Dienstag, den 18. Februar Str. <1 187» am Firma : Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS Gießen, am 14. Februar 1879. Betreffend: Zeichenkursus für Volksschullehrer. Gießen itmacher. K ; Rin. 30.— an. Dr. Boekmann. von Hessen und bei B Armen oder an Anbindungen «saurem en en unterm 8. zugegangene 1882 hat Eriken mich in d. Mts. Entwurf folgenden nrk lugestondea ’ kj versialld- 5 7, granffurt a. M. wünscht, wo wir noch. (97 Sie wollen die Lehrer Ihrer Gemeinden davon in Kenntniß setzen, daß Anmeldungen zu dem um Ostern stattfindenden Zeichenkursus unter Leitung des Herrn Professors Kumpa zu Darmstadt in Kürze bei uns einzureichen sind. Da zu diesem Zweck von der Sparkasse zu Güßen eine Unterstützung von 200 Mk. verwilligt worden ist, können vier Bewerber eine solche von 50 Mk. erhalten. Deutschland. Darmstadt, 14. Februar- Der den Ständen Seitens Großherzogltchen Ministeriums der Finanzen dks Finanzgesetzes für die Ftnanzperiode 1879 bis Wortlaut: Ludwig IV., von Gottes Gnaden Großherzog Rhein rc. Nachdem Wir mit Unseren getreuen Ständen über die Art und Weise übereingekommen sind, wie die zur Bestreitung der Staatsausgaben in den Etatsjahren 1879 bis 80, 1880 bis 81 und 1881 bis 82 auf dem Wege der Besteuerung zu deckenden Summen aufgebracht werden sollen, so haben Wir verordnet und verordnen hiermit wie folgt: I. Directe Steuern. § 1- An directen Steuern soll auf die Mark Einkommensteuer- und Gewerbesteuer Capital der Betrag von 19 Pfennigen, aus die Mark Grundsteuer-Capital der Betrag von 17 y2 Pfennigen ausgeschlagen und nach den gesetzlichen Bestimmungen erhoben werden. Der frühere Steuerausschlag zur Verzinsung und Tilgung von Provtn- zialstraßen-Bauschulden soll auch in der Fmanzperiode 1879 bis 82 ausgesetzt bleiben und es soll der nur für die Provinz Oberhessen noch erforderliche Nettobetrag dieses Ausschlags von 3 Hellern auf den Gulden Steuerkapital aus Staatsmitteln entnommen und an den Provinztalstraßenbaufonds jener Provinz abgegeben werden. II. Jndirecte Auflagen. § 2. Die Stempelabgaben, sowohl in den Provinzen Starkenburg und Oberhessen, als wie in der Provinz Rheinhesien nebst den Emregistrirungs-, Jnscriptions-, Expeditions- und Transscripttons-Gebühren in der letzteren, mit Ausnahme des an das Reich übergegangenen SpielkartenstempelS, sollen bis zum 1- October d. I. in der bisherigen Weise forterhoben werden. § 3. Die Gerichtsgebühren, welche nach dem für das deutsche Reich ttiaffenen Gertchtskostengejltz und den zur Ausführung der Retchsjusttzgesetze ulafsenen Gesetzen, sowie den in deren Ausführung ergehenden Verordnungen tom 1 Oktober d. I. ab zu entrichten sind und an bte Stelle von zur Zeit bestehenden Stempelabgaben, bezw. in der Provinz Rheinhessen von Einregi- ssrirungs- und Expedittonsgebühren treten, sollen von dem genannten Zett- pn?te ab nach den Bestimmungen jener Gesetze und Verordnungen erhoben werden. Insoweit an die Stelle der Stempelabgaben, bezw. der Etnregistrirungs- unb Expedttionsgebühren mcht die erwähnten Gerichtsgebühren treten, soll deren Erhebung gleich wie die der Jnscrtpttons- und Transscriptionsgebühren auch vom 1. October d. I. ab nach Maßgabe der gegenwärtig bestehenden landes- gesetzlichen Bestimmungen erfolgen. § 4. Neben den der Neichsgesetzgebung unterliegenden und nach Maßgabe der Reichsgesetze zu erhebenden Auflagen sollen 1) die Wetnsteuer, 2) die Collateralsteuer, 3) die Hundesteuer und Nachtigallensteuer, sowie 4) die sonstigen im Staatsbudget aufgeführten Staatseinnahmen auch in den Etatsjahren 1879 bis 80, 1880 bis 81 und 1881 bis 82 nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen erhoben werden. III. Ausgaben. § 5. Sämmtltche Staatsausgaben sollen auf die verschiedenen Verwal- iungszwetge so verwendet werden, wie die Bedürfntsie derselben von Unseren getreuen Ständen bewilligt worden und wie dieselben in der Beilage zu diesem besetze ausgesührt sind. Das Betriebskapital der Hauptstaatskasie soll auf die Hümme von 2,500,000 Mk. gebracht werden. Urkundlich rc. Darmstadt, 15. Februar. Die zweite Kammer beschäftigte sich heute mit der An- ftrbe mng von 451,700 JL für Erweiterung des Bahnhofs der Oberhessifchen Bahnen zu litten. Gegenüber dem auf Ablehnung lautenden Antrag des Ausschusses wies Ministerial- Die Großherzvtzliche Kreis-Schnl- ~ an die Schulvorstande des Kreises. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf., mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. »■■. ■mw. i ■■ ■ ■■ ■—■ff AtT. r- Tragkraft u. s. w. Md erlaube V mein Unter- f ruög streng w ,mpteste und neben der ler “ ' '..Urb nthlNt' i »I«* *7.11 mtDediouSbweeut ) B GxpedittonSbnrenur / Schulstraße L. 18. rath Fink auf das vorliegende Bedürfniß hin, bezeichnete den gegenwärtigen Zustand als unhaltbar, da die zu hoffende Verkehrsentwtckelung sonst die größten Unzuträglichketten nach sich ziehen würde. — Muhl trat für die Vorlage ein und schilderte die Störung des Verkehrs in Folge ver dermaltgen Anlage. Schröder sprach für den Ausschuß-Antrag, da der Verkehr nur schwach, die Rente gering und die _ Eigenthumsverhältnifse unserer in Oberheffen liegenden Bahnen momentan unsicher seien. Böhm erklärte sich gleichfalls gegen die Anforderung, ebenso