iw K-sthaufe ^8 ein ^Dorstair^ Kopf tltitflid,’*l,i4t §kllllUlhiveig. °"d mnben ^lvchfuLiizx behandelt. mRmaBlid)e:» ’Wng, Serfdkhnung, ■ ’C’dnb mit Heißhunger, 1 OWn Lpeisen, Auf- >»Bcn des Lpeichels im eiwtnW, Kopfschmerz, 1 und wellenartige Bewe- ^cdärrnen, Herzklopfen, end am 22. gebt, itr $r. 8. (1068 iirkki! sungs-ßlalt ^len po6Unstalt£D Str. 4S Samstag, den 22. Februar 187» Redactiorrsbureau r I Ä , ,Q _ ö «xpedittovSbure«.. f «chulstr-ß-B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher P8 eil. Bekanntmachung. Be tr.: Die Prüfung der Bewerber um den Berechtigungsschein für den einjährig freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1879. d S^t"^C^U^na^me aUf un^ere ^kkanntmachung vom 17. December v. I. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Montag den 3. März d. Js. und folgende Tage Morgens 8 Uhr beginnend, in der alten Kanzlei, Louisenplatz 2 dahier, vorgenommen werden wird. Darmstadt, den 18. Februar 1879. Gr. Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. ______________Der Vorsitzende: S p a m e r. politisch * 3ur allgemeinen politischen Lage. Die Ratification des Friedens von Konstantinopel Seitens des Kaisers Alexander und des Sultans hat nicht auf sich warten lasten. Derselbe ist also perfect geworden. Einer Erklärung des Generals Totteben zufolge soll das gesummte, unter der unmittelbaren Souveränität des Sultans verbleibende Gebiet schon bis zum 9. März vollständig geräumt fein. Zwischen dem Sultan und dem Fürsten von Montenegro sind freundschaftliche Glückwunsch- Telegramme gewechselt worden. Die griechische Frage harrt freilich noch immer ihrer Erledigung. Eine Conferenz nach der anderen geht vorüber, ohne daß es zwischen den türkischen und griechischen Commistaren zu einer Verständigung käme. Es verlautet sogar, die Pforte habe offen erklärt, daß sie dem Ausspruche des Berliner Congrestes über die Grenzberichtigung nicht nachkommen und nur einen schmalen Streifen ^andes unterhalb Volo an Griechenland abtreten könne. Die Nachricht von der Abreise der griechischen Commission ist daher jeden Tag zu erwarten. Auch in den bisher noch von Rusten besetzten türkischen Gebietstheilen ist die Lage der Dinge noch immer so bedenklich, daß man dem Augenblick der vollständigen Räumung nur mit Besorgniß entgegensetzen kann. Diese beiden dunkeln Punkte sind indeß nicht im Stande, den politischen Horizont Europas ernstlich zu hüben. In Folge der Reclamationen Griechenlands hat die französische Regietung, welche dle griechische Frage bekanntlich auf dem Congreß angeregt hat, eine dem Willen Europas entsprechende Lösung derselben mithin als Ehrensache betrachtet, der Pforte schon ihr lebhaftes Bedauern über den bisherigen langsamen Verlauf der Verhandlungen, sowie den dringenden Wunsch ausgesprochen, jene Frage auf der Basis des Berliner Friedens geregelt zu sehen. Bet der Steigerung des französischen Einflusses, die sich in neuerer Zett am goldenen Horn bemerklich gemacht hat und soeben durch den Abschluß eines finanziellen Abkommens zwischen der Pforte und französischen Kapitalisten offen au's Licht getreten ist, wird sich der Druck der ftan- zöfischen Regierung um so sicherer in einer dem Frieden günstigen Richtung fühlbar machen, da sich der englische Einfluß gleichzeitig sichtbar vermindert hat, Englands Hände auch durch die Kriege in Afghanistan und am Cap gebunden sind. Für eine friedliche Entwickelung der Dinge in Ostrumelien wird Oesterreich sorgen, welches, nach den Aeußerungen des ungarischen Minister- Präsidenten über den Vertrag vom 11. October 1878 zu urthetlen, der Unterstützung Deutschlands bet einem weiteren Vorgehen nach Süden sicher zu sein scheint. Die festeste Bürgschaft des Weltfriedens liegt indeß in den Erklärungen der Thronrede bei Eröffnung des deutschen Reichstags. Kaiser Wilhelm hat darin hervorgehoben, daß die Anordnungen des Berliner Congrestes „den Schutz der Christen, die Sicherung der Ruhe im türkischen Reiche und die Wahrung des Friedens der Mächte Europas" zum Zweck hätten und daß er seinerseits die in seine Hand gelegte große Macht, welche Deutschland durch seine Einigung gewonnen, dazu verwenden werde, um „die friedlichen Beziehungen der Mächte zu Deutschland und unter einander zu fördern." Danach läßt sich erwarten, daß die deutschen Vermittlungsdienste vor Allem dem Schutz der Christen gegen türkische Vergewaltigung und der Herbeiführung ruhiger Zustände im türkischen Reiche gelten werden. Die gütliche Verständigung, welche sich gegenwärtig unter Kaiser Wilhelms Vermittlung zwischen Rußland und Rumänien über den Besitz des Forts Arab-Tabia anbahnt, darf süglich als ein Vorzeichen dessen betrachtet werden, was sich bei den voraussichtlichen Streitigkeiten über die weitere Lösung der orientalischen Frage ab- spielen wird. Die deutsche Kronprinzessin ist gerade im rechten Augenblicke zum Besuch ihrer Mutter in ihrer Heimath eingetroffen, um den versöhnlichen Rathschlägen Kaiser Wilhelms an entscheidender Stelle einen günstigen Boden zu bereiten. Deutschland. Darmstadt, 20. Februar. Die „Darmst. Ztg." erhielt nachstehende Zuschrift: Die in Nr. 49 der „Darmst. Ztg." enthaltene, angeblich aus er Hheik. sicherer Quelle entnommene Mittheilung beruht auf einem Jrrthume. Der Zusammentritt der evangelischen Landessynode wird nicht in den ersten Tagen, sondern voraussichtlich erst gegen Ende des Monats März stattfinden. Darmstadt, 19. Februar 1879. Eigenbrodt, Präsident der evangelischen Landessynode. Berlin. Der dem Reichstage unterbreitete Weltpostvertrag ist von einer inrereffanten Denkschrift begleitet, welcher wir die folgenden Sätze ent- nehmen: Der neue Vertrag beruht in den Hauptpunkten auf den bewährten Gru, dlagen des Berner Vertrages. Er charakteristrt sich als ein Werk der Befestigung derselben und ihres weiteren Ausbaues im Sinne des Grundgedankens. Er führt eine bedeutende und bedeutsame Ausdehnung des bishen- gen Vereins herbei. Der jetzige Verein umschließt fast die Gesammtheit der civilisirten Länder des Erdkreises und unterwirft insbesondere auch die zahlreichsten und wichtigsten oceanischen Seepostlinien seinen Gesetzen. Er verwirklicht weitere Erleichterungen des Völkerpostverkehrs und er führt den Grundsatz der Einheitlichkeit in allen wesentlichen Punkten strenger durch, als dies bei dem ersten Anlauf im Jahre 1874 geschehen konnte, wo verschiedent- liche Ausnahme» und Uebergangsbestimmungen noch nicht zu vermeiden waren oder sich wenigstens empfahlen. Der neue Vertrag wird als ein weiterer Fortschritt im Verkehrsleben der Völker bezeichnet werden dürfen. Es schlingt ein sichtbares Band der Einheit um fast alle civilisirten Nationen, bringt ihnen die Wohlthaten derselben zum Bewußtsein und bildet einen kräftigen Antrieb zu ähnlichen Bestrebungen auf verwandten Gebieten. Nach vielen Millionen zählen die einzelnen, welche seine erleichternden und befreienden Wirkungen für den Verkehr und den Gedankenaustausch in den verschiedenen materiellen und geistigen Bereichen der menschlichen Thätigkeit räglich erfahren. Das Centralorgan des Vereins unter der oberen Leitung der bewährten schweizerischen Postverwaltung entfallet eine verdienstliche, fördernde und ausgleichende Thä- tigkeit. Während der 3 Jahre des Bestehens des Berner Vertrags ist, so viel hier bekannt, der Fall der Anrufung des in demselben vorgesehenen Schiedsgerichts nur einmal vorgekommen, ein fortlaufender Austausch der Ideen, Erfahrungen und Ergebnisse zwischen den Vereinsverwaltungen ' hält gleich einer pulsirenden Lebenskraft den Gesammtorgantsmus in Thätigkeit, und was die einzelne Verwaltung durchgreifend Nützliches schafft, wird von den übrigen in den verschiedenen Erdthetlen alsbald vernommen und nach einiger Zeit meisthin zum Gemeingut gemacht. Berlin, 19. Februar. Zu einer Besprechung über die Tabaksbesteuerung ic. fand am 18. d. im Handwerkervereins-Saale (Sophttnstraße 15) eine sehr zahlreich besuchte Versammlung von Tabaks-Interessenten statt, die in ihrer Mehrheit ans Cigarrenarbeitern, kleinen Fabrikanten und nur wenigen Großfabrikanten bestand. In sehr langer Debatte wendeten sich alle Redner gegen das Monopol, dagegen traten die Großfabrikanten Schepplenberg, Jean Kohlweck u. A. für eine mäßige Besteuerung des Tabaks ein. Von den Arbeitern und Kleinfabrikanten wurde dieser Vorschlag sehr energisch bekämpft und schließlich, nachdem sich die Großfabrikanten bereits entfernt hatten, folgende Resolution einstimmig acceptirt: „In Erwägung, daß der Tabak kein Luxus-, sondern ein Bedürfnis Artikel ist und jede Steuer auf Lebensbedürfnisse verwerflich erscheint, in fernerer Erwägung, daß der Tabak bereits versteuert ist und eine höhere Steuer den Ruin der Cigarren- und Tabaks-Industrie zur Folge haben würde, m endlicher Erwägung, daß durch die Cigarren- und Tabaks-Industrie Hunderttausende von Arbeitern in Deutschland Beschäftigung haben, erklärt sich die Versammlung mit aller Entschiedenheit gegen jede höhere Besteuerung des Tabaks." — Der Termin für die schwierige Wahl eines Fürsten für das neue bulgarische Reich rückt immer näher, ohne daß bisher etwas Authentisches über die betr. Hanptcandidaten verlautet. Aus der Reihe der meistgenannten Thronbewerber soll, wie wir hören, der Prinz von Battenberg in einem Briefe an einen Freund die Aeußerung gethan haben, daß er noch niemals ernstlich daran gedacht habe, die Fürstenkrone von Bulgarien anzunehmen. Es heißt, daß demzufolge die Aussichten für den deutschen Botschafter in Wien, Prinzen Reuß, um ein Bedeutendes gestiegen wären. Oesterreich. Teplitz, 19. Februar. Das Unglück, welches Teplitz betroffen, hat selbstredend auch in den anderen böhmischen Bädern eine geroiffe Bestürzung erregt. Es wurde die Befürchtung laut, daß dieselben in Mitleidenschaft gezogen würden. Glücklicher Weise entbehrt diese Befürchtung jedes thatsächlichen AnhaltS und wir sind insbesondere in der Lage, die Mitthetlung einer Berliner Zeitung, daß auch Karlsbad von den nachthetltgen Folgen heimgesucht worden sei, entschieden dementiren zu können. Zur Beruhigung Derjenigen, die in Karlsbad Trost und Heilung suchen, wird dem „Berl. Tagebl." von authentischer Seite aus Karlsbad geschrieben: „Die Besürchtungen, daß das Teplitzer Unglück auch auf die Karlsbader Quellen zurückgewirkt habe, sind durchaus grundlos. Unser Sprudel springt so lustig und munter, wie immer. Unsere Quellen wurden und werden sehr oft gemessen und es ist zu constatiren, daß sich nicht die geringste Veränderung gezeigt hat. Nebenbei sei bemerkt, daß unsere neue Sprudel-Colonade, ein heizbarer Prachtglasbau, welcher eine Wandelbahn für mehr als 1000 Personen bildet, ihrer Vollendung entgegengeht. Diese prächtige Anlage wird mit Springbrunnen, Aquarien rc. geschmückt werden. Uebrigens kann sich Karlsbad derartige Verschönerungen wohl erlauben, denn außer dem Kurbesuch haben sich die Bestellungen auf Karlsbader Sprudelsalz in den letzten Jahren so gemehrt, daß eine umfangreiche, leistungsfähige Fabrik mit Dampfbetrieb vor 8 Tagen eröffnet werden konnte, die pro Jahr 1000 Centner Salz erzeugen soll." England. London, 18. Februar. Im Unterhause meldete Dtlke eine Resolution an, welche erklärt, daß das Haus bereit sei, die Regierung zu unterstützen, um die Scharte in Südafrika auszuwetzen, aber die Gründe der Invasion im Zulu-Lande für unzulänglich erachte. Italien. Rom, 19. Februar, Abends. Heute fand hierselbst eine Versammlung von Persönlichkeiten aus den verschiedenen Provinzen Italiens statt. Zweck der Versammlung war die Bildung einer neuen conservativen Partei mit der Tendenz, eine Betheiligung der Katholiken an den politischen Wahlen herbei- zusühren. Es wurde eine Commission behufs Modification einiger Punkte des Programms eingesetzt. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. lkorrespondenz-Bureau. Berlin, 20. Februar. Reichstag. Bei der Wahl des zweiten Vicepräsiventen werden 210 Stimmen abgegeben. 11 Zettel sind unbeschrieben, 122 erhält Lucius, 75 v. Seydewitz, die übrigen Stimmen sind zersplittert. Lucius, der somit gewählt ist, nimmt die Wahl dankend an. Berlin, 20. Februar. Reichstag. Erste und zweite Berathung des österreichischdeutschen Handelsvertrages. Minister v. Bülow leitet die Debatte ein mit einem Ueberblick über die Vorverhandlungen: Die österreichischen Vorschläge wären anfänglich weiter gegangen als im diesseitigen Interesse gelegen war; daher sei viel Zeit bis zur Erzielung einer Verständigung vergangen. Die Reichsregtrrung sei sich bei Abschluß des Vertrages ihrer vollen Verantwortlichkeit bewußt gewesen, der Abschluß unter Vorbehalt der Zustimmung des Reichstags erfolgt. Die österreichische Regierung habe dies mit großer Zuvorkommenheit acceprirt. Der Vertrag sei nunmehr sofort vorgelegt und sei zu wünschen, daß derselbe bald zu Stande komme. Die Regierung habe die Jnteresien des Reiches, seines Handels und Verkehrs auch in dem Vertrage möglichst gewahrt. (Beifall.) Delbrück gibt zu, daß bezüglich der Handelsverhältnisse zwischen Deutschland und Oesterreich zuletzt eine Nothlage entstanden sei, welcher durch den jetzigen Vertrag abgeholfen würde. Redner beleuchtet die früheren Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und Oesterreich, deren hauptsächlichster Werth seit einem Vierteljahrhundert in dem Schutz der beiderseitigen Industrien bestand. Der Hauptwerth des Vertrages besteht darin, daß er die Möglichkeit gewähre, zu einem neuen Vertrage auf Grundlage der früheren Verträge zu gelangen. Jedenfalls sei durch den Vertrag die Gefahr einer Entfremdung gegen Oesterreich vermieden, mit welchem man so lange in intimen handelspolitischen Verhältnissen gestanden. Bezüglich des Meistbegünstigungs-Verhältniffes, des Veredelungsverkehrs, der Behandlung der Leinenwaaren an der schlesischen Grenze und des Zollkartells enthalte der Vertrag das möglichst Erreichbare. Hinsichtlich des Veredelungsverkehrs wäre es freilich besser gewesen, wenn die österreichische Regierung nicht allzu scharfe Maßregeln gegen etwaige Mißbräuche verlangt härte. Delbrück beleuchtet diese Maßregeln im Einzelnen und sucht nachzuweisen, daß dieselben als bloße Verkehrserschwerungen zu betrachten seien. Diese in österreichischen officiösen Kreisen gegen den Veredelungsvcrkehr herrschende Strömung sei sehr bedauerlich. Betreffs des Verkehrs der Eisenbahnwagen erkenne er im Einklang mit der Denkschrift an, daß das öffent- lrche Jnteresie hier das überwiegende sei. Rur bezüglich der Dauer des Vertrages habe er . gedenken. Der Vertrag sei für zu kurze Zeit abgeschlossen und hätte wenigstens m i cr 1 Juli 1880 ausgedehnt werden müssen, sonst komme man wieder in die Nothwendtgkett, den definitiven Handelsvertrag erst nachträglich durch den Reichstag genehmigen zu lassen, wenn man nicht etwa im Laufe des Decembers den Reichstag zu einer außerordent- lichen Session berufen wolle. Delbrück beantragt schließlich die Durchberathung des Vertrages im Plenum ° krttisirt einzelne Punkte des Vertrags, sowie einzelne Ausführungen 8 e rollfreie Einfuhr von Rohleinen ganz aufhöre. Richter (Hagen) bedauert, daß kein Tarifvertrag zu Stande gekommen sei und mißt die Hauptschuld daran d-n Vertlnlaundfort A^Mk bet, welche Redner angreift. Gammacher rechtfertigt den Vertrag und wünscht desien Annahme. — Fortsetzung der Berathung morgen. -a £ v KTUa.r- Abgeordnetenhaus. Bei der dritten Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die academtsche Gerichtsbarkeit, kommt es zu einer längeren Debatte über die X(? $ 0C?en Stufende verhängte Freiheitsstrafen bis zu 2 Wochen im innXn5 l^en fDnn^ Schließlich wird die Bestimmung bei Abstimmung durch itw A partes mit 139 gegen 115 Stimmen aufrechterhalten, obwohl Regierungs- Comnnssar Gopper erklärt hatte, dieselbe widerspreche den Reicksgesetzen. Die übrigm Para- graphen werden mit emem unwe.entUchen Zu atz genehmigt. Lasker verlange mit Hinweis auf d.e Erklärung des Regterungs-Lommchars besondere Abstimmung über das ganze G^etz, welches tag 10 Uhr^ $ÖU * b^ossenen Form angenommen wird. — Nächste Sitzung Frei- , 20 Februar. Der Bericht des B-rstrakh-s Wolff an die geologische Reichsanstalt kommt zu dem Schluffe, daß Teplitz sich beruhlaen könne und keinen Saisonverlust haben werde. " ° Kairo,20. Februar. Der Khedive hat in Uebereinstimmuna mit den Ministern alle Maßregeln ^griffen, um die Aufrechterhaltung der^Ordnuna zu sichern. Es herrscht vollständige Ruhe. $ ir, Bukarea, 20. Februar. Auf Befehl der Regierung haben die rumä- Nischen Truppen heute das Fort Arab-Tabia geräumt. Der Pestcordon ift noch nicht gezogen. 1 Lorrvorr, 80. Februar. Das „Reuterffche Bureau" meldet aus der Capstadt vom 89. Januar: 4000 Zulus griffen am 24. Jmuar Oberst Woods' Evlonne an. Die Engländer zersprengten den Feind unter unbedeutenden Verlusten. Oberst Woods zog sich hierauf nach Utrecht zurück. Die Angriffe auf die anderen britischen Colonnen wurden ebenfalls zurückgewtesen. Die Zulus concentrirten sich in der Richtung von Ekowe, wo Oberst Pearson sich verschanzt hat und täglich ihren Angriff erwartet. Dle Lage ist, ohn Uebertretbung, ernst. Die Operationen beschränken sich bis zur Ankunft der Verstärkungen auf die Defensive. Berlin, 20. Februar. Der Schluß des Landtags ist auf morgen Mittag 1 Uhr im weißen Saale des königlichen Schlosses nunmehr desinttto festgesetzt. Versailles, 20. Februar. Deputirtenkammer. Justizminister Loreyer brandmarkt lebhaft die Commune; dieselbe sei kein durch die Verhältnisse her- vorgerusener Ausbruch gewesen, sondern eine lange vorbereitete sociallstische Bewegung, vollbracht unter ersch verenden Umständen im Angesicht des Feindes. Man könne unmöglich solchen Empörern Amnestie bewilligen, welche beanspruchen, die Commune wieder herzustellen und die Acte, für welche sie verunhellt wurden, zu qlorificiren. Leroyer widerspricht der Behauptung, baß dle Mehrheit der öffentlichen Meinung der vollständigen Amnestie günstig sei; die Landbewohner wiesen dieselbe zurück. Der Minister erklärt weiter, er würde die volle Amnestie selbst dann nicht annehmen, wenn die überwältigende Mehrheit der öffentlichen Meinung sie fordern würde. Die Deputaten müßten die Regierung stützen und der öffentlichen Meinung widerstehen, wenn sie das Bewußtsein haben, daß die Regierung im Recht ist. Nach der Regierungsvorlage würden nur 1156 Personen von der Amnestie ausgeschlossen sein; auch diesen könne später Gnade bewilligt werden. Leroyer beschwört schließlich die Kammer, der Reg'erung ihr Vertrauen nicht zu versagen. (Beifall.) Nach einer Rede Niqael's (Intransigent), welcher für die Totalamaestie eintritt, wird die General-Discussian geschlossen. Morgen folgt die artikelweise Berathung der Amnestie-Vorlage. Lokales. Gießen, 21. Februar. Die Apotheke des Herrn Dr. Laubinger wurde zum Preise von 150,000 JL verkauft. — Heute Nacht logirten nicht weniger denn 41 Handwerksburschen auf der Herberge. Rechnet man, daß von diesen allen das Stadtgeschenk erhoben wird, so kann man sich einen Begriff machen, welche Anforderungen an den Armenverein allein in dieser Richtung gestellt werden. Vermischtes. Darmstadt, 19. Februar. In einem Hause, Schloßgartenftraße 49, fand man im Keller eine Kindesleiche im Sand verscharrt; ein Füßchen sah heraus und verrieth so das Verbrechen, welches die in der Hofstraße dienende Magd Christine Löffler von Beerfelden während eines Besuchs bei ihrem vormaligen Brodherrn begangen. Die Mörderin des lebend geborenen Kindes verbarg sich 1 */2 Tag in den Bodenräumen ihrer jetzigen Dienstherrschaft, wo sie die Schutzmannschaft aus ihrem Versteck holte, um sie in's Arresthaus zu bringen; aber auch dort konnte sie wegen ihres bedenklichen Zustandes nicht verbleiben und mußte in's Spital überführt werden. — Es ist eine wohlbekannte wissenschaftliche Thatsache, daß die menschliche Hand in kochendes Blei bei Weißglühhitze gesteckt werden kann, ohne verletzt zu werden, da sie vor dem Verbrennen durch die Feuchtigkeit der Haut geschützt ist. Man erzählt sich, daß der Prinz von Wales und Doctor Lyon Playfair, der berühmte englische Chemiker, einst in der Nähe eines Kessels standen, der Blei enthielt, welches bei Weißglühhitze kochte. „Haben Eure Köngliche Hoheit Vertrauen in die Wissenschaft?" — „Gewiße, antwortete der Prinz. — „Wollen Eure Königliche Hoheit Ihre Hand in das kochende Metall stecken und etwas davon herausfischen?" — „Scherzen Sie nicht?" fragte der Prinz. — „Nein!" antwortete der Doctor. Der Prinz holte sodann eine Handvoll geschmolzenes Blei aus dem Kessel, ohne seine Hand im mindesten zu verletzen. — In der Umgebung von Teplitz wüthet unter der Erde nicht nur das Waffer, sondern auch das Feuer. In dem zum Brüxer Reviere gehörigen Schachte „Saxonia" bei Triebschietz wüthet schon seit Langem ein furchtbares Feuer; dieses hat in letzter Zeit eine solche Ausbreitung gewonnen, daß ein neuer Stollen getrieben werden mußte, um das Werk wieder pro- ductionsfähig zu machen. Vorgestern entstand unmittelbar vor dem neuerbauten Hause des Steigers ein Tagbruch, aus welchem sofort eine Rauchsäule emporstieg und Feuer emporloderte; dieses verbreitete sich so rasch, daß das genannte Haus sofort geräumt werden mußte. Als man das im Stalle befindliche Pferd herausführen wollte, fand man ketns varin, wohl aber eine tiefe Grube, in welche es hinabgesunken war. Das Maschinenhaus mußte ebenfalls, weil man das Aergste befürchtete, geräumt werden. Wie es heißt, sollen zu dieser Calamttät die früberen Besitzer ves Kohlenwerkes, welche Raubbau getrieben hatten, den Grund gelegt habem Handel und Verkehr. Frankfurt, 20. Februar. (Fruchtbericht.) Die Witterung der letzten acht Tage war feucht und hört man allseitige Klagen, daß der Boden zu viel Näffe erhält. An allen tonangebenden Börsenplätzen sowohl als auch an den Wochenmärkten macht sich nunmehr eine günstigere Stimmung bemerkbar. Die dieswöchentlichen Umsätze concentrirten sich hauptsächlich auf Weizen ab unserer Umgegend, der Verkehr darin war jedoch durch Mangel an Verkäufern ein nicht sehr ausgedehnter. Weizen ab unserer Umgegend JL I8V2—3/<, frei hier 19, fremder Prima viel über Notiz. Roggen leichter verkäuflich, es sind nur Verkäufer aus zweiter Hand, die den Verkehr ausmachten; Prima-Roggen JL 153/4, andere Sorten 13'/,—14i/2. Gerste umsatzlos, Cours nominell v4L 17—l*1 /2. Hafer war fest, da das Proviant-Amt, wenn auch nur für feinste Waare, als Hauptkäufer auftrat, J4 121/,—13l/2, feinste Waare über Notiz. Hülsenfrüchte geschäftslos. Mehl und Futterstoffe Anfangs in ruhiger Stimmung, fanden bald darauf aber mehr Beachtung sowohl prompt als auf Lieferung. Von Raps und Rüböl nur Detailgeschäft. Irischbäcker in Gießen. Sonntag den 23. Februar. Ludwig Kroneberg, Neustadt. Karl Plank, Wolkengasse. Gustav Eger, Lindenplatz. ....... Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde ^uGießen. Gottesdienst: Sonntag den 23. Februar: Morgens: Pfarrer Dr. Seel. (Feier des heil. Abendmahls.) Nachmittags: Mttprediger Dr. Buch hold. PaffionSgotteSdienft in der Hospttalkirche. Mittwoch den 26. Februar: Abends 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Anm. Die Ordnung der Passionsgottesdienste nebst der zu singenden Lieder findet die Gemeinde in der Kirche vor.*) Am Eingang wird eine Büchse ausgestellt sein, in welcher Beiträge zur Förderung des Kirchengesanges gesammelt werden. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 23. Februar bis 1. März besorgt Pfarrvicar Schöner. *) Die ausgetheilten Hefte verbleiben in der Kirche. Wer ein Exemplar zu besitzen wünscht, kann es durch Herrn Buchhändler Ferber zu 20 H beziehen. IX. X. 915. 806) Schwarz. 191,50 Rmtr. Eichen- u. Buchenscheit- 8 tl 1106; Hardt. jtatl 40 Rm. Buchen-Astreiser, 623 70 Fichten-Stangenholz, W. Heuser, Kreuz. 224) n if 4,09 8,89 0,14 1,35 350 155 85 224 XII. 20. VII. 415. XVI. 24. 80 32 446 33 VI. 370. XV. 13. 2 7 12 14 10 48 15 66,30 667 ii H II II Nadel- Rmtr. 136. XIX. 9. u H VIII. 496. XVII. 5. ii •i ii 750. 1209. XVIII. 788. rr ii ii n 4 31 9 3 22 280 6 60 9 4700 108 10 Buchen-Scheitholz, Buchen- und Hambuchen- Prügel, Buchen-Stöcke, Buchen-Reifer, Rm. ti n H resp. Knüppelholz, Eichen- u. Buchen-Nutz- holz, Kiefern-Derbholz, Erlen-Derbholz, Stock- und Reiserholz. Buchen-Lcheit-, Buchen-Astprügel, Buchen-Stammprügel, Buchen-Stöcke, Rm. n Buchen-Scheitholz, Eichen-Schettholz, Buchen-Prügelholz, Nadel Prügelholz, Wi Rm. Linden-Scheit-, „ Eichen- rc. Prügelholz, Eichenstämme — 4,08 cm, Hainbuchenstämme — 2,45 cm, Erlenstämme — 3,43 cm, Mil dem Eichenstammholz wird begonnen. Groß-Rechtenbach, 20. Febr. 1879. Das Bürgermeister-Amt. Holzverfteigerung. Am Samstag den 1. März, von Vormiltags präcis 9 Uhr ab, sollen im Gemetndewald von Lützellinden (Oberwald) öffentlich versteigert werden: 12 Eichenstämme — 40,05 Festm., Der Anfang ist am Retökircherweg. r Groß-Buseck, am 20. Februar 1879. Großh. Bürgermeisterei Groß-Buscck. 1111) Wagner. L II. 1175. 855. en Betreffend: Die Communalbedürsntffe der israelitischen Religions- Gemeinde dahier. 1094) Das Register zur Erhebung der nach dem Steuerfuß ausgeschlagenen Communalbedürfnisse für das Jahr 1879 liegt zur Einsicht eines jeden Interessenten acht Tage lang auf dem Bureau des unterzeichneten ersten Vorstehers offen, was mit dem Bemerken bekannt gegeben wird, daß Beschwerden gegen die im Register enthaltenen Ansätze binnen der ersten vier Wochen nach Ablauf der Offenlegungssrtst entweder schriftlich oder mündlich bet Großherzoglichem Kretsamt dahier vorgebracht werden müssen und daß später vorgebrachte Beschwerden keine Berücksichtigung mehr finden können. Gießen, den 22. Februar 1879. Der Vorstand der israel. Reltgionsgemetnde Gießen. M. Hornberger. 1112) Der verstorbene Landrichter Dr. Wilhelm Müller hat von den Einkünften seines unter der Benennung: Landrichter Dr. Müller'sche Stiftung in Darmstadt, durch die unterzeichnete Behörde verwalteten Nachlasses, soweit zureichend Unterstützungslegate von jährlich 500 «M. an bedürftige nicht kinderlose Wittwen verstorbener Stadt- oder Landrichter oder Stadt- oder Landgerichts-Assessoren, oder an einen bedürftigen elternlosen Studiosen der Rechtswissenschaft, aus Starkenburg oder Oberhessen, angeordnet. Zur Bewerbung um das eine oder andere Legat, mit Nachweis über die Qualtfication, wird Frist von vier Wochen hierdurch bestimmt. Darmstadt, am 13. Februar 1879. Großherzogliche Eivildiener-Wtttwenkafle-Commisffon. Draudt. Dr. Lembke. Einwendungen hiegegen und sonstige Ansprüche sind, von dem Erscheinen dieser Aufforderung an, binnen 4 Wochen geltend zu machen, als sonst dem Anträge entsprechend die oben bezeichneten Parcellen der Gemeinde Beuern mit Erwerbtitel „Ersitzung" zugeschrieben werden. Gießen, am 3. Februar 1879. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann. Zusammenkunft jedesmal Vormittags 9 Uhr, am ersten Tage bei der Friedrichshütte, am zweiten bei der Glashütte nächst Freienseen. Laubach, den 17. Februar 1879. (1110 Thum, Oberförster. ‘84um greife ’snj Herberge. • -rn man sich einen -t'kr Achtung gestellt 61 Stück Buchenstangen (Langwieden), 287 „ Fichtenstangen (Leiterbäume). 359. 812. 1052. XIII. XIV. 12. 14. XXI. 103. Die Dampf-Kassee-Drennerei von D. Daniel Wwe., Godesberg, empfiehlt ihren bis jetzt an Güte und Aroma unübertroffenen Kaffee. Derselbe zeichnet sich sowohl in seiner Feinheit, als auch durch seinen kräftigen Geschmack in jeder Weise gegen alle anderen Kaffee aus, demzufolge hat sich mein Kaffee tn wetten K'elfen ein großes Renomms erworben. Atteinige Niederlage für Gießen und Umgegend bet Herrn 49, fand man im .und verrieth so das Mer von Beerseldm 'm Mörderin des lebend Itfiaen Dienstherrschaft, InenbanS zu bringen'; bleiben und mußte in's menschliche Hand in -erden, da sie vor dem nch daß der Prinz von r.ni m der Aähc eines „Hrtw Sure Längliche Crty — „Vollen Sure ? tiron t tocKT. Der M :ne Hand m mMtfitn i das Wasser, \Wvr lXcme btt LruWetz Am ernt sdlcht W- tae Werl wieder pro- ueuerdaulen hause des uniQtaer emp°rlodcke; K trerten mußte. M fort carin, wohl aber d «ußre ebenfalls, wnl r in tiefer Calamttat ‘ Grund ge- Täglich frische Hefe 1116)_____ bei Carl Hell. 1115) 1 Hahn und 8 Hühner zu verkaufen bei Ludw. Pfaff, Tiefenweg. Stets frisch gebr. Kaffee (rein- schmeckend) per Pfd. JL 1.70, JL 1.80, X 2, rohen Kaffee per Pfd. JL 1.50, cX 1.60, sowie sämmtl. Specereiwaaren empfiehlt äußerst billigst. (939 C*. Roth«) Neue Bäue. Di strict Schlieberg: Eichen-Stämme mit 2,11 66m., Holzversteigerungen in den Gräflich Lolms-Laubach'schen Waldungen. Versteigert werden: I. Donnerstag den 2 7. Februar d. I. in den bei der Friedrichshütte gelegenen Districten 1) Borngraben: sondere folgender Parcellen beantragt: - ~ III. IV. V. Aufforderung. 775) Die Gemeinde Beuern hat Betschretbung des Erwerbtitels für sämmt ltches steuerfreie Gelände ihrer Gemarkung, als Wege, Bäche u. f. w tnsbe- 9 Eichenstangen — 0,56 cm. 2) Eich berg: 16 Rm. Buchen-Scheit- und Prügelholz; 3) Altengericht: 114 Rm. Salweiden-Resser, ohne vorgezeigt zu werden. II. Freitag den 28. Februar d. I. in den nächst Freienseen gelegenen Districten Wetterauerberg, Weidenau und Eichelgarten: „ Buchen - Durchforstungs- reiser. »* Hit , $le Deputiüui Nb« vCro^r beschwört ° versagen. Wei. ' die TotÜLWeflie "gl die artikelweise 'N letzten acht Tage frei hier 13' “Ä 8“” f" Jun Stimmung, Nadel- „ Buchen- „ Eichen-Stangen Wellen Buchen Reisholz, Rmtr. Buchen-Stockholz, „ Eichen-Stockholz. Aeikgeöotenes. 