ds II ottone Sutter, n unt) (5908 der Preise ersuche rzeigm. her ein Dienst- issen gesucht ed. d. Bl. von Ztühlen i5 Flechten von n und alle cin- eheret weltb^ /war oser .n%tö/ w 'nnn uud iw aut '"Ari-ß'ö Wovv (M >en. ... Aaplansgas'1' ?n utSlott* Bi. (q"J ;|0uetnbtr Icht int mW .litte? 3«* >•* L t, AchMaße. jimmcr mit im ftiufe des os. Lhatt. ae Wohnung, Zubehör, M l&ueer, ij, A/n^lknacher', fg I-179« __ r mit Cabinet eiberg B. 1. n-'t zu Dennic- irsNaße 32^. zimmer, m- Hofal geeignet. Mittwoch den 17. September Nr. 216» 1876 A«jkP- und Amtsblatt für den Kreis Gießen. «evacttorrSburemr r EkxpedttionSbureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 P^ Amtlicher T 8 eil. Gießen, den 13. September 1879. Betreffend: Den Rundgang der Feldgeschwornen im September und October. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir empfehlen Ihnen die Feldgeschwornen zu veranlaßen, nach § 20 der Instruction vom 23. Februar 1833 (Regierungsblatt S. 105) im Laufe dieses und kommenden Monats die Gemarkungen zu begehen, um sich von dem Zustande der Grenzen zu unterrichten, und über den Befund in ihr nach § 21 daselbst zu führendes Tagebuch ein Protokoll aufzunehmen. Wir machen dabei darauf aufmerksam, daß zwar zu einem Steinsatze wenigstens drei Feld- geschworne beisammen sein müssen, daß aber zu dem Rundgange, wenn dabei nicht zugleich Steine gesetzt werden sollen, eine geringere Anzahl Feldgeschworner genügt. Wegen Beseitigung der vorgefundenen Mängel wollen Sie das Geeignete veranlassen, wobei namentlich die Aufräumung, Geraderichtung und Erneuerung der Grenzsteine ins Auge zu faffen ist. An den Dreieck-, Gemarkungs-, Flur- und Gewanngrenzsteinen darf jedoch keine Veränderung ohne Mitwirkung eines Geometers I. Claffe vorgenommen werden. Die Wahl und Zuziehung desselben bleibt Ihnen überlasten. Doch wollen Sie da, wo es sich um Grenzsteine mehrerer Gemarkungen handelt, sich unter einander desfalls benehmen. Für die Erhaltung der Parzellengrenzstetne des Gemeindeeigenthums ist auf Gemetndekosten von Ihnen Sorge zu tragen. Wo noch keine Aussteinung des Gemeindeeigenthums stattgesunden hat, beauftragen wir Sie, den Gemeinde- rath desfalls zu vernehmen und desten Beschluß zu vollziehen. Die an den Parzellengrenzsteinen der Privaten Vorgefundenen Mängel sind den Betheiligten zur Beseitigung zu eröffnen. Im Uebrigen verweisen wir Sie auf das Gesetz vom 23. October 1830 (Reg.-Bl. S. 463) und die vorgenannte Instruction vom 23. Februar 1833 (Reg.-Bl. S. 105), sowie wegen der Kostenverzeichniffe auf die Bekanntmachung vom 18. December 1874 (Reg.-Bl. S. 784). Zu Ende des kommenden Monats sind uns Abschriften der in die Tagebücher der Feldgeschwornen aufgenommenen Protocolle mit Bericht über Ihre desfalls getroffenen Anordnungen sammt den Kostenverzetchniffen von Ihnen vorzulegen. Dr. Boekmann. Aolitisch Die Antwort des preußischen Ministers von Putt- kamer aus die „Beschwerdeschrift" der westfälischen Geistlichen. Der neue Cultusminister hat die „Beschwerdeschrift", die ein Theil der katholischen Geistlichen aus den Diöcesen Münster und Paderborn am 13. August an ihn gerichtet, mit einer Promptheit erwidert, welche die „Beschwerdeführer" selbst nicht wenig in Verwunderung gesetzt haben wird. Die Herren haben auch sonst Anlaß genug, einigermaßen verblüfft zu sein, denn die Antwort des Ministers ist, wenn auch in der Form freundlich entgegenkommend, doch in der Sache entschieden gegen ihre Wünsche ausgefallen. Herr von Puttkamer spricht sich in seinem Erlaß vom 8. d. zunächst dahin aus, baß die sittlich-religiöse Erziehung und Unterweisung der Jugend eine Angelegenheit sei, an welcher Staat und Kirche ein durch gemeinsame Arbeit auf dem Gebiete der Schule zu bethätigendes gleiches Jntereste haben, und daß er nichts lebhafter wünsche, als in den Stand gesetzt zu sein, den berufenen Organen der christlichen Kirchen eine dem entsprechende Mitwirkung bei der Pflege der Volksschule einzuräumen Er bedauert daher, daß diese Mitwirkung gegenwärtig nicht in wünschenswertem Maße erfolge, schiebt die Schuld daran tndeß auf das Verhalten der Geistlichen selbst. Nachdem er ihnen angedeutet, daß er ihre Drohungen, event. die Eltern gegen die Schule ausstacheln zu wollen, wohl verstanden, erklärte er ihnen offen, der Ausgangspunkt ihrer Deducttonen, als ob das Schulaufsichtsgesetz vom 11. März 1872 eine völlige Umwälzung in den Verhältniffen der Kirche zur Schule mit sich gebracht habe, sei durchaus irrthümlich: dieses Gesetz habe nämlich nicht neues Recht geschaffen, sondern nur einer Satzung von neuem Ausdruck gegeben, aus welcher die Entwickelung und die Erfolge unseres gesummten Unterrichtswesens seit länger als einem Jahrhundert beruhen. Auch vor Erlaß des Schulauf- stchtsgesetzes habe die katholische Kirche lediglich als Beauftragte des Staates gewirkt. Set es ihr nun damals möglich gewesen, sich an der religiösen Erziehung der Jugend in Segen zu betheiligen, so sei die Hoffnung nicht auszugeben, daß der Kirche auch fernerhin auf diesem Gebiete eine heilsame Mitarbeit Vorbehalten sein werde. Jedenfalls verhalte sich der Staat nicht antagonistisch oder auch nur gleichgültig in Bezug auf die Mitwirkung der Kirche. Freilich verhehlt der Minister nicht, daß er unter der sittlich-religiösen Erziehung eine „aus dem unversiegbaren Hetlsbrunnen des Evangeliums geschöpfte" versteht: daraus geht der Gegensatz seiner Vorstellung von dem Charakter der rechten Jugenderziehung gegen die des ultramontanen Klerus, welcher Dinge lehrt und sich Rechte anmaßt, die mit dem Evangelium in schroffem Widerspruch stehen, deutlich genug hervor. Und auch hier fügt er, um Mißdeutungen vorzubeugen, ausdrücklich hinzu, daß die Bestimmung über Art, Maß und Umfang der kirchlichen Bethetligung an der Pflege der Schule Sache des Staates sein und bleiben müffe: dies sei für die Regelung der gesammten rechtlichen Beziehungen zwischen Staat und Kirche der allein maßgebende Standpunkt, und wenn unser Volksschulwesen,tn Bezug aus sein Verhältniß zur Religion sich gegenwärtig in einem unerwünschten Zustande befinde, so liege die eigentliche Ursache darin, daß die katholische Kirche sich bisher nicht habe entschließen können, sich jenen Standpunkt anzuetgnen. Bei einer solchen Auffassung der Sachlage versteht sich die Zurückweisung der Forderungen der westfälischen Geistlichen von selbst. Da es nur „der beinahe einstimmige und systematische Widerstand der katholischen Geistlichkeit er Hheil. gegen die Matgesetze" gewesen ist, welcher ihr an vielen Orten die Schule ver- schloffen hat, so ist der Minister „nicht eher in der Lage, eine Aenderung im Ganzen und Großen in dieser Sachlage herbeizuführen, als bis dem Staat von Setten der katholischen Kirche die thatsächliche Anerkennung seines unueräußerltchen Gesetzgebungsrechts zu Th ett wfth.'