Sonntag den 17. August Erstes Blatt 1870 190 nr Kichener "Anzeiger Aiffizc- unii Amtsblatt für de« Kreis Gießen =eTb,p Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Schulstraße B. 18. er., Mittags Wz 979. etrazen. tbenbergkr, iiastungen ein Ende machte. Unter den Festgenommenen befinden sich zwei (Köln. Ztg.) ’plelt haben. England um Nedactionsbureau: ssxpeditionSbureau: über das Nach der Lamm" in beim Vor- Am Nach- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brmgerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. a. 1875. 330. -. e. 8. 'athes: F 12,408. 55. 7,608X 69 *. bis 2 fl. Strafe verboten. Gießen, den 29. Juli 1870. Mag geselliges Zusammensein auf der großen Bleiche, bet schlechtem Wetter m Turnsaale zu Ober-Ingelheim, und Festrede. — Da an vielen Orten Mtotheken noch nicht bestehen, diese aber eines der wesentlichsten Bildungs- 19. Juli schwerlich befriedigend gewesen, da das Vorrücken einer verstärkten Brigade unter Clarke angeordnet worden ist. (Köln. Ztg.) ^sprechen. Es wäre zweckmäßig, wenn alle Vereine ein Verzetchntß der Orte tiit ihrer Nähe anfertigten, wo es noch keine Bibliotheken gibt. Die Verhand> Hungen werden ergeben, in wie wett es gewünscht und möglich sein wird, da- 'IkM etwa durch eine Wander-Bibliothek auf die Gründung von Volks- Motheken und die Gewinnung neuer Mitglieder hinzuwirken. Die von der Berichterstatter: Rector Liermann. 4. Berichte aus den Vereinen, des nächsten Persammlungs-Ortes. 6. Bericht von Dr. Kobelt Skiopttkon und seine Verwendung. 7. Wahl des Ausschusses. — Sitzung wird ein gemeinschaftliches Mittagsmahl im Gasthof „zum Ober-Ingelheim eingenommen werden. Es wird gebeten, sich dazu fronbc des Ingelheimer Vereins 3—4 Tage vorher anzumelden. London, 14. August. In vergangener Nacht stieß der die Themse niswärts fahrende Hamburger Dampfer „Vesta" mit dem abwärts fahrenden lierbeencT Dampfer „City of London" zusammen. Ersterer wurde stark 6c- "Wgt, letzterer sank, seine Pasiagiere und Mannschaften wurden von der Wa" gerettet. — Nach Meldung der „Daily News" aus Saint Paul 20. Juli ist Wolseley's Zusammenkunft mit den Zulu-Häuptlingen am Unierlteutenants, zwei Studenten, drei Licenttaten des Rechtes, ein Chemiker .üb ein Advocat. Wenn die Polizei die Pfeifer nicht verhaftet hätte, so würden die 2600 Personen, die sehr aufgeregt waren, denselben arg mttge- Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Goldmann. Wir sehen uns veranlaßt nachstehendes Localreglement mit dem Anfügen wiederholt öffentlich bekannt zu machen, daß die Schutzmannschaft angewiesen ist, jede Zuwiderhandlung auf Grund drs §. 360 pos. 10 des Reichsstrafgesetzes, wonach Uebertretungen des fraglichen Reglements mit Geldstrafe bis zu 60 JL oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft werden, zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 15. August 1879. Großherzogltche Pollzeiverwaltung Gießen. Fresenius. Deutschland. Nieder-Ingelheim. (Verband Mtttelrhein. Bildungs-Vereine.) 'iut Beschluß deö vorjährigen Verbands-Tages findet die Jahres-Versammlung des Verbandes Heuer m Ingelheim statt und zwar am 31. August, 10 Uhr Dom iltags, im Rathhaus zu Nteder-Jngelhetm. Tagesordnung: 1. Jahresbericht und Rechnungs-Ablage. 2. Wahl der Revisoren. 3. Volksbtblwlheken. Telegraphische Depeschen. Wagner'4 telegr. «»rrespsudenz-Buress. Darmstadt, 15. August. Die Kaiserin von Rußland ist in Begleitung des Großfürsten Alexis heute Nachmittag tut Vesten Wohlsein auf Schloß Hetligeuberg bei Jugenheim eingetroffen. An der Station Bickenbach waren Prinz Alexander von Heffen und deffen Familie, sowie die hiesige russische Gesandtschaft zum Empfange erschienen. Morgen wird der Großherzog der Kaiserin einen Besuch abstatten. London, 15. August. Den deutschen Herbst -Manövern wohnen Generallieurenant Hardinge, Oberstlieutenant Methuen und die Hauptleute Bonham, Carmichael und Rawes bet. — Das „Reuter'sche Bureau" meldet aus Konstantinopel: Ali Saib und Savas sind zu Commiffarien in der griechi- schen Grenzfrage ernannnt. Savfet Pascha wird wahrscheinlich der Commission präsidiren. Wien, 15. August. Den Morgenblättern zufolge gilt die Genehmigung des Entlassungsgesuches Andraffy's für unzweifelhaft. Nach der „Neuen Fr. Pr." wäre die Demission bereits angenommen. Madrid, 15. August. Der Ministerrath berieth gestern die Vermählungs-Angelegenheit des Königs. Man glaubt, Manuel Silvela werde demnächst nach Wien gehen und für den König um die Hand der Erzherzogin Marte Christine anhalten. Konstantinopel, 15. August. Von autorisirter Sette wird gegenüber den Nachrichten von sporadischen Cholerafällen in Konstantinopel mitgetheilt, daß kein Krankheitsfall beobachtet sei, welcher verdächtige Symptome zeigte. Der allgemeine Gesundheitszustand in Konstantinopel ist ein durchaus befriedigender. Nom, 15. August. Die „Agencia Stefans" erklärt die Nachricht btt „Republique francaise", daß die albauesische Liga durch italienische Freiwillige, namentlich Artilleristen, verstärkt worden sei, auf Grund zuverlässiger Infor- mationen für unbegründet. In Rom sei nichts von der Existenz italienischer Freiwilligen in Albanien bekannt. Es sei sicher, daß kein Freiwilliger nut Waffen und Gepäck Italien verlaffen habe, um nach Albanien zu gehen. Wien, 15. August. Die „Presse" schreibt: Ruhebrdürfttgkeit ist die einzige Ursache deö Rücktritts Andraffy's, nachdem der Berliner Vertrag durch die russische Räumung der Balkanhalbinsel in den Hauptpartien vollzogen ist. Weder die Frage des Einmarsches nach Novibazar, noch die seit den Reichsrathswahlen entwickelte Neugestaltung der Dinge in Cisleithanien bewogen Andraffy zum Rücktritte. Derselbe befand sich auch in voller Kenntniß der Schritte und Pläne Taaffe's bezüglich der Neubildung des Cabinets und äußerte sich zustimmend bezüglich des Programmes und der zur Aussührung deffelben berufenen Persönlichkeiten. Berlin, 15. August. Der „Reichsanzeiger" schreibt: Gegenüber den in der Tagespreffe gebrachten Versionen über die vom Cultus«Minister v. Puttkamer bei dem Festmahl gelegentlich der Einweihung des neuen Gymnasialgebäudes in Köslin gethanen Aeußerungen sind wir ermächtigt, nachstehend deren getreuen Wortlaut wiederzugeben, wobei wir vorausschicken, daß die gesprochene Rede des Ministers sich an einen auf ihn ausgebrachten Toast anschloß, worin gleichzeitig der Verdienste des Ministers Falk rühmend Erwähnung geschehen war. Der Wortlaut der beiden Stellen, um welche es sich handelt, war folgender: Mit besonderer Freude und Genugthuung habe ich die von dem Vorredner dem Verdienste meines Amtsvorgängers gezollte Anerkennung vernommen. Ich freue mich dieser Anerkennung um so mehr, alS ich mich ihr nur durchaus anschließen kann, wenngleich ich, wie ich offen bekenne, nicht Loeal-Reglement. Auf den Antrag der Local-Polizeibehörde, nach Anhörung des Gemeinderaths und mit Ermächtigung Großherzoglichen Ministeriums vom 22. Juli l. I. zu Nr. M. d. I. 7106 wird verfügt: Das Reiten, Fahren (auch nut Schubkarren) und Viehtreiben auf dem schmalen Weg, welcher von dem Hause des Herrn Dr. Weber und dem Hause der Wittwe des Barbiers Schmidt bis an das Ende des Schulhausplatzes (bis an den Jahrmarktplatz) führt, ist bei 30 kr. Mel und zugleich eine Handhabe bilden, immer weitere Kreise zu unserem wurden vom verbände heranzuztehen, so hat es der Ausschuß für paffend erachtet, die Er- :ichtung und Gliederung von Volksbibliotheken auf der Jahresversammlung zu alles das Berichte zu hören, ist namentlich für die kleineren Vereine sehr be- lehrend. Der Ausschuß hat durch Wechsel des Wohnsitzes und Austritt einige L2,—-—j" ' Mitglieder verloren. Es ist dringend zu wünschen, daß namentlich mit Rück- InfdWtt tK' auf Zusammensetzung des geschäftsführenden Vorstandes recht geeignete 111 ' - 'Maner, die möglichst über ihre Zeit verfügen können, gewählt und jetzt schon W * H 12, General-Ver- Erwerbung des Flusses, unb einer 0 Joanfgebdubei W werbenden 'E2"l lös. , Wn wiederum zu unruhigen Auftritten. Als auf Verlangen der Republikaner । )it Marseillaise aufgespielt worden und Beifall ertönte, pfiffen die Klerikalen. irrigen Jahresversammlung beschlossene Berichterstattung aus den Vereinen MMN- » auch bei anderen Verbänden schon in Uebung und hat sich gut bewährt. Dieselbe liefert manche schätzenswerthe Aufschlüsse über die Thättgkeit in den .. |,i - kleinen, die Art und Zahl der Vorträge, die Gegenstände, welche in den —iKneins-Sitzungen besprochen werden, die Zusammensetzung der Vorstände, (es i? angezeigter meist schwer, die richtigen Leute zu finden), die Benutzung der Bibliotheken, ■ jprn Dtr Iber Fortbildungsschulen, Lesezimmer rc., etwaige gesellige Vereinigungen, die Teilnahme der Preffe, Wahl des Lesestoffes (Flugschriften) u. s. w. Ueber „ 7976. 80. , 2226. 75. nnen. 1s. linde. PMand. <• Hüllt |m»W* n Dork-n^ icö V "... _____' , , _t __________ ____________ _ _ ...... hrlilig Darüber kam es zu Händeln, denen die Polizei durch Vornahme von 20 Ver- inihtnnpn ein Ende mnAfp. 11nfor don &<>fi,npnrtnim<»npn üt>finden firfi 1WP< tz. SKtö«— Tii'i Auge gefaßt werden. Krankreich. Paris, 14. August. Gestern Abend kam es im Concert Bellecour in in allen wesentlichen Beziehungen den kirchlichen und politischen Standpunkt meines Amtsvorgängers theile. Ich kann aus eigener Erfahrung bekunden, mit welcher bewunderungswürdigen Energie und Thätigkeit Minister Falk während seiner siebenjährigen Amtsführung sich die Pflege und Förderung des gejammten Schulwesens, des höheren wie niederen, hat angelegen sein lasten. Dafür gebührt ihm der Dank des Landes, auch aller Derer, welche ihm auf seinem Wege nicht immer mit völligem Einverständntß haben folgen können. Was meine eigene ministerielle Stellung betrifft, so bemerke ich, daß, wenn rch meiner persönlichen Neigung hätte folgen dürfen, ich es entschieden vorgezogen haben würde, in der Stellung als Oberprästdent an der Spitze der schönsten Provinz des Staates zu verbleiben, in einer Stellung, welche mir volle Befriedigung und fruchtbare, die ganze Manneskraft ausfüllende Beschäftigung gab. Ich habe aber nicht geglaubt, das Recht zu haben, das vom Kaiser im Einverständntß mit dem Fürsten Bismarck mir übertragene Vertrauensmandat abzulehnen, und werde mich bemühen, dieses Vertrauen auch in meiner neuen Stellung zu rechtfertigen. Sollte