lb‘r 6*«m » Äft-S Adele Azm. vacht. tttt des 8rem°mS unb !le ^^ewünschtrn Fß Mitglied?^ f«r £ ,^de ^dringend . ’ (6843) 2 * sieing. dir ümpfe 75 wollene LmderMen 50 4 ien von 2% JL, für 2 v4L, rein wollene 2-3% JL, Hmen» Unterhosen für sbtn von 60 H an, iunttn 2 F, reizende 25 Damnfragm r-Lragen. reifachew Leine»- n Hemnkraoen, 4fach WuDbtrbembemSin* Ltück 85 Meter 75 eine i 1t an, Mü« weiße Sinderhös' rtzchn, 6 Tiüä t 3 4. seidene Henen- it, 3 Stück 50 H bik nd Kiilhenschürzen um X «arnirte AlpE % elegantePam it Herren und Damen, ttbilli?- t!!! ornstiff, Id iulhoi__ äj™ Der klNg^^^ LoUlö werden be. , men' ^eno^ iioii yj Mittwoch den 22. Oktober Nr. 246. 1878 Eichener ^tn^eiger Wlkize- m) JstsMitt ft it# Kreis Eichen. «rtflvH.nSfcim.nit 1 e,uIftra6e B 18 Er,ch-int «»glich mit Ausnahme des Montags. °i°r^'^'ch 2 Mm« 20 Ps^ mg r>-mg°rt°hn. «r-edttionSbrrrrav r \ p p Durch bie Post bezogen vierteliährlrch 2 Mari 50 y—W—HflHfll HlHMIIIIIMIMrogMIWMi^mi—B8MM^W>W—W—B— Amtlicher Hl-ei L Bekanntmachung. Philipp Müller von hier beabsichtigt, das Gewerbe als Dienstmann ntederzulegen und werden daher alle Diejenigen, welche etwa Ansprüche an die von demselben hinterlegte Caution aus Aufträgen geltend machen zu können glauben, aufgefordert, solche binnen 3 Tagen bei uns anzumeldeu. Gießen, den 21. October 1879. Großherzogltche Poltzeiverwaltung Gießen. Fresenius. politisch Keulschland. Darmstadt, 18. Octbr. Als Bevollmächtigte zum Bunde-rath werden in der Session 1879/80 von der hessischen Regierung fungiren: Frhr. v. Starck, Präsident des Staatsniinisteriums und Minister des Großh. Hauses linb des Aeußern, sowie des Innern und der Justiz; Wirklicher Geheimerath Schleiermachcr, Präsident des Finanzministeriums; Staatsrath Dr. Neidhardt, außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister. Als Stellvertreter sind abgeordnet: Geheimer Staatsrath Finger, Geheimerath Hallwachs, Mtni- sterialrath Müller und Oberfinanzrath Schulz. Darmstadt, 20. Octbr. Da das Mandat als Landtagsabgeordnete für die beiden seitherigen Präsidenten der zweiten Kammer der Stände in Folge ihrer Beförderung zu höberen Stellen im Staatsdienst erloschen ist und die deßhalb angeordnete Neuwahl auf andere Personen gefallen ist, so war die Großherzogliche Regierung in der Lage, ihrerseits die Mitglieder der zweiten Kammer zu deren bevorstehender Session etnzuladen. Diese Einladung ist nunmehr erfolgt und zwar auf Dienstag den 29. October, Vormittags 9i/2 Uhr. Berlin, 18. October. Die Eisenbahnunfälle scheinen seit einiger Zeit häufiger zu werden, als das bisher, abgesehen von der Zett unmittelbar nach dem deutsch-französischen Kriege, auf deutschen Bahnen üblich war. Diesen Eindruck machen namentlich die im Monat Septbr. vorgekommenen zahlreichen Unfälle, von denen in Schlesien, in Sachsen, in Hannover, in Westphalen Güterzüge betroffen worden sind und bei denen es auch nicht immer ohne Verluste an Menschenleben abgegangen ist. Einen sehr schweren Unfall meldet der Telegraph aus Stuttgart. ' In Heidelsheim bet Bruchsal find durch Zusammenstoß zweier Güterzüge mit Personenwagen 3 Paffagtere getödtet, 13 Passagiere und 2 Eisenbahnbeamte verletzt worden. Die Depesche fügt hinzu, daß der am Unfälle schuldige Locomoltvfübrer sich erschoffen habe. Gleichzeitig liegt eine Meldung von der BerliwCoblenzer Bahn vor, wonach in Treysa in Folge falscher Wetchenstellung ein Güterzug gegen einen stehenden, glücklicher Weise leeren Personenzug rannte, wodurch u. A. acht mit feinen Möbeln beladene Wagen gänzlich zertrümmert wurden. Daß das Publikum durch die Häufung ' derartiger bedauerlicher Vorkommnisse in einem kurzen Zeitraum sich beunruhigt fühlt, ist selbstverständlich. Daß Weichensteller nachlässig und Locomotivführer unbedachtsam sind, läßt sich gewiß nie gänzlich verhindern. Aber es fordert zu eingehender Betrachtung auf, wenn solche Erscheinungen sich oft wiederholen. Zudem ist auch nur ein Theil der in letzter Zeit vorgekommenen Fälle ' auf persönliches Verschulden von Bahnbeamten zurückzuführen; es drängt sich daher die Frage auf, ob nicht das lange Zett hindurch immer intensiver durch- | geführte Sparsystem für die Sicherheit des Transports Gefahren herbetgeführt ! hat, die eine energische Abwehr erfordern. Daß einzelne Prtvatbahnen, namentlich auch solche, die auf der Liste der vom Staat zu erwerbenden stehen, sich seit lange auf das Notdürftigste behelfen, insbesondere die Erneuerung rusgefahrener Schienen auf's Aeußerste eingeschränkt haben, ist vielfach ohne ' Widerspruch zu finden, behauptet worden. Der schwere Unglücksfall, der neu- i sich gemeldet wurde, ist auf einer Staatsbahn vorgefallen. Wie weit überall in Bezug auf Zahl und Qualität des Betrtebspersonals eine Verschlechterung i eingetreten ist, vermögen wir nicht zu übersehen. Die zunehmende Häufigkeit | der Unfälle weift indeß darauf hin, daß an irgend einer Stelle oder an mehreren zugleich Mängel bestehen, deren Behebung dringend noth thut. Unter solchen Umständen ist die Erwartung wohl berechtigt, daß das Retchseisenbahn- Amt als Aufsichts-Instanz nicht blos dasjenige vorkehren wird, was seines Amtes ist, sondern daß es auch Anlaß nehmen dürfte, zuverlässige Mttthetlun- gen über die Sachlage zu geben, übertriebene Befürchtungen zurückzuwetsen, aber sich und das Publikum darüber zu vergewissern, ob nicht etwa eine gemeinsame Ursache für diese traurigen Vorkommnisse nachzuwetsen ist. — Die „Germania" schließt einen Leitartikel über die Schulpolitik des Herrn v. Puttkamer mit folgenden Sätzen: Wir sprechen dem Hrn. Minister für sein Vorgehen in der Simultanschulfrage unsere vollste Anerkennung und unfern wärmsten Dank aus; aber noch bleibt ihm viel zu thun übrig, um die schweren Fehler der Falk'schen Schulverwaltung gut zu machen und die Schäden zu repartren, welche dem preußischen Schulwesen seit 7 Jahren zugefügt worden sind. In erster Linie hoben wir die Religionsunterrichtsfrage im Auge, deren Studium wir Herrn v. Puttkamer dringend empfehlen. Wir hoffen, daß er hierin eine andere Ansicht gewinnt und den Beschwerden, welche bald wieder an ihn gelangen wer- er H h eit. den, Gerechtigkeit widerfahren läßt. Was wir darin verlangen, ist das Recht der Katholiken und eine unbestreitbar? Forderung der katholischen Kirche." Berlin, 19 Octbr. Die Mtttheilung, daß zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn ein förmliches Schutzbündniß abgeschlossen worden sei, wird vom conservattven „Standard" zum Gegenstände eines Leitartikels gemacht, der denselben Geist wiedersptegelt, in welchem die gelegentlich des Wiener Besuches des deutschen Reichskanzlers von dem genannten Blatte angestellten Betrachtungen gehalten waren. Zunächst wird der Klarheit und Entschlossenheit, mit der Fürst Bismarck die Anschuldigungen Rußlands als einen willkommenen Anlaß benutzte, um die Bande der Freundschaft zwischen Oesterreich und Deutschland fester zu knüpfen, gebührende Anerkennung gezollt. Ueber den geschlossenen Vertrag selber äußert sich der „Standard" in folgender Weise: „Das Schutzbündniß zwischen Deutschland und Oesterreich ist eine ruhige, aber wirksame Kundgebung gegenüber denjenigen, welche darauf gerechnet haben, sich der Reihe nach mit jedem derselben zu beschäftigen behufs des schließlichen Ruins/ beider. In England wird es mit hoher Befriedigung begrüßt werden, und obwohl es für dieses vielleicht fernerhin unmöglich ist, sich auf förmliche Bündnisse, selbst