■ in solch-n palz — am 16. August wurde dem Jacob Gockel aus Spachbrücken die Stelle des Dieners am chemischen Laboratorium der technischen Hochschule übertragen; am 19. August wurde der von der Frau Gräfin zu Erbach-Fürstenau auf die erledigte Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hesselbach präsentirte SchulamtSasptrant Johannes Gck aus Fischm-ih-*> ffiv fcdtfc stelle — ver vvn oer Frau Gräfin zu Erbach- Fürstenau aus die Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Schöllenbach präsen- ttrte SchulamtSasptrant Adam Müller aus Momart für diese Stelle bestätigt; am 22. August wurde der Finanzaspirant Karl Steinbrecher zum Steuerausseher ernannt; am 20. August wurde dem Schulamtsasptranten Karl Hübner aus Nteder-Florstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Alten-Buseck — am 25. August wurde dem Schullehrer Georg Gaub zu Ltederbach die Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Fischbach — dem Schullehrer Friedrich Becker zu Gedern eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bellersheim übertragen. 7. Militärdienstnachrichten. (Schluß folgt). Rußland. Petersburg, 13. Septbr. Der Minister des Innern, Makoff, hat Petersburg mit Genehmigung des Kaisers zeitweilig verlassen und die Führung der Geschäfte seinem Gehülsen Martinoff übertragen. — Dem „Golos" ist der seit dem 13. Februar entzogene Straßenverkauf wieder gestattet worden. telegraphische Depeschen. ««guer's telegr. Torresp-uvenr- Bure««. Berli», 15. Septbr. Das heute herausgegebene Gesetzblatt für Elsaß- Lothrtngen publtctrt die Verordnung vom 23. Juli, betreffend die Einrichtung des Ministeriums für Elsaß-Lothringen. — Mit dem Kaiser und der Kaiserin werden den Manövern bei Straßburg beiwohnen: Der Kronprinz, die Prinzen Wilhelm, Karl, Friedrich Karl und Albrecht, der Großherzog und die Großherzogin von Baden, der Groß- Herzog von Mecklenburg-Schwerin, der Kronprinz von Schweden, Prinz Georg von Sachsen, Prinz Heinrich von Heffen, Feldmarschall von Moltke, Krtegsmtntster v. Kamecke, die Generale v. Podbielskt, v. Tümpling und o. Biehler. Haag, 15. Septbr. Die Thronrede, mit welcher heute die Generalstaaten eröffnet wurden, hebt die sehr freundschaftlichen Beziehungen zu den fremden Mächten hervor und bezeichnet die Resultate des Krieges mit Atchin als zufriedenstellende. Der auf Industrie, Handel und Schifffahrt lastende Druck, sowie die minder ergiebige Ernte dürsten den Rückgang des Erträgniffes ewiger Steuern im Gefolge haben und neue Zuführungen zum Staa sschatze bedingen. Die Regierung werde zur Hebung des Wohlstandes an dem heilsamen Grundsätze der Freiheit von Handel und Industrie festhalten und auf Verbefferung der Handelswege hinarbeiten. Maßregeln zur Unterdrückung der Viehseuchen seien ergriffen. Der Strafgesetzentwurf werde aufrechterhalten, der Gesetzentwurf über den Prtmär-Unterricht nach Beendigung der Vorbereitungsarbeiten vorgelegt werden. Die Lage von Ntederländisch-Jndien sei im Allgemeinen günstig. Die daselbst begonnenen großen Arbeiten schreiten vorwärts. Die Finanzen dieses Gebietes erheischen große Umsicht. Die Einwanderung von Kulis nach Surinam und die Entwickelung des Mineralreichthums Cura^aos seien nothwendlg. London, 15. Septbr. Ern Telegramm des „Daily Telegraph" aus Stmla behauptet, daß der Emir von Afghanistan an der Metzelei in Kabul mitschuldig sei. In Kabul sei Ordre erthetlt, jegliche dtrecte Verbindung mit den Engländern abzuschneiden, Große Streitkräfte feindlicher Mohmunds be« setzten Dakka Der Weg nach Kabul sei von einer großen afghanischen Armee besetzt. Wien, 15. Septbr. Meldung der „Preffe" aus Banja: Die Con- ferenzen des Herzogs von Württemberg mit Husni Pascha laffen die definitive Austragung der schwebenden Differenzen als unmittelbar bevorstehend erscheinen. — Osficiell. Pripolje, 14. Deptbr. Die combinirten Colonnen der ersten und zweiten JnfanteUe-Brigade find heute Vormittag um 11 Uhr gleich- zeitig hier eingetroffen und wurden von Seiten