w L «Hk tn * lntWntta ** sch. da e n. E.ei? während ,b lut Kinder Wellung von -den Besuchern Concerte. ei Restauration «rt a. M. ein* stempelt werden bis iOV2 Ubi (548) Jereli. n, machen wir Besitzer von ein- Pstanzen zugp treten zu sehen. Letzten Gelt- i 25. August an i tlle* er ausgrskllslr iM statt. cee 25&. 3ti. 6 llbr N M Aw- ^biNvUhr en« «'■,,S' (5199 100,000 M i r. ler 16 » *S 60- ’ fr Kr. ISS Samstag den 23. August 187S. Meßmer ^nMger Iiffigr- und Amtsblatt fit den Kreis Gieße». RedarttonSbureau r Expeditionsbureart r } Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Wo tili sch er Hheit. Zur allgemeinen politischen Lage. Was über die allgemeine Lage der Dinge in letzter Zeit bekannt geworden ist, läßt zwar die Gefahren ahnen, von denen der Weltfrtede später einmal bedroht werden kann, zeigt aber doch ein so befriedigendes Gesammt- bild der Lage, daß man sich nicht mit unnützen Sorgen zu quälen braucht, sondern für geraume Zeit einer ruhigen Entwickelung der Dinge mit Gewiß« heit entgegensehen kann. Den dunkelsten Punkt am politischen Horizont im Osten bilden die täglich unhaltbarer werdenden Zustände in Konstantinopel, wo die in den höchsten Kreisen herrschende Verwirrung und Verderbniß alle Verhältnisse unsicher macht und das von Noth und Elend geplagte Volk zur Verzweiflung zu treiben droht. Die europäischen Mächte stehen dort tndeß schon lange gemein- sam auf der Wacht, um dem Aeußerften, wenn es endlich eintreten sollte, nicht unvorbereitet entgegenzutreten. Ihr Bestreben ist vor der Hand hauptsächlich darauf gerichtet, die Pforte zur Erfüllung der durch den Berliner Vertrag übernommenen Verpflichtungen, einerseits zur Regelung der griechischen Grenzfrage, andererseits zur Einführung von Reformen in den ihr noch verbliebenen Provinzen zu bewegen. Die griechische Frage ist gerade jetzt, nachdem die Pforte ihre Com- mifsare für die neuen Unterhandlungen ernannt hat und der Beginn der letzteren auf das Drängen der Mächte unmittelbar bevorsteht, von Neuem in Kuß gerathen, und bei der ernsten Absicht Europas, auf Durchsetzung seines Willens zu bestehen, darf man wohl auf eine befriedigende Lösung der leidigen Frage hoffen. Seitdem ferner englische Minister die Nothwendigkeit der türkischen Reformen im Parlament öffentlich hervorgehoben haben, ist an dem Einverständniß der Mächte, England etngeschloffen, über diesen Punkt nicht mehr zu zweifeln. Nicht mit Unrecht wird die bevorstehende Uebersiedelung Lord Duffertn's, des bisherigen englischen Botschafters in Petersburg, nach Konstantinopel dahin gedeutet, daß England von nun an die Rolle des Mahners und Drängers übernehmen wolle, ja sich wohl gar für gewiffe Fälle mit Rußland über eine gründliche Lösung der orientalischen Frage geeinigt habe. Diese Vermuthung führt uns von selbst auf die Beziehungen der europäischen Mächte zu einander, speciell auf den westlichen Horizont unseres Welttheils. Gewiffe durch die Thiersfeier in Nancy veranlaßte Vorgänge haben Deutschland bewiesen, daß das Feuer des Deutschenhaffes und des Strebens nach Revanche unter der Oberfläche des politischen Lebens jenseits der Vogesen noch immer weiter brennt. Mag daher auch die deutsche Regierung die maßvolle Haltung der gegenwärtigen Leiter der französischen R'publtk bei der Nancyer Feier, wie bet fast allen auswärtigen Fragen mit »och so lebhafter Genugthuung anerkennen, sie kann sich doch nicht der Verpflichtung entschlageu, die Bewegungen der Volksstimmung, wie der von letzterer abhängigen Regierung scharf im Auge zu behalten und sich gegen etwaige Äusbrüche feindseliger Leidenschaften im Stande der Vertheidigung zu erhalten. Lou diesem Gesichtspunkt aus hat man auch den jüngsten Angriffen der russischen Preffe auf Deutschland von Berlin aus nicht gleichgültig zu- jeben können: unter gewissen Umständen könnten dieselben ja einen Umschwung der russischen Politik zu Ungunsten Deutschlands befördern. Glücklicher Weise steht das Freundschaftsverhältniß Rußlands zu Deutsch- land, weil auf die persönlichen Beziehungen der beiden Souveräne zu einander Mündet, gesichert genug da, um von Agitationen der Preffe nicht erschüttert W werden. Die Besorgniß vor einem gegen Deutschland gerichteten russisch- französischen Bündniß wird zudem gegenwärtig gerade durch die Annäherung Englands an Rußland, die durch die überaus schmeichelhaften Aeußerungen Lord Beaconsfields über Kaiser Alexander im Parlament offenkundig geworden ist, ebenso sehr vermindert, wie durch die unleugbare Thatsache, daß die Destmächte, aller offictellen Versicherungen von völligem Einverständniß ungeachtet, in Egypten mit ihren Jntereffen fortwährend feindselig auf einander stoßen und sich im Geheimen als Nebenbuhler betrachten, welche dort auf die Dauer unmöglich ruhig neben einander wohnen können. Vor Allem aber darf bet der Beurthetlung der allgemeinen politischen Lage daS intimeVerhältniß zwischen Oesterreich und Deutschland nicht außer lcht gelaffen werden, welches durch den Besuch des Kaisers Franz Joseph in Gastein, sowie durch das zur Feier des Geburtstages deffelben auf Schloß Babelsberg veranstaltete Galadtner einen neuen Ausdruck gefunden, auch durch dm Rücktritt des deutschfreundlich gesinnten Grafen Andraffy nicht an Festig- lett verloren hat, da. die Pflege der bestehenden guten Beziehungen zwischen beiden Kaiserreichen für die Wahl seines Nachfolgers an entscheidender Stelle in erster Linie steht. Oesterreich im Bunde mit Deutschland sichert eine iriedliche Entwickelung der Dinge nicht blos im Orient, sondern auch in Europa selbst. _______________ Deutschland. Au* dem Großherzogthum Hessen. Das evangelische Verordnungsblatt publictrt in Form eine- Ktrchengesetzes die neue Dtenstpragmattk die Geistlichen, welche Bestimmungen über Erlangung des geistlichen Amtes, die Dienstverhältntffe der Geistlichen während ihrer Amtsführung und über die Erledigung der Stellen, den Austritt aus dem Amte und die Versetzungen enthält. Vorbedingung zur Anstellung im Dienste der Landeskirche ist der Nachweis der erforderlichen wiffenschaftlichen und praktischen Ausbildung (Maturitätsprüfung auf einem deutschen Gymnasium, Facultätsprüfung vor der theologischen Facnltät zu Gießen, Schlußprüfung vor der Prüfungs-Commission zu Darmstadt). Der ersten Prüfung muß ein mindestens dreijähriges Studium auf einer deutschen Staats-Universität, der Schlußprüfung der einjährige Besuch des Predigersemtnars zu Friedberg vorausgegangen sein. Für nichthesstsche Theologen gilt beim Eintritt in den Dienst der Landeskirche die Prüfung vor einer Prüfungsbehörde eines deutschen Staates als Facultätsprüfung und kann das Ober-Consistorium vom Besuche des hessischen Prediger- Seminars dispensiren, wenn der Candtdat eine andere ähnliche Anstalt besucht hat. Innerhalb seines Kirchspiels ist der Pfarrer ausschließlich zur Vornahme geistlicher Amtshandlungen befugt. Berlin, 20. August. Die „Prov.-Corresp." hälr in einem „Die Parteistellung bei den Wahlen" überschriebenen Artikel gegenüber mehrseitigem Widerspruch fest daran, daß die Losung bei den Wahlen keine andere fein könne, als nationale Arbeit und Selbständigkeit oder Abhängigkeit des nationalen Wohlstandes von den Leistungen der fremden Industrien. Die Corre- spondenz erklärt sich gegen die Behauptung, daß die Mitfeststellung des Zolltarifs, also der Schutz der nationalen Arbeit, nicht zu den Aufgaben des Landtags gehöre. Die Regierung muffe die Männer, von denen sie Unterstützung im Landtage erwarten dürfe, vor Allem daran mit Sicherheit erkennen, wie dieselben sich zu der wichtigen Entscheidung der Retchspolitik stellen, wofür die Staatsregierung mit aller Energie einzustehen die Pflicht und den Willen habe. — Die „Prov.-Corresp." hebt anläßlich der beabsichtigten Städtetage hervor, daß von einer Zuständigkeit der städtischen Obrigkeiten zur Kritik der Reichs- und Landespolitik keine Rede sein könne. Jeder derartige Versuch sei unzweifelhafte Ueberschrettung der Zuständigkeit und ein Mißbrauch der Autorität der Stadlvbrigkeiten. — Die „Prov.-Corresp." bekämpft ferner die von liberalen Blättern hervorgerufene Furcht vor dem ungreifbaren Schreckbilde, das man Reaction heiße. Die Regierung muffe erwarten, daß diejenigen Wähler, welche entschlossen seien, die Regierung zu unterstützen, von den Wahlbewerbern das Erkennungszeichrn fordern, woran zur Zeit Freunde und Gegner der Regierung am sichersten zu unterscheiden feien: Erklärung für Schutz oder für Preisgebung der nationalen Arbeit. — Unterstaatssecretär v. Goßler wurde bereits gestern in sein Amt eingeführt und har sofort die Geschäfte übernommen. — Die „Nordd. Allg. Zrg." erklärt die Meldung des „Berliner Tagebl.", der Posten eines elsaß- lothringischen Unterstaatssecretärs für Handel, Gewerbe und Landwtrthschaft werde höchstwahrscheinlich nicht besetzt werden, für falsch und bemerkt, die Besetzung werde erfolgen, sobald die bezüglich der Personenfrage schwebenden Verhandlungen ein definitives Resultat ergeben hätten. — Die Einführung des allgemeinen Stückgut-Frachttarifs seit dem 1. Januar d. Js. wird in den Berichten zahlreicher Handelskammern als ein entschiedener Mißgriff bezeichnet. Der Elberfelder Handelskammer-Bericht behauptet , daß er eine Vertheuerung der Fracht von 20 bis 25 pCt. zur Folge gehabt habe. Die Hoffnungen, welche bei Einführung des neuen Tarifsystems auf die Vermittelung des Speditionsgeschäfts durch Einführung von Sammelgut-Ladungen gesetzt wurden, heißt es darin, sind nicht erfüllt worden. Den Löwenantbeil des dadurch erzielten Vortheils bat das Speditionsgeschäft an sich gehalten und durch Hinausschieben der Lieferungsfristen die Benutzung dieser Vermittelung fast unmöglich gemacht. Bet der großen Mannigsaltigkelt der Artikel einzelner Branchen, z. B. des Droguen-, Farbstoff« und Chemikalienhandels, würde die Einführung einer zweiten ermäßigten Stückgutsklaffe, sofern damit eine Heraufsetzung des übrigen Stückguttartfs verbunden ist, eine Frachterhöhung dieser Artikel zur Folge haben und damit der Waarenhandel, soweit er nicht Maffenartikel oder besonders protegirte Maaren betrifft, erneuten Nachtheil erleiden. Deshalb ist die