Mittwoch, den 19. Februar 187» Str. 42 Ichießemr Anzeiger Aimzk- nd AmtÄKit für acn Kreis Siche» Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Pflegeltern der Waisen entsprechend bedeuten zu lassen. l'ch Am und wie In Verhinderung des Directors: Spam er, Regierungsrath. ickganqs der von deute Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Der 7. d. Spuz Kaiser * Zur allgemeinen politischen Lage. Friede zwischen Rußland und der Türkei ist endlich unterzeichnet, übergaben die türkischen Commissare die Grenzfestungen Poogorttza an Montenegro und Tags darauf sand in Konstantinopel, ganz Alexander es versprochen hatte, die Unterzeichnung des Friedens Kann man bei dieser Lage der Dinge nicht daran zweifeln, daß es süd ltch vom Balkan über kurz oder lang wieder zum Kampf kommen wird, so läßt sich doch ebenso sicher voraussehen, daß dieser Kampf mit definitiven Befreiung der christlichen Bevölkerung vom türkischen Joche enden wird, und zwar ohne daß der europäische Friede dadurch gestörr würde. Seitdem der amtliche Bericht der österreichischen Kriegskanzlet über die Occupation Bosniens und der Herzegowina veröffentlicht tst, worin die Besetzung des Districts von Nooibazar bis über Mitrowitza hinaus als unbedingt nothwendig bärge? stellt wird, um den Besitz jener Provinzen zu sichern, weiß man, daß Oesterreich nur auf die bessere Jahreszeit wartet, um seine Truppen, allen Protesten der Pforte zum Trotz, weiter nach Süden vorzuschieben. Der Freundschaftsbund zwischen Oesterreich und Deutschland, dessen Festigkeit soeben durch den Vertrag über die Erledigung der nordschleswig'schen Frage der erstaunten Welt so drastisch deutlich gemacht worden ist, bürgt zugleich für ein ungetrübtes Fortbestehen des Dret-Kaiser-Verhältniffes, so daß eine Uneinigkeit zwischen den bet der orientalischen Frage nächstbettzeiligten Mächten nicht zu befürchten steht. Von Rom und Paris werden nur Kundgebungen friedfertiger Gesinnungen laut. England wird aber gerade jetzt um so weniger Lust verspüren, der Türket materiellen Beistand zu leisten, da es mit den Kriegen in Afghanistan und im Caplande genug zu thun hat und die Führer der Opposition den Gedanken, als könne England seine Truppen zu der schmachvollen Mission erniedrigen, der Bevölkerung von Ostrumelien eine verhaßte Regierungssorm aufzuzwingen, entrüstet von sich weisen. Kaiser Alexanders Friedensliebe ist soeben durch eine Ansprache an seine Officiere, worin er bei Mittheilung des Frtedensschluffes die Hoffnung aussprtchr, es werde ihnen in Zukunft erspart bleiben, ihr Blut zu vergießen, von Neuem an's Licht getreten. Was etwa noch von Differenzen zwischen den beiden großen asiatischen Mächten übrig blelbt, dürste daher wohl, wie im vorigen Jahre, bet Gelegenheit des bevorstehenden Besuches der deutschen Kronprinzessin in England zu beiderseitiger Befriedigung und zum Heile der des Friedens bedürfenden Welt geschlichtet werden. ______ statt. Die wesentlichste Bestimmung desselben besteht darin, daß die Räumung des türkischen Gebietes Seitens der russischen Truppen sofort nach der Ratification der Vertragsurkunde beginnen und binnen 35 Tagen vollendet sein soll. Wie es heißt, ist die Räumung schon im Gange. Damit wäre denn ein neuer wichtiger Schritt zur Neuordnung der Dinge auf der Balkan-Halbinsel, wie sie auf dem Berliner Congreß beschlossen worden, gethan und zugleich eine Bürgschaft für die friedliche Lösung der noch zu erfüllenden Aufgaben gegeben. Es bleibt ja noch Manches zu thun übrig. Zunächst ist die griechische Frage zu erledigen. Auffallender Weise hat der türkische Commiffar bei seiner ersten Zusammenkunft mit den griechischen Unterhändlern erklärt, er habe keine Anweisung, auf Grundlage des Berliner Friedens zu verhandeln, letztere haben übernatürlich darauf bestanden, die Bestimmungen dieses Friedens zur Grundlage der Verhandlungen zu nehmen. Bet der zwischen Türken und Griechen herrschenden Abneigung war es allerdings vorauszusehen, daß sich beide nicht leicht mit einander verständigen würden. Glücklicher