isr. iing. r ®ffang. _ .Dreruvd- '3jn 1 &. “1V" bkste ■4*14 in 8"auche^ Nr. 119. Samstag, den 24 Mai 1879. chiekener Wyeiger frr globetu 'Srnkhmste durch »indner. EBT imufik. 6 Uhr ab: Axxeige- uti Amtsblatt fit brn Kreis Gießen. RedaetionSbureaur 1 Ä m . . ,, K -> Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Ps. mit Bringeclvhn. o, > Schulftratze B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. £ , i ; 7 .. n -n Expeditionsbureanr f 1 ' ö ' 7 u Durch die Post bezogen vierteliährlich 2 Mark o0 Ps. Amtlicher Theil. Gießen, den 22. Mai 1879. Betreff: Einsendung der Sterbfallszählkarten. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die GroHherzoglichen Standesämter Lauter, Leihgestern, Londorf, Münster, Staufenberg, Steinbach, Stockhausen, Watzenborn. Wir ersuchen Sie Todeszeugnifse und Sterbfallszählkarten aus den Monaten März und April alsbald an uns einzusenden. Dr. Glasor. K*,1' 'M, m i a) -k», 1M. J —— . Duill. lieh. ^treffen dur«b Preisaufschlag, lan «echig hat, (3519 iirb Mchi bti vfrtVs $tQunev_ ÄncT mt aesucht aus W Lehneteln^ wartiges Manuste- > ein Lehrling (> tn bei der Md. lcken^! ftr. idtf „t Ojnv '1Ä i crb£t£JL.——^7,- iiun^ *2 hieben • i und it SlbAchten. ahre iti bet M Uolitisch Aeutschland. Darmstadt, 20. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog werden mit den Durchlauchtigsten Kindern von morgen, dem 21. ds., wieder im Neuen Palais Wohnung nehmen. Darmstadt, 21. Mai. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 14. Mai! den LandgerichtSaffessor bei dem Landgerichte Langen, Theodor Am end, in den Ruhestand zu versetzen. Berlin. Die Lertheilung der französischen Krtegskosten-Entschädigung geht nunmehr ihrem Abschlüße entgegen; es hat nur noch ein kleiner Restbetrag zur Vertheilung zu gelangen. Ueber die Kriegskosten-Entschädigung wurde zu einem großen Theil durch die Reichsgesetzgebung unmitielbar für allgemeine Zwecke des Reiches verfügt. Außer den umfaßenden Maßregeln, welche in Elsaß-Lothrtngen zur Heilung der Schäden des Krieges, sowie ferner zur Herstellung der im Interesse der Landesnertbeidigung erforderlichen Einrichtungen getroffen wurden, verwendete man 561,000,000 Mk. zur Gründung eines Retchs-Jnvalidenfonds und 120,000,000 zur Gründung eines Reichs-Kriegs- schatzes. Was nicht für allgemeine Zwecke des Reiches in Anspruch genommen wurde, gelangte zur Vertheilung an den vormaligen norddeutschen Bund, Württemberg, Bayern, Baden und Südhesien. Der aus den ehemaligen norddeutschen Bund entfallende Anrheil wurde durch Reichsgesetz vom 2. Juli 1873 zunächst zur Deckung der Krtegskosten, also vor Allem zur Tilgung der Kriegs- Anleihen und sodann zur Wiederherstellung der Kriegsbereitschaft des Heeres und zur Erhöhung der Schlagfertigkeit desielben bestimmt. Das, was dann verblteb, sollte an die einzelnen Staaien des ehemaligen norddeutschen Bundes vertheilt werden. Es blieb den einzelnen Staaten überlaffen, den aus der Kriegsentschädigung an sie gelangenden Summen diejenige Verwendung zu geben, welche sie für die am meisten geeignete hielten. In Preußen wurden die Eontributionsgelder fast ausschließlich zur außerordentlichen Tilgung von Staatsschulden, für Eisenbahnbauten und sonstige Bedürfnisse der Eisenbahn- Verwaltung bestimmt. Berlin, 21. Mai. Den Verhandlungen des Städtetages ist noch Folgendes nacbzutragen. Von den mehr als 10,000 Einwohnern zählenden 254 deutschen Städten haben Beuthen O/S., Gletwttz, Königshütte, Kattowitz, Leobschütz, Neisse, Rattbor in einem der Tendenz des Siädtetages entgegenge- setzten Sinne an den Reichstag petitionirt, so daß, abgesehen von Berlin, 245 Städte Einladungen zum Städtetag erhalten haben. Abgelehnt haben die Bethet- ligung an dem Städtetag: Aachen, Augsburg, Bamberg, Brieg, Göttingen, Halle, Heilbronn (?), Hof, Landshut, Minden, Oberhausen, Oppeln, weil sie die Vorlage der Reichsregterung billigen. Andere Städte, nämlich: Altenburg, Dortmund, Duisburg, Dresden, Ludwigshafen, Merane, Stuttgart, Straßfurt, Schönebeck, lehnten ab, weil sie den Städtetag nicht für competent hielten. Ohne Motivirung haben abgelehnt: Burg, Braunschweig, Landsberg a. W., Stargard in Pommern und Worms. Vertreter hatten gesandt: Apolda, Anklam, Barmen, Braunschweig, Bromberg, Bochum, Brandenburg a./H., Bielefeld, Bremerhaven, Charlottenburg, Celle, Danzig, Elberfeld, Elbing, Eberswalde, Eisenburg, Esten, Frankfurt a.M-, Gießen, Görlitz, Gr.-Glogau, Greifswald, Greiz, Grabow, Graudenz, Hannover, Halberstadt, Hagen, Hil- desheim, Hanau, Insterburg, Königsberg in Preußen, Kiel, Köln, Köslin, Koburg, Kolberg, Lüneburg, Lauban, Magdeburg, Mannheim, Memel, Mülheim a. Rh-, Nürnberg, Neustadt-Magdeburg, Nordhausen, Oldenburg, Ottensen, Posen, Plauen, Quedlinburg, Rostock, Rendsburg, Stettin, Stralsund, Spandau, Stolp, Stegen, Stendal, Spremberg, Tilsit, Thorn, Wiesbaden, Witten, Weimar, Weißenfels, Wismar, Wandsbeck, Zittau, Zeitz. Außerdem daben sich mit der Tendenz des Städtetages unbedingt einverstanden erklärt: Buckau, Harburg, Köthen, Ludwigsburg, Mainz, Tübingen, Würzburg, Kastel, Frankfurt a. d. O., Gotha; diese Städte waren jedoch durch äußere Umstände verhindert, an dem Städtetag theilzunehmen. Auch Schwerin scheint sich mit der Tendenz des Städtetages einverstanden erklärt zu haben, da eS um Mitthetlung der gefaßten Beschlüße gebeten hatte. Berlin, 21. Mai. Die Tarifcommtssion des Reichstages berteth gestern Abend das Gefttz über provisorische Einführung neuer Zölle (Sperrgesetz). Minister Hofmann gab die Erklärung ab, das Gesetz werde auf Tabak keine er Hheik. Anwendung finden, weil die Regierung aus die Tabaksnachsteuer nicht verzichten könne. Ueber die Artikel, auf welche das Sperrgesetz Anwendung finden solle, befragt, erklärte der Minister, er könne darüber keine Angaben machen. Die Commission beraumte eine weitere Sitzung zur definitiven Entscheidung über Beantragung der Annahme oder Ablehnung des Sperrgesetzes auf Freitag an. — Se. Maj. der Kaiser begab sich heute früh kurz vor 9 Uhr nach der Berliner Gewerbeausstellung und wurde daselbst vom Ausstellungsaus- schuß, an der Spitze die Herren Kühnemann, Commerztenrath Weigert und Simon, ehrerbietig empfangen und in den Kaiserpavillon geleitet. Nach kurzem Verweilen in diesem betrat Se. Majestät unter Vortritt des Polizeipräsidenten und gefolgt von dem Handelsminister, den Auöschußmttgliedern, dem Gouver neur und den Flügel-Adjutanten v. Lindequist und Graf Lehndorf das Aus- stellungsgebäude und durchschritt fast alle Ausstellungsräume, durch viele Aus- stellrmgsgegenstände sichtlich sehr befriedigt. Als der Kaiser kurz nach 11 Uhr dav Ausstellungsgebäude verließ und sich nach dem Kaiserpavtüon zurückbegab, wurde Se. Majestät von den Spalter bildenden Ausstellungsbesuchern mir dreifachem Hurrah begrüßt und verließ kurz darauf die Ausstellung mit dem Ausdruck der hohen Anerkennung an die Ausschußmitglieder für das von ihnen und den Ausstellern zu Stande Gebrachte. Berlin, 21. Mat. Reichstag. Bet der Präsidentenwahl werden abgegeben 324 Stimmen; ungültig sind 119 weiße Zettel. Auf v. Seydewitz fallen 195 Stimmen; derselbe nimmt die Wahl an. Berlin, 21. Mai. Ueber den Rücktritt v. Forckenbeck's schreibt die „Prov.-Corresp.": Abgesehen von der allseitigen Ueberzeugung, baß seine langjährig erprobte, im höchsten Maße gewürdigte Kraft in der schwierigem Leitung der Reichstagsgeschäste schwer ersetzbar sei, habe die Begründung seines Entschlußes mit dem Hinweis auf den Gegensatz über die schwebenden politischen Fragen die parlamentarische Erregung noch steigern müßen, v. Forcken- beck habe über den entschiedenen, lebhaften Widerspruch, worin er sich zu den Auffassungen und Bestrebungen der Mehrheit in der Wirthschaftsreform befinde, schon in öffentlicher Tischrede sich in einer Weise geäußert, die keinen Zweifel bestehen ließ, daß er sich nicht mehr als berufener Vertreter des Reichstages ansehen könne, und habe dieser Ueberzeugung entsprechend gehandelt. Niemand werde ihm daraus von irgendwelchem Standpunkte aus einen Vorwurf machen können. Inwieweit sein Rücktritt von weitergehender Bedeutung für die Ent Wickelung des Parteiwesens werden könne, werde sich erst im Verlaufe der an die jetzigen Reichstagsverhandlungen geknüpften Bewegung zeigen. — In einem Leitartikel über die Eisenzölle im Reichstage erklärt die „Prov.-Corresp." die Wiedereinführung der Eisenzölle als unabweisliche Forderung einer nationalen Wirtschaftspolitik. Berlin, 21. Mai. Reichstag. Bor der Sitzung waren sämmtliche Fraktionen zusammengetreten. Das Centrum beschloß aus Opportunitätsgründen für v. Seydewitz zu stimmen, für diesen entschied sich auch die Reichspartei, damit war seine Wahl im Voraus zweifellos. — (Das Ergebniß der Wahl wurde bereits kurz gemeldet^ Bei der Wahl wurden abgegeben 324 Stimmen, darunter 119 weiße Zettel; auf t> Seydewitz fallen 195 Stimmen, Lucius 4, Graf Bethusy-Huc, Fritzsche, v. Benda, Dollfuß und Richter (Hagen) je 1 Stimme, v. Seydewitz nimmt die Wahl mit folgenden Worten an: Ihre Wahl trifft mich, wie ich gestehen muß, unerwartet und unvorbereitet. Ich weiß, welche Schwierigkeiten mir das Amt, welches Sie mir anvertrauen wollen, auferlegt, Schwierigkeiten, die um so größer für mich sind, als vor mir auf diesem Platze em Mann gewesen ist, der durch seine ungewöhnlich hohe Befähigung unsere allseitige Anerkennung erworben und verdient hat. (Beifall.) Ich nehme aber dennoch die Wahl an, weil ich mich verpflichtet halte, in Augenblicken, wie der gegenwärtige, alle meine Kräfte, so schwach sie auch sein mögen, der Förderung des gemein- samen Wohles unseres Vaterlandes zu widmen. Ich bitte, daß Sie mich in diesem Streben, in dieser Arbeit auch bei der Geschäftsleitung, die mir zusallen wirb, unterstützen, und zwar unterstützen auf allen Seiten. Seien Sie überzeugt, ich werde Unparteilichkeit und Gerechtigkeit üben nach jeder Seite hin! (Beifall ) Fortsetzung der zweiten Berathung des Zolltarif-Entwurfs, bezw. der Debatte über die Getreidezölle. Frege tritt für die Vorlage im Allgemeinen, speciell für die Getreidezölle ein, welche das Brod nicht oder nur ganz unerheblich verteuerten. Redner plaidirt auch für Beseitigung der Differential-Tanse. Delbrück bekämpft dte Getreidezölle und wendet sich gegen die Ausführungen Frege's, sowie die gestrigen Deductionen des BundeS-Commissars, dessen Angaben bezüglich der Getreide-Einfuhr und -Ausfuhr er bemängelt. Redner zeigt, daß die Einfuhr mit dem Wachsen der Bevölkerung gleichen Schritt gehalten habe. Die Behauptung, der vorgeschlagene Zoll treffe nicht die Con- sumenten, sondern die ausländischen Producenten und die Händler, beruhe aus falschen Voraussetzungen. Werde das Getreide nicht theuerer, so habe die Landwirthschaft absolut keinen Anlaß, sich für den Getreidezoll zu interessiren. (Während Delbrück's Rede tritt Fürst Bismarck ein.) Der Getreidezoll werde allerdings das Brod vertheuern. Der Nothstand der Landwirthschaft sei keineswegs ein allgemeiner, wie Redner ziffermäßig nachweist. . Fürst Bismarck erklärt: Der Vorredner ist von Getteidepreisen ausgegangen, die zu Zeiten galten, in denen die heutigen Eisenbahnverbindungen noch nicht existirten. Wenn die niedrigeren Getreidepreise den Maßstab für die Wohlhabenheit der Länder geben sollten, so müßten die Länder an der Donau und Theiß die wohlhabendsten, Deutschland und die Länder des Westens die ärmeren sein. Jm Gegentheil aber bilden die besseren Einnahmen des Landwirthes, wie ich sie von den Kornzöllen erwarte, den Wohlstand in den Niederlanden, England und im nördlichen Frankreich. Die Land- wirthschast sei durch Steuern aller Art belastet; es sei unerläßlich, ihre Einnahmen zu erhöhen. Zum Beweise citirt Redner eine Zusammenstellung der Lasten bei einer Anzahl von Gütern der Rheinprovinz . Der Landwirth habe ein Recht darauf, in Deutschland so gut gestellt zu fein wie im Auslande. Stoch mehr als an das Gerechtigkeitsgefühl könne man an das finanzielle Gefühl appelliren. Man dürfe bei dem Tarif nicht an einzelne Positionen, sondern an das gefammte Steuer- und Zollreform-System denken, von welchem der Tarif einen Theil bilde. Wir wollen einen Theil der direkten Steuern, die auf dem Landwirth lasten ausgleichen durch einen Zoll, der die Privilegien der bisherigen Steuersteiheit aufheben soll. Ich meine, daß diese Zölle auf den Preis des Getreides keinen Einfluß bilden werden. Wir müssen die Landwirthschaft um jeden Preis lebensfähig erhalten; acht sic zu Grunde, so ist der Wohlstand Preußens, ja ganz Deutschlands geschädigt. Die 20 Millionen deutsche Landwirthe lassen sich freilich nicht zu Grunde richten; es muß uns nur zum Bewußtsein kommen, daß sie bedroht und wir verpflichtet sind, ihnen zu helfen im allgemeinen Interesse. Wir wollen dem deutschen Landwirthe nur den deutschen Markt sichern und thun dies ohne Bcnachtheiligung der Consumenten. Wenn man von den vorhandenen Vorräthen an ausländischem Getreide spricht, muß man auch die Mehlvorräthe mitrechnen, dann bekommt man ein ganz anderes Bild von der Größe der ausländischen Concurrenz. Daß so viel bei den Zwischenhändlern hängen bleibt, wie Delbrück meint, ist nicht richtig. .... Auf's Bestimmteste bestreite ich aber, daß die Korn- und die Brodpreise m irgend einem nachweisbaren Zusammenhänge stehen. Das Brod ist jetzt ebenso theuer wie damals, als die Kornpreise noch einmal so theuer waren. Ich glaube auch nicht, daß der Handel durch den Zoll, wenigstens nicht in höherem Maße, tangirt werden wird als das Allgemeinwohl fordern kann. Fürst Bismarck verbreitet sich über die Verhältnisse des russischen und polnischen Getreidemarktes, um nachzuweisen, daß die Befürchtungen vor Benachtheiligung der Ostseeftädte in ihrem Handel übertrieben seien. Das russische Getreide habe immer Zwangscours und beschränkte Marschroute durch Deutschland. Die Anträge, welche Aenderung des Tarifgesetzes bezüglich des Transits wollen, hält der Reichskanzler für nicht angebracht; man müsse damit das Zollgewicht von 1869 ändern. Wir haben den eigenen Handel damit geschädigt, dadurch, daß wir die Transitfreiheit gewährten und die Concurrenz erleichterten. Ein eigentlicher Schutz des Handels ist durch die Vorlage nicht angestrebt; dies sollte mehr durch die Viehzölle erreicht werden. Durch die Getreidezölle hoffen wir die Landwirthschaft erheblich zu entlasten und damit Ordnung in die Einfuhr zu bringen. Die Einfuhr russischen Getreides war bisher eine durchaus ungeregelte, was namentlich auch durch die Eisenbahntarife veranlaßt wurde, welche für