1879 Freitag den 26. September srr. 221 Inland 224, 1 Schulstraß- B. 18. ErpedMonSb«?eau r \ Fürst Bismarck in Wien. Um den Aufenthalt des deutschen Reichskanzlers in Wien voll zu wür- diaen, müßte man ungefähr an das Aufsehen denken, welche« in der ganzen politischen Welt entstehen würde, wenn plötzlich der deutsche Kaiser in feiet« Itcher Audienz den Grafen Andraffy oder den Fürsten Gortschakvff empfinge. Kaiser Franz Joseph von Oesterreich empfangt srcundichastlich den Staats- mann, an deffen Namen die Hinauswetsung Oesterreichs aus dem deutschen Bunde und die Tage tiesster Schmach, die Erinnerungen an König,zrätz und Nikolsburg sich knüpsen I In der That hat die neueste Geschichte des Kontinents wunderbare Bahnen eingeschlagen, um ein solches Ereigniß, wie den äußerst freundschaftlichen und verbindlichen Empfang des deutschen Reichskanzlers durch den östersterreichischen Kaiser, nicht nur als hochersreulich für Deutschland wie Oesterreich, sondern gewiffermaßen als etwas Natürliches und Selbstverständliches hinzustellen. Und so einfach sich die Thalsache als em folgerichtiges Glied an vorangegangene Dinge anreiht, so hochbedeutsam bleibt sie für alle Reit. Ja, wir können es offen, mit Genugthuung und unver- hohlener Freude aussprechen: „Mit der Zusammenkunft Franz Josephs und Bismarcks beginnt eine neue Aera der europäischen Politik!" In Wien wird soeben der Sturz der heiligen Allianz besiegelt. Das eitelste und anmaßendste, wie zugleich unztiverlässtgste und selbstsüchtigste Mft- aiied des Völkerbundes, der nur bis zum Jahre 1813 einen geschichtlichen Sinn hatte, wird -limtnirt. Deutschland wie Oesterreich treten den west, europäischen Nationen bei, um Rußland in die Buhnen zurückzu»eisen, welches allein wandeln soll und muß, wenn es nicht an einer Fäulniß und am Größenwahn seiner auswärtigen Eulturmissionen zu Grunde gehen soll. Das deiltae Rußland, wie es sich Im Kopfe des greisen Gortschakoff malte, sollte der Herrscher der Welt sein, während es tbalsächlich seit seiner Existenz der Friedensstörer derselben ist. Wo man htnblickt, streckt es seine Raubsänge aus, und nicht zufrieden, die friedlichen Steppenvölker im inneren Asien und die freien Bergvölker fm Kaukasus in beutesüchttger und blutiger W-tse zu be- belLmpfen und zu vernichten, nicht gesättigt in seiner eigenen ungemeffenen Ans- dehnung, durch weiche es Amerika in Ataska, Indien, Bessarabien und die Türkei bedroht und die letztere durch einen angeblich für den heilig-n Glauben, in Wahrheit aber eroberungssüchtig und lüstern nach dem goldenen Horn halb zertrümmert hat, wagt es zugleich Oesterreich und Deutschland zu bedrohen. Unbekümmert durch das entsetzliche Gespenst eines Conttnentalkrteges m dem Rübe bedürftigen und unter enormen Mtlttärlasten seufzenden Europa ist Rußland, wohlgemerkt das Rußland des greisen Gortschakoff, der wie ein Meteor von der Bühne der Politik abtreten und nicht wie eine Thranlampe verloschen will, frivol, la - sagen wir offen — frech genug, Frankreich -» einer Revanche aufzusordern, welche ohne seine Anreizung einschlafen und einer friedlichen Politik und einer humanen Selbstgenügsamkeit der sranzöstjcpen Republik Platz gemacht haben würde. c a Die Bedrohung Deutschlands und Oesterreichs, — das ist es, was in richtiger Erkenntniß der Sachlage, welche wir dem Grafen Andraffy ebensosehr verdanken, wie dem Fürsten Bismarck, beide Reiche zusammengesührt, und — so Gdtt wolle — aus lange Zett hinaus verbrüdert hat. Um diesen wichtigen Punkt wird stch das Gespräch des österreichischen Kaisers mit dem deutschen Reichskanzler drehen, nicht um untergeordnete Dinge, wie etwa den deutsch-österreichischen Handelsvertrag und dergl. Es ist heute müßig, darüber in debatttren, ob irgend ein Schutz- und Trutzbündniß in officieller Form das Eraebniß des Besuches des Fürsten Bismarck in Wien sein wird; es ist wahrscheinlich daß eine solche osfictelle Allarmirung der europäischen Diplomatie unterbleibt. Aber tatsächlich wird dieses Bündniß geschloffen und besiegelt, und sider Freund des europäischen Friedens wird dieses Ergebniß der innig befreundeten deutsch-österreichischen Politik der jüngsten Tage begrüßen als einen Segen, wie ihn nur ein