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September 187H> Kiesiener Ttoäger Ayelge- «ad Amtsblatt fit im Kreis Gießen. iKedacttsrrSvrrresru r «rpedittonSbrr^estt» r | Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MotttagS Prei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^ Aolitisch Deutschland. Darmstadt, 19. Septbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 12. September den Geheimen Cabtnetsrath Dr. Becker da« Ritterkreuz 1. Claffe des Verdienstordens Philipps des Groß- "'"hi Darmstadts 19. Septbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung d. d. 11. l. M. mit Wirkung vom H^Dtrecto? des Hofgerichts der Provinz Oberhesien August Hahn zum Präsidenten der Oberrechnungskammcr, den Oberrechnungsrath Ferdinand Heß unter Verleihung des Charakters als Geheimer Oberrechungsrath zum ersten Rath, den Geh. Oberconststorialrath i. P. Ludwig Strecker unter Verlechung des Characters als Geheimer Oberrechnungsrath zum zweiten Rath, den Oberrechnungsrath Valentin Lorbacher zum dritten Rath, den Secretär bei der Staatsschuldentilgungskaste-Direction i. P., Finanzrath Wilhelm Beck zum vierten Rath, den Rentamtmann des Rentamts Lampertheim Dr. Gustav Siebert zum fünften Rath bet der Obeirechnungskammer zu ernennen geruht. Darmstadt, 19. Septbr. Zur Ausführung der veränderten Gerichts- Oraaniiation haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog mit Wirkung vom 1 October l. I. bis zum 31. December 1882 zu Mitgliedern der Kammern für Handelssachen bei den Landgerichten der Provinzen Starkenburg, Oberhesien und Rheinhesten mit dem Sitze zu Darmstadt, Offenbach, Gießen, Mainz und Worms zu ernennen geruht: I. Bet der Kammer für Handelssachen zu Darmstadt: den Kausmann Theodor Beck, den Kaufmann Ludwig Heyn, den Kaufmann Wilhelm Merck und den Kaufmann Otto W o l s s k e h l zu Handelsrichtern; den Kaufmann Arnold Bergsträßer und den Kausmann Wilhelm Diesenbach zu Ergänzungsrichtern. II. Bei der Kammer für Handelssachen zu Offenbach: den Kausmann Heinrich Rödiger, den Eommerzienrath Carl Theodor Wecker und den Kausmann Franz Weintraudt zu Handelsrichtern; den Kaufmann Otto Engelhardt zum Ergänzungsrichter. III. Bei der Kammer sür Handelssachen zu Gießen: den Eommerzienrath Carl Gail, den Kaufmann Ferdinand Burk und den Kaufmann Georg Wortmann zu Handelsrichtern; den Kaufmann Louis Treff zum Ergänzungsrichter. IV. Bet der Kammer für Handelssachen zu Mainz: den Kaufmann Carl Alfeld, den Kaufmann Rudolph Bamberger, den Kaufmann Heinrich Heidelberger, den Kaufmann Rudolph Henkell und den Kaufmann Rudolph Ihm zu Handelsrichtern; den Kaufmann Friedrich Wilhelm Heinrich, den Kaufmann Georg Hirsch und den Kaufmann Hermann Leopold Pantzza zu Ergänzungsrtchtern. V. Bei der Kammer für Handelssachen zu Worms: den Commercienrath Cornelius Wilhelm Heyl, den Geheimen Commercienrath Johann Baptist Dörr und den Kaufmann Louis Eller zu Handelsrichtern; den Kaufmann Wilhelm Valckenberg zum Ergänzungsrichter. Darmstadt, 22. Septbr. Das heute ausgegebene Großherzogltche Regierungsblatt Nr. 44 enthält die Verordnung, die Ausführung des Gesetzes vom 6. Juni 1879 über die Uebertragung von Grundetgenthum und die Fortführung der Grundbücher in der Provinz Rheinheffen betreffend. Darmstadt, 20. Septbr. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung ä. d. 16. I. M. die mit Wirkung vom 1. k M. ab zu Oberlandesgerichtsräthen bei Großherzogltchem Oberlandesgerichte ernannten Ober-Appellations- und Caffations-Gertchtsräthe Dr. Hermann Müller und Carl Eckstein, die Hofgertchtsräthe Dr. Carl er H H eit. v. Hess- und Carl Freiherrn v. Lepel und den Obergerichtsrath Dr. Julius Creizena ch wiederholt mit Wirkung von gleichem Datum ab zu Mitgliedern des Großherzoglichen Verwaltungsgerichtshoss zu ernennen geruht. Darmstadt, 20. Sepibr. Nach dem deutschen Gerichtsverfaflungs- gesetze werden die Gerichtsvollzieher mit den Zustellungen, Ladungen und Voll- streckungen betraut; nach dem hessischen Aussührungsgcsetze sind sie außerdem noch zur Ausnahme von Wechselprotesten, zur Vornahme von fteiwilltgen Versteigerungen von