Str. 69 Samstag, den 22 März 1679 Kichener ^(nwiger AMigk- Mi Amtsblllit flr de« Kreis Gieße« «xp.ditwn-burr»«» / «»ukstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags* beschieden 1 i. 2. 3. IjÄ und und lein) L Wz: Heute ist der Tag, an dem Alle-, die ihr Vaterland lieben, den Werth und die Bedeutung unseres Kaisers für die deutsche Gegenwart und Zukunft in begeisterten Worten verkünden werden. Mögen Alle an diesem Tage sich auch in dem Entschlüsse befestigen, die große weltgeschichtliche Wirksamkeit des Kaisers mit der ganzen Kraft ihres überzeugten Herzens zu unterstützen und wie Er niemals müde und wankend zu werden im Dienste und in treuer Arbeit für die Wohlfahrt des theuren Vaterlandes I Ein solcher Entschluß und die ihm folgende mannhafte That, die aufrichtige Bekundung und Bethä- tigung unserer nationalen Gesinnung und unermüdliche Hingabe an die große Sache, der Er dient, ist das beste Geburtstagsgeschenk, welches wir unserem Heldenkaiser darbringen können. Gott segne und erhalte noch lange unfern vielgeliebten Kaiser Wilhelm! ö Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. „Jahre kamen, Jahre schwanden, Silberweiß ward Manches Haar. Nm verjüngt doch ist erstanden Deutschland. Darmstadt, 19. März. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beil. Nr. 7) enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Gießen, die Erhebung von Umlagen der Stadt Gießen für 1879 betreffend. 2. Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Gießen. 3. Uebersicht der für das Jahr 1879 von Großherzoglichem Ministerium des Innern genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal-Bedürfniffen in den Gemeinden des Kreises Bensheim. 4. Dienstnachrichten. Am 25. Febr. wurde dem Wärter am physikalischen Institut der technischen Hochschule, Bernhard Schneidt, die Stelle eines zweiten Dieners am Großh. Museum übertragen. 5. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Psarrstelle zu Kirch-Brombach. Gehalt 3523 «X Das Präsentationsrecht steht dem Herrn Fürsten von Löwenstein-Wertheim-Rosenberg und dem Herrn Grafen zu Erbach- Schönberg zu. Die evang. Pfarrstelle zu Gambach. Gehalt 2752 Das Präsentationsreckt steht dem Herrn Fürsten zu Solms-Braunfels zu. Die evang. Pfarrstelle zu Reichelsheim. Gehalt 2321 JL Die evang. Psarrstelle zu Wenigs. Gehalt 2047 Das Präsentationsrecht steht dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Birstein zu. Die evang. Psarrstelle zu Nteder-Ohmen. Gehalt 1871 JL Die dritte evang. Psarrstelle zu Büdingen mit Herrnhaag. Gehalt 1188 e Mörder und das geheime Comtt6 zu entdecken sind. (Polit. Corresp.) Amerika. New-N^rk, 19. März. Eine Botschaft des Präsidenten Hayes weist aus die Noihwendigkeit einer außerordentlichen Session des Congreffes zur Annahme von Ereditvorlagen hin. — Eine Depesche aus Kingston meldet eine zwischen den Dampfern „Bolivar" und „Michel" stattgesundene Coüision. Der letztere Dampfer, ein hayti'sches Fahrzeug, ist gesunken. 60 Personen sind ertrunken. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Eorrespondenz-Bureau. SBerlitl, 20. März. Im kaiserlichen Palais findet heute Abend eine musikalische Soir6e statt, zu welcher die Mitglieder der königltchen Familie, die zur kaiserlichen Geburtstagsfeier bereits eingetroffenen Fürstlichkeiten, einige Minister, der französische Botschafter Gras St. Ballier, der französische Botschafter in Petersburg General Chanzy, sämmtliche Militäibevollaiächtigte und andere hochgestellte Personen eingeladen sind. Se. Maj. der Kaiser wird die Soiröe nickt besticken. Berlin, 20. März Reichstag. Fortsetzung der zweiten Lesung des Reichshaushalts- Etats. Von de« der Budget-Commission zur Vorberathung überwiesenen Capiteln, betreffend