d?r. 188* Mittwoch dm 18. Juni 4S79. Weßener Anzeiger A»;kize- usi Amtsblatt sir heil Kreis Gießen. RedaettonSvureaur 1 »,, r_ , n 1O «rp«dittonS»nr-aur f ^chulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. AoliLLscher Hheil. Dee Dank der kaiserlichen Majestäten. Berlin, 15. Juni. Der „Reichs-Anz." bringt an seiner Spitze folgenden Erlaß: Dank dem Walten der göttlichen Vorsehung ist es Uns vergönnt gewesen, am 11. Juni das 50jährige Jubiläum Unserer Vermählung zu begehen und dabei zu beobachten, wie dieser Tag Unserer persönlichen Erinnerungen sich im ganzen deutschen Vaterlande und weit hinaus über dessen Grenzen, wo Deutsche beisammen weilen, zu eintm Festtage von allgemeiner Bedeutung gestaltet hat. Mehr als je ist Uns kund geworden, von welcher Liebe und Anhänglichkeit daS deutsche Volk für seinen Kaiser und dessen Haus erfüllt ist. Die beMckwün- schenden Huldigungen in der Form von inhaltlichen Zuschriften, telegraphischen Grüßen, freudigen Festspielen, poetischen und künstlerischen Widmungen, duftigen Blumenspenden u. s. w. wuchsen zu einer volksthümlichen Bewegung an, welche nicht ohne tiefen Eindruck auf Uns geblieben ist. Jndeß nicht hieraus allein hat sich die Besriedtgung Unseres Gemüths beschränken dürfen. Es ist vielmehr auch in anderen höchst würdigen Erscheinungen ein erfreuliches Ver- ständniß zu Tage getreten. Eingedenk des in bedrängten Zeiten mehr und mehr steigenden Bedürfnisses nach energischem, hülfretchem Wirken hat man dein Gedanken Raum gegeben, Unser Jubiläum zum Anlaß zu nehmen, um ein über das gesammte Reich sich erstreckendes Netz von Stiftungen zu mannigfaltigen, dauernden Zwecken der Humanität zu begründen. Wir fühlen UnS gedrungen, auch an dieser Stelle zu versichern, daß hiedurch mit besonderer Wärme von Uns gehegte Wünsche ihre Erfüllung erhalten haben. In welchem Maße und in welcher Weise sich aber auch die Thetlnohme an Unferm Jubeltage geltend gemacht hat — Wir wollen Allen, den Nahen wie den Fernen, für ihre Aufmerksamkeiten danken, und beauftragen Sie daher, diesen Erlaß alsbald zur öffentlichen Kenntniß zu bringen. Berlin, den 13. Juni 1879. Wilhelm. Augusta. An den Reichskanzler. Keutschtand. Darmstadt, 14. Juni. Das heute ausgegebene Großh. Regierungsblatt Nr. 23 enthält: 1. Gesetz, die Ausführung der deutschen Strafproceßordnung betreffend. 2. Gesetz, das Verfahren in Forst- und Feldrügesachen betreffend. m. Darmstadt, 16.Juni. (Evangelische Landessynode. 25. Sitzung.) In heutiger Sitzung wird zunächst die Berathung des Entwurfs einer Dienstpragmatik für die evangelischen Geistlichen zu Ende geführt und Annahme der §§ 35—42 nach den Anträgen des Ausschusses beschlossen. — Es folgt die Berathung über den Antrag der Abgg. Rieger und Marx, die Landessynode wolle das Ober-Consistorium ersuchen, die Großh. Staatsregierung daraus aufmerksam zu machen, daß der Art. 228*) des Polizeistrafgesetzes durch die darin enthaltene umfassende Privilegirung der Gasthäuser und Garküchen illusorisch wird und die Abstellung dieses Uebelstaudes, sei es im Wege der Landesgcsetzgebung, sei es durch Einwirkung auf die Reichsgesetzgebung, zu empfehlen. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Abgg. Schröder, Curtmann, Vogt, Dieffenbach, Rieger, Müller (Alsfeld) und Clemm betheiligen, wird der Antrag des Ausschusses angenommen, wonach das Ober-Consistorium ersucht wird, der Regierung die Abstellung des Uebelstandes durch angemessene Handhabung und Erläuterung des Artikels (eventuell Aenderung der Gesetzgebung« zu empfehlen. — Der Abg. Dieffenbach hatte beantragt, die Synode wolle Großh. Ober-Consistorium ersuchen, daß dasselbe die Verwendung der seither der Landeswaisenanstalt zufließenden Collecten bei evangelischen Taufen und Copulationen, sowie am Neujahrstage zu kirchlichen Zwecken anordnen, beziehungsweise die Erlaubniß zu einer solchen Verwendung erwirken möge An der sich hierüber eutspinnenden Debatte beteiligen sich Ober-Con- sistorialpräsident Goldmann, dieOber-Consistorialräthe Linß und Habicht, sowie die Abg. Köhler (Darmstadt«, Dieffenbach, Müller (Alsfeld), Köhler (Friedberg), Groh und Strack und gelangt schließlich der Antrag des Ausschusses zur Annahme, die Synode wolle — dem Anttag des Abg. Dieffenbach, soweit derselbe noch nicht seine Erledigung gefunden, in seiner wesentlichen und allgemeinen Richtung beitretend — an Großh. Ober-Consißorium das Ersuchen richten, daß dasselbe nach erzielter Freigebung der Neujahrscollecte und der sogenannten Lüchsengelder für rein kirchliche Zwecke die Zuweisung der gedachten Sammlungen an die Kirchenvorstände rur Verwendung für die Pflege der Armen, Kranken und Verwahrlosten auf Grund des § 47 Nr. 3 der Kirchenverfassung anordnen wolle. — Ein Antrag des Abg. Rieger geht dahin, die Synode wolle das Ober-Consistorium ersuchen, darauf hinzuwirken, daß der auf dem Rescript vom 24. März 1830 beruhende Zustand abgestellt und der Ertrag des Kirchenopfers, die Nutzungen des in den Kirchenfonds verwalteten Armenvermögens, die sonstigen in diesen Fonds verrechneten Jntraden für Armenzwecke und die bisherigen ständigen jährlichen Beiträge zur Armenversorgung aus Kirchen- fonds den Kirchenvorständen zur Ausübung der verfassungsmäßigen kirchlichen Armen- *) Derselbe lautet: Den Inhabern von Wein-, Bier- und Branntweinschenken und Wirthsgärten in und nahe bei Ortschaften ist es verboten, an Sonn- und Festtagen von Morgens frühe bis zum Schlüsse des öffentlichen Nachmittagsgottesdienstes Gäste, mit Ausnahme Auswärtiger, welche während dieser Zeit einkehren, tn ihr Wirthschafts- local aufzunehmen. Hierunter sind jedoch Gasthäuser und Garküchen nicht begriffen. pflege überlassen werden. Nach einiger Debatte wird der Antrag des Ausschusses an- genommeii, wonach die betreffenden Bestimmiingen außer Wirksamkeit gesetzt und die erforderlichen Einleitungen getroffen werden sollen, um den Ertrag des Kirchenopsers und der anderen Fonds, soweit dies irgend möglich, dem ursprünglichen ßroecf zurück- jugeben unb somit den Kirchenvorständen zur Ausübung der verfassungsmäßigen kirch- l-ch-n Arm-npfl-gc zu überlassen. - Ein Antrag der Abgg. Rieger, Buchner und Kohler (Darmstadt), betreffend anderweite Regelung der Verwaltung des evangelischen ÄirS^n^ryn^hltun9§Dermö0cn§' gelangt in etwas modisicirter Fassung zur Annahme. — Nächste Sitzung morgen. Berlin, 14. Juni. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin haben geruht, unmittelbar nach Entgegennahme derjenigen Adresse, mit welcher die unter dem rothen Kreuze verbündeten Deutschen Frauenvereine und unter ihnen der Vaterländische Frauenverein das Resultat der stattgehabten Sammlungen — 200,000 Mk. für vorgefchlagene Zwecke und 70,000 Mk. zur Allerhöchsten Verfügung — überreichten, folgende Ordre an den Deutschen Verband zu Händen der anwesenden Deputation zu erlassen: Der ernste Erinnerungstag, der UnS mit dem Familienleben Deutschlands so innig verbindet, gibt Mir tn dem Ausdruck der allgemeinen Thetl- nahme eine besondere Veranlassung zur Dankbarkeit gegen Gott. Aus weiten Kreisen deutscher Frauenherzen empfange Ich Zeichen einer Gestnnung, welche die Gebenden, wie die Empfangende gleichmäßig ehrt, denn das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit ohne Unterschied des Bekenntnisses, des Standes, der Arbeit ist die Quelle jener großen Freude, welche Mir heute durch die deutschen Frauen bereitet wird. Ich würde tn den Mir zugewandten Gaben eine ernste Veramwortlichkeit erblicken, wenn Ich nicht darauf bedacht wäre, ihrer Verwendung sofort die gemeinnützige Bestimmung zu geben. Untcr Vor- bebatt der zu erlassenden Statuten habe Ich vorläufig beschlossen, die Gaben unter der Benennung „Frauen-Trost" als bleibenden Nattonalbefitz anlegen und durch den ständigen Ausschuß des Deutschen Frauen-Verbandes verwalten zu lassen, mit der Maßgabe, daß jährlich am 11. Juni die Zinsen des Capitals ganz oder theilweife den betr. Frauenvereinen zur entsprechenden Verwendung für besondere Fälle zu