Mobilien und Crescentien, zur Bestellung von Erklärungen und Aufforderungen, welche die Parteien sich zu machen haben, zur Vornahme sonstiger Zustellungen und Vollstreckungen in der nicht streitigen Gerichtsbarkeit, sowie sür Siegelungen zuständig. Gehalt erhalten ste nicht, jedoch kann ihnen bei eintrctender Dienstunfähigkeit Pension verliehen werden. Die Dienst- und Geschäftsverhältnisie sind durch eine sehr umfasiende Verordnung geregelt. Es sind 74 selbstständige Gerichtsvollzieher ernannt und nur an den vier kleinsten Gerichten ist der Dienst derselben den Bett. Amtsgerichtsdienern übertragen worden. In Rheinheffen find im Allgemeinen die bisherigen Hussters verbire- Ben; in den beiden rechtsrheinischen Provinzen, in welchen das Institut neu eingeführt wurde, sind vorzugsweise die Actuariatsaspiranten damit betraut worden. Für den Kanzleidienst an den Untergerichten ist deren Abgang ein empfindlicher Verlust. Die Mobiliarpfändungen nahmen seither die Landgerichtsdiener mit Hülle des Orlsgeiichtsvorstehers vor, welchem Letzteren die Zwangsversteigerung allein oblag. Dem aus der Bürgerschaft durch directe Wahl gewählten Bürgermeister wurde fast durchweg das Ortsgerichtsvorsteheramt als Nebenamt übertra- gen: die Rücksicht auf die ärmere und darum zahlreichste Wählerklasic lähmte aber gar vielfach die Energie des Vorstehers in der Durchführung der E;e- cution. Durch die von solchen Rücksichten nicht beeinflußten Gerichtsvollzieher dürfte das Jntereffe der Gläubiger ohne Zweifel bester gewahrt werden; daß sie aber im Gegensatz dazu nicht allzu rigoros vorgehen, dürste ihnen die vorhandene Concurrenz rätblich machen. C8r- B^-J m. Darmstadt, 22. September. Der zur Vorberathuug des Gesetzentwurfs, die allgemeine Bauvrdnung betreffend, von der zweiten Kannner gewählte besondere Ausschuh (Abgg. Küchler, Kugler, H-idenreich, Osann und Stephan ^Hesloch) hielt heute abermals eine Sitzung ab, der morgen eine gemeinschaftliche Sitzung mit der Gr. Regierung folgen wird. Die Erstattung des Berichtes soll dem Vernehmen nach so beschleunigt werden, daß die Berathung im Plenum bereits gegen Mitte Oktober stattfinden kann. - Der Finanzausschuß der zweiten Kammer wird Donnerstag, den 25. d. M. zusammentreten Zwecks Vorberathuug der Vorlage der Gr. Regierung in Betreff des Verkaufs des hessischen Antheils an der Main-Weser-Bahn an Preußen. Baden-Baden, 20. Septbr. Versammlung der deutschen Naturforscher und Aerzte (dritter Tag). In der heutigen zweiten Hauptsttzung sprachen Ecker von Freiburg über Oken, Goltz von Straßburg über das Herz. Bei der Wahl des nächstjährigen Versammlungsortes siegte Danzig über Mägde- bürg. Heute Abend findet großer Festball statt. Die nächste Hauptsitzung findet übermorgen statt. , , , Straßburg, 21. Septbr. Die gestrige Soirs« bei General v. Fran- secky im Osficier. Casino verlief auf's Glänzendste; die Majestäten verweilten daselbst bis nach 10-/, Uhr. Heut- Vormittag 11 Uhr fuhren die Majestäten mit dem größten Thcile der Fürstlichkeiten nebst Gefolge zum Festgottesdienst in der Thvmaskirche. Um 11'/, Uhr sand bei der Präfektur vor dem Kaiser der Festzug von ländlichen Bewohnern des Kreises Erstein statt; unter Vorantritt von Musik-Corps defilirten 130 Bauernburschen zu Pferde und 32 Wagen voll geschmückter Bauernmädchen. Die Majestäten sahen dem Zuge mit sichtlichem Wohlgefallen zu. Mit herzlichem Händedruck entließ der Kaiser die bäuerliche Deputation. , , , _ . — Zu der gestern von dem General v. Fransecky im Officier-Casrno gegebenen Soir6 waren das Gefolge des Kaisers und die Spitzen der diesigen Militär- und Civilbehörden geladen. Die Majestäten erschienen um 9 Uhr. Der Kaiser führte die Frau Generalin v. Fransecky, der General v- Fransecky die Kaiserin in den Saal. Der Kaiser und die Kaiserin blieben bis 11 Uhr. Heute Vormittag 9 Uhr machte die Kaiserin am Arm des Großherzogs und mit der Großherzogin von Baden einen Spaziergang durch dle Stadt. Um H Uhr besuchten die Majestäten den Gottesdienst in der Thomasklrche. Der Kaiser fuhr in offenem Wagen, die Kaiserin und die Großherzogin von Baden in einem