die Verwaltung des Reichsheeres, werden die einmaligen Ausgaben für tie preußische Heeresverwaltung nach den Anträgen der Budget-Commission genehmigt, ausgenommen die für den Neubau eines Kascrnements für 5 Compagnien des ersten Garderegiments in Potsdam geforderte erste Rate von 600,000 JL, welche entgegen den auf Abstrich lautenden Anträgen der Budget-Commission vom Hause bewilligt wird. Im weiteren Verlauf der Debatte weist Graf Frankenberg auf die häufige Verwendung amerikanischer Hölzer bei den Bauten der Militärverwaltung hin und beklagt die dadurch verursachte Schädigung der einheimischen Industrie. Kriegsminister v. Kamecke erwidert, die einheimische Industrie werde im Allgemeinen bevorzugt. Wenn ausnahmsweise amerikanisches Holz verwendet sei, so geschah dies wegen den besseren Eigenschaften des amerikanischen Holzes. Der Verbrauch desselben sei übrigens nur ein geringer ; er könne nur versprechen, daß die deutsche Industrie möglichst berücksichtigt werden solle. Richter (Hagen) bekämpft die Ausführungen Frankenberg's und bittet den Kriegsminister, cs bet dem bisherigen Verfahren zu belasten und nur die Meinung der Architekten, nicht das Privatinteresse der Forstbesttzer zu berücksichtigen. Der Titel, worin die Verlegung der Garnison von Soest nach Detmold festgesetzt war, wird auf Befürwortung v. Bockum-Dolff's nach längerer Discussion gestrichen. Die Summe von 125,000 JL zum Neubau des Kascrnements in Kastel wird entgegen den Commissionsanträgen bewilligt. Der Rest des Etats wird nach den Anträgen der Commission genehmigt. Der Titel des Etats des auswärtigen Amtes bezüglich deutscher Schulen k. im Auslande wird mit dem Antrag der Commission auf demnächstige Erhöhung der Zuschüsse für die zoologische Station in Neapel genehmigt — Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Antrag v. Scyde- witz, betreffend die Abänderung der Gewerbeordnung, und Antrag Schneegans wegen der Elsaß- Lothringischen Verfastung. Paris, 20. März. Morgen wird ein Decret unterzeichnet, durch welches wiederum ungefähr 120 Commune-Verurtheiite begnadigt werden, darunter auch Humbert, Melvil und Bloncourt. — Der „Temps" erklärt alle Angaben über vermeintliche Mißhelligkeiten innerhalb des Cabinets und Umgestaltungen deflelben, fowie über eine Unterredung zwischen Gambetta und Grevy für unbegründet. Wiesbaden, 20. März. Der nassauische Communal-Landtag nahm mit 18 gegen 5 Stimmen den Antrag an, wonach die Regierung ersucht wird, Schutzzölle für Landwirthschast, Weinbau, Viehzucht und Eisen. Industrie kinzusühren. Bern, 20. März. Der Ständerath beschloß mit 27 gegen 16 Stimmen , den Art. 65 des Bundesverfaffung, welcher die Todesstrafe verbietet, auszuheben, ausgenommen gegenüber politischen Vergehen, bet welchen das Verbot der Todesstrafe fortbestehen soll- Paris, 20. März, Abends. Die dem Freihandel und der Aufrechterhaltung der Handelsverträge anhängenben Delegirten der Handelskammern beschlossen in einer heute abgehaltenen Versammlung eine Adreffe, welche sie morgen den Ministern Ttrard und Waddington überreichen werden; darin find hauptsächlich nachstehende zwei Forderungen aufgestellt: Aufrechterhaltung der Verträge auf vorläufige Beibehaltung der in den Conventtonal-Tarifen gegenwärtig festgesetzten Zollsätze. London, 20. März, Abends. Unterhaus. Schatzkanzler Northcote erklärt auf eine Anfrage Montagu's: Er habe keine osficielle Nachricht von einer Bewegung der russischen Truppen in der Region des kasptschen Meeres, aber anderweit davon gehört; die Bestimmung der Truppen sei ihm jedoch nicht bekannt. Paris, 21. März. Die schwimmende Batterie „Arongandte" (?) kenterte am Mittwoch bet den byerischen Inseln während eines heftigen Windes. Von der 122 Köpfe starken Mannschaft wurden 80 gerettet. Rom, 20. März, Abends. Das Amtsblatt enthält die Aufforderung zu Sammlungen für Szegedin. — Durch ein im Amtsblatt bekannt gemachtes Decret wird die Quacautäne für Provenienzen ans Cypern aufgehoben und das Einfuhrverbot aus den Häfen deS schwarzen und Asow'schen Meeres auf wenige Wahren beschränkt. — Laut Meldung hiesiger Blätter erklärte die Re- gterung in der Budget-Commission, sie acceptire die Abschaffung der Mohl- steuer; wenn ober ein Deficit daraus resultiren sollte, so würde die Regierung neue Steuern oder die E'höbnng einiaer bestehenden Steuern beantragen. DaS Schulwesen in Hessen vor dem Richterstuhl der „Deutschen ReichSpost". (Fortsetzung.) Mit der Fortbildungsschule ist es g.rade so. Die Kirche bietet ja eine Analogie. Was ist die Kinderlehre anders als ein religiöser Fortbildungsunterricht? Weil die Erfahrung gelehrt hat, daß das in 8 Schuljahren Gelernte allzu rasch wieder vergessen wird, so sucht man es durch nützliche Verwendung einiger Winterabendstunden, die sonst nutzlos verbracht würden, zu erhalten und zu erweitern. Und das vom Gesetz verlangte Minimum sind 4 wöchentliche Stunden in 4—5 Wintermonaten. Wenn die jungen Leute, die sich vielleicht jetzt noch gegen die Fortbildungsschule aus jugendlichem Unverstand sträuben, einmal älter geworden sind, wann sie sich mit dem Werkzeug, das ihnen die Fortbildungsschule an Wissen und Können mit in's Leben gibt, einmal selbst durchschlagen müssen, dann wird noch mancher dankbar daran denken, daß man ihn seinerzeit gezwungen hat, einige Winterabendstunden seiner geistigen Weiterbildung zu widmen. Daß sich der Einführung in erster Zeit manche Schwierigkeiten entgegengestellt haben, ist richtig. Dieselben lagen nicht blos in der Renitenz der Verpflichteten, sondern sehr häufig in dem Mangel an gutem Willen und Energie auf Seiten Derjenigen, welche die neue Einrichtung ein- und durchzuführen hatten. Wo mit gutem Willen, Ernst und Eifer an das Werk gegangen und namentlich auch den Verpflichteten gegenüber verständige Belehrung angeordnet wurde, ging die Einführung und Einbürgerung der Fortbildungsschule ohne erhebliche Schwierigkeiten und rasch von Statten. Die Mittheilungen über Zuchtlosigkeit und Rohheit der Fortbildungsschüler sind arg übertrieben worden; und dann bedenke man doch auch, was in dieser Beziehung manchmal an höheren Schulen vorkommt. Die Ausschreitungen aber, die wirklich vorgekommen sind, sprechen ja in der deutlichsten Weise gerade dafür, daß der unvermittelte Uebergang aus den Schulen in's Leben für vierzehnjährige Jungen nicht taugt, daß sie eine theilweise Weiterführung der Schulzucht aus rem erziehlichen Gründen recht wohl brauchen können. Alle Welt schreit über Zuchtlosigkeit und Verwilderung unserer Jugend und bie Partei der „Reichspost" um allerlautesten. So nehme man doch dieses Mittel, das die Autorität der Schule noch einige Jahre weiter führt, einmal dauernd in Gebrauch. In einiger Zeit wird sich der Erfolg schon zeigen. Unerwähnt darf hier nicht bleiben, daß die meisten Zuchtlosigkeiten von Schülern m die erste Zeit der Einführung der Fortbildungsschule fallen, also von Schülern verübt wurden, die vor der „neuen Aera" die Volksschule besucht hatten. Der Herr Correspondent der „Reichspost" wendet sich mit besonderem Eifer gegen die Verfassungskunde in den Fortbildungsschulen- Die Einführung dieses Gegenstandes ist einfach eine Folge unserer Verwaltungsgesetze und aufrichtig zu begrüßen. Der junge Mensch, der eben die Fortbildungsschule besucht, soll in ein paar Jahren mitwirken bei den Angelegenheiten der Gemeinde und des Kreises, er soll seine Stimme abgeben für Landtag und Reichstag- Soll man ihm nicht einen ungefähren Begriff geben von diesen Dingen, die er täglich nennen hört? Wenn man das nicht will, so mag man lieber gleich der ganzen Selbstverwaltung den Stab brechen, die nicht eher zur Wahrheit werden wird, als bis die große Maße des Volkes von den Einrichtungen und Gesetzen unseres Reichs und engeren Vaterlandes mehr Kenntniß und Verftändniß bekommt. Die Kritik der „Reichspost" wird am abfälligsten, wo es sich um die Organisation der Schulbehörden handelt. Namentlich das Institut der Kreisschulinspectoren erfährt eine vollständige Verurtheilung. Entspricht dieses Institut einem Bedürfniß? Ohne Frage. Jeder öffentliche Bedienstete, vom letzten Polizeidiener bis zum obersten Ministerialbeamter!, braucht eine Aufsicht, eine controlirenbc Behörde, also der Lehrer auch. Aber war eine Aussicht nicht auch früher da? — Gewiß, durch die Pfarrer! Die Pfarrer haben auch jetzt noch an den meisten Orten die Localaufsicht und sehr viele haben sich bei dec Neugestaltung der Verhältnisse energisch und erfolgreich beteiligt. Aber der Kreisschulinspector ist nach den neueren Verhältnissen nicht zu entbehren. Sehr viele von den früheren geistlichen Inspektoren sind mit den Dingen, die jetzt in der Volksschule gelehrt werden, selbst nicht vertraut, und ohne das läßt sich doch ein Aufsichtsamt nicht wohl führen- So gut ein Gymnasiallehrer verlangen kann, daß der seine (Haffe visitirende Schulrath tüchtig Latein und Griechisch versteht, so gut muß der Volksschullehrer verlangen können, daß sein Jnspicient alle Lehrgegenstände der Volksschule beherrscht. Und gerade aus den Lehrerkreisen ist denn auch der Ruf nach einem fachmännischen Jnspector am lautesten ertönt. Auch der Staat bat an dem Institut das größte Interesse. Sobald der Staat den Volksschulunterricht selbstständig in die Hand nimmt, muß er auch für Organe sorgen, die, blos von ihm abhängig, seine Interessen und die Interessen der Schule am besten zu vertreten geeignet sind. (Fortsetzung folgt.) Vermischtes. — Das „Neue Pesther Journal" meldet aus Szegedin vom 16. d. Mts: In N eu- Szegedin spielten sich heute und gestern die buntesten und erschütterndsten Scenen ab. Das dortige Stuhlrichteramt, in welchem der Stuhlrichter, die Szegebiner Behörde, die Geistlichen und eine Abtheilung des Mtlitärcommandos Tag und Nacht in einem engen Stübchen amriren, ist fortwährend von Tausenden von Flüchtlingen umlagert die gruppenweise eingelassen werden und ihre Rationen Brod und Speck in Empfang nehmen. Manche der Unglücklichen, vor wenigen Tagen noch Besitzer von Haus und Hof, nehmen schluchzend die Gabe in Empfang um nicht zu verhungern. Die Thüre bleibt kaum eine Sekunde geschloffen. Hier wird Recht gesprochen, werben Häftlinge verhört, Flüchtlinge befördert, ©eburtb und Todesfälle immatri- kulirt. Da kommt eine abgehärmte Mutter, ihr Kind auf dem Arme, und theilt unter herzzerreißendem Jammern mit, daß sie unter den exponirten Leichen ihren Gatten agnoscirt habe; ein Pandur bringt einen Fuhrmann, der von den Flüchtlingen Geld erpreßt; ein alte- Mütterchen ruft den Pfarrer zur Taufe ihres Enkels, Oberfiskal Novak übernimmt hierbei die Pathcnstelle — die wievielte seit dem Eintritt der Katastrophe, weiß er selbst nicht; kaum zurückgekehrt, muß der Pfarrer auf den Friedhof eilen, wo wieder ein Dutzend Leichen beerdigt wird. In der engen Kapelle liegen die unglücklichen Opfer maffenweise; Hunderte treten ein, um ihre vermißten Familienglieder da zu suchen; draußen stehen Särge in Bereitschaft. Bemittelte beschaffen für die von ihnen agnoscirtcn Verwandten einen Sarg und erhalten Ein;eln- gräber; Unbekannnte kommen in ein Massengrab. Dieses entsetzliche Bild wiederholt sich mehrmals im Tage in Neu-Szegedin und Szöregh, denn immer werden neue Opfer unter den Trümmern hervorgezogen. Im Kotter des Stuhlrichteramts befinden sich zwölf verlotterte Individuen, welche inmitten des allgemeinen Elends nickt vor Verbrechen zurückschrcckten. Aus der Landstraße sind von den Nackbargemeinden beigestelltc Wagen zur Weiterbeförderung der Flüchtlinge ausgefabren. Hrifchbäcker in Gießen. Sonntag den 23. März. Daniel Rühl, am Rathbaus. Emil Tauer, Seltersweq. Martin Lenz, am Marktplatz. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGicßen. Gottesdienst: Sonntag den 23. März: Morgens: Pfarrer Dr. Seel. Nachmittags: Pfarrer Schlosser. PassionSgotteSdienst in der Hospitalkirche. Mittwock ben 26 März: Abends 6 Ubr: Gymnasiallehrer Stamm. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 23. bis 29. Mär; besorgt Pfarrvicar Schöner. Für Szegedin gingen weiter ein: von Dr. Kübel .AL 3 O S. 3. H. H. 3 2D JL 2. Justizrath Ouvrier JL 10. W. und A. G. JL 5 Dr. ® JL 3. 2. JL 1.50. S. F. .AL 1. Frl. v. Harthausen JL 5. A. Z. in Lollar JL 5. Postdireetor Lockmann JL 5. Pfarrer Dr. Seel 5. Wilh. Löber JL 10. Summa 61 JL 50 Um weitere Gaben bittet dringend Die Expedition deS Gießener Anzeiger-. »N in. jW ^r: ? lugendlich^! bem •n gibt ? ug, "kn, bö6^ ®'4* '^^Agestellt Dr 5te ln9 und ®{n. LJ0« Statten. ?er fmb arg *9 manch? vorge- nÄt, daß recht 2n9 Wt w man dvch ,*/ einmal ^-..Unerwähnt m b,e eqte Zeit ubt wurden, die !rem Eifer gegen Gegenstandes begrüßen. Der mr Jahren mit- u.seine Stimme gefahren Begriff nicht will, so r. die nicht eher von den Ein- ir Kenntniß und du Organisation lspectoren erfährt cdürsniß? Ohne is zum obersten , also der Lehrer arch die Psarrer! cbt und sehr viele llgreich betheiligt. entbehren. Sehr , die jetzt in der ich doch ein Aus- n kann, daß der teht, so gut muß hrgegenstande ber uch der Rus nach taat bat an dem -richt selbständig n ihm abhängig, geeignet finb. M-. In 31 tu-, Sittntn ab. Dr8 be, w Schlichen Stäbchen amiirtn, eingelassen werben ; Unglücklichen, vor . Gabe in Solang i. Hier wird W Todesfälle immato b tbeilt unter derp len aanoscirt Lifj erpreßt; ein «M übernimmt hierbei t selbst nicht; kam , SeteitlW*-, ® nt ,rt«to W" 8® 2 ,eu( Opfer unter ts z,j,nd-si-d-t e r Wellen Buchen 4 232 118 6350 Eichen 10 11 11 80 Nadelholz 2 1 49 1660 ferner: 14 Elchenstämme mit 4,88 Cbmtr Inhalt, darunter 3 von 45—47 Ctm. Durchmesser u. 5—8 Mtr. Länge, 114 Elchen-, 41 Buchen- und 228 Fichtenstangen. Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der alt n G eßener Straße am Schwarzwald. Lich, den 17 März 1879. 1702) Wimmeuauer, Forstrath. Bekanntmachung. 1837) Die am 18. und 19. März 1879 in dem Stadtwald zu Hungen «behaltene Holzversteigerung ist genehmigt und können die Abfuhrscheine vom 24. März an bet Großh. Bürgermeisterei Hungen in Empfang genommen werden. Hungen, am 20. März 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Hungen. Bender. Stunde^ Neufundländer, billig zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl. (1843 Arbrilsverstkifterung hi Großen-Buseck. 1839) Montag den 24. März, Mittags 1 Uhr, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei nachverzeichnete Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden unter den bekannt gemacht werdenden Bedingungen versteigert werden: 1) Maurerarbeit veranschlagt zu . . . 2) Steinhauerarbett von Lungsteinen veranschlagt zu 3) Zimmerarbeit veranschlagt zu ... 4) Schlosserarbeit „ „ 5) Wagnerarbeit „ „ 6) Weißbinderarbeit „ „ . . . 7) Pflasterarbeit „ „ . . . 8) S mdlieferung „ „ 9) Chaussirarbeit am Wellersloh veranschlagt zu Großen-Buseck, am 19. März 1879. 1883 Mk. 79 515 39 25 50 727 80 31 fi 50 16 tf — 400 tt — 680 — 750 — Großherzogliche Bürgermeisterei Großen-Buseck. Pfg. ff ff I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Holzversteigerung. 1838) Donner st ag den 27. und Freitag den 28. März d. I. sollen in dem Stadtwald zu Hungen nachstehende Holzsortimente versteigert werden: Donnerstag den 27. März in den Districten Kleiner-Recksberg, Galgenwald und Buchwald: Scheit R Knüppel a u m Reisig m e t e Stöcke r Buchen 235 88 89 108 Eicken — 16 24 13 Freitag den 28. März in den Districten Ehrbügel, Eichenstücke und Hebeuwald: Scheit R Knüppel a u m Reisig m e t e Stöcke r Buchen 21 46 63 7 Eicken — 43 148 34 Nadel — 13 30 13 Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr, am ersten Tag tm Dtstrict Kleiner-Rocksberg, am zweiten Tag im Dtstrict Ehrbügel. Hungen, am 20. März 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Bender. u.Hostverfleigerung in der Kgl. Oberförsterei Krofdorf. Mittwoch den 26. u. Donnerstag den 27. März er., Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf beim Wirth Kahlert nachstehend bezeichnete Holz-Sortimente öffentlich meistbietend versteigert: Am 26. März er.: District 86 Schlag II. Hasengarten. Die diesjährige Lohnutzung abgeschätzt zu 150 Ccntner. District 12 Fohnbachskopf. Eichen: 1 Stamm 0,49 Fstm Buchen: 4 rm Nutzholz (Felgen), 478 rm Scheit u. Knüppel, 881 rm Stock u. Reiser. District 77a Hohenschied. Buchen: 27 rm Nutzholz (Felgen), 297 rm Scheit n. Knüppel, 387 rm Stock u. Reiser. Nadelholz (Kiefern): 64 Stämme mit 70,43 Fstm., 33 rm Scheit u. Knüppel, 198 rm Reiser. Am 27. März er.: District 11a Fohnbachskopf. Buchen: 5 rm Nutzholz Felgen), 296 rm Scheit u. Knüppel, 503 rm Stock u. Reiser. District 44ab Junkernstrauch. Buchen: 46 rm Scheit u. Knüppel, 134 rm Stock u. Reiser. District 72abc Lindenschied. Buchen: 3 Stämme 4,68 Fstm, 254 rm Scheit u. Knüppel, 323 rm Stock u. Reiser. District 70 Hirschsprung. Eichen: 9 rm Scheit, 4 rm Stock. Buchen: 4 rm Nutzholz (Felgen), 302 rm Scheit u. Knüppel, 395 rm Stock und Reiser. Krofdor, den 19. März 1879. Der Königliche Oberförster: 1829)M ü l l e r. Jeikgeöotenes. Russische Cigaretten in verschiedenen Sorten empfehlen 1854) J. A. Buschbohne. 1844) Ein Sprungheerd mit Bratofen ist billig zu verkaufen. Rothenberger, Kaplansgasse. Eingem. Preiselbeeren empfehlen (1853 I. A. Busch Söhne. 1764) Circa 1000 Ctr. Korn- u. Weizenstroh, (Maschinendrusch), circa 100 Ctr. Kleeheu und 'Grummet, 36 Ctr. Dickwurz abzugeben bei Oeconom Wagner, Marburgerstraße. Prima amerikanischen Speck, garantirt frei von Trichinen und Finnen, pro Pfund 41 H bei (1827 Pit. Slrfltck, Reichensand-Bahnhofftraße. Hudsons tzeisen-Exlrack empfichll (1842 Gg. Wilh. Weidig. Jerusalemer Orangen ohne Kerne, colosale Frucht und von sehr aromatischem Geschmack, die erste Sendung eingetroffen bei (1753 Carl Schwaab. 1819) Grober Schutt gratis, kleine Steine billigst bei ft- Textor, a. d. Hardt- 1823) Ein Haufen guten Mist ist zu verkaufen. Ernst FrieS, Neustädter Thor. 1822) Eine Kaute Mist zu verkaufen. __Asterweg A. 108. 1846) Eine Quantität guten QJHft verkauft Jungblut, Promenadehaus. Patent Ledersohlen. Dieselben sind bei Herrn Carl Berg zu gleichen Preisen wie bei mir zu haben. 1780 Theodor Küchler, Wermietyungen. 1832) Die Mansardenwohnung im v. Klippftein'schen Hause (Seltersberg)'2 Zimmer, 2 Cabinete und Küche, ist zu vermiethen._____________________________ 1824) Eine Familienwohnung zu vermiethen auf der früher Herbert'schen Bleiche, per 1. Mai beziehbar. ______________Gg- Debus. 1857) Möblirtes Zimmer, sowie Stube mit Cabinet ohne Möbel zu vermiethen. _ Flügelsgasse A. 88. 1408) Mehrere moblirte Zimmer, seither von Einjahrig-Freiwilligen bewohnt, per 1. April zu vermiethen. ______Emil Schmall, Frankfurter Hof. 1237) Ein Zimmer in der Nähe der Kaserne zu vermiethen. __Wo? sagt die Exped. d^Bl. 1410) Ein gut möblirtes Zimmer^mit Cabinet, sofort beziehbar, zu vermiethen ________bei E Stückrath, Gartfeld. 426) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffer t ist wegzugshalber per 1. April d. I. ganz oder getrennt zu vermiethen.___________________A. Geisse. 1415) Eine Wohnung, bestehend aus 4 Zimmern, Küche, Keller rc. im 3. Stock ist zu vermiethen. Kaplansgasse 218. Näheres bei Herrn Photograph F. Gerbod e.__________________ 1683) Ein möblirtes Zimmer für einen Einjährigen zu vermiethen. ___Feldwebel S e i m. 1165) Das seither von Herrn Fabrikant Georgi bewohnte Logis ist per 1. Juni anderweit zu vermiethen. ___Karl Bergmann, Gartfeld. 1470) Der untere Stock in meinem Hinterhause, sowie Mansardenwohnung im Vorderhause zu vermiethen. Carl Haas, a. d. Actienbrauerei. 1687) Mansardenlogis zu vermiethen. _________C. Herbert, Nahrungsberg. 1708) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. Wallthorftraße Nr. 137. 1750) Kleine freundliche Wohnung und Werkstatt zu vermiethen. ___CH r. Horeyseck. 1754) Ein möblirtes Stübchen zu ver- miethen.____________Mäusburg B. 42. 1766) Möblirtes Stübchen Jü ner^ miethen b. Metzger H Meister, Seltersw. 1744) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen.__Sonnenstraße B. 65. 1787) Ein Familienlogis, bestehend aus 3—4 Zimmern, zu vermiethen und sofort zu beziehen. _____________Emil Lotz, Kirchen platz. 1790) Ein möblirtes Zimmer im 3. Stock an einen ober zwei Herrn zu ver- miethen.____________Neustadt Lit. D. 54. Eine Hofraithe mit schönem Laden tn frequentester Lage der Stadt zu vermiethen event. auch zu verkaufen. Näheres bei 1777)_____________________ I. Blitz. 1705) Eine Werkstätte zu vermiethen. ____________________Maigasse C. 14,5. 1488) Der seither von Herrn Ger icke innegehabte Laden und Wohnung ist vom 12. Mai d. I. ab anderweit zu ver- miethen Jul. Bach, Seltersweg. Vermischte Anzeigen. Agenten u. Proviffonsreisende, welche die Vertretung einer Nordhauser Brennerei übernehmen wollen, belieben Offerte sub N. B. Nr. 200 an die Exped. d. Bltts. cinzusenden.(1840 31. Jleumaim, Dampfkessel - Fabrik Sieghütte bei Siegen. Ueparaiur von Locomobilkejseln unter 1849) Garantie billigst. Neferenzen zu Diensten. O Warnung. 1858) Bezugnehmend auf die Annonce meines Mannes sehe ich mich veranlaßt zu bemerken, das; nicht er sondern ich volle Ursache habe Jedermann zu warnen demselben etwas zu borgen, da ich für denselben nichts bezahlen werde. Maria Clara Moor, Annerod. 1747) Scheuer zu verpachten. ______Jungblut, Promenadehaus. 1835) Ein braves Mädchen, das gut bürgerlich kochen kann, sucht auf sofort eine Stelle. Zu erfragen bei d. Exped. d. Bl. Geburtsanzeige. 1859) Die heute Morgen erfolgte Geburt einer kräftigen Tochter beehren sich anzuzeigen Gießen, den 20. März 1879 Georg Schlosser, Pfarrrer u. Krau, Marie, geb. Rendtorff. Eine Haushälterin, gesetzten Alters, die dem Hauswesen in jeder Beziehung vollständig vorstehen kann, wird auf sofort gesucht. Guter Gehalt angenehme Stellung. Gute Zeugnisse erforderlich. Näheres durch die Annoncen- Expedition von Karl Blndernagcl, Fried- berg (Hessen).(1836 tiesucBet für einen Gewerbeschüler einfache Wohnung mit Kost. Offerten mit Preisangabe an Lehrer Hug Asterweg (Handwerker- schule).__ ______ (1857 Strohhüte werden gewaschen, gefärbt und faconirt, bei C. L Gall, 1848)Schul st raße 19. Sm LocalcdesHrn. Carl Fuhr (Gafe Klein ) Samstag den 22. März: flrolit’S (£oncert brr Gesellschaft Jean Müller sen Komische Vorträge, ansgefiihrt von Herren und Damen der Gesellschaft. Anfang 7 Uhr. 1801) Entree frei. 1852) Den Detailverkauf meiner Biere in Flaschen übergab ich den Herren J. A. Busch Söhne hier. Preis per Flasche Wiener 23 Pfg „ „ „ Erlanger 26 Pfg. August Pöschel, Bierbrauer. Speisen-Harte vom „Deutsche!, flotis“, WolkenMr «. 