Getreidemengen von 5000 Gentner an Vergünstigungen gewähren. Wenn übrigens die fremde Einfuhr ganz und gar gestrichen würde, so würde man in Deutschland keinen Hunger leiden, da noch mehr einheimisches Getreide gebaut werden könne als man in Deutschland verzehre. Die vorhandenen statistischen Angaben verriethen meistentheils große Unbekanntschaft mit den Verhältnissen der praktischen Landwirthschaft. Die Gesetzgebung oon 1818 dagegen hat die praktischen Bedürfnisse sehr wohl erkannt; ich begreife nicht, wie sich die Freihändler immer auf sie berufen können. Die Landwirthschaft sei in letzter Zeit von der Gesetzgebung stiefmütterlich behandelt worden. Auch der unangenehme Theil der Armenpflege werde stets den Landgemeinden zugeschoben. Ich will die Landwirthschaft, will den Landmann schützen und trete in diese Bewegung ein, nicht der Agitation, sondern der Gerechtigkeit wegen. Wir müssen Alle mit gleichen Schultern tragen. Ich habe das Vertrauen, daß, wenn dies Bewußtsein einmal burdjgebrungen ist, die Vertreter der Landwirthschaft mit ruhiger Festigkeit den Kampf nicht einstellen werden, bis sie Gerechtigkeit erlangt haben. (Beifall rechts, äischen links.) (Die Rede des Fürsten Bismarck währte fast 2 Stunden. — Ein Vertagungsantrag wird abgelehnt. — Reichensperger (Olpe) spricht für die Getreidezölle, die keinen Schutzzoll, sondern einen Finanzzoll bildeten. — Fortsetzung der Berathung Freitag 11 Uhr. Berlin, 21. Mai. Der Reichskanzler legte dem Bundesrathe einen Antrag Preußens, betr. die Einsetzung einer Commission zur Ausftellimg des Entwurfes zu einem Retchsgesetze über das Eisenbahnwesen. vor. Dieser Commission sollen als Material bei Aufstellung des gedachten Entwurfes drei Gesetzentwürfe vorgelegt werden, welche Preußen ausarbeiten ließ, nämlich: 1) ein Reichsgesetz über das Eisenbahnwesen; 2) ein Gesetz über die Errichtung eines Reichsetsenbahn-Raths; 3) ein Gesetz' über die Errichtung eines Verwaltungsgerichts für streitige Eisenbahnfachen. Die Commission würde aus 9 Mitgliedern zu bilden sein, wovon je zwei Seitens deö Reichs und Preußens und je eins Seitens Bayerns, Württembergs, Sachsens, Heffens und Badens ernannt würden. Rückstchtltch der am 7. Febr. und 18. März bei dem Bundesrathe eingebrachten Präsidialvorlagen, betr. das Eisenbahn-Gütertariswesen, find in dem Entwürfe dieses Gesetzes über das Eisenbahnwesen diejenigen Abschnitte, welche eine gesetzliche Regelung des Tarifwesens enthalten, offen gelaffen. Hesterreich. Wien, 21. Mai. Prinz Battenberg wurde heute vom Kaiser in Audienz empfangen und besuchte sodann Andraffy mit welchem er eine einstündige Unterredung hatte. Gestern nach seiner Ankunft besuchte der Prinz den deutschen Botschafter Prinzen Reuß. Seine Abreise nach Berlin erfolgt Freitag Abend. Arankreich. Paris, 21. Mai. Die Tarifcommisston hat die in dem von Möline erstatteten Berichte enthaltenen Anträge auf Erhöhung der Baumwollengarn- Steuer angenommen. Rußland. Petersburg, 20. Mai. Das „Journal de St. Petersburg" demen- tirt die Behauptung deutscher Blätter, Rußland hätte Angesichts der neuen deutschen Zolltaxen und des Zolltarifs mit Repressalien bezüglich der Einfuhr von Schienen, Eisen und Locomotiven gedroht. Die Frage sei gar nicht erwogen worden. Rußland habe niemals seine Tarife durch Verträge gebunden und erkenne bei anderen Staaten dieselbe Freiheit an. Kriechenland. Athen, 21. Mai. Ein griechisches Lager von 10,000 Mann ist bei Lapeno an der Grenze des Epirus gebildet worden; ein anderes Lager befindet sich im Osten des Landes. Zwei Klaffen der Reserve werden vollständig mobil etnberufen, wenn es nöthig wird. Türkei. Konstantinopel, 21. Mai. In der heutigen Sitzung der europäischen Commission thetlte der Präsident mit, daß das organische Statut sanctio- nirt und promulgirt sei. Aleko Pascha und die Commission gehen am Montag nach Philippovel. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Sorrespondeuz-Burea«. Wien, 22. Mai. Der Kaffer hat dem hiesigen päpstlichen Nuntius Jacobini das Großkrenz des Leopolvordens verliehen. — Prinz Battenberg hatte gestern eine mehrstündige Unterredung mit dem Grafen Andraffy und nahm Abends in Schönbrunn an der Hoftasel mit dem Kaiser, der Kaiserin, dem Erbgroßherzog von Weimar nebst Gemahlin, dem deutschen Botschafter nebst Gemahlin, den obersten Hofchargen rc. Theil. Rom, 22. Mai. Der „Avvenire" meldet: Die internationalen Grenz- Commissionen haben ihre Arbeiten unter günstigen Auspicien wieder ausgenommen. Wegen der Grenze am See von Scutari sind einige Schwierigkeiten entstanden, die bei der Einigkeit der G enzcommiffäre leicht zu beseitigen sein werden. Alle Mächte scheinen einia darin zu sein, daß eventuelle Zwischenfälle nicht wie im Vorjahre die Arbeiten unterbrechen dürfen. Der italienischen Regierung fiel die wichtige Rolle zu, bie diesbezügliche Uebereinstimmung der Mächte herbeigeführt zu haben. London, 22. Mai. Unterhaus. Schatzsecretär Northcote hält es nicht für angezeigt, auf die Details der Unterhandlungen über die griechische Frage einzugehen. Die Regierung habe aufgewendet und wende allen ihren Einfluß auf, die Pforte zu veranlaffen, die Vorschläge des Congreffes an- zunebmen. Lokales. Gießen, 23. Mai. Der Chiffre R—n nach zu urtheilen, scheint Herr Röschen der Verfaffer des letzten „Eingesandt" in diesem Blatte zu sein. Wenn nach dem letzten Satze deffelben zu entnehmen ist, daß er sich nicht mehr in einen „Federkrieg" einlaffen will, so kann Schreiber dieses doch im Interesse der Wahrheit und des angeschuldigten Theiles cs nicht unterlaffen, nochmals auf die frag!. Angelegenheit zurückzukommeu. Allerdings ist eine Untersuchung über den Ausdruck „erbärmliche Person" eingeleitet worden, weil einem Schutzmann ein solcher Vorwurf gemacht worden ist. Die Untersuchung hat aber bis jetzt gezeigt, daß es nur ein ungerechter Vorwurf gewesen ist. Wenn Herr Röschen weiter sagt, sie seien aus einem Privatzimmer in der fragt. Nackt auf die Wache gekommen, so bleibt sich am Ende gleich, ob man im Bierhause Bier trinkt, oder im Privatzimmer, abgesehen davon, daß beim zweiten Erscheinen auf der Wache 1/4 nach 1 Uhr Nachts vorbei war. Der Commilitone des Herrn Röschen, welcher sein Portemonnaie verloren, hat ausdrücklich erklärt, daß er auf der Wache höflich behandelt worden ist. Was will nun Herr Röschen, den eigentlich die ganze, an sich so geringfügige Angelegenheit nichts anging? Lieb ist es dem Schreiber dieses, daß Herr Röschen seine Zeit bester anwenden will, als unnützen „Federkrieg" weiter führen, es wird für ihn jedenfalls mehr dabei herauskommmen. — Die in letzter Nummer beregte Schwindlerin, welche eine goldene Kette ausschwindeln wollte, wurde in der Person eines hiesigen Dienstmädchens ermittelt und verhaftet. Vermischtes. Mainz, 21. Mai. In Sachen der Versammlung, welche am 4. d. M. von Seiten i hiesiger Soeialdemokraten berufen werden sollte welche Versammlung aber auf Verfügung des Kreisamtes nicht abgehalten werden durfte, weil der Reichstags-Abgeordnete Liebknecht über die Zoüvolitik des deutschen Reichs einen Vortrag halten wollte, hat nun das Ministerium auf eine Beschwerde des hiesigen Socialisten Leyendecker folgende Entscheidung getroffen: Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz an das Großh. Kreisamt Mainz. Unter Rückschluß der Anlage des Berichts vom 3. d. M. benachrichtigen wir Sie, daß wir die von dem Schneider I. Leyendecker zu Mainz unter dem 1. d erhobene Beschwerde gegen das in Ihrem Auftrage erlassene Verbot der von ihm auf den 4. d. einberufenen allgemeinen Bürger-Versammlung als unbegründet zurückgewiesen haben, daß die Annahme, daß diese Versammlung zur Förderung der in § 9, Absatz 1, des Reichsgesetzes vom 21. October 1878 bezeichneten Bestrebungen bestimmt gewesen sei, durch die Thatsache gerechtfertigt worden, da die Versammlung von einem notorisch als Agitator bekannten Socialdemokraten einberufen und ein anderer nicht weniger bekannter socialdemokratischer Agitator den Bericht über den vorgesetzten Gegenstand zu erstatten bestimmt war. Sie wollen dem p. Leyendecker durch Mittheilung einer Abschrift dieser Verfügung von deren Inhalt Machricht zugehen lasten, gez. v. Starck." Tann a. d. Rhön, 16. Mai. Erst heute ist es möglich, den vollständigen Schaden zu überblicken, den der mit so rapider Schnelligkeit um sich greifende Brand in unserer Stand an- gerichtet. Nach genauer Zählung sind 86 Wohnhäuser mit 150 Nebengebäuden ein Raub der Flammen geworden. Hierunter sind als öffentliche Gebäude zu verzeichnen: das Rentamt, die Poft, die Kircke, die Synagoge, drei Pfarrhäuser, eine Lehrerwohnung, die israelitische Schule und das anstoßende Gemeindehaus. Die Apotheke und das evangelische Schulgebäude sind nur durch die angestrengteste Thätigkeir der Feuerwehren erhalten. Bis heute Morgen hat da» verheerende Element gewüthet, dem seit zwei Tagen nur die hiesige Turn- und Feuerwehr gegen; überstand Die auswärtige Lösckmannschaft ist zwar bald und zahlreich erschienen, aber hat sich an dem folgenden Morgen wieder entfernt. Die Roth ist wie nach jedem großen Brande sehr groß. Es herrscht großer Mangel an Lebensmitteln und besonders an Wohnungen, lieber den Ausdruck des Feuers sind nur Vermuthungen im Umlauf. Wenn auch Brandstiftung als höchstwahrscheinlich gelten kann, fo ist die Nachricht, daß es an verschiedenen Stellen zu gleicher Zeit entstand, nicht zutreffend. Die hohen Gebäude, wie Kirche und Synagoge, wurden bald ergriffen, und von hier aus hat sich das Feuer nach den verschiedensten Richtungen weiter verbreitet, was durch den ungünstigen Wind beschleunigt wurde. Hand-l und Verkehr. Limburg, 2 1, Mai. (Fruchtmarkt.) Rotber Weizen JL 18.10, Weißer Wetzen JL — Korn JL 11.55, Gerste Jü 9.40, Hafer JL 7. , Erbsen JL —, Kartoffeln Jt — (Durchschnittspreis pro Malter.) Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 25. Mai. Eduard Noll, Neustadt. Karl Steinberger, Löwen gaffe. Heinrich Faß, Kreuz. __ ■MMWiHHf MMIJIliflblUi Ulf. i ’IM I Kirchliche Anzeigen der evangelisch en Gemeinde ni Gießen. Gottesdienst: Sonntag den 25. Mai. Morgens um 9 Uhr: Missionsprediger Schrenk. (Collecte für die Mission.) Nachmittags.- Pfarrer Schlosser. Prüfung und Vorstellung der Konfirmanden. Der Missionsprediger Schrenk wird Nachmittags in einer noch zu bestimmenden Stunde in der Hospitalkircke einen Vortrag über die Mission halten. Am 2. Pfingstfeiertage wird daS heilige Abendmahl gefeiert werden. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 25. bis 31. Mat besorgt Pfarrer Schlosser. Allgemeiner Anzeiger. der Die Zusammenkunft ist an Bieber. 3540) Schulz. 3538) I fmlllUUT non L'oiibs Zml, *' * Mäusburg, <35" (3510 Stammler. Oppermann. 1) 2) 3) von Horneiby. Moritz Weil jun., Maschinen-Ausstellung, Frankfurt a.M. (Landwirthsohaftliche Halle.) 2229) H 3535) werden: 116 13 21 6100 2700 Backsteine (Ofenbranv), Fress-Steine sind zu den billigsten Preisen zu haben auf der Ziegelei zu WaldgirmcS bei 3286) Andrea» Drescher II. Samstag den 31. Mai d. 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Der Vorstand. empfiehlt Couflrmauden-HÜte in grosser und schönster Auswahl im Preise von 3 Mk., 3 Mk. 50 Pfg. und 4 Mk. etc. empfiehlt in anerkannt besten Qualitäten 32Q Emil l'iKt-fifmcfi AßnIW AMordnm,. Gegen den Weißbinder Balthaser Häuser XI. von Steinberg ist der förmllcheConcufsproceß erkannt worden. Es werden daher alle, welche Ansprüche an denselben zu bilden haben, hiermit aufgesordert, solche in dem Termin Montag den 16. Juni 1879, Bormittags 10 Uhr, Lei Meldung des stillschweigends erfolgenden Ausschluffes von der Maffe dahier anzumelden und etwaige Vorzugsrechte bei Meldung Verzichts aus dieselben zu begründen. Auch soll in diesem Termin die Güte Decsucht, und eventuell ein Maffe- curatvr und Oläubigerausschuß erwählt, sowie deren Befugnisse sestgestellt n erben- Die nicht erschemenden Gläu- Ltger werden in diesen Punkten als den Beschlüssen der Mehrheit der erschienenen beitretend angesehen. ■’ Den Betheiligten ist Acteneinsicht ^erstattet. (2355 Gießen, den 4. April 1879. Großh. Stadtgericht Gießen. s. g. Eisenschade. Allendorf a. d. Lda., 21. Mai 1879. Gr. Bürgermeisterei Allendorf a./Lda. und Inheiden. Nidda, den 12. Mai 1879. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Calman. (3343 Filklstauchen und Sommrr-Mnvschnhr in allen Größen. Strümpfe, Socken u. Beinlängen weiß und farbig. Das Neueste in Damenftraflcn, Manschetten, Partien, Cor seit en, Schürzen etc. empfiehlt zu billigen Preisen 3486) j. H» Sonnenstr. 104. Feinst geröst. Kaffee Str. O (Privat-Mischung) per Pst>,-t. 2 — 1 (Holländer „ ) „ „ „ 1.80 2 (Wiener „ ) „ „ „ 160 Jlufe. unö Kremihosz-Versteigerung in der Königlichen Bberförsterei Roßberg. Mittwoch den 28. Mai 1871), Morgens von 8 Uhr ab, im Eisner'scheu Wirthshause zu Roßberg. 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Cl., sowie 2 rm Kiefern Scheite. t ä r _ Die Königlichen Förster Milchsack zu Roßberg und Koch zu Wermerts Hausen, sowie der unterzeichnete Königliche Oberförster werden den Kausl eb- habern nähere Auskunft über das zu versteigernde Holz vor dem Termin ertheüen. Rohberg (Post Ebsdorf), am 21. Mai 1879. Der Oberförster: PrimfliBepfeltocin empfiehlt (3508 gerb. Felfing, Neuenweg. 3483) Von jetzt ab täglich sehr gute Dickmilch mit und ohne Rahm, sowie auch Süßmilch zu jeder Zeit bei Ph. Müller, Löwengasse 161. Gebrannten Kaffee in vorriiglicher (Qualität, ä JL. 1.40, 30, 60 und 80 per Pfund, empfiehlt (2376 W. Heuser, vorm. Fr. Bieler. Rmtr. Buchen-Stammknüppel, „ Nadel-Knüppel, „ Buchen-Siöcke, Buchen-Wellen, Nadel-Wellen. Verkaufsanzeige. Die zur Debitmasse der Gebrüder «Silier dahier gehörigen nn Gartfetd gelegenen Immobilien sollen getheilt aus dreier Hand verkauft werden, und zwar: 1) ein dreistöckiges Wohnhaus mit Hos- und Gartenraum und 2) die im Betrieb befindliche Dampfschneidemühle mit allen Maschinen, Sägen und sonstigen Geschäftsuten- isilien, nebst einem großen theilweise Gedeckten Holzplatz. Dreis und Zahlungsbedingungen sind bei 4»pn Herren Hofgerichtsadvokaten Batst und Ur Gutfleisch, fomie bei dem Unter- zeichneten zu erfahren. 8 ließen, den io. Mai 18/9 3353)' M- Pilger, Massecurator. 3532) Künftigen -Montag den 26. Mar, Nachmittags von 2 Uhr an, wird in dem Doflein'schen Hause m der Wallthorstraßc, Ecke des Asterwegs em ganzes Wirthschafts - Inventar, bchehend aus neuen Tischen, Stühlen, Hange- Lamven Buffet mit Schwenkbrett, Bier-Apparat, Bier-Gläser mit Unter- ^tzen, Wein- und Schnap«.Glaser, eine Schwarzwälder Uhr, mehrere Kohlenkroppen, Vorhänge und Rou- Itaur, Sviegel und Brider, Porzellarr und Küchengeräthe ein neuer Kochherd, Wein- u. Branntwein, mehrere eollständiae Betten r ein Schrank, «eifeund Krippen für Pstrderc rc. y6en gleich baare Zahlung öffentlich “Äcwnten, welch- vorher die Gegen- Äünde tu sehen wünschen, wollen sich Uonnt-g den 25. Mat, non Morgens? bis Nachmittags 4 Uhr wenden an Chr. Vlx, am Neuenweger Thor. Kürbrstpslanzen in 6 der schönsten Sorten zu haben bei 3549) Carl Deines. 3530) Meuten geehrten Kunden zur Nachricht, daß ich demnächst meinen täglichen wieder eröffnen werde und halte mich zur Lieferung bestens empfohlen. D, Weller V- I 3541) Hundert neue Bohnenstangen sind zu verkaufen im Darmftädter-HauS I 3. Stock. Bauplatz in dc^ Gartenstraße, neben der Sparkasse gelegen, 165 Klftr., zu verkaufen. Näheres bei (3391 Oeconom Wagner, Wallthor. 3517) Ein Reise-ChaiSchen billig zu verkaufen. Marktstraße v. 24. En-tout-cas, a JC. 2, bet <3464 K Grünebaum. Jeikgeöolenes. 3533) Neue Kommode, Küchenschrank mit Aufsatz, Kleiderschrank und Tische, stehen billig zu verkaufen. Neustadt Lit. D. Nr. 212. '3543) Sensen, Sicheln, Wetzsteine empfiehlt ______Wilh. Seibert. ~ 3544) Heu zu verkaufen. Wilhelmstraße E. 26. 3542) Eine noch sehr gut erhaltene Holzpumpe steht zu verkaufen bei Jacob Köhler, Gartfeld. 3537) 3 gebrauchte noch sehr gut erhaltene Herde, für größere Familien und Landleute passend, sind billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. _____ 'Vorzügliches Eis empfiehlt täglich (3546 II Jtt.inlt.eB> Condltor. 3536) Schwemmsteine und Kaminrohre aus Bimmsand tn trockener abgelagerter Waare billigst bei Friedrich Reny Nachfolger, Neuwied. 3339) Ein solid gearbeiteter feuerfester Geldschrank steht zu verkaufen bei Werner, Bau- u. Modellschlosser, Ludwigsstraße. _____ Oeffentliche Aufforderung. 3527) Die gertchtsbekannten Gläu biger des Untermüllers Gustav Wenige zu Hungen haben unter m H utigen ein A> rangement mit bftnielBtn abgeschloffen. Unter Anderem soll auch die bereits in Sacken der diesigen Sparkaffe gegen Gustav Wenige vor' gei omunne Zwangsversteigerung der Untermühle unö sonstigen Immobilien genehmigt werden. Es werden alle Gläubiger, die Einwendungen gegen dieses Arrangement zu erheben haben, a,^gefordert, soiche binnen vierzehn Tagen vorzubringen, widrigenfalls Ausschluß und Bestätigung des Arrangements erfolgt. Der Inhalt des Letzteren kann auf unserem Actuariate ersehen werden. Hungen, den 19. Mai 1879. Großberzogliches Landgericht Hungen. Cellarius, Krauß, Landrichter. Landger.-Affeffor. Gfäsverstei^ening; an den Gräben und Böschungen der Staatsstraßen des Baubezirks Nidda für das Jahr 1879. 3221) Eine uns entbehrliche gewordene Brückenwaage von 20 Ctr. Tragkraft verkaufen.Kauffmann L E 5 CD CO c Q) in großer Auswahl Qi-srauiuiu, Heliotrop, Monatrosen, Petunien, Fuchsien; ferner Alle zu Teppich- Heine». Clavierstimmen lasse ich bestens besorgen und empfehle solches zu billigem Preise im Abonnement. (1681 Reparaturen an Pianos und allen anderen Instrumenten führe gut und billig aus. Wilh. Rudolph, Musik - u. Znstrum.-Handlung. (gesetzlich geschützt.) Diese Taschenuhren zeigen auf dem äußeren Gehäuseboden die woblge- lungenen gravirten Bildnisse der kaiserlichen Majestäten, umgeben von bezüglichen Inschriften und Emblemen und empfiehlt dieselbe billigst Hob. Hartmann, Uhrmacher, Lindenplatz 30. Strohhüte für Herren und Kinder, Sonnenschirme für Herren u. 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Piel sch) in «ieße». 3502) Ein reinliches Küchenmädchen gesucht von Frau Hofmann, Lahnstein. 3509) Ein Kellner wird gesucht bei L. jy ei frei, Pöschel's Brauerei. Köln-Gießener Bahn. Dom 13. Mai ab, Abfahrten von Gieße» nach: Deutz 6«, 12 4«. Dillenburg 6«, 12, 4«, 9». Tiegen 645, 12, 4,43- (3256 Wetzlar 6« 8", 10, 12, 4«, 7-, 9^ Vermischte Anzeigen. 3528) Ein zuverlässiges Dienstmädchen wird zur Aushülse auf 21/? Monate von Anfang Juni ab gesucht oon Frau Professor Stötzer, Frankfurterstraße 11,3 Parterre. ___________________________ 3106) Ein Junge der Scbretncr werden will, kann eintreten bei Vtfrolf Hoß. 3553) Eine Cylinderuhr mit Kette gefunden. Abzuholen Sandgasse D. 171. 3474) Ein braves Dienstmädchen wird auf sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl._________ l Reisende gegen festes Gehalt und Hobe Provision für sofort gesucht. Gest. Off. unter L. K. 10 an die Exved. d. Bl. 319) Lumpen, Werg, Flaschen undZei- tungspavier kauft LouiS Rothenberger, Neuenweg 193. Für die medicinische Klinik des aca- dsmischen Hospitals dahier, wird ein Wärter zum sofortiaen Eintritt gesucht. Die Hospitalverwaltung. Stellens« chenden jedweder Branche -j-Jt kann das seit Jahren renommirte Bureau Germania zu Dresden aufs Wärmste empfohlen werden. (3539 3531) Ein oder mehrere größere Kapitalien find gegen 8ute Hypothekarische Sicher» eit (keine Nachhypotheken) auszuleihen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3518) Das bisher von Frau Pfarrer R eutze l bewohnte Logis ist an eine stille Familie anderweitig zu vermiethen und am 1. October zu beziehen. I. Ricker. 1526) Ein Haus best. aus 7 Zimmern, »erschließb. Boden u. s. w. nebst Garten, zu vermiethen. Ebenso eine Wohnung von 4 Zimmern u. s. w. Näheres bei vr. Koeniger, Grünbergerstr. B. 151,5. 2174) Ein Logis im Freien, erster Stock, 4 bis 5 Zimmer mit Zubehör, sowie Theil am Garten, zu vermiethen und 1. Juli beziehbar.__I. Jutzi. 2428) Mansarden-Wohnung zu vermiethen. Ehr. Spruch. 3197) Ein Familienlogis zu vermiethen und pr. 15. Juli ober auch später beziehbar bei Konrad Döpfer, Weißbinder, Gartfeld. 2006) 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. _________________F. Zöller, Neustadt. 3378) Eine FanuUewohnung und ein möblit-tes Zimmer mit Cabinet zu ver- mietben.______________Neuenweg 134^ 3170) Ein Logis von 3 Zimmern, Küche rc. zu vermiethen. __________ Balth. Strauch. 3448) Zwei einzelne Zimmer, mit oder ohne Möbel, zu vermiethen und am 1. Juni beziehbar im Nebenhause des Herrn C. Lange, Seltersweg. 3453) Möblirtes Zimmer, zu oermie; th n. Frankfurter Straße E. 3, III Stock 2318) Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli d. I. be= ziehbar. S Katzenstein, Seltersberg. 3157) Schloßgasse A. 258 ist ein FamilienlogiS, aus 4Zimmecn bestehend, zu vermiethen und am 1. Juni beziehbar. 1470) Der untere Stock in meinem Hinterhause, sowie Mansardenwohnung im Vorderhause zu vermiethen. Carl Haas, a. d. Actienbrauerei. 3476) Zwei Logis und zwei Schlafstellen zu vermiethen und sofort beziehbar bei Martin Lenz, Marktplatz._ 3420) Ein Familienlogis per 15. 3uni~ auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. ____________EliaS Meier Ww. 3169) Das von Herrn Dr. Weißmann bewohnte Logis ist durch den Wegzug desselben von hier nach Leipzig bis zum 15 Aug. zu vermiethen. B. Strauch. 3205) Ein Laden mit Logis, in bester Lage der Stadt, ist bis zum 1. August anderweit zu vermiethen. Näheres bei Wildbändler Ebcl, Marktstraße D. 31, 3545) Ein Laden mit Logis, worin ein Spezereigefchäft mit bestem Erfolg betrieben worden, ist zu vermiethen. Näheres Löwengasse C. 153. Aerunetsiungen. 3548) Ein Familienlogis zu vermiethen bei H. Möser, Neustädter Thor. 3551) In meinem Hause im Gartfeld ist der erste Stock mit 6 Zimmern nebst Zubehör pr. 1. Juli zu vermiethen. __I. Bernhardt. 3273) Ein Mansardenzimmer nebst Küche, Bodenkammer rc. zu'vermiethen. Lit. C. Nr. 1. 2587) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5—6 Zimmern, per 1. August zu vermiethen. ______L. Bersch, Alicenstraße E. 102. 3497) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. _____________Kaplansgasse 221. 3496), Familienwohnung von 5 Zimmern mit Zubehör, Reichensand C. 121, unterer Stock, zu vermiethen. --—__N» W. v. Gehren. 3439) Eine Wohnung von 3—4 Rimmern ZU vermiethen auf der Bleiche. __________- ___I- Anzer. 3430) Ein Logis von 3—4 Zimmer zu vermiethen. 0 Herm. Euler, Schloßgasse B, 6. r^71J Ein Familienlogis zu vermiethen, alsbald beziehbar. G g. Noll, Gärtner . 2995) Kleines Logis zu vermiethen. Kennel, Riegelpfad. 2847) Schönes Zimmer, möblirt oder unmöblirt, in der Nähe der neuen Aula zu vermiethen. Wo? sagt die Exp- d. Bl- 2470) In meinem neuerbauten Hause, in der Blerchstraße, sind 2 Logis, je mit 6 Zimmern und Zubehör, auch Garlenan- theu, alsbald zu vermiethen. ______A. Huhn. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Famile zum 1. August zu vermiethen. Dr. Ploch. Hmbfleinschnst. 3316) Das Neuoergolden von Grab- stetiischriftcn auf hiesigen und auswärtigen Friedhöfen wird dauerhaft, schnell und billigst gefertigt. J. P. Ritsert, Vergolder, ______________Wallthor A. 156._________ 3454) Ein tüchtiger Knecht wird zum sofortigen Eintritt gesucht auf der Li-bigs- höbe._______________________________________ 3477) Ein Stall in der Schloßgasse zu vermiethen, sowie ein 2sitziger Schreibpult, 100 g brauchte Säcke und 1 Brückenwaage zu verkaufen. Näheres in d Exped. d. Bl. 3341 Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Auch wird daselbst Wäsche zum Büalen angenommen. Sonnenstraße B. 60. 3547) Zwei zuverlässige Mädchen für die Wasserhallen gesucht. Dr. A. Mettenhcimer'sche ____________Mineral: Wasser-Anstalt. Xöpfe | von ausgekämmten Haaren werden unter Garantie solider Arbeit billigst angefertigt von Karl Gcrlipp, Kirchcnplatz 2». 3526) Nachhülfe in allen Elementarfächern, sowie in lat, engl. u. frz. Grammatik, ertheilt em stud. phil. Reflectanten wollen ihre Adressen unter D. v. D. in der Exped. d. Bl. gefl. niederlegen._______ StrohSmte, Herren und Dauren-Stroh- hüte werden zum Waschen, Färben und Fapanniren a-igenommen Muster für Damenhüte i^qen