16 ' 877 6b,r * mit b$ SmtaMMun Leibrenten. — nb alsbaldige» u 5°/o, sowie -rr. 182. Mittwoch den 20. August 1878. Kichener Wyeiger Aijkigk- unb Amtsblatt für de» Kreis Gieße«. RedaetionSbureau r \ ExpeditionSbureau r f Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Schulstraße B. 18. aschastsberichte, üller, Drnck- Gießen, am 16. August 1879. Dr. Boekmann. chch. ander 1) des Keilagi' Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf» Dt6cnbtt%«, idenM- Zhräuen Tausender von Eltern, Wittwen, Geschwistern unb Kindern haften, mit deren feierlicher Anerkennung aber auch ein weithin vernehmlicher Mahn- nif verbunden ist. Der Mahnruf erschallt zu Ehren der Manen Derer, die, „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, In keiner Noth uns trennen und Gefahr." Herzog Ludwig III. am Morgen des 25. Juli 187Ü seinen Truppen Lebewoh«, getrost in dem Gedanken, sie der Führung eines ritterlichen Neffen anvertraut zu sehen. Und wer den damaligen Prinzen Ludwig in dem Toben der Feld- schlacht, und wer ihn, nachdem der wilde Kampf ausgei ungen, stehen gesehen, wo man die gefallenen Kinder seines Landes in schmerzlich großer Zahl unter den Rasen bettet, wird die Gefühle begreifen, welche am heutigen Tage die Brust unseres erhabenen Landesherrn beseelen: die Gefühle landesväterlicher Trauer um die treuen Todten, die Gefühle der Anerkennung Deffen, was die seiner heldenmüthigen Führung im großen Völkerkampfe anvertraute Schaar zu Heftens und Deutschlands Ehre geleistet und, damit verbunden, das Gefühl gerechten Stolzes auf sein Volk, das ihm solche Söhne in den um des Vaterlandes Heerd geführten Kampf mitgeben konnte. Tie Glocken, die heute erklingen, erzählen mit ehernem Munde, was in der Zeit größter Krtegesnoth unser theurer Landesherr im Verein mit seinen Braven gethan; der jubelnde Zuruf seines gejammten Volkes am heutigen Ehrentage deck hessischen Division bekundet die Liebe, mit welcher es an seinem Landesvater hängt, der heute noch vor uns steht als Leidtragender. Er trägt Leid — und mit ihm das ganze Heffenland — um den höchsten Verlust, um seine erhabene Gemahlin, welche ihm und dem Lande jählings entriften wurde. Wo mehr muffen die Verdienste der in Gott ruhenden Großherzogin Alice um den Thetl der Kriegführung hervorgehoben werden, der sich auf die Thätig- kett der Ntchtstrettenden, auf das aufopfernde Wirken deutscher Frauen und Jungfrauen bezieht, welche die Wunden zu heilen suchen, die der Krieg schlägt, als am heutigen Tage? Viele Krieger aus den Jahren 1870 und 1871 umstehen heute das in goldenem Glanze erstrahlende Denkmal, welches das dankbare Heffenland ihnen und ihren todten Kameraden errichtet, mit dem Gefühle ehrfurchtvollen Dankes gegen die verstorbene Landesmutter für Alles, was die hohe Verklärte in der Zett des Krieges selbst gethan, oder zu dessen Ausführung sie die Anregung gegeben. Dankerfüllt blickt heute Mancher Derer, denen sie in jener Zeit die Schmerzen zu lindern und die Wunden zu verschließen suchte, hinauf zur Himmelshöhe, wo ihr Geist wohnt, mit Trauer um den Verlust einer Wohlthäterin für ihr Volk. Dank endlich Euch, ihr noch lebenden Kämpfer, die Ihr in großer Zett die Zier des deutschen Schwertes in fremdes Land getragen! Mit goldenen Lettern hat die Geschichte Eure Thaten in ihre Tafel etngegraben, und Eurem Beispiele von damals folgend, begehen wir unser heutiges hehres Fest mit einer Huldigung an das Dichterwort: „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, Hn keiner Noth uns trennen und Gefahr." Zum 18. August 1879. Die „Darmstädter Zeitung" veröffentlicht in ihrer letzten Nummer Betreffend: Die Errichtung und Einrichtung der Fortbildungsschulen. Die Großherzogliche Kreis-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Wir erinnern Sie unter Verweisung auf §. VI des Ausschreibens Großherzoglichen Ministeriums des Innern — Abtheilung für Gchulangelegenheiten — vom 13. Juli 1875 daran, daß die Schülerverzeichniffe der drei Jahrgänge, von dem 14. bis 17. Jahr, bis zum 1. September an uns einzusenden find. Deutschland. Darmstadt, 18. August. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht, aus Anlaß der Vollendung und Enthüllung des t Chiffre H. B. gegebenem Beispiele pflichtgetreu Folge zu leisten. Wenn dies in allen Ver- tzj. hältnifsen des Lebens, im relativ kleinen Kreise der Familie und der Gemeinde, v_rCt B ’ nie in dem größeren des Staates richtig ist, wie viel mehr tritt uns diese ' Wahrheit im großen Völkerleben entgegen, wenn es sich um laute, öffentliche, mann, Matt- für alle Zeiten dauernde Anerkennung von Verdiensten handelt, die auf dem « 'Ä~ Felde der Ehre im heiligen Kampfe für das bedrohte Vaterland erworben llfisUMl/t» autben, wenn es sich um Verdienste handelt, an deren Lorbeer- oder Etchenzier das theure Blut eines großen Theiles der Besten der Nation, an denen die erster Klaffe, 2) dem