der Stadtvertretung und der Bevölkerung freundlich und entgegenkommend empfangen. New-Uork, 15. Septbr. Der dem Norddeutschen Lloyd gehörige Dampfer „Leipzig", auf der Fahrt von Baltimore nach Bremen begriffen, ist mit zerbrochenem Schaft nach New-Dork bugstrt worden. Wien, 15. Septbr. Meldungen der „Polit. Corresp." Der Herzog von Württemberg und Husni Pascha befichttgten die beiderseitigen Posttionen in Triboy und conferirten gestern. — Aus Konstantinopel: Anläßlich der blutigen Ereigniffe in Ostrumelten herrscht große Aufregung. Mehrere Botschafter machen die Pforte verantwortlich, weil sie viele Flüchtlinge mittellos und ungeleitet ohne vorherige Benachrichtigung absendete. In Aidos sind 15 ostrumelische Gensdarmen getödtet worden. Die Berichte der Consuln über die La,e der mohamedanischeu Bewohner lauten sehr ungünstig. Die Pforte beabsichtigt eine Ctrcularnote an die Mächte zu richten und von Aleko Aufklärungen zu verlangen. — Aus Athen. Die griechischen Bevollmächtigten in Konstantinopel erhielten neuerdings die Weisung, die Verhandlungen «it der Türkei fortzusetzen, am Congreßprotocoll festzuhalten und in Detailfragen die Vermittelung der Mächte anzurufen. London, 15. Septbr. „Times" erfährt, der Emir von Afghanistan werde aufgefordert werden, mit dem Vormarsch der britischen Armee zu coopertren und die Gerechtigkeit wie Zweckmäßigkeit der Maßregeln zur Bestrafung der Mordthaten anzuerkennen. — „Daily News" meldet aus Rangun vom 14. ds.: Das Personal der britischen Mission hat Mandalay noch nicht verlassen. — Meldungen des „Daily Telegraph" aus Stmla vom 14. ds.: Afghanische Truppen marschiren auf Jellalabad. Da8 Gros der britischen Truppen beginnt den Vormarsch in 25 Tagen und wird Kabul wahrscheinlich am 20. October erreichen. New-Uork, 15. September. Nachrichten aus Santiago de Cuba zufolge verlangten die Sclaven auf den Plantagen die Freiheit, welche die Sclaveneigner auch versprachen, im Falle jene sich verpflichteten, drei Jahre gegen Löhne zu arbeiten. Die Sclaven desertiren. Die Behörden haben den Generalcapitän hinsichtlich der Ergreifung von bez. Maßregeln um Rath ersucht. Eine Madrider Depesche besagt, die Regierung beabsichtige in den Cortes die Emanctpation der Sclaven vom Juli 1880 ab unter der Bedingung siebenjähriger zwangsweiser Arbeit gegen Löhnung zu beantragen. Agram, 15. Septbr. Die deutsche Kronprinzessin ist wieder von hier abgereift. Wien, 15. Septbr. Der „Presse" wird aus Belgrad von heute gemeldet : „Die Einberufung der großen Skupschtina wird aus politischen Gründen Verschoben." London, 16. Septbr. Der „Times" wird aus Kandahar vom 15. Septbr. telegraphtrt: Ein afghanischer Edelmann, aus der Umgegend von Kabul kommend, meldete, daß der Emir Truppen aus Herat und Baltt, sowie die Ghilgetstämme nach Kabul berief behufs Proclamirung des heiligen Krieges gegen England. Lokales. Gießen, 16. September. Se. Majestät der Kaiser trifft Donnerstag Früh 6" mittelst Extrazug auf hiesigem Bahnhof ein und reist nach halbstündigem Aufenthalt 7^ nach Straßburg weiter. Gießen, 16. September. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 18. September 1879# Nachmittags 1 Uhrr 1. Straßenbenennungen. 2. Das Beerdigen der zu wiffenschaftlichen Zwecken auf der Anatomie verwandten Leichen. 3. Gesuch des Kaufmanns August Montanus um Erlaubniß zur Erbauung eines Nebengebäudes. 4. Reparaturen in dem früheren Pfandhaus. — Der hiesige Verein selbstständiger Schuhmacher, welcher bezweckt, das Handwerk in gewerblicher und moraliscker Hinsicht zu heben, beschloß in einer früheren Generalversammlung zu diesem Zweck eine Ausstellung und Prämtirung von Lehrlingsarbetten im September dieses Jahres zu veranstalten. Dieselbe hat nun am gestrigen Abend im Gasthaus zum Deutschen Hof auf dem Neuenweg stattgefunden und kann Einsender dieselbe nur in lobender Weise erwähnen. Die Arbeiten waren mit sehr viel Fleiß und Sorgfalt ausgeführt und dürfte sich ein« solche Ausstellung für jedes Handwerk als bestes Mittel zu Hebung und Förderung des Gewerbes empfehlen. Vermischtes. WormS, 10. September. Seit gestern Vormittag herrscht ein bewegtes militärisches Leben in hiesiger Stadt. Während nämlich gestern Vormittag 9 Uhr schon eine Schwadron heff. Leib-Dragoner die Stadt passirt hatte, rückte gleich darauf daS 116. (Hess.) Infanterie- Regiment mit klingendem Spiele, sowie eine Compagnie Pioniere hier ein. Beide Truppenkörper bezogen hier Quartiere und rückten heute Früh kurz vor 7 Uhr wieder ab, um in Osthofen, Bechtheim, Rhein-Dürkheim rc. Quartiere zu beziehen. — Die treffliche Capelle obigen Regiments gab gestern Abend in Worret s Etubliffement ein gut besuchtes Concert und fand gute Aufnahme. — Kaum war heute Früh der prachtvolle „Radetzky" des drückenden 116. Regiments verklungen, so passirte des hessische Leibgarde-Regiment mit klingendem Spiele unsere Stadt. Es war ein prachtvolles Regiment, kräftige Mannschaften, stramme Soldaten mit der beliebten Adam'schen Capelle an der Spitze. Sie marschirten nach Pfifftighetm und Umgegend. Ihnen folgte eine Batterie Feldartillerie. — Von vielen der über Nacht hier einquarticrten Mannschaften wurde heute Früh bittere Klage geführt, über einzelne Quartiere, in welche sie von vermögenden Leuten gewiesen worden wären und welche in Bezug auf Reinlichkeit Alles zu wünschen übrig gelasien hätten. Wir selbst wurden heute Nacht nach 12 Uhr noch von einem Soldaten, in Begleitung unserer eigenen Einquartierung, um Nachtquartier gebeten mit der Bemerkung, daß in seiner „Herberge" am Hellen Tage die — Wanzen vor ihm Spalier gebildet hätten und er sich lieber in's Freie, als in ein solches Bett legen würde. (N. W. Z) Hildburghausen. Notizen, das Technikum betreffend. — Trotz der augenblicklich noch andauernden ungünstigen Lage der Industrie ist der Sommerbesuch des Technikums Hildburghausen, einer noch jungen technischen Lehranstalt, welche eine Maschinenbau- und Baugewerkschule umfaßt, ein recht erfreulicher. 41 Schüler besuchen die Anstalt, und zwar aus Preußen 19, aus Meiningen 10, aus Schwarzburg - Sondershausen 6, aus Sachsen, Bayern, Mecklenburg, Greiz, Schweiz und Amerika je einer. Am Ende des Wintersemesters hat die staatliche Prüfungs-Commission, Herr Ober Baurath Hoppe, welcher gleichzeitig von Seiten des Staates die Schule beaufsichtigt, sich anerkennend über die Leistungen der Anstalt, sowie über den Ausfall der freiwilligen Techniker- resp. Meisterprüfung ausgesprochen. Ein gleiches allgemein günstiges Urtheil wurde der vor Ostern veranstalteten Ausstellung der Schülerarbeiten des Technikums zu Theil; dieselbe war ungemein zahlreich auch von Fachleuten besucht. Es sind jetzt schon mehrere junge Leute zum Besuche des Winter-Semesters angemeldet. Ä »» S.rJ StE’fS 4 “50' Mr-» W 75_2t.25, d- 113.50-M* Erbsen 19 "V Sctanu Zn unserem F heute folgende worben: 1) Heinrich A hat die Spece wasserdandlung Wallach d Waarenvorrch AclioauWde übernommen ur schäft unter der J Wallach" w Seinem Vater lach zu Gießet mheiit. Die Arm „I wurde gelöscht. 