1SW Donnerstag den 23 Oktober Rr. 2T7 Hießener "Anzeiger Anzeige- md AmtsdW für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. «,1k--»- ,1b W”- 217. ----- lung sliuigkll. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brrngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 „n uni« Der Vorstand. .albau). hmittags 4 W: ’l'fimg. «rdactisnöbnreaur 1 Schulstraß- B. 18. ^zDedittsrrSdrrreau: / ' p Strapazen des Marsches die erforderliche Widerstandskraft nicht besaßen Darum hat das pi eußische Kriegsministerinm bereits von den General-Commandos sich die Fragen beantworten lassen: 1, Ist eine Verminderung des Gewichts des gepackten Tornisters im Interesse der Leistungsfähigkeit der Infanterie nicht nur wünschenswerth sondern sogar unbedingt erforderlich? 2) In welcher Weise könnte eine solche Gewichts-Verminderung, ohne eine etwaige Mehrbelastung der Truppen-Fahrzeuge erzielt, oder wenn eine solche Verminderung unthunlich erscheinen sollte, eine zweckmäßigere Vertheilung des Gewichts ermöglicht werden? Endlich ist man auf eine Verbesserung des Soldatenmantels bedacht, von dem das Bekannte: „Was thue ich mit dem Mantel, wenn er nicht gerollt ist", gesagt wird. Gerollt liegt er hinten auf dem Tornister, um das Gewicht des Tornisters zu erhöhen. Man hat der „Osn. Ztg" zufolge nun auch daran gedacht, den Soldaten einen besseren Schutz zu gewahren, indem man den Vorschlag machte, dem Mantel einen bis über die Ellenbogen herabfallenden Kragen anzufügen oder aber jedem Soldaten eine mit Guttapercha überzogene Leinwanddecke zu geben, die bei eintretendem Regenwetter umgehängt werden, außerdem auch im Lager, namentlich wenn die Truppen ohne Stroh auf vom Regen durchweichten Boden bwoua- kiren müssen, anderweitige gute Dienste leisten kann. Mit Freuden wird die Mannschaft diese Neuerungen begrüßen, wenn dieselben zur Ausführung gelangen, wenn namentlich der schwere Tornister mit dem gerollten Mantel nicht mehr die Rolle des unvermeidlichen Ballastes spielt, an die sich der ehemalige Infanterist mit einem gewissen Schreck erinnert, besonders wenn ihm in seiner Miutarzeit als kleines Straf- oder Vexirmittel einige Backsteine in den Tornister dann und wann gelegt worden waren. , - „ . r , Berlin, 19. October. Die altpreußische Generalsynode hat sich gegen den Fortbildungs-Schulunterricht am Sonntag Vormittag erklärt, welcher Be- schluß durch den Antragsteller dahin erläutert wurde, daß es gelte, „den irreligiösen Jntellectualismus der Fortbildungsschulen zu brechen." Danach soll also nicht blos von dem regelmäßigen Gottesdienst eine Concurrenz abgewehrt, sondern der Bildungsdrang'der Jugend selbst zurückgedrängt und abgestumpft werden. Man setzt einem angeblich einseitigen und übertriebenen Streben nach Verstandsbildung eine äußerliche Gemüthsabrichtung durch sonst nicht ausgesuchte öffentliche Andachten entgegen und fordert für diese die Zwangsgewall des Staates. Insoweit der letztere jetzt durch Herrn v. Puttkamer repräsen- ttrt wird, leider vielleicht nicht ohne allen Grund zur Hoffnung! Berlin, 20. Octbr. Ein Petersburger Brief der „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Zeitungsmeldungen, wonach der russische Domänenmimster Walujew bald mit einer Mission nach Baden-Baden betraut sei, bald sich in Ltvadta befinden sollte und bestimmt wäre, die Oberleitung der Verwaltung zu übernehmen und an Stelle Gortschakoff's an die Spitze der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten zu treten, für pure Erfindung. Walujew war weder in Baden-Baden, noch war oder ist er in Livadia: derselbe befindet sich einfach auf Urlaub und begab sich über Wien und München nach Ouchy, wo er sich noch befindet und von wo er sich nächste Woche nach Baden-Baden begeben und nach einigem Aufenthalt daselbst nach Petersburg zurück- kehren wird. Marburg, 18. Octbr. Die „Oberh. Ztg." schreibt: Es ist bekanm, daß allseitig große Anstrengungen gemacht werden, den Bau einer Zweigbahn von der Station Cölbe der Main-Weser-Bahn nach Lasphe endlich zum Abschluß zu bringen. Die bethetltgten Gemeinden haben ihr lebhaftes Jntereffe an dieser Bahn durch unentgeltliche Gewährung des Bahnterrains, sowie durch namhafte Beiträge zu den Baukosten mantfestirt und die Staatsregierung hat sich der Ueberzeugung nicht verschließen können, daß es sich bei den Bestrebungen in der That um ein wirthfchafllich dringend wünschenswerthes Unterneh. men handelt. Die Staatsregierung hat