Nr. 28L. Erstes Blatr. Sonntag den 21. December iss$5, Abriße- md A«iÄ!Ä fir dei Kreis Gießen. MAtttaSläSL*' } «chulstr-b- B. 18. E^ch-mt «äelich mit Ausn-Hm- d°s M-Ntags. " f?®Si «rpevrrtoKSvnrestit r J1 H ® Durch bie Post bezogen vrerteljahrlich 3 Mark 50 Pf. 11 rm n .................................................um jiniiiiiBini mm............. Amtlicher tzhei L Gießen, den 19. December 1879. Betreffend: Die standesamtlichen Formularien. An die Herren Standesbeamten des Amtsgerichts-Bezirks Gießen. Ich ersuche Sie, die dahier eingetroffenen Formularien für das Jahr 1880 von Montag den 21. bis Mittwoch den 24. December bei mir abhole» zu lassen. Die Gerichtsschreiberer Großherzoglichey' Attsgertchts. ____________________ _____________ R euning. ■*' politischer H heil. Kerttschlaud. Berlin, 17. December. Der „Kreuz-Zeitung" wird unterm 18. ds. aus Potsdam in folgender Weise über den schon erwähnten Unfall berichtet: „Se. König!. Hoheit der Prinz Wilhelm hat gestern nach einer Schlittenfahrt Lei einem Tanzvergnügen im Regimentshause des 1. Garde-Regiments zu Fuß sich eine Kniesche.be ausgefallen. Der Geheimrath Wilms ist aus Berlin hierher berufen worden. Berlin, 17. December. Eine Anzahl schlesischer Abgeordneten der nationalliberalen und freiconservativen Partei trat zu einer Berathung in Sachen des oberschlesischen Nothstandes zusammen, um sich über diejenigen Maßnahmen schlüssig zu machen, welche zu ergreifen wären, damit die Regierung auch ihrerseits zur Abhülfe des Nothstandes beiträgt. Es wird von dem Anträge auf Einbringung einer Interpellation vorläufig Abstand genommen, weil ein Abgeordneter versicherte, daß er in seiner Unterredung mit einem der Minister die positive Zusage erhalten habe, daß in der nächsten Zett die Regierung selbst mit Vorschlägen an den Landtag berantreten werde. Man glaubte aus dieser Zusage entnehmen zu können, daß die Regierung von dem Landtage einen Credtt von derselben Höhe (3 Mill. Mk.) für allgemeine Nothstandszwecke verlangen werde, wie ihn der oberschlesische Provinzial-Landtag aus seinen Fonds für specielle Bedürfmffe der Nothstandsbezirke volirt hat. Es wurde in der betr. Versammlung von Abgeordneten betont, daß die bewilligten Mittel der Provinzialregterung jedenfalls bis zumWiederzusammentritte des Abgeordnetenhauses nach den Ferien ansrerchen würden, um die Bedürfniffe des Nothstandes zu decken und daß nach densabgegebenen E'.klärungen des Ministers darauf gerechnet werden kann, daß die Regierung zu diesem Zeitpunkte ihre Vorlage im Hause etngebracht haben wird. Von anderer und namentlich von liberaler Seile glaubt man sich indeffen auf Grund privater Erklärungen eines oder des anderen Mitgliedes des Staatsmin.steriums nicht beruhigen zu dürfen, weil es sich nicht blos um die Höhe der Staatsunterstützung, sondern um die Art der Verwendung, namentlich ;n Bezug auf Fonds für Darlehen handle. Man bestreitet, daß die umfangreichen und langwierigen Dispositionen in solchen Angelegenheiten auf die Z-it nach dem 8. Januar hinausgeschoben roeri-en können, bis das Staatsministrrium und die beiden Häuser des Landtages sich schlüssig gemacht haben. Wer schnell gibt, der gibt doppelt und es hieße ein unzemgks Vertrauen predigen zu wollen, wenn man gegenüber einem Krankheits- und Hungerherd von 150,000 Menschen nicht rechtzeitig helfend cinschreiten, sondern die Hülfe von bureaukratischen und legislatorischen Erwägungen abhängig erklären wollte. Gutem Vernehmen nach wird heute Abend in den Fraktions-Versammlungen des Abgeordnetenhauses die Anregung zur Stellung einer Interpellation an die Staarsreg'.erung erfolgen und möglicher Weise' vor den Ferien (20. t. Mts.) eingebracht werden. Es sollte uns nicht Wunder nehmen, wenn das Centrum, des Schlesien zu seinen stärksten Provinzen zählt, den Liberalen einen Vorsprung abgewmnen und mit einer Interpellation ein populäres Capital aus der Nothstandsfrage zu schlagen versuchen würde. Um so mehr dürfte es am Platze sein, wenn eine der beiden liberalen Parteien die Frage wegen der Staatshülfe für Oberschlesien, welche die polnische Fraktion wieder fallen ließ, zur Discussion stellte. Berlin, 18. Dccbr. Gestern Abend spät ist folgende, von sämmt- lichen Fraktionen des Abgeordnetinhausis unterstützte Interpellation in Betreff des Noihstandes in Oberschlesien eingebracht worden; Die Unterzeichneten richten an die kömgl. Staatsregierung folgende Fragen: 1) Welche Resultate haben die amtlichen Ermittlungen über den Umfang des in Oberschlesien eingetreteuen Nothstandes ergrben? 2) Welche Maßregeln hat die königl. Staatsregierung getroffen, um dem Nothstande zu begegnen? 3) Beabsichtigt die königl. Staatsregierung event. mit einer For« derung an die Landesvertretung heranzutretln behufs Beschaffung außerordentlicher Mittel zur Beseitigung des Nothstandes? ! Berlin, den 17. Decbr. 1879. ^rhr. v. Huene. v. Chlapowski (Buk). Graf Clairon d'Hausionville. Stengel. Dr. Miquel. Dr. Virchow. Kassel, 16. December. Heber die in der vorigen Wocbe in Bulin gefi >rten Vergleichsoerhanvlungen cer kurhessischen Agnaten mit Commisjarieu der preußischen Krone verlautet, daß den vier Agnaten 12,500 Thlr. Rente und einige Schlösier angeboten worden sind, dieses Anerbieten jedoch von ihnen abgeschlagen worden ist. Drei Agnaten beanspruchen eine erheblich höhere Rente; Prinz Wilhelm von Heffen-Philippsthal-Barchfeld hat durch seinen Commiffar ein für alle Mal erklärt, daß er sich auf eine Rentenabfindung nicht einlassc, sondern eine Capitalsobfindung verlange. Da sich die Verhandlungen somit zerschlagen haben, wird der Prozeß seinen Fortgang nehmen. Es steht zu erwarten, daß das zweitinstanzliche Erkenntniß, welches die Krone, nebenbei bemerkt, nicht zu fürchten haben soll, bald publicirt werden wird. Telegraphische Depeschen. Waguer'S telegr. Correspondenz - Bureaa. Berlin, 19. Decbr. Die Nachricht, -wonach Oesterreich die deutschen Präpositionen abgelchnt und einen Meistbegünstigungs-Vertrag auf 6 Monate vorgeschlagen haben soll, wird von bestunterrichteter Seite als unbegründet bezeichnet. — Der deutsch-italienische Handels- und Schifffahrts-Vertrag ist auf 1 Jahr, bis Eidr 1880, der deutsch-schweizerische Handelsvertrag vorläufig auf 6 Monate, b's Ende Juni 1880 verlängert. Münöyeu, 19. Decbr. Der König ernannte den bisherigen Regie- ruugspräsidrnten von Oberbayern, v. Herman, zum Regierungspräsidenten von Mittetsrcwken, den bisherigen Polizeipräsidenten v. Feilitsch zum Regierungs. Präsidenten von Oberbayern und den Regierungsrath Pechmann zum Polizei- director von München. München, 19. December. Die Session des Landtages wurde durch eine Königl. Botschaft bis zum 31. Januar verlängert. — Der Finanzminister brachte folgende Gesetzentwürfe ein: 1) einen Gesetzentwurf, betr. die provisorische Steuererhebung im Jahre 1880, 2) einen Gesetzentwurf zur Wahl des nach dem Schluffe der Session einzuberufenden AuSschuffes, 3) einen Gesetzentwurf, betr. die Behandlung der dicecten Steuern, wobei die Einbringung von Modificationsanträgen unbeschränkt ist, 4) einen Gesetzentwurf, betr. die Abänderunq einiger Bestimmungen der Gewerbe- und Kapitalreuten-Steuer, 5) einen Gesetzentwurf, belr. den Branntweinaufschlag. Riedel beantragt, die letztere Vorlage sofort einem Ausschüsse zu überweisen. — In der heutigen Schlußberathung des Justizetats tadelte Pfarrer Schäffler (ex'.rcm klerikal) die Kostspieligkeit des Nürnberger Zellen-Gefäng- msses ouid) zu sorgfältige Behandlung der Verbrecher. Er wünscht, unter Berufung auf die Brochüre von Mittelstädt, Verschärfung des allzu milden Strafsystems. Juftizminister Fäustle erklärt, das Nürnberger Zellen-Gefängniß gilt als Musteranftalt für ganz Deutschland. Die Regierung verfolge bei Handhabung der Freiheitsstrafen Befferungs-, nicht Abschreckungs-Zwecke. Auch Völk und v. Stauffenbcrg treten Schäfflers Ausführungen entgegen, v. Stauffenberg bemerkt unter allgemeinem Bravo, daß er Zeit seines Lebens mit aller Energie gegen die Prügelstrafe protestiren werde. London, 19. Decbr. Meldung des „Reuter'schen Bureaus" auS Kalkutta ; General Gough ist am 17. ds. von Jagdallak aufgebrochen und mar- schirt auf Kabul. Die Verbindung mit Gough ist am 18. ds. hergestellt worden. Die dortigen Stämme leisteten keinen ernstlichen Widerstand. Paris, 19. Decbr. Drr Senat hat, nachdem die Deputirtenkammer ihre früheren Beschlüsse bezüglich des Budgets aufrechterhalten hat, letzteres nunmehr der Fiuanzcommiision überwiesen; die Berathung und Abstimmung im Plenum findet morgen statt. Alsdann erfolgt der Schluß der Session. London, 19. December. Heute tritt der Cabinetsrath zusammen, um die Situation in Afghanistan zu erörtern. — Die Geographische Gesell- sctwft erhalt die Nachricht, daß das Expeditions-Tchiff „Vega" auf der Rückkehr von der Nordpolfahrt am 16. ds. wohlbehalten in Point de Galle angekommen