Hofgertchts - Director August H a h'n zu Gießen das Comthur- kreuz zweiter Klaffe, 3) dem Bankbeamten Julius Henigst zu Darmstadt das Ritterkreuz zweiter Klaffe, Verdienstordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Berlin, 16. August. Das unterirdische Kabel Berlin-Metz-Straßburg ist nun fertig gestellt. Am letzten Mittwoch Morgen um 5 Uhr wurde der letzte Abschnitt der Arbeiten für die Legung dieser telegraphischen Linie in An- griff genommen und um 6 Uhr Abends ganz beendigt. Die Legung des Kabels von Berlin nach Metz-Straßburg wurde unter der Leitung des Herrn Gründgens, Vertreters des Hauses Felten und Guilleaume in Köln, welchem die Arbeiten übertragen worden waren, ausgeführt. Berlin ist jetzt durch zwei unterirdische telegraphische Leitungen mit den Festungen des westlichen Deutschlands, einerseits durch das Kabel über Magdeburg-Köln, andererseits durch das über Kassel und Frankfurt a. M., verbunden. — Auf Anordnung des Reichskanzlers ist der Eingangszoll für Petro- Landes-Kriegerdenkmals : dem Bildhauer August Herzig zu Dresden das Ritterkreuz .«MM. rde, von der Hand vaterländischer Liebe zugedeckt, eine sanfte, süße Ruh' tne ” MMafen, ihren Lieben in der Hetmath galt, so schlägt am heutigen erhabenen B*?6 unser Herz all' diesen braven Söhnen unseres Volkes "entgegen, die unseren ! vark. reuten Heerd beschirmt, die für seine Ehre die fremden Gefilde mit ihrem gefärbt. Nicht hoch genug kann heute der Dank erschallen und nicht Wit genug können sich die lorbeerbekränzten Fahnen der Kameraden jener Heldeü ^,.,'nneruns Silken, deren Manen wir heute unsere Huldigung darbringen. Sie hielten fest S«'-«lS»be-tfd)en Sidtt.roorte:..... e®e W* ff pfarrers-Wittdk Mich der Enthüllung des Landes-Denkmals nachfolgenden Festartikel: 4 Zimmern bl- Wer seine Todten ehrt, ehrt sich selbst; auch wer die Verdienste i zu mirthengl' Abenden in würdiger Art anerkennt, erwirbt sich ein Verdienst um die Lebenden nicht nur, sondern auch um die kommenden Geschlechter, die er aneifert, löblich ♦ ?° »mit sie auch in fremder Erde gebettet sind, sich doch im innersten Herzen des öttlt l^tnen Volkes eine unzerstörbare Ruhmeshalle errichtet haben, und als Zeichen I llllf =»btr Dankbarkeit gegenüber den noch lebenden Kämpfern aus großer Zeit, gegen- liier den Mitstreitern, als um die Herstellung eines großen Reiches gestritten rfvurde, eines Reiches, das in der Erhaltung des Friedens unter den Nationen ' seine Ehrenaufgabe sucht. Der Mahnruf fordert auf, festzuhalten an dem tr. 45 "Seifte und in allen Verhältnissen des Lebens treu zu pflegen die Gesinnung, oHpuntj welchen im Jahre 1870 Deutschlands in Kriegsnoth geeinigte Stämme zum des bedrohten heimathlichen Herdes hinauszogen, um nach empfangener SDiit30Ht. (5398 illtnfpinntrri. gesucht von msand:Bal)nhoffti. leum und andere Mineralöle von 1 Mk. für 100 Kg. in vorläufige Geltung gebracht worden. Demzufolge bestimm! eine Verfügung des Finanzministers auf Grund der Vorschriften des § 13 Abfi 2 des Regulativs für Privatlager, daß für die bezüglichen Maaren Privat-Transitlager ohne amtlichen Verschluß zuzulasien sind. _ , Kiel, 16. August. Der Aviso „Falke", mit den Prinzen Friedrich Karl und Leopold am Bord, lief, von Norwegen kommend, eben hier ein. Karlsruhe, 16. August. Aus guter Quelle kann ich Ihnen melden, daß die durch die Zeitungen gehende Nachricht von der Verlobung des Erb» gioßherzogS von Baden mit der jüngsten Tochter der Königin von England unrichtig ist- Der Erbprinz, desien Sludienzeit noch nicht vollendet ist, macht, wie der Kronprinz von Schweden und wie so viele andere Prinzen, eben nur zu seiner Ausbildung eine Reise in England und Schottland, sowie er im vorigen Jahre Italien bereiste. Von irgend einer Verlobung Der Prinzessin Beatrice ist gar nicht die Rede. Die Großh- Badische Familie befindet sich, wie schon in früheren Jahren, im Seebade Eastbourne. (Allg. Ztg.) Spanien. Madrid, 16. August. Der König wird sich am 22. d. an die französische Grenze begeben und nach viertägiger Abwesenheit nach la Granja zu- rückkehren. Die schon vor dem Tode der Infantin Maria del Pilar beab- sichiigle Begegnung mit der Erzherzogin Marie Christine findet in Pau statt. Die Grenzbehörden und der Marschall Queseda sind bereits in Keuntnlß gesetzt, daß der König die Grenze ohne feierliche Form Übelschreiten will. Auch ist schon gemeldet worden, daß Manuel Silvela sich nach Wien begeben wird, um für Den König um Die Hand der Erzherzogin anzuhalten. Sofort nach der Zusammenkunft wird die Madrider Amtszeitung einen Erlaß veröffentlicht n , welcher die Cortes ad hoc und auch zur Fortsetzung der Sesfion von 1879 zusammenberufl. Die Erzherzogin wird zur festgesetzten Zeit emtteffen, die Bldassoa aber erst Ende October überschreiten, um sich nach Burgos zur Feier der Vermählung zu begeben. Die Atocha-Kirche in Madrid wurde für die Trauung nicht gewählt, weil dorr die Herrath des Königs mit der Prinzessin Mercedes stattgesunden hat. Der Ministerpräsident Martinez Campos wünscht den Zusammentritt der Cortes zu beschleunigen, um sofort die wirth. schaftlichen Reformen für Cuba vorzulegen. Amtliche Berichte aus Der Ha- vannah und den Vereinigten Staaten melden von einer Bewegung unter den ausgewanderten Kubanern und den ehemaligen Aufständischen. — Aus den spanischen Provinzen werden ungewöhnlich viele Feuersbrünste gemeldet, von denen man einzelne auf vorsätzliche Brandstiftung zurückführt. In einem Falle gingen 30 Häuser und 34 Menschen zu Grunde. Rußland. Petersburg. Man hat sich oft gewundert, daß es den Nihilisten gelungen ist, auf offener Straße so häufig Verbrechen auszuführen und doch zu entkommen. Eine Erklärung dafür gibt ein vom 10. d. datirter Tagesbefehl des Stadthauptmanns in Petersburg, Generalmajor Surow, welcher in russischen Blättern veröffentlicht wird und wörtlich lautet: ^Äls ich in Der gestrigen Nacht eine Umfahrt durch die Bezirke 1, 2 und 3 des Moskau'schen, 1 und 2 des Narw'schen und 1 und 2 des Kolomna-Stadttheils hielt, überzeugte ich mich davon, daß sowohl die Herren Polizeimeister der ^ectionen 1 und 2, als auch die Pristawen der obengenannten Bezirke völlig abwesend waren. Mit vereinzelten Überaus seltenen Ausnahmen schliefen die Dwornike tiefen Schlafs auf ihren Pritschen und Bänken, eine solche Ableistung ihres Wachedlenstes augenscheinlich für völlig gesetzlich erachtend. Eitle derartige Erfüllung der Verpflichtung ist dadurch zu erklären: 1) daß die wenigen Gorodowois, Welche ich auf meinem Wege antraf, größtentheils als völlig gleichgültige Zuschauer aller ringsum schlafenden Dwornike an den Pforten der Häuser saßen; 2) daß ungeachtet der Überaus beträchtlichen Ausdehnung meiner Fahrt fein einziger der Herren Polizei-Officiere mir begegnete, mit Ausnahme des Pri- staws Kuljabko, der während meiner Anwesenheit im Polizeibureau des Mos- kau'schen Stadttheils dortselbst auftrat, sowie eines einzigen Revieraufsehers; allein dieser gehörte zum 3. Bezirk des Narwffchen Stadttheils und war zufällig in privaten Angelegenheiten innerhalb Der Grenzen des 2. Bezirks dieses Stadttheils. Die den Herren Polizetrneistern und Pristawen wiederholt meinerseits gemachten Hinweise darauf, daß eine möglichst häufige und eingehende Besichtigung Der ihnen unterstellten Rayons und Personen unumgänglich ist, erweisen sich augenscheinlich als ungenügend, und deshalb ertheile ich den Obersten Seidlch und Jessipow einen strengen Verweis und verhafte die Pri- staws: Oberstlieutenants Nolde-Startschcnko und Kuljabko, ^Majors Kurnejew und Ssobolew, Collegieu-Affeffor Nadeshin und Collegien-Secretär Boldyrew auf einmal 24 Stunden und den Prtstaw, in dessen Bezirk sich das Fehlen der Ueberwachuug besonders bemerklich mocht, Herrn Collegienrath Krylow, auf dreimal 24 Stunden; sämmtltche Polizeirevier-Aufseher, welche denjenigen Revieren vorstehen, die ich bei meiner Fahrt passtrte, sind auf dreimal 24 Stunden und die des 4. Bezirks des Moskauer Stadttheils auf siebenmal 24 Stunden in Arrest zu Hetzen. Gleichzeitig halte ich es für nöthig, warnend daraus aufmerksam zu machen, daß eine fernere ähnliche unverzeihliche Gleichgültigkeit dienstlichen Obliegenheiten gegenüber die Entfernung vom Amte nach sich ziehen wird. Das durch mich allarmtrte Feuerwehrcommando des Mos- kau'schen Stadttheils fuhr allerdings recht befriedigend, aber nicht mit besonderer Schnelligkeit oder Präcisioi. vor. Das Eintreffen des Aufsehers des Poltzeihauses vom Moskauer Stadttheile konnte ich nicht erwarten, obschon ich nach ihm schickte; ich verhafte ihn deshalb auf zweimal 24 Stunden. Dem Pristaw vom 3. Bezirk des Narw'schen Stadttheils schreibe ich vor, mir darüber zu berichten, ob der Polizeireviers-Aufseher Pogorelew einen außerhalb der Grenzen dieses Bezirks gültigen Urlaub und auf wie lange er letzteren von ihm erhalten hatte." Telegraphische Depeschen. Waguer'« telegr. G»rresp-u»euz-Bure««. Wien, 18. August. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel: In der Note, betr. die Ernennung der Delegirten für Die Verhandlungen mit iS?riechenland erinnert die Pforte an die iventische Juni - Note der Mächte, welche die Ernennung der Commiffäre zur Wiederaufnahme der Verhandlungen in Konstantinopel verlangt. In Gemäßheit der Anschauungen des Berliner Congreffes von dem Wunsche zur Erhaltung guter nachbarlicher Beziehungen zu Griechenland beseelt, kam die Pforte diesem Verlangen nach. Sie wird den Commiffären den Eröffnungstag der Verhandlungen bekannt geben. ES verlautet, die Pforte wolle den 21. August als Eröffnungstag bestimmen. Sophia, 18. August. Anläßlich des Geburtstages des Kaisers von Oesterreich fand Hierselbst in der katholischen Kapelle ein Tedeum statt, welchem der Minister des Auswärtigen, Der Hofmarschall des Fürsten und ein zahlreiches Publikum beiwohnten. Heute Abend gibt der Fürst zu Ehren des Tages ein Diner in seinem Palais. Bei Dem Gratulationsbesuche, den der Minister des Auswärtigen bei dem österreichischen diplomatischen Agenten abstattete, gab derselbe den Wünschen der bulgarischen Nation für das fernere Wohlergehen des Kaisers warmen Ausdruck. Konstantinopel, 18. August. Wie verlautet, hat die Pforte ihren Vertretern tm Auslande mittelst Circular > Depesche die erfolgte Ernennung ihrer Commiffäre für die Verhandlungen mit Griechenland angezeigt. Wien, 19. August. Die „Wiener Ztg." veröffentlicht die Ernennung des Geheimeraths Dr. Glaser zum Generalprocurator am obersten Gerichts- Cassttionshofe. Nom, 19. August. Die „Jtalie" ist ermächtigt, die Nachricht mehrerer Zeitungen zu Dementiren, wonach Cairoli nach Deutschland gehen und daselbst mit Dem Fürsten Bismarck eine Besprechung haben solle. — Die „Jtalie" bespricht ferner die Konstantinopeler Nachricht, daß Italien Frankreich bezüglich der Bestimmung der griechischen Grenze unterstützen werde und bemerkt dazu, sie sei in der Lage melden zu können, daß die bisherigen, in dieser Beziehung mit dem italienischen Gesandten in Athen gewechselten Mittheilungen blos die Ernennung der türkischen Commiffäre betreffen. — Das Gerücht, daß der italienische Gesandte in Bern, Melegari, feine Versetzung in Den Ruhestand verlangt habe, ist erfunden. ■ „ 19. AU s* w60 ^ntn’ ? Qwitbdn, p * J. unb R'" 1 5438) T (I. Quartal 1 ragen Diens llnterzeichnctt Gießen Lokales. Gießen, 19. August. (Schwurgerichtsvcrbandlung am 18. August.) Johann Georg Stein IV. von Breungeshain wird wegen Versuchs des Todtschlags und Widerstands gegen die Staatsgewalt in eine Zuchthausstrafe von 5 Jahren 2 Monaten verurthetlt und ihn» die bürgerlichen Ehrenrechte für die Dauer von 4 Jahren aberkannt. - Unsere gestrige Notiz betreffend das Aneinandergerathen von Zugpersonal in Frankfurt ergänzen wir dahin, daß am Sonntag Abend nach 10 Uhr in der Promenade vor der Taunuseisenbahn zwei Bremser in Streit geriethen, im Verlaufe deffen einer dem anderen mit dem Messer in die rechte Sette des Halses stach, in Folge deffen der Getroffene (Bremser Mainau von Gießen) sehr stark blutete und nach dem Bahnhof hinüberlief. Der sofort her- beigeholte Vahnarzt, Herr Kreiswundarzt Dr. Milbrand, legte den ersten Verband an, doch hatte der Gestochene schon so viel Blut verloren, daß er kaum noch sprechen konnte und so sagen dem Arzt unter den Händen starb. Der Thäter wurde verhaftet. — Ein Soldat entwendete gestern bei einem hiesigen Uhrmacher eine Uhr, konnte sich aber des Besitzes derselben nicht lange erfreuen, Da er beim Verkaufe der Uhr an einen anderen Uhrmacher von demselben angehalten und entlarvt wurde. — Im Erker der Matertalwaaren-Handlung Gg. Wilh. Weidig am Markt ist eben die Firma des Geschäfts sehr hübsch in gebranntem und ungebranntem Kaffee ausgelcgt. - Einen ausführlichen Bericht über die Enthüllung des Landesdenkmals in Darmstatt werden wir in nächster Nummer unseres Blattes bringen. Gießen, 18. August. Die gestrige Internationale Regatta in Frankfurt a. M. verlief vom Wetter begünstigt in schönster Weise. Eröffnet wurde dieselbe durch eine Fahrt in vierrädrigen Inrigged Gigh’s (Ehrenpreis gegeben von Gründern der Frankfurter Ruder-Gesellschaft Germania), in der der Bonner Ruder clüb mit seinem Boote „Why nott“ gegen „Medusa“ der Koblenzer Ruber - Gesellschaft siegte. Es folgte eine Fahrt in einrudrige« üutrigged Race Booten (Ehrenpreis oes Frankfurter Fußball Club Franconia), wobei Boot A. W. der Frankfurter Ruvergesellschafi Germania leicht gegen „Adalbert“ des Hamburger Ruderclubs Germania gewann. Die dritte und intereffantesie Nummer des Programms war eine Race in vierrädrigen Inrigged Race Booten für Seniors (Ehrenpreis der Rudergesellschaft Germania in Frankfurt). Boot „Frankfurt“ des Hamburger Ruderclubs La Favorite Cäcilie, „Libelle“ der Offenbacher Rudergescllschaft und „Graf Moltke“ des Ruderklub Mannnheim starteten „Frankfurt“ unb „Libelle“, die abwechselnd anfangs die Führung übernahmen, mußten dieselbe nach dem Drehpunkt dem „Graf Moltke“ überlassen, der sie bis zum Schluffe behielt und als erstes Boot, gefolgt von „Frankfurt“ durch's Ziel lief. Den Ehrenpreis der Mitglieder der Casino - Gesellschaft holte sich das sechsrudrtge In- regged Race Boot „Carl“ des Mannheimer Rudervereins Amicitia gegen „Zephir“ der Frankfurter G-rmania. Um den Damenpreis (Nr. 5), zu dem sich „Rhein“ des Mainzer Nudcrvereins, „Alice“ des Offenbacher Rudervereins und „Arminius“ der Offenbacher Rudergesellschaft meldeten, fuhren nur „Rhein“ und „Alice“, welch letztere den Preis errang. „Arminius“ wurde von der Offenbacher Gesellschaft wieder zurückgezogen, da ihre Mann schäft zu ermüdet war. Die Frankfurter Ruvergesellichaft Germania führte um den Bürgcrprcis ihre beste Mann- schäft ins Feld und gewann dieselbe mit ihrem vierrädrigen Boot „Rhein“ leicht gegen „Zephir“ des Hamburger Ruderclubs La Favorite Cäcilie. Nummer 7 und Schluß der Regatta bildete eine Race in vierrädrigen Outrigged Race Booten für Juniors bei der „Britania“ der Gießener Rudcrgesellschaft gegen „Tyne“ Dtfi Mannheimer Vereins Amicitia lief. Durch einen schönen gleichmäßigen Schlag übernahm „Britania“ gleich bei Beginn bit Führung und behielt solche bis zum Ziele bei, „tyne“ um ca. 5 Bootslängen zurücklaffend. jnff :n , Nachniittl Dörr Jf iu dm Nacklli» ■^Jüi Vermischtes. Bonn, 16. August Ein Ort in unserer Nachbarschaft war gestern der Schaupla, einer höchst beklagenßwerthen blutigen That. Ein junger Mann aus Köln, der seit längerer Zeit an Anfällen von Geistesstörung leiden soll, befand sich mit einem jungen Mädchen aue seiner Familie auf Reisen. Gestern früh, als er mit demselben allein war, zog er plötzlich eil Dolchmeffer und erstach sie. Mehreren Leuten gegenüber erzählte er lächelnden Mundes, daß a seine Verwandte getövtet habe. Daraus muß geschloffen werden, daß sein Geist bei Ausübung der schrecklichen That wieder von der Nackt des Wahnsinns befallen war. Er wurde in eine Irrenanstalt untergebracht. Coblcnz, 14. August. In der „Cobl. Ztg." lesen wir folgenden merkwürdigen Fal von Selbstanklage: Gestern gegen Abend erschien auf dem hiesigen Polizeiamt ein Mann unk verlangte in Haft genommen zu werden, weil er sich einer strafbaren Handlung schuldig gemach! habe. "Am verflossenen Sonntag, so erzählte er, habe er in seinem Heimathsorte Rolandseck mit seiner Frau einem Tanzvergnügen beigewohnt, und weil er mit einer Nachbarin ein Tänzchen gemacht, habe seine Ehebälkte ibn deßhalb vor einem zahlreichen Publikum geohrfeigt. Hierüber erzürnt, habe er, mit seiner Frau auf der Straße angelangt, diese in den nahe vorbeifließenbcr Rhein 'geworfen und sei ihr nachgesprungen, um sie noch einige Male zu „tunken". Erst all sie nach ihren Kindern geschrieen, habe er sie wieder aus dem Waffer gezogen. Um nid): schmachvoll von der Polizei seiner Heimath aufgegriffen und hierher transportirt zu werden, habe er sich von Hause entfernt, und bitte nun, daß das nöthige Verfahren gegen ihn eingt leitet werde. Da der aufgeregte Zustand des Mannes, sowie deffen recht außergewöhnlich« Ä.ittheilungen der Vermuthung Raum gestatteten, daß derselbe nicht ganz geistesklar fei, l« wurde die Heimathsbehörde um Aufklärung ersucht. Letztere ist bereits eingetroffen: die Angabe» des reuigen Gatten beruhen auf Wahrheit. Mit Vergnügen können wir bestätigen, daß das Urtheil, welches über die erste" Vorstellungen der Gesellschaft des Dir. Jockisch auf der Hardt gefällt worden, ein vollständig gerechtfertigtes ist. Wir sahen hintereinander mehrere Aufführungen un- bezeichnen wir namentlich die von „Singvögelchen", „der grade Weg der Beste. „O, diese Männer" und „3 Paar Schuhe" als ganz vorzügliche; auch müssen ivj1 sowohl das Zusammenspiel, wie manche Einzelleistungen rühmen Wir können nick! unterlassen, die Einführung der Nachmittagsvorstellungen entschieden Herrn Jockis^ anzurathen, da die erste am Freitag voriger Woche eine allgemeine Befriedigung he. empfiehlt WM \ Victor Nwk jetzt mit unötkam Amerika, wird auf; 22 Derber 1871 mehr verdorbenen $ drö Review Puntel von ® trehnbafl zu Tßst -richtete Testament, tihn enterbt hat, jo binnen t Don beute an gm fechten, widrigenfc etlannt angesehen Md. Gießen, bin 14 GrWlMliches £ •5451) Langs Bei der Augst Garnison-Lazareths Hreiim u in öffentlicher St Icbietene Utenfilter Zeichnung und 58i Bedingungen tm Earnisvn-Lazareil T'ic- -egen Eistm erfordert tottben ’ Versiegelte Off ^?kfchrift versehen bei Vormilta '«^fehlen Termii Nen, den 17 ^rossherzogl. G; A* 58,01 Wh-1| Wfo Ul ... 8i Allgemeiner Anzeiger Nur 7 Tage! // If 4.— aus Gernsheim a. Rh (5457 5386) (4001 (5328 H. Rübsamen. R. Gröbel, Neue Baue. 4079) u II in zu wurst, Schinkenwurst, empfiehlt roni empfiehlt 1569) Arbeiter-Hosen in Baumwolle, Halbwolle , engl. Leder rc. von X 1.75 an, Hemden von X 1.20 an, Joppen rc. bei LouiS 'Rothenberger, Neuenweg 193. M Mann (§tr d Widnstrnbz gt? urtbeilt unb ihm; ugversonal in Ficr Prommade tor i- ur dem anOertn r Getroffene (Annes. 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Handel und Verkehr. Kiesten, 19. August. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 1,5 U 1 25 Hühnereier per Stück 5 Enteneier, per Stuck - H, Käse, per Stück 4-9 Käsematte, per Stück 3 ^.Erbsen, 1 Liter 20 4, Linsen 1 Liter 24 4, Tauben das Paar 65^, Hübner, per Stücks 1.00 alte Hahnen, per X 0,90, junge Saßncn ver Stück 60^, Enten, per Stück X 1,30, Ganse X —, Kartoffeln per 100 iilo & tt Zwiebeln, per Ccntner X 7—8, Milch per Liter 16 u. 18 Ocksrnfleisch 70 BfT Pfd.. Kuh- und Rindfleisch 50—60 H, Hammelfleisch 50-70 Schwetneflelsch 58-60 Kalbfleisch 40—48 Frankfurt, 18. Aua. (Fruchtbericht.) Unser heutiger Markt zeigte wenig Leben. Wir notiren heutige Preise: Mehl Nr. 1 X 41, Nr. 2 X 39, Nr. 3 X 33, Nr. 4 X 29, Nr. 5 I 23 Roggenmehl «//(Berliner Marke) 23.50, do. I (Berliner Marke) 21.5<» Einmachfässer in allen Größen stets uorrüthig. Reparaturen werden rasch und gut ausgesührt. (5146 Emil Schmall, Frankfurter Hof. Feilgebotenes. Frisch abgek. 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Jock.sch als General Morin" ganz besonderes Lob, auch trugen Frl. Wein Holtz und Herr Morelly mm Gelingen des Garnen Anerkennenswerthes bei. Wir wünschen zum Schluß nur noch eine regere Betheiligung am Besuche. (5447 ■■■■■■■■HM flroßer Nur 7 Tage! k Nachmittags 2 Uhr, I-soll in der Wohnung des verstorbenen Christian Dörr in der Wetzstein gaffe die zu dem Nachlaß gehörigen Mobilien, Weißzeug, Bettwerk und Kleidungsstücke meistbietend versteigert werden. Gießen, den 18. August 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen 5434)_______M ü I ter.__ fÄ lvordc"'! * Bekanntmachung. 5438) DaS Kealscliulgeld pro II. Quartal 18*79 (I. Quartal 1879/8(0 ist innerhalb 8 Tagen, an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag an den Unterzeichneten zu bezahlen. Gießen, den 18. August 1879. Der Rechner Großh. Realschule Gießen. Inders, Stadtrentmeister._______ ßranffaN a. M. 4 Gigh’s (Lhi.Mii Dft ber Soitntrfc: Ver-Gkirtlckich.-. '■brettywä Iti rgesellschch^«, Race in virmlm mnania in Flankffr äcilie, „Libelle1' l ibfim ttart.tm q übernahmen, muff i jum Schluffe bei ba8 sechSrubrizi 1 i „Zephir“ bei Ruvnvneins, „Ab> schäft mtlbeltn, hifl jtjogcn, va iheeA' ymiS ihn iem-‘ leicht g-zu J haft gegen . g[rid) in Nc"' dangen jurü* Scliuliwaaren - Ausverkauf im Laden des Herrn Dr. DorxiseifE, Schulstrasse B. 21 Ich zeige der Stadt Gießen und Umgegend ergebenst an, daß ich am hiesigen Platze einen großen Ausverkauf in allen Sorten Schuhwaaren arrangirt habe. Durch vortheilhafte Einkäufe bin ich im Stande, sämmtliche Waaren zu staunend billigen Preisen abzugeben, so daß kein derartiges Geschäft mit mir concuriren kann; ich enthalte m jeder weiteren Anpreisung meiner Waare und verweise nur auf u tenstehenden Preiscourant, der Alles zur Genüge beweist. Preis-Courant 3®- zu unbedingt festen Freisen. C. R. Textor, prandgasse. Salat-Oele. Feinstes Oeillette, pr. Liter X 1.28, Sesamoel, feinstes, reinschmeckend, pr. Liter X 1,20 (4674 empfiehlt Fritz Flimm. Mehl in drei Sorten, Reue grüne Kerne, Panirmehl, alle Sorten Suppensachen u. Hülsenfrüchte, Eier-Bandnudeln, Maea- ÄftWÄ bei W- ^Srwuib.^ leimat^0. . iirfg, ri ff er ;u «!>- Oejftnililhe Aufforderung. Victor Runkel von Eckelshausen, jetzt mit unbekanntem Aufenthalt in Amerika, wird aufqefordert, das am 22. Dezember 1877 von seiner nunmehr verstorbenen Mutter, der Wittwe des Großh. Nevierfölsters Ludwig Runkel von Eckelshausen, zuletzt wohnhaft zu Gießen bei Gericht errichtete Testament, in welchem diese ihn enterbt hat, sogewiß binnen 90 Tagen von heute an gerechnet, klagend anzufechten, widrigenfalls dasselbe als anerkannt angesehen und vollstrekt werden wirt). Gießen, den 14. August 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. 5451) Langsdorfs. Bet der Ausstattung des neuen Garnison-Lazareths sind an Schreiner u. Tapezierer In öffentlicher Submission noch verschiedene Utensilien zu vergeben, deren Zeichnung und Beschreibung mit den Bedingungen im Bürcau ves alten Garnison-Lazareths täglich Ungesehen rtfp. gegen Erstattung der Copialien erfordert werden können. (5430 Versiegelte Offerten mit gehöriger Aufschrift versehen sind bis zu dem auf Mittwoch den 27. August er., Vormittags 10 Uhr, angesetzten Termin daselbst abzugeben, ließen, den 17. August 1879. Grossherzogi. Garnison -Lazareth. Mittwoch den 20 August, bis 22, do. II (Berliner Marke) X 16.50—17.50. Wetzen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 23'/r 23, ab unserer Umgegend .X 22 — 22.50, do. fremder je nach Qualität — bis —, Roggen, je nach Qualität X 13.25— 16.—, Gerste X 15— 18—, Hafer X 14.75 bis 16.25, Koblsamen X 23—24—, Erbsen X 19—27, Wicken X 14—16, Linsen X 17 bis 36, Bobnen, weiße. X 19.50, Noggenkleie X —, Weizenkleie, grobe und feine X —, Rüböl, detail. X 62. Stimmung ruhig. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offertrt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht = 100 Kilo.) Frankfurt, 18. August. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 210 Kühe, 230 Kälber und 2'>0 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochicn 1. Qual. X 67—68, 2. Qual. X 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. X■ 60—62, 2. Qual. X 54—56, Kälber 1. Qual. X 54—56, 2. Qual. 48—50, Hämmel 1. Qual. X 60—62 2. Qual. X 50—52 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine das Pfund zu — ____ Die technische Hochschule zu Darmstadt, welche Fachschulen für das Studium der Architektur, Jngenieurwinenichaften, Maschinenbau, Chemie, sowie für Mathematik und Naturwissenschaften besitzt, beginnt die Vorlesüngen des Wintersemesters am 18. Oktober. Die Anstalt gewährt auch für andere Zweige der Technik als die erwähnten, sowie für Fabrikanten, Kunst-und Gewerbtreibende, Pharmaceuten, Geometer und Lehrer des Zeichnens Gelegenheit zu entsprechender Ausbildung. Iieikgeöotenes. 5441) Ein Wohnhaus mit Garten in guter Lage, steht zu verkaufen. Näheres in der Exped d. Bl._____________ Ast. saft. Schweizerkäs, neue Vollhäringe, „ Essiggurken empfiehlt (5453 C« Neue Bäue. Kaffee. " Nah in allen Sorten pr. Pfd. X 1—1,60, stets frisch gebrannten pr. Pfd. X 1,40—1,80, garantirt rein und kräftig schmeckend. Raffinade in Broden, Würfel unb Pulver, empfiehlt , (4676 STrilz Flimm, Mausburg. Wasch- u. Badebiilten empfiehlt ( 5161 Louis Lony, Holzwaarenlager und Küferei. Kaffee von 1 bis Jl. 1.60, gebrannten Kaffee von 1.50 bis cX 1.85, Raffinade in Broden u. Würfeln, sowie alle sonstige Specereiwaaren, empfiehlt billigst 5015) Julius Wallach. 5429) Ein Bauplatz mit angelegtem Garten im Gartfeld ist zu verkaufen, wobei bemerkt wird daß der Betrag mit 5% verzinslich stehen bleiben kann. Näheres Seltersweg Lit. C Nr. 10. Zum Emmachen empfiehlt: 4677 Feinsten Weinessig, Nelken, Zimmet, chtnesischen und Ceylon, Pfeffer, weiß und schwarz. Senfsaat, aelb und grün, Muscatnufie und -Blüthe, Cardamomen, Ingber, Piemont, ganz und garantirt rein geu-ablen. Arrae, Rum, Cognac, sowie d e feinsten Korn- und Franz- Branntweine. Frilx Flimm9 Mäusburg. 5427) BHm Unterzeichneten ist ein leichtes Wägelchen sowie ein mittelschwerer Wagen preiswürdig zu verkaufen. Kesselbach 13. August 1879. _________B. Weber. Forbacher Formziegeln, sowie gewohnLiche Dach> ziegeln empfiehlt (3520 Fr. Müller II- 5235) Baumwollene und wollene Sommer-Unterjrcken von 1 25 H an, Filet-Jacken von 1 50 an, leichte Unterhosen en>psiehlt Rübsamen. Wenzel s Garten (Saalbau). Grosses Abschieds - Concer t vor Abmarsch in die Manöver Donnerstag den 21. August, ausgeführt von der ganzen Kapelle des 2. Grofih. Heff. Inf. - Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn C. Hrausse. Anfang 6 Uhr Entree 40 Ufg (5444 3M8T Bei ungünstiger Witterung findet das Concert unbedingt im Saale statt. 5446) miethen bei Bäcker Kuhn. (5369 empfiehlt von 3610) Zu dem am 241. August stattfindenden laden ergebenst ein Salzhausen. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schsn Un».-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die Direction. Dr. Schäffer. Redactionsbnrea ssrptbilionsbure zu einer Entgegnung nicht reizen. Ueberdies läßt sich dasjenige, was von Herrn Muhl geläugnet wurde, aus den Büchern und Protokollen des Alsfelder Vorschußvereins leicht erweisen, welche Bücher und Protokolle ja jedem Jnterefienten zugänglich sind. Die Urtheile aus den Thatsachen kann sich wohl Jeder selbst bilden. Sollte ich den Rechtfertigungsversuch des Herrn Collegen Muhl einer Replik überhaupt für bedürftig erachten, so würde ich solche Replik nach meiner Rückkehr Ihnen mitthetlen. Inzwischen gestatte ich Ihnen, diesen Brief, wenn Sie es für zweckmäßig erachten, zu veröffentli^en. Gießen, den 14. August 1879. hochachtungsvoll 5450) Dr. Grutüeiach. Gebrüder Eich, Kurhauspächter. Grossh. technische Hochschule zu Darmstadt mit folgenden Abtheilungen: Bauschule, Ingenieurschule, Maschinenbauschule, Chemischtechnische Schule, Mathematisch-naturwissenschaftliche Schule. — Anmeldungen bis zum 10. Octeber. Beginn der Vorlesungen 15. October. Programme gratis vom Secretariat. Im Begriffe, auf einige Zeit ins Ausland zu verreisen, empfange ich Ihnen eine Druckschrift des Herrn Collegen Muhl, die sich betitelt als „Erwiderung und Abwehr" auf mein gutächrliches Schreiben über die seitherige Geschäftsführung des Alsfelder Vorschußvereins. Diese Schrift scheint mehr, als nöthig verbreitet zu werden, trotzdem von Ihrer Seite meines Wtffens mein gutächtllches Schreiben absichtlich nicht über den Kreis der Vereinsmitglieder verbreitet wurde. Da ich nur noch wenige Stunden mich hier aufhalten werde, so bin ich nicht im Stande, sofort auf diese Erwiderung zu antworten, vermag im Augenblicke nicht einmal ausreichend zu ermessen, ob eine solche Antwort überhaupt nöthig ist. Meines Erachtens athmet die Darstellung des Herrn Collegen Muhl eine Leidenschaftlichkeit, die nicht zu Gunsten seiner Sache spricht. Er sucht, wie cs scheint, durch patheiischen Ton und fette Druckschrift zu ersetzen, was ihm an guten Gründen abgehr, und kann mich solches Gebühren, da ich mich einer großen Seelenruhe erfreue, an sich 5051) Die Parterre-Wohnung unseres Hauses ist per 1. November er. anderweitig zu verrniethen. E. Friedberger Söhne. Bauschreiner 0«' °°" Phil. Bauer, Reichensand-Bahnhofstr. Iommertheater LomssBierkeller Mittwoch den 20. d. M.: Theatervorstellung. Unter Mitwirkung des Frl. Hildebrandt und Hr. Wellenreuther. Lorenz und feine Schwester. Posse mit Gesang. Lorenz.......Fritz Lindner Wem gehört die Frau. 5456) Posse mit Gesang. Zum Schluß: Auf vielseitigen Wunsch: Am goldnen Hochzeitsmorgen. Duettino, gesungen von: Jubilar...... . Fritz Ltndner. Jubilarin......Frau Lindner. Anfang 8 Uhr. Entrs 30 H. Zettel gratis. Es ladet freundlichst ein Fritz Lindner. 5412) Wegen Geschäftsveränderung und bevorstehenden Umzugs verkaufe ich meine noch vorräthigen Glas-9 Porzellan- und Steingulwaaren gegen Baar zu sehr billigen Preisen. Der Ausverkauf dauert nur bis gegen Ende dieses Monats. Willi. Balser, am Kirchenplatz. Vermiethungen. 2524) Zur Beachtung der Wohnungsuchenden reden Standes: Stets Zimmer zu vermiethen, billig für JL. 8 bi§ JL. 12, monatlich. W-idenhauS, Dienstmann, Neustadt bei Stieb er. Darmstadt tmpfinflen heute de Universität Streng Lildhauer August £ sollen darauf den $ Darmstadt, suchten Se. Königl. Diner mit Seil Prinzen Heinrich Gr nn und mit begeiste Last aus: „Meine Herren Wchlen der Bevölk Meten ist, danke cheun Bruder ausgel M Mich, Sie All la uns zu Hause st imb Schichten der Da8 Wohl des W In das Ho^ uuntz em. Aus dem MW geschri U?onh alS Versuchst Mlfbt Widerstand ihre Stellung für d m der Münchener 3 «ende Element für t : «htnen Streitigkeit '*t nid)t ohne i ^ntius Masella wi '^bezeichnet. A. M leine Firm vorher in Mair ^angs nächste ^->le des Landes P-pß-S bie $ltm 3 9'»»rten, nt^t N, sondern auch i M richtige Ä ^ ^ind so weit der Kirche fn Melchiades "H als die Bem DZL IdieZ^ldller; möglich . . cn . '"r t» It Ueber die Stellung, welche Herr Hofgenchtsadoocal Dr. Gutfleifch der sog. „Erwiderung und Abwehr" des Herrn Hofgerichtsadvocaten Dr. Muhl auf sein gutächtlrch"s Schreiben in Sachen des Alsfelder Vor' schußvereins, e. G-, gegenüber einnimmt, gibt folgender Brief Aufschluß. Alsfeld, den 15. August 1879. Ernst Krause. Ludwig Bücking. Hermann Berck. oinQ C« ui * «jhjjj; ^^^oweit die sogenannte „Erwiderung und Abwehr", welche Herr Hof- ^^gerichtsadvokat Dr. Muhl in Gießen Namens seiner Auftraggeber, der Herren Grünewald, Cellarins und Bellinger im Druck veröffentlicht und verbreitet hat, sich mit Thatsachen beschäftigt, welche unsere Prüfung der Geschäftsführung des Alsfelder Vorschuss- Vereins9 €• G<9 ergeben hat, finden wir zu einer Erwiderung keinerlei Veranlassung, halten vielmehr die von uns ermittelten Thatsachen in ihrem vollen Umfange als wahrheitsgetreu aufrecht. Darin, daß Herr Dr. Muhl in persönlichen Angriffen gegen die Piüfungscommission ein Mittel zu finden glaubt, diese Thatsachen abzuschwächen oder zu widerlegen, erblicken wir einen kaum verständlichen Jrrthum; die Behauptungen selbst jedoch, mir welchen er die Prüfungscommissions- resp. Aufstchtsrathsmitglieder persönlich in schwerster Weise angretft, erklären wir für Unwahrheiten und Entstellungen, deren Kühnheit und Leidenschaftlichkeit keineswegs den Mangel an Begründung ersetzt. Unter dem Hinweis, daß Herr Dr. Muhl bei selbstständiger Prüfung sich von der Grundlosigkeit seiner persönlichen Angriffe leicht hätte überzeugen müffen, überlassen wir es Jedermann, sich über die Gewissenhaftigkeit de- Herrn Hofgerichtsadvocaten Dr. Muhl ein Urtheil zu bilden. Alsfeld, den 15. August 1879. Ernst Krause. Ludwig Bücking. Hermann Berck. 3898) Ein Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei __________ ff. Felfing, Neuenraeg._ 6404) Ein Familienlogis mit schöner Heller Werkstätte ist zu vermiethen und den 1. September zu beziehen bei Wildhändler Ebel, Marktstraße. 3864) Ein Logis von 4 Zimmern mit Zubehör zu vermiethen. Kaplansgasse 218 bei Fran; Gerbove. 4887) In der Nähe des Cöln-Gießener Güterbahnhofs sind 2 Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und je aus 5 Zimmern nebst Zubehör bestehend zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei ____________________________I. Blitz. 4918) Wegen Versetzung des Herrn Actuaraspiranten Orth ist das von dems. bewohnte Logis pr. 15. October anderweit zu vermiethen. H. Schnell, Brandgasse. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter Hauses 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). _____________________Weinsaal. 5396) Zimmer mit Cabinet, parterre, unmöblirt, zu vermiethen. Sonnenstraße B. 62. 5352) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. A. Moog. Flügelsgasse 93. 4308) Das von Herrn Kreisrath Dr. Dieffenbach bewohnte Logis ist durch dessen Wegzug von hier per 1. October anderweit zu vermiethen. ____________H. Hochstätter Wittwe. 4739) Der 2 Stock, 3 Zimmer nebst Zubehör, beziehbar 1. Oktober, zu vermiethen. _______Earl Stückrath, Gartfeld. 5007) Ein Logis, bestehend aus drei ineinandergehenden Zimmern, nebst Kammer, Küche zc. zu vermiethen. ____________Küfer Arnold, Asterweg. 5416) Ein möblirtes Zimmer zu ver- vermischte Anzeigen. 5443) 6—8000