RSTK . ichon möb- QBe- per I.Oct. i“ vermiethen. ^Pjanägajje. n'1 Zubehör m A Herr» ift bo§ Don L1. Oktober l'ethen. 'imer Lohn. jqz Ä »er tebe"lo eine ^ianb224 "c Mansarden! Zeigen. !nt,en ober Einfachen, können Markt K. 32. n- u. facher (5227 nf)Qri)t vekches die Küche wird für Anfang gesucht Nachzu- rer^Dr. .Zeel. seS EngroS- svfort einen i Dorkennt- m jungen irling unter mgcn. Wo? d. Dltts. )II ttiltgiucbl. J, M'knpW_ sticht . Waüeusel«. m Stüttgen ist einer leißungs- Mifc uni) Sdeinehmk Nrinße A-ft- ttfl JM ä-ß-rß duftet z»r 9* BkkftzMg. . Um«««' fit B. 100. iüNWb5 ■r» K»z. -SO nWÄ aller * «W 'Ä0^ Dienstag den 26. August IST». Str. 197. reßener finrelger Anieigk- m) Amtsblatt für den Kreis Gieße«. RedaetionSvrrreair t ExpeditionSburean r | Schulfiraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagK. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Aotitisch Die neue Justizorganisation. XV. Die öffentliche Klage. Das Recht und die Pflicht des Staates, überall da, wo die Verübung einer strafbaren That zu seiner Kenntniß gelangt, einzuschreiten und die Thäter zur Bestrafung zu bringen, übt die Staatsanwaltschaft aus. Jedermann, nicht nur der Verletzte, kann ein Vergehen zur Anzeige bringen. Bestraft kann aber, abgesehen von der Privatklage, Niemand werden, ohne daß gegen ihn die öffentliche Klage (Strafklage, Anklage) erhoben ist. Der Proceß ist dann ein Rechtsstreit zwischen Ankläger und Beschuldigten, den der Richter entscheidet. Nur der Gegenstand der Anklage kann Gegenstand der richterlichen Entscheidung sein. Eine erhobene Anklage kann nach Eröffnung der Untersuchung nicht zuiückgenommen werden. Die nächste Aufgabe des Staatsanwalts ist die Prüfung der Anzeige. Ergtebt z B. der Inhalt der Anzeige, daß eine strafbare Handlung nicht vorliegt, so wird er sie weglegen und den Denunctanten abschlägig bescheiden. In den meisten Fällen wird ein „Vorbereitungsverfahren" der öffentlichen Klage etntreten. Wo die Mitwirkung eines Richters nothwendtg oder wünschenswerth erscheint (Haft, Eid, Augenscheins- nahme rc.), hat der Staatsanwalt seine Requisition an den Amtsrichter, nicht wie früher an den Untersuchungsrichter zu richten. Der Amtsrichter kann auch von Amtswegen etnschretten, wenn Gefahr, im Verzüge ist, ohne Ersuchen des Staatsanwalts, z. B. wenn der Angeschuldigte darum bittet oder der Verlust eines Zeugniffes zu befürchten steht (bei lebensgefährlicher Erkrankung). Entweder findet der Staatsanwalt den Angeschulbigten genügend belastet und erhebt sofort die Anklage oder er hält den Beweis nicht für ausreichend, dann verfügt er Einstellung des Verfahrens. Hiervon hat er den Beschuldigten, was bisher nicht der Fall war, in Kenntniß zu setzen, wenn gegen denselben ein Haftbefehl erlösten oder er gerichtlich vernommen war. Von der Einstellung ist dem Denuncianten unter Angabe der Gründe Mittheilung zu machen; war letzterer zugleich der Verletzte, so steht ihm dagegen die Beschwerde (Oberstaatsanwalt, Justizminister) zu, welche entweder zur Erhebung der Anklage, zur nochmaligen Prüfung anweisen oder den Denunctanten gleichfalls abschlägig bescheiden. Im letzteren Falle steht demselben — und dies ist ganz neu — ein Antrag auf gerichtliche Entjchetdung zu. Dieser Antrag muß von einem Rechtsanwalt unterzeichnet fein und alle Thatsachen und Beweismittel angeben, sowie dem zuständigen Gericht überreicht werden. Das Gericht fordert dann die Acten von der Staatsanwaltschaft ein und theilt den Antrag dem Beschuldigten unter Bestimmung einer Frist zur Erklärung mit. Alle Ermittlungen können durch den damit beauftragten Amtsrichter oder Untersuchungsrichter stattfinden. Das Gericht faßt dann Beschluß; es hält entweder gleichfalls den Antrag für unbegründet oder beschließt die Erhebung der Anklage. Der Staatsanwalt hat diesem Beschluß unweigerlich Folge zu leisten. Der Antragsteller kann bet diesem Verfahren vom Richter zu einer Sicherheitsstellung in Höhe einer vom Richter zu bemestenden Summe angebalten werden; muß auch, wenn sein Antrag nicht durchgeht, die Kosten des Verfahrens tragen. Findet der Staatsanwalt die Sache so unaufgeklärt oder verwickelt, daß er das Ermittlungsverfahren nicht für ausreichend hält, so stellt er den Antrag auf gerichtliche Voruntersuchung. Den gleichen Antrag kann der Angeschuldigte stellen, wenn er ihn mottviren kann (z. B. als nöthtg für feine Vertheidtgung). Die Voruntersuchung muß ftattfinden in allen Strafsachen vor dem Reichsgericht und vor dem Schwurgericht. Ueber die Einwände gegen die Voruntersuchung entscheidet das Gericht selbst; ist durch Gerichtsbeschluß ein Antrag des Staatsanwalts oder des Beschuldigten auf Eröffnung der Vorunrersuchung zurückgewtesen, so steht beiden Theilen die Beschwerde zu. Im Vorbereitungsverfahren hat der Staatsanwalt die Leitung, in der Voruntersuchung das Gericht, welches sie durch Untersuchungsrichter führt, aber auch auf Antrag des Staatsanwalts einen Amtsrichter damit betrauen kann; jedoch dann nicht, wenn der Untersuchungsrichter an dem Wohnorte des Amtsrichters thätig ist. Der Untersuchungsrichter ist vom Staatsanwalt, welcher jederzeit Anträge stellen kann, unabhängig; er führt die Voruntersuchung bis zur Ueberführung oder Entlastung des Angeklagten. Treten neue strafbare Momente auf, so fragt er die Staatsanwaltschaft wegen Ausdehnung der Un- tersuchung an und gestattet den Einblick in die Akten. Sowohl die Eröffnung als der Abschluß der Voruntersuchung ist dem Angeschuldtgten mitzutheilen; auch muß er, selbst wenn er schon vorher vernommen worden ist, in der Voruntersuchung umfaffend vernommen werden. Hält der Untersuchungsrichter den Zweck der Voruntersuchung für erreicht, so schließt er sie ab und übersendet die Akten dem Staatsanwalt, der das Ergebntß prüft. Deutschland. AuS dem Großherzogthum Heffen. Die Thatsacke, daß fremde Bischöfe in den katholischen Gemeinden Heffens Firmungen vornehmen, enthält keine Verletzung der Gesetze. Nach dem 1875er Kirchengesetze über die Vor- btldung und Anstellung der Geistlichen kann, wenn es sich um die Befriedigung eines vorübergehenden Bedürsniffes handelt, die kirchliche Behörde eine einst- er Hheit. wellige Stellvertretung oder Hülfeleistung, vorbehaltlich des Einspruchs der Staatsregierung anordnen. Im Fragefalle liegen jene Voraussetzungen des Gesetzes vor und handeln die Bischöfe im Auftrage ihres Kirchenoberen, des Papstes. Für die Regierung liegt kein Anlaß vor, Einsprache zu erheben, da die religiöse Amtshandlung nur eine vorübergehende ist und es sich um eine Befriedigung des religiösen Bedürsniffes eines kleinen Theiles katholischer Untertanen handelt. (Fr- Journ.) Darmstadt, 23. August. Das Verordnungsblatt für die evangelische Kirche des Großherzogthums Heffen Nr. .3 enthält die Bekanntmachung, die Einthetlung der Geistlichen in die Gehaltsklaffen betreffend. Berlin, 23. August. Wir müssen entschieden wieder stärkere Panzer haben! Die diesjährigen großen Schießversuche des Krupp'schen Etabliffements können, wie der „Köln. Ztg." von einem militärischen Mitarbeiter geschrieben wird, kaum verfehlen, auf die Frage des Panzerschutzes eine sehr tiefgreifende Rückwirkung auszuüben. Die verlässigen Berichte des genannten Etabliste- ments über die Ergebntffe der einzelnen Versuche liegen zwar noch nicht vor, darin stimmen jedoch alle schon veröffentlichten Mittheilungen überein, daß selbst verhältnißmäßig schwache Kaliber, die 15,5 und die 24 Ctm. Kanone, einen sehr starken Panzer durchgeschoffen haben. Es soll sogar gelungen fein, mit den Geschossen dieses letzten Geschützes einen Doppelpanzer von einer 12- und 8zölligen Platte, wie ihn zur Zeit das englische Thurmschiff „Inflexible" besitzt, glatt zu durchschießen, was ein wahrhaft staunenswerthes Ergeb- niß wäre. Herr Gruson in Magdeburg wird also nun die Aufgabe erhalten dickere Platten anzufertigen, worauf dann natürlich Herr Krupp in Essen nicht verfehlen wird, noch stärkere Kanonen zu liefern. Und so geht das mit Grazie fort in's Unendliche. Vom Neckar, 23. August. Das Bundesamt und der Großh. Bad. Verwaltungsgerichtshof haben in anhängigen Rechtsfällen übereinstimmend erkannt: 1) Einem Hülfsbedürftigen muß der vorläufig verpflichtete Ortsarmenverband, in deffen Bezirk die Hülfsbedürftigkeit hervortritt, die erforderliche Unterstützung so lange gewähren, bis der Hülfsbcdürftige sich freiwillig oder nach erfolgter Ausweisung und Uebernahme der Fürsorge durch einen andern Armenverband wieder aus seinem Bezirke entfernt. 2) Von der Erfüllung diefi r Pflicht kann sich ein Armenverband auch nicht durch den Wunsch des Hülfsbedürftigen nach Verbringung in seine Heimath für entbunden erachten. 3) Die Bewilligung eines Reisegeldes, um einen Hülfsbedürftigen weiter zu befördern, ist eine widerrechtliche Aufschiebung. 4) Die Aussicht auf Unterbringung und Versorgung eines Hülfsbedürftigen bei Verwandten entbindet den fürsorglich pflichtigen Armenverband von der gesetzlichen Pflicht der ferneren Fürsorge und berechtigt ihn, den Hülfsbedürftigen zu jener weitern.zu befördern nur dann, wenn diese Letzteren die verbindliche Zusage der Gewährung der erforderlich werdenden Unterstützung gemacht haben und voraussichtlich in der Lage sind, diese Zusage zu erfüllen. 5) Der Armenverband, der sich der Verpflichtung, vorläufige Unterstützung zu gewähren, entzogen hat, und Hülfsbedürfttge (In- oder Ausländer) einem andern Armenverbande zugeschoben hat, haftet jedem dadurch benachtheiligten Armenverbande. 