2) Mvsts Ru betreibt daselbs unter der An ein faufmännift 3) Zu/r'us Wc ^treibt daselbst unter der Ama lach" das Ges 4) Georg Lau Gießen hat seil „Georg La triebenes Spei gelegt. Seine st Gießen, den 11 Gcvßherzvgliches ( Vergi d" Holzhaus nd von Äteko evollmälhtigtm öublungen mit 1 DetailsraM ,n Afghanisinn >en Armee zu egeln zur Bk« ' aus Rangun lay noch nicht vom 14. ds.: der britischen wahrscheinlich »go de Cuba t, welche die i, drei Jahre )tn haben den a MH ersucht, den Corte- die idingung sieben« i litbtr ton bitt von heute ge» Machen Grün. | Kandahar vom I Umgegend von md Balti, sowie ! ang des hei- ,g Ftüh 6« mM 715 na^ Strafe ^«kten-Stzung -a „tmie vertvandi» |Ur 6tW elneS i-Hand»nl in „lonsammlMS!» Septembn WF । .um Deutichen ."Übet Weite er- Zörverung d«S ”&s$ «■ Ä» len^^mü * [bei® ^“uorhctff "5-$ "■■’Ä ü.gftn, 0 Handel und Verkehr. Mieten, 16. Septbr. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete -. Butter per Pfd. X.1,10 t■ ö M i i Lübnereier per Stück 5 und 6 Käse per Stück 4—7 Kasematte per Stuck 3 H Echsen Liter 18 Linsen 1 Liter 21 Tauben das Paar 60 Hühner per Ltück U 0 80 alte Hahnen per Stück X 0.65, junge Hahnen per Stuck X 0. , ®nte” pEr Stuck 1 1 30 Gänse per Stück X- 4, Kartoffeln per 100 Kilo 6-7 Zwt-b-ln per Centner 6—7, Milch per Liter 16 u. 18 Ocksenfleisch 70 pn Pfd., ' unß.9tt?b^ct^ M-6ok Kalbfleisch 45-50,$, Hammelfleisch 60-711 A, Schwetnefleflch 60-64 Frankfurt, 15. Septbr. (Fruchtbericht.) Weizen ab unserer Gegend wurde zu un- , .r< mT.:cpn teDrt ii •>{ 20 75 2125 aehandelt, frei hier X 21.75. Die Eigner "SsEff SS S'Ä* £5'? sä bcEu. Am M-Hlmarkt keine A-nb-rung. - Heutige Preise' Mehl Nr. lA 41, Nr. 2 I? «ü ai.. 3 J/ 33 q?r 4 m 29 Nr. 5 X 23. Roggenmehl % f Berliner Marke) -* ^3'50 b= f w E 2L50-22.-, bo. II (Berliner W A 16.50 tia 17 50* Weizen effektiv hiesiger ab Bahnhof hier X 21.75, ab unserer Umgegend ™ 20 7°-2lR' d° fremdes nach Qualität JL 22 23 je „ad, Qualität ti 13 50—16 Gerste X 17.50-20.—, Hafer 13.50—15, Kohlsamen 22.50 25.^5, tofen" jf. 19—27, Wicken X 16—17, Linsen X 20-40, Bohnen, weiße, J4 23 25, Roggenkleie X —, Weizenkleie, grobe und feine «^L —, Rüböl, detail, X 62. Stimmung fest. Hauptsächlich gefragt war: —. Dringend offerirt: —. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund ZoÜgewicht — 100 Kilo.) Frankfurt, 15. Septbr. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Angetrieben waren ca. 400 Ochsen und Stiere, 250 Kühe und Rinder, 200 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. X 67—68, 2. Qual. X 62—64, Kühe und Rinder 1. Qual. X- 60—62, 2. Qual. X 52—54, Kälber 1. Qual. X 53—55, 2. Qual. 48—50, Hämmel 1. Qual. X 58—60, 2. Qual. X 48 -50 per 100 Pfd. Schlachtgewicht. Schweine das Pfund — H. — (Geldpostsendungen.) Zur Orientirung des Publikums werden die usancemäßigen Bestimmungen veröffentlicht, nach welchen die Post bei Ablieferung von Geldsendungen an Nichtadreffaten, welche aber Familienglieder sind, verfährt. Die Bestimmungen lauten: 1) Geldbricfe rc. bis zur Höhe von 2«>0 X liefert die Post auch an ein „erwachsenes Familienglied" des Adressaten aus und ist gegen deren Quittung jeder Verbindlichkeit entschlagen. 2) Wenn die Familienglieder des Empfängers unzuverlässig sind, trägt den Schaden das Famtlien- haupt. 3) Vor Gericht hat der Ablieferungsschein mit der Quittung über die Geldsendung nur zu beweisen, daß die Post ordnungsmäßig, d. h. nach den in der Postordnung vorgesehenen Bestimmungen verfahren hat. 4) Wer den häuslichen Verhältnisien des Empfängers nicht traut und mit seiner Quittung durchaus sicher gehen will, verlangt bei Beträgen unter 300 X stets durch einen Vermerk auf der Adreffe — dahin lautend: „zu eigenen Händen — die Auslieferung an den Adressaten selbst. Bekanntmachung. In unserem Firmen - Register stnd heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Heinrich Wallach zu Gießen hat die Specerei- und Mineral- wafferbandlung des Julius Wallach daselbst mir allen Waarenvorräthen, jedoch ohne die Activausstände und die Passiven übernommen und führt dies Geschäft unter der Firma „Heinrich Wallach" weiter fort. Semem Vater, Julius Wallach zu Gießen, hat er Procura ertheiit. Die Firma „Julius Wallach" wurde gelöscht. 2) Moses Kuder zu Heuchelheim betreibt daselbst seit 1. Januar l. I. unter der Firma „95t* Kuder" ein kaufmännisches Geschäft. 3) Julius Wallach zu Gießen betreibt daselbst seit 1. Januar I. I. -unter der Firma „Julius Wallach" das Geschäft eines Agenten. 4) Georg Lawpus zweiter zu Gießen hat sein unter der Firma „Georg Lampus II." betriebenes Speceretgeschüft nteder- gelegt. Seine Firma wurde gelöscht. Gießen, den 11. September 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. 5996) Langsdorff. Vergebung der Holzhauer u. Waldeul- turarbeiten im Gießener Stadtwald für das Jahr 1880 Die vorbezeichneten Arbeiten sollen Samstag den 20. Septbr., Vormittags 11 Uhr, im Rathhaussaale versteigert und bei dieser Gelegenheit auch die Fertigung von Heg- und Entwästerungsgräben, veranschlagt zu 464 55 3i, vergeben werden. Gießen, den 13. Septbr. 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 5958) A. Bramm. Affenhitze Aufforderung. Victor Runkel von Eckelshausen, jetzt mit unbekanntem Aufenthalt in Amerika, wird aufgefordert, das am 22. Dezember 1877 von seiner nunmehr verstorbenen Mutter, der Wittwe des Großh. Revierförsters Ludwig Runkel von Eckelshausen, zuletzt wohnhaft zu Gießen bei Gericht errichtete Testament, in welchem diese ihn enterbt hat, sogewiß binnen 90 Tagen von heute an gerechnet, klagend anzufechten, widrigenfalls dasselbe als anerkannt angesehen und vollstreckt werden wird. Gießen, den 14. August 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. 5451) Langsdorfs. 6011) Grummetgras in den Ochsen- wiesen und im Heegstrauch zu verkaufen. Labrotsse, Hofg.-Ado. AllgemeinerKnzciger. Versteigerung einer Vacksteinbrennerei. 5926) Donnerstag den 18. September d. I., Nachmittags 5 Uhr, werden auf hiesigem Rathhause Flur Nr. üjMeter XVII 173 177(h 73 Gewann durch den Jungfernweg XVII 214 1619 ( 71 Gewann auf die hinterste Lehmkaute nahe XVII 215 1619 i bei Darmstadt, zur Fabrikation von Ruffensteinen, mit vorzüglichem, lange Jahre ausreichendem Lehm, öffentlich meistbietend versteigert. . Nähere Auskunft ertheilt Kaufmann Heinrich Storger in Darmstadt Arheilgen, den 8. September 1879. [H. 62100] Großherzogliches Ortsgericht Arheilgen. ____________Dölger.__________________________ Israelitische Neujahrskarten, große Auswahl neuer Muster bei __ (5800 Ernst Balser, Mausburg. ch.*",*"******"««****""****"*'"! ♦ Mein Lager in Prima < ♦ Bcttseugc^ Barchente^ Bamaste9 Baus- T X mach er u. 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Originalzeichnung von B- Woltze. — Geschichtliches über die Börse. — Hans Hendrik, der Eskimo. - Rostock Em Städtebild von Julius von Wickede. Mtt 4 Illustrationen- — Am Familrenttsche: Druckfehler. — Kaisersgeburtstagsreden.— Rechtsrath. .. Mit einer illustrirten Beilage: Manover- bild. ______________________________ Gesucht auf Michaelis ein Mädchen für Küchen- und Hausarbeit und ein älteres Kindermädchen. Gute Zeugnisse erforderlich. 5887) Lit. E. 77. 