Nr. 24S Dienstag den 21. Oktober ISTÖ. Hichener ^Anzeiger ■miät. Anzeige- md Amtsdistt flr den Kreis Gießen Grpedttis«-b»rrMtr / Schulfiraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MorrtagS« ’on Morgens dem { uns bestens b. 3 rage 934 ein eschäst Inffftijmij w« I fr i 93 ‘ ein ^ales wie seither 1 Empfehlung zu szeit gute reine verabreiche und 10# eher. achtend ofen, nißurtheil" (Contumacialverfahren). Erscheint der Kläger nicht, so ist er auf Antrag des Beklagten abzuweisen; — ist der Beklagte nicht anwesend, so kommt es darauf an, was der Kläger vorbringt. Ist letzteres geeignet, die Klage zu begründen, so wird der Beklagte in contumaciam verurthetlt. Dies geschieht auch, wenn der Beklagte anwesend ist, sich aber nicht einläßt. Die in contumaciam verurthetlte Partei hat das Recht, dagegen in einer Frist von Wt Wochen „Einspruch- zu erheben. Auch dieser erfolgt durch Zustellung eines Schriftstückes, welches die Sache, den Einspruch, die Ladung des Gegners enthalten muß. Das Gericht prüft Form und Zulässigkeit des Einspruchs. Entschuldigungen für die Versäumniß sind dabei gleichgültig. Ist der Einspruch genügend, dann wird der Proceß in die vorige Lage zurückversetzt. ' Die Kosten für das V-rsäumaißartheil und das Ginspmchsverfahren hat die säumige Partei zu tragen, es sei denn, daß die Gegenpartei dem letzteren grundlos widersprochen hat. Dann fallen ihr die dadurch entstandenen Kosten zur Last. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 P^ Die neue Justizorganifation. XXXI. Das Urthetl. Nach beendigter Verhandlung erfolgt das „Endurtheil." Es kann ergehen über den ganzen Proceß, wie über einen Theil desselben (Thetlurtheil). Im letzteren Falle bleibt die Entscheidung über den nicht reifen Theil des Procesies einem anderen Urtheil überlassen. Das Gericht ist zu einem Thetl- urtheil nicht verpflichtet; es kann für zweckmäßig halten, die Sache nicht zu rheilen, dann bleibt die Entscheidung über den durchverhandelten Punkt bis zur Erledigung der anderen Punkte ausgesetzt. Ein Theilurthetl kann nicht erlasien werden, wenn eine Gegenforderung geltend gemacht ist, welche mit der Hauptforderung in rechtlichem Zusammenhänge steht. — Zwtschenstreite werden durch Zwischenurtheile beendigt. — Ist in einem Proteste der Klagegrund und der Betrag bestritten, so entscheidet das Gericht erst über den Klageanspruch, und falls dieser gebilligt wird, über den Betrag. Wird der Klageanspruch vom Richter nicht anerkannt, so fällt die Klage zusammen. — In Rechuungssachen, Auseinandersetzungen (Postensachen) kann das Gericht zur Erleichterung einen einzelnen Richter beauftragen, vor der Entscheidung die Sache mit den Parteien durchzuverhandeln. Er beraumt einen Termin an, ladet die Parteien und geht die einzelnen Posten durch. Erscheint eine Partei nicht, so nimmt er die Behauptungen der andern zu Protokoll und stellt dieses mit einer neuen Ladung der auSgebliebenen Partei zu. Erscheint die Partei nicht, so gelten die Behauptungen des Gegners als zugestanden. Es empfiehlt sich also, solche Termine nicht zu versäumen. — Noch in der mündlichen Verhandlung kann der Kläger auf seinen Klageanspruch verzichten; dann wird aber nicht mehr die Klage einfach fallen gelassen, sondern der Beklagte kann verlangen, daß Kläger abgewtesen werde, und es muß dann Seitens des Gerichts ein Endurthetl ertasten werden. Ebenso kann noch in der mündlichen Verhandlung der Beklagte den Klageanspruch ganz oder theil- weise anerkennen; auf Grund der Anerkennung erfolgt dann das Endurtheil. Das Gericht kann natürlich dem Kläger nichts zusprechen, was er nicht begehrt hat (Zinsen, Nebenforderungen); nur über die Kosten kann es unab- hängig erkennen. Ein Endurtheil kann entweder ein bedingtes oder ein unbedingtes sein. Das letztere spricht definitiv die Entscheidung aus; das bedingte Urthetl macht die Entscheidung von Bedingungen abhängig (z. B. von Ableistung eines Eides, Sicherheitsleistung). Ein solches Urtheil muß erst rechtskräftig werden, ehe der Termin zur Eidesleistung anberaumt wird. ► Unterricht ; i*> w< Deutschland. m. Darmstadt, 19. October. Die Berichte des Finanzausschustes der zweiten Kammer über die Vorlage der Großh. Regierung, die Uebertragung des Eigentums des Hess. Antheils an der Matn-Weser-Bahn auf Preußen sind vollendet und dem Drucke übergeben. Die Majorität des Ausschusses, welche sich für Ablehnung der