Wr. 300» Mittwoch den 24. December 1SW* Meßmer Hln^eiger AVßk- iti AmKdiE fir bei Kn!s Gießen. > Schulstraße B. 18. Erscheint tögttch mit Ausnahme des MontaaS. drei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit »ringerlohn. ____ _____________________________________________Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Keutschland. Berlin, 1V. December. Die „Prov.-Corresp." giebt eine Zusammenstellung der von der Staatsregierung gegenüber den oberschlestschen Nothstän- den bis jetzt ergriffenen M ßregeln und bemerkt dabet, daß erst nach den Erfahrungen der nächsten Wochen sich werde übersehen taffen, ob die angewiesenen Mittel auSreichen weiden, dem Nothpande Einhalt zu thun. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, so werde die Staatsregierung nicht säumen (noch mehreren Wochen I) den Landtag um Bewilligung weiterer Geldmittel anzugehen. U>brigens verfehlt das halbamtliche Blatt nicht, heroorzuheben, doß die Hülfe von Setten der G metndcn, der Provinz und des Staates sich auf die Gewährung des Nötigsten beschränken müffe, so daß der Privatwohl- thäligkett ein weiterer Spielraum verbleibe. — Die Kartoffelausfuhr aus Deutschland ist nach den bis Ende October vorliegenden Nachwcisen in dem lausinden Jahre eine sehr bedeutende gewesen. Das Octoberheft der deutschen Reichsftatistik giebt die Gesammtausfuhr auf 7.701,054 C r. m d mit Ausschluß der Ausfuhr auf der Oberelbe nach Ham- -ura auf 6 989,827 C'r. gegen 5,843,802 Cir. im vorigen Jahre an. Allein im Monat October find 3,227,910 Ctr. gegen 871,802 Crr. in 1878 ausgesührt wnfcrn. Die Karloff leinfuhr ist z tcht von besonderem Belang, es find nur 579.202 Ctr., hauptsächlich aus Oesterreich und Rußland, eingeführt worden, während unsere Ausfuhr nach Westen geht. — Die fämmtlichen Justizbehörden unterm 12. d. Mts. zugegangene Verfügung des Justiz-Ministers über den Amtstttel der Gertchtsschreiber Grund des § 15 des Gesetzes vom 3 März 1879, Setr. die Dtenfiverhälin sie der Gertchtsschreiber, wird hiermit Folgendes bestimmt: Die Gertchtsschreiber führen den Tuet „Sekretäre" und die gegen festes Gehalt auf L.benseett angesttllten Gertchtsschreiber - Gehülfen den Amtstttel „Assistenten." Diejenigen Bestimmungen, nach welchen die Gertchtsschreiber gewtffe Schrift- stücke ausdrücklich unter Beifügung ihrer Amtsetgenschaft als „Ger.chtsschret- ber" zu vollziehen haben, werden durch die hter getroffene Anordnung nicht Mthrzahl der in den letzten Jahren, auch in diesem Winter, bet starkem Frost vorgekommeuen Stsenbahn-Unglückssälle ist auf das Springen Das Ministerium Waddington. Das Parlament in Frankreich bot von jeher ein ungemein bewegtes und feffelndes Bild des Parteistrettes. Ob unter monarchischem, ob unter republikanischem Regiment, stets platzte der Kampf der Geister so heftig aufeinander, daß die Vertreter des Volkes nicht allein sich selbst, sondern auch der Regierung, und deren gereizte Vertreter wiederum dem Parlament die größten Bosheiten und Grobheiten in's Gesicht sagten, bis der Spektakel so groß wurde, daß der Piästdent der Kammer sich den Hut aufsetzte und die Sitzung schloß. Die Berathungs-Säle waren wiederholt der Schauplatz der leidenschaftlichsten Auftritte, und zuweilen kam cs dazu, daß die Montecchts und Eapuletiö handgemein wurden. Zur Ehre Frankreichs muß es übrigens gesagt werden, daß die unwürdigen Scenen, wie sie namentlich in den letzten Jahren der napoleonischen Herrschaft an der Tagesordnung waren, sich in der Rera Grevy-Gambetta nur selten wiederholt haben. Der republikanische Geist des Volkes bestrafre die Casiagnaciaden mit allgemeiner Verachtung. Auch in den jüngsten Debatten über die Lebensfrage des gegenwärtigen Ministeriums hat es an stürmischen Momenten nicht gefehlt. Die Frage der allgemeinen Amnestie, welche seit Monaten viel Staub aufwirbelt, bot die Veranlaffung zu erregten Scenen. Aber die Regierung, welche in den letzten Wochen manchen parlamentarischen Sturm zurückgewiesen hat, hat auch den neuesten heftigen Angriff mit unleugbarem Geschick zurückgeschleudert und einen Sieg erfochten. Das glänzende Vertrauensvotum, welches sie von 234 Abge- ordneten, also von einer bcdeutenden Majorität erhielt, beweist, daß die vereinigten Elemente, welche