Freitag, den 24 Januar 1879 Nr. 20 Meßmer Anzeiger Meige- uni Amtsblatt für hcn Kreis Gieße« Redacttonsbrrreenrr \ - GxpE-«Sd«re-mr i ^^ulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags und Ge- neue vom niß gehabt, sei vollkommen unwahr. — Das seit einiger Zett curfircnde Gerücht, daß eine Nochsesflon des preußischen Landtags stattfinden werde, findet auch bet sonst unterrichteten Per- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Großherzogliches Ministerium des Innern hat dem Stadtvorstand zu Friedberg gestattet, aus Anlaß des am 25. Februar d. I» daselbst stattfindenben Pfcrdemarkts, am darauf folgenden Tage eine Verloosung von Pferden und anderen Gegenständen mittelst 6000 Loosen ä 1 */2 Mark zu veranstalten und die Loose im Großherzogthum zu vertreiben. Gießen, den 21. Januar 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ____ Deutschland. Nutz dem Großherzogthum Heffen, 19. Januar. Zu den wichtigsten Vorlagen des Landtages gehört der Gesetzesentwurf über die Etn- kichtung und Befugntfie der Oberrechnungskammer. Die Behörde, welcher die Revtfion deS Staats-, Gemeinde-, Kirchen« und Sttstungs-RichnungSwesens obliegt, soll nach dem Vorbtlde Badens in eine Controlbehörde für den gelammten Staatshaushalt umgewandelt werden und die ständige Ueberwachung erleichtern. Alt. 1 des Gesetzesentwurfs spricht die Unabhängigkeit der Ober- rechnungskammer der Staatsverwaltung gegenüber aus; das Personal best.ht aus einem Präsidenten und einer Anzahl Räthen, wpvon ein Mitglied die Befähigung zum Richteramte erlangt haben muß. Die Ernennung des Plä- stdenten erfolgt durch den Großherzog auf Antrag deS StaatSmiNistertums, Die Gewerbefrage. Nachdem man mit der Neubildung von Innungen vorgeht, ist der Beweis geliefert, daß fich auch innerhalb des Rahmens der Gewerbeordnung zeitgemäß Organisationen bilden können, welche die Hebung des Handwerker- und Gewerbestandes bezwecken, und hoffentlich auch erreichen. Es handelt fich zunächst um die Förderung der gemeinsamen Jntereffen des Gewerbes, um die Reform des Lehrlingswesens und um die bestmöglichsten Verhältniffe zwischen Meister und Gehülfen, endlich auch um das Interesse des Publikums, welches am besten gewahrt sein wird, wenn wieder die Standeöehre und tüchtige Leistung das Handwerk leiten. Tie bisherigen Mängel lagen nicht im Gesetz, sondern in den wtrthschaftlichen Verhältniffen. Die Gewerbeordnung entkleidete die alten Innungen des Ausschließungsrechtes, ließ sie sonst aber bestehen, gab Bestimmungen über die Bildung neuer Innungen und verwandte überhaupt auf die Organisation der Innungen nicht weniger als 25 Paragraphen. Auch enthält sie die wohlgemeintesten Vorschriften über die Pflichten von Meistern, Gesellen und Lehrlingen in ihrem Verhältniß zu einander. Wenn gleichwohl diese Verhältniffe nichts weniger als befriedigend find, so lag das nicht an dem Gesetz, sondern an weit älteren und tiefer liegenden Ursachen. Das alte Prüsungswesen war längst zum Schein geworden, der Gesell und selbst der Lehrling war dem Hause des Meisters entfremdet. Nicht das Gesetz hat unser Handwerk aufgelöst, sondern das Eingreifen der Maschinen, das Entstehen der Fabrikation im Großen, die Bildung neuer Gewerbe, der Betrieb aus Grund neuer Erfindungen und Entdeckungen und gesammelter Capitalkräste. Solche Wandlungen in der Production kann keine staatliche Vorschrift hemmen. Nicht das Gesetz hat den Gesellen von dem Meister, den Lehrling vom Lehrherrn losgelöst, sondern durch die leichtere Möglichkeit, die eigene Arbeitskraft zu verwerthen, ist dies von selbst geschehen. Nicht durch das Gesetz ist die technische Leistungsfähigkeit unserer Handwerker m d vieler Gewerbe, insbesondere auch der mehr qualificirten Gewerbe gesunken, sondern dieses Sinken läßt fich schon seit Generationen beobachten; der Unterschied zwischen uns und andern Ländern ist nur, daß wir erst jetzt zum Bewußtsein dieses Sinkens gekommen sind, während man in Frankreich und England den Rückschritt schon vor langen Jahrzehnten bemerkte und sich mit Energie dagegen ausraffte. Kein schlimmeres Geschick könnte das deut'che Volk triffen, als wenn heute, wo es aus dem Schlummer erwacht und seine zum Therl sehr bedenklichen gewerblichen Zustände erkennen lernt, jene konservativen Quacksalber sein Ohr gewönnen, welche ihm Heilung versprechen durch die Wiederherstellung der mittelalterlichen Zunft des Prüfungswesens und der „umfriedeten", d. h. durch hohe Schutzzölle und Schranken jeder Art geschützten Arbeit, welche statt die eigene Thatkraft, den Bildungstrteb, das Ehr- und Pflichtgefühl der gewerblichen und arbeitenden Kreisen zu wecken, vielmehr durch äußerliche, vom Staat zu schaffende Organisationen ihnen Rettung versprechen. Wenn die conservative Partei dem Kleingewerbe durch die Schaffung „fester Ordnung" Heilung seiner Schäden verheißt, so ist dies genau dasselbe, als wenn sie dem Landmann durch Aushebung der Hälfte der directen Steuern Hülse zusagt. Es ist die scrupellose Ausbeutung leidender Bevölkerungsklaffen zu Zwecken der politischen Reaction. Wir werden an der Hand der Erfahrung die Mißstände wegschaffen müssen, welche die, nicht durch das Gesetz hervorgerufene, sondern bereits vorhandene Auflösung der alten Ordnung und der