90. Samstag Abend: Leberklöse und Sauerkraut. Sonntag, Frühstück Gulasch, Häringsalat, warme Würstchen, Kartoffelsalat, Kalbs- und Sauerbraten, Koteletten und 1831) Cervelatwurst rc. — Mittagstisch 10 E. Schramm, C. 90. „Deutsches Haus Wolkengasse. C. 90. 1860) Wir gratuliren unseren Herren Principalen Zur Jertigstestung der 1OOO. Maschine Möge uns recht oft zu ähnlichem Act Veranlassung werden. Die Arbeiter der Maschinenfabrik von Hey ligenslädl & Comp. UTen^efs Zarten. Samstag den 2 2. Mäv 1879: 183O) Festessen ?um Geburtstage Zr. Majestät des Baisers. iAb Anfang dec Tafel präcis 8 Uhr, Marienliöh’! Beim Herannaben der schönen Jahreszeit bringe ich einem verehrlichen Publikum meine Restauration zur Marienhöir in empfehlende Er-nnerung. Namentlich mache ich darauf anfmerksa«. daß die io beliebten Waffeln nur allem ächt bei mir zu haben stad. Für ein gutes Glas Bier und gute Speisen bestens sorgend, empfehle ich mich Hochachiungsoott 1833) __________E. ALühl Ww,, geb. Pau sch. Mrthichask-Eiujstehtuug. Bringe hiermit zur Anzeige, daß ich in meinem Hause, Ecke der Sonnenstraße und des Canzleibergs, eine Wirthschaft errichtet habe und dieselbe am heutigen Tage eröffne. Geneigtem Zuspruch entgegensetzens, zeichnet Gießen, den 22. März 1879. 1845) Achtungsvoll _______________Christiaai toll III. 1834) Meine Niederlage in Krippen und Schweinetrögen, Grab - Postamentsteinen, Treppentritten, Thürsteinen rc., befindet sich zu Lang-Göns bet Herrn Maurrrmeistei Eckhard : auch können bei demselben Bestellungen von anderen Werkstücken gemacht werden. Kesselbach, im März 1879. _______________________________’WFebez‘, Steinhauermeister. Geschäfts-Eröffnung. 1826) Ich erlaube mir hiermit, einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgegend die ergebene Anzeige zu machen, daß ich seit dem 15. d. Mts. Reichensand - Bahnhofsstraste ein Golonialwaaren - Geschäft, sowie ein Lager in Leinen uiiö Lelizeugen errichtet habe und bitte um geneigten Zuspruch. Es wird stets mein Bestreben sein, meine verehrlichen Abnehmer billigst und reell zu bedienen und zeichne Achtungsvoll und ergebenst Ph. Strack. Arieger-Verein 1776) Zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Kaisers Samstag Abend Fesl-Concert im „Gambrimis“. Nur die Vereinsmitglieder nebst ihren Familien haben Zutritt. Einrritte- geid wird nicht erhoben. Die Vereins-Abzeichen find anzulegen. fy •• p von ausgekämmten Haaren werden schön und bauer* 1 haft an efertigt. H. Plank, Friseur, 1856)____________Sllte'sweg.______ 1706) Zwei bis drei Realschüler können Kost und Logis erhalten. Mo? sagt d. Exped. d- Bl-__ 1752) Zwei Schüler, welche die hiesigen Lehranstalten besuchen, können freundliches Logis mit Beköstigung erhalten. __Wo? sagt d. Exped. d- Bl.__ 1793) Lauffrau oder Laufmädchen am Seltersweg gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl.____________________ 1841) Nummer 12 und 81 haben die beiden Spiegel gewonnen._______ i Verloren ' ne goldene Uhr nebst goldener Kette und Uhrschlüssel am Mittwoch Mittag im Os- wald'schen Garten. Abzugeben gegen an- gem.ffene Belohnung in der Erv d. Bl. Hute zum Waschen und Fa^onniren werden angenommen von (1647 W. Pauly S» O Schmidt. Restauration Zahnstein. Sonntag den 23. März, 2 große (Lonccrte der Gesellschaft Jean Müller sen. Komische Vorträge, ausgesiihrt von Herren und Vamen der Gesellschaft. Anfang des 1. Corcertes 4 Uhr und „ 2. „ V-8 Uhr. 1855) Entree 20 Pfg.______ 1495) Em Gar en oder 1 Stück Grabland, ca. Vi Morgen groß, zu pachten oesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl__ Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6