Samstag, beu 18. Januar 1879. Np. IS RedaetionSbureaur \ R 1R etOrtttionäbttMaUt i Echulstr-ß-S. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. 6>icl}tni’r WiyeiW Aykize- unb Amtsblatt für btn Kreis Gießen. Nr. lieber die letzten Ursachen der jetzigen Handelskrifis. Das „Frkftr. Journal" entnimmt einem Hamburger Blatte eine inter» essante Untersuchung über die Gründe der so lange schon anhaltenden Stockung im Geschäftsverkehr, worin erwähnt wird, daß diese Erscheinung nicht in unserem bisherigen Zollsystem, sondern in einer Verschiebung der Handelsverhältnisse ihre Ursache habe, welch' letzterer Vorgang etwa in Vergleich zu stellen wäre mit der Umwälzung, welche durch die von Ende des 14. bis Anfang des 16. Jahrhunderts erfolgte Entdeckung des Seeweges nach Indien durch die Portugiesen, Amerikas durch die Spanier, hervorgerufen worden sei. „Damals", so heißt es in dieser Erörterung weiter, „wurde das bisherige Centrum des derzeitigen Weltverkehrs deplacirt. Genua, Venedig und die anderen blühenden mittelländischen Städte hatten bis dahin den Weltverkehr vermittelt, der ganze Welthandel war ein levantiniscker. von und nach der Levante und diese Städte waren seine Hauptemporien. Nachdem durch portugiesische und spanische Entdeckungsreisen dem Welthandel größere Absatzgebiete erschlosien und namentlich andere Wege gewiesen waren, verfielen diese Städte allmählig, und wenn wir über jene Zeiten gleich gut unterrichtet; wären, wie wir es über die Jetztzeit sind, so würden wir wahrscheinlich finden, daß die Klagen von damals den jetzigen aus's Haar gleichen, daß damals wie jetzt versucht ward, durch das schwache Rohr der Zollschranken, die damals mehr in Gestalt von Monopolen und Privilegien auftraten, die rollenden Räder der Weltgeschichte aufzuhalten. Em ähnlicher Zustand ist jetzt bet uns eingetreten, nähert sich, so hoffen wir, jetzt seinem Ende, nachdem seine Anfänge uns mehr verborgen geblieben sind. Zwar bei der jetzigen Ausdehnung des Welthandels ist es unmöglich, neue Absatzgebiete von der AuSdchnung zu entdecken, welche den Schwerpunkt des Handels in ähnlicher Weise wie vor 400 Jahren verrücken könnten; aber wenn nicht die großen Fuhr- oder vielmehr Seestraßen, in denen der Handel sich bewegt, so sind es vielmehr alle die kleinen Kanäle und Nebengewüffer, so ist es das ganze kleine und feine Adernetz, in welchem die Handelsbewegung unser ganzes geschäftliches Leben durchzieht und speist. Diese große Veränderung hat sich im Laufe der letzten 20 Jahre vollzogen durch die transatlantische Dampfschtffsver- bindung und die oceanische Telegraphie. Die Veränderung, die hierdurch im Welthandel vorgtng, ist eine so erstaunliche, wie unseres Wissens auch nicht annähernd in so kurzer Zeit je in früheren Jahren geschehen. Früher ward das Weltgeschäft von einer kleinen Anzahl großer Firmen besorgt, welche große Mittel, große Geschäftserfahrung und große Verbindungen, sowohl für Ankauf als Absatz halten. Das Weltgeschäft war in den Händen Weniger, die individuell ein großes Geschäft machten und es basirte vor Allem auf Erfahrungen, Verbindungen und Lager und daraus, daß alle drei in großem Maße vorhanden waren; es ward gemacht in einer Weise, die jetzt nach so kurzer Zeit schon säst eine mythische Erscheinung geworden ist." Es folgt hierauf die Beschreibung des Geschäftsgangs zwischen indischen Import- und englischen Export-Häusern, welche zur Ertheilung und Erledigung eines Auftrags die Zeit von etwa einem Jahr nöthig halten, während wieder ein anderes Jahr mit dem Vertriebe der Maaren in Indien drausgtng. Im Lause der letzten 20 Jahre hat sich das stufenweise in das gerade Gegeutheil verkehrt. Die Reisen, die sonst per Segelschiff in 5 oder 6 Monaten gemacht wurden (und diese Segelschiffe luden und löschten sonst ein paar Monate, was eigentlich doch der Reisedauer zugezählt werden sollte), werden jetzt von den in kürzester Frist ladenden und löschenden Dampfern in 3 bis 5, höchstens 6 Wochen gemacht. Einen großen Theil der überseeischen Länder durchziehen Schienenstränge und der Händler im Innern kommt nicht einmal im Jahre, sondern einmal im Monat, vielleicht noch öfter herunter, um feinen Bedarf dann, wann er ihn hat und für das, weffen er gerade bedarf, zu decken. Für die Dampfer existiren