Uebergang zu einer neuen Zett im Gefolge gehabt hat. auf den sachlichen Werth, nicht aus die Form legt." Hannover. Ueber die Wirkung von Verbrauchssteuern macht der „Hann. Courier" einige Mittheilungen aus einem jüngst erschienenen Bericht einer städtischen Finanz-Commission in Stuttgart. Am 1. December 1877 sührte die Stuttgarter Gemeindebehörde eine städtische Biersteuer von 0,65 «M. pro Hcctoliter ein; sofort erhob fich der Preis des Bieres um 2 pro Liter, b* t. um 2 pro Hcctoliter. Gleichzeitig belegte man das Fletsch mit einer Abgabe von 6 pro Kg.; in Folge dessen hatten schon einige Tage vor diesem Termine die Fletschpreise aufgeschlagen, und zwar für bestes Ochsenfietsch von 60—70 aus 76—78 für Rindfleisch von 52—64 aus 65—70 für Kaltfletsch von 66—70 auf 75 per Pfund rc. Diese Pretsausschläge für Fleisch von durchschnittlich 12 JL pro 100 Kg. — bei einer Steuer von nur 6 JL. pro 100 Kg.l — waren anhaltende und find bleibende geworden. Der Stuttgarter Gemeindebehörde sind diese Thatsachen sehr unangenehm, sie kann sie indessen nicht verheimlichen, und so begnügt sie sich in ihrem Berichte mit der Bemerkung: „Es scheint, daß schon vor Etnsührung der Steuer die Wirkung derselben in den Preisen sich ausdrückte." In Folge der Steuer hat übrigens auch eine nicht ganz unbeträchtliche Abnahme des Fleischverbrauchs in Stuttgart stattgesunden. Die städtische Bevölkerung Stuttgarts muß, das liegt auf der Hand, die neue Bterverbrauchssteuer (Erträgntß 151,000 und Fleischverbrauchssteuer (Erträgntß 220,000 JQ theuer bezahlen, und zwar erstere um das Dreifache, letztere um das Doppelte, wie aus den oben mit- getheilten Zahlen ersichtlich. Das ist ein sehr beachtenswerther Beitrag zur Beurtheilung der jetzt allgemein dtscuttrten Zoll- und Steuerfragen. Frankfurt, 19. Januar. Wie die „Franks. Ztg." erklärt, soll in der Budget Commission der RegierungsCommiflär erklärt haben, daß die preußische Regierung kraft des ihr zustehenden Obcrauffichtsrechtes Hessen und Baden zun. Bau des Centralbahnhoses in Frankfurt zwingen könne; dieRegierun- werde mit den mäßigsten Kosten den Bahnhof bauen. Die Commission setzte die B-rathung aus und verlangte die Vorlegung der Verträge mit Heften und Baden. München, 19. I anuar. Der mehrerwähnte von Mitgliedern der Luken gestellte Antrag in Betreff des Reichstags-Disciplinargesetzes lautet. „Die Kammer wolle beschließen, an tse. Majestät den König mit Bezug «ns die Berathung ist collegialisch. Der Behörde ist, neben den bisherigen Functionen, die Controle des Staatshaushalts übertragen, Insofern fie durch Prüfung und Feststellung aller Rechnungen über Einnahmen und Ausgaben von Staatsgeldern, Zu- und Abgang von Domanial- und Staatseigenthum über die Verwaltung der Staatsschulden ausgeübt werden kann. Die Organisation soll für das Staatsrechnungswesen der Ftnanzperiode 1. April 1879—82 in Wirksamkeit treten. Berlin, 21. Januar. Die „Rordd. Allg. Ztg." bezeichnet das rücht, der Gesetzentwurf über die Strafgewalt des Reichstages sei bereits zur Zett der letzten Reichstags-Session in Angriff genommen, aber von dem Kronprinzen nicht genehmigt worden, als bloße Erfindung, gerade so wie das Gerücht, der Reichskanzler habe die nochmalige Auflösung des Reichstages verlangt, der Kronprinz aber dieses Verlangen zurückgewtesen. Auch das Gerücht, das Staatsministertum habe von dem Gesetzentwürfe nicht die mindeste Kennt- tages, entgegentritt, heißt es zum Schluß: „ laus gekommen ist, der Reichskanzler habe in vertraulichen Aeußerungen auf die Annahme der Vorlage vom 31. Decbr. keinen unbedingten Werth gelegt, vielmehr erklärt, die Vorlage nicht sowohl im Interesse der Regierung, als des Reichstags eingebracht zu haben, scheint die Geneigtheit in der national- liberalen Fraction zu wachsen, den beabsichtigten Kern der Vorlage zur Geltung zu bringen. Die Wirkung der übrigens bis jetzt noch unverbürgten Acußerung des Reichskanzlers scheint auch erklärlich, wenn man bedenkt, wie schwer es dem Reichstage werden muß, die Verantwortlichkeit sür einen zunehmenden Verfall der parlamentarischen Sitten zu tragen. Andererseits weiß man, daß der Reichskanzler einen entscheidenden Werth nur auf den Kern, lnjkigen. ’HSffi .'mdenplatz 2U icnbt Nooltcka. -ib titn ■ [tmälbt m 5 i,narS' ober > . LcbausPiel in 4 frintriÖ- fönen bestätigenden Glauben. Berlin, 21. Januar. In einer officiösen Mittheilung, welche verschiedenen Gerüchten über den Gesetzentwurf, betr. die Strasgewalt des Reichs- „Seitdem die Meinung in Um- friff« »■ erung. ton In9r u. 13—2^ »Her, ' xMtiuat Zerplatz. ' fn ton 8-17 -13 6*11 w Bon 5-m ^Lintvntr. N '• 3- Januar 1879. ■ flif tu, Waß<«> ... ugen. "unfl mitDasser- meines Hauses nltthen. ^nn^Mohl, mdlichc Wohnung rcnniethen. n. Horeyseck. :9Me Zimmer fgtchraße H. 150. nüttnloQi§ ju oer- nitl, Gartfeld. § Herrn Proseffar ugsüalber per 1. getrennt )u ver- A. Sciffe. bnung m meinem iunmtni und Zu- Irnnt auch früher :1 rtückrath. .^nmezimmer m 3iM (sartjelb. btm prtuBifdwi en, zn oermiühen ,p, ’ in Klnn- odnuntz vn sofort Mar cus, ndbadnhMr.M imeüenlogis ist zu mann Völker, jrnwr k Lactirer, '.-rergerslraße. Art. 27 der Reichsverfaffung, welcher lautet: „Der Reichstag.... regelt seinen Geschäftsgang und seine Disctpltn durch eine Geschäftsordnung", die ehrsurchtvoüste Bitte zu richten, AÜerhöchstderselbe wolle die Brvollmächtigten Bayerns im Bundesrath anweisen, dem Gesetzentwurf, die Strafgewalt des Reichstags bett., die Zustimmung zu versagen. München, den 18. Januar 1879. Krämer, Dr. Aub, Beckh, Brandenburg, Exter, Föckerer, Frankenburger, Hahn, Dr. Henle, Herz, Keller, Lampert, Dr. Marqaardjen, Sttttg, Stief, Strauß, Strößenreuther, Dr. Völk, Wagner." Wie der „Corresp. von und für Deuschland" vernimmt, wäre dem Anfrage Seitens der bayerischen Regierung berelts thatsächllch entsprochen, oder würde demselben doch bestimmt entsprochen werden. Nußland. Petersburg, 21. Januar. Anläßlich von pesstmisttschen Deductionen über die Verzögerung des Abschluffes des Frtedensoertrages mit der Pforte, welcher vielseitig bereits in voriger Woche erwartet wurde, kann versichert werden, daß hier nichts weniger als ein Abbruch der Verhandlungen erwartet wird. Die „Agence Ruffe" widerlegt die Behauptung, daß die Pforte eine anderweitige Bestimmung der Dobrudscha-Grenze verlangt habe Die Verhandlungen würden mit denselben Hoffnungen wie früher fortgesetzt. Die „Agence" bemerkt weiter, die obenerwähnten Befürchtungen seien möglicher Weise auf die noch zu regelnde Grenzfrage zwischen Bulgarien und Rumänien bet Stltstrta zu beziehen. — Die Verhandlungen in Konstantinopel über den definitiven Friedens- Vertrag haben in den letzten Tagen noch nicht zur Unterzeichnung geführt, ohne daß Befürchtungen für das Zustandekommen überhaupt durch das nicht ungewöhnliche dilatorische Verfahren der Pforte entstehen. Was über die berelts festgcstellte Fixtrung der Zahlung der türkischen Kriegskosten-Entschädigung gesagt worden, ist somit verfrüht. Bezüglich der Occupation von Ost-Rumelien durch ein gemischtes europäisches Kontingent wird hier wiederholt, daß gegenwärtig ein solches Arrangement überhaupt fraglich erscheine. Es heißt übrigens, wenn der Abschluß des definitiven Vertrages mit der Pforte erfolgt sei, beabsichtige man dieffeits, den Congreßmächten Mitthetlung von deffen Inhalte zu machen. Türkei. Konstantinopel, 21. Januar. Ein htefiges Blatt bezeichnet die vor längerer Zeit von Drummond Wolf vorzugsweise wieder aufgenommene Frage einer europäischen gemischten Besetzung Ost-Rumeliens nach Abzug der russi- schen Truppen als gegenwärtig wieder acut geworden und gibt Details über die Zusammensetzung des Kontingents. In türkischen Regierungskreisen ist man der Ansicht, daß eine solche europäische Besetzung Ost-Rumeliens von der Türker keinesfalls zugestanden werden könne. Der Berliner Vertrag räume auch der Türkei Rechte ein; zu diesen gehöre, daß osmanische Tr >ppen in Fällen von dem demnächst einzusetzenden General-Gouverneur Ost-Rumeliens berufen werden könnten, wo die innere und äußere Sicherheit der Provinz bedroht sei. Telegraphische Depeschen. Wagners telegr. Korrespondenz-Bureau. London, 22. Januar. Der Gioßherzog von Heffen mit Familie, begleitet von dem Prinzen von Wales, ist gestern Abend in Oöbvrne an» gekommen. Berlin, 22. Januar. Gegenüber der telegraphischen Meldung, daß der Reichskanzler den Gesetzentwurf über die Strafgewalt des Reichstages zurückziehen wolle, schreibt die „Nordd. Allg. Ztg." : In zuständigen Kreisen sei davon durchaus nichts bekannt. Charkow, 22. Januar. In Folge eines bereits dreitägigen sehr heftigen Schue'gestöbers wurde der Beirleb der Charkow Asower Eisenbahn heute eingestestellt. Mit der Befreiung des Bahnkörpers von Schnee sind 7000 Arbeiter beschäftigt. Aus Pultawa wird berichtet, daß die Sum- Bahnen ebenfalls den Verkehr eingestellt haben. Auf den Brhnen von Sebasto- pol nach Moskau und Kursk ist der Verkehr äußerst erschwert. Pesth, 22. Januar. Das auswärts verbreitete G-rücht über eine bei der allgemeinen ungarischen Creditbank in Pesth vorgekommene Defraudation «trd^von der Direktion des genannten Instituts für vollständig unbegründet Wien, 22. Januar. Meldungen der „Polit. Corr." aus Konstantinopel. Die gestrige Conferenz zwischen den russischen und türkischen Bevollmächtigten führte anscheinend noch nicht zur Unterzeichnung des definitiven Friedenöver- ^s- Eine auf Anordnung des Großvezirs eingesetzte Kommission hat unverweilt Vorschläge, betreffend die Reform des Steuerwesens und die Verwaltung der Zolletnnahmen, zu erstatten. Der Finanzminister Zuhdi Bey soll zurück- treten und durch den egyptischen Prinzen Habin Pascha ersetzt werden. Der demnächst hier erwartete tunesische Minister Rustem Pascha soll mit einer be- sonderen Mission des Beys von Tunis an die Pforte betraut sein. I^uar. Die „Polit. Korrcsp." meldet officiell: Morgen treffen in Wien bte Vertreter der ungarischen Regierung ein zu den gestern angekündtgten Besprechungen über Maßnahmen anläßlich des Auftretens der pestartigen Epidemie in Rußland. D.e erste gemeinsame Besprechung findet am 24. d. unter Vorsitz des Ministerpräsidenten statt. 9 Konstantinopel, 22. Januar. Savfet Pascha ist nach Paris abgereist und Aarlfi Pascha von dort angekommen. Das Gerücht von einem Pest- sall im Bosporus und Salonichi entbehrt durchaus der Begründung. Die Pforte bat Vorsichtsmaßregeln gegen das Eindringen der Pest beschlossen. Karlsruhe, 22. Januar. Zweite Kammer. Eine Interpellation von ultramontaner Seite wegen Einführung von Innungen beantwortete Staats- miniKer Turban dahin, daß die Bildung von Genossenschaften regierungsseitig gefördert werde; die Initiative der Regierung sei hier nicht am Platz die Sacke müffe der freien Tätigkeit der Bethetligten überlaffen werden. — In Beantwortung einer weiteren Interpellation von gleicher Seite bezüglick des Frankfurter Eentralbahnhofes verneint der Minister das Oberaufsichtsrecht Preußens, welches auch nicht beansprucht fei. Baden sei nicht verpflichtet an den Baukosten theilzunehmen. Petersburg, 22. Januar. „Golos" erfährt, von dem Generalgou- mrneur Baron Fredericks sei authentische Meldung über die Expedition des schwedischen Professors Nordensk'ölds eingelaufen. Darnach ist der Dampfer "VHa" 40 Meilen vom Ostcap tm Eise eingeschloffen. Dte Behörden von Jakutsk ftno augero efen worden, bte gefährliche Lage des Dampfers den Ein- geborgen sofort a.izuzeigen und die Leute aufz tfocdern, der Expedition Hülfe zu leisten. Gleickz itig wurde eine besondere Expedition orgamstrt, welche ver- s.'chen wird, die „Vega auf dem Wege über das Eis auf Rennthier- oder Hundeschlitten zu erreichen. Man befürchtet jedoch, bte Hülfe würhe zu spät kommen. Ei i Sch'ff aus der Flotille des Stillen Oceans geht demnächst durch die Beh-ingsstraße ab, um zu versuchen, die „Vega" vom Etse zu befreien oder die Equipage zu retten. Berlin, 23. Januar. Die „Nationalzeitung erfährt, die national* liberale Frwt on des Abgeordnetenhauses werde den Antrag H.'eremann's in Betreff der Retchstagsdtsctplin ablehien, dagegen eine Resolution annehmen, welche erklärt: Die bestehenden Garantien der Redefreiheit bilden die unerläßliche Grundlage der preußischen wie der deutschen Verfassung. Es sei dem Reichstag vertrauensvoll zu überlaffen, dem Gesetzentwurf gegenüber die ver- saffungsmäßigen Rechte zu wahren. Die Zustimmung der Fortschrittspartei zu diesem Anträge ist gesichert. Triest, 22. J muar. Kinern Telegramm der Lloyd«Agmtur in Suez zufolge iit oe: Lloyd-Dampfer „Aretula" in der Nähe von Gedda aufgefahren. Rettungsversuche find eingeleitet. Der Werth des Dampfets ist 169,000 fl. Lokales. Gieß-m, 23. Januar. Im „Oberhess. Verein für Localgeschichte" hielt gestern Abend Herr Dr. Buchner seinen angekündigten Vortrag über „Gießen vor hundert Jahren". Wie Redner bemerkte, müßte es eigentlich heißen: Fragmente aus Gießen vor hundert Jahren Als Anhaltspunkt diente das Giesser Wochenblatt, welche« 1750 von Krieger gegründet, dann die darauffolgenden 14 Jahre mangels Unterstützung pausirte, um dann später wieder fast regelmäßig wöchentlich einmal zu erscheinen. Die aus dem „Wochenblatt" citirten Nachrichten und Artikel geben uns ein getreues Bild der damaligen Sitten und Zustände Einzelne derselben zeigest ein erschreckendes Beispiel von der Zuchtlosigkeit und Moral, welche damals öffentlich verbreitet werden durfte. Von Preßgesetz und Eensur scheint man zu damaliger Zeit nicht viel gewußt zu haben. — Es kann hier nicht unsere Sache sein, des Längeren über den ganz ausgezeichneten Vortrag zu referircn, wir möchten vielmehr dazu rathen, durch Beitritt zum Vereine sich die Gelegenheit zu verschaffen, öfters über Gießener Zustände belehrreiche Vorträge zu hören. Der Zutritt ist so leicht und der Beitrag gering. Gibt man für sonstige Vereine viel Geld aus, so dürfte es auch nichts schaden, wenn man einem gemeinnützigen, der Vaterstadt nutzenden Verein angehört. --Bei den Wirthen und Restaurateuren wird eben von der Schutzmannschaft Revision nach richtigen Maßen gehalten. Auch hier sind zahlreiche Unrichtigkeiten zu verzeichnen gewesen. --Ein total betrunkener Handwerksbursche, welcher auf der Herberge scandalisirte, den „Vater" bedrohte und sich sehr ungebürltch benahm, mußte nach Nr. Sicher verbracht werden. Beim Transport benahm derselbe sich so excessiv, daß ein zweiter Schutzmann zugreifen mußte. --Auch das gestrige zweite Concert der „Rainer" erntete vom Publikum da« reichste Lob. Die Gesellschaft wird heute in Wetzlar im Musikverein concertiren, um dann von morgen an bis Mitte Februar in Hannover aufzutreten. Vermischtes. Greiz. Auch aus der neuesten Nummer (pro December) der bei Christian Teich hier erscheinenden „Monatlichen Uebersicht der auf Grund des Gesetzes vom 21. October 1878 er lassenen Verfügungen gegen die Socialdemokratie" ersehen wir, daß sich im Monat December 114 Einschreitungen nothwendig machten; es wurden wieder 33 Vereine geschloffen, 80 Druckschriften verboten und 1 Lasse aufgehoben. Seit Erlaß des Gesetzes wurden bis Ende December 189 Vereine aufgelöst, 244 Druckschriften confiscirt, 2 Lassen aufgehoben und 1 Bezirk in Belagerungszustand versetzt. — Wenn sich schon die übersichtliche Zusammenstellung des genannten Blattes an und für sich im Jntereffe der Sache werthvoll und für jeden Politiker, Juristen und Beamten unentbehrlich macht, so ist es noch mehr anzuerkennen, daß der Herausgeber das Blatt noch systematischer zu gestalten sucht, wie die December-Nummer zeigt, damit dasselbe von polizeilicher Sette, von allen Behörden auch als practisch dienendes Hülfs- mittel benutzt werden kann. Auch für später wird es von unschätzbarem Nutzen sein, da es uns dann klar vor Augen legt, inwieweit sich das Einschreiten