Nr. 9S. Freitag, den 25. April 1S79. Kichencr Wye lger Anzeige- in) Amtsdlstt für den Kreis Gießen. Amtlicher Hhcil. Bekanntmachung. Heute ist dahier ein Kalb aufgefangen worben, besten Etgenthümer sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Das Kalb mußte verkauft werden. Derjenige, welcher an den Erlös Anspruch erheben kann, wird aufgefordert, solchen binnen 3 Wochen von heute an bei uns geltend zu machen. Gießen, den 23. April 1879. Großherzogliche Polizetverwaltung Gießen. Fresenius. (2794 Aolitisch Für die verwahrlosten Kinder. Wenn man zusammenrechnet, was im ganzen Reiche schon jetzt beschlosten rmd bewilligt Ist für milde Stiftungen und wohlthätige Zwecke, deren Dott- rung den Tag der Goldenen Hochzeit des Katserpaares ehren soll, so muß man gestehen, daß der Gedanke des Kaisers, die rhm zugedachten Werthe für Festspenden, sowie die Kosten für allerlei demonstrative Loyalitätsbezeugungen in die Bahn des Wohlthuns überzuletten, ein äußerst glücklicher gewesen lst. Die Loyalitätssräcke mit den sehnsuchtsvoll geöffneten Knopflöchern bleiben im Kleidersptnde hängen, der Kaiser wird einer anstrengenden Cour überhoben und kann das seltene Jubelfest im engsten Familienkreise begehen, — und endlich haben die Armen und Elenden im deutschen Reiche einen dauernden Vor- theil durch die Weisheit und Güte des Kaiserpaares. So mancher Vorschlag auf dem reichen und fruchtbaren Gebiete der Humanität ist an's Licht getreten und erörtert worden. Auch Dr. Fr. Oetker in Saffel macht soeben in seiner trefflichen Schrift „Ueber Erziehungsanstalten für verwahrloste Kinder" eine sehr beachtenswerthe Proposition. Er empfiehlt den Reichen und Millionären die Grünoung von Rettungsanstalten für Knaben und Mädchen. Die reichen Schätze seiner Erfahrungen auf diesem Gebiete find ein großer Werth für alle Menschenfreunde. Seine Ansichten gipfeln etwa in Folgendem: Die Unterbringung in Familien, wenn wirklich geeignete und zwar mit genügendem Unterrichte zu beschaffen sind, ist jeder anderen Erziehungsrreise voizuziehen. Daneben haben Privotarstalten, sofern ein wahrer Beruf und der Geist der Liebe sie schafft und leitet, ihren großen Werth und volle Berechtigung. Für Mädchen kann die mangelnde Famtlienerzi.hung nicht bester ersetzt werden, als durch gut geleitete Diokonistei Häuser oder ähnliche Anstalten. Für Knaben sind nöthigen- falls öffentliche Anstalten ersorderlich; in großen Städten und armen Gegenden wird Privathülfe nicht immer ausreichen; alsdann verdient die belgische Einrichtung, welche im Hinblick aus Zuckt und Ordnung als rücksichtlich der Kosten sich auszeichmt, entschieden den Vorzug. Besonders sollte die Reichs Hauptstadt Berlin ungesäumt mit der Errichtung einer solchen Anstalt, wo möglich in der Nähe eines kleinert Sees vorgehen. Allerdings sind die Kosten der ersten Anlage beträchtlich und auf unmittelbaren Ersatz kann nicht gerechnet werden; allein die mittelbaren Früchte sind unschätzbar. Und befinden sich auch die Finanzen des Staates, wie der Stadt, wie fast aller großen Gemeinden augenblicklich nicht in erfreulichster Lage, so wird es dennoch nicht schwer fallen, die nöthigen Mittel zu beschaffen, wenn man nur ernstlich darauf Bedacht nehmen Will. Vielleicht können die Kosten von schnell erlöschenden Illuminationen gespart und dazu vermeidet werden; man würde damit, unbeschadet des wärmsten Jubels, manchen btttern oder trüben Gedanken in den Herzen bekümmerter Nothletdender verhindern. Vor Allem aber würde man den mildherzigen Intentionen des Kaiserpaares Rechnung tragen. Deutschland. Darmstadt, 21. April. Die „Augsb. Allg. Ztg." vom 16. April brachte eine aus München datirte Mittheilung, wonach zwischen Bayern und Heffen schon seit längerer Zeit Verhandlungen schweben sollen, die darauf ab- ztelen, eine in Bayerns Händen liegende Eisenbahnverbindung zwischen Unterfranken und der Pfalz herznstellen. Diese Mittheilung hat, wie natürlich, ein gewisses Aufsehen gemacht. Wir können indeffen aus bester Quelle versichern, daß an derselben kein wahres Wort ist. Es ist unwahr, daß Verhandlungen zwischen der bayerischen und hessischen Regierung wegen der Herstellung oder Abtretung einer Eisenbahnverbindung zwischen den rechtsrheinischen und linksrheinischen Gebietsteilen Bayerns durch Heffen schweben; es haben aber auch, woran man in