1879; lst zwei ic IG n freundlichen et. । 4 Zimmern auf niethen. 3- e der Caserne sind blirte Zimmer zu tzgasse Ar. Ä1. irte§ Zimmer mit bei klath, Garsield- )enloß« auf sofort rbect, Nahnrn^b. ion 5 Zimmern rc. 5dter§wegJ4. löblirtee Zimmer 1 ober per 1 Ok- erdig. Malltylatz, Stock. iZreien, erster Stock, »eh'or, sowie Theil iethen und sofort 3.W_L- emohnung zu ver- semnweg J8- M- Mse im Gartseld 16 Rimmern nebst niethen- ^Bernharvt^ ZtöckMnesMen iu vermiethen- *LbfS SaMMichen iitot H-us-^ razeigen- "'S?* n Eintritt fl^fc - ■tert Ä Herberg «> ,sten 6oL Ker- 5.- Dfl* in Vtl' iefl * Jtt ool' SC Irr. 221. Dienstag den 23. September 1879. Kichmcr Anzeiger Anseizt- nni Amtsblatt für de» Kreis Gießt». B cd actio nS brrreau r Gx^edMonSberreau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MonlagS. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringcrlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mari 50 politischer HHeil. Die neue Justizorganifation. XXIII. Zur Ctvtlproceßordnung. Das Verfahre!» in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten, in vermögcnsrecht- lichen Processen, ordnet die Civtlproceßordnung; sie ist der Inbegriff der Regeln und Normen im Streite über „Mein und Dein." Die Zuständigkeit der Gerichte und die Höhe des Klageobjects (bis 300 Mk. Bagatellproceß, darüber hinaus Landgericht) haben wir bereits besprochen. Der Werth des Streitgegenstandes muß aus der Klage hervorgehen und wird am besten gleich in der Überschrift angegeben (Klage des A- gegen B. wegen Forderung) ; (500 Mk.). — Hat das Object keinen fixirten Geldwerth (z. B. Anerkennung der Vaterschaft, väterliche Einwilligung zur Verheirathung), so hat der Kläger doch eine Summe als sein Interesse anzugeben und sagt dann: Object unschätzbar = 1000 Mk. — Widerspricht der Verklagte nicht und steht die Summe nicht in Widerspruch mit dem Klageinhalt, so werden nacb jener Werthangabe die Kosten berechnet. Widerspricht der Verklagte, so entscheidet über den Werth das Gericht, wenn nöthig durch Beweisaufnahme. Bei An- . gäbe des Werthes ist Alles einzurechnen (Zinsen, mehrere Forderungen u. s. w.), was begehrt wird, und zu dem wirklichen Werthe zur Zeit der Klagean- ! stellung, nicht etwa nach einem Affecttonswerthe, den dem Kläger die Sache i Hai, oder nach einem früheren Werthe. Klagt man etwa 285 Mk. nebst i Zinsen ein, so gehört die Sache vor das Amtsgericht, wenn auch die weiter- । laufenden Zinsen das Object über 300 Mk. in der Klagezeit erhöhen, beträgt die Summe aber mit Zinsen über 300 Mk., so gehört sie vor das Landge- richt. Bet Grunddienstbarkeit (z. B. Wegerecht) ist der Werth anzugeben, welchen das streitige Object für das Grundstück hat, bet Pacht und Miethe die Summe des Zinses für die ganze streitige Zeit, bet Nutzungen, Renten u. s. w. der 12^/zfache Betrag des Jahreswerthes bet beschränkter, der 25sache bei unbeschränkter Dauer des Bezugs. Der Ort, wo man klagt, ist natürlich wichtig. Wo der Kläger weilt, ist gleichgiltig, entscheidend ist der Wohnart des Verklagten. Im Allgemeinen hat jede Person ihren Gerichtsstand, wo sie ihren Wohnsitz hat, doch giebt es Ausnahmen. Wer zwei Wohnsitze hat, kann an beiden Orten verklagt werden. Für Milttärpersonen entscheidet die Garnison; wer aber nur seiner Wehrpflicht genügt, behält seinen Wohnsitz. Ehefrauen haben den Gerichtsstand am । Wohnorte ihres Mannes, eheliche Kinder am Wohnorte des Vaters, uneheliche an dem der Mutter. Personen ohne Wohnsitz (wandernde Künstler, Vaga bonden u. s. w.) werden verklagt, wo sie sich aufhalten, oder, wo sie zuletzt i bvn Wohnsitz hatten. Gemeinden, Corporationen, Genoffenschaften, Stiftungen werden verklagt, wo der Sitz der Verwaltung ist, Gewerkschaften am Orte dcs Bergwerks, Behörden am Amtssitz, der Fiskus, wo die betr. Behörde ihren Sitz hat. Manche Personen, welche sich längere Zett unter dauernden Verhältnissen aufhalten (z. Dienstboten, Arbeiter, Lehrlinge, Gehülsen, Studi- rknde, Soldaten u. s. w-), können am Orte des Aufenthaltes, jedoch nur in vermögensrechtlicher Beziehung, verklagt werden. Pächter, Nutznießer, Leute, die eme Ntederlaffung (Commandite u. s. w.) haben, können am Orte der Niederlaffung verklagt werden. Gemeinden, Corporationen, Gesellschaften können ihre Mitglieder an ihrem Sitze, ebenso die Mitglieder unter sich sich verklagen. Für Leute, die im Reiche keinen Wohnsitz haben, ist das Gericht des Bezirks zuständig, in welchem sie Vermögen besitzen. Bei Grundstücken, Besitzstand, dinglichen Belastungen ist die örtliche Lage des Grundstücks entscheidend. Für erbrechtliche Klagen gilt der Gerichtsstand des Erblaffers. Bet Verträgen [ ist das Gericht competent, in deffen Sprengel die streitige Verpflichtung zu erfüllen ist. Bei Messen und Märkten wird am Marktorte entschieden, wenn der Verklagte daselbst bet Erhebung der Klage noch anwesend war. Klagen ' aus Vermögens-Verwaltungen werden am Sitze der Verwaltung, Klagen !aus unerlaubten Handlungen (z. B. Ersatz bei Diebstahl) da geführt, wo sie begangen sind. Die Klagen von Rechtsanwälten, Gerichtsvollziehern wegen Gutachten u. s. w. werden geführt, wo der Hauptproceß geführt wurde. Hat Jemand gegen den Kläger einen Gegenanspruch, der indessen — dies ist sehr zu beobachten — mit der Sache im Zusammenhänge steht, so kann er ihn in demselben Verfahren geltend machen. Er erhebt dann Widerklage (Reconventton) und für diese ist