srr. Dienstag den 16. December 18M reßener Wizeiger A»M- Md AmkbM für dkl Kreis Gießen. ExpedLUonSvurear; t Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gießen, am 13. December 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. des Großherzogthums gestattet worden. Gießen, den 13. December 1879. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat genehmigt, daß im Frühjahr und Herbst 1880 je ein Fohlen- und Pferdemarkt zu Darmstadt abgehalten wird und mit diesen beiden Märkten Verloosungen von Fohlen und Pferden, dann von Pferdegeschirren, landwirthschaftltchen Geräth- schaften, sowie sonstigen Gegenständen, verbunden werden. Dem vorgelegten Verloosungsplan gemäß sind bet jeder der zwei Verloosungen höchstens 20,000 Loose — das Loos zu 2 — auszugeben und wenigstens 65% der Brutto-Einnahmen zum Ankauf von Gewinngegenftänden zu verwenden. Zugleich ist der Vertrieb der fraglichen Loose für den Umfang Deutschland. Berlin, 11. Decbr. „Durch Wald und Feld zu schweifen" war nach einem bekannten Liede Göthe's höchste Lust. Was wmde er sagen, wenn er heute noch lebte und erführe, daß durch einen Act bcr Gesetzgebung dem gejammten preußischen Volke die Waldlust und das Umherschweifen zur Sommerzeit im kühlen Schatten der alten Bäume ein- für allemal verboten werden soll? Jakob Grimm und viele Andere haben das freie Betreten der Wälder, Zur Währungs- und Münzfache. Es ist wohl angemesien hervorzuheben, daß der neueste Angriff auf unsere fast vollendete Münzreform jetzt abgeschlagen ist. Amerikanischer Eigennutz und französische Schwärmerei (Henri Cernuscht) hatten sehr fchlru agitirt, und eine kurze Zeit scheint es diesen beiden Agitationen gelungen zu sein, auch unfern Reichskanzler an der Richtigkeit der allgemeinen Goldwährung irre zu machen. Es haben ihn wohl besonders die Verluste geschmerzt, die wir beim Verkaufe des überschüssigen Silbers gegenwärtig erleiden. Die» selben sind wirklich groß. Aber nur kurze Zeit drückte diese Wahrnehmung auf seine Gesammtavstcht über unsere Währung. Nachdem nun die Doppel- währungs Männer in Amerika diese groß»-Hoffnung verloren hatten, war es mit Allem vorbei. Sie geben jetzt das Spiel auf. Der neue Dollar in Silber, der trotz des Gesetzes von den Leuten nicht genommen wird, weil er nach dem gegcnwärttgen Werthverhälrniß des Silbers viel zu leicht ist, wird nun eingezogen werden und entweder als Scheidemünze dienen bet reiner Goldwährung, oder bei Doppelwährung durch einen schwereren ersetzt werden. Es mußte die amerikanischen Agitatoren sehr entmuthigen, oaß ihnen selbst im französischen oder lateinisch?« Doppelwährungs-Bunde kräftige Widersacher erwuchsen. Denn die Schweiz und Belgien sind schon seit langer Zeit im Stillen gegen die Doppelwährung und für die Goldwährung emg'nom- men. Sie müssen freilich gegen den großen Verbündeten Frankreich Rücksichten beobachten. In England, dem wichtigsten Faktor für eine Welt-Doppelwäh. rung, fanden die Amerikaner zwar in kaufmännischen Kreisen Sympathie, be- kehrten auch einige Bankoerstäudtge, ober die englische Regierung zog es vor, in der Währung nichts zu ändern. Nur Holland ist noch recht Angenommen für Doppelwährung, oder vielmehr, cs möchte nicht gern die gesetzlich einge- führte Goldwährung regelrecht