Betracht, daß die angeblich geplante Eisenbahnverbindung in den Linien der hessischen Ludwigsbahn bereits voranden ist, denken könnte, Seitens der Verwaltung der hessischen Ludwigsbahn wegen Abtretung einer oder mehrerer Linien dieser Bahn an Bayern weder schriftliche noch mündliche Verhandlungen stattgefunden, noch auch werden gegenwärtig solche pepflvften. (Darmst. Ztg.) Berlin. Ob der Durst im ganzen deutschen Reiche einheitlich ist, wie die Reichswähiung, das hat die Statistik noch nicht ausgerechnet; das aber ist durch diese vielseitige Zahlenwiffenschast schon sestgestellt worden, daß die Mittel, de» Durst zu löschen, in den verschiedenen Thetlen des Reiches durchaus nicht in gleichem Grade Verwendung finden. Es kommt z. B. von dem er Hheil. edlen Gerstensaft in Elsaß-Lothringen aus den Kops der Bevölkerung ein jährlicher Consum von 43 Ltr., darunter 37,93 einheimisches Gebräu; in der Biersteuer-Gemeinschaft, das ist das ganze Reich mit Ausschluß der Reichslande Badens, Württembergs und des rechtsrheinischen Bayerlandes, kommt aus den Kopf ein Jahresverbrauch von 65 Ltr., worunter 63,30 einheimisches Bier. Der Durchschnitts-Badenser verlangt jährlich 78 Ltr., worunter nur 7,85 Ltr. importirten Stoffs; der Württemberger beansprucht schon 203 Ltr. per Kopf, und beweist feine Zufriedenheit mit dem Landesproduct dadurch, daß er vom Auslande durchschnittlich nur 1,73 Ltr. bezieht. Der bierdurstigste Deutscke ist der rechtsrheinische Bayer und sein Durst hat auch den meisten — allerdings auch den meistberechiigten — Localpatriotismus: der rechtsrheinische Bayer trinkt nämlich jährlich im Durchschnitt 262 Ltr. und davon ist noch nicht einmal ein halbes Liter importirt. (Wir in Gieße» genießen das Renomme, die durstigsten Bterkehlen im ganzen Großherzogthum zu beherbergen, resp. am meisten Bier zu consumiren). Berlin, 22. April. Man sieht jetzt ziemlich allgemein als wahrscheinlich an, daß zur Goldenen Hochzeit des Kaisers im kommenden Juni auch die Kaiser von Rußland und Oesterreich in Berlin erscheinen werden, wenn auch eine officieüe Bestimmung darüber wohl noch nicht getroffen ist. Die Bestätigung vorausgesetzt, wird es nicht an Gerüchten über die Folgen einer abermaligen Begegnung der Souveräne in der gegenwärtigen Weltlage und Angesichts der inneren Zustände der verschiedenen Staaten fehlen. Nach der „KreuzZtg." übiigens würden zunächst nur die dem deutschen Kaiserpaare näher verwandten Fürstlichkeiten erwartet. Der Besuch des Kaisers von Oesterreich wäre danach noch zweifelhaft. Hesterreich. Wien, 22. April. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Außer der stattgefundenen Unterzeichnung der Convention in Betreff Novi- bazars erledigte die ostrumelische Commission auch den letzten Punkt des organischen Statuts für Ostrumelien bezüglich der Regelung der Vakuf- Frage. In der nächsten Woche wird die Commission die letzte Lesung des Statuts vornehmen. — Aus Belgrad wird derselben Korrespondenz gemeldet: Die Arnauten plünderten bei ihrer Invasion alle Ortschaften auf ihrem Wege und richteten einen immensen Schaden an, wofür die Pforte von der serbischen Regierung verantwortlich gemacht wurde. England. London, 22. April, Abends. Unterhaus. Die Vorlesung des Sie- gestelegrammes vom Zulukriege wird mit lebhaftem Beifalle begrüßt. Auf eine Anfrage Fawcett's erwidert Northcote: Lytton telegraphirte am 3. d., er unternehme keinen Vormarsch gegen Kabul ohne Ermächtigung; allein ein Vorschieben der Front dürfte sich als nothwendig erweisen, um auf die Unterhandlungen einzuwirken. Die Besetzung Gandanaks sei aus sanitären Gründen geboten. Cavagnari befinde sich jetzt daselbst; die Unterhandlungen zwischen ihm und Jakub Khan bauerten fort; Details derselben seien noch nicht mittheilbar. Melgien. Brüssel, 21. April. Der König hat dem Bürgermeister von Fra- meries 5000 Frcs. für die Angehörigen der verunglückten Bergleute einhändigen lassen. Heute früh sind noch drei Männer und zwei Frauen wohlbehalten aus der Grube herausbefördert morden, um 10 Uhr Vormittags brachte man eine Leiche zu Tage. Die übrigen Leute sind in der Gallerie, die in einer Tiefe von 520m liegt, eingesperrt, da der Zugang durch Erdsturz verschüttet ist. Man hat wenig Hoffnung, den Unglücklichen hülsretch beizukommen. ES sind ihrer noch 105, von denen schon viele tobt sein