geschloffenen, reichen Galawagen. Der Gottesdienst wurde eingeleitet durch einen Vortrag des Männergesangveretns, einem Psalm Palästinas ; Liturgie und Gebet verrichtete Divisions-Pfarrer Scharff, die Predigt hielt Oberpfarrer Steinwender über Matthäus, 6. Capitel. Bei der Hin- und Rückfahrt von und zu der Kirch- wurden die Majestäten von einer zahl, reichen Volksmenge mit brausenden Hochrusen begrüßt. Wir haben herrliches Wetter. Die Zahl der Fremden wird heute auf 100,000 geschätzt. Die erhebendste Kundgebung der Freud- über die Anwesenheit des Kaisers im Reichslande war dem heutigen Tage Vorbehalten. Bei dem Weiß- thurmihore hatte sich die jugendliche Bevölkerung des Kreises Erstein zu emem stattlichen Aufzuge gesammelt. Der Zug wurde eröffnet durch Berittene Musiker in altbäuerlicher Tracht und bestand selbst aus 130 stattlichen Rettern auf eleganten Pferden und 32 theils mit vier, theils mit sechs P^rden bespannten Wagen, aus denen etwa 450 Mädchen der Kreisorte in ihren Volkstrachten Platz genommen hatten. In den Zug waren außerdem Musikchöre aus Erstein und Jllkirch eingereiht. Dieser festliche Zug bewegte sich tm Zickzack durch bu Hauptstraßen der Stadt nach der Wohnung des Kaisers. Hier angekommen begaben sich der Kreisdirector Böhm und eine Deputation, bestehend aus d»m Reichstags-Abgeordneten Dr. Rack von Benfeld, 5 Bürgermeistern und 8 Mädchen, letztere in elsäsier Volkstrachten, zu den Majestäten, um dieselben Namens deö Kreises zu begrüßen. Die Majestäten sprachen ihren Dank aus und richteten freundliche Worte an alle Mitglieder dieser Deputation. Ins- besondere unterhielt sich die Kaiserin mit den Mädchen. Hierauf setzte sich der Zug in Bewegung. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, der Großherzog und die Großherzogin von Baden und die übrigen Fürstlichkeiten nahmen aus der Terrasse nach der Straße zu Platz. Es war ein erhebender Anblick, als Retter und Wagen in festlich gehaltenem Schritte defilirten, die schmucken Burschen zu Pferde den Majestäten laute Hochs zurtesen und die lieblichen Mädchen ihre Grüße durch fröhliches Schwenken der Sacktücher darbrachten. Eine solche freudige, auS dem Herzen kommende Huldigung tm alten, neuen Retchslande mußte wohlthuend Ihre Majestäten berühren, lockte sie doch manchem Zuschauer Thränen tn die Augen. Der Festzug bewegte sich sodann nach Tivoli, wo ein Festmahl von 500 Gedecken für die Theil- nehmer bereitet war. Um 4 Uhr erfolgte die Rückfahrt nochmals an der Präfektur vorbei. Se. Majestät der Kaiser sah dem Zuge auch auf der Rückfahrt vom Balkon auS zu, begrüßt von tausendfältigem, sich stets erneuerndem Hochrufen. Heute Abend findet bet Sr. Majestät ein Dtner zu 130 Gedecken statt. Dte Kaiserin und die Großherzogin von Baden reisen noch heute nach Baden ab. Oesterreich. Wien, 21. Septbr. Dte „Montagsrevue- enthält einen dem Besuche des Fürsten BiSmarck gewidmeten Artikel, worin es heißt, daß es sich dabei um mehr als bloße Courtoiste gegen Andraffy handle. Die Anwesenheit Bts- marck's werde dazu dienen, dte Allianz zwischen Oesterreich und Deutschland neu zu bekräftigen. Ob man dte Schwankungen der Lage für so große und besorgntßerregende erkennen werde, um ihnen durch positive vertragsmäßige Vereinbarungen einen Damm zu ziehen, daS entziehe sich der öffentlichen Dis- cussion. Nicht um eine politische Demonstration handle es sich, sondern tn der Erreichung wahrer Bürgschaften des Friedens bestehe dte Aufgabe der Staatsmänner Deutschlands und Oesterreichs. Den Fragen der Klarstellung und Pflege dieser Jntereffen werde ihr Meinungsaustausch tn erster Linie gewidmet sein. England. London, 20. Septbr. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Havannah: Der General-Capitän verhängte den Kriegszustand über Santiago de Cuba und setzte das Kriegsgericht wieder ein. Derselbe verhieß den innerhalb 14 Tagen sich unterwerfenden Insurgenten Begnadigung. — Nachrichten aus Panama zufolge ist die Ausfuhr von Krtegscontrebande aus Columbia verboten worden. London, 21. Septbr. Meldung auS Simla vom 21. d.: Die Afridis und andere Stämme in der Nähe des Khyberpaffes verbürgten sich für dte Sicherheit der von ihnen beherrschten Thetle der Straße nach Kabul. Die Shtnwarts boten freiwillig Vorräthe an. London, 21. Septbr. Nach hier etngegangenen amtlichen Nachrichten hat der Vtcekönig von Indien, Lord Lytton, durch einen am 7. d. abgeserttg- ten Bries dem Emir von Afghanistan die Absendung einer starken Heeresmacht zu seinem Entsatz angekündigt und ihn zugleich aufgefordert, den Marsch der englischen Truppen nach seinen besten Kräften zu erleichtern. Der Emir hat darauf am 11. d. geantwortet, erfreut durch dte Zuschrift des Viceköntgs, fühle er sich erleichtert durch deffen Freundschaft und wiederhole sein tiefes, schmerzliches Bedauern über dte vorgekommenen Ereigniffe; gegen Gottes Willen sei aber nicht anzukämpfen; er hoffe, die Mtffethäter bald so bestrafen zu können, daß seine Aufrichtigkeit den Engländern gegenüber dadurch bewiesen werde; er habe sich seit 8 Tagen nur durch die guten Dienste freundlicher Personen erhalten, theilS mittelst Bestechungen, thetls durch Mystifictrung der Aufrührer; gewisse hochgestellte Personen seien rebellisch geworden, aber er wache mit der größten Sorgfalt und hoffe zu Gott, daß er bald Gelegenheit haben werde, England seine aufrichtige Freundschaft zu beweisen. MxM. Konstantinopel, 20. Septbr. Frankreich und England haben Schritte bet dem Sultan gethan, von der Forderung der Reise des Khedive nach Konstantinopel abzustehen, so lange dte neue Organisation deffen Anwe- senyeit tn Egypten erheische. Konstantinopel, 21. Septbr. Das Individuum, welches kürzlich gewaltsam tn den Palast des Sultans etnzudrtngen versucht hatte, ist an den dabet empfangenen Wunden gestorben; es war bereits constatirt, daß dasselbe an geistiger Störung litt.__________________________________________ Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correfpondenz - Bureau. Strastburg, 22. Septbr. Gestern Abend empfing der Kaiser eine Deputation der Stadt Straßburg zur Uebcrreichung der zur Erinnerung an den ersten Besuch Sr. Maj. (Mat 1877) geschlagenen Gedenkmedatlle. Die Deputation bestand aus denselben Herren, dte damals den Kaiser am Bahnhofe begrüßt hatten. Bürgermeister Back berührte im Eingänge seiner Ansprache die alte Sitte der Reichsstadt, auf wichtige Ereignisse Denkmünzen prägen zu lassen und bat den Kaiser, die gegenwärtige Medaille huldvoll entgegenzunehmen. Der Kaiser, sichtlich aufs Freudigste überrascht, dankte in huldvoller Weise und wiederholte, daß es in der That ein wichtiger Moment sei, der ihn jenes erste Mal in die Hauptstadt des Elsasses geführt habe. Es seien allerdings schmerzliche Erinnerungen, die hier zu überwinden seien für Land und Stadt. Seinem Wunsch und Sinne entspreche es, wenn dieser Uebergang sich in mildester Art vollziehe und wolle er nur bemerken, daß die nunmehr kommende Regierung in demselben Sinne gehandhabt werden würde; dafür bürge die Persönlichkeit des künftigen Statthalters. Set derselbe auch nicht in der Verwaltung groß geworden, so habe er sich doch in ähnlicher Stellung tn Schleswig bereits bewährt. Zum Schluffe beauftragte der Kaiser den Bürgermeister, der Bevölkerung seinen Dank für den ihm und der Kaiserin zu Thell gewordenen außerordentlich erfreuenden Empfang auszusprechen. — Gestern Nachmittag nack dem ländlichen Aufzuge besuchten der Kaiser, die Kaiserin und die Großherzogin von Baden nebst den sremdherrlichen Offi- zieren den Münster, empfangen und geleitet von dem Bischof. Dte Kaiserin und der Großherzog von Baden besuchten sodann die Wohltbätigkeitsanstait Bon-Pasteur, das Militär- und das Bürger-Spital. Abends 7 Uhr reisten dte Kaiserin und die Großherzogin nach Baden-Baden ab; das bis zum Bahnhofe zahlreich versammelte Publikum brachte begeisterte Hochrufe aus. Heute Abend findet Beleuchtung der Münsterthürme statt. — Der deutsche Botschafter Fürst Hohenlohe ist gestern Abend hier eingetroffen. Wien, 22. Septbr. Heute Vormittag empfing Fürst Bismarck den Besuch des deutschen Botschafters Prinzen Reuß. Der Staatsminister v. Hofmann und der russtsche Botschafter gaben im Laufe des Vormittags ihre