das Gericht der Hauptklage zuständig, selbst wenn er für den Gegenstand der Widerklage nicht competent gewesen wäre. Die Widerklage ist bis zum Schlüsse derjenigen Verhandlung zulässig, aus welche das Urtheil folgt. Die Form ist nicht vorgeschrieben; am besten wird man sie (z. B. mit dem Vermerk: „Den und den Betrag mache ich widerklagend geltend") in der Klagebeantwortung anbringen. Wo mehrere Gerichte zuständig sind, hat der Kläger die Wahl. Wenn rin Gericht an der Aburthetlung verhindert ist, oder wenn in derselben Sache mehrere Personen mit verschiedenem Gerichtsstand zu verklagen sind, so wendet man sich an das obere Gericht mit dem Gesuch, ein zuständiges Gericht zu bezeichnen. Ist ein Gericht unzuständig, so kann eö zuständig werden, wenn sich die Parteien ausdrücklich oder stillschweigend vereinigen. Die ausdrückliche Vereinigung kann mündlich und schriftlich erfolgen; die stillschweigende erfolgt, wenn das Gericht die Klage nicht zurückweist und der Verklagte keinen Ein- ' spruch erhebt. — Auch ein an sich zuständiger Richte, kann nach den Bestimmungen (Verwandtschaft, Befangenheit u. s. w.), wie wir sie bereits mittheil- ten, ausgeschlossen oder abgelehnt werden. Deutschland. m. Darmstadt, 21. Septbr. Der Abgeordnete Dittmar (Butzbach) hat bei dem Bureau der zweiten Kammer folgenden Antrag übergeben: Die Kammer wolle Großh. Regierung um baldmögliche Vorlage eines Gesetzes ersuchen, durch welches der niedere Forstdienst in den Domanial-, Communal- und beziehungsweise Prioat- waldungen des Großherzogthums einheitlich auf folgenden Grundlagen organisirt wird: 1. Die sämmtlichen Oberförstereien sind ohne Rücksicht auf die Eigenthums- verhältnisse in angemessen große und möglichst arrondirte Forstwarteien einzutheilen; 2. für die so gebildeten Forstwarteien werden die Forstwarte Seitens des Staates angestellt, vorbehaltlich eines hinsichtlich seiner Ausübung näher zu bestimmenden Mit- wirkungsrechtes der Waldbesitzer in solchen Bezirken, welche keinen oder nur untergeordnet Domanialwald enthalten; 3. es können nur solche Personen als Forstwarte angestellt werden, welche den Nachweis einer ihrem Grade nach näher zu bestimmenden technischen Ausbildung durch eine zu bestehende Prüfung erbracht haben und demzufolge in die Zahl der Aspiranten des niederen Forstdienstes ausgenommen worden sind; 4. es wird Seitens des Staates die geeignete Vorsorge getroffen, um den Aspiranten die Erwerbung der erforderlichen technischen Bildung zu ermöglichen; 5. die Gehalte der sämmtlichen Forstwarte werden zwischen der Großhcrzoglichen Regierung und den Ständen vereinbart und in ihrem Gesammtbetrag in das Staatsbudget eingestellt; 6. die Waldbesitzer haben pro rata der Waldstäche Beiträge zu den Forftwart- gehalten an die Staatskasse zu leisten, vorbehältlich einer enffprechenden Ermäßigung der Beiträge für Privatwaldungen, in welchem die Forstwarte nur den Schutzdienst auszuüben haben; 7. das Pensions und Wittwenkassenwesen wird für sämmtliche Forstwarte in gleicher Weis? geregelt, wie dies bei den seitherigen Domanial-Forstwarten der Fall war; 8. Communen und Private haben in die Pensions- und Wittwcnkasse zu fixirende Beiträge pro rata der Waldfläche zu leisten. Dem Anträge sind sehr eingehende Motive beigegeben und wurde derselbe Seitens des Präsidiums dem vierten Ausschuß zur Berichterstattung überwiesen. Darmstadt, 19. Scpt. Zur Ausführung der veränderten Gerichts- organtsation haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog zu Kanzleidtenern bei dem Oberlandesgericht und den Landesgerichten, sowie zu Amtsgertichs- dienern bei den Amtsgerichten mit Wirkung vom 1. October l. I. zu ernennen geruht: A. Zu Kanzleidtenern: Bei dem Oberlandesgericht: den Kanzleidiener bet dem Ober- Appellations- und Kassattonsgerichte Johann Philipp Schickedanz, und den Stadtgerichtsdiener dahier Ludwig Weichsel. Bei dem Land g er ich te derProvinz Starkenburg: den Kanzlci- diener bet dem Hofgerichte der Provinz Starkenburg, Adolph Carl Freiherrn von Vtlliez, den Actenträger Heinrich Heddertch und den Kanzleidiener bei dem Bezirköstrafgerlchte Darmstadt, Anton Elbert. Bet dem Landgerichte der Provinz Oberhessen: die Kanzleidiener bei dem Hofgerichte der Provinz Oberhessen Carl Conrad Jacob Kraus und Friedrich Pfeil. Bei dem Landgerichte der ProvinzRhetnhessen: den Kanzlei- diener an dem Obergrrtchte der Provinz Rheinhessen Valentin Kilian und den Kanzleidiener am Bezirksgerichte Mainz, Jonas Becker. B. Zu Amtsgerichtsdtenern: Bei den Amtsgerichten: Darmstadt I. die Stadtgerichtsdiener dahier Ludwig Baum und Ludwig Heinrich Rückert. # Darmstadt II. den Landgerichtsdiener dahier Friedrich De iß. Fürth den Landgerichtsdtener zu Hungen, Johann Heinrich Schweizer. Gernsheim den Landgerichtsdtener daselbst, Jacob Gloß. Groß-Gerau den Landgerichtsdtener daselbst, Heinrich Wambold. Groß-Umstadt den Landgerichtsdiener daselbst, August Conrad. Höchst den Landgerichtsdtener daselbst- Johannes Höreth. Langen den Stadtgerichtsdiener zu Gießen, Heinrich Mel io r. Lorsch den Landgerichtsdiener daselbst, Gerhard Freisens. Michelstadt den Landgerichtsdtener zu Homberg, Friedrich Korell. Offenbach die Landgerichtsdiener daselbst, Wilhelm Emmert und Georg Ludw. Friedr. Waldschmtdt, sowie den Landgerichtsdtener Daniel Schäfer zu Reinheim. Reinheim den Landgertchtödiener daselbst, Johann Jost Müller. Seligenstadt den Landgerichtsdiener zu Vilbel, Adam Matbes. Wald-Michelbach den Landgerichtsdiener daselbst, Johann Ludwig Wenchel. Zwingenberg den Landgerichtsdtener daselbst, Andreas Nees. Gießen die Stadt- resp. Landgerichtsdtener daselbst, Joseph Seitz und Heinrich Ktrchmann. Alsfeld den Landgerichtsdiener daselbst, Johann Jacob Querner. Büdingen den Landgerichtsdtener zu Altenstadt, Egtdius Möbus. Butzbach den Landgertchtödiener daselbst, Johannes Dietz. Friedberg den Landgertchtödiener zu Ortenberg, Friedrich Bechtold. ißcri Donn zur alsbaldige Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 21. Septbr. Ein der „Nordd. Allg. Ztg." von hochgeschätzter Hand zugehender Brief aus Wien bezeichnet Fürst Bismarcks Wiener Besuch als ein Zeichen inniger Freundschaft nicht blos der beiden Staatsmänner sondern auch beider Staaten. Die Annahme eines deutsch, österreichischen Schutz, und Trutzbündnifles sei bloße Conjectur; auch sei es durchaus falsch, der deutsch-österreichischen Entente einen provokatorischen Charakter betzulegen. Der Besuch könne dem Rußland, welches es mit dem Berliner Frieden ehrlich meine, kein Dorn im Auge sein; nur für den Panslavtsmus, welcher knirschend im Winkel stehe, sei die Zusammenkunft ein ernstes memento. Breslau, 21. September. Gestern Abend ist in Folge eines Wolkenbruches der oberschlesische Güterzug zwischen Gogoltn und Leschnitz verunglückt; der ganze Zug entgleiste, 10 Wagen wurden zertrümmert, der Maschinenhetzer blteb tobt, der Maschtnensührer wurde schwer verwundet. Madrid, 21. September. In Catalonten tst eine 28 Köpfe zählende republikanische Bande aufgetaucht. Die Behörden leiteten eine energische Verfolgung derselben ein; 8 Mitglieder sind bereits verhaftet; Papiere, welche noch eine große Anzahl anderer Personen compromitttren, fielen in die Hände der Regierung. Wien, 21. Septbr. Fürst Bismarck ist sammt Familie und Gefolge heute Abends 10 Uhr hier etngetroffen. Der deutsche Botschafter Prinz Reuß, Graf Andraffy und das deutsche Botschaftspersonal waren am Bahnhofe an. wesend. Die Begrüßung zwischen dem Fürsten und dem Grafen Andraffy war eine überaus herzliche. Fürst Bismarck nebst Familie und Gefolge, welche sich in 4 Hofwagen in ihr Absteigequartier im Hotel Imperial begaben, wurden bei der Ankunft und während der Fahrt in's Hotel von dem dichtgedrängten Publikum sehr lebhaft begrüßt. Amerika. Atew-Aork, 19. Septbr. Die Regierung befahl die Zusammenziehung von Truppen in Neu. Mexico, wo die Indianer Grausamkeiten verüben. — Präsident Hayes äußerte sich auf einem Meeting in Detroit dahin, daß die statistischen Erhebungen einen beträchtlichen Aufschwung des Handels und der Industrie in den Vereinigten Staaten nachwiesen. Er glaube diesen Erfolg der Thatkraft der Nation, welche durch die Wiederaufnahme der Baarzahlun^ unterstützt sei, zuschreiben zu dürfen und hoffe, daß der Wohlstand ein dauern- der sein werde. Der Präsident betont die Nothwendigkeit einer vollkommenen Tilgung der Staatsschuld. Es wäre möglich, dieses Ziel in 33 Jahren ohne Vermehrung der Volkslasten zu erreichen. Grünberg den Landgerichtsdiener daselbst, Johannes Lerch. Herbstein den Landgerichtsdiener daselbst, Johannes Heinz. Hemberg den Landgerichtsdiener daselbst, Konrad Marin Rau. Hungen den Landgerichtsdiener daselbst, Jacob Karg. Lauterbach den Landgerichtsdiener zu Altenstadt, Martin Bornartus. Nidda den Landgerichtsdiener daselbst, Heinrich Becker. Orten berg den Landgerichtsdiener daselbst, Peter Hotz. Schotten den Landgerichtsdiener daselbst, Adam Seibert. Ulrichstein den Landgerichtsdiener daselbst, Johann Georg Wilhelm. Vilbel den Landgerichtsdiener daselbst, Peter Neunobel. Mainz die Landgerichtsdiener zu Hirschhorn resp. Nidda, Philipp Glock und Johann August Sturm. Alzey den Landgerichtsdiener zu Alsfeld, Wilhelm Stengel. Btngen den Landgerichtsdiener zu Grünberg, Wilhelm Dreher. Nieder - Olm den Landgerichtsdiener zu Laubach, Johann Heinrich Heustng. Ober-Ingelheim den Landgerichtsdiener zu Lauterbach, Andreas Simon. Oppenheim den Landgerichtsdiener zu Schlitz, Heinrich Nahrgang. Osthofen den Landgerichtsdiener zu Michelstadt, Georg Adam Ritter. Pfeddersheim denLandgerichtsdiener zu Langen, Georg Philipp Ad am. Wöllstein den Landgerichtsdiener zu Lich, Philipp Thomas. Wörrstadt den Landgerichtsdiener zu Herbstein, Sebastian Ganß. Worms den Landgerichtsdiener zu Groß-Gerau, Georg Theodor Rühl. Berlin, 20. Septbr. Der „Reichs-Anz." publicirt eine Bekanntmachung des Ministers des Innern, wonach die Erlaubniß zum Betriebe einer Gast- wirthschaft zum Ausschenken von Wein, Bier und anderen nicht unter die Gattung von Branntwein und Spiritus fallenden geistigen Getränken in Ortschaften unter 15,000 Einwohnern, sowie in solchen Orten mit größerer Ein- wohnerzahl, für welche dies durch Ortsstatut festgesetzt wird, künftig von dem Nachweise des vorhandenen Bedürsniffes abhängig ist. Bezüglich der Erlaub- niß zum Ausschenken des Branntweins und zum Kleinhandel mit Branntwein und Spiritus bewendet es bei dem bereits landesgesetzlich bestehenden Nachweise des vorhandenen Bedürsniffes. — Gegenüber den durch die zufällige gleichzeitige Anwesenheit des Cardinals Hohenlohe und des Nuntius Jacobtnt in Gastein veranlaßten Corre- spondenten-Meldungen, die Verhandlungen mit Rom seien inzwischen durch Hohenlohe geführt worden, schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.", es sei daran kein wahres Wort. Die Verhandlungen, welche jetzt zu einer persönlichen Begegnung Jacobint's mit dem Reichskanzler geführt, hätten seit mehreren Wochen in Wien stattgesunden. Straßburg, 20. Septbr. Das heutige Corps-Manöver war vom Wetter begünstigt und hatte einen glänzenden Verlaus. Der Kaiser bestieg um 93/4 Uhr in der Nähe des gestrigen Paradefeldes sein Pferd; die Kaiserin und die Großherzogin von Baden verfolgten die Bewegungen der Truppen in einem sechsspännigen Wagen. Das Manöver wurde um 1V2 Uhr bei dem Dorfe Wiewershetm geschloffen. Die Majestäten wurden daselbst durch den Bürgermeister, die Geistlichen und die Lehrer des Kreises begrüßt. Jungfrauen und Schulkinder überreichten unter entsprechenden Ansprachen Blumensträuße. Die nach Tausenden zählenden Zuschauer riefen den höchsten Herrschaften jubelnde Hochrufe zu. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin nahmen mehrfach Veranlaffung, sich aus's Freundlichste mit einzelnen Personen zu unterhalten. Die Rückfahrt erfolgte durch die Orte Wtewersheim, Offenheim, Stützheim, Oberhausbergen und Kronenberg. In allen diesen Ortschaften läuteten die Glocken. Die Häuser waren festlich geschmückt; die Straßen mit Tannenbäumchen eingefaßt und überall wehten Fahnen in den deutschen und elsässischen Farben. Triumphbögen prangten mit der Inschrift: „Willkommen Kaiser Wilhelm 1" Straßburg, 20. September. Heute fand ein Kaiserdiner mit 130 Gedecken statt, zu welchem Die Spitzen der Stadt- und Cioilbehörden, die Mitglieder des Reichstags, des Bezirkstags und viele Notabeln geladen waren. Der Kaiser sprach seine Freude über den herzlichen Empfang aus und dankte in sehr freundlicher Weise dem Oberpräsidenten v. Möller für sein erfolgreiches Wirken. Bürgermeister Back und die Mitglieder der Municipalttät, welche den Kaiser vor zwei Jahren empfangen hatten, überreichten eine Gedenkmedaille an diese Tage. — Die Kaiserin und die Großherzogin von Baden besuchten gestern und heute verschiedene Wohlthättgkettsanstalten. Heute Abend wurden die Vorstände des vaterländischen Frauenveretns zur Kaiserin befohlen. Straßburg, 20. Septbr., Abends. Der bei dem heutigen Diner vom Kaiser ausgebrachte Trinkspruch lautete folgendermaßen: Ich trinke aus das Wohl der Reichslande Elsaß-Lothrtngen, welche Mich schon zum zweiten Male und namentlich in ihrer Hauptstadt Straßburg auf so freundliche Art empfangen. Ihnen, Herr Oberpräsident v. Möller, danke Ich um so herzlicher, als Sie den Grund zu diesen Gesinnungen durch Ihre Administration in einer Weise gelegt haben, daß Ich hoffen darf, daß dieselben sich auch in Zukunft erhalten und bewähren werden. Die Reichslande Elsaß-Lothrtngen und ihre Hauptstadt Straßburg, sie leben hoch! Hesterreich. Wien, 20. September. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel : Die Pforte beschäftigt sich ernstlich mit der täglich sich verschlimmernden Sachlage in Ostrumelien. Die Stellung des dortigen neuen Commandanten der Miliz, Strecker, wird wegen der Auflehnung der Miliz gegen denselben für unhaltbar betrachtet. Die Milizofficiere verlangen den russischen Obersten Keßjakoff, einen geborenen Bulgaren, zum Commandanten. — Heute oder morgen findet eine griechisch-türkische Conferenz statt. Man erwartet, daß die Griechen in die Diskussion der im 13. Protokoll vorgezetchneten allgemeinen Linie etngehen werden. Gastein, 20. Septbr. Fürst Bismarck ist heute um iy2 Uhr Mittags nach Salzburg abgeretst und wird sich von dort morgen früh nach Wien begeben. Salzburg, 20. September, Abends. Fürst Bismarck ist heute Abend 8l/2 Uhr mit seiner Familie hier angekommen und im Hotel de l'Eurove abgestiegen. Morgen Nachmittag 2 Uhr setzt der Fürst seine Reise nach Wien fort. Hngland. London, 20. Septbr. Bet Einweihung eines neuen liberalen Clubs in Newcastle hielt Hartington eine längere Rede, in welcher er hervorhob, die / bestunterrichteten Personen beider Parteien des Parlamentes seien der Ansicht, Gießen, qtstcrn einen Herren Kammes «thÄinaua Bauart wie tnn nach einer kurze zunächst das et« schein zu nebtntt ftmen Mittags-" wurde. Um -/r nach dn altehrn Hier angtlangt, tereffanten und Aaichener Freige heilige PM bi Gerichts vor wei Kaiser und Se. höret mit M Gemeinde Mei Hoch auf den Re Hoffen toli kommend, seine R machen werde. daß die Auflösung des Unterhauses noch in weiter Ferne liege; die Regierung werde warten, bis das Land die gegenwärtigen Schwierigkeiten vergeffen h?be. Redner verglich sodann die unruhige Politik der Regierung mit derjenigen des zweiten Kaiserreiches, selche nur den Zweck gehabt habe, die Aufmerksamkeit des Landes von der inneren Politik abzulenken. Bezüglich der Vorgänge tu Kabul bemerkte Hartington, er wünsche von ganzem Herzen, daß die Pro- phezetungen hinsichtlich des Vertrages von Gandamak nicht in Erfüllung gegangen wären. Jetzt müßte man zuerst für das Blutbad Sühne fordern und dann untersuchen, wer dafür verantwortlich sei, daß die Gesandtschaft nack Kabul ohne hinlängliche Escorte entsendet sei. Die eigentlichen Schwierigkeiten würden erst anfangen, wenn die englische Armee in Kabul etnrücke. Redner sprach sich gegen die Annection Afghanistans aus, weil die Finanzlage Indiens die Kosten für die Occupations-Armee nicht tragen könnte. Auch würde die Annection von Afghanistan Rußland zu ähnlichen Schritten veranlaffen. Niemand in England könne mit Gleichmuth das Näherrücken der russischen Grenzen ansehen. Redner schloß mit der Erklärung, die nächste liberale Regierung würde die mühevolle Aufgabe haben, die schädliche Gesetzgebung und die schädliche Politik der gegenwärtigen Regierung wieder gutzumachen. Italien. Rom, 20. Septbr. Der König und die Königin verlaffen heute Venedig. Der Gesandte Tornielli ist gestern auf seinen Posten nach Belgrad abgereist. liSSuoltz' unb Ser mit auk Ach, Ob^K„dtlt ferner M« «'ä« * Die Mksam, B bloßes getragen werden 2. Johann Dienst von Anfangs I 1. 2. 3. 4. 5. 6, 7 8 9 10 li Die un diejenigen un; Beding, und von 2 Dimtion eiuj Achrnnj Minitlags 1 ^Nfionäfal Marie, Ä b*eN^, AZ tttcl. ? 2) Lieft, oetz f hing Äiwvl 3) Dre A » Schlag , Termin, ft Die Creditgenoffenschaften und der Wucher. lieber die Bestrebungen zur Einschränkung des Wuchers, welche ebenso lebhaft wie in Deutschland auch in Oesterreich sich geltend machen, liegen sehr bemerkenswerthe Gutachten zweier Oesterreichischer Handelskammern vor, abgedruckt in der von H. Ziller in Wien herausgegebenen „Genossenschaft" Nr. 31 ds. Js. Da dieselben besonders die wohlthätige Einwirkung der Ereditgenossenschaften betonen, so bringen wir ihren wesentlichen Inhalt hier im Folgenden bei. So erklärt sich die Innsbrucker Handelskammer, indem sie sich für ein Strafgesetz erklärt, obschon sie den Wucher nicht als die Quelle der wirthschastlichen Mißstände betrachtet, sondern diese in der allgemeinen Ungunst der Lage sucht, dahin: „Weil aber dem Wucher durch gesetzliche Verbote allein nur theilweise, gleichsam nur seinen plumpsten Attentaten gesteuert werden könne, deßhalb müssen auch andere Hilfsmittel in Anwendung kommen, und da empfehle sich nächst einer rationellen Volkserziehung vor Allem eine unablässige und eindringliche Pflege der wirthschastlichen Interessen durch eine Politik des Friedens, durch thunlichfte Schonung der nur zu sehr geschwächten Kapitals- und Steuerkraft, durch Beschränkung aller unproductioen Ausgaben aus das Aeußerste, dagegen durch Unterstützung aller jener Zwecke, welche geeignet sind, die Volkswirthschast unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Und in letzterer Beziehung wird insbesondere darauf aufmerksam gemacht, daß die Spar- und Vorschußvereine eine größere Begünstigung Seitens der Staatsverwaltung verdienten, und daß allen solchen Ereditgenossenschaften, welche ihre Thätigkeit auf die eigenen Mitglieder beschränken, Steuer- und Gebührenfreiheit eingeräumt werden sollte. Die Linzer Handels- und Gewerbekammer spricht sich gegen jedwedes Einschreiten gegen den Wucher auf dem Wege der Gesetzgebung aus und schließt ihr Gutachten mit folgenden Worten: Radical könnte dem Wucher wohl nur dann abgeholfen werden, wenn es gelinge, jene Ursachen zu beseitigen, welche dem Wucher zu Grunde liegen, d. i. die allgemeine mißliche Lage, die Stockung alles Handels und Verkehrs. Die traurigen Zeitvcrhältnisse haben allenthalben mirthschaftliche Zustände geschaffen, welche zum größten Theile dem Wucher die reichliche Nahrung geben. Mit Gesetzen aber lassen sich diese wirthschaftliche Zustände nicht beseitigen. Nach Ansicht der Kammer gibt es wohl nur ein Mittel, durch welches der Staat Wucher bekämpfen kann. Es muß vor Allem seine Sorge fein, baß den Gewerbetreibenden, sowie den Landwirthen möglichst billige Creditquellen eröffnet werden. Hierzu bedarf es aber keines uositiven Einschreitens der f. k. Negierung, es ist nur nöthig, daß der Initiative der Bevölkerung, welche bestrebt ist, aus den Wucherhänden sich zu befreien, nicht hemmende fesseln angelegt werden. Die Gründung, beziehungsweise die Vermehrung der auf dem Principe der Selbsthilfe bafirten gewerblichen Vorschußvereine, Spar- und Hilfsvereine in 6046)lft u Maurerarbeit, veranschl. M 1! Brechen und Liefern von 180 — «020) Görlach. 6143) ii ti 2500 2000 3000 7000 100 100 400 300 1200 Zimmerarbeit, Dachdeckerarbett, Schreinerarbett, Schlofserarbett, Weißbtnderarbeit, 1049 — 219 — 560 64 488 — 149 — 336 — n n tf ii tf gute 2spännige Chaise, noch neues Clavier, dto- altes, neues Sopha, neuen poltrten Kleiderschrank, polirten runden Tisch, polirte Commode, als: - 1 1 1 1 1 1 1 Linsen, Salz (Nauheimer), Petroleum, Thran, Rüböl, geschälte Gerste, Nudeln, Reis und zu ii Circa n Kilo it 100 cbm Mauersteinen, veranschlagt zu . . . Gießen, 22. Septb. Die Nacht vom Samstag zum Sonntag war eine recht lebhafte zu nennen. Zahlreiche Ruhestörer wurden von der Scüutzmannschaft beruhigt. Nur bei einem gelang dieses absolut nicht und mußte derselbe in der Sandgasie Quartier nehmen. — Eine alte Frau von auswärts, eine Gewohnheits»Knciperin, erregte gestern Nachmittag ein solches Aufsehen in der Marktstraße, daß sie polizeilich sistirt werden mußte. — In einer Restauration in der Reustadt fanv gestern Abend eine lebhafte Keilerei statt wobei Blut floß. Die Schutzmannschaft mußte tntervenircn und verhaftete dieselbe einen der Excedenten. — Zwei Handwerksburschen, welche gemeinschaftlich gestern in der Stadt herumkneipten wanderten selbander die Frankfurter Straße nach Klein-Linden zu Am Vtaduct angelangt, teilten sich beide dermaßen, daß der eine „Feuer" schrie. Ein herzueilender Arbeiter fand den einen auf dem anderen knieend und dabet beschäftigt, tüchtig zuzuhauen, was auch so gründlich gelang, daß der unten Liegende fast keinem Menschen mehr ähnlich sah. Beide wurden nun nach der Stadt und in Arrest verbracht. — Heute Morgen wurde ein Bursche, welcher seinem Herrn Geld unterschlagen, verhaftet. — Eine theure Fahrt machten vorige Woche 3 Damen, welche hier vom Bahnhofe nach verschiedenen Hotels fuhren, ohne daß ihnen die besten Zimmer gut genug waren. Unterwegs hatten sie das Malheur, den Oval-Spiegel des Hotelwagens zu zerbrechen und am Cnve ihrer Rundfahrt, welche noch billig angerechnet war, lief die Rechnung dennoch arg in die Kreuzer, ohne daß sie ein Quartier hatten. — Den Diebstahl im Einhorn betreffend, welchen wir in letzter Nr. berührten, gehr uns von dem betreffenden Hausknechte berichtigend die Mittheilung zu, daß der muthmaßliche Dieb nicht gegen 4 Uhr, sondern bereits um i°ch ihrer Bauart wie inneren Ausstattung intereffanten Kirche zu Ilbenstadt worauf sich der Verein nack einer kurzen Besichtigung des ehemaligen Jlbenstadter Klosters nach Katchen begab, um zunächst das etwa 1/4 Stunde von da prachtvoll gelegene ehemalige Kloster Naumburg in Augenschein zu nehmen. Gegen 1 Uhr zurückgekehrt, vereinigten sich die Theilnehmer zu einem gemeinsamen Mittagsmahl in der Hill'schen Gastwirthschaft, das allgemein als vorzüglich anerkannt wurde Um V?3 Uhr wurde dem Hauptzwecke des Ausflugs naher gerückt, indem der Verein mch der altehrwürdigen Stätte des ehemaligen Freigerichts der Grafschaft Katchen hmousgtng. fsier anoelanat hielt der Präsident des Vereins, Herr Prof. Dr. Gareis, einen höchst in- fereffanten und belehrenden, etwa ^stündigen Vortrag über die Entstehung und Thätigkeit des Kaichener Freigerichts unter der peinlichen Gerichtsordnung Carl s V., "klarte es als eine Heilige Pflicht der Gemeinde Kaichen, die uns aus alter Zelt überlieferten Ueber^ste des Freigerichts vor'weiterem Verfall zu bewahren und schloß endlich mit einem Hoch auf Se. Ma;, den Kaisir und Se. Königliche Hoheit den Großherzog, in das d e mehrere Hundert betragenden Zu- börer mit Begeisterung einstimmten. Herr Pfarrer Fertsch sprach hierauf im Namen der Gemeinde Kaicben dem Redner seinen Dank aus, welchem er mit allen Anwesenden durch ein Hoch auf den Redner weiteren Ausdruck verlieh. _ , Hoffen wir, daß Herr Profeffor Garets, dem vielseitig ausgesprochenen Wunsche nach- rommend, seine Rede durch den Druck veröffentlichen und so auch weiteren Kreisen zugänglich machen werde. ___________ ____ lit berien? ^be- ber n, bafi »St- 'Ä*3** wurde bie fassen. Nie^ Men Grenzen »i Md dk fd)&* Sucher. tueltbe ebenso lebhaft nberionS'3» "dieselben g bring«1 16 , sich für ein '8VÄe 1‘* •Ätf t iverd^ I „.mW 1 KyK: W-A «fchlossenen Orten und auf dem flachen Lande erweist sich noch als das geeignetste Mitt l den Wucher, wenn auch nicht ganz zu beseitigen o doch wenigstens bald wesent- lick einzuschränken. Soll dieses Mittel seine volle Wirk, amkett entwickeln so ist es unbedma nothwendig, daß die Vorschußkassen in Hmkunff von Letten des Staates mi äußerster Schonung behandelt und nicht, wie dies leider nur so hauftg sowohl tn Oberösterreich, als auch in anderen Provinzen des Reiches geschieht, lediglich als Steuer- obiect behandelt und mit Lasten aller Art direct so überbürdet werden daß ,eme gedeihliche Entwicklung ja selbst die dauernde Erhaltung derselben nicht möglich ist. Werden auch ferner diese so gemeinnützig wirkenden Factoren der Association m ihrer Existenz und Wirksamkeit bedroht sein und in Folge der unerschwmglichen Steuerleistung zur Auflösung genöthigt werden, so bleibt freilich nur der Wucherer der einzige Rathgeber für die kleinen Landwirthe und Gewerbetreibenden zu welchem man immer wieder, selbst wenn man den schließlichen Ruin vor Augen sieht,-Zuflucht nimmt, weil er der Giiniae ist, welcher in der augenblicklichen Verlegenheit Abhilfe verschafft. ^Möchte dock auck in Deutschland, namentlich in Preußen, den Mahnungen. Die Wirksamkeit unserer Creditgenossenschaften auf jede fördern und sie mcht als bloße Steuerobjecte" zu behandeln, von den Regierungen mehr als bisher Rechnung getragen werden! Dr. Schulze-Delitzsch. Dienstag den 30. d. M., Vormittags um 101/2 Uhr, zur Lieferung von Anfangs Januar 1880 bis Ende März 1881 im Submissionswege vergeben: 2500 Kilo weiße Bohnen, Erbsen (Victoria), Braunschm. Cervelatwurst, Gothaer Schinken, im Gewicht von 2, 4 und 6 Pfd., Blasenschinken, zart und wenig gesalzen, Braunschweiger geräucherte Lebermurst, ächte Ucronescr Salami, Rindfleisch-Wurst, gekochte gan;cOchsen?ungen in Büchsen, * , . c nur von der Cornea beer, ! Firma Libbey, beeflongueJ "•l!1 & obby s, y ’ Chicago, in stets frischen Sendungen, empfiehlt 6164 Carl Schwaab’a Delicatcffcn-Haudlung. Gebrannten Kaffee stets frisch in bekannter guter Qualität ä Pfd. JL 1 20, 1.40, 1.60. 1.80 1 empfiehlt (5123 W. Heuser, vorm. F. Bieler. Versteigerung von Bauarbeiten. Dienstag den 23. Sept. I. I., Vormittags 11 Uhr, werden bei Herrn Gastwirth Schäfer zu Hermannstetn nachstehende Arbeiten und Lieferungen zur Herstellung der Freiherr!, von Schenkffchen Hofguts- gebäude zu Hermannstetn unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen öffentlich versteigert: «X H " 6ttl* h-ui- ltln Mch $([grab Submission. Die Arbeiten zur Erbauung einer Brücke mit eisernem Oberbau über die Treisbach, Gemarkung Treisbach, Kreis Marburg, sollen auf dem Submissionswege vergeben werden und zwar: 1) Erd- u. Maurerarbeiten, inel. Material, veranschlagt zu 3048,80 «X 2) Lieferung u. Aufstellung deS Oberbaues mit Stellung der zugehörigen Zimmerarbeit, veranschlagt zu 1852,62 3) Die Anstreicherarbeit, veranschlagt zu 76,55 Jt. Termin, bis zu welchem die Offerten einzureichen sind, ist auf den 26. d. M., Vormittaqs 10 Uhr, bestimmt. Zeichnungen, Kostenanschlag und Bedingungen sind bei dem Unterzeichneten ein,»sehen. Marburg, den 16. Scpt. tsvy. Der ständische Baumeister: 6046) Brüning. „ 1000 „ gedörrte Zwetschen. Die unter pos. 1, 2, 3, 4 und 5 aufgeführten Gegenstände werden einzeln, diejenigen unter 6 und 7 und unter 8 bis 11 aber zusammen vergehen. Bedingungen und Proben find täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags auf dem Bureau der unterzeichneten Direction einzusehen, (von Hülsenfrüchten sind Proben vorzulegen.) Lieferungslustige werden ersucht, ihre Submissionen bis zum 30. d. M-, Bormittags 10i/2 Uhr, in den vor dem Directionsbureau aufgehängten Submissionskasten verschloffen einzulegen. Marienschloß, den 15. September 1879. Großherzogliche Landeszuchthaus - Direction. Seriba. Liefern von Steinplatten, veranschlagt zu ... 200 — Liefern von ca. 80 Bütten Kalk, veranschlagt zu . . 200 — Liefern von ca. 80 cbm Sand, veranschlagt zu . 80 — Die Freiherr!, v. Schenk'sche 6067) Bauverwaltung. Mittwoch den 24. Septbr., Nachmittags 2 Uhr, soll die Ernte von 2 Ackern, bestehend in Hafer (derselbe ist schon geschnitten), Kartoffeln und Dickwurz, versteigert werden. Zusammenkunft auf der Lahnbrücke. Gießen, den 22. September 1879. Großh. Ortsgericht Gießen. 6157)_____Müller._________ V ersteigerung. Mittwoch den 24. d. M., Vormittags 9 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete in seiner Wohnung folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigern, Fettvieh- Verstergerung. Mittwoch den 1. Oktober, Nachmittags V21 Uhr, sollen auf der Oeconomie Louisenlust bei Hirzenhetn 50 Stück schwere, fette Rinder öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Gräfl. Stolb. Gutsvermaltung. 6141) I. Emrich. 6065) Das Grummetgras von mehreren Wiesen hat zu verkaufen. Heinv. AdMNl. 6062) Eine fasteneue^Mahagonikommode ist zu verkaufen. H. Werner. Ieikgeöotenes. 6147) Gnmmiplatten, -Schläuche und -Einlagen billigst bei __Ehr. Horeyseck. Aechte ital. Maecaroni, ächte ital. Parmefankäfe, ächte Deronefer Salami, ächtes Nizzaer Olivenöl, direct bezogen, in vorzüglichster Qualität 6160 bei Carl Schwaab. 6150) Fetten, gelben, schnittreifen Limburger Kase^Pst. 38Pfg.^ in Kisten ä 9 Pfd. Netto (3 Kisten 60 H billiger) zollfrei und franko gegen Postnachnahme; oder ab hier in Kisten ä 36 Pfd. pr. Pfd. 28 3 Kist. pr. Pfd 26 Verpackung gratis. Nichtconvenirende Qualitäten nehme gegen Nachnahme zurück. A. U. Mohr, Ottenfen, (Holstein). Chinesischen Thee neue Ernte ®aifonlS79|188O unter Garantie der Reinheit und Qualität, in durchgesiebter grußreiner Waare, Fin est Longo, extr. superf. Souchong, superf. Flowery Pekoe, in diversen Qualitäten, Chinesischen Ingwer, in Originaltöpfen von 7, 4 und 1 Pfund, candirten Ingwer, in Blechdosen empfiehlt 6163 Carl Schwaab. 6061) Localveränderungshalber verkaufe mehrere Hobelbänke mit oder ohne Werkzeug; desgleichen eine Parthie gebrauchte Gegenstände, Bettstellen, Tische und sonstige Mobilien zu billigen Preisen. ____________ H. Werner. Cocosläufer, Ketten- und Bürsten-Matten, sowie Seegrasvorlagen in jeder Größe empfiehlt billigst (5850 ________M. WeiHbäcker. Neues Mainzer Sauerkraut empfehlen (6154 J. A. Busch Söhne. Hohe KafEee’s: pr. Pfd. v4L reinächt afrik. Mocca „ arab. „ Java (garantirt schmeckend) . . desgl. . . . . . desgl. ..... Java, gelb, . . . „ braun, . . Ceylon . . . . -.80 1.50 6161 j Geräucherten - - „ 1-04 - - „ 1.12 - - ii 1.20 - • „ 1-50 • . „ 1.70 JL 1.35-1-60 ächt Demerary - Honduras in div- Qual. . - -X. 1.10—1.35 bei größerer Abnahme entsprechend billiger, empfiehlt W. Heuser, 5122)vorm. F. Bieler Spick - Aal in Carl Schwaab’s Delicateff^nbandlung. Zoebeneingetrossen: | Echte braunschw. Leberwurst, Prima Schinkenwurst, fein eingelegte Zungenwurst, Schwartenmagen re. bei C. R. Textor. Einmachfässer empfiehlt billigst 5969) Louh JLony. Chocoladen u. Cacao’s von der Compagnie frangaise, „ Ph. Suchard in Neuchatel, „ Gehr. Stollwerck in Cöln, „ Meunier, Lombart suc., Paris bei (6162 Carl Schwab, Kleingemachtes Brennholz empfiehlt (4541 S. Katzenstein, Holzhandlung. NB. Bei Bestellungen pr- Stadtpost wird Porto vergütet. Kieler Bücklinge treffen wöchentlich mehrere Mal ein in (6165 Carl Schwaab s Micatessen - Handlung. Cocos- u. Ledermatten empfiehlt (5970) Louis LvNy. 6072) Kuhmist verkauft Eduard Noll, Neustadt. * Das Neueste in ♦ | Herbst- unö Mnterkleiüerstostm r ♦ nebst da;u passendem Besah ♦ X von Jt 0,50 bis zu 1.10 in reiner Wolle, (4695 X t 8|4 breite reinwollene Lamas ♦ J JU 1.20, empfiehlt in reichhaltigster Auswahl ♦ Holbery, Kirchenplatz. | Für IVettbattlen empfehle Werksteine, nach Zeichnung und Maaß bearbeitet per Cubik- met-r von 40—75 «x, ferner gefcbuittene Marmorplatten für Wandbekleidungen, Fensterbänke und Treppentritte rc., Marmor- blöcke in allen Dimensionen, Kalkschrottel für Hochöfen und chemische Fabriken, sowie Kalkbrennereien, zu billigsten Preisen. (4864 J. Wilhelm Nachfolger, QQQOQQQOQQQQQ QQQQQ OOQQ OQQQQQQC3QOQCXX3 Keinen holländischen Tabak der Firma Q Henricus Oldenkott H. Zoon & Co. 8 D per Pfd. per Pfd. -3i 8 Handelsverein» 80 100 120 120 130 140 140 160 200 200 240 240 Superfine Varmas • Varmas I . . . Bahia Krüll • • . Varinas 0 . . . Maracaibo • Kanaster Cuba M tl M tf Halskanaster • • • T. Zoort .... H. „..... Fyne Shag . . . Varinas en Portorico Kanaster I ... (Franz Bock) Marmorbruch bei Metzlar. Curayao-Kanafier per Pfd. 300 Trotz der Tabaksteuer werden sämmtliche Sorten noch ohne Preiserhöhung verkauft. (6168 te Amsterdam empfiehlt die Delikatessenhandlung von Carl Schwaab, Seltersweg 11 Haupt-Depot für Gieß en. General-Dersammlung Dienstag, den 23. Septbr., Abends 8 Uhr, im Cafe Ebel. Tages-Ordnung: 1. Eingänge. 2. Mittelrheinischenfabrikantenvereinmitgliedschaft b etreffend. 6107 Zu der in CarlSruhe am 30. September a. c. stattfindenden Gewinn- riehung der ~ Badischen fl. 33-Loose Hauptgewinn JL 68,571.43, sind Originalloose & JL 240, uno nach Vorauskürzung des geringsten Gewinnes Ganze Loose » JL 140.-, Halbe ä JL 70 —, Viertel ä JL 35 —, Achtel a JL 17.50 und Scchszehntcl- Antheile ä JL 9.— noch vorräthig im Bankgeschäft von 6142) Moriz Stiebet Sohne in Frankfurt a. M. 5987) Das Unfertigen von Stühlen aller Gattungen, sowie das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen und alle einschlagende Artikel in Dreherei werden rasch und reell besorgt von J. Häuser, Drechsler- u. Stuhlmacher, ____________Neuenweg B. 179 6094) Ich bezahle für frisch geschossene Hasen per Stück 3 Mk. 30 Pf., für das Pfd. Rehwild 80 Pf. Wildprethändler Ebel, _________Marktstraste. 6145) Ein junger Mann, der das Gymnasium absolvirt hat, wünscht jüngeren Schülern des Gymnasiums oder der Realschule des Abends von 8 bis 10 Uhr gegen eine Vergütung von 50 H pro Stunde Nachhülfe zu leisten. Zu erfragen in der Exped. d. Bltts. _ 6152) Zöpfe von ausgekämmten Haaren werden für 90 H dauerhaft und schön angefertigt. H. Plank, Friseur, Seltersweg 11. "Unterzeichneter empfiehlt sich zur Fertsi gung schriftlicher Arbetten in und außer dem Hause, sowie zur Besorgung von Rechnungen rc. und aller sonstigen Arbeiten. LouiS Magen, wohnhaft bei Seiler Huhn, Wallthorstraße. Gegründet 1831. Herzog Baiperkschnle zu Holzminden a. d. Weser, a) Schule fürBavhandwerkcr, Baubefliffenc rc. b) Schule für Maschinen' und Mühlenbaucr, Schlosier rc. Ta» Wintersemester beginnt am 8.Novdr.,dcrVorberritungsnnterricht für UI. u II. Elaste am 6. ©rtobrr. 'L/rpflegungüanstalt mit (Safrrncmcnt. Programm kostenfrei. Der Direktor G.Haarmann. ii ■101'1118—— Tüchtige Steinhauer auf sofort gesucht von (6097 Aug. Nauheimer Wwe. 6116) Eine gebogene Meerschaum Ctgarrenspltze mit silbernem Reif verloren; abzugeben gegen Belohnung in der Exped. dss. Bltts._______________________ 6091) Bei mir kann gekeltert werden. Küfer Klemmrath, Weidgaffe. Dennietyungen. 6149) Eine Familienwohnung sofort zu vermiethen. Ga. 9toU, Gärtner. 6144) Ein gut möbttrtes Zimmer per 1- Oktober zu vermiethen. Chr. Keller, Markscheider, ____________ Ludwigsplatz.__________ 6146) Kleine Wohnung zu vermielbcn bei Chr. Horeyseck. 6167) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen bei Philipp Bötz, Gartfeld. 6158) Der zweite Stock meines Hauses ist per 15. Oktober zu vermiethen. _______Carl Heuzeroth, Marktplatz. 6159) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Zu erfragen im Laden bei _________________M. Weiner. 6156) Ein kl. freundl. Familienlogis und ein möbl. Zimmer mit Kammer, passend für einen Einjährigen zu vermie- then. Neustadt D. 56. 5465) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei C. Fr. Conrad, Friseur, _______________Mäusburg 48._______ 3714) In meinem neu erbauten Hause im Hinteren Gartfeld sind mehrere kleine und größere Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und allen Bequem- lichkettcn zu vermiethen und alsbald beziehbar^ W. Seuling 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Familie sofort zu vermiethen. __Dr. Ploch. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter HauseS. 5999) Ein schönes Logis von 4 bis 5 Zimmern zu vermiethen bei ______________H. Kinkel, Conditor. 6112) Zwei möblirte Zimmer, ein größeres und ein kleineres, sofort beziehbar, zu vermiethen. H. Döring, Grünberg er S trn ß e. 6133) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Carl Loth, Brandgasse. 6134) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Heinrich Mühlich, Flügelsgasse. 6115) Eine hübsche Mansardenwohnung an eine ruhige Familie billig zu oer; miethen. Marburgerftraße Lit. A. 179.__ 6104) Ein kleines Logis zu vermiethen. Löwengassc C. 117. 6100) Ein Familien - Logis zu vermiethen. Bäcker K Plank, Wolkengasse. 6098) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen, auch kann auf Verlangen Kost dabei gegeben werden. Kaplansgasse Nr. 219. 6084) Ein gut möblirtes Zimmer, seither von Einjährigen bewohnt, ist zu oer- mielhen. Lindenplatz A. 29. 6069) Ein Logis vermiethct. I. Benner, Neustadt. 5998) Eine Familienwohnung zu vermiethen bei P. Herbert, Neuenweg B. 191. 5712) Der 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Oktbr. beziehbar. _________Peter Pitz, Zimmermeistcr. 5818) Ein Familienlogis per Anfang December, sowie ein hübsches, möblirtes Zimmer, zu vermiethen bei Wilh. Barthel, Grünbergcr Straße. 5966) Ein gut möblirtes Zimmer per 1. Oktober zu vermiethen. ________________Böger, Uhrmacher. 6030) Eine Mansarden - Wohnung zu vermiethen bei I BeUoff Ww., 43831 Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. 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