6) Der benach- theiligte Armenverband kann gegen den Ortsarmenverband, der sich der vorläufigen Fürsorgepflicht durch Weiterbeförderung des Hülfsbedürftigen widerrechtlich entzogen hat, nicht nur auf Uebernahme der vorläufigen Fürsorge, sondern auch auf Ersatz der nothwendig aufgewendeten Armenpflegekosten klagen. (B. L-). Kekerreich. Wien, 23. August. Die Ankunft des Fürsten von Montenegro in Wien wird in den ersten Tagen des September erwartet. Bei seiner Anfrage, ob der Besuch genehm sei, betonte der Fürst, er wolle als der erste der Fürsten, die durch die Neugestaltung im Orient große Vortheile errungen, dem Kaiser für seine wohlwollende Unterstützung danken. Er hoffe eine weitere Befestigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern. Die loyalen Gesinnungen des Fürsten fanden hier volles Verständniß und freundschaftliches Entgegenkommen. Wien, 23. August. Ministerpräsident Tisza ist heute hier eingetroffen und nimmt an der heute unter dem Vorsitze des Kaisers stattfindenden gemeinsamen Minister-Conferenz Theil. — Die „Polit Corresp." meldet aus Konstantinopel : In der gestrigen ersten türkisch-griechischen Conferenz verlasen die griechischen Bevollmächtigten ein detaillirtes Expose der auf den Berliner Vertrag basirten Forderungen ihrer Regierung. Das Expose lief in die Frage aus, ob die Verhandlungen auf der von dem Berliner Vertrage vorgezeichneten Grundlage ftattfinden würden. Savfet Pascha erklärte, er werde darauf nach drei Tagen antworten. Es verlautet, die nächste Conferenz in der griechischen Frage werde am 28. d. ftattfinden. — Ein Befehl des Sultans ordnet die Entlastung von 80 Bataillonen Redifs an. — Die internationale Commission in Philippopel wird sich demnächst mit mehreren die Zollämterfrage betr. Angelegenheiten beschäftigen, welche die Souveränetät des Sultans und die Finanzen des türkischen Reichs sehr nahe berühren. Später wird die Com, Mission in Konstantinopel eintreffen, um sich mit dem Art. 23 des Berliner Vertrages zu beschäftigen. Schweiz. Bern, 23. August. Die Erben Favre's upd das Garantie-Consortium haben wie zu erwarten war, die Tunnelarbeiten ohne Unterbrechung seit dem Tode'Favres in früherer Weise fortbetreiben lasten und als Chef derselben, sowie als Vertreter nach Außen bezeichnet den Herrn Stockalper. bisherigen Bohrungs-Ingenieur auf der nördlichen Tunnelstrecke. Die Gotthard-Dtrection hat, so viel man weiß, keinen Grund, diese Ernennung anzufechten, sondern kann sich gratuliren, daß der Geschäftsübergang von Favre auf seinen Nach, folger sich in so glatter Weise vollzogen hat. Jrankreich. PariS, 23. August. Die „Patrie" meldet, die Zusammenkunft zwt. schen dem Grafen Chambord und den legitimistischen Notabilttäten habe gestern auf französischem Boden stattgefunden. Der Gedanke kluger Zögerung und Hinhaltung habe in der Versammlung vorgeherrscht. Graf Chambord habe seinen Anhängern gerathen, keinerlei Agitation zu unternehmen. Die „Union" und die anderen legitimistischen Journale erwähnen der Zusammenkunft nicht. England. London, 23. August. General Chelmsford hat das Großkreuz des Bath-Ordens erhalten. Türkei. Konstantinopel, 23. August. Gestern hat die erste Conferenz der türkisch-griechischen Bevollmächtigten über die griechische Frage stattgefunden. Die Conferenz währte nahezu anderthalb Stunden und wurde größtentheils mit Formalitäten ausgefüllt. Der Tag der nächsten Conferenz ist noch unbestimmt. Telegraphische Depeschen. »aguer'S telrgt. G-rresp»ubeuz- ««re«». Darmstadt, 24. August. Der Herzog und die Herzogin v. Edin, burgh sind heute Nachmittag in Jugenheim etngetroffen. Der Großfürst Wla- dimtr war gestern und heute ebenfalls dort anwesend. Arcachorr, 24. August. Gestern hatte der König von Spanten eine neue Zusammenkunft mit der Erzherzogin Marie Christine. Bukarest, 24. August. Die Kammern sind gestern nach Ablauf ihrer einmonatltchen Vertagung wieder zusammengetreten. Die Botschaft des Fürsten anläßlich der Wiedereröffnung der Sitzungen sagt, die Regierung werde die Actenstücke wegen der durch den Berliner Vertrag auferlegten Revision der Verfassung vorlegen. Die Botschaft spricht ferner die Hoffnung aus, daß das Parlament dieser Frage eine für die nationalen Jntereffen befriedigende Lösung geben werde. Die Kammer vertagte sich bis zum 1. September. Der Senat hat Montag Sitzung. Stockholm, 24. August. Der russische Thronfolger ist heute Nach, mittag 2V3 Uhr auf dem königlichen Dampfboot „Sköldmön", welches mit den höheren Hofbeamten an Bord nach Waxholm entgegengefahren war, hier etngetroffen. Der Thronfolger wurde unter Kanonensalut in der königlichen Schaluppe nach Skeppsbro geführt, wo die Spitzen der Behörden zu seinem Empfange anwesend und eine Ehrencompagnie aufgestellt war Die Musik spielte die russische Nationalhymne. Der König mit seinem militärischen Gefolge empfing den Großfürsten auf der Schloßgartentreppe in herzlichster Weise. Der Thronfolger wohnt im Schlöffe. Heute Abend findet eine Promenade- fahrt im Thiergarten statt. Die Mer der Enthüllung des Landes-Denkmals in Darmstadt. (Schluß.) War die Stimmung der Festgäste bis jetzt schon eine fteudige, so wurde sie eine geradezu feierlich gehobene, als plötzlich und unerwartet um 5 Uhr Seine Königliche Hoheit der Großherzog in Begleitung Ihrer Großherzoglichen Hoheiten der Prinzen Heinrich und Wilhelm im Banketsaale erschienen. Endloser Jubel begrüßte den geliebten Landesherrn und Seine hohen Brüder. Hat er doch in den Lorbeerkranz, welchen am 18. August 1870 Germania um ihre Schläfe wand, einen der schönsten Zweige gefugt. Die Herrschaften nahmen an dem Tische des Central-Comitees Platz und nach kurzer Seit erhob sich Seine Großherzogliche Hoheit der Prinz Heinrich, der Commandeur unserer Division, und brachte unter dem tiefsten Schweigen der Festgäste etwa folgenden Trinkspruch aus: „Ich bin überzeugt, aus Ihrer Aller Herzen zu sprechen, wenn ich den Gefühlen der Dankbarkeit Ausdruck gebe dafür, daß Seine Königliche Hoheit der Großherzog uns die Gnade geschenkt haben, in unserer Mitte zu erscheinen. Ich fordere Sie auf, auf den ruhmreichen Führer unserer Division in den Jahren 1870 und 18/1 Ihr Glas zu leeren. Seine Königliche Hoheit unser allverehrter und edler Großherzog er lebe hoch!" Weit über die Räume des Saales hinaus erschallte das Hoch auf den Landesvater und in den Herzen Seiner getreuen Unterthanen findet es einen mächtigen Widerh^o' steigerte sich die Begeisterung, als Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog selbst sich zu dem bereits mitgetheilten Trinkspruch auf Sein Hessenland erhoben. Männer eines Landes, das einen Fürsten seinen Vater nennt, dessen erhabene Tugenden gerade an Ehrentagen des Volkes in besonders strahlendem Glanze hervortreten, müssen m ein von höchster Stelle ausgebrachtes Hoch auf dieses Land mit freudiger Begeisterung und ehrfurchtsvollem Danke einstimmen, und dies haben die Festgäste unter den Klängen der Nationalhymne gethan. L Hierauf ergriff wiederholt Seine Durchlaucht Fürst Bruno zu Ysen bürg und Büdingen das Wort, um anknüpfend an den von Herrn General-Maior v. Lynckcr Namens der Division ausgesprochenen Dank den Dank des Comitees hierfür darzubrmgen. Er glaubt demselben keinen besseren Ausdruck geben zu können, als in einem Hoch auf den nunmehrigen Commandeur der hessischen Division, Seine Großherzogliche Hoheit den Prinzen Heinrich. Auch dieses Hoch fand den freudigsten Wiederhall in der Festversammlung. Es folgte nunmehr ein Toast des Präsidenten Großh Ober-Consistoriums Herrn Dr. Goldmann auf die Herren Generallieutenant v. Wichmann, Generallieutenant d. Wittich und Generalmajor v. Lyncker, welche als Angehörige der Division in den Jahren 1870 und 1871 dem Feste anwohnten, und deren, wie der Redner bemerkte, die Division mit Stolz gedenkt, worauf Herr Generallieutenant v. Wittich etwa folgende Ansprache hielt: . Meine Herren, ich glaube, ich habe noch eine deutliche Stimme, obgleich ich langst aus dem militärischen Dienste geschieden bin. Ich nehme dieses Glas im Namen der Herren die Sie haben hochleben lassen, weil ich an Jahren der Aelteste bin — ich bin gewissermaßen schon ein Greis. Ich bin augenblicklich ein Bauer, wie sie jetzt allgemein als Agrarier gekennzeichnet werden. Ich kämpfe seit 3 bis 4 Jahren als Agrarier für die Wirthschaftsreform des Deutschen Reiches. Früher war ich Soldat und die Herren, die Sie mit mir genannt haben, sind brave, deutsche Generale und ich danke Ihnen in deren Namen für den Toast, den Sie ihnen gebracht haben. Ich selbst aber — nun spreche ich blos für mich — bin vor mehr als 10 Jahren hierher gekommen in das Großherzogthum Hessen, mir damals ein fremdes Land, fremd, weil ich die Einwohner nicht kannte, sonst wohl bekannt, weil in mir ein deutscher Sinn herrscht von meiner Jugend an, wie es einem preußischen Soldaten geziemt. Wir waren von jeher deutschen Sinnes, obgleich treue Preußen; wir betrachteten uns als das Schwert Deutschlands. Und so bin ich hergeschickt worden von meinem Allerhöchsten Kriegsherrn, dem jetzigen Kaiser und damaligen König von Preußen; ich bin hergeschickt worden unerwartet und unerwünscht, aber ich habe geglaubt, meine Pflicht erfüllen zu müssen. Ich glaube, daß ich Niemand hier im Großherzogthum Hessen zu nahe getreten bin, weil es blos mein Bestreben war, meine Pflicht zu erfüllen. Ich habe Beweis von allen Denen, die mir nahe gestanden sind, daß sie meine Härten und meine Schwächen, die jeder Mensch hat, ertragen haben; ich habe Beweis, daß sie mir nach langen Jahren noch Liebe und Kameradschaft entgegentragen; ich habe Beweis selbst aus militärischen Kreisen, daß ich nicht unbeliebt von hier geschieden bin- Ich habe mit der Hessischen Division mein Leben in die Schanze getragen, ich habe den Ruhm, den die hessische Division erworben hat, erlebt, und Sie sehen, ich weiß es zu schätzen — ich bin von der Ferne hergekommen zu diesem Feste, weil es mir ein Herzensbedürfniß war. M. H-, ich danke Allen, die mir lieb und treu sind hier, die mir mit Freude entgegengekommen sind- Ich trinke dieses Glas nicht blos auf das Großherzogliche Haus, ich trinke es auf das ganze Land, das ich vor mir sehe. Nach dem von Herrn Pfarrer Groh aus König ausgebrachten Hoch auf die Haupt- und Residenzstadt Darmstadt verließen Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre Großherzoglichen Hoheiten die Prinzen Heinrich und Wilhelm den Festsaal, begleitet abermals von den jubelnden Zurufen der Festtheilnehmer. Das Fest fand hiermit seinen Abschluß. Am Abend war das Denkmal bengalisch beleuchtet und versammelte eine kolossale Menschenmenge um sich. Im Saalbau fand ein stark besuchtes Concert statt; die einzelnen Vereine versammelten sich in verschiedenen größeren Localitäten zu würdigen Schlußfeierlichkeiten. Der Kriegerverein, welcher Mittags 2 Uhr sein Festmahl in den prachtvoll geschmückten Räumen der Restauration Markwort begann, an welchem sich über 100 Gäste, darunter die geladenen Invaliden, beteiligten, sah am Abend noch eine größere Anzahl von Ehrengästen und Ehrenmitgliedern bei seiner Feier. Den ersten Toast brachte beim Festessen des Kriegeroereins Herr Dr. Vogt aus Butzbach auf Seine Majestät den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großherzog aus. Der zweite Toast galt der deutschen Treue und wurde von dem Vicepräsidenten des Vereins, Herrn Hauptmann v. Hessert, in etwa folgender Fassung ausgebracht: „ Kameraden! Wir feiern heute ein tiefernstes Fest! Auf den blutgetränkten Gefilden von Gravelotte besiegelten heute vor 9 Jahren viele unserer teuren Kameraden den Eid ihrer Treue. Aus diesem Blute entsproß für uns, die Ueberlebenden, ein herrlicher Baum; die Einigung der deutschen Stämme, das Deutsche Reich! Die Pflege und Zucht des Baumes fällt uns und unseren Nachkommen zu. Vor Stürmen sollen wir ihn mit unserem Leibe decken; vor der Dürre sollen wir ihn durch unseren Schweiß schützen. , Tapferkeit im Kriege und Fleiß im Frieden sei unser Ruf. Ja, das Vermacht- niß unserer verblichenen Kameraden, wir wollen es hüten wie unseren Augavfel. Einst sprach unser großer Kanzler das wahre Wort: „Die meisten Menschen denken nur an ihre Rechte, nie aber an ihre Pflichten!" Kameraden, lasset uns, dieser Worte eingedenk, ein Beispiel für unsere Mitbürger werden; durch Kameradschaftlichkeit, Verträglichkeit, Fleiß und Streben. Verfolgen wir mit Beharrlichkeit diese Ziele, so werden wir uns bald unter unseren Mitbürgern die Stellung erringen, die wir erstreben. Und haben unsere Kameraden mit ihrem Blute das große Werk gründen helfen, so wollen wir es durch Fleiß, Ausdauer und Treue ausbauen. Ja: Treu unserem Gott, treu dem Fürsten, treu dem Vaterlande und treu unserem Mannesworte, wollen mir das alte Sprüchwort von der deutschen Treue in neuem Glanze leuchten lassen. Und so fordere ich Sie auf, ein Hoch der deutschen Treue zu bringen; aber nicht nur mit den Lippen, sondern tief innerlich mit dem Gelöbniß, unsere ganze Kraft emzusetzen, damit dieser Wahlspruch ein Wahrspruch werde. Wie das schöne Denkmal symbolisch dar- stellt, daß es kein Sieg ohne Opfer gebe, so wollen wir auch jetzt kein Opfer scheuen, um zum Siege zu gelangen. Nun denn: eingedenk der Opferwilligkeit und Treue unserer lieben gefallenen Kameraden, lebe auch fortan Deutsche Treue hoch!" Herr Römheld aus Mainz gedachte in einem Trinkspruch der deutschen Frauen und Jungfrauen, welche sich um die Krankenpflege während des Krieges verdient gemacht, Herr Dr. Welcker der Gefallenen und Herr Oberbürgermeiftrr Ohly der deutschen Frauen mit einem Rückblick auf die segensreiche Wirksamkeit der höchst- seligen Großherzogin Alice. Trinksprüche und Musikstücke der Capelle des Gardedragoner- Regiments wechselten in rascher Reihenfolge und erst als die spätesten Eisenbahnzüae die auswärtigen Kameraden entführten, lichteten sich auch die Reihen der hiesigen Festtheilnehmer Gegen 10 Uhr Abends erstrahlte an dem dem Festlocale gegenüber liegenden Hause des Jnftitutsoorstehers Schwarz zu Ehren des Festes eine eonne in Gasflammen. , . Die Schützengesellschaft feierte ihr Fest in der Restauration Fink, wahrend die Gesangvereine sich im Schützenhofe versammelten. (Nach der „Darmstadter Zeitung".) Lokales. Gießen, 25. August. Der hessische Hauptverein der Gustav-Adolf-Stiftung hat am 12. und 13. d. M zu Mtchelstavt im Odenwald fein Jahresfest gefeiert. Zu den Jahresein- nahmen des Vereins würben beigesteuert durch die Zweigvereine und Frauenvereine 24262 Jt 86 X durck Kirchencollecten 2590 JL 70 H, durch Stiftungen 4147 JL 60^, Der Gießener Zweigverein hat zu dieser Summe, nach Abzug der Verwaltungskosten, beigetragen 848 jl 97 \ an Beiträgen der Vereinsmitglieder, 622 34 an Beiträgen des Frauenvereins und 139 36 an Colleeten. Die Einnahmen des Zweigvereins haben sich trotz des herrschenden Nolhstandes nicht vermindert, sind vielmehr, wenn auch in unbeträchtlichem Maße, gestiegen. Zu dieser Steigerung haben wesentlich die Beiträge mitgeholfen, welche aus der Stadt Gießen eingeqangen sind; dieselben betrugen 512 20 X Der Gießener Zweigverein feierte fein diesmaliges Jahresfest in Alien - Buseck am 13. Juli. Trotz des strömenden Regens war die Kirche überfüllt und die Versammlung folgte mit gespanntem Interesse der Festpredigt, welche Herr Hofprediger Hein aus Darmstadt hielt. Die Festeollecte betrug 34 JL und wurde dem Beschluß des Alten - Busecker Kirchenvorstandes gemäß der Gustav-Adolf-Gemeinde zu Herbstein überwiesen. Zum Deputirien für das Jahresfest des hessischen Hauptvereins wurde Herr Dekan Strack erwählt, und derselbe hat demgemäß der Versammlung zu Michelstadt angwohnt. Gießen, 25. August. Zu den für die Abgebrannten in Heuchelheim gesammelten Gelv- beiträgen, über die früher schon in diesem Blatte quittirt worden ist, sind nachträglich noch folgende Gaben hinzugekommen: Von N. 1 Jt, von I. 1 JL 40 X von Hofgerichtsadvoeat Metz 6 vtL. von Seilermeister D. Hilgardt 3 JL Das Comitö hat absichtlich mit der Ver- theilung der eingelaufenen Gelder etwas gezögert, weil im Winter dem allerdringendsten Be- dürfniß bereits genügt war und weil es sich deßhalb voraussehen ließ, daß eine im Sommer geleistete Unterstützung viel wohlthätiger wirken würde. In der Zwischenzeit hat Herr Rechner Grüneberg sich der Mühe unterzogen, im Verein mit dem Heuchelheimer Hllfs - Comite die Unterstützungsbedürftigen zu ermitteln. Danach ist im vorigen Monat die Vertheilung der Geldgaben vorgenommen worden. Die Höhe der eingelaufenen Beiträge machte es möglich, an 31 Branbbeschävigte Gaben im Belauf von 6 Jt bis zu 75 M. zu vertheilen. Hoffentlich ist nunmehr der eigentlichen Roth gesteuert worden. Gießen, 25. August. Im Verlause der Samstag- und Sonntag-Nacht kamen nicht weniger denn 27 Ruhestörer auf der Polizei zur Anzeige. — Auf dem Seltersweg prügelten sich gestern Abend nach 6 Uhr diverse Hand- werksburichen, daß es eine Art hatte. Bis die Schutzmannschast zur Stelle kam, hatten sich die Streitenden verduftet. — Wegen fortgesetzter roher Belastiguna von Damen und sonstiger grober Ruhestörung wurden zwei junge Leute, wovon oer eine neulich schon einpial wegen Schießversuche auf dem Felsenkeller übel anlief, gestern Abend verhaftet. — Fünf junae Leute, welche sich heute Nacht in einem zu auffallenden „Gänsemarsch" übten, wurden hierin von der Schutzmannschaft gestört. — Eine Dame, welche gestern Nachmittag auf der Reichensand - Bahnhofstraße ein goldenes Medaillon verloren, erhielt dasselbe durch Zuhilfenahme eines Schutzmannes auf dem Bahnhofe wieder. Ein Herr aus Frankfurt hatte dasselbe aufgehoben und war von zwei Kindern bemerkt worden, welche auch den Finder auf dem Bahnhof sofort erkannten. Derselbe wollte das Medaillon von Frankfurt aus nach hier senden. der Theaierac plötzlich - « stehen und fji greiserin in'8 nächsten Poliz sucht werbe,' Thränen auS meine GelbM (fit war ti in Erstaunen aller welcher dir gef redend hat B. unter fortwähr auch gerade ge fttS* Ein -.K Zchivind u io uM _ zull Arif, N°lischeri öttn 1. k. M unt-r AndZ r^rrcn ermn W *e no den G'oßh 8'i'1 t« JÄj Fundamente ö f* ®ii Mache delsiH nehmen, W flU0|leOung w Ltular eineS schlagnahme s' ealjen arbeite in Der Lage, sit hören, » schlag M > Minaniftche der Stuhl de' vollen, wie) «achjenen nie Denunziation Wtnl Die nc unter her theilweise au herzoglichen ohne Angabe buche eingetr I. Gemar Flur 1. 9i II. Gema Flur 1. \ IV. 516. XI. 93. ] sollen auf \ „Das „86357 52/ I. 21.: Müller. itr deutschen Frauen verdient ge- imnristrr Ohly der ■ famfeit der hochU- edesGardedragona- iqten Wnbahnzüge tn der hiesigen Fest- ' Festlocale gegenüber z Festes eine Tonne i Fink, während die »ter Zeitung-.) — Auf Requisition eines auswärtigen Gerichts wurde am Samstag Nachmittag ein Schwindler hier verhaftet, welcher mit „Begleitung" sich in einem hiesigen Hotel einlogirt hatte. Derselbe bot u. A. einen auf 300 JL. lautenden Wechsel zu 50, später zu 10 und zuletzt zu 2 zum Verkaufe an. Die „Begleitung" wurde heute Morgen aus der Haft entlassen, während der Herr behalten wurde. — Ein nicht sparsamer Hausvater, welcher das Küchengeschirr die Treppe herunter Ipaziercn ließ, was bekanntlich nicht sehr zweckdienlich ist, mußte gestern Abend mit Hilfe der Polizei beruhigt werden. — Eine Keilerei auf dem Lahnstein wurde gestern Abend durch Schutzmänner beendet. — Auch in der Neustadt übten sich heute Nacht y2ll Uhr zwei Herren im edlen Faust- kampf, wurden aber dabei abgefaßt. 5524) Ein gut erhaltenes Regenfaß steht zu verkaufen in dem Petri'schen Hause am Ludwigsplatz, B-169,7. Näheres in der 2. Etage das. Acker, jenseits des Graswegs, Acker unter der Hardt, Wiese an der Stefans- mark, Acker am Altenfeld, auf das Bruch, Wiese am Heegstrauch, Acker daselbst, Acker am Ohlenberg am Leihgesterner Weg, Acker daselbst, Acker in den Rödern, Acker unter dem Leihgesterner Weg, Acker daselbst, Acker am Grüningerpfad. Acker daselbst, links, Acker am Sandkauter- 5553) Wer eine Forderung an den verstorbenen Rentier Carl Frech zu machen hat, möge Rechnung alsbald bei Herrn Fritz Koch (Marburgerstraße) einreichen. Gleichzeitig werden die Schuldner des Herrn Carl Frech zur Zahlung innerhalb 3 Wochen aufgefordert, wenn dieselben nicht gerichtlich belangt werden wollen. Lyoner Seidenzeuge und Seidensammte, Reinwollene schwarze Cachemirs und Ripse 7197,98^-99 4651 to/to 4462 27234 2244 -8/8 687 28/66 2013 28/110 1700 29/47 3228 29/51 1075 «Vias 2112 30/1 u. 3 8394 30/7 u. 8 4575 31/26u.27 9967 31/68 1950 31/104 u. 105 4700 32/S, 6 u. 7 7562 32/108 4875 »-/ns» 2569 33/127 3116 33/94 1350 *3/96i97 U. 98 2500 berget Weg, 23I2 ( Acker daselbst, Vermischtes. Friedberg, 19. August. Die diesjährigen Ausgrabungen auf der Capersburg in der Gemarkung Ober-Rosbach bet Friedberg, welche, vom historischen Verein für das Groß- herzoglhum Hesien mit staatlicher Beihülfe unter Leitung des Herrn Gustav Dieffenbach in Frtddberg unternommen, am heutigen Tage wieder begannen, waren schon am ersten Morgen sehr vom Glücke begünstigt, indem man auf dem kürzlich abgeholzten Theile der Retentura, welcher sich zwischen der porta principalis dextra und der porta decumana befindet, auf die Fundamente von drei Gebäuden stieß, welche am Mittage schon weiter verfolgt wurden. (D.Z.) ** Wie weit der Leichtsinn gewisser Patentinhaber geht und mit welcher Leichtfertigkeit Manche derselben die Hülfe der Gerichte zur Wahrung vermeintlicher Patentrechte in Anspruch nehmen, hat ein Ereigntß auf der jetzt auf Tivoli in Berlin tagenden internationalen Müller ausstrllung bewiesen. Schon früher haben wir gemeldet, daß Herr Wegmann aus Zürich, Titular eines noch nicht ausgefertigten Patents auf Porzellanwalzenstühle die gerichtliche Beschlagnahme sämmtlicher auf der Ausstellung befindlicher Walzenstühle, welche mit Porzellanwalzen arbeiten, veranlaßt hat. — Die betroffenen Firmen sind, vielleicht mit Einer Ausnahme in der Lage, ihr gutes Recht, Porzellanwalzenstühle auszustellen, nachweisen zu können. Wie wir hören, ist es den Herren Beyer fröres in Paris, deren Walzen ebenfalls mit Beschlag gelegt worden, bereits gelungen, den gerichtlichen Nachweis, daß eine Verletzung des Wegmann'schen Patents von ihrer Seite durchaus nicht vorliegt, zu erbringen, infolge dessen der Stuhl der Herren Beyer fröres bereits fretgegeben ist! — Die Herren Beyer fröres wollen, wie wir erfahren, Herrn Wegmann auf Ersatz der ihnen durch die Beschlagnahme erwachsenen nicht unbedeutenden Kosten und deS Schadens verklagen. Ob eine wissentlich falsche Denunziation Wegmann's vorliegt, wird wohl vaS Criminalgericht zu untersuchen haben. — (Sin Opfer des Aberglaubens.) Als am Dienstag Morgen um 8 Uhr in Berlin der Theateragent und Schriftsteller B. eine Promenade durch die Behrenstraße machte, blieb plötzlich — etwa an der Ecke der kleinen Mauerstraße — eine elegant gekleidete Dame vor ihm stehen und spie ihm ins Gesicht. Ganz betroffen sah der auf diese Weise Ueberfallene der Angreiferin in'8 Gesicht und erblickte in ihr eine ihm ganz fremde Person. „Sie werden mir zur Nächsten Polizeiwache folgen, damit Ihre Persönlichkeit festgestellt und danach die Sache untersucht werde," sagte B-, während sich bereits ein Auflauf bildete. Da brach die Dame in Thränen aus und rief: „Ja, ja, verhaften Sie mich, ich werde die Strafe ertragen, aber meine Gelbsucht werve ich wenigstens los!" — „Ihre Gelbsucht?" — Und die Gelbsüchtige (sie war es in der That) zog ein „Buch der Sympathien" aus der Kleidertasche und las zum Erstaunen aller Anwesenden den Satz daraus: „Dem ersten dir am Morgen begegnenden Manne, welcher dir gefällt, speie ins Gesicht und deine Gelbsucht schwindet in 72 Stunden." — Selbstredend hat B. von einer Verfolgung der Armen Abstand genommen, was ihn aber nicht abhielt, unter fortwährendem Reinigen des Gesichts in seinem Knebelbart zu murmeln: „Daß ich ihr auch gerade gefallen mußte! Schauderhaftes Pech!" Flur. Meter. 3/26-29 3450 Acker am Wismarerweg, 763 2712 Acker auf dem Glei- Fier JVeeebatelen empfehle Werksteine, nach Zeichnung und Maaß bearbeitet per Cubik- meter von 40—75^., ferner geschnittene Marmorplatteii für Wand- bekleidungen, Fensterbänke und Treppentritte rc-, Marmorblöcke in allen Dimensionen, Halkschrottel für Hochöfen und chemische Fabriken, sowie Kalkbrennereien, zu billigsten Preisen. (4864 J. Wilhelm Nachfolger, (Franz Block) Marmorbruch bei Metzlar. Handel und Verkehr. Frankfurt, 23. August. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt hatte reichliche Zufuhr Heu kostete je nach Qualität der Centner 2.—2.50, altes Heu JL. 3.—, Stroh JL 1.60—2. Butter das Pfund im Centner 1. Qual. JL 1.05 — 10, 2. Qual. 1, im Detail 1. Qual. JL 1.20—30, 2. Qual. JL 1.10—15. Eier das Hundert deutsche Jü 4.60, italienische JL 6 —. Ochsenflency per Pfund 65—70 H, Rindfleisch 50 H, Kuhfleisch 60 H, Kalbfleisch 48—55 H, Stier- und Farrenfleisch — H, Hammelfleisch 50—65 Schweinefleisch 65—70 Hühner ein Stück *n erworbm T h/rgekommm r?n!nfeFenX ' h"ba 34 trinke M ganze Land, Hoch auf die ?.,^^roßherzog ^VIestsaal, ‘ Das Feit fand E eine kolossale ! Concett ftatt; die löten zu würdigen in den prachtvoll chem sich über 100 1 l^och eine größere Den ersten Toast öutzbach auf Seine ( aus. Der zweite des Vereins, Herrn den blutgetränkten thcuren Kameraden rlebenden, ein Hm- Reich! Die Pflege lot Stürmen «ollen ihn durch unseren Ja, das Vermächt- en Äugapfel. Einst mschen denken nur dieser Worte ein- aftlichkeit, Verträg- e Ziele, so werden wir erstreben. Und tn hüstn, so wollen unserem Gott, treu i- irte, wollen wir das i Iten lassen. Und so i er nicht nur mit den ! ist einzusetzen, damit / mal symbolisch dar- * fein Opser scheuen, it und Treue unserer Idols-StiMg h°t ? > tn «um«* Loeerein feierte (ent -ins wurde )tim ,jmter; hause des Darmstädter HauseS- 5505) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen bei Louis Petri Ww.. Neue Baue. 5185, Eine Mansarden - Wohnung an eine ruhige Familie auf den 1. Oktbr. zu vermiethen. G. Malkomcsius. 5267) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen. Nähere Auskunft in der 9testauration GambrinuS Wetzsteingasse. 4383) Zimmer mit Cabinet zu verrnie- then. Frankfurterstraße 32,3. der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. vermischte Anzeige n. 5497) Frau Geh. Justizrath Ploch sucht auf Michaeli ein Mädchen, welches kochen, waschen und putzen kann und gute Zeugnisse aufzuweisen hat.______________ 5547) Ein junges Mädchen aus guter Familie wird nach Gießen für die Zeit vom 1. Oktober an bis Ende Februar zu 2 Kindern im Alter von 4—6 Jahren gesucht. Dieselbe muß gewillt sein der Hausfrau hülfreiche Hand zu leisten. Salair monatlich 20 JL Näheres in der Exped. d. Bltts.______________________________________ 5494) Ein Bursche von 16—17 Jahren wird zum sofortigen Eintritt gesucht. _____________Emil Lotz, Kirchenplatz. 5491) Real- oder Gymnasialschüler können gute Pension in einer Beamten- familie erhalten. Näheres in der Exped. d^ Bltts. 5528) Ein braves Dienstmädchen ge- sucht. Restaur. Müller, Walltbor. 5537} Ein tüchtiges Dienstmädchen wird auf sofort oder später gesucht. __.Seltersweg C. 63. 4596) Das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen, Anfertigen aller Gattungen von Stühlen wird prompt und reell ausgesührt von Philipp Henkel, Stuhlmacher, Tiefenw. 51. Sommertheater Hardt Dienstag: Benefiz - Vorstellung für Fräulein Elisa Mikulnka: Das Salz der Ehe, Schwank — Eine Partie Piquet, Lustspiel. Durch Kohlendunff erffickt, Posse. Preise der Plätze: Reser- virter Sitz : 60 H. II. Platz: 40 H. Vorher bei Herrn Friseur Gerhardt: Reserv. Pl.:50H. II. Pl.:30H. Anfang 6 Uhr. Zettel an der Kasse. Zu diesem meinem Benefiz lade ich ergebenst ein und versichere einen besonders genußreichen Abend. Hochachtungsvoll 5556) Elisa MtkulSka. tietsch) in Gießen. -Mtsi" Mdttb 2 ausgebro Folge, bestellt n welches l daß Der § Nr. M.d daS beht1 Ortes, di ®/rb, bajjt achten, da^ 6 * Hi Mar den $tlbrt Entwickeln, Dankdaisi meinen, dl Mitwelt [ daß er na Volk geth« er wandle Ziehung ric einmal ein rhe er sein vor die Th Mann, der als man g nicht über au Gebieten. 1 * und 1 nationalen wnth ist. ab« sollte völlig vnn dat, als (i nnd den li tote, dt D°b'r iß NNi fa|f Serbi"9i & a” ^ben, 81,6 ien $ 1 N