denn auch, wenn wir recht unterrichtet sind, die Bahn unter die Zahl derjenigen Linien ausgenommen, für welche sie von dem Landtage bei dessen bevorstehenden Zusammentritt Bau-Credtte in Anspruch zu nehmen gedenkt. Wie wir hören, treten jedoch neuerlich den be- züglichen Absichten eigenartige Schwierigkeiten entgegen. Die Main-Weser. Bahn steht bekanntlich im Miteigenthum des Großherzogthums Heffen. Durch Vertrag vom 30. Mai 1868 hat Preußen zwar die Verwaltung und den Betrieb auch der hessischen Strecke auf ewige Zetten übertragen erhalten und sich verpflichtet, die gesammte Main-Weser-Bahn durch eine königl. Dtrection einheitlich verwalten und betreiben zu lasten. Dieser Vertrag sieht jedoch für den hessischen Thetl des Anlagekapitals keine feste Rente, sondern nur einen Anthetl an dem jeweiligen Reinerträge im Verhältniß des Kapital-Antheils zu dem gesummten Anlagekapital vor. Preußen ist deshalb in der Bewirthschaf- tung der Matn-Weser-Bahn insofern beschränkt, als der Verwaltung der Bahn, an welcher zudem ein hessisches Mitglied mit einem administrativen Decernat Theil nimmt, nicht noch Obliegenheiten übertragen werden können, welche außerhalb des unmittelbaren Jnterestenkreises der Matn-Weser-Bahn liegen. In Folge desten ist Preußen auch nicht in der Lage, der königl. Direction der Main-Weser-Bahn den Bau und Betrieb einer Zweigbahn Cölbe-Lasphe zu unterstellen. Andererseits ist aber auch das letztere Unternehmen selbstredend zu unbedeutend, als daß dastelbe als ein in sich selbstständiges, mit einer besonderen Verwaltung in's Leben gerufen werden könnte. Eine Lösung dieser Verhältnisse läßt sich nur dadurch gewinnen, daß Preußen den hessischen An- theil an der Main-Weser-Bahn erwirbt, und irren wir nicht, so findet denn auch gerade in diesen Verhältnissen, die sich natürlich bet jeder anderen Ver- anlastnng in ganz ähnlicher Weise geltend machen, der Wunsch der preußischen Regierung seine Begründung, das bisherige Miteigenthum Heffens durch Kapital abzulösen. „ Bitte «« I® fit?« & 8ren,out unb ^gewünschten * schriftlich in lchn. ** csik^^äude J dringend ‘ M3) ^Vereins, mein?- (6897 'hmg Die politische Lage des Continents. Die Erklärungen des Lord Salisbury haben nicht allein den Engländern, sondern der gesammten politischen Welt über die eigentliche Bedeutung des deutsch-österreichischen Traktates klaren Wein eingeschenkt. Wer die diplomatische Sprache der englischen Staatsmänner kennt, liest unschwer zwischen den Zellen heraus, daß in der That schriftliche Abmachungen zwischen Deutschland und Oesterreich bestehen und der Inhalt derselben dem englischen Cabimt bekannt ist. Es ließ sich auch annehmen, daß Bismarck und Ändraffy nicht 15 Stunden gebraucht hätten, um sich auszusprechen, daß aber diese lange Conferenzzeit recht wohl erklärlich erscheint, wenn es sich um die sorgfältige und klare Redaciion eines Vertrages gehandelt hat, der nicht allein für Deutschlands und Oesterreichs Zukunft entscheidend ist, sondern als die Grundlage einer neuen und gesunderen europäischen Politik betrachtet werden kann. Wie so manche Btsmarck'sche That ist auch die deutsch - österreichische Allianz von den Zeitgenoffen noch lange nicht genügend gewürdigt; — die Salis- bury'sche Rede hat darum das Verdienst, daß sie die Rückwirkung der Wiener Abmachungen zuerst offen zuqesteht und die Stellungnahme Englands enthüllt. Nachdem die russische Politik in Wien und Paris Niederlagen erlitten hatte, tauchte eine Zett lang die absurde Idee einer englisch-russtschen Freundschaft auf, als deren Ziel eine gemüihliche Nachbarschaft in Asten durch eine Thetlung Afghanistans und eine Verständigung im Orient hingesteüt wurde, deren Zweck eine Zurückweisung der Ausdehnung der österreichischen Herrschaft war. Es ist wahr, daß die Oesterreicher in Salontchi den Engländern ihres Handels wegen gleich unangenehm wären, als den Ruffen ihrer großrussischen Politik halber, deren Endziel die Erfüllung des Testaments Peters des Großen, das griechische Kreuz auf der Sophten-Moschee von Konstantinopel ist Aber es waren nicht die Traditionen des Krimkrieges allein, welche Eng- land und mit ihm Frankreich sich entscheiden ließen, den russischen Lockungen zu widerstehen. Auch den Franzosen ist die neue mitteleuropäische Allianz um bcauem genug, weil sie jede Revanchepolitik nahezu unmöglich gemacht hat, aber gleich den Engländern schätzen sie sich doch als zu hohe Culturvölker, als daß