Nr. 120. Erstes Blatt. Sonntag, den 25. Mai 1879. Aichener Mmeiger AiMk- mH ImtsMitt für hen Kris Cirßrn. RedaetionSbureau t Expediliorisbureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheit. Bekanntmachung. Am 20. dieses Monats ist dahier ein Kalb aufgefangen worden, dessen Eigenthümer sich bis jetzt nicht gemeldet hat. Das Kalb mußte verkauft werden. Derjenige, welcher an den Erlös Anspruch erheben kann, wird aufgefordert, solchen binnen 4 Wochen von heute an bei uns geltend zu machen. Gießen, den 23. Mai 1879. ' Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius.(3601 Gefundene Gegen ft ander 1 Trauring, 1 Uhrkette, Karabinerhaken, 1 Brillenfutteral, 1 Taschenmesser, 1 Fernrohr, 1 Strickzeug, 3 Schlüssel, 1 Notizbuch, 1 schwarzer Filzhut, 1 Stock mit Horngriff. Gießen, den 24. Mat 1879. Großherzogltcke Polizeiverwaltung Gießen. Fresenius. BrotgEgn'nTmn politisch Zur inneren Lage. Die Würfel sind gefallen! Ließen schon die Wahlen der Vorsitzenden in den verschiedenen Commissionen keinen Zweifel mehr, wohin sich das Zünglein der Waage neigen würde, so haben die ersten Abstimmungen über den Eisenzoll auf der einen Seite die kühnsten Hoffnungen bestätigt, auf der andern alle Illusionen zerstört. Was der selige Stahl einst von der Wlffenschaft verlangte, das thut jetzt die Volkswinhschaft: sie „kehrt um!" Denjenigen, die nach ihrer innigsten Ueberzeugung die bevorstehende neue Aera der Wirthschafts- politik für einen Unsegen, für eine schwere Prüfung des deutichen Volkes halten müffen, bleibt kaum noch etwas anderes übrig, als zu hoffen, daß die rückläufige Bewegung, in die wir eingetreten sind, von ebenso geringer Dauer sein möge, wie die damals beliebte „Umkehr der Wissenschaft". Wenn erst die koloffale Anzahl der „wirthschaftlich Schwachen", die bei dem Wettrennen um Schutz der eigenen Interessen. gar nicht einmal mitlaufen, geschweige denn etwas für sich erhaschen können, sehen, was es mit der Blüthe des National- wohlstandcs, die uns jetzt in Aussicht gestellt wird, auf sich hat, dann erst wird man wieder auf die Stimme der Fachmänner hören, die jetzt kalt gestellt find und als Propheten in der Wüste predigen. Einstweilen hat das Freihandelsstzstem — oder sagen wir lieber das Weltwirthschastssystem, dem wir zusteuerten, denn ein wirkliches Freihandels- system haben wir nie gehabt — seine vollständige Niederlage zu konstattren. Es unterliegt dem Bunde der Agrarier mit den Ultramontanen! Mit Ueber- muth und Hohn weisen diese neuen „Freunde Bismarcks" auf deffm alte Feinde hin. Erst „an die Wand gedrückt", dann „an die Luft gesetzt", das ist das wohlverdiente Schicksal der „Liberalen" aller Schattirungen! Sie haben „ab- gewirthschaftet". Sie haben ihre Arbeit gethan wie Fiesco's Mohr und können nun gehen. „Und ihre Werke folgen ihnen nach", betet der fromme „Reichsbote". Der Bruch mit dem liberalen Wirthschaftssystem, so frohlockt er, ist nur der „Anfang". Folgen muß alsbald Die Abschaffung der Gew-erbesreihett, die Aushebung der Maigesetze, mit ihr die Abschaffung der obligaiorischen Civil- ehe; in der Geburt erstickt werden muß das „freisinnige" Unterrichtsgesetz, kurz die ganze sog. liberale Aera sammt allen ihren Priestern, der Oberpriester Falk an ihrer Spitze, alles muß weichen und der neuesten agrarisch-klerikalemortho- dox-conservativen Aera Platz machen! Wir find nun zwar nicht so pesstmtstisch gestimmt, daß wir glauben, die wirthschaftliche Reactton müfle nothwendtg wegen der Hülfstruppen, mit denen Fürst Bismarck ste durchsetzt, auch auf allen andern Gebieten eine Reaction nach dem Sinne dieser neuen Bundesgenossen des Reichskanzlers im Gefolge haben. Er nimmt ja bekanntlich die Bundesgenoffen ad hoc wo er sie finden