Weise gibt es aber eine Autorität, der sich beide wohl oder übel zu fügen haben werden. Wenn daher Griechenland, wie zu erwarten, die Vermittlung der Congreßmächte anruft, so wird nicht blos Frankreich, dessen Ehre in der griechischen Frage besonders engagtrt tst, sondern ganz Europa dem Großtürken zu verstehen geben, daß es nicht geneigt ist, mit sich spielen zu lassen. Der türkische Großvezter hat sich denn auch schon durch die Erklärung, daß er den Berliner Vertrag gewissenhaft aussühren werde, ein Hrnter- thürchen offen gehalten. Mehr Sorge erweckt die Frage, was in dem bisher von den Russen besetzten türkischen Gebiet nach Abzug der ersteren geschehen wird? Schon jetzt kommen aus Macedonten Nachrichten, daß dort aller Abmahnungen des russischen Gouverneurs ungeachtet, Vorbereitungen zur Erneuerung des Ausstandes getroffen werden. Bet der Erbitterung, mit der sich Türken und Bulgaren, Mohamedaner und Christen einander gegenüberstehen, muß man in der That das Schlimmste befürchten. Ebenso hört man aus Ostrumelien, welches bekanntlich frühestens im Mai von den Russen geräumt zu werden braucht, daß die dortige Bevölkerung einen türkischen Gouverneur unter keinen Umständen in ihrer Mitte zu dulden entschlossen sei und sich schon jetzt in sog. Turn- vereinen zum bewaffneten Widerstand organtsire. 11 d. 4. en müssen, >en, wegen ;r an dm lfuqnijie. ihlwaaren. (Molore). 4. Mathe- Liqueure. webe und 29. Bilder corationen. -kleidungs- 43. Leder. Isgärtnerei. M Deutschland. Darmstadt, 17. Februar. Die zweite Kammer hat sich am Schluffe ihrer vorgestrigen Sitzung auf drei Wochen vertagt und ist e8 die Absicht, die Arbeiten in den Autschüffen inzwischen soweit zu fördern, daß bet dem Wieder- zusammentritt der zweiten Kammer der Nachtrag zu dem Hauptvoranschlag der Staats-Einnahmen und -Ausgaben, sowie das Finanzgesetz nebfl ben bis dahin zu erwartenden Recommunicationen der ersten Kammer zur Erledigung gelangen. iner, iqenbitter, Göttingen. G teßen, am 15. Februar 1879. Betreffendi Die Auszahlung der Pfleggelder für die in die Großherzogliche Landeswaisenanstalt aufgenommenen Waisen. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglicken Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehendes Ausschreiben bringen wir zu Ihrer Kenntniß und wollen Sie hiernach die Pflegeltern der Waisen bedeuten. Dr. Boekmann. Darmstabt, den 10. Februar 1879. Betreffend: wie oben. r r t - Die Großherzogliche Provinzial-Dircetlon Starkenburg an die Grofiherzoglichen Kreisämter. In Folge der Verlegung des Etatsjahrs auf den 1. April erscheint es nothwendig, daß auch die Fälligkeitstermine für die contractmäßigen Pfleggelder der Waisen, welche seither in der Provinz Starkenburg aus den 1. Januar und 1. Juli, in den Provinzen Oberhessen und Rheinhessen dagegen auf den 1. Februar und 1. August bestimmt waren, mit dem Etatsjahr in Uebereinstimmung gebracht werden. Wir haben demgemäß, mit Zustimmung Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern verfügt, daß die über den Empfang der Pfleggelder für Waisen auszustellenden Quittungen künftighin bte $enooen vom 1. October bis Ende März und bezw. vom 1. April bis Ende September zu umfassen haben, sowie daß diese Quittungen nach Vorschrift in 14 der Instruction vom 26. April 1843 halbjährig in den ersten Tagen der Monate April und Lctober jeden Jahrs an den Rechner der Großherzogltchea Landeswaisenanstalt einzusenden find. Für diejenigen Pflegeltern, welche nicht vorziehen, ihr Guthaben persönlich an der Kasse der Landeswaisenanstalt in Empfang zu nehmen, vielmehr solches durch die Großherzogl'.chen Districts- Emnehmereien ausgezahlt zu erhalten wünschen, wird demnach künftig die Auszahlung in den Monaten Mai und November erfolgen, wenn bte Einsendung der Quittungen rechtzeitig, wie angegeben, geschieht. Hiernach haben für das Ende> Marz d. I. ablaufende halbe Jahr Theilbeträge der Pfleggelder zur Auszahlung zu kommen, für welche, um irrige Berechnungen zu vermeiden, der Rechner der Großherzoglichen Landeswaisenanstalt ausnahmsweise bte Quittungen vorbereiten unb den Großh. Burgermeistereten zur Einholung der betreffenden Unterschriften mtt h ^willigten Unterstützungen zur Unterhaltung ber Waisenlehrlinge in Wäsche und Kleidung verbleibt es bei den festgesetzten Zahlungsterminen, dagegen wird bei neuen Bewilligungen der Fälligkeitstermin auf Ende März oder September, je nachdem der Ablauf des Lehrjahrs dem Schluß eines dieser Monate am nächsten liegt, bestimmt werden, so daß auch in dieser Beziehung der §. 25 gedachter Instruction künftighin eine Aenderung crlfibct* Wir ersuchen Sie ergebenst, die vorstehenden Aenderungen zur Kenntniß der Großherzoglichen Bürgermeistereien zu bringen und durch dieselben die fttt ■ ■ 4,r,* fl!t» 1 x* ” üb« w ^«5 jo filcss®' r 8’r’V ’ig- uigasse. und Fabrik stes La^T Hnfl mW. (99k mrg. jin 5. " XX Director ;choenebeck. RedactioaSbureaur l t> 1R ^„cMtionSbureaut i 6 *»u[firafie B' 19‘ gz I u,rr 'V;- •»‘Ä DrfHfr aani Darmstadt, 15. Februar. In der heutigen Nachmittags-Sitzung der zweiten Kammer wurde die Berathung des Budgets, Tbeil 1. Einnahme, ortgesetzt. Bei Pos 7, Einnahme aus Reichssteuern, richtete Abg. Schröder an Großh. Regierung die Anfrage, ob dieselbe sich itn Bundesrath für das Tabaksmonopol oder eine Gewichtssteuer aussprechen werde. Ministerial- prästvent Schleiermacher, Exc., bedauerte, diese Frage zur Zett nicht beantworten zu können, versichert aber, daß die Großh. Regierung ihren Bevollmächtigten solche Instructionen geben werde, die sie sowohl verantworten als vertreten zu können glaube. Die Anträge des Ausschusses: 465,303 JL statt 435,303 als zufällige Einnahmen der Hauptstaatskaffe einzustellen, sowie eine Einnahme aus den Ueberschüsien der Hauptstaats- kasse in dem ordentlichen Budget nicht vorzusehen, wurden von der Kammer angenommen. Das Gesuch des Rabbinen an der Realschule zu Alzei, Dr. Rothschild, um Auszahlung einer Remuneration von 240 JL für die Jahre 1874 und 1875, sowie der zur Errichtung des Landes-Kriegerdenkmals geforderte Zuschuß von 9000 wurden einstimmig genehmigt. Die vorgenommene Neuwahl des Präsidenten und Vicepräsidenten fiel auf die seitherigen Inhaber, Herrn Obergerichtsrath Görz und Stadtrichter Königer. Die Kammer vertagte sich hierauf. Berlin. Die Tabaks-Enquete-Commission hat von dem Standpunkt ihres Hauptbeschlusies aus, der bekanntlich auf die Verwandlung der F äcken- steuer vom inländischen Tabak und auf Erhöhung der Zoll wie der Steuer- Sätze geht, natürlich auch die erforderlichen Ueberzangsmchregein in Betracht gezogen, vor Allem die Frage der Nachversteuerung. Wie die „Nat.-Liberale Corresp." berichtet, wurden für wie gegen eine solche Nachoerstcuerung s hr beachtenswerlhe Gründe geltend gemacht: dafür namentlich das Itteresse der Retchskasse und die Gleichmäßigkeit der Behandlung, Alles zur Verarbeitung und zum Verbrauch kommenden Tabaks — dagegen insbesondere die Sch Gierigkeit oder Unmöglichkeit voller Durchführung, die daraus hervorgehende Be- nachtheiltgung der ehrlichen Nachsteuerer im Gegensätze zu den unehrlichen, sowie die Wünschenswürdigkeit allmählicher Erhöhung der Preise nach dem Eintritt der höheren Steuer- und Zoll-Sätze, damit der Verbrauch nicht urplötzlich stark zusammenschrumpse und dadurch die Production und Fabrication ohne Noth über alles Matz hinaus bedrängt werde. Diese E'nwände und Bedenken schienen der Enquete-Commission triftig genug, um sie von einer ausdrücklichen Empfehlung der Nachversteuerung abzuhalten. Sie. hat nur für den doch denkbaren Fall, daß Bundesrath und Reichstag sie beschlösien, ein Verfahren Vorschlägen zu sollen gemeint. Die Nachversteuerung muß dann ihrer Ansicht nach nicht auf Robtabak beschränkt, sondern auf die Fabrikate ausgedehnt werden, und auch nicht vor dem Privatbesitz stehen bleiben, sondern alle Vorräthe bis zu 5 Pfund herab treffen. Vielleicht ergibt sich aus dieser Forderung der Gerechtigkeit ein weiterer Grund gegen den Beschluß auf Nachsteuer. Die Commission räth ferner: die eventuelle Nrchsteuer unbeschränkt durch gesetzliche Frist zu credttiren und die Ernte vom inländischen Tabak für 1879 nur mit drei Vierteln des Satzes zur Steuer heranzuziehen. Es scheint übrigens, daß auch die Jntereffenten in ihren verschiedenen Hauptgruppen sich zu diesen Uebergangsbestlmmungen noch vernehmen lasten werden. Der Reichstag, dessen Mehrheit bisher durchaus im Einklang mit ihren begründeten Ansprüchen die kritische Tabakssteuer Angelegenheit behandelt hat, wird sicherlich wünschen, auch jetzt über die wichtigsten Einzelfragen ihre Stimme vorab zu hören, die zu diesem Zwecke sehr bald erhoben werden müßte. Die Reichsregterung ist offenbar aus verschiedenen Gründen zu thun- lichst rascher Durchführung der Maßregel auf der endlich ge vonnenen haliba^ ren Basis verpflichtet. Berlin, 15. Februar. Der Reichskanzler hat bei dem Bundesrath, beauftragt von Seiner Majestät dem Kaiser, im Namen des Präsidiums den Antrag gestellt: „Die Ausarbeitung eines Gesetzes zur Regelung des Güter-Tarifwesens auf den deutschen Eisenbahnen beschließen und zu diesem Behufc zunächst einen Ausschuß berufen zu wollen, welcher aus einem Vertreter des Präsidiums und aus einer vom Bunbesrath näher zu bestimmenden Zahl von Vertretern derjenigen Bundesstaaten, welche eine eigene Staatsbahnverwaltung besitzen, zu bestehen hätte." Der Antrag ist mit einer sehr umfasienden Einleitung versehen. Dieselbe geht von einer'Beleuchtung der Grundzüge des bestehenden Systems der Frachtberechnung aus und sucht desien Unhaltbarkeit nachzuweisen. Es wird betont, daß der Tarif, ohne gewaltsame Verschiebungen der bestehenden Voraussetzungen der Production und Konsumtion herbeizuführen, den Anforderungen entsprechen muß: a) daß er in seiner Struktur klar ist und Jedermann in den Stand setzt, die Fracht für eine Sendung leicht zu berechnen; b) daß er die Gleichberechtigung der Reichsangehörigen in allen Wirtschaftsgebieten sichert; c) daß er die Be^ach- theiligungen beseitigt, welche bei dem gegenwärtigen System auf dem Verkehr des kleinen Gewerbebetriebes lasten; d) daß er bei seiner Anwendung die Entstehung schädlicher, die Kosten des Eisenbahntransports durch unwirthschaftlichen Betriebsaufwand erhöhender Bildungen nicht begünstigt, sowie die Integrität der Beamten nicht gefährdet. Diesen Anforderungen soll das bestehende Tarifsystem nicht entsprechen. Es wird im Weiteren in der Einleitung auf die Vielgestaltigkeit der Tarife hingewiesen. „Die Zahl der Verbands- und directen Tarife im deutschen Reiche belief sich am 15. Juni 1878 auf 520, ohne Einrechnung der zahlreichen Ausnahme- Tarife. Es ergeben sich in Bezug auf die Verschiedenartigkeit der Behandlung der Gütersendungen ebenso viele getrennte VerkehrSgebiete als der Zahl nach Verbände vorhanden sind." Das Ganze stellt ein Durcheinander von Combinationen verschiedener Verkehrsbeziehungen dar, welche sich in engeren Verkehrskreisen und über diese hinaus wieder über einzelnen Verkehrsgruppen bilden. Die Einleitung kommt dann auf eine historische Entwickelung des Posttarifwesens, welche der heutigen Entwickelung des Eisenbahntarifwesens ähnlich und auf dem Punkte angelangt sei, „daß sie nicht länger in der Verwirrung belassen werden kann, in welche sie die bunte Gestaltung der einzelnen Bahngebiete und Verkehrsinteressen gebracht hat". Die Einleitung tritt sodann energisch für die Herstellung von Einheitssätzen ein, welche dem Handel und Verkehr ungemein zu Statten kommen und ferneren Aufwand an Zeit, Arbeitskraft und Geld, wie er mit den jetzigen Zuständen verknüpft ist, in der Folge ersparen würde. Es wird gegen den Schluß der Einleitung noch das Verhältniß der Eisenbabn-Concessionen gegenüber der beabsichtigten einheitlichen Tnrifgesetzgebung beleuchtet und ausgeführt, daß die ersteren als ein Hinderniß für die letztere vom juridischen Standpunkt nicht angesehen werden können, das Concessionsrecht stehe als ein Privilegium der Eisenbahn-Gesellschaften dem Reckte der Gcsammt- heit gegenüber, welchem sich das Sondertnteresie immer unterordnen müsse. Die Frage nach der Entschädigung bei gesetzlicher Aufhebung bestehender Eisenbahn-Concessionen wird offen ge- lasten und die Absicht, ihr durch die Vorlage zu präjudicircn, in Abrede gestellt. Mit der Anregung der Reform des Eisenbahn^Tarifwesens bet dem Bundesrath glaubt der Reichskanzler „nur an der Erfüllung einer Pflicht mitzuarbeiten, welche der Gesetzgebung des Reicks der Nation gegenüber obliegt". Die Nothwendigkcit der baldigen Herstellung eines georvneten Zustandes im deutschen Eisenbahn-Tarifwesen tritt in so dringender Weise bcrvor, daß zur Ausführung der gesetzlichen Regelung der Erlaß eines allgemeinen Reichs-Eisenbahngesetzes, welcher mit anderen noch nicht spruchreifen Fragen zusammenbängt, nickt abgewartct werden kann. Die gesonderte Ordnung des Tarifwesens unterliegt keinem Bedenken, da dastelbe ohnehin eine getrennte Materie auf dem Gebiete der Eisenbahn-Gesetzgebung bildet und einer unabhängigen Behandlung fähig ist. (#öln. Ztg.) Berlin, 15. Februar. In den deutschen Münzstätten find bis zum 8. Februar 1879 geprägt worden an Goldmünzen: 1,249,311,100 JC. Doppel- fronen, 404,873,220 fronen, 27 969,845 v4L halbe fronen • b ervon auf Privatrechnung 362,701 110 JL Vorher waren a-präqt: 1.248,128,280 JC. Doppelkronen, 404,942,710 Kronen, 27,969 925 hrlbe fronen* hiervon auf Privatrechnung: 361,427,150 JL Summa 1,682,154 165 JL Frankreich. Pari-, 15. Februar. Eine neue Note im „Journal officiel" besagt, daß alle Provenienzen von den Küsten des osmanischen Reichs in den französischen Häfen des Mittelmeers, des Oceans und des Canals als verdächtig behandelt und dem französischen Reglement bezüglich der aus inficirten Häsen kommenden Schiffe unterworfen werden, selbst wenn dieselben ein Certifieat haben, daß sie aus einem nicht inficirten q^afen kommen. Italien. Rom, 15. Februar, Abends. D e katholischen Blätter veröffentlichen ein apostoqches Schreiben des Papstes vom 15. d., berr. die Anordnung einer allgemeinen Jubelfeier. Der Papst bestimmt die Jubelfeier gemäß dem alten G brauche seiner Vorgänger am Jahrestage der Papstwahl namentlich im Hinblick auf die beklageuswerthen Verhältnisse dieser Zeitepoche und der Kirche. Die Jubelfeier bauert vom 2. März bis 1. Juni. Rußland. Petersburg, 15. Februar. Eine Depesche deS „Golos" aus Zarizin von heule meldet: Das dem General-Gouverneur beigezebene berathende Saniläls-Comit6 hat unter dem Vorsitz des Gouverneurs oon Saratow seine Thätigkeit eröffnet. H iuptgegenstand oer bisherigen Berathung des Comitäs war die F'aze betreffs Durchlassung von 10,000 Menschen aus dem Qua- ranläne-Rayon zur Fischerei nach dem Astrachan'schen und Kcasnojarski'schen Bezirk. Es wurde beschlossen, speciell zu diesem Zwecke bis Mitte März etwa zchn besondere' Quarantänen zu errichten. Das Thauwetter nimmt zu. Petersburg, 16. Februar. Graf Lorts-Melikoff telezraphirt unterm 14. d.: Die beiden Personen, die in Kamenyjar am Tage nach der Erkrankung starben, waren nicht von d?r Epidemie ergriffen. Ein neuer Erkrankungsfall an der Epidemie ist nicht vorzekommen. Ferner wird amtlich con- (tatirt, daß in den von der Epidemie heimgesuchten Ortschaften neue Erkrankungen an der Epidemie und neue Sterb fälle nicht vocgekommen sind- Ueber die Erkrankungen in Kamenyjar werden Mitthellungen von den Aerzten, die der Gouverneur oon Astrachan dahin sandte, erwartet. Alle erforderlichen Maß egeln sind daselbst getroffen. Das Thauwetter dauert fort. Der Eisgang auf der Wolga hat begonnen. — Weitere offlcielle Meldungen bestätigen, daß neue GrkrankungS- und neue Sterbefälle nicht vorgekommen sind. Die ungeordneten Vorsichtsmaßregeln werden fortgesetzt. Die Beendigung der regelmäßigen Umzingelung des Quarantäne-Rayons der inficirten Localttäken wird nicht eher, als zum 15. d. erwartet. Türkei. Konstantinopel, 15. Februar. In einer Circular-Depesche der Pforte wird auf Grund des Berichtes der internationalen Sanitäis-Commisfion die Existenz der Pest in der Türkei entschieden in Abrede gestellt und werden demnach die diplomatischen Vertreter der Pforte beauftragt, die Aufhebung der Quarantäne zu erwirken. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz- Bureau. München, 17. Febr. Im Collegium der Gemetndebevollmächtigten wurde von Weivert, Vorsteher der oberbayerischen Handels- und Gewerbe- Kammer, eine dem Reichstage zu übermittelnde Resolution beantragt, wonach die bestimmte Erwartung ausgesprochen wird, daß jeder Versuch, unettbehr- liche VolksnahrungSmittel, insbesondere Getreide und Vieh, durch Zölle zu veriheuern. enlsch even zurückgewiesen werde. Berlin, 17. Februar. Der „Reichs-Anz." meldet: Nachrichten aus Smyrna zufolge ist der Gesundheitszustand des Vilajrts Aidin und von ganz Kleinasien im Allgemeinen gut. Ungeachtet dec in der dortigen Provinz angesiedelten 60 bis 70 000 Flüchtlinge ftno keine ansteckenden Krankheiten vorhanden, nam^nilich ist kem pestartiger Fall bekannt. Wien. 17. Februar. Meldungen der „Poltt. Corr." Aus Konstantinopel vom 16. d.: ES wird ein besonderer Jrade erwartet, welcher die Pforte zu Verhandlungen mif Oesterreich Ungarn über alle sch oebenden Fragen ermächtigt. D»e bulgarische Notablenversammlung wird unwiderruflich am 22. d. vom Fürsten Doadukoff eröffnet. — Aus Bukarest vom 17. d.: Rumänien ist geneigt, das Fo.t Arab-Tabia zu räumen gegen Garantie, daß auch di. Russen b's zur Entscheidung der Mächte diese Position nicht besetzen. Berlin, 17. Februar. Reichstag. Ezngegangen ist ein Schreiben des Grafen Stolberg in Vertretung des Reichskanzlers, worin die Genehmigung zur strafrechtlichen Ve tolgung resp. Verhaftung des Abg. Fritzsche wegen Zu- Widerhandlung gegen § 28 des SocialistengesetzeS nachgesucht wird. Der Pcästdent behält sich Mne Aeußerung über die geschäftliche Behandlung dieses Schreibens für den S-bl >ß der Sitzung vor. Neu eingetreten ist der Abg. Hrffelmann. Bet der Wahl des zweiten Viceprästdenten wurden im Ganzen nur 187 Stimmen abgegeben, das Haus ist also nicht beschlußfähig und die Sitzung muß geschloffen werden. — Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr zur Berathung über Gras Stolberg's Schreiben und die Gegenstände der heutigen Tagesordnung. Berlin, 17. Februar. Die nationalliberale Fraction des Reichstages beschloß in einer heute gehaltenen Sitzung, gegenüber dem heute im Reichstage verlesenen Schreiben des Grafen Stolberg betreffs Ermächtigung zur geiichttichen Verfolgung resp. Vcrh rftung des Abg. Fritzsche eine Einigung auf eine Resolution herbeizuführen, welche den Antrag der Regierung mit einer motimrttn Tagesordnung ablehnt; sollte eine Einigung hierauf nicht erfolgen, so werde die einfache Ablehnung stattfinden, wofür die Majorität zu erwarten se<. Konstantinopel, 17. Februar. Die Finanz-Commisfion machte den Vorschlag, die Auefuorzölle um 4 pEt. und die Einfuhrzölle um 12 pCt. zu erhöhen. — Die Pforte erhielt Anzeige der erfolgten Uebergabe von Khotur an Perst-n. Athen, 17. Februar. Laut Nachrichten, die der Regierung zugegangen sind, hält- die Pforte jetzt offen erklärt, sie könne dem Ausspruche des Berli- n-r Congrefles bezüglich der Rectificirung der griechischen Grenze nicht nach- komv'en und nur unterhalb Volo einen schmalen Streifen Landes obtreten. Berlin, 17. Februar. Die Zolltarif-Commission hat, der „Nat.-Ztg." zufolge, in ihrer gestrigen S'tzung einen Einganzszoll von 10 Mk für den Ccntner Hopfen beschlossen, dagegen Zollfreiheit für die Einfuhr von Wolle und Baumwolle. Teplitz, 17. Februar, Abends. Die Quellen-Commission beschloß, sogleich mit Abteusen des Quellen-Schachtes zu beginnen, dessen Situation nach übereinstimmenden Gutachten der Sachverständigen schon morgen fixtrt werden soll. - Sin flutn di'ttl» » »ÄS,? SÄ „ __ ium Herz« Ägiledi I«««'' •SS glSÄ 55-« wurten mH b-s°nd»l Md «bellte b!c Asf Na! 9 13 9«) ’ % <50 ' 1670 " M St«u, iH* ««b 1750 ®tlIe’ Bu! 6,nNfe Mlar» Depesche btt LiiutL's-EolllllGon gestellt und werden azt, die Aushebung bemhende (eine H L°Ms aus dew Qua. bis Mitte Märt uvetker nimmt zu '^ezraphiet unterm ^°ach der Erkran- 8ln neuer Erkran- wird amtlich ton« Ortschaften neue vorgekommen sind. :n von den Lerzien, M ersorderltchtn u fort Der Eis. Meldungen beßäti- vorgekommen sind. Die Beendigung der •nfuirten LocalMen Änament® und der in. ei.ideöeoo5lnachtl'gten • ttU« unb beantragt, wonach Zersach, uneitbe^* h, durch Mr v. Äachüchlru aus Itbin unb von ga^z )rtigen Provinz ange> -rankheilen oochin« Lorr." Sus Sou- krwartet, welcher dir (hvebenden Kragen ) unwiverrußlch a« st vom 17 b- •“* »onriM * W® S btt S-."H"V' ; jriiw« ’ , uotten i® »JT W'M g i Uhr 5& * t"* ] ^»brfSSh beute im * * SrmSilW” Li 7 ,n. Einigung au id>e etnel f ‘„v- w*** dä'^' 1 brt ® "i aJ«*1* < I .' .El 1 %! »«"ß C Lokales. Gießen, 18. Februar. Gestern Morgen wurde ein lüderliches Frauenzimmer, welches sich schon mehrere Tage unter verschiedenen Namen in hiesiger Stadt umhertrieb, verhaftet und per Bahn nach ihrer Heimath zu befördert. — Ein hiesiger Arbeiter wurde wegen fortgesetzter Ruhestörung arretirt. — Ein Bauer von auswärts, welcher deS Guten zu viel genossen, fand gestern Abend Nachtquartier im Stockhaus. ________________________________ Eingesandt. „Zum dritten und letzten Mal" ging Sonntag Abend „bet, alte Korporal" hier über die Bretter, sicher zur beiderseitigen Befriedigung. Eine freie Würdigung, lediglich auf die Macht der Thatsachen gestützt, muß zugeben, daß dies ein erfreuliches Zeichen ist, sowohl für das Publikum einer kleinen Stadt, ein solches Stück mehrfach zu wünschen und bet wohlbesetztem Haus in Scene gehen zu lasten, als auch besonders für die spielende Gesellschaft, die in taktvollem, richtigen Zusammenwirken unwiderstehlich zu den Herzen Aller spricht. Ein Stück Leben, frei von oberflächlich angelernter Verstellung, wurde wiederholt durchlebt: von Herren — zum Herzen. „Ich schäme mich, daß ich so weinen muß", hörten wir eine schone Frühltngsseele in unserer Nahe sagen, und dieses Wort ist charakteristisch in jeder Beziehung. — Laß sie nur ungenirt glänzen auf blauem Grund die Demantperlen des echten, durch keine Mummerei verwtschbaren deutschen Herzens, denn die Natur spricht wahr und die Blume schämt sich nicht des Flors vom Frühlingsmorgenthau. — Und diesem wahren Herzen gleich fühlten die achtungswürdige Matrone, der greise Kaufherr, wie der Jünger der Alma Mater den Ernst und die unbestechliche Wahrheit des Lebens. Und welcher aufmerksame Beobachter muß nicht allen Darstellern der Rollen unbefangenes Lob zollen! Die hervortretenden Charaktere wurden mit besonderem Verständniß und wohl durchgeistigt gegeben. Welches s^auenherz sah und fühlte nicht, unter Anderem, in dem wie zur Tragik geschaffenen Antlitz der Generalin das «delste Gefühl des unverflachten weiblichen und Mutterherzens. Ein wahrer, unentstellter Gottesvienst war wieder der Abschied der Mutter von ihrer kleinen, herzigsüßen Maiblume. Und welches verständige Männerherz pochte nicht wärmer beim Empfinden des Geschicks des Korporals! Der volksbtldende Gesammletndruck, durch lebensfrisches Zusammenspiel bewirkt, mußte Jeden befriedigen, der im Wirken des Alltagslebens nicht das geistige Streben verloren hat Selbst der seinen Schlagschatten in die Harmonie hineinwerfende, erbarmungsflehend verwaiste Dirigentenpult nebst Bedienung konnte den guten Eindruck des Abends nicht verwischen, wenn auch dir vom „alten Corporal" in den Verhältnissen angepaßter Weise heiter den Culisten geschmetterte „Trompete von Gravelotte" die Todtm nicht aufwecken konnte. Daß der Herr Director Schuld an diesem Mißton des Abends gewesen, glaubten wir nicht annehmen au dürfen, denn dazu ist uns Jener zu sehr Künstler von Gottes Gnaden, der trotz mancher Widerwärtigkeiten die Bühne nicht zum Volk herab-, sondern das Volk auf die Bühne hinauf- zuziehen arbeitsam und redlich bestrebt ist. Dem Verdienst seine Krone! Theater. Kindervorstellung! Da der Directton viel und oft der Wunsch geäußert wurde, einmal eine richtige Kinderkomödie zu geben, so werden als letzte Kindervorstellung Mittwoch den 19. Februar die „drei Hauleroännchen" von Görner nach einem Märchen bearbeitet, gegeben. — Möge diese Vorstellung von den Kindern, denen doch gewiß das reizende Märchen bekannt sein dürfte, recht zahlreich besucht werden! P. Handel und Verkehr. Gießen, 18. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter, per Pfd. 85 H, Hühnereier, per Stück 6, und 2 St. 13 Enteneier, per Stück 7 Käse, per Stück 5—8 Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 H, Linsen, 1 Liter 24 H, Tauben, da- Paar JL 1, Hühner, per Stück «X 1.50, Hahnen, per Stück Jt. 2, Enten, per Stück JL 2 30 Kartoffeln, per 100 Kilo JL 5.50—6.—, Zwiebeln, per Ctr. JL 8—9. Ochsenfletsch 70—72 H per Pfd., Kuh« und Rindfleisch 58—60 Schweinefleisch 58—60 H, Kalbfleisch 50—60 Hammelfleisch 60 - 65 H. Frankfurt, 17. Febr. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrteben waren ca. 360 Ochsen, 193 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 2u0 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 68—70, 2. Qual. X 64—66, Kühe 1. Qual. JL 60 bis 62, 2. Qual. Jt 52-55, Kälber 1 Qual. "cd TD 3E co 5 CD ” o = = 2 = CD Cd CL ' vr -°D ED Das beste und billigste Mittel zum Waschen und schnellen Reinigen von Weisszeug, Stoffen. 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Wohnungs - Veränderung. 940) Hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich von deute ab im Dosflein'fehen Hause, Walltbor Nr. 99, wobne. Franz Mebi, Kaminfeger. Das Bureau für Stellenvermittelung des Kaufmännischen Vereins, Frankfurt a. Mitunter Patronat der Handelskammer), besetzte in den letzten 4 Jahren über 3300 CommiS- u. LhrlingSfitellen (auch für Nichtmitglieder). ■■HÄBSS Man wolle genan auf die Firma achten. — Mermiethungen. 1024) Eine Mansardenwohnung mit Keller und Holzplatz zu vermiethen und sofort zu beziehen. L- $ irr, Neue Bäue. 1034) Der 2. Stock (ganz oder getheilt) und das Mansardenlogis zu vermiethen. C. Herbert, Nahrungsberg. 1032) Eine Bel-Etage mit 5 Zimmern rc. und eine Mansardenwohnung zu vermie- then bei Jng. Merz, R.-Bahnhofsftraße. 293) Ein Haus, best. aus 7 Zimmern, verschließb. Boden u. s. w. nebst Garten, zu vermiethen. Ebenso eine Wohnung von 4 Zimmern u. s. w. Näheres Grünbergerstraße Lit. B. 151,5. 242) Mansardenwohnung mit Wasserleitung an eine ruhige Familie zu vermiethen. Näheres bei d. Exped. d. Bl. 653) Die Mansarden-Wohnung in meinem Hause, mit Wasserleitung versehen und per 1. März beziehbar, ist zu vermiethen. S. Katzenstein, Seltersberg, _______________Holzhandlung._________ 150) Eine Wohnung von 4 Zimmern, Küche, nebst Zubehör, sowie der Mansardenstock ganz oder getrennt, auch ein einzelnes Zimmer zu vermiethen und gleich beziehbar bei Adolf Hoß, Schießgärten. 570) Ein Logis von 4 Zimmern, Cabinet und Zubehör, bis 1. April beziehbar, zu vermiethen. L. Huhn, Bleichstr. 37. 545) Eine Familienwohnung zu ver- miethen bei Ferd. Felfing, Neuenweg. 768) Das von Herrn W- Max seither bewohnte Logis am Ludwigsplatz ist vom 1. Mai ab zu vermiethen. ___________________A Stollmer. 987) Ein möblirtes Zimmer zu üer= miethen. Heinrich Plank, Neustadt. 975) Ein möblirtes Zimmer sofort zu vermiethen.______________Asterweg 123. 997) Ein freundliches Familienlogis zu vermiethen und bis 1. April beziehbar bei Wernhard Brück, Flügelsgasse. 740) Ein schöner Laden, worin seit 3 Jahren ein Kleidergeschäft mit bestem Erfolg betrieben worden, ist anderweit zu vermiethen, event- das Haus zu verkaufen. Wildhändler Ebel, Marktstraße. 588) Eine Werkstätte, welche auch zu einem Lagerraum benutzt werden kann, ist sofort zu vermiethen- A. Marcus, ____________Reichensand-Bahnhofstr. 224. 885) Das seither von Herrn Uhrmacher Schmidt bewohnte Logis nebst den beiden Läden ist per 15. Juli zu vermiethen, der kleine Laden auch früher. Seltersweg C. 184. Vermischte Anzeigen. W. Hubert, Schneidermeister, bei Gastwirth Schmitt, Gartfeld, empfiehlt sich im Anfertigen von Eivil- sowie Militair-Kleidern unter reeller Bedienung und guter Arbeit Gleichzeitig empfehle ich mich im Reinigen, sowie im Ankäufen alter Kleider. 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Met. (1021 Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.