ist. Madrid, 19. Decbr. Die Kammern vertagen sich nach der Abstim- mung des Senats über das Gesetz in Betreff der Abschaffung der Sclaverei. Der Minister des Innern eitläite auf eine Interpellation, den Kammer-Mit- aluberu der Minorität sei keine Beleidigung zugefügt werten. Dieselben batten besser ^ethan, in die Kammer zu kommen und dort das Verfahre:', der Regierung zur Sprache zu bringen, als der Vertretung der Nation den Rücken zu kihren. Berlin, 19. December. Abgeordnetenhaus. Nach Erledigung von Petttwnen folgt die Interpellation v. Huene betreffend den Nothstand in Oberschlesien. Der Finanzminister erklärt sich zur sofortigen Beantwortung bereit. v. Huene weijt bet Begründung der Interpellation darauf hin, day sammtliche Parteien dieselbe unterstützt haben und konstatirt, daß der Nothstand in den letzten vier Wochen an Hmrnno g-won. tun habe und stellenweise der Typhus aufgetreten sei- Fmanzminister Bitter erklärt: Ich erkenne an, daß in den letzten vier Wochen der Nothstand sich vermehrt hat- Die Staatsregierung steht der Angelegenheit mit regster Theilnahme gegenüber. Die Kreise Ratibor, Rybnir, Koselund Pleß sind zumeist heimgesucht; eS kommen hinzu die Kreise Gleiwih und Lublimtz. Im Ganzen ist heimgesucht ein Terrain von 97 Quadratmeilen mit 400,000 Seelen. 180,000 Menschen möchten dem Nothstandc anheimfallen, der in Folge der vollständigen Mißernte eingetreten ist. An Heizungsmaterial fehlt es nicht. Leider meldet die Provinzialregierung, daß Wucher (hört! hört!) und Typhus den Nothstand erschweren. Der Boden des heimgesuchten Terrains ist steril, die Be völkerung arm. Die Kreis- und Communal-Vermaltung hat Alles aufgeboten, ist aber nicht im Stande, der Noth vorzudcugen. Die Kreise können nichts ohne Hinzutritt der Provinz und des Staates ausnchlen. Zu der Mißernte treten der furchtbar harte Winter und die vorangegangenen Ueberschwemmungen, welche die Kartoffel- und Heu- Ernte vernichtet haben. Die Regierung muß dem Umsichgreifen der Noth durch Ueber- weisung von Staatsmitteln steuern. Der Obcrpräsideut von Schlesien hat eine kurze Frist erbeten, um seine Anträge bezüglich der erforderlichen Mittel zu stellen. Die Regierung wird nach Wiederaufnahme der Arbeiten dem Hause detaillirte Vorschläge über die zu gewährenden Mittel machen. Bislang hat die Regierung in weiterem Umfang der Piovinzialverwaltung, den Kreisen und Communen Gelder zur Linderung des Nothstandes, ferner zu Bauten von Bicinalwegen, Chausseen rc. überwiesen, ferner jede nur denkbare Erleichterung für Transport von Lebensmitteln rc. zugestanden. Es sollte und werde Alles geschehen, der Noth entgegenzuarbeiten. Die Finauzverwaltung werde sich keiner herantretenden Forderung entziehen. Soweit nicht Arbeit gegeben werden kann, soll und muß durch Darreichung von Lebensmitteln rc. geholfen werden. Wir haben geglaubt, am besten durch das Zusammenwirken des Staates mit der Provinzial-Verwaltung und der nicht genug anzuerkennenden Privatwohlthätigkeit dem drohenden Nothstandc vorzubeugen. — Die Provinzial- Berwaltang har ihr Möglichstes gethau, hat zu Chausseebauten 880,000, zu weiteren öffentlichen Arbeiten Mill zu mäßigsten Bedingungen hergegeben und den Wegebaufonds um 500,000 at. vermehrt. Dem Landarmenverbande sind die aus Anlaß der goldenen Hochzeit der kaiserlichen Majestäten aufgebrachten 400,000 überwiesen. Alle Vorkehrungen sind getroffen, um dem Umsichgreifen von Krankheiten durch sofortige Anwendung aller gebotenen Mittel vorzubeugen. Wir werden freilich genöthigt sein, mit einer Creditforderung an Sie heranzutreten, und ho" \ daß Sie uns dieselbe nicht abschlagen werden. Wir werden ebenfalls zu bedenken haben, daß unsere Aufgabe darin liegt, der Wiederholung solcher Notstände vorzubeugen. Wir inüssen streben, der in entfernten Gegenden wohnende Bevölkerung Wege zu erschließen, welche sie dem allgemeinen Verkehre näher bringen, die landwirthschastlichen Zustänoe zu bessern, die Bodenerträge günstiger zu gestalten, die allgemeine Bildung und Erwerbs- thätigkeit der Landbevölkerung zu heben. Wir müssen die Zustände dort so gestalten, daß sie gesichert sind vor den verderblichen Wirkungen elementarer Einflüsse und ungünstiger Conjuncturen. Die Regierung wird sich glücklich schätzen, wenn es ihr gelingt, der zahlreichen sehr armen Bevölkerung Wege zu erschließen, die geeignet sind, die Morgen:ötye einer besseren Zukunft heraufzuführen. (Beifall.) Pi.choiv erklärt, er wolle in Erwartung der angekundigten Vorlage keine Besprechung der Interpellation beantragen. Er hoffe, die Vorlage werde sich nicht nur mit der Gegenwart, sondern auch mit der Zukunft der heimgesuchten Bevölkerung beschäftigen. Damit iit dieser Gegenstand erledigt. Der Gesetzentwurf, betreffend das Verfahren in Auseinandersetzungssachen, wird in dritter Lesung ohne Debatte genehmigt, desgleichen der Nachtrags-Etat pro 1879/80. Die dritte Berathu.ig des Gesetzentwurfes, betreffend Die Anlegung des zweiten Geleises auf der Mosel- und Saar-Bahn, führt nur zu einer unerheblichen Debatte. Nach Erledigung einiger kleinen Nechnungsvorlagcn folgt die erste Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung des Fischerei-Gesetzes. Der Entwurf geht an die Agrar-Commission. — Nächste Sitzung morgen. Lokales. Gießen, 20. Deebr. fVerein zur Unterstützung und Beaufsichtigung der aus den Strafanstalten Entlassenen im Großherzogthum Hessen.) Am 1. Juli d. I. wurde die 20. Generalversammlung in Gießen abgehalten. Dieselbe wurde durch den Vereins-Vicepräsidenten, Herrn Hofgerichtsdirector Dr. Zimmermann, an Stelle des durch Krankheit verhinderten Präsidenten, Gcheimenraths Fischer, eröffnet und zunächst der von der Vereinscentralbehörde für das Jahr 1876 und 1877 erstattete 20. Hauptrechenschaftsbericht verlesen. Aus diesem ergab sich, daß für die beiden Jahre betragen hat: Jl. H Die Einnahme, einschließlich 1730 34 H Kassenvorrath aus 1875 und einer Capitalrückzahlung von 171 43 H — 10,019 94 die Ausgabe, einschließlich einer Eapitalanlage von 1875 JL = . . 7,769 03 und Ende 1877 ein baarer Kassenvorrath verblieb von . . " 2,250 91 Vereinnahmt wurden unter anderem: An Beiträgen von Vereinsmitgliedern in 1876: 798 53 H und in 1877: 733 jUa 47 an Geschenken und besonderen Gaben in 1876: 104 JL 83 4 und in 1877: 100 Jl. 54 an verwilligt gewesenen, aber wieder eingezogenen Unterstützungen in 1876: 76 JC. und in 1877: 52 Jl. 32 H, und an Kapitalzinsen in 1876: 1379 JL 21 H und in 1877: 1443 24 H. Unter den Ausgaben erscheinen: 1876: 437 98 H und in 1877: 36 J4 51 Für Unterstützungen an Vereinspfleglinge in 1876: 1592 X 65 H und in 1877 : 1776 26 H; für Verwaltungskosten in 1876: 1115 87 $ und in 1877: 970 92 H; für Verwaltung der Vereinskasse einschließlich der Hebgebühren in 1876: 176 53 H und in 1877: 174 Jl. 71 /H; als Ausfall an durch Sterbfällc, Verweigerung und Austritt verloren gegangenen Beiträgen in " 1 " ---- Die in den Jahren 1876 und 1877 aufgcnommencn Pfleglinge hatten ein Alter 1876 1877 unter 20 Jahren von 20—30 lf 30—40 lf y 40—50 ff ft 50—60 ff über 60 ff 15 23 27 35 29 46 16 32 7 10 3 9 zusammen worunter Bettel (1), Brandstiftung (4), waren weibliche unb sind bestraft worden: wegen falscher Anzeige (1), Aufruhr und Tumult (1), Beleidigung (4), Betrug, Fälschung und Unterschlagung (31), Beitel (i), Brandstiftung (4), Diebstahl (135), Dienstvergehen (2), Drohung, Gewaltthätigtcit, Mißhandlung und Körper Verletzung (41), Ehebruch (1), Eigenthumsbeschädigung (1), Falschmünzerei (1), Forstfrevel (4), Herabwürdigung der Religion (1), Straßenraub (1), Tödtüng (4), Unterschleife (1), Unzucht und Kuppelei (10), Wiedersetzung (8). 97 155 17 19 Die an Pfleglinge aus 1876 und 1877 verwilligten Unterstützungen sind verwendet worden: 1) zur Ermöglichung des Betriebs eines Handwerks oder sonstiger Handarbeiten durch Anschaffung von Arbeitskleidern, Werkzeugen, Rohmaterial,' Einrichtung von Lehrgeld, ferner durch Entrichtung des Hauszinses, durch Vermittellung eines Lohndienstes an 58 Pfleglinge 2) zum Betrieb eines Kleinhandels „ 3 „ 3) zur Anschaffung von Hausgeräthc und Bettwerk ... „8 „ 4) zur Einlösung verpfändeter Gegenstände .... „6 „ 5) zur Bestreitung von Erzichungskosten „ 1 zusammen an 76 Pfleglinge. Ende 1876 standen in Pflege des Vereins inländische Pfleglinge: aus dem Jahre 1874 92 1» n « 1875 86 .. » „ 1876 97 Hinzugekommcn im Jahre 1877 155 Ausgetreten, abwesend, ausgewandert oder gestorben sind 96 so daß bezüglich ihrer Aufführung zu berücksichtigen bleibeii 334 Hiervon sind: 1) als gebessert entlassen worden , . 55 2) als gut bezeichnet 13g 3) als unverbesserlich ausgestoßen 31 4) als schlecht classificirt 112 Danach konnte beinahe Vs der Pfleglinge als gebeffert entlassen und mehr als 3/ als gut bezeichnet werden. Die Generalversammlung genehmigte die vorgelegten Rechnungen und Budgets und wählte den Herrn Provinzialdirektor Dr. Boekmann in Gießen zum weiteren Mitglied des Vereinsausschusses für die Jahre 1879 und 1880. Sodann wurde der Generalversammlung vorgetragen, daß durch das Ergebniß der eingezogenen Nachrichten über die Zahl und Verhältnisse der in den Strafanstalten des Großherzogthums im Jahre 1878 befindlich gewesenen Sträflinge, die für das deutsche Reich, in welchem durchschnittlich per Jahr etwa 100,000 Sträflinge in den Strafanstalten detinirt werden, gemachte Erfahrung über die Zunahme der Verbrechen und Vergehen auch im Großherzogthum sich leider bestätigt habe, wie aus nachfolgender Uebersicht zu entnehmen : l. Im Jahre 1878 waren: A. in dem Zuchthause zu Marienschloß überhaupt im Laufe des Jahres detinirt gewesen 527 Personen, während 1876 nur 499 sich darin befunden hatten; 8. im Gefängnisse zu Darmstadt waren 576 Personen ausgenommen worden, während im Jahre 1876 sich nur 313 darin befunden hatten, welches Aerhältniß besonders auffallend erscheint; C. im Gefängnisse zu Mainz betrug die Präsenziffer 582 Köpfe, während sie im Jahre 1876 nur die Ziffer 453 erreichte; D. in dem Arbeitshause zu Dieburg befanden sich im Laufe des Jahres 326 Cor- rigeirden. Im Ganzen waren also 2011 Personen in diesen vier Strafanstalten ausgenommen worden, während 1876 sich nur 1354 Personen darin befunden hatten. In Bezug auf die Untersuchungshaft bei den Stadt- und Landgerichten in der Provinz Startenburg während des Jahres 1878 ist eine Steigerung im Vergleiche zu dem Jahre 1877 nicht eingetreten; es waren 1325 Personen in solcher Haft, während im Jahre 1877 die Zahl 1324 betrug. In der Provinz Oberhessen hatten sich nach den monatlichen Arrest-Tabellen im Jahre 1878 nur 609 Personen in Untersuchungshaft befunden, welche Zahlen jedoch in so fern nicht ganz genau sind, als zum Theil die nämlichen Personen in mehreren Monaten vorkommen. II. Nach dem Geschlecht wurden ausgenommen: A. in dem Zuchthause 1878: 460 Männer und 67 Frauenspersonen, B. in dem Gefängnisse zu Darmstadt 576 Mannspersonen, C. in dem Gefängnisse zu Mainz 428 männliche und 154 weibliche Personen, D. in dem Arbeitshause 222 männliche und 104 weibliche. III. In Bezug auf die Art der Verbrechen und Vergehen verbüßten Strafe: A. in Marienschloß: 1) 2) 3) 4) 5) 6) 1) 2) 3) 4) 5) 6) 1) 2) 3) 4) 5) 6) 7) wegen Verbrechen gegen den Staat und öffentliche Ordnung wegen Verbrechen gegen Religion und Sittlichkeit . . . . „ „ wider Leben und Gesundheit: ». Mord und Todtschlag .... 47 b. Körperverletzuug 12 „ „ gegen Eigenthum .... " 7 „ „ gemeingefährliche „ „ im Amt und Militärdienste . . . . B. in Darmstadt: wegen Verbrechen gegen Staat und öffentliche Ordnung . „ „ „ Religion und Sittlichkeit . . . . „ „ Körperverletzuug und Beleidigung . . ' . „ „ gegen Eigenthum „ „ gemeingefährliche „ „ im Amr und Militärdienste . . . . „ verschiedener Vergehen C. in Mainz: wegen Verbrechen gegen Staat und öffentliche Ordnung . „ „ „ Religion und Sittlichkeit. . . . . „ „ Tödtung und Körperverletzung . . . . „ „ gegen Eigenthum „ „ gemeingefährliche „ „ im Amt unb Militärdienste .... (Bei einzelnen Vergehen treffen mehrere Personen zusammen.) D. von Dieburg fehlen die näheren Angaben. 4 82 59 332 25 25 58 15 282 113 3 2 103 55 29 125 426 8 IV. Rückfällige waren; A. in Marienschloß 125, B. in Darmstadt 284, C. in Mainz 259, D. in Dieburg fehlen genauere Angaben. Die Kosten der Strafrechtspflege betragen nach einer fummarifchen Uebersicht bcr Hauptstaatskasse für das Jahr 1878 int Reffort des Ministeriums des Innern und in demjenigen der Justiz die Summe von 617,300 JL Darunter ist der Aufwand für die Landes- und Provinztal-Strafanstalten int Betrag von 237,229 mit einbegriffen, näm lich: 1) für das Zuchthaus in Marienschloß 113,140 JL 2) „ „ Arbeitshaus in Dieburg 40,043 JL 3) „ „ Gefängniß in Darmstadt 42,655 4) „ „ Gefängniß und Arresthaus in Mainz . . . 41,391 Summa . 