Karten tn der Wohnung des Fürsten Bismarck ab. Augsburg, 22. Septbr. Zur dritten Generalversammlung des Centralverbandes deutscher Industrieller haben sich über 300 Thetlnehmer eingefunden. Gestern Abend fand festlicher Empfang und Bewirthung durch daS Local-Comits in den Räumen der Schießgrabengeselljchaft statt. Wien, 22. Septbr. Fürst Bismarck begab sich heule Mittag 12 Uhr mittelst zwetspänniger Hoseqmpage nach dem Ministerium des Auswärtigen, woselbst Andraffy, von einer Privataudtenz bei dem Kaiser kommend, gleichzeitig mit ihm eintras. Augsburg, 22. Septbr. Die Generalversammlung des Centralverbandes deutscher Industrieller wurde heute Mittag durch den Vorsitzenden, Schwarzkopf (Berlin) im goldenen Saale des Rathhauses eröffnet. Regte- rungsdtrector Braunwart begrüßte die Versammlung im Auftrage des Mini- sters des Innern, v. Pfeuffer, Bürgermeister Fischer im Namen der Stadt. Hierauf reserirte Director Haßler über dte Thätigkeit des Centralverbandes im abgelaufenen Jahre und wurden von den Punkten der Tagesordnung dte über die Arbetter-Unterstützungskaffen, über den volkswtrthschafrlichen Senat und über dte Handelsverträge durch Annahme der vorgeschlagenen Resoluttonen erledigt. An den Reichskanzler Fürsten Bismarck tn Wien wurde ein einstimmig genehmigtes Telegramm gesendet, in welchem der Centralverband seinen tiefgefühlten Dank für die energische und erfolgreiche Wahrung der Ja- tereffen der vaterländischen Arbeit dem Fürsten ausspricht. Dte Sitzung wurde gegen 5 Uhr geschloffen. Heute Abend findet ein Festbanket statt. Dte nächste Sitzung ist morgen. Metz, 22. Septbr. Die Stadt ist bereits festlich geschmückt. Dte Via triumphalis ist über einen Kilometer lang. Dte „Lothringer Zeitung" erfährt, daß der Kaiser schon am Dienstag Abend um 7^ Uhr etntreffen und am Donnerstag um 21/2 Uhr Nachmittags nach Baden-Baden abretsen werde. Wien, 23. Septbr. Dte osficiösen Journale erfahren über dte gestrige Conferenz zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Grafen Andraffy Folgendes: Beide Staatsmänner unterzogen die Europäische Situation einer eingehenden Prüfung und gelangten zu der Erkenntntß, daß dte Jntereffen Oesterreich- Ungarns und Deutschlands allen schwebenden Europäischen Fragen gegenüber zusammensallen und daß die Europäische Conpellatton eine derartige sei, daß an der friedlichen Geltendmachung dieser Jntereffen nicht zu zweifeln sei. Wien, 22. Septbr. Fürst Bismarck conferirte heute von 12 bis l1 /, Uhr mit Andraffy und Haymerle und fuhr hierauf zur Audienz beim Kaiser, welche 3/< stunden währte. Um 2l/2 Uhr stattete Bismarck in Begleitung Andrassy's dem Ministerpräfidenten Graf Taaffe Besuch ab, sodann einen kurzen Besuch der Baronin Haymerle. Von da fuhr der Fürst, immer in Begleitung Andraffy's, tn sein Hotel zurück. Um 3 Uhr traf daselbst der Kaiser ein; Bismarck erwartete den Kaiser tm Vesttbule; der Kaiser reichte dem Fürsten die Hand und verfügte sich tn dte von der fürstlichen Familie bewohnten Gemächer. Der Besuch währte eine halbe Stunde. Bet der Anfahrt wie bei bet der Abfahrt wurde der Kaiser von der dicht angesammelten Volksmenge stürmisch begrüßt. Um 4^ Uhr begann vor dem Schönbrunner Hose dte Auffahrt der zur Hoftafel geladenen Gäste. Fürst Bismarck erschien tn Galauniform. Nach dem Diner hielt der Kaiser eine Stunde Cercle. Sodann verabschiedete sich der Kaiser, der sich heute Abend 9 Uhr zur Jagd nach Steiermark begibt, von dem deutschen Reichskanzler. Morgen ist Dtner bet Andraffy. Für übermorgen tst ein Ausflug aus den Kahlenberg projectirt. Die Abreise des Fürsten tst für Donnerstag tn Aussicht genommen. Die Fürstin Bismarck dtnirte heute bet der Prinzessin Reuß und besuchte AbendS das Hoftheater. Der Fürst verläßt heute seine Gemächer nicht mehr Lokales. Gießen, 23. Sept. Dte neue Uhr für das alte Rathhaus ist gestern von Bockenem etngetroffen. Dte Bewohner des Marktplatzes und Umgegend werden nicht böse sein, daß nunmehr Spinnefuß & Co. außer Funktion treten. 2—. ! 1_____!"