Einführung einer Sammelgutklaffe Seitens der Eisenbahnen selbst in Anregung gebracht, von der man glaubt, daß sie auch den Bahnen Vorthetl bringen werde. Rußland. Petersburg. Der Zeitungskrieg russischer Blätter gegen Deutschland dauert fort und der bekannte Artikel der „Nordd. Allg. Ztg.", in welchem sie das ruffenfreundliche Verhalten des Fürsten Bismarck auf dem Berliner Congreß nachwies, findet in zwei Leitartikeln der russischen Petersburger Zeitung einen Übeln Widerhall. Das russische Blatt ereifert sich ohnmaßen über die deutsche Niedertracht, die Alles thut, um dem unschuldigen Rußland in jeder erdenklichen Weise zu schaden und die nicht ruhen wird, bis die baltischen Provinzen von Rußland abgeriffen und dem germanischen Reiche einver- leibt fein werden. Großen Erfolg werden nun diese Hetzereien zwar unmittelbar nicht haben können, aber sie werden doch immerhin eine Mißstimmung zwischen Deutschland und Rußland vorbereiten helfen und den Weg zu einer politischen Gegnerschaft bahnen. Warum russische Blätter gerade den gegen- wärtigen Zeitpunkt für ihre Ausfälle gewählt haben, ist auf den ersten Blick fr502) hch In unserem Km« sgolgender ginfrofl > Louise Roth selbst s-'t l.JaM Mm „Louise R' AW mit fiuijwa Gießen, den 19. ÄroßherzoMes E Langs Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. G»rrespoudeur-«urea». Gastei«, 21. August. Fürst Bismarck ist heute Mittag um 1 Uhr tycr Bxj einem gestrigen Diner in der hiesigen Präfektur hielt der Ministerpräsident Waddington eine Rede, in der er die Rechte des Staates in der Frage des Unterrichts betonte und erklärte, die Regierung sei fest entschlossen, die Freiheiten des Gewissens und des Unterrichts zu respec- tiren und ihnen Respect zu verschaffen. Die Entwürfe Ferry's enthielten keinerlei Verletzung dieser Freiheiten; sie beschränkten sich darauf, du alten Rechte des Staates in ihrer Integrität wieder herzustellen. Waddington erklärte, die Regierung sei entschloffen, die Ferry'schen Entwürfe vor den Kammern zu ver- theidigen, und schloß mit der Erklärung, daß der Frieden gegenwärtig ein vollkommener und unbedingter sei; Frankreich unterhalte mit allen auswärtigen Mächten die freundschaftlichsten Beziehungen. Wien, 21. August. Die „Poltt. Corresp." meldet aus Konstantinopel: Die erste vorbereitende Sitzung der griechisch-türkischen Grenzcommission wird wahrscheinlich am 23. d. stattfinden. Die Thätigkett der Botschafter bei den fraglichen Verhandlungen wird sich ohne Präjudiz für event. osficielle Vermittelung auf eine versöhnliche Einflußnahme auf die Verhandlungen nach Maßgabe etwa auftauchender Schwierigkeiten beschränken. — Dieselbe Corre- spondenz meldet aus Bukarest: Der frühere rumänische Agent in Serbien, Sturdza, ist zum diplomatischen Agenten in Sofia ernannt worden. — Graf Andraffy ist heute aus Terebes etngetroffen und hat in Schön- nicht leicht erklärlich, doch glauben wir, daß die deutsche Petersb. Zeitung ' das Richtige trifft, wenn sie schreibt: „Das allgemeine und tiefgehende Mch- vergnügen, welches sich eines Theiles unserer Gesellschaft nach dem Berliner Congreß bemächtigt hat, findet nach wie vor in den Auslaffungen der Preffe über die auswärtige Politik einen Ausweg, durch welchen die überschüssige Hitze gefahrlos entweichen kann." Daß „überschüssige Hitze" diesen Zeitungs- hiea hervorgerufen und ihm seine Schärfe gegeben habe, damit sind wir wohl einverstanden, ganz so „gefahrlos", wie die deutsche Petersb. Zertung meint ist die Sache aber doch nicht, wenn sie auch eben nur als Symptom aufgefaßt werden muß. Oesterretchische Blätter wollen wissen, die Zornesausbrüche russischer Zeitungen seren geradezu vom Fürsten Gortschakoff angeregt worden, weil dieser sich vom Fürsten Bismarck persönlich nicht genug respectirt glaube, aber selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, so kann doch vernünftiger Weise nicht bestritten werden, daß Gortschakoff oder die russische Regierung mit leichter Mühe diese Ausfälle verhindern könnte. -Jt- R. Text» _ Au« Verl rjititt unt Tapeziere L-n-ittv-e W- den S fand I. Mf-k *'n 6ouÄ N« überbrachte s a«w: LH« und wofür dttse *fl3 btdauernswerrre r.ufitt aber die nkmi f.: in ihrem Gtburs» »<>.«!? rrm Dein s>e 1 i6ntn' \ LZrL schwersten Wunden geschlagen. In diesem Sinne übergebe ich im Namen und Auftrage des Central-Comitees das Landes-Denkmal den Vertretern der Stadt Darmstadt." Herr Oberbürgermeister Ohly von Darmstadt nahm Namens der Stadt das Denkmal mit nachstehender Erwiderung an: „Im Namen der Stadt nehme ich das kostbare Geschenk, welches ihr in dem soeben enthüllten herrlichen Denkmal geboten wird, an. Es geschieht dies mit dem Ausdruck aufrichtigen Dankes gegen die patriotischen Männer des ganzen Landes, welche mal vorüber- „ ... Unser schönes Landesfest fand in seinem officiellen Theile einen in ieinem Verlauf für das ganze Hessenland hochcrfreulichen Abschluß in dem Festdiner, zu welchem sich Nachm.ttags 2 Uhr circa 250 Theilnehmer im Saalbau einfanden Das Eentrat- Comitee, an dessen Spitze Seine Durchlaucht der Fürst zu Usenburg und