Grünewald und Maurer. Wolfskehl hielt cs für etgenthümltch, daß man bei einer Bahn, die nur einen Reinertrag von 20,000 JL liefere, diese Ausgabe machen wolle, während man in erster Linie an die Erneuerung der Schwellen und Schienen, die demnächst herantrete, denken solle. Kugler machte darauf aufmerksam, daß der Verkehr wesentlich zurückgegangen und ein erheblicher Aufschwung sehr problematisch sei, weßbalb man die Summe nicht in die Bahn stecken solle. Racke bat im Jntereffe der Steuerzahler für Ablehnung und constatirte, daß sich jetzt, wo wir die „Morgengabe^ der oberhessischen Bahnen erhalten, das erfülle, was man seiner Zeit vorausgesagt, daß nämlich große Anforderungen herantreten, v. Rabenau glaubte, daß das Reichs-Eisenbahnwesen der Stadt Gießen auch den nothwendigen Centralbahnhof bringen werde, erklärte sich für dermalen gegen Bewilligung, desgleichen Möllinger. Die Abstimmung ergab einstimmige Ablehnung, da selbst Muhl dagegen war und nur für die Herstellung eines Uebergangssteges zu 1700 die auch abgelehnt, stimmte. — Hierauf trat man in die Berathung des Einnahme-Budgets ein. Berlin, 15. Februar. Anläßlich der vorgekommenen Fälle von Flecktyphus und der Gefahren, welche in den sogenannten Pennen (Uebernachtungs- Stellen) bezüglich der Uebertragung dieser Krankheit bestehen, hat das Polizeipräsidium die Revision sämmtlicher Pennen in Berlin angeordnet. Die Revision erstreckt sich auf, diejenigen Lokalitäten, in denen gewerbsmäßig meist obdachlosen Personen über Nacht gegen Bezahlung Unterkommen geboten wird. Berlin, 15. Februar. Die „Nordd. Allg. Ztg." erklärt die Behauptungen von lebhaften Erörterungen zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Hanbelsminister Maybach bezüglich der Haltung des Letzteren bei der Debatte über das Verbot der „Franks. Zeitung" gänzlich grundlos. Die Angelegenheit der „Franks. Zeitung" sei zwischen Beiden nicht einmal zur Sprache gekommen. Eine Empfindlichkeit Maybach's wegen der Betheiligung des Gene- ralpostmetsters an der Eisenbahn-Taris-Frage sei schon dadurch ausgeschloffen, daß die Herzuziehung des Generalpostmeifters Seitens des Reichskanzlers auf einem vorhergegangenen Einverständniß mit Maybach beruhte. — Der „Reichs-Anz." meldet: Die Gesundheits-Commission von Dünkirchen beschloß, daß alle aus dem Schwarzen, sowie dem Asow'schen Meere kommenden Schiffe, selbst wenn sie mit einem Gesundheitspaffe versehen sind, als verdächtig eine Quarantäne von mindestens 5 Tagen durchzumachen haben. — Die Localregierung von Malta dehnt die für die Provenienzen aus dem Schwarzen und Asow'schen Meere angeordnete Quarantäne von 21 Tagen vom 10. Februar ab auf alle von der Türkei, Griechenland und Tripolis kommenden Schiffe aus. — Die „Nordd. Allg. Ztg." hebt hervor, daß in dem zwischen dem Könige von Dänemark Namens der Prinzessin Thyra und dem Herzog von Cumberland geschloffenen Ehevertrage, dessen Wortlaut von der „Berlingske Tidende" veröffentlicht wurde, wiederholt das königlich hannoversche Haus erwähnt und des Rückfalls der dem königlich hannover'schen Hause gehörigen Kron» und Haus-Regalien an das königlich hannover'sche Haus gedacht weroe, wodurch constattrt werde, wie man dänischerseits bereit gewesen sei, sich den Anschauungen und Aussichten des Herzogs von Cumberland in seiner Präten- denienroüe anzuschließen. — Die „Nordd. Allg. Ztg." dementtrt die Nachricht von directen Verhandlungen zwischen dem Cultusmtnister und dem Cardinal Nina. Eine solche Annahme beruhe aus Unkenntntß der amtlichen Formen- Nur der Reichskanzler könne derartige Verhandlungen führen. Berlin, 15. Februar. Der Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten verhandelte heule über die Berufung des Predigers Dr. Kalthoff gegen seine Amtsentsetzung. Die Berufung wurde verworfen, weil Kalthoff erklärte, die Lehrordnung dec eoang. Kirche nicht anerkennen zu wollen. — E'm Deputation aus Hadersleben ist etngetroffen, um anläßlich der Aufhebung des Art. 5 des Prager Friedens dem Kaiser eine Dankadresse zu überreichen.. Die Deputation wird morgen um 11 Uhr vom Kaiser in Audienz empfangen. Aus Bayern. Bierbrauer und durstige Kehlen, wehrt Euch gegen den Getreidezoll I ruft ein bayerisches Blatt und stellt folgende Berechnung an Mets Im. sÜÜl erhalten, die schon dreimal verloren worden ist. Gambetta empfing die gemeldete Enbloc-Annahme des Entwurfs auf Senat. Montavilet wird zum Senator aus Lebens- Antrag zurück, zett gewählt. Oesterreich. Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantt- 937) Di. Realschule u 8 Tagen an Samstag nod werden. Gießen im Lieber Z einverstanden, daß die Frage komme. Hieraus erfolgte die Antrag Baumgarten's. Deiegirlen des früheren Wahlcomit6s von Belleville; er sagte: die R-P iblik ist jetzt gegründet; es bleibt jetzt die Aufgabe, ste Früchte tragen zu lasten; man muß fo.tfahren, sich als kluge Männer, als Männer von gesundem Sinne, die den Umständen Rechnung zu tragen wissen, zu erweisen. In Chateaud'au fand heute eine Versammlung der Freihändler statt. Jules Slmon, der viel Betfall fand, sprach für den Freihandel. — General Bremond in Ars, Con- servativer, wurde zum Senator für die Charente gewählt. In Deutschland werden jährlich 40 Millionen Hectoliter Bier aus circa 26 Millionen Centner Ge.ste producirt, wovon 6,441,000 Zentner erngeführt werden. Nimmt man nun den beabsichtigten Zoll von 50 pro Ceniner — 6 pCt. vom Werth, so muß die inländische Gerste erst um 6 pCt. künstlich in die Höhe getrieben werden, bis die ausländische sich entschlleßt, hereinzukommen. Es kann aber auch die Gerste im J-ttande um 10 und mehr pCt. in die Höhe getrieben werden, wenn dringender Bedarf vorhanden ist, oder eine Mißernte erfolgt war. Somit wird einmal dem Biertrinker in Deutschland das Bier vertheuert, dem deutschen Brauer aber zugleich das Ausfuhrgeschäft abgeschnttten. Letzteres ist aber nicht unerheblich es belief sich im Jahre 1877 aus 1.682 356 Hectoliter und würde noch erheblicher Erweiterung fähig sein, wenn der Bier- Production in Deutschland keine Erschwerungen auferlegt werden würden. Von jenem Export geht über die Hälfte allein nach Frankreich, wo ind.sten österreichische, schon jetzt stark concurrirende Biere bas deutsche Fabrik >t alsbald verdrängen würden, falls jener neue Einfuhrzoll aus Gerste die Production vertheuert. München, 15. Februar. Die Kammer der Abgeordneten nahm den Gesetzentwurf, betr. die Besteuerung des Gewerbebetriebs im Umherziehen, nach längerer General- und Specialdiscussion mit einigen unwesentlichen Ab änderungen des Tarifs nach dem Anträge des Ausschusses mit 131 gegen 6 Stimmen an. Nächste Sitzung Mittwoch. Braunschweig. 15. Februar. Der Landtag nahm das Regenschafts- Wumänien. Bukarest, 15. Februar. Der Protest Rußlands gegen die von der rumänischen Regierung beschloffene Quarantäne hebt die Nothwendigkett des freien Durchzugs durch die Dobrudscha als einen besonders wichtigen Punkt hervor. — Bezüglich des Forts Arab-Tabia erklärte Rumänien, die Entscheidung den diplomatischen Vertretern Europa- überlassen zu wollen. nopel von gestern: General Totleben eröffnete Reuf Pascha in Adrtanopel, daß die Räumung am 9. März vollständig beendigt sein werde. — Der Fürst von Montenegro richtete ein Telegramm an den Sultan, worin die Hoffnung auf kü> ftige ungetrübte Beziehungen ausgedrückt wird. Teplitz, 15. Februar, Abends. Die geologische Commission richtete eine wettere Kundmachung an die Einwohner von Teplttz, in welcher es heißt: Die vorgcnommenen Erhebungen haben als sicher ergeben, daß das Versiegen der Tepl-tzer Thermalquellen mit dem Waffereinbruch im Döllinger-Schacht ursächlich zusammenhängt. Sobald das ausst^ömende Wasser in den Schächten eine gewisse Höhe erreicht, muß per wettere Abfluß aufhören, und sich dann das frühere Druckoerhältntß wenigstens annähernd wieder Herstellen. Damit wird da- Niveau unseres Quellenspiegels wieder emporstetgen, und kann somit unser Th^rmalwaff r wieder die alte Höhe erreichen. Dann muß daffelbe entweder selber ausfließen oder es muß nö'higenfalls durch Vertiefen der Quelle und Heben des Waffers wieder in früherer Weise nutzbar gemacht werden. Sobald ein weiteres Steigen des Waffers in den Schachten nicht mehr nachweisbar ist, sind weitere Maßregeln zu treffen. Der Stand der Stetnbad- quelle und der Schönauer Quelle ist vollständig unverändert. Irankreich. Paris, 14. Februar. Das Journal „Revolution francaise" ist wegen Veröffentlichung von Artikeln, die von Valles, Arnould und anderen am Com- muneaufstand Betheiligten unterzeichnet waren, zu 2000 Frcs. Strafe verurteilt. Der Akademiker Sacy ist gestorben. Versailles, 14. Februar. Deputirtenkammer. Talandier (äußerste Linke) beantragt, daß die Marseillaise als Nationalgesang anerkannt werde gemäß dem Decret von 1795. Kriegs^ inister Greslay erklärt feine Bereitwilligkeit, dieses Decret zur Anwendung zu bringen. Talandier zieht seinen Wien, 15. Februar. Amerika. New - Nork, 14. Februar. Naachaste hiesige Bürger wählten ein ComttH um eine Versammlung einzuberufen, welcher oas Proj.'ct einer Weltausstellung im Jahre 1889 formell vorgelegt werden soll. — Die Regierungstruppen von Venezuela besiegten am 4. die Aufständischen und rückten den 9. d. in Caracas ein. Nußland. Petersburg, 15. Februar. Graf Loris-Melikoff telegraphtrte aus Zarizin von gestern: Der Gouverneur von Astrachan meldet heute: Außer den beiden bereits gemeldeten Todesfällen zu Kemenyjar sind keine neue Erkrankungen an der Epidemie weder in dem genannten Dorfe, noch an anderen Punkten des inficirten Gebietes vorgekommen. — Das Thauwetter dauert fort. Die Wege befinden sich überall in schlechtem Zustande. Morgen werden hier- selbst die Berathungen des Sanitä s-Comiteö unter dem Gouverneur von Saratow beginnen, obwohl mehrere Mitglieder des Conites noch nicht eingetroffen sind. Der Gouverneur von Astrachan ist angewiesen, eine besondere Commission für Abschätzung des Eigenthums der Einwohner von Wetlianka sofort in Thättgkeit treten zu lasten. Außer an den durch die Epidemie betroffenen Personen verthetlten Sachen ist gestern der erste Transport von Wäsche und Kleidungsstücken nach dem inficirten Gebiete abg^sandt. Eine vollständige Quarantäne-Absperrung durch die eintreffenden Truppen hat bereits begonnen. — Nach einer Meldung des Gouveri eurs von Pultawa hat sich der in der Ortschaft Dmitrowka vorgekommene zweifelhafte Krankheitsfall nicht als Pell herausgefiellr. Petersburg, 15. Februar. Die „Agence rüste" meldet: Der türkisch-russische definitive Friedensvertrag ist vom Sult m ratlfic rt worden. An läßlich des Fiiedensabschlustes wird demnächst das Erscheinen eines kaiserlichen Manifestes erwartet. Vermischtes. Darmstadt, 14. Februar. Die diesjährige Ausstellung des Vereins für Vogel- und Geflügelzucht soll am 12., 13., 14. und 15 April d. I., also während der Osterfeiertage ab- gehalten werden. Als Ausstellungslokal ist wieder die für solche Zwecke sehr geeignete Turnhalle in Aussicht genommen, und entwickelt der ncugewählte Vorstand eine rastlose Thatigkeit, um diese Ausstellung den früheren würdig anzureihen. Caub, 10. Februar. (Bergrutsch.) Gestern Abend um 7 Uhr wurden wir plötzlich ^urch den Ruf erschreckt: „Der Berg ist wieder eingerutscht." Alles stürzte nach dem Orte hin, wo vor fast 3 Jahren die bekannte Katastrophe eingctreten. Und an derselben Stelle hat sich jetzt wieder eine ungeheure Masse Geröll vom Hang an den Fuß abgelagert, größer als die erste war. Ein Hinterbaus, neu aufgebaut, ist haushoch überschüttet und eingedrückt, ein Pferd und ein Rind unter seinen Trümmern begrabend. Ein zweites Hinterhaus zum „Adler" gehörig, ebenfalls neu aufgebaut, ist so stark verschoben, daß es, wenn es nicht etnstürzt, doch abgelegt werden muß. Zum Glück sind diesmal keine Menschenleben zu beklagen, weil Alles schon seit mehreren Tagen in banger Besorgniß einer solchen zweiten Katastrophe entgegensah. Drei Familien, Bewohner des letzteren Hinterhauses, sind obdachlos geworden. Außerdem sind noch viele Familien, 10 bis 15, theils schon übergczogen, theils auf der Wanderschaft, die sich in der Nähe der unheimlichen Stätte nicht sicher fühlen. Ohne die beiden verschütteten Hinter- bäuser, eine Schutzwehr für die Dorderbäuser, wäre jetzt sicher größerer Schaden zu beklagen. Die Verschüttung reicht etwa Stockwerk hoch an die Htnterwände der Vorderhäuser. Unter der Bevölkerung herrscht große Aufregung. R. St Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenj- Bureau. Paris, 16. Februar. Die „Ä^ence Havas" meldet aus Konstantinopel von heuie: Der französische Bolschafter theilte gestern dem Minister des Auswärtigen, Karatheodoiy Pascha, eine Depesche Wlddington's mit, welche Bedauern ausspiicht über die Langsamkeit der Unterhandlungen mit Griechenland und entschieden die Regelung der Frage auf den Grundlagen des Berliner Congreffrs verlangt. Die Pforte hat ihren Commiffaren für die griechische Greuzregulirung erweiterte Instructionen zugesendet. Petersburg, 16. F bruar. Der „Rezierungsbote" veröffentlicht ein kaiserliches Malliseii uom 15. d. über die am 8. d. erfolgte Ratification des definitiven Frledensvertrags mit der Pforte und den in Folge davon ergangenen Befehl an die Truppen, in die Heimath zurückzukehren. Ja dem Manifest wird ferner auf die hervorragenden Ereigniffe des Krieges und die mit der Pforte gepflogenen Verhandlungen hingewiesen. London, 16. Februar. Die deutsche Kronprinzessin ist gestern hier eingetroffen, vom Prinzen und der Prinzessin von Wales empfangen, welche die Kionprtnzessin nach ihrer Residenz Marlboroug House gleiteten; in Dover hatten Der Herzog von Edinburg und Graf Münster sich zum Empfang eingefunden. Paris, 16. Februar. Präsident Gcevy empfing heute den General- Municipalrath von Paris. Er neth zur Klugheit und Mäßigung und sagte: Die großen Städte sind der Republik sehr anhänglich, aber da sie eine leicht erschreckbare Bevölkerung bleiben, so handelt es sich darum, die Republik zu Lokales. Gießen, 17. Februar. Bekanntlich haben sich vor einiger Zeit die hiesigen Tabak- und Cigarrenarbeiter einer Petition an Den Reichstag gegen Erhöhung der Tabaksteuer oder Einführung des Monopols angeschlosien, welche von Bautzen aus angeregt wurde. Es geht uns nun nachfolgende Mittheilung aus Bautzen zu: Nachstehend empfangen Sie ein Verzeichniß derjenigen Orte, aus denen uns Zustimmungen zu unserer Petition an den Reichstag gegen Erhöhung der Tabaksteuer oder Einführung des Monopols zugegangen sind. Gern würden wir Ihnen noch mittheilen, welche Gesammtzahl von Unterschriften zusammengekommen ist, wenn die Auszählung schon erfolgt wäre. Die Petition ist noch nicht eingeretcht, um die immer noch eingehenden Zustimmungs- Erklärungen sofort beifügen zu können. Zustimmungen zur Petttion gingen zu aus: Bischofswerda, Bielefeld, Brandenburg a. d. H., Carlshasen, Casiel, Cleve, Coblcnz, Coburg, Döbeln, Duisburg, Düsieldorf, Deutsch Neudorf, Erlangen, Essen, Finsterwalde, Frankenberg in Sachsen, Freiberg in Sachsen. Frankfurt a. D. O., Friedrichstadt, Gießen, Goch, Görlitz, Großschönau, Glatz, Glogau, Hainichen, Heidenheim a. Brenz, Heilbronn, Hirschberg, Halle, Hannover, Heiligenstadt, Jastrow, Lohne, Lübeck, Meißen, Mitweida, Mühlhausen in Thüringen, München-Gladbach, Nauen, Neumarkt, Offenbach, Ohlau, Oppeln, Ostrowo, Parchim, Potsdam, Rawitsch, Rehna, Scheibenberg, Schierstein, Waldheim. — — Der Geburtstag Meister Gabclsbergers, des Erfinders der deutschen Reve- zeichenkunst, wurde vorigen Donnerstag Abend in einfacher aber würdiger Weise unter zahlreicher Betheiligung seitens der hiesigen Kunstgenossenschaft gefeiert. — Wenngleich das würdigste Denkmal, welches dem verdienten Meister gesetzt werden kann, die Verbreitung seiner nützlichen Kunst unter allen Gebildeten ist, so hält es der Verein dennoch für eine Ehrenpflicht, beizulragen zu dem Denkmal in Erz und Stein, welches in des Meisters Vaterstadt München errichtet'und an dessen hundertstem Geburtstag enthüllt werden soll. Eine an dem Festabend zu diesem Zwecke bei den VereinSmttgliedern vorgmommene Sammlung ergab ein recht erfreuliches Resultat. B. --Der alljährig wiederkehrende Ball des Gießener Turnvereins wurde am vergangenen Samstag im prachtvoll decorirten Saale des Wenzel'schen Gartens unter größter Betheiligung seiner Mitglieder abgehalten. Die etngeladenen Gäste waren sehr zahlreich erschienen, so daß der Saal trotz Anbau sich beinahe für zu klein erwies. — Erst gegen Morgen trennten sich die Thetlnehmer in dem Bewußtsein, ein schönes Fest abgehalten zu haben, was noch lange in guter Erinnerung eine- jeden Turners und Turnfieundes bleiben wird. Möge der Verein für eine lange Zukunft in ungeschwächter Kraft blühen und gedeihen und noch viele solche Feste feiern, wie das am verflossenen Samstag Abend. — — Nach den „Oberh Nachr." bat sich die medicinische Fakuckät der hiesigen Universität in ihrer Mehrheit für Zulassung der Nealschul'Abiturienten zu dem Studium der Medicin entschieden. AusschlaggebenD für diese Entschließung scheint die bekannte Thatsache gewesen zu sein, daß auf den heutigen Gymnasien den naturwistenschaftlichen Fächern zu wenig Beachtung geschenkt wird. --Herr Dr. Levi hatte bekanntlich aus Anlaß der ihm gelegentlich seines 50jährigen Doktorjubiläums erwiesenen Ehrenbezeugung seine werthvolle Büchersammlung der Universität zum Geschenke gemacht Das Geschenk ist jetzt zufolge Großherzoglicher Entschließung angenommen worden und die Universität hat dem Geber ihren Dank ausgesprochen. (Oberh. N) gesetz ohne Dekane einstimmig an. Braunschweig, 15. Februar. Vor Annahme des Regentschafts- Gesetzes erklürie der Siaatsmintster Schulz in Betnff der auf den Herzog von Cumberland bezüglichen Bemelkungen des Commtssionsbenchtes, die Staatsregierung habe im Laufe der Verhandlungen keine Veranlaffung gehabt, sich darüber zu äußern, da Erörterungen über die Thronberechkigungs Frage außerhalb des Zweckes und des Inhalts des Gesetzes lägen. Somit sei die Acception eines Einverständniffes der Landesregierung auf Grundlage der gedachten Bemerkungen des Commissions-Berichtes gegenstandslos. Die Commissionsmitglieder Bode und Cramm erklären sich mit dem Staatsministerium der Thronberechtigung ?hier nicht in Betracht DI- 2 des Reichskanz *oUU Mit äußerte das zweiieHesi^" «raun, bereits n Hefte iß in Vorbm Arbeiten - anscblttßkn: Wer ist Statistischen BurcauS Landtagsabgeordneter Schutz in der Weltw ftif reize^ Nächstens 'N ilklick verdien" tSgäi B; 30 Eichenstämme 284 10 ÄMnWlm 70 Buchen- und II 31° Raummeter und Stockh 7650 desgleichen Der Au garten, Morgens Lich, den 920) Verst von PappeW Die auf nachben Zappelst ^n ben dabei dem , " Aus der Stl Weiskirchen Uttwoch d, ^ Stamme v 3fi5-52 Ctm -/"fang *6e'folWum ' Auf der Sfrr Groß-Lindem Äem” Ä’sJi' *L 1001) Die zur Erbauung eines Wohnhauses in der Bismarckstraße erforderlichen Bauarbeiten sind im Submissionswege zu vergeben. Näheres bei L. Huhn, Bautechniker. Aeikgebolenes. Gröhes Taist-Album, enthaltend: 12 Märsche, 13 Walzer, 22 Polka, 11 Galopp, 9 Mazurka, 8Redowa, 12 Rheinländer, 8 Tyroliennen, 5 diverse andere Tänze für Pianoforte versendet für 6 Mark. (1000 R Jacobs, Buchhandlung Magdeburg. Sauerkraut, ä S Mk. p. 100 Pfd., offerirt unter Garantie bester Waare in Gebinden von 100-300 Pfd. (907 ______________A. Sybel, Erfurt. DOOOOOOIOOOOOO 9 prima Bettfedern ». Daunen. 9 0 Lieferung vollständiger Betten v 0 in streng reeller Ausführung, em- Q Q pfiehlt zu billigsten Preisen Q 0 F. Holberff, Q A 275) Kirchenplatz. Q oooooooioooooo Ganz reifen feinsten Limburger Käse empfiehlt Robert Stuhl, 784)_______________Marktstraße 23. Täglich frische Veilchen zu haben bei (212 Handelsgärtner Otto __________Linden- und Kirchenplatz._______ 961) Zwei schwere Arbeitspferde sind zu verkaufen bei Chr. Haubach. Auskunft ertheilt. Frankfurter Lebensmittel - Gesellschaft. n 723 310 7650 5 920) 230 147 2 Wellen Kiefern- und Fichten- 16 19 943) Nicolaus. Serth. 1001) (952 220 102 284 10 70 Buchen- u. Elchenknüppel, Buchen- u. Eichenreffer, Buchen- u. Etchenstock. 238 59 150 4570 36 325 143 9200 n f, tf 254 11 n ff if Buchenscheitholz, Knüppelholz, Stockholz, Reiöholz, Kiefern-Rundfcheitholz, Kiefern Knüppelholz, Stockholz und 373,2 133 Die Zusammenkunft ist im Ort. Ober-Bessingen, am 15. Febr. 1879- Großh. Bürgermeisterei Ober-Bessingen Rmtr. if irT.*« ein *;ct Wki" Lbltau^»^ai Stämme Eichen-Bau- und Werk- bolz von 4—14 Mir. Länge u. 11—38 Ctmtr. Durchmesier, Stämme Buchen-Werkbolz von 4—8 Mtr. Länge und 32—51 Ctmtr. Durchmesser, Stämme Kiefern von 5 — 12 Mtr. Länge und 17—37 Ctmtr. Durch- m fier, Stämme Fichten von 4—19 Mtr. Länge und 13—45 Ctmtr. Durchmesser, Rmtr. Buchen-Schei'holz, o öiummc uuu t — u Mtr. Länge, 35 — 52 Ctm. Durchmesser und 75 Holzversteigerung. Mittwoch den 26. d. Mts., von Morgens 9 Uhr an, sollen in den h esigen Gemetndewald- ungen, Districk Hessels und H rrd nach verzeichnetes Holz versteigert werden: Länge, Fichten-Derbstangen bis 14 Mir. Länge, Fichten Reisstangen, Stück Etchenftämme von 19—44 Crm. Durchmesser und 6 — 13 Mtr. Länge, Buchenstämme von 36—51 Ctm. Durchmesser und 5 — 9 Mtr. Länge, Kiefern-Derbstangen zu Grubenholz geeignet, 915) Vier große Käfige, fast neu, zur Kanarienhecke geeignet, verkauft billigst. I. Rothenberger, Lindenplatz. In Vertretung: M. Wahl, 9701 Ein der Stadt Kirchhain gehöriger Bulle reiner Berner Rasse, ungefähr 5Vr Jahr alt und 19 Centner schwer, noch zur Zucht geeignet, soll Donnerstag den 20. I. M., Vormittags 11 Uhr, im Rathhaussaale zu Kirchharn öffentlich auf's Meistgebot gegen sofortige Zahlung verkauft werden. Bemerkt wird, daß fragt Bulle bei der Versteigerung von Zuchtvieh, welche gelegentlich des in 1874 dahier abgehaltenen landwirthschaftlichen Festes stattfand, stadtseitig gekauft wurde. Kirchhain, am 12. Februar 1879. Der Bürgermeister: Mofebach. Reisholz versteigert werden. Der Anfang ist am ersten Tage in der Embach auf der Chaussee nach Oppenrod am Fichtenholz, um 11 Uhr, an den Elchen- und Bachenstämmen, am zweiten Tag am Brandholz in der Embach in der ersten Schneise. Gegen Bürgschaft Zahlungsfrist bis Martini 1879. Steinbach, den 13. Februar 1879. Großh. Bürgermeisterei Steinbach. Versteigerung von Pappelstammen und Reiser. aarten, Morgens 9 Uhr. Lich, den 12. Februar 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. Vogt, Beigeordneter. Markthalle zu Frankfurt a. M. V er Steigerung und Verkauf aus freier Hand. 999) Nachstehende Maaren kommen von Montag den 17. Februar an, alle Wochentage und zwar von 8 Uhr Morgens ab, zum Verkauf. Seefische, Austern, Geflügel, Wildpret, neue Gemüse, (Primeurs) 20. 20. Brief!, und telegraphische Aufträge beliebe man an die unterzeichnete Gesellschaft oder an die Markthallen-Jnspeetion zu richten. — Bestellungen werden zum Durchschnittspreise des jeweiligen Tages berechnet. _ r „ Das Bureau befindet sich in der Markthalle und wird dort ;ede gewünschte Literarisches. Die Volkswirthschaftliche Gesellschaft m Berlin hat in Verbindung mit der ständigen Deputation des Kongresses deutscher Volkswirthe die Herausgabe einer Broschüren-Sammlung unter dem Titel „Volkswirthschaftliche Zeitfragen" beschlossen. Das erste Heft, welches soeben im Verlage von Leonhard Simion in Berlin erschienen ist, führt den Titel: „Das Schreiben des Reichskanzlers an den Bundesrath, betreffend die Revision des Zolltarifs" von Ludwig Bamberger, und wird nicht verfehlen, bet Freund und Feind berechtigtes Aufsehen zu etregen. Die Schrift bietet ein wahres Arsenal von Waffen zur Bekämpfung der Steuerpolitik des Reichskanzlers. , . w, . , Mit außerordentlichem Geschick und mit der dem Abgeordneten Bamberger eigenthüm- ltchen Klarheit und Schärfe werden die einzelnen Sätze des Schreibens erläutert und bte traurigen Folgen aufgedeckt, zu welchen nach Ansicht des Verfaffers unabwendbar die Theorien des Reichskanzlers führen müßen, sobald man ernstlich daran geht, sie praktisch zu verwerten. Die „Volkswirthschaftlichen Zeitfragen" sollen jährlich in 8 Heften erscheinen und wird das zweite Heft unter dem Titel „Staats- und Volkswirthschaft", vom Abgeordneten Karl Braun, bereits in den nächsten Tagen zur Ausgabe gelangen. Auch eine Anzahl we lerer Hefte ist in Vorbereitung und lasten sich nach Bedeutung der Themata und der Verfasser werthvolle Arbeiten erwarten. Es werden sich nämlich als weitere Hefte dieses Jahrgangs anschlteßen: Wer ist Consument? Von Dr. Ernst Engel, Director des Komgl. Preuß. Statistischen Bureaus; Die Rodbertus'sche Rententheorie. Von Dr. Alexander Meyer, Landtaqsabgeordneter; Der Volkswirthschaftliche Senat. Von vr. Max Weigert; Der Schutz in der Weltwirthschaft. Von Prof. Dr. F. X. von Neumann-Spallart. Theater. Auf das reizende Stück von Schweitzer .Epidemisch", welches Dienstag den 18. d. M. gegeben wird und was wir eine Reihe von Jahren nicht sahen, wollen wrr ganz besonders aufmerksam machen, da es bet vorzüglicher Besetzung der Hauptrollen, einen amüsanten Abend verspricht! Nächstens mehr über die neuesten Aufführungen! Möge das einmal wach gewordene und wirklich verdiente Jntereste für unser Theater, auch fernerhin vorhanden sein, daß die Saison bis zum 1. April gut zu Ende geht! ____ Holzversteigerung. Mittwoch den 19. u. Donnerstag den 20. Februar, jedesmal von Morg ns 9^ Uhr an, sollen in dem Steinbacher Gemeindewald In den Distrikten Em- dach und AmUsenkopf: 297 Ftchtenstämme von 15—31 Ctm. Durchmesser und 8 —19 Mtr. Holzversteigerung im Licker Stadtwald, Distrikt Fichtenkops, Kronau und Kleinhäuserberg. I. Donnerstag den 20. Februar l. I.: Bau-, Werk- u. Nutzholz: Bekanntmachung 937) Die Schulgelder pro IV. Quartal 1878 von der Realschule und den städtischen Schulen können innerhalb 8 Ta^en an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden. Gießen, den 14. Februar 1879. Der Stadtrentmeister: Enders Die Mitglieder der Volkswirthschaftlichen Gesellschaft, sowie des Congreffes deutscher Volkswirthe erhalten die Broschüren unentgeldlich, für Nichtmitglieder sind sie auf buchhändlertschem Wege zu erlangen und zwar soll das einzelne Heft je 1 X, die Subsertptton für den Jahrgang von 8 Heften 6 X kosten. Eingesandt. Bezugnehmend auf die letzte Ueberschwemmung der Reickensandstraße an der Ecke der Kaplansgasse' hält man es für räthltch und der Gesundheit zuträglicher, wenn der an fraglicher Stelle befindliche, stets übelriechende Graben, durch welchen das Waffer ausgetreten, gänzlich beseitigt und das aus den Straßen zufließende Wasser vermittelst einer Gosse in den Stadtback eingeführt wird. Es würde dadurch auch dem Stadtsäckel Rechnung getragen sein, weil manche Ausgabe für Reinigen deffelben in Wegfall käme. Die auf nachbenannten Straßen aufgearbeiteten Pappelstämme und Reiser sollen den dabei bemerkten Tagen meistbietend versteigert werden und zwar: 1) Auf der Straße von Gießen gegen Reiskirchen Mittwoch den 19. Februar, 3 Stämme von 7 — 8 Mtr. Länae, sodann Donnerstag den 20. Februar, von 9i/2 Uhr an, 3fit die hiesigen £M ■,un; der ZMltuet ober J niertgt wirrbt S8 gehl j lls benen un8 3u^mn,; ti .Steuer ober | t’ m MrrHristtN j* | rumchadm HustinuMz!» 955) Meine Wiesen auf dem Gänseacker und Heegstrauch beabsichtige ich auÄ freier Hand zu verkaufen. Ohr. I^oeber Ww^ Grnnbergerstraße. k »totinw JS ®«, tttlie R-. fut kl1 ein Siatificatton beb V Moon ergangenen J« bim " ""d bte mit b« ist pst-m R empfingen, "JW 9-leiteten: Mn sich zum Tm- i beute ben ®enetab KiBijang und sagte: iber da sie eine leicht die Republik zu I:mbelta empfing die sag^e: die RchM chle tragen zu lassen; von gesundem Zinne, sen. Zn Chateaud'au les Simon, der viel remonb in Ars, Con- IL Buchen- und Ficktenstangeu. Ile Freitag den 21. Februar l. I.: Raummeter Buchen-, Eichen-, Kiefern- und Weichholz-Scheit-, Prügel und Stockholz, desgleichen Wellen-Reisholz. Der Aiffang ist jedesmal am Hattenröder Vicinalweg am Pstanz- Gin gebrauchtes Göbelwerk von Holz oder Eisen, nicht zu schwer, für ein Pferd, wird zu kaufen gesucht. Don wem? sagt die Exped. d. Bl. Handel und Verkehr. Frankfurt, 15. Februar. (Marktbericht ) Der heutige Markt hatte an Cerealien die Hülle und Fülle, was unseren Hausfrauen bezüglich der Preise sehr zu Statten kam. Weißkraut kostete das Stück 10—12 Rothkraut 20—25 H, Kohlkraut 12—15 H, Blumenkohl 3t-40 Butter im Großen 1. Qual. 90 H, 2. Qual. 80 im Detail 1. Qual. X 1 — 1.10, 2. Qual. 90—95 Eier das Hundert alte X 5, frische deutsche X 5.80, italienische X 7. Handkäse das Pfd. 50 Geflügel: Hahnen X 1.50—2.20, Tauben 70-80 H. Reh das Pfd. 80—85 Ganze Erbsen X 19—23, geschälte Erbsen X 22 bis 25, Linsen X 17—23, Bohnen X 24—26 per 100 Kilo. Kartoffeln X 6.50 per loO Kilo. Fleischpreise: Ochsenfleisch per Pfd. 70—75 H, Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 54—60 Kalbfleisch 60—70 H, Hammelfleisch 54-68 ^, Schweinefleisch 70—75 ^. Buchenscheitholz 1. Sorte per Cubikmeter X 10—11, 2. (Sorte X 9—9.50. Tannenschettholz 1. Sorte X 8.50—9, 2. Sorte X 6 80—7.50. Holz je nachdem geschnitten der Centner im Großen X 1.40—70, im Detail X 1.80—2. Steinkohlen per Hectoliter X 2. Tann- äpfel X 1. Lohkuchen das Tausend X 10. Salm das Pfund X 4.50—5, Aal X 2, Barben X 1.20, Börsch X 1.50, Hecht X 1. Heu und Stroh war gut zugefahren. Heu kostete je nach Qualität per Ctr X 1.80—3, Stroh X 1.80—2 20. 30 Eichenstämme von 25—51 Ctm. Durchmesser und 5 — 15 Meter Länge, Fichtenstämme „ 15—33 „ „ „ 10—23 „ Lindenstämme, ia. Kassel, Kleve, Cotty • Srlrvge«, Eßen, ^°.v.O,8nedch ■ V^aichen, Heivenhrm 3°str°», * :i- Potsdam, - der deutschen^ ...„Vnü unterzahE -"„mb ibrfcrtitiiM iunel töt’ Hrt eme EhrenpM ^S-techudt «I iia M * -- Großherzoglicher Kreisbauaufseher. Emaillirte u. verzinnte Koch- gefchirre «mpfi-blt (880 Wilhelm Seibert, Haufen Reiser. Anfang Morgens 10 Uhr, bei Ab- theilungsnummer 37. 2) Auf der Straße von Gießen gegen Groß-Linden Freitag den 21. Februar. 7 Stämme von 7 9 Mtr. Länge, 36—70 Etm. Durchmesser und 42 Haufen Reiser. Anfang Morgens 91/2 Uhr bei Ab- theilungsnummer 14. 3) Auf der Straße von Gießen gegen Lollar Montag den 24. Februar. 110 Haufen Reiser. Anfang Morgens 9 Uhr bei Abthei- lungsnummer^ am „Pfau". Die resp. Großherzogl. Bürgermeistereien werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden besonders bekannt machen zu lassen. Gießen, den 13. Februar 1879. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen- Lau-es - Hewerbe - Ausstellung | des Großherzogthums Hessen | für 1879 in |£ Offenbach am Main. § sVaÄbcm die Abhaltung einer Landes-Gewerbeausstellung in Offenbach definitiv beschlossen und die Eröffnung auf den 1. Juli J J* festgesetzt worden ist, haben wir den letzten Termin für die Anmeldung zur Betheiligung auf den SS. dieses Monats anberaumen müssen, um die darnach noch zu erledigenden Arbeiten bewältigen zu können. bitten alle diejenigen Industriellen, welche sich an der Ausstellung betheiligen wollen, aber bis jetzt noch nicht angemeldet haben, wegen Uebersendunq der Ausstellungs-Ordnung und des erforderlichen Anmeldebogens sich entweder direct an das unterzeichnete Comits oder an den Norstand des nächsten Local-Gewerbevereins zu wenden und geben gleichzeitig untenstehend ein Verzeichniß der bis jetzt angemeldeten Erzeugmffe. Zß» 1. Stein- und Marmorarbeiten. 2. Glas-, Porzellan - und Thonwaaren. 3. Gold - und Silberwaaren. 4. Eisen- und Stahlwaaren. 5. Metall- nnd Gürtlerwaaren. 6. Eisenguss - und Broncewaaren. 7. Landwirthschaftliche Maschinen. 8. Maschinen (Motore). 9. Werkzeugmaschinen. 10. Pressen. 11. Apparate. 12. Waffen- und Jagdgeräthe. 13. Schriftgiesserei-Erzeugnisse. 14. Mathe- math. und physikal. Instrumente, Uhren. 15. Musik-Instrumente. 16. Nahrungs- und Genussmittel. 17. Weine, Liqueure. g* 18. Biere. 19. Tabake. 20. Chemische Producte, Farben. 21. Oele. 22. Leim. 23. Seife, Parfümerieen. 24. Gewebe und » Gespinnste. 25. Seilerwaaren. 26. Papier-Tapeten. 27. Buch und Steindruck. 28. Kunstgegenstände und Alterth ümer. 29. Bilder und Photographieen. 30. Zeichnungen und Entwürfe. 31. Möbel und Holzwaaren. 32. Zimmereinrichtungen und Decorationen. 33. Baumaterialien. 34. Dreh-, Schnitz- und Prägwaaren. 35. Stöcke. 36. Spielwaaren. 37. Spenglerwaaren. 38. Bekleidungs- gegenstände. 39. Posamentierwaaren. 40. Hüte u. Filzwaaren. 41. Schuhwaaren. 42. Sattlerwaaren, fertige Wagen. 43. Leder. 44? Portefeuille- und Lederwaaren. 45. Heizvorrichtungen. 46. Lehrmittel. 47. Rohproducte. 48. Kunst- und Handelsgärtnerei. Das Comite der Mndes-Indussrie-Ausftellung des Großherzogthums Hessen für 1879 8 in Ossenbach a. M. M -s^vvusqpW . . 6cq) pq ;;shLstztzsgst(D la^mqaqun SunchisarZ Quapfö h 0 $0 jrniSig - * sacpjppjj®_______ 852) Ein schöner Laden mit Logis in bester Lage der Stadt per 1. März zu vermiethen. Näheres in d. Exped. d. Bl. Eine Hofraithe mit schönem Laden in frequentester Lage der Stadt zu vermiethen und per 15. Mai zu beziehen. Näheres bei 903)I Blitz. (922 1.30, 1.50, 1 60 (879 empfiehlt Wilhelm Seibert Stets frisch gebr. Kaffee, vorzügliche Qualität, per Pfund 1.65, rohen Kaffee, per Psund X l.10, Feinste Sardinen „ Sardellen „ Härinye marinirte Härrnge. Feinste Rollmöpse empfiehlt, stets frisch, billigst C). Roth, Neue Bäue. Geschälte Victoria-Erbsen, Linsen, Bohnen empfiehlt (440 Carl Hoffmann. 932) Eine eiserne Bettstelle, eine Näh- maschme, eine Werkbank, Walkblöcke, Stiefelhölzer und Leisten sind aus freier Hand zu verkaufen. Neuenweg ßit. B. 182. 916) Eine Drehbank billig zu verkaufen. Zu erfragen in der Exped- d. Bl. Thee - Niederlage von c. o. Fr. & Cie. in London empfehlen in Original-Paqueten (161 Gebr. Adami. Wermietßrmgen. 1003) Familienlogis zu vermiethen. Jacob Thomas, Schiffenberger Weg. 1002) Ein kleines Familienlogis, zwei Zimmer re. im Hinterhaus, zu vermiethen. I. S ch m ü ck e r, Marktstr. D. 219. 1005) Ein kleines Logis zu vermiethen. Ingber» Ww.. Neuenweg 194. 967) Ein Familienlogis ist zu ver- miethen. Emil Becker, Neuenwegs_ 997) Ein freundliches Farnilicnlogis zu vermiethen und bis 1. April beziehbar bei Wernhard Brück, Flügelsgasse. 426) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffer t ist wegzugshalber per 1. April d. I ganz oder getrennt zu ver- miethen. ___________A. Geisse. ' 726) Schlafstelle zu vermiethen. Lindenplatz A. 242. vermischte Anzeigen. 1009) Ein kleines Logis von 3 bis 4 Zimmer für eine Familie gesucht- Näheres bei d. Exped. d. Bl.___________ 963) Ein Kindermädchen für sofort gesucht. Wo? sagt d. Exped. d. Bl. Ä öp f e, 1Lorken, Perücken., Barle u. s. w. werden billigst verliehen bei (770 _______Val. Reuter, Friseur. 1006) Ein Zapfjunge gesucht Gebr. Lotz. 1008) Gesucht für junge Leute, welche die Schule besuchen, Logis mit Verköstigung. Anmeldung sogleich bei der Exped. d. Bl. 1007) Die gegen Sandgrubenbesitzer Pb. Kreiling zu Wieseck ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit zurück und bemerke, daß ich jetzt überzeugt bin, daß derselbe ein ehrlicher und rechtschaffner Mann ist. Friedr. Frey aus Wieseck. 1012) Ein Fuhrmann mit einem Pferd sucht Beschäftigung in Oekonomie. Zu erfragen bei Geschirrhändler Wagner, Neustadt. 1011) Ein oder zwei möblirte Zimmer mit Cabinet von einem ruhigen Herrn möglichst in der Mitte der Stadt zu miehen gesucht. Offerten mit Preisan- gabe bes. d. Exped. d. Bl. 1016) Das Flechten von Stroh- und Robr-Stühlen, Anfertigen aller Gattungen von Stühlen wird prompt und reell ausgefübrt von Philipp Henkel^ tuljhnfldKr, Tiefenw.51. 960) Ein Mädchen vom Lande wird zu miethen gesucht auf der _________________ »LiebigShöhe*. 1015) Zur Stütze der Hausfrau wird ein gesetztes Mädchen gesucht welches schon in größeren Haushaltungen thätig war und gute Zeugnisse aufzuwcisen hat. Offerten mit Gehaltsansprüchen unter Nr. 1015 besorgt die Exped. d. Bl.___________ Glasergesellen finden Arbeit bei (891 II. Heck. 1013) In Folge des allgemeinen Rückgangs der Mehlpreise bin icb in den Stand gesetzt von hente an zn liefern: 2 LTilo prima Weissbrod 52 Fig., 2 Kilo dto. Schwarzbrod 46 Fig. »r. Löher. Brandgasse. „Wedekind’s Y!ül»9- und Schleifstein - Brüche und Fabrik“ 6e7rpnrämien62 ITorcLhausen Unbedingt reell! suchen resp. Vertreter für Giessen und Umgegend.__(99^ Bauschule zu Dillenburg. 841) Eröffnung des Sommer-Semesters am 5. Mai. — Prospecte und nähere Auskunft erkheilt gratis und franco der Director R. Schoenebeck. - I Verpackung, bei 10Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. grati». Versandt gegen Postvorschuß durch die Niederlagen u.Lvgro«-Versandt durch Doppelkräuter - Magenbitter, nad) einem auö einem Denedictinerüoster stammenden Recept fabrizirt von: