Nr. 269. Dienstag den 18. November 1879» Kichener 'Anzeiger Anzeige- m!> Amtsblatt fir be« Kreis Gießen. Re-artto«Sbure»u r ErpeditionSburcau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Uolilisch Der Giftbaum. Im preußischen Landtage ist der Manzanillobaum aus der Afrikanerin auf die Bühne gekommen; der preußische Minister für die öffentlichen Arbeiten hat die Börse einen Gtftbaum genannt. Ein jeder Vergleich hinkt, und Excellenz Maybach ist daher von dem Volkstribun Eugen Richter mit den strengen Worten gerügt worden, er scheine von dem Wesen der Börse keine blaffe Ahnung zu haben. Wir aber haben von diesem Wesen der deutschen Börse nicht nur eine Ahnung, sondern wir kennen sie sehr genau. Wir kennen eine pfllchtgetreue, arbeitsame und ehrliche Börse, und dieser Börse hat der Minister unrecht gethan. Diese Börse ist der solide Kapitalmarkt, der Gold und Silber, Banknoten und Wechsel, Staats- und andere Unternehmerpapiere in richtige Bahnen lenkt, Kapitalien sucht und spendet, um sie nützlich anzu- legen; diese Börse ist der große deutsche Waarenmarkt, der die Fäden des Imports und Exports in den Händen hält, die einheimische Production regelt und die Konsumenten befriedigt; sie ist ein nothwendiges und nützliches Institut, wo es sich nur auf dem wetten Gebiete des Handels um Regelung von Angebot und Nachfrage handelt. Wer ihr hier die Wurzeln oder Aeste zerschneidet, der legt die Axt an den blühenden Baum des Wohlstandes. Wir vermuthen aber wohl richtig, wenn von dieser Börse Niemand, am allerwenigsten ein preußischer Minister für öffentliche Arbeiten, Böses spricht. Es gibt aber noch eine andere Börse. So sehr der Handel ohne Specu- latton nicht denkbar ist, so ist doch die übertriebene Speculation iwm Nebel. Eine Börse, welche unsolide Unternehmungen schafft und sie mit schwindelhaften Anpreisungen dem Prtvatbesitz in die Hände spielt, eine echte Gründerbörse ist ein Gtftbaum. Eine Börse, welche das Lotteriesptel im Prämienwesen zum Bedürfuiß des kleinen Kapitalisten macht und täglich durch große Inserate zu diesem Spiel anlockt, so daß ein leider großer Bruchthetl des Volkes, die Staatsbeamten und Privatbeamten, die Geschäftsleute und Handwerker die Sucht nach mühelosem Gewinn erfaßt, so daß der Courszettel zum Gebetbuch geworden ist, und nicht nur Männer, sondern Wetber und Kinder von der verbotenen Frucht naschen, ist ein Giftbaum. Eine Börse, welche kein Geld hat, wenn das Vaterland in Gefahr ist, aber die Anleihen des, Feindes zeichnet und jedes Patriotismus sich entäußert, ist ein Gtftbaum. Eine Börse endlich, die das Parlament korrumpirt, die Presse bestochen und mit den Schwindelpapieren bankerotter Staaten und Städte den kleinen Mann geleimt hat, der heute auf amerikanischen Schwtndelbonds, aus Spaniern, Rumäntern und Türkenloosen trauert und um setn Geld betrogen ist, ist schlimmer als ein Manzanillobaum, denn er betäubt und tobtet nicht nur viele Leute, sondern er verdirbt eine Nation und raubt ihr das Vertrauen auf seine heiligsten Güter. Einen Mann, der diesem Gtftbaum die Wurzeln abzuhacken verstände, den mag das Volk segnen, so sehr auch Börsenälteste und Börsencommtffare ihm flucben. Deutschland. m. Darmstadt, 16. November. In Sachen des den Ständen vorliegenden Gesetzentwurfes, die allgemeine Bauordnung betreffend, hat der Verein hessischer Aerzte an die Mitglieder beider Kammern eine Denkschrift über die sanitätspolizeilichen Vorschriften des Entwurfes gelangen lassen. Die darin niedergelegten Bemerkungen und Anträge beziehen sich auf die Verbesserung der Entwässerung, auf die Beschränkung der Verunreinigung der Luft unserer Wohnräume uud der stets zunehmenden Verunreinigung des Untergrundes unserer Wohnplätze und endlich werden genauere Bestimmungen gegen die allzudichte Bebauung der Grundstücke und insbesondere die gesundheitsschädliche Beschaffenheit der Souterrain- und Dachwohnungen in Vorschlag gebracht. Der Verein hat in letzterer Beziehung eine Reihe von Zusätzen angenommen, welche der allgemeinen Bauordnung für Bayern vom Jahre 1877 entlehnt sind. Der Art. 38 des Gesetzentwurfes bestimmt in seinem Eingang, daß jeder Bau so angelegt sein muß, daß im Falle eines Brandes für die Feuerlösch- und Rettungsanstalten der erforderliche Raum gegeben ist und die entsprechende Zugänglichkeit besteht. An die Spitze dieses Artikels will der Verein hessicher Aerzte folgenden Satz gestellt haben: „Bei allen Wohnhaus-Neubauten müssen Hofräume vorhanden sein und sollen sowohl die neu anzulegenden, als auch die bereits bestehenden Hofräume in einer der Feuersicherheit und den gesundheitspolizeilichen Anforderungen entsprechenden Größe, welche in jedem Falle nach dem Umfange und der Höhe der Gebäude zu bemessen und besonders festzusetzen ist, unüberbaut erhalten werden." Der Art. 62 des Entwurfes bestimmt in seinen beiden letzten Absätzen: „Wohnungen gänzlich unter der Erdoberfläche (Kellerwohnungen) anzulegen, ist verboten. In zum Theil unter der Erde befindlichen Räumen (Souterrains) sind, wofern Local-Polizei-Reglements dieselben nicht unbedingt verbieten, Wohnungen dann zulässig, wenn die nöthigen Einrichtungen zum Schutz der Räume, Wandungen und Fußböden gegen Feuchtigkeiten getroffen sind, und ausreichender Licht- und Luftzutritt stattfindet. Den Local-Polizei-Reglements