ff + großen + luilienwohnunz *- Küche, Keller L?44- 1941) b r *8eu + r tden r ZU vermiethcn. » Menplatj, ’fltö in meinem • Mai anbtrwdt uft Weidig. »immer zu nev- ier Restauration 5 zu vermieden, lotzgasse imilienlogis per ohnung zu Der; lag, Meimeg. Zimmer zu oer= msttaste B. 65. rpachtcn. romenadehaus. Inzchen. lkidkr. lockmacher i b" izeroth. InintimutßS’ fottiuilaft x tx^tn^utd)§nv - Frvhnhächr mnet^Vbd) ver- uce« = kheinhessen wünscht in VerbmdM : nach Bedarf von ch liefern wurde. Mt R-IE L « WeW- * 5ÄW8Chi’ I nen aller e wtroin t«W «■ idlinger, AHM >ett 26 , S«", [oiiwr1 Mast Her sw \Tortr^e’ *fn h '■ Rr. 73. Donnerstag, de-i 27. Marz 1879. Wchener AWiger A«|tigk- lü AmisbM fit Le« Kreis Gieße«. . 1 , „ t wsnn " a Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn' «2rtiH*n6burMUl } «chulstr-ß« B. 18. Erschemt täglich mit Ausnahme des Montags. Durch di- P°st bezogen vierteljährlich 2 Mar, -0 Pj. — verhindern. Z Million Menschen bedroht, 4) Alles dies unfern blühenden Handel schädigen und somit abermals große Beruftkreise wirthschastlich herunterdrücken wird. Nein, meine Herren, solche Zollpolitik kann ich nach meiner Ueberzeugung nicht unterstützen, und werden Sie dies auch bei genauer Ueberlegung nicht wünschen. Kämen jetzt derartige Zollgesetze zu Stande, so würden Sie Ihrem nächsten Abgeordneten den dringenden Wunsch aussprechen, für deren Abschaffung zu wirken." London. In Plymouth kam Donnerstag in später Abendstunde der Dampfer „Balmoral Castle" vom Cap der guten Hoffnung, welches er am 25. Februar verlassen hatte, an. Die Wittwe des bei Jsandula gefallenen Capttäns Shepstone und andere an Bord des Dampfers befindliche Paffa- giere erklärten, Jedermann in der Colonie sei der Ansicht, daß Lord Chelmsford allein verantwortlich für die Niederlage bei Jsandula sei, und daß, falls er nicht abberufen werde, es nutzlos wäre, Verstärkungen nach dem Cap zu senden. Es wird dem General der Vorwurf gemacht, daß er die Warnungen der alten holländischen Colonisten gänzlich unbeachtet ließ. Bei Jsandula fiel den Zulus die englische Kriegskaffe mit 20 000 Psd. Sterl. in die Hände. Lord Chelmsford soll seit der Katastrophe um 20 Jahre gealtert sein. Ueber den Stand der Angelegenheiten in Transvaal liegen in den neuesten Capblätteru höchst widersprechende Berichte vor. Der „Argus" sagt, es sei das Schlimmste zu besorgen und die Haltung der Boers lähme dos Vorgehen der britischen Commandeure gegen die Zulus. Der „Standard" dagegen besorgt keine Feindseligkeiten Seitens der Boers. Es hieß, Oberst Rowlands hätte sich mit allen Streitkräften, die er zusammenbringeu konnte, nach Prätoria begeben, aber dies erweist sich als unrichtig. Der Oberst bat sich allein nach Prätoria begeben, um das Commando über die dort bereits stationirten Truppen zu übernehmen. Daraus scheint nicht hervorzugehen, daß die Regierung große Besorgnisse hegt. Die localen Fretwilltgencorps sind beträchtlich verstärkt worden, und sehr allgemein herrscht die Meinung, daß es bei der Zusammenkunft der Boers beim Reden sein Bewenden haben wird. Ihre hervorragendsten Führer Joubert, Kongert, Pretvrius und Badestein haben emphatisch gegen den Widerstand gegen die britische Regierung protestirt, und außer diesen Männern besitzen die Boers feine Führer, denen zu folgen sie bereit wären. Die Eingeborenen sind indeß sehr unruhig, aber dies ist die natürliche Folge von dem, was sie für einen Erfolg Cetewayo's halten. — Die Regierung des Freistaates hat dem Abgesandten des Generalgouverneurs mit- getheilt, daß es unconstituttonell sein würde, irgend welch« Bürger zum Bei- braut werden, nicht aufgeben zu wollen. Das egyptische Ministerium ist nach vielen Schwierigkeiten con- stituirt worden. Nur die wichtigsten Portefeuilles, des Innern, dts Krieges und der auswärtigen Angelegenheiten sind neu vergeben worden. Der Khedive hat sich seinen Einfluß gewahrt, da der Prinz' Thronfolger Ministerpräsident geworden ist. Der Geburtstag des Deutschen Kaisers hat wieder einmal in reichstem Maße bekundet, wie allerorts durch die trüben Wolken religiöser, socialer und wirthschastlicher Verbitteiung doch eine Leuchte dem Volke geblieben ist, der begeisterte Hinblick auf seinen Kaiser, auf die starke und vertrauensvolle Führerrolle, welche eine gütige Vorsehung der Weisheit des Alters und der Energie des Herrschers von Deutschland anvertraut bat. Eine Anzahl deutscher Fürsten hat dem Kaiser persönlich gratulirt. Fast unzählbar find die Glückwünsche von fern und nah. Besonders innig waren die Gratulationen des Czaren, des Kaiseis Franz Joseph, des Kronprinzen Rudolf und der Königin Victoria. Doß der Kaiser sich von dem Unfall fast völlig erholt hat, bewies am besten die eiristwdige Dauer der Audienz, welche er dem General Chanzy, dem einstigen „Führer der Loire-Armee", gewährte. Wie im Plenum des Reichstages bei jedem Anlaß eine Beleuchtung der Steuer- und Wirthschastspolitik des Reichskanzleis sich hervor- drängte, so ist man außerhalb des Parlaments in Versammlungen und Vereinen , in Korporationen und Behörden nicht müßig gewesen, die Frage nach allen Seiten hin zu discutiren. In Hunderten von Petitionen liegt dem Reichstage das Resultat dieser Thätgkeit vor. Tie Prüfung derselben hat noch gute Wege. So interessant e nzelne Eingaben fein mögen, das Urtheil des Reichstages wird schließlich lauten: Die vorliegenden Petitionen sind durch die gefaßten Beschlüste des Reichstages für erledigt erklärt. Man berichtet wieder einmal von neuen Verhandlungen mit der römischen Curie. Angeblich soll es sich um eine Einführung der im Elsaß bestehenden General-Vicariate handeln; indeffen verlauten so viele Projecte, daß dadurch die Glaubwürdigkeit der einzelnen nicht gerade erhöht wird. Für die englische Regierung sckeint sich in den letzten Tagen die Gefahr, in einen dritten Krieg, nämlich in einen Krieg mit Birma, noch gleichzeitig mit den anderen beiden gegen die Zulas und gegen die Afghanen, vermindert zu haben. In Afghanistan steht es dagegen anscheinend für England nicht zum besten. Die ostrumelische Frage giebt zu Besorgniffen Anlaß, da das bulgarische Element ziemlich stark national ausgeprägt ist und den Anschluß an Bulgarien wünscht. Vorläufig wird man die Verwirklichung einer solchen Union vielleicht durch eine gemischte Okkupation des unruhigen Landes Deutschland. Darmstadt, 24. März. Inhaltlich eines Ausschreibens Großherzogl. Ober-ConsistonumS vom 14. d. M. (Nr. 6) soll auch im lausenden Jahre mit Genehmigung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs der Ertrag der Collecte, welche am Sonntag Palrnarum in den evangelischen Kirchen $or und Nachmittags zu erheben ist, zur Unterstützung derjenigen hülssbedürftigen inländischen evang'l'schen Gemeinden verwendet werden, welche an Orten mit überwiegender katholischer Bevölkerung bestehen. Die Pfarrämter werden beauftragt, ihren Gemeinden am Sonntag Judica mit dieser Bestimmung der Palmarums-Collecte bekannt zu machen und dieselbe der christlichen Liebe ange- legentliLst zu empfehlen. Berlin, 24. März. In Reichstagkreisen circuliren Zuschriften von Vorständen landwirthschaftlicher Vereine, welche dazu auffordern, kräftigst für die Zollpolitik des Fürsten Bismarck einzutreten. Einzelne Abgeordnete haben diese Briese durch kleine gedruckte Broschüren beantwortet. Uns liegt ein solches Schnstchen des Abg. Karsten aus Kiel vor, deffen Schluß wie folgt lautet: „Endlich möchte ich noch die Frage an Sie richten, ob Sie die Einführung von Nahrungsmittel-Zöllen und von hohen Industrie- und Finanzzöllen wirklich im Inter»sie der Gesammtbevölkermig des deutschen Reiches halten können, wenn Sie bedenken, doß 1) jene Zölle alle Preise steigern muffen, also auch die Preise der Jndustrieproducte wegen der Arbeitslöhne, folglich die Exportfähigkeit der Industriellen geschwächt wird, 2) Millionen uon Menschen, welche das Reich doch nicht entbehren kann, das Heer, die Beomien, Geistliche und Lehrer, Aerzte u. s. w. nichts producirrn, wodurch sie die Mehrkosten ihres Lebensunterhaltes auf Andere abwälzen können, weshalb die Productrenden, also auch die Landwirthe, eine höhere Besteuerung, um Jene zu unterhalten, aufbringen müsien, 3) übermäßig hohe Zölle, wie solche dem Vernehmen nach für Tabak beabsichtigt werden, die Existenz von einer halben ßnglaud. London, 22. März. Aus den heute veröffentlichten Schriftstücken über den Zmukrieg geht hervor, daß die Regierung Sir Bärtle Frere's Kriegsgründe als unzureichend befunden hat, sowie daß Sir Bärtle Frere sowohl, wie Lord Chelmsford um ihre Entlassung eingekommen find. Die Erklärungen der Regierung ihren beiden höchsten Beamten am Cap gegenüber sind höflich, aber en,schieden; doch wird sie Sir Bärtle Frere in Anerkennung seiner bisherigen Verdienste im Amte belasten und diese Entscheidung im Laufe der nächst.« Woche öffentlich begründen. Chelmsford dagegen dürfte seinem Wunsche entsprechend abberufen werden. — Außer der „Times" widmen auch „Daily Telegraph' und „Standard" dem Deutschen Kaiser warme Leitartikel In Rumänien herrscht Ministerkrisis. Vorläufig ist der Plan, ein Fusions-Ministerium zu bilden, gescheitert. Auch in den türkisch-griechischen Grenzdistricten ist nicht ales, wie es fein soll oder wie es die friedliebenden Großmächte haben wollten. Der Südosten Europas scheint seinen alten Ehrentitel eines „Hexenkessels", in welchem Tränke des Unfriedens ge- zu seinem G-burtstag. London, 24. Mär,, Abends. Unterhaus. Dllke kündigt an, daß er dem von ihm beantragten Tadelsvotum wegen des Zulukrieges noch die Erklärung