gegen die Socialdemokratie nöthig machte. Hospital Hofheim, 17. Januar. Die Bewohner des Landes-Hospitals wurden in der Nacht vom 15./16. d. M. von einer furchtbaren Gefahr bedroht. In zwei Schlafsälen eines älteren, mit nahezu 100 Pfleglingen belegten Gebäudes brach in Folge eines Kamin- brandes, welcher das Holzwerk der anstoßenden Zimmer ergriffen hatte, Feuer aus, das glücklicherweise in einer unglaublich kurzen Zett mit Hülfe zweier, einige Monate vorher von der Direction der Anstalt angekaufter Extincteurs gelöscht wurde. D. Z. Offenbach, 18. Januar. (Zur Landes-JudustrieAusstellung in Offenbach.) Nach den Anmeidungen, welche dem Comite in den letzten Tagen zugekommen sind, ist das Zustandekommen der Ausstellung ziemlich stchergestellt. Dieselben nähern sich bereits der Zahl von fünfhundert und stehen sowohl von Mainz, Worms als auch von vielen kleineren Orten deS Großherzogthums noch eine namhafte Zahl von Betheiligungs-Anzeigen zu erwarten. Unsere Nachbarstadt Mainz hat sich schon mit übrr hundert Ausstellern angemeldet und wird ohne Zweifel in ganz hervorragender Weise auf der Ausstellung glänzen, da die Möbelbranche allein, außer vielen einzelnen Möbelstücken, mit 15 kompletten Zimmergarnituren vertreten sein wird. Die Zahl der Aussteller in hiesiger Stadt ist nun auch auf 165 gestiegen und dürfen wir wohl noch auf den Beitritt vieler rechnen, welche sich de« Unternehmen gegenüber bis heute ablehnend verhalten haben (Offen. Ztg) Zusammenstellung aller Standesacten, welche im Jahre 1878 bei einer Bevölkerung von 14980 Seelen auf dem Großherzoglichen Standesamt Gießen ausgenommen wurden: Aufgebote , 180 Eheschließungen fanden statt: a. zwiscyen ledigen Manns- und Frauenspersonen .... 92 b. „ „ Mannspersonen und Wittwen .... — c. „ Wittwern und ledigen Frauenspersonen . .13 d. a „ Wittwern und Wittwen 2 e. „ ledigen Mannspersonen und geschiedenen Ehefrauen . • — f. „ geschiedenen Manns- und ledigen Frauenspersonen ■ • 1 g. „ Wittwern und geschiedenen Frauen — Total 108 Hierunter befinden sich: a. evangelische Ehen ... 94 b. katholische Ehen — c. israelitische Ehen — d. Mischehen...........14 Summe wie oben 108 Bei dem Abschluffe der Ehen wurden 8 Kinder legitimirt. Geborene. Männlich. Weiblich. I. Eheliche 238 241 II. Uneheliche und zwar: a. von Gießenerinnen ...... 2 4 b. „ ortsfremden Inländerinnen 63 59 c. „ Ausländerinnen — 303 304 Total 607 «nn den unehelichen Kindern sind 108 in der Entbindungsanstalt geboren. Weiblich. Unter den ehelich Geborenen befinden sich: Mannucy. a. aus evangelischen Ehen .... 202 13 b. „ katholischen Ehen .... c. „ israelitischen Ehen .... 17 24 d. „ Mischehen - • • • e. , Ehen anderer Religionssecten . 1 Unter den unehelich Geborenen befinden sich: 43 20 a. von evangelischen Müttern .... 44 b. „ katholischen Müttern .... . 21 303 3"4 männlichen, Unter einem Jahr . Jahren 5 bis t Von Darunter befinden sich: 173 221 ermittelt werden von Das Alter Unter Unter den den ledige Personen . verhetrathete Personen verwittwete Personen b. c. Zusammen wie oben 607 ehelick Geborenen sind 1 Paar Zwillinge weiblichen Geschlechts. .........unehelich Geborenen sind 1 Paar Zwillinge von welchen das eine Las andere weiblichen Geschlechts. Gestorbene. Männlich. 58 Weiblich. 38 25 31 7 4 2 2 4 4 22 14 24 14 21 14 16 10 13 19 13 17 1 2 _ — 13 4 2 — 221 173 :otal 394 Männlich. Weiblich. 153 107 52 30 16 36 6 ii 10 ii 11 ii 15 ii 16 II 20 ii 21 II 30 n 31 II 40 u 41 II 50 n 51 II 60 H 61 II 70 II 71 ft 80 II 81 90 II 91 II 100 II Todtgeboren • ♦ Zusammen wie oben 394 Unter den Gestorbenen befinden sich: a. 6 Selbstmörder (Männer). b. 3 Verunglückte „ c. 1 ermordetes Kind weiblichen Geschlecht«. Handel und Verkehr. RentabilttätSverhältniffe der Eisenbahnen. In ihrem jüngsten Börsen- Wochenbericht macht die „Nat.-Ztg " folgende treffende Bemerkungen über dieses Tbema: Dem Eisenbahnverkehr wurde früher eine niemals versiegende Entwickelungsfahigkeit Leigelegt; die Ansicht, daß Minder-Einnahmen nur als Ausnahmefälle eintreten konnten, fand sehr viele Vertreter und doch ist sie längst zu den Acten gelegt worden; sie wurde so bündig widerlegt, daß ihre Aufrechthaltung unmöglich war. Viele Gründe haben in dieser Richtung gewirkt. Auch auf dem Gebiete des Etsenbahnbaues entwickelte sich eine Ueberprodveti'on und so sehen wir heute zwei, drei und mehr Verbindungen zwischen einzelnen Punkten, ungeachtet eiwSchtenenweg mit zwei oder drei Geleisen den Verkehr bewältigen kann. Mehrere Eisenbahn Gesellschaften sahen sich zur Begegnung fremder Concurrenz zu Neubauten veranlaßt, welche ihren eigenen Linien ebenfalls Concurrenz macht. Im internationalen Verkehr kam mehr unv mehr eine Concurrenz in den allerweitesten Kreisen zur Geltung; es entwickelte sich ein Kampf um den Durchqangsverkehr, welcher nur mittelst der sogenannten Differentialtarife zu führen war Die Differenz derselben gegen die im direkten und Binnenverkehr bestehenden Tarife war aber nicht allein eine Frucht dieses Kampfes, sondern auch der feststehenden That- fache, daß sich die Betriebskosten immer mehr reduciren, je größere Strecken die Güter ohne Umladung gefahren werden. Dieser Satz gilt auch vom dtrecten, d. h. von dem Verkehr, welcher im Jnlande von einer Bahn auf die andere ohne Umladung in (dtrecter Karttrung) übergeht. Ein Verlust erwächst aus diesen Differentialtarifen nur für die Zwischenhändler, welche sich an den großen von den Gütern zurückzulegenden Straßen befinden und auch dieser Verlust ist nur imaginär, weil ohne Differentialtarife diese Güter gar nicht oder andere Wege nach ihren Bestimmungsorten gehen und die den Zwischenhandel beanspruchenden Plätze nicht berühren würden. Die Wettbewerbung der Eisenbahnen um den Verkehr ist auf diese Weise bedeutend gestiegen. Der Erfolg der Concurrenz ist Nicht mehr wie früher davon abhängig, daß die Güter den nächsten oder einen Weg geleitet werden, welcher nur wenig länger als die kleinste Entfernung zwischen den beiden in Betracht kommenden Punkten ist. Heute spielen 40-50 Kilometer und größere Abkürzungen keine bestimmende Rolle. Die maßgebenden Der- hältniffe haben sich also sehr verschoben und zum Nachtheil der Rentabilität der Eisenbahnen. Die letztere batte auch durch die theilweise den Eisenbahn-Gesellschaften octroytrten Luxusbauten zu leiden; dieselben dienen in erster Linie dem Personenverkehr und dieser ist bet den allermeisten Unternehmungen ein Factor, der nicht allein keinen Ueberschuß abwtrft, sondern auch diesen in Anspruch nimmt. Ein Fachmann hat mit Recht von einem „Transport-Luxus" gesprochen und dessen Existenz unzweifelhaft nachgewiesen. Dieser Luxus liegt nicht allein in den meist nicht rentablen Personen-, Schnell-, Courier- und Jagdzügen, sondern auch darin, daß der Personenverkehr überall in jeder Weise bevorzugt und der Güterverkehr hintenangestellt wird. Wir wollen das hier nicht weiter auSführen, es aber anerkennend begrüßen, daß allmählig die sogenannren Kirchthurms-Jntereffen in den Hintergrund treten. Es wird auf vielen Seitenlinien der Secundär-Betrieb etngeführt und auf anderen ein Th eil der Personen - Beförderung auf die Güterzüge übertragen. Frankfurt, 22. Januar. (Marktbericht.) Der heutige Victualienmarkt war schleckt befahren. Schön geschloffenes Weißkraut wurde mit 30, geringes mit 10—15 H bezahlt, ebenso Kohl- und Rothkraut. Ganze Erbsen 19—22, geschälte 23—26, Bohnen 24—26, Linsen 17—23, Kartoffeln Jk 7—9 per WO Kilo. Heu und Stroh war sehr reichlich zuge- fabren. Heu kostete je nach Qualität per Ctr Jk 1.KO—2.60, Stroh Jk 1.60—2. Butter im Großen 1. Qual. 70 2. Qual. 60 H, im Detail 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 H. Handkäse per Pfund 50 H. Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 Kuh- und Rindfleisch 54 bis 64 H, Schweinefleisch 70-75 H, Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfleisch 56—68 H. Buchen- scheitholz 1. Sorte per Cubikmeter Jk 10—11.05, 2. Sorte Jk 8.50 9. Tannenscheitholz 1. Sorte Jk 8, 2. Sorte Jk 6—7. Hvlz je nachdem geschnitten im Großen der Centner jk 1.40—70, im Detail Jk 1.80—2. Steinkohlen per Hcctoliter Jk 2. Tannäpfel per Hectoliter Jk 1. Lohkuchen das Tausend Jk 10—12. Limburg, 22. Januar. (Fruchtmarkt.) Rotber Weizen Jk 16.10, Weißer Weizen Jk —, Korn Jk 10.20, Gerste Jk 9.20, Hafer Jk 5.85, Erbsen Jk. Kartoffeln Jk. —. (Durchschnittspreis pro Malter.) Pariser Weltausstellung 1878. 228) (212 zu haben bei »as die Einzige Frankfurt a. M- 38) tzchellsische treffen heute ein bei (499 G-g. Wilh. Weidig. (222 stets in: Zapf bei CO o erhielt auf der Pariser Weltausstellung 1878 482) gesucht. Laden. (Erfamjer liier, achtes, aus der Brauerei von Franz Erich in Erlangen, Ieikgeöotenes. Ein zugfeftes Pferd zu kaufen Näheres Neustadt Lit. D. 103 im Emil Seh mall (Frankfurter Hof). Von 12 Flaschen an frei ins HauS geliefert per Flasche 30 Tvcis a Fl v. ca. 330 Gr. Inhalt 3 M. 50 Pf. . 660 , , 6 „ 75 „ Wllst'scheSpielkartenS" ob. Baar-Eins, zu Fabrik-Preisen im General-Depot von Bräutigam, Täglich frische Veilchen C. Pingel, Göttingen, (Provinz Hannover). 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Salinen und Bergamt Bad Nauheim, Kür 10 Mark 10 ganze Meter Winterkleiderstoff, 8 ganze Meter carrirteS BettzrUi, 1 schönes wollenes Damenum- fchlagetuch, 1 wollene Eachemir Shawl, 3 Stück weiße Taschentücher, rein Leinen, n versendet Alles zusammen gegen Postnachnahme von 10 Jk oder vorherige Einsendung die Fabrik von A. Leyser in Berlin 34 Wallnertheater-Straße 34 Ter Benedictiner ist biö jetzt da» kostbarste SauSmittel u. dleserbalb al» treuer Freund in stder Familie beliebt geworden. Er ist der beste ahaiV Hbhter, weßhalb derselbe von dem Fürnlich Waldeck scheu Mcdicinalrath Herrn Dr Johanne» Müller in Berlin, sowie von dem gerichtlich vereideten Ebcmiker Herrn l»r Hetz daselbst, nach vor- ausaegangcner chemischer Unieisucl>nng, gegen Appetitlosigkeit,Verdauungsbcsrstwcrveii und sonstigen daraus entstehenden -Störungen im Lirnenschlichen Organismus aus das ?este empfohlen »dwird Tausende von Anerkennungen über die Vorzüglichkeit deS Benedictiner sind bereit« dem Fabrikanten zugegangen Bei Abnahme von 5 Fl. freie Verpackung, bei 10Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gratis. Versandt gegen Postvorschuß durch die Niederlagen u.Engro8«$crfanbt durch GOLDEHE MEDAILLE (Zusammen 83 Ausstellung^-jMedüillene) Dieses delicate Kinder-, Kuchen- und Pudding-Mehl, aus einer weissen amerikanischen Maisgattung erzeugt, empfiehlt sich wegen seiner