müssen, da der Gallerie bereits ein starker Leichengeruch entströmt. Italien. Rom, 21. April, Nachts. Heute sand eine Versammlung der Häupter der demokratischen Partei unter dem Vorsitze Garibaldt's statt. Garibaldi hielt eine längere Rede und beantragte eine Tagesordnung, wonach ein Central- Comttö in Rom und SubComit^s in den übrigen Städten bestellt werden sollen, um die gesetzliche Agitation zu Gunsten des allgemeinen Stimmrecht- und der Abschaffung des DeputirtemEides zu fördern. Die Tagesordnung Garibaldt's wurde genehmigt. Eine weitere Tagesordnung, welche die Einberufung einer Constituante in Antrag bringt, wurde verworfen. Türkei. Konstantinopel, 21. April. Die „Agence Havas" meldet: Die österreichisch-türkische Convention ist heute definitiv unterzeichnet worden. Dieselbe wird nicht der Ratification der europäischen Mächte unterfo eitet werden, und wird somit durch die Zustimmung Oesterreichs und der Türket zu derselben ein fait accompli geschaffen. Botschafter Zichy wird am Freitag nach Wien abreisen. Es geht das Gerücht von bulgarischen Angriffen auf truktsche Truppen in Adrianopel. Der russische Botschafter beansprucht angeblich gegenüber der Pforte das Recht, die nach Rußland bestimmten Waarensendungen untersuchen zu lasten, da solche revolutionäre Schriften enthalten könnten. Unter den bulgarischen Bewohnern Adrianopels dauert die Auswanderung nach Ostrumelten fort. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Eorrespondenz- Bureau. Wien, 23. April. Der Kaiser und die Kaiserin empfingen heute eine Deputation des deutschen Ordens und des Malteserordens, Deputationen des böhmischen, galizischen, niederösterreichtschen, mährischen, steyerischen, schlesischen und tyrolischen Adels, Deputationen der Handelskammern und der Stadt Se- rajewo. Mittags fand die feierliche Uebergabe der Kirchenschlüstel der Votiv- Kirche durch den Erzherzog - Protektor Karl Ludwig an den Kardinal Kutsch- ker statt. — Der Kaiser sagte bei dem Empfange der bosnischen Deputation, er hoffe ihrem Lande dauernden Frieden zu sichern und hierdurch die feste Grundlage zu einer glücklichen Zukunft und gedeihlichen Entwickelung Bosniens legen zu können. Er baue in dieser Beziehung auf die eifrige Unterstützung der Bevölkerung. Hamburg, 23. April. Eine in der hiesigen Börse unter dem Vorsitze ton Edgar Roß heute stattgehabte Versammlung von Kaufleuten beschloß, eine Petition an den Reichstag zu richten gegen eine Erhöhung der Sätze des Tarifs, soweit es sich nicht um reine Finanzzölle handle, ferner gegen den § 5 des Tarif-Gesetzentwurfs und gegen jede Rückkehr zu dem System der Differentialzölle. Wieu, 23. April. Meldungen der „Polit. Corresp." aus Belgrad. Serbische Brigaden aus Kruschevatz, Alexinatz und Prokepolje unter Oberst Horvatovic waren abgesendet worden, um die auf den Höhen von Samokovo verschanzten Arnauten zu vertreiben. Eben eingetroffener Meldung zufolge sind die Arnauren vollständig geschlagen und zersprengt worden. — Aus Bukarest. Die Dobrudscha wurde in den letzten Tagen von den Rusten gänzlich geräumt. — Aus Konstantinopel. Die ostrumelische Commission stipulirte die Verpflichtung der Provinz zum Rückkauf der VakustGüter nach 30 Jahren. Eine mohamedantsche Deputation aus Ostrumelten und Bulgarien beatbt sich nach den europäischen Hauptstädten, um die Cabinete zu bitten, daß den Verfolgungen, welchen die Mohamedaner von Seiten der Bulgaren ausgesetzt find, ein Ziel gesetzt werde. Petersburg, 23. April. Die „Neue Zeit" vernimmt, daß ein hohes Criminalgertcht zur Aburthetlung Solowjeff's bereits zusammengesetzt sei. Dastelbe bestehe aus 6 Mitgliedern unter dem Vorsitze des Großfürsten Konstantin Nikolajewitsch. Berlin, 19. April, Morgens. Gegenüber der Meldung der „Times" vom 15. ds. aus Rom, der Kanzler der deutschen Botschaft in Rom habe Garibaldi einen Besuch gemacht, erführt die „Nordd. Allg. Ztg.", weder der Kanzler noch sonst ein Beamter der deutschen Botschaft sei bet Garibaldi gewesen. Mons, 23. April. Die Arbeitseinstellungen im Bortnage sind im Zunehmen begriffen, wodurch die allgemeine Situation verschlimmert wird. In Jemappes herrscht eine gewisse Gährung. Die Strtker den rotteten sich vor einer Mühle zusammen und wollten dieselbe plündern. Es sind Bataillone von Mons nach Jemappes abgegangen, um die Ordnung herzustellen. München, 24. April, Morgens. Ein Erlaß des Kardinal-Staats- ficretärs Nlna vom 16. d. an den Erzbischof von München spricht den schärfsten Tadel aus über das Verhalten des Redacteurs des „Vaterland", Dr. Sigl, gegenüber den kirchlichen Autoritäten, hauptsächlich dem Nuntius Masella, sowie gegenüber anderen, aller Achtung würdige Personen und fordert den Erz- bischof auf, den Klerus zu ermahnen, sich und die Gläubigen von dem Blatte abzuwenden, gleichzeitig auch eine Einladung an die Bischöfe zu richten, die gleichen Maßnahmen zu ergreifen, außerdem den Vorstand des katholischen Casinos aufzusordern, den Peterspfennig nicht mehr von dem anzunehmen, welcher mit der kirchlichen Autorität Spott treibt und den Vertreter des Papstes in den Schmutz zieht. — Der Erzbischof ist diesem Auftrage in einem Ertaste des erzbischöflichen Ordinariats vom 22. d. Mts. auf's Nachdrücklichste nachgekommen. Die Reform der Neichssteuern. Der in der Ueberschrift erwähnte Gegenstand gehört unstreitig zu den wichtigsten Tagesfragen, so daß Niemand, der irgendwie Interesse an dem Gedeihen des deutschen Reiches nimmt, dieselbe unbeachtet lassen kamr. Es stehen sich dabei verschiedene einander widersprechende Ansichten gegenüber, daß es gewiß von Wichtigkeit ist, die Gründe für und wider kennen und beurtheilen zu lernen Hierzu scheint uns besonders ein Heft der jetzt bei Gehrüder Henninger in Stuttgart erscheinenden „Zeitfragen des christlichen Volkslebens", welches Prof. Geffken zu Straßburg unter dem in der Ueberschrift angeführten Titel herausgegeben hat, geeignet zu sein Einige Mittheilungen aus dieser Broschüre mögen dazu dienen, tie Aufmerksamkeit der Leser auf dieselbe und den Gegenstand, welchen sie behandelt, binzulenken. Sie beginnt mit dem Satzei „Die Lage des Reichshaushaltes macht eine Steuerreform unerläßlich, welche zugleich auf eine Mehreinnahme und richtigere Vcrtheilung der Steuerlast erzielen muß." Ein Deficit läßt sich nicht wegleugnen Allenfallsige Ersparnisse können nicht bis zu dem Betrage ausgedehnt werden, daß die vorhandenen Einnahmen zur Bestreitung der übrigbleibenden Ausgaben genügen. Besonders weist der Bcrfasser darauf hin, daß das Militärbudget, wie groß cs auch fei, keine bedeutende Herabminderung erfahren könne, und daß Deutschland, wenn es nicht in voller Rüstung ausharrte, bald wieder der Tummelplatz aller europäischen Heere sein würde, wie es Jahrhunderte lang gewesen sei, und daß ein solcher Zustand binnen weniger Jahre, von allen sonstigen liebeln abgesehen, das Hundertfache des Armeebudgets kosten würde. Die Ausgabe für eine schlagfertige Armee sei für einen Staat, der zwischen großen Militärmächten eingekeilt ist, insofern eine eminent productive, als sie erst die Vorbedingung aller Production, Sicherheit für Leben und Wnthschaft gebe. Die Rtatrikularbeiträge könnten nicht gut erhöht werden, sie seien schon lästig genug und ihre Vertheilung sei eine ungerechte, da solche nach der Kopf: jabl erfolge, so daß 100,000 Bewohner von Bremen nur ebensoviel zu zahlen hätten, als 100,000 Bewohner des Thüringer Waldes. Allerdings werde dem Anschein nach das Budgetrecht des Reichstags durch die ausgedehnten Bewilligungen von inbircctcn Steuern beschränkt. Dem Reichstage bleibe aber in jedem Falle die Bewilligung der Ausgaben, so daß dessen Befugnisse genugsam gewahrt würden. Wie unmöglich es sei, den Staatshaushalt auf direcle Steuern zu gründen, habe Frankreich's Versuch in der franz. Revolution gezeigt, es sei dabei bankerott geworden, dis Napoleon die indirecten Steuern wieder eingesührt habe. Die colossale Mehrbelastung durch den Krieg von 1870 und 71 habe es erfolgreich lediglich durch Erhöhung der indirecten Abgaben und Einführung neuer aufgebracht. Es fielen auf den Kopf der Bevölkerung an indirecten Steuern: In Frankreich 42,80 eX, m England 35,75 JL, in Amerika 29,93 /iq) * X 140. -, Viertel (= '/-») t M 70.-, Zehntel 2— 1/so) k JL 28. — noch vorräthig im Bankgeschäft von 2673) Moritz Stiebei S6hne in Frankfurt a. M. Die Delicatessen-Handluxig von (Karl Schwaad empfiehlt Pariser Gelees t Marmeladen Tanzcursus. 2759) Vielfach ausgespro benem Wunsche entsprechend, theile hierdurch ergebens! mit, daß ich am 12. Mai einen TarrzcursuS eröffnen werde. Geehrte Damen und Herren, welche daran Theil nehmen wollen, bitte ich sich baldigst bei mir melden zu wollen. Achtungsvoll Ferd. Schmidt, Tanzlehrer. Handel und Verkehr. Gießen, 21 April. Auf dem am 22. und 23. d. M stattgehabten Viehmarkt waren aufgetrieben: 1050 Stück Rindvieh und 1520 Schweine. Nächster Viehmarkt Dienstag den 6 M^Frankfurt, 33. April. (Marktbericht.> Butter im Großen 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 H, im Detail 1. Qual. JL 1.15-20, 2. Qual. X 1-1.10, Handkäse das Pfmü> — H. Ganze Erbsen stellten sich per 100 Kilo auf 22.15—25, geschalte Erbsen 24—32, Speffebohnen 20-24, Linsen 24-32 JL Kartoffeln 6 50-7. Es kostete Ochsenfleisch per Pfb. 58—70 Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 50—60 Hammelfleisch 48—65 Kalbfleisch 50—65 H, Schweinefleisch 56—70 Dörrfleisch — ^Schinken — ausgebeint — H bis - Fleischwurft 70-80 Hausmacher Leberwurst, Preßkopf, Schwaick- magen, Zungenwurst 80—^0 , gewöhnliche Leber- unv Blutwurst 5d-60 Geflügel: Lahnen JL 1.78—2.20, Hühner X 2.50, Enten 4, Poularden 5 Schnepfen X-, Tauben 50 H Hechte 90 Karpfen 80 H, Schleien 70 Cabliau - Schellfische 45 Sols das Psv. JC. 1.20. Eier das Hundert deutsche Ji. 4.50, italienische 5.40. Heu- und Strohmarkt schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centn er 2 -3 Stroh JL 2- 2.30.__ Dn confetoatiee Verein Obnheffens begrüßt mit herzlicher Freude und lebhaftem Dank i>,e Priuiipien, die Euer Durchlaucht in Betreff der zu befolgenden Zoll- und S-eunpolitik sriimüthtq ausgesprochen baden und erkennt in der cvnsequcntcn Durcksührung t>et|«16en einen Schritt zur Wi-d-rh-rst-llung unseres gesunkenen Ratt-na,M°hlstand-s, dessen Hebung auch unser 8 Erachtens die Basis sein wird, auf der die ungleich wichtigere Arbeit der Heilung der sittlichen Schaden, an denen unser Volk krankt, zu geschehen hat. Gott wolle Euer Durchlaucht zu diesen Ihren Bestrebungen zum Wohle des Vaterlandes Mit^diesem Wunsche hat die Ehre, im Namen des konservativen Vereins von Ob er Hessen Friedrich Graf z u Solms-Laubach. Gießen, 24. April. Im Volksbildungsverein fand vorgestern eine eingehende Diskussion ber von Herrn Professor Bratuscheck vor Ostern gehaltenen Vortrage über bte Befreiung des deutschen Arbeiterstanbes" Statt. Die Socialbemokratcn Gießens waren fast sammtttch in ber äußerst zahlreich besuchten Versammlung erschienen. Zuerst verlas em Sprecher derselben, Herr Buchdrucker Gottschaldt, einen längeren Aufsatz, worin er seine Ueberemstimmung mit dem Arbeiterprogramm des Herrn Bratuscheck ausdruckte und die Ausführungen des letzteren in verschiedenen Punkten zu ergänzen suchte. Wactow Vereins, Herr Hanstein, sowie Herr Bratuscheck selbst für diesen Vortrag dem lutelltgenren Arbeiter die lebhafteste Anerkennung ausgesprochen hatten, behandelte Herr Schneider Klerx, ein anderer Sprecher der Socialvemokraten, in freier Rebe die Frage, wie die Gewerkvereine zu organistren seien. Auch er stimmte dem Programm be8 $enn_53r a tuf $ ecf bei, legte aber die mannigfachen Hinderniffe bar, auf welche die Bestrebungen ber Gewerkvereme stoßen, zweifelte, daß sie sich selbst in England auf die Dauer halten würben und behaupt tte, daß auch in der neuesten vortrefflichen Schrift von Professor Dren t a n o „die Arbeiterversicherung ■nad) der heutigen Wirthschafts-Orbnung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Organisation dieser Vereine nicht/efunden sei? Den lichtvollen Auseinandersetzungen des Redners wurde von Herrn Hanstein und Herrn Bratuscheck voller Beifall gezofft Herr Bratuscheck hatte außer dem genannten Werke von Brentano auch eine frühere Schrift desselben: „das Arbeitsverhaltniß nach dem heutigen Recht" zur Hand und überließ dieselbe Herrn Klerx zur Lektüre, indem er die Hoffnung aussprach, daß dadurch die Bedenken besseren beseitigt werden würben Er erörterte genauer die von Herrn Brentano vorgeschlagene Organisation ber Gewerkvereme, wob-, « sich zugleich di, praktischen Vorschlag, unseres Professors :Lasp°Yr°s ,n B-treff ber Arbeiterversicherung aneignete. Die Gewerkvereme bestanden rn Deutschland erst seit 10 Jahren und würden hier alle entgegenHenben £inbernif]e bur^ .^ubbauer ü6«- winden wie in England, wo ihr Gedeihen durchaus nicht gefährdet sei. für das Gedeihen dieser Vereine hob er noch einmal hervor, daß sie sich von jeder Parteipolitik fern halten müßten und forderte die intelligenten socialbemokrattschen Arbeiter auf, den Volks- chilbungsverein in seinen auf Versöhnung der Gesellschaftsklassen geröteten .^^bungen zu unterstützen, indem sie in dem projectirten Arbeiterdiloungsverein an der Befreiung des Arbeiterstandes auf dem Boden der jetzigen Wirthschafts°^/ung mitarbetteten. Hierauf nahm Herr Schreiner Orbig das Wort und behauptete, das Arbeiterprogramm des Herrn Bratuscheck sei unverträglich mit der heutigen Witthschaftsordnung, weil diese die ungebundene Eoncurrenz, also die Herrschaft ber egoistiichen Willkür m fi$ ba8 gerabe Gegentheil der Menschenliebe sei, von ber Herr Bratuscheck die wirthschaftliche Befreiung be/ Arbeiterstanbes erwarte. Auch vertrage eS sich nicht mit ber Menschenliebe den Arbeitern die Schuld «n dem Attentat aufzubürden, was dieselben nur erbittern könne. Die socialdemokratischen Arbeiter verabscheuten das Attentat einfach als Mordversuch; denn sie vermochten allerdings keinen Unterschied in der Verwerflichkeit des Mordes anzuerkennen, gleichviel ob der Mordstahl gegen einen Reichen oder gegen einen Armen gezückt werde. Herr Br atus che ck entgegnete bte heutige Wirtschaftsordnung sei keineswegs das System der schrankenlosen Con- runenA; vielmehr werde die Concurrenz durch Gesetze und durch die Associationen der Arbeitgeber 3inb Arbeitnehmer eingeschränkt, welche eine auf Pflichtgefühl und Menschenliebe beruhende Damen, welche das Zuschneiden und Anfertig?n von Damen kleidern erlernen wollen, können jederzeit eintreten bei J. Rothenberger, Lindenplatz. ®mifdni*MU Dillenburq. 841) Eröffnung des Sommer-Semesters am 5. Mai. — Prospecte und nähere Auskunft ertheilt gratis und franco der Director R. Schoenebeck. ffeschästs-Eröffnung. 2805) Geehrten Damen von Gießen und Umgegend die Nachricht, daß ich auf Veranlassung meiner früheren Kundschaft wieder ein Putz- und Miidkwaarkngkschäst, unter Leitung einer Directriee, mit dem heutigen Tage eröffnet habe. Indem für das Neueste, und geschmackvolle Arbeit unter »ustcherung der billigsten, aber streng festen Preise stets Sorge tragen werde, lade ich zum Besuche ergeben» ein. Die Ausstellung der neuesten Modellhüte beginnt mit dem 1. Mai d- I. V. wissi-iistlialllicher Vortrag Sonntag den 27. April, Abends 6 Uhr in der großen Aula. Herr Professor Dr. T h a e r: Ueber Friedrich Wilhelm I. Warme Bilder halte bestens empfohlen Arbeitsverweigerung zu Crew u. Da 10 1) Maurerarbeit, veranschlagt SU n um die bestimmte im etngeladen, sich Stück Eichen-Derbstangen, Rmtr. Buchen-Scheitholz, Eichen-Stämme von 3,29 fm Buchen- Rmtr. 2798) Ranft. Benner. 2807) Rmtr. Buchen-Scheitholz, 49 II 284 w 57 2551) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Emil Sauer, Seltersweg. Frische Seezungen (2787 empfiehlt die Wagner. 3795) - Druck und Verla« der Brühl'sch-u Univ.-Druckerei (Fr. Eh r. Pietsch) in Si-ß-n. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. 182 22 n u II ii 70 18 240 w II 43 48 140 24 6 2 86 46 4250 500 900 18 22 4 Nadel-Deibstangen, Nadel-Reisstangin, n H ii n M 221 1020 130 460 56 ii ii n u 2) Schreinerarbett, 3) Schlofferarbeit, 4) W ißbinderarbett, 5) Spenglerarbeit, Steigltebhaber werden ii ii n H Buchen Zopf-Reis Nadel-Reisig. Eichen-Scheitholz, Aspen-Lcheitho!z. Buchen-Prügel, Eichen-u. Nadel Prügel, Kiefern-Scheitholz, Buchen- und Kiefern- Prü.qelholz, Buchen- u. Kiefern-Stock- holz, Buchen- u. Kiefern-Reis- 2. A s p e n st r a u ch. Elchen-Stämme von 4,76 fm Rmtr. Buchen-Scheit 6 326,4 17 198 Bemerkt wird daß das Bauholz am Vormittag zur Versteigerung kommt. Die Zusammenkunft ist oberhalb Fünfhausen. Beuern, den 22. April 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Beuern. ii Stunde 2684) Ein Schlosserlehrling kann in die Lehre treten bei Carl Wiegandt, Neuenweg. stimmte Stunde im District Stamm am Weg nach Wettershain. Geilshausen, am 21. April 1879. Großh. Bürgermeisterei Geilshausen. Vermischte Anzeigen. 2812) 1 Regenschirm in meinem Laden stehen geblieben.I. CH. Retter. Buchen-Scheit Eichen- „ 1. Clafse. Aspen- „ Rodel- „ Buchen-Prügel Holzversteigerung. Dienstag den 29. April 1879, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Geilshäuser Gemeindewald, District Stamm, Heegkops, Hammersloch rc. folgendes Holz zur Versteigerung kommen, als: Generalversammlung !—' Wittwen - Waisen - Kasse * 7 Uhr 25/4. (2803 holz, Stück Fichtenstämme von 12—27 Centim. Durchmeffer und 9—18 Mtr. Länge, Die Zusammenkunft am ersten Tag pracis 9 Uhr im Dnstrict Reue- Wald b. Nr. 1. Mittwoch, ten 30. d. Mts. in den T istrtcten P f i n g st k o p f, Jeisgeßotenes. 2811) Sehr gute Thüren und Fenster mit Laden zu verkaufen bei M. Weiner, Marktstraße. lar präcis 9 Uhr. Trete a. d. Lda. dln 23. April 1879. Großh. Bürgermeisterei Treis a. d. L. Heege, Alt-Urver, Fortbachseck, Hennberg u. Zipsenwald. 6 2 6 3 2 4 5 1 100 85 320 Die Kölnische tzagei-Dersicherullgs-Gesetlschast. Gegründet im «fahre 1853. Grund-Kapital M. 9,000,000 Reserven M. 1,179,883 Zur Vermittelung von Versicherungen gegen Hagelschlag bei obiger Gesellschaft empfiehlt sich unter Zusicherung prompter Erledigung aller Aufträge. Die Agentur der Kölnischen Hagelversicherungs-Gesellschaft. 2561) Theodor Küchler. Brennerffchen Wirthfchaftslocale zu Treis a. d. Lda. emzufinden,j woselbst der Voranschlag und Sleigbedingungen 1 Stunde vorher einzusehen sind. Treis a. d. Lda., am 21. April 1879. Der israelitische Vorstand. Bekanntmachung. 2800) Unter Bezugnahme auf bie Art. 34 und 35 tes Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenmmß gebracdt. baß Herr Wilhelm Stauf und Frau Wilhelm Mainhard Wittwe zu Siegen unterm heutigen Tage mit dem Estenerzbergwelke „Frieder icke" tu der Gemarkung Eberstadt, Kreises Gießen, mit einem Felde von 823750 Quadratmetern beliehen worden ist. Etwaige Eiuwendungen gegen diese Verleihung muffen bei Vermeidung des Verlustes dcs Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen Den Bergwerkseigenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einsicht des SituationS- riffcs bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 28. März 1879. Großh. Ober-Korst- und Domänen -Direction, Perg-Abheilung. Bose. Te ck l e n b urg. Strohhüte werden wie neu gewaschen und moderni- sirt bei A. Schultheis junior, 2626) Seltersweg Lit. 0- Nr. 10- 2802) Ein junges Mädchen aus anständiger Familie sucht Stelle zur Stütze der Hausfrau oder als Ladenmädchen und wird mehr auf gute Behandlung als hoher Gehalt gesehen. Zu erfragen Seltersweg C. 22, 3. Stock. 1,50 „ Zusammenkunft im District Pfingstkopf an der Straße nach Mainz- Sichtenstangen und .tück Fichten-Reiöstangen. Die Zusammenkunft ist um die be- „ Prügel „ Zopf-Reis. Wellen Buchen-Durchforstungs- Reiser, „ Eichen-Reiser, „ Nadel-Reiser, Rmtr. Buchen-Stock, „ Eichen Stock und „ Nadcl-Stock. Mittwoch den 30- April d. I., Nachmittags 2 Uhr, kommen nachstehende, zur Reparatur der Synagoge daselbst, nötigen Arbeiten zum öffentlichen Ausgebot, nämlich: Aspen- „ Nadel- „ werden in besonders dazu geeigneten Locali- täten (gegen Feuersgefahr versichert) aufbewahrt resp. übersommert unter Garantie 6t i Georg Schultheis, 2799) Marktstr. 0. 20 2575) Junge Leute finden gute Pension Frankfurter Straße 17. Nr. 2. 2810) Em ordentlicher, Junge der das Schuhmachergeschäft erlernen will, kann sofort in die Lehre treten bei Conrad Alt, Schuhmacher, C a plansdasse 121. Jeden Bandwurm entfernt binnen 3—4 Stunden vollständig schmerz- und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt auch Bleichsucht,Trunksucht, Magenkrampf, Epilepsie, Veitstanz, Bettnässen u. Flechten und zwar brieflich : Wol^t, prakt. Arzt zu Croppenstedt (Preussen.) (2003 Delicatesienhandlung von Pari Schwaab. Restauration zum Stern. 1 Mittagstisch um 1 Uhr. Abonnement 8S Pfennig. per Liter 16 Pfg. in plombirten Kannen, unter Garantie gegen Sauerwerden, liefert 2804)__________Ij. Thon, Londorf. 2816) Ein Confirmandenrock zu verkaufen . SandgasseN r. 176. 2791)___________________________ Holzversteigerung. Dienstag den 29. April l. I., Morgens von 9 Uhr an, sollen in dem Beuerner Gemeindewald, District Appelspeck und Enienpfuhl folgende Holzsortimente versteigert werden: 29 Eichenstämme mit 27,92 Fstm., 20 Nadelstämme mit 8,35 Fstm., 2718) Eine Stube mit Kammer zu ver- miethen. Sandgasse 176. 2556) Durch Versetzung des Herrn Dr. Sck oll ist ein Familienlogts m meinem Nebenhause mit Gartenantheil zu vermiethen. Dr. Weber. ” 2574) Im dritten Stock des Hess. Hofs (Seltersberg) sehr freundliche moblirte Zimmer zu vermiethen. ”2708) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen bei Julius Wallach. 2006) 5 Zimmer, Küche :c. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. ________________F. Zoller, Neustadt. 