und in ihrer Ermangelung im einzelnen Falle der polizeilichen Anordnung bleibt vorbehalten, in allen diesen Beziehungen die erforderlichen Vorschriften zu ertheilen." Von diesen beiden Absätzen will der Verein hessischer Aerzte nur den ersten Satz bestehen lassen, im Uebrigen aber bestimmt sehen: „Neue, zum Theil unter der Erdoberfläche befindliche Räume (Souterrains) dürfen nur bei günstigen Bodenverhältnissen in solchen Straßen, in denen die Höhe der Gebäude die Straßenbrerte nicht überschreitet und nur unter der Voraussetzung gestattet werden, daß: 1. deren Fußböden mindestens 0,45 Meter über dem höchsten Grundwasscrstand zu liegen kommen; 2. die Wohnräume mindestens eine Höhe von 2,60 Meter erhalten; er H h ei f. 3. die Decken wenigstens 1,46 Meter, die Fensterbrüstungen aber wenigstens 0,30 Meter über dem Niveau des anstoßenden Grundes angebracht werden; 4. die Mauern durch äußere Jsolirmauern gegen das Eindringen der Feuchtigkeit geschützt und die Fußböden auf eine 0,15 Meter hohe Betonschichte, oder ein doppeltes in Cement - Mörtel gemauertes Backsteinpflaster gelegt werden, endlich 5 für guten Abfluß des Regenwassers und der Hauswässer vom Gebäude gesorgt ist. Weiter wird ein Zusatz-Artikel 62a folgenden Inhaltes beantragt: „Dachwohnungen oder einzelne heizbare Lokale im Dachraum sind nur in Gebäuden von nicht mehr als drei Stockwerken über dem Erdgeschoß und nur unter folgenden Bedingungen zulässig: 1. die lichte Höhe solcher Räume muß wenigstens 2,6 Meter betragen und zwar mindestens für die Hälfte der Fußbodenfläche jeder einzelnen Räumlichkeit; 2. die einzelnen heizbaren Lokale, sowie die sämmtlichen eine Dachwohnung bildenden Räume müssen von gehörig fundirten, massiven oder doch ausge- mauerten Fach, oder Riegelwerkwänden umschlossen sein; Scheidewände aus verputztem Lattenwerk sind nur zulässig, wenn die Herstellung vorschriftsmäßiger Scheidewände nach der Besonderheit des Falles nicht thunlich ist; 3. jedes Gemach (Zimmer, Gang u. s. w.) muß durch mindestens ein Fenster gehörig Licht erhalten; 4. der Zugang zu solchen Gelassen darf nicht über einen offenen Dachraum führen, sondern muß nach Ziffer 2 umschlossen und mit einer Decke nach Vorschrift der Ziffer 6 versehen sein; 5. die Stiege muß mit massiven Mauern von mindestens 0,30 Meter Stärke umgeben sein; 6. Die Decken der Gemächer müssen von dem darüber besindlichen Dachraum durch einen oberen Fußboden und einen Fehlboten getrennt werden, deren Zwischenraum mit reinem, trockenem und unverbrennlichem Material ausgefüllt ist. Die Decken müssen überdies mit einem Mörtelverputz an der unteren Seite der Balkenlagen versehen werden, während die schrägen Flächen mit Bretter- und Lattenverputz oder mit Holzstückung, Lehmumwickelung und Rohrverputz herzustellen sind; am Dachfuße muß für den gehörigen Abfluß des Regenwassers gesorgt werden." Berlin, 14. Novbr. Es 'st nunmehr auch durch Allerhöchsten Erlaß verordnet, daß die Richter und Staatsanwälte des Reichsgerichts eine Amtstracht erhalten. Dieselbe wird aus einer Robe und einem Barett von Wollstoff in carmoisinrother Farbe, sowie aus einem weißen Halstuche mit herabhängenden Zipfeln bestehen. Der Besatz der Robe, sowie die Bekleidung des Randes des Baretts wird von rothem Sammet sein. Der Rand des Baretts wird bei den Räthen mit zwei rothseidenen, bei den Präsidenten mit zwei goldenen Schnüren geziert setn. Der erste Präsident des Gerichts erhält noch überdies einen über die Schultern reichenden Kragen von rothem Sammet, deffen unteres Ende mit Pelzwerk von nordamerikantschem blauen Fuchs besetzt werden soll. Am Barett desselben werden drei goldene Schnüre sich befinden. Die Gerichtsschreiber erhalten schwarze Roben mit carmotsinrothem Umfall- kragen. Für die Rechtsanwälte ist dem Vernehmen nach vorerst von Einführung einer Amtstracht abgesehen, bis dahin, daß die Rechtsanwaltschaft selbst den Wunsch nach einer solchen zu erkennen geben werde. Berlin, 15. Novbr. Der russische Staatsmtntster Walujeff ist mit seiner Familie gestern Abend aus Baden-Baden hier etngetroffen. — Der französische Botschafter, Graf St. Ballier, ist von seinem Be- suche bet dem Fürsten Bismarck in Varzin gestern Abend hierher zurückgekehrt. — Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Das Verbot des Befahrens der preußischen Stromstrecke des Ntemen durch russische Dampfer behufs Trans- Ports von Paffagieren und Gütern sei die Folge der Schwierigkeiten, welche von den Localbehörden von Kowno gegen die Fahrten des preußischen Dampfers „Falke" trotz der ihm aus Petersburg gewordenen Ermächtigung erhoben wurden, sei aus Anordnung des Handelsmtntsters tm Einverständnisse mit dem Auswärtigen Amte erfolgt und beziehe sich dem Zwecke nach nur auf Fahrten behufs Transports von Gütern und Paffagieren. Dagegen sei den russischen Dampfern unverwehrt, zum Zwecke von Reparaturen oder des Ueberwtnterns in Tilsit nach und von dem Tilsiter Hafen ohne Transport von Gütern oder Paffagieren zu fahren. — Dem Vernehmen nach richtete der hiesige Universitäts-Senat bezüglich des Beschluffes der General-Synode über die Besetzung der theologischen Professuren an den Universitäten die Bitte an den Cultusminister, vor seiner Entscheidung über den Antrag, den Senaten aller Landes-Universitäten Gelegenheit zur Aeußerung zu geben. — Die Budget-Commission des Abgeordnetenhauses genehmigte heute das Extraordinarium des landwirthschaftlichen Ministeriums, der Gestütsverwaltung, der Staatsarchive, sowie den Etat der indtrecten Steuern und den Rest des Justizetats ohne erhebliche Veränderung. Hefterreich. Wien, 15. Novbr. Der russische Thronfolger und Gemahlin sind um 2 Uhr Nachmittags nach Berlin abgereist. Aus Wunsch des Großfürsten ist der officielle Abschied unterblieben. — Der Kaiser und die Kaiserin verabschiedeten sich um 1V3 Uhr von dem Thronfolger und seiner Gemahlin in der Hofburg, worauf die Gäste in Begleitung des Königs und der Königin von Dänemark, des russischen Botschafters Novikoff, des dänischen Gesandten Falbe, sowie der ihnen zugetheilten Cavaliere nach dem Bahnhof fuhren und sich daselbst aufts Herzlichste verabschiedeten. — Die feierliche Verzichtlelstung der Erzherzogin Christine sand Mittags um 12 Uhr dem Programm gemäß in z Italien. Die Gesundheit des Ministerpräsidenten Cairoli länaert worden ist. Mailand, 15. Noobr. Der deutsche Kronprinz und Gemahlin sind nach Pegli zurückgekehrt. erfahre von gutunterrichteter Seite, daß unlängst während eines ziemlich häu- figen Briefwechsels zwischen dem deutschen und russischen Kaiser der Kaiser Wilhelm den Czaren in eurem besonderen Privatschrerbm versicherte, weder er noch sein Sohn würden jemals Krieg gegen Rußland führen und bie Zett würde lehren, tote Beide der ganzen russischen Nation günstig gesinnt seien. Zu gleicher Z it wurde der Czar in herzlicher und dringlicher Weise eingeladen, Berlin auf der Reise nach Cannes zu besuchen. Die Antwort lautete, der Czar selber könne nicht kommen, aber der Großfürst-Thronfolger würde den Kaiser Wilhelm besuchen. Petersburg, 15. November. Das „Journal de St. Petersburg" reproductrt die Nachricht der „Tilsiter Ztg." über die Dampferfahrten auf dem N-emen und sagt: Wir haben schon vor mehr als einem Monat con- statirt, daß die durch die russischen Localbehörden ergriffenen Maßregeln redressirt worden sind. Wir glauben daher, daß die Behauptung der „Tilsit. Ztg." aus einem Mißverständniß beruht. — Aus Tschtkislar vom Heutigen wird gemeldet: General Tergukaffoff befindet sich hier. General Gartschm ist erkrankt und begibt sich nach Tiflis. Unter den Truppen ist der Scorbut ausgebrochen. Kirgisen-Kibitken, sowie ein Thetl des Winter-Proviantes sind ringet offen. Spanien. Madrid, 12. Novbr. Die Botschaft, mit welcher den spanischen Cortes die Absicht des Königs, sich wieder zu vermählen, angezeigt wurde, hat folgenden Wortlaut: „Se. Maj der König befiehlt mir, auf Grund des Art. 56 der Verfassung zur Kenniniß der Cortes zu bringen, daß er nach * reiflichem Nachdenken über das, was am meisten zum Heile der Monarchie gereiche, und gleichzeitig geleitet durch die Stimme seines Herzens, beschloffen hat, sich mit Ihrer kaiserl. und königl. Hoheit der Frau Erzherzogin von Oesterreich, Maria Christina, zu vermählen. Die Cortes des Königreichs, tue fortwährend Beweise von Anhänglichkeit an den Thron und glühender Liebe zum Könige gegeben haben, werden ohne Zweifel bei dieser Gelegenheit die Hoffnung Sr. Majestät theilen, daß diese Verbindung zur Verewigung der Dynastie, zur Consoltdtrung des, Repräsentativsystems, zur Befestigung des öffentlichen Friedens, zur Wohlfahrt, zur Größe des Vaterlandes und zum Glücke des erhabenen Fürsten, der heute Spaniens Schicksal leitet, gereichen werde." Der Congreß beschloß, die Botschaft an die Sectiomn zu übergeben, damit dieselben einen Ausschuß ernennen. Madrid, 15. Novbr. Nach hier eingegangenen Nachrichten haben auf den canar-.jchen Inseln bedeutende Ueberschwemmungen stattgefunden, wodurch iehr beträchtlicher Schaden verursacht ist. Nußland. Petersburg, 12. Novbr. Den „Daily News" wird gemeldet: Ich Nom, 15. Novbr. Die Gesundheit des Ministerpräsidenten Cairoli hat sich gebeffert. Derselbe präsidirte bereits wieder im Mtnisterrathe. — Die Nachrichten auswärtiger Blätter über Veränderungen im Ministerium werden von unterrichteter -Leite für vollkommen unbegründet erklärt. — Die Risorma" meldet, daß mittelst einer Declaration vom 11 Novbr. der Handelsvertrag zwischen Italien und England bis zum 31. December 1880 oer- Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Corr espondenz - Bureau. Berlin, 16 Novbr. Der Großsürst-Thronfolger von Rußland und Gemahlin sind heute Vormittag 9*/» Uhr hier eingetroffen, auf dem Bahnhofe vom Botschafter v. Oubril, dem Stadtcommandantcn und Polizei-Präsi- denren empfangen worden und im königlichen Wagen nach dem russischen Bot- jchafts-Hoiel gefahren. Der Großfürst hatte jeden osficiellen Empfang verbeten und empfängt auch die zum Ehrendienst befohlenen Personen erst im Boisckafts-Hotel. — Der Großfürst-Thronfolger von Rußland und Gemahlin erhielten gegen 12 Uh' den Besuch des Kaisers, der hier anwesenden Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses und des Prinzen August von Württem- berg. Der Kaiser irug russische Uniform. Das großfürstliche Paar stattete hierauf dem Kaiser und den anderen hohen Herrschaften seine Gegenbesuche ab. Der G> obfürst trug den Sch varzcn Adler-Orden und die Uniform semes preußischer: Ulanen-Regiments. Um 5 Uhr findet bei dem Kaiser Diner statt, an welchem die Prinzen und Prinzessinnen des königlichen Hauses, das Groß- fürstenpa.-r mit Gefolge, der russische Botschafter, der dänische Gesanore, der Vicepräsident des Staaisministeriums, Graf Stolberg, und der Botschafter in Petersburg, v. Schweinitz, theilnehmen. Petersburg, 16. Noobr. Die „Agence ruffe" bezeichnet die Zettungs- Meldung, daß der türkisch? Kriegsminister Osman Pascha sich nach Lwadta begeben Hobe, um über einen Allianzvertrag zu unterhandelt;, als unbegründet und beme-kt weiter, es liege offenbar eine Verwechselung mit dem Brigade- General Osman vor, welcher sich nach Petersburg begebe, um an Commissions- Berathungen wegen Regelung dec Unterhaltskosten für die türkischen Kriegsge- sangenen theilzunehmen. Berlin, 16. Novbr. Im Lause des heutigen Nachmittags fuhr der russische Großfürst-Thronfolger bet dem türkischen, dem französischen, dem ! östcrreichilchen und dem englischen Botschafter, sowie bei dem General-Feldma-- I schall Grafen Moltke vor. Der Kaiser, das Großfürstenpaar und die hier anwesenden preußischen Prinzen wohnten heute der Vorstellung in der Rom, 16. November. Der Unterrichts-Minister Perez hat seine D->mission eingerncht und verweigert deren Zurücknahme trotz der Vorstellung seiner Collegen. Die Annahme der Demission Seitens deS Königs wird noch bezweifelt. Anwesenheit des Kaisers, der Erzherzoge, der Minister, der Präsidenten der österreichisch-urigarischen Parlamente des diplomatischen Corps und des Gesandten Spaniens als außerordentlichen Vertreters des Königs Alfons und des Cardinals Kutschker statt. Schweiz. Bern, 12. Novbr. Vergangene Woche ist man bei Bohrung des Ricktsiollens am Gotthard-Tunnel auf der Nordseite wieder einmal au, weiches Terrain gestoßen, welches Unterholzung nothwendig machte. Im Ganzen sind jetzt noch 613 Meter zu durchbohren. Irankreich. PariS, 15. Novbr. Das Amtsblatt veröffentlicht ein Dekret, durch welches vas Verbot der Kartoffel-Einsuhr aus Deutschland ausgehoben wird; für Kartoffelkraut, Blätter und -Stengel bleibt das Verbot bestehen. , — Der Minister des Innern legte dem Staatsrathe Gesetzentwürfe vor über Bestätigung der bürgerlichen Persönlichkeit der Diöcesen und Beschränkung ihrer Desugniffe bezüglich des kirchlichen Einkommens der faßWw \ Etablissements hauptsächlich auf die Anlage von Schulen und Wohlthätigkeits- Anstalten; ferner über die inneren Verhältniffe der Bekenner der Augsburgi- schen Confession, welche durch neuere gesetzliche Bestimmungen reorganistrt waren; endlich einen Gesetzentwurf, wonach die Rechnungslegung über Kircheneinkünste den Präfektur-Räthm unterstellt werden soll. Paris, 15. Noobr. Die „Agence Havas" meldet aus Cannes vom beutiaen Tage: Gestern arretirte die Poltzet ein Individuum, das in die Villa des Dunes" bei der Kaiserin von Rußland eindringen wollte. Aus die Polizeiwache geführt, wurde das Individuum daselbst als ein gewisse- Mever 25 Jahre alt, aus Petersburg gebürtig, recognoscirt. Ein Portrait und Briese in-russischer Sprach- mit der Abrisse der Kaiserin und mehrerer russischer Periönlichketten wurden bet dem Arrestanten vorgesunden, der im Arrestbause In Graffe consignirt wurde. Paris, 15. Novbr. Anläßlich des an der gestrigen Börse verbreiteten Gerüchtes brschästtgte sich der Ministerrath heute mit den auswärtigen Angelegenheiten. Der Minister des Auswärtigen, Waddington, erklärte, es lägen ohne Zweifel im Orient Schwierigkeiten vor, die der Lösung harrten, und Gegensätze, die zu versöhnen feien; aber es sei keinerlei Verwickelung zu befürchten. Nich-s lasse eine Action der Mächte außerhalb des dtplomat,scheu Terrams befürchten. — Das Journal „Le National" sagt, Finanzminister Lson Sah habe erklärt, daß die Baisie an der gestrigen Börse tedtgltch von der Speculation herbeigesührt worden sei. England. London, 15- Novbr. Meldung des „Reuter'schen Bureaus" aus Teheran vom 14. ds.: Die Nachricht von der Ermordung der englischen Gesandtschaft zu Kabul traf am 13. Septbr. in Herat ein und wurde von der dortigen Bevölkerung freudig begrüßt. Letztere ist entschloffen, Herat bis auf den letzten Man« zu verthetdtgen. Abu Khan, Gouverneur von Herat, der den Engländern durchaus feindlich gesinnt ist, oertügt über 9300 Mann Infanterie. — Die Nachricht, daß Admiral Hornby angewiesen sei, in 4 Tagen ostwärts zu segeln, ist der „Times" zufolge unbegründet. Ebensowenig habe der Botschafter Layard jemals die ausschließliche Anstellung von Engländern in Kleinasien gefordert. , — Der ehemalige Minister Forster hielt gestern in Leeds in einer von etroa 700 Personen besuchten liberalen Versammlung eine Siebe, worin er die Politik der Regierung angriff und hervorhob, die jüngste Erklärung Salisburys über das deutsch-österreichische Bünoniß habe Mangel an Würde und Selbstschätzung gezeigt. Eine Folge hiervon sei Rußlands Erbitterung gegen England. Foister glaubt, daß, wenn die gegenwärtge Regierung im Amte bleibe, der Krieg mit Rußland wahrscheinlich sei. Durch die jüngsten Schritte Englands in Konstantinopel wolle die Regierung nur die Convention betreffs Cyperus annulliren, indem sie von der Bestimmung Nutzen ziehe, welche der Regierung gestatte, von der Convention zurückzutreten, falls die Reformen richt ausgesühri würden. Vermischte». 