Reinheit und Leichtverdaulichkeit, sowie seines angenehmen Geschmacks, zur Ernährung von Kindern, Schwachen, Magenleidenden und Kranken. Beim Feinschmecker sowie beim Oeconomen (zur Bereitung von köstlichen Mehlspeisen, Puddings u. s. w) ebenfalls unentbehrlich. Von einer grossen Anzahl Spital- Aerzten Deutschlands, Oesterreichs etc., unter anderen im Frankfurter und im Brünner Kinderspital, im Petrusspital zu Brüssel und in der Gebäranstalt Wiens, wird Maizena täglich verwendet und schriftlich empfohlen Auch vom Königlichen Pharmaceut. Verein Belgiens, in dessen Bericht über die preisgekrönten Nahrungsmittel der Hygienischen Ausstellung ZU Brüssel 1876 besonders hervorgehuben. Jede Hausfrau kann die Maizena-Bäckereien, -Mehlspeisen, -Kuchen u. s. w. mit Leichtigkeit zubereiten. Dieselben sind am Kaiserlichen Hof Wiens sowie in der Kammer und im Senat ZU Versailles seit einiger Zeit eingeführt Maizena 444- höchst ökonomisch. Zu haben in Packeten bei allen bedeutenden Delikatessenhändlern u. Droguisten sowie Apothekern Europa’s. (Man sehe den überall gratis vertheilten Prospectus.) 401) Aecktes Creas-Leinen, Betttücher Leinen, Chiffon, SKirting rc., sowie gutsitzend- Hemden nach Maaß, liefern billigst Gebr. Stamm. 461) Eine zweistöckige Scheuer von gesundem Eichenholz, 9 Meter lang, 9 Meter breit, ist auf den Abbruch zu verkaufen bei Wilhelm Krug zu Beltershain. Heute Donnerstag treffen frifdjc Schellfische ein. (487 I. A Busck Söhne. 334) Neue und gebrauchte Sophas, Stühle, Tische, ovale Spiegel, ein- und zweithürige Kleiderschränke, Betten und Dergl. verkauft zu äußerst billigen Preisen. I. Rothenberger, Lindenplatz. ____ooi oooooa PrimaVettfedernu. Daunen. $ Lieferung vollständiger Betten V 0 in streng reeller Ausführung, em- Q Q pfiehlt zu billigsten Preisen Q g F. Holberg, Q A 275) Kirchenplatz. Q p ooo oooi oooooa Handelsgärtner Otto Garn^ Linden- und Kirchenplatz 333) Mehrere sehr feine Damen Wintermäntel werden sehr billig abgegeben. I. Rothenberger, Lindenplatz. KfiWG Hotzoersteigerung in der FArstl. Oberförsterei Lieh. Im Distrtct Höler soll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Montag den 27. Januar: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Buchen und Hainbuchen 60 149 175 4160 Eichen 4 41 31 2620 Nadelholz 20 9 136 330 Dienstag den 28. Januar: 237 Etchenstämme von 15 bis 55 cm Durchmesser und 4—10 m Länge mit 55 cbm, 57 Fichten - und Kiefernstämme von 15 bis 39 cm Durchmesser und 6—20 m Länge, mit 34 cbm, 4 Elsbeerstämme mit 1/2 cbm Inhalt, 20 Eichen- und 42 Fichtenstangen. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 Uhr auf der alten Gießener Straße zunächst dem Albacher Hof. 431) Lieh, den 18. Januar 1879. Wtmmenauer, Forstrath. Holzverfteigerung im Wiesecker Gemeindewald. Freitag den 31. d. M., von Morgens 9 Uhr an, sollen im W>esecker Gemeindewald, Dißrict Haide und Hundskops: 256 Rmtr. Nadel-Scheitholz, 192 „ „ -Prügelholz, 161 , „ -Stockholz, 2930 Stück „ -Reisholz-Wellen, 44 „ „ -Stämme, 5 „ „ -Stangen versteigert werden. Wieseck, den 22. Jannar 1879. Troßherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. 490) Lang. Holzoerkaus. Freitag den 31. d. Mts., von Morgens 10 Uhr, sollen in dem Brächter Privatwald, 3/< Stunde von der Eisenbahnstation Fronhausen entfernt, 90 Stück Eichenabschnitt von 2—11 Mtr. Länge und 40—78 Ctmtr. Durchmeffer, welche sich sehr gut für Schretnerholz eignen, an Ort und Stelle auf's Metstgcbot verkauft werden. Fronhausen, am 22. Januar 1879. 494) Der Vorstand: I. Ruth. Vermittlungen. 489) Mansarden- und Parterre-Wohnung, beide mit oder ohne Laden, per 1. und 20. April zu vermiethen bei Jng. Merz, Reichensand-Bahnhofstraße. 480) Em schön möblirtes großes Parterrezimmer zu vermiethen. Seltersweg C. 72. 483) Ein Logis von 4 Zimmern und Zubehör ist zu vermiethen und bald zu beziehen. Wilhelm Krämer, _____________Reichensand-Bahnhofstraße. 484) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Buchhändler Roth, _________ Marburgerstraße. 496) Ein größerer Laden in meinem neuerbauten Hause in der Reichensand- Bahnhofstraße zu vermiethen. ____________________PH. Strack 210) Zu vermiethen ein FamilienlogiS (3 Stuben, 2 Kammern, abgeschlossenen Dorplatz, Küche u Zubehör) bei Prof. T h a e r. 150) Eine Wohnung von 4 Zimmern, Küche, nebst Zubehör, sowie der Man- sardenftock ganz oder getrennt, auch ein einzelnes Zimmer zu vermiethen und gleich beziehbar bei Adolf Hoß, Schießgärten. 448) Ein Laden nebst Wohnung zu vermiethen. I Stein, Reichensand Bahnhofstr. 54) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, bestehend aus 4 Zimmern und Zubehör ist auf den 1. April event. auch früher zu vermiethen. Carl Stückrath. Mhniascliinenhaüillöng von Theodor Haubaeh, Giessen, Keichensand-Bahnhofstraße C. 126. 176) Preis - Courant: »• Familien-Nähmaschinen: Singvr-^.-Tretmaschine . . . ohne Verschluß mit allen Apparaten do. do. ... mit ii und Wheeler & Wilson-Tretmaschine ff n II Singer-^.-Handmaschine . . ohne H mit do. do. . . mit ff und Rhenania- do. . . ohne mit Columbus- do. . . ii n b* Handwerker-Nähmaschinen: Singvr-IRsdium-Majchme............. Singer-Titania- „ ............. Grover & Baker- „ ............. Hercules™ Flaslio-Maschine, in 3 Größen, zu «X 130, 150 und . . . . Llastie-Pechdraht Maschine ............ Mansfeld’sche Dreischeibenmaschine für Schneider..... do. Säulenmaschinen für Schuhmacher..... Nähmaschinen-Zwirn, Seide, Oel und Nadeln. Werkstätte für Reparaturen. je. 90 100 90 70 80 60 50 HO 140 90 HO 170 240 240 190 Zahlung je nach Vereinbarung. Gegen baar 5 pEt. Rabatt. Unterricht gratis. 3 jährige Garantie und freie Instandhaltung. Umtausch nicht zweckentsprechender Maschinen. Sämmtbche Maschinen nur aus den besten deutschen Fabriken bezogen, übertreffen durch schöne Ausstattung, Leistungsfähigkeit und Solidität der Arbeit jedes andere Fabrikat. Wohnungs Veränderung. 469) Von heute ab wohne ich bei Herrn Emil Becker, Schuhmacher, am Neuenweg. Wwe. Schneider, Hebamme. Im Wetterauer Boten, welcher sich einer ausgedehnten Auflage erfreut, finden Inserate jeder Art, namentlich aber Hoszversteigemngen, große Verbreitung, woraus wir die Herren Oberförster und Bürgermeister ganz besonders aufmerksam machen. Billigste Jnsertions - Berechnung wird zugesichert. Butzbach.__________________________Die Expedition. 492 Staufenberg. Sonntag den 26. Januar feiert die Gemeinde Staufenberg den Grdricktag der Wasserleitung. Um 3 Uhr: Zug durch die Stadt. Von 4 Uhr: Tanzmusik. Hierzu laden ergebenst ein die ZVirthe Fink, und Hammel« 3355 Restauration •Srfjiit’ff. Donnerstag den 23. und Freitag den 24. Jan., Abends 71/2 Uhr: Soiree musicale der Bperetten-Gesellschaft C. Gärtner aus Hamburg. Inserate aller Art, namentlich aber Hohverfleigerungen, finden in dem nicht allein im Kreise Wetzlar, sondern auch in den benachbarten Bezirken des Lahn- und Dillthals viel gelesenen, in einer Auflage von nahezu 2000 Exemplaren erscheinenden Wetzlarer Anzeiger eine große Verbreitung. Wetzlar, den 10. Januar 1879. Die Expedition. □OOOOOO OOOOOD 0 479) Unserem lieben 0 o L. . . . g H . . l 0 V zu seinem heutigen Wiegenfeste die 0 Q herzlichsten Glückwünsche. Ä q „Frohsinn“, q OOOOOOOIOÖOOOO 427) Eine brave Frau sucht einen Laufdienst, oder einige Stunden des Tages in einer Familie die Kinder zu überwachen. Näheres in der Exped. d. Bl. 319) Lumpen, Werg, Flaschen und Zeitungspapier kauft LouiS Rothenberger, Neuenweg 193 355) Möblirtes Parterrezimmer zn vermiethen bei I. Iutzi, Gartseld. 19) Im Doflein'schen Hause sind zwei freundliche Wohnungen im mittleren und oberen Stock, bestehend auS je 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. _________________Chr. Vli, 376) Die Wohnung des verstorbenen Herrn Prof. Dr. Th. Keim ist per 1, Mai 1879 anderweit zu vermiethen. __A. Petri. 340) Der 2. Stock in meinem Hause^ bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör, Grünbergerftraße Nr. 166,6 zu vermiethen, und kann am 1. April, auch schon früher, bezogen werden. I. Weißgerber. vermischte Anzeigen. 497) Ein schwarzer kurzer Pelz (Boa> verloren von der Walltborschoor über die Lahnbrücke bis zum Feldschlößchen. Gegen Belohnung abzugeben Wallthorstraße 189 Karnevalvereiu Türkei! iss) II. Wochensitzung Freitag bei Nassauer. 491) Nr. 1 und Nr. 32 haben dir Weißzeugschränke gewonnen. ________________Schreiner Maurer. 498) Ueberziehen von Schirmen und Reparaturen an denselben werden rasch und billig ausgeführt. I. Weitzenkorn, Kren?. B Unterricht in der niederen und höheren Mathematik wird für mäßiges Honorar ertheilt. Näheres Grünbergerstr. Lit. B. 151,5. 271) Eine in einer der verkehrreichsten Straßen der Stadt befindliche Bäckerei mit schönem Laden und Wohnung ist bei ci viler Preisstellung zu verpachten. Näheres bei der Exped. d. Bl________ 281) Getragene Kleider, Stiefel, olte£ Geld, Gold und Silber, Antiquitäten, Oel- gemälde, Zinn rc. kauft Loulo Rothenberger. ______Neuenweg 193._______ 10-20 Moos gttle Milch können täglich srco. Bahnhof Gießen, Per Ms. 23 geliefert werben.- Hof Schwalheim 21. Januar 1879° 481)_______D. Kuhn. Offene Geliülfenstelle. Bei Großh Provinzialdirection und dem Kreisamte Mainz ist eine GehÜlfenstelle, mit welcher eventuell die Stelle eines Protocollführers beim Provinzial- und Kreis-Ausschuß verbunden ist, mit einem im Rechnungswesen und der Verwaltungsgesetzgebung vertrauten jungen Manne sofort zu besetzen. Der Gehalt beträgt 2000 JL und wollen sich Bewerber um diese Stelle, unter Vorlage ihrer Zeugnisse baldigst bei uns anmelden. Mainz, den 20. Januar 1879. Großh. Provinzialdirection Rheinhessen. 451)_________v. R ö d e r.______________ Theater in Giessen. (Cafe Leib.) Freitag derr 24. Januar, (11. Vorstellung im I. Abonnement) Badekuren. Lustspiel in 1 Act von Puttlitz Hierauf: Ein glücklicher Familienvater oder Ein Königreich für ein Kind V Luftspiel in 3 Acten von Görner. Kasseöffnung 7 Uhr. — Anfang '/r8 Uhr- 486)Die Dlreetltn.^ 24/18NhrB.M.u.Conf. Geld- Cours. 20-Francs-Stücke . . . Hake do. in Vr • Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische ft 10-Stücke Ducaten...... Dollars in Gold . . . 16 16-20 16 16-20 20 37—42 16 65-70 16 65 9 53-58 4 17—20 Verantwortliche Redactto»: A, Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr Pietsch) tn Gteßen. Gi 27. Decem des Gesetze Betrag der für Mann «evacti Sxpe-it * Dir x Mtzrn tzfi vom Mm San Stefam blt Pforte fit es wird ""h P zu g wx Ruhe zu Berzögetung Wen lasse. 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