sie nicht das Unwürdige einer politischen Lage eingesehen hätten, welche die Westmächte in das Schlepptau der russischen Politik genommen hätte Die sympathische Begrüßung, welche nunmehr von England aus der neuen Lage der Dinge auf dem Continent zu Thetl geworden ist, schmettert die letzten Hoffnungen Rußlands darnieder. Die Diplomatie des Czarenrelches bat ein Sedan erlitten, ohne daß ein Schwertstreich geführt ist, und es ist ganz natürlich, daß sich die volle Wuth von Neuem um so mächtiger gegen Deutschland richtet, je ohnmächtiger sie ist. Jetzt erst kann man von einer vollständigen Jsolirung Rußlands sprechen. Die Folgen einer Einigkeit des gesammten Continents, wo es sich auch um Bekämpfung ehrgeiziger großrussischer Pläne handelt, sind fast unberechenbar. Bor allen Dingen ist die Lösung der orientalischen Frage ungemein vereinfacht, nachdem der russische Einfluß gebrochen ist, und es wird sehr wesentlich u der endlichen Pacificirung deö Orients beitragen, daß bte Energie aller Großmächte strikte den Berliner Vertrag durch den erwählten Execuior Oesterreich ausführen laffen wird. Es ist mit der Schwächung Rußlands den van lavisiischeu Agitationen der Garaus gemacht worden. Ob nunmehr auf diei r Basis Rußland auch zu handelspolitischen Concesstonen wird gezwun- ' werden können, mag die Zukunft zeigen; — vorläufig aber kann mit den wenigen Worten ber großartige Erfolg der deutschen Politik verkündet werden LP hat ganz Europa von d>m russischen Alpdruck befreit!__ Deutschland. Berlin. Der Lohn und die Spötteleien in „den Pariser Blättern über die Stiefel-Affaire bei der Kaiserparade bei Königshofen^dürfte A allem Befferung zuführen, ließ man, nachdem die Schmerzen für die Mann chaft vorüber warm, auch die Angelegenheit in Vergessenheit gerathen. Jetzt, da die flAtrostscy P N Y Svott ausgegossen, wärmt man die Sache wieder auf und denkt ^ die ^««Ngung von Mißständen aus dem Krieg gegen Oesterreich. Es Eden verschied s ) g gemacht dem abzuhelfen. Wenn die Nachrichten der .»Osn. länaft ein man au* an Abhülfe weiterer Uebelstände. Der Tornister ist in der Armee langst ein lästiaes mißliebiges Ding, »Affe" genannt. Aber was that das seither, ob s de Mannschaft lästig ist oder nicht! Jetzt erinnert man sich, daß im GFecht, daß mit dem aevackten Tornister auf dem Rücken Berge und Anhöhen zu erstürmen oder große Märsche zu machen, in militärischen Kreisen als eine zu großeAnforderunga Soldaten erachttt wird. Die Erfahrung hat auch in den .diesiahngen Manovern zur Genüge bewiesen daß die Belastung für den Soldaten eine zu große ist. In dem nahen9 Dhenmalbe sind z. B- Soldaten auf den Manövrirmarschen an einem Tag Masse unfähig geworden, welche offenbar in Folge der schweren Belastung g g '.ditun^öoö ineidier. ----------" nah’. ist da! miMl-nMck, chm, oft 6r*i6«lt; eittaefunben, M tn « SÄuM tzÜlt unter s'kkn "AbciHrAjo 4^ . j, Bl- _ )l. Andreas-Orden ver- die Geldbuße verurtheilt wegen Abdruckes der Rede Humberl's und zu 1000 Frcs. gründ von als bei dem bekanntlich daselbst herrschenden Nothstand die Regierung Staatsnnterstützungen an Christen wie an Mohamedaner vertheilt. Englands Einfluß muffe in Afghanistan betreffs der auswärtigen Beziehungen vorherrschen. — „Golos" zufolge sollen die gesammten Staatseinnahmen aus der Zollverwaltung für 1880 auf 84,821.200 Rubel berechnet sein; nach Ab- zug von 7,112,591 Erhebungs - Ausgaben verbleibe ein Reinertrag von 77,708,609. Die Einnahmen an Einfuhrzöllen werden auf 83 Mill., an Ausfuhrzöllen auf 337,000 berechnet. Wien, 21. Octbr. Officiell. Die feierliche Werbung des Königs von Spanien um die Hand der Erzherzogin Marie Christine hat heute durch den außerordentlichen Botschafter, Herzog Baylen, bei dem Kaiser stattgefunden. Unmittelbar nach erhaltener Zustimmung des Kaisers hat der Herzog Baylen das Jawort der Erzherzogin bet deren Mutter eingeholt. Baden-Baden, 21. Octbr., Abends. Se. Mas. der Kaiser ist heute Abend 8 Uhr mittelst Extrazugs nach Berlin abgereist. Paris, 21. Octbr. Zwölf Maires der Vend6e und drei der Marne wurden wegen Bethetligung an royalistischen Bankets vom Amt entfernt. — Heute fand ein Mtnisterrath statt, dem auch Freycinet anwohnte. de St. Petersbourg" News", wonach die habe, welche besage, Geldbuße wegen Veröffentlichung des Rochefort'schen Briefes; außerdem wurde die Susvension des Blattes auf 15 Tage ausgesprochen. Washington, 21. Octbr. Oer Gesandte von Hnti in W ishtngton hat die amtliche Meldung erhalten, daß in der Nacht von 3. October in Port-au-Prince eine Revolution ausgebrochen, die provisorische Regierung gestürzt und eine neue Verwaltung unter General Salomon einzeführt worden sei. Baden-Baden, 21. Octbr. Die Fürstin Elisabeth von Rumänien ist heute Nacht 3 Uhr hier angekommen und im Großherzogltchen Schlöffe abgestiegen. London, 21. Octbr. Meldung des „Daily News" aus Lahore vom 20. d.: Man glaubt, der 5jährige Sohn von Jakub Khan werde als Thronfolger von Afghanistan anerkannt werden und die britische Regierung inzwischen die Verwaltung dieses Landes überwachen. Petersburg, 21. October. Der „Regierungsbote" veröffentlicht zwei kaiserliche Erlasse, wodurch anläßlich des 25jährigen Gedenktages des Bombardements von Sebastopol General Tolleben in den russischen Reichsgrafenstand erhoben und dem Admiral Nowossilsky der liehen wird. Petersburg, 21. October. Das „Journal constatirt die Unwahrheit der Meldung der „Daily britische Regierung Rußland eine Mittheilung gemacht ' Lalle Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 21. Octbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." erfährt, es dürfe wohl jetzt mit Sicherheit angenommen werden, daß Se. Maj. der König am 28. d. Mts. den Landtag tm Weißen Saale des königlichen Schlosses in Person eröffnen werde. Berlin, 21. Octbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." enthält eine von Rauch- Haupt, Minntgerode, Liebermann und Buffe unterzeichnete Aufforderung an Alle, welche sich zu einer großen conservativen Fraction vereinigen wollen, zu einer am 27. Octbr., Abends, stattfindenden Zusammenkunft. Mons, 21. Octbr. In Folge verweigerter Lohnerhöhung haben heute Morgen 2000 Arbeiter bei den Productionsstätten in Fleny und Ciply (südlich von Mons) die Arbeit eingestellt. Ruhestörungen sind bisher nicht vor- gekommeil. London, 21. Octbr. Die Nachricht des „Daily Telegraph" von der Eroberung von Merw hat sich in keiner Weise bestätigt. Vielmehr läßt sich die „Times" aus Simla von heute melden, daß die gegen Tekke - Turkmenen im Felde stehenden russischen Truppen zum Zwecke des Ueberwinterns an das kaspische Meer zinSckgingen. — Aus Stmla wird von heute gemeldet: Nachrichten aus Alikhail zufolge zerstreutet sich die feindlichen Grenzstämme wieder in Folge des Falles von Kabul. Wien, 21. Octbr. Das Abgeordnetenhaus wählte die Candidaten der Rechten in die Staatsschulben-Control-Commisston mit 10 Stimmen Majorität. Ein Antrag auf Aufhebung des Zeitungsstempels wurde eingebracht. — Ueber die angeblichen Agrar-Unruben im Distrtcte Nevesinje ist an competen- tem Orte hier nichts bekannt. Die Gerüchte sind um so unwahrscheinlicher, Paris, 21. Octbr. Der jüngst zum Municiprlrath von Paris wählte Amnestirte, Humbert, wurde heute zu 6 Monaten Gefängniß 2000 Frcs. Geldbuße w^gen Behördenbeleidigung und Verherrlichung Handlungen, welche sich als Verbrechen qualificiren, verurtheilt. Der Gerant des Journals „Marseillaise" wurde zu 2 Monaten Gefängniß und 5000 Frcs. Lokales. Gießen, 22. October. Bezüglich der Sterblichkeit in unserer Stadt können wir wiederum ein recht günstiges Verhältniß constatiren, da sich in oer Woche vom 12. bis 18. Oktober nur 3 Todesfälle ereigneten. Ein Kind von 2 Monaten starb an Krämpfen, eine Frau an Lungenentzündung und ein Mann, der vor längerer Zeit einen Bruch der Wirbelsäule erlitten hatte, starb an den Folgen dieser Verletzung. G. Vrt>d ' Auiige Rt0Ut " Cornel " ’b8efp < Jl ji M das Malier von M 16. 3U6r, d°s fahren erofiw soriichrn Ver Pilger von •)) Minderungen idiultmer sir der >. I- ° des unterzei sich oder y sowohl dem nach und anspruchten 3) In der Tc 27. Novei 2 Uhr, soll nennung die Bestell ausschusses demselben l der angemr Betrag und 4) Zugleich rosanen, meld gehörige Sa im Besitz h mässe thDü5 nichts an l verabfolgen Berpstichtun Besitze der ( derungen, s Sache abgc Anspruch r Herrn Ma mm 15. 51 machen, für den a Aiyei'ge en &ießtn, Den 11 ßrotttrjoglidji! L-t „ M Verp Oberförst Donnerstag Morj soll in bei ^tpn 8U ^aldgiimei im Ehlybach, Qi dach genannt, it girmes von (et Grenze bei $ Haustädlerbach an fe-n @t iwU ab ouf *" «IM $en* Ö*'»1 zur Ve tonbtn. 