durchführen; dies Land ist aber nicht einflußreich genug, um den Stlbermtnen-Befitzern in Amerika viel zu helfen. Es ist eben die Hoffnung gescheitert, und wir können ruhig unsere eigenen Wege zu Ende gehen. Dahin gehörte denn doch immer die Beseitigung der Th al er. Auch deS Papiergeldes ist noch zu viel. Insbesondere wird über die Fülle von Retchskassenscheinen zu 5 Mk. geklagt, die sich in der Reichsbank und in anderen Reservoirs anhäufen. Zwar die Gesammtmenge der Kaffeuschetne nimmt jährlich um 3,660,000 Mk. ab, und es sind schon vier solcher Abmtnderungen vor sich gegangen. Wenn der Bundesrath die jährlichen Einziehungen stets aus den 5»Mark-Scheinen nähme, so würde sich der Uebilstand bald mildern. Die 13 Millionen Scheine zu 5 Mk. waren offenbar zu viel. Man hat sich getäuscht, wenn man annahm, diese so bald beschmutzten und zerfetzten Papierstückchen wären dem Volk ein Bcdürfntß. Auch sollte möglichst bald im Reichstag der Antrag gestellt werden, die steuerfreien Banknoten der Privatbanken auf die Hälfte zu reduciren. Jetzt geht es noch, da der Verkehr so schwach ist. Hat man die steuerfreien Banknoten, wie gewünscht, erst auf die Hälfte reducirt und es tritt dann eine größere Geldnachfrage ein, so entschließen sich die Privatbanken vielleicht, ihr Notenrecht oufzugeben, was ja das Beste wäre. Betreffend: Die Beitreibung der Gemeindeeinkünfte. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, an die Erledigung der Verfügung vom 20. November l. I., Anzeiger Nr. 273. Dr. Boekmann. das Beeren und Pilzesuchen und was sonst die alte Sitte des Volkes mit sich bringt, als ein Gewohnheitsrecht bezeichnet und anerkannt. Sonnenlicht und Wa'.-.:'chatten haben die Deutschen immer als ein gemeinschaftliches Recht aller Menschen betrachtet, und die gegenwärtige Vorlage hat einen wach- senden Widerspruch der öffentlichen Meinung hervorgerufen. Die Blätter sind ungefüllt mit Aufsätzen, die oft kräftig und beredt geschrieben sind, um das alte Uned>t des Volkes zu wahren und das Privatrecht des Etgenthü- mers nicht durch Uebertreibung gehässig werden zu laffen. Auf morgen haben Abgeordnete verschiedener Fraktionen ihre Collegen zu einer Versammlung im Abgeordnetenhause aufgefordert zur Besprechung des Feld- und Forstpolizeige- setzes, insbesondere der §§ 9 und 10 und ähnlicher Bestimmungen. Die Freunde des freien Waldes werden hoffentlich durch ein einmüthtges Vorgehen diese tyrannischen und verhaßten Bestimmungen aus der Vorlage auszumerzen wissen. Daß es einzelne Fälle gibt, wo durch das Betreten des Waldes junge Pflanzen zu Schaden kommen u. s. w., braucht ja gar nicht bestritten zu werden. Jedes Recht kann mißbraucht werden, und eine Ueberwachung des Waldes ist ebenso nöthig, wie die Ueberwachung des Feldes, um vor Diebstahl zu schützen. Aber dazu ist ja für den Wald ein ganzes Heer von Forstbeamten im Staats- und Prioatdicnste vorhanden, und eine Gesetzgebung darf nicht gegründet werden auf einzelne Fälle, sondern auf die ganze Lage der Verhältnisse, die deutlich gegen eine ungewohnte und unerträgliche Ausdehnung des Privatrechtes auf Unkosten des ganzen Volkes spricht. Berlin, 12. Decbr., Abends. Die Dunresraths-Ausschüsse beantragen, der Vorlage des Reichskanzlers wegen Einführung zweijähriger