Dienstag den 19. August 1879 Aussige- md Amkbkit fit den Kreis Gieße» Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. en- u. her, WeM.il Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. in und Musikwnim im schnelbund biiia Mrt von fW )b. Hartmann, Ubm tyr, ndenplatz 9h. 30. : und ^crfaii’ aller rung und RWd- 191 -s chten jon Äck Ansertigen ck gn aufgehoben würde. — Die „Nordd. Allg. ßtg/ rast wieder einmal über den Städtetag. Lazu bemerkt die „Nat.-Lib. Corresp." : Ob die Notiz von einer demnächstigen abermaligen Berufung deffelben begründet ist, wtsien wir nicht. Jedenfalls aber sind die Betrachtungen, welche die „Nordd. Allg. Ztg." daran knüpft, tu ihrer ganzen Argumentation der Art, daß man den Verfasser als ein Opfer drr heißen Jahreszeit bedauern könnte, wenn nicht am Schluß als der eigentliche Zweck des Ganzen sich die Absicht ergäbe, Herrn v. Forckenbeck als Revolutionär zu denunctren. Forckenbeck, der Mann, unter dessen Präsidium und selbstloser Mitwirkung in Preußen der Ausgleich zwischen Abgeordnetenhaus iinb Regierung st. vollzog, unter dessen Präsidium und selbstloser Mitwirkung im Reichstage das Mtlttärgesetz, die Justizgesetze, das Socialistengesetz zu Stande gebracht wurden, der Mann, dessen patriotische Gesinnung noch neulich bei seinem Scheiden aus dem Reichstagsprästdtum von dem Kaiser rühmend anerkannt wurde — Forckenbeck ein Revolutionär, ja, das Haupt der revolu- ßionären Propaganda in Deutschland I Es genügt, dieses Pamphlet des gou- wnementalen Blattes etwas niedriger zu hängen. Allen, die sehen können, teilt) es ein lehrreiches Streiflicht auf unsere heutigen Zustände sein. Berlin, 15. August. Seitens der Admiralität ist bekanntlich der mit Herrn Albert Leutner behufs Hebung des „Großen Kurfürsten" abgeschlossene Antrag bis zum »^September verlängert, obwohl Herr Leutner seinem Ver- fikrechen, den Kurfürst bis zum 1. August zu heben, nicht nachgekommen war. Seitens der „Hamburger Börsenhalle" sind bereits seit einiger Zeit Angriffe Mn Herrn Leutner gerichtet worden, die im Wesentlichen darauf hinaus- laufen, daß es Herrn leutner mit der Hebung des Panzerschiffes überhaupt nie Ernst gewesenändern daß er seinen Contract und seine Verbindung alt der kaiserlich deutschen Admiralität nur aus Aushängeschild und Leumunds- Mntß benutzt habe, t tti eine „Wreck Recovery and Salvage Company“ m London zu gründen mit einem Capital von 100,000 L., von welchem die aufgelegten 44,000 L. wirklich gezeichnet sind. An diese Compagnie habe er hin „Bergungsinventar" und die Contracte wegen Hebung des „Großen Kur- Wen" und der „Pommerania" verkauft, lediglich zum Zweck persönlicher Bereicherung. Die „Hamburger Börsenhalle" bringt eine Anzahl von Brief« Mzügen bet, welche ihr zugegangen find und nach denen die Person des Herrn Seutrex in einem, um wenig zu sagen, nicht empfehlenswerthen Lichte erscheint. Äenn die darin behaupteten Thatsachen wirklich auf Wahrheit beruhen, so llufie es um die Hebung des „Großen Kurfürsten" recht übel aussehen. In ^tn erwähnten Briefen wird erklärt, „daß der jetzt in London domictlirende Mert Leutner ganz unzweifelhaft derselbe ist, der im Mat 1867 von Hannover 6118 steckbrieflich verfolgt wurde." Derselbe soll dort Schwindeleien mit Loosen Langen haben. In einem Schreiben aus London heißt es: „Ich war hlen wirb W i Don Philip! ninluo? idsSUto ... «■ * Aathes: ' - V-utschland. rlGmmu , i " Berlin, 15. August. Im kommenden Jahre tritt der noch nie dage- 777—~J| . le Fall ein, daß neun preußische Generäle ihr 50jähriges Dienst-Jubiläum k ?/c>gehen hoffen können. Frühere desfallsige Nachrichten zählten bis jetzt nur fünf Generäle auf. Jene neun sind die beiden commandirenden Generäle ' 7 nMg und v. Groß, gen. v. Schwarzhoff, in Breslau und Berlin; neral-Jnspecteur des Militär-Erziehungswesens Baron o. Rheinbaben; *ai j. erneur von Mainz v. Pritzelwttz; die Commandanten von Königsberg I slau, Generäle v. Wedell und v. Wulffen; der Gouverneur v. Ulm, xidhardt v. Gnetsenau; General v. Pape, Commandeur der 1. Garde- X7U '-Division und der General-Lieutenant v. Flöckher, Commandant von aiiona, ^.nerzett in hannoversche Dienste eingetreten. Vier von diesen Jubi- laren f" d zur Zeit Generals, fünf General-Lieutenants; vier begehen den Tag ihre^. Diensteintritts am 13. August 1880, also gerade in Jahresfrist, an dem 1830 sämmtlich aus dem Cadrttencorps in die Armee getreten find. Dr se Reihe von Jubelfeiern dürfte vielleicht einzig in allen Heeren dastehe»!; bei uns hat sie m der Art wenigstens noch nicht ftattgefunden. (D. Z.) - ^er „Reichs- und Staats-Anz." brachte in letzter Zeit wieder mehr- gegen Hamburger Lotterie -Collecteurc. ________v ... v Behörden, welche ihr staatliches Lotterie- wesen con^essionirt haben, den Requisitionen wegen des nach preußischen Gelten strafbaren Looshandels nicht hülfreiche Hand leihen, so werden die Steckbriefe motivirt: „Da die erkannte Strafe nicht hat betgetrieben werden können u. f. w." Es ist nun auch in der That zuweilen vorgekommen, daß Hamburger Lotterie - Collecteure im Betretungsfalle auf preußischem Gebiete verhaftet und wenn sie sich weigerten, die ihnen zuerkannte Geldstrafe zu Men, behufs Abbüßung der substituirten Freiheitsstrafe an eine Gerichtsbehörde abgelieiert worden sind. Daher kommt es, daß die betr. Personen die rach ihren heimischen Gesetzen sich keiner strafbaren Handlung schuldig gemacht haben, nicht mehr wagen dürfen, das Gebiet der freien Stadt Hamburg zu ttrlaffen und etwa nach Altona hinüber zu spazieren. Das sind keineswegs erfreuliche Zustände, und um ihnen gründlich abzuhelfen, wäre entschieden erforderlich, daß entweder das Spielen in fremden (d. h. außerpreußischen, eher deutschen) Lotterien in Preußen erlaubt oder das Lotteriespiel ganz und ®'ab; I iaue*i™Ö > schön ij'u faufier fertigt iv f.fotogr. Rev»cttonSbrn'e schützwesen erforderlich. London, 16. August. Die „Times" meldet aus Philadelphia von gestern: Die Regierung der Vereinigten Staaten hat Chili und Peru ihre Vermittlung zur Beendigung des Krieges angeboten. Wie verlautet, dürfte dieses Anerbieten eine Waffenruhe zur Folge haben. Spanien. Madrid, 16. August. Die Hochzeit deS Königs ist auf den 28. November festgesetzt. Aumänien. Bukarest, 16. August. In den rumänischen Donaudistricten ist neuerdings die Rinderseuche ausgebrochen. Telegraphische Depeschen. Wagrrer's telegr. T»rresp»nVenz-Vurea». Wien, 17. August. Die „Wiener Ztg." meldet die Ernennung des Baron Nino zum Statthalter von Nieder-Oesterretch, des Barons de Pretis zum Statthalter von Triest und dem Küstenland und des Ritters Widmann zum Statthalter von Tyrol. Konstantinopel, 17. August. Ein Jrade des Sultans ernennt Savfet, Alt Satb und Saoas zu Commiffären für die Unterhandlungen mit Griechenland. Szegedin, 17. August. Ein gestern in einem Möbelmagazin ausge- brochener Brand konnte erst, nachdem mehrere anliegende Häuser mitergriffen waren, bewältigt werden. Der Schaden ist nicht unerheblich. Paris, 16. August, Abends. Der Ballon captif im Tuilerien-Hofe platzte heute Abend, während er sich im Zustande der Ruhe befand. Nur ein Angestellter des Ballon-Unternehmens wurde leicht verwundet. Loka les. Gteven, 18. August. Auf der gestrigen Internationalen Regatta in Frankfurt a.M. Regte ,,Britania", vterrudrtg Outrigged Race Boot der hiesigen Ruvergesellschaft gegen ein gleiches Boot ,,TyNe" des Mannheimer Rudervereins Amicitia um ca. 3 Bootslängen Preis 1 silberner Pokal und 5 goldene Mevaillen. (Bravo I) — Se. Excellenz Herr Minister von Starck war am Samstag in unserer Stavt an; wesend und besichtigte die verschiedenen öffentlichen Gebäude. Als zukünftiges Local für daS Kreisamt wurde bei diesem Anlaß das frühere Gymnasial-Gebäude bestimmt. — In einer an uns gerichteten Zuschrift wird sich über die Erneuerung des Local- Reglements, betr. das Reiten, Fahren (auch mit Schubkarren) u. s. w. auf dem schmalen Wege hinter dem Dr. Weber'schen Hause (siehe letzte Nr. ds. Bl.) dahin ausgesprochen, vaß jetzt wohl von einem Verbot des Durchfahrens mit kleinerem Fuhrwerk, als Schubkarren, Drückkarren u s w. hätte abgesehen werden können. Nach den von uns eingezogenen Erkundigungen können wir mittheilen, daß das Verbot sich nur auf Fuhrwerk, welches mit Pferden, Ochsen h. bespannt, sowie auf Reiten und Viehtreiben erstreckt und zwar nur im Interesse der Schulkinder, welche bei der engen Paffage am Gail'schen Garten in Gefahr sind, beschädigt zu werden. Das Durchfahren mit Karren ist gestattet. — Am Samstag Nachmittag ertrank beim Baden in der Militär - Badeanstalt ein Solvat der 8. Compagnie. Trotzdem sofort alles Mögliche zur Rettung des Verunglückten 'otx- sucht wurde, hatten die Versuche keinen -Erfolg und ist auch die Leiche noch nicht gefunden worden. — kSchwurgerichtsverhandlung am 16. August.) Kaufmann Max Finger von BreS« lau, angeklagt des versuchten Tovtschlags, wurde, da die Geschworenen die Frage: „ob der Angeklagte aus Nothwehr gehandelt habe", bejahten, vom Gerichtshof freigesprochen. — Heute Nacht gerieth zu Frankfurt das Zugs-Personal zweier Eisenbahnzüge aneinander, wobei einem der Beamten (einem Bremser) durch den Hals gestochen wurde, so daß er alsbalv verstarb. — Seit einiger Zeit gefällt sich ein Herr darin, mit einem Schimmel durch das enze Gäßchen an Wenzel's Garten nach dem Schiffcnbcrger Wege zu reiten. Den Herrn vor der Hand auf die Strafbarkeit dieser Handlung aufmerksam zu machen, sei der Zweck dieser Zeilen. — Der „Schipka-Paß" ist glücklich überwölbt; gut muß es geworden sein, denn lange genug hats gedauert, bis cs soweit gekommen. Nunmehr fehlt nur noch das Geländer, Damit in finsterer Nacht kein Unglück passirt und nicht vielleicht ein müder Wanderer „in die Tiefe* stürze. — — Gestern Nachmittag hätte auf dem Staufenberg leicht ein Unglück dadurch passtren können, daß ein ungezogener Junge einen schweren Stein von dem alten Gemäuer oben ablöste und herunterkollern ließ. Glücklicherweise schlug der Stein neben einem dichtbesetzten Tisch auf ohne Jemanden zu verletzen. — Einen billigen (?j Lendenbraten verschaffte sich gestern Nachmittag ein hiesiger Ein- wohner dadurch, daß er einem Metzger auf dem Neuenweg einen solchen im Scklachthause ohne Erlaubniß abschnitt. Der Appetit wird ihm durch die Nachwehen wohl verdorben werden. — Vier Personen, welche in der Nacht vom Samstag auf Sonntag in der Fiügelsaasst von einem Birnbaum verbotene Früchte crndten wollten, wurden hierbei erwischt. Ein Schutzmann, welcher sich sogar in tiefem Negliqö befand, stellte die Annectanten. — Ein Italiener, wilcher die Straße zum Nachtquartier erwählt hatte, wurde beute Nacht nach der Sandgasse verbracht. Gießen, 18. August. Der hiesige Turnverein erhielt am Sonntag den 17. er bei der Feier des 19jährigen Stiftungsfestes in Lich 9 Preise, darunter die 5 erstem Bei dem Preisturnen hatten sich betheiligt die Vereine Hungen, Lich, Nidda, Wieseck und Gießen. Vermischte-. Darmstadt, 15. August. Folgende hessische Industrielle betheiligen sich an der Ausstellung in Sidney: Mayer, Michel und Denninger, Lederfabrik, Mainz. A. Neubecker, Fabrik für Bierbrauerei-Einrichtungen, Offenbach Meyer u. Coblenz, Weinhändler uub Weinbauer, Bingm- E. Merck, Chemische Fabrik, Darmstadt. H. Keller Sohn, forst- und landwirtbschaftlich« Samenhandlung, Darmstadt. H. Lehmann, Portefeuillewaarm-Fabrik, Offenbach. G Böhm, Parfümerie-Fabrik, Offenbach ©. Wolf, Schuhwaaren-Fabrik, Mainz. 6. Schröder, polytechnisches Arbeils - Institut, Darmstadt. Dörr u. Reinhard, Lederfabrik, Worms. Cornelius Heyl, Lederfabrik, Worms. — Ein „Sonnentanz" wurde vor etwa zwei Monaten in der Nähe des Poplar-Rivcr (Montana) von den Siouxkriegern in Gegenwart des Doctor Woobrldgc, Arzt der Agentie des Forts Peck, aufgeführt, welcher vor Kurzem eine interessante Beschreibung dieser 6eremonie nach Washington sendete. Bekanntlich wird diese wilde Feierlichkeit abgehalten, um vom großen Münd'«! Äcng" Die J“ irVct.n M-rhol! guter Prieste Liilofienen 1 mit eene” sie l'-V „glaubliche" 4ttMu J “ flUg .i i«»1" So&tn fort. * S für ten-Stamn * _ „Wer das «Mich. _ (Auch e» antwortlich^ 3" Unlcrthanen durch Srleamhelten üblich, Amen wünsche 136 war in Wabchtl und Dich bim delir MS gut, und ich Dann an tu ®”ul i Himmel auf M* Aß nie, M NM id) wiidnhole Dir,-l nickt gisch". ' U" schonln Bundi.' _ SrMflfeher <. W. DÜtz in ® Aiinmt, 15 buig, M O. Heimb Sternen abgigangrn w Dri btt Au Gamson.Lajartll Hmmr. in öfjtntlifyr Sl schl'eblnr Utensilien Zeichnung und Be Bedingungen Im Garnison-Lazaretl risp- gegen Trstrn erfordert werden M* Off Aufschrift verseht" Mittwoch der Bormilta angesehttn Termii Gießen, den 11 Grossherzogi. G Montag de , . Nachmi iE auf dahiesigki nn he des verstorb Slur '/,036 94 Mtr E,fe' ?kiftbie^ den 18 ; . ®ro^erjO0l. £ Mittwoch de den 18. 5434) ^^lichetz, ÄmV" “f h 28. N», Mn w r-L b" ö |‘S bi,,8et? ^nteilabet] !« ZL u«d '"'M Blei '"SNn ""dchhl» tw ‘"b Pm,h„ Wrt, diiift, mieten ist neu«. Örnennunq H irons de PO 'M WidmM SultonS erneut1 'Handlungen m mazazin auSa* [er mitergrh ßeiftc eine ergiebige Jagd zu erbitten. Seitens der Sioux wurden großartige Vorbereitungen ku dcrn Feste getroffen. Inmitten einer Ebene, groß genug, um für ein Cavallenemanover von mehreren Tausend Reitern Raum zu geben, erhob sich ein Pavillon, das „Zeit der Weisen, auf Pappeistämmen gestützt und mit Büffelhäuten umgeben. Blos die Manner wurden in den T^;.m\L \n?ifteIraum der Ebene »uaelasien, welcher vollständig der Sonne ausgesetzt war. M» °ps"- 7° wn bt, Indian-, . Büffelklei ches. Rüben und andere Bictualien, welche allesammt in großen Kesseln ge= Lrben ®ie ASuer1nenge auf etwa 5000 Siouxmänner; Weiber und & mntzi-n winßli d°, Umsäumung bteibm. All- ^,">°'"d-n ha,,-n ihr- F-stkl-ld-r an; rtnßüme der Priester und einiger ChefS waren wahrhaft prächtig. Auf ein gegebenes °S gna7n°»n rn-fr al« fünfjig Ä9«uUr MufiMäng-n und B°if°llSrnf°n d.r Zuschauer ,n "den abgcschloss-ncn Raum S>- warm nackt bis zum GÜr,-l und m,t gr-ll-n F-rb-n b°- mal, Al« Köpfzi-r truqtn fie reichen Federschmuck und in d.n Händen Pf-esch-n aus Adler. mit d-n-n fie schrille Töne h-rbdrbrachttn. Die nun b-ginn-nd- C---M°n>- war ton» Uch fch-ud°,h°ft. Di- Krieger und Tau,er legten sich rrn-rh-rt-Qua-n auf, bte fie irt.einet ««ai«u unglaublichen Ausdauer ertrugen. M-hr-r- dieser Krieg» schnitten sich 50 I i I 20,1 Lachen Fleisch aus dem Körper. De, Tanz währt- die ganze Nacht mit ung-schwach en Säften fort. Am Morgen erreichte die Tortur ihren Höhepunkt; eichge der Krteger tanzten mit lwei drei, ja »,-r Büff-Iköpsen, die in Löcher gehängt waren, welche sich d e Fanatik» in das eigene Fleisch geschnitten harten; einer der Indianer schleppte gar acht Bllffe köpfe nach sich, di- an R-men aus dem Fleische seines Rückens befestigt waren Andere t-nzt-n wieder mtt 7‘Lfn ßohMen bie sie sich n das Fleisch gebohrt hatten. Viele wurden wohl in Folge der MbZ°n"SÄstquäl/nahn,nichtig, doch de? Tanz, di- Musik und da- Geschrei dauerte uw unterbrochen fort. Nach Beendigung des Sonnentanzes flehte der Oberpnester zum großen Geiste für den Stamm um ein reichliches Ergebmß der Jagd, worauf die Vertheilung der Gaben, «rößtentheils in Waffen und Pferden bestehend, vorgenommen wurde. Wer das Glück hat, führt die Braut heim', sagt ein altes Sprüchwort. „Wahrscheinlich, damit ihn das Glück nicht übermüthig macht," fügt ein Weiberfeind hinzu. - (Auch eine Trauungsrede.) Der „Precurseur" ist für folgendes Geschichtchen verantwortlich: In einem französischen Dörfchen ist der Maire im Begriffe, Zwei sein er Unterthanen durch das eheliche Band mit einander zu verknüpfen. W.e bei solchen Gelegenheiten üblich, richtete er einige paffende Worte an die von dem feierlichen Acte tief ergriffenen Brautleute, indem er sich zuerst au den Bräutigam wendet: „Aus tiefstem ßcnen wünsche ich Dir, Joseph, Glück zu dem großen Entschlüße den Du gefaßt hast. Es war in Wahrheit betrübend, Dich Deine Jugend in so liederlicher Werse verschlemmen And Dich dem delirium tremens mit Riesenschritten nahen zu sehen jedoch Ende gut. Alles gut, und ich hoffe, Du hast jetzt dem Wirthshausleben auf immer Valet gesagt. Dann an die Braut gerichtet: „Was Dich betrifft, meine arme Katharina, so mußt Du dem Himmel auf den Knieen danken, so häßlich wie Du bist, einen Mann gefunden zu haben. Ver- dfi nie daß Du durch unablässige Sanftmuth und grenzenlose Ergebenheit Dich bemühest, denn ich wiederhole Dir, ein häßlicheres Frauenzimmer als Dich, habe ick in meinem ganzen Leben nicht gesehen. — Und hiermit, meine Kinder, lege ich Eure Hande ineinander zu einem schönen Bunde." ScMflfeberirtit. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd $ ^Batttmore, 15. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Straß- turg, Capt. O. Heimbruch, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 30 Juli von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen. Newyork, 16. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Neckar, Capt. R. Hoffmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. August von Bremen und am 5. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 11 Uhr Vormittags wohlbehalten hier angefommen. Literarisches. Im Verlag von Carl Bindernagel in Friedberg erscheint soeben als Beitrag zu der am 18. August d. I. stattfindenden Enthüllungsfeier des Hessischen Landes-Krieger-Denkmals: Die 2. Compagnie deS 1- Großh. Heff. Infanterie-Regiments Nr. 115 in dem Feldzuge 1870/71 re- rc, zugleich ein Nachruf für ihre Tobten aus diesem Feldzug von Wilhelm Roemheld, Major z. D. Auf Veranlaffung des Herrn Dcrfaffers wird von Seiten der Verlagshandlung innerhalb der Zeit vom 18. August bis zum 18. October d. I. sowohl an die Hinterbliebenen aller während des Feldzuges 1870/71 in der 2. Compagnie des 1. Großh. Heff. Infanterie- Regiments Nr. 115 Gefallenen und Verstorbenen, als auch an alle von der Kriegsstärke am 18* Aug. 1870 noch lebenden vormaligen Soldaten dieser Compagnie auf Anfordern je 1 Exemplar dieses Buches unentgeldlick abgegeben. Gegen eine Empfangsbescheinigung der Betreffenden können diese Gratis-Exemplare abgeholt, resp. nach Einsendung des PortoS ä 10 franco bezogen werben von der Verlags-Buchhandlung. Die hessischen Localblätter sind im Jntereffe aller Obengenannten gebeten, hiervon Notiz zu nehmen. Handel und Verkehr. Frankfurt, 16. August. «Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Gentner Jt 2.10—2.80, altes Heu 3t — Stroh Jt 2 — 2.20. Butter das Pfund im Gentner 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 H im Detail 1. Qual. Jt 1.20, 2. Qual. 3t 1 — 1.10. Eier das Hundert deutsche 3t 4.50, italienische JL 5 hO. Ochsenflei)w per Pfund 60—70 Rindfleisch 50 H, Kuhfleisch 60^, Kalbfleisch 45—55 H, Stier- und Farrenfieisch — Hammelfleisch 50—65 H, Schweine fleisch 55—70^). Hühner ein Stück Jt 1.10—2, Hahnen 1.60—80, Enten Jt 2.20 — 2.50, Gänse Jt 4.50—6, Tauben 48—50 Krebse >/i Hundert Jt 1.30. Kartoffeln 100 Kilo 6 bis 6.50. Blumenkohl 1 Stück 40 — 60 H, Wirsing 8 — 12 Rothkraut 15 — 20,$, Weißkraut 12—30 Kohlrabi das Stück 6—8 H, Kohlkraut — Gelb-Rüben ein Bund 4—6 Weißrüben ein Bund —Gurken zum Einmachen 100 Stück Jt 2—2.40, Gurken zu Salat — X Bohnen , Sauerkirschen — Erdbeeren Vz Liter 25 Himbeeren Vr Liker 8—10^, Johannisbeeren 20—25 Heidelbeeren Vr Liter — Pflaumen 100 Stück 50 Kochbirnen 100 Stück Jt 1.50, Paradiesäpfel das — H, Klostcrbeeren das Pfund — Hanv- käse das Pfund 40—50 H. Ganze Erbsen 19—24 Geschälte Erbsen 24-29 Bohnen 18—21 ^>, Linsen 24—3h Holz, je nachdem geschnitten Jt 1 45—60 der Gentner. Steinkohlen der Gentner 85 — 90 H, Tannäpfel der Hcctoliter 80 — 85 H, Lohkuchen 100 Stück 10 Jf. . Tuilerien-K fanb. Nm r 5417) Ein Haufen Mist ist zu verkaufen bei Bäcker Kuh». * ®l t»61 5397) Eine Kaute Kuhmist zu ver- kaufen bei L. Wolf, Wallthor. fl" „ *- Ufa '.•$6 D in FilmlsuttLÄ lesellschast rin BootSÜ'/m W unserer SM & iizeS 2otal fix V« il ■neuerung öri N; dem schmälen & gesprochen, MS j' zchll^arren, Da' jenen Situnligu«:! Pferden, 0^«; jntereffe der 6t- sind, beschM «; SBabeanftali ° .z Dnunglückten« noch nicht zkstlie Fr-ie: ,06 der t chrochm- ibjbnjüge aneina^ x. I« w " a S bui 1,1 ’ Z-n H-m M" 5 d,° icin, W» °°« » tob, H s| Heute Anfang 5 Uhr!!! Sommertheater,nfX Dienstag: Das erste Mittagessen. - Schwert des Damokles. - Zn der Höhst LogtS^esuch. 5402) Für eine Pfarrers-Wtttwe wird ein aus 3 bis 4 Zimmern bestehendes Logis baldigst zu miethen ge. sucht. Anmeldungen unter Chiffre H. B, durch die Exped. d. Bl. Kleingemachtes Brennholz empfiehlt ^$41 S. Katzenstein, Holzhandlung. NB. Bei Bestellungen pr. Stadtpost ivird Porto vergütet. Damen ■ Regenmäntel und Havelocks empfehlen in größter Auswahl und neuester Fa^on von 6 Mark an bis zu den feinsten Dacier 4* Kats, am Seltersweg. 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