5928) Ein braver Junge, welcher schon als Kellner thätig war oder sich als solchen ausbilden will, kann sogleich bei mir eintreten. Balth. Lenz. K Dr. med. Iochhtim, Barmstadt, Soderstrasse 16. Spezialarzt für Haulkrnnkheiten, Seropheln und Brust - Krankheiten. lOQODonoDoaoaooonoaocoaooonoDOQOoaocooDOQOQOcoaoooDonococxjooDOooöoD 0 Nur Schulstraste 21 im Laden -es Herrn Dr. Dornseiff D ö 0 mit Concert (6009 ziehbar. Balth. Strauch. 6012) Dr. Careis. I Blitz. Näheres bei 4383 Zimmer mit Cabinet zu vermie- then- Franksurterstraße 32,3. 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Eintrittskarten zu dem Rennen, nämlich: Wagenkarten ä 5 Reiterkarten ä 2 JL Tribünenkarten ä 2 JL sind bei den Herren: Faix S>* Söhne, Rheinstraße, Hufnagel, Sattler, Wilhelmmenstt., ärleber, Papierhandlg, Mathildenplatz, Marburg, A., Bessunger-Carlsstr.. Mayer, Papierhandlg., Ernst-Lud- wigsstraße Meyer, Restaurateur, Landwehrstr., Philippi (vormals Gersch lauer), Neckarstraße, Pfeil W., Cigarrenhandlg., Elisa- bethenstraße, Rühl, Buchhandlung, Ballonplatz, Wenck, Tabakfabrik, Rheinstraße, bis Sonntag den 21. September, Mittags 12 Uhr, zu erhalten, später von 1 Uhr ab bei der Kasse am Holzhof. , Eintrittskarten in das Innere des Nennplatzes, ä 20 Pfennige, werden nur an den an folgenden Punkten etablirten Tageskassen ausgegeben: 1) am Eisenbahnübergang der breiten Allee, 2) am unteren Ende dieser Allee, gegenüber der Maschinenfabrik von Gebr. Lossen, 3) am Holzhof. Bestellungen auf Tribünensitze, deren Eintheklung und Nummerirung bei den Verkaufsstellen durch Pläne ersichtlich, werden schon letzt angenommen. Darmstadt, im September 1879. Lcrmischte Krqeigen. 5995) Ein angehender Kellner wird gesucht. Von wem? sagt die Expedition d. Bltts.__ Bierbrauerei. 6000) In einer sehr rührigen Fabrikstadt am Main ist eine vollständig neuerbaute nach den besten Constructionen (Darre mit Luftheizung) eingerichtete Bierbrauerei auf eine Reihe von Jahren an einen solventen, jungen Mann zu verpachten. Das Inventar ist complctt vorhanden. Die Bedingungen sind sehr leicht. Nur ganz solide Bewerber wollen sich schriftlich sub E. T. 1319 an Rudolf IHosse, Frankfurt a./M.wenben 6005) Ein Bursche von 16 bi- 17 Jahren gesucht von __W. Löb er Brandgasse. 5863) Ein Junge kann in die Lehre treten. Karl Noll, Schlosser Flügelsgasse. 5797) In meinem Hause an der Lahn Wahnhof) sind 2 Zimmer, mit besonderem Eingang, mit oder ohne Möbel, zu ver- miethen. S. 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Georg Unverzagt, __________Pöschel's Bierhalle gegenüber. 5999) Ein schönes Logis von 4 bis 5 Zimmern zu vermiethen bei ______________H. Kinkel, Conditor- 6006) Ein gut möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen bei ____________C Stückrath, Gartfeld. 5555) Ein möblirtes, freundliches Zimmer mit Cabinet, nach der Straße, auch für zwei Bekannte geeignet, ist zu ver- miethen.__________________Markt B. 32. 4887) In der Nähe des Cöln-Gießener Güterbahnhofs sind 2 Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und je aus 5 Zimmern nebst Zubehör bestehend zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei I. Blitz. Lungenstuche erf gewesenen Tagen Gieße Evgl Man kann | mord zu Kabul i sondern auch die c hast inleresfirt. 6 geboten und naiüi des ganzen Landes beres beabsichtigen, diese erreicht, so' sich England von Ende Mai über bchliligen ließe. Landes nothwend müßten außerdeui dauernde englische hohem ®rabt tut Hfltt sich daher b Stellung Rußland nißan besetzt. Man sührt i durch die Snglände nicht mit den Vers St- Petersburger, 1869 und 1875 ' ^iche eine neutral Mt also aus di in Asaln ^lßschen Angch < ba»» Rußland et fiiet b|e FH nicht, ^'Englands In Wel »orauifey J* daß meinen ll,?iwltn d-s (SmhA W । mit btiet'h Sain lt,n fernen. m MltifL Damit