Vorlage ousspricht, besteht aus den Abgeordneten Osann, Schröder, Theobald und Wolfs kehl; Letzterer ist Verfasser des Majorttätsbertchtes. Die Minorität, bestehend aus den Abgg. Kugler, Möllimger und Scriba, ist für Annahme der Vorlage und hat durch den Abg. Kugler desfallsigen Bericht erstatten und Antrag stellen lassen. — Die Zahl der Berathungsgegenstände für die voraussichtlich am 28. dsk. Mts. beginnende nächste Session der zweiten Kammer mehrt sich täglich. Der Abg. Osann hat den Antrag eingebracht, die Kammer wolle gegen den Erlaß der Verordnung vom 15. August 1879, die Amtstracht der Rechtsanwälte betreffend, als gegen Verfassung und Gesetz verstoßend, Verwahrung etnlegen und die Großh. Regierung ersuchen, deren alsbaldige Aufhebung zu veranlassen. Der Antragsteller bezieht sich zur Begründung des Antrages auf eine in gleichem Sinne an die Kammer gerichtete Eingabe des hiesigen Anwaltvereins. Wetter richtet der Abg. Osaun eine Interpellation an die Regierung in Betreff der Ausführung des Art. 1 bei Gesetzes vom 10. September 1878, die Brandversicherungs-Anstalt betreffend. Endlich liegt bis jetzt ein Antrag des Abg. Schröder vor auf Revision der Großherzoglichen Verordnung vom 30. August 1879, die Gertchtskosten und Gebühren betreffend. Berlin, 18. October. Die „Nat.-Ztg." erwähnt eine Combination für das Landtags-Präsidium. Danach würde v. Bennigsen das Präsidium übernehmen und den Conservativen und dem Centrum die zwei Viccpräsidenten zu stellen überlassen werden. Man nehme an, daß die Fret-Conservattven, die NeU'Conservativen und ein Theil der Alt-Conservativen (der linke Flügel derselben) einer solchen Besetzung zusttmmen würden. — Die „Post" schreibt in Betreff des Gesetzentwurfes über die Reorganisation der allgemeinen Landesverwaltung, der Mtntsterrath sei den Anträgen des Ministers des Innern, Grafen Eulenburg, beigetreten. Die Beztrksregierungen und Landdrosteien würden aufgehoben werden. Unter Beibehaltung der collegialisch besetzten Provinzial-Schulcollegien, Domänen-, Forst- und Steuer-Directionen, sowie der Medtcinal-Collegien für die Schulsachen, Domänen, Forsten, Regalien, Steuern und Medtctnal - Angelegenheiten trete ein Regierungs-Präsident an die Spitze der Verwaltung jedes Regierungsbezirks. Baden-Baden, 18. Octbr., Abends. Der Statthalter von Elsaß- Lothrtngen, Feldmarschall v. Manteuffel, ist heute 11 Uhr Vormittags von Straßburg hier eingetroffen, werwetlte von 1 bis 2 Uhr zum Vortrag bei dem Kaiser und wohnte um 6 Uhr dem Diner bet den Majestäten bet, an welchem die Großh. Bad. Herrschaften thetlnahmen; um 8 Uhr 40 Mtn. trat der Statthalter die Rückreise an. Hefterreich. Wien, 18. Octbr. Die „Poltt. Corresp." meldet: Baron Haymerle begibt sich heute zur persönlichen Begrüßung der ungarischen Minister nach Pesth. — Aus Bukarest wird derselben Korrespondenz gemoldet: Zwischen dem Ministerium und der Opposition ist ein Kompromiß in der Jndenfrage im Werke. Man hofft auf die Votirung des betr. Vorschlags mit großer Majorität, wenn nicht mit Einstimmigkeit. Wien, 18. Octbr. Der Minister des Aeußern, Baron Haymerle, leitet sein Antritts-Rundschreiben vom 9. d. mit einer Anxknnung für seinen Vorgänger, den Grafen Andrassy, ein und bezeichnet es als fdw Vufgabe, das Werk seines Vorgängers fortzusetzen. Das Rundschreiben erinnert an den Anthetl Haymerle's an dem Berliner Congreß, der ihn der ausdrücklichen Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die Amtslocale der Großherzvglichen Provinzial Direction Oberheffen, des Provinzialausfchuffes, des Großherzoglichen Kreisamtes Gießen, des Kreisausfchuffes und der Großherzoglichen Kreis - Schul - Commission Gießen nächsten Montag den 20. l. M. in das bisherige (Sbnuicfiolßcbnu^c auf dem Brande verlegt werden. Mit Rücksicht auf den Ueberzug können in der 26oche vom 20. bis 25. l. M. die Amtstage nicht abgehalten werden und nur dringende Angelegenheiten Vormittags von 11 — 12 Uhr in dem neuen Locale Erledigung finden. Gießen, am 17. October 1879. Großherzogliche Provinzial-Direction Oberhefsen. _________ Dr. Boekmann. Die Verkündung des Gndurtheils erfolgt entweder im Termin nach Schluß der mündliche» Verhandlung oder in besonderem zur Publikation anberaumten Termin. Die Urtheilsformel (Tenor) wird verlesen; die Anwesenheit der Parteien ist nicht erforderlich. Die Eröffnung der Gründe kann sich anschließen, ist aber nicht nothwendig, da jeder Partei auf Verlangen das ganze Erkenntntß zugestellt werden muß. Das Erkenntniß muß spätestens eine Woche nach der Verkündung zu den Akten kommen, also meist schneller als bisher. Außer Schreib- oder Rechnungsfehlern wird Nichts an dem Urtheil ! geändert. Dunkelheiten und Widersprüche können noch auf Antrag einer Partei berichtigt werden, doch ist dazu eine mündliche Verhandlung nothwendig. Im Gegensatz zum Strafproceß hat der Ctvtlproceß auch ein „Versäum- k.__All___C - in. ......r i. 649$ imbach. >1, donMor, 5._____________ rössnete Erklärung überheben könnte, daß der Rücktritt Andrassy's keinerlei Modifica- tion der österreichisch-ungarischen Politik implicire. Ec wolle jedoch keinerlei Zweifel in diesem Punkte bestehen lasten, weil er überzeugt sei, dem Monarchen und der Monarchie nicht bester dienen zu können, als durch die Einhaltung jener politischen Linie, die Oesterreich die Wohlthaten des Friedens und die Aufrechterhaltung feines Ansehens gesichert habe. Er sei bestrebt, die Entente der Mächte aufrecht zu erhalten, den im Orient geschaffenen Zustand zu festigen, der Wiederherstellung des Friedens die Beruhigung folgen zu lasten, der Industrie und dem Handel die nöthige Sicherheit zu bieten und mit größter Sorgfalt über die Monarchie zu wachen und für die Erhaltung und die Pflege guter Beziehungen zu den fremden Mächten bemüht zu sein. Schweiz. Bern, 18. Octbr- Das Bundesgericht wies den Recurs in dem bezüglich der Vorfälle zu Stabto schwebenden Proteste zurück. Der Proceß gelangt demnach zur Aburtheilung durch die tesstntfchen Gerichte. IrauKreich. Paris, 18. Octbr. Das Amtsblatt publicirt ein Rundschreiben des Justizmtnisters an die Generalprocuratoren, welches die in den letzten Wochen vorgekommenen Kundgebungen und aufwieglerischen Aufforderungen zum Umsturz der gesetzlichen Gewalt constattrt, die geeignet seien, zur Verletzung der Gesetze zu führen und die Bevölkerung zu beunruhigen; demzufolge fordert der Minister die Generalprocuratoren auf, alle Reden und Schriftstücke wider die Gesetze, wenn sich solche zur Unterdrückung eignen, vor die Gerichte zu bringen. gntfonb. London, 18. Octbr. Meldung der „Times" aus Konstantinopel: In Folge der Erkrankung des zweiten türkischen Bevollmächtigten sind die Sitzungen der griechisch-türkischen Commission vertagt worden. Manchester, 18. Octbr. Lord Salisbury hielt bet einem Banket hterselbst eine Rede, in welcher er erklärte, England habe Cypern besetzt, um zu beweisen, daß die Regierung für ihre Pflicht hielt, einen neuen Eingriff Rußlands zu verhindern. Was die Vertheidigung des Balkans anlange, so sei er der Ansicht, daß bet der gegenwärtigen Situation wenig Ursache vorhanden sei, einen Angriff zu befürchten. Gleichviel, welche bedenkliche Politik die Türket treibe, so dürfte England das nicht abhalten, zu verhindern, daß Rußland nach Konstantinopel gehe. Die Aufgabe zu verhindern, daß das sla- vtsche Reich sich von einem Meer zum andern ausdehne, falle Oesterreich zu. Wenn England kein Vertrauen mehr zu den türkischen Soldaten habe, so könne es den österreichischen vertrauen, welche an der Pforte Wache stehen. England konnte in der Türkei keine große Nationalität aufrtchten, um Rußland Widerstand zu leisten, weil dort keine homogene Nationalität vorhanden sei. Rußland könne nicht weiter vorrücken, weil Oesterreich stark sei. Die Stärke und Unabhängigkeit Oesterreichs seien eine Bürgschaft für die Stabilität des europäischen Friedens. Die Vorgänge der letzten Wochen berechtigten die Regierung zu glauben, daß, wenn Oesterreich angegriffen werde, es nicht allein dastehen würde. — Die Nachricht von dem Abschluffe eines Offensiv- und Defensiv - Bündntffes zwischen Oesterreich und Deutschland rief lebhafte Freude hervor. Lard Salisbury gab ferner einen historischen Ueberbltck über die Vorgänge in Afghanistan und erklärte, der Zweck Englands sei die Ver- thetdigung, nicht die Vergrößerung. Spanien. Madrid, 18. Octbr. Bet der Ueberschwemmung im Murcia-Thal sind 119 Personen ertrunken und 4 Dörfer zerstört. Tausende von Einwohnern erbaten die Hülfe des Königs. Der König begibt sich am Montag nach Murcia. Rumänien. Bukarest, 18. Octbr., Abends. Die Deputtrtenkammer hat heute den Gesetzentwurf zur Lösung der Judenfrage in der von dem Delegirten- Eomitü nach Einvernehmen zwischen der Regierung und Opposition modtfictr- ten Faffung ohne Debatte mit 133 gegen 9 Stimmen angenommen; 2 Deputate enthielten sich der Abstimmung. Das Resultat der Abstimmung wurde beifällig ausgenommen. Die Regierung war zu der Ueberzeugung gelangt, daß ihr ursprünglicher Entwurf nicht dte Zweidrittel'Majorttät erlangen würde, und sah sich daher veranlaßt, in Pourparlers mit der Opposition einzutreten und einige Amendements anzu- n-hmen, welche sich ausschließlich auf dte zur Erlangung des Jndtgenats zu erfüllenden Formalitäten beziehen, ohne das Wesen der Regierungsvorlage zu verändern. Das Prtncip deS Art. 44 des Berliner Vertrages wird in die rumänische Verfaffung an Stelle des Art. 7 derselben ausgenommen; nur dte Namensltsten sind unterdrückt, indeß sind nach dem vottrten Gesetzentwurf Alle, welche dem Lande wichtige Dienste geleistet haben, welche große Etabliffe- mentS besitzen, sowie diejenigen, welche in Rumänien geboren und erzogen sind, von dem Aufenthalts-Nachweise befreit. Die Naturaltsatton wird ihnen von den gewöhnlichen Kammern auf persönliches Verlangen zugestanden. Da zu diesem Votum nur dte einfache Majorität erforderlich ist, so ist zu hoffen, daß man leichter zur sofortigen Emanctptrung derjenigen gelangen werde, welche ein Recht darauf besitzen und sie wünschen. Diejenigen Israeliten, welche während des Krieges unter den Fahnen gedient, werden en bloc durch ein und daffelbe Votum naturalifirt. Das neue Gesetz hält die Bestimmung aufrecht, daß nur rumänische Bürger ländlichen Grundbesitz erwerben können. Nach Verkündigung des Votums der Kammer erklärte Rosettt, daß die Revistonskammer ihr« Arbeiten beendigt habe. Er fügt hinzu: Ich bin so glücklich, abermals constatiren zu können, baß in allen schwierigen Verhält- niffen, welche Rumänien durchzumachen hatte — und es hat sich niemals in schwierigeren befunden als den heutigen — dte Vertreter des Landes ihren innersten Gefühlen Schweigen aufzuerlegen wußten, um einmüthtg vor Eurova dem nationalen Willen Ausdruck zu geben. (Großer Beifall.) — Man glaubt, der Senat werde bereits morgen Sitzung halten, damit die Frage bis Montag erledigt sei. Amerika. San Francisco, 18. Octbr. In Folge des Aufschwunges des Han- ( dels und der Preissteigerung des Weizens herrscht hier sehr bedeutende Nachfrage für Frachtschiffe. Dte Exporteure telegraphiren überall hin, um Sch.ffe zu mtethen. Telegraphische Depeschen. Waguer'S telegr. Correspondenz - Bureau. London, 19. Octbr. Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Simla von heute: Der Emir Jakub gab fct.i Entschluß kund, abzudanken. General Roberts versuchte vergeblich ihn zu überreden, diese Absicht aufzuge- den und traf provisorische Vorkehrungen, dte Ordnung aufrechtzuerhalten und dte Verwaltung wetterzuführen. Der tm Nagagebirge (südlich der Provinz Affam) ansässige britische Commtffär ist vom Stamme der Nagahs ermordet worden. Paris, 19. Octbr., Abends. Dte „Agence Havas" veröffentlicht eine Note, worin sie dte Zettungsgerüchte dementirt und erklärt, daß Präsident Grevy und fein Cabinet vollkommen einig sind und keine Metnungsverschteden- heit zwischen den Ministern besteht. Frankfurt a. M., 20. October. Am Samstag traf hier Staats- Minister v. Bülow ein und stieg im „Englischen Hof" ab. Gestern rührte ihn der Schlag. Die tn Folge deffen eingetretene Bewußtlosigkeit dauert heute noch an. Sein Zustand wird von dem Arzt als hoffnungslos bezelchnet. Seine Söhne sind bereits etngetroffen. Seine Maj. der Kaiser erkundigte sich auf telegraphischem Wege nach dem Befinden des Ministers. Lokales. Gießen, 20. October. Trotz des ganz abscheulichen WetterS heute Nacht, es regnete als wenn mit Kübeln geschüttet würde, keilten sich diverse Herren in der Neustadt und am Markt. Die Schutzmannschaft beruhigte dte streitenden Gemüther. — Ein Gewohnheitstrinker, welcher in einem Hause der Grünberger Straße sich sehr frech eindrängte unv den Hausherrn lebensgefährlich bedrohte, wurde kurzer Hand eingesponnen. — Die neue Uhr auf dem alten Rathhause scheint auch ihre Finessen iu haben. Bon gestern Morgen 11 Uhr bis heute um dieselbe Zeit rappelte dieselbe bei« Bollschlagen ihr Pensum herunter, daß man meinen sollte, es wäre Fcuerlärm. Glücklicherweise ist es nur da« Armensünderglöckchen, welches sich als neue Sturmglocke etnführte. — Dte Leistungen der Akrobaten-Gesellschaft des Herrn Schneider, welche gestern Abend in Wenzel's Eaalbau auftrat, werden als ,ganz vorzüglich geschildert. Rauschender Beifall belohnte fast jede aufgeführte Piece. Namentlich der Schlangenmensch erregte durch seine fast unglaublichen Productionen den regsten Applaus. Des schlechten Wetters halber konnte am Nachmittag der Wettkampf mit den 2 Pferden nicht Statt finden. Vermischtes. Frankfurt a. M., 16. October. Die „Fr. Ztg." veröffentlicht nachstehende« Eingesandt: Obgleich in allen Läden der Zwischenverkäufer noch Dutzende von Loosen der Heff. LandeS-Gcwerbe-Ausstellung zum Berkaufe ausgelegt sind, besitzt der Vorstand derselben dte Unverfrorenheit, anzukündtgen, daß, obgleich sämmlltche Loose vergriffen, die Vorbereitungen zur Ziehung am bestimmten Tage noch nicht beendigt seien, weßhalb die Ziehung erst am 12. November stattfinden würde. Wahrscheinlich soll durch diese Manipulation Zeit gewonnen werden, um dte noch übrigen Loose zu placiren und dürfte man einer derartigen ungerechtfertigten, in jeder Beziehung rücksichtslosen Handlungsweise am besten dadurch begegnen, wenn dtrjentgen Sooft: besitzet, welche nicht gesonnen sind, unter den gegebenen Umständen den htnausgeschobenen Ziehungstermin abzuwarten, sich den Betrag zurückzahlen ließen, wozu der Vorstand der Ausstellung verpflichtet ist. — In Duisburg ist dem scheidenden Oberbürgermeister Wegner ein festlicher Abschied bereitet worven. Der Chor der Dolksschullehrer sang dabei das Lied: „Wem Gott will recht« Gunst erweisen, den schickt er in dte wette Welt." (Wem fällt da n'cht die Geschichte mit dem schönen Lied: „Brüder reicht dte Hand zum Bunde" gelegentlich der Ochsenprämttrung bet einem landwtrthschaftltchen Feste zu G. ein?) — Ein seltener Zug aus dem Thterleben wird aus Bolkenhatn tn Schlesien gemeldet: Der Förster Schenk in Kauder, dortigen Kreises, besaß länger« Zett etn zahmes Reh, welche« sich tn Haus und Hof frei bewegte und insbesondere gute Freundschaft mit den Hunden hielt. Im Mai dieses Jahres wurde dieses Thier von Kindern einmal herumgehetzt, floh in den Wald und war und blieb seitdem zum Leidwesen seines Besitzers verschwunden. Dor einigen Tagen steht derselbe zu seiner nicht geringen Verwunderung ein Reh tn das Gehöf« kommen und hetzt, ohne es zu erkennen, die Hunde auf daffelbe. Diese fahren wüthend darauf los, bleiben jedoch bald stehen, beruhigen sich und lasten alle Zeichen der Freude erkennen: sie hatten ihren alten Bekannten und Hansgenosten, das entsprungene Reh, wieder erkannt. Seit dieser Zeit lebt das zahme Thier in gewohnter Weise wieder tm Hause seines Herrn. — (So werden Neuigkeiten geschaffen.) Einem Schützen begegnete beim Nachhalls-« gehen von der Jagd etn Bekannter, welcher ihn fragte, ob er auch glücklich gewesen sei. Der Angeredete erwiderte: „Nicht sonderlich, ich habe einen Buchfinken geschaffen." Im Wege stand eine alte Frau, die dies gehört. Zwei Freundinnen gesellten sich zu ihr mit der Frage: „Nichts NeueS?" worauf sie mit höchst wichtiger Miene erzählte, daß fi« aus dem Munde des Jägers gehört: . soeben hat sich ein Buchbinder erschaffenI ** (Dte neueste Seelenlehre.) Wo man gegenwärtig htnhört, ist von der neuen Entdeckung des Herrn Professor Gustav Jäger in Stuttgart die Rede, der bekanntlich nichts Geringeres, als die Seele ausfindig gemacht haben will, und zwar durch den Geruch. In verschievenm Abhandlungen älteren und neueren Datums sucht der Stuttgarter Gelehrte daS Ergebniß seiner Studien zu begründen, und vielleicht ist es manchem Leser nicht unwillkommen, mit möglichst wenig Zeitaufwand die neue Theorie in ihren Hauptzügen kennen zu lernen, wobei er freilich auch ein wenig erstaunen wird, auf welche Abwege Die wissenschaftliche Spekulation gerathen kann. — Verschiedene Reisende wollen gefunden hahen, daß namentlich unter den weniger cultt- virten Völkern ein jedes seinen ureigenen Ausdünstungsgeruch habe. Aber auch jeder Thicr- gattung, ja jedem Stand und Handwerk ist ein besonderer Ausdünstungsgeruch eigen. Es gibt einen Bauerngeruch, einen Schustergeruch, einen Schneidergeruch u. s. w. Damit begnügt sich indeß Herr Jäger nicht, sondern er will an jedem einzelnen Individuum einen besonderen Aus« dünstungsgeruch nachweisen. Dieser Geruch sei aber fein nur äußerlich anbaftender, von Verunreinigungen herrührender, sondern eS sei ein lebendiger Kerngeruch, der seine Ursache im Blut« habe, unabhängig von der Art der Nahrungsstoffe, welche in dieseS übergehen, und der auS dem Blute durch Zersetzung desselben gewissermaßen extrahirt oder ausgeschieden werden könnte. Dieser Geruchs- und Geschmacksstoff haftet schon dem Urkeime an, ist also erblich und sogar ein wesentlicher Factor des Fortpflanzungstriebes, ist mit tinem Worte: die Seele. So lange dieser Duftstoff im unversehrten Eiweißtüqelchen (Moleküle) eingeschloffen ist, kann er nichts ausrichten; mit der Zersetzung des Eiweißes aber tritt er, nach Jäger'- Behauptung, aus dem gebundenen Zustande heraus und geht zur Selbstthäiigkett über, in welcher er sich seinen eigenen Leib gestaltet. Alle körperlichen Lebensformen sind weiter nichts, al- die Folge der Eiweiß« zersetzung, durch welche der ausgeschloffen gewesene Duftstoff zur Wirksamkeit gelangt. Die Seele des Menschen oder vielmehr die menschlichen Kerndüft« bringt Jäger in drei Katyegorien. Er unterscheidet nämlich einen „Seelenruheduft-, einen „Lrrststoff", welcher angenehm duftet, und einen „Unluststoff", welcher stinkt. Der Seelenruheduft ist der beständigste. Er theilt sich sogar der Wäsche mit, ganz besonders den leinenen und baumwollenen Stoffen, weil diese aus Holzfasergeweben bestehen, und haftet nicht nur der schmutzigen Wäsche (als „Schwarzwäscheduft"), sondern sogar noch an der gereinigten (alS „Bügelduft"), an der er noch nach vielen Jahren von einer feinen Nase gerochen werden kann. Jäger will sich soaar eine Sammlung solchen Duftes angelegt und davon die intereffantesten Studien gemacht haben. Am kräftigsten entströmt dieser Seelenruheduft dem Kopfhaare, wo er sich in Baumwollnetzen am sichersten fangen läßt. Wenn Jemand ein solches Baumwollnetz acht Tage getragen hat, vorausgesetzt natürlich, daß er sich die Haare nicht mit Pomade schmiert, so kann man aus dem stark duftenden Netze schon riechen, weh' Geistes Kind der Träger ist. Je nachdem das Haarnetz am Tage oder während der Nacht benutzt wird, ist der Duft verschieden. Den reinen Seelenruheduft trägt nur die Rachtwäsche an sich, weil nur tm tiefen Schlafe die Seele sich in vollständiger Ruhe befindet, daher ist dieser Duft auch lieblicher, als derjenige am Tage, wo Gehirn und Muskeln sich in Tbätigkeit befinden und ihre Gerüche sich unter den Seelenruheduft mischen. Die anderen beiden Duftsorten, nämlich der Lust- und Unluststoff, richten sich nach der jeweiligen --KS- WH" rc° ilnl Wtni fi.*«nin weid «lii -°r>- wat«./; c.fjönte' ’ä« * *; K,..-1"1! ssr~ ein: neue «er. ii befreien, »enninoe«,^ ® ( »eituns m-hl W schi nur in ,l/|3We 6874) M Ä M d°ni. ' loivie tz > '°V-h! 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Daher ub das icböne Geschleckt einen solchen Reiz aus; ob derselbe auch auf den Chrgnon übergeht, bleibt vtelle ckt späterer Entdeckung vorbehalten. Ebenso sind Männer mit langem oder lockigem Haare Dön größerer Anziehungskraft auf die Frauen, als solche mit schttchtem Haare Dre Kurzgeschorenen werden wenig Glück in der Liebe haben, die Glatzkopfe schon gar keins. Aus dieser wichtigen Rolle, welche die Kopfbedeckung spielt, erklärt sich, weßhalb man sich von besonders oeltebten Personen gern die Haare als Andenken aufhebt, wennschon hier die Einrede gestattet wäre, daß die Loslösung irgend eines anderen körperlichen Destandtheil« von einem theuerm Anaeböriaen, bestönders im lebenden Zustande, doch sein Bedenkliches haben wurde. Aber Jager empfiehlt ein noch probateres Mittel, um sich den Seelenduft emes anderen Ich aufzubewahren: olS Duftorgane strömen zwar die Haare den Duft aus, aber sie halten ihn nicht fest, man thut daher am besten, sich lieber ein mit Haarduft getränktes Netz auszubi ten. — Je nachdem man von einem anderen Menschen Lustduft oder Unlustduft einathmet, erscheint er Einem sympathisch oder unsympathisch Auch auf das Verhättniß zwischen Mann.und Frau wendet Jäger seiner Dufttheorie an. Wenn man seiner Lehre Glauben schenken will so Ware daraus sogar eine neue Acra für die Gesrmdheitsverhältniffe der Menschheit zu erhoffen. Demnach ist der schlimmste Feind der Letzteren, der übelriechende Unluststoff, und das Mittel sich ,von diesem zu befreien, soll namentlich eine zweckentsprechende Kleidung bieten, welche die Ausdunstung des Unluststoffes durch Haut und Lunaen befördert. Jedes Holzgewebe, wie Leinen und Baumwolle, vermindert das Maß der Ausdünstung, daher kann eine nur aus Thierwollstoffen bestehende Kleidung nicht dringend genug empfohlen werden. Ein solche hat Jäger mit practischem Erfolge nicht nur in seiner eigenen Familie bereits eingefuhrt, sondern es hat dieses Beispiel auch schon in weiteren Kreisen, und sogar im Auslande, wie in ver Schweiz, Oesterreich und Rußlands Nachahmung gefunden. Im Allgemeinen enthält diese Dufttheorie manches Wahre und Ent- wicklnngsfähige, aber auf seiner Jagd nach Entdeckung der Seele dürfte sich dieser Jäger denn doch auf der falschen Fährte befinden und wird im Reviere dieser Forschung wohl nur die Bedeutung eines „Sonntagsjägers" für sich in Anspruch nehmen dürfen. SehifTeberleht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd (t. SS. Dietz in Gießen. Newyork, AR. Oktober. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Oder, Lapt. C. Leist, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 5. d. Mts. von Bremen und am 7. v Mts. von Southampton abgegange» war, ist heute 4 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 18. October. lMarktbericht.s Der heutige Heu- und Strohmarkt war schlecht befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centn» 2—3.30, altes Heu JL. —, Stroh 2—2.50. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. JL 0.90—00, 2. Qual. JL 0.80, im Detail 1. Qual. JL 1.25—30, 2. Qual. 1.10—15. Eier das Hundert deutsche 6, italienische JL 7.60. Ganze Erbsen 100 Kilo JL 20—26, geschälte Erbsen 27—33 Bohnen 20—27 H, Linsen 32—46 H. Weißkraut das Stück 10 100 Stück 7—8 JL, Rothkraut, 1 Stück 15—20H Kohlrabi — Kohlkraut 6-8 H, Blumenkohl 1 Stück 30—60 H, gBirflng — Kartoffeln 100 Kilo JL —, Zwiebeln 25 Bund — JL. Metrettige 25 Stück — j(,, 1 Stück — H, Retttge 25 Stück JL 0.—, 1 Stück — H. Ochsensteliky per Pfund 65 — 70,$, Rindfleisch 50,$, Kuhfletsch 60 H, Kalbfleisch 48 — 55 Stier- und Farrenfleisch -- H, Hammelfleisch 50 — 65 Schweinefleisch 65—70 ein Hahn JL 0.90—1.20, ein Huhn «X 0.80—1.20, eine Ente JL. 2.50, eine Gans JL 4—6, eine Taube, — H, Aepfel zum Keltern JL 5—5.50 In und diverse andere Fisehsorten ein. (6880 Seltersweg X X /• X X X franco zugesandt. 986) 6743) x x M ), 11 Ceylon Java Mocca, Diverse 3.— 4.— 6.40 5.— 5.40 5.— 3.— x n n XX XX per n 11 11 ii ii ächt Arten Congo ........ Souchong (sehr beliebt) . . Pecco I ....... Pecco II . :..... Pecco-Souchong - . Imperial....... Haysan ....... Pfd. i) V V V » M ii ii M 11 11 Gkffkntliche Aufforderung. 6701) Dem unbekannt wo? abwesenden Heinrich Graf aus Vtl- ltngen wird aufgegeben, sich binnen neunzig Tagen über den Antritt der Erbschaft der verstorbenen Maria, geb. Ester, Wittwe des Kasper Graf II. von Villinqen, zu erklären widrigenfalls Verzicht unterstellt und die Masse den hierzu berechtigten Mit- «rben überlassen wird. Hungen, den 1. Oktober 1879. Großhherzogl Amtsgericht Hungen. Kraust, Amlsrichter. Reichhaltiges Mger in allen Arten von Pelzwaaren An- und Verkäuf von allen Sorten Fellen. Reparaturen und Uinänderungen prompt und billig. Georg Schultheis, Kürschner, Marktstraße D. 20. C. 183 G-IESSEBT Seltersweg C. 183 empfiehlt als Specialitäten: Rohe Kaffee’»: ......per Pfd. 135-160 4 120-170 „ 160 110—140 „ Carl 8chwaab8 Deti 7 " find immerwährend lebende Karpfen vorräthig. Es treffen wöchentlich 1- bis 2mal je nach den Witterungs- Verhältnissen frische Schellfische, Hechte Grösste Auswahl in feinsten und feinen LkpieurOfl und feinsten Spirituosen, als: Arrac, Ruin, Cognac etc. Eingemachte Gemüse und, ErücMe* Chocolade per Pfd. 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Großherzogltches Kreisbauamt Gießen. 6869) Holzapfel._________ Versteigerungen. Donnerstag den 23. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, und die folgenden Tage fall in der Wilhelmsstraße im Vorderhause der Balser'schen Stiftung: ein Schreibtisch, ein Ausziehtisch, Con- solen-Spiegel, Sophas, Bettwerk, eine vollständige Kücheneinrichtung, feines Porzellan und verschiedenes Hausge- räthe meistbietend versteigert werden. Gietzen, den 17. Oktober 1879. I A.: 6853)_____Müller._________ Montag den 1. December, Vormittags 10 Uhr, sollen aus dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Heinrich Weber Flur. Mr/ II./137V10 682 Grabgarten in den mittelsten Schießgärten, II./1378/io 394 daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. Oktober 1879. Großherzoglichcs Ortsgericht. 6874) Müller. Ieikgeöolenes. 6890) Veste Sorten gebrochene Aepfel, sowie vorzüglichen Birm Honig, empfiehlt K. Lyncker, Schiffcnberg. Bestellungen im Hotel Einhorn. 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St. |6538) Ein Familienlogis und ein möblir- tes Zimmer zu vermiethen Neuenweg 134. 6591) Zwei Logis zu vermiethen. Adolf Host, Schießgärtcn. 6807) Einige schöne Zimmer mit oder ohne Möbel alsbald zu vermiethen. ______________ Markt B. 15. 6847) Ein möblirtes größeres Zimmer alsbald zu vermiethen. H. Döring, __________________Grünbergcr-Straße. 6828) Ein kleines Logis zu vermiethen. Sandgasse 165. 6803) Eine Mansardenwohnung zu ocr; miethen bei Carl Herbert Nahrungsb. 6790) Eine kleine Parterrewohnung zu vermiethen im________„Schützenhof". 6763) Marktplatz A. Nr. 8 im dritten Stock sind zwei einzelne schön möblirte Zimmer sofort zu vermiethen.__ 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter Hauses. 5966) Ein gut möblirtes Zimmer per sofort zu vermiethen. _________________Böaer, Uhrmacher. 6462) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen im______Frankfurter Hof. 6752) Der mittlere Stock meines Hauses mit vier Zimmern und Cabinet auf 15. 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Bestes Insertion»- orgam______________ (6891 Verloren ein schwarzes gestricktes Shawltuch von der Restauration Albold bis auf den Marktplatz. Abzugeben gegrn Belohnung bei Herrn Restaurateur Albold. (6872 I Coneert Verein. Die regelmäßigen Concerte werden den 16. November beginnen. Der unterzeichnete Vorstand hat sich zur Aufgabe gestellt, — wie bisher — die einheimischen Kräfte durch Hinzuziehung auswärtiger Künstler zu unterstützen und ist das Auftreten bedeutender Solisten, sowohl für Instrumental-, als auch Vocal-Musik gesichert. Es wird schon jetzt auf das Erscheinen der Fräulein Adele Asmann aus Berlin in dem ersten Concerte aufmerksam gewacht. Wegen des Auftretens von Sarasate und Maurice JDcngrenionts und anderer Berühmtheiten sind Unterhandlungen im Gange. Es wird gebeten, neue Beitrittserklärungen mit Angabe der gewünschten Karten, resp. Sperrsitze, sowie die etwaigen Wünsche bisheriger Mitglieder in Bezug auf Aenderung in der Zahl ihrer Karten und Sperrsitze für das neue Concertjahr bis spätestens Samstag den 25. Octobcr schriftlich an das Vorstandsmitglied Herrn Dr. Baur gelangen zn lasten. Zu der Montag den 3. November, Abends 6 Uhr, im Clubgebäude stattfindenden öffentlichen Verloosuug der Sperrsitze wird dringend eingeladen, um somit jede spätere Beschwerde zu vermeiden. (6843) Der Vorstand des Concert-Vereins. ! Nur wenige Tage ! dauert der Berta liisvertior und sollen bis dahin geräumt werden: Gestrickte wollene Herrenstrümpfe 40 Damenstrümpfe 75 wollene Ringelstrümpfe für Kinder 30, 40—50 H, gestrickte Kinderjäckchen 50 Tuchjäckchen von l1 /4 vH, Filzröcke in Auswahl für Damen von 2il2 vH., für Kinder !*/, vH., große Barchenthosen für Damen V[2 JL, rein wollene Flanellhosen für Kinder, Mädchen und Damen von V]K, 2—3l/2 vH., Herren- Cachenez nur 30 , halbseidene Herren - Cachene; 75 Unterhosen für Herren 1 vH, ganze Unterkleider für Kinder 1 V< «A Kinderhemdchen 30 Knaben- und Mädchenhernden von 60 H an, prachtvolle große Damenhemden VJ2 vH, beste Herrenhemden 2 JL, reizende Kinderkragen Stück 15 prachtvolle Matrosenkragen 25 Damenkragen in großer Auswahl von 15 H an, große offene Enceour-Kragen. 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Schulhof. 6881) Heute Mittag ist auf dem Bahnhof Gießen ein kleiner langhaariger gelber Hund entlaufen. Es wird gebeten, denselben aegen Belohnung neue Anlage C. Nr. 37,1, parterre, abzugeben.__ Clavierstimmeo | lasse ich bestens besorgen und I empfehle solches zu billigem I Preise im Abonnement. (1681 I Reparaturen an Pianos und ■ allen anderen Instrumenten I führe gut und billig aus. Wilh» Rudolph^ Musik - u. Änstrum.-Handlung. I 6816) Ein junger Mann mit guten Schulkenntnissen kann als Lehrling eintreten tn die photographische Anstalt von G. Backsfen, Bahnhofstr. C- 93. 6854) Ein braves Dienstmädchen zu miethen gesucht- Seltersberg SOVio, parterre. 6829) Krautschneider Rüdiger aus Tyrol ist wieder eingetroffen. Bestellungen für denselben werden bei Hrn. Loui- Flett im „Schwanen" und (8g. Arnold im „Deutschen Hof" entgegen genommen. Restauration zum Stern. Heute, Montag Abend: (6885 Frische Seemuscheln. 6799) Ein tüchtige Person für Hausarbeit auf Monate gegen hohen Lohn gesucht. 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