Etats im ReichShaushalte und vierjähriger Legislaturperioden des Reichstages unverändert zuzustimmen. In den Motiven wird hauptsächlich der Uebelstand des gleichzeitigen Tagens des Reichstages und der Etnzellandtage hervorgehoben und ein alterntrendes Tagen des Reichstages in dem einen und der Einzellandtage in dem anderen Jahre als wünschenswert bezeichnet. Berlin, 13. December. Die „Berl. Börsen-Zeitunq" meldet: Der Kaiser genehmigte die Errichtung einer Central - Eisenbahn - Directton in Frankfurt a. M. Karlsruhe, 13. Decbr. Die zweite Kammer nahm den Gesetzentwurf, betr. die Erhöhung der Branntweinsteuer um 50 pCt., mit allen gegen 2 (klerikale) Stimmen an. Dieselbe tritt mit dem 20. December d. Js. in Kraft. Für Branntwein, der zu gewerblichen Zwecken verwendet wird, soll nach dem Gesetze Rückvergütung gewährt werden. Kcrüerreich. Wien, 13. December. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstantinopel : Der montenegrinische Gesandte beschwerte sich vorgestern gegenüber Saw^ö Pascha über die Verzögerung der Uebergabe von Gufsinje. Sawas bemühte sich, den Aufschub auf die Strenge der Witterung zurückzuführen. Pesth, 12. December. Im Arader Comitat hat die schwarze Körös Überschwemmung verursacht und richtet schreckliche Ve Heerungen an; mehrere Ortschaften liegen in Trümmern. Die Bewohner flüchten. Im Biharer Cv- v'itat sind 10,000 Mcuscken obdachlos. — Im Unterbause bestätigte der Minister der öffentlichen Arbeiten die Uebcrschwemmungs Nachrichten. Die Regierung traf Maßregeln. Irarnrreich. PariS, 12. December. Die „Agence Havas" verbreitet telegraphisch aus Hendaye folgende Meldung: Madrider Briefe be ichten, daß die am 10. ds. stnttgehabte Congreßsitzung sehr stürmisch gewesen und in Folge der- selben große Erregung herrsche. Die unabhängige Preffe stimme dem polltl- schm Standpunkte von Martinez Campos zu. Die energische Entgegnung des Letzteren auf die Erklärung des Ministerpräsidenten Canovaö in der Congreß- fitzung laste bezüglich der cubantschen Frage Agitation und Conflitte vorhersehen. In Madrid seien militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen. Telegramme unterlägen der Censur. Eine Versammlung von 85 Deputaten der Minorität habe beschlossen, an den Congreß-Sttzungen nicht theilzunehmen, wenn Cano- vas sich nicht öffentlich entschuldige wegen der unparlamentarischen Art, in welcher er gegen die Redner von der constttuttonellen Partei aufgetreten sei. Eine Commission, bestehend aus Sagasta, Crstellar, MartöS, Martinez, Ro> mero, den Generalen Casola und Sanz, solle von den Präsidenten des Con- grestes und Mmisterrathes Erklärungen fordern. Der Kriegs-Minister habe bereits von 34 Generalen Abschieds-Gesuche erhalten. Paris, 13. Decbr. Die Kammer hat heute den Entwurf der Regierung abgelehnt, welcher dahin geht, der Bank von Frankreich diejenige Summe zurückzuerstatten, welche sie im Jahre 1871 genöthtgt war, der Com- mune auszultefern. England. London, 12. December, Abends. Eine amtliche Depesche bestätigt die Times"-Meldung über den Kampf bet Krbul und fügt hinzu: Der Feind artff den Hügel südlich von Balahtffar an, wurde aber mit großem Verlust abgewiesen. Der britische Verlust beträgt: 3 Officiere, 15 Mannschaften tobt, 4 Officiere, 21 Mannschaften