6927)®"^ Nach den letzten Nachrichten aus Darmstadt begegnet dieser Wunsch in den dortigen Regterungskrcffen nun zwar einem der Sachlage entsprechenden Entgegenkommen, in den Kreisen der Landesoertretung jedoch einem Widerstreben, das mehr in allgemeinen wirthschaftlichen Auffassungen, vielleicht auch in politischen Abneigungen feine Stütze sucht, als in den realen Verhältnissen. Vom preußischen Standpunkte aus ist dies namentlich um deswillen lebhaft zu beklagen, als dadurch die berechtigten Bestrebungen der von der Zweigbahn Cölbe-LaSphe eine namhafte Förderung ihrer wirthschaftlichen Lage erwartenden Kreise der großen Gefahr ausgesetzt sind, daß das bereits nahezu erreichte Ziel sich wieder in unabsehbarer Ferne verliert. Wir unterlassen nicht, die- selben scko» jetzt auf diese ernste Gefahr aufmerksam au macken. Metz, 17. October. Die Ansprache, welche der Statthalter am 15. an die versammelten Spitzen der Behörden richtete, lautete vollständig: Ich begrüße Sie von Herzen. Der Mensch ist abhängig von äußeren Eindrücken; denen unterliege ich heute. Als ich in Metz einfuhr, trat es lebendig vor meine Seele, wie viel Blut ich auf den Gefilden um Metz habe fließen sehen und wie ost ich des Nachts darüber gedacht, der Stadt Schaden zu thun. Aber noch viel mehr werde ich jetzt darüber nachdenken, dem Lande wohlzuthun, und all mein Sinnen und Vermögen concentrire ich in dem Gedanken. Es hat sein Schweres, an jedem Orte dasselbe zu sagen, und doch kann ich nicht anders- Sie werden gelesen haben, was ich den Beamten, den Juristen, den Lehrern in Colmar ausgesprochen. Das rufe ich Ihnen in's Gedacht- niß. Hier in Lothringen ist es fast noch immer unsere Pflicht, daß wir uns anstrengen, um den Lande den Uebergang in die neuen Verhältnisse zu erleichtern, denn im Els atz gibt es viel mehr geschichtliche Anklänge, die uns auf Deutschland zurückführen, als hier in Lothringen. Aber die Herren von Lothringen bitte ich, daß sie recht vertrauensvoll in die neuen Verhältnisse hineintreten und sich recht klar machen, wie die Situation eigentlich liegt. Vergegenwärtigen Sie sich, daß wir in Ruhe und Frieden lebten, daß Kaiser Napoleon uns die Pistole auf die Brust setzte, uns gezwungen hat, unser Vaterland zu vertheidigen. Auch unsrer Söhne Blut ist geflossen, Gott hat für uns entschieden. Wären wir geschlagen worden, dann frage ich Jeden, ob wir ein Dorf diesseits des Rheines behalten hätten. Da wir nun gesiegt, haben wir unsere Grenzen sicher gestellt, und dieses Metz gehört zur Sicherheit und wird mit Gottes Hülfe Jahrhunderte hindurch seinen jungfräulichen Ruf, wenn es angegriffen werden sollte, wieder bewahren, Ich fühle mit Ihnen, wie schwer es sein muß, von dem durch Geist und inneres Leben ausgezeichneten Frankreich getrennt zu sein; aber jetzt gehören Sre zu Deutschland; schließen Sie sich ihm offen und ehrlich, ohne Hintergedanken an. Das erfordert Ihre Pflicht gegen Elsaß-Lothringen- Einigen wir uns auf dem gemeinsamen Boden, für das Interesse und das Wohl dieses Landes zu wirken. Ich kann nichts leisten, wenn die Elsaß-Lothringer diesen Patriotismus nicht bewähren. Auch mir wird es vielfach schwer gemacht, volles Vertrauen zu bewahren. So sind mir Zeitungsartikel vorgelegt worden, worin von dem Eid gesprochen wird, den die Herren leisten, die in den Kreis-, bezw. Bezirkstag oder Landesausschuß eintreten. In jenen Artikeln wird ausgesprochen, man möge nur den Eid leisten, man könne ja dabei denken, was man wolle. Ein deutsches Gemüth schreckt da zurück, auch in dem chevaleresken Lande Bayard's empört eine solche Sophisterei, die weder deutsch noch französisä) ist. Ich habe heute einen Brief erhalten, den ich Ihnen hier vorlese. Was den dann angedrohten Sturm aus Westen betrifft, der uns über den Rhein treiben soll, so wünsche ich einen solchen Sturm nicht, aber, obgleich über 70 Jahre, fürchten thue ich ihn wahrhaftig auch nicht. Und wenn in dem Briefe gesagt ist, daß ich mich nicht bemühen sollte, den Elsaß-Lothringern die Cour zu machen, denn es sei doch vergeblich — ja, meine Herren, ich will den Elsaß-Lothringern die Cour machen, weil ich mich in ihre Gefühle hineindenke. Aber diese Rücksichtnahme hört auf, das spreche ich eben so offen aus, sobald sie mit dem Auslande pactiren wollten. Ich habe freier als gewöhnlich gesprochen, weil die Erinnerungen an die Vergangenheit mich aufgeregt haben. Ich wiederhole meinen Wunsch, daß gegenseitiges Vertrauen Platz greift und daß wir gemeinschaftlich für das Wohl des Landes wirken; dazu gebe Gott feinen Segen! Der vom Statthalter verlesene Brief war natürlich anonym geschrieben und enthielt (in französischer Sprache) alle jene maßlosen Schmähungen, wie sie ein