entweder aus Radikalismus, oder aus Haß gegen die Republik den Conflicr zwischen Volk und Regierung wünschten, kläglich Schiffbruch gelitten haben. Die alberne Drohung Clcmenceau's, daß die Ccmmunards nicht vergessen würden, wenn die Regierung nicht vergäße, hat ihre Wirkung verfehlt. Das Cabinet blieb solidarisch, und auch einzelne Personalveränderungen können feite Stellung nicht erschüttern, sondern werden sie befestigen. Die große Majorität des Volkes, das ist das Resultat der Debatten, will nichts von den Imperialisten und Monarchisten und nichts von den Reoo- lutionäien wiffen. Der neue Triumph Waddtngton's berührt in Deutschland sympathisch. Wie dieser Minister nicht dulden will, daß die Majestät der Gesetze angegriffen und durch die Amnestie von notorischen Mordbrennern die Revolution geklönt, die Commune verherrlicht werde, so ist er auch wett entfernt voü Rachegelüsten und Erobe ungsplänen, weil er die Zukunft Frankreichs nicht auf das Spiel sitzen will. Arbeit, Freiheit, Frieden — daS stad die drei köstlichen Güter, welche er seiner Nation wahren will, — und mit einem solchen Programm kann jedes Volk zufrieden sein! der Bandagen zurückzuführen gewesen. Der Verein deutscher Eisenbahnverwaltungen wird in Folge dessen, wie die „Nordd. Allg. Ztg." hört, in den nächsten Tagen einen Preis von 10,000 Mk. auf das beste Verfahren, Bandagen so zu befestigen, daß ein Springen derselben absolut verhindert wird, aus- schreiben. Möchte im Jntereffe der Sicherheit unseres Eisenbahnverkehrs die Lösung dieser Frage möglichst bald gelingen! AuA Sachsen. Anläßlich des gräßlichen Grubenunglücks bei Zwickau wird das Reichshaftpfltchtgesetz vom 7. Juni 1871 zum ersten Male auf eine ernste Probe gestellt. Das Gesetz, welches gerade früheren Mafien-Verunglückungen beim Bergwerksbetriebe in Westfalen und Sachsin die Entstehung verdankt, setzt in § 2 die Haftpflicht des Bergwerksbefitzers für den Fall fest, daß „eine zur Leitung oder Beaufsichtigung des Betriebes oder der Arbeiter angenommene Person durch ein Verschulden in Ausführung der Dienstverrichtungen den Tod oder die Körperverletzung eines Menschen herbetgeführt hat." In dem Zwickauer Falle ist nach den bisherigen Untersuchungen das Unglück in Folge der Beschädigung des Wetterscheiders entstanden und dadurch, daß der Betrieb trotzdem nicht fisttrt wurde, wofür entweder der Steiger oder die Direction selbst verantwortlich zu machen find. Die Steiger würden in diesem Falle im Sinne des $ 2 des He.-tgesitzes „beaufsichtigende Personen" sein und würde somit für den Brücker berg-Steinkohlenbauverein eine hafkpflichtgesetzliche Entschädigungs'Verbindlichkeit vorliegen, bezüglich welcher der Kohlenbauverein bei der Allgemeinen Unfall-Versicherungsbank in Leipzig versichert ist. Es wird sich nun fragen, ob das genannte Versicherungs-Institut seine Verbindlichkeit anerkennt oder der Weg des Procefies beschritten werden muß. In letzterem Falle wäre der Ausgang nicht leicht abzusehen. Schon im Reichstage wurde bei Berathung dcs Haflpflichtgesitzes von Sachverständigen des Bergbaues bekundet, daß bei jedem erheblichen Unglück der Beweis des -Verschrckdens der Auffichtsbeamten in den meisten Fällen unmöglich ist. So sprach sich der Oberbergrath Ulrich im Reichstage geradezu dahin aus, „das Gesetz in feiner jetzigen Fassung bleibe für der: Bergbau ein todter Buchstabe und vollkommen unbrauchbar." Hoffentlich verwirklicht sich dieser Mißerfolg des Gesetzes an dem Zwickauer Unglück nicht, andernfalls müßte die Gesetzgebung sich für künftige Eventualitäten durch eine Verschärfung des Haft- pfllchtgefetzes in>s Mittel legen, was den an den Unfallversicherungs-Gesell- schäften auf Gegenseitigkeit betheiltgten Industriellen sehr unerwünscht sein muß und schon deshalb eine coulante Praxis nahelegen sollte. ßngland. London, 20. Decbr. Das Truppenschiff „Suphrates" führt am nächsten Mittwoch 1040 Mann Verstärkungen, Ulanen und Infanterie, nach Bombay. Etwa 1100 Mann Ersatztruppen sind gestern dorthin abgegangen. — Die aus Brasilien eingetroffenen 91 deutsch - russischen Auswanderer sind jetzt in Southampton in einem leeren G.fängniß untergebracht und genießen von den städtischen Behörden eine gute Behandlung. Ueber ihr endgültiges Schicksal ist das Localregterungsamt in London noch zu keiner Entscheidung gelangt. London, 21. December. In einer gestern im Leedes abgehaltenen Versammlung der Conservativen erklärte Unterstaatssecretär Bourke, die türkisch- englische Convention lege England keine besonderen Verantwortlichkeiten auf, denn er glaube, daß, wenn die von den Liberalen vorausgesetzte Zerstückelung der Türkei eingetreten sein würde, England weder Kleinasien, Mesopotamien und die Euphratroute, noch Indien in den Händen der Rufien zu sehen wünsche. Die Beziehungen Englands zum Auslande anlaugend, so stehe England mit dem gesammten Europa in freundschaftlichen Beziehungen. Die britische Regierung erkenne au, daß der russisch-türkische Krieg in einigen Theilen Europas Zustände zurückgelafien habe, welche Seitens der englischen Minister Festigkeit und Dtscretion erheischten. Die Regierung glaube, daß die bet Weitem größere Zahl der europäischen Staatsmänner auf Seite Englands stehe. England habe keinen Streit mit irgend einer europäischen Macht und wünsche vielmehr und hoffe es, daß es auch zu Rußland in guten Beziehungen bleibe. Er sei der Ansicht, daß Differenzen mit Rußland hauptsächlich durch ehrgeizige rücksichtslose Parteien veranlaßt würden, nicht durch den Kaiser und defien weise Staatsmänner. Letztere wiffen, daß England den Frieden wünsche und nicht der legitimen Entwickelung des russischen Handels und der Wohlfahrt Rußlands entgegen sei; sie wiffen ferner, daß England die Beseitigung der inneren Schwteiigk-iten Rußlands freudig begrüßen würde. England habe keine Sympathie mit Mördern, noch mit Denjenigen, welche die Grundlagen der Ordnung und der Gesetze zerstören wollen. Lord Beaconsfield's Politik beruhte bisher auf der Zustimmung eines freien Volkes und des Parlaments. Der Premier könne davon, ohne seine politische Pflicht zu verabsäumen, nicht abweichen. Er (Bourke) glaube, daß diese Politik den Frieden, die Freiheit und den Wohlstand der ganzen Welt herbeiführe. London, 21. December. Aus Capstadt vom 2. ds. wird gemeldet: Das Fort des Häuptlings Seconveni wurde am 28. Nvobr. bei Tagesanbruch angegriffen und genommen. Der Verlust des Feindes ist bedeutend. Rußland. müssen. Zergeht das Püttern der hungernden Vögel nichU Hunger Mm.E ^rtheilte heute 709 Portionen. Hiervon wurden 199 verkauft, die übrigen 510 an Arme, Kinder und Handwerksburjchen vertheUt. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. Corresponden- • Bureau. Berlin, 22. December. Der „Retchs-Anz." publictrt das Gesetz über kett Erwerb mehrerer Prtvat-Eisenbahnen für den preußischen Staat. Kalkutta, 22. Decbr. General Gough meldet, daß ein Gefecht mit t cn Ghtlzats, welche von Azmatullah Khan geführt wurden, stattgefundm hat; die Gbilzais wurden zurückgefchlaqen. Rom, 22. Decbr. Die Deputirtenkammcr hat die Regierungsvorlage betreffs Bewilligung von 12 Millionen zur beschleunigten Ausführung öffent- licher Arbeiten angenommen, tie Ermächtigung zur provisorischen Ftnanzver- waltung für Januar und Februar 1880 ertheilt und sich sodann bis zum 19. Januar vertagt. Pari», 22 Decbr. Das Journal „Temps" meldet: Grevy hat daS EntlaffungSgesuch des Cadtnels noch nicht angenommen, und Freycinet hat sich noch nicht darüber ausgesprochen, ob er den Auftrag zur Bildung des Tabivets annimmt. Pari», 23. December, Nachts. Freycinet hat den Auftrag zur Bildung eines neuen Cabinets nicht angenommen. Grevy ersuchte Waddington, Eonseilpräfident zu bleiben und das Cabinet zu reorganisiren. Waddington erbat sich eine 24stündige Bedenkzeit und bat Grevy, den Finanzminister Say »tt Bildung des neuen Eabinets zu beauftragen. Men. Kalkutta, 21. Decbr. General Roberts beauftragte General Gough, sofort vorzurücken. Zwischen Jagdallag und Kabul sieht kein Feind. Gough rückt mit 1400 Mann und 4 Kanonen vor und nimmt in Lataband weitere 700 Mann mit 2 Kanonen auf. Menn was Gott verhüten wolle, bei unserer jetzigen sibtrychcn Temperatur Feuer zu« Ausbruch 'kommen sollte, könnte unabsehbares Unglück entstehen Betrachtet man z. B. vee emzetnen Zugänge zum Stabtbach, so sinD Vie Treppen fast fußhoch mit Els belegt. D"nstboten und andrere ^Personen schütten das Abfallwasser einfach v,e Treppe hmumer anstatt daß solches