ver-vundet. General Roberts constattrt, daß die Eombinatton der Stämme gegen das britische Heer stark ist. — Ein in einer Extra-Ausgabe dec „Daily News" veröffentlichtes Tel-gramm aus Kabul von heute meldet: 10,000 Afghanen unter Mohamed griffen englische Artillerie und Kavallerie an, welche sich mit der Bctgade Macpherson vereinigen wollte. Es entspann sich ein heftiger Kampf, bei welchem vier englische Geschütze vernagelt, später aber wieder genommen wurden. Die Afghanen halten gegenwärtig die Höhen südlich von Balahtffar besetzt, wo Macpherson dieselben angreift. London, 13. Decbr. Gegenüber anderen Nachrichten über die Persönlichkeit des Verbrechers, welcher auf den Viceköntg geschossen hat, meldet das „Reuter'sche Bureau" von gestern: Der Verhaftete stamne aus achtbarer Familie und wäre früher bet der Regierung beschäftigt gewesen. Derselbe soll erst kürzlich aus dem Jrrenhause entlasten worden sein und leistete bet seiner Verhaftung keinen Widerstand. Eine officielle Nachricht aus Kalkutta meldet, daß das wegen des Atten- tats auf den Vicekönig verhaftete Individuum ein betrunkener Irländer war. London, 13. Decbr. Einer Nachricht aus der Capstadt zufolge ist das Fort des Häuptlings Motrost mit Sturm genommen und Molrost dabet gefallen. Der Angriff auf das Fort des Häuptlings Seconvent ist verschoben worden. Rußland. Petersburg, 13. December. Gegenüber den Gerüchten tv der auswärtigen Presse von versuchten und beabsichtigten Attentaten wird von best- unterrichteter Sette versichert, daß man hierbei thetls mit äußersten Uebertret- bungen, thetls mtt dtrecten Erfindungen zu thun habe. Begretfltcherwrise sind bei den Recherchen nach den Urhebern des Eisenbahn-Attentats vom 1. Decbr. zahlreiche Verhaftungen vorgenommen und hierbei auch Verschiedenes gefunden worden, was auf beabsichtigte neue Verbrechen der nihilistischen Verschwörer schließen läßt. Mittheilungen über Einzelheiten können selbstverständlich derzeit nicht verbreitet werden. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Correspoadenr • Bureau. Berlin, 14. December. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht den Entwurf des von den Regterungs-Commistaren mtt den Delegtrten der Rhet- ntschen Eisenbahn jüngst berathenen Ablretungs- und Uebernahm?-Vertrags. Das Blatt bemerkt dazu: Der Entwurf enthält, wie wir nach unseren Informationen bestimmt mitthetlen können, das äußerste Maß der Zugestäudniste von Seiten des Staates; die Regierung wird jedes erschwerende Amendement als Ablehnung betrachten. London, 14. Decbr. Amtlich wird aus Kalkutta vom 13. ds. gemeldet : Der Feind versammelte sich gestern in bedeutender Stärke um Be> niökah und Indik. Macpherson behauptete seine Stellung oberhalb von Balahtffar, konnte aber den Feind nicht von der Anhöhe vertreiben, wo desten Stellung sehr stark war und von einer großen Streitmacht gehalten wurde. Baker kehrte zurück und griff heute den Feind nahe bet Beniskah an, vertrieb ihn und nahm schließlich die Anhöhe. Macpherson verlor: 2 Mann tobt, 3 Officiere, 9 Mann verwundet. Baker's Bericht steht noch aus. Konstantinopel, 14. Decbr. In Folge der Anzeige Seitens Montenegros, daß eS in Gussinje mtt Waffengewalt einrücken und die dortigen Bewohner mit größter Strenge behandeln werde, richtete die Pforte ein Ctr- cularschreiben an ihre Vertreter tm Auslande, um diese Sachlage ausetnan- derzusetzen und zu betonen, daß sie ihr Möglichstes gethan habe, um Blutvergießen zu verhindern, und somit tm Falle eines Zusammenstoßes sie kein Vorwurf treffen könne. Paris, 14. December. Das Journal „Temps" meldet: Präsident Grevy wird die im Januar beginnende Kammersesston durch eine Botschaft er- öffnen. Die Umgestaltung des Ministeriums wird schon vorher erfolgen. Waddington, der schon seit längerer Zeit das Präsidium des Ministerralhes nieder- zulegen wünsche, würde das Portefeuille des Auswärtigen behalten. Grevy würde den Arbettsmintster Freycinet mtt dem Präsidium des Conseils betrauen, da dieser die Politik des Friedens und des materiellen Wiederaufblühens re- präsenlire und der Gruppe der republikanischen Linken angehöre, welche von Grevy als Kern der parlamentarischen Majorität angesehen werde. Frcyctnet würde mit feinen College» ein gemeinsames Programm für die nächste Session ausarbeiten. London, 15. Decbr. Eine officielle Nachricht, welche General Roberts Steg auf oer ganzen Linie fignalisirt, meldet, daß der combinirte Angriff für die Nacht vom 13. ds. geplant wurde. Die Stämme seien in Verbindung mit den Stadtbewohnern massenhaft versammelt gewesen. Die Verl ffe M Feindes seien sehr groß, aber die Banden befänden sich noch in der Nachbarschaft. General Roberts griffe dieselben wieder an, wenn sie sich nicht sofort zerstreutemDie Briten hatten in den drei Kampftagen 43 T)dtr, worunter 6 Officiere, und 76 Verwundete einschließlich 10 O stetere. Lokales. Gießen, 15. December. (Schwurgertchtsver.handlung.) Am 13. d. M- rourbe die Anklage gegen Peter Bach von Rodheim v. b. H-, Rechner der israelitischen Religionsgemeinde, wegen Verbrechens und Vergehens vor dem Schwurgerichte der Provinz Oberhessen verhandelt- Bach wurde am 9. Februar 1849 von Großh. Kreisamt Friedberg zum Rechner der israelitischen Religionsgemeinde zu Rodheim ernannt und hat er seitdem diese Stelle bekleidet Bei seiner Ernennung zum Rechner wurde er von Großh. Kreisamt Friedberg auf seine dienstlichen Obliegenheiten unter Hinweisung aus die Bestimmungen des Gesetzes vom 18. Januar 1831, betr. das Versahren gegen Kassebeamte, welche Recesse machen, eidlich verpflichtet. Während nun früher niemals Zweifel hinsichtlich der Redlichkeit Bach's bestanden, ergab sich im Juli d. I. der Verdacht, daß Bach sich der Veruntreuung von Geldern, welche ihm vermöge seines Dienstes anvertraut waren, schuldig gemacht habe. Der Vorstand der israelitischen Gemeinde zu Rodheim sah sich deßhalb veranlaßt, bei Großh. Friedberg den Antrag zu stellen, den Bach entweder zur Leistung einer angemessenen (Kaution oder zur Abgabe seines Amtes anzuhalten. In Folge dieses Antrages ordnete Großh. Kreisamt Friedberg eine Visitation der Dienstführung Bach's an und beauftragte mit solcher den Gemeinderechner Johannes Schneider von Gambach. Letzterer kam dem ihm ertheilten Auftrage alsbald nach und ergab die von ihm vorgenommene Visitation, daß Bach einen Kassedefect von mehreren Hundert Mark hatte. Aus die von dem Resultate der Visitation dem Großh. Kreisamte Friedberg gemachte Anzeige, wurde Bach von genannter Behörde geeignet vernommen, wobei er zugestand, daß er sich wiederholt Eingriffe in die ihm anvertraute Kasse erlaubt und die betreffenden Gelder in seinem Nutzen verwendet habe. Großh. Kreisamt sorgte hierauf dafür, daß die israelitische Gemeinde zu Rodheim wegen des vorhandenen Kassedefects, soweit thunlich, gesichert wurde, indem es den Bach veranlaßte, zu Gunsten der gedachten Gemeinde eine Nachhypothek auf einen Theil feiner Liegenschaften, welche sämmtlich bereits oerunterpsändet waren, zu errichten. Nach stattgehabter Hypothekerrichtung legte Großh. Kreisamt Friedberg die Visitationsacten Großh. Ministerium des Innern und der Justiz mit dem Anträge vor, den Bach wegen Verbrechen im Amte vor Gericht zu stellen. Großh. Ministerium des Innern und der Justiz gab diesem Anträge durch Entschließung vom 19. August d- I- Folge und darauf wurde Untersuchung gegen Bach eingeleitet, welche das Resultat lieferte, daß Bach nach seinem eigenen Geständniß den Betrag von 521 JL 37 $ unterschlagen hatte. Zur Verdeckung der fraglichen Unterschlagungen hatte Bach unrichtige Einträge in die Handbücher gemacht und für verschiedene Rechnungsperloden die gestellten Rechnungen gefälscht und unrichtige Belege zu solchen vorgelegt. Wegen dieses dem Bach zur Last, gelegten Verbrechens stand derselbe heute vor den Schranken des Gerichts und da Angeschuldigter geständig war, so bewegten sich die Ausführungen der Staatsanwaltschaft und der Vertheidigung hauptsächlich um die Frage, ob Bach in seiner Eigenschaft als Rechner einer israelitischen Religionsgemeinde als „Beamter" im Sinne des $ 359 des R -St -G -B- zu betrachten sei oder nicht. — Die Geschworenen schlossen sich den Ausführungen der Staatsanwaltschaft an und erklärten den Rechner für einen „Beamten", worauf ibn der Schwurgerichtshof, unter Bewilligung mildernder Umstände, in eine Gefängnißstrafe von 2 Jahren, unter Anrechnung von 2 Monaten Untersuchungshaft, verurtheilte. Gießen, 15. Decembrr. lieber die Epidemie von Rücksalltyphus im Großherzogthum Hessen schreibt die „Darmstädter Zeitung": Im Verlauf der letzten Wochen sind Erkrankungen an Rückfalllyphus, Typhus recurrens, einer in mehreren Städten des östlichen und nördlichen Deutschlands seit Jahren nicht mehr seltenen, im mittleren und südlichen Deutschland bisher aber unbekannten epidemischen Krankheit, auch im Großherzogthum Hessen beobachtet worden. Es scheinen die ersten derartigen Krankheitsfälle bereits im Anfang des Monats October l. I. in der Umgebung von Gießen aufgetreten zu sein, welche übrigens wegen der Besonderheiten des Krankheitsverlaufs und bei dcr Unbckannthett der Krankheit selbst nicht Beachtung gefunden hatten. Gegen Ende des Monats October wurde im akademischen Hospital zu Gießen bei 2 krank zugereisten Handwerksgesellen Rückfalllyphus constatirt. und hierauf sofort von Seiten der Abtheilung für öffentliche Gesundheitspflege des Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz den Vorständen sämmtlicher Hospitäler des Großherzogthums und auch den Aerzten von dem Auftreten dieser Krankheit Kenntniß gegeben und deren Aufmerksamkeit auf dieselbe gelenkt. Seit dieser Zeit, am zahlreichsten in der zweiten Hälfte des Monats November, sind in dem akademischen Hospitale weitere Erkrankungsfälle gleicher Art zur Aufnahme gekommen im Ganzen 26. Weitaus die Mehrzahl der vorerst in dem Jsolirhaus des akademischen Hospitals, und demnächst, nach Ueberfüllung desselben, in einem anderweiten disponiblen Gebäude untergebrachten Kranken ist auf der Wanderschaft begriffen, vagabundircnde Personen, fast ausschließlich Männer mittleren Altcrs (unter denselben befindet sich nur eine Frauensperson), die thetls aus Thüringen kamen, thcils auch seit längerer Zeit die Provinz Oberhessen in den verschiedensten Rich tungen durchzogen hatten. Die angestellten Nachforschungen haben ergeben, daß die meisten der Erkrankten in bestimmten Orten und Herbergen verweilt haben, welche letztere daher, wie in der Regel, als die vorwiegenden, vielleicht alleinigen Jnfectionsherde betrachtet werden mußten; solche scheinen vorzugsweise in einigen Orten in der Umgegend von Gießen und in der Wetterau zu bestehen. Von den 26 in Gießen behandelten Kranken sind 2 und zwar vor ihrer Erkrankung bereits sehr entkräftete und sonst körperlich heruntergekommene Individuen der Krankheit erlegen, die übrigen sind theils geheilt, thetls befinden sich dieselben in der der Regel nach langwierigen Reconvalescenz. Gleichfalls von der zweiten Hälfte des Monats November an wurden im städtischen Hospital zu Friedberg wiederoolt an Rückfalltyphus Erkrankte aufgenommcn; auch diese waren zum Theil vagabundirende Personen, anderntheils bei dem Bau der Friedberg-Hanauer Bahn beschäftigte Arbeiter, ferner auch Dienstboten und Taglöhner, welche bei Landwirthen der Umgegend seit langer Zeit Wohnung und Kost hatten und offenbar in guter Verpflegung sich be fanden. Die Zahl brr im Hospitale zu Friedberg bis jetzt aufgenommenen Recurrens-Kranken beläuft sich auf 6; Sterbefälle sind unter diesen nicht vorgekommen. In Folge eingelangter Anzeige von der Ausnahme zweier Recurrens - Kranker im fianb -- krankenhaus zu Fulda, welche nachgewiesenermaßen zuvor den Kreis Lauterbach durchwandert hatten, wurde nähere Nachforschung Über die von diesen eingehaltene Reiseroute angestellt. In den ermittelten Herbergen und überhaupt im genannten Bezirk sind seither Erkrankungen verdächtiger Art nicht vorgekommen. Die zur Verhütung einer Weiterverbreitung der Seuche getroffenen Maßnahmen haben die Ueberwackung der Herbergen und Logirwirthschaften durch die Ortspolizeibehörden in de» betreffenden Kreisen in's Auge gefaßt, sofortige Anzeige von Erkrankungsfällen jeder Art, die an einkehrenden Reisenden bemerkt werden, den Herbcrgswirthen zur Pflicht gemacht und den Bürgermeistern Acqutsition eines Arztes zu alsbaldiger Untersuchung der Erkrankten, eventuell Destnfection dcr von der Krankheit Verdächtigen benutzten Räume auferlegt. Untersagt wurde ferner der Transport und das Reisen krank Befundener auf der Eisenbahn; ferner wurden Räume zur Aufnahme von Kranken vorgesehen, auch wurden Lokalitäten für die Quarantäne zwetfelbalter Fälle in den Kreis-Städten eingerichtet. - Eine Anzahl Jünger des fei. Ernst Mahner machten gestern Nachmittag bei der eben etwas kühlen Temperatur in H embärmeln, mit einem Glas Bier in der Hand, einen Rundgang auf dem Seltersweg Wenn nur kein Schnupfen die Folge davon ist. — Während die Nacht von Samstag auf Sonntag das Thermometer 13° Kalte zeigte, hatten wir heute Nacht wiederum 16'/z °- Die Tagestemperatur ist 12°. | — Gestern, als am Sonntage, wurden in der Volksküche 289 Portionen verav- abreicht. Hiervon wurden 115 verkauft, wahrend die übrigen 174 an Arme oertheilt wurden. — Heute gab's Linsensuppe. Es wurden im Ganzen 634 Portionen oertheilt, I hiervon 4('O verkauft, 234 Portionen an Arme und Handwerksburschen oertheilt. — Verschiedene in den letzten Tagen oorgefominene Hinfälle, resp. Arm- und Beinbrüche in den Straßen der Stadt, veranlassen unS, die Bitte auszusprechen, daß die Häuferbesitzer doch vor ihren Gebäuden die Trottoirs mit Asche oder Sand bestreuen möchten. Es ist dies im Local-Reglement vorgesehen, freilich nur bei Glatteis. Wenn man jetzt die meisten Trottoi.s begeht, wo die liebe Jugend und vielfach auch ältere Personen, Schleifen anlegten, so kann man die Langmuth der Polizei nicht gut begreifen, welche hier nicht energisch einschrcitet. Das Streuen kann um so leichter geschehen, al» man ja bjc Asche in Kasten gesammelt vor die Thüren zum Abholen bereit stellt- Statt nun solches zu thun, habe man nur die Gewogenheit, solche zu streuen und einem argen llebelftanbe ist abgeholfen. Im Uebrigen dürften auch die Herren Lehrer zu ersuchen sein, ihren Schülern über das gefährliche Schleifen und auch Schneeballwerfen in den Straßen der Stadt geeigneten Vorhalt zu machen. Vergeßt das Iiittern der hungernden Vögel nicht! nördlicher Richtung: Zug frisches Kilo n b. in südlicher Richtung: H ff ff 758 20 . (7970 empfiehlt 8132) Vorm. Nachm. Wärmflaschen Wärmfteine, Anisformen Weiß- Gelb- Braun 8136) Empfehle täglich Kaiser-AniS per Vr 42 42 42 42 40 37 37 36 36 36 36 35 35 35 35 35 35 35 34 34 34 34 34 34 33 33 33 33 Friedrichshafen .Harburg Laibach Alzey -Homburg Zug ff Z 32 32 32 32 32 32 318Ao 31V. 31 31 31 30 30 30 30 30 30 297io 29 29 29 29 28«/,o 286/io 28 28 28 27 zu Grifte r Nr. 14 . . . ' Ingolstadt Innsbruck Freiburg Marburg Salzburg Baden Biberach Eger Limburg Linz Steyer Straubing Donauwörth Freising Meiningen Oldenburg Passau Schwabach Karlsbad Hildburghausen Nauheim Teplitz Jeilgebolenes. 8018) Eine Causeuse, sowie sehr schöne Sophas und Spiegel billig. I. Rothenberger, Lindenplatz. Heinrich Kinkel, Conditor, Marktstraße 205. zu Niederweimar: Rim Nr. 3 ... ab 436 Vorm. 5 • • • „914 „ 11 . . . „ 946 Nachm. Kleingemachtes Tannen-« Buchen- Brennhols empfiehlt (7203 S. KatzeBisteiei. Neustadt. Conditor.. Neustadt. Trier Ansbach Kempten Kitzingen Ravensburg Saargemünd Schaffhausen Fulda Eschweiler Nördlingen Amberg Weißenburg Saarlouis Constanz Hall Hechingen Hersfeld Offenburg Schwerin Bautzen Coburg Göppingen Regensburg Arnstadt Schwäb. Gmünd Hanau Schweinfurt Gießen München Für Oberschlesien. Ein furchtbarer Nothftand ist über die arme Bevölkerung Oberschlesiens hereingebrochen. Ueberschwemmung und Mißwuchs haben in diesem Jahre die Ernteerträgmffe fast ganz vernichtet. Viele Tausende sind bereits fetzt ohne jegliche Nahrungsmittel, und von Tag zu Tag ergreift der Mangel brettere Schichten der Bevölkerung. Dazu kommt ein ungeiröbnlich früher und harter Winter. Schleunige Hülfe thut dringend Noth. Die Provinztalvertretung hat zur Linderung des NothstandeS gethan, was in ihren Kräften stand; der Staat wird um wettere Bewilligