Str. 14L4L Mittwoch den 25 Juni 1879. Kichmer Wi;eiger AMige- uni Amtsblatt für den Kreis Gießen. RedaettonSbirreas r SxpedittonSbureau r | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Isas- Einladung zum Abonnement iet auf den Gietzener Anzeiger. Der „Gießener Anzeiger erscheint, wie gewohnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn- und Feiertagen, incl. der Beilage „Gießener Familienblätter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Der Abonnementspreis für den Anzeiger, frei ins Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 Pfg.; in der Expedition abgeholt 2 Mark; für auswärtige Abonnenten, welche nur bei der Post abonniren können, beträgt derselbe 2 Mark excl. Postgebühr. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, den Anzeiger auch im III. Quartal 1879 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgefälligst aufgeben zu wollen, um vollzählige Exemplare liefern zu können. Die Expedition. politischer Hheil. Deutschland. Berlin. Wohl Vielen aus der Seele spricht das „Franks. Journal", wenn es schreibt: „Sollten die Vorgesetzten des Recruten-Jnstruclors nicht die Verpflichtung haben, darüber zu wachen, daß solche Mißhandlungen nicht vorkommen, wie sie ein Schenk v. Geyern nicht einmal, sondern vielfach erlaubt hatte? Diese Frage fühlte man nickt beantwortet, die Ungewißheit darüber ließ das Mutttrherz erzittern, wenn sie dem gedeihlich Heranwachsenden Sohne in die Augen schaute. Dieser beängstigenden Ungewißheit ist ein Ziel gesetzt worden durch die Thatsache, daß nicht allein der dem vormaligen Lieutenant Schenk v. Geyern vorgesetzte Hauptmann, sondern auch der Major und selbst der Oberst ans der Reihe des activen Milstärs durch Pensionirung verwiesen worden sei. Es rst danut die beruhigende Gewißheit gegeben, daß der oberste Kriegt Herr solche Männer nicht länger als Compagnie-, als Bataillons-, als Regiments-Chef duldet, welche solche Ueberschrettung der Machlbefugniffe ihrer Untergebenen dulden oder Mangels Ueberwachung nicht wahrnehmen. Darum rst die Kunde von diesen Pensionirungen so allgemein mit Befriedigung ausgenommen worden, weil daraus die Gewißheit zu schöpfen ist, daß der Kriegsherr zwar strengen Gehorsam und Subordination des Soldaten verlangt, aber ebenso auch Schutz desselben gegen Mißhandlungen durch die Jnstructoren fordert, und daß er selbst den Obersten des Regiments dieser Fürsorge für die Mannschaft nicht entbebt." Berlin, 21. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." bespricht den Uebergang der Privatbahnen an den Staat und fühtt aus, daß Billigkeitsrückstchten Seitens der Regierung Rechnung getragen worden sei, indem sie die Berlin- Stettiner, Magdeburg'Halberstädter, Köln-Mindener und Berlin-Potsdamer letztjährigen Ertragsverhältnisie dem Gebote der Regierung gegenüber beleuchtet. Der Artikel weist bei der Magdeburg-Halberstädter.Bahn aus eine Denkschrift ver Direction hin, welche die Betriebs-Ersparniß-Periode als abgeschlosien bezeichnet, sowie, daß das Bahnanlage-Capital nach Vollendung der Neubauten werde vermehrt werden muffen. Bei der Köln-Mindener Bahn sei die gemachte Offerte um so liberaler, als die Bahnconcurrenz in dem rheintsch-westfälischen Industriegebiete fortwährend zunehme und die Staatslinie Dortmund-Sterk- rade, sowie die Linie Duisburg-Quackenbrück den Verkehr der Köln-Mindener Bahn vermindern müsse. Der Staat sei entschloffen, von seiner Berechtigung Gebrauch zu machen, die garantirten Linien Deutz-Gießen und Oberhausen- Ärnheim gegen Erstattung des Anlage-Capitals zu übernehmen. Hierdurch würde das Stammunternehmen unausbleiblich geschädigt werden. Wenn die berechtigten Jntereffen der Acttonäre durch die Offerten berücksichtigt seien, gleichwohl das Regierungsgebot auf die Berlin-Potsdamer Bahn zurückgewiesen und eine baare Zahlung gefordert worden sei, auch bei der Magd.burg-Hal- berstädter und der Köln-Mindener Bahn Gelüste nach Mehrsorderungen erwachen sollten, so sei erheblich, daß die Staatsetsevbahn^olttik nicht an Zeit- fristen gebunden sei und abwarten könne. Lehrreich sei der Vorgang bei der Stettiner Bahn, wo man jetzt das gegen früher nicht unerheblich reducirte Staatsangebot acceptirt habe, während man vor JahresfM die höhere Offerte zurückwies. — Der Bundesrath hat in heutiger Sitzung den Antrag des Handels- ausschuffes, betr. die Ausstellung von Legitimationsscheinm für den Gewerbebetrieb im Umherziehen, sowie den Antrag des Rechnungsausschuffes, betr. die Erwerbung von Grundstücken zur Errichtung eines Reichttagsgebäudes. angenommen und den Gesetzentwurf, betr. die Erhebung rnd Verwaltung der Reichsausgaben von Elsaß-Lothringen, den zuständigen Ausschüssen überwiesen. — Ueber die Stellung Deutschlands zur egypttscheil Frage hört man in Bestätigung früherer Meldungen, Deutschland verlange, abgesehen von der Befriedigung diesseitiger Rechtsansprüche, daß sich der Khelstve verpflichte, auch für die Zukunft die Competenz der gemischten Gerichte airzuerkenneu. Irankreich. Paris, 21. Juni. Einem Beschluß des KrtegÄninisteriums zufolge werden die Soldaten ermächtigt, im Sommer Hosen aus Drillich zu tragen. Den Officieren soll, wenn sie die kleine Uniform anhaben, das Tragen weißer Hosen gestattet werden. Bisher mußte Alles die tuchene Hose tragen, was während der Sommermärsche keineswegs sehr angenehm war. — Von welchem Geiste ein großer Tbeil der französischen Officiere beseelt ist, beweist übrigens ein Vorfall, der sich in einem Waggon des Zuges ereignete, der nach der Sitzung, in welcher Paul de Caffagnac seine Bubenstreiche ausgeführt hatte, von Versailles nach Paris fuhr. Der Senator Scheurer-Kestner, welcher der Sitzung angewohnt, drückte einem feiner Collegen gegenüber feine Entrüstung über das Auftreten der Bouapartisten aus. Plötzlich erhob sich ein im Waggon anwesender Kavallerie-Officier, ein Herr v. M., und rief dem Senator auf herausfordernde Weise zu: „Ich bedaure, nicht Deputirter zu sein, denn sonst würde ich den Worten des Herrn Paul de Caffagnac meinen vollen Beifall gezollt haben." Scheurer-Kestner erfüllte das Auftreten dieses Osficiers, der noch dazu in Uniform war, mit dem höchsten Unwillen, und aufspringend rief er ihm zu: „Mein Herr, ick verbiete Ihnen, öffentlich in dieser Weise zu sprechen und Ihre Worte zu wiederholen." Zugleich forderte er ihm seine Karte ab und stellte es ihm anheim, der Sache den Verlauf zu geben, der ihm gutdünke. Der Kriegsminister, der sofort Kmntniß von der Sache erhielt, gab dem Osficier strengen Arrest. Aegypten. Alexandrien, 22. Juni. Die General Consuln Deutschlands und Oesterreichs haben sich nach Kairo begeben, um daselbst dem Auftrage ihrer Regierungen gemäß die Schritte der Vertreter Englands und Frankreichs bet dem Kbedive zu unterstützen. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Torrespondenr-Bure««. Ems, 23. Juni. Se. Maj. der Kaiser ist heute früh mittelst Extrazuges hier eingetroffen. Zum Empfang waren aus dem Bahnhofe anwesend die Oberpräsidenten v. Ende und v. Bardeleben, Regierungspräsident v. Wurmb, der Gouverneur von Coblenz General v. Beyer, Bürgermeister Brodzina, die Geistlichkeit, der Kriegerverein und ein zahlreiches Publikum. Se. Majestät begab sich alsbald zu Wagen in langsamer Fahrt nach dem Kurhaus, von der dichtgedrängten Menge und der Spalier bildenden Schuljugend mit begeisterten Hochrufen begrüßt. Der Weg bis zum Kurhaus war mit Guirlanden, Blumen und venetianischen Masten prachtvoll geschmückt. Berlin, 23. Juni. Reichstag. Der Gesetzentwurf, betr. die Sicherung der Zollgrenze in den von dem Zollgebiete ausgeschlossenen Bremischen Gebietstheilen, wird in erster und zweiter Berathung ohne Debatte genehmigt. Hierauf findet die dritte Be- rathung des Gesetzentwurfes, betr. die Verfassung von Elsaß-Lothringen, statt, wozu die Abgeordneten Grad, Windthorst, Bezanson, Kable und Schneegans verschiedene Wünsche und Ausstellungen beibringen. Auf Antrag Reichensperger's wird über den Entwurf en bloc abgestimmt und der Entwurf hierbei angenoinnfen. Es folgt nunmehr die erste Berathung des Gesetzentwurfs, betr. Abänderung des Reichshaushaltsetats und des Landesetats von Elsaß-Lothringen für 1879/80. Unter; staatssecretär Herzog erläutert den Entwurf. Guerber spricht gegen die Vorlage, bemängelt verschiedene Gehaltssätze und verlangt vorherige Berathung und Genehmigung durch den elsaß-lothringischen Landesausschuß. Windthorst findet die Gehaltssätze der obersten Beamten zu hoch bemessen, wünscht, daß man die Angelegenheit dem Landes- Ausschusse überlasse und einstweilen ein Pauschquantum auswerfe, und befürwortet die Verweisung der Vorlage an die Budget-Commission. Rorth findet die Gehalte nicht zu hoch und weist ihnen gegenüber auf die Besoldungen der früheren französischen Oberbeamten hin. Simonis spricht sich im Sinne Guerber's aus. v. Puttkammer (Fraustadt) tritt für die Vorlage ein. Unterstaatssecretär Herzoy widerspricht der