9x. Erstes Blatt. Sonntag, den 20. April L87G. chichcner Myeiger AMP- M Amtsblatt für bk« Kreis Gieße«. Redact lo«Sbures zur Bürgermeisterwohnung und begann ihn, nachdem er dieselbe verlosten hatte, mit Steinen zu bombardiren, so daß er, aus mehreren Kopfwunden blutend, in einem Hause Zuflucht suchen mußte. Auch hier wurde er noch nicht in Ruhe gelassen, sondern als er seinen Weg durch Htnterthür und Garten nach Großenritte nahm, folgten ihm die Streiter für die Glaubenseinheit bis in's Feld hinein, fortwährend ihn mit Steinwürsin verfolgend. Telegraphische Depeschen. Wagner'- telegr. Eorrespondenz-Borea«. Wiesbaden, 18. April. Se. Maj. der Kaiser ist um 9 Uhr früh hier angekommen und am Bahnhofe vom Kronprinzen, der Landgräfin von Hessen, Prinzessin Luise von Preußen, dem Herzog Wilhelm von Mecklenburg- Schwerin und den Spitzen der Behörden begrüßt worden; das zahlreich versammelte Publikum empfing den Kaiser mit freudigen Zurufen. — Der Kronprinz und die Kror Prinzessin sind Mittags 12% Uhr von hier abgereist. Heute Abend trifft die Großherzogin von Baden ein. Darmstadt, 18. April. Die Kaiserin Augusta ist zum Besuche des hiesigen Hofes um 9 Uhr Morgens hier eingetroffen und um 11% Uhr nach Baden weitergereist. Der Kronprinz des deutschen Reiches wird um 2 Uhr 41 Min. hier eintreffen und um 6 Uhr rach Potsdam abretsen. London, 18. April, früh. Unterhaus. (Fortsetzung). Cartwright stellt einen Antrag zu Gunsten der Durchführung der Congreßbestimmung, betr. Griechenland. Bei der bezüglichen Debatte erklärt Nortbcote: die Unterhandlungen dauern fort. Es sei bester, daß die Türkei und Griechenland stch selbständig einigen. Die Regierung sei nicht ohne Hoffnung auf ein befriedigendes Ergrbniß. Sollte andernfalls aber die Mediation der einzig übrige Weg sein, so sei die Regierung bereit, daran thetlzunehmen. — Der Antrag Cartwright wird mit 63 g-gen 47 Stimmen verworfen. Petersburg, 18. April. Ueber die Person des Solowieff verlautet ferner, er sei der Sohn eines Stalldieners in der Hofhaltung der Großfürstin Katharine, besuchte das Gymnasium und ein Paar Jahre die htestge Universität, wo er den Lehrcursus nicht vollenden konnte, wurde Lehr-r an einer Kreisschule eines benachbarten Gouvernements, kam in Untersuchung wegen nihilistischer Umtriebe, verschwand während der Untersuchung und kam mit dem Attentat wieder zum Vorschein. er Hh ei t. London, 18. April. „Daily News" will wisten, daß auf die Glückwünsche Lord Beaconsfield's der Kaiser Alexander seinen Dank ausgesprochen mit) die Urberzeugung ousgedrückl habe, daß die Erhaltung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen England und Rußland wesentlich im Jntereffe Europas liege. Er rechne auf Lord Beaconsfield zur Erhaltung dieser freundlichen Gesinnungen. Brüssel, 18. April. Nach Meldungen aus Frameries find von den 240 Arbeitern in der Kohlengrube von Agrappe bisher 89 gerettet. Die Ret- tungsarbeiten werden auch ferner energisch fortgesetzt. Baden-Baden, 18. April. Ihre Majestät die Kaiserin ist Nachmittags 4 Uhr hier eingetroffen. Rom, 18. April. Der Kaiser von Rußland hat dem Papst für dessen Betleidskundgebung gedankt. Petersburg, 18. April. Durch kaiserlichen Ukas werden provisorische General-Gouverneure in Petersburg, Charkow und Odesta mit ausgedehnten außerordentlichen Vollmachten eingesetzt; dieselben Vollmachten werden provisorisch den General-Gouverneuren in Moskau, Kiew und Warschau übertragen. — Die „Agence Rüste" erklärt die Nachricht, daß die russische Regierung die Auslieferung der nach London geflüchteten Urheber der jüngsten Attentate von England verlangt und England die Auslieferung verweigert habe, für vollständig falsch und unbegründet. — Der Kaiser und die Kaiserin treten die Reise nach Livadta am 24. April an. — Gerüchtweise verlautet, daß als General-Gouverneur von Petersburg General-Adjutant Gurko in Aussicht genommen sei. Semlin, 18. April. Türkische Arnauten griffen von Pristina aus die serbische Grenzbewachungsltnte an und drangen in den District von Rur- chumlta ein; es entwickelte sich ein Kampf, der noch fortdauert. Der serbische Minister des Auswärtigen proteftirte in Konstantinopel, indem er erklären ließ, daß, wenn die Pforte solche Ueberfälle nicht hindern könne, von Serbien entsprechende Maßregeln ergriffen werden würden. Petersburg, 18. März. Es verlautet, daß die Person desjenigen, welcher das Attentat auf General Drentelen verübte, zwar noch nicht ergriffen wurde, wohl aber festgestellt ist, daß der Thäter den Namen Mirsky führt. — In dem heute veröffentlichten Ukas vom 17. d heißt es: Die letzten Ereignisse wiesen darauf hin, daß eine wenn auch nicht zahlreiche, so doch hartnäckige Bande Verbrecher vorhanden sei, welche den Staat untergraben wollten. Es wird auf die jüngsten Mordversuche an höheren Beamten und auf das Attentat gegen den Kaiser htngewiesen. Diese Mistethaten hätten provisorische Ansnahmemaßregeln nothwendtg gemacht, um die exemplarische Bestrafung der Schuldigen zu ermöglichen und den Regierungsbeanuen besondere zur Aufrechterhaltung der Ordnung nothwendige Rechte zu übertragen. — Den provisorischen Genera lgouverneuren werden laut dem Ukas unterstellt: alle örtlichen Civiloerwaltungen in dem Maße, in welchem dieselben m Kriegszetten dem Armeebefehlshaber derjenigen Gouvernements unterstellt werben, für welche der Kriegszustand proklamirt ist; ferner die Lehranstalten aller Refforts. Den Generalgouverneuren wird es überlasten, alle Personen des Civtlstandes in den ihnen unterstellten Ortschaften dem Kriegsgerichte zu übergeben. Werter werden ihnen folgende Besugntffe gegeben: alle Personen auf administrativem Wege aus den betreffenden Ortschaften zu entfernen, falls der weitere Aufeal- halt vaselbst für schävtich erkannt wird; nach ihrem unmittelbaren pet|önlij)en tz>ulachl-n alle Personen ohne Unterschied zu verhaften, wenn dwS ihnen nothwendig erscheint; Zeitungen und Zeitschriften zeitweilig oder für iannet zu unterdrücken, falls deren Richtung als verderblich erscheint, überhaupt solche Maßregeln zu treffen, welche zum Zweck der Aufrechterhaltung der Ruhe als nothwendig erkannr werden. „ ,. „ London, 18. April, Abends. Das Amtsblatt veröffentlicht die Ernennung von Thomas Mitchell zum Generalconsul in Ostrumelien und des Capitäns Samuel Anderson zum Eommissar für die Feststellung der Grenzen Serbiens. Unterhaus. Unterstaatssecretär Bourke erklärt auf Russell's Befragen: Die Regierung sei außeramtlich benachrichiigt, daß die chilenische Flotte Landungsbrücken in Peru zerstört und die Verladung von Guano verhindert, auch andere Feindseligkeiten ausgeübt habe. Die Regierung habe sich innerhalb der letzten 48 Stunden mit dieser Angelegenheit beschäftigt und Maßregeln zum Schutze der Personen und des Eigentums der in jenen Gegenden lebenden Engländer angeordnet. _ Lokales. Gießen, 19. April. Wir haben in unserer gestrigen Nummer unter Darmstadt schon kurz der Anforderungen erwähnt, welche von Seiten der Staatsregierung an die zweite Kammer der Landstände behufs Ausstattung der hiesigen Klinik gestellt wurden. Die „Darmst. Ztg." bringt nun die betr. Vorlage sammt Motiven und dürfte es für unsere Leser nicht uninteressant sein, wenn wir dieselbe reproduciren: Der Professor der Pathologie an der Landesumversität, Geheime Medicmalrath Dr. Seitz, ist um Enthebung von seiner Stelle eingekommen. Die in Folge dieses Gesuchs emgeleiteten Verhandlungen zur Gewinnung eines tüchtigen NacksolgerS stießen auf erhebliche Schwierigkeiten, die hauptsächlich in Desiderien ihren Grund hatten, die von den in Betracht gezogenen Persönlichkeiten hinsichtlich der Localitäten und der Ausstattung der Universitätsklinik gestellt wurden. Die Regierung sah sich hierdurch veranlaßt, unter Zuziehung sachverstandlgen Beiraths die hier in Betracht kommenden Verhältnisse einer eingehenden Prüsung, die Localitäten der Klinik und ihre Ausstattung einer näheren Besichtigung zu unterziehen. Nach dem Resultat dieser Prüfung und Besichtigung, nach dem Gutachten Sachverständiger kann sich die Regierung der Ueberzeugung nicht verschließen, daß gewisse Forderungen erfüllt werden müssen, wenn die Universitätsklinik concurrenzsähig bleiben, wenn es insbesondere möglich fein soll, tüchtige Kliniker für die Landesunlversttät zu gewinnen und zu erhalten. Als solche Forderungen müssen folgende bezeichnet werden: 1) Neue Ausstattung der vorhandenen Krankenzimmer der medicinischen Klinik. Fast alle Gegenstände, insbesondere die Betten, Matrazen, Ueberzüge, Decken, Ofenschirme ü. dergl. sind in so abgenutztem Zustand und entsprechen so wenig den Anforderungen, die jetzt an derartiges Mobiliar in einer Klinik gestellt werden, daß deren Neuanschaffung und Ersetzung durch zweckmäßigere ein dringendes Bedürfniß ist. Mögen auch einzelne Gegenstände noch eine Verwendung zulassen, so sind doch deren nur sehr wenige und empfiehlt es sich, solche theils als Re,ervematerial zurückzustellen, theils für das Contagienhaus zu verwenden. . , „ In einer der Vorlage angeschlossenen Beilage ist eine Uebersicht des für 50 Kranke nothwendigen Inventars und eine Berechnung der Kosten dieses Inventars enthalten, die sich aus in letzterer Zeit gemachte derartige Einrichtungen stützt. Die Kosten be- ttagen hiernach 13,500 Mk. 2) Anschaffung neuer Wäsche (Leibwäsche) für fünfzig Kranke. Das vorhandene Inventar ist äußerst mangelhaft und unzureichend. Der im Staatsbudget für die Finanzperiode 1879—82 vorgesehene Betrag von 2000 Mk. reicht zur Deckung des Bedürfnisses nicht aus und wird vorzugsweise sür die Erweiterung der Klink zu reserviren fein. Zur Deckung des Bedürfniffes erscheint daher noch ein weiterer Betrag von 2000 Mk. erforderlich. 3) Bessere Instandsetzung des Hörsaales und des Sectionssaales und Ausstattung dieser Räume mit Mobiliar. Der neue Oelfarbenanstrich dieser Räume, die Ausbesserung der Fußboden rc. wird ebenso, wie dex neue Oelfarbenanstrich der Klinikzimmer, zu Lasten des Baufonds ausgeführt werden können; dagegen wird zur besseren Mobiliarausstattung, insbesondere des Sectionssaales, etwa der Bettag von 600 Mk. erforderlich werden. 4) Die Einrichtung eines medicinischen Laboratoriums. Der heutige Stand der Wissenschaft verlangt dringend, daß dem Klimker ein medicimsches Laboratorium zur Vornahme chemischer und mikroskopischer Untersuchungen zu Gebote steht. Ein solches Laboratorium verlangt mindestens drei Räume, ein Zimmer zur Ausstellung der diagnostischen und terapeutischen Apparate, em Zimmer für chemische und mikroskopische Untersuchungen und ein drittes Zimmer für experimentelle Untersuchungen, Aufbewahrung von Präparaten rc. Die nöthigeir Räumlichkeiten können in dem Klinikgebäude dann beschafft werden, wenn, was in der Absicht liegt, der ophthalmologischen Klinik weitere Räume in dem neuen Gebäude überwiesen werden. Dies setzt jedoch voraus, daß dem Hospitalverwalter, der seither im Nebengebäude wohnte, zunächst und jedenfalls bis zur Erweiterung der Klinik, eine Wohnung in tbunlichster Nähe gemiethet wird. Die etwa nöthige bauliche Herstellung und Einrichtung der Zimmer, Anstrich rc. kann zu Lasten der Unterhaltungsfonds ausgeführt werden. Dagegen erfordert die Ausstattung dieses Laboratoriums mit den nöthigen Apparaten und Utensilien nach approximativer Schätzung einen Kostenaufwand von ca. 8000 Mk. Die Apparate, sowohl für die Untersuchung und Behandlung der Kranken selbst, als die sür die Untersuchung von Absonderungsproducten iHarn, Auswurf rc.) fehlen theils gänzlich, theils find sie sehr unvollständig, bezw. in einer dem derzeitigen wissenschaftlichen Bedürfniß nicht entsprechenden Ausstattung vorhanden. Es handelt sich einerseits um größere Apparatt, um Instrumente zur electrischen Behandlung, zur Untersuchung des Kehlkopfs, zu Inhalationen rc-, um Mikroskope, Waagen, Polarisationsapparate, andererseits um eine ganze Reihe von kleineren, zum Betriebe jedes Laboratoriums nothwendigen Apparaten. Zur Instandhaltung dieses Laboratoriums, zur Nachschaffung von Gläsern, Chemikalien, Instrumenten ist ein jährlicher Etat von 1000 Mk. nöthig, um welche Summe die jährliche Dotation der Klinik vermehrt werden müßte Weiter ist für dieses Laboratorium ein besonderer Diener nöthig, der auch zu sonstigen Verrichtungen, z. B- Portierdiensten (ein Portier fehlt zur Zeit gänzlich), verwandt werden könnte. Die Dotation der Klinik wird aus diesem Anlaß um etwa 500 Mk. erhöht werden müssen. 5) Anschaffung eines Desinfectionsofens. Die Kleider der mit contagiösen Krankheiten Behasteten müssen unbedingt gründlich desinficirt werden; ein Desinfectionsosen, dessen Anschaffung etwa einen Kostenaufwand von 600 Mk. verursachen wird, ist daher ein Bedürfniß. 