1104) 200 Stück Birnstämmchen zu ver- kaufen im Körner'fchen Garten._______ 1103) Neue DogelSkäfige und Hecken zu verkaufen bei C. Hü tten be rger, _________________Grünbergerstr. Nr. 149 _ 1077) Ein Gruudbefitz im Fürsten- thum Waldeck, in nächster Nähe der Residenz Arolsen belegen, soll mit todtem und lebendem Inventar, auch incl. Winterfrucht—Walzen,Roggen, RapS — Umstände halber sofort unter sehr günstigen Bedingungen verkauft werden. Derselbe enthält 82 Morgen Ackerland, 7 Morgen zweischürige Wiesen, 18 Morgen Wald, 3 Morgen Weide,ferner sind vorhanden TPferde, 8 Kühe, 48 Echafe, Schweine, Hühner, Wagen, Ackergeschirr complet rc. Der DerstcherungSwerth der dazu gehörigen Baulichkeiten, welche in sehr gutem Zustande sich befinden, beziffert fich auf Mk. 13,940. - Außerdem haften an dem Gute noch einige vortheilhaften Servituten. Daneben ist Etgeuthum deffelben noch 1 Kalkofen, der bei einem nur einigermaßen rationellen Betriebe einen jährlichen Reingewinn von min- denftenS 1000 Mk. abwirft. DaS ganze Gewese soll je nach Ueber- einkunst mit dem Verkäufer zu 38000 resp. 40000 Mk.bei einer Anzahlung von 9000 Mk. mindestens 8000 Mk., ohne Zwischenhändler verkauft werden. Offerten uuter Ii. 114 au Carl Sehü88ier,i8 Annoncen - Expedition in Hannover. Arbeitsdersteigerung. Donnerstag den 27. d. M., Morgens 11 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Grüntngen das Zerkleinern von ca. 90 Cbm. Chaussirungssteinen öffentlich in Accord vergeben werden. Grüningen, den 20. Februar 1879. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. I. A.: 1107) Ferd. Broel._________ Immobilien-Versteigerung. Mittwoch den 26. Februar, Nachmittags 1 Uhr, läßt Carl Horn seine in Trohe gelegenen Grundstücke nebst einer geräumigen Hofraithe, worin schon längere Jahre eine Wirthschaft betrieben worden und zu jedem Geschäft sich eignend, mit oder ohne Inventar auf 9 gleiche Termine daselbst in seiner Wohnung versteigern. Trohe, den 30. Januar 1879. Großh. Ortsgericht Trohe. Aufforderung. 1098) Die verlebten Anton Bergk III. Eheleute haben die in der Gemarkung Lang-Göns gelegenen Grundstücke Fl. III. Nr. 439, 12,5 lDMtr. (alt 3111/32) von Anton Heller und XVIII/551,3 225 l^Mir. (3420/9,4) von Johannes Vogt käuflich erworben, den Kaufpreis auch, wie glaubhaft gemacht ist bezahlt, indeß können die Kaufbriefe de conf. 8. Mai 1856 und 26 Juli 1857 nicht oargelegt werden, weßhalb die Aufforderung ergeht etwaige Ansprüche ans diesen Kaufverträgen bis zum 30. April d. I. dahier geltend zu machen, widrigenfalls das Vorbehaltseigen- Ihum der Verkäufer im Grundbuch gelöscht und die beabsichtigte Weiterver- äußerung vorbehaltslos bestätigt werden wird. Gießen, den 13. Februar 1879. Äroßherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V. d. D- : Oppermann. Dr. Gilm er. Oberhesfische Eisenbahnen. Vom 1. März d. I. ab findet eine birede Personen- und Gepäckabfertigung zwischen den diesseitigen Stationen Alsfeld, Grün- berg, Hungen, Lauterbach, und Lich und Len Main-Weser-Bahn-Stationen Bockenhei m und Marburg statt. Das Nähere ist bei den genannten Stationen zu erfahren. Gießen den 19. Februar 1879. Großherzogliche Direction. 1101) Mohn. Holzversteigerung. Donnerstag den 27. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, Men in dem hiesigen Gemetndewalve, Holzversteigerung. Donnerstag den 27. Februar, von Morgens 10 Uhr an, sollen im Anneröder Gemeindewald, District Köpfeln nachverzeichnetes Gehölz öffentlich versteigert werden, als: 15 Rmtr. Nadel-Scheit-, Knüppel- und Stockholz, 9250 Wellen Nadel-Neisholz I. Qualität. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Fahrweg von Lnr.erod nach Rödgen. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September V I. gestattet. Annerod, am 20. Februar 1879. Großh. Bürgermeisterei Annerod. 1105) Engelhardt. Montag den 24. Februar, Nachmittags 2 Uhr, werben vor der Scheuer be5 Christian IuHhard III. an ber Marburger Straße Wer: o Zugpferbe, 1 Möbelwagen, 2 Rollwagen, 4 Oeconomiewagen, 1 Pflug unb 1 Egge, 4Pferbegeschirre, ungefähr 70000 Mussensteineunb eine Partie Dickwurzeln rffeatlich gegen Baarzahlung versteigert, vaL mit dem Bemerken bekannt gemacht |wir*b, baß ben Meistbietenben ber Zuschlag Aoso-rt ertheilt wirb. I'Meßen, ben 19. Februar 1879. 1105«) M- Pilger, Massecurator. litt« Wenzel s Garten (Saalbau). Sonntag den 23. Februar: G II OSSUN COM'KilT. ausgesührt von dem ganzen Musikcorps des 2. Großh. Hess. Jnf.-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krausse. Anfang ’li® Uhr. — Entree 35 Pfg. ms) !! Bier im Glas !! Wetzlar. 1102) Nächsten Sonntag den 23. d. M. findet von 3Vr Uhr an ein großer Jliasftenjiig Union. Heute Samstag Abend: Oalasihung ohne mit. Bier im Glas. Anfang 8 Nhr 29 Minuten 59 Sekunden. (uoo Mensverficherungsbank fürUeutfchland in Gotha. Gegründet 1827. Eröffnet am 1. Januar 1829. Stand am I. Januar 1879. Versichert 52750 Personen mit....... 347,800,000 Mark Bankfonds.............. 