kann, und verheirathet sich nicht mit ihnen. Aber wir find doch auf alles gefaßt. Vor allem aber erkennen wir die Pflicht an, gegenüber der jetzt sich überall kundgebenden Neigung, vom Staate und von staatlichen Maßregeln alles Heil zu erwarten, mit aller Kraft und größtem Nachdruck darauf hinzuweisen, daß die materielle und geistige Wohlfahrt des Volkes, insbesondere der unteren Claffen deffelben, nur durch Hebung der Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit des Einzelnen gesichert werden kann. Was diesem Zwecke dient, das werden wir mit Freuden unterstützen, es komme, von welcher Sette es wolle. In diesem Sinne begrüßen wir auch mit Sympathie Bestrebungen, wie ste die „Concordia", deren Constttuirung am 2 5. d. in Frankfurt a. M. flatt« finden soll, auf ihr Panier geschrieben bat. Deutschland. Berlin, 18. Mai. Nach dem Berichte der „Nat.-Ztg." über das Banket deS deutschen Städtetages vom 17. d. lautet die heute vielbesprochene Rede des Herrn v. Forckenbeck, wie folgt: Oberbürgermeister v. Forckenbeck antwortet auf das Hoch, welches dem Reichstag und seinem Präsidenten ausgebracht worden. Wenn er die Umstände erwäge, unter denen dieses Hoch inmitten der Delegirten zum deutschen Städtetag so lebhaften Anklang gefunden habe, während doch die Beschlüffe deffelben gegen die von der Mehrheit des Reichstags voraussichtlich zu fastenden Beschlüffe sich richten, so danke er aus Fülle seines Herzens für die unter» er Hheif. änderte nationale Gesinnung und die unbedingte Unterordnung unter das, was der Gesammtwille der Nation beschließt, auch wenn dastelbe den Interessen der Städte nachtheilig ist. Er erblicke darin ein Zeichen der echt deutschen nationalen Gesinnung, und sage in diesem Sinne für das dem Reichstage gebrachte Hoch seinen lebhaftesten Dank. Wenn man ferner auch Den Präsidenten des Reichstags habe hoch leben lasten, so bitte er zu gestalten, daß er hier seines Theils nicht als Präsident des Reichstags spreche, der stch unter den gegenwärtigen Verhältnisse» in einer sehr schwierigen und außergewöhnlichen Lage befinde, sondern als liberaler Mann und alS Oberbürgeime^r von Berlin, und da könne er anknüpfen an die Worte, die sein College 'Ltraßmann gk- sprocheli habe. Dieser habe „das freie Bürgerthnm" leben lofler. Das deutsche Bürgerthum, wie es hier im deutschen Stävtetag vertreten ist, werde sicy immer, wie er bereits betont habe, dem nationalen Gedanken, und der Entscheidung der gesetzgebenden Gewalt fügen. Aber er glaube sagen zu muffen: Es ist Zeit, daß das deutsche Bürgerthum gegenüber anderen Bestrebungen, die sich jetzt mit allen Kräften regen, sich zusammenfaste und sein volle« Gewicht in die Wagschale Der Entscheidung lege. Schon lange habe er voiaus- geahnt, daß einmal die Zeit kommen werde, wo sich au« dem Bürgerthum eine große liberale Partei entwickeln werde; er habe Dabei immer geglaubt, daß die liberale Partei nicht blos die Städte, sondern getreu ihren Tratitionen und ihrem Gerechtigkeitsgefühl alle Stände und namentlich auch das flache Land umfasten merDe. Täusche er sich nicht, so sei Die Zeit nahe, in der eine liberale Partei, als Kern in sich fastend das deutsche Bürgerthum, Einfluß gewinnen werde auf die weitere Entwickelung des deurschm Reiches. Dazu gehöre aber, daß wir uns rühren auf verfassungsmäßigem Boden, daß wir innerhalb dieser Grenzen aber alle Kräfte, Die uns zu Gebote stehen, eifrig gebrauchen. Sein Toast gelte also dem freien tatkräftigen deutschen Bürger- gerthum; dastelbe lebe hoch! Berlin, 22. Mai. Der neue (erste) Präsident des deutschen Reicks- tages, Otto Theodor v. Seydewitz, ist am 11. Sept. 1818 zu Großbadegast geboren und hat die Universität Berlin nach Absolvirung des Gymnasiums zu Torgau