Monsoon und Passate nicht. Sie gehen jede Woche, alle 11 Tage, äußersten Falls alle Monat, mit gleicher Regelmäßigkeit abgehend und ankommend. Folglich existirt kein Grund für die Importeurs überseeischer Länder, vorsorgend den Bedarf eines ganzen Jahres zu einer gewissen Jahreszeit zu decken. Mit jeder Post können neue Bestellungen gemackt werden und wurden sie gemacht; ja um Zett und un- nöthiges Lager zu sparen, wird ein großer Theil aller wichtigen Bestellungen meist per Draht gemacht, sodaß man annehmen kann, daß jetzt von Manchester nach Bombay von dem Augenblick an, wo die Bestellung gemacht wird, bis wann die Waare anlangt, ein Zeitraum von 4 bis 5 Wochen verfließt, während sonst ein Zeitraum von 6i/z bis 8 Monaten für dasselbe in Anspruch genommen wird. Und rückwirkend geht auch diese Sache weiter. Der Fabrikant, der weniger als sonst auf bestimmte Saisons angewiesen ist, arbeitet jetzt in Voraussicht der Bestellungen eine Woche, wo er sonst 4 Monate im Voraus seine Arbeiten und Einkäuse begann. Der Importeur telegraphirt nach New-Orleans oder New-Aork um 1000 Ballen Baumwolle und hat sie in 14 Tagen bis 3 Wochen, während sonst der Auftrag, mit Segelschiff hin- auSgelegt und mit Segelschiff abgeschickt, 3, 4 bis 5 Monate in Anspruch nahm; kurz, während sonst das große überseeische Weltgeschäft mit einem Lager arbeitete, das sich in den verschiedensten Händen, vom Importeur des Rohstoffs bis zum überseeischen Jnlandhändler mit Fabrikaten, auf 2 bis 3 Hesterreich. Wien, 15. Januar. Eine Deputation des ^Vereins für kaufmännische Interessen klagte dem Handelsminister Chlumecky die Nachtheile, welche der österreichischen Industrie durch den französischen „Allgemeinen Tarif" zugefügt würden. Der Handelsminister erwiderte, er lege das größte Gewicht auf den Abschluß von Verträgen mit Deutschland und Italien und hoffe, daß sich bald ein Provisorium mit Frankreich auf der Grundlage der Meistbegünstigung werde schaffen lassen. allergnädigst geruht: Am 8. Januar den Landrichter des Landgerichts Langen Gustav Langs- dorff zum Stadtrichter des Stadtgerichts Gießen zu ernennen. Berlin, 14. Januar. Am 11. k. Mts. ist ein halbes Jahrhundert seit der feierlichen Verlobung unseres Kaisers, damals Prinzen Wilhelm, mit der Kaiserin, damaligen Prinzessin von Sachsen-Weimar (Vermählung am 11. Juni 1829), verflossen, nachdem im October zuvor die Schließung des Ehebundes in Aussicht genommen war. In einem Briese an Stein aus jener Zeit heißt es: „Prinz Wilhelm ist die edelste Gestalt, die man sehen kann, der Imposanteste von Allen, dabei schlicht und ritterlich, munter und galant, doch immer mit Würde. Unsere Prinzessin Auguste schien ihn sehr anzuziehen, und die Berliner träumten schon von einer zweiten Verbindung." Berlin, 15. Januar. Die „Prov.-Corresp." reproducirt den allgemeinen Theil der Denkschrift zur Begründung des Gesetzentwurfs, betreffend die Strafgewalt des Reichstages über seine Mitglieder, erwähnt die lebhafte und erregte Aufnahme, welche die Vorlage gefunden, und knüpft daran folgende Ausführungen: Vor Allem werde die Frage zu entscheiden fein, ob für »en- derungen der Reichsdisciplin ein dringendes Bedürfniß vorhanden fei. Werde diese Frage bejaht, so werde sich auch eine Verständigung erreichen lassen. Für die Lösung dieser Vorfrage fei es von günstiger Vorbedeutung, daß inmitten der augenblicklichen Erregung neben conservativen Blättern auch eine Anzahl bedeutender national-liberaler Zeitungsorgane ftheilweise in ausdrücklichem Gegensatz gegen die kurzweg ablehnende Haltung anderer Blätter das Bedürfniß zur Erweiterung der Dtsctpltnargewalt des Reichstags offen und entschieden anerkenne. — An anderer Stelle schreibt die Correspondenz: Die Eröffnung des Reichstags könne schwerlich über den 12. Februar hinauSgß- schoben werden. Jahre bemaß, lebt die Welt jetzt von einem Lager für 6 bis 7 Monate in allen verschiedenen Händen. Das zwischenliegende Lager von 17 bis 24 Monaten ist es, mit dessen mangelnder Verdauung, mit dessen langsamer Ausbrauchung wir jetzt beschäftigt sind. Eine Zuviel-Production an Fabrikaten existirt nicht, (?) sabricirt wird nicht mehr, als im Großen und Ganzen im Laufe des Jahres die Welt verbraucht; aber das alte ange- häufte Lager muß erst geräumt und namentlich muß