defensiver Art, einzulassen, es sei denn am Vorabende eines drohenden Zusammenstoßes, so bedarf es doch keines besonderen politischen Scharfsinnes, um zu erkennen, daß die von einer Defenstv-Ucbereinkunft zwischen Oesterreich und Deutschland umfaßten Ziele auch für Großbritannien werthvoll und wichtig sein müssen. Als der erwartete Zweikampf um den militärischen Vorrang zwischen Frankreich und Deutschland ausgefochten wurde, war England bestrebt, eine strenge und gleichmäßige Neutralität zu bewahren. Würde der Kampf in dieser localisirten Weise erneuert, dan« würde unsere Haltung wahrscheinlich ebenso sein wie damals. Aber gerade so wie die Engländer die von dem zweiten Kaiserreiche an den König von Preußen gerichtete muthwillige Herausforderung auf's Höchste mißbilligten, so würden sie auf irgend eine willkürliche Erneuerung des Kampfes mit dem tiefsten Schmerze und Unwillen Hinblicken. Sie bedauerten, daß cs von den erfahrenen und leidenschaftslosen deutschen Strategen für gebieterisch nothwendtg erachtet wurde, die Grenze des Vaterlandes durch eine ansehnliche Einverleibung von früher in französischem Besitz befindlichem Gebiete zu verstärken. Aber der Frankfurter Vertrag bildet nunmehr einen Theil des öffentlichen Rechtes von Europa, und irgend ein allein zu dessen Umsturz unternommener Krieg würde als gänzlich ungerechtfertigt betrachtet werden. Indeß ist es wenig wahrscheinlich, daß die Franzosen jemals die Verwegenheit haben werden, sich in einen neuen un- nöthtgen Kampf gegen Deutschland einzulassen, falls sie nicht einen mächtigen Bundesgenossen finden können. Es gibt nur einen Bundesgenossen für sie, und das ist Rußland. Aber unsere Nachbarn wissen sehr wohl, daß, falls sie ein wirksames Bündntß mit Rußland abschlössen, sie mehr als blos das Wohlwollen Englands verlieren würden. Eine Erwägung dieser Thatsachen führt zu dem unverkennbaren Schluffe, daß das Schutzbündniß zwischen Deutschland und Oesterreich gegen Rußland gerichtet ist, und zwar gegen Rußland allein. Dieses ist lange etngestandener- und wegen seines besonderen Ehrgeizes auch nothwendigermaßen der Feind Oesterreichs gewesen; andererseits haben es die Fehlgriffe seiner Staatsmänner zum möglichen Feinde Deutschlands gemacht. Nunmehr befindet es sich einer undurchdringlichen Schutzwehr gegenüber. Ohne Uebertreibung kann gesagt werden, daß das Bestehen dieses Bündnisses die russische Negierung zwingen wird, ihren Ltebltngsplan der Gebtetsvergrößerung auf Kosten der Türkei daranzugeben. Indeß würde es ein sehr übereilter Schluß sein, wollte man annehmen, daß eine für England so willkommene und für den europäischen Frieden so verheißungsvolle Lage nothwendigerweise die Erhaltung des osmanischen Reiches bedeute. Es ist sicher der Wunsch des österreichischen und des deutschen Hofes, den gegenwärtig auf der Balkan-Halbinsel hergestellten Zustand der Dinge ungestört zu lassen. Nur die Verblendung der Hohen Pforte wird diese Regierungen dazu drängen, eine Wiedereröffnung der orientalischen Frage herbetzuführen. Es läßt sich nicht Vorhersagen, womit türkische Trägheit und russische Ränke uns noch bescheren werden; aber ein Schutzbündniß gleich dem in Rede stehenden wirkt als eine Bürgschaft, daß, was immer auch im Südosten Europas sich ereignen möge, keine neuen den Plänen Rußlands günstigen Anordnungen werden geduldet werden. Hierin liegt die wahre Bedeutung der deutsch-österreichischen Verständigung, und dieser Schluß ist all' denjenigen englischen Politikern hochwillkommen, welche unsere Interessen in jener Weltgegend verstehen und zu würdigen wissen." Das coiv> servative Blatt schließt seinen Artikel mit der Ausführung, das deutsch-öfter- reichlsche Bündniß sei so unmittelbar aus dem Berliner Vertrage hervorgegan- gen, daß es fast als ein Theil desselben betrachtet werden könne. Der festen Haltung der englischen Regierung, der Flottenbewegungen, der Herbeiziehung der indischen Truppen und ähnlichen Maßregeln sei es zu verdanken, daß Oesterreich ebenfalls fest geblieben sei. England und Oesterreichs Festigkeit aber habe dem Fürsten Bismarck die Vollführung seiner Politik ermögllcht. Berlin, 19. Octbr. Die heute ausgegebene Nummer der Gesetzsamm- lung publtcirt eine von Baden-Baden, 15. October, battete königliche Verordnung, durch welche beide Häuser des Landtags auf den 28. October etnbe- rufen werden. — Der Gesandte, Geh. Legationsrath v. Radowitz, wird während seines angetretenen kurzen Urlaubs im Auswärtigen Amte durch den Gesandten v. Limburg-Stirum in Weimar vertreten. — Die „Nordd. Allg. Ztg." meldet: Der Botschafter in London, Graf Münster, hat, wie alljährlich, einen Urlaub angetreten, um als randtagsmarschall die Verhandlungen des hanno- rerffchen Provinzial - Landtages zu leiten. Die von verschiedenen Blättern an die Reise des Grafen Münster geknüpften Combinattonen dürften sonach jeder Grundlage entbehren. Belgien. Brüssel, 18. Octbr. Das Journal „Europe" will wissen, der belgische Gesandte beim Vatikan werde demnächst nach Brüssel gehen, indem er von der Regierung berufen sei, über die Lösung der Differenzen zwischen Belgien und dem Vatikan Rath zu ertheilen.__ Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correfpondenz • Bureau. Frankfurt a. M., 20. Octbr. Staatsmtntster v. Bülow ist heute Nachmittag 3 Uhr gestorben. Pesth, 20. Octbr. Die Entletbung des Großhändlers PopaAö in Triest, bet dessen Getreide-Differenzen von 800,000 ff. Pesth stark betheiligt ist, berührte sehr peinlich den Pesther Getreidemarkt. London, 20. Octbr. Meldung des „Daily Telegraph" aus Pesha- wur vom 20. d.: Der Gouverneur von Jellalabad berichtet, russtsche Truppen hätten nach heißem Kampfe die Stadt Merw besetzt; anderweitige b-stä- tigende Nachricht liegt noch nicht vor. Charleroi, 20. Octbr. Die Arbeiter fangen an, die Arbeit wieder aufzunehmen. In von Socialisten verbreiteten Plakaten ist die Aufforderung enthalten, einstweilen die Arbeit wieder aufzunehmen, bis die allgemeine Arbeitsniederlegung aller drei Kohlenbecken gelungen ist. Stuttgart, 20. Octbr. In einer Eorrespondenz des „Staats-Anz. für Württemberg" aus Berlin wird bezüglich des Ausschusses des Bundes- rathes für auswärtige Angelegenheiten mttgethetlt, daß Graf Stolberg dem Ausschüsse mündliche Mttthetlungen gemacht habe, welche als vertrauliche be- handelt würden, weshalb eine Berichterstattung an das Plenum des Bundesraths derzeit nicht beabsichttgtigt sei. Straßburg, 20. Octbr. Großfürstin Katharina von Rußland, Wittwe des Herzogs Georg von Mecklenburg-Strelitz, ist heute von Paris kommend mit ihren Kindern, der Herzogin Helene und den Herzogen Georg und Michael hier eingetroffen und am Bahnhofe vom Statthalter Feldmarschall v. Manteuffel empfangen worden. Die Großfürstin wird 8 Tage hier verweilen, ihr Sohn Herzog Georg zum Besuch der Hochschule hier verbleiben. Madrid, 20. October. Der Verlust an Menschenleben in der Provinz Murcia in Folge der Ueberschwemmung beträgt über 500, der Verlust an Etgenthum über 30 Mill. Pesetas. Authentisches liegt noch nicht vor. Wien, 20. October. Meldung der „Poltt. Corresp." Aus Kopenhagen : Man glaubt, daß anläßlich der Geburt der Tochter des Herzogs von Cumberland der dänische Hof vereint mit den verschwägerten Höfen sich bet dem Herzog, wie es scheint, erfolgreich um die eventuelle Renunttation deffel- ben auf die Krone Hannovers bemüht habe; man verspreche fich davon eine günstige Gestaltung der Beziehungen zwischen Deutschland und Dänemark. Pesth, 20. Octbr. Der Ausschuß des Unterhauses für die bosnische Vorlage hat dieselbe im Allgemeinen und im Besonderen angenommen; ein Abgeordneter meldete ein Separatvotum an. Wien, 20. Octbr., Abends. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht eine Mintstertal-Verordnuug vom 8. d. M, wonach Reben und Rebenbestandthetle aus dem Auslande nicht eingeführt werden dürfen. — Die Versammlung der Verfaffungspartei wählte daS mit der gemeinsamen Vertretung der Partei betraute Comite von 21 Mitgliedern gemäß der zwischen beiden Clubs vereinbarten Candidaten-Liste; zum Obmann des Comttes wurde Rechbauer gewählt. Die Versammlung genehmigte ferner die Candidaten-Liste für die morgen vorzunehmenden Ausschußwahlen und lehnte es ab, betreffs der Wahl in die Staatsschulden-Commission ein Compromiß einzugehen. Lokales. Gießen, 21. October. Se. Majestät ver Kaiser passirt heute Nacht nach 12 Uhr auf der Rückreise nach Berlin dm hiesigen Bahnhof. Ein Anhalten des Zugs findet nicht Statt. Gießen, 21. October. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 23. Oktober 1879, Nachmittags 4 Uhr, im alten Nealschul- gebäude r 1. Den Voranschlag der Plockischen Stiftung für 1880 betr. 2. Klage gegen den Ortsarmenverband Ellnhausen. 3. Klage gegen den OrtSarmenverband Ohmes 4. Die UeberbrSckung des Schoorgrabens an der Pipp'scken Schanze. 5. Die Vergebung der Holzhauer- und Waldcnlturlöhne für 1880. 6. Gesuch des Bolk-btldungs-VereinS um Ucberlassung deS RathhaussaaleS. 7. Bedürfnisse für die Real-Schule. 8. Anlegung einer Kehnchtgrube für Die Real Schule. 9. Kosten Decretaren. 10. Die Ringmauer um das Provinzial-Arresthaus betr. 11. Die Erbauung einer neuen Kaserne betr. 12. Gesuch des Commerzienraths Karl Gail um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes. 13. Gesuch des Ludwig Schmidt um Erlaubniß zur Anlegung einer Einfriedigung. 14. Gesuch deS Fabrikanten Karl Stülkrath um Erlaubniß zum Umbau eines Holzschuppens. 15. Gesuch des Bierbrauers I. Förtsch um Erlaubniß zur Vornahme von Bauver- ändcrungen. 16. Straßenbeleuchtung betr. 17. Die Errichtung von Grab-Denkmälern. Gießen, 21. October. Gegenüber der gestrigen Lokalnotiz wird uns mitgethellr, die neue Rathhausuhr nach fachkundiger Beurtheilung ein sehr elegant gearbeitetes und mit den neuesten Verbesserungen musterhaft ausgestattetes Werk ist. — Die beobachteten Finessen mögen wohl von Experimenten herrühren, die mit der Uhr vorgenommen werden. (Warum und von wem werden denn diese Experimente, die doch gar keinen Werth haben, vorgenommen? Die Anwohner des Marktplatzes find ganz gewiß nicht erbaut von den wabrgenomrnenen Störungen an ver Uhr. Wenn dieselbe gut ist, wer trägt dann Schuld an den Unregelmäßigkeiten? Eine Abhülfe wäre am Platze.) Gießen, 21. October. Die Leistungen der Athleten- und Akrobaten - Gesellschaft Schneider, welche auch am gestrigen Abend in Wen-el's Eaalbau aufhat, übertreffen die Erwartungen, die wohl jeder Besucher hegen wird. Verbunden mit einer sehr noblen Eleganz werden die fast schwindelnden Trapez - Uebungen und Kraft - Poductionen aufgeführt, w,e man dieselben im größten und besten Eircus fast nicht zu sehen bekommt. Schade ist es, daß der Besuch der Vorstellungen ein so gar schwacher gewesen ist. Jedenfalls ist unser sonst so kunstliebendes Publikum nicht genügend über die Leistungen der Gesellschaft informirt, welche Leistungen zu sehen, Jedermann Gelegenheit nehmen sollte. Wir haben es hier mit keiner gewöhnlichen Seiltänzer- oder Clown-Gesellschaft zu thun. Wie schon oben erwähnt, werden sämmtliche Produclionen mit einer gewissen Nobleffe und Feinheit ausgeführt, welch, sehr angenehm berühren