htnabgetragen wird W nn nun vielleicht mitten in der Nacht Feuer ausbrache, dl- Feuerwehr mü'ite an die offenen Stellen des Stadtbachs behufs Einlegung Der Schlauche zu den Wasser- 7ub n°-rn u !. w7 wi. «oll-u bi. S.ute btnunt.ttonw™, oh». ®. ttjr zu laufen out, (le Hals und B-in b-.ch-n? Bedenk- man dach i-lches und uermeide tue die s-lge diele Uub.d-cht- iamfell,J»d*= ft* M«'1’* tü"Öb.rfchl-st.u gingen weiter bei uns ein: SBfateer Sannet gui _ Q 10 u N-cktSanwalt Dorn eiff 0 ,iL. Vermischtes. Würzburg, 17. December. Zwanzig Jahre lang blieb unseren Mauern Die traurige Berühmtheit erspart, den Schauplatz einer Hinrichtung abgeben zu müssen. Vielleicht bedurfte es aber auch gerade in unserer Stadt eines solch ernsten Hinweises auf die Achtu^, welche den staatlichen Verordnungen gebührt; baden ja doch ganz besonders in hiesiger Stadt die Verbrechen wider das Leben der Nebenmenschen in neuerer Zeit so uberhaud genommen, daß ein Beispiel aufgestellt werden mußte. Eine schwere Schuld hatte der 22iahrige Johann Kaspar Hollebcr aus Thüngersheim zu sühnen — einen Raubmord, einen aJ.0Tb0eT'“J' “"J ' Verbuchen zum Versuch des Todtschlags. Als Zett der Hinrich ung war die 8 Mo genstunde anberaumt Der Gang zum Fallbeil und die Hinrichtung wahrten l1/? Minuten. (W. Pr.) Remscheid, 16. December. Die seit Samstag vermißte "eine Clara Weber wurde Sonntag Nachmittag vom Hunde eines Flurschützen im Osterbujch bei Remscheid aufgchmrt und vom Fiurschützen in ihre elterliche Wohnung gebracht. Die Kleine war auf Schulwege begriffen gewesen und saß unter Strauchwerk zusammengekauert erfroren da. Sie trug ihre Schulta^che mWimter/j^ Der Bahnmeister Schöberle von München-Östbahnhof fLaidhausen) wird seit dem 12. d. M. vermißt und besteht die Vermuthung, daß er bei dem an diesem Tage stattgehabten Schneesturme bei Begehung seiner Strecke von der Bahn ab und in die Schneewehen geraihcn sei. - Die Münchener Polizeidirectton ist auf die 9Ute Idee gekommen , daß sie sämmtliche bettelnden Handwerköburschm zum Schneeschaufeln anhalle» laßt Arbeiten schändet nicht und ist immer besser, als Betteln. — Auf der Donau hat sich oberhalb Passau eine jo starke Eisdecke gebildet, daß z. B. bei Heining die schweiften Fuhrwer e Don einem zum anderen Ufer verkehren können und auch wirklich fahren. — «u8 aeschrieben: Vor einigen Tagen hatten sich mehrere Sperlinge auf eme Wagenkette gesetzt und waren - darauf festgefroren Nur mit großer Mühe konnten sich die Thiere wieder befreien. — In Italien ist der Schneefall fortwährend ein ungeheuerer. In Neapel dauerte derselbe drei Tage und sämmtliche Eisenbabnzüge erlitten Unterbrechungen; bet ®enewento ^nette ein oun .in cvn Rom fällt seit dem 2. December kein Schnee mehr, dagegen friert eö seitdem fortwährend In Venedig beginnt die Lagune sich vollständig mit Eis zu überziehen wie es eit 1864 nickt mehr der Fall war. In Mailand sind mehrere Menschen erfroren, in Flor nz eine Schildwache. Auf vielen Feldern in Ober- und Mittelitalien erreicht der Schnee eine WC D- In dem^Tagebuche eines kürzlich verstorbenen Kasseler Bürgers findet folgendes hübsche Geschichtchen von dem letzten hessischen Kurfürsten. Es war am 20. Augustsheißes darin, am Geburtstage unseres Landcsfürsten. 2" Kassel sollte der Tag alljährlich gefettr werden. Vorbereitungen zur Illumination waren schon überall getroffen. Auch ich^wollte mit mehreren Freunden den Tag feierlich begehen; wir waren zu diesem Zwecke von d m Hofkeller, meister eingeladen, die Meine des kurfürstlichen Kcllertz zu problrcn. Nachdem wir uns schon längere Zett der fröhlichen Stimmung hingegeben hatten, wozu der reichliche Genuß d-S tresslich-n Weines beiaetragen hatte, wurden wir von dem Diener, welcher Wache stehen mußte damit wir nicht von unberufener Seite überrascht würden, durch die Schieckens- kunde' dem Kurfürsten sei unsere Anwesenheit im Hoskeller verrathen, aus unserer Äcinüth- lichkett a Usscn. 1 Als wenn eine Kanne voll Wasser über uns ausgc,chü i-t worden war o war unsere heitere Laune verraucht. Doll EntsAen sahen wir unS rathlos an. Da w r fast lauter Hofbeamte wo,en, stand für uns das Höchste auf Dem Spiel. Wa es doch kannt daß Friedrich Wilhelm, unser letzter Kurfürst, Denjenigen, welcher seinen Zorn durch irgend ei"c vnalücklichc Veranlassung, und wäre es Der geringfügigste Urnstaiid gewesen, wach- aerufenbatte" sicher darauf rechnen konnte, daß es ihm nicht gut bekam. E.n lunger Kaufmann welcher durch den Zorn des Kurfürsten nichts zu verlieren hatte, war Der Einzige, we ch!r den Muth nicht verloren hatte. Indem wir Andern in einer verzweifeltenl Stimmung waren war er von unserem verstörten Aussehen im höchsten Grad« erheitert. Er bat uns, waren, war er von i ' bc8 Kurfürsten schon abkuhlen; wir sollten nur Wm Bch'piele folgen unD die Köpfe nicht hängen lassen. Bald hörten «trSriedrich Wilhelm mit polternden Schritten die Kellertreppe herunterkommen und gleich darauf trat et mit D n mü.bend ausaestoßenen Worten : „Jbr verfluchten Kerls, sauft mir meinen Wem, euch soll doch aloick^^da/^Drnrnerwetter holen!" tn' unsere Mitte. Rasch erhob sich der junge Kaus.nann und, n Glas «bebend rief er mit feierlicher Stimme: „Wir trinken auf Königliche Hoheit Ge^ undbeit ' Gott möge uns unseren geliebten Landesfürsten noch lange erhalten und ihn diesen t®mal t?ld>m lafi,n! Kinigllch- H°h.» fotl leben!» ■">’ W* i Kurfürst von Einem zum Andern, dankte freundlich und gmg hinaus. Diesmal war noch : sät« gut °"rüberg«gangtn. wir v.hm-u uni aber tat, ui.nalt w«d« btn W-iu im Hos- VeterSb«»«, 21. December. Die russische Politik gleicht zur Zett einem JanuSkops; das doppelte Gesicht, welches sie überall zeigt, ist keines- . wcgs geeignet, belonderes Vertrauen zu erwecken. Wenn man hofft-.daß der Zusammentritt eines Kronrathe« -in gretsbares Ergebntß bieten wurde, s hat man sich getäuscht. Thalsache ist bisher nur. daß der kzar wi zu er warten war. nach dem Attentate jeder R-sorm abhold ist, «°d daß di. R hi- g w« ^''^Ü L.Ech tO Rtch.-unwatt D°rn,,iff .0^, UBct sich daher da« traurige Verdienst zuschretben könr.en, den alten Ab^ u . ■ ^®'2 s g ’8tl- a Trapp u Jt, Frau Sttuerrach Sckust-r I» je, H I. ti«tnu8 und mit demselben auch Fürst Gorischaloff auf s-mem wankenden Litze , K @ ,0 3. 4 JL - Untenn brennenden WerdnachtSdanm, wenn Frcuoe . , . hrtRpn ^ebenfalls BletBt OOiIäuflfl ber greise Diplomat • < I herrscht gedenke man der Armen und Nothleidenoen, welche der Freude entbehren bit^/uM^März^ nächst^JrhrE^brs ^zmn 25jährigen Regierung«.JubiläieM des I «hriMdletn auch ihnen re.che Hülfe bringen und Pen unbarmherzrg.n Czaren unangefochten aus feinem Platze. Für das wnere Rußland bedeutet die« d-S Andauern des Veruichtungskampfe« g-geu den Nihilismus.lerd-r aber auch die Vertagung aller Concessionen an dt- gemäßigten Parteien, welche in einer Htnübersührung des ruisischen Slaaies in »nstitutton lle germtn die einzig mögliche Rettung des Czarenreiches aus dem inneren Wtrr- fd M6S« das führen muß, wird die Zukunft lehren. Zu verwundern ist e- nicht, daß die Wogen der Erregung aus Anlaß des Moskauer AltentatL bockaeben' es ist verzeihlich, daß die rohe Gewalt ihre letzten Trumpfe auf beiden Seiten ausspielen wird, und die Folgen dieser heillosen Wirthschaf^ so bedauerlich sie jedem Menschenfreunde find, sind gleichwohl ein heilsames Abschreckungsmittel für alle Völkerschaften, welche mit dem Panslavismu« licb- Lnaeln. Die Reform, die an Haupt und Gliedern noththut, kann nicht zu ihrem Recht kommen, und darum wird auch die Revolution mch^: auf- HSren. Wie bezeichnend ist hierfür die Kühnheit, mit welcher d e Nchilisten soeben mit neuen Drohungen, mit neuen Mordanschlägen und mit neuen geheim gedruckten Revolutions-Zeitungen heroortreten! a . P E.ne seltsame Illustration zu diesen Verbältniffen bietet die auswärtige russische Politik. Während Gortschakoff im Auslande durch die russischen Vertreter alle Nachrichten über V-rwaltungs Reformen dementtren läßt, reist Graf Schuwaloff umher, wird vom deutschen Kaiser tn Berlin und von Bismarck in Varzin ehrenvoll empfangen, und hat augenscheüiltch eine politische Mission. Gortschakoff und Schuwaloff! Sind sie wirklich Feinde oder reprä- sentiren sie nur die russische Doppelchngigkeit? Man nennt schuwaloff einen ehrenvoll verbannten und gestürzten Staatsmann, gleichzeitig aber agckut er t« Auslande, und wer Fürst Bismarck kennt, weiß auch, daß er seine Zelt * .......