anonymer Schreiber in feiner sicheren Feigheit nur erfinden kann. Gestern Vormittag machte der Statthalter Besuche und besichtigte auch die Kathedrale. Bei dem Diner am Nachmittag hatten der Bischof und die meisten Mitglieder des Municipalrathes der Einladung nicht Folge geleistet; dagegen war der Generalvicar des Bischofs anwesend- Der Statthalter tranf bei dem Diner auf das Wohl der Stadt Metz. Um 6 Uhr 15 Min. reifte er nach Straßburg zurück. Hesterreich. Wien, 20. Octbr- In Folge des Minifterwechsels dürfte Savas Pascha erster Commiffar für die Verhandlungen mit Griechenland werden. — Radonic soll der Pforte notlficirt haben, 15,000 Montenegriner ständen bereit, Geosinje und Plava zu besetzen, falls diese Punkte nicht bis 27. Octbr. freiwillig Seitens der türkischen Behörden übergeben würden. Vermischtes. Darmstadt, 19. Octbr. Die Eröffnung des neuen Theaters fand heute Abend vor außerordentlich besetztem Hause statt. Das Haus machte bet der festlichen Beleuchtung einen sehr günstigen Eindruck; einfach in den Verhältnissen und dem Ornament, ist der Charakter des Ganzen doch ein vornehm-eleganter und behaglicher. Der Zuschauerraum, etwas kleiner als in dem früheren Hause, faßt gegen 1100 Personen. Die Bühne ist tn etwas größeren Dimensionen, als vie alte gehalten. Die Vorstellung wurde eröffnet mit Weber's Jubel-Ouver- ture, nach deren Ausführung von einer Loge des ersten Ranges aus Herr Oberbürgermeister Dr. Ohly die Versammlung mit einigen Worten begrüßte und ein Hoch auf Den Landesherrn als den Protektor der aus den Ruinen neu erstandenen Kunstanstalt ausbrachte. Hr. Direktor Wünzer sprach hierauf einen von Otto Roquette verfaßten stimmungsvollen Prolog, in welchem den Anwesenden em herzliches Willkommen entgegengebracht wurde. Dann begann Die eigentliche Vorstellung mit Wagner's „Lohengrin". Dieselbe wurde beifällig ausgenommen und gab namentlich dem Vertreter der Titelrolle, Hrn. Joseph Baer, Gelegenheit, seine schönen Mittel und sein Darstellerialent zur Geltung zu bringen. Die scenische Ausstattung war eine sehr hübsche. Die Akustik des neuen Hauses scheint eine vortreffliche zu sein; außerordentlich be» währte sich die Anlage des vertieften Orchesterraumes. Darmstadt, 2o. October. Am Samstag Abend um i/a6 Uhr stürzte, aus bis jetzt noch nicht mit Sicherheit festzustellender Ursache, Der noch im Rohbau begriffene Hinterbau Des Reitz'schen Hauses in der Ludwigsstraße theilweise zusammen. Leider wurden 5 Personen, 4 Maurer von Griesheim und ein sich an der Baustelle herumtummelnder 4jähnger Knabe schwer verletzt. Die Namen der ins städtische Hospital verbrachten Maurer sind Ac>am Kahl, Heinrich Schilling und Ph. Mendel. Bei Letzterem scheint der Brustkasten stark beschädigt zu sein, während der Erstgenannte am Kopf und Fuß verwundet ist und Schilling einen Beinbruch davontrug. *• Emil Schlagintweit, ein Mitglied jener Familie, die sich um Die Erforschung Indiens durch Reisen und wiffenschaftliche Arbeiten großen Ruhm erworben Hal, giebt ein großes Werk heraus, betitelt „Indien in Wort und Bild. Eine Schilderung des indischen Kaiserreichs", welches ein Gesarnrntbild dieses mächtigen und produktiven Landes werden soll. Das Werk wird durch beinahe 40>> Abbildungen in vollendeter Ausführung geschmückt werden uno soll in ca. 35 Lieferungen k !*/$ im Verlag von Schmidt & Günther in Leipzig erscheinen. Berlin, 15. Oktober. Wer etwa zwei Jahre vor der 48er Revolution Das ö ff ent» liche unD gesellschaftliche Leben Berlins kennen gelernt hat, erinnert sich gewiß noch jener cman- cipirten Dame, die Damals wegen ihrer excentrischen Lebensweise Aussehen erregte. UnD wer am SonnabenD jenen einfachen Wagen sah, Der Durch die Louisenstraße fuhr und auf dem ein nothdürftig zusammengezimmerter, kaum angestrichener Sarg stand, der ahnte wahrlich nicht, daß in diesem armseligen Bretterhause jene Emancipirte zur ewigen Ruhe bestattet wurde. Marie von C. war die Tochter eines Offiziers, der zu jener Zeit in Cassel lebte, als noch der später depoffedirte Kurfüist regierte. Er wurde frühzeitig Wittwer und gab seiner Tochter eine etwas wunDerliche Erziehung. Marie von C. war schon mit 16 Jahren eine gefeierte Dame; sie war sehr schön, batte auch die Aussicht, einst von ihrem Vater viel zu erben. Man sah sie gewöhnlich zu Pferde, sie rauchte, trug oft Herrenkleider und hatte auch schon manche Blau- strumpfsünde begangen. Ihr Later wurde in ein Duell mit einem Verläumder seiner Tochter verwickelt, dem er zum Opfer fiel. Nach seinem Tode lebte Marie bei einem Oheim, aber die strenge, fast puritanische Lebensweise, die tn der Familie dieses Mannes herrschte, behagte ihr nicht und sie entfloh. Berlin war das Ziel ihrer Wünsche, und es gelang ihr auch bald, hier eine nicht unbedeutende Rolle zu spielen, aber trotz ihrer Ausschreitungen konnte ihr doch Niemand den geringsten Vorwurf machen. Räthselhaft war nur. woher sie die Mittel nahm, um ihr luxuriöses Leben zu bestreiten, denn sie hatte eine höchst elegante Wohnxng, mehrere Diener männlichen und weiblichen Geschlechts und hielt sich ein Reitpferd. Man behauptete, sie habe das Vermögen ihres Vaters, das von ihrem Oheim verwaltet wurde, bei der Flucht aus deff m Hause mitgenommen, und der alte Mann, der froh war, diesen „weiblichen Dämon" nicht mehr in seinem Hause zu sehen, habe sich nicht weiter darum bekümmert. Nach kaum 4 Jahren begann aber das Vermögen zu schwinden, denn zu allen Ausschreitungen der Emancipirten gefeCte sich endlich auch die Neigung zum Hazardspiel. Sie fiel Wucherern in die Hände und als endlich ihr kostbares Meublement gepfändet werden sollte, fand man nichts in Den Zimmern und tue Bewohnerin war verschwunden Nach längerer Zeit erzählte man, Daß sie in Wien lebe unD daß ein allgemein bekannter Finanzmann ihr „Beschützer" sei. Diese Nachricht bestätigte sich, denn Die Gläubiger fuhren nach Wien, präsentirten ihre Wechsel und der Finanzmann bezahlte Alles. Aber auch bleie Herrlichkeit dauerte nicht lange — der Finanzmann hatte manche Ursache, eifersüchtig zu fein, er machte kurzen Prozeß und gab ihr den Laufpaß. Mehrere Jahre hindurch halte sie bann theils in Wiesbaben, theils ix Homburg bie Löwin des Tages gespielt und verschwand dann . | für lange Zeit vom Schauplatz. Endlich tauchte sie wieder im Jahre 1^63 in Vrag auf. Sie l war dort mit der Pustawoitow, jener bekannten Adjutantin des damaligen polnischen Insurgenten. ^ venkiages des ver. \w8/ wonach dle ft »elche b-ftze. .“tli8ea Beziehungen rtaakseinnahuien M chnet fein; nach Atz, iin Reinertrag von f 83 Mill, an H !ch° & « 1 el”*t EN. Schlag mau.8 Lahore vom ®erbe als Thron. ^rbung des KönizS ■me hat heute durch Kaiser stattgefunden. der Herzog Bahlen der Kaiser ist heute mb drei der Marne i Amt entfernt. - wohnte. ijntr Stabt formen Bit Moje vom 12. bis 18. b an Kämpfen, eine Fi°° ömch der Wirbelsäule et? 6. 8 fand heute «bend vor lichen Beleuchtung einen ment, btr Lh»ckn lutnaum, etwas Heiner bnt ist in etwas größeren mit ®eber'& >ebDuw il hen Oberdürgermeiller hoch auf den Landeshem ausbrachte. $t. W Köllen Prolog, in * Dann begann die eigtnb Ha aufgenommen und ga nto.iM ft«™ * Susstottung »K «IJIJ |rin; außerordentlich «" Uhr stürzte, ■sss* ■ÄÄ% Das flrf -erden > . a |n -aft werden und ,°a W--L der fl9nt‘ Biirbf' :n nd gab ^Ltt M' bten eine 8 .^sab ste , ,u erben- J* M t auch tö°" "nrt # ®ttlaUi?ßöei«, ^5, ALA: >e, Timo11 Lfflj W* .Jtofl'0’,; fuhren e» Bei 10 Centn er frei in’8 Haus, liefert Andr. Euler. 6916) 4) In Empfang zu nehmen. Professor Bratuscheck, Bibliothekar. Mr Mehger, Wurstler und Händler (6912 A. Gregory, Frankfurt a. M empfiehlt (4676 Moriz Stiebei Söhne in Frankfurt am Main. 6922) in bester Qualität bei (1247 Brandgasse. 6424) G. Demuth, Neuenweg Lit. B. 183. Der Vorstand des Gewerbe-Vereins: Dr. v. Ritgen, Professor. A. Ricker. und das Publikum zum Eintritt aufzufordern. Hier, wo sic einst gefeiert war, wurve ihr das Herz doch schwer; sie suchte einige Bekannte aus früherer Zeit auf, damit man sie aus ihrer Lage befreie, aber fast Niemand kannte sie mehr und die sie kannten, wendeten sich von ihr ab. Sie verfiel einem nervösen Fieber und wurde in ein Krankenhaus geschafft; vor einigen Tagen starb sie, und ihre Leiche war es, die am vorigen Sonnabend in jenem armseligen Bretterhause zur ewigen Ruhe bestattet wurde. Tannenschettholz, la. Qualität geschnitten. ..... gehackt ober per Ctr Buchenhol; per Ctr. . . Generals Langiewicz, erschienen, aber sie muß es selbst dieser wenig verwöhnten Dame zu arg getrieben baden, denn es kam bald zum Bruch. Nun sank Marie immer tiefer und tiefer. Mehrere Jahre war sie die Begleiterin eines böhmischen Bänkelsängers, mit dem sie von Dorf zu Dors zog, aber sie ergab sich so sehr dem Trünke, daß selbst dieser Mensch sie in irgend einem Dorfe sitzen ließ, ohne sich weiter um sie zu bekümmern. Vor etwa sechs Monaten reiste durch Berlin ein Menageriebesitzcr, der gewöhnlich Jahrmärkte zu besuchen pflegt. In seiner Begleitung war Marie; sie hatte die Aufgabe, im Costüm einer Wilden vor der Bude zu stehen Betr.: Schuldenwesen des Kaspar Balser von Alb ach. Res. 1) lieber das Vermögen des Kasper Balser von Albach ist Donnerstag den 16. October l. I., Nachmittags 3 Uhr, das förmliche Concursver- sahren eröffnet worden. Zum provisorischen Verwalter wird Herr Max Pilger von Gießen ernannt. 2) Forderungen gegen den Gemeinschuldner sind bis zum 13. November I. I. bei der Gerichtsschreiberei des unterzeichneten Gerichts schriftlich oder zu Protocoll anzumelden, sowohl dem Betrage als dem Grunde nach und unter Angabe des beanspruchten Vorrechts. 3) In der Tagfahrt Donnerstag den 27. November l. I, Nachmittags Gießen, den 15. October 1879. Der Vorstand des Volksbildungs-Vereins: Albach, Reallehrer; Bramm, Bürgermeister; Bratuscheck, Professor; H a n st e i n, Stadtverordneter; M a y e r, Weinhändler. Landes-Gewerbe - Aufstellung in Offenbach a. M. Die Verloosung ist bis zum 12. November d. I. verschoben und findet noch Weiterverkauf der Loose statt, solange der Vorrath reicht, bei (6769 Wilh. Balser am Kirchenplatz. Mit Bezugnahme auf obige Bekanntmachung wende ich mich an Alle, welche sich für die neu errichtete Volksbibliothek iuteresstren, mit der Bitte, dieselbe durch freundliche Zuwendungen zu unterstützen. Viele alte Bücher und Zeitschriften, die für den gegenwärtigen Besitzer werthlos sind, können in der Volksbibliothek für weite Kreise nutzbar gewacht werden. Der Secretär des Volksbildungs-Vereins, Herr Reallehrcr Albach, ist bereit, Geschenke aller Art für die Bibliothek : SIMEONS AUTOGRAPH empfehle ich mein großes Lager in allen Sorten Därmen und. Blasen zu billigsten Preisen, nur Prima Waare. 7.— 8— 9.— 1.20 1.30 VPrilz Flimtn, Mäusburg. Prima Steinkohlen Am 1. November 1879 Ziehung der in der Berte gezogenen Finnländer Mk. 10 Loose. Hauptgewinne Mk. 45,000, 4500 rc. (65 höhere Gewinne). Niedrigster Gewinn 36. Loose hierzu k Mk. 116 und nach Vorauskürzung des niedrigsten Gewinnes, ä Mk. 80, Halbe ä Mk. 40, Viertel ä Mk. 20 und Achtcl-Antheile ä Mk. 10, noch oorräthig im Bankgeschäft von 2 Uhr, soll über die definitive Ernennung des Verwalters und über die Bestellung eines Gläubigerausschusses verhandelt werden. In demselben Termine soll die Prüfung der angemeldeten Forderungen nach Betrag und Vorrecht stattfinden. Zugleich wird allen denjenigen Personen, welche eine zur Concursmasse gehörige Sache des Gemeinschuldners im Besitz haben ober der Concursmasse etwas schuldig sind, aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu Brennholz. ä Rmtr. Anerkannt bester I Vervtelfältlfftuig-s-Apparat einseitig 8«, 4°, Folio Mk4. 6. ».jJ kweieeitig . . » . «. S. U. Z Z IBmballagy 35 Pf. Ttate M Pf. pr. OUi, Üdaase xur Selbataofert. «<3. HaehfU M3 | Wilhatea flimao—, HfcM» a. M. IrikgeSoienes. 6924) Goldgelb geräucherte, haltbare Kieler Sprotten, sehr delicat, in Kisten a ca- 200 Stück 2,25, 2 Kisten Jü 4,—, 4 Kisten JL 7,60, 6 Kisten ^<^000000000 Herren - Wüsche t Hemden, Kragen und Manschetten empsiehlt zu den billigsten Preisen «8. llärmailfil , 5171) Hotel Einhorn. Holzsohlen-Schuhfabrik (Pariser System) beste u. billigste Fußbekleidung, Russin & Co., Hainerhof 3, am Domplatz, 6921) Frankfurt a. M. 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Nachricht, daß Herr Kaufmann Fr. Semmler, Wallthorstraße, den Detaibüeräauf meiner Meine von heute ab übernommen hat. Otto Mögenburg. Tanz Unterricht. Montag den 27. Obtober beginnt mein Tanz-Unterricht. Anmeldungen hierzu bitte baldigst an mich gelangen zu lassen. 6694 Achtungsvoll Ferd. Schmidt. Wermiethungen. 6932) Ein möblirtes und unmöblirtes Zimmer mit Cabinct zu vermiethen. Steueraufseher Bertling, Gartenfeld. Zu vermiethen ein kleines und ein großes möblirtes Zimmer 6914) Seltersweg 10. 6917) Bei Chr. Weber Ww. hinter der Kirche sind zwei Familienwohnungen zu vermiethen.____________________________ 6930) In meinem neu erbauten Haus ist eine Mansarden - Wohnung mit abge schlossencm Corridor zu vermiethen und alsbald beziehbar. ___________________GambrluuS. 6836) Ein gut möblirtes Zimmer in der Nähe der neuen Aula vom 1. Noo. ab monatweise zu miethen gesucht- Briefe unter G. W. 6 auf die Expedition d- Bl. erbeten. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. 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