■■___J____' Vermischtes. — In Zarskoje-Selo hatte vor nicht langer Zeit ein Mann seine Frau wegen Trunksucht an dte Kette gelegt und war deßhalb in Untersuchung gezogen worden. Wie nun die „Neue Zeit" hört, hat die Frau in der Untersuchung ausgesagt, zwilchen ihr und ihrem Manne bestände eine Abmachung, daß der betrunkene Theil von dem nüchternen an die Kette gelegt werden dürfe. Von einer Gewaltthat oder wtederrechtlichen Freiheitsentziehung könne gar keine Rede sein. Wer an die Kette kommt, erhält neben sich gestellt ein wenig Branntwein mit einem Imbiß. Die Kette wird abgenommen, sodald der Gefeffelte nüchtern geworden ist und um Befreiung bittet. — Der „Deutschen Mosk. Ztg." wird aus Odessa eine grauenhafte Geschichte mttge- theilt, welche die herrschende Panique vor den Nihilisten wohl begreiflich macht. Vor einigen Jahren gerieth in Kiew ein 19jähriger Gymnasiast, Namens Nicolai Groinewttsch, tn nihllisttsche Kreise, deren Treiben jedoch bald einen solchen Abscheu in ihm erweckte, daß er sich von ihnen zurückzog. Da man aber fürchtete, daß er zum Derräther an seinen bisherigen Kameraden werden möchte, beschloß das nihilistische ExekutionS-Comite seinen Tod. Die ihm drohende Gefahr ahnend, flüchtete sich der junge Mann nach Odessa; aber auch hier wurde er verfolgt. Auf einem entlegenen Platze, wohin man ihn gelockt hatte, wurde er am Abend von mehreren Personen überfallen und tödtlich verwundet. AlS er besinnungslos am Boden lag, übergoffen die Bösewichter, die ihn wahrscheinlich für todt hielten, sein Gesicht mit Schwefelsäure, um ihn unkenntlich zu machen. In diesem entsetzlichen Zustande, fand man ihn am nächsten Morgen und brachte ihn, da er noch Lebenszeichen von sich gab, in ein Hospital. Hier wurde er soweit wieder hergestellt, daß er nach Petersburg transportirt werden konnte, wo inzwischen bit Untersuchung in Sachen der nihilistischen Propaganda begonnen hatte. Der Zustand des Unglücklichen befferte sich allmältg, aber seine rechte Hand, sowie sein rechte- Bein blieben gelähmt, und sein Gesicht gewährte einen wahrhaft entsetzlichen Anblick. Die ätzende Säure hatte fast alle Flerjchtheile desselben verbrannt; Nase, Ohren und Haare waren fort, die Augen vollständig ausgelaufen. Einen lebenden Todtenkopf glaubte man zu erblicken! Zerrüttet wie sein Körper war auch seine Seele. Er versuchte, Hand an sich zu legen, um seinem elenden Dasein ein Ende zu machen. So fand ihn ein hochgestellter Mann, Herr P—w, der, von edler Menschenliebe getrieben, fängnisse und Hospitäler besucht, um deren Jnsaffen mit Trost, Rath und That beizustehen. Er nahm den beklagenswerthen Jüngling aus dem Gefängnißhospitale in sein Haus, ließ ihm E-Ä LrZI 11g 6t H Frankfurt, •■siJS -Maut 10 fc* 10<Ä ctD Fanensteisch U 3.50-4, Ta^ve, Hasc JL , 20-27 4 Linsen - Pfund im Grc 6175) Kl die Stadt Gießen als Wiesenrrätter Gießen, c Wir machen nnb Grünberg Grvhherzoglichm Rin al Der scho Markt vow . Lich, den! I 6180) Das Gen ®itb «etfteigeit: Donnerstag beti Vitzbng. Ning dk« 26. ich 2 Uhr, den 27. 2 Uhr. zu 6 Montag ben 29. ich 1 Uhr, D'chag den 30. Ähwdj ben 1 Dutenhch».' Mcif, be„ ' Averit $,eit«8 ben S SB ' Nit **■—Ti Ks Bl8U^teih 616 »81, !#* A I6enil hin ttn, Bismarck ben ^«täminipn 8 vormittags ;ta9 des Ce». ®W einge, ””8 durch bae 12 Uhr 4 a“*®ictigen, Mch, d'd Stnltilbtt, Sot^fnbtn * Siegle, «8t des Mini. Mn bet gtabt. Mnltaletrtanbti »gWnung bte >aftiicheii Senat Itntn Sefoiutio, ien wurde ein Centralverband rhrung derJa° Zitz urig wurde t. Die nächste Umückt. Die nngrr Zeitung" i Messen und abrrisen werde, über dir gchrige rassy folgendes: iner eingehenden tfjtn Oesterreich. ragen gegenüber ^artige sei, daß oeiseln sei- itt von 12 bis t Audienz beim !marck in Beglei- ab, sodann einen ch, immer in Be- aselbst der Kaiser reichte dem Für- •amilie bewohnten ■ Lascht wie bei l(lten Loiksmenge Brunner Hose die marck erschien^ ide Cercle. W hr zur Jagd »ach en iß W6;1 l-ni-rs 'S*.