«..! Schuwaloff habe di- Ausgabe, Rußland und Deutschland zu v°rsShn-n - ->n Einvernehmen über die orientalische Frage zu schaffen und sogar die russische Politik tn Eentralasien klarzulegen, endlich solle er in erster Linie zur Rege- luna des demsch - russischen Grenzverkehrs mit Berücksichtigung der Memel, Dampfschifffahrt beitragen. Diese ganze Werbung ist plump angelegt. iDchtckt aber Rußland einen seiner gefalle- en Diplomaten um ihn desto le-.chter des- avouiren zu können, so widerspricht dem der Umstand cer Klugheit und Bedeutung des Grafen Schuwaloff. Aber wie die Dinge auch liegen "wogen^so hat es leider den Anschein, als gedenke Rußland den krummen Weg der trtguei^nicht^zu ^rl^ffen. Pxtersbourg" meldet: Alle Mächte haben bei der Pforte lebhafte Vorstellungen gemacht, damit die Stipulationen des Berliner Vertrags hinsichtlich Gussinjes und Plawas mcht länger ein tod er Buchstabe bleiben. Das Blatt schreibt ferner, die Behauptung des „Daily Telegraph" tn Betreff der Reise eines außerordentlichen persischen Ges-^dten nach Europa wegen der Atrekgren;e entbehre jeder Begründung. Die Regierung des Schah habe nicht die geringste Absicht mauisistirt, Rußland das Recht zu der int letzten Sommer stattgefnndenen Expedition tn das Atrekgeotet zu bestreiten und denke jetzt ebenso wenig daran. Lokale». GteHen, 23. December. Bczüqlick des kürzlich beobtichtcten Meteors theilt uns ein «Ufleniieu«e weiter mit, daß cs ihm voraekommen, als sei über Der L o tz scken Brauerei eine kopfaroße Leuchtkugel aufgestieqen; dieselbe bewegte fick dann in einer^ Hohii von circa 50 Meter horizontal über Dem M u h l schm Hause hin bis zur Wieseck und löste sich mit leichtem Knall in 3 kleineren, alSbalD »crschwindenDen Kugeln auf. Ob dies das von Darmstadt auS gemeldete Meteor war, ist doch sehr zweifelhaft. ®(cycn 23. December. Gestern Nachmittag drohte tn einem Hause der Lowengasse «n Brand auSz'ubrechen. Durch die Wandwärme aufmerksam gemacht, ging man der Ursache derselben nack und fand einen brennenden Riegel, welcher du-ch das schadhafte-Kaonn entzündet W« — Bei dieser Gelegenheit möchten wir auf einen argen Mißstand aufmerksam machen. keller zu^probirni vom 15. December wird von Der „Hartung'schen Zeitung folgende niedliche Geschichte erzählt: Ein allgemein HWtt Menbote Ud)tdt un» ÄUtWeii d-S att.n «unrtt.n M.nutS baut unb feiner Bert., -nh.it ab. helfen wollte. Eine vols«thnmll»e Heilmelbode. — Wir sind in d-r Vage, dt. Aufm.rkfam- feit der Leser heute auf ein Buch zu lenken, welches die obige Bezeichnung naUaul »erbient denn bei der gerade auf diesem Gebiete h-mchenden Rioalitai ,on,l,,l*irT b r Mat nur eine solche Heitmethobe der „Volksihumltchkeit- rühmen, w che wirk, lich unb nachweislich in alle Gefellschastsfchichten gebrungen tfi unb h-r «esten Fuß ncfn&t hat Unzweifelhaft acht aber diese Annahme aus der Thatsache hervor, daß das i U ^i?LtboTbeVprein?be%ud) bereits die 120 Auflage erlebt hat unb in mehreren UeberfcUunaen vorliegt, die gleichfalls wiederholte Auflagen erfahren haben- Wenn diesen vielsagenden Thaftachen einige allsprechende Urtheile gegenüberstehen so beslat gt dies nur wieder die alle Erfahrung, daß gerade epochemachende Unterne^ vm (Keifte des wissenschaftlichen Fortschrittes brodneidischen und mißgünstigen Tadel am sich lenken. Daß das Buch trotzdem stetig an Verbreitung und Popularität gewlnnt beweist wie machtlos derartige Nörgele cn des Zunftgeistes einer praktisch tausendfach bewährten S?che gegenüber bleiben. „Dr. Airy's ^aturbeilmCtbDbe" nun, Gesunden die RegUn beobachten, welche zur Erhalmng und B-feft,gung fesundhett dienen, wahrend den Leidenden die kürzesten und, wie aus den gelieferterBeweisen zu ersehen .st, sichersten Wege zur Genesung gezeigt werden; es wird damtt,auck em« wegs die Anpreisung von io6e .annten „Wundermitteln" bezweckt, der Lesn melmey mit ärztlich erprobten Hausmitteln bekannt gemacht, zu welchen feder Kranke mit dew größten Verttauen erfüllt werden wud. — Wie wir Horen, ist auch die neue, , 120 Auflage von „Di. Airy's Natmheilmethode" schon wieder zum grötzten Thett oer- griffen, was wohl am besten für die Beliebtheit dieses Buches spricht. Es mag Hierallerdings der Umstand beitragen, daß der Preis des 550 ©eiten starken. re‘$ „ . ; ftrirten Werkes so billig gestellt ist (1 0 Atz X 112, Hühnereier per Stück 7—9 H, Käse per Stück 4 — 8 Käsematte per Stück 3 J> Erbsinl Liter 20 Linsen 1 Liter 22 Tauben das Paar 70 Hühner perStuck z/0 85—1 10 Hahnen per Stück 0.75—1.10, EntenZper Stücke 1.50—2.10, Ganse pr.Pfund 4$-100 Kartoffeln per lOOKilo^ 6.00-0.00, Weißkraut, 100 St. X 6-8, Zwiebeln P-Ltr 8—0, Milch per Liter 16 und 18 H, Ocksenfleisch 68 Pfd., Kuh- «0—100 Kalbfleisch 45 — 50 H, Hammelfleisch 50 — 60 Schweinefleisch 60 Truthähnen p ^ ^2. Decbr. (Fruchtbericht.) Mehl Nr. 1 yM 43, Nr. 2 -^L 41, Nr. 3 a 35 g?T. 4 X 31, 921-. 