Büdingen, mehrere Standesherrn des Großherzogthums, darunter Se. Erlaucht der Gras zu Erbach-Schönberg, Se. Erlaucht der Graf zu Solms-Laubach. Se. Erlaucht der Graf zu Solms-Rödelheim u. A., die Spitzen der Cioil- und Militärbehörden, die geladenen Ehrengäste, darunter die Führer, welche im Feldzuge 1870 und 1871 der Heimchen Division angehört haben und wieder aus ihr geschieden sind, General-Lieutenant v. Wittich und Generalmajor Stumpf, Vertreter der Kunst, sodann Mitglieder der beiden Kammern der Stände, Deputationen von Gemeinden des Landes, welche meist durch ihre Bürgermeister oder Beigeordneten vertreten waren, das Ossicier-Corps der Linie und der Reserve, endlich zahlreiche Bürger unserer Stadt und des Landes bildeten die Tischgesellschaft, welcher die Ehre zu Theil werden sollte, wahrend des Mahles sich des Erscheinens Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs in Begleitung Ihrer Grobherzoglichen Hoheiten der Prinzen Heinrich und Wilhelm zu erfreuen- Die Decoration des Saales, ein Werk des Herrn Kaufmann Berben ich, war eine überaus prachtvolle. Vom Musikpodium strahlten den Festgasten aus pracht- vollem Pflanzenschmuck die Büsten Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs und Seines Höchstseligen Oheims entgegen; zwischen beiden stand ein Ausbau von Wassen und Kriegstrophäen, welche Seme Königliche Hoheit der Großherzog die Gnade hauen, aus Seiner reichen Sammlung zur Verfügung zu stellen. Die gegenüberliegende Wand war geschmückt mit den Büsten Seiner Majestät des Kaisers und Seiner Kaiserlichen Hoheit des Kronprinzen. Deutsche und hessische Fahnen zierten ringsum den $ Den ersten Trinkspruch brachte Seine Durchlaucht der Fürst Bruno zu Nienburg und Büdingen mit folgenden Worten aus: , „Unser erstes Glas, in Ehrfurcht dargebracht, gilt dem erhabenen Sch'rniherrn des Deutschen Reiches und dem vielgeliebten Herrn des Hessenlandes. Dem siegreichen Kriegsherrn des Deutschen Heeres und den ruhmbedeckten Führer unserer Heimchen Division, Seiner Majestät dem deutschen Kaiser und Seiner Königlichen Hoheit dem 1 °$ r a uienb bburäf4aÜfb a § Hoch ben Saal unb stehenb hörten bie Versammelten bie von ber Musik intonirte Nationalhymne an- Diesem Toaste folgte berjenige Sr. Excellenz bes Herrn Staatsministers Frei- Herrn v. Starck, welcher bie hessische Division mit folgenden Worten feierte. „Unmittelbar nach dem Zeichen ber Ehrfurcht für die Allerhöchsten Kriegsherren werben Sie sich gebrängt fühlen, ber Armee zu gebenken bereu Begeisterung, Tapferkeit unb unvergleichlichen Hingebung unter ben schwierigsten Verhältnis en im ö »er- banken, baß vor 9 Jahren der deutsche Boden von fremder Invasion verschont geblieben und bie Selbstbestimmung bes Vaterlanbes über jeme politii$e Gestattung bewahrt worden ist. So sehr dieses Verdienst der ganzen deutschen Armee und ihrer melsttr. lieben Führung gebührt, so gewiß gebührt mindestens der oerhaltnißmaßige Theil daran der hessischen Division. Ihr gilt dieser Ehrentag des 18. August, ihr zur Ehre und Dank haben wir bas Denkmal errichtet, besten Hülle heute gefallen ist unb das foitan nicht blos der Stadt unb bem Lanbe eine Zierbe unb cm Schmuck, sonbern auch ben Mitlebenben unb ben künftigen Generationen eine Erinnerung sein wird an eine furchtbare Krisis im Völkerleben, deren Entscheibung so gerecht. wie glücklich bie Giichute bes beutschen Vaterlanbes in neue, glorreiche Bahnen gelenkt hat. Es soll dies Denk- mal ein baucrnbes Zeichen bes Dankes der Stammesgenosfen sein für alle Glieder unserer hessischen Division, bie für uns gegen den Femb gezogen sind; wir danken den Führern der Division, welche bas nachwaehsenbe Geschlecht in den kriegerischen fugenden erziehen unb geschickt machen, bie Sicherheit unb Unabhängigkeit des Vaterlandes u schützen; wir widmen ein wehmüthiges Andenken voll nie erlöschender Dankbarkeit den Gliedern der Division, welche für das Vaterland ihr Leben geopfert.haben. Möge auch in jedem künftigen Augenblicke der Geschichte, in wachem es noth thust das Bertrauen auf bie Tapferkeit unb Hingebung unserer Bruber in Waffen so g^echtsertigt werben- wie es 1870/71 gerechtfertigt worden ist. In dieser Zuversicht bitte ich Sie, sich mit mir zu vereinigen in bem Rufe: Die hessische Division lebe hoch. Auch bieses Hoch wurde begeistert aufgenommen. ( Fortsetzung folgt ) __ — Lokales. Gießen, 22. August. Der Ausbruch ber Lungenseuche in Wieseck ist ein schwerer Schlag für die Stadl Gießen, indem nach Constalirung der Seuche 4 Monate lang keine Viehmarkte hl Selbst abqehalten werten dürfen. Wi, lang sich db-rhanpt dies-Markt,»«-- entgleit sich qanj d-r B-1-chnun«. da bei eee Tückt|chk<,t dc- Seuche e n damit beh-fteleS THN- erst nach Ablaus bon 3 Mauaten sichere Zeichen der Krankhei lau we.sen iann. ® W wird «°n jetzt an nach Ablauf «°n 3 Monaten ine Krantheti an entern anderen Stuck We» conflatht, so müsien weitere 4 Monate Markt,perre angeordnet werden Daß neben der Warr sverre auch noch eine Ortssperre angeordnet werden kann, versteht sich von selbst. Wir lassen hier noch Den Wortlaut des Art 372 des Polizeistrafgesctzes folgen, um die Betroffenen mi demselben ebekannt b daraufhin -üt. Staiisp-rre für bn betreffende Biehqattuna von der Polizeiverwaltungsbehorde angeorvnet 'st, , so darf wahrend Dauer dieser Sperre kein Dieb dieser Art aus dem Stalle heraus in die Nahe von anderem Vieh derselben Gatlung gebracht werden. Ebensowenig dürfen Gegenstände^ wodurch die a steckende Krankheit weiter verbreitet werden kann, namentlich Vichhaute, Horner, Fleisch, Mist Stroh und ® ütter, welches in einem Stalle war, wo sich krankes Vieh befindet odn Pfunden hat, an Orte gebracht werden, wo anderes Vieh damit in Verbindung kommen ami- '^ " Jst^ eine Orts- oder Bezirkssperre angeordnet, so darf weder Vieh noch Gegenstands wodurch die Seucke weiter verbreitet werden kann, aus Dem Orte oder Bezirke Heraus, auch innerhalb derselben an Orte geführt oder gebracht werden, wo anderes Vieh hinkommen ka . LideehLngeu weode°n mi. 3 618 20 ft, wenn aber im Fast. W * Absatzes das aus dem Orte oder Bezirke ausgeführte Stück Vieh mit der ansteckenden Kran h behaftet ist, mit 10 bis 50 fl. bestraft. («;c6en, 22. August. Bei ber Beerdigung des ertrunkenen Soldaten geitern Nachmittag kamen höchst widerliche unb bie Feier ftörenbe Scenen auf dem Friedhof uim Vorschein. Nachbem bas Portal des Friedhofs gespent war, Üurzttn Al um mit schreienden Kindern auf dem Arm, sodann erwachsene Kinder und Personen u ben Friebhof herum, sich am oberen Enbe Eingang verschaffend und zum Grab seit Jahren der Denkmals-Angelegenheit ein reiches Maß von Zeit unb Arbeit geroibnut haben, insdesonbere gegen Sie, hochverehrte Herren Präsidenten und Mitgliider des Central-Comitees; mit dem Ausdruck des Dankes gegen die Künstler, welche den Geist ber großen Zeit, der das Denkmal gewibmet ist, in ihrem Werke so trefflich verköipert haben; mit dem Ausbruck bes Dankes enblich gegen alle Diejenigen, die durch ihre Gaben bie Errichtung besDenkmals ermöglichten, sowie gegen Diejenigen, welche buich ihr persönliches Eischeinen aus allen Theilen des Landes und zum Theil aus weiter Ferne bie heutige Enthüllungsfeier verherrlichen helfen. Die etabt Darmstabt ist sich aber auch ber moralischen Pflichten bewußt, welche ihr mit Uebernahine bes Landes- Denkmals erwachsen. £?ie soll unb wirb es zu allen Zeiten hüten und schirmen in bem nationalen unb patriotischen ömn unb Geist, in dem es ec richtet roorben i|t unb uns heute übergeben wird. Es soll nicht blos ein äußerliches Erinnerungszeichen fein an bie ruhmvolle Theilnahme unserer hessischen Division an ben siegreichen Kämpfen gegen ben alten Erbfeinb unseres Vaterlanbes, nicht blos ein äußerliches Denkmal für die treuen Tobten, welche bie Einheit unb Freiheit des deutschen Vaterlandes in jenen Kämpfen mit ihrem Herzblut besiegelt haben — nein, es soll stets mahnen, das schwer Errungene treu wahren zu helfen, insbesondere dem Heranwachsenden Geschlecht die Hingabe an Kaiser unb Reich, bie Liebe zu Fürst und Vaterland unb bie Opferwilligkeit unb Pflichttreue einzupflanzen, in der in ben Kämpfen ber Jahre 1870 unb 1871, insbesonbere am 18. August 1870, Seine Majestät der Kaiser unb ber tapfere Führer unserer Division, unser allverehrter Großherzog, leuchtende Vorbilder gaben. So lassen Sie uns denn in ber heutigen festlichen Stunde unsere patriotischen Gefühle unb Die feierlichen Gelöbnisse, welche wir vor biesem Denkmal für die Zukunft ablegen wollen, zusammenfafsen in bem einstimmigen Rufe: Seine Majestät ber Kaiser unb Seine Königliche Hoheit ber Großherzog leben hoch!" Em Gesangsoortrag noch unb bie Feier war beendigt. Zum Schlüsse der Enthüllungsfeier fand von allen Truppengattungen ein Vorbeimarsch vor Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog unb an dem Denkmal vorüber statt, ber für alle Waffengattungen in Zugssiont erfolgte. Auch ber ^estzug zog in ber Reihenfolge, wie er gekommen, an ben Allerhöchsten Herrschaften unb dem Denk- Brunn Aufenthalt genommen. , Petersburg, 21. August. Durch Erkenntntß des Odessaer Kriegsgerichts in dem am 17. d. beendeten politischen Proceffe wurden die Angeklagten Tschubaroff, Lesogub, Davidenko, Wittenberg und Ligowenko zum Tode durch den Strang, Fräulein Gukowskaja zur Ansiedelung in Sibirien, die übrigen 22 Angeklagten zu Zwangsarbeiten bis zu 10 Jahren verurtheilt. "Athen, 21. August. Ein königliches Decret ruft 8000 Mann des zweiten Aufgebots der Tcrritorial-Armee zu den Fahnen. — Der König hat seine Reise nach Europa vertagt. Hannover, 21. August. Die heutige außerordentliche Generalversammlung der Hannover-Altenbekener Etsenbahngesellschaft hat den Vertrag wegen Ueberlaffung der Bahn an den Staat mit 1760 von 1900 Stimmen angenommen. Auf eine bezügl. Interpellation wurde vom Verwaltungsrath ausdrücklich erklärt, daß die Verträge zwischen dem Staate einerseits und der Magdeburg-Halberstädter resp. der Hannover-Altenbekener Eisenbahn andererseits nur combinirt zur Perfection kommen könnten. Odeffa, 21. August. Heute erfolgte die Publication des Urtheils gegen die 28 politischen Verbrecher. Der Generalgouverneur