- cht mehr m,vonBockenem Toit fein, v°ß E i«nt Kau 1 Kbl Wie nun .f ibt und ihrevi «n Die M Ä-rs daß er %fl0,eraf 'JT ' mehrten V« ntn iWe,t -LKsS: w & 6* hort iorafältiae Pfleae anaedeihen. Gegenwärtig weilt Gorinewitsch auf einem einsam gelegenen Gute dä Grafen B-i. Eine weiße Kappe verhüllt sein entstelltes H.upt den Blicken der Menschen, mit den Fingern der linken Hand aber liest "frtg die Blmdenbibel, worin er schnell eine große Fertigkeit erlangt hat, und trägt sein hartes Schicksal mit Ergebung. Handel und Verkehr. Gießen, 23. Septbr. Auf dem heutigen Wochemnarkte kostete: Butter per Pfd. X 1,— LtS <^1,05, Hühnereier per Stück 5i/2 unb 6 X Käse per Stück 4-9 H, Käsematte per Stück 3 Erbsen 1 Liter 20 L, Linsen 1 Liter 24 H, Lauben das Paar 60 A. Hühner per Stück m 0.90-1.30, alte Hahnen per Stück Jt 1- L30, junge Hahnen per Stück X 0.50—0.75, «nten per Stück X 1,50, Gänse per Stück 5, Kartoffeln per 100 Kilo ^6-7, Zwiebeln A Centner 7—8, Milch per Liter 16 u. 18 H, Ochsenfletsch 70^ per Pfd-, Kuh« und Rindfleisch 50—56 Kalbfleisch 46—50 X Hammelfleisch 60—70 X Schweinefleisch 60 bis 64 Frankfurt, 20. Septbr. sMarktbericht.) Heute Morgen mit Tagesanbruch kamen 42 Wagen mit Kraut beladen zur Stadt. Das Gemüse ist außerorventlich billig und stellenweise sah die Markthalle wie mit Schnee bedeckt durch die Schönheit des Blumenkohls aus. Bezahlt wurden Weißkraut das Stück 10—15 Rothkraut 10—15 X ^hlrabr 3—6 Aohlkraut 10 X Gurken 100 Stück X 1.50-2.20, Blumenkohl 1 Stuck —F, Wirsing — X Kartoffeln 100 Kilo X 5-6. Kalbfleisch hat bei den Metzgern, die nicht der Genoffenschaft nnaehören, einen Abschlag erfahren und wird nun mit 45—55 $ bezahlt. Ochsenfleyw per Pstlnd 65- 70 X Rindfleisch - H, Kuhfletsch 60 ^flchch 45 - 55 Stier- und Farrenfletsch - X Hammelfleisch 55-65 H, Schweineflei.ch 65-70 X ein Hahn, lebend, X 0.70, geschlachtet X IW, ein Huhn, lebend, 0.70, geschlachtet 1-—-- lebend, X 1.70—2, geschlachtet X 1.30—50, Gans, lebend, X 2.50—3.50 geschlachtet X 3.50-4, Taube, lebenb - X geschlachtet - ^-^Feldhühner l Stück cln Hase X 3.50—4. Ganze Erbsen 100 Kilo X 20—26, geschalte Erbsen 27—33 X, Bohnen 20—27 Linsen 32—46 X Eier daS Hundert deutsche X 5, italienische X 6. Butter das Pfund im Großen 1. lOual. X 1, 2. Oual. X 0.90, im Detail 1. Oual. X - 2. Qual. X —. Heu kostete je nach Qualität der Gentner X 2—3.—, altes Heu X —, Stroh X 2—2.20. Brov-, Holz- und Stetnkohlenpretse unverändert. Frankfurt, 22. Septbr. (Fruchtbericht.) Unser hiesiger Markt hat sich, wenn auch mit großem Widerstreben, der in London, Paris und Newyork herrschenden Hausseströmung angeschloffen. Sämmtlicher Weizen der von Norddeutschland auf X 21.75—22 hierher sich cal- culirte, wurde bereits in der Frühstunde von unseren Exporteuren genommen, ab unserer Gegend wurde X 21—21.25, hochfeine fremder viel über Notiz bezahlt. Roggen war animtrt und rapid steigend, Nicolajeff X 14, prima X 16 bezahlt. In Gerste wurde am offenen Markte wenig gethan. Hafer bleibt umsatzlos, doch eher zur Haussebewegung geneigt und wurde X 13.50 — 14 bezahlt. Raps wurde wenig offertrt und war coulant zur Notiz verkäuflich. Am Mehlmarkt erhält sich gute Tendenz. Futterstoffe leblos. — Heutige Preise: Mehl Nr 1. X 41, Nr. 2 X 39, Nr. 3 X 33, Nr. 4 X 29, 9h. 5 X 23. Roggenmehl «/, (Berliner Marke) X 23 50, do. I (Berliner Marke) X 21.50—22.—, do. II (Berliner Marke) X 16.50—17.50. Weizen effectiv hiesiger ab Bahnhof hier X 22—22.25, ab unserer Umgegend X 21—21.50, do. fremder je nach Qualität X 22—23, Roggen, je nach Qualität X 14—16, Gerste X 18—19, Hafer X 13.50—14, Kohlsamen X 23—24, Erbsen X 19-27, Wicken X 16-17, Linsen X 20-40, Bohnen, weiße, X 23—25, Roggenkleie X —, Wetzenklete, grobe und feine X —, Rüböl, detail, X 62. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtltch per 200 Pfund Zoügewicht — 100 Kilo ) Frankfurt, 22. Septbr. Der heutige Vtehmarkt hatte reiche Zufuhr. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 250 Kühe und Rinder, 280 KÄber und 350 Hammel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 66—68, 2. Qual. X 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. X. 58-60, 2. Qual. X 52—54, Kälber 1. Qual. X 52—54, 2. Qual. 45—50, Hämmel 1. Qual. X 60—62, 2. Qual. X 48 — 50 per WO Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund 50- 62 X Berichtigung. In Nr. 229 d. Bltts. lese man in dem Artikel „die Dekanatssynode zu Gießen betr." Zeile 21 von oben statt Pfarrer Metz „Pfarrer Elotz." Rohe KafEee’s: Ceylon von.....X 1.40—1.60 Java von ..... . „ 1.04—1.70 afrikan. Mocca . . . . „ —.80 echt arab. dto......