auch geräumt fein mit den alten Geschäftsideen, nach denen man in früheren Jahren und den damaligen Communicationsmitteln vollkommen angemessen die Geschäfte betrieb. Wenn es in früheren Jahren hieß: „langsame Communication, große Läger, lange Zahlungsfristen, große Profite", so lautet jetzt die Devise: „Rasche Commumcation, kleiner Vorrath, kurze Zahlungsfristen, kleiner Nutzen." Die ganzen Ursachen der jetzigen Geschästskrisis find natürlich in dieser Modification in der Erzeugung und im Verschleiß von Industrie-Artikeln nicht zu erblicken, da z. B. eine faktische Ueberproduction solcher Artikel und eine Bevorzugung der industriellen Thätigkeit auf Kosten der landwirthschaftlichen stattgesunden hat. Immerhin erscheint die vorstehende Erörterung sehr beach- tenswerth und wohl dazu angethan, manche irrige Vorstellungen über die litztei! Gründe der herrschenden Mißstände im Geschäftsleben, somit über die zur Beseitigung der Letzteren zu ergreifenden Maßregeln zu berichtigen. 1 enthält: 1. Bekanntmachung, die Apothekergehülfen-Prüfung betr. 2. Bekanntmachung, die Aufhebung des Rentamts Homberg und die Organisation der Rentämter Alsfeld und Gießen betr. Darmstadt, 16. Januar. In der telegraphisch bereits gemeldeten Regierungs vorlage, betr. den Verkauf des hessischen Antheils der Main-Weser-Bahn ist der Verkaufspreis auf 17,250,000 Mk. festgesetzt. Darmstadt, 16. Januar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Türkei. Konstantinopel, 14. Januar. Wallace und Walpole, die von dem Botschafter Layard in das Rhodope Gebirge entsandt worden, um sich durch den Augenschein von der Lage der Bevölkerung zu überzeugen, berichten , dap die Noth außerordentlich groß und daß an 40,000 Menschen der Hülfe bedürfen. - Die Commission für türkische Finanzreformen bildete mehrere Sud- Comiws für die einzelnen Budgets. Der dritte türkische Commissar für die griechische Grenzregulirung ist noch nicht ernannt. — Der nordamerikanische Deutschland. Darmstadt, 15. Januar. Das Großherzogliche Regierungsblatt Gesandte hat einen längeren Urlaub angetreten. — Das Verlangen der Pforte an die britische Regierung um Garanttrung einer neuen türkischen Anleihe ist bisher von Lord Salisbury noch nicht beantwortet worden. Die Antwort wird nach dem Wiederzusammentritt des Parlaments erwartet. Amerika. New-Uvrk, 14. Januar. Eine Feuersbrunst in den am Broadway gelegenen großen Kleider-Magazinen verursachte einen Schaden von 2 Mill. Dollars. New - Aork, 14. Januar. Schatzsecretär Sherman hat wettere 20 Mill. Bonds zur Amorttstrung einberusen. Die Verzinsung derselben hört mit dem 14 April d. I. auf. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenj-Bureau. Berlin, 16. Januar. Generalpostmetster Stephan ist heute zur Besprechung mit Fürst Blsmarck nach Friedrichsruhe gereist. Wien, 16. Januar. Meldungen der „Poltt. Corresp." Aus Konstantinopel von heute: In Folge der türkisch-russischen Frtedensverhandlungen soll die von der Pforte zu zahlende Entschädigung auf 100 Mill. Silberrubel herabgemindert worden sein. Auf Intervention einer katholischen Großmacht wurde eine gemischte Commission zur Untersuchung der Uebelstände eingesetzt, durch welche die christliche Bevölkerung Armeniens neuerdings bedrängt wird. — Aus Odessa, 16. d. Eine Anzahl Seitens der russischen Regierung gecharterter Schiffe wird am 26. d. in Burgas etntreffen, um Truppen nach Odeffa, Ntkolajeff und Sebastopol zu verschiffen, worauf eine weitere Dislo- cirung erfolgt. London, 16. Januar. Der „Advertiser" meldet aus Quettah: General Prtmrose wurde beordert, mit einer Division nach Ghaznl vorzurücken. Konstantinopel, 15. Januar. Wie es heißt, würde die Regierung, tm Falle alle blsherigen Finanzprojecte scheiterten, zu einer beträchtlichen Zwangsanleihe ihre Zuflucht nehmen. Die abermals auftauchenden Gerüchte von einer bevorstehenden Ersetzung des Großvezirs Khereddtn Pascha werden für unbegründet erklärt. Berlin, 16. Januar. Abgeordnetenhaus Der von Krech beantragte Gesetzentwurf wegen Ergänzung des Gesetzes vom 22. April 1872, betreffend die Ablösung der den geistlichen und Schulinstituten zustehenden Realberechtigungen, wird nach den Anträgen der Commission angenommen. Es folgt die Berakhung des Antrag's Schorlemer, wonach die Regierung auf- aefordert werden soll, sofort eingehende und umfassende Ermittelungen eintreten zu lassen hinsichtlich des Bedürfnisses und der Möglichkeit, eines wirksamen legislativen Vorgehens gegen den Wucher und die schlimmen Folgen der allgemeinen Wcchielfähigkeit. Schorlemer begründet den Antrag 18 Redner sind gegen den Antrag, 6 für denselben angemeldet. Lasker macht gegen den Antrag geltend, der eigentlich betrügerische Wucher falle bereits unter das Strafgesetz. Den anders gearteten Wucher sei seine Partei gleichfalls zu unterdrücken bereit. Es sei dabei aber die äußerste Vorsicht geboten. Die Festsetzung eines Zinsmaximums sei gesetzlich unmöglich und meistens unwirksam. In der Aufhebung der Schuldhaft und der Lohnbeschlagnahme seien werthvolle Mittel gegen Ausbeutung gewährt. Die Beschränkung der allgemeinen Wechselfähigkeit sei unthunlich und schädige den gesunden Credtt. Auch dürfe der Initiative des Reichstags nicht vorgegriffen werden. — Raffe und Rickert beantragen: In Erwägung, daß die Vertretung des deutschen Reiches im Reichstage selbst in der Lage ist, solchen Beschwerden, welche aus gemeinsamen Reichsgesctzen sich ergeben, näherzutreten, insbesondere die Frage zu prüfen, ob durch legislatives Vorgehen verwerflichen wucherischen Zinsgeschäften wirksam entgegengetreten werden kann — geht das Haus zur Tagesordnung über. — Hoffmann (Liegnitz) erklärt sich unter Hinweis auf das Beispiel des Auslandes für den Antrag. Richter «Hagen) spricht gegen denselben. Der Justlzminister erklärt: Ich wiederhole, die Regierung wendet der Frage dauernd ihr Interesse zu und wird den Antrag, wenn er angenommen wird, in Erwägung ziehen. Es handelt sich um eine Angelegenheit des Reiches. Eine Enquete könnte doch nur für das ganze Reich angeordnet werden; eine Enquete für Preußen allein reiche nicht aus. Wenn der Reichstag solche Enqute beschließe, so werde Preußen wohl zustimmen. Ich möchte Ihnen die Annahme des Rasse'schen Antrages empfehlen. Reichensperger tritt für Schor- lemer's Antrag ein. Rasse wendet sich gegen denselben, indem er hervorhebt, daß die Angelegenheit vor den Reichstag gehöre, seine Partei (die freiconservative) keine Veranlassung zu einer Enquete sehe und durchaus gegen Zinsbeschränkung sei, wogegen die Frage der Wechselfähiqkeits- Beschränkung beachtenswerth erscheine. — Rasse's Antrag auf Tagesordnung wird hierauf in namentlicher Abstimmung mit 184 gegen 165 Stimmen verworfen, der Antrag Schorlemer selbst gleichfalls abgelehnt. — Nächste Sitzung morgen. Stuttgart, 16 Januar. Abgeordnetenkammer. Schwarz (Mitglied der Linken) stellt Die Anfrage, welche Stellung die Regierung zu dem Gesetzentwurf, betr. die Strafgewalt des Reichstages, einnehme. Ministerpräsident v. Mittnacht erwidert, definitive Entschließung erfolge erst in der Zeit, die zwischen der Berathung des Ausschuffes des Bundesraths und die des Plenums falle. Diese sei oft so kurz, daß er keine Verpflichtung übernehme, der Kammer eine bezügliche Mttthetlung zu machen. Wolle Schwarz den Einfluß der Kammer geltend machen, so muffe er einen anderen Weg als den der Interpellation wählen. — Schwarz behält sich einen Antrag vor. Nom, 16. Januar. Gutem Vernehmen nach würden analog dem abgeschloffenen provisorischen italienisch-französischen Handelsverträge auch Italien und die Schweiz einen Handelsvertrag abschließen, in welchem sie sich die Rechte der meistbegünstigten Nation einräumen. Konstantinopel, 16. Januar. Von Seiten der Regierung wird Folgendes bekanntgegeben: Ein Gesetz über die Verantwortlichkeit der Minister wird die Zahl der Staatsminister feststellen und die Functionen der Minister ohne Portefeuille beseitigen. Der Großmeister der Artillerie und der Minister des Evkafs und der frommen Stiftungen werden nicht unter die Zahl der verantwortlichen Minister ausgenommen. Ein auf Grundlage der Verfoffung vorgeschlagenes Gesetz über Preßfreiheit wird erlaffen. F rner wird unverzüglich Vorsorge getroffen werden für Errichtung des öffentlichen Ministeriums und des Notariats in allen Gerichtsbezirken des Reiches. Das Finanzministerium wird in mehrere Abtheilungen gethetlt; an der Spitze einer jeden wird ein dem Minister der Finanzen verantwortlicher Minister ist seinerseits der Deputirtenk^mmer gegenüber verantwortlich. Lokales. dviesicn, 