Behauptung, daß die Steuerlast der Reichslande mit den Gehaltssätzen nicht im Einklänge stehe. — Der Antrag auf Verweisung an die Budget-Eommission wird abgelehnt und in die zweite Berathung eingetreten. Der Antrag Windthorst, das Gehalt für den Staatssecretär nur auf 24,000 statt auf 36,000 X zu normiren, wird abgelehnt, ebenso der Antrag Windthorst, die Gehaltssätze der Unterstaatssecretäre auf nur 15,000 statt 21000 zu normiren, und darauf der Gesetzentwurf mit einer unerheblichen Aenderung genehmigt. Der Gesetzentwurf, betr. Feststellung eines zweiten Nachtrages zum Reichshaushaltsetat (wegen Uebernahme der preußischen Staatsdruckerei) wird nach un erheb- licher Debatte in zweiter Lesung genehmigt. Nach Erledigung mehrerer kleinerer Etatssachen wird die Fortsetzung der Berathung auf morgen 12 Uhr vertagt. föairo, 23. Juni, Nachm. Man glaubt, daß die Abdankung des Khe- dtve nahe bevorstehe. Alexandrien, 23. Juni. Talaat Pascha ist in besondeier Mission nach Konstantinopel gereist. Paris, 23. Juni. Das Gerücht, das bei Athen stationirte französische Geschwader habe Befehl bekommen, nach Alexandrien aufzubrechen, wird für un» begründet erklärt. Die bezeichnete Flottenabtheilung ist nur zu Uebungszwecken nach den Gewässern von Salamis abgesegelt. London, 23. Juni. Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Kairo: Der Khedive lehnte das Verlangen, die Regierung niederzulegen ab und wies den französischen und den englischen Consul an den Sultan. Man trifft Maßregeln, um die Gläubiger, welche gerichtliche Urtheile gegen den Kbedive erstrit- ten, sofort zu bezahlen. New-Uvrk, 23. Juni. Bisher nicht bestätigten Nachrichten aus Mexico zufolge hätte General Negrete seine Unterwerfung angeboten, ferner wäre der Vorschlag gemacht worden, die Amtsdauer des Präsidenten Porfirio Diaz zu verlängern. Diaz habe diesem Vorschlag noch nicht zugestimmt. Belgrad, 23. Juni. Die serbische Regierung hat sich an die Groß- Mächte mit dem Gesuch gewendet, Serbiens Grenzstrett mit Bulgarien vor einer internationalen Commission entscheiden zu lasten. Berlin, 23. Juni. Der „Reichsanzeiger" meldet: Der königliche Hof legt für den verstorbenen Prinzen Louis Napoleon achttägige Trauer an. Berlin, 23. Juni. Dem Vernehmen nach würde Generalseldmarschall v. Manteuffel am 1. August die Statthalterschaft Elsaß-Lothringens übernehmen; gleichzeitig würde auch der Staatssecretär und der Unterstaatssecretär dahin abgehen. — Die Behauptung, daß der Reichskanzler die Finanzzollfrage für diese Session fallen lasten werde, ist gänzlich unbegründet. — Zu der Frage der konstitutionellen Garantien äußert die „Germania": Gegenüber v. Bennigsen's Antrag auf Quottstrung der Kaffee- und Salzsteuer und Abführung des eventuellen Etatsüberschustes durch die Etatsfestsetzung an die Einzelstaaten erstrebt das Centrum erstens die Beibehaltung der Matrikularbetträge und Vertheilung des Ertrages der Zölle und Tabakssteuer, welcher das bisherige Mittelergebniß übersteigt, ganz an die Bundesstaaten; zweitens die Bewilligung bestimmter Zölle vorläufig nur bis 1881 — die Auswahl werde sich nach Erledigung des Tarifs leicht treffen lasten —; drittens Gewähr dafür, daß die nach Deckung des DeficitS den Einzelstarten verbleibenden Ueberschüste zur Entlastung der Steuerzahler verwendet werden. „Germania" fügt hinzu, im zweiten Punkte berühre der Antrag des Centrums die Vorschläge Bennigsen's, in dieser Hinsicht würde eine Verständigung nicht schwer sein; aber diese einzige Garantie Bennigsen's könne dem Centrum keineswegs genügen. Stuttgart, 23. Juni. Ministerpräsident v. Mittnacht ist aus Berlin zurückgekehrt. — Der „Staatsanzeiger" veröffentlicht den Wortlaut der Erklärung Württembergs in der Bundesrathssitzung vom 17. Juni, welcher Sachsen und Braunschweig sich angeschloffen haben. Die Erklärung betont: Nach Artikel 45 der Reichsversastung stehe dem Reiche nur die Controle über das Tarifwesen zu. Der vorliegende Entwurf wolle die ganze Festsetzung des Eisenbahngütertarifs dem Reiche zuwetsen. Die Wirkungen dieser Verfastungs- änderung wären tiefeingreifende, insbesondere für die Staaten mit großem Staatsbahunetz. Der Ertrag der Staatsbahnen Württembergs sei jetzt schon unzureichend zur Verzinsung des Anlagecapttals. Württemberg bedauere daher nicht zustimmen zu können, sei aber zu einer gesetzlichen Regelung in gewiflen Grenzen bereit. London, 23. Juni, Abends. Unterhaus. Unterstaatssecretär Bourke erklärte auf Befragen