237,229 JL Hierauf setzte der Vorsitzende Die Generalversammlung davon in Kenntniß, daß bunt voriger Generalversammlung beschlossene Unterstützung der vorläufig Entlassenen, sowie der Familien der Strafgefangenen während der Strafverbüßung sich als zweckmäßig erwiesen habe, daß die Redactionen der in Hessen erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften die Veröffentlichung eines Auszugs aus dem Rechenschaftsberichte des Vereins gratis bewerkstelligt haben, — daß die Bezeichnung der Aufseher der Pfleglinge als „Beistände* durchgeführt sei, — daß seit Abhaltung der letzten Generalversammlung kein Pflegling sich zur Auswanderung nach einem überseeischen Erdtheil gemeldet hat und daß bisher nichtzahlende, daher bloS mitwirkende Mitglieder (Vertrauensmänner) dem Vereine nicht beigetreten sind. Die Anwesenden sprachen ferner, auf die vom Vorsitzenden gestellte Anfrage, ihre Ansicht dahin aus, daß es zweckmäßig erscheine, eine nähere Verbindung der bestehenden deutschen Gefängniß-Gesellschaften etwa in der Weise anzustreben, daß alle 3 Jahre, in Verbindung mit der Versammlung der deutschen Strafanstalts-Beamten, eine gemeinsame Eonferenz der Deputirten der Vereine abgehalten werde. In der Versammlung wurde folgender neue Antrag gestellt: die Vereinsstatuten in nachstehender Weile abzuändern: „An Stelle der Bezirks-Vereins-Eommissionen treten selbstständig organifirte Zweigvereine, die ihre eigenen Vorstände wählen und aus ihrer Mitte Beistände ernennen, welche die persönliche Thätigkeit an den Vereinspfleglingen üben." und derselbe an eine gleichzeitig gewählte Commission zur Ausarbeitung von Vorschlägen wegen Abänderung der Statuten überwiesen. Schließlich gab der Vorsitzende durch Vorlage einer Vermögens-Uebersicht der Generalversammlung Kenntniß von dem verzinslich angelegten Capitalvermögen des Vereins, wonach die Werthpapiere nominell 38,314 M. 27 Pf. betragen, dieselben für 35,743 M. 34 Pf. angekauft wurden und ein jährliches Zinsenerträgniß von 1562 M. 71 Pf. liefern. Mit Rücksicht hierauf hat die Centralbehörde des Vereins berichtlich dem Großherzoglichen Ministerium des Innern und der Justiz anheim gegeben, die staatliche Unterstützung von zuletzt 1715 Jü jährlich vorläufig und auf so lange einzuziehen, bis sich ein weiteres Bedürsniß etwa geltend machen werde, welchem Anträge gemäß der Einzug biefex* Unterstützung durch Höchste Entschließung vom 29. Juli d. I. verfügt worden ist. "ührkKd fie im * Wahres 326 (Jot-. ktimrt Senominei, Woth,n 55 136 31 112 '“"‘Muin/, HZd ZLL ‘altcn Ngenemmen ^--richten in der 31 vergleiche zu dem ' während im Jahre 1 Arrest-Tabellen im e Zahlen jedoch in 1 mehreren Monaten rfonen, liche Personen, ^üßtm Strafe: • • 4 • . 82 . 47 ■ 12 59 332 . . 25 . . 25 . . 58 . . 15 . . 282 113 3 2 103 . 55 29 125 426 8 Wimen.) Men Uebersicht dcr , des >ern unb ut her Aufwand für bi nit einbegriffen, nam-- 40(013 A 42,655 A 41«391j£ n'i itoedmaH® bisher nicht- ... grqanifrrte ■ir» »*" e6tn.’ ^ll.ch D?/nntct> ,e fU^Tfid) er» -an * Hl Gießen, 20. December. Nagten MVMäg UNv MJlüHJiay !iliM!Il^ffMMY^kffMfl??P -He8 ^rovinzial-AuSfchuffeS der Provinz Oberheffen statt. Folgende Angelegenheiten kommen zur Verhandlung: 1. Montag, den 22. December, Vormittags 10 Uhr. 1. Klage des Ortsarmcnverbandes Herbstein gegen den Ortsarmenverband Lauterbach, wegen Unterstützung des Eduard Louis Gräfe. 2. Klage des Ortsarmenverbands Lauterbach gegen den Landarmenverband Lauterbach, wegen Unterstützung des Konrad Fritzges. 3. Klage des OrtSarmenverbandes Frischborn gegen den Ortsarmenverband Lauterbach, wegen Unterstützung des Johannes Eichenauer. 4. Klage des Ortsarmcnverbandes Rainrod gegen den Ortsarmenverband Rabertshausen, wegen Unterstützung des Georg Peter Bechtold. 5. Klage des Ortsarmcnverbandes Offenbach gegen den Ortsarmenverband Lißberg, wegen Unterstützung der Katbarine Schneeberger. 2. Dienstag, den 23 December, Vormittags 9 Uhr. A. Klage des Ortsarmenverbands Gedern gegen den Ortsarmenverband Schotten, wegen ’ Unterstützung des Friedrich Dehmer. 2. Klage des Ortsarmenverbandes Homberg gegen den Landermenverband Alsfeld wegen Unterstützung des Christoph Reuß. 3. Klage des OrtSarmenverbandes Homberg gegen den Landarmcnverband Alsfeld wegen Unterstützung des Gust. Finsterbusch. 4. Klage des Örtsarmenverbandes Villingen gegen den Ortsarmenverband Langsdorf wegen Unterstützung des I. Walher II. 5. Das Disciplinarverfahren gegen Schutzmann Emil Bärrn zu Gießen. Gießen, 20. December. Die Volksküche vertheilte heute 756 Portionen. Hiervon vonTben 1°3 verkauft, die übrigen 557 vertheilt. — In den letzten Tagen ist eine Einrichtung betr. des Speisesaales getroffen worden, welche zu begrüßen ist. In der ersten Zeit waren Schulkinder, Handwerksburschen und Fabrikarbeiter gemeinschaftlich in einem Locale vereinigt, um ibre Suppe zu rffen. ES ist nun eben die Einrichtung getroffen, daß die Kinder allein gespeist werden und dadurch jede Berührung mit den zugereisten Leuten vermieden wird. — Für die Volksküche gingen weiter bei uns ein: Prof. Dr. Kehrer 10 X. Frau -Landrichter Bücking 5 X, C. S. 3 X, Stud. H. gesammelt 7 X 32 Summa 25 X 32 Ä, mit den bereits quittirten 1920 X 19 nunmehr 1945 X 51 — Für die Nothlcidenven in Oberschlesien gingen ein: C. K. 20 X, Frl. Arnold z P 3 X, A. Z. in L. 10 X, A. H. 15 X, S. Heichelheim 10 X, N. N. 3 X, K. 2 X- Um weitere Gaben bitten wir angesichts des großen Elends recht sehr. Bezugnehmend auf die Notiz in Nr. 295 ds. Bl., wonach in Steinbach ein Pferd rrfrorcn sein soll, wird uns von dem Besitzer des fraglichen Pferdes mitgetheilt, daß dieses .nickt der Fall, sondern das Pferd einer Krankheit erlegen ist, was auch durch die vorgenommene Section constatirt wurde. Vermischtes. — sMarken- und Firmenschutz.) Das Reichsgericht Leipzig hat die Berufung in der Marken- und Firmenschutzfrage „Ahrweiler Apollinaris-Brunnen (Kreuzberg) contra Kronthaler Apollims-Brunncn sAuqust Thiemann)" am 19. d. M. in letzter Instanz abgewicsm, so daß 2er Kronthaler Apollinis-Brunnen den Namen „Apollinis" endgültig wie bisher zu fuhren berechtigt ist. r-- 4U41VCH IHU i j m u v * y v •• -ZT. • -v y- Linden. 16. Lackirer Georg Reh von Oppenrod mit Katharine Stoll, Tochter des Taglöhners Johannes Stoll von Büches. 17. Taglöhner Nicolaus Zink von Unterschönmattenwag mit Katharine Schneider, Tockter des verstorbenen Ackermannes Johann Friedrich Schneider von Münchholzhausen. 18. Gerichtsvollzieher Emil Geißler von Gießen mit Elisabeth Häuser, Tochter des verstorbenen Gastwirths Johann Konrad Häuser von Nieder-Weisel. 19. Fabrikarbeiter Friedrich August Ludwig Scküßler von Dillenburg mit Johanna Trapp, Tochter des Bahnwärters Valentin Trapp von Ktrck-Göns. 19. Der Unterofficier im 2. Großb. Hess. Infanterie« Regiment Nr. 116 Georg Peppler von Groß-Linden mit Anna Elisabeth Ziegler, Tochter des Äckermanns Daniel Ziegler von Waßmuthshausen. 19. Bahnarbeiter Johann Georg Zinn, Wittwer von Trobe, mit Margarethe Merkel, geb. Gerhard, Wittwe des Schuhmachers Friedrich Merkel von Romrod, Kreis Alsfeld. Eheschließungen. December. 14. Der pensionirte Hülfsführer bei der Oberhessischcn Bahn Karl Ludwig Heinrich Georg Lehrmund, Wittwer, von Gießen, mit Johannette Räuber, Tochter des »erst. Krctsdieners Karl Räuber von Gießen. Geborene. December. 8. Josephine Pauline Katbarine, außerehelich von auswärts. 8. Karl, außerehelich von aufwärts. 11. Anna Margarethe, außerehelich von auswärts. 13. Wilhelm, außerehelich von auswärts. 13. Anna Marie, außerehelich von auswärts. 14 Dem Metzgermeister Heinrich Georg Meister eine Tochter. II. Louis Konrad Franz, Sohn des Schlossers Georg Karl Gernand. 10. Anna, Tochter deS Gastwirths Melchior Schäfer. 11- Leo, Sohn deS Kaufmanns Joseph Weitzenkorn. 15. Marie Katharine, Tochter des Malers Karl Haegele. 17. Marie, Tochter der Taglöhners Heinrich Wendland. 14. Eugenie, außerehelich von auswärts. 17. Philipp, außerehelich von auswärts. Gestorbene. December. 13. Kaufmann Albert Lüttringhaus, 40 Jahre alt. 13. Taglöhner Konrad Jost, 52 Jahre alt, von Burg-Gemünden. 14. Louis Martin Moritz, 9 Jahre alt, Sohn des Schuhmachermeisters Wilhelm Euler. 13. Schreinermeister Friedrich Loth, 73 Jahre alt. 14. Elisabeth Simon, ledig, 65 Jahre alt. 15. Marie Herzberger, geb. Steinberger, 58 Jahre alt, Ehefrau des Großh. Hofgerichts-Registrators Karl Herzberger. 16. Anna Auguste, 9 Monate alt, Tochter des Schmieds Andreas März. 15. Katharina Simon, geb. Möbus, 25 Jahre alt, Ehefrau des Schuhmachers Max Simon. 15. Schlosser, Christian Kempf, 30 Jahre alt, von Bad-Nauheim. 17. Christian, 3 Mcnate alt, außerehelich von auswärts. 17. Taglöhner Hemrick Lippert, 71 Jahre alt, von Maar. 18. Der pensionirte Lehrer Heinrich Wettläufer, 68 Jahre alt. 17. Karl, 2 Jahre alt, Sohn des Zimmermanns Johannes Neeb. 17. Fuhrmann Jacob Magel 52 Jahre alt. 18. Johanna Königer, ledig, 71 Jahre alt. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 14. December. Beerdigte. Den 12. December. 13. 13. Vergeßt das Füttern der hungernden Vögel nichtig Den 14. December. Karl Lehrmund, Hilfsführer i. P., ein Wittwer, und Johannette Räuber, des verstorbenen Feldwebels zu Friedberg Karl Räuber ehel. Tochter. December. Den 16. December. Friedrich Loth, Schreinermeistcr, alt 73 I. 7 M. 20 2., gest. den December. Den 17. December. Elisabeths Simon, des verstorbenen Fuhrmanns Daniel Simon Getaufte. Dem Fuhrmann Jakob Reitz ein Sohn, Konrad Wilhelm, geboren ehel. Tockter, alt 65 I. 5 M. 14 T.. gest. den 14. December. Denselben. Marie Herzberger, geb. Steinberger, Ehefrau des Registrators i. P. Karl Herzbergcr, alt 58 I. 3 M. 14 T-, gest. den 15. December. Denselben. Katharine Simon, geb. Möbus, Ehefrau des Schuhmachers Max Simon, alt 25 I. 1 M., gest. den 15. December. Sehiffsherieht. Mitgetheilt von dem Agenten des - Norddeutschen Lloyd zk in Gießen. Bremen, 18. Decbr. Der Postdampfer General Werder, Capt. H. Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 6. December von Newyork abgegangen war, ist heute ■M Uhr Vormittags wohlbehalten in Southampton angekommen und hat nach Landung der sur onrt bestimmten Pasiagiere, Post und Ladung 1 Uhr Nachmittags die Reise nach hier fortge- 'etzt. Der General Werder überbringt 99 Pasiagiere und volle Ladung. ___ Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen Vom 13. bis 19. December 1879. Aufgebote. December. 13. Schlosser Sebastian Nieß von Zahnen mit Anna Elisabeth Wagner, .'Tochter des Arbeiters Heinrich Wagner von Saasen. 15. Hornist Johannes Hankel von Groß- den 23. September. Den 18. December. Ein unehelicher Sohn, Wilhelm, geboren den 11. October. Adolfine Schäfer, geb. Knabe, Wittwe des verstorbenen Großh. Profesiors Dr. Heinrich Schäfer, alt 76 I. 8 M. 14 T., gest. den 9. December. Den 15. December. Albert Lüttringhaus, Kaufmann, alt 40 I. 6 M. 1 T., gest. den Ui>sd Verkehr Gießen, 20. December. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. <^0,95 bis X 125, Hühnereier per Stück 7-9 H, Käse per Stück 4 —9 Käsematte per Stück 3 Erbien 1 Liter 20 H, Linsen 1 Liter 22 H, Tauben das Paar 65 Hühner perStuck X Ö.80—1.10, Hahnen per Stück 0.70-1.10, Enten per Stück 1.60-0, Gänse pr. Pfund 55-86 H, Kartoffeln per 100Kilo X 6.00-0.00, Weißkraut, 100 St. ^6- 8 Zwiebeln pr.Ctr. X 8-0, Milch per Liter 16 und 18 H, Ockscnfieisch 68 H per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 55 — 86 Kalbfleisch 45 — 50 Hammelfleisch 50 — 60 H, Schweinefleisch 60 Trutbabnen per Stück — X , . ' Gießen, 20- December. Der am 16. d. M. abgehaltene Viehmarkt war tn Folge der (alten Witterung nicht stark befahren. Aufgetricben waren 21)0 Stück Rindvieh. Es stellten -Ich die Preise denen vom letzten Markte gleich. Nächster Markt Dienstag den 20. Jan. 1880. Die „Aiuiahmeltelle von ANNONCEN für alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen befindet sich bei Rudch -II in Ifc Frankfurt a. M. ZeU M der Hauptpost. 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Die neue Auflage dieses mit zehn Bänden beendigt 8256) Ein Mädchen vom Lande wird nur Weihnachten zu miethen gesucht. 2Bo ? sagt die Exped. d. Bltts. Umschlag brochirt......... Bibliotheks-Einband, grün Halbfranz . . schönem Renaissance-Einband, braun Leder Bekanntmachung. Am 22. und 23. d. Mts., Morgens 72$ Ui)r, wird in der Zeughaus-Kaserne von 751 Stück alten Strohsäcken das alte Stroh gegen gleich baare Bezahlung verkauft werden, wozu Kauflustige ein- Dte Lieferung von 15 Eubikmetern Kiefernholz für das hiesige Provmztal- Arresthaus und das Kleinmachen dieses Holze« soll: Dienstag den 23. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, in dem Geschäftszimmer der unter- zeichneten GerichtSschreiberei an den Wentgstnehmenden in Accorv gegeben werden, wozu Stetglustige hiermit etn- geladen werden. Gießen, am 18. December 1879. Die GerichtSschreiberei Großherzogl. Amtsgerichts Gießen. Bettfedern u. Pannen. Barchent, Zwillich - und Federleinen. 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Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihrer Gemeinde ans ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1879. Der Rechner der Spar- und Leihkasse: Kebr. und Sopha’s. Cocos - Läufer und Matten. Linoleum. Fussbodeu-Wachstuch. (unter Patronat der Handelskammer) besetzte in den letzten vier Jahren über 3300 Commis- und Lehrlingsstellen (auch für Nichtmitglieder). SHBäPMB Man wolle gen a u auf die Firma achten. Jeder Band kostet 12 Mk. S 8 O • bietet die glänzendste und werthvollste Weihnachtsgabe für Freunde der Thierwelt. Bering des Bibliographischen Znstituts in Leipzig. Lager in Möbeln, Spiegeln Ä etc. jeglicher Art und allen Hölzern. Polster - Möbel in der Möbelfabrik & Spiegellager von TH. BBtTCH, TAPEZIER früher: Selterswog, jetzt: SchlosHgasse B. 1 (vorm. 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