17. Januar. Der zweite Vortrag über Edison's Phonograph war zahlreicher besucht und wurden die Leistungen des Apparates wiederum sehr bewundert. Gestern Nachmittag besuchten das Gymnasium, Realschule und höhere Töchterschule die für Schüler yngesetzlen Vorträge und darf Herr Tenn er mit diesem Besuche wohl zufrieden sein. — — Samuel Rosenberg von Großen-Buscck, der Handelsmann, welcher in den Friedberger Felldiebstahl verwickelt war, ist, wie er uns erklärte, vom Landgerichte Friedberg freigcsprocken worden Wir nehmen gerne hiervon Akt zur Rehabilitirung des Verdächtigten Vermischtes. — Die Dorfzeitung enthält unter der Ueberschrift: „Religion und Humanität" folgenden offenen Briefan das „Daheim": Ihr Blatt bringt in der letzten Nummer einen Artikel über die vor Kurzem verstorbene Großherzogin von Hcffen, aus welchem die Herzensgüte dieser Frau auf dem Thron auch Denen bekannt wird, welche bisher nichts von ihr wußten. Sie sagen schließlich: „Alle diese Liebeswerke gingen freilich nur aus dem Interesse der Humanität hervor" und fügen hinzu, daß erst ein Unglück in ihrer Familie sie kirchlicher, soll wohl heißen frömmer und bester gemacht habe. Ich gestehe, daß ich lange nichts Frivoleres gelesen habe als diese Aeußerung; daß sie ein Blatt wie das Ihrige thut, ist unzweifelhaft ein Zeichen der Zeit, und zwar der neuesten. Was ist Humanität? — Ich halte dafür, sie ist die edelste Blüthe des Menschengeistes l — Was ist Religion? Darüber sind die Ansichten verschieden, aber gewiß ist, daß unter ihrem Deckmantel die grausamste Verfolgungswuth ganze Länder verwüstete, daß von jeher und noch heute unter ihrer Firma ein erbitterter Krieg geführt wird. — Ich ersuche Sie oder Ihren betr. Correspondenten, die Frucht zu nennen, welche edler als wahre Menschenliebe auf dem Baume Religion wächst. Ist es jene Frömmigkeit, die, weil sie die Augen nur zum Himmel gerichtet hält, von all' der Erdennoth nichts sieht, die sie umgibt? — Wie ist es mit der wcrkthätigen Liebe, die hell aus dem Leben der Großherzogin Alice hervorleuchtet, mit der Liebe, die Christus sichon als die höchste unter den Tugenden preist? In dem Buche eines vielen Lesern d. Bl. bekannten Mannes aus Coburg über das Leben des verstorbenen Prinzen Albert habe ich gelesen, mit welcher unendlichen Liebe und Ausdauer die nun auch todte Frau ihren Vater in seiner Todeskrankheit bis an's Ende gepflegt hat; Sie selbst sagen, was z. Z. allenthalben zu lesen war, daß sie, allen Gefahren der Ansteckung trotzend, ihren Bruder in tövtlicher Krankheit bis zur Genesung gepflegt; nun hat sie selbst der Tod ereilt, als sie, nur Mutter und Frau, nicht vom Krankenbett ihrer Lieben wich. Angesichts dieser Thatsachen und all' der Woblthaten, welche die selige Großherzogin Alice ihrer hessischen Heimath erzeigte und welche Sie selbst einzeln angeben, gegenüber alledem frage ich Sie: ,,Wer ist unbarmherziger, der Tod auf seinem unaufhaltsamen Wege oder der schwarze Mann in seinem Stolz und Afterglauben, der an kaum geschloffenem Grabe der Frau mit einem Juwel in der Brust die Worte für sie hat: ,,alle ihre Liebeswerke hat sie freilich nur aus Humanität gethan." Hildburghausen. Ludwig Nonne sen." Hanau, 12. Januar. Ebenso wie andere Städte, in denen Geflügelzuchtvereine bestehen, von Zeit zu Zeit Ausstellungen abhalten, so wird auch unser immerhin noch junger Geflügel- und Vögelzucht'Verein im Laufe des Monats März d. I. eine solche veranstalten. Die am 7 d. Mts. abgehaltene Generalversammlung sprach sich einstimmig hierfür aus; es wurden, soweit die zu diesem Zwecke gezeichneten Mittel reichen, die Ausstellungskäfige sofort der Draht- flechteret des Herrn Schaack in Bestellung gegeben; ebenso werden die anderen nöthigen Vor» arbeiten — Platzfrage, Einholung der Genehmigung zur Abhaltung einer Verloosung rc. — alsbald in Angriff genommen. Bis jetzt sind alle Unternehmungen, die ein reges Interesse unserer Einwohnerschaft erheischen, in Hanau mit gutem Erfolge durchgeführt worden und hoffentlich wird auch dieser ersten Geflügelausstellung daffelbe nicht fehlen. — Der Verein, zu dem bald nach seiner Gründung 78 Nitgliever gehörten, zählt zur Zeit deren 90; das erste Veretnsjahr schloß bei vorsichtiger Wirthschaftswetse finanziell befriedigend ab. Statutengemäß mußte in vorgestriger Generalversammlung die Neuwahl des Vorstandes vorgenommen werden. Derselbe verblieb, soweit die betr. Herren eine Wiederwahl annahmen, der alte, und ist für dieses Jahr wie folgt zusammengesetzt: Hr. Director Eberdt, Vorsitzender Hr. A. Kohlhepp, Stellvertreter desselben, Hr. Carl Brandt, Schriftführer, Hr. Th. Heintz, Stellvertreter deffelben und Hr. Sattlermeister L. Ziegler, Cassier des Vereins. Berlin. (Eine wirksame Kur.) Geradezu unglaublich ist es, wie, allen Warnungen ungeachtet, sich immer noch Leute finden, die auf die SchwindelAnnoncen sogenannter Wunderdoktoren hereinfallen. Eine hiesige Beamtenwittwe, die seit längerer Zett von einem Bandwurm belästigt wurde, las vor Kurzem in einer Zeitung die nachstehende Ankündigung: „Jeder Bandwurm wird schnell und radikal vertrieben! Adressen unter Beifügung von 1 JL 50 H in Briefmarken sub W. 0. franko Köln postlagernd." — Daß der Wunderdoktor nicht einmal seinen Namen der leidenden Menschheit offenbarte, daß er es vielmehr vorzog, die Honorare „in Briefmarken unter Ziffern postlagernd" einzuheimsen, — alles das vermochte die Vertrauensseligkeit der leidenden Dame nicht zu stören. Sie schickte daher ihre Adreffe ein, fügte auch die verlangten 1 JL 50 in Briefmarken bei und erhielt nach wenigen Tagen tm unfrankirten Briefe das nachstehende, kernige Rezept: „Nehmen Sie Früh, Mittags und Abends einen gehäuften Eßlöffel voll persisches Insektenpulver ein. Er krepirt danach sicher! W. SD." Handel und Verkehr. Frankfurt, 16. Januar. (Fruchtbericht.) Im Getreidehandel zeigte sich etwas mehr Bewegung, jedoch nicht ausdauernd. Weizen verkaufte sich coulanr, obwohl Angebot und Nachfrage sich an Geringfügigkeit die Wage hielten und von einer Lebhaftigkeit des Umsatzes keine Rede sein konnte. Die Versandtfrage war außerordentlich geringfügig-, hiesiger Weizen für Hier JL 19, ab unserer Umgegend Jt lö3/4—1 2, feiner fremder viel über Cours. Die plötzliche Steigerung für Roggenmehl o/, an der Berliner Börse bewirkte zu Anfang der Woche eine merkliche Befestigung, auch von Roggen und wie durch einen Zauberschlag schien die ganze Situation verändert zu sein. Die Verkäufer waren verschwunden und wir schließen zu den höchsten Coursen des Tages; prima Roggen 15 */2 — 3/4, hiesige Landwaare 14 — 15, russischer X 13 V«—Vr- Gerste verkehrte während der ganzen Woche in matter Haltung ohne nennenswerthe Preisveränderung zu erleiden. Die Hauptfrage concentrirte sich auf prima Qualität, die auch große Festigkeit bewahrte JL 17 — 18 b., hoch prima über Notiz. Hafer hat das Geschäft in loco an Umfang nicht gewonnen, indem die Forderungen ab Auswärts nicht ermäßigt wurden, hochfeine Qualitäten 13^—14, mittel JL 13 —13‘/2, geringe Sorten JL 12i/4. Hülsenfrüchte überaus still. Einzelne kleine Partien wurden mit Mühe und Noth zu matten Preisen an dringend Benöthigte plactrt. Mehl hatte nicht mehr gleich lebendigen Verkehr, wie in der vergangenen Woche, und zeigen die nur mäßig ab- und aufschwankenden Preise, daß die Speculation sich momentan und wahrscheinlich so lange ruhig verhält, bis über das Resultat der Zollfrage etwas Definitives zu berichten ist. Raps ruhig. Rüböl selbst im Detail schwer verkäuflich. Futterstoffe anhaltend verlaffen. Die heutigen Notirungen lauten: Mehl Nr. 1 JL 39, Nr. 2 JL 35, Nr. 3 JL 31, Nr. 4 JC 27, Nr. 5 Jt 21. Roggenmehl % «Berliner Marke) JL 22, do. II (Berliner Marke) .X 19. Weizen, effektiv hiesiger ab Bahnhof hier 19.—, ab unserer Umgegend JL 18.25—18.50, do. fremder je nach Qualität X 18—19, Roggen, je nach Qualität JL 13—15. Gerste JL 15 — 17.50, Hafer «X 12.50 — 14, Kohlsamen JL 27—28, Erbsen 19—23, Wicken 357) Gewisse Industrielle suchen das Publikum zu täuschen, indem sie Unter dem Namen .,Benedictlnerfct verschiedenartige Produkte verkaufen, welche nicht nur ohne Werth, sondern häufig der allgemeinen Gesunddeit gefährlich find. Wir fordern alle Käufer dnngend auf, diese Produkte zurückzuweisen, und nur den wirklich ächten Benedictiner Llquriir aus der SV-tci von Feramp zu verlangen, den sie nur dann annehmen wollen, nachdem sie sich von der Aechtheit deffelben überzeugt haben. Irischdäcker in Gießen. Sonntag den 19. Januar. Ludwig Kronebcrg, Marktstraße. Heinrich Faß, am Kreuz. Conrad Haas, Walltborftraße. Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde?uGießen. Gottesdienst: Sonntag den 19. Januar: Morgens: Pfarrer Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner. (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 19. bis 25. Januar besorgt Pfarrer Schloss er.) MM Prima Branntweinhefe, pr. Kilo JL 1,25, ab Dortmrmd gegen Nachnahme zu beziehen durch (16 H. Rüttler Lk Co., Dortmund. 334) Neue und gebrauchte Sophas, Stühle, Tische, ovale Spiegel, ein- und zweithürige Kleiderschränke, Betten und dergl. verkauft zu äußerst billigen Preisen. I. Rothenberger, Lindenplatz. erfüllter -Bier, achtes, aus der Brauerei von Franz Erich in Erlangen, stets im Zapf bei (222 Emil Schmall (Frankfurter Hof). Von 12 Flaschen an frei ins Haus geliefert per Flasche 30 Sparherde, Mantelöfen, Kaffeebrenner, Kohlenlöffel, Feuerzangen re. empfiehlt zu billlgsten Preisen (64 A. Kerkenberg, Reichensand. Gebrannten Kaffee, feinste Sorten zu 1.60, JL 1.80, JL 2 per Psd., rohen Kaffee, reinschmeckend, zu<^. 1.10, ^.1.20 bis ^.160 per Psd., empfieblt (350 Carl Hoffmann. Bekanntmachung. •356) In unserem Firmen-Register ist heute solgender Eintrag vollzogen worden: Die Firma Gebrüder Bing zu Lang-Göns hat sich durch gegenseitige Uebereinkunft ausgelöst und befindet sich in Liquidation. Liqui- valoren sind die bisherigen Inhaber der Firma, nämlich Simon und Samuel Bing zu Lang-Göns. Gießen, den 10. Januar 1878. Großh. Stadtgericht Gießen. In Erledigung der Stadtrichterstelle: Oppermann. Main-Weser-Bahn. Verkauf alter Bahnschwellen. Montag den 20. Januar, sollen eine Parthie aller ausrangirtcr Babnschwellen an die Meistbietenden verkauft werden. Der Anfang beginnt Nachmittags um 3 Uhr zunächst der Lahnhütte. Gießen, den 16. Januar 1879. Der Bahnmeister: 344) G e rHard. Bekanntmachung 335) Die für das Garntson-Laza- rerh zu Götzen vom 1. April 1879 bis dahin 1880 erforderlichen Ver- pfiegungsbedürfmsse, wie Fleisch, Back- waaren, Victuali-n rc. sollen den 22. Januar ce., Vormittags 10 Uhr, im Wege öffentlicher Submission im Geschäftslocale des bezeichneten Laza- reths verdungen werden, wo auch die Bedingungen zur Einsicht ausliegen. Unternehmungslustige haben ihre Offerten bis zur Eröffnung des Termins , versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen daselbst etnzureichen. Großherzogltches Garnison-Lazareth. Bekanntmachung. 3ur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkaste angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Samstag den 18. Januar 1879, Die Interessenten werden daher ausge- sordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legt- timiren. „ , t. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1878. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. Arbeitsverweigerung. Mittwoch den 22. Januar, Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause in Groß- Linden nachfolgend verzeichnete Arbeiten öffentlich an den Mindestfordernden vrraccordtrt werden: 1) Steinbrechen, veranschl. zu 152,— 2) Steinfahren, „ „ 145,— 3) Zu Haufen setzen von Steine, veranschl. zu 38,— 4) Steinschlagen u Decken, veranschl. zu 209,— Groß-Linden, den 13. Januar 1879. Großh. Bürgermeisterei Groß-Linden. I. A.: 291) F. Broel.__ Montag den 20. Januar, läßt M. Katz Ww. von Lang- Göns den Rest der noch vorräthigm Eisen- und Glaswaaren freiwillig gegen gleich baare Zahlung versteigern. (351 Arbeitsverfleigerung. Mittwoch den 22. d. Mts., Mittags 2 Uhr, soll das Klopfen von200Mtr. Chaussee- steinen auf hiesiger Bürgermeisterei versteigert werden. W eseck, den 17. Januar 1879. Großh Bürgermeisterei Wieseck. 363) Lang. Arbeitsversteigerung. Versteigerung. Das Abästen und Ausmachen von Pappelbäumen an nachbenannten Straßen soll an den dabei bemerkten Tagen und Orten wenigstfordernd versteigert werden: 1) Auf der Straße von Gießen nach Groß-Linden Freitag den 17. d. Mts., Morgens 9 Uhr, bei Abtheilungsstein Nr. 14. Dienstag den 21. Januar d.J. Vormittags 10 Uhr, sollen im Schulgebäude zu Heuchelheim öffentlich an den Mtndestsordernden versteigert werden: 1) Steinbrechen, veranschl. zu 76,— 2) Steinfahren, „ „ 266,— 3) Zu Hausensetzen der Steine, veranschl. zu 19,— 4) Steinschlagen und Decken, veranschl. zu 273,— Heuchelheim, den 13. Januar 1879. Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim. I- A.: 290) F. Broel. 2) Auf der Straße von Gießen nach Lich Montag den 20. d. Mts., Morgens 9 Uhr, bei Abtheilungsstein Nr. 40. 3) Auf der Straße von Gießen nach Lollar Mittwoch den 22. d. Mts., . Morgens 9 Uhr, bet Abtheilungsstein Nr. 5. Gießen, den 13. Januar 1879. Großh. Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: M. Wahl, 311) Großh- Kreisbiuiufseher. MEDAILLE 17—50 Ctm. 174 veranschl. zu 6) F. Broel. 3 497 37 58 8- 7- 6 84 ii H 50 1520 400 21,— 231,- :3) 4) .5) 3 23 Decken, Glaserarbeit, Buchen 15 Eichen 18 Nadelh. — 3275 41,50 30,- 333) Mehrere sehr feine Damen Wintermäntel werden sehr billig abgegeben. I. Rothenberger, Lindenplatz. Länge mit 86^2 Eubikm., Buchenstämme mit 2 Cubttm., Hainbuchen Stämme u. Stangen mit 3 Eubikm., Nadelholz-Stämme mit l^Cubm. Fichten- und Lärchenstangen mit 11 Eubikm. Inhalt. Holzversteigeruug in der Mrstl. Oberförsterei Lich. Dienstag den 21. Januar, soll im District Hard nachverzeichnttes Holz versteigert werden: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter. Wellen. 11) Anfertigung eines L tten- zaunes. verschl. zu 141,— Lollar, deu 13. Januar 1879. Großh. Bürgermeisterei Lollar. I. A.: ferner: Eichenstämme von Durchmeffer und 4 — 10 Mtr. Setzen derselben „ „ Steinschlagen, „ ,, Rein gen der Fahrbahnen, Plantren der Ba> kette u. 7) Schloffernrbelt, 8) Langstetnl eferung u. Stein- Hauerarbeit, veranschl. zu 9) Wttßbinderarbeit, „ „ 10) Lieferung einer Holzpumpe, veranschl. zu Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf dem Muschenheimer Weg J/4 Stunde von hiesiger Eisenbahnstation. Lich, 11. Januar 1879. 276) Wimmenauer, Forstrath. Arbeitsversteigerung. Montag den 20. Januar d. I., Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Ra hhause in Lollar nachverzeichnete Arbeiten und Lieferungen öffentlich an den Mtndestfordern- den in Accord vergeben werden: E S- Z Verloren Ilung (369 Geld- Cours. Verantwortliche Redaetton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr Bietsch) tn Meße» 229) 61 d JL 16 16 20 16 16 9 4 0 oi *$• 16-20 16-20 38—43 65-70 65 53-58 17-20 eine große Verbreitung. Wetzlar, den 10. Januar 1879. = S@e® 362) Ein großer gelber Hund, Kreuz- ung zwischen Ulmer Dogge und Hatz- Orude, ift entlaufen. Wiederbringer eine gute Belohnung. Zu erfragen in der Exved. d. Bl. vom Clubgebäude nach dem Marktplatz ein Fächer. Abzugeben gegen Belohnung bet d. Exped. d. Bl. 353) Entlaufen ein kleiner schwarzbrauner Pinscher mit abgeschnittenen Ohren und Schweif Abzugeben gegen Belohnung Lmdenplatz 64. Citherunterricht 315) Zu erfragen : .Stadt Cassel^. ' §55 d w o a e •e-e-“ Restauration zum „Stern". Samstag Abend: Kartoffel-Reibekuchen mit Kopfsalat, Wiener Schnitzel mit Kar- 365) toffelklös. * T) ” C •e- 3 RtdaetionSl ßxprdition- Batavia Arrac, Mandarinen-Arrac, Jamaica-Rum, Cognac, feinste und feine Liqueure, Punscbeffenzen, Moufstrende Weine, empfiehlt in bekannten besten Qualitäten _______ Emil Fischbach, Todes - Znzeige. 370) Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, Freunden und Bekannten mitzutheilen, daß unsere liebe, unvergeßliche Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Iran Stadtrentmeifler Enders, geb. Seipp, gestern Abend 9 Uhr, nach kurzem Leiden, sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 17. Januar 1879. NB. Die Beerdigung findet Samstag den 18. Januar, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause aus statt. 54) Die Mansardenwohnung in meinem behend aus 4 Zimmern und Ru= behor ist auf den 1. April event. auch früher zu oermiethen. Carl Stückrath. 287) Laden und Wohnung zu ver- ullethen.__Kaplansgasse 218. in Frankfurt a. M. | beso,rsen zu 0£- r ■ ginalpreisen ohne Das 8teinhauer-ßeschöst von Ang. Nauheimer Wiltwe, Neue Anlage C. 40, hält sich zur Anfertigung von Grab-Denkmälera, Monumenten, Einfassungen, Gedenksteinen etc. nach jeder Zeichnung und in jeder Steingattung in geschmackvoller Ausführung und billiger Preisnotirung bestens 20-Francs-Stücke. . . do. in V> . Englische Souvereigns . Russische Imperiales . Holländische ft 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . . Mn-Gießener Bahn. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6« 12 4«. Dillenburg 6«, 12, 4«, 9*. Siegen 6", 12. 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