frequcntirt. Nach Beendigung seiner Studien im Jahre 1840 wurde er Auskultator beim Karnmergericht zu Berlin, trat beim Königlichen Land- und Stadtgericht zu Görlitz in den Staatsdienst, arbeitete 1842 bei Der Regierung in Merseburg, verwaltete 1844—45 das Landrathamt daselbst, wurde 1858 zum Landrath des Görlitzer Kreises und 1864 zum Landeshauptmann und Landes-Aeltesten der preußischen Oberlaufitz gewählt. Seit 1867, wo Herr v. Seydewitz in den konstituirenden Reichstag gewählt wurde, gehörre er dem Reichstage in allen Legislatur-Perioden an. Er vertritt den 10. Wahlkreis und hat sich der deutsch-conservativen Fraction angeschlosten. Hefterreich. Wien, 21. Mai. Meldungen der „Polit. Corresp." Ans Konstan- tinovel. Die angebliche Aeußemng Obrutscheff's, der Sultan habe auf Die Besetzung des Balkans verzichtet, wird Seitens der Pforte auf diplomatischem Wege nctificirt. Danach habe der Sultan das ihm durch den Berliner Vertrag zuerkannte Recht keineswegs aufgegeben, behalte sich vielmehr vor, nach den Umständen und im Jntereste seines Reiches davon Gebrauch zu machen, und sei der Fall nicht ausgeschlossen, daß schon demnächst rücksichtlich bestimm- hr Oertlichkeiten davon Gebrauch gemacht werde. — I" der bulgarisch- rumelischen Grenzcommission entstanden Differenzen wegen verschiedener Gebiets- theile, welche zum Nachtheile Ostrumeliens zu Bulgarien geschlagen werden sollen. — Aus Philippopel. Aleko Pascha soll am 25. Mai in Der Uniform der ostrumelischen Miliz das ostrmnelifche Gebiet betreten und gleichzeitig eine Proclamation erlaflen. England. London, 21. Mai. Unterhaus. Bei den Verhandlungen Über die zweite Lesung Dtr irischen Universitätsbill stimmte Schatzsecretär Northcote der Vornahme der zweiten Lesung zu, ohne sich mit dem Principe oder den Bestimmungen der Bill im Einzelnen einverstanden zu erklären. Gr erklärte, über die Wirkung der Bill erst Weiteres abwarten und erfahren zu wollen, wie Die Unt Johannes 3 Denselben. ■ Dem Weißbinder LouiS Helmold eine Tochter, Johanna Louise, geb. den 25. April. Denselben. Den 21 April. 3582) noerbtitel e Flur II 125b,5. 35,2. 3( 50,4. 51 71,4. 72 72,4. 73 99,4. 10 XIII Nr. B. Flur I 3 Auf ge -«zu erfordcrl 6 Wochen An Gieße Btll in Irland angesehen werde- Northcote betont, daß das Parlament schon festgestellt habe, daß der Ueberschuß der Kirchenfonds nicht zu ausschließlich consessionellen Zwecken verwendet werden dürfe. Die Debatte wurde schließlich vertagt. Italien. Nom, 22. Mai, Abends. Senat. Bei der Debatte über die Zusatz- Convention, betr. die Gotthard-Bahn, erklärt der Ministerpräsident de Pretis, daß wegen des Baues der Monte Cenere-Linie Verhandlungen eingeleitet seien. Er hoffe, der Schweizer Bundesrath werde in eine ausgedehntere Vertretung Italiens im Verwaltungsrathe willigen und es werde bald zur Bildung deS Syndikats für den Bau der Linie nach Chiaffo kommen. Italien werde darauf bestehen, daß Additionaltarife auf der Monte-Cenere-Linie nicht Anwendung finden. — Nachdem noch mehrere Mitglieder das Wort genommen haben, wird der Commissions-Antrag, mit welchem sich de Pretis einverstanden erklärt, angenommen, desgl. mit 61 gegen 10 Stimmen die Convention. Den 22 Mai. Dem Schuhmacher Friedrich Euler eine Tochter, Louise Wilbelmine Elisabetbe Margarethe, geb. den 3. Mai. Den 23 Mai. Dem Hautboisten im 2. Großherzogl. Hess. Infanterie-Regiment Rr. 116 Heinrich Fritz ein Sohn, Otto Heinrich Wilhelm Hermann, geb. den 17. April. Beerdigte. Den 18. Mai. Karolme Schäfer geb. Opper, Ehefrau des Weißbinder« Leinrick Schäfer dahier, alt 27 Jahr 28 Tage gestorben den 16. Mai. V Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadl Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. . .®e" !?• Mai. Wilhelm Krämer, Weißbinder dahier, und Philippine Wilhelmine Friederike Balser, des verstorbenen Schuhmachermeisters Heinrich Balser ehel. Tochter. Den 20. Mai. Eduard Adolf Bene, Landwirth zu Altenberg, Kr. Wetzlar, de« Oeco- nomen zu Alte,-berg Karl Bene ehel. Sohn, und Marte Margarethe Wilbelmine Friederike ®0,fc verstorbenen Bürgers und HandelsmannS zu Frankfurt a. M. Heinrick Friedrich August Reinhold Baist ehel. Tochter. 3599) ' MD btr, MgeiM M &Nv fti uns von 9Ui Getaufte Den 18. Mai. Dem Großb. Hofgericktsadvokaten Dr. Emil Gerhard Dtttmar ein Sohn, Georg Remigius Erick, geb. den 15. März. Denselben. Dem Gastwirth Heinrick Kirckner ein Sohn, Karl, geb den 5. April Dem Eisengießer Jacob Wallbrecht ein Sohn, August Heinrich,' geb. _ Lokales. ä a stä kW, UAMLKLÄL-MM 15 JL gefielen”" ajZofd),nentoerFflatte wurden zwei Stück Rothguß im Werthe von o- . ~~ UmDTfi?ti9f£eil ob*r Unwissenheit von Setten eines Dienstmädchens batte Reitern ffück? wiIC^Örai!b °U breI Ft“6? Anlage veranlassen können. Fragl. Mädchen putzte in der Ät woll^es^mit'den^'emi?cnl feuergefährlich ist. Von der Dunkelheit übet-- b fY n»öcniin angefeuchteten Händen eine Lampe anzünden und standen ? ?anb^’ü bDaem ^euer' während in der Küche selbst manche« anbrannte Durch ^erbrannt^stnd.^ to^rcnb bem Mädchen die Hände 4 m —Wurden heute Nacht angehaltcn. Fwei der Herren nannten ihre Wege"gehem^ W nennen unb "eßen ihn die Schutzleute seine Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Eorrespondenz- Bureau. Berlin, 23. Mai. Reichstag. Vor Eintritt in die Tagesordnung theilt Präsident v. Seydewltz die Anzeige non dem Ableben des Abgeordneten Reinders (Breslau) mit, die Mitglieder erheben sich zu Ehren des Verstorbenen von ihren Plätzen. — Von dem ersten Vice-Präsidenten v. Stauffenberg ist folgendes Telegramm eingegangen: Erneute heftige Erkrankung läßt es mir unmöglich erscheinen, den Tag meines Wieder- erschemens im Reichstage zu bestimmen, und lege ich deßhalb das Amt des ersten Vice- Präsidenten meder; ich bitte dies dem Reichstage mitzutheilen. — Der Präsident fügt hinzu: Indem ich dies dem Hause mittheile, bitte ich um die Erlaubniß, Ihnen am Schluß der heutigen Sitzung Vorschläge betr. der geschäftlichen Behandlung der Neuwahl des ersten Vicepräsidenten zu machen. — Hiergegen erhebt sich kein Widerspruch. — Es folgt die Fortsetzung der Berathung der Getreidezölle. o. Czarlmsky kann sich von den Getreidezöllen keine wirksame Hülfe für die Landwirthschaft versprechen und besorgt im Gegentheil, daß die Zölle, namentlich die Provinzen Ost- und Westpreußen und besonders auch deren Handel schwer schädigen würden — Schroder (Lippstadt) polemisirt gegen die Vertreter der Seestädte, deren Forderungen vor dem Interesse des gesammten Deutschlands zurücktreten müßten und betont die Bedeutung der Landwirthschaft gegenüber den großen Städten und dem Handel. Die ungünstige Stellung der Grundbesitzer, namentlich des Bauernstandes müsse ansgeglichen werden durch den Schutzzoll. Deutschland sei vorwiegend ein Ackerbau treibender Staat und solle es bleiben. Redner beantragt, sämmtliche Unter; Amendements an die Tarif-Commission zu verweisen und nur den Antrag auf Erhöhung der Getreidezolle anzunehmen. — Flügge (deutschconservativ) spricht gegen Getrelderölle und Schutzzölle überhaupt. Redner führt aus, daß Schutzzölle die Consumenten schädigen und den Producenten nichts nützen. Die Interessen von Handel und Landwirthschaft seien solidarisch. Er bestreitet ferner, daß der Producent des Auslandes den ^oll bezahle und spricht sich gegen jeden Zoll auf unentbehrliche Lebensmittel aus. — Bundes-Com- Missar Tiedemann führt gegenüber der neulichen Rede Delbrück's aus, das; Rußland den Getreide-Export nach Deutschland nach Einführung des Zolles nicht verringern sondern den Zoll ruhig bezahlen werde. Er bekämpft ferner einzelne Deductionen v. Saucken's und Flugge's. Grad verliest eine schriftliche Erklärung zu Gunsten des Zolltarifs, speciell der Getreidezolle. — Brauii wendet sich gegen einzelne Ausführungen Gl ad's und Schröder's sowie des Bundes-Commissars Tiedemann. Bei Erörterung der Stellung des Bauernstandes vindicirt Redner der liberalen Partei das vornehmste Verdienst um die fortschreitende Entwickelung des Bauernstandes, kommt weiter auf die Belastung des Grundbesitzes zurück und zeigt, daß letzterer in anderen Ländern höher belastet sei Braun kritlsirt endlich die Ausführungeil des Reichskanzlers über die Getreidepreise; es sei durchaus unrichtig, daß die Brod- und Getreidepreise nicht zusammenhingen. Der Krieg zwischen Stadt und Land, der große Jnteressenkampf, den Fürst Bismarck erregt sei das Gegentheil von deutscher Einheit — Bundes-Commissar Tiedemann sucht einzelne Behauptungen Braun's zu widerlegen. — v. Mirbach tritt für seinen Antrag auf Erhöhung des Zolltarifs für Getreide ein. — Stellter spricht gegen die Zölle. Lasker bedauert nicht nur die Zölle selbst als unselige, sondern vor allem die Methode, mit welcher die neue Politik vom Reichskanzler eingeleitet sei. Durch diese Methode und die damit verbundenen Jnteressenkämpie und Agitationen werde das Land dauernd geschädigt und m größte Verwirrung gestürzt. Die Urheber dieser Methode hätten begonnen, von Neuem eine Zerrissenheit herbeizuführen, die man schon dauernd beseitigt glaubte. Auch auf dem Lande selbst gingen die Interessen weit auseinander Die nächste neue Zollbewegung werde die Anhänger des Zolltarifs nicht mehr in so geschlossenen Reihen wie heute finden. Den Zahlenangaben Tiedemann's und des Reichskanzlers stehe die Statistik gegenüber, die den einzigen wahren Maßstab biete. Die Getreidezölle belasteten den Armen, um den Reichen zu entlasten und erregten allgemeine Unzufr iedenheit. Tief zu bedauern sei der Appell des Reichskanzlers am Schluß der vorgestrigen Rede an die Landwirthschaft. Derselbe habe eine sehr schwierige Aera eingeletttt. Wir unsererseits wollen Alles thun, um den allgemeinen Frieden zurückzusühren und warnen Sie noch im letzten Augenblicke vor unheilvollen Entschlüssen. — Nachdem hierauf der Schluß der Debatte erfolgt ist, wird der Antrag v. M'rbach-Güvther auf Erhöhung der Getreidezölle in namentlicher Abstimmung mit 173 gegen 161 Stimmen abgelehnt. Die Positionen der Regierungsvorlage für Getreidezölle werden bei der Abstimmung durch Namensaufruf mit 226 gegen 109 Stimmen angenommen. — Schluß der Sitzung um 6 Uhr. - Nächste Sitzung morgen; Tagesordnung: Wahl des ersten Viceprasidenten und kleinere Vorlagen. Wien, 26. Mai. Meldungen der „Poltt. Correfp." : Prinz Alexander von Battenberg empfing heute den Orient-Retfenden Kanitz, welchen er nach Sofia einlud. Heute Abend reist der Prinz ab, zunächst nach Dresden. — Aus Philippopel. Aus allen öffenlichen Gebäuden wurden am 21. Mai zum Zeichen der Beendigung des russischen Gouvernements die russischen Fahnen etngezogen. — Aus Bukarest. Die rumänische Deputirtenknmrwr wird approximativ aus 98 Liberalen, 3 Liberalen der Gruppe Vernescu, 16 Con- seroatwen (Oppositionellen) und 3 sogenannten Wilden bestehen. — Aus Kon- stantinopel. Die Pforte empfängt Berichte mit Klagen wegen gewaltsamer Einreihung der mohamedanischen Bevölkerung Ostrumellens in die ostrumel.sche Miliz. In Folge deffen wandern neuerlich zahlreiche Mohamedaner von dort nach Türkisch-Rumelien aus. — Der Mm.sterrath unterbreitete dem Sultan das Ministerverantwortlichkeitsgesetz zur Sanciion. London, 23. Mat. Der Prinz von