84,000,000 „ Ausgezahlte Sterbsälle seit 1829 ...... 112,150,000 „ Durchschnitt der Dividende der letzten 10 Jahre . 37,3 Prozent- Dividende im Jahre 1879 ......... 39 Versicherungsanträge werden durch unterzeichneten Agenten entgegengenommen und vermittelt. 79t) _________________________________2l. Ricker. Ball - Garnituren in großer Auswahl, sowie farbige- Seidenzeuge zu Maskengarderoben empfiehlt billigst 933) A. Fangmann. 1119) ausgesührt von dem ganzen Musikkorps des 2. Großb. Hess. Inf -Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Krausse. Allsang ’|2S Uhr. — Entree 33 Pfg. Bier im Glas! Wenzel s Garten (Saalbau). jFastnaeht-I>ien«l«g Abend,: GROSSES CONCERT ea. 1OOOOO St. gutgebr. Feldbrand - Backsteine können abgegeben werden. 1117)_____B. Strauch. Patent Ledersohlen für Herren und Knaben. Der Erfinder der Patent-Ledersohlen hat mir für Oberhessen den Alleinverkauf dieses Artikels übergeben. Durch ihre Vernietung sind diese patentirten Sohlen von solcher Haltbarkeit, daß sie 3 gewöhnliche Sohlen aushalten. Gegen Nässe besitzen sie durch die Dichte der Nieten eine Wiederstandsfähigkeit, wie sie weder dem natürlichen Sohlenleder gegeben ist noch von Gummisohlen bis jetzt erreicht wurde. Muster nebst Preisen bei Theodor Küchler, Seltersweg 79. 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Bl. I Todes - Anzeige. 1093) Heute Abend 10 Uhr entschlief sanft unsere gute und unvergessliche Gattin, Schwester und Tante Frau Louise JVenzeB, geb. Lang, welches wir, tiefbetrübt, allen Verwandten und Bekannten, mit der Bitte um stille Theilnahme, hierdurch mittheilen. Giessen, den 19. Februar 1879. Ilie trauer den Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Samstag den 22. d. M., Nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehause aus statt. Wir machen hiermit Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß uns unser lieber Vater, der Kaufmann jlrori] -frieilridj Eispier, nadj kurzem, aber schwerem Leiden, heute Nacht ii/2 Uhr durch den unerbittlichen Tod entrissen wurde. Gießen, den 20. Februar 1879. Die trauernden Kinder. Die Beerdigung findet Samstag den 2 2. dss., Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 1113) General ■ Versammlung der Leichenkasse - Gesellschaft Sonntag den 23. Februar, Nachmittags 4 Uhr, auf dem „Lshnstein", wozu die Mitglieder höflichst eingeladen werden. Tages-Ordnung: 1. Abhör der Rechnung für 1878. 980);2. Ergänu naswahl des Vorstandes. 1003) Familienlogis zu vermiethen. Jacob Thomas, Schiffenberger Weg. 1005) Ein kleines Logis zu vermiethen. Ww«, Neuenweg 194. 1046) Ein klein möblirtes Zimmer zu vermiethen.___________ Seltersweg 10. 1082) Ein Logis zu vermiethen. ___Löwengasse C. 118. 588) Eine Werkstätte, welche auch zu einem Lagerraum benutzt werden kann, ist sofort zu vermiethen. A. Marcus, Neichensand-Bahnhofstr. 224. Vermischte Anzeigen. 1095) Einen Vr Morgen großen Garten am Roth zu verpachten. Reflectirende wollen sich melden bei I. A. Busch Sohne. Tüchtige Zgenle» suchen an allen Orten wo wir bis fetzt noch nicht vertreten. (1108 Marburger Tapetenfabrik Marburg tHesien.) aooooo oööooöo keschälts-Gesiichg 0 1109) Ein gesetzter zahlungsfähiger y Kaufmann sucht in einem lebhasten Y Q Städtchen Oberhessens ein nachweis- Q Y lich rentables Detail-Geschäft baldigst X U zu übernehmen. ” 0 Niederlage von Offerten unter Q C. 250 in der Exped. d. Bl. $ POO OQOOIOOOOOO 1114) Ein gut empfohlenes Dienstmädchen gesucht. Prof. Naumann. 1099) Ein Mädchen, welches das Putzgeschäft erlernen will, wird gesucht. Geschwister Meier. Köln-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12 4". Dillenburg 6", 12, 4«, 9-. Siegen 645, 12. (71 Wetzlar 6", 8«, 9“, 12, 4", 733, 9*. Neramwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. NtvackionSlmrei ^xpeditionöblw London, itrfl in Manchester theilung von Preis 6tne Großherzogin Berlin, 21. Fe öslcrreichischen Han> des Vertrages habe Nages dazu gedrän Frage der Verlang trage überhaupt, al vertrag den Schuh sich gegen Richter's rede gejagt ist, mit zu leugnen, wenn r Handelsvertrag mii bedenken, daß zu je in freundschaftlichen entscheidend. Es ist ten, nicht am wenig sich meine Rede im Tendenzen damals scheu Bundes und 5 die Handllspolitlk r K', weil ich fein oft, wenn am selbst angeroiefen. r > nun aud, wyfragen abweichen N'enste erinnern, n Mtr mich auf wenig Ersahrungen I "whl, Monopol, das' A.r, 2ch sehe mich Wtaift idl Werth b< LLache gelten sollt Dilettanten, wenn au 2- ngeaibeitet ai Ä M All! 2lwt in Deutsch! ZA'iNZx Sür das «fällst der Beweis nicht erhr zu beklagen. Re v°rg°hn>d.szi,ichl! - Fmft $ig„Q «biet btt §l( ” einer «ehr zu ber d * fe'“"Winttbi!, öeröffentiirf!!1 ^Que d-r SS” ® 8tÄlt,ten« '*1 * t. 6’il $tifi H « Ä der KaH^chte ** ft:' .Edle n Vf *«i ifs&i