2774; Zu vermiethen Zimmer an Gymnasiasten und Realschüler, mit und ohne Kost, habe ich stets Aufträge. WeidenhauS, Dienstmann. (1466 Andreas Euler. 2716) Mansardenlogis zu vermiethen, gleich ju_ beziehen. Carl Herbert, Nahrungsberg. StzH^öblirtes Zimmer zu vermiethen, wE Seltersweg C. 180.2756) 2806) In einem in btrrcter Nähe Cassels gelegenen größeren Orte, der von C^ffelanern sehr frequentirr wird, ist eine gangbare Wirthfchaft mit Tanzlocal und großem Garten mit Kegelbahn für 11500 Tvaler inc(. Inventar zu verkaufen. Anzahlung mindestens 3500 Thrler. Reflectauten wollen sich schriftlich unter Nr. 100 an die Exp-d. d. Bltts. wenden. 2818) Einige Malter auserlesene Kar- toffel, per Malter 6 50 bei Georg Hammel, im Hause des Herrn Debus, früher Herberts Bleiche.__ 2809) Ein Haufen Mist zu verkaufen. Herrn. Euler, Mäusburg. Wermiethungen. 2813) Zwei gut möblirte Zimmer mit Cabinet sind zu vermiethen. Sonnenstraße B. Nr. 75, nahe d. Aula. 2814) 2 gut möblirte Zimmer, auf Verlangen mit 2 Belten, zu vermiethen. __________________ Weirsaal. 2790) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Jacob Dorr, Mühlgasse. 2808) Ein kleines Logis zu vermiethen. Herrn. Euler, Mäusburg. 2819) Das von Herrn Architekt Hug bewohnte Loais 'im Bott'schen Hause) ist bis zum 1. Juli anderweit zu vermiethen. ■ Seltersweg Lit. C. 72. 27/9) Ein möblirtes Zimmer zu ver- mjcthen. I. Kohlermann, Mäusburg D-12. 2775) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Bäcker Kuhn._____ 2762) In der Nähe der Köln-Mindener- und Main-Weser-Bahn ist eine aus 2 Zimmern und allem Zugehör bestehende Wohnung billig zu vermrethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. ________________ 2741) Möblirte Zimmer zu vermiethen. _________ Caplan sgasse 221. 2737) Mehrere möblirte Zimmer zu vermiethen im frankfurter Hof. 2722) Gut möblirtes Zimmer mit Cabinet billig zu vermiethen im llr. W e b e r'schen Hause, 3. Stock, Wetzstein- gaffe.___ 2721) Em möblirtes Zimmer, mit oder ohne Cabinet zu vermiethen bei ________I. Hirz, Glaser, Seltersweg. 2689) Em möblirtes Zimmer (JL 70 pro Semester) Gartfeld 118,6 2. Etage zu vermiethen. ___________________ 2644) Mobl. Zimmer zu vermiethen.^ Reichensand C. 121, 2. Stock. 2632) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet ist tm Windecker'schen Hause am Kreuz iFirma Heinzerling & Tribus), 2 Treppen hoch, zu vermiethen. Cin möblirtes Zimmer mit anstoßendem Schlafeabinet per 1. Mai er., auf Wunsch auch früher, preiswürdig zu vermiethen. E* Earls, 2631) Frankfurterstr. E. 37. 2573) Möbl. Zimmer m. Cab. zu vermiethen. Preis p. Semester 90 JL Bei d. Exped. d. Bl. zu erfragen. 1744) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.___________Sonnenstraße B. 65. 1470) Der untere Stock in meinem Hinterhause, sowie Mansardenwohnung im Vorderhause zu vermiethen. Carl Haas, a. d. Actienbrauerei. Ziegensellchen und LiimmerfeUc kaust zum höchsten Preis (2625 A. Schultheis junior, ___________Seltersweg Lit. C. Nr. 10. 2559) Ein Mädchen gesucht in der Maschinenstrickerei von C» Pietsch. | Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und fa^onnirt, C. L. Gail, S ch u l st r a ß e 19. Markus Ham merschlag._____ Holzverfteigerung. Dienstag den 29. und Mittwoch den 3V. April 1879 soll im Trester Mttgebrauchswalde nachverzeichnetes Holz aus den nachstehenden Dtstricten öffentlich meistbietend ersteigert werden. Dienstag den 29. d. Mts. im District 1. Neue Wald. 390 Rmtr Buchen Stamu.reis. Pelzwaaren werden aufbewahrt resp. übersommert unter jeglicher Garantie bei (2627 A. Schultheis junior. Gegen Feuerschaden versichert. 2795) Eine Dame aus anständiger Familie wünscht gern eine Stelle als Köchin oder Haushälterin; auch kann dieselbe allen sonstigen häuslichen Arbeiten vorstehen. Der Eintritt konnte sofort erfolgen. Nähere Auskunft ertheilt Vermietherin Frau Langsdorf, Lindenplatz 244. 2714) Tüchtige Steinhauer, welche im Anfertigen von Grabsteinen, sowie im Fertigen der Schriften bewandert sind, finden dauernde Beschäfti- gung bei Aug. Nauheimer Ww. 2760) Ein kräftiger Junge für Haus- arbeit gesucht. Restauration Busch. 2789) Ein gut empfohlenes Mädchen, das durch den Tod seiner Herrschaststellenlos geworden ist, sucht auf sofort ein anderes Unterkommen. Zu erfragen Reichensand 6. 121________________________