natürliches, treues und bedeutsames Bund- niß zu schaffen vermag. >»«" ften> VS>' Oietfr anb^®Atber$ «<£- Einladung )iim Abonnement auf den Deutschland. Darmstadt, 24. S-ptbr. Da« heute ausgegebene Großberzogliche Regierungsblatt Nr. 46 enthält die Verordnung, die gerichtlichen Hinierlegun- gen betreffende^ ^eptbr. In der „Nordd. Allg. Ztg." lesen wir folgen- des seltsam klingendes Sätzchen: .Das bekannte Schreiben des Ministers Falk an den Redacteur der „Deutschen Revue" wird, wie allerdings vorherzu- sehen war, durch die Ausbeutung der liberalen Presse zu einem wichtigen Moment in der Wahlcampagne gemacht. Officiös wird dagegen versichert, daß das Hervortreten des früheren Ministers in den Wahlkampf auch im Bereiche wirklicher Freunde deffelben in hohem Maße überrascht hat. Gegenüber der liberalen Behauptung, daß Falk jedenfalls der sachlich kompetenteste Beur. tbeiler der Lage sei, ist ferner wohl der Zweifel erlaubt, ob der eben ausge. schiedcne Minister auch der persönlich unbefangenste Beobachter fei. Zugleich fällt es recht in's Gewicht, daß auch Dr. Falk bisher nicht die mindeste Thatsache anzuführen weiß, um seine Warnung vor der Reactton zu begründen." , , , — Die preußische Regierung widmet gegenwärtig den Wanderlagern ihr- ganz besondere Aufmerksamkeit. Wie die „Voff. Ztg." bört, soll in Folge einer allgemeinen Anordnung der bethelligten Minister eine Uebersicht des Be- tiiebes der Widerlager sür das Jahr 1878 aufgestellt werden, aus welcher der Ort des Betriebes, die Zahl der Betriebssälle, die Zahl der Verkaufslocale, die Dauer und der Gegenstand des Betriebes, der Umsatz deffelben rc. ersichtlich sein sollen. Die Dauer des Betriebes ist für jeden einzelnen Fall nach Wochen abgerundet zu vermerken. Der letztere Punkt findet seine Erklärung darin, daß man mit dem Plane umgeht, eine Besteuerung der Wander, lager nach Wochen etnzusühren. Nach einer Mittheilung der Regierung zu Lcegnttz ist man nämlich mit Rücksicht auf die jetzige Communalsteuerbefreiung der Inhaber von Wanderlagern an den Orten, wo sie abwechselnd mit ihrem Wanderlag^rbetriebe sich einfinden, höheren Orts nunmehr schlüssig geworden, für diesen Gewerbebetrieb neben der Hausirsteuer noch eine besondere steuer einzusühren, die am Betriebsort festgesetzt und erhoben und deren Ertrag den Gemeinden bezw. den Kreisverbänden überwiesen werden soll. Für die Festsetzung dieser Steuer sind folgende Grundsätze in Aussicht genommen. Die Steuer beträgt sür jede Woche der Dauer des Wanderlagerbetrtebes : m jedem Orte der ersten Steuerabtheilung 50 Mk., der zweiten und dritten Steuer- abtheilnng 40 Mk., der vierten Abtheilung 30 Mk. Eine Theilung dieser Steuersätze für einen kürzeren als ein.wöchentlichen Betrieb findet nicht stakt. Die Woche wird vom Tage der Eröffnung des Betriebs bis zum ^nfan9 entsprechenden Tages der nächsten Kalenderwoche gerechnet. Eine Unterbrechung oder frühere Beendigung des Betriebes vor Ablauf der Woche bleibt unberücksichtigt. Findet der Betrieb in mehreren Verkaufslocalen statt so ist d'e Steuer für j.'des derselben zum vollen Betrage zu entrichten. Vor Beginn des Betriebes an einem Orte ist derselbe bei der Communalbehörde anzumel- den und die Steuer zu entrichten. — Die Einführung einer Steuer in dieser Höhe ist allerdings geeignet, dem Wanderlagerbetrtebe ein Ende zu machen. Baden-Baden, 23. Septbr. Natursorscherversammlung. Während des ganzen gestrigen Tages haben Sections - Sitzungen stattgesunden. Das gestern Abend abgehaltene große Feuerwerks wurde durch Regen etwas beem- trächtigt. Heute fanden wieder Seclions-Sitzungen statt. Nach dem Festesten ist Festvorstellung im Theater, dann italienische Nacht. Kefterreich. Wien, 23. Septbr. Fürst Bismarck stattete heute von 2 Uhr an Be> suche bei dem Erzherzog Wilhelm, dem türkischen und französischen Botschafter unb beim päpstlichen Nuniins, Cardinal Jacobini, ab und empfing dann den Besuch des Großherzogs von Oldenburg. Um 5 Uhr fuhren Fürst Blsma ck, die Fürstin Bismarck, Gras Wilhelm Bismarck und die Fürstin Odesialchz Kainz. enö 8 Mljt: II /I w «"V ,girb *®W Der Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, tncL der Beilage '.Gießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Ervedition Der Abonnementspreis für den Anzeiger, ftet m s Haus geliefert, betragt 2 Mark 20 Pfg. m der Crpetethon abqebolt 2 Mark' für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, betragt derselbe 2 Mark ercl. Postgebühr. 9 Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im IV. Quartal 1879 zufenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten Vie neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefalligst aufgeben zu wollen, um vollzählige Eremplare liefern zu können. Die Spedition. Basa'tstän- auf eschäftig««» i« bei RcM i cu " " PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». $)Ur($ die Post bezogen vierteljährlich 2 Mari 50 Ps» Kießener Wueiger Amige- llÄ AMsblatl fir den Kreis Meßen. aus guter Familie, e thätig war, sucht wäre dieselbe ge- nc oder zu große- Näheres l ^um Ltern. hsckaft ist zu I. Blitz. r Zapfjunge mit im Gasthaus »zum utnB. 9o. te Kminn in der Mlethen. Murter h-ß. Anzeigen. ^Handlung wird Schulbildung ge- " die Exp. d. U Den PW zgen, Gerste lt , Gießen. Mann, mit der aut, sucht in dieser che eine Commis- s. unter Nr.M WüOOOßOg eben ö •.. r R Vieqenfeste die x zum Diner beim Grasen Andraffy, zu welchem 16 Personen geladen waren. Dem Vernehmen nach wird Fürst Bismarck die Rückreise über Dresden nehmen. — Das Diner bei dem Grafen Andraffy endete um 7 Uhr, worauf die Gäste, auch die Fürstin Bismarck und Gras Wilhelm Bismarck, sich ent» fernten. Fürst Bismarck und Ministerpräsident Tisza blieben bei Andrasiy zurück. Eine halbe Stunde später entfernte ^sich auch Tisza, wonach Fürst Bismarck und Gras Andraffy uoch längere Zeit mit einander conferirten. Die Fürstin Bismarck wohnte der Vorstellung tm Karl-Theater bet. England. London. Ueber das Blutbad in Kabul liegt jetzt ein vom indischen Amte veröffentlichter authentischer Bericht eines Augenzeugen vor, welcher selber dem Massacre mit genauer Noth entronnen. Es ist em Soldat der dem britischen Gesandten, Major Sir Louis Cavagnari, beigegebenen indischen Escorte, Namens Taimur. Dem in Lundi-Kotal kommandirenden enalischen Generale Voran erzählte er Folgendes: Am 3. September, gegen 8 Uhr Morgens, zogen die in Balla Hifiar (der Cita- delle von Kabul) stationirten Turkestani Ocdal-Regimenter auf, um ($olb entgegenzunehmen. General Darud Schah zahlte ihnen den toolb für einen Monat, sie beanspruchten zwei Monate, unb als ihrem Verlangen nicht gewillfahrt würbe, brach eine Meuterei unter ihnen aus. Sie befanden sich m der Nähe des britischen Gesandtschaftsgebäudes und ein anderes Regiment hatte sich ihnen angeschlossen. Ein Soldat schrie: „Laßt uns den Gesandten tobten, bann ben Emir." Sie stürzten in den Hofraum des Gesandtschaftsgebäudes und steinigten einige Domestiken. Die Guiden (von der Escorte) fingen ohne Befehl der im Hause befindlichen britischen Officiere an, Feucr zu geben. Die Meuterer holten ihre Waffen und kehrten in einer Viertelstunde zurück, während welcher Zeit die britischen Officiere hätten entfliehen können. Nach ihrer Rückkehr belagerten die Meuterer das Gesandtschaftsgebäude und machten von einer beherrschenden Stellung aus das Dach unhaltbar. Die Vertheidiger stellten auf dem Lehmdache eine Art von Schutzwehr her und feuerten aus den Fenstern. Die städtische Bevölkerung schloß sich den Meuterern gegen 10 Uhr Vormittags an. Gegen 1 Uhr Mittags wurde Major Cavagnari, der sich in dem Schutzgraben befand, von einem Prellschuß an der ©time getroffen, aber nur leicht verwundet. Mr. Jenkyns (Secretär der Gesandtschaft) kam herauf und sandte nach Munshi, um an den Emir zu schreiben, aber da Munshi sich fürchtete, schrieb Taimur den Brief, des Inhalts, daß die Gesandtschaft angegriffen worden und Hülfe nöthig sei. Das Schreiben wurde durch Gholam Nubbi Kabule, einen alten Guidensoldaten, abgesandt Es kam keine Antwort. Gholam Nubbi sagte später Taimur, der Emir hätte auf den Brief geschrieben: „Wenn Gott will, ich treffe eben Anstalten." Major Cavagnari wurde in das Gebäude hineingeführt und von Dr. Kelly verbunden. Secretär Jenkyns sandte dann einen zweiten Brief an den Emir, worin es hieß, daß Major Cavagnari verwundet worden fei, und schleuniger Beistand gefordert wurde. Er wurde