hinzusüge, das HauS bedauere, daß Sir Bärtle Frere trotz des ihm erteilten Tadels noch im Amte sei. — Schatzkanzler Northcote erklärr, dre Osterferien würden vom 8. bis 17. April dauern. — Oberhaus. LanSdowne ändert seinen Antrag auf ein Tadelsvotum wegen des Zulukrieges in ähnlicher Weise ob wie Dilke im Unterhaus. Der Staatssekretär für Indien, Cran- brook, erklärt, die Regierung werde in diesem Falle direct die Verwerfung des Antrages Vorschlägen. Salisbury erwidert auf eine Anfrage Strathe- den's: Die britische Flotte fei ans dem Marmara-Meer zurückgezogen, weil die Rusten Südrumelien verlosten hätten, somit das fernere Verweilen der Flotte daselbst unnöthig sei. Rußland habe in dieser Beziehung die Bestimmungen des Berliner Vertrages erfüllt, und sei kein Grund zu der Annahme vorhanden, daß es nicht auf diesem Wege fortfahren werde. Im Laufe der Debatte über die Interpellation Dilke's, betr. Cypern, rechtfertigt Unterstaatssecretär Bourke die Besetzung der Insel. Redner glaubt, daß die fremden Reaierungen nichts gegen die ei,Msche Gerichtsbarkeit daselbst einzuwenden hätten. ~ Die Insel werde einen stiM^Waffenplatz und schönen Hafen ohne erhebliche Kosten bieten. Harcouru^^DJames bezweifeln, vaß die ausländischen Regierungen damit etnverstandeHDm'n, daß ihre Unterthanen unter dem britischen Gesetz stehen. Northcote findet es begreiflich, daß jene Regierungen ihre Unterthanen im türkischen Reiche durch Consnlatsgerichte schützen wollten; die dafür sprechenden Gründe fielen jedoch weg, sobald die betr. Gebiete unter britischer Herrschaft ständen. Die Pforte habe bei Ueber- gabe d«r Verwaltung Cyperns an England die an andere Nationen eingeräumten Reckte nicht referoirt. Kiua,f Vermischtes. ßande der Engländer gegen die Zulus aufzubieten oder Werbungen zu gestatten. Cherbourg, 25. März. Die Königin von Lnglang ist Abends 6 Uhr im hiesigen Hasen emgen offen, wird morgen bas Lchiff verlaffen und morgen Abend in Paris a fominen. Straßburg, 25. März. Es bestätigt sich, daß der „Straßb. Zig." durch Verfügung drs Oberpräsidenten v. Möller die amtlichen Nachrichten entzogen worden sind. ______________________________ Lokales. Gießen, 26. März. Herr Professor Dr a tusch eck hielt gestern im Volksbildungsverein seinen 2. Vortrag über „die Befreiung des deutschen Arbeiterstandes". Die wieder sehr zahlreiche Versammlung fand ausreichenden P>atz in den Wirthschaftslocalitäten der Restauration Bramm. die geräumiger als der bisher benutzte Saal sind. Der Vortragende legte dar, was bis jetzt zur socialen Befreiung unserer Arbeiter geschehen ist. Hierzu rechnete er Alles wodurch die intellcctuellc und sittliche Entwickelung derselben von fremder Willkür unabhängig gemacht worden ist. Er wies zuerst nach, welche Bedeutung die Gewiffens- frerheit, die Freiheit der Wissenschaft und der -'Meinungsäußerung auch für die arbeitende Klasse hat und widerlegte die unter den Arbeitern verbreitete Ansicht, daß die liberalen Parteien gegenwärtig darauf ausgingen ihnen die letzten Resultate der freien Wisienschaft vor- zuentbalten, verwahrte sich aber dagegen, daß zu diesen Resultaten der Atheismus gehöre. Darauf erläuterte er. wie dir sittliche Entwickelung des Arbeiterstandes im Privatleben während des letzten Jahrhunderts durch die Aufhebung der Leibeigenschaft und Erbunterthänigkeit, die Gcwerbefreiheit, die Freizügigkeit, die Einführung der freien Civilehe und die Erziehung«: freiheit von allen unberechtigten Fcsieln gelöst ist und wie die Arbeiter durch die Vereins: und Preßfreiheit, durch die Verleihung des allgemeinen Stimmrechts, durch die Selbstverwaltung und die allgemeine Wehrpflicht in den Stand gesetzt sind ihrem Bildungsgrad anqemesien am Staatsleben Theil zu nehmen. Redner betonte, daß diese gelammte sociale Befreiung des deutschen Arbeiterstandes, wodurch Jedem die Freiheit gewährt sei, seine Pflicht zu erfüllen, von Preußen ungebahnt und durchgesetzt ist Zugleich aber verfolge der durch Preußen errichtete deutsche Eulturstaat die Aufgabe, zu verhindern, daß irgend Jemand seine Pflicht verletze. Man habe den Vorwurf erhoben, die Ge.ell- schaft verletze durch unsere jetzige Wirthsckaftsordnung ihre Pflicht gegen die arbeitenden Elassen, indem sie dieselbe in wirthsckaftlicher Unfreiheit erhalte und dadurch hindere , von ihrer socialen Freiheit Gebrauch zu machen Der Vortragende kündigte an, daß er diesen Vorwurf in dem nächsten Dortrage widerlegen und Nachweisen werde, inwiefern das deut,che Reich auch die wirthschaftliche Befreiung des deutschen Arbciterstandes gewährleiste. — Gestern Nachmitiag prügelten sich in der neuen Herberge in der Wolkengasse mehrere Handwerksburschen, zertrümmerten verschiedene Geräthe und mußte zur Schlichtung des Streites die Schutzmannichaft interveniren, wobei