„ 1.50 div. Beisorten von . . . „ 1.10—1.35 Gebrannte Kaffee’s (stets frisch, nicht candirt) Java-Mischungen ä X 1,20, 40, 60. Ceylon-Mischungen ä x 1.80—2.— Alle Arten Suppensachen in besten Qualitäten und zu billigsten Preisen, Prima neue Häringe, „ Limburger und Schweizerkäse, „ neue Hulsenfrüchte, „ amerik. Schmalz, „ Butter und Eier, Burgunder Salicylsäure-Weinessig, sehr stark, angenehm im Geschmack und sicheres Mittel gegen Schimmel, rein gem. Gewürze, Zucker re. empfiehlt (6188 W. Heuser, vorm. F. Bieler Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 6175) Karl Kling von Wieseck ist als Wiefenwärter für die Stadt Gießen angenommen und auf den Feldschutz sowie auf die Instruction als Wiesenwärter verpflichtet worden. Gießen, am 22. September 1879. A. Bramm, Bürgermeister. Wir machen hiermit die Mittheilung, daß in Folge der in Gießen und Grünberg eingetretenen Nindviehruarktfperre mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums Rindvieh-Märkte in Lich bei Giessen am 1. und 22 October, 5. und 19. November, 3. und 17. December abgehalten werden. Der schon von jeher bestehende Krämer- u. Schweine- Markt vom 30 September wird ebenfalls abgehalten. Lich, den 21. September 1879. Grossherzogliche Bürgermeisterei Lieh. 6180) Walz. tH- 62175) Das Gemeinde-Obst wird versteigert: Donnerstag den 25. d., 9 Uhr, zu Vetzberg. Freitag den 26. b., 9 Uhr, zu Leums- bach, 2 Uhr, zu KrofdorfiGleiberg. Samstag den 27. d., 9 Uhr, zu Dorlar, 2 Uhr, zu Garbenheim. Montag den 29. b., 9 Uhr, zu Kinzen. bach, 1 Uhr, zu Atzbach. Dienstag den 30. d., 2 Uhr, zu Wißmar. Mittwoch den 1. October, 2 Uhr, zu Dutenhofen. Crofdorf, den 21. Septbr. 1879. Der Bürgermeister: 6169) Colnot. Obstversteigerung. Freitag den 26. September, von Morgens 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeiudeobst, bestehend in Aepseln und Birnen, versteigert werden. Eberstadt, am 19. Septbr. 1879. Großh. Bürgermeisterei Eberstadt. 6143) Görlach. Hans-Versteigerung Mittwoch dm 1. Moder l.I., Nachmittags 2 Uhr, lasse ich mein an dem Bahnhof zu Lich gelegenes Wohnhaus mit Bor- und Hinter- garten, gegen sehr günstige Zahlungsbedingungen öffentlich versteigern. Kauflustige können durch Herrn Portier Haas in Lich Einsicht von dem Wohnhaus nehmen. (6068 84. Hlllenbrand. Derfleigerungs -Anzeige. Samstag den 27. September, Vormittags 9Vr Uhr und Nachmittags 2Vr Uhr, werden im Auftrag der Firma Mans- kopf-Sarafin ca. 100 weingriine StiidifäfTer, ca. 20 weingrüne Zulast, 1 Partie kleine Fässer im Hofe der Behausung Gr. Efchenheimergaffe26 (ehemaliges Bundespalais) gegen haare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert. (6184 Städtisches Dergantungsbureau, Frankfurt a. M. 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Herbert. 6039) Ein möblirtes Zimmer mit zwei Betten ist an 2 Gymnasiasten oder Realschüler zu vermiethen. Auf Verlangen auch Kost. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 6201) Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend zur gefl. Nachricht, daß das theilweise Nichtgelingen der Beleuchtung mittelst elektrischen Lichts am Samstag und Sonntag Abend darin seinen Grund hatte, daß für die Vorbereitungen zur Aufstellung der Electro-Motoren eine zu kurze Zeit bemeflen war. Das Fundament nämlich, worauf dieselben befestigt waren war nicht stabil genug und durch die Fibration desselben liefen die Motoren sich warm und wurden dadurch zur Arbeit unfähig. Um jedoch dem Publikum zu beweisen, daß die Beleuchtung nach Gramme'schem System, welches wir betreiben, nichts zu wünschen übrig läßt, werden wir uns erlauben, demnächst eine weitere Beleuchtung des Etablissements des Herrn W. Wenzel vorzunehmen. Wir sind dieses dem Publikum und dem Gartenbesitzer schuldig und halten es für Pflicht ersterem das electrische Licht in größter Reinheit und Stetigkeit vorzuführen. Achtungsvoll __W, Creb