minderte in einigen Fällen die erkannte Anzahl von Zwangsarbeitsjahren. Drei Verurthetlte, Tschubaroff, Ltsogub und Dawidenko werden morgen um 10 Uhr früh hier, zwei andere, Wittenberg und Logowenko, in Nikolajeff durch den Strang hin- gerichtet werden. Paris, 21. August, Abends. Ueber die Haltung der Regierung bemerkte Waddington in seiner Rede: Die Frage der Amnestie ist definitiv geregelt: die Regierung wird sich energisch jedem Versuch widersetzen, dieselbe wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Bezüglich der inneren Lage sagte der Ministerpräsident: Wenn nichts Wichtiges dazwtschenkommt, lassen sich für das nächste Jahr neue erhebliche Steuererleichterungen voraussehen. Die^eier der Enthüllung des Landes-Denkmals in Darmstadt. (Fortsetzung.) Herr Hofgerichts-Director Hahn von Gießen übergab fobann Namens des Comitees bas Denkmal an bie Stabt Darmstabt in folgenben Worten: Das Denkmal, bas nun unverhüllt vor uns steht unb bas heute burch bie Gnabe Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs unb burch biefe glänzenbe Festversammlung seine Weihe erhalten hat, ist ein Zeichen des patriotischen unb nationalen Geistes, ber in unserem Volke wohnt. Entstanben unter ben Eindrücken einer gewaltigen Zeit, spricht aus ihm mit voller Klarheit ber Gebanke, ber es geschaffen, unb bad ist ber Dank, welchen bas gefammte Hessenlanb seinen braven, bis zum Tobe getreuen Söhnen barbringt. Wohl beburfte er bes Zusammenwirkens aller patriotischen Kräften in allen Theilen bes Landes, um bem Gedanken durch Aufrichtung dieses herrlichen Standbildes Ausdruck zu geben, das sich anderen Sieges- und Ehrenzeichen in den deutschen Landen ebenbürtig zur Seite stellt , Der Stadt Darmstadt, der Haupt- und Residenzstadt des Landes, dem Mittelpunkt der militärischen Organisation, wird durch die freie Entschließung der Vertreter des Landes die Ehre zu Theil, das jetzt vollendete Denkmal in ihren Mauern zu besitzen. Wenn ich dieses nunmehr der Stadt Darmstadt übergebe, so geschieht dies in ber festen Ueberzeugung, baß sie es in bemselben Geiste empfangen unb bewahren wirb, in welchem es gegründet wurde. Unter ihrem Schutz und Schirm wird das Denkmal der Mit- unb Nachwelt Zeugniß ablegen, wie bas Lanb feine helbenmüthigen Krieger zu ehren versteht, die an ben bebeutungsvollen Tagen ber Jahre 1870 unb 1871 ihr Leben einfetzten, um bie Sicherheit unb Größe bes Gesamrntvaterlanbes mitzuerkämpfen; es wirb eine leuchtenbe Mahnung fein für bie kommenben Geschlechter, nachzueifern den Vergangenen in den Tugenden hingebender Treue gegen Fürst und Vaterland; es wird aber auch eine Stätte des Trostes und der Erhebung allen Denjenigen sein, denen der Krieg die Beiami 5495) Zum 91: L)Mch-Rheinisch-9 : >ahn - Monds von lür bie fStforberung t>W ’c. gelangt mit Nachtrag II. zur Eins derselbe enthält un: fnM sür Kokes-Beford tMln Bocholt und We H Zechenverzeichnissi Berkausspreis 5 Gießen, den 20. Großherzogliä A l tV Weit Mittwoch bei Loimittaai tvfrben dahier 38 ^steigert bi 22L____Sct_ M°»tag den teil Aste ‘■«.SS? 550». W6' 5509) (5463 i 1 pr. Stück bei Wilh. Balser, Kirchenplatz. 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August besorgt Pfarrrer Dr. Seel. .................... ■■■■■■—W— Vermischtes. — Aus Berlin wird berichtet: Der in der Swinemünderstraße Nr. 20 wohnende Tischler und Tapezierer I. erhielt dieser Tage von der in der Schönhauser Allee wohnhaften Nentierwittwe SB. den Auftrag, ein Sopha aufzuarbeiten. Bet dem Abrcißen das alten Sopha- bezuges fand I. zwischen dem Polster einen mit sieben 100-Thaler-, acht 25-Thalcrscheinen und mehreren Couponbogen von Berliner Stadtobligationen beschwerten Geldbricf Der ehrliche Finder überbrachte den Brief nebst Inhalt der Wittwe, die beim Anblick desselben erschreckt ausriei: „Ack Gott, das ist ja der Geldbrief, den mein früheres Dienstmädchen gcstoblcn haben sollte und wofür diese vor sieben Jahren mit einem Jahre Gefängniß bestraft worden ist!" Das bedauernswerthe Mädchen hatte seiner Zeit vor Gericht ihre Unschuld hoch betheuert, mußte aber die erkannte Strafe verbüßen. Amalie ft .... t (die unschuldig Verurtheilte) ist in ihrem Geburtsorte Sorau vor etwa achtzehn Monaten an einem Biustleiden gestorben. (Stb.-Ztg.) Handel und Verkehr. Limburg, 20 August. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen X 19.40, Weißer Wetzen «X - , Korn X 11.—, Gerste, neu, X 8.20, Hafer X 8.30 Erbsen X —, Kartoffeln X — (Durehschnittßpreis pro Malter.) Loose zur Landes-Gewerbe-Ausstellung in Offenbach a/M. Ieikgevotenes. 5508) Ein Stück Hafer, 504 Klafter Haltend, neben der Haas'fchen Kalkbren- mrer, zu verkaufen.I. Schaum. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGiehen Gottesdienst: Sonntag den 24. August. Morgens: Pfarrvicar Schöner. — Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Bekanntmachung. In unserem Firmen-Regtster ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Louise Noth zu Gießen betreibt taselbst se't 1. Januar l. I. unter der Firma „Louise Noth" ein Han'oels- gesÄäft mit Kurzwaaren. Gießen, den 19. August 1879. Hroßherzogltches Stadtgericht Gießen. Langsdorfs. (5507 Regulir - Füllöfen, Reguliröfeo, Sparkochherde der Amerikanischen Ofenfabrik Nürnberg. Musterstücke der patentirten amerikanischen Regulir - Füv^ Öfen mit Illumination und Sparkochherde stehen von heute an bei Herrn Theodor Hlicliler aufgestellt und werden daselbst Bestellungen entgegengenommen. Die höchste Leistungsfähigkeit dieser neuen Heiz» und Kocheinrichtungen mit einer Kohlenersparntß von circa 50 Procent wird garantirt und durch Atteste nachgewiesen. Einmalige Anfeuruug der Oefen genügt für den ganzen Winter. Nur der Stempel „Amerikanische Ofenfabrik Nürnberg“ berechtigt Sonntag den 24. August: Frischbacken. Will». iLöbei Damen ■ Regenmäntel und Havelocks empfehlen in größter Auswahl und neuester Fa^on von 6 Mark an bis zu den feinsten Kocter 4* Kat®, am Seltersweg. Ebenso große Auswahl in IRädchen- und Krnder- regenmänteln. 5390 Salicylsäure-Weinessig ZUM Einmachen, per Liter 30 Pfennig, empfiehlt (5405 Robert Stuhl, Marktstraße 23. Heinrich Lindner, _______Frankfurt a. M.________ Zur Beachtung! 5479) Infolge der beschwerlichen Bauverhältniffe bei meinem Laden bekam ich um ein Vierteljahr Verspätung. Dadurch blieben mir (weil schon bestellt) circa 200 Stück Anzüge (Jacke und Hose ganz gefüttert) für Knaben von 4 bis 11 Jahren zur Verfügung. Um nun Platz für kommende Winter- waaren zu bekommen, verkaufe dieselben zum Selbstkostenpreise, zu 8, 10, 12 und 14 Mk. M. Weiner, Ecke der Wetter- und Marktstrasse. Irischbäcker in Meßen. Sonntag, den 24. August. August Noll, Mäusburz. Wilhelm Lange, Neustadt. Jakob Klingclhöfcr, Wallthor. Hectograph, patentirter Vervielfältigungsapparat (Reichspatent Nr. 5271), übertrifft alle billigeren Nachahmungen an Güte und Leistungsfähigkeit. Jedes ächte Exemplar ist mit einer Messing-Schutzmarke K. & H. versehen, und werden Nachahmungen gerichtlich verfolgt. Alleinige Niederlagen zu Originalpreisen bei 5386) II, Kühn- L- Wenzel. Bekanntmachung. 5495) Zum Ausnahmetarif E. des Hessisch - Rheinisch - Westphälischen Eisenbahn - Verbands vom 1. September 1878 für die Beförderung von Steinkohlen, Kokcs 2C. gelangt mit dem 1. k. Mts. der Nachtrag II. zur Einführung. Derselbe enthält unter Anderem Frachtsätze für Kokes-Beförderung von den Sta- tionen Bocholt und Wesel und Ergänzungen Zechenverzeichnisses. Berkaufspreis 5 Gießen, den 20. August 1879. Großherzogliche Direktion- I. V-: A l t v a t e r. Ein deliciöfer Obstkuchen, aus Himbeeren, Kirschen, Stachel- und Johannisbeeren und Aepfeln ist in 30 Minuten fix und fertig herzustellen mit Hülfe des Mebig'sch-» Backmehts. Puddinge, in Vanille, Mandel, Citronen, Orange, Kaffee, Chocolade sind leicht, billig und ganz deliciös vonx Liebig'schen Puddingpulver herzustellen. Zur Bereitung benöthigt man Vr Liter Milch u. etwas Zucker. Recepte bei jedem Packet- Mmonadenpulver aus Früchten bereitet in Erdbeer, Himbeer, Johannisbeer, Citronen u. Apfelsinen, zur sofortigen Bereitung einer sehr erfrischenden Limonade. Niederlagen bei Emil Fischbach und W. Häuser in Gießen. (5149 Sb 'Ms Stirn j Sim, in je ” «-d,z,S Ml-chi bi, 1.87u und 1871 Ar$ü6m' ir.e patriotischen K die Zukunst w der Äaifer dringend. Während der Predigt störte fortwährendes Kinderschreien die Feier, so daß es wahrlich einen schlechten Eindruck auf die Leidtragenden machte, wie die Pietät aus -em Kirchhofe gefeiert wurde. Man sollte doch billiger Weise Rücksicht auf das Gefühl anderer Personen nehmen. . . — Heute Morgen wurde die Lerche eines Soldaten vom hiesigen Regiment unterhalb den Bade-Anstalten in der Nähe des Petroleum-Lagers von Mcyerf eld & Meyer gelandet. Der Soldat dürfte Samstag Abend in das Wasser gegangen sein, da Sonntag früh sein Seitengewehr aufgefunden wurde. Die Leiche wurde nach dem --riedhofe verbracht. — Heute Morgen 7 Uhr marschirten mit klingendem Spiel die Marburger durch die Stadt, um in die Manöver zu gehen. — Heute Nacht nach 3 Uhr verübten 4 Personen in der Flügelsgasse einen Heidenlärm. Dem sie zur Ruhe verweisenden Schutzmann wurden dieselben noch grob. Der eine von ihnen, welcher in der Flügelsgasse selbst wohnt, glaubte in seiner Wohnung bei offenem Fenster thun und treiben zu dürfen, was er wolle. Jedenfalls wird er eines Besseren belehrt; zwei andere wurden außerdem wegen Bestechungsversuch und Beleidigung zur Anzeige gebracht. — Heute Nacht nach 3 Uhr tobte ein sehr schweres Wetter über der Stadt. Der Himmel glich einem Feuermeer, dabei ein Sturm, welcher schauerlich war und große Verwüstungen angerichtet haben dürfte. % *Tti von om vie 801011 tlNt . l MLhlvl i btt tu/. iinDe; ® ""‘ft1 Feilgebotenes. Frisch abgek. Schinken, acht Gothaer Cervelatwurst, Schinkenwurst, empfehlt (4001 C. R. Textor, Brandgaffe. 5441) Ein Wohnhaus mit Garten in Mmr Lage, steht zu verkaufen. Näheres in her Exped. d. Bl. preißefsößßren liiert gut und billig. Diederverkäufer extra Rabatt. P. Heller in Wormbach 5502) bei Schmallenberg. rtWn ein ^Denkmal vor- ’ iOfi * und dem Denß n in seinem Ver-. i>iner, zu welchem n- Das Central 8 und Büdingen ucht der tzraj aucht der Gras ju tu, die geladener P der hessischer Meral-Lieutcnan! in Mitglieder bc >des, welche mch )ificin-Corps bc !s Landes bildetet renb des Mahle; Begleitung Ihm [reuen. Berbenich, wc Men aus praehi Großherzogs uni Mu von Laster die Gnade halia, berliegende Wan! .d Seiner Kaiser ettn ringsum da bruud zu Aff» denen SchirinhM ■i. Dem sieM ■ unfertr glichen \ die DerjM^ taatsministtrs gw den feierte: ochsten LnegsM lcaeisterung, Men wir es m , oerMt s>W eyestaltung bewaha und ihrer meiste ihr zur ist und das W sondern auch w wird an eine M sind' wir danken» „der Dankbarkeit! DDODOODO1O Mein Lager in anerkannt guten Qualitäten von Bettscdernu. Daunen bringe in empfehlende Erinnerung. j, Bärmann, 5389) Hotel Einhorn. □□(XJDOOOQOQQI_____________ Strohseile u. Kornstroh zu verkaufen. (5513 _______Carl Lony. Zum Einmachen: Feinen haltbaren Weinefstg, Gewürze, Zucker (feinste Rafstnade) per Pf. 43 im Hut, empfiehlt (5369 Carl HofEmann. von Hornaby. JL a gratis. H 4 — L aus Gernsheim a. Rh (5457 lohnung. Dornsciff Advokat. 4477) (5251 empfiehlt (5326 R. Göbel, Ueue Däne. Vom 22. chchalten werden, nii Staatsmitteln. Sie. wollen $ tagen bet uns U Armband, 1 Pt I Schürze, 1 Tch Die Geg Gieß Großh. Decanat Gießen: Lic. Strack, Pfarrer, Lang-Göns. Butter u. Eier, Westph. Speck u. la. amerik. Schmalz empfiehlt Aus der berühmtesten Fabrik Englands, liefert zu Originial-Fabrikpreisen und günstigen Bedingungen. Wermifchtk Anzeigen. 5504) Ein Student ertheilt Privatstunden in Mathematik. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Das Sei licht aber auch < Gießen Ph. Mayfarth «L? Co., Maschinenfabrik, Frankfurt a. M., Baumweg No. 7. Moritz Weil jun., Maschinen-AusKellung, Frankfurt a.M. 2229) (Landwirthschaftliehe Halle.) 5511) Statt jeder besonderen Anzeige thetlen wir Freunden und Verwandten die traurige Nachricht mit, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere so innigste geliebte unvergeßliche Gattin, Tochter, Mutter und Schwägerin Marie Kreiling, geb. Schweng. heute Morgen 43/4 Uhr in ein besteres Jeujetts abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 22. August 1879. Die Beerdigung findet Samstag den 23. August, Nachmittags 5 Uhr vom Sterbehause aus statt. Der Dorstand des Dereins für innere Mission für Gießen und Dmgegend: Stamm, Gymnasiallehrer, Gr. Schlosser, Pfr. in Gießen. gefeiert werden. Predigten und Ansprachen werden Halten.- Vormittags 10 Uhr: Pfarrer D. Schott aus Freienseen und Missionar Schrenk aus Frankfurt a. M. Nachmittags: Gymnasiallehrer Stamm aus Gießen und Reiseprediger Faulhaber aus Stuttgart. Zu recht zahlreicher Betheiligung laden ein Vermittlungen. 5505) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen bei Louis Petri Ww., Neue Baue. tollten Weinessig seit Jahren bewährt, nebst allen Sorten Gewürzen Einladung. 5512) Dienstag den 2. September zu Heuchelheim bei Gießen das diesjährige Misfionssest der Decanate Gießen u. Grünberg, und in Verbindung damit Nachmittags das Iahresstst des Vereins für innere Mission für Gießen und Umgegend Der Verlaus dauert nur von Mittwoch d. 20. bis Dienstag d. 26. Ang. DE" Wegweiser um nicht irre zu gehen: Wo? im Kaden des Hrn. Dr. Dornseiff befindet sich der große Ausverkauf in allen Sorten Schuhwaaren von 6.— 5.50 8.— 7.— 5.50 5.— 3.50 10.- 4 — 3.- —.40 1.50 3.— 3.— 6.— 5506) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen, pr. 15. Oktober beziehbar. Geschirrhändler Pfeiffer, Tiefenweg. 5007) Ein Logis, bestehend aus drei ineinandergehenden Zimmern, nebst Kammer, Küche 2c zu vermiethen. Küfer Arnold, Asterweg. Verantwortliche Rcdattion: A. 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August 1879. __Mehrere Turner. 5410) Unserem lieben Freunde A. Klees zu seinem 19. Geburtstage ein dreifaches Hoch!______________________Victoria. 5497) Frau Geh. Justizrath Ploch sucht auf Michaeli ein Mädchen, welches kochen, waschen und putzen kann und gute Zeugnisse aufzuweisen hat._______________ 5500) Ein Mädchen, welches die Küche und Hausarbeit versteht, wird für Anfang October nach Wiesbaden gesucht Nachzw fragen bei Pfarrer Dr. See l. 5499) Ein Kanarienvogel ist entflogen. Wer ihn zurückbringt, erhalt eine guteBe- 5462) Ein Famllienlogls für JL 280 ist zu vermiethen in dem Burckhard'schen Hause, Neue Bäue B. 101. 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). _____________________Wcinsaal. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter Hauses 5057) Ein möblirtes Zimmer vermiethet Eugen Kauffmann, Alicenstraße. 5380) Ein freundliches Familienlogis zu vermiethen. Näheres bei Conditor Kinkel, Schulstraße. 5431) Das seither von Herrn A. Katz bewohnte Familienlogis ist vom 1. November ab anderweit zu vermiethen. E. Burkhardt, Neustadt D. 149. 5465) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei C. Fr. Eonrad, Friseur, _______________Mäusburg 48._______ 4308) Das von Herrn Kreisrath Dr. Dieffenbach bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug von hier per 1. October anderweit zu vermiethen. H. Hochstätter Wittwe.