ich aber bei der Führung meines Amtes gemäß meiner Ueberzeugung den in mich gesetzten Erwartungen der obersten Staatsleitung nicht entsprechen, so würde ich jederzeit bereit sein, vom Amte zurückzutreten. London, 15. August. Unterhaus. Schatzkanzler Northcote antwortet auf eine Anfrage Lefevres, die Türket und Griechenland hätten bei der in Thestalien und Epirus auf beiden Setten herrschenden bedeutenden Aufregung für nothwendtg erachtet, ihre Streitkräfte zu verstärken. Das britische Cabtnet hätte es für unnöthig gehalten, Vorstellungen dagegen zu machen. Das Unterhaus wurde hierauf in das Oberhaus zum Parlamentsschluste berufen. London, 15. August. Das Parlament wurde heute vertagt. Die Botschaft der Königin erwähnt der herzlichen Begehungen Englands zu den fremden Mächten und betont den Einfluß, welchen die Königin anwendete, um die von England übernommenen Vertragsverpflichtungen zur Erfüllung zu bringen, den allgemeinen Frieden aufrechtzuerhalten und zu befestigen. Die Vereinbarungen des Berliner Vertrags seien treulich ausgeführt worden und die Feststellung der neuen Grenzen nahezu vollendet. Die durch den letzten Krieg herbeigeführten Bedrängntffe hatten die türkische Regierung bisher gehindert, Reformen einzuführen, deren Nothwendigkeit dieselbe anerkannt habe. Die britische Regierung werde mit Eifer fortfahren, der Türkei die hohe Wichtigkeit an's Herz zu legen, daß sie die eingegangenen Verpflichtungen in vollem Umfange erfülle. Die Botschaft hebt endlich das Einverständntß zwischen England und Frankreich bet der Einsetzung der neuen Regierung tn Egypten hervor. Lokales. Gießen, 16. August. (Sitzung der Stadtverordneten am 14. August.) Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, die Herren Beigeordneten Keller und Heß; von Setten der Stadtverordneten die Herren Baist, Gail, Hanstein, Hoch, Homberger, Kauf, Lüde- ktng, May, Ad. Noll, Aug. Noll, Petri, Pfannmüller, Scheel, Schopbach, Wenzel und Wortmann. — Punkt 1 der Tages-Ordnung betrifft die Qucllwafferleitung. In einer früheren Sitzung der Stadtverordneten wurde beschlossen, daß weitere Arbeiten zur Erschließung von Wasser im Stabtwalde zu sistiren, dagegen diejenigen Arbeiten, welche den Zweck huLr.i, tiue fctivue gcivviintne Wasser zu rrhult.n, fortzusetzen seien. Ein Voranschlag zu letzterem Zwecke liegt der heutigen Versammlung vor und zwar im Betrüge von 14,000 Jt Das bis jetzt erschloffene Quellengebiet soll, nach einer Berechnung, die vom Mainzer Stadtbaumeister gemacht worden, hinreichen, um 32 Ventil-Brunnen zu speisen. Die Commission für die Quellwafferlcitung beantragt, daß der Voranschlag genehmigt werde. Die nur mit Holz und zwar zum größten Theil Fichtenholz verbauten Stollen sind dem Verfalle nahe und muffen mit beständigem Material ausgemauert werden, soll die ganze Waffcrleitung nicht in Frage gestellt werden. Nach längerer Debatte genehmigt die Versammlung den Voranschlag über 14000 und bestimmt, daß von nun an am 1. und 15. eines jeden Monats die Waffer gemeffen werden, um die constante Waffermenge beobachten zu können. Ferner wird beschlossen, daß die Faffung der Quellen von Herrn Bergwerksdirektor Roth in Wetzlar als Sachverständiger tn Augenschein genommen werden und schließlich, daß die Ausführungsarbeiten mittelst Submission vergeben werden sollen. — Das ausführliche Untersuchungsreiultat über das Waffer der öffentlichen Brunnen tn der Stadt, erstattet von Herrn Professor Laubenheimer, kommt nunmehr zur Verlesung. Es dürfte für das größere Publikum wenig Jntereffe haben, genau zu wissen, wie viel Viooooo Theile organische Bestandthetle in diesem oder jenem Brunnenwasser enthalten seien, nur jo viel sei gesagt, daß man wissenschaftlich annimmt, wenn mehr als 5 Theile organische Substanz in 100,000 Theilen Wasser enthalten sind, dann sei dieses Wasser der Gesundheit schädlich. Von den untersuchten 18 Brunnen sind, wie schon früher mitgetheilt, der Brunnen an der Obermühle, derjenige auf der Mäusburg und der Brunnen in der Marktftiaße vor dem Kaufmann Flett'schcn Hause als schlecht bezeichnet und enthält der erstere mehr als Viooooo/ die beiden anderen annähernd so viel organische Bestandthetle. Die Baudeputation beantragt, an diese Brunnen Warnungstafeln anbrmgcn zu lassen, auf welchen vor dem Trinken des Wassers, als der Gesundheit schädlich, gewarnt wird. Die Versammlung genehmigt diesen Antrag und beschließt außerdem, daß auch an dem Brunnen auf dem Neuenweg eine solche Tafel angebracht werde. — Auf der Schoor zwischen Neustadt und Wallthor waren zwei Ligroin- statt Petroleum-Laternen aufgestellt worden. Da jedoch erstere explodirten und überhaupt nicht praktisch und zweckentsprechend sich erwiesen, sollen nunmehr Petroleum-Laternen zur Aufstellung gelangen. — Die für die innere Ausstattung der neuen höheren Mädchenschule erforderlichen Mobilten werden bewilligt. — Ein Passus tn dem Mieth - Vertrag zwischen der Stadt und Herrn Adolf Roll wegen Benutzung von drei Kellerräumen im Gebäude der neuen Mädchenschule wird dahin abgeändert, daß Herr Noll auch Tabak in Fässern und Kisten lagern darf. — Dem Ortsarmenverband Dresden soll durch einen Anwalt mit Klage gedroht werden, weil derselbe sich weigert, 3 Jü 85 $ Verpflegungskostcn für eine Krätzkur zu bezahlen. — Gleichfalls soll Klage gegen den Landarmenverband Gießen angestrengt werden, wegen Forderung von 21 JL 10 H für Verpflegung des Färbergesellen Wilhelm Alberts aus Barmen. — An Stelle des verünglücktcn Wiescnwärters Weller von Wteseck wird Carl Kling von da als Wiesenwärter angenommen. — Die Baugcsuche der Herren H. Adami, welcher in der Bleichstraße, Gebrüder Keßler von Annerod, welche neben der Sparkasse und Daniel Weller V. von Heuchelheim, welcher ein Nebengebäude an seiner Hoftaithe an der Heuchelheimer Chaussee erbauen will, sollen befürwortet werden. — Wie den Lesern wohl bekannt ist, muß die Stadt Gießen jährlich ca. 10,000 JL für Einquartierung von Mannschaften des hiesigen Regiments zahlen. Um diesem Ucbelstande in erster Linie abzuhelfen, sowie auch im gegebenen Falle Räume für ein 3. Bataillon zur Verfügung zu haben, ersuchte Die hiesige Garnison - Verwaltung im Auftrage des König!. Preuß. Kriegsministeriums die Bürgermeistern um Ueberlassung von städtischem Gelände links oder rechts der Grünberger Chaussee zur Erbauung einer Kaserne mit einer Front von 127 m Länge und 145 m Tiefe. Die Baudeputation beantragte Gelände links der Grünberger Chaussee herzugeben und zwar dicht an dem Mittler'schen Hause, sowie als Verkaufspreis 1,50 Ltt pro Qm zu fordern. Die Versammlung ist jedoch der Ansicht, daß man auch hier an dem Preise von 1 JL 60 pro Om festhalten müsse, wie es von Privaten, laut einem Beschluß vom 9. März 1877, gefordert wurde. Das Gelände würde somit einen Werth von ca. 30,000 JL repräsentiren. — Die Erbauung eines Schlachthauses anlangend werden nachträglich die offen gelegenen und auch von den Interessenten gutgebcißenm Pläne genehmigt. — Das Gesuch des Braumeisters Herrn Adolf Möller um Anlegung eines Abflußrohres unter dem Lcihgesternerweg wurde ablehnend beschieden. — Herrn Levi Löwen- stein werden 3 anstatt 2 Meter städt. Geländes zur Errichtung einer Hütte zum Sitzen mieth» weise überlassen. — Gelegentlich des Baugesuches des Herrn Balth. Lenz wurde auch wegen Abhebung des Straßenkörpers der Universitäts-Straße behufs Nivelirung der neuen Reichensand- BahnhofSstraße verhandelt. In einem Rescript Großh. Ministeriums, welches zur Verlesung gelangte, will diese hohe Behörde dem Abheben nicht entgegen sein, wenn die Stadt sich verbindlich macht, für allen Schaden, welcher an den fiskalischen Gebäuden entstehen könnte, aufzukommen. Als solche kommen in Betracht das Arresthaus, welches alö Zollgebäude Verwendung finden wird, das chem. Laboratorium, die Klinik und die Anatomie mit ihrer Freitreppe. Die Versammlung beschließt, für die bezüglichen Kosten aufzukommen. Bezüglich der r Freitreppe spricht sich dieselbe im Einverständniß mit dem Kreisbauamte und der Polizeiverwaltung für die Entfernung dieses Verkehrshemnisses aus und soll solches bei hoher Behörde beantragt werden. Gleichfalls wird sich für Nieberlegung der Ringmauer am Arresthaus aus. gesprochen. — Nachdem noch diverse Kostendeereturen bewilligt worden, verwandelte sich die öffentliche Sitzung in eine geheime. Gießen, 16. August. Von Seiten des hiesigen Regiments-Commandos wird uns bezüglich der Notiz in Nr. 188 ds. Blattes berichtigend mitgetheilt, daß Herr Oberst von Blomberg lediglich zur Vertretung des erkrankten Commandeurs Oberst von Westernhagen commanbirt ist. — (Schwurgerichtsverhandlung vom 15. August.) Karl Bolp von Ltch, feit einer langen Reihe von Jahren als Rechner verschiedener Gemeinde-, Kirchen- und anderer Kassen thätig, wurde wegen Verbrechens im Amte in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten verurtheilt, wovon 3 Monate erlittene Untersuchungshaft tn Abrechnung kommen; zugleich werden demselben die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren aberkannt. — Nachmittagssitzung. Peter Adami von Nieder-Weise! erhielt wegen schweren Dieb stahls eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten. — Bei den laufenden Schwurgerichtssitzungen wird noch die weitere, nachträglich erwiesene Sache gegen Johann Georg Stein IV. von Breungeshain wegen Versuchs des Todt- schlags und Widerstandes gegen die Staatsgewalt Montag den 18. August, Vormittags, zur Verhandlung kommen, wogegen die auf diesen Tag früher fixirt gewesene Sache gegen Katharine Gemmer von Herchenhain wegen Versuchs des Mordes auf Dienstag den 19. I. M verlegt worden ist, an welch letzterem Tage die Sitzungen beendigt sein werden. — Auf der von Herrn Buderus in Lollar im sog. Krofdorfer Walde erpachteten Jagd wurde von dessen Jagdaufseher Jacob Kraft aus Wismar am 15. ds., Abends, auf dem Anstande ein Wildschwein, feister Keiler, 185 Pfd. wiegend, erlegt. Gießen, 16. August. Außer den bereits in letzter No. mitgetheilten Schöffen zum Amtsgerichte Gießen sind nachfolgende Personen als HülfSschöffen erwählt worden: Rentner I. G. D. Bapst, Oberförster Carl Neuenhagen, Fabrikant Louis Kauffmann, Kaufmann Georg Adami, Butterhändler Heinrich Emil Jughardt, Ellenwaarenhändler Ludwig Plank, Banquier Simon Reutlinger, Agent Ludwig Wittich, Kaufmann Emil Fischbach, Spezereihändler Isaac Moses Schulhof, Schuhmacher Christian Carl Berg, Bauunter: nehmer Julius Hoch, Tapezier Heinrich Philipp Hochstätter, Weinhändler Carl Heinrich Schwan, Reallehrer Christian Albach, Fabrikant Friedrich Leonhard Bender, Buchdruckereibesitzer Louis Lichtenberger, Goldarbeiter Julius Noll, Gymnasiallehrer Dr. Emil Rausch, Tabakshändler Carl Wenzel, sämmtlich von Gießen. Vermischtes. Darmstadt, 15. August. Für den Festzug am 18. August ist folgende Ordnung aufgestellt worden: I. Musik. 