einer der Excedenten verhaftet wurde. Gießen, 26. März. In der Woche vom 16. bis 22 März Hutten wir in Gießen im Ganzen 6 Todesfälle. Es starben nämlich 4 erwachsene Personen (an Gehirnentzündung, Schlagfluß, organischer Herzkrankheit, Marasmus je eine) und 2 Kinder, wovon eins an Scharlach'und eins an Rhachitis (s. g. englische Krankheit). G- Außlaud. Petersburg. Mit großem E'fer bemüht sich die Polizei, bte, wie es scheint, über einen großen Theil Rußlands verbteiteten Faden der nchülstl- scken Verschwörung zu entdecken. Namentlich kam es darauf an, die scheinen Druckereien auszufinden, in denen die Nihllisten ihre Manifeste und P ocla- mationen druckten. Bor einigen Tagen kam die Polizer diesen Druckere en auf dre Spur. Die eine befand sich in der kaiserlichen Palrouenfabrik, deren Aufseher ein Oberstlteutenant, Sinowiew, sofort verhaftet wurde. (5m gleiches Schicksal erfuhren ein junger Artillerie-Osficier, sowie ein Bruder dieses S>t- „owieco welcher beim Institut des Ministeriums der Oeffentlichen Arbeiten angestellt ist, und etwa 30 Zöglinge dieses Instituts. Die zweite Druckerei wurde in einem einsam liegenden Waarenschuppen der Golodai-Jnsel entdeckt. Beide Druckereien waren nicht in Thätigkett. Sowohl die Leitern wie das übrige Material waren wohlverpackt in Särgen versteckt, in welchen man auch eine große Anzahl von Brandschriften sand. Unter den Papieren einer Putz macherin, Fräulein M-, welche sich das Leben genommen hat, fand man tue Listen der Verschwörer, welche in Folge dieser Entdeckung verhaftet werden konnten. Ein Artillerie Osstcier und viele Studenten der medico-chirurgijchen Akademie, deren Chef und Protector der Kriegsminister ist, befanden sich unter ihnen. — Die Angabe, daß eine Gräfin Panin und ein Fräulein v. Gerstfeld m Kiew aus Gensd'armen geschoffen haben sollen, beruht nach einer Muthei- lung der „W. Abendp." auf einem Jrrthum, da es überhaupt keine junge Gräfin Panin gibt und der verstorbene General v. Gerstfeld verheirathele Töchter, jetzt ältere Damen, hinterlaffen hat. Petersburg, 24. März. Die Petersburger Behörden gehen in letzter £eit mit unerbittlicher Strenge gegen die Hausbesitzer vor, welche die vom Gesetz vorgeschriebenen Sanitäts-Maßregeln unbeachtet laffen. . Besonders schlimm erging es dem reichsten Edelmann von ganz Rußland, Fürsten Juffu- poff, der wegen des jeder Beschreibung spottenden Schmutzes in seinem am Newski gelegenen Hotel zu vier Wochen Arrests verurtheilt wurde, ohne daß diese Strafe in eine G-ld-Pönale umgewandelt werden konnte. Fürst Juffu- poff, der Mann, dem beinahe ganze Gouvernements im Reiche gehören, muß folglich „brummen." Dtel und Geld konnten ihn nicht schützen. Das Publi- tum, welches der Verhandlung anwohntc, brach bei Verkündigung des Urtheils in lebhaften Beifall aus, denn Jussupoff ist wegen seines fast sprüchwörtl.chen Geizes hier gründlich verhaßt. Der Fürst besitzt in Petersburg über hundert Häuser und in allen soll dieselbe Unordnung herrschen. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. «orrespondenr-Burea«. Berlin, 25. März. Der „Retchsanzeiger" publ.cirt folgenden Erlaß des Kaisers vom 23. März an den Reichskanzler: Wenige Monate sind ver- floffen, seit ich für die Beweise treuer Theilnahme aus mehr als einer Veranlassung öffentlich zu danken hatte und schon wieder sehe ich mich in der Lage, in gleicher Weise meiner Erkenntlichkeit Ausdruck zu geben. Der Tag, an welchem mir des Höchsten Gnade ein neues Lebensjahr anzutreten vergönnte, ist diesmal Anlaß geworden, mich von Nah und Fern mit freundlichen Huldigungen zu überraschen. So umfaffend und mannichfaltig ist wiederum die Füll- derselben, daß ich im Augenblick noch nicht jedes Einzelne gebührend zu würdigen vermag. Es bedarf für mich vorerst einer gründlichen Sichtung des überreichen Zusammenflusses von Telegrammen, Adreffen, brieflichen Zurufen, Dichtungen, Kunstsachen, Blumenspenden und sonstigen Angebinden, um den ganzen Umfang dieser Glückwunschbewegung zu schätzen. Gleichwohl ermeffe ich freudig, in wie vielen Herzen ntf&j dem 22. März sympathisches Gedenken gewidmet worden ist. Aus ft mtem Gemüth drängt es mich daher, ihnen Allen, den Spendern glückw der Aufmerksamkeiten, alsbald zu bekunden, wie gern ich ihren Eifer aner mir den Uebergang in das neu begonnene Lebensjahr genußreich zu gestalten. Zu dem Bchufe will ich in Anbetracht der Unmöglichkeit, jeden einzelnen Geburtstagsgruß besonders zu erwidern, meinen Dank an ihre Gesammtheit rickten, und beauftrage Sie demnach, den vor- stehenden Erlaß sogleich zu veröffentlichen. — Der „Reichs-Anzeiger" pnblicirt ferner die Verleihung des rothrn Adler-Ordens erster Claffe mit Eichenlaub an den Handelsminister Maybach, und des rothen Adler-Ordens zweiter Claffe mit Eichenlaub an den Fmanzminister Hobrecht. Stuttgart, 25. März. Der König spendete für Szegedin 2000 JL, die Königin 1U00 c/ft London, 25. März. Oberhaus. (Ausführlichere Meldung). Auf Anfrage Lord Stratheden's antwortete Lord Salisbury: Die britische Flotte sollte Konstantinopel schützen. Sobald die Ruffen sich zurückgezogen, war die Gegenwart der Flotte unnöthig. Die Ruffen verschoben zwar die Räumung SüdRumeliens länger als erwartet wurde; aber dies kann der Thatsache zu- geschrieben werden, daß die Türken ebenfalls von dem Vertrage abgewichen waren, indem sie die Räumung von Spuz und Podgoritza verzögerten. Nun habe zwar Rußland noch andere Verpflichtungen zu erfüllen, namentlich Ost- rumelien, Bulgarien und Rumänien zu räumen. Die Frage anlangend, welche Maßregeln England zur Sicherung dkffen getroffen, so habe die Regierung Rußlands Vertragsverpflichtung entgegengenommen und Rußland seitdem diese Verpflichtungen in vollstem Umfange anerkannt. Es sei nicht Sache der britischen Regierung, Zwetsel in die Erfüllung zu setzen. Falls der Vertrag nicht erfüllt werde und der Sultan glaube, die Anwesenheit der britischen Flotte im Marmara-Meere ober im Schwarzen Meere sichere bte Erfüllung, fo sei der Sultan berechtigt, den Beistand seiner Alltirten zu verlangen. Jn- oeffen die britische Regierung sei solcher Eventualität in keiner Weise gewärtig; daher wäre das Verbleiben der britischen Flotte nicht nur unweise, sondern dürste auch Englands Motive einer feindseligen Kritik aussetzen. Petersburg, 25. März, Abends. Ein Extrablatt des „Regierungsboten" berichtet über ein Attentat auf General Drentelen: Al- der General Nachmittags \ U Uhr am Sommergarten vorüberfuhr, um sich zu den Mini- sterraths-Sitzungen zu begeben, holte ihn ein berittener junger Mann ein und gab einen Revolverschuß ab ; die Kugel ging durch beide Wagenfenster. Der General, welcher unverletzt blieb, bewahrte volle Geistesgegenwart und ließ den Entfliehenden durch den Kutscher verfolgen. Der Verbrecher gewann einen Vorsprung, stürzte dabei vom Pferde, ließ daffelbe im Stich und entkam mittelst Droschke. welche unter sich im fogenamucn „wuuru puiwcn. r*X’7”j . fanben nun neuerdings in dem hiesigen Gymnasium wie an der Realschule eine Reihe Relegationen statt und wurden die betreffenden Schüler sämmtlich auf ^ahr auSge t^ so daß dieselbe während dieser Zeit ferne staatliche Unterrichtsanstalt mehr besuchen nürf» - (Russisches.) Der „Golos" schreibt: „Seit geraumer Zeit Südbabn fast reaelmäßia (!) die Beraubung der schlafenden Pasiagtere nach vo herg „Daß Kommunikationß Ministerium sinnt auf Maßregeln, um die fflewa™« r III Südbahn zu zwingen, die Möglichkeit der Beraubung der P-«ag,ere zu besetttgen. Pestb 23. Mär». Sämmtlichc hi.sige Blätter veröffentlichen heute Artikel, won dem Auslände,' besonders Deutschland, den wärmsten Dank für diet den unglu k ichen ew^h von Szegedin gespendete Hülfe zollen. „R.plo" schreibt: Die Sorge der großen Schwes. Rationen wird Ungarn aneifern, die Freundschaft derselben zu verdienen. Mainz, 23. März. Heute Morgen 10 Uhr wurde dahier im Saale zu den »Vtn Jahreszeiten" der 35. Mittelrheinische Turntag abgehalten. Vertreten waren 71 Vereine durch 126 Delegirte mit 288 Stimmen. Der erste Punkt der Tagesordnung betraf das 1 l. M.ttcl: rheiniiche Turnfest, das nunmehr in Offenbach abqehalten werben soll. Von Seiteü des Turn taqes wurde dem Verein Offenbach anhermgegeben, den günstigsten Zeitpunkt hierfür, ob der erste oder zweite Sonntag im Monat August geeignet sei, ju bestimmen. Das M fott W Taae dauern, und in Anbetracht der entstehenden, nrcht unbedeutenden Kosten wurde der Festbeitrag auf 2 für jedes Mitglied festgesetzt. Gleichzeitig machte der Offenbacher,Verein bekannt, daß er sich bereits mit dem Comite der am 1. Juni in Offenbach zur Eröffnung kommenden hessischen Landes-Gewerbe-Ausstellung ins Einvernehmen gesetzt, und dieses in ent. gegenkommcnbst.r Weise seine Unterstützung zugesagt habe. Die Abrechnung des Vororts Offenbach pro 1878 ergab, daß die Einnahmen im genannten Jahr 8-*.84 und die AuS. gaben 761.24" betrugen, somit ein Restcassenbestanb von JL 67.60 verbleibt. .3" Rückstand befinden sich noch und bei den Einnahmen bereits verrechnet JL 284, welche meistentheils als bisher nicht entrichtete Beiträge oer Lasse noch zufließen werden. Dem Vorort wurde bietaut Decharge ertheilt. Der vierte Punkt der Tagesordnung betraf die Aufnahme neuer Vereine in den Mittelrheinkreis. Es haben sich hierzu gemeldet und wurden ausgenommen: un 2. «au: Oberhöchstadt und Groß-Auheim, im 3. Gau: Arhesligen, Oberrarnrnstadt und Malchen, ,n 5 Gau- Alzey im 6. Gau: Eltville, Geisenheim und Winkel, im 10. Gau: Riederwortlr, Hcttesdorf und' Vallendar, im 11. Gau: Naffau. Eingegangen sind 3 Vereine; im 