muß. Hoffen wir darum, daß die Vorstellung am Mittwoch Nbend eine bester besuchte sein möge. Das Eintrittsgeld von 50 H, bei welchem man noch das Eoncert von einem Theil der Regimentsmusik drein hat, ist doch ein so geringes, daß dieses nicht der Grund der Abhaltung sein kann. — Gestern Abend wurden zwei Gefechte, die nicht unblutig verliefen, ausgefochten. Das eine in der Restauration Gambrinus, das andere in der Schulstraße. Für beide dürfte das neue Gerichtsverfahren in Anwendung kommen. — Seit dem 1. Oktober ist die hiesige Polizeiverwaltung als Untersuchungsinstanz in Strafsachen, resp. als Hülfsbehörde der Staatsanwaltschaft zuständig. Auf Grund dieser Untersuchungen leitet die Staatsanwaltschaft das strafrechtliche Verfahren ein. Welche Arbeit damit der qu. Verwaltung überwiesen ist, möge daraus zu entnehmen sein, daß öfters 10—12 Zeugen an einem Tage zu laden, zu vernehmen und zu protokolliren sind. Vermischtes. ** Grobel's Portemonnaie - Eisenbahn - Kursbuch, das bei dem reisenden Publikum einer großen Beliebtheit sich erfreut, ist soeben mit allen Aendcrungen bi8 zum 15. October in neuer Auflage wieder erschienen. Außer vielfachen, erheblichen Verbesterungen und der Aufnahme neu eröffneter Bahnen, wurde das Jnhaltsverzeichniß ganz besonders erweitert, sodaß nunmehr die Hauptstationen, welche innerhalb einer Strecke liegen, sich leichter auffinden lasten, als seither. Diesen handlichen und zuverlässigen Reiseführer — nunmehr 270 Seiten stark — kann man in der Westentasche oder im Portemonnaie bei sich führen und sich daher zu jeder Zeit orientiren. Die Anordnung der Fahrpläne ist übersichtlich und der Preis des Büchelcdens mit Karte äußerst billig. — Das „Wiener Fremdenblatt" meldet folgende wunderliche Geschichte: „Der oberste Gerichtshof von Ungarn wird demnächst, wie ungarische Blätter melden, folgenden interestanten Prozeß entscheiden: Ein Stuhlweißenburger HanvelSagent hatte vor Jahren seine Frau einem ausländischen Kaufmann auf drei Jahre vcrmiethet und den größten Theil des festgestellten „Miethzinses" von 14,000 ft. auch in Baarem erhoben. Der Rest ver Summe, einige Tauiend Gulden, wären bei Ablauf des Vertrags zu zahlen gewesen. Allein zwei Wochen vor Ablauf des Vertrags ließ die Frau (Im Vertrage wurde die Frau als „Immobil" bezeichnet) den „Miether" im Stich und kam vom Lande der Citronen zu ihrem Gatten nach Weißenburg zurück. Nun klagte der Miether wegen ver schon gezahlten Summe, da er um zwei Wochen verkürzt worden sei, während der Vermicther wegen der noch rückständigen Summe klagte, indem er nichts dafür könne, daß das „Miethobject" durchgebrannt sei. Berlin. Die edle Bauernfängerei den Tttulaturen auf Briefadresten amtlich eingereiht zu haben, daS ist ein Verdienst, welche« sich das Amtsgericht in Dirschau zuschreiben kann. „An den Bauernfänger Dabergott im Gerichrsgefängniffe zu Berlin", so lautet nämlich, dem „Berliner Tageblatt" zufolge, buchstäblich die Adreffe auf zwei amtlichen Zuschriften, welche das genannte königl. Amtsgericht an den in der hiesigen Stadtvoigtei in Untersuchungshaft sich befindenden Handelsmann Dabergott gerichtet hat. — Das Blatt meint, daß durch die Hinzufügung des Prädicats „Herr" und „Wohlgeboren" die Adreffe noch viel hübscher ge- worven wäre. Bingen, 17. October. Vor einigen Tagen beehrte eine Zigeunerbande unseren Nachbarort Gau-AlgeSheim mit ihrem Besuche und ließ sich auf einer Wie,e häuslich nieder. Hiermit war aber die Einwohnerschaft nicht einverstanden; der Herr Bürgermeister erschien mit der Aufforderung vor der braunen Schaar, sofort den Platz und den Ort zu verlaffcn. Dies fruchtete nichts, - nichts regte sich in dem Lager der Herren Kesselflicker. Eine nochmalige Aufforderung hatte denselben Erfolg. Jetzt kam der Herr Bürgermeister, welchem die nöthige polizeiliche Mannschaft fehlte, um allenfalls mit Gewalt seinen Zweck zu erreichen, auf einen wahrhaft köstlichen Gedanken, welchen wir hiermit zur allgemeinen Kenntniß bringen und zur Nachahmung in ähnlichen Fällen empfehlen wollen. Es wurde nämlich die freiwillige Feuerwehr requirirt, welche in geschloffenen Colonnen, mit ihren Spritzen an der Spitze, gegen den Feind vorrückte. Als die Zigeuner jetzt noch nicht zum Verlaffen des Platzes zu bewegen waren, erfolgte der Befehl zum Angriff und lustig spritzte und praffelte das naffe Element auf die braunen Gesellen ein. Diese setzten dem ihnen jedenfalls ziemlich ungewohnten kostbaren Naß keinen großen Widerstand entgegen und waren in kaum fünf Minuten schon in voller Flucht begriffen und aus dem Orte verschwunden. Probatum cst! Mainz, 15. October. (Ein Bücherfreund.) Während gestern Mittag ein Herr in einer hiesigen Buchhandlung einige Einkäufe machte, ließ er Schillrr's Gedichte unv Göthe's Faust in der Seitentasche seines Ueberziehrns verschwinden, was jedoch dem Argusauge oes Verkäufers nicht entging. Bedeutsam schmunzelnd rechnete er die beiden genannten Werke zu den gekauften und, etwas erröthend zwar, aber ohne em Wort zu verlieren, b-zahlte der Herr auch den Schiller und Göthe. Und das war klug von dem einen wie von dem Andern. — (Zur Förderung oes ländlichen Feuerlöschwesens) Auch Das Curatorium DeS land- wirthschaftlichen Instituts (landwirthschaftliche Winterschule) zu Hofgeisberg bei Wiesbaden hat den Beschluß gefaßt, den praktischen Unterricht im Feuerlöschwesen in den Unterrichtsplan auf zunehmen. Der Vortheil dieses GedankenS liegt auf der Hand, wenn man bedenkt, daß gerade die Zöglinge der landwirtbschaftlicken Winterschulen, zurückgekehrt zum väterlichen Pflug und als Nachfolger im väterlichen Besitz, die intelligenteren Ortsbürger ausmachen und zum großen Theil wohl in die Gemeindeverwaltung dereinst berufen werden. Sind dieselben nun im Institut mit dem Feuerlöschwesen praktisch und, soweit nothwendig, theoretisch ausgebildet unD ist ihne» der rechte Feuerwehraeist eingeprägt, so wird dies Alles über kurz oder lang für die Einzelgemeinden die segensreiche Folge haben, daß die feuerwehrfähigen Mannschaften, woran es in keiner Gemeinde fehlt, auch feuerwehrtüchttg gemacht, daß ein richtiges Commando, eine pflichtmäßige Folgeleistung im Gemeindelöschwesen zur Geltung kommt, daß der Sinn und das Urtheil für taugliche und vollkommene Löschcinrichtungen geweckt wird. In dem geschilderten Vorhaben wurde das Institut zu Hofgeisberg sehr wesentlich unterstützt durch die L.agDebutger Feuerversicherungs-Gesellschaft. Dieselbe hat Dem Institut eine vollständige Spritze mit allem Zubehör geschenkt, wie solche da« Bedürfniß einer Landgemeinde von mittlerer Größe erheischt. Die Uebergabe dieser Spritze hat s. Z. in feierlicher Welse stattgefunden, indem dieselbe vor einem großen Publikum mit bestem Erfolg probirt wurde und indem zugleich die ersten Uebungen der Zöglinge welche einen freudigen Eifer und hoffnungsreiche Gewandtheit bewiesen, ftattfanben. — In Mainz wurde ein 13jähriger Junge, der sich von Papa Die Erlaubniß zum Drachensteigenlaffen geholt hatte, von demselben in einer Gartenwirthschaft hinter einer Flasche Wein sitzend, eine Cigarre im Munde und Nachbars 12jähriges Elischen an der Seite, ertappt. — Zn München wurde ein Brauer, welcher zur Klärung von Weißbier 20 Gramm Schwefelsäure auf 1 Hektoliter gebraucht hatte, zu 21 Tagen Gcfängniß, und in Nürnberg Jemand, welcher dem Biere beim Sieden Süßholz zugesetzt batte, zu 180 Geldbuße ver- urtheilt. In Baiern besteht bekanntlich ein Gesetz, wonach zur Bierbereitung nur Malz, Hopfen, Hefe und Waffer Anwendung finden können. — Auf einer ländlichen Kirchweihe hatte ein Festgenoffe dcs Guten etwa« zu viel gethan und deßhalb rathsam gefunden, seinen Rausch in einem Ochsenstalle auszuschlafen. Kaum war der Müde in Schlaf versunken, als sich ein Ochse von der Kette losriß, dem ®d)läfei.einen Besuch machte und, angezogen von den Wohlgerüchcn, welche Dem offenen Munde entströmten, das Gesicht mit der tauben Zunge auf und ab bearbeitete. Diese Liebkosungen entlockten dem Schläfer, welcher jedenfalls träumte, ein Barbier habe ihn in Behandlung, die Worte: „Lang — sam — Herr Pfeifer — das — Messer — kratzt." — (Eine ganz neue Curmethode.) In San Francisco prügelten sich zwei Aerzte am । Bette eines Kranken, der so heftig lachen mußte, daß er in Schweiß gerieth und dadurch \ geheilt wurde. _ flnt Jätet m 7» ich^grB W,irir!l"9. ßa E! w Hiirvui» UntfrSügung Die Uhr „mit dun SBetfei Nxfelben. 6in schnei I,j,| k aülsen tic W Saft fangen- Sehr WeiP Die zur H und eines ft Universitätsgel lichen Schreine erstere zu 220; 50 H veranst Submissionswe werden. Offerten hier mit eichrechent längstens bis Fl Vormittags 10 abzugeben und Voranschlag u im Bureau d gebäudes einge Gießen, den GroßberzoM 6869) $05) Bäumt rohrt, Sandsteii m räumen, zu < flaust: Link 2-autzztschitudt 1 ^ 20, Hafer 14—14.50, Kohlsamen 24—27.50, Erbsen JL. 19—27, Wicken JC. 16—17, Linsen JL 20-40, Bohnen, weiße, 23—25, Roggenklete JL —, Wetzenklete, grobe und feine JL —, Rüböl, detail, JC. 62. Stimmung abwartend. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offertrt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo ) Frankfurt, 20. October. Der heutige Biehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 260 Kühe und Rinder, 270 Kälber und 350 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 68—69, 2. Qual. JL 64—66, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 58—60, 2. Qual. JL 54-56, Kälber 1. Qual. Jü 53—55, 2. Qual. 50—52, Hämmel 1. Qual. JL 60—62, 2. Qual. JL 48 50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine je nach Qualität das Pfund — Das Pfund Bratwurst kostet 1 at; fünf Pfund werden zu dem ermäßigten Preis von. 90 $ offerirt. Hasen werden mit JL 4.50—HO bezahlt- Markt-Empfehlung. 6900) Unseren werthen Kunden hiermit die ergebene Anzeige, daß nacb zweimaliger Nichtanwesenheit wir diesen Markt beziehen werden. Wir empfehlen die ganz ächten Offenbacher Pfeffernüsse in Originalverpackung (prima Waare), sowie unsere sonstigen bekannten Artikel. Zugleich bemerken wir, daß unsere Fabrik sich wieder in Offenbach a- M. befindet. Stand auf dem Markt mit Firma: A. 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Dctober in f Zungen und der Ausnahme vtrs et®eitert, jodah , ch leichin aufsinden lassen, I "lehr 270 Seiten stark - m und sich daher zu jeder i der Preis des Acheltens $ Geschichte: »Der oberste en, folgenden iniereflanitn Jahren seine Frau einem len Lheil des festgestellten t Summe, einige Tausend zwei Wochen vor Maus ,Jm»obil" bezeichnet) den n Gallen nach Weißenburg e, da er um zwei Wochen digen Summe klagte, intern efadressen amtlich eingereiht i Dtrschau zuschreiben kann. ne, so lautet nämlich, dem ; mtüchen Zuschriften, welche j •i in Untersuchungshaft sich , art meint, daß curch bie fie noch viel hübscher ge-. «eunndaude unseren Aach- lXM häuslich nieder. erzermcher erschien mit n । Ort zu verlassen. Dies sselst'cker. ©ine nodjmalige neiiter, welchem die ni tge weck zu erreichen, auf «nm n Aenntch bringen und zm imlid) die freiwillige FE -n an der Spitze, gegen ta Platzes zu bewegen wM ha« nafie Element auf w ēĒw Frielendorfer JJriquetles bei €« Schmitz l°vtst>scheii Aa N«