Wales gab gestern zu Ehren Ihrer Majestät der deutschen Kaiserin ein Dmer, welchem die Kro,.Prinzen von Dänemark und Schweden, Graf und Gräfin Flandern, die Grafen Mü ster, Scku- waloff und Karolyi, Beaconsfield, Salisbuky unb Northcote beiwohnten. Bei dem daraus folgenden Empfang waren die Mitglieder der königlichen Familie der Großherzog und die Großherzogin von Mecklenburg, Strel.n, sowie das diplomatische Corps anwesend. Die Kaiserin reist heute Abend nach Deutschland ab. Wien, 23. Mai. Der Kaiser empfing heute Morgen den Prinzen von Battenberg, welcher hieraus eine drittehalbstündiae Conferenz mit Andiasty hatte. — Die „Wiener Ztg." vom 23. d. veröffentlicht ein vom Gesammi- ministerium unterzeichnetes kaiserliches Patent vom 22. d., wodurch das Abgeordnetenhaus des Reichsrathes aufgelöst wird; die allgemeinen Neuwahlen für daffelbe sind sogleich einzuleiten und durchzuführen. Berlin, 23. Mai. In seiner heutigen Plenarsitzung überwies der Bundesrath die Vorlage betreffs Einsetzung einer Commission zur Ausarbeitung eines Reichseifenbahngesetzes an die bez. Bundesratbs-Ausschüffe ,6enfrt neuen Gesetzentwurf über Schiffsm-ldungen A-diat Der Pdes R-,chst<-gSq-bäudes, blieb uni dingungen zu erwerben fei und zunächst den Reichskanzler zu^ ersuchen eit % sä bwfenb^n^1011^0^1" erhielt 162 stimmen, unb nimmt die Wahl )n Betracht d 1) durch d nüge dc klagte c Wirthsc Wittw Anklägi losgega versetzt AMgei 2) der Ang Bergehen Art. W 3) btfonb« Minder 4) wegen 1 leidigui .. M An wird hierniit schriftlicher j -SS 185, 194, erkannt: daß de von N Jahre leidigu: und d von % ?on za der Ui dem A Recht; Thcil i ämiiji Kosten offentli sU* d «rkl-Mng S“"9tn, on ^otzherzo ®0ll öag jt ! £ Mitti KiÄ «fesi fe? n rlccvrs) 3$74) ^5; . Handel und Verkehr. 21. Mai. Auf dem heutigen Wockenmarkte kostete: Butter per Pfd 95 JL 1,05 Hühnereier, per Stück 4 u. 4V, A Gänseier per Stück 9 9. / Stück 5u.5i/24 Käse, per Stück 4-9 Käsematt^ pn Stück 3 ErbsÄ' fft? ßinfcn, 1 Liter 25 Lauben, das Paar 70 * Hühner, per Stück' 1 25 Ä Stuck 1,40, Enten, per Stück 2 10, Kartoffeln, per 100 Kilo 7^0—8 »w.eb^ per Ccntner JL 30 , Milch per Liter 16 u. 18 5> bt» 7öA t Rindfleisch 56—60^, Hammelfleilch 64—70^, Schweinefleisch 58—60 Kalbfleisch 40 -48A. . ,^^ßen, 24 Mai. Auf dem am 20. und 21. d. M stattachabten Viehmarkt waren aufgetrieben: 724 Stück Rindvieh und 1997 Schweine. Die Preise stellten sich Häher als krischmclkende Kühe sehr gesucht und gut bezahlt. Nächster Markt Auszug aus ücn Itan-ksamtsreglflern des Stanüesamls Gieken Vom In. bis 22. Mai 1879. " m Aufgebote. 15. Mai. Der praktische Arzt Dr. Carl Gustav Ad.lf Morin zu Gieüen mit Wim« M V8 *L°?,ct8 5,ieblid’ August Thumann u°n Forst in dttkaM Hugo Robert Oßnsky von Berlin mit Katharine Anguste Günther Tochter des Diatars Konrad Gunther von Gießen. ö 9 ' *'oc9tcr Eheschließungen. o- 4,. 18; «®Q< Weißbinder Wilhelm Krämer von Gießen mit Philippine Wilhelmine Balser Tochter des verstorbenen Schubmachermeisters Heinrich Balser von Gießen *>0 Adolf Bene von Altenberg mit Marie Margareth? B.ist Tochter des verstorbenen^ Heinrich Friedrich August Reinhold Baist von Frankfurt a. M. r"°rdenen Kaufmanns Geborene. 9. Mai. Marie Elise, Tocher des Hilfsführers Philipp Auaust Sckerer 12 *ntnMu Tockter des Maschinisten Eduard Krautmacker. 17. Otto Friedrich, Sohn des Hautboill!« Gottlieb Richter. 15. Herm.ne Margarethe, Tochter des Taglöhne?« Johann Konrad Ä 17. Emma Irma, Tochter des Cigarren-Fabrikanten LouiS Wallenfels. 12 «uaust Sohn des Kreisamtsgehilfen Andreas Lauber. 14. Dem Handelsmann Johann Horr eü! Sohn, noch ohne Vornamen. 