3. Gau. Nauheim und Wolfskehlen und im i1. Gau. Kirberg. Der Antrag des Turnvereins Offe^ dach: Der Lurntag möge beschließen, daß die mittelrheinischen Turnfeste für die Zukunft nur aUe drei °tabre abgrhalten werden, fand nicht den Beifall der Versammlung und veranlapie eine längere Debatte. Der Kreis-Ausschuß und mit ihm die meisten Vertreter waren viek mehr der Ansicht, daß, sobald es die Verhältniffe erlauben, alle Jahre ein mitt-lrheimsch« Turnfest abqehalten werden soll Nach den Statuten der deutschen Turnerschaft findett drei Jahre ein großes deutsches Turnfest statt und fällt somit schon statuarisch das in daffelie Jahr fallende mittelrheinische Turnfest aus. Der Antrag wurde demgemäß einstimmig * lehnt Der als folgender Punkt der Tagesordnung von Offenbach eingebrachte Antrag: L'- Aameldung hat spätestens bis zum Mittwoch Abend vor dem Feste bri dem Vorort, der de Rieaen-Eintheilung und die Fertigstellung der Tabellen besorgt, schriftlich zu geschehen und de Zulaffung später angemeldeter Preisturner dem Obmann zu überladen, wurde vom‘ da er ebtnfalls auf heftigen W.edcrspruch stieß, wieder iUTÜdgeiogen Punkt 7 brr W- erbnuna stellte den Bericht des KreisvertreterS über den Mittelrheinkreis in Aussicht, vch fannte beileibe von Herrn Emil Reuter ber Versammlung in den Details nicht mitgetjd werben, da die versandten Fragebogen n.cht rechtzeitig eingelaufen sind^ Rur soviel conftatirt, daß eine Abnahme der Mitgliederzahl um 895 stattgefunden. Im vergangen^ ^kabre aebörten 1 1,72h. Turner dem Mittelrheinkreis an, diese« Jahr deren nur 10,83 Hierauf ließ Hr. Reuter noch einige geschäftliche Mittheilungen folgen Nachdem noch w beiden im verflossenen Jahre verstorbenen regen Anhängern der Turnsache, Mahr von Wi haben unv Schick von Homburg burch Erheben von bex Sitzen ehrend gedacht worden, |J « der Vorsitzende den 35. Turntag mit einem dreimaligen „Gut Heil! auf ein ferneres Gebell. ■ des Mittelrheinkreises und daß Gelingen des Offenbacher Turnfestes. Friedberg, 23. März. (Meder eint neuentdeckte Rirmerstatte in der Wetters«> Bald nach Bekanntwerben einer ziemlich ausgedehnten Römerstätte nordöstlich von Ober Lo-- stadt entdeckte Herr Oekonom G Falck eine solche im Großgalgenfelde, cme auf der Wa^ bann eine im Kleingalgenfelde, särnmrliche brel letztgenannten in der Gemarkung Fr. dd -» Nun gebt der Entdecker über unsere Gemarkungsgrenze und rntbetft ebema 8 eine solche »e Steinfahren in ber Gernarckung Bad Nauheim an ber bortigen «asfabrik unweit der wenigen Jahren aufgefunbenen Römerstätte auf bem ^8- Dtelerschloß bei Vab-Nauheim^ einer obe.flächlicken Besichtigung fanden sich unter römischen Dackstemen brel Ziegelstucke U dem Stempel der legio XI ohne Beinamen, um wiederum einen Beweis von der dnweien. dieser Legion in Obergermanien zu liefern, und ein Stück mit einem ^dern Stempe rest «ast scheinllch'der Verlllarier der legio XIV gemina, martia, jictnr Da auf Wefet ©WJ auch eine Masse Reste von Gefäßen, die offenbar mckt romt,chen Ur,prungö, namentlich großen Salzsiebegefäßen fanden, ist dieselbe gewiß untersuchenswcrth. k Darmstadt. Vor einigen Wochen erschoß sich in Köln ein aus Höchst pcbürtir Schüler der hiesigen Realschule und g.v derselbe als Ursache seines TodeS em ..amerckants Duell" an Au« den bei demselben vorgefundenen Papieren ergab sich s"ner, daßi a hiesigen Realschule, dem hiesigen und Wiesbadener Gymnasium Schülerverbrndungen ex stir^ M sich im Joge^nnt,, .«artrt- takn.. W ■jf -j . «5g . -rft.ArtAW5 H rfl- Dolkengasse mehm Illchtung des Strtitfl urbe. luiten wir in Hch m GthiimntMdL!■ t)trf wovon einU G.| " ®oIf«Mü>anäfe ®le Wieder jk ** legt, d« p« «4,1,; M" fremd» b? t ?2-1’ Geraten "J'Wwr, i*8eui Wte. ln0 bie Tljieh^, ?urch bie »ettiH: turch bie Skibst- 1 lhrem ^ilbURgi; baJ dieje gejammt kwhiit gewahrt jti, $ 8uglci^ ahn iu verhindern, ttj »hoben, bie ®ej& arbeitenbe« Ltasiv, hwbere, von ihr« ß et bieien Vorwvs * deutsche Keich 5^’5? -if li"*.,,11116'",, -,K ,,S6M f* "-Ä.S en uib ” °>°rze« Mnd;ten Saale zu bett >|i iren 71 Bereine bti j« betraf bat ll.B'J Don Seiteb bei Ine! punkt hierfür, ob ie. i. DaS MM»; tosten wurde btt P :tt Offenbarer feobach zur krösfav tr und oicfeS In t0 | chnunq deS »MOrti unt fit 8u'; wat 3,t rurnvtreinS VP, sie für bie nmlung unb *; Vertreter „ em mütelrht^'I luJnetrfR uu-risch Ml ta * stmäB emstiE Erachte W ei dein Vorort, -iss* «Sä Ylch i-: &<• -v &*;.d ^Ä19* *,»6 1 b,‘ rintn |nn>ei‘T I« In^ (D- 3! Brüssel, 22. März. Der österreichtsch'UNgarische Gesandte Graf Chotek und dessen Gemahlin haben es übernommen, zum Besten der Ueberschwemmten in Szegedin hier mehrere öffentliche künstlerische Vorstellungen zu veranstalten. Alzey, 22. März. Die „Alz. Ztg." schreibt: Aus dem Orte Bechenheim ist eine Vergiftungsgeschichte (?) zu berichten, der leider ein Knabe zum Opfer fiel. Die Frau eines dort wohnenden Schuhmachers war am Donnerstag Nachmittag im Feld beschäftigt. Ihr Kjähriger Knabe brachte ibr, vom Vater geschickt, den Kaffee zu. Nach dem Genuffe desselben, wobei auch der Knabe mittrank, erkrankten Frau und Kind derart, daß sie von hinzugerufenen Leuten in die Wohnung getragen werden mußten und nach 6 Stunden der Knabe eine Leiche war. Die Frau genoß vom Kaffee nur wenig, da ihr die im Kaffee befindliche Milch geronnen schien. Der Vater wie der Knabe und ein bjährlges Mädchen tranken vorher ihren Kaffee, der aber keine nachtheilige Wirkung verursachte und wird es daher, wenn eine absichtliche Ver- giftung vorliegt, nur auf die Frau abgesehen gewesen sein. Die Aerzte constattrten Vergiftung. Der Mann wurde gestern Abend hierher in Untersuchungshaft gebracht. Sehiflfaberteilt. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd C W. Dietz in Gießen. Baltimore, 24. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hansa, Lapt. H Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. März von Bremen abgegangen war, ist gestern wohlbehalten hier angekommen. Theater. Donnerstag den 27. März d. I. findet das Benefiz für Frau Marie Alberti statt. Dieselbe hat das reizende Lustspiel: „Richards Wanderleben" von G- Kettel gewählt. Dieses Stück, welches noch heute Repertoirstück der ersten Bühnen ist, zählt unbedingt zu den besten Erzeugnissen der Bühnenliteratur! Ueberhaupt können die neuesten Lustspielprodukte durchaus keinen Vergleich aushalten mit den sogenannten „guten alten Stücken". In letzteren ist Wahrheit uno Poesie, mit natürlichen Menschengestalten vertreten, in ersteren Trivialität und abgeschmackte Witze, aufgeputzt mit komisch sein sollenden Hanswurstiaden, die der Darsteller selbst ohne schauspielerische Befähigung, — nur sprechen darf, um auf gewissen Plätzen ein Gejohle hervorzurufen! — Halten diese Stücke aber einen Vergleich aus mit Benedix, Blum, Bauerfeld rc.? Gewiß nicht, denn letztere bleiben ewig schön! — Wenn nun aber eine Dame, welche dem „Feinern Geschmack" huldigt, ein derartiges Stück zum Benefiz giebt und dieselbe steht als „Schauspielerin wie als Frau" — gleich geachtet da, so kann man sich auch der Hoffnung hingeben, daß das Publikum dies anerkennen und die Dame durch zahlreichen Besuch ehren wird! — Es wäre ja dies auch eine Anerkennung für ihren Gatten, der mit so vielen Unannehmlichkeiten zu kämpfen hat, trotzdem er nur Gutes bot! — Die Benefiziantin wird die „Sophie Hainfeld" und ihr Gatte den Helden des Lustspiels den „Richard Wanderer" — spielen. — Die übrigen Rollen sind in den besten Händen, so daß sich ein amüsanter Abend erwarten läßt. P. Oeffenlliche Aufforderung. 1214) Nachdem Großh. Hofgericht Der Provinz Oberhefsen über das Vermögen des Johannes Balser VII. in Oppenrod d-n förmlich n Concurs- Proceß erkannt hat, werden dessen Gläubiger ausgefordert, ihre Ansprüche an denselben, sowie etwaige Vorzugsrechte im Termin Dienstag den 22. April, Nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichnetem Gericht bei Meldung Ausschlusses von der Masse, geltend zu machen Jm genannten Termin soll zugleich die Güte versucht, Gläubiger-Ausschuß und Massecurator gewählt und wegen Versilberung der Masse Beschluß gefaßt werden. Von den nicht erscheinenden bezw. u cht vertretenen Gläubigern wird angenommen, daß sie den Beschlüsien der Mehrheit der Erschienenen bettreten. Gießen, am 15. Februar 1879. Großh. Landgericht Gießen. Erdmann, Dr. Trapp, Landrichter. Landg.-Assessor. Die Holzversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg -vom 20. März d. I. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von Dienstag Den 8. April an bei Großherzoglichem Rentamt Gießen erhoben werden. Ueberweisung des Holzes und erster Fahrtag: Mittwoch den 9. April. Gießen, den 24. März 1879. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 1970) I. V. d. O-: Joseph, Forstaccessist. Versteigerungen. Donnerstag den 27. März, Nachmittags 1 Uhr, «'ollen im Pfandlokal dahier 2 Bierapparate ein Kistchen mit Weißwaaren, Kleidungsstücke und eine Taschenuhr meistbietend versteigert werden. 'Gießen, 26. März 1879. Großherzogliches Ortsgencht Gteßen. 1975)_______ Müller. _________ 1965) Die zum Nachlaß der Ludwig Hammel Ww. gehörenden Immobilien, als irlur. Nr. OMtr. J j 36 150 Hofraitheinder Mühlgasse, 26 38 450 Acker am obersten Rte- gelpfad, 96 39 606 Acker daselbst, 29 37 513 Acker vor der Zeisels- wiese ^Montag den 31. d. MtS., Nachmittags 2 Uhr, nochmals versteigert und bei entsprechendem Gebot der Zuschlag alsbald erthellt werden. Gießen, den 25. Marz 18/9. Großherzogliches Ortsgencht Gießen. Lüdeking. Donnerstag den 10. April, Nachmittags 2 Uhr, »oll auf dahiesigem Ortsgericht tue Hof- raithe des Friedrich Pfaff, als: Flur. Nr. Mir. II. 655/io 252 Hofraithe amWlßmarer. Weg, II. 655/i0 511 Grabgarten meistbietend versteigert werden. Gießen, den 24. Februar 1879. Großh. Ortsgericht Gießen. 1224) Müller. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 1978) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird bierdurck zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Aetien - Verein „Gutehoffnungshütte" zu Oberhausen iinterm heutigen Täte nit dem Eisenerzbergwerke „Julius" in der Gemarkung Beuern, Kreises Gießen, mit einem Felde von 861012 Quadratmetern belieben worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müffen bei Vermeidung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klrge gegen den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des Situationsriffes bet der Bergmeisteret Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 5. März 1879. Großh. Ober-Korst- und Domänen-Dirertion, Berg-Abheilung. Bose. ______________________________________________Tecklenburg. Holzversteigerung in den Gräflich Holms-Mubach'schen Waldungen. Freitag den 28. März d. I. kommen zur Versteigerung: 1) in den Distrikten Eselskopf, Scheppmaulsdickung und Forstwiese bei Laubach: Buchen-Scheitholz, Rm n 2) im Distrikte Birken: 65 80 230 80 94 38 235 ff 65 Rm Fichtenstangenholz, 3 Buchenftämme von 60 — 69 cm Durchm. und 5 —10 m Länge = 8,02 cbm; -Ast- j -Stamm- Prügel, -Reiser- 1 -Stockholz. Rm ff Aspen-Scheit- und -Prügelholz, Eichen-Durchforstungsretser in Sch'chthaufen; 3) im Reviere Gonterskirchen: Kohlretser und Lesholz abtheilungswetse. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr an der Grenze zwischen Steinbacher Wiesengrund und Dtstrict Eselskopf Laubach, den 18. März 1879. 1962)Thum, Oberförster. Stämme Versteigerung in den Waldungen des Großherzoglichen Hauses der Oberförsterei Maulbach. Dienstag den 1., Mittwoch den 2., Donnerstag den L. und Freitag den 4. April, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, sollen in den Distr cten: Wasserrain, Bärenbode>, Maulbacher-Eisenkauten, Röder, Straß und Alter-Heegwald, Forstmann Maulbach, sowie in den Districten Stückbirken, Gebrandte-Birken, Böls, Leith, Kr ppenplatte, Sälenhaken, Ochsenkopf und Kloberg, Forstwartei Ober-Gleen versteigert werden: 37 Eichen von 14—37 cm mittl. Durchmesser, und bis 12 Mtr. Länge; zusammen 12,27 trn; 160 Kiefern von 17—50 cm mittl. Durchpi., und bis zu 22 Mtr. Länae; zusammen 132,23 fm; 543 Fickten von 15 37 cm mittl. Durchm.; und bis zu 20 Mtr. Länge; zusammen 196,82 fm; 854 Fichten-Derbstangen mit 39,95 fm; 205 Fichten-Reisstmgen mit 3 45 fm. Dienstag den 1. April ist die Zusammenkunft um die bestimmte Stunde im Tistricle Wasserrain, unweit des L'tzelteickes; Mittwoch den 2. April im Dist'icte Straß, auf dem Vicinal- wege von Kirtorf nach Ehringshausen, unweit des Distrtcts Litzel; Donnerstag den 3. April im Districte Stückbirken beim alten Theerofen und Freitag den 4. April am Forstgarten bei der Kuhtrunke im Districte Kloberg. Da das zu versteigernde Holz sehr zerstreut liegt, so wollen sich Steigltebhaber jedesmal rechtzeitig am Versammlungsorte einsinden, damit sie sich dr. Dorn«*eiff, $ + werden für ein bedeutendes Fabrik-Geschäft fertiger Herren- und Knabenkleider die Restbestände des noch großen 4® + Lagers wegen Geschäftsauflösung unter Selbstkostenpreisen ausverkauft und wird ganz besonders auf die noch überraschend "fr + große Auswahl in "fr nf» compleHen HerrcEB-Anzügen^ 1875 + taufmerksam gemacht; es befinden sich ferner noch am Lager: tF Frühjahrs- und Sommer - Feberzieher , Jacquets mit Taille, ein- und zweireihig, + Joppen, Hosen, do. mit gleichen Westen, schwarze Röcke, do. Hosen + f mit Westen, Knaben- Inzüge, do. Hosen und Westen. ♦ r Verkaufslocal nur Schulslrasse 91, im Laden des Herrn Dr. DornseifT. 1 U44HWH1 81 I I I I H H41 ItW»I IT bei Herrn Carl Fuhr. 1980) OCX)OCCX2QOGOaOQOQCQOaOIQOOQCXXX)OaCXX5aOO 8 Dame« • Umhänge u. Regenmäntel 8 1044) Möblirtes Zimmer zu vermiethen- Wo? sagt die Exped. d. Bl. Moritz Heichelheim 1973) ÖOOOOQCOOQCX3IOOI Köpfe CO empfohlen. 1961) 2 (Wiener 325) Ille Direciion. 1971) in neuester Fa?on, modefarbige reinwollene Buckskins (zu ,M. 3.50 per Meter) und schwarze Cachemirs und Diagonals (zu Frühjahrs-Umhängen geeignet), sowie modernste Kleiderstoffe sind in großer Auswahl eingetioffrn. Beim Kauf der Stoffe gebe zum Selbstaufertigen Musterfayons. Heute, Mittwoch Abend: Getter alrersammhmg Knaben - Pensionat. 1356) Junge Leute, welche die hiesigen Lebranstalten besuchen, finden von Ostern d. I. ab freundliche Aufnahme, gewiffenhafte Pflege und Beaufsichtigung in meinem Hause. Pensionspreis billigst, Nachhülfe gratis. Lehrer W. Plaut. 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