durch einen Hindu abgesandt, der sofort in Stücke gehauen wurde. Gegen 3 Uhr Nachmittags sandte Lieutenant Hamilton (der Befehlshaber der Escorte» Taimur mit einem Briese an die Meuterer ab, worin ihnen die Auszahlung eines sechsmonatlichen Soldes versprochen wurde. Um diese Zeit waren die Meuterer auf das Dach des Gesandtschaftsgebäudes gelangt. Taimur begab sich bewaffnet in das Gewühl der Volksmenge, die ihn entwaffnete, aber sein Leben wurde von einem Officier gerettet. Taimur theilte den Aufständischen mit, er wäre der Träger eines Versprechens, ihnen den Sold für sechs Monate zu zahlen. Man warf ihn von dem Gesandtschaftsgebäude herab und er fiel auf das Dach eines niedrigen Hauses. Er verlor die Besinnung und wurde aller seiner Habseligkeiten beraubt. Als er wieder zum Bewußtsein gelangte, wurde er dem General Karim Khan, Comman- deur der meuterischen Brigade, vorgeführt. Karim Khan saß auf einem Bette, umgeben von 50 ober 60 M«nn. Als Taimur ihm sagte, er würde Sold für 6 Monate empfangen, erwiderte er, er wäre hilflos. Er ordnete die Einsperrung Taimur's an. Taimur sagt, er besitze keine Kcnntniß von den Vorfällen nach seinem Verlassen des Gesandtschaftsgebäudes, welches zur Zeit eben in Brand gesteckt wurde. Ein verwundeter Hawllb«r des Emirs ward nach dem Hause gebracht, in welchem Taimur gefangen gehalten wurde, und als Entgelt für das Herausziehen einer Kugel ließ der Afghane ihn bei Tagesanbruch am nächsten Morgen entwischen. Er begab sich darauf nach dem Gesandtschaftsgebäude und sah zuerst die Leiche Hamiltons auf einer Bergkanone, die gegen das Gebäude in's Spltal gebracht worden, hingestreckt liegen. Die Truppen erzählten, Hamilton hätte drei Gegner mit seinem Pistol, zwei mit dem Säbel getödtet, ehe er erschossen wurde. Die Leiche war entkleidet und zerstückelt, aber nicht entehrt. Nicht weit davon lag die Leiche Jenkyns' in gleicher Verfassung. Taimur ging nicht in das Gebäude hinein, ober es wurde ihm gesagt, daß Dr. Kelly's Leiche drinnen läge und daß Major Cavagnari sich in dem Zimmer unter den Verwundeten befand, als das Gebäude in Brand gerieth und über ihm einstürzte. Seine Leiche war noch nicht aufgefunden worden, als Taimur Kabul verließ, aber die anderen drei Officiere waren in einem etwa 100 Ellen von dem Gesandtschaftsgebäude entfernten Garten beerdigt warden. Taimur glaubt, daß kein anderer Vertheidiger der Gesandtschaft sein Leben rettete. Gholam Nubbi, dem Major Cavagnari den Brief gab ist am Leben und in Kabul, und besitzt noch den Brief mit der darauf niedergeschrtebenen Antwort des Emirs. Der vom Emir abgesandte General Davud Schah that sein Bestes, um der Meuterei Einhalt zu thun, aber er wurde vom Pferde gerissen, gesteinigt und durch einen Bajonetstich verwundet. (Den neuesten Berichten aus Lahore zufolge ist er seinen Wunden erlegen.) Während des Angriffes erschienen auch Sindow Yahya und Mustafa Hakibulla und versuchten den Ruhestörungen ein Ende zu setzen, aber sic wurden mit Schüssen empfangen und gezwungen, sich zurückzuziehen. Lady Cavagnari, die Wittwe des in Kabul ermordeten britischen Gesandten, erhält nicht allein eine Pension von der indischen Regierung, sondern die britische Regierung wird auch Ansprüche auf eine Pension aus der Cioilliste in Anbetracht der ausgezeichneten Dienste ihres verstorbenen Gemahls in Erwägung ziehen. Zlutzland. Petersburg, 22. Septbr. Laut amtlichen Berichtes hat die Vorhut der gegen die Tekke Turkmenen vorrückenden Truppen unter dem Befehle des Fürsten Dolgorukow am 18. August zwischen Terkasan und Khodjalkali mit einer feindlichen Abteilung Schüsse gewechselt. Dolgorukow sandte zwei Schwadronen Kavallerie und eine Compagnie Infanterie aus, welche am 23. August den Feind mit Erfolg angriffen und 6000 Schafe nebst 1200 Lttück Rindvieh erbeuteten. Die Verluste waren auf beiden Seiten unerheblich. Türkei. Konstantinopel, 22. Septbr. Die Pforte ließ bezüglich des von Constantin Karajanopulo versuchten Attentates ihren Vertretern tm Auslande folgende Mittheilung zugehen: Obwohl der Attentäter, deffen griechische Her» tunst feststeht, an Geistesstörungen litt, scheint derselbe doch, wie aus den bet ihm aufgefundenen Papieren und anderen Anzeichen hervorgeht, einen verbrecherischen Zweck verfolgt zu haben, als er sich mit Gewalt Eingang in den Palast des Sultans zu verschaffen suchte gerade in dem Augenblick, als der Sultan tm Begriffe war, sich zur Feier deS BeiramfesteS nach der Moschee zu begeben Telegraphische Depeschen. Wagner's tclegr. Correspondenz - Bureau. London, 24. Septbr. Aus der Zusammenkunft zwischen den Ministern Lord Salisbury und Waddington resultirte, wie „Times" erfährt, eine völlige Verständigung über die Hauptpunkte in der egypttschen und griechischen Frage. Behufs Erleichterung der Lösung der egyptischen Finanzschwierigkeit soll künftighin jedes Mißverständniß zwischen Frankreich und England mit dem Khedive vermieden werden. Straßburg, 24. Scpe:br. Der Kaisr hat folgende Cabinets-Ordre an den General Fransecky erlaffen: Ich habe bei den heute beendeten großen Herbstübungen des 15. Armee-Corps den Eindruck vollständig bestätigt gefunden, welchen Ich vor zwei Jahren bei den Besichtigungen eines größeren Theils der Truppen Elsaß Lothringens gewonnen habe. Es ist hier auS den verschie» densten Contingenten ein Corps zusammengesetzt mit Einem Sinn und Einem Streben und ein würdiges Bild für die Vereinigung des deutschen Vaterlandes geschaffen, welches sich seiner gewichtigen Aufgabe in jeder Beziehung gewachsen und würdig erweist. Ich bin Mir wohl bewußt, daß ein solches Resultat nur durch die hohe Einsicht, das Verständniß und die rastlose Thätigkeit des commandirenden Generals erreicht werden konnte und spreche Ihnen gern aus warmem Herzen meinen Dank und die vollste Anerkennung aus, die Ich zu» gleich durch die Verleihung des Kreuzes und Sterns eines Großcomthurs des Hausordens Hohenzollerns bestätige. Ich ersuche Sie zugleich, unter Gewäh- rung der in der Anlage enthaltenen Gnadenbeweise, den sämmtlichen Generalen und Ofstcieren Meinen Dank für die hingebende und auffopfernde Thätigkeit zu sagen, wodurch allein sich eine so durchaus befriedigende innere Ausbildung der Ordnung der Truppen hat ermöglichen laffen, und auch der Mannschaft Meine volle Anerkennung für die Leistungen zu erkennen zu geben, die Ich in allen diesen Tagen ganz besonders an den sehr erschwerten Paradetagen nur durchaus loben und anerkennen kann. Breslau, 24. Septbr. In Königshütte ist ein Fall von Rinderpest amtlich constatirt. Montbeliard, 24. Septbr. Der Minister des Innern, Lepöre, besichtigte gestern die befestigten Höhen von Lomont und äußerte dabei, nachdem er vorher erklärt hatte, er entkleide sich seiner amtlichen Eigenschaften: Wir wollen Frieden und nichts als das, aber wenn irgend wer etwas Anderes wollen sollte, sind wir bereit. Loudon, 24. Septbr. „Times" bespricht den Besuch des Fürsten Bismarck in Wien und erblickt darin eine neue Garantie für die Erkaltung des Friedens in Europa. — DaS „Reuter'scke Bureau" meldet aus Simla vom 24. ds.: Der Angriff Baker's auf Kusht wird erwartet. Die Truppen des Generals Ro» berts erhielten die erforderlichen Transportmittel für den Vormarsch auf Kabul vollständig aelkfert. Der Vormarsch beginnt nunmehr unverzüglich. Berlin, 24. Septbr. Die „Provinzial-Correspondenz" bespricht den Besuch des Fürsten Bismarck in Wien, welcher zunächst als Gegenbesuch Andraffy's und zugleich zur Fortsetzung der Gasteiner Besprechungen beider Staatsmänner In Aussicht genommen, durch den Gang der Ereigniffe und durch die Umstände und Kundgebungen, welche die Anwesenheit des Reichskanzlers in Wien begleiten, noch erhöhte, nicht blos in beiden großen Reichen, sondern auch in ganz Europa erkannte Bedeutung gewonnen habe. Der Empfang Bismarck's in Wien seitens des Hofes wie in der Regierungssphäre, nicht minder seitens der Bevölkerung, sei ein so ehrenvoll au-zeichnender, wie er in solcher Weise wohl kaum einem fremden Staatsmanne jemals zu Theil geworden sei. Die Correspondenz schildert den Empfang und die Stimmung, in welcher seitens der Regierungskreise dem Besuche des Kanzlers entgegen» gesehen und die in dem Begrüßungsartikel des halbamtlichen Blattes Ausdruck fand, und hebt hervor, daß die gesammte Wiener Preffe den deutschen Kanzler mit wärmster Sympathie begrüßt und daß die Meinung von der großen politischen Bedeutung des Besuches in der lebhaften Bewegung Bestätigung gefunden habe, welche sich in den leitenden Regierungskreisen an den Besuch knüpfte. Bezüglich der Auffaffungen und Erwartungen über die Wiener Ver- Handlungen nimmt die Correspondenz auf die Notiz der amtlichen Wiener Zeitung und aus eine Stelle des bekannten Wiener Briefes der „Nordd. Allg. Ztg." Bezug und schließt ihre Besprechung dann mit folgenden Sätzen: So« weit daS vorläufige Urtheil über Character und Bedeutung der im Gange befindlichen Verhandlungen. Eine in hohem Maße beachtenSwerthe Thalsache ist die, daß abweichend von allen sonstigen ähnlichen Fällen diesmal ganz Europa von der friedlichen Bedeutung und Wirkung der Verhandlungen überzeugt zu sein scheint. Straßburg, 24. Septbr. Der Kaiser hat dem Oberprästdenten 3000 Mark überwiesen zur zweckmäßigen Vertheilunz an Arme, die sich mit Bittgesuchen persönlich an den Kaiser wendeten. Auch die Kaiserin hat bei ihren Besuchen der Wohlthätigkeitsanstalten letztere beschenkt. Der Bürgermeisterei-Verwalter Back veröffentlicht Folgendes: Seine Majestät der Kaiser und König haben mir den Auftrag zu ertheilen geruht, für den Allerhöchst Ihm und Ihrer Majestät der Kaiserin in diesen Tagen Hierselbst gewordenen freundlichen Empfang der Bevölkerung Straßburgs seinen Dank auszuspcechen. — Es gereicht mir zur Freude, dieses Allerhöchsten Auftrages mich hierdurch entledigen zu können. Back. — Vor seiner Abreise beschenkte der Kaiser den Theaterdirector Heffler mit einer brillantenbesetzten Busennadel. Wien, 24. Septbr., Abds. Fürst BiSmarck conferirte gestern Nachts nach der Rückkehr von Andrasiy mit dem Prinzen Reuß und setzte diese Eon» serenz heute fort. Heute hatte Bismarck eine */i Stunden dauernde Unterredung mit Andrasiy. Das Diner war der Zeiterspamiß halber im Hotel Imperial arrangirt; an demselben nahmen Andraffy, Haymerle, Prinz Reuß und Hauptmann v. Steininger Theil. Die Abreise Bismarck- erfolgte 8 Uhr Abends. Eine dichtgedränge Menschenmenge umstand Hotel und Bahnhof; der Perron war von einem destinguirten Publikum vollständig gefüllt. Andraffy, welcher vor Bismarck erschienen war, unterhielt sich mit dem letzteren bis zu der Abfahrt. Nachdem das Zeichen zur Abfahrt gegeben, erschien zuerst die Für- stin Birmarck am Arme des Prinzen Reuß, dann der Fürst mit Andraffy und der deutsche Generalconsul v. Mallmann mit dem Botschaft-personal. Der Fürst und die Fürstin verabschiedeten sich darauf herzlich von Andraffy und dem Prinzen Reuß. Am Coupefenfter wechselte Bismarck noch einige Worte mit Andraffy und reichte demselben im Momente der Abfahrt nochmal- die Hand. Auch die Fürstin winkte dem Grafen Andraffy nochmal- einen Gruß zu. BreHilan, 24. Septbr., Abds. Gegen die Weiterverbreitung der in Königshütte ausgebrochenen Rinderpest sind von der Regierung zu Oppeln die umfaffendsten Maßregeln getroffen.___________________________ Lokale-. Gießen, 25. Srptbr. Am 30. d. M. begeht der Großh. Rabbine Herr Dr. Levi sein fünfzigjähriges Amtsjubiläum hterselbst. Zur würdigen Feier dieses seltenen Ehrentages ist folgendes Programm aufgestellt worden. Vormittags 10 Uhr: Festgottesdienst in der. Synagoge, hierbei feierliche Einführung des Jubilars, Ansprache des ersten Vorstehers Herrn M. Hornberger an denselben, sowie Festpredigt des Jubilars. Vormittags 11 Uhr: Empfang in der Wohnung des JubilarS und Nachmittags 2 Uhr: Festessen in Wenzel's Garten. i , das was **,g8 S< ""Ti ich ch»»> mlA? L tai« 3™, Sy* an viel» Orten auf den Speicher Holzstöße wurde, strahe herunterget ckwommen und tobte da» W-H Fenster in das Hofplätze und Ke Wolkenbruch Etc ursachte. Auch t schaden ein; m J ' - Wer d bürger ging # Jugendzeit erinnti unb unser Spießb -vielleicht bequemer in's Wasser gefall brachten den alten auf Gottes Srb6o' tonnen, sie brachen ...f M « Gärten ^ jtd 5%S. b«i. ““ Ä Tamstag d 9ladr soll die Ernte i Korn, Kartoffel werden. Die Echiffenberger Eisenbahn. Eichen, den Obstvi Montag 1 von M Nd, mW! N«i, am Jgjw - aBrttot Wo V« «242) ÄJ Ä statt. .’M'niuü Maj Mve Dienstag d des 9tod) soll tm stscal Buskil ba8 O 14 Bir/Mme versteigert wert Gießen, den Grvßhnzotzl. «230) nung vorgefunden. Submission veranschlagt 6238) 6180) 6209) Prima Saatkorn bei 6252 6239 versteigert. usi « n n Steinhauerarbeit, Zimmerarbeit Dachdeckerarbett, Schreinerarbeit, Schlosserarbeit, Glaserarbeit, Weißbinderarbeit, Spenglerarbeit Pflasterarbeit, Herstellung eines Aufzuges . . Luftheizung Wasserleitung Ventilationseinrichtung . . - Jeikgevotenes. 