Nr. 142. Zweitetz Blatt. Sonntag, den 22 Juni 1879. Hi eßen er Wyeiger AllM- Md Amtsdktt fit den Kreis Gießen. RrdaettonAburemr r «xpedMonsburrmr r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagK. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerloh» Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. politischer Theil. Wochenübersicht. Die Aufregungen und Anstrengungen, welche die Festlichkeiten der Goldenen Hochzeit für unser Kaiserpaar nothwendig mit sich brachten, haben glücklicher Weise nicht ermüdend, sondern ausschließlich erfreuend eingewirkt, so daß Ihre Majestäten sich bei vortrefflichstem Befinden anschickten, die Residenz Berlin wieder zu verlaffen. Kaiser Wilhelm reist nächsten Sonntag nach Ems, während Kaiserin Augusta sich bereits nach Coblenz begeben hat. Fürst Bismarck weilt vorläufig noch in Berlin und ist im Reichstage erschienen, ohne jedoch bis jetzt in die Debatten eingegriffen zu haben. Aus Anlaß der Beschlagnahme eines Hamburger Dampfers in dem peruanischen Hasen Callao hat Deutschland eine gemeinsame Intervention der Großmächte gegen eine barbarische, völkerrechtswidrige Kriegführung der südamerikanischen Republiken angeregt. Gleichzeitig wurde die Panzercorvette ..Hansa" zum Schutze der bedrohten deutschen Jnterefien in den Gewässern von Chili und Peru nach Valparaiso beordert. Das Urtheil des neuen Kriegsgerichts über den Untergang des „Großen Kurfürsten" ist gesprochen. Obgleich über seinen Inhalt bisher noch nichts Näheres bekannt geworden, steht doch schon jetzt fest, daß damals etwas nicht in Ordnung gewesen ist: das erhellt aus der Thatsache, daß aus Anlaß jener Katastrophe eine Revision und Abänderung der für die Führung von Geschwadern, namentlich aus hoher See, bestimmten Instructionen stattgefunden hat. Allgemeine Befriedigung erregt die Nachricht, daß der Oberst, ein Major und em Hauptmann des bayerischen Infanterie-Regiments, bei welchem die von dem Lieutenant Schenk v. Geyern begangenen Mißhandlungen von Soldaten vorkamen, pensionirt worden sind. Der Reichstag beschäftigte sich mit einer Reihe von verschiedenartigsten Gegenständen. Nachdem er am 9. d. die Gewerbeordnungs-Novelle an eine Commission überwiesen und die AnwaltsgebührenorLnung in zweiter Lesung berathen hatte, gab er dem zwischen dem Deutschen Reiche und den Samoa- Inseln abgeschlossenen Freundschaftsvertrag die verfasiungsmäßige Genehmigung, trat dann in die Berathuug des Gesetzentwurfs, betr. die Verfasiung und Verwaltung von Elsaß-Lothringen, ein, beschloß darauf die Verweisung der Vorlage über die Statistik des Waarenverkehrs an eine Commission und nahm endlich am 16. d. die vor den Pfingstserien unterbrochene Verhandlung über den neuen Zolltarif wieder aus. Mittlerweile arbeiteten die verschiedenen Commissionen fleißig weiter. Einer der wichtigsten Beschlüsie wurde von der Tabakssteuer-Commission gefaßt, indem sie die beantragte Llcenzsteuer einstimmig ablehnte. Der Regierung ist dieser Beschluß begreiflicher Weise nichts weniger als angenehm. Trotzdem erhält sich nach wie vor die Erwartung, daß der Reichstag die finanzpolitischen Vorlagen tm Ganzen und Großen genehmigen werde, denn in demselben Maße, wie die Centrumsfraction diesen Vorlagen gegenüber in ihre oppositionelle Stellung zurücksäüt, zeigt sich die Mehrheit der uationalliberalen Partei geneigt, der Regierung im Interesse der Kräftigung des Reichsgedankens entgegenzukommeu und die zur Erhöhung der Reichseinnahmen gewünschten Steuern — natürlich gegen Gewährung gewisier constitutioneller Garantien — zu bewilligen. Zwischen dem Abg. v. Bennigsen