. Die Geueral-Ageutur: 55,11 ■ II. Hahn «fe Sohn. Bezugnehmend auf obige Bekanntmachung empfehlen wir uns dem geehrten Publikum zur Vermittelung von Versicherungen für oben erwähnte Gesellschaften und sind zu jeder weiteren Auskunft, sowie zur Aufnahme von Versicherungs-Anträgen jederzeit gerne bereit. Trohe und Großlinden im August 1879. Gg Koch. A. Ohly. Danksagung. 5568) Allen, welche unsere unvergeßliche geliebte Gattin, Tochter, Mutter und Schwägerin Marie Kreiling, geb. Schweng, zur letzten Ruhestätte geleiteten, sagen hiermit den herzlichsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 25. August 1879. • e 5i Daheim. | iDie soeben erschienene Nr. 47 enthält: Ein Duell unter Robespierre. Roman aus dem Nachlaß von Georg Hiltl. (Forts.) — Der Untergang Pompejis vor 1800 Jahren. Mit Originalzeichnung von P. Grot-Johann. — Der Traum eines Schiffbrüchigen. Von Dr. Wangemann. — Die Metallarbeiten unserer Altvorderen. Von vr. I. Stockbauer. 11 Altdeutsche Schlösser und Schlüssel. Mit 15 kleinen Abbildungen — Die Gauchos. Reiseerinnerung von Reinhold Werner. (Schluß.) — Am Familientische: Humoristische Etymologie. — Träume. Mit einer illustrirten Beilage: Schützenfest in einer kleinen thüringischen Stadt. Kot he fragen werden schnell und dauernd natürlich weiss mit Menyl, ein vorzügliches Präparat des Chemikers A. Nieske in Dresden. Preis 5 Mk. Amtlich untersucht und als unschädlich empfohlen. (4884 4596) Das Flechten von Stroh' und Rohrstühlen, Anfertigen aller Gattungen von Stühlen wird prompt und reell ausgeführt von Philipp Henkel, Stuhlmacher, Tiefenw. 51. 5504) Ein Student ertheilt Privatstunden in Mathematik. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 5490) Beim Bau der Schleuse bei Kalkofen an der Lahn können 30 kräftige Noll« Wagenlader lohnende Beschäftigung finden- W. Siepmann Lt I. Theisen. Gesucht auf Michaeli ein Mädchen für Küchen- und Hausarbeit und ein älteres Kindermädchen. Gute Zeugnisse erforderlich. 5482) Lit. E. 77. Geld - Cours. 20-Francs-Stücke . . - do. in Vr - Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische fl. 10-Stücke Ducaten Dollars in Gold - - - JL 16 19-23- 16 19-23 20 39—44 16 71—73 16 63 9 58-63 4 20—23 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Mctüms Mdition Daru Ukiner änti ytoi, tieile UM und anb gegenwä A. das N Im 1. ( Pre Seci Im 2. G Secc Im 3. Gr Pre Sed >4.' Pr 6 'Im 2. Gro Pn Sei 3m Groß! Seci Ferne! Prei Seci Pkt! Zecc Seco. h Prem n n Das jj Sn 3m 1. q $tli Za! cv 8el! 3m 2. ( Fell 1-4 Z°h gelb cs», N •3m 4. @ M tat 3m 1 >1 ' Trvßh