15 Johannes Heinrich, Sohn des Taglöhncrs Leinrick <4. Marie, Tochter des Rangirme.sters bei der Main-Weser-Bahn Philipp W 17 Ernst Sohn des Schaffners bei der Main Weser-Bahn Karl Friedrich Zwicker17 Franz Karl Ferdinand, Sohn des Gärtners Jacob Fey. 19. Dem Wcickenstelln bei hl? M°m W-,-r-B-lm ffloltbafor Dupprr ein Sühn, noch ohne »°rn°m-n 15 Lu°7 Sohn des Schaffners bei der Oberhcssischen Bahn Moritz Geisel. 14. Friedrich, ein außlrebe' liches Kind von auswärts. 15. Heinrich, ein außereheliches Kind von auswärts. & $ Gestorbene. J5. Mai Louise Katharine, 3 Jahr 1 Monat 21 Tage alt, Tochter der Sckmied- melsters Johannes Becker. 16. Karoline Schäfer geb. Opper, 27 Jahr 28 Tage alt (Ehefrau de« Weißbinders Heinrich Schäfer. 16. Johanna, 2 Jahr 10 Monate 12 Tage alt Tockter des Schuhmachers Heinrich Marx. 20. Auguste Elise, 19 Tage alt, ein außerebeli'ches Kind von auswärts. 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Flur VIII Nr. 26,4. 27,4. 28,4. 29,4. 30,2. 31,4. 32,4. 33,4. 34,4. 35,2. 36,4. 37,4. 38,4. 41,4. 42,6. 43,6. 44,4. 45,4. 46,4. 47,4. 48,4. 49,4. 50,4. 51,2. 57,4. 58,4. 62,4. 63,2. 64,4. 65,6. 65,8. 68,4. 69,4. 70,4. 71,4. 72,4. 73,4. 88,4. M j. 91,4. 92,4. 93,4. Flur IX Nr. 69,4. 70,4. 71,4. 72,4. 73,4. 74,4. 75.4. 76.4. Wj 81,4. 82,4. 83,4. |^|. 97,4. 98,4. 99,4. 100,4. 107,4. 107b,1. 108,4. Flur XVI Nr. 236,4. 315,5- 316,5. Flur XIII Nr. 502. 503. 504. B. Aus den Namen des Großherzoglichen Centralfiscus. Flur I Nr. 462 und 463. Auf geftellten Antrag wird die Ersitzung als Erwerbtitel beigeschrieben refp. die dazu erforderliche Verfügung ertheilt werden, wenn nicht etwaige Berechtigte binnen 6 Wochen Ansprüche hier geltend machen. Gießen, den 20. Mai 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. LangSdorff, Stadtrichter._____________________________ Untersuchung gegen Johannes Zimmer von Nonnenroth wegen Beleidigung. Urtheil. Zn Betracht daß 1) durch die Zeugenaussagen zur Genüge dargethan ist, daß der Angeklagte am 26. December 1878 in der Wirthschaft der Adam Koch II. Wittwe in Nonneroth auf den Ankläger ohne weitere Veranlassung losgegangen sei, ihm einen Stoß versetzt und dabei bemerkt haben, Ankläger solle sich hinauspacken. 2) der Angeklagte darnach aber des Vergehens der Beleidigung im Sinne des Art 185 des St.-G.-B. überführt erscheint. 3) besondere Strafschärfungs- oder Minderungsgründe nicht vorliegen. 4) wegen vorliegender öffentlicher Beleidigung der 8 200 des St -G -B- zur Anwendung kommen muß, wird hiermit nach Verzicht aus Führung schriftlicher Vertheidigung auf Grund der 185, 194, 200 des St.-G.-B- zu Recht erkannt: daß der Angeklagte Johs. Zimmer von Nonnenroth, Ackersmann, 44 Jahre alt, des Vergehens der Beleidigung für überführt zu erachten und demgemäß in eine Geldstrafe von Acht Mark eventuell Haftstrafe Von zwei Tagen sowie in die Kosten der Untersuchung zu verurtheilen, dem Ankläger aber gleichzeitig das Reckt zuzusprechen sei den decisiven Theil des Urtheils in den Gießener Anzeiger innerhalb 14 Tagen auf Kosten des Angeklagten zu veröffentlichen. V. R. W. Eopie des Bescheids dem Heinrich Zimmer V. in Nonnenroth mitFatalien- Erklänmg. Hungen, am 3. Mai 1879. Großherzogl. Landgericht Hungen. C ellarius. Fatalien-Erklärung. Soll das Rechtsmittel der Appellation oder das der Nichtigkeitsbeschwerde gegen vorstehendes Urtheil ergriffen werden, so ist es bei Vermeidung des Verlustes binnen 10 Tagen vom Tage der Zustellung an gerechnet, bei dem Landgerichte vorzubringen. Arbeitsversteigerung. Nachverzeichnete Arbeiten sollen Freitag den 30. d. M., Nachmittags 4 Uhr, vor unterfertigter Bürgermeisterei öffentlich in Accord vergeben werden: Maurerarbeit, veranschl. zu 26,89 Zimmerarbeit, „ „ 160,04 Schreimrarbeit, „ „ 349,54 Schlosserarbeit, „ u 158,90 Weißbinderarbeit „ 304,63 Allendorf a./Lahn, am 24. Mai 1879. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a./Lahn. 3574)________Volk.___ $566) Ein Mineralwassergeschäft zu »erkaufen. Näheres bei I. Blitz. Aufforderung. 3581) Caspar Lechens Ww. von Lang' Göns hat zu Folge am 1. August 1866 bestätigten Kaufbriefs Hofratthe und Garten Fi. I. Nr. 499,2 und 499,5 in Lang-Göns von Johannes Schaum VIII. von da (jetzt in Amerika an unbekannten Orten) gekauft um fl. 500; Die Zahlung des Kaufspreiws ist glaubhaft gemacht, bezüglich des Betrags von fl. 220 aber nicht urkundlich belegt, weßhalb die Aufforderung ergeht, etwaige Ansprüche auf diesen Kaufschtllingsrest bis zum 30. Juni d. Js. bei uns anzumelden, widrigenfalls die Kaufschtllmgsschuld als getilgt angesehen und das Vorbe- haltseigenthum im Grundbuch gelöscht werden wird. Gießen, am 13. Mai 1879. Großh. Stadtgericht Gießen. Langsdorfs, Dr. Gilmer, Stadtrichter. Stadtg.-Assefsor. "Arbeitsversteigerung. Nachverzeichnete Arbeiten sollen Freitag den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathhaus zu Groß-Linden an die Wenigstfordernden vergeben werden : lung obiger Leiden hat sich tausendfach bewährt und kann die LectUre dieses ausgezeichneten Werk- chenS allen Kranken nicht dringend genug empfohlen werden. Jeder, welcher an Husten, Brustbeschwerden ic. leidet, sollte sich dies vorzügliche Buch anschaffen und kein Kranker denken, daß für ihn keine Hilfe mehr möglich sei. — Prospect durch ________äl). uolifnlcilim, Leipsty u. Sasel. Prospect graliS und franco. * Mebigsschen Backmehl. Jeder Kuchen ist in 1 Stunde fix und fertig angerührt und gebacken. Prämitrt auf 1 Ausstellungen. , . Lleblg’s Manufactory, Hannover. Puddinge in Vanille, Mandel, Citronen, Orange, ■ Unser H den Reg! Äuppenbesich Kronprinz Die Kaiser |dt begeben. 1 Das T schlossen, welc gute Wichtig! die Thatjache, Oeffentlichüit Erdkunde ihre! nifr nach Bon Dnltfchland u Das üb kriegsgerichtlich gntchl unter l zur Aburtheilu Der Ret^ ms über die lafien: derselb, lrge seiner Zeii Imbtn Verhält daß um diesel welche den Har in unser Wehr 3m Der I Zolltarif y I ren der Regier ; to schußzölinei | land geht, idü Majorität (21 Fernand erwa iniin zuzuschre «trthschas'ltchei tle Bewilligun con 72 - mi lag gegen di Ausgabe pro 1878: Laufende Unterstützungen der Invaliden..... der Wittwen und Waisen . Verwaltungskosten.... Ausgeliehene Capitalien. Summa der Ausgabe an unserer Casse gegen Quittung in Empfang nehmen. Die dahin nicht abgeholten Beträge werden den Interessenten durch Vereinsviener zugestellt. Gießen, den 21. Mai 1879. 47 284 800 1132 47 284 800 1132 CXX)QOCX2OaOOOOQQöQOOCOOCXX2(X:D QOQOCQQOQ I Sommer -Hüte. g Strohhüte für Herren und Knaben, Q Wiener Filzstoffhüte ä «X. 2.50 und X 3, Ö Leichte Filzhüte in Modefarben, (3587 0 empfiehlt in großer Auswahl S W. Schuchard, Hutmacher, am Kreist B. 113. o Reparaturen von Seiden-, Filz- u. Strohhüten werden rasch M und billig besorgt. gj CXXX2CX50OOa«3CX5aaOcOg.aC»OODCX5OCOOOOCXX3 Steirttdecken em’,fieblt (3586 p, Hol berg, Kirchenplah. Capital-Zinsen . . Summa der Einnahme 1579 83; Die •KÄrmnerei»°»l£. fjntK, Hießen, empfiehlt sich in Lieferung von "Wasserkalk, über dessen Güte die besten technischen Zeugnisse zu Diensten stehen. Preise billigst. (3585 Heute Sonntag, den 23. Mai: n Musikalisch Humoristische Gesangs-Soiree im Saale des Herrn Hofmann (EAHIVSTEMIV), gegeben von Franziska Kentler'Häser, Max Kentler, Frau Häser, unter Mitwirkung des Operettenfängers und Gesangskomikers Alexander Banzer. früher an Lindner's Sommertheater. 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AbendS 8 Uhr: Theater-Vorstellung t 33 Minuten in Grünberg Rante Strumpf vor Gericht. Couplct'Vorträge. Entree 30 Pfg. PROGRAMM an der CASSE.