6250) Heute etngetroffen: Mr Frische Steinbutten MS KSt* Frische Seezungen Grossherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Reust. — Aus Lautenburg in Westpreußen wird berichtet: Der Schuhmacher C., ein wohlhabender und sehr frommer Mann, hatte vor einiger Zeit sein Dienstmädchen im Verdacht, ihm 30 Thaler gestoblen zu haben. Da das Mädchen die That nicht eingestehen wollte, legte C. ihr in die Achselhöhle unter jedem Arm ein siedend heißes Ei und band ihr die Arme an den Körper so, daß die Eier in den Achselhöhlen fellliegen bleiben mußten. In Folge der Schmerzen gestand die Unglückliche den Diebstahl und wurde verhaftet. Im Gefängniß klagte sie über die ihr durch die Brandwunden verursachten Schmerzen- Die Sache wurde untersucht und gegen C- Anklage erhoben. In erster Instanz wurde er wegen Peinigung zu zwei Jahren Gefängniß verurteilt, das Appellationsgericht legte ihm noch ein Jahr zu, und die Nichtigkeitsbeschwerde, welche er jetzt eingereicht hat, wird das Erkenntniß wohl nicht ändern. -- (Ein Museum verbrannt.) Das größte und berühmteste anatomische Museum Hasner in Rußland ist, wie russische Blätter melden, am 10. ds. in Charkow total abgebrannt. Das Museum, welches Millionen von Rubeln kostete, war nicht versichert. — Am 6. ds. langte in London der Dampfer Hooper nach einer vierzehntägigen Reise von Boston mit der folgenden gewaltigen Ladung an: 135,000 Bushels Weizen, 17,500 Bushels Korn, 4500 Kisten Hummer, 932,970 Pfd. Tabak, 435 Sack Hafergrütze, 6973 Sack Mehl, 200 Kisten präservirtes Fleisch, 400 Faß Mehl, 100 Faß Wachs, 33 amerikanische Orgeln, 460 Stück lebendes Großvieh, 1600 Stück lebende Schafe, sowie noch verschiedene KaufmannSgütcr. _ Handel und Verkehr. Limburg, 24. Septbr. (Fruchtmarkt.) Rotber Weizen X 17.—, Weißer Weizen 17.—, Korn X 10.45, Saatkorn X 12.20,Gerste X 9.45, Hafer, X 6.20, Erbsen X —, Kartoffeln X -- (Durchschnittspreis pro Malter.) k , .. Frankfurt, 24. Septbr. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X< 2 — 3, altes Heu X ©tTot) X 2—2.60. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 0,95, 2. Qual. X 0.80, tm Detail 1 Qual. X 1.20, 2. Qual. X 1.5—1.10. Eier das Hundert deutsche X 5.50, italienische X 6.70. Ganze Erbsen 100 Kilo X 20—26, geschälte Erbsen 27-33 X, Bohnen 20—27 X Linsen 32—46 H Weißkraut 100 Stück 8-'0 X, Rothkraut I St. '5-25 Kohlrabi 4- 6 X Kohlkraut - Gurken 100 Stück X L50-2.20, Blumenkohl 1 Stück 15—20 A, Wirsing 8—15 H, Kartoffeln 100 Kilo X 5-6, Bohnen der Centner 15-16 X, Zwiebeln 25 Bund 1 X, Merrettige 25 Stück 3—4 X, 1 Stück *5—20 H, Rettiqe 25 Stück X 150, 1 Stück 5—6 H. Ochsenfieilcy per Pfund 65 — 70 Rindfleisch 50 Kuhfleisch 55—60 X Kalbfleisch 45 — 55 H, Stier- und Farrenfleisch — Hammelfleisch 48—65 X Schweinefleisch 60—70 ein Hahn, lebend, X 0.70-1.20, geschlachtet X 0 90-1.70, ein Huhn, lebend, X 0.90-1.30, geschlachtet X 1.60-2 40 Ente, lebend, X 1-20-1.50, geschlachtet X 2—3, Gans, lebend, X 3.50—4.50, geschlachtet X .5—8, Taube, 45—60 H, Feldhühner 1 Stück X 1 — 1.80, ein Hase X 4. Wurstpreise unverändert. Holz, prima BuchewScheitholz in ganzen Fuhren je nachdem geschnitten X 1-25-60 der Ctr. Steinkohlen der Centner 85 Prima Steinkohlen der Centner X 1-60, Tannapfel per Hett. 80—85 H, Lohkuchen per 10o Stück 10—12 X 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. Hrchherzogliche Realschule zu gießen. Der Unterricht beginnt Mittwoch den 1. October. Anmelvungen neuer Schüler, die indeß, soweit es die Vorschule betrifft, nur in beschränkter Anzahl Aufnahme finden können, werden am vorhergehenden Tage von dem Unterzeichneten in seinem Amts- zimmer in Empfang genommen. Gießen, den 24. September 1879. Großherzogliche Realschnl-Direlrtion. Dr. Ce»1 :in< öbtent^ । itli(nfltn,nn in btr w ip#,8 (jfltlrt1' V Wir machen hiermit die Miltheilung, daß in Folge der in Gießen und Grünberg eingetretenen Itindviehmarktsperre mit Genehmigung