Otway's: England und Frankreich empfehlen dem Khedive die Abdankung. Deutschland, ^Oesterreich und Italien unterstützen diese Empfehlung. Der Khedive hat noch nicht geantwortet. Schatzkanzler Northcote bezeichnet es als unzweckmäßig, jetzt Weiteres über die Unterhandlungen betreffs Egyptens mttzutheilen. Hartington kündigt auf Donnerstag die Anfrage an, mit wem Unterhandlungen gepflogen würden und weßhalb dem Khedive die Abdankung empfohlen sei. Redner fügt hinzu: Im Falle einer unbefriedigenden Antwort dürfte es nöthig sein, eine sofortige Debatte anzuregen, zumal nicht nur Unterhandlungen stattfänden, sondern die Regierung auch in einer kritischen Frage eine Action unternommen habe. London, 24. Juni, früh. Oberhaus. Der Herzog von Cambridge verliest die Empfehlungsbriefe, welche dem Prinzen Napoleon an General Chelmsford und Gouverneur Bärtle Frere mitgegeben sind, worin ausdrücklich hervorgehoben wird, daß der Prinz den Feldzug nur als Zuschauer mitmachen solle. Redner beklagt den Tod des Prinzen als ein schweres, schreckliches Unglück. Beaconsfield ist der Ansicht, daß das Leben des Prinzen grausam und ganz unnöthiger Weise geopfert worden, und widmet dem Prinzen Worte höchster Anerkennung, der Kaiserin Eugenie den Ausdruck tiefsten Mitgefühls. Granville äußert sich ähnlich, hofft aber aus wettere Erklärungen, weshalb der Prinz bei seiner Stellung und Jugend überhaupt in eine so verhängnißvolle Lage gesetzt werden konnte. — Auf Anfrage Granville's bestätigt Salisbury, daß England und Frankreich dem Khedive die Abdankung zu Gunsten seines Sohnes empfehlen. Lokales. Gießen, 24. Juni. Tagesordnung für die Stadtverordneten - Sitzung am Donnerstag den 26. Juni 1879, Nachmittags 4 Uhr: 1. Die Quellenwasserleitungsarbeiten. 2. Straßenanlagen zwischen Neuwegerthor und Wallthor. 3. Die Anlegung einer Straße zwischen Reichensand und Neustadt. 4. Die Errichtung einer Schutzmauer an dem Lenz'schcn Felsenkeller. 5. Offerte des Privatmanns Louis Kauf wegen Verkauf ober Austausch von Gelände. 6. Offerte desOtto Mögenburg wegen käuflicher Ueberlaffung von Straßengelände. 7. Gesuch des Stadtbaumeisters Stief wegen Geländeaustausch u. s. w. 8. Gesuch des prakt. Arztes Dr. v. Löhr und der Philipp Zimmermanns Wittwe um käufliche Ueberrassung städtischen Geländes. 9. Verkauf der ausgebeuteten Lehmgrube im Neustädterfeld. 10. Die Aufräumung der Fluthgräben im Neustädterfeld. 11. Gesuch des M. Rosenthal um Baucrlaubniß. 12. Gesuch des Schlossermeisters Karl Wtgandt um Erlaubniß zur Abänderung von Bauplänen. 18. Gesuch des Braumeisters Möller um Erlaubniß zur Anlegung einer Goffe über den Leihgesternerweg. 14. Gesuch der Ehefrau des Emil Kamp um Erlaubniß zur Aufstellung einer Bude auf dem Viehmarktplatz. 15. Errichtung von Grabdenkmälern. 16. Pflasterarbeit im Gartfeld betreffend. 17. Die diesjährige Heugrasverftrigerung betreffend. 18. Gesuch wegen Ueberlaffung des Sitzungssaales der Stadtverordneten-Versammlung 19. Gesuch des Localvereins für Geschichte um Ueberlaffung von Bildern. 20. Die Straßenbeleuchtung. 21. Reparaturen im alten Rathhaus. 22. Die Anlegung gußeiserner Abzugsröhren in den Straßen-Trottoirs. 23. Kostendecreturen. Gießen, 24. Juni. Gestern Vormittag gingen die Pferde eines hiesigen Frachlfuhr manns, trotzdem daß sie vor dem Rollwagen einseitig ausgehängt waren, durch und stürmten die ziemlich hohe Treppe vor dem Hauptpostamt hinauf. Der nachfolgende Wagen hemmte indeß hier den Lauf und ist außer der Beschädigung der Treppentritte kein Unfall zu verzeichnen. — Am Krofdorfer Weg versuchten heute Nacht mehrere Herrchen, welche der Polizei nicht unbekannt sind, ihre Bravour an Fensterläden rc. zu zeigen, wurden aber durch den herzueilenden Hauseigenthümer, welcher mit einem Lattenstück demonstrirte, in die Flucht geschlagen. Querfeldein ging Der tolle Lauf und verlor hierbei einer der Excedenten seine Behauptung, welche als corpus delicti aufgehoben wurde. — Den „Neuen Hess. Volksbl." zufolge wäre Herr Hofg.-Direktor Hahn zum Direktor des Oberrechnungshofes in Darmstadt designirt worden. Vermischtes. Vilbel, 23. Juni. Gestern Morgen um 4 Uhr erschoß ein hiesiger Maurerpolier seine Frau und dann sich selbst. Die auf die Schüffe in die Wohnung geeilten Hausbewohner und Nachbarn fanden beide bereits todt, die Frau mit einem Schuß in die Schläfe, während der Verbrecher selbst deren zwei auf sich abgefeuert, einen in die Schläfe und einen in die (Stirne. Neben der Mutter lag ein vierjähriges Mädchen in tiefem Schlaf, welches von der gräßlichen That seines Vaters nichts wahrnahm. Das Motiv zu dem Verbrechen soll Arbeitslosigkeit und in deren Folge häufige häusliche Zwistigkeiten gewesen sein. Die Leiche des Mannes wurde diese Nacht noch in die Änotomie der Landesuniversität Gießen abgeltefert. — Moderne Recomm andation. „MeinHerr", sagte Lieutenant X. auf dem Dalle zu einem fremden Herrn, „ich finde es sehr sonderbar, daß Sie mit so auffallender Geringschätzung die Toilette meiner Damen mustern und muß deshalb um Aufklärung bitten." Der so angeredete Herr reicht dem Herrn Lieutenant lächelnd seine Karte. Mit ängstlichen Blicken folgten die gemusterten Damen den beiden Herren; endlich sagt die Eine: „Mein Gott! Sie werden sich doch nicht einer solchen Lappalie wegen schlagen — wer ist der Herr, den Sie gefordert?" Lieutenant: (die Karte lesend) „Sebastian Zwirngruber — Damenschneider." — Wetterbeobachtung Zu einem Freunde, der gern ein Glas Wein über den Durst trank und gerade ein Pflaster auf der Stirn trug, sagte ein anderer: „Woher diese Wolke auf Deiner Stirn?" „Ach, die ist noch vorn gestrigen Nebel." handel und Verkehr. Gießen, 21. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. X 0,80 bis X 0,90 Hühnereier, per Stück 5 Gänseeier, per Stück — H, Enteneier, per Stück 6 L), Käse, per Stück 5—9 H, Käsematte, per Stück 3 Erbsen, 1 Liter 18 Linsen, 1 Liter 20 Tauben, das Paar 65 Hühner, per Stück X 1.25, Hahnen, per Stück X 1,20, junge Hahnen, per Stück X — Enten, per Stück X 1,85, Kartoffeln, per 100 Kilo X 8, Zwiebeln, per Centner X 21, Milch per Liter 16 u. 18 H, Ochsenfleisch 70 H per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 56—60 Hammelfleisch 6v—70 H, Schweinefleisch 56 — 60 Kalbfleisch 46-50 Kirschen per Pfd. 35 Frankfurt, 23. Juni. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1, X 39, Nr. 2, X 37, Nr. 3 X 31, Nr. 4 X 27, Nr. 5 X 21. Roggenmehl o/< (Berliner Marke) X 21 50, do. I (Berliner Marke) X 19.50—20, do. II (Berliner Marke) X 14.50—15.50. Weizen, effectiv hiesiger ab Bahnhof hier X 21.25, ab unserer Umgegend X 20,75, do fremder je nach Qualität X 19,50 — 20,50, Roggen, je nach QuÄitgt X 13 — 15.50, Gerste X 16,50—17,50, Hafer X 14 — 15,25, Kohlsamen X —, Erbsen X 19—27, Wicken X 14—16, Linsen X 17—36, Bohnen, weiße, X 19.50, Noggenkleie X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, Detail, X 62. Stimmung todt. Dringenv offerirt — Hauptsächlich gefragt war — (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 23. Juni. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ea. 400 Ochsen 230 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 66—68, 2. Qual. X 58—62, Kühe und Rinder 1. Qual. X 56—58, 2. Qual. X 48—51, Kälber 1 Qual. X 53—55, 2. Qual. 48—51, Hämmel 1. Qual. X 60—62. 2. Qual. X 54—55. Schweine das Pfd. 53 H. Allgemeiner Anzeiger. Donnerstag den 26. Juni: <4255 2. Abonnements - Coneerl. Anfang 6 Uhr. Entree 50 Pfg. ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ Das Neueste in ächt französischen ♦ Kleiderkattunen. md ♦] ♦ Kleiderstoffen ♦ < ► empfiehlt zu den bekannten billigen Preisen ♦ J. Bärmann, ♦ J 3952) Hotel Einhorn. £ In Gemäßheit der §§ 22 und 23 der Statuten des Vereins zur Unterstützung und Beauffichtiaung der aus den Strafanstalten Entlassenen tm Großherzogthum Hessen werden die Mitglieder und Freunde des Vereins zur Zwanzigsten Generalversammlung in dem Nathhausfaal (in der alten Realschule) zu Gießen aus Dienstag den 1. Juli d. I., Vormittags 11 Uhr, hierdurch eingeladen. Darmstadt, den 23. Juni 1879. Gro'cherzogliche Centralbebörde des Vereins. I. V. d. P.: ______________Dr. Zimmermann._____ Kindergarten. 4188) Unterzeichnete erlaubt fich ihren Kindergarten in empfehlende Erinnerung zu bringen und bittet die geehrten Eltern um recht rege Betheiligung. Melanie Härtel. Bekanntmachung. 4266) In unserem Firmenregister 4st heute folgender Eintrag vollzogen Morden: Der Theilhaber der Firma Krause L Comp. zu GroßLinden Johann Valentin Gutermuth ist gestorben und an seiner Statt besten Wittwe als Theilhaberin der unter jener Firma für gemeinschaftliche Rechnung betriebenen Liqüeur- und Essigsprit- Fabrik ausgenommen, und es ist dem Wilhelm Gutermuth Procura er- theilt worden. Gießen, am 18. Juni 1879. Großherzogltches Stadtgericht Gießen. Langsdorfs. Geffeutliche Aufforderung. 4239) Forderungen aller Art an foen Nachlaß des dahier verstorbenen Philipp Becker von Alten-Buseck find — sofern dies noch nicht bet Großh. Stadgericht Gießen geschehen — sogewiß binnen 8 Tagen bet dem unterzeichneten Gerichte anzumelden, als sonst solche bet Verthetlung des Nachlasses nicht berücksichtigt werden. Gießen, am 21. Juni 1879. Großherzogliches Landgericht Gießen. ________Langermann.______ OeffknUilhe Aufforderung. 4246) Die Erben des bisherigen Babnhof - Restaurateurs Wilhelm Mitter zu Lollar haben dessen Nachlaß unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten, weßhalb alle Diejenigen, welche Forderungen irgend welcher Art an genannten Ritter geltend zu machen haben, aufgefordert werden, diese Forderungen binnen vier Wochen vor unterzeichnetem Gericht bet Meldung der Nichtberücksichtigung .anzumelden. Gießen, am 20. Juni 1879. Großherzogltches Landgericht Gießen. Lang ermann, Landg.-Assessor. Vergebung von Kiemenparquets. 4164) Die Herstellung von 280 qm eichene Riemenböden in dem neuen Aniversitärsgebäude dahier soll auf dem Submisstonswege vergeben werden, wozu Termin auf den 28. Juni d. I., -Vormittags 11 Uhr anberaumt ist. Offerten sind versiegelt bet uns einzureichen und können die Bedingungen im Büreau bet genanntem Gebäude in den Vormittagsstunden eingesehen werden. Gießen, den 19. Juni 1879. Großherzogl. Kretsbauamt Gießen. __Holzapfel.________ Strohverkauf. 4250) Am 27. und 28. d. Mts., Morgens 8*/, Uhr, wird aus dem Turnplatz der Zeughaus -Caserne das alte Stroh aus 689 Strohsäcken, in Keinen Theilen, gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden, wozu Kauflustige einlabet Gießen, den 23. Juni 1879. Großh. Garnison-Verwaltung. Heugrasversteigerung Künftigen Freitag als den 27. d. M., des Vormittags von 10 Uhr ab, soll das diesjährige Heugras von den Wiesen der Gemeinde Königsberg von ta. 80 Morgen in verschiedenen Abtheil. aus dem Rathhaus daselbst öffentlich meistbietend versteigert werden. Gleich nach dieser Versteigerung soll auch das Heugras von einigen Pfarrwiesen ebenfalls auf dem Rathhaus daselbst versteigert werden. Königsberg, am 23. Juni 1879. Der Bürgermeister: 4272) Griebel. Ausverkauf» Die größte Auflage aller deutschen Zeitungen Der Meister der deutschen Novelle bietet in dieser, ausschließlich im „Berliner Tageblatt" erscheinenden Erzählung eine seiner liebenswürdigsten und humorvollsten Schöpfungen. Wegen wesentlicher baulicher Veränderungen verkaufe von heute ab mein sämmtliches Lager zu bedeutend herabgesetzten Preisen und empfehle besonders Herren-, Damen- und Knabenhüte, Sonnenschirme und En - tont - cas, . , Kragen und Manschetten, Schürzen für Damen u. Kinder, Bänder u. s. w. 4269)A. Fangmann, Nirchenplatz. i • , auf das „Berliner Tageblatt" nebst Man aoonimt „Mk"u. „Berliner Lonutagsblatt" 5 M. 25 Pf zum Presse von nur pro Quartal bei allen Reichspostanstalten und wird im Interesse der Abonnenten höfl. gebeten, das Abonnement recht frühzeitig anzumelden, damit die Zustellung des Blattes beim Beginn des Quartals pünktlich erfolgen kann. Kunst-Anzeige. Heute Dienstag, Abends 8 Uhr: (4249 1 Hauptvorsteüung der berühmten Kunstreiter, Acrobaten, Ballet- und Seiltänzer-Gesellschaft. Die Vorstellung besteht in der höheren Reitkunst, Pferdedressur, Gymnastik, Mimik, Ballet und zum Schluß jeder Vorstellung die Besteigung des 70' hohen Seiles. Die Zwischenpausen werden durch mehrere Komiker ausgefüllt. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Preise der Plätze: I. Platz 50 II. Platz 30 H, Stehplatz 20 H. Schulkinder zahlen die Hälfte. Der Schauplatz ist auf dem Brand. Es ladet zu zahlreichem Besuche freundlichst ein Die Direktion: Holzmüller Stark« Laudes-Gewerbe-Aiisstelliing des Grossherzo^lhums Hessen pro 1879 in Offenbach am Main unter dem Protectorat Seiner K. Hoheit des Grossherzogs. .. ------------ (4256 Eröffnung am T. Juli 1879. Wegen Bezug des officiellen Katalogs und Annoncen in dem Inseratenanhang wende man sich an 6. L. Daube & Co. in Frankfurt a. M. hat das „Berliner Tageblatt" erreicht und damit bewiesen, daß es die Ansprüche, 7 L welche an eine große deutsche Zeitung ge- * V W stellt werden können, zu befriedigen w weiß. Die besonderen Vorzüge M dieses Blattes bestehen A v , 3$ c. gige freisinnige politische Haltung. Zahlreiche Special-Telegram- 6 mc o'9ener Correspondenten. Täglich 2 maliges Erscheinen, Albend- und Morgenblatt. Reichhaltige Nachrichten au§ der Residenz und den Provinzen. Ausführliche Kammer- ^krichte seines eigenen parlamentarischen