überweisen sind. Neben dieser Mir überlieferten Gabe habe Ich herzlichst dankbar der von vielen Frauenveretnen gegründeten Stiftungen zu gedenken, Die, als schöner Beweis ächter Vaterlandsliebe, eine bleibende Erinnerung an diese seltene Feier durch wohlthättge Spenden erhalten und die Ausübung wcrkthätiger Nächstenliebe erweitern und fördern werden. Gott segne den Erfolg für ganz Deutschland l Berlin, den 11. Juni 1879. Augusta. Berlin, 15. Juni. Der „Nordd. Allg. Ztg." zufolge haben die jüngsten Unfälle der deutschen Kriegsmarine Anregung zur Revision und Veränderung der bisherigen Vorschriften für Führung von Geschwadern gegeben. Inhaltlich der neuen Instructionen soll der Geschwader-Chef vor Allem nach Ucbernahme des Befehles der Flottenabtheilung höheren Orts über die Qua- ltfication und Vorbereitung drr Schtffscommandanteu und Schiffsofficiere für die von ihnen eingenommenen Posten berichten, ferner sogleich nach Besichtigung ein eingehendes Urtheil abgeben über die Vollzähligkeit der einzelnen Chargen der Schiffsbesatzungen, sowie über deren Vorbildung und Leistungsfähigkeit, auch sich durch Augenschein überzeugen, ob das Schließen und Oeffnen der wafferdichten Thüren und Schotten durch Exercitium derartig vorgesehen und eingeübt ist, daß im Falle von Zusammenstoß und Beschädigung schnellsten Verschluß gesichert ist. Vor Verlaflen des Hafens soll der Geschwader-Chef die Geschwindigkeit für eintretenden Nebel bestimmen, sowie in frequentem Fahrwasser und Nachts eine Formation wählen, in welcher die Schiffe unbehindert ausweichen können. Jede Abweichung von der Curslinie und von Geschwaderposten muß^das einzelne Schiff, welches größeres Straßenrecht als andere alleinsegelnde Schiffe nicht hat, dem Geschwader-Chef unverzüglich melden. Der Geschwader-Chef soll alle Dispositionen und (Surfe für die Bewegungen des Geschwaders geben. Speciell sungirt der Navtgations-Officier des Flaggschiffes auch als solcher für Navigation des Geschwaders. — Die „Post" citirt aus einer Berliner Correspondenz der Zeitschrift: „Im Neuen Reich" folgende nach dem Banket des Städtetages schielende Stelle: „Wir erkennen zwar auch die hohe Bedeutung des deutschen Bür- gerthums freudig und gern an und wünschen ihm Alles Gute, aber wir erblicken in dem Satze, der das Bürgerthum als solches heute noch zur Basis einer politischen Partei machen will, entweder einen einfachen Anachronismus ober den unbewußten, aber gefährlichen Versuch, den Claffengegenjatz vergangener Zeiten wieder zu beleben. Man denke sich, welch ein Sturm würde sich, und mit Recht, erheben, wenn Plötzlich Jemand den deutschen Adel als Grundlage einer politischen Partei proclamiren wollte. Soll denn der alte Classen- gegensatz von vor 1848 wieder erwachen? Die heutigen Theilnehmer des Städtetages denken gewiß nicht an dergleichen; aber sehen sie denn nicht, daß ihr Auftreten dazu führen muß?" Die „Nat.-Ztg." bemerkt hierzu: Der Verfasser hätte sehr recht, wenn er nicht Eines völlig übersähe: der Klassengegensatz ist von anderer Seit herausgefordert worden. Die Landwirtschaft ist angerufen worden, für sich Gerechtigkeit zu fordern, während ihr noch niemals eine Ungerechtigkeit zuge- fügt worden ist. Damit ist leider das deutsche Burgerthum in eine Stellung versetzt worden, in welcher es sich entschließen muß, sich zur Awehr zusammen zu schließen. Gerade well wir nicht wünschen, daß der alte Clasiengegensatz aus der Zeit vor 1848 wieder erwacht, haben wir gegen eine Wirthschafts- polittk angekämpst, die mit einem Claffenprogramm beginnt. Und mit nicht minderem Eifer, als man aus der Gegenseite zu trennen, müsien wir die verschiedenen Clasien und Stände zu vereinen suchen. Weniger wie je darf die städtische Bevölkerung sich auf sich selbst zurückztehen, nur im festen Anschluß an die gleichgesinnten Elemente auf dem Lande kann sie ihre richtige Stellung finden. Sie hat die Ausgabe, die Landbevölkerung zu überzeugen, daß der Widerstand gegen die wirtschaftliche Wendung, die sich jetzt vorbereitet, nicht im Gegensatz gegen die Jntereffen der Landbevölkerung in einem specifisch städtischen Interesse geführt wird, sondern daß der billigere Ausgleich aller Jnteresien die Fahne sein muß, um welche sich eine Partei sammeln kann, die das allgemeine Wohl im Auge hat. Das allgemeine Wohl scheint uns allerdings noch nicht dadurch gerettet, wenn der geduldige Consument zur Claffe der Pachydermen — der Dickhäuter — gerechnet und unter Agrariern und Zöllnern vertheilt wird. Niemand kann der Gedanke einer Trennung von Stadt und Land ferner liegen, als dem Oberbürgermeister von Berlin, dem Abgeordneten von Wollmirstädt, das liegt schon in der Natur seiner Stellung. Aber eben so natürlich war es, daß er den ersten Anruf zur Wachsamkeit an die Städte richtete und sie als den Grundstock einer Partei in Anspruch nahm, welche auch in schwierigen Zeilen sür die liberale Sache ein- zutreten bereit ist. Spanien. Madrid, 14. Juni, Abends. Im Senat theilte Ministerpräsident Martinez Campos mit, daß der Hauptführer der Insurgenten von Carthagena begnadigt sei, well er den Eid geleistet habe, während Ruiz Zorilla noch immer gegen Spaniens staatliche Einrichtungen conspirire. Der Minister fügte hinzu: die Regierung verfolge die Politik der Versöhnung; man muffe daS Geschehene vergessen. Afrika. Kairo, 14. Juni. Ein Circular des Khedive an die Consuln besagt: Angesichts des Protestes der Mächte gegen das Decret vom 22. April unterbreitet der Khedive einen nationalen Entwurf der Billigung der Mächte, aus daß derselbe zu einem internationalen Contract werde. Das Circular spricht von der vollständigen Bezahlung der schwebenden Schuld mittelst der Fonds aus dem Rothschtldffchen Anlehen. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. Torrespondenz-Burea«. Stuttgart, 16. Juni. Der König hat sich heute zum Besuche des Großfürsten und der Großfürstin Michael von Rußland nach Baden-Baden begeben. — Der „Staats-Anz." meldet: Heute ist Geheimerath Dillenius nach Berlin abgereist, um morgen im Bundesrathe bei der Berathung des Entwurfs über die Gütertarife zur Sette des Ministerpräsidenten v. Mtttnacht die württemberqtschen Interessen zu vertreten. London, 16. Juni. General Chelmsford meldete dem Kriegsdepar- tement vom Kriegsschauplätze am Cap: Die zweite Division rückt am 20. Mat 12 Meilen bis Bloodriver vor; es sind hinreichende Mundvorräthe und Transportmittel vorhanden, um den allgemeinen Vormarsch zum 1. Juni oder früher zu gestatten. Versailles, 16. Juni. Deputirtenkammer. Dtscussion des vom Minister Ferry vorgelegten Gesetzentwurfes, betr. den höheren Unterricht. Caflagnac beschuldigt Ferry, daß er systematische Verleumdungen anwende und Acten- ftücke fälsche. Gambetta fordert den Redner auf, seine Sprache zu mäßigen. Cassagnac hält den Vorwurf der Fälschung aufrecht. Die Linke protestirt und verlangt die Verhängung der Censur über Cassagnac. Präsident Gambetta beantragt die Censur mit zeitweiliger Ausschließung. (Beifall aus der Linken). Da große Aufregung und arger Lärm im Hause ausbricht, so bedeckt sich der Präsident. Cassagnac verbleibt auf der Tribüne. Die Sitzung wird factisch ausgehoben und der Präsident verläßt den Saal. Die Sitzung wird um 4^ Uhr wieder ausgenommen. Nach einigen Bemerkungen von Setten Casiagnac's verhängt die Kammer über ihn die Censur mit Ausschließung auf drei Tage. Gambetta fordert Casiagnac aus, die Trrbüne zu verlasien. Casiagnac bezeichnet die Regierung insgesammt als ehrlos. Gambetta erklärt: Alle Auslasiungen Casiagnac^s werden fortan als Vergehen gegen das gemeine Recht betrachtet und demnach als solches dem Procurator der Republik überwiesen werden. — Die Berathung von Ferry's Gesetzentwurf wird morgen fortgesetzt. Pesth, 16. Juni. Die „Pesther Corresp." erklärt die Nachricht, daß die ungarische Regierung die Herstellung der Eisenbahnverbindung zwischen Pesth und Semlin auf dem linken Donau-Ufer fallen gelasien habe, für gänzlich aus der Luft gegriffen; in maßgebenden Kreisen sei gar nichts davon bekannt. Das Gleiche gelte von den Nachrichten, betr. Verhandlungen über die Panesovaer Verbindung. Berlin, 16. Juni. Reichstag. Der Vertrag mit den Samoainseln wird in dritter Berathung nach unerheblicher Debatte genehmigt. Ohne Debatte wird in erster nnd zweiter Lesung der Gesetzentwurf betr. die Controle des Reichshaushalts - Etats pro 1878/79 angenommen. Es folgt nunmehr die Fortsetzung der Berathung des Zolltarifs, welche anhcbt bei Rr. 136 (Holzborke, Gerberlohe), wozu eine Reihe von Amendements vorliegt. Bundescommissar v. Dunkelmann vertheidigt die Position. Oechselhäuscr verlangt, daß Holzborke und Gerberlohe freigelassen werde, v. Kardorff spricht gegen Freilassung. Franßen plaidirt für ein Amendement auf partielle Zollbefreiung. Sämmt- liche Amendements werden abgelehnt und die Position nach der Regierungsvorlage in namentlicher Abstimmung mit 140 g'gen 86 Stimmen angenommen. Die Position 13 d (grobe Böttcher-, Drechsler- und Tischler-Waaren) wird nach unerheblicher Debatte unter Ablehnung von Amendements unverändert angenommen Zu 13 e (Holz in geschnittenen Fournieren) beantragt v. Mirbach Erhöhung auf 6 Bundescommissar Mayr vertheidigt den Regierungsantrag (4 Jt). Der Antrag Mirbach wird bei Abstimmung durch itio in partes mit 105 gegen 102 Stimmen angenommen, Nummer f (hölzerne Möbel) unter Ablehnung aller bezüglichen Amendements unverändert angenommen. — Namste Sitzung Dienstag 12 Uhr. New - Avrk, 16. Juni. Nachrichten auS Lima (via Panama) vom 27. v. M. zufolge ist eine Untersuchung in der Angelegenheit des deutschen Dampfers „Luxor" eingeleitet. Kopenhagen, 16. Juni. Der Conseils-Präsident Estrnp hatte im Namen des Gesammtministeriums anläßlich des Manifestes der Linken, betr. das provisorische Budget von 1877, einen Proceß anhängig gemacht; in erster Instanz sind nunmehr neun Führer der Linken zu je drei Minat Gefängntß verurtheilt. — Aus Mexico vom 11. Juni wird gemeldet: Der Armre-Commrndanr Negrete richtete eine Ausstandserklärung gegen den Präsidenten Porfirio Diaz und verließ mit 3000 Anhängern Mexico. Der Präsident ist zur Verfolgung Negrete's aufgebrochen. Der Präsident des obersten Gerichtshofes, Vallarta, führt provisorisch die Regierung. Loudon, 16. Juni, Abends. Unterhaus. Unterstaatssecretär Bourke erwidert auf eine Anfrage Otway's: Grneralconsul Vloian ist nicht abberufen ; derselbe kommt nach England nur Privatangelegenheiten halber und hofft nur kurze Zeit von Egypten abwesend zu sein. Die Regierung ist nach reiflichen Erwägungen der Ansicht, daß die Vorlegung des Schriftwechsels, betr. Egypten, im staatlichen Interesse noch nicht zulässig ist. Lokales. Gießen, 17. Juni. (Versammlung von Tabakinterefiente« gehalten in Frank, furt a. M. am 15. Juni) Infolge einer in den öffentlichen Blättern ergangenen Einladung fand gestern eine zahlreich besuchte Versammlung von Tabakinteressenten aus Mannheim, Gießen, Hanau, Offenbach, Duisburg, Bensheim, Kreuznach, Aschaffenburg, Bingen, Frankfurt u. a. Orten dahier statt. Gegenstand der Tagesordnung war der Einladung zufolge: „Das Ser* halten der Delegirten deutscher Handelskammern in der Tabakbranchc " Herr Hamburger- Hanau begrüßte die Versammlung, konstatirte, nachdem er per Acclamation zum Vorsitzenden gewählt worden war, auf Wunsch mehrerer Theilnehmer, daß die meisten Mitglieder des env ladenden Comites nicht erschienen seien, und erklärte ferner, daß die Einberufung der Versammlung veranlaßt worden sei durch die verschiedenen, in mehreren Blättern erschienenen, die Thätigkeit der Delegirten verdächtigenden Artikel. Auf Anfrage an daS Comitö, ob es im Stande sei, irgend welche materielle Beweise für die in den anonymen Zeitungsartikeln gegen die Delegation geschleuderten Verdächtigungen vorzubringen, erwiderte Vorsitzender, daß dies nicht der Fall sei, daß keine positiven substanziirten Beschuldigungen Seitens des Comitös vorgebracht werden könnten, daß vielmehr der Zweck der heutigen Versammlung nur der sei, Aufklärung darüber zu verschaffen, ob die belegten Zeitungartikel auf Wahrheit beruhten oder nicht. Nachdem dies konstatirt worden, erklärte sich im Namen und Auftrag der angegriffenen Handelskammerdelegirten nunmehr Herr Handelskammersecretär Puls bereit, die Sachlage in authentischer Weise darzulegen. Die auf Grund der Caffeler Beschlüffe gewählte Deputation von Handelskammerdelegirten, ea. 50 an der Zahl, aus allen Theilen Deutschlands, und allen Branchen des Tabakgeschäftes angehörend, habe sich in Berlin am 6. Mai versammelt und selbstständig eonstituirt. Sie habe ein engeres Comitä, bestehend aus 12 Herren, gewählt, dessen Erfolge nicht gering anzuschlagen seien. Die augenblickliche Stellung der Delegation zur Tabaksteuerfrage anlangend verlas Redner eine, von sämmrlichen in Berlin anwesenden Dele girten unterzeichnete protokollarische Erklärung aus einer ihrer jüngsten Sitzungen. Diese Erklärung lautet wie folgt: „Die Delegation steht nach wie vor auf dem Boden der Casseler Beschlüffe und zwar, was die Sätze betrifft, insofern als sie auch die niedrigsten von der Tabakenquetecommission aeeeptirten Sätze noch als zu hoch betrachtet, in der Erkenntniß, daß nur mäßige Sätze mit dem ferneren Gedeihen der Tabakbranche verträglich sind. 2) Die Delegation protestirt nach wie vor energisch gegen jede Nachsteuer und läßt sich auf keine Verhandlung über eine partielle Nachsteuer ein." In diesem Sinne hätten die Delegirten erklärt, stets gewirkt zu haben und stets wirken zu wollen. Daß eine Erwiderung auf die Anschuldigungen noch nicht Seitens der Delegation erfolgt sei, habe von Umständen abgehangen, deren Beseitigung nicht in ihrer Macht gelegen. Soviel aber könne er versichern, daß wenn einmal die Caffeler Beschlüffe nicht mehr als die gemeinschaftliche Basis der Agitation betrachtet werden sollten, dann jedenfalls der Ausschuß und die Centralstelle ihr Mandat niederlegen würden und den Interessenten selbst alsdann die Wahrung ihrer Jntereffen überlasten müßten. — Nach kurzer Debatte schlug Herr Besserer (Firma C arsta n j en)-Duisburg folgende Resulution zur Annahme vor: „In Erwägung, daß die Delegation der deutschen Handelskammern auf Grund der Casteler Beschlüsse auch die niedrigsten von der Tabakenqueteeommission aeeeptirten Sätze noch für zu hoch hält und die Delegation protokollarisch erklärt hat, nach wie vor gegen jede Nachsteuer zu protestiren, beschließt die Versammlung, der Delegation, sowie dem Ausschuß und der Centralstelle der deutschen Handelskammern die volle Zustimmung zu ihrem Verhalten auszusprechen und über die falschen unbewiesenen Behauptungen der Zeitungen zur Tagesordnung überzugehen." Diese Resolution wurde von dem Vorsitzenden zur Abstimmung gebracht und einstimmig angenommen. — Um derartigen Zwischenfällen, welche der guten Sache wenig förderlich sein könnten, in Zukunft vorzubeugen, wurde zum Schluß von zuständiger Seite die Interessenten gebeten, bei irgendwelchen auftauchenden Zweifeln sich entweder an ihre betr. Handelskammer oder an die Frankfurter Centralstelle zu wenden, welche mir größter Bereitwilligkeit jede mögliche Aufklärung über den Stand der Verhandlungen in der Tabaksteuerfrage gewähren werde. Gießen, 17. Juni. Ein wegen Diebstahl in Untersuchungshaft befindlicher junger Mensch entwich heute Nacht aus dem alten Arresthaus, indem er einen großen Sandstein aus der Mauer brach und durch die entstandene Lücke in's Freie gelangte. Bei einem neulichen Entweichungsversuch wurde der Betreffende überrascht und zur besseren Sicherung in em anderes Loeal verbracht. Weit wird der Entsprungene wohl nicht gelangen, indem die Sträflingskleiber ihn überall kenntlich machen. — Em schwer Betrunkener lagerte sich heute Morgen vor dem Garten des Herrn Prof. Wern her auf die Mitte der Straße. Zwei Schutzleute hatten Arbeit, ihn in sicheres Obdach zu führen. — Jupiter Pluvius scheint dem heute zum 2tenmalc annoncirten Feuerwerk in Wenzel's Garten wiederum nicht günstig zu sein, denn ein sanft herniederträufelnder Landregen beginnt soeben die Erde zu befeuchten. Nun, das 3temal wird wobl geratben! V e r m i s ch t e S. Darmstadt. Nach einer Zusammenstellung des „O- B." haben am 10. b. Mts. vielfach Gewitter eingeschlagen: In Braunshardt schlug der Blitz in ein Haus; in Lorsch schlug bet Blitz in ein Haus und verwüstete daffelbe, während ein Mann in dortiger Gemarkung erschlagen wurde; in Kleinhausen entzündete der Blitz eine Scheuer, welche niederbrannte; ferner schlug der Blitz ein in Offenbach, Oberrad, Alsheim, auf der Bahnstrecke bei Mettenheim, in Westhofen, wo ein Wohnhaus mit Scheuer niederbrannte, ebenso in Nieder-Olm u. s. w. Worms, 13. Juni. Nachdem im Laufe des gestrigen Tages wiederholt einige Gewitter über unsere Stadt gezogen waren, entlud sich gestern Abend 7 Uhr nochmals em solches mit außerordentlich großer Gewalt; der Regen goß im wahren Sinne des Wortes in Strömen herab, so daß es den Waffermassen nicht mehr möglich war durch die Kanäle ihren Abstuß zu nehmen und alle Straßen rasch in Bäche sich verwandelten, welche besonders die Catmeliterstraße und die in dieselben einmündenden Straßen vollständig unpassirbar machten Dem Publikum wurde es fast unmöglich, die um jene Zeit abgehenden Bahnzüge zu benützen In bic Synagoge drang das Waffer gleichfalls ein und setzte dieselbe sowie die Rascki-Kapelle unter Wasser, so daß die darinnen des Gottesdienstes halber Anwesenden flüchten mußten. Die eingedrungene Waffermaffe war so groß, daß erst nach stundenlanger Schöpfarbeit dieselbe wieder entfernt werden konnte. Schließlich ging der heftige Gußregen auch noch in Schlossenschlag über, bei dem Schloffen in der Größe von Kirschen in solcher Masse fielen, daß noch einige Stunden nachher dieselben Zoll hoch in Höfen, Gärten und auf den Straßen lagen. Es ist leicht begreiflich, daß in den Gärten an Bäumen und Pflanzen und an den Reben in den Weinbergen durch diesen Hagelschlag, der über % Stunde anhielt, sehr bedeutender Schaden verursacht wurde. (W. Z.) — Fünfzehn Wallfahrer vom Blitze erschlagen. Aus Czenstochau (Russisch- Polen) schreibt man dem Petersburger „Golos" vom 8. ds.: „Gegenwärtig beherbergt unsere Stadt nickt weniger als 60,000 Fremde, die hierher aus Böhmen, Schlesien, Galizien und allen Gouvernements Polens gekommen ist, um vor dem wunberthätigen Bilde der Czenstochauer heiligen Mutter Gottes zu beten. Am 4 ds. schlug, während die Menge Andächtiger vor der Kirche stand und betete, ein Blitz in einen Baum unweit der Kirche ein und töbtete fünfzehn Personen, welche unter demselben gestanden hatten. Der Baum wurde völlig zerrissen " — In Amerika wird seit einiger Zeit viel über Leichendiebstähle geklagt, nicht etwa, daß die Kirckböfe im Dienste der Anatomie geplündert werden, wie dies in älteren Zeiten auch anderwärts vorgekommen ist; nein, man stiehlt L ichen gerade so wie in Sieilien Reisende abgefangen werden, um von den betreffenden Verwandten oder Familien Lösegeld zu erpressen. Um diesem Unfug zu steuern, hat ein sinnreicher Zankee einen Avparat erfunden, den er den Familien, die einen Todten zu beklagen und zu schützen haben, um den bescheidenen Preis von Drei Dollars anbietet. Zwei electrische Leitungsdrähte stehen einerseits mit dem Sarge und der Leiche, andererseits mit einem Wecker in Verbindung, der entweder in der Behausung des Küsters, des Todtengräbers (Kirckhof-JnspectorS), oder je nach Wunsch und Bedürfniß eines der Hinterbliebenen aufgestellt. Jeder Versuch, die Leiche wegzunehmen, wird durch den Wecker unverzüglich Demjenigen gemeldet, der mit deren Bewachung beauftragt ist, und der Dieb kann somit -auf frischer That ertappt werden. SchlflVberlclit. Mitaetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd, E W. Dietz in Gießen. Newyork, 13. Juni. - dm maqen u>S bu 3ä»n= anSugtciitn. ErMtzt r->n- »nst-psung- Em Fla?on für einen Monat hinreichend. Brochuren gratl«. (PlrU„,W ^Ä=K.n des In- * AusLndes. a. M-, Trl.r1ch-r Platz- (222^ 2587) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5—6 Zimmern, per 1. August zu vermiethen. L. Bersch, Alicenstraße E. 102. 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Stiftungstag, verbunden mit einem Sängerfest, woran fünf auswärtige Gesangvereine ihre Theilnahme zugesagt haben. Der Fcstplatz befindet sich bei Georg Dorscld und ladet zu fteundlichem Besuch cm 4093) Das (Somite. Geschästs Empfehlung. Einem geehrten Publikum von Gießen zur gefl- Nachricht, daß ich von heute an im Hause des Herrn Loth, Flügelsgasie A. 87, em Schreiner-Geschäft eröffnet habe. Unter Zusicherung guter und solider Arbeit halte ich mich bestens empfohlen; ferner empfehle ich mich noch im Weißpoliren von Spritz- malerei-Arbeiten. Achtungsvoll Kari Hohler. NB. Bestellungen können auch im Hause des Herrn Metzger B. Schmidt, Mäusbnrg, abgegeben werden.__(3991 Frankfurter Zeitung. Wir mache» darauf aufmerksam, dass neu hinzutretende Abonnenten die Zeitung schon w. von jetzt an bis Ende Juni gratis erhalten. X Die Agentur der Frankfurter Zeitung. X Q 4090) Julius Wallach. Q Oberliessisclier Verein für Localgeschichte Mittwoch den 18. Juni, Nachmittags 5 Uhr, in WENZEL’s GARTEN Generalversammlun g. Tagesordnung: t. Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr 1878/79. 2. Vortrag des Hin. HofgerichtSralh Dr. Stammler 82) (der Bauernaufstand in Oberhessen im Herbste 1830). 3. Neuwahl des Ausschusses. 1 4086) Offenbach, a. M. Hotel zur Stadt Cassel altes gutes Haus, bekannt durch reelle Bedienung. C i v i l e Preise. Turnverein Gießen. Mittwoch den 18. d. Mts., Abends präcis */29 Uhr: Generalversammlung bei Wirth Schnell. igesorvnung: Fortsetzung der Berathung über Abänderung der (Statuten.______(4073 Beste, vielfach bewährte, aus 3 Ausstellungen prämiirte Cassa- Schränke CAS6EL1870-, " •“ HUD. WOLFF, 3313)___________________________ Weidengasse._____ 4071) Einem tüchtigen und zuverlässigen- Maurer, der sich auf das. Einbauen von Tonnen-Abortanlagen versteht, kann Beschäftigung angewiesen werden. Näheres bei Ferd. Broel, Bautechmkcr. Bulletin. 4089) Das Befinden unseres hohen Patienten C. ist ein durchaus befriedigendes. Wundfiebcr gestillt und der Appetit recht erfreulicher Art, wie L. K. bezeugen kann. ___________________Für den Leibarzt F. 4098) Einen tüchtigen Dreher sucht ________________________Gg. Nenzel. Ein braunsetdeuer Regenschirm stehen geblieben. Um gefl. Anmeldung in der Exped. d. Bl. wird gebeten. 4047) Zu Ende Juli ein erfahrenes Mädchen gesetzten Alters, das schon längere Zeit bei Kindern war, gegen guten Lohn gesucht von Frau Bergmeister Schulz, Neue Anlage._________________________ Restauration Zahnstein. Dienstag den 17. d. M. beginnt (4059 Grosses Prelskegeln. Das Nähere auf der Kegelbahn. Hier- zu ladet ein______W. Hofmann. Warnung. 4070) Ich warne hiermit Jedermann, auf meinen Namen etwas zu borgen, indem ich für nichts hafte. Großen-Buseck, im Juni 1879. Konrad BonariuS I. Wittwe. Lindnr r's Sommerih>.Uer. (Lony'S Bierkeller). Mittwoch den IS. Juni, Concert und Theater. Auf Wunsch: Wie schön bist Du. Gute Nacht du mein herziges Kind. 2 Lieder sürTenor^ gesungen von Hr. Banzer. Humoristische Soloscenen. Zum Schluß: Die Obre ist: „Schnarchen! Lustspiel in 1 Act. Personen: Hauptmann Thümmel . - Hr. Heydecke. Ida, seine Frau ... - Frl. Steffan- Auguste, deren Mädchen - Frau Lmdner- Knaster, Schütze in des Hauptmanns Compagnie Hr. Banzer. Anfang 8 Uhr. Enträe: I. Platz 50 H. Platz 30 Die Musikbegleitung wird am Pianins von Hrn- Kern ^Mitglied der hiesigen Regimentscapclles executtrt- Um fteundlichen Besuch bittet ergebenst 4094) Fritz Lindner. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brübl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Vietsck) in Gießen. yredackioni ss-rpeditiov an die Hrt Nach 1) 6 st ai C § ar 2) es Wir vom 4. Juli \ durch das Ges Falls anmelbet, so i| die Gründung In gweifelsfäl gerichts als Hc pßichlUM bin Dom Auf di Gieße Dtrjent Nr. 1- lNr. i< Gieß/, otte nffi Wn Art tQihen1