6> Vermehrung des Waitepersonals. Zur Zeit sind für 60—70 Kranke nur zwei Schwestern (Diakonissinnen) und ein Wärter im Dienste. Nachtwachen für Schwerkranke sind daher bis jetzt kaum möglich gewesen. Die Vermehrung deS WartepexsonalS um eine Krankenpflegerin und einen Wärter ist daher ein dringendes Bedürfniß, wodurch eine Erhöhung der Dotation der Klinik um etwa 500 Mk. erforderlich wird. 7) Die Anstellung eines zweiten Assistenten bei der medicinischen Klinik. Der eine Assistent hat die stationäre, der andere die Polyklimk zu übernehmen. ES ist einleuchtend, daß der Assistent der stationären Klinik mit 60—70 Betten nicht zugleich die polyklinischen Kranken übernehmen kann; das polyklinische Material muß aber für die Unterrichtszweckc möglichst nutzbar gemacht werden. Dringend nöthig erscheint, daß ein Assistent stets in der Anstalt anwesend ist, um bei plötzlichen Vorkommnissen bei den Kranken sofort bei der Hand zu sein; ist nur ein Assistent vorhanden, so ist dies nicht ausführbar. Die nämlichen Gründe sprechen für Anstellung zweier Assistenten bei der chirurgischen unb ophthalmologischen Klinik. Der Gehalt eines Assistenten beträgt nach dem neuesten Staatsbudget neben freier Wohnung im Anschläge zu 140 Mk. und freier Station 600 Mk. Für die drei Assisteiiten wäre sonach der Betrag von 1800 Mk. vorzusehen. Dies die Forderungen, von deren Erfüllung die Gewinnung eines tüchtigen Klinikers abhängig ist. . Die erforderlichen Ausgabebettage stellen sich im Ganzen rote folgt: I. Einmalige außeiordentliche Ausgaben: 1) Neue Ausstattung der vorhanden Krankenzimmer 'ber medicinischen Klinik.........13500 Mk 2) Anschaffung neuer Leibwäsche - 2000 „ 3) Mobiliaranschaffung für Hörsaal und Sectionssaal . 600 „ 4) Ausrüstung des medicinischen Laboratoriums . . . 8000 „ 5) Anschaffung eines Desinfectionsofens .... 600 y Summa 24,700 Mk. Dieser Ausgabe kann jedoch eine Ersparniß gegenübergestellt werden- In dem außerordentlichen Staatsbudget sind nach Pos. 7 der Anlage Nr. 3a zum Hauptvoranschlag die Kosten für Aufführung eines Hintergebäudes mit Küche, Waschküche u. s. w. vorgesehen. Die Vorstände der Kliniken, und besonders auch der neu zu berufende Professor, sind damit einverstanden, daß die Aufführung dieses Hintergebäudes jedenfalls vorerst unterbleibe, und halten es für angezeigt, zunächst noch die nach Erweiterung der Klinik zu machenden Erfahrungen abzuwarten- Die fraglichen Kosten berechnen sich nach Abzug der Kosten des jedenfalls anzuschaffenden Kochherdes und der Dampfmaschine zum Betriebe der Wasserleitung auf 17,700 Mk., ober bezw. — wenn man den Abzug von 9000 Mk. in Betracht zieht, der nach den ständischen Beschluß en an der tm Ganzen im außerordentlichen Staatsbudget für das akademische Klinikum vorgesehenen Summe von 99,000 Mk. einzutreten hat, — auf rund 16,000 Mk. Wird dieser Betrag für die oben bemerkten Zwecke verwandt, so ergibt sich tm Ganzen nur ein neuer Kostenbetrag von 8700 Mk. II Dauernde Ausgaben' 1) Erhöhung der Dotation der medicinischen Klinik a. Kosten für Vermehrung des Wärterpersonals 500 Mk. b. Kosten der Annahme eines Dieners für das Laboratorium 500 „ c. für Instandhaltung des med. Laboratoriums 1000 ■„ ' 2000 Mk. 3) Miethe der Wohnung für den Verwalter .... 400 „ 4) Gehalt für 3 Assistenten ..... • 1800 „ Summa 4200 Mk. Unter Bezugnahme auf vorstehende Ausführungen richtet das Großh- Ministerium des Innern und der Justiz an die Stände des Großherzogthums das Ansinnen: 11 die Zustimmung zu ertheilen, daß die oben berechneten, für Ausführung eines Hintergebäudes bei der Kttntk mit Zubehör bewilligten 16,000 Mk. zur Bestreitung der vorstehend näher erörterten einmaligen Ausgaben verwandt werden; 2) zu gleichem Zwecke der Regierung weiter die Summe von 8/00 Mk. und 3) zur Bestreitung der vorstehend näher bezeichneten dauernden Ausgaben die Summe von jährlich 4200 Mk- aus Staatsmitteln zur Verfügung zu stellen. Gießen, 19. April. Gestern Abend 825 passirten Se. Kaijerl. Hoheit der Kronprinz des deutschen Reiches und von Preußen sammt hoher Gemahlin auf der Rückreise nach Potsdam den hiesigen Bahnhof. Handel und Verkehr. Gießen, 19. April. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter per Pfd. 90 bis 95 X Hühnereier, per Stück 5 X 2 en Dem Kohlenhändler Eduard Kltnkel, ein Sohn, Karl Friedrich Louis, geb. ^C1^‘en|e^en Dem Elsenbahnarbeiter Ludwig Schmidt, eine Tochter, Margarethe, Katharine, 9e^cnjelfceni^ <£>em Eisenbahnarbeiter Friedrich Büchner, eine Tochter, Margarethe Louise, ^D^nselben^Dem Anstreicher Ludwig Scheld, eine Tochter, Johanna Margarethe, geb. den 22-^Mar^E Destillateur Philipp Wilhelm, eine Tochter, Emilie Anna Elisa- beth, 8e^en^(6e:b Dem Taglöhner Justus Traudt, ein Sohn, Conrad Justus, geb. den 12. Febr. Denselben. Dem Knecht Heinrich Hofmann, ein Sohn, Heinrich, .8^- den 1^ Marz Denselben. Dem Schneider Johann Leiltch, ein Sohn, Georg Ludwig Friedrich Wilhelm, Allgemeiner Anzeiger. 1357 11 2615 53 in Bonn 2650) 2616 in Giessen. 735 — 243 42 280 — 1! 1! II 11 236 267 1) Dachdecker-Arbeiten incL Material 2) Zimmer- resp. Schreiner- Ceylon 1,30 . . . 1,25 . . . 1,15 . . . 1,10 ... 1,— . . . 0,90 . . . 0,90 2602) Mehrere Wagen Dickwurz billig zu verkaufen. B 3 Lit. C. Nr. 78 Seltersweg. ff. Perl-Kaffee ff. Laguayra • ff. Guatemala ff. Santos ff. Jaoabruch 2666) Die Herren Rekruten, welche dieses Jahr nach Lich zur Rekrutirung kommen mache ich hiermit aufmerksam, daß Bänder und Sträuße bei mir billig zu haben sind. Hermann Schmidt I. in Lich. Arbeiten 3) Tüncher-Arbeiten 4) Pflaster-Arbeiten Summa Die Arbeiten und Lieferungen zum Reparaturbau des Obersörster - Eta- bliffement Strupbach und zwar: Restauration j»m Stern, z Mittagstisch UM 1 . Abonnement ÄS Pfennig. Körperschwachen als heilsamer Hinweis. Des Körperschwachen Recht und Pflicht ist es, sich nach den für sein Leiden heilsamsten Mitteln umzusehen und sie zu gebrauchen. Die stärkend-; Bten Diätetica sind Hoffsches Malz- extract-Gesundheitabier und Hoffsche Malz - Chocolade, nach Aussage der meister Aerzte. Rathmannsdorf, 22 März 1878. Auf ärztliche Anordnung soll ein Patient bei mir Ihr Hoffsches Malzextract zur Körperstärkung gebrauchen ; ich bitte deshalb um Zusendung. E. von Krosigk.— Steesow, 9. März 1878. Da Ihr Malzextract- Gesundheitsbier meinen von Krankheit geschwächten Körper so auffallend kräftigt und ausserdem auf Blutmangel und Bleichsucht ausgezeichnet günstig wirkt, bitte ich um weitere Sendung. M. von Barsewisch. — An die k. u. k. Hof-Malzextractbrauerei u. Dampf- Malz-Chocoladehfabrik von Joh. Hoff in Berlin. Verkaufsstelle bei JF. Wallaeh liefert zollfrei und franco von 9 Pfd. an gegen Nachnahme: JL ff. gr. Bohn- Plantagen ff. gelb. Java . . . OMtW M-rdttM». Philipp Heinrich Konrad Uhrig, Sohn des verstorbenen Musketiers Konrad Uhrig und dessen Ehefrau Marie Wilhelmine, geb. Prosser dahier, getauft am 5. October 1787, ist schon seit langer Zeit mit unbekanntem Aufenthalte abwesend. Das Vermögen desselben wurde seither von dem unterzeichneten Gericht ruratorifch verwaltet und betiägt dermalen 248 M. 13 H. Da seit der Geburt des Abwesenden ein Zeitraum von über 90 Jahren verflossen ist so werden dessen etwaige Leibeserben oder Seitenverwandte hiermit aufgefordert, so gewiß x (2633 binnen 3 Monaten von heute an sich bei dem unterzeichneten Gericht zu melden und bezre- hungsweise sich als zum Nachlaß des PhilippHeinrichKonradUhrig acsetzlich berufene Erben zu legitimiren, widrigenfalls nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist der besagte Philipp Heinrich Konrad Uhrig für verschollen und das dahier verwaltete Vermögen desselben als bonum vacans erklärt und dem Großherzoglich Hessi- icken Fiscus überliefert werden wurde. ^Gießen, am 4. Ap-il 18/9 Großberzogl. Stadtaericht Gießen. Langsdorff, Oppermann, Stadtrichter. Staorg.-Asieffor- «groWrzorfliche Realschule zu Zießeu- 2648) Das neue Schuljahr beginnt Freitag den 23. April. Die Aufnahmeprüfung findet am vorhergehenden Tage von Uhr des Vormittags statt. Anmeldungen werden am 23. April in dem Rtalschulgebaude «ntgegengenommen. Mit Anfang des neuen Schuljahres wird die Ober-Prima der Realschule 1. Ordnung eir gerichtet und außerdem he Vorschule nüt der Realschule definitiv vereinigt. In den 3 unteren Vorklassen wird das Schulgeld aus 36 Jl., in der oberen dagegen aus 48 erhöht. Gießen, den 18. April 1879. Die Direction der Großherzoglichen Realschule. Soldan.___ sollen im Submissionswege verdungen werden. Offerten sind portofrei und versiegelt mit entsprechender Aufschrift bis spätestens Montag den 5. Mai, Vormittags 11 Uhr, an den Unterzeichneten emzureichen- Kosten-Anschlag liegt bei dem Herrn Oberförster Baumann zu Strupbach bis zum 30. April zur E nsicht offen. Biedenkopf, den 18. April 1879. Der Kreisbaumeister: _________Trainer. (2670 Aeifgeöotenes. Mittelsorte Tapeten in seltener Schönheit und Güte, fabelhaft billig! Nur gegen Baar ohne jedweden Rabatt. - Muster umsonst und franco. Bonner Fahnenfabrik Holzverfteigerung in den Waldungen der Stadt Laubach. Donnerstag den 24. April, soll tn dem Dtstricl Alrenziegelhutte (Lardenbacherweg) nachstehendes Holz versteigert werden: 613 Rmtr. Buchen-Lchenholz, Etchen-Sckettholz, BucheN'Prügelholz, Buchen-Stockholz, 104 „ Buchen-Reiser. Die Zusammenkunft ist des Morgens 9 Uhr bei der Altenziegelhütte. Laubach, den 18. April 1879 Großherzogl. Bürgermeisterei Laubach. 2647) Ritter. 379 ____________________ Arisch abgekochten Scfitn6en empfehlen (2667 J, A. Busch Söhne- HeinrichHein, Hamburg, 2619) Kaffee-Ämporl-Geschäst, Wermietßungen. 2644) Möbl. Zimmer zu vermiethen. ____________Reichensand C. 121, 2. Stock. " 2639) Zimmer für Studirende zu jeder Zeit zu vermiethen bei Pedell i. P. 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Dietz in Wieweit. tlf|tduratioii )um „Stern/' Sonntag von ti Ubr an: Schwarzwild, Sauce ä la diable. 2662) Biel nt«tn»,.n. .....rf.."«.’ÄÄ“;,fciU‘' w••»■» brinai mL'L^ramm tiicbcr ,)t6f «btbeUun, Entree ä Person pro AI>tbe,lu»n 30 Pf., Programm- ö Pf neben« dn «^'nerinnen laben auf ein „Stiinbchen »eilerfeir 1 —__Frlt« Utuliier und College». Wohnungs-V eränderung. ernebe^t'n.ef^' W, ^r'^" ^"dschnft, fomi. greunren und Bekmw.e» b.e Ä-Ä ’itÄrt»-»- ®ie(jen, den 15. April 1879. Bourgeois --- ——______________________Her rnfleibernindier. BREMEN Bil lets