Bureaus. Erziehungs- und Unterrichtswesen. Vollständige Handclszcitung mit sehr ausführlichem Berliner Courszettel. Theater, Kunst und Wissenschaft. Wöchentliche Mittheilungen über Land- und Hauswirthschaft, Gartenbau. Bei der Fülle des Gebotenen _________ein enorm billiger Abonnementspreis. Im Laufe des III. Quartals erscheint im täglichen Feuilleton: „R o m u l u s e n k e l" neueste Novelle von Kernseife I. L Pfd. 40 dto. II. ä „ 38 „ 5. Harzkernseife, / 3 c-elbe ä „ 38 „ I Kernseife, rothe \ -g- und graue ä „ 30 „ I Harzleimseife, I § schwarz, ä „ 30 „ 1 < Schmierseifen, alle Sorten, / • (Glycerin-Ölivenöl-Seife ohne Schäife sehr empfehlend für Kinder) empfiehlt (4271 P. Jos, Mobs, Ecke vom Kreuz und Neuenweg. 4259) Stachelbeeren zum Einmachen sind billig zu haben. Flügelsgasse A. 95. 4267) Ein einstöckiges Wohnhäuschen auf den Abbruch billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Eine grosse Partie zurückgesetzte Buckskin-Röcke mit und ohne Taille, sowie Schützen- joppen und Lüstre-Röcke sehr billig; weit unter dem Selbstkosten- Preise. J. Schmücker, 4253) vorm. H. M. IugHardt. Hausverkanf. 4260) Wegen Wegzug wird beabsichtigt, das Wohnhaus mit Garten, Seltersweg C. 79, zu verkaufen. Näheres bet Ferdinand Gail\ ______________Wtlhelmstraße.________ 1979) Ein starker Wagen zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Arbeitsversteigerung. Samstag den 28. Juni I. I. Vormittags 10 Uhr, sFen in der Wirthschaft des Herrn 2akob Schmidt nachstehende Arbeiten öffentlich in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeiten an den Wegen (Durchlässe und Böschungsmauer), veranschs. zus. zu 333,90 Pflaster- u. Chaussirarbeiten daselbst, veranschl. zu 810,— Lieferung, Zerschlagen, Messen und Eindecken, von 80 cbm Steinen zur Unterhaltung der Ortsstraßen u. Wegen, veranschl. zu 400,— Zimmerarbeit an dem Ortsweiher, veranschl. zu 6,— Albach, den 23. Juni 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Albach. 4257) I. A.: K- Schön, Bezirksbauausseher. Heugrasversteigerung. Freitag den 27. ds. Monats, Vormittags 10 Uhr anfangend, soll das diesjährige Heugras von den hiesigen Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Inheiden, den 22. Juni 1879. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. 4228)_________Reitz.______________ Arbeitsversteigerung zu Staufenberg. Samstag den 28. Juni, Vormittags 8 Uhr, soll die zur Herstellung eines Stückes Umfriedigungsmauer am Großher- zogl. Burghofe zu Staufenberg erforderliche Maurerarbeit und Materiallieferung unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen an den Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden. Der Bauverwalter: 4199) Unger. Donnerstag den 26. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Friedel'schen Hause Lit. A. 144 am Wallthor verschiedene Gegenstände, als Sopha, Schreibpult, runde nußbaumene Tische, Bettstelle, verschiedene Stühle rc. rc. öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. (4268 Vermischte Anzeigen. 4245) Ein junger Mann, der seine Lehre in einem hiesigen Eisen- u. Colonial- waarengeschäft bestanden hat, sucht eine passende Stelle. Nähere Mittheilungen sind durch die Expedition dieses Blattes zu erfahren. Thiers Landwirthschaftliches Konversations-Lexikon in 7 Bänden oder 72 Lieferungen Preis VS Mark. Redigirt von Prof. Dr. K. Birnbaum und Dr. E. Werner. Bis jetzt erschienen Band I—IV. Brillant recensirt in ca. 700 Zeitungsnummem. Das vollständigste Werk der gesammten Land- wirthschaftlichen Literatur. Agenten gesucht. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen an und LEIPZiG Die Verlagshandlung (Eisenbahnstr. 8.) Thiele Im gleichen Verlage erscheint : Thiers Kleines Landwirthschaftl. Lexikon 20 Lieferungen ä 80 Die Ursachen der Vererbungskraft Broschüre von Dr. Werner 1. Illustrirte Ausgabe von 1793 Roman von Victor Hugo. 12 Lieferungen ä 50 Im Herbst die Oper: Meister Martin und seine Gesellen Musik von W. Weissheimer. MOZART nach Schilderungen seiner Zeitgenossen von Dr. L. Nohl. 10 Lieferungen ä 60 _______ 4229) Zwei Morgen Heugras und ein Morgen ewiger Klee ist zu verpachten bei Karl Weidig Ww., Neuen Bäue. Meihbinder-Schablonen angekommen (4248 Fritz Flimm, Mäusburg. BEIILim erscheint in 3 Ausgaben: 1) I Mark-Ausgabe, 2) Wochen-Ausgabe und 3) Pracht-Ausgabe. 1 Mark-Ausgabe J ä h r 1 i cjh : 24 Arbeitsnummern, 12 Schnittmusterbogen. Preis vierteljährlich nur 1 Mark. Wochen - Ausgabe Jährlich: 24 Arbeitsnummern, 12 Schnittmusterbogen, 24 colorirte Modenkupfer, 24 Unterhaltungsnummern. Preis vierteljährlich % Mark 50 Pf. Pracht - Ausgabe Jährlich : 24 Arbeitsnummern, 24 Schnittmusterbogen, 48 colorirte Modenkupfer, 4 Handarbeitskupfer, 24 Modenbilder in Aquarellmanier, 24 fertige Schnitte aus Seidenpapier, 24 Unterhaltungsnummern. Preis vierteljährlich 6 Mark. Abonnement auf das „Berliner Modenblatt“ nehmen alle Buchhandlungen und Postämter entgegen. (Das „Berliner Modenblatt“ ist im fünften Nachtrag zur Zeitungs-Preisliste für das Jahr 1879 unter No. 585 b, c, d, aufgenommen.) Für die arbeitenden Leserinnen des „Berliner Modenblatt“ eröffnen wir eine Freis-Concurrenz mit 3 Främien von 1500 Mark — 1000 Mark — 500 Mark für die besten und neuesten uns eingesandten Schöpfungen auf dem Gebiete der weiblichen Handarbeiten, der Putzmacherei und der SchneidereL Wir fordern sämmtliche vcrehrlichen Abonnentinnen auf, sich an dieser Preis-Concurrenz zu beiheiligen. Die näheren Bedingungen sind aus dem Programm ersichtlich, welches auf Wunsch direct und franco per Post von der Verlagshandlung zugestellt wird. Berlin, 140, Potsdamerstrasse.Die Verlagshandlung: FRANZ EBHARDT. Mermielyungm. 4252) Der erste und zweite Stock meines Hauses ist pr. October zu ver- mietken. Carl Heuzeroth, Marktstraße. *”4244) Im 1. Stock, Lit. E- 92 der Reichensand-Bahnhofstraße, ist ein nach dieser gelegenes, schön möblirtes Zimmer mit Cabinet per 1- Juli l. I. zu vermiethen. Ein freundliche- Familienlogis ist per 15. September zu vermiethen und kann dasselbe auf Wunsch auch schon früher bezogen werden. 4240) Wilhelm Flett. 4258) Der 3. Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör, ist Versetzungshalber anderweit zu vermiethen und am 1. October beziehbar. Peter Pitz, Zimmermeister. 4262) Wegen Versetzung des Herrn Hofgerichtssecretair Scharmann ift der obere Stock meines HauseS pr- 1. October anderweitig zu vermiethen ___Emll Fischbach. 4254) Der Parterre-Stock in meinem neuen Hause, 5 Zimmer u. s. w., 3U oer^ miethen. Adam Huhn, Bleichstraße. 4265) 2 Parterrewohnungen, 7 it. 6 Zimmer, Veranda u. Garten zu vermiethen bei Dr. tiaquoin» 3919) An eine ruhige Familie eine schöne Wohnung im Freien zu vermiethen. __Lit. D. 106. 4197) Mansardenlogis zu vermiethen. __C Herbert, Nahrungsberg. 4157) Der seither von Herrn Lehrer Marz bewohnte 3. Stock meines Hauses, 4 Zimmer, Cabinet, Mägdekammer, Küche mit Wasserleitung ist per 15. September zu vermiethen. Karl Boß, Bismarckstr. Gartseld Lit. A. Nr. 118,6 fit die Parterre - Wohnung, bestehend in 5 heizbaren Zimmern, 2 Kammern u. s. w , sowie Gartenantheil, zu vermiethen und 1. Oktbr. beziehbar. (3917) Böger. 3864) Ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Kaplansgasse 218 bei Fran; Gerbove. 4138) Ein schönes möblirtes Zimmer zu vermiethen.__Bäcker Eger. 4139) Ein Logis von 5 Zimmern, Keller, Küche rc. pr. 15. Aug. zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl.__ 3961) Die unteren Localitäten nebst 4 Stuben in den oberen Gelassen im D o f l e i n'schen Hause sind zu vermiethen und gleich zu beziehen. Chr. Vir, am Neuenweger Thor. 4196 ■ Wegen Versetzung des Herrn Hofgerichtsrath von Herff ist das von demselben bewohnte Logis pr. 1. October d. I. anderweitig zu vermiethen. _________R Oppenheimer Sohn. 3468) Die Bel-Etage, sowie ein kleines Mansardenlogis, zu vermiethen bei D- Weller V., Heuchelheimerstr 3157) Schloßgasse A. 258 ist ein FamtltenlogtS, aus 4 Zimmern bestehend, zu vermiethen und sogleich beziehbar. 2587) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5—6 Zimmern, per 1. August zu vermiethen. ______V. Bersch, Alicenstraße E. 102. Vermiethungen. 2524) Zur Beachtung der Wohnung- suchcnden jeden Standes: Stets Zimmer zu vermiethen, billig für X 8 bis X 12, monatlich. WetdenhauS, Dienstmann, ______________Neustadt bei Stieber. 4263) Laden nebst Mansardenwohnung zu vermiethen. Näheres zu erfragen bei ____________I. A. Busch Sohne. 4251) Ein Heuboden zu vermiethen. I. Schmücker, Marktstraße D. 219. | Geschäfts-Verlegung. Zur Bequemlichkeit meiner geehrten Kunden und Abnehmer verlegte mein Geschäftslocal Soillienstrasse B* 106 (meinem früheren Hause). Empfehle zugleich mein Lager in gepolsterten Möbeln, Rohr- u. 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General - Versammlung Freitag den 27. Juni, 1/2 9 UbT Ab nds im Frankfurter Hof- 4264) Der Schützenweister. 4247) Einen tüchtigen Gehülfeu sucht Heinrich Hollmann, Neuenbäuen —