Großherzoglichen Ministerium« Rindvieh - Märkte in Lich bei Giessen am 1. und 22. October, 5. und 19. November, 3. und 17. December abgehalten werden. Der schon von jeher bestehende Krämer- u. Schweine- Markt vom 30 September wird ebenfalls abgehalten. Die für die Erweiterungsbauten des Landeszuchthauses erforderlichen Arbeiten, resp. Lieferungen, nämlich: Maurerarbeit,.......v* , , „ Kieiren, 25. Sept. In der Nacht vom 23. zum 24. ds wurde in zwei verschiedenen zu- « G f k tt, Seltersberae W äsche, welche zum Bleichen aufgelegt war, gestohlen. Eine WarnungfeS ^außfrau, bie1 nW in offenen Gärten während der Nacht ohne Aussichten (inem eo[Iegen d-flen Stelle vertreten benutzte die Abwesen- 6-it um verschiedene Kleidungsstücke und einen kleinen Geldbetrag aus dem Pferdestall zu ent- wenden Derselbe wurde heute Morgen verhaftet. Einen Theil der Kleider hatte der Dieb in den Winkel, wo der Stall steht, wieder zurückgebracht, oer andere Theil wurde in seiner Woh- Zusammen 43527 90 sollen auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden. Pläne und Voranschlag, sowie die Submissionsbedingungen liegen auf dem Büieau des Unterzeichneten zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten, in welchen die Gebote nach Procenten der Voranschlagssumme zu erfolgen haben, mit der Aufschrift: ew .Submission zur Uebernahme der Arbeit für die Erweiterung des Landeszuchthauses Marienschloß" verschloffen und frankirt bis längstens Freitag den 3. Oetober d. I., Morgens 10 Uhr, einzureichen sind. Friedberg, den 23. September 1879. Vermischtes. - Das Süvpfälz. W." schreibt untern 18. ds. aus Bergzabern: .Das Wasser , " de/Schreckensruf, der gestern Abenv nach 10 Uhr unsere Stadt in Alarm LT 68 ««“er .U4tTen g"ni=n «benb ziemlich Rar!, bis gegen 9 Uhr ein heftiges Ge- fegte, roeueneu^m u n H 6 DaS Gewitter war aber bald wieder vorüber, ^nneratbmet " ü Ä dnmal der Rus erscholl: „Dos W°ffer kommt!" In ^cktia n S röwen mit furchtbar reißender Gewalt ergoß sich das entfesselte Element, aus ? ^fRsn^TnTnei Dirkenbördter und Blankenborner Thal kommend, in unsere Stabt. Sammt. T- B°ück.nm dekÄ rst^t wurden losgeriffen und mit fortgenommen. Es ist kaum zu be- w,Icker Wucht da« W-ff-r von der Vorstadt sich nach der Bachgaffe walzte. In IT ku».? qeü standhi« da« Waffer fast einen Meter hoch. Sämmtttche niedrig gelegenen Wobnunaeu füllten sich chuell mit Waffer. Möbel und Haushaltungsgegenstande Hauser und Wohnungen füllten^ bQjj @ebrün be6 VieheS. dann Tn Orten an höher gelegene Stellen gebracht werden mußte. Schweine wurden sogar t T- Sn.!*,? aebracki um sie vor dem sicheren Tode zu retten. Stämme. Balken, Dielen, °u .d-» Sd'!ch r bracht um sie «° ^änn„ auf Balken und Dielen die B-ch- LÄk b runTetrleben Sogar eine Windmühle und ein großes schwere« Pfuhlfaß kamen ge- straße h-run "getrieben sogar bet ®$leu[e am »ahnhose, die nicht gezogen war. tobTT“« Waste“ furchtbar An den meisten Häusern konnte man nicht anders als durchs n I csauK aetanaen. Die Verwirrung und Bestürzung war eine allgemeine. Alle §oÄlLtz/"und Keller sind mit hohem Schlamm angefüllt. Wie man hört, soll im Westrich ein ""fei: KÄÄ’S behäbigerSpieß- sTeSbüroer lag zabbelnd im Waffer. Bel den Drachenftudlen, die er zu Hause wlellesib bememer gehabt hätte, hatte er nicht vor sich gesehen, einen tritt getfcan unb war TE Waller ae7allen ’ Einige Knaben, die sich in einem Rachen an der Uusallstätte umheririebeu. i Tu Burick n wieder auf^s Trockene. Die Situation de« Alten, al« er wieder -uT I marsch auf Kabul jügltch. ij" bespricht ben als Gegenbesuch prechungen beider rignisse und durch | des Reichskanzlers i Reichen, sondern . Der Talpfan^ ; irungssphäre, nicht! nchnender, wie er I jemals zu Theil ) die Stimmung Kanzlers entslegen- Vialies AnsdruL ■ deutschen Kanzler von der großen ! itgung Bestätigung \ jen an den Besuch \ r die Wiener Ser* amtlichen Wiener der „Nordd. Allg.! nden Sätzen: So-l nfl der im Gange nSwerthe Thalsache | jflen diesmal ganz erhandlungen üSer- m Ober-Oenten Ixmt, -ie sich « je SaM hat b i Der Burger- Mt der * ben WM selbst ge^rdenr" int -u-chrM. es mich h^urch te der W bfil Je gest.w ieste dies' 6««' n dauernde ^f ♦ 8|4 breite reinwollene Lamas ♦ t zu