5 X 25, Roggenmehl °/i (Berliner Marke) X 28—28 50^ do. ^(Berliner Marke) X 27.00-00.00, do. II (Berliner Marke) X 20.00-21.00. Weizen hiesiger ab Bahnhof hier X 24.25-24.50, ab un erer Umgegend X 23—23.50, nachQÄität^ 23.75-25.00, Roggen, je nach Qualität X 18.75-20, Gerstel 17.75-21, Hafer X 13.00-15, Kohlsamen X 27-28.00, Erbsen X 19-27, Wicken X 16-17, Linsen 20-24, Bohnen, werße, X 23—2a, Roggenkleie —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail, 65. Stlmmung fest. Hauptsächlich gefragt war: — Dringend offerirt: — (D,e Prer,e verstehen sich sammtlich per 200 Pfund Hollgewicht — 100 Kilo.) _ r Frankfurt, 22. December. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben -varen ca. 380 Qchsin und Stiere, 190 Kühe und Rinder, 236 Kälber und 500 Hammel Die Vretse stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 68—70, 2. Qual. X 64 66, Kühe und »inb« 1 60-67 2. Qual. X 52-54, Kälber 1. Qual. X 55-58, 2. Qual. .50-52, Hammel 1. Qual. X 58-60, 2. Qual. X 40 -50 per 100 Pfd. Schlacht- ------Schi flfeberichi. Mttgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd ** l2 ^December. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Neckar, Lapt W. Willingerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 7. d. Mts. von Bremen und am 9. d. Mts. von Southampton abgegangeu war, ist heute 10 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen. , Irischbiicker in Greste«. Am 1. Weihnachtsfeiertag. Martin Lenz, Marktplatz. Am 2. Feiertag. Daniel Rühl, Marktplatz. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde plGiesten. Gottesdienst: Am heil. Weihnachtsfest- Donnerstag, den 25. December, I. Feiertag. Morgens: Pfarrer Schlosser. — Nachmittags: Schulinspector VigeltuS. Freitag, den 26. December, II. Feiertag. Morgens: Pfarrverwalter Schöner. — Nachmittags: Mitgredsger vr. Buchhold. (Collecte für die Armen.) Sonntag den 28. December. Morgens: Pfarrverwalter Schöner. — Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 28. December 1879 bis 3. Januar 1880 besorgt Pfarrverwalter Schöner. Vbtthesßsche Eisenbahnen. 8314) Mit dem 1. Januar k. I. tritt der Nachtrag VII zum Localgütertarif, welcher Zusatzbestimmungen zu $. 47 und -53 des Betriebsreglements und Aende- tungen bezw Ergänzungen der allgemeinen Tarifoorschriften nebst Güterclassification enthält, in Kraft. Verkaufspreis 10 H rro Exemplar. Gießen, den 20. December 1879. «roßherzogltche Dircctiou. Bekanntmachung. 8271) Die Liferung des Brodes und der warmen Speisen für bte Gefangenen des Provinztal-Arresthauses dahier pro 1880 soll unter den tm Versteigerungstermin bekannt gemacht werdenden Bedingungen Montag den 29. December, Vormittags 10 Uhr, auf der Schreibstube der Staats anwaltschaft — Nr. 43 — in Accord gegeben werden. Gießen, den 19. December 1879. Der erste Staatsanwalt am Großh. Landgericht der Provinz Oberhefsen. I. V.: Jöckel. Bekanntmachung. 1880. werden daher auf: Die Inter essenden Mittwoch Samstag Dienstag Mittwoch 27. 30. 31. Samstag Dienstag Mittwach Dannerstag Samstag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag 6. 7. 8. 10. 13. 14. 15. 17. sowie den 3. Januar gefordert die Zahlungen an diesen Tagen tn Empfang au nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimtren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Jnteresfenden der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihrer Gemeinde auf ortsübliche Weife bekannt machen zu lassen. Hießen, den 28. November 1879. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt und zwar: ---- ' den 24. Decbr. 1879. Der Rechner der Spar- und Leihkaffe: Kehr. _ Mittwoch den 7. Januar 1880, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hos- ratthe des Georg VooS, alS: Flur. Meter. i/zto 8 Hofratthe in der Löwengasie meistbietend versteigert werden. Gießen, den 25. November 1879. «roßherzogliches Ortsgericht Gießen. 7679) Müller. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Das Ausleeren der Abortsgrube der Werkstätte soll für das Jahr 1880 vergeben werden und wollen sich Interessenten bis zum 31. December 1. I. unter Angabe ihrer Forderung s ch r t f t« lich auf dem Bureau des Unterzeichneten melden. Gießen, am 2. December 1879. Der Maschinenmeister der Oberhessischen Eisenbahnen. 8304) Daudt. Schellfische treffen heute ein. (8319 Gg. Wiih. Weidig. 8308) Kehrichtgefäße, Kohlenbehälter in verschiedener Größe bei Emil Pistor. Prima Steinkohlen u. Zimmerspähne zum Feueranmachen, empfiehlt I. Georg Unverzagt, 8315) Gartfeld.________ Frankfurter Hof. 8322) Meine reingehaltmen Weiß- u. Nothweine von den blll'gsten bis zu den feinsten, ebenso Portwein, Punsch-Essenz, Mouffeux re. zu mäßigen Preisen erlaube mir auf bevorstehende Feiertage in empfehlend Erinnerung zu bringen. Hochachtungsvoll Emil Schmal!. Ieilgekotenes. 8298) Ein guter 2spänniger Wagen zu verkaufen bei Wirth Matern, Vetzberg, kiippiii von 1 Mk. an empfiehlt (8309 Th. Schmidt, Wallthorstr. 8305) Empfehle meine so beliebten Choeoladen in allen Sorten, sowie feine Punsch-Essenzen bestens. Heinrich. Hinkel, Condttor, Mark'str. 205. Ziehung 24. Fehr. 1880. Lotterie zum Neubau einer kath Kirche in (5934 Bad-Ai« singen. Staatlich genehmigt. Hauptgewinne: X '13 000, zweimal X 12,000, 3mal X 6000 rc. 11,800 Gewinne mit X 230,000 boat Geld. Loose ju 2 X versendet gegen vorherige Posteinzahlung die General-Agentur A. & x. Schuler in Zweibrücken. 8307) Halifax- und Schrauben-Schlitt- schuhe, Schlittengeläute bei Emil Pistor. iillsdiiilm zu «M. 3,50 das Paar empfehlen (8311 I Docter Blühende Topfgewächse, Blattpflanzen und Kränze zu haben in der Haudelsgärtnerei von 8318) Georg Becker s Ww. Deförucäöiföer in schönster Ausführung, gerahmt, 2 Stück X 4, größere, 2 Stück 10, 12 und 14 X 8321) I. Rothenberger, Lindenplatz. K 8120) Wege« vorgerückter Saison verkaufen 8, 1 Oa °| 8- < unteren Preis unsere noch vorräthigen | Damen-Winter-Mäntel. f Doeter & Hat». Vauer'scher gejangverein. Am 2. Weihnachtsfeiertag: (8079 Abendunterhaltang tm Prinz Carl. Anfang ?Vs Uhr. Der Vorstand. NB. Nur gegen Vorzeigen der Karten ist der Eintritt gestattet Zeichenschule für Handwerker. Ich erlaube mir hiermit ergebenst an,Anzeigen, vaß Sonntag den 28., Montag den 29. u. Dienstag den 30. Decbr., von Vormittags 10 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr, im Saale des alten Rathhauses eine Ausstellung; der von meinen Schülern gefertigten Zeichnungen stattfindet. Eltern und Freunde der Schule lade ich hiermit zum Besuche ergebenst ein. Hochachtungsvoll 8273) Ohr. Fetri. Heute Mittag 12 Uhr starb in seinem 22. Lebensjahre unser lieber Bruder und Schwager Heinrich Orbig, Gehiilfe an der Hauptstaatskasse in Darmstadt. Wir bitten um stille Thetlnahme. Gießen, den 23. December 1879. (8324 Die trauernden Hinterbliebenen. Anfang präcis $5 Uhr Entree 3S Ufg (8292 Entree 3S Ufg Anfang präcis *|2S Uhr M 8323 gesucht. Aermietyungen. Docter Ä* Katz P filitnsllefel Karl Fuhr*. 8317) brikat mit Doppelsohlen, Handarbeit, zu 16 Mk. das Paar, in grosser Auswahl (8312 Docter Katz O+O+O+O+O+O+Ol+O+O+O Z (8313 Anfang Va4 Uhr Winterübcrzieher, X für Herren und Knaben, auffallend billig bei o Docter & Katz 0+0+0+0+0+0+50+0+0+0+0+0 Knaben - Anzüge, Schlafrocke, Frau Lina MyIinS, Heuchelheim. Jermifchte Knjeige«. 8297) Ein tüchtiges Mädchen, welches selbstständig kochen kann und die sonstige Hausarbeit gründlich versteht, wird gegen hohen Lohn pr. 1. Januar zu mietyen 8310) Ein braves Dienstmädchen zum baldigen Eintritt gesucht. Näheres Marktstraße D. 32. Fa^on Prince of Wales, für Herren empfehlen in ? vorzüglichem Fa- 3S* Beide Concerto ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Grosth. Hoff. Znf.-Reg. Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krauste. TKu Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Hierzu eine Beilage. Cato Klein. Am 3. Feiertage: Jiiin - Concerl mit pikantem Frühstück. Anfang 9V2 Ahr. 8303)