l>W bade. Litauen ^°lgn, t(h gütigst üi,,. achtung theim. ^ube ich mir» ls Nr 68. Freitag, den 21. März 1879 Hichener Wlzeigcr Anmr- und Amtsblatt für in Kreis Gießen. RedartionSbure^ur | Ä ”——"* 1 — — - «xpedittsnSbureaur f ^chulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. _ Amtlicher Hst eil. Das Großherzogliche Steuer-Commiffariat Gießen .... **" di- Großh. Bürgermeistereien des Bezirks. '«ff»-»-»ind»>4 eine nicht unbeträchtliche Porto- Gießen, den 20. März 1879. Mmen habe m; Ih etzen mich in l glaube ich dchal! $ neinem Vorgänge! 'ird und haltet I tüoii No. 6. srflaschen, :i ihützer , i iger- ' ;ehirr. 1 fe. |l tzllfftt-kößil i lern Ble, iL lii her 8, PI jn. g;l a. 16 16 A 3^ 16 * 16 a Deutschland. heute König Darmstadt, 19. März. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Vormittag halb 11 Uhr den von Er. Majestät d-m Deutschen Kaiser t,Otl Archen »um außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister am hiesigen Hofe ernannten Kammerherrn-und Legationsrath v. A l v e n s- leben behufs Entgegennahme seines Beglaubigungschretöens in besonderer Audienz zu empfangen geruht. Darmstadt, 19. März. Der von dem Herrn Abg. Jockel in der ^Weiten Kammer eingebrachte Antrag, den Gehalt der Hülfs-Gerichtsschreiber bei den Amtsgerichten von 1200 auf 1800 Mk. zu erhöhen, wurde trotz Zu- stimmung hoher Staatsregierung, vom Plenum ds Hauses abgelehnt, jedoch der iri^dem Nachtrags^Budget vorgesehene Gehalt der Hülfs-Gerichtsschreiber und Ltaalsanwaltt-Gehülfcn bei den Landgerichten b l 1800 Mk belasten Es bedarf wohl keiner Ausführung daß ein Gehalt von 1200 Mk bei bcn dermaligen Preisen der Lebensbedürfnisse znm Unterhalt einer Familie ab- solut unzureichend ist Die bisherigen Actuaria.s-Aspiranten hatten kaum Aussicht vor dem 45. Lebensjahr zur Stellung eines Actnars aufzurücken und wird in Zukunft em Hülfs-Gerichtsschreiber kaum Aussicht hab n in einem jünger«, Lebensalter zur Stellung eines Gerichtsschreibers zu avanciren. Der Dienst eines Hülfs--Gericktsschrftb?rs bei den Amtsgerichten dürfte e n ^gestrengter wie der eines solchen bei den Landgerichten, daher eine Glelchsiellung im Gehalte nur gerechtfertigt sein. Wohl in Erwäruna dieser Verhältnisse hat sich auch Herr Aba. Jöckel veranlaßt gesehen, obigen Antrag bet der zweiten Kammer einzubringen, der jedoch nicht die Zustimmuna des Plenums des Hauses fand, trotzdem keine stichhaltigen Gründe dagegen ten^ben'firfThTfc n?b" ® a1? Darmstadt beschäftigten Actuariats-Aspiran- ten haben sich deßhalb — auch im Namen ihrer auswärtigen Collegen — an die hohe erste Kammer mit dem Ersuchen gewendet, in Anlehnung an den Pur i". j^er Hinsicht gerechten Antrag des Herrn Abg. Jöckel, den Gebalt der Hulfs-Gerichtsschretber bet den Amtsgerichten von 1200 aus 1800 Mk. u erhöhen. Hoffentlich wird die hohe erste Kammer, im Jntereffe der Con- cquen,5 u"b ^erechtigkett die nachgesuchte Erhöhung gewähren. An der bereits Unter*^un9 ^^ßh. Regierung wird es dabei voraussichtlich ,s k-^kai?c?lau6L^ ^er solchen Hoffnung umsomehr hingeben zu dürfen ? Qie hessischen Finanz-Verhältnisse günstig genug sind, um einen solchen für das Land kaum in Betracht kommenden Mehraufwand zu ertragen. Für die « Gerichteschreiber-Di-nst.s ist die fragliche Erhöhung eine wahre *!nb stenzfrage. In der That sollen gerade die qualificirten 2Ictua= 1200 Hinblick auf die Unmöglichkeit, mit einem Gehalt von 1200 Mk. eine Familie zu ernähren, gesonnen sem, sich dem Gerichtsoollzieher- ruzuwendey, so daß es leichthin an geeigneten Kräften für den 81- rtchtsschreiber Dienst fehlen dürste, wenn die betr. Stellen nicht in der vorae- schlagenen Weise höher dotirt werden. 9 c Merlin, 18. März. Der in Folge der Anträge der Abgg. Stumm und Gunther ntedergesetzten Commission über das Arbetter-Kaffeuwesen wurde vom S bg. Stumm e n vollständiger, 26 Paragraphen umfaffender Gesetzent- wurf über die Einführung von Fabrtkpenfionskaffen vorgelegt. — Bei der Berathung des Etats wird eia Antrag auf Erhöhung der Gehälter der Reichsgertchtsräthe eingebracht werden. Berlin, 19. März. Die (bereits gemeldete) Verurtheilung des russigen Obersten a. D. wegen Diebstahls zu drei Monaten Gefängniß, soll gutem Vernehmen nach dem russischen Botschafter Veranlassung gegeben haben, deß- wegen an die Reichs-Regierung eine Anfrage zu richten. Auch heißt es, daß die betreffenden Acten dem Justizministerium behufs Kenntnißnahme zugegangen seien; eine Aenderung der Strafe sei jedoch kaum zu erwarten, da die Zeugenaussagen zu gravirend sein sollen. (Fr. Journ.) — Es erregt großes und schmerzliches Aufsehen, daß der Kaiser zu seinem Geburtstage jeden Empfang abgesagt hat. Die Befürchtung wird laut, daß der Zustand desselben in Folge des jüngsten Falles ernstlicher sei, als officiell zugegeben werde. Auch über den Gesundheitszustand des Prinzen Karl, des Großvaters der Prinzeß Heinrich der Niederlande, und noch lebenden einzigen Bruders des Kaisers, verlauten ungünstige Gerüchte. — Von fachmännischer Sette wird aus Szeged in nach hier versichert, daß ein völliger Abfluß des 3ur Frage über die Wiederbelebung des Jnnungswesens. Darmstadt, 16. März. Localgewerbveretn Darmstadt hat unter Vorsitz des Herrn Bau- rath Busch, in seinen beiden Wvchenversammlungen am 7. und 14. d. Mts welche Überaus zahlreich besucht waren, tiefe Frage eingehend besprochen, und' sich 'n der Hauptsache einstimmig, zur Annahme folgender Thesen »klärt. 1) Die Neubildung von Innungen, t. h. die Vernniaunaen der ein.tt. Abgabe der 97-104 der Gewerbeordnung erscheint als eine dringende Nothwendigkett. 2) ®et3i®e(f und das Ziel der heutigen Innungen soll darin bestehen: ra,„ 3ebem Gewerbetreibenden Gelegenheit zu geben, einer Vereinigung von Gewerbegenossen anzugehoren, welche dazu berufen sein soll, die gemeinsamen luno'dtVirVi \ ®Cn?e’H »u und zu fördern. Aufgabe der Jn- 'UUg P -s irsbesondere: den Gemeingeist, die Liebe zum eigenen Fach und Cog Clnten zur Ausbildung darin unter den Meistern zu erwecken, zu stei- uud iu dflkgen, sowie das Bewußtsein der Staudesehre, der Rechte und Pflilbien selbständiger Meister gegenüber den Lehrlingen und Gesellen, den ^liitmeistern und dem Publikum, zu erregen und lebendig zu erhalten' en \9U^L$et6odun.16 Aschen M.ister und Lehrlingen, Meister und Gesellen und zwischen Lehrlingen und Gesellen durch geeignete Maßregeln zu fordern und zu erbalten. - (Hierzu gehören namenilich: die Annahme geeig. neter Statuten, B.stimmungen wegen Ausstellung von Zeugnissen, wegen Maßregeln gegen den Contraetbruch, und die Einführung von Schiedsgerichten^ c. durch Ausstellung und Beobachtung gleichmäßiger Grundsätze auf eine >üch"ge allgemeine und fachliche Ausbildung der Lehrlinge und Gesellen sowie auf deren gute und moralische Führung htuzuwirken. — (Betheiligung am gewerblichen Fortbildungsschulwesen, die Einführung von facultativen Prüfungen die Gründung von Arbetterkassen zur Unterstützung von Gehülfen in Krank- hntssällen rc.); ck soweit es mittelst gemeinsamer Veranstaltung möglich ist, durch geeig. riete Maßregeln den gewerblichen Betrieb der Mitglieder direct zu unterstützen den Betreffenden die Nutzbarmachung technischer Fortschritte zu ermöglichen und auch Einrichtungen zur gegenfcitigen Unterstützung in Krankheits und Todesfällen zu begründen und durchzuführen. - (Die Vereinigungen zur Be- jchaffunq von Rohstoffen rc.). 3) Die Innungen werden sich nur dann als lebensfähig erweisen, wenn aus dem Kreise der Gewerbetreibenden selbst ihre Bildung angestrebt und durchgesührt trnb. Eine Anregung Seitens der Local- Gewerbveretne als der Vereinigung der Gewerbe ist hierbei erwünscht. 4) Die anderwärts, namentlich von dem Verein selbständiger Handwerler und Fabrikanten erstrebte Einführung von sog. Gewerbekammern, welche mit amtlicher Autorität ausgestattet, die Gewerbeireibenden mit ihren gerechten Beschwerden" höien, solche der Regierung übermitteln und in's gewerbliche Leben überall fördernd und ermuih'gend eingreifen sollen, ist für das Broßherzogtbum Hessen schon seit nahezu 50 Jahren durch Begründung des Sandesgewerbeoereins mit seiner ausgedehnten Gliederung in die verschiedenen Socalgewerbvereiue re. und der dieselbe leitenden Großh. C-ntralstelle für die Gewerbe und den L.rudesgewerbverein bewirkt worden. 5) Ganz ähnlich verhält es sich mit dem in neuester Zeit ausgesproche- >iin Wunsche des Vereins selbständiger Handwerker und Fabrikanten, daß man dm sog. „Ortsvereinen" dieses Hauptvereins die den Jnnuiigeu zustehenden Befugnisse einräumen wolle; derselbe ist für das Gioßherzogthum Hessen ßkgenstandslos. Jeder Loealgewerbvereiu kann Corporationsrechte erlangen besitzt oder kann erreichen, das was den Innungen gesetzmäßig zugedacht wurde Md können daher diese Localgewerbvereine jederzeit die vereinigten Innungen für die betr. Städte bilden. 6) Den einzelnen Innungen soll überlassen werden, ob sie es jeweilig für angezeigt oder räihlich erachten, den Betr. Innungs-Verbänden für Deutsch- l-iid sich anzuschließen oder nicht. Es dürfte sich nun wohl empfehlen, wenn die Vorstände der übrigen iocalgewerbvereine, ihren Beratungen über die in Rede stehende Frage die ! vorstehenden Thesen zu Grunde legen uud eventuell ihr Einverständniß mit tmselben zu erkennen geben wollten. (Darmst. Ztg.) Wassers sehr schwer zu bewerkstelligen sei und vielleicht während des ganzen Sommers Arbeiten erfordere. (Fr. Jour.) Aus Bayern, 17. März. Angesichts der Milthellungen über die iw Spefsait eingerretenen traurigen Zustände und namentiich der Behauptung in dem von Aschaffenburg aus erlaffenen Aufrufe, daß in jenen Gemeinden eme Hungersnoth ausgebrochen sei, die jeder Beschreibung spotte, muß man es sehr auffallend finden, daß sich während der eben erst beendeten Landtags- Session auch nicht einer der Abgeordneten aus jenen Wahlbezirken veranlaßt gesehen hat, diese traurigen Zustände in der Kammer zur Sprache, bezw. einen Antrag auf Unterstützung aus Staatsmitteln etnzubringen. Ein solcher Antrag würde doch sicher allgemeine Belstimmung gefunden haben. Es scheint aber, daß jene Abgeordneten von den dortigen Verhältnissen so wenig Kennt- niß hatten, wie die dortige Verwaltungsbehörde, denn sonst hätten die Dinge doch nicht so wett kommen können. Die im ganzen Lande sich kundgebenoe Theilnahme für die Hülfsbedürfttgen verspricht in materieller Hinsicht ganz bedeutende Ergebntffe liefern zu sollen. Die Münchener bayerische Handelsbank ist mit dem guten Beispiel vorangegangen, für die Nothleidenden des Speflart eine Unterstützung von 500 Mk. zu bewilligen. Türket. Konstantinopel, 18. März. In Sltvo nahm die Volksmenge, welche in Erfahrung gebracht hatte, daß der Finanzdirector Schmidt mit dem General Stolipine und dem französischen Consul Coutouly dort eingetroffkn sei, sofort eine aggressive Haltung an, die Stolipine zwang, durch die bulgarische Miliz Verhaftungen vornehmen zu laffen. Amerika. Washington, 18. März. Die außerordentliche Session des Con- greffes wurde gestern eröffnet. Als Sprecher wurde Randall wiedergewählt. Eine Botschaft des Präsidenten ist dem Congreffe bis jetzt noch nicht ^u» gegangen. __ Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Eorrefpondenz- Bureau. Berlin, 19. März. Reichstag. Vor Dem Eintreten in die Tagesordnung bemerkt Präsident v. Forckenbeck, er setze voraus, daß das $au8 Sr. Mas. dem Kaiser zum Geburtstage die ehrfurchtsvollsten Glückwünsche zu übermitteln wünsche; da sich kein Widerspruch erhebt, fügt der Präsident hinzu, er werbe die einleitenden Schritte veranlassen. — Die Etats- berathung wird bei dem Capitel „Zölle und Verbrauchssteuern" fortgesetzt. Richter (Hagen) weist auf die unverhältnißmäßig hohe Ausfuhrbonifikation für Rübenzucker hin und verlangt entsprechende Abänderung des Rübenzucker-Steuergesetzes von 1869. Bundescommtssar Huber sucht Unrichtigkeiten der Richter'schen Ausführungen nachzuweisen. Den Regierungen sei wohl bekannt, daß das als Maßstab für die Berechnung der Exportbonifikation angewandte Verfahren mangelhaft sei, daher wäre auch ein verbessertes Verfahren angestrebt worden. Der große deutsche Rübenverein habe sich indeß für Beibehaltung des bisherigen Verfahrens ausgesprochen. Ein abschließendes Urtheil über die Frage sei zur Zeit nicht möglich. Richter (Hagen) fragt an, ob nicht eine Ermäßigung oder Abschaffung der Salzsteuer beabsichtigt sei. Minister Hofmann erwidert: Die seinerzeit eingesetzte bezügliche Enquete- Commission sei zu der Ansicht gelangt, daß es nicht zweckmäßig sei, die Salzsteuer durch eine andere Steuer zu ersetzen. Wenn indeß die prosectirten Steuervorlagen Erfolg hätten, so könne die Frage der Salzsteuer neuerdings erwogen werden. — Bet dem Titel „Branntweinsteuer" verlangt Schneegans die Abänderung des Branntweinsteuergesetzes für Elsaß-Lothrtnge«, das in den Rcichslanden höchst unpopulär sei; auch gegen die Handhabung des Gesetzes sei Beschwerde zu führen. Unterstaatssecretär Herzog sucht die Einführung der Branntweinsteuer in Elsaß- Lothringen, die leitenden Grundgedanken des Gesetzes und das Verfahren bei der Erhebung zu rechtfertigen. — Gareis fragt an, ob die Regierung die Hansestädte zu den Zollaversen richtiger alS bisher heranzuztehen gedenke. Direetor Michaelis erwidert, die Verhandlungen wegen der Aversen schwebten noch; die Regierungen hofften, dieselben zu einem günstigen Enve zu führen. Delbrück weist auf den verderblichen Einfluß hin, den der sog. Schutz der nationalen Flagge auf die Verhältniffe des Rhedereigewerbes üben würde. Andere Nationen hätten früher dieses System befolgt, jedoch als fehlerhaft verlassen; dasselbe könne auch für Deutschland keine günstigen Folgen haben, da die Belastung des Seehandels anderer Nationen nothwendig zu Repressions- maßregeln führen wüsse. Minister Hofmann erwidert: Das Pincip der Gegenseitigkeit bei der Rhederei sei nicht durckgeführt; es sei zu unserem Nachtheile in manchen Beziehungen verletzt. Man könne Abhülfe schaffen, ohne daß die Nachthetle eintreten, die Delbrück befürchte. Meier (Bremen) spricht sich entschieden gegen jede Begünstigung der deutschen Flagge aus. Die Rhederei wolle und brauche keinen Staalsschutz, sondern nur freie Luft und freie Bewegung. In Frankreich liege die Rhederei trotz Staatssubvention darnieder. Nach weiteren Bemerkungen Rickert's, v. Kardorff's, Richter's und des Grafen Bethusy-Hue wird der Gegenstand verlassen und das Kapicel der Zölle und Verbrauchssteuern genehmigt. Es folgt nunmehr die Berathung der an die Budget-Commission verwiesenen Theite des Marine Etats. — Rickert empfiehlt die Beschlüsse der Commission Das Haus genehmigte sämmtliche zur Berathung stehenden Positionen trotz mehrmaligen Widerspruchs deS Chefs der Admiralität, nach den Anträgen der Commission. Der Etat des Spielkartenstempels und der Wechselstempelsteuer wird nach kurzer Debatte genehmigt. Bei letzterer stellte Minister Hofmann eine Vorlage wegen Uebertragung der Wechselstcmpelsteuer auf die Markwährung in Aussicht. Der Etat der Eisenbahnverwaltung gibt nur zu einigen Bemerkungen Hammacher's und Rickert's Anlaß, welche vom Unterstaats' secretär Herzog beantwortet werden. Der Rest der Tagesordnung wird ohne Debatte genehmigt: — Nächste Sitzung morgen. Berlin, 19. März. Am Geburtstage Sr. Maj. des Kaisers unter- ble'bt die sonst übliche größere Gratulation- Cour, da die Aerzte dem Kaiser nocd Schonung anen.pskhlkn, Se. Majestät daher größere Anstrengungen vermeidet. Sonach werden nur um 12 Uhr Mittags die hier anwesenden Mitglieder der königl. Familie und die zur Gratulation eingctroffentn fremden Fürstlichkeiten empfangen. Nachmittags findet bei dem Kronprinzen Familientafel und Abends im kaiserlichen Palais musikalische Soiree statt. Madrid, 19. März. Die Regierung hat beschlossen, für die bevorstehende Wahlperiode über die baökischen Provinzen den Belagerungszustand zu verhängen. Bern, 19. März. Entgegen dem Anträge, die Berathung der Vorlage wegen Wiedereinführung der Todesstrafe zu versch eben, beschloß der Ständerath mit 25 gegen 16 Stimmen, sofort in die Debatte einzutreten. Dieser Beschluß ist den Anhängern der Todesstrafe günstig. Paris, 19. März. Das amtliche Journal veröffentlicht ein Decret, das jenes Decri t wieder in Kraft setzt, welches die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh und Schaf.n cus Deutschland und Luxemburg untersagte. Konstantinopel, 19. März. In Folge des Mißlingens der Torqueville'schen Combination hat die Pforte ein Project anzunchmen sich ent- schloffen, wonach künftighin alle Abgaben zu vier Fünfteln baar und zu einem Fünftel in Kaimes zum Course von 40 Procent bezahlt werden müffen, welche Kaimes dann sofort zu verbrennen wären. Rom, 19. März, Abends. Deputirtenkammer. Ai>f Interpellation della Rocca's legte Mi- isterpräsident de Pretis die auf dem Berliner Congreß Seitens des italienischen Bevollmächtigten geschehenen Schritte dar, um ein billig« s Arrangement rückfichtlich der türkischen Schuld herbeizuführen; der Congreß Hobe davon Act genommen. Er (de Pretis) selbst habe sodann bei der Türkei remonstrirt, die aber eine wenig befriedigende Antwort ertheilte. Er habe auf's Nachdrücklichste die Proteste erneuert, damit die italienischen G ärbiger denjenigen anderer Nationen nicht nachgestellt würden. Die Verhandlungen seien noch in der Schw be. Die Regierung werde nicht nachlaffen, die gerechten Interessen oer italienischen Gläubig r zu wahren. — Della Rocca erklärt sich mir dieser Antwort zufrieden und räth der Regierung, die Unterstützung der Signatarmächle des Berlrner Vertrags anzustreben. Das Schulwesen in Hoffen vor dem Nichterstuhl der „Deutschen Neichspost". (Fortsetzung.) Die Darstellung der „Reichspoit" muß für den, der mit den Verhältnissen in anderen Ländern nicht bekannt ist, den Eindruck machen, als ob bei uns in Hessen etwas ganz Apartes eingeführt worden wäre, für das sich anderwärts gar keine Analogien finden lassen. Lor uns liegen gegen 20 Gesetze aus den verschiedensten deutschen Staaten und Schweizercantonen, sowie aus Preußen und Oesterreich Verordnungen von einzelnen Regierungen. Alle ohne Ausnahme haben hinsichtlich der angefochtenen Fächer gleiche oder doch ganz ähnliche Bestimmungen, wie unser Schulgesetz. Ist der Korrespondent der „Reichspost" davon nicht unterrichtet? Wir können das bei einem Manne, der mit Schulsachen so vertraut sein will, unmöglich ooraussetzen. Warum thut er nun anderer Länder gar keine Erwähnung? Weil ihm die mit Nothwendigkeit daraus sich ergebenden Schlußfolgerungen nicht behagen. Sollten denn w.rklich auf einmal in all' den Behörden, die diese Gesetze gemacht haben, Leute sitzen, die von ihrem Berufe nichts verstehen, sollten sämmtliche Fachleute in den verschiedenen Regierungen pädagogische Ignoranten sein? Das wird denn doch auch der verbissenste Gegner der neuen Einrichtungen nicht behaupten wollen. Die -schule darf nie und nirgends aus blosen Theorieen heraus geschaffen werden; aber sie muß sich fortgesetzt, wie jede öffentliche Einrichtung, den Bedürfnissen der Zeit anpassen; sonst kann sie ihre Zwecke nicht erfüllen, sonst verliert sie den Zusammenhang mit dem Zeitbewußtsein. Als sich seinerzeit die Gymnasien nach langem Widerstand den sog. Realien öffnen mußten, da war auch großes Geschrei bei den Anhängern des Alten. Jetzt ist man mit den neuen Fächern versöhnt. Bei der Volksschule wird es gerade so gehen. Daß in einzelnen Kreisen Uebertreibungen vorkommen können, soll nicht geleugnet werden; dies ist aber auch nichts Neues. Viele Lehrer, und meist nicht gerade die schlechtesten, haben irgend eine didactische Liebhaberei. Das weiß Jeder, der schon unterrichtet hat. Und welcher Lehrer hat sich nicht schon selbst ertappt auf der Versuchung, der Liebhaberei gelegentlich einmal etwas weiter nachzugehen, als gerade nöthig wäre? Solche Ueberschreitungen kommen überall und zu allen Zeiten vor; daran ist kein Schulregiment und kein Gesetz schuld, das liegt an den Menschen. War es früher etwa anders? Wir kennen eine Reihe von Fällen, wo derartige Ausschreitungen, z. B. mit der Religion oorkamen und zwar aus ganz anderen Ursachen als in Folge einer Liebhaberei. Es standen 6 Stunden Religion auf dem Stundenplan; der Jnspector, ein Geistlicher, legte ausschließlich auf die Religion Gewicht, verstand auch sehr oft von den anderen Dingen nicht viel, oder hielt nichts von denselben, wie z. B. ein Pfarrer, welcher den Unterricht in der Geographie verwarf, weil es für den Bauer genug s i, wenn er den Weg zum Himmel wisse. War also der Religionsunterricht in Ordnung, so erhielt der Lehrer eine gute Nummer. Was that der nun? Er hielt statt 6 Religionsstunden 10 oder 12, vernachlässigte darüber die anderen Fächer, nach denen nicht weiter gefragt wurde und stand sich bei dieser wissentlichen und groben Verletzung seiner Dienstpflicht ganz gut. Das kommt heute, wo die Jn- speetorcn für eine pünktliche Einhaltung der vorgeschriebenen Stundenpläne einstehen müssen, nicht mehr vor. Was sollen aber Vorwürfe bedeuten, wieder: „Es ist durchaus nicht zu verwundern, daß im nächsten Winter die strebsamsten Lehrer des Kreises bet dem also belobten Lehrer einen Cursus in der Botanik durchmachen und von nun an in Leistungen auf dem Gebiet des botanischen Unterrichts wetteifern?" Wir wissen, daß es unter den Lehrern „Streber" gibt, so gut, wie in jeder anderen Berufsklasse. Aber wenn die jungen sich bemühen, von den alten etwas zu lernen, es ihnen nach- zutbun, so kann man sich im Interesse der Schule nur darüber freuen. Wären doch in dem Sinne alle unsere Lehrer recht eifrige Streber! In eingehender Weise verbreitet sich der Herr Correspondent der „Reichspost" über die Fortbildungsschule. Nach wiederholtem Durchlesen seiner durchaus nichts Neues enthaltenen Bemerkungen scheint es uns, als ob er nicht sowohl gegen die Fortbildungsschule an und für sich eingenommen sei, als vielmehr gegen die Att ihrer Einrichtung. Das bringt uns schon um ein Bedeutendes einander naher. Die Fortbildungsschule, meint er, sei bei allen Betheiligten ein unpopuläres Institut. Diese Behauptung ist in ihrer Allgemeinheit unwahr. Vielen Lehrern mag allerdings der Sinn Abends nicht mehr nach Unterrichten stehen, die liebe Jugend ginge lieber in die Spinnstube oder in die Bierkneipe, und die Alten haben eine starke Abneigung gegen Alles, was Geld kostet. Aber die allgemeine Wehrpflicht und ba§ Steuerzahlen sind auch recht unpopuläre Einrichtungen und doch denkt Niemand daran, sie abzuschaffen, darum, weil sie eben nothwendig sind. __ (Forts, f.) Lokales. Gießen, 19. März. Gestern Abend begann im Volksbiloungsverein Professor ©rat u« scheck seine Vorträge Über „die Befreiung des deutschen Arbeiterstandes". Der Vortragende entwickelte zuerst die Grundgedanken des bekannten Lasalleschen „Arbeiterprogrgmms", wonach durch die Revolution von 1818 der „vierte" Stand zur völligen Freiheit und zu derselben herrschenden Rolle berufen sein soll, wie der dritte Stand durch die Revolution von 1789. Er zeigte, daß diese Auffassung geschichtlich falsch ist und und da« insbesondere jetzt ein vierter Stand ebenso wenig existirt wie ein dritter, weil alle Stände gleich berechtigt sind. Darauf prüfte er die Behauptung Lasallcs, daß die Freiheit des ArbeiterstandeS die Freiheit Aller und die Herrschaft dieses Standes die Herrschaft Aller bedeute und gelangte zu dem Resultat, daß sich das Ziel des „Arbeiterprogramms" die Befreiung deS deutschen Arbeiterstandes, innerhalb der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung erreichen lasse, wenn man die unberechtigte Prätension aufgebe den Arbeitern die Herrschaft im Staat zu verschaffen Sr erörterte demnächst, inwiefern die deutschen Arbeiter geistig, social und wirthschaftlich unfrei sind. Die Vorträge sollen zeigen, waS in dieser dreifachen Beziehung bisher für vie Befreiung des Standes geschehen ist um hieraus ein geschichtlich begründetes Arbeiterprogramm für die Zukunft zu gewinnen. Demgemäß referirte der Vortragende an diesem Abend noch über die bisherigen Be, strebungen zur geistigen Befreiung der Arbeiter. Er hob besonders die Verdienste Preußens um die Entwickelung deS Volksunterrichtes und die Leistungen des letzten Jahrhunderts auf bem Gebiete der VolkSliteratur und der Bildungs-Vereine hervor und sprach zum Schluß die Hoffnung aus, daß auch der hiesige Volksbildungs-Verein bei dem regen Interesse, welches die Arbeiter den Bestrebungen desselben zuwenden, erfolgreich Mitarbeiten werde an der geistigen Befreiung der Nation. Die Versammlung nahm den Vortrag mit Beifall auf. Eine Diskussion fand diesmal nicht Statt, weil der Vortragende wünscht, daß dieselbe bi8 zum Schluß seine« 3. Vortrages verschoben werde. Um eine solche DiScussion innerhalb der durch daS Socialisten- gesetz gezogenen Schranken überhaupt zu ermöglichen, erklärte Herr Br., daß er sich aller Angriffe gegen die Soeialdemokratte enthalten werde, weil die Anhänger Der socialdemokratischen Lehren durch das Gesetz verhindert sind ihre Ansicht zur Geltung zu bringen. Die Versammlung war so zahlreich besucht, baß von vielen Seiten der Wunsch ausgesprochen wurde, die folgenden Vorträge möchten in einem geräumigeren Lakale gehalten werden. Gießen, 20 März. Die Wohlthätigkeitsvorstellung des Sängerkranzes gestern Abend in Wenzels Saalbau war recht gut besucht. Auch gestern ernteten die Mitwirkenden für ihre schönen Leistungen in HoliS und Chören den wohlverdientesten Beifall und erregte die wahrhaft prachtvolle Garderobe das Erstaunen der Besucher. Dem Verein und insbesonvere den Mitwirkenden gebührt der wärmste Dank für die Unterstützuna, welche durch die erzielte Einnahme im Betrage von ca. 190 JL der Alicenstiftung und den wahrhaft bedürftigen be- drungten Familien bereitet wird. — Heute Mittag zwischen 11 und 12 Uhr stürzten am Reubau der Töchterschule am Asterweg zwei Maurer vom 3. Stockwerk herunter Der eine verletzte sich hierbei sehr schwer, während der andere sich noch am Gerüste fangen konnte und hoffentlich mit dem bloßen Schrecken davongekommen ist. _________________ Vermischtes. Pestb, 15. März. Die telegraphische Verbindung mit Szegedin wurde aestern Nachmittags abermals gestört. Die Depeschen kamen über Kikinda und TemeSvar hierher, weshalb die neuesten Berickte erst um 2 Uhr Morgens eintrafen. Diese Iben stehen im Widerspruche mit den vorn Ministerium gestern AbendS ausgegebenen Depeschen, die fast ohne AuSnahme allerwärtS eine Besserung constatirten. Die Berichte der Augenzeugen sind mit Schilderungen grenzenlosen Elends ausgefüllt. Die Scenen — so erzählt einer derselben — deren Zeugen wir während der letzten 24 Stunden gewesen sind, waren grauenhaft und entsetzlich. Ich sah eine Mutter, welche ein herzerschütterndes Geschrei ausstieß, als sie ihre zwei Kinder vom Wasier fortgerissen sah, Frauen und Männer, Vie, bis zu den Schultern im Wasser, ihre Arme emporhoben und mit Wehgeschrei die Luft erfüllte«. Ich sah weiter eine Matrone, die ein fünfjähriges Enkelkind aus dem Wasier zog und den Leichnam mit wahnsinnigem Gelachter emporhob. Viele Menschen flüchteten auf die Thürme der Kirchen und mußten von dort herab- gcholt werden. Die sichersten Orte sind gegenwärtig die hier stationirenden Dampfer. Dieselben nahmen blos Weiber und Kinder auf, während die Männer die Nacht auf den Dämmen verbringen mußten. Dabei gab «s Scenen, die dem Zeugen derselben das Blut in den Adern erstarren machten, wenn so die Gattin vom Gatten, Kinder von ihrem Vater getrennt werden mußten. Jetzt sind die Bewohner schon williger, sich forttransportiren zu lasten. Gestern allein wurden 2000 Menschen nach Temesvar abgeschickt. Gestern rettete Oberlieutenant ZubovitS eine aus 10 Personen bestehende Familie, welche auf Baumzweigen achtundvierzig Stunden verbracht hatte Mehrere derselben waren bereits erstarrt. Ebenso wurden gestern 62 Menschen, welche in Baumkronen hockten, heruntergeholt. Man fürchtet, daß sich noch jetzt Manche in dieser gräßlichen Situation befinden und vor Kälte oder Hunger sterben. Das auf den Dämmen befindliche Volk leidet furchtbar von Kälte und Nässe, da die Leute ohne genügende Kleider sind; sie holen sich von den Dächern nasies Stroh und Rohr, um sich damit während der Stürme in der Nacht zuzudecken. Graf Karalyi sendete gestern aus Pesth 1000 Decken, die sofort vertheilt wurden. Räubereien dauern fort, insbesondere des Nachts, wo die Kähne ohne Fackeln herumfahren und die verlassenen Häuser ausgeplündert werden. Der Regierungs-Commissär erklärte, es seien sechs solcher Uebelthäter gestern in Mako erschossen worden; doch ist dies nicht wahr und wurde blos gesagt, um heilsamen Schrecken einzujagen. Die amtliche Angabe, daß es nur 15 Tode gebe, ist lächerlich. Bürgermeister Palfi glaubt, daß unter den Trümmern der Vorstadt Rochus und der oberen Stadt mindestens 6000 (?) Leichen sich befinden. Es ist unmöglich, die Trümmer gegenwärtig zu untersuchen. In der Derproviantirung ist noch immer keine Ordnung, die Leute hungern. Unter Trommelschlag ward verkündet, daß die Schildwachen angewiesen sind, auf Jeden zu feuern, der nach 8 Uhr AbendS auf dem Wasier fährt. Die Jlloray'sche Windmühle ist zusammengestürzt; von 56 daselbst untergebrachten Personen retteten sich blos Jlloray, dessen Frau und Kinder und neun Gehilfen; die Uebrigen werden vermißt. rr 9ranofcr rti> ^9. März, ©eftern Abend gegen 9 Uhr brach wahrend der Vor- stellung von Lessings Nathan der Werse" in dem mit dem Theater selbst verbundenen Coulisienhaus unter dem mit Zink bedeckten Dach an drei Stellen zu aleicber Seit äe.uOuL D°"k der Geistesgegenwart des Künstler und des Publikum/ist obschon be. 300 Kinder im Hause waren, kein Menschenleben zu beklagen. Die Feuerwehr war rasch zur Stelle und mittelst der Hydranten, die über das ganze Haus verbreitet sind, war die Gefahr bald beseitigt. Der Schaden beschränkt sich auf verkohlte Dack- balken und einige Coulissenftücke. . v Handel und Verkehr. Limburg, 19. März. (Fruchtmarkt.) Rother Weizen Jt. 17.30, Weißer Wetzen A 11-25' Gerste X 9.35, Hafer X 6.35, Erbsen X —, Kartoffeln X—. (Durchschnittspreis pro Malter.) " Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeindezuGießen. Gottesdienst ;ur Kier des Geburislags Sr. Majestät des Kaisers. Samstag den 22. März: Motgens 9 Uhr: Pfarrer Schlosser. Für Szegedin sind ferner eingegangey: F. S. 5. E X 5. R. Oppenheimer Sohn 30 Fabrikant Löwe X 1. Oberfinanzrath Mohn X 10. L. Kattrein X 2. W. L. Rinn X 2. A. B. X 5. Frl. S. B X 3. Summa X 63. Um weitere Gaben bittet dringend Die Expedition deS Gieß enerAnzeigers. Allgemeiner Anzeiger. * Mur Schulstraste 21, im Laden des Herrn l>r» Dornseiff. I + 1692) Um mit dem großen Lager, bestehend aus: , kompletten Herren-Anzügen, Frühjahrs- und Sommer - Ueberzieheru, + Jacquets, Joppen, Hosen, OOOO3 1770) Auf dem Neuhof bei Laug-Göns ist ein jähriger eng- lischerBastard-Auchtebet zu verkaufen. •«jyvöuaqpgß 'JJPSB qnjg 668) -u-zuxrhj -vjjv^ pq aszdmqrgun öunPizarZ and (Mpxtz P>u6if - pjiamug S’WW’ajS) 498) Ueberzieheu von Schirmen und Reparaturen an denselben werden rasch und billig ausgeführt. I. Wcitzenkor«, Urnif. Bekanntmachung. 1814) Im hiesigen Garnison Laza- reth ist das Reinigen der Oefen, Koch- deerde und einer Abtnttstonne an den Wentgstsordernden und die Abgabe der Brotreste und Küchenabfälle an den Meistbietenden vom 1. April 1879 bis dahin 1880 anderweitig zu vergeben, wozu Tie Dienststunden der Kaiserlichen Post- und Telezraphen-Anstale Allen- dors a. d. Lda. find wie folgt feltgef^t; An Wochentagen: 10—12 Uhr Vormittags. 5-7 Uhr Nachmittags An Sonntagen: 8—9 Uhr Vormittags. 12—1 Uyr Mittags. 5-7 Nachmtttags. An gesetzlichen Feiertagen: 8-9 Uhr Vormittags. 12—1 Mmags. 4—7 Uhr Nachmittags. Allendorf a. d. Lda.. den 19. März 1879. Moll. 1804) Ein Logis von 4 Zimmern, Küche .• nebst Zubehör zu Der mutigen. ___________'Adolf Hoß, Lchießgärten. 1797) Zwei rreundlich mödlirte Man- sardenzimmel zu vermiethen. Auf Wunsch mit Verköstigung Q br. Loeber Ww., Grünbergerstraße 1803) Zwei kleine Logis zu vermiethen. ______Adolf Hoß, Schießgärten. 1798) Em Fänulienlögts 2 bis 3 Zimmer, Küche rc. zu oermiethen. Abbruchs-Arbeiten, im Betrag von 1600 JL Rmtr. 95 9 21/3 7 tl. Suis. Getnirtst. M rt tf 5 1 2 2 5 4 14 250 470 1800 42 2) Stemhaueraibeit 3) Zimmerarbeit 4) 5) 6) 7) 8) 9) 10) Stück H Material, tm Betrag von desgl. desgl. desgl. desgl. desgl. deSgl. desgl. desgl. desgl. deSgl. 14623,70 2373,— 6881,05 2566,80 5851,60 3554 30 2016,52 5584,50 1060,— 445,— 450,— Theater io Giessen. (Cafe Leib.) Freitag den 21. Mär; VII. Vorstellung im III. Abonnement. 3ur Uorfeier des Geburtstags Seiner Majestät des Kaisers. gesprochen von Fräulein Franziska Hafer. Hierauf i Auf vielseitiges Verlangen? Der Vellcheufresser. Lustspiel in 4 Acten von Moser. 1802) Die Dlrertiori. „ Nadel-Wellen, Eichenstämme von 15—40Ctm. Durchmesser und 4 — 13 Mtr. Länge mit 18,10 Cbm., Nadelstämme von 15—31 Ctm. Durchmesser und 4 —12 Mtr. Länge mit 22 99 Cbm., Nadel-Derbstangen von 9 — 14 Ctm. Durchm« fferunbS —8 Mtr. Länge mit 0,49 Cbm. Dachdeckerarbeit Schreinerarbelt Schlofferarbeit Glaserarbeit Weißblnderarbett Stuccaturarbelt Spevglerarbeit Verantwortliche Redaction: 9J. Sckepda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr Ptetsck) in Gießen. __________________________Reuß.__________________ Eichenlohrinde - Versteigerung in der Obcrförflerci Gladenbach 1812) Am Freitag den 28. März er., Vormittags von 10 Uhr 06,100 im Gasthause „Zur Post" zu Gladenbach das diesjährige Er- gebnlß an Elchenlobrinde ans den Staatswaldorten Scheltersau und Keller, circa 300 Centner Glanzlohe, unter den im Termin bekannt gemacht werdenden Bedingungen össenklich meistbietend versteigert werden. Ferner werden auch die Eichenlohrtnden - Ouantnäten aus den meisten der hiesigen Gemeindewaldungen, tm Ganzen circa 1000 Eerrtner, in dem obenbezeich. neten Termine von den betreffenden Bürgermeistern zur Versteigerung ausgeboten werden. ö Gladenbach, den 19. März 1879. Der Königliche Oberförster: Wevland. H) Pflasterarbelt 12) Tapeziererarbett desgl. . . 400— ” Termin hierzu ist auf Montag den 31. März, Vormittags 11 Uhr, festgesetzt im Bureau Großh. Kreisba^amis Friedberg. Die bezüglichen Offerten müsien schrifilich, portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission für die Abbruchsarbelten an dem Amtsgerichtsgebäude zu Friedberg" und „Submission für die.....arbeit an dem Neubau des Amtsgerichtsgebäudes zu Friedberg" emgereicht werden. Die Auf- oder Abgebote sollen nur ln Piocenten angeqeb n './erden. Der Kostenanschlag und die Submisstons- bedmgungen mit Zeichnungen liegen in gedachtem Bureaulokal, von dem 24. März an, zur Einsicht bereit. Gegen Einsendung von 1 9) Gut möblirtes Zimmer nebst Cabinet mit schöner Aussicht ins Freie per 1. April zu vermiethen im Dr Web er- schen Hause, Hauptbau, oberen Stock. 1778) Ein parterre gelegenes Zimmer in der Nähe der Bahnhöfe für einige Monate zum 1. April gesucht. Offerten an d. Exped. d. Bl 1585) Ein freundliches Zimmer zu ver- mlethen. Neue'Bäue B 83. Buchkn-Scheitholz, Eichen- „ Aspen- „ Eichen-Knüppelholz, Nadel- Buchen-Stock, Nadel- „ Buchen-Wellen, Eichen- „ Wermietßungen. 1792) Der zweite Stock meines neu erbauten Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, abgeschl. Corridor nebst Zubehör, ist zu vermiethen. ________H. Rusag, Franksurterstraße. 1789) Ein Logis zu vermiethen bei Jacob Thomas, Schiffenberger Weg. 1800) Vom 1. April an 2 möblirte Zimmer zu vermiethen, das eine mit Kost. Lit C. 61. 1 Cin Logis von 5 Zimmern in der Nähe des Main- Weser-Bahnhofs zu vcrmiethcn und per 1. Mai zu beziehen. Näheres b. I. Blitz. 1583) In der Nähe der Kaserne ist ein schön möblirtes Zimmer an einen Einjährigen ui vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Dl.___________ 1817) Ein freundliches Familienlogis 3 Zimmer mit allem Zubehör ist per 1. 3uni auf Wunsch auch früher zu vermiethen. Gruft Iughard, Marburgerftraße. i I eine goldene Uhr nebst goldener Kette unb Ubrschlüssel am Mittwoch Mittag im Os- wald'schen Garten. Abzugeben gegen an gemessene Belohnung in der Exp. d. Bl. 281) Getragene Kleider, Stiesel, altes Geld, Gold und Silber, Antiquitäten, Oel- gemäldc, Zinn rc. kauft Ijoulti Rothenberger. ____Neuenweg 193. 1545) Ein bis zwei—Schüler, welche dre breiigen Lehranstalten besuchen, werden in Pension gewünscht. Markt B 32. 1584) In einer Restauration ist ein Zimmer an eine Gesellschaft abzugeben. Wo sagt die Exped. d. Bl. 1710) Ein mit den nöthigen Schul' kenntntssen versehener junger Mann findet bei uns Stelle als Lehrling. Gebrüder Hornberger & Söhne. 1643) Eine Köchin zge- sucht bei Georg Hetz, _______Reichensand Lit. C. 128. Im Locale des tzrn. Carl ^uhr (Cafe Klein.) Samstag den 22. März • großes Loiiceri der Gesellschaft Jean Müller sen Komische Vorträge, ausgeführt von Herren und Damen der Gesellschaft. Anfang 7 Uhr. 1801) Entree frei. am 26. März er., Borm ttags 10 Uhr, Termin anberaumt ist. Die Bedingungen können bis zu der bezeichneten Zeit im Büreau daselbst eingesehen werden. Gießen, den 20. März 1879. Großherzogliches Garnison-Lazareth. Bekanntmachung. 1815) Ein Wächter für den hiesigen Lazareth - Neubau wird zum sofortigen Antritt gesucht. Civil-Ver- sorgungsberechtigte werden bevorzugt. Gießen, den 20. März 1879. Großherzogliches Garnison-Lazareth. Holzversteigerung. Freitag den 28. d. MonatS, von Vormittags 9 Uhr UN, sollen in dem Gemeindewald zu Sinkershausen, Distrtct Bornsberg: 308 Eichen-Baustämme tm Ganzen 189 Festmtr. an Ort und Stelle versteigert werden. Bemerkt wird, daß sich einige Stämme zu Mühlwellen eignen. Sinkershausen, den 19. März 1879. Der Bürgermeister: 1813) Friebertshäuser. Holzversteigerung. Montag den 24. Märzl. I., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in dem Climbacher Gemeinde- wald, District Thal, nachverzetchnete Holzsorttmente versteigert werden: Zu vermiethen eine Mansardenwohnung, bestehend in 3 Zimmern, 2 Eabinets u. Küche mit Wasserleitung, Kellerräumen und am 1. Mai zu beziehen. (1725 _______________Franksurterstraße Nr. 32. 1737) Mein seirher von .sierrn Pboto- graph G erb o d e bewohntes Nebenhaus ist zum 15. Juni zu vermiethen. Dr. Vloch. Die Zusammenkunft ist im District Thal bet Nr. 1. Climbach, am 17. März 1879. Großh. Bürgermeisterei Climbach. 1689) Stein. Pfer-eversteigerung. Donnerstag den 27. d. Mts., Vormittags um 10 Uhr, wird in der Gendarmerie-Caserne zu Gießen ein ausrangirtes Dienstpferd gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Gießen, den 19. März 1879. Großherzogl. Gendarmerie - Divisions- Commando Oberheffen. 1794) Supp, Major. 1538) Eine Schmer mit Stallung zu vermiethen. Wo? sagt d. E^ped d. Bl. 1500) Ein Laden mit Logis, in welchem fett 3 Jahren ein Kleidergeschäft mit bestem Erfolg betrieben worden ist, ist bis 1. Augu)t anderweit zu vermiethen oder das Haus zu verkaufen. Zu erfragen bei Wild- händler Ebel, Marktstraße__ 1790) Ein möblirtes Zimmer tm 3. Stock an einen oder zwei Herrn zu vermieden. Neustadt Lit. D. 54. -Vdack «U>edii SM Mit tag unjerti begehen, o dem ©tfrur der Entiüfi ander sich lvagien. S Wad der Schmerz,' geeinten R beschloßen' Kraft und Jubel alle Regierung Die eine mahne Um dieses Die übern Volk- und aber tn (eli -u vernicht Pflicht bei! Gefinnunge deutscher T Kreisen zu i M Nr tyinnt die treue nal und Vmhru Mit Uiünnliä die n als f dts Vatetla befestigt, des Gejahr deö Das Vaterlatches unserer Vorj uns beschied> k An de und Held, d und den lei wohnenden 1 vergeudet nt °arn, welche » b/gnügt | Mm Stoeit F d-s ®ü*«n unb @e| Gigling j£ d'ß'b o. _ Denn d Ä? Con i ■forte äÄ* ÄUraer „ ? w fr. -st bea ,g deut euch 5 Wisers m? die y der