1. Darmstädter Turner-Feuerwehr. 2. Der Präsident und bte Mitglieber des Central-Comitees, die Mitglieder des Local-Cornttees Darmstadt-Bessungen und die dienstfreien Mitglieder des Fest - Comitees. 3. Die Kriegervereine. 4. Die Sanitäts - Corps. 5. Mittelschule für Knaben. 6. Schützengesellschaft. II. Musik. 1. Der Etadtvorstand von Darmstadt und die Deputationen der auswärtigen Gemeinden des Landes. 2. Das Gymnasium. 3. Mittelschule für Mädchen. 4. Turnaemetnde Darmstadt. III. Musik. 1. Gesangvereine. 2. Realschule. 3. Stadtmädchenschule. 4. Bessunger Turngemeinde und Feuerwehr. IV. Musik. 1. Die Mitglieder der Kunstgenossenschaft, des Handelsvereins, des Uhrmachervereins K. 2. Die Stadtknabenschule. 3. Die Innungen der Schuhmacher rc. 4. Die Metzger-Innungen mit eigener Musik. 5. Die Feuerwehr der hessischen Ludwtgsbahn. Die Aufstellung des Zuges, dessen Theilnehrner auf über 4000 Köpfe geschätzt werden erfolgt auf dem Kapellplatze, bezw. in den Höfen des Gymnasiums und der technischen Hochschule. Aus Darmstadt, 12. August, schreibt man der „Franks. Ztg.": Der Proceß Amend scheint in ein neues interessantes Stadium einzutreten. Nachdem Amend hauptsächlich auf Grund des Gutachtens eines Irrenarztes, welcher ihn längere Zeit beobachtet hatte, außer Verfolgung gesetzt und alsdann pcnsionirt worden war, richtet derselbe jetzt seine Angriffe gegen den Irrenarzt wegen angeblichen Mißbrauchs seines Vertrauens. Er hatte dem Arzte während seine- Aufenthaltes im Jrrcnhause mehrere Schriftstücke übergeben, in welchen er sein Vorleben sowie die Vorgänge bei Tödtung seiner Frau ausführlich geschildert und seine That auch einer juristischen und psychologischen Beurtheilung unterzogen hatte. In dem Gutachten des Arztes sowie der zwei weiter vernommenen Aerzte, war auf den Inhalt dieser Schriftstücke vielfach Bezug genommen und diese selbst zu den Akten gegeben worden. Amend erklärte dies für einen Mißbrauch seines Vertrauens, da insbesondere seine Lebensbeschreibung, um welche ihn der Arzt gebeten, nur für diesen niedergeschrieben worden sei, — während der Arzt behauptet Amend habe ihm ganz überlassen, was er von diesen Mtttheilungen für sein Gutachten oder die etwaige öffentliche Verhandlung der Sache verwenden wolle. Im Interesse ver Wissenschaft würde es jedenfalls liegen, wenn von einem Sachkundigen der in psychologischer Beziehung so seltene Kall in objeetiv gehaltener Weise dargestellt würde. Mainz, 13. August. Dem Vernehmen nach hat die obere Schulbehörde in Darmstadt nach Einsicht der von dem hiesigen Gymnasium für die diesjährige Maturitätsprüfung eingereichten schriftlichen Arbeiten nicht weniger als zehn Oberprimanern die Zulassung zum mündlichen Examen versagt. Achnliches hat man hier seit Menschengedenken nicht erlebt — In vergangener Woche fing ein Mann in Hechtsheim 240 Kornhamster, an einem Tage fing derselbe 80 Stück und wurde ihm von der Bürgermeisterei für jedes Stück 10 H — 24 JL — ausbezahlt, außerdem soll derselbe noch eine Prämie bekommen. Hildburghausen. Notizen, das Technikum betreffend. — Trotz der augenblickoch noch andauernden ungünstigen Lage der Industrie ist der Sommerbesuch des Technikums Hildburghausen, einer noch jungen technischen Lehranstalt, welche eine Maschinenbau- und Dauqewerk- fchule umfaßt, ein recht erfreulicher. 41 Schüler besuchen die Anstalt, und zwar aus Preußen 19 aus Meiningen 10, aus Schwarzburg - Sondershausen 6, aus Sachsen, Bayern, Mecklenburg' Greiz, Schweiz und Amerika je einer. Am Ende des Wintersemesters hat die staatliche Prüfungs-Commission, Herr Ober Baurath Hoppe, welcher gleichzeitig von Seiten des Staates die Schule beaufsichtigt, sich anerkennend über die Leistungen der Anstalt, sowie über den Ausfall ' der freiwilligen Techniker- resp. Meisterprüfung ausgesprochen. Ein gleiches allgemein günstiges i Urtheil wurde der vor Ostern veranstalteten Ausstellung der Schülerarbeiten des Technikums zu Theil; dieselbe war ungemein zahlreich auch von Fachleuten besucht. Es sind jetzt schon mehrere junge Leute zum Besuche des Winter-Semesters angemeldet. Handel und Verkehr. Gießen, 16. August. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter-per Pfd, Jt 1 18 bis „4L 1,30, Hühnereier per Stück 5—5 billig abgegeb V per 8 empfiehlt N zu hab! (chblom gefertigt 5397) । kaufen bei ”Wli XMS6S |Sel g NW «9» Pa, Allfahrt, L. Der! 'Ä' den L'Uiicuivi ü‘“"0 —"2" '---' ' m , Fuhrknecht Jakob Winnecker eine Tochter, Margarethe Marre, geb. Eis (5425 y in Zu Dem Dem Dem Enthüllungsfeier des Landesdenkmals. Die Großherzogliche Direktion der Main-Neckar-Bahn hat uns bekannt gegeben, daß sie ermächtigt ist, den Mitgliedern von Kriegervereinen, welche sich durch Legitimationskarten, ausgefertigt von den betreffenden Vereinsvor- ständen, als solche beim Kaufe der Billete wie auf Verlangen dem Fahrpersonal gegenüber ausweisen, gegen Lösung einfacher gewöhnlicher Personenzugsbillete, Hin- und Rückfahrt auf den durch die Billete bezeichneten diesseitigen Strecken in den gewöhnlichen Personenzügen und für die III. Wagenkaffe zu gewähren. Die Billete müssen auf der Rückseite mit dem Expedttionsstempel der Ausgabestation versehen sein und erhalten hierdurch die am 17. und 18. d. M. gelösten derartigen Billete Gültigkeit zur freien Rückfahrt bis incl. 19. d. M. Ebenso wird die Gültigkeitsdauer der am 16. und 17. d. M. auf den diesseitigen Stationen excl. Mannheim nach Darmstadt gelöst werdenden Retourbillete bis incl. 19. d. M. verlängert. Wir ersuchen die verehrlichen Redactionen der im Großherzogthum erscheinenden Zeitungen, in den nächsten Ausgaben Notiz hiervon zu nehmen. Darmstadt, den 14. August 1879. Pas Central-Comite zur Errichtung eines Landes-Denkmals. Denselben, den 3. Juli. Denselben, den 24. Juli. Bremser Christian Rumpf em Sohn, Christian Karl Emil, geboren Schaftenmacher August Lang ein Sohn, Friedrich, geb. den 13^Juli. Dem Gastwirth Wilhelm Wenzel ein Sohn, Wilhelm Hans Doro- Beerdtgte. Den 8. August Georg Muskuslus, Fuhrmann dahier, alt 47 I. 4 M. 24 T., gest. 6. August. Den 10. August. Johannes Graf, Wcrkführer dahier, alt 36 I. 1 M. 20 T., gest. ganz vorzüglicher Qualität eingetroffen find und offerire dieselben den billigsten Preisen. 54*5 J. Bärmann, Hotel Einhorn. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 8. August. Karl Drescher, Fabrikaufseher dahier, des verstorbenen Landwirlhs zu .Krofdorf Johann Drescher ehel. Sohn und Anna Elisabeth Harner, des GlaserS zu Storndorf Johannes Hainer ehel. Tochter. Getaufte. Den 8. August. Dem Gastwirth Johannes Weber ein Sohn, August Emil Justus Jakob Alo^Augu^^2)cm$Rauf m a nn Heinrich Emil Jugharvt eine Tochter, Wilhelmine Sophie,^geb.^den ^dinand Werner eine Tochter, Elisabeth« Susanne Hermine, 8^^biben. ^Dem Braumeister Adolf Möller eine Tochter, Lina Aurelie Marte Etlsabeth, Jetlgevotenes. 5394) Drei Acker mit Hafer werden billig abgegeben. L. Chr. Rubsamen. MrgergesettstHast. Sonntag den 17. August er.: Farthie auf den Staufenberg per ErtraMg. Abfahrt um 2 Uhr 30 Minuten. Rückfahrt um 9 Uhr 30 Minuten. Der Fahrpreis beträgt 60 H L Person und sind Billete bis Sonntag Mittag um 1 Uhr bei Herrn Friseur Conrad und später am Bahnhof zu haben. — Kinder von Mitgliedern haben freie Fahrt. 536l) Der Vorstand. Unterjacken und Unterhosen, Wollene Hemden Mark 3, empfiehlt zu Ceu billigsten Preisen 4695 F, aiolberg» Mrchcnplatz. Salicylsäure-Weinessig zum Einmachen, per Liter 30 Pfennig, empfiehlt (5405 Robert Stuhl, Marktstraße 23. / Meinen werthen Kunden zur Nachricht, daß die ßßerf)e|J. O(iR= u. fliirtciiliiiu=Ucrcin. Wir bringen hiermit zur Kenntniß des Publikums, daß Anmeldungen zur Ausstellung von Pflanzen, Obst und Gemüse rc. am 6. bis 9. September noch bis zum 25. August spätestens an Herrn Kunstgärtner C. Deines in Gießen zu richten sind. Außer diversen Geldpreisen und Anerkennungen gelangt auch die große goldene Verbands-Medaille für die beste Leistung zur Vertheilung. Für die ftattfindende Verloosung werden die Gewinngegenstände nur aus der Ausstellung angekauft. Die Ansstellnngs-Cominission« Damen ■ Regenmäntel und Havelocks empfehlen in größter Auswahl und neuester Fa§on von 6 Mark an bis zu den feinsten Koctee 4* Kitts» am Seltersweg. Ebenso große Auswahl in Mädchen- und Kinder- regenmänteln. 5390 ben 9. August. Denselben. Amalie Elisabeth Platz, geb. Kolbe, Ehefrau des Schriftsetzers Christian Wilhelm Platz dahier, alt 28 I. 6 M. 18 T., gest. den 9. August. Berichtigung. In den Auszügen der vorigen Woche muß cs heißen: 1. statt: dem Schuhmacher Johannes Gans — dem Schuhmacher Johannes Haas, 2. statt: dem Händler Johann Görr — dem Händler Johann Herr, 3. statt: dem Bremser Heinrich Göbel — dem Bremser Heinrich Hobel, 4. dem Bankagentur - Vorstand Georg Wortmann eine Tochter, Johannette Marie Herminia Luise statt Hermine. Denselben. Den 12. August. «»*» Knien, 1 . _ w f?ijJ ■tiroetntfW5* Gestorbene. 7 Ein Sohn, 2 Stunden alt, außerehelich von auswärts. 8. Thekla Hanau, 33 c>abre alt Tochter der verstorbenen Kaufmanns Löb Hanau. 9. Amalie Elisabeth Platz, geb. Kolbe 28 Jahre alt, Ehefrau des Schriftsetzers Christian Wilhelm Platz 9. Werk ührer Jo« kanne's Graf 36 Jahre alt. 9. Kunigund? Orth, geb^Thomann, 25 Jahre alt Ehefrau des Actuar-Aspiranten Wilhelm Karl Martin Orth. 9. Commis Ferdinand Joseph Felbert, 20 Jahre alt, von Wesel. 10. Hermine Friederike Anna, b Monate al , Tochter des Tapezierers »elm Böhling. 11. Taglöhner Johannes Leicht, 49 Jahre alt, von Kletnbardorf. 12. Karoline, 2 Jahre alt, Tochter des Schuhmachermeisters Friedrich Simon. 12. Gustav August, 9K craac alt außerehelich von hier. 13. Daniel Ludwig, 3 Jahre alt, Sohn des Bäckergeselle^ Heinrich »r 13 Rentner Christian Heinz, 46 Jahre alt, von Großholbach, Kreis Unterwesterwald. ___ Eine der wichtigsten Er- findungen ist unstreitig die der gfV Frau Haarkünstlerin Maria Schubert zu Hirschberg W A im schlesischen Riesengebirae. ^5 Haarleidende, die nirgends Hülfe fanden,spenden derselben zu Tausenden ihren Dank, wl Gebirgs- Kräuter-Haarbalsam, (4570 * Fl. 2V2 jl, stillet sofort das Ausfallen der Haare und befördert den Haarwuchs überraschend sicher Negeiab. Haarbal^am (mit Bismuth) einzig unübertreffliches Mittel, jedem grauen Haar in 4—5 Tagen seine frühere Farbe wieder zu verschaffen. Lilienmilöi (cosmet. Schönheitsmittel), ä Fl. IVr hauptsächlich auf @m: gatte, außer Berfolgr^ "griffe gegen dm Zm. ' 7i Ärzte währenv |einti n sein DsMen, seine Tchat auch ml n Gutachten des Arztfil • itjtt Schriftstücke vielsti l ,d erklärte dies für - um welche ihn der Ml i gqt behauptet, teil utachlm oder die ellveu er Wiffenschaft würde - gtziehung so seltene g- dulbehörde in Dann^ Maturitätsprüfung r; iern die Zulassung denken nicht erlebt. SLrnbanistrr, an rnus t für jedes Stück 10» fommtn. . Lron der augenbl!^ 6 des Technikums p i h-i ii< M«'»! o« Selten M fottleübet bini* ichei “«<» d--E y. Sl Ii«» W‘ r 5420) Die Steve einer Lehrerin für Handarbeiten an der Stadtmädchenschule ist demnächst zu bellen und zwar mit vorläufig 12 Stunden die Woche. Bewerberinnen, die den Nachweis einer gründlichen Ausbildung in diesem Fach beibringen können, wollen sich mit den betr. Zeug« visien und unter Vorlegung eines Lebenslaufs an dm Unterzeichneten wenden. (Kießen, den 14. August 1879. Für den Schulvorstand Gießen: __Vigelius, Schulinspector. Bekanntmachung, In unserem Firmen-Register sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) August Voigt zu Gießen betreibt daselbst seit 1. Mai l. I. eine Specereiwaarenhandlung unter der Firma ,-August Voigt". 2) Anna und Marie Peth von Worms, jetzt zu Gießen wohnhaft, betreiben dahier seit 15. Ium l. I. unter der Firma „Geschwister Peth" eine Handlung in Putz-, Mode- und Weißwaaren. Jede von ihnen hat das Recht, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. 3) Carl Schmitz zu Gießen ist aus dem unter der Firma C Schmitz 8? Comp. daselbst betriebenen Handelsgeschäft ausgetreten und hat hierbei die Schulden der Firma übernommen. Seine Ehefrau, Maria, geb. Jung, hat dieses Handelsgeschäft sammt allen Activen übernommen, führt dieses unter der seitherigen Firma weiter fort und hat ihrem genannten Ehemanne Procura ertheilt. 4) Isaac Goldschmidt zu Gießen betreibt daselbst seit 20. April l. I. unter der Firma „I. Goldschmidt junior" eine Handlung mit Mehl u. Landesproducten und hat seiner Ehefrau, Henriette, geb. Mandel, Procura ertheilt. Gießen, den 13. August 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. 5406) I>aN48äorff._____ Friedberg - Hanauer Eisenbahn. Submission auf: I. Herstellung bezw. Anfertigung, An- ' Äferung u. Aufstellung der Barrieren, Warnungstafeln und Neigungszeiger; sowie II. Anlegung lebendiger Weißdornhecken nebst den dazu gehörigen Draht- Schutzzäunen für Section II (Win- decken-Hanau). Die Arbeiten sollen wie vorstehend getrennt in zwei Loosen I. und 1L vergeben werden. Zeichnungen, Bedingungen und Sub- msisionsformulare liegen zur Einsicht offen auf unserem Betriebs- und Bautechnischen Büreau hierMbst und bei dem Eisenbahn- Baumeister Francke zu Friedberg, von welch Letzterem auch Zeichnungen zum Preise von 75 H pro Blatt, sowie die Bedingungen zum Preise von 1,50 Jt pro Loos bezogen werden können. Offerten sind an und bis zum Sonnabend den 23. August d. IS., Vormittags 10 Uhr einzureichen. Cassel, den 7. August 1879. Königliche Direktion (5318 der Main ° Weser - Bahn. Verkauf einer Bauhütte. Die aus Fachwelk erbaute, mit Falzziegeln gedeckte, zum Bewobucn eingerichtete Bauhütte (von 9,70 Mtr. Länge, 5,25 Mtr. Breite) am neuen Universitätsgebäude dahier soll Mittwoch den 20» d. Mts., Vormittags 10 Uhr, an Ort und Stelle unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen auf den Abbruch versteigert werden. Gießen, den 15. August 1879. Großh. Kreisbauamt Gießen. 5399)Holzapfel. Mermieiyungen. 5396) Zimmer mit Cabinet, parterre, unmöblirt, zu vermiethen. ________________Sonnenstraße B. 62. 5403) Zwei Familienlogis zu ver- miethen bei Th. Bogt, Löwengasse. 5400) Das von Herrn Schreinermstr. Heck bewohnte Logis, 3 Zimmer, Küche rc., nebst einer großen, hellen und geräumigen Wei kstätte, ist zu vermiethen und am 1. November zu beziehen. ________I Schmücker, Marktstraße. 54041 Ein Familienlogis mit schöner heller Werkstätte ist zu vermiethen und den 1. September zu beziehen bei Wildhändler Ebel, Marktstraße. 5419) In meinem Hause im Gartfeld ist der erste Stock mit 6 Zimmern nebst Zubehör sofort zu vermiethen. _________________ I» Bernhardt. 5418) Ein kleines Logis zu vermiethen. __________________Neuenweg B. 183. 5416) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei____________Backer Kuhn. 5414) Eine unmöblirte Stube zu vermiethen._____________Neue Baue B- 80. 5411) Eine Familienwohnung zu ver- miethen._________Mühlgasse Lit. D. 75. 5409 > Ein Logis im zweiten Stock per 15. Oktober zu vermiethen bei Carl Heuzeroth, Marktplatz. vermischte Anzeigen. 5391) 6 — 8000 JL gegen gerichtliche Sicherheit auszuleihen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Weiser, angelernte, werden gesucht. (5398 Gäilischr Woilenspinnerki. 5423) Eine Frau wünscht ein zweites Kind mitzustillen. Näheres Kirchenplatz A. 13. § F. St. F. Abfahrt nad? Alsfeld Sonntag Norm. 5408) Ein tüchtiges Dienstmädchen gegen hohen Lohn gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Mirthschastscmpfchlung Unterzeichneter hält stets gute Speisen und Getränke für seine verehr!. Gäste bestens empfohlen. Wilhelm Steinmüller, 5395) Heuchelheim.______ 4411) Empfehle für Umzüge gefälligste Benutzung meines Möbelwagens. Billigste Preisberechnung. F« Fürst Wtlw. Technikum (5393 Buxtehude. Trequen; 1878/79 — 362 Techniker. Getrennte Abtheilungen für Bau- und Maschinen-Techniker, Dekorationsmaler u. s. w. Diplom- und Meister-Prüfungen. Wohnung und Kost i. d. ftäbt. Logirhäusern pr. Monat 23—36 v/Z. Schleunige Anmeldung zum Wintersemester erforderlich. Programm, Lehrplan u. s. w. gratis durch den Direktor Hittenkofer. Logitz-Zesuch. 5402) Für eine Pfarrers-Wittwe wird ein aus 3 bis 4 Zimmern bestehendes Logis baldigst zu miethen ge- sucht. Anmeldungen unter Chiffre H. B. durch die Exped. d. Bl. 5401) Ein gewandtesMädchen^ücht Stelle in einem Laden oder für feine Hausarbeit. Gute Zeugnisse sichen zu Diensten. Näheres Seltersweg 10. von ausyekämmtem Haar werden für 1 M. gemacht. Für gute dauerhafte Arbeit wird garantirt. VaL Reuter, Friseur, Kaplansgasfe Nr. 233. Philofophenwald. Äonntag^den 17. August: (5382 großes Mitttär-Concert, ausgeführt von dem ganzen Musikcorps des 2. Gr. Hefl. Jnf.-Regiments Nr. 116, unter persönücher Leitung ihres Capellmeisters Herrn C. Krausse. Anfang 41/; Uhr.Entree 30 Pfg. Das Stemhauer-geschäst von Aog. Nauheimer Wittwe, Neue Anlage C. 40, hält sich zur Anfertigung von (■rab-Denkmäleru, Monumenten, Einfassungen, Gedenksteinen etc. nach jeder Zeichnung und in jeder Steingattung in geschmackvoller Ausführung und billiger Preisnotirung bestens 1961) empfohlen. Mangoerem Liederkranz. Sonntag den 17. August er.: Farthie an Ludwigsbrunnen. Abgang um 2 Uhr von der Wieseckbrücke aus. Samstag Abends präcis 9 Uhr Singstunde. 5384) Der Vorstand. HL 0* 5424) Montag den 18. August: AB END.CONCER T, ausgeführt von der hiestgen Regiments-Mustk. Anfang 8 Uhr. Entree 20 Pfg. Bier pro Glas IO Pfg. ■nm 5421) Geld Cours 16 16 20 16 16 9 4 ■A 21-25 21-25 39—44 71-76 65 60—65 17-20 20-Francs-Stücke . . . do. in V, . Englische Souvereigns . Russische Imperiales - Holländische fl. 10-Stücke Ducaten ...... Dollars in Gold . . • Westphälischer Hof. Heute, Sonntag den 17. August: m c - VI ft fi i Jt. Anfang Nachmittags 3 Uhr.________ 4533___________________ Zöpfe § von ausgekammten Haaren werden unter Garantie solider Arbeit billigst angeferttgt von Karl Gerlipp, Kirchenplatz 25. 5052) Ein hiestges Engros- Geschäst sucht per sofort einen mit den nöthigen Vorkenntnissen versehenen Zungen Mann als Lehrling unter günstigen Bdingungen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. Gebrannten Kaffee, per Pfund JL 1.20 bis 1.80, stets frisch 5368) bet Carl Hoffmann. PILEPSIE (Fallsucht) heilt brieflich d. Specialarzt Dr.Killisch, Dres- den(Neustadt). Grösste Erfahrung, da bereits über 11,000 Fälle behandelt. (1135 Sommertheater Sonntag den 17. Aug.: (5oncert, fteucr werk, Illumination, Theater. — Das erste Mittagessen. — Schwert des Da- mokles. — Lott ist tobt- Entrö: I. Platz 50 X II. Platz 30 X Anfang des Concerts 6 Uhr, der Vorstelluna 7 Uhr. - Zettel an der Casse. (5410 Sammerthmler Louy's Dierkeller Sonntag den 17. August: Extra-Vorstellung zum Besten der Theatermitglieder Krl. Hildebrand u Hrn. Mellen- re» th er. Auftreten derselben unter gefl. Mitwirkung eines geschätzten hiesigen ftunnfreunbe« und der Familie Lindner. Ein Haus voll Eifersucht. Lustspiel. 33 Minuten in Gruneberg. Poffe.f 4n| Roldn. llochzeitgmorgen, Duett, gesungen von Fritz Lindner u. Frau. Entree 30 Anfang 8 Uhr. Zettel gratis an der Kasse. Achtungsvoll Fritz Lindner. Carl Leib, Vergolder, 32 ( essen (hinter der Kirche) unterhält La-rer aller Arten siegel, Vilderrahmen, Tücke ail Marmorplatten, Gold- und Poliiurleitten. Das Einrahmen von Bildern wird billiget ausgeführi. Neuvergolduneen werden auf das Solideste bald gefertigt. Berantwortliche Redactton: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Uni».-Druckeret (Fr. Chr. Pi et ich) in Gießen Hierzu ein zweite- Blatt. '^Hönsbukem L Saffeoorrath . 2. Beitrag ter Aa aus der Gewin 3. Beitrag des lan niuthmßlich w Gcittraivtlst Der erste D [Dr. Bveimann, > holet): zahlreiche B Übenten ter Cent« Landwirtb'chast idi U iati) Dr. Jaup W Lbergegavgen. Die Rechn'", I gelegt, hieraus dervl M 1879 nach dessen Ms des Imibmirt uSn”*tn U‘ Atstmsotld . 4. Dur Eubvcnt wärier-Curfus ä 100 JL . wobei jedoch den Men, vo luch Beendigt derzoglhum be 5. An die knbmiii in Darmstadt,' wobei von bei wird, daß hi des lanbw. Düngern :c., mäßigen Prei b- Drei Subventic schulen ^ihbbei Cursus ichchei wobei vor den bezw. . hi Koster 71 Sechs Subven !“r Husschlniede w maximo ä f q Lehrzwecke ite-wi ^5 8a6en des ^01 “ * * '7°> W.,1, E„i, !"*■ 8'nannten