'Lick 13 November. Heule suud v-chi-r di- B-erdigunz d-s letzten vee hiesigen Veteranen aus den L-fr-iungskri-gen, de« Sckl°si-rmnsi-r« H°inri» Schnab-i, statt °n am 11. t>. Mts. nach dieivi-rt-tjährig-m schweren Lewen un vollendeten 82. L b-nSi-h.- starb. Ein zahlreiches Geleite von Männern und S-°u-n aus allen Stanoen b-gl-n-t- den allgemetn geachteten und geliebten Greis zu seiner letzten «ub-statt- und de. hiesige Kriegerv-r-in erwies seinem alt°n Älrieadfcmeraben bie legten mtutarl] d)en übten. ryitAübe und deren Nachtheilc für bie öffenliche ©efunbbeit.j Thierarzt Visen; in Arras (.Frankreich) macht darauf aufmerksam, baß im Norben Frankreichssie 8anb»nl^ fdmft rbr Lauvlcrträaniß durch Milch- und Butterverkaus finde, baß aber bas dort übliche Verfahren ein gcsundbcitsschädlickes fei Man läßt dabei eine Kuh neun bis zehn Mal kalben, wahrend der Kleinbauer besser daran tbate, höchstens 3 Kalber von einer Kuh zu nehmen, da diese älsbann im Aller von etwa sieben Jahren noch in voller Kraft sei, das Futter gehörig ru verdauen und zu verarbeiten, gute Milch und beim Masten eine große Menge Fleisch zu liefern. Fünf oder sechs Jahre später dagegen sind die Kühe meist brustkrank und zwar int Verbältnck von 3«)—30 pLt., stecken die Nachbarkühe an und verpflanzen den Keim ver Krank- he.t auch auf ihre Kalber. Zu dieser Zeit geben die Kühe eine Milch, welche arm a» Woff, Butter und Milchzucker, aber reich an Wasser und Kalksalzen ist. Eine solche Milch muß sich natürlich ungünst.g für die kleinen Kinder, deren einzige Nahrung sie brlbet, erweisen. Was das Fleisch anbelangt, so ist dasselbe nicht ohne Äefabr für bie, welche es genießen. Es chemt, datz die brustkranken und perlsüchtigen Kühe ein für den Consumemen um so nachtheiligeres Fleisch liefern, je älter sie sind Man sollte in der Landwirthschaft dahin die Zahl ber alten Kühe zu verringern unb nur junges kräftiges Vieh zu halten, wie dies in den besseren deutschen Lanbwirth'chaften immer mehr geschieht. „ u — Klassischer Bericht beS Schulzen Sch. zu E. an bas Kgl. 8mt -u Neustadt a. M. Rübenberge, Provinz Hannover „Anzeige von einem von Tollwuth occipirten Hunde. - Dieser Nacht bluß der Nachtwächter Jsermann auf seiner Trompete, da^ kam em in der Dunkelheit unverkennbarer Hund von rückwärts herbei und ward der Nachtwächter Jsermann von selbigem Lokales. Gisßen, 17. November. Kommenden Sonntag, den 23. b., wirb in Darmstabi baS Denkmal des Abqeorbneten August Metz, des hochverdienten hessischen Dolksmanns, enthüllt werden. Das Comite für das Metz - Denkmal ladet zur Feier der Enthüllung alle Verehrer und Freunde des Verewigten ein. . — Am Sonntag, den 30. dis., gedenkt das Schweb. Sanger-Quartett aus Stockholm, welches bereits im ganzen Europa mit größtem Erfolg concertirte unb eben aur ber Rückreise von Portugal und Spanien nach St. Petersburg begriffen tft, ein einmaliges Concert zu geben. Wir verfehlen nicht, einstweilen hierauf aufmerksam zu macken. — Em Besuch im Geschäftslocal des Herrn Giuseppe Lazzeri, welcher tm Hause bks Herrn Dr. Dornseiff Florentiner Marmorwaaren zu sehr billigen Preisen verkauft, bürste darum sckon zu empfehlen fein, weil man hier für weniges Geld em prachtvolles Weih, nachtsgeschcnk erwerben kann. Auf bie Versteigerung im gebuchten Local machen wir noch ganz 6 f°n — Am Samstag Nachmittag entstand im alten Schloß ein Caminbranb, welcher indeß baldigst durch einen lierbeicitirten Kaminfeger gelöscht wurde. — Die Offenbacher Verloosungsliste liegt für Interessenten auf unserer Expedttron jur s ^Heerte Nacht wurde von einem Schutzmanne ein nicht paientlrter Laternenausmacher erwischt. m'A feintt L ■ tIMobnfc 6,6 SW«. Male dos « „d° unb «I«*®5.' Axt „M -in Bevor §oncessionse' wurde, eimc Bahnrichtuni Bahn ausgel Bicinalstraß mit Friedricl Bingenheim, berg in die setzung, daß Die Minori! aus, daß m- bauen solle, Friedberg le psenxrMsa Dienstag No soll auf dem dahier, die de Weber von 5Iur40,41f/10 meistbietend rcichter Xap sofort erthell Gießen, Großherzo 7244' Monta, Äc sollen auf dahü stücke des He> Flur. Mir 11437'Ao 88Ü W/io 39 meistbietend i Gießen, de Großh ■6874) Mittwv 3 werden im Gegenstände 1 Soph 1 Secre 1 Schro 1 Kahm 2 runde 1 Sopho 1 viereckt Eevtlich meh k von l Men in s Müller ^ssen Conc Nber; ■ l Pferd \ Mutt, 9 Stil eftea io . 3C w 2E » i( t 7 .H 4 J» Pan Pari 7'4 w. ?« Nr *' ®rt>« !t 8elt Itien. ,eife tinyh, 7t lauttte, ölOer würde ^lersbourg« Ehrten auf Monu toj. Maßregln der „T'U Tergukaffoff M Tistes. ‘Bitten, sowie Si^lonb unb 1 btm Vahn- Polizechiüß, russischen At- psang verbeten uen erst im chlin erhielten Prinzen unb von Württem« Paar stattete Gegenbesuche Uniform seines *r Diner statt, s, bas Grog« Gesanöle, der er Botschafter : die Zeitungs« nach Lioadia i unbegründet dem Brigade- 1 LvmuHons' ischen Sriezsge- tag§ fuhr der Wen, bem leral-Feldma'.- unb die hier Lung bet stuz hat seine trotz der Dor- iuS des Königs , in Dimn^t d-r ißltömaM enthM iflung alt r-Quartett -uS ertnte unb «Wa ist, ein tm* im ' «rtiitn »erkauft, et»*"1“ ,‘sxy .1 «etiS irfiuit übliche M Agl kalb-"' b'8 nebn""',^ do« ,it V-nS^-r ist !traof un ,^a"k- riefet «2ff! fflüBJl(2 hä*1. (im»nn Frankfurt sich richtenden Verkehr eine Berührung von Friedberg unnöthig und auch nicht dienlich sei. Hierauf wurde weiter beschlossen, daß jur Aufbringung der zu den Vorarbeiten nöthigen Summen, nachdem der Betrag derselben festgestellt sei, die direct und indirect beteiligten Gemeinden aufgefordert werden jo Uten. Schließlich gab die Versammlung in ihrer größten Mehrzahl ihrem Bedauern über die Seitens der Majorität der zweiten Kammer erfolgte Ablehnung des Verkaufs des hessischen Anthe'.ls an der Main-Weser-Bahn Ausdruck, weil dieselbe der Meinung war, daß mit der Verkaufssumme dem Lande die Mittel geboten gewesen wären, die Ausführung des namentlich für Oberhessen nothwendigen Secundärbahn- Netzes zu unterstützen, wobei man von der Ansicht auSging, daß die dem Oberhessischen Verkehrsbedürfniß wegen ihrer falschen Richtung wenig entsprechenden beiden Ober- hessischen Bahnen nur durch Einfügung eines zweckmäßigen Seeundärbahn-Netzes, unb mit diesem verbunden, nutzbarer gemacht werden lönnten. Man faßte dabei die Erbauung einer Secundärbahn von Alsfeld nach Hersfeld, einer solchen von Schlitz nach Salzschlirf, ferner einer solchen von Gedern nach Stockheim, von Schotten über Nidda unter Mitbenutzung der Oberhessischen Bahn nach Stockheim und dann von Stockheim über Altenstadt nach Assenheim in's Auge. durch seiner Hand gebissen und zwar von Hinten, ohne dabei zu bellen. Da dies ein gegen die Oewobnbctt der Hunde verwirrter Lhatbestand ist und ich mir verpflichtet halte, W möge das Königliche Amt dabei sein Auskommen finden. Der Schulze Sch.' Gingesandt. Aus Oberhessen, 13. November. Am 11. d M. trat zu Hungen zum ersten Male das Comite für Erbauung einer Secundärbahn von der Station Mücke der Gießen-Fuldaer Bahn nach Friedberg, resp. Nieder-Wöllstadt zusammen. Den ersten Geaenstand der Verhandlungen bildete die Berathung der an Großherzogliche Staats- reaierung sowie die beiden Kammern der Stände zu richtenden Eingaben, die im Entwürfe vorlagen. Nach eingehender Besprechung wurden die Entwürfe angenommen und der Vorsitzende des Comites, Graf zu Solms-Laubach, beauftragt, die Em- aaben Namens desselben an die betreffenden Adressen abgehen zu lassen. Dieselben gipfeln in dem Ersuchen an die Großherzogliche Staatsregierung: „Dem Anträge des Freiherrn von Nordeck zur Rabenau Folge geben „unb danach möglichst bald einen Gesetzentwurf wegen Erbauung und Sub- „ventionirung von Secundärbahnen im Großherzogthum den beiden Kammern „der Stände vorlegen zu wollen" und gleichmäßig in demjenigen an beide Kammern der Landstände: „nicht nur genanntem Anträge Folge geben, sondern auch speciell Grotzherzog- liche Staatsregierung um alsbaldige Ausarbeitung unb Vorlage eines Gesetzentwurfes wegen Erbauung und Subventionirung von Secunbärbahnen "im Großherzogthum ersuchen zu wollen." Bevor bann weiter in der Besprechung wegen Ausbringung ber zum Zwecke ber Concessionserwirkung notbroenbigen Specialvermessung crforberliefe en Mittel eingetreten wurde einigte sich die Majorität der Versammlung hinsichtlich der vorzuschlagenden Bahnrichtung dahin, daß dieselbe — von der Station „Mücke" der Gießen-Fuldaer Bahn ausgehend - unter möglichst ständiger Benutzung der Staats- und besseren Vicinalstraßen die Orte Flensungen, Stockhausen, Freienseen, Laubach Ruppertsburg mit Friedrichshütte, V'llingen, Hungen, Inheiden, Utphe, Berfftadt, Echzell Gettenau, Bingenheim, Reichelsheim, Dornajsenheim, Offenheim, Fauerbach berühren und m Friedberg in die Main-Weser-Bahn einmünden solle, letzteres jedoch unter der Voraussetzung, daß eine solche Einmündung nicht zu schwierig und kostspielig sich gestalte. Die Minorität ber Versammlung sprach sich im Interesse bes größeren Verkehrs bahin aus baß man von Reichelsheim nach Assenheim unb von da nach Nieber-Wollstabt bauen solle ba von Assenheim, einer Station ber Friebberg-Hanauer Bahn, immerhin Handel und Verkehr. Frankfurt, 15. November. «Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete st nach Qualität der Centner X 2.50 — 3.40, Stroh X 2.30—2.80. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 0.90, 2. Qual X 0.80, im Detail 1. Qual. X 1.20—00, 2. Qual. X 1 10—00. Eier das Hundert deutsche X 6.40 bis 8.20, ttal. X <>.00. Ganze Erbien das Psd. 28—32 geschälte Erbsen 30 - 36 H, Bohnen 24—28 Linsen 34—50 H Weißkraut das Stück — 100 Stück 6—10 X, Rothkraut, 1 Stück 10-20 H Kohlrabi — H, Kohlkraut ^—10 H, Blumenkohl 1 Stück 20—70 Wirsing 6—12^,, Kartoffeln 100 Kilo X 6 8, Zwiebeln 25 Bund - X. Merrettige 100Stück 14 Xi 1 Stück — Ochsenflency per Pfund 65 — 70 Rindfleisch 60—00 Kuhfleisch 60-00 Kalbfleisch 50 — 55 Stier- und Farrenfleisch Hammelfleisch 45—65 Schweinefleisch 60—70 ein Hahn X 0.70—1.30, ein Huhn X 1 1 60, eine Ente X 1.50-2.40, eine Gans ^5-8, eine Taube, 40—50 H. Aepfel l00St. X —. 8 Eine practische Hausfrau schreibt: „—Ich habe bas mehrfach in den Zeitungen empfohlene Buch: Wort an alle Hausfrauen" mit Interesse gelesen und bin dadurch auf Einrichtungen verfallen, welche meinem Haushalte nach verschiedenen Richtungen hin zu Gute kommen rc." - Indem wir dies Urtheil hier abdrucken, machen wir darauf aufmerksam, daß die Firma: Th. Hohenleitner m Leipzig und Basel das fragliche Buch gegen Briefmarke gratis und franko versendet. Versteigerungen. Dienstag den 16. December, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem Bureau Großh. Ortsgerichts bahier, die dem Pumpenmacher Friedrich Weber von Gießen zustehende Hofraithe Flur40,41°/io, Hofraithe links der Chaussee, meistbietend versteigert werden. Bei erreichter Taxation wird die Genehmigung sofort ertheilt. Gießen, 4. November 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 7244 ■_____Müller_________ Montag den 1. December, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Heinrich Weber Flur. Mtt. II./137Vio 882 Grabgarten in den mittelsten Schießgärten, H./137Vto 394 daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 20. Oktober 1879. Großherzoglichcs Ortsgericht. •6874) Müller. Bekanntmachung. Mittwoch den 19. Novbr., Vormittags 10 Uhr, tderben im hiesigen Pfanblokal folgende Gegenstände: 1 Sopha, 1 Secretar, 1 Schrank mit Spiegelscheiben, 1 Nähmaschine, 2 runde Tische, 1 Sopha, 1 viereckter Spiegel öffentlich meistbietend versteigert. Gießen, den 10. November 18/9. 7504) Geißler Gerichtsvollzieher. Versteigerung. Mittwoch den IS. lfd. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in der Hofraithe des Karl Müller in Nieder-Ohmen, als zu dessen Concursmasse gehörig versteigert werden: 2 Pferde, ' 2 Kühe, 1 Mutterschwein mit 6 Ferkel, 2 Schweine (Dicke), 9 Stück Hühner, circa 100 Ctr. Heu, , 30 Ctr. Grummet, 25 Fuder Hafer, 10 „ Geiste, 7 „ Korn, „ 4 „ Waizen, eine Parthie Stroh, eine Parthie Dickwurz, Kraut und Kohlraben. Grünberg, den 11. November 1879. Der Maffeverwalter: 7400) Karl, Sparkasserechner. Akt gemeiner Anzeiger. Bekanntmachung» Die Nealschul- und städtischen Schulgelder pro III. Quartal er. können innerhalb 8 Tagen an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Nealschul- und Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, den 13. November 1879. Der Stadtrentmeister. 7480) Enders. Um die theure Rückfracht nach Italien zu ersparen, bin ich gesonnen den Rest meiner JTorcntiner und pieörafanta= Marmorwaren, bestehend in Tausend nerschiedenen Formen in Blumenvasen, Kannen, Tafelaufsätzen, Frucht - und Visr'tenkartenfchalen, Galanterie-Gegenstanden für Salon und Zimmer, Dienstag h. 18. Jioo., Nachm *|ä2 Ähr, in unserem Geschäftslokale, im Hause des Herrn Dr. Dornseiff in der Schulstraße, auf dem Versteigerungswege zu veräußern und bitte um recht zahlreichen Zuspruch. (7481 Giwseppe Lazzeri aus Florenz. Vostrsbildungsvcrein in Gießen. 7361) Dienstag den 18. d. Mts, Abends 8l/2 Uhr, findet im Cafe Ebel (Balzer) die ordentliche Generalversammlung des hies. Lolksbllduugsvereins statt. Gegenstände der Tagesordnung sind: 1) Bericht über die Vereinsihäligkeit im verflossenen Jahr. 2) Rechnungslegung. 3) Ergänzungswahl des Ausschußes. 4) Berichterstattung über die am 26. vor. Mts. in Frankfurt a. M. abgehaltene außerordentliche Generalversammlung des Verbandes mittelrheinischer Bildungsvereine. Zu recht zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein Gießen, den 10. November 1879.__Der Borstand. Flaschenbier-Verkauf. Loh'sches Lagerbier, Exportbirr aus der Aciien-Brauerci liefert in allen Quantitäten in'S HauS . ( . Muller, 7503) vis-a-vis dem „Prinz Carl“. Harzer KümmelHandkäse empfehlen (7499 I. A ®ufd> Söhne. Tannen « Buchen- Brennholz empfiehlt (7203 N. Katzeiisteiu. Mittwoch den IS. Novbr., Vormittags 11 Uhr, werben im hiesigen Pfanblokal zwei voll- ftönbige Betten öffentlich meiftbietenb versteigert. Gießen, ben 10. November 1879. 7505) Geißler, Gerichtsvollzieher. Verkauf vou eisernen Pumpentheilen. Montag den 24. November soll in hiesigem Rathhause eine große Partie zurückgelegter gußeiserner Pumpenrohre , Pumpentheile, Pumpensäulen u ib verschiedenes Schmiedeeisen, ungefähr 30 Centner, meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist Morgens 10 Uhr. Villingen, den 15. November 1879. Großh. Bürgermeisterei Villingen. 7495)g immer. Aeikgeöotenes. 7466) Zwei nufebaumpolirte Kinder- bettlädchen, fast neu, billigst zu verkaufen. ___________Schloßgasse Nr. 6 1. jStocf. 6338) Heute treffen frisches geräucherte Kieler Fellbücklioge wieder ein. J. A. Husch Sohne. 7492) Täglich frische, ausgeweibete Schellfisch^ Cabliau, Dorsch^ Mündern (sog. Seezungen) per Pfb. 28 in Postkiften ä 10 Pfb. (Brutto für Netto', bei 3 Kisten Pfb. 25 zollfrei unb franko gegen Postnachnahme. Verpackung, Kochrecepte unb Preislisten gratis. A. D. Mohr, Ottenfen b. Hamburg. Frima ital. Maronen empffeblt (7446 Gg. Will). Meidig Russen- u. Mäusekartoffel ä Ctr. X 4.50. weiße unb gelbe Kohlrabi ä „ „ 2.—. schönes Kraut ä Stück. . . . „ —.8. 7432) Friedricfe CoN, Neustabt 201. 7468) Ein noch sehr gut erhaltener Reise-Pelz ist billig zu verkaufen bei I. Becker, Asterweg 125. Wild. Hasen unb Rehbraten finb zu jeher Zeit auf Bestellung zu haben 7507) ________Wilbhänbler Ebel. _ 7367) Ein Äcker am Rodberg, 1 unb 3/< Morgen haltenb, zu uerfauien. Näheres bei___________A. Bey fuß. 7482) Ein Hofthor, welches sich zu einem Scheuernthor eignet, zu verkaufen bei Ludwig Pfaff. OODOaODODOOOQODOQOQOOODODOQOaoaaO'QOOaOQOOOQOOOOOQODODOOOOODODOnODOO | □ Nur Schulstraste 21 im «Hause des Herrn vr. Dornseiff. § I Aiisverkmir in Herren- und kiiiilien-liiirileriilien. I 0 Aus vielseitiges Verlangen habe ich meinen Ausverkauf in Herren- und Knaben-Garderoben auf kurze * □ Zeit verlängert, gleichzeitig mache ein geehrtes Publikum auf eine neue Sendung fehr billiger Winterüberziehei* 0 0 aufmerksam. Ebenso Herren-Anzüge, JTaquetts, Sackröcke, Schützenjoppen, Hosen 0 a und Westen und Knaben-Anzüge. § g Aas Acrkaufslokal befindet fich nur im Haufe des Herrn Dr. Dornseiff, g ° Schulstraße 21. § □ eres) Rheinischer Mei der ■ Ifasar» § QODOOOOODOOOaODOOOOODOOODOOOOOOOOlOIOOOODOOOCOaOOOOODOOOOODOaOOOaoaOD £XX«XXXXXXXXIXIXXXXX*XXXXXX X Um dem Andrang des Publikums zu genügen, X X sehe ich mich genöthigt, den X x Grossen * I WeMHs-Äusverkur I 2 2 $ im Locale des Herrn X UkuNadt Geilfuß Neustadt X X bis zum «5. d. ML zu verlängern. X X Nachstehende Preisliste besagt alles Nähere. 8 Preisliste: Herrenreitstiefel, Doppelsohl., mit Falten von Mk. „ „ ohne Falten „ „ Herrenarbeitsstiefel.......„ „ Herrenschaftenstiefel, Doppelsohlen . . „ „ Herrenzugstiefel........ „ „ Knabenzugstiefkl mit Doppelsohlen . . „ „ Knabenstulpensttefel........ „ Damenzugstiefel........„ „ Mädchen-Knops- und Zugstiesel . . . „ „ Kinderstiefel.........„ „ 18 an, 17 „ 8 „ 8 „ 7 „ 5. 50 an, 6 an, 5 „ 4 „ 1 „ FU;waaren. Dameufilzstiesel ........von Mk. 2. 50 an, Mädchen- und Kinderfilzstiefel ... „ „ 1 an, Herren- und Damenfilzpantoffel . - „ „ 1. 20 an, Kinderfilzpantoffel ■ ■..... „ „ — 80 „ Wegweiser X um nicht irre zu gehen. X | Der große Husoerftauf von § z Abraham Weil IV.ausGernsheima.Rb. X X befindet sich nur im X unteren Lokale des Hrn. Geilfuß X X in der Neustadt in GIESSEN. X X Der Verkauf dauert in dem Locale noch bis X X ZUM 27. d. M. 7496 X XUXXXXXXXXXXX\X\XXXXXXXXXX* Nürnberger Lebkuchen aus der Fabrik von Häberlein, königl. Hoflieferant, in verschiedenen beliebten Sorten, empfehlen (7502 •/. 1. Busch Söhne« Geschäfts - Veränderung. 7501) Wir bringen hiermit jur Kenntntß unserer geehrten Geschäfts freunde, daß unsere settber geführte Firma Flick & Kröll erloschen ist und daß Herr H. Flick die Ermächtigung hat, die Axs- stände der erloschenen Firma einzuzieben. Das Geschäft wird von Herrn A. Kröll unter seinem Namen für alleinige Rechnung fortbetrieben und bitten wir das der erloschenen Firma bewiesene Vertrauen und Wohlwollen auch auf die neue Firma zu übertragen. Gießen, den 15. November 1879. Mit Hochachtung «. Flick. A. Kröll. Aus vorstehende M'ttbeilung höflichst Bezig nehmend, werde ich das seither unter der Firma Flick <$? Kröll betriebene Eisen- und Eolonialwaaren-Geschäft unter meinem Namen in seitheriger Weise fortfübren und werde stets bestrebt sein, meine geehrten Kunden durch billige und reelle Bedienung zufrieden zu stellen. Gießen, den 15. November 1879. Hochachtungsvoll August Kröll. Danksagung 7497) Für die bei dem Tode unserer unvergeßlichen Tochter, Schwester und Nichte Elisabeth Eicbemkger uns geschenkte große Theilnahme, sowie auch für die überaus reichen Blumenspenden und die Begleitung der Verblichenen zu ihrer letzten Ruhestätte fühlen wir uns gedrungen unseren tiefinnigsten Dank hiermit auszusprechen. Die trauernden Hinterbliebenen. Werwiel-ungen. 7498) Der oberste Stock meines Hauses bestehend au5 5 Zimmern, Küche, Wasserleitung 2C. ist anderweitig zu vermiethen. ________Emil Fischbach. —7506) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. Marktstraße D. 29. ~435) Der 3. Stock meines Hauses zu vermiethen.____________Dr. Dornsetff 5820) Freundliche neue Wohnung, 6 geräumige Piecen mit Zubehör, Hof, fließendes Wasser, Gartenbenutzung, zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Bl. 4383) Zimmer mit Cabinet zu vermie- then._____________Frankfurterstraße 32,3. 7436) Ein freundliches Familienlogis, bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör ist zu vermiethen und sogleich be- ziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bl. 7086) Das seither von Herrn A. Katz bewohnte Familienlogis ist sofort ander- weit zu vermiethen bei Earl Burkhardt, Neustadt. 7488) Eine schöne kleine Familienwoh- nung vermiethet 3acob Vogt, Wallthorstraße. 6591) Zwei Logis zu vermiethen. ____________Adolf Hoß, Schießgärten. 7487) Ein kleines Logis zu vermiethen. Mühlgasse D. 68. 7399) Möblirte Zimmer, mit und ohne Cabinet, per 1- December billigst zu vermiethen. Wo? sagt die Exped d. Bl. 6538) Ein Familienlogis und ein möblir^ tes Zimmer zu vermiethen Neuenweg 134. 7431) Ein ordentlicher Aibeiter kann Schlafstelle erhalten. Neustadt D. 94. 436) Laden mit Wohnung zu ver- miethen. Näheres in der Exped. d. Bl. Vermischte Anzeigen. 7493) Ein Mädchen sucht einen Laufdienst oder sonstige Beschäftigung. Näh. Schloßgasse 254 im Hinterhaus. "7500) Mein Berkaufslskal befindet sich '^AfierwegM.A. 100 ________B. Pfeiffer, Geschirrhändler. 7491) Zu 2 kleinen Kindern wird so- fort ein bescheidenes junges Mädchen aus anständiger Familie gesucht. Offerten sind an II. H.., Bulzbaeb, postlagernd zu richten.___________________________________ 7494) Ein anständiges feineres Mäd- chen, welches selbstständig kochen, bügeln und dem Gemüsegarten vorstehen kann, wird auf Weihnachten gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl._____________________ Ein Mädchen, das in allen häuslichen Arbeiten, im Nähen und Bügeln erfahren ist, sucht Stelle auf sogleich oder später. Näheres in der Exped d. Bl. zu erfahren. 7420) Wirthstische, Stühle und Bänke werden zu kaufen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts._________________ 7430) Ein bis zwei Schüler können Kost und Logis erhalten. Neustadt D. 94. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Drnck und Verlag der Brühllschen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.