und dem Fürsten Bismarck haben in den letzten Tagen vertrauliche Verhandlungen zur Herbeisührung einer Einigung stattgesunden. Auf den Stand der Dinge zwischen Berlin und Rom siel schon vor dem 11. Juni durch die Reichstagsverhandlungen ein bedeutsames Licht. Die Deftigkeit, mit welcher der eine Führer des Centrums, Windthorst, in der Debatte über die Gewerbeordnungs-Novelle (!) das angebliche Willkürregiment der Polizei der katholischen Kirche gegenüber augriff, und die Unversrorenheit, mit welcher der andere Parteiführer, v. Schorlemer, bei der Berathung über den Vertrag mit Samoa die Gelegenheit vom Zaune brach, um die Samoaner wegen der ihnen zugesicherten Religionsfreiheit im Vergleich mit den „ihres Glaubens wegen verfolgten" deutschen Katholiken glücklich zu preisen, die Mai- aesetze als „schauderhaft" zu bezeichnen und zu behaupten, daß die kirchlichen Verhältnisse in Deutschland „Einem die Schamröthe in's Gesicht" trieben, ließ schon ahnen, daß die Beziehungen des Centrums zum Fürsten Bismarck, also auch die zwischen Berlin und Rom, nicht so freundlich seien, als man vielfach annehmen zu muffen meinte. Die Thatsache, daß ter 11. Juni keinem einzigen wegen Uebertretung der Maigesetze verurteilten Geistlichen Amnestie aebracht eine solche überhaupt gar nicht in Frage gestanden hat, redet noch deutlicher. Die Frechheit, mit welcher dieselben Organe der ultramontanen Preffe welche vorher die Hoffnung auf eine Amnestie ausgesprochen, nachträglich die Zumuthung der „Reue" als Bedingung der Amnestirung als eine unmöglich zu erfüllende Forderung" mit Protest zurückweisen, bürgt auch dafür, taß der Tag des Friedensfchluffes heute noch ebenso fern ist wie früher — an diesem Sachverhalt wird weder das Glückwunsch-Schreiben, das der Papst aus Anlaß der Goldenen Hochzeit an Kaiser Wilhelm gerichtet, etwas ändern noch die Versicherung des Herrn v. Kleist-Retzow im Reichstag, daß die kirchlchen Fragen jetzt, nachdem Herr v. Seydewitz Präsident und Frhr. v Franckenstein Vicepräsident des Reichstags geworden, ohne Zweifel sehr bald zur Befriedigung des Abg. Windthorst geordnet werden würden. Der Kamps mit Rom wird um so sicherer fortdauern, da die Caplausblätter das Mißtrauen der katholischen Bevölkerung gegen die Regierung zu«schüren fortfahren und ausdrücklich erklären, das Centrum werde „in Betreff des Culturkompfes die alte Fahne immerfort hoch halten." In der Schweizer Kuranstalt Baden wurden am 17. d. die Ratifications- urkunden des Gotthardverträges von 1878 zwischen den Vertretern Deutschlands, Italiens und der Schweiz ausgewechselt. In Oesterreich cnrfiren Gerüchte über einen Rücktritt des Grafen Andraffy, doch sind dieselben wohl nur durch dessen nicht unbedenkliche Erkrankung veranlaßt. In London tagte der internationale Telegraphencongreß. Deutscherseits sind demselben wichtige Vorschläge über Herstellung einheitlicher rationeller Gebühren, resp. über Ausstellung eines einzigen Tarifs für den Verkehr der europäischen Länder unter einander unterbreitet worden. Aus dem Festmahl, welches der Lord-Mayor dem Congreß zu Ehren veranstaltete, besprach der bekannte Franzose Leffeps die Durchstechung der Landenge von Panama und erklärte, der projectirte Canal werde in 8 Jahren fertig fein! Frankreich hat bewegte Tage hinter sich. Der Senat erklärte sich am 12. d. mit der Rückkehr der Kammern nach Paris, für welche die Regierung unter Stellung der Vertrauensfrage mit aller Entschiedenheit eintrat, einverstanden. In demselben Augenblicke aber, wo das Land dem Zusammentritt des Congreffes behufs Votirung der zur Ausführung dieses Beschluffes erforderlichen Verfassungsänderung und damit zugleich dem Abschluß des Ueber- gangs von der alten zur neuen Zeit mit Spannung entgegensieht, wird dae. selbe von den mit den Klerikalen verbündeten Bonapartisten durch Scenen, welche alles bisher Dagewesene an Scandalosität übersteigen, in die größte Aufregung versetzt. Schon in der Karnmersitzung vom 9. d., als es sich um die Genehmigung der gerichtlichen Verfolgung Caffagnac's wegen seiner Angriffe auf die Regierung handelte, hatte dieser berüchtigte Klopffechter Unglaubliches von Frechheit den Ministern gegenüber geleistet. Am 16. d. aber, als b;e Kammer die Berathung des Ferry'schen Gesetzentwurfs über den höhern Unterricht begann, veranlaßte er durch seine unverschämten Schimpfereien eine förmliche Keilerei zwischen der Rechten und der Linken, so daß Gambetta sich ge- nöthigt sah, die Censur mit zeitweiliger Ausschließung über ihn zu verhängen und die Sitzung eine Zeitlang zu unterbrechen. Bei der Erbitterung, mit welcher die Parteien sich unter einander bekämpfen, erregt die Zukunft Frankreichs ernste Besorgnisse. Glücklicher Weise herrscht wenigstens innerhalb der Regierung, wiederholten Versicherungen der Minister zufolge, in allen Hauptfragen Einvernehmen. Die italienische Deputirtenkammer hat die Regierungsvorlage, durch welche der Stadt Florenz eine Entschädigung von 49 Mill, zugesprochen wird, angenommen. ____ Deutschland. Berlin, 18. Juni. Die Mittelstaaten scheinen entschlossen zu fein, dem Gesetzentwurf über das Gütertarifwesen der Eisenbahnen einen festen Widerstand entgegenzusetzen. Die „Leipz. Ztg", ein Blatt, welches $u ber sächsischen Regierung in nahen Beziehungen steht, brachte einen energischen Artikel, welchem wir Folgendes entnehmen: „Die Bestimmung des Entwurfes, daß die Festsetzung der Tarifeinhetts- sätze dem Bundesrathe zustehen und daß die Normaleinhcitssätze in der Regel für alle Bahnen gleich sein sollen, ist — ganz abgesehen davon, ob dieselbe nicht über Artikel 45 der Reichsversaffung hinausgeht — vom volkswirthschaft- lichen wie vom politischen Standpunkte so bedenklich, daß die Staaten mit eigenen Bahnen derselben unseres Erachtens unmöglich zustimmen können. Ein einheitlicher Tarifsatz würde nur dann gerechtfertigt sein, wenn alle Bahnen derselben Finanzgemeinschaft angehörten. Diese könnte, wie es ja auch in Sachsen geschehen, einen Durchschnittssatz für alle ihre Linien ziehen und mit dem Überschüsse der günstig zu betreibenden Linien den Zuschuß der schwierigen Betriebsverhältnisse aufweisenden Linien decken. Und selbst dann könnte man noch, wenn die Bettiebsverhältniste sehr verschieden sind, in Frage ziehen, ob es wirklich richtig sei, für billige, in der Ebene gelegene Linien zu hohe Sätze zu erheben, für Gebirgslinten aber zu Sätzen zu fahren, welch- kaum den Betrieb decken. Bei einem einheitlichen Tarife würde sich jetzt die Sache so gestalten, daß der Norden Deutschlands gute Geschäste macht, dagegen Sachsen, Württemberg und Baden die Zeche bezahlen. Auf di- politische Sette der Sache näher etnzugehen, wollen wir Unterlasten und nur darauf Hinweisen, daß bet der Tanssestsetzung tm Bundesrathe Preußen mit Hulse derjenigen Staaten, welche im Mangel eigener Bahnen k. n erhebliches Interest- daran haben, ob die vorzuschlagenden Tartssätze ausreichend sein werden zur Bestreitung der Kosten des Betriebes und d-r Verzinsung des Capttals für die deutschen Eisenbahnen, voraussichtlich immer die Majorität haben wird, jedenfalls glauben wir, daß unter de» obwaltenden Umständen Sachsen, welches zu einer entsprechenden Regelung des Güter,ariswesens gewißg-rndi-Hand bieten wird, tm Bundesrathe gegen den Entwurf in seiner vorliegenden Gestalt | stimmen und daß Württemberg und Baden - Bayern ist in Folge seines Reservatrechtes bei der vorliegenden Frage nicht betheiligt — sich diesem ablehnenden Votum anschließen werden." Der „Berliner Actionär", ein Blatt, welches in dem Rufe steht, häufig Anschauungen zu vertreten, welche sich mit denjenigen des preußischen Handelsministeriums decken, spricht sich indesien darüber in folgender Weise aus: „Es wird dabei der Titel II der Reichsversassung übersehen, der über- Haupt die Grundsätze für die „Reichsgesetzgcbung" regelt. Nach Art. 4 Nr. 8 unterliegt der Beaufsichtigung und der Gesetzgebung des Reichs das gejammte Eisenbahnwesen; nur zu Gunsten Bayerns ,st hierbei der Vorbehalt gemacht, daß ein Theil der im Titel VII über das Eisenbahnwesen gegebenen Special- bestimmungen dort nicht zur Anwendung gelangen soll. Die Reichsverfasiung beschränkt daher materiell die Reichsgesetzgebung über das Eisenbahnwesen nicht nur nicht, sondern sie gewährt derselben geradezu den weitesten Raum. Die Specialbestimmungen des Titel VII können nicht als solche Einschränkungen geltend gemacht werden; sie regeln nur einzelne Fragen des Eisenbahnwesens von vornherein. ohne die Regelung weiterer Fragen auszuschlteßen. Was insbesondere den Art. 45 anbelangt, auf welchen die Gegner sich vornehmlich berufen, so entspricht es weiter nicht der thatsächlichen Lage, wenn behauptet wird, dem Reiche stehe danach nur die Controle über das Tarifwesen zu. Der Artikel verpflichtet vielmehr ferner ganz ausdrücklich das Reich, „dahin zu wirken, daß die möglichste Gleichmäßigkeit und Herabsetzung der Tarife erzielt werde/' Die Wege zur Erreichung dieses Zieles sind nicht vorgeschrteben und selbstredend muß es der Entscheidung des Reiches selbst überlasten werden, welche Wege dastelbe wählen will. Finden die Factoren der Retchsgesetzgebung gegen- wärtig nach mancherlei anderen mehr oder minder fruchtlosen Bemühungen, daß die öffentlichen Interessen die Beschreitung des Weges der Gesetzgebung erheischen, so hat es dabet lediglich sein Bewenden. Irren wir nicht, so ist übrigens die Competenzfrage bereits bet der Tartfreform angeregt. Bekanntlich hat sich der Bundesrath dadurch nicht abhalten lassen, über das Tartf- system Vorschriften zu erlassen." Vermischtes. Marburg, 20. Juni. Nach dem Studeuteuoerzcichnisse für das diesjährige Sommersemester nehmen an den Vorlesungen unserer Hochschule Theil überhaupt: 544 Studirende, davon studiren 63 Theologie, 98 Jurisprudenz, 126 Medicin, 122 Philosophie, Philologie und Geschichte, 81 Mathematik und Naturwissenschaften und 47 Phar- macie und Zahnheilkunde, außerdem besuchen noch 7 Hörer mit Genehmigung des Rectors die Vorlesungen. Im laufenden Sommersemester wurden neu immatriculirt 190. Von den 537 Studirenden gehören an: 460 dem Königreich Preußen, 62 den übrigen Reichsländern, 11 den übrigen europäischen Staaten und 4 außereuropäischen Ländern. Mainz, 18. Juni. Heute Nacht brannte es in der Neuthor-Caserne; das Feuer zerstörte den Dachstuhl und damit zugleich einen bedeutenden Theil der Bestände des 118. Infanterie-Regiments. — Uebertrumpft. In den Laden eines ehrbaren Berlin» Schlächtermeisters tritt dieser Tage ein vielgereister Freund. „In Cincinnati", erzählt Letzterer, „haben sie's mit dem Schlachten doch weit gebracht. Eine große, sehr complicirte Maschine ist da ausgestellt, die durch Dampf getrieben wird, da hinein wird durch eine große Klappe das Schwein gejagt, »te Maschine tobtet dasselbe, reinigt es, wirfr an einer Seitenstelle dte Borsten hinaus, laßt an einer anderen das Blut ab, zerhackt und sortirt Fleisch und Speck, läßt heiße Dämpfe darüber, kurz: auf der Endseite der Maschine kommt die fertig gestopfte Wurst heraus, um dann von einer zweiten Maschine geräuchert zu werden." Der Meister hatte durchaus ernsthaft dm mteresianten Bericht angehört. Ohne eine Miene zu verziehen erwiderte er nun: „Det is noch jarnischt! Son5ie Maschine haben wir hier schon lange, aber mit eene neie Verbesserung. Nämlich wenn die Wurscht rauskommt, wird se jekostet. Un schmeckt se nid) jleich ganz scheen — bums! fliegt se wieder 'rin in den Kasten, und des Schwein kommt natürlich auf die Vorderseite lebendig un verjnügt wieder 'raus!" Eine Pulververschwörung in der Kirche. Der Pfarrer des unweit von Ravenna gelegenen Städchens Fontana Elice ist am Sonntag v. W. mit knapper Noth der Gefahr entgangen, während des Gottesdienstes in die Luft gesprengt zu werden. Als nämlich der Meßner Sonntag Morgens die Kirche betrat, verspürte er einen brandigen Geruch in derselben, was ihn veranlaßte, das Gotteshaus sogleich zu durchsuchen. Er fand nun unter dem Altäre ein Säckchen Pulver liegen, an dem ein brennender Aachsstock befestigt war, der aber noch für eine kurze Zeit ausreichte. Also gerade während des Gottesdienstes hätte eine Explosion erfolgen müssen. Da die Bewohner des Städchens stets in Zwietracht mit ihrem Seelsorger lebten, so vermuthet man, daß einige derselben das Complot angestiftet haben. — In Neapel stürzte während der Frohnleichnamsproccsfion ein Balkon, auf welchem sich die Herzogin von Sangra befand, auf die Straße. Die Herzogin brach das Rückgrat und starb nach wenigen Stunden. Die anderen kamen mit leichten Verletzungen davon. Allgemeiner Anzeiger. Herren-Wäsche, als: weiße u. bunte Hemden, Kragen, Manschetten, Chemisetten für Herren und Knaben, baumwollene und wollene Sommer-Unterjacken und Unterhosen, Filetjacken in allen Größen und Weiten, sowie alle Nrten Shlipse und Cravatten, Hosenträger, Glace- und Sommerhandschuhe, empfiehlt in reicher Auswahl zu sehr billigen Preisen 2832)II. Rübsamen. Frankfurter Zeitung und Haudelsblalt. Auflage der täglichen „Frankfurter Zeitung" 22800 Auflage des „Wochenblatt der Franksurter Zeitung" 6700 Gesammt-Auflage 29500 4030) Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung der Expedition der „Frankfurter Zeitung" mache ich hiermit bekannt, daß ich die ständige Vertretung der „Frankfurter Zeitung" auf hiesigem Platze übernommen habe. Abonnements auf die „Frankfurter Zeitung" für das mit dem 1. Juli c. beginnende III. Quartal werden ä Mk 8.23, für zwei Monate ä Mk. 5 30 und für einen Monat ä Mk. 2.75 von dem Unterzeichneten entgegengenommen. Der Abonnementspreis des „Wochenblattes der Frankfurter Zeitung" betragt Mk. 1.25 pro Quartal. Diejenigen, welche bei mir abonniren, haben den Vortheil, daß sie das Abendblatt, welches die Post erst des anderen Morgens ausgiebt schon 7V2 Uhr Abends erhalten, die Beilage mit dem Morgenblatt um 8 Uhr früh, also ebenfalls 3 Stunden früher als durch die Post. Dasselbe enthält u. A. den vollständigen Reichstagsbericht des vorigen Tages, welcher auf dem für die „Frankfurter Zeitung" refervirten Specialdraht übermittelt wird, sowie den ebenfalls telegraphirten Berliner Eourszettel, zahlreiche politische und commercielle Specialtelegramme. Bei wichtigen Ereignissen erscheinen Extra- Telegramme, die den betreffenden Abonnenten sofort bei Ankunft übermittelt werden. — Der Stadt - Anzeiger (Beilage zur Frankfurter Zeitung) wird den bei der Agentur ! abonnirten Lesern gratis beigegeben. Die Zeitung kann entweder bei der Agentur abgeholt, | oder durch Trager überbracht werden (Letzteres gegen 50 ! Bestellgeld pro Quartal.) Die Agentur nimmt Anzeigen für die Frankfurter Zeitung ä 30 Pfg pro Zeile entgegen GrieSBen, den 14. Juni 1879. Du Agentur der Frankfurter Zeitung Julius Wallach, Marktplatz B. 3Zi. Steppdecken „ollH.rg, Stets frisch gebrannten Kaffee, 1990) per Psd. Mk. 1,60, Mk. 1,80 und Mk. 2,-, „Reingeschmack garantirt", empfiehlt Bob ert Stuhl, Marktstraße 23. tllock’sdie Motoren stationär oder locomobil. Cokes verbrauch 2 Kilo stündlich pro Pferdekraft. Absolute Gefahrlosigkeit, kein Wasser, kein Dampf, kein geprüfter Heizer, keine besondere ", Wartung, keine behördliche Concession. Stärke 1 bis 4 Pferdekraft. 3835) Frospecte gratis. Maschinenfabrik von Julius Hock (t Co., Wien, Landstrasse, Hauptstrasse 109. RmiteauxstamM imö -Rotten 3850) Eröffnung am T. Juli 1878 Landes - Gewei he - Ausstellung des Grossherzogthums Hessen in Offenbach am Main unter dem Protectorat Seiner K. Hoheit des Grossherzogs. emvfi-hll billiqst LOtliS LOH), ,-4017)__Holzwaarenlagcr.___________ Photographie! hm Geschästs Verlegung. Einem geehrten Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß ich meine photographische Anstalt in das von mir erkaufte Haus, Kaplansgasse 218, verlegt habe und bitte ich, das seit dem zehnjährigen Bestehen meines Geschäfts so reicklich geschenkte Vertrauen mir auch in meinem neuen Locale zu bewahren. Durch den Bau eines der Neuzeit ectsprechenden Ateliers und aus- gestattet mit den besten Apparaten, bin icd in den Stand gesetzt, allen Ansprüchen auf diesem Gebiete Genüge zu leisten. Achtungsvoll, 4035)__________Frwnc Plauüio s ii. (laviere Piavo^-Geschäft sg») von Gg. D. Gebauer jun. i« Alsfeld. Submission. Die Arbeiten des Maurers, Steinhauers , Zimmermanns, Dachdeckers, «Schreiners, Schlossers, Glasers, Anstreichers, Klempners und Ofensetzers zur Erbauung eines Beamtenhauses für die Irrenheilanstalt Hierselbst sollen aus dem Submissionswege vergeben werden. Zeichnung, Kostenanschlag u. Bedingungen sind bei dem Unterzeichneten in den Vormittagsstunden einzusehen. Verschlossene Offerten mit entsprechender Aufschrift sind daselbst bis zum 30. d. M., Morgens II Uhr, abzugeben und werden in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten geöffnet Marburg, den 17. Juni 1879. Der ständische Baumeister. 4152) Brüning.__ Grasversteigerung. Donnerstag den 26. Juni, Vormittags 8 Udr anfangend, soll das Heugras von den Gemeindewiesen versteigert werden- Der Anfang ist am Ausgang des Dorfs am Fußpfad nach Gießen. Leihgestern, am 19. Juni 1879. Großh. Bürgermeisterei Leihgestern. 4175) Heß. An demselben Tag, Vormittags 11 Uhr anfangend, soll das Heugras von der Sandwiese und dem Rittergut des Karl Müller zu Neuhof auf Ort und Stelle versteigert werden. Leihgestern, am 18. Juni 1879. Heß, Bürgermeister. Ieikgebotenes. ISrtfott in verschiedenen Sorten und Farben werden nach Belieben Lbgegeben bei Gärtner Schaum. Diverse Sorten Amtsse-Manzen, sehr kräftig, billig abzugeben in Nr. 165, Garten- straße. 4181) Ein Fahr- und Lausstuhl, gut erhalten (neueste Art), ist entbehrlich ge- worden. Näheres in der Exped. d Bl. Sommerröcke empfiehlt zu sehr billigen Preisen 4079) H. Nübsameu. 4133) Die Graserndte, sowie gutes Heu ist billig zu verkaufen bei <£. Rahn. Feilgebotenes. Frisch abgek. Schinken, acht Gothaer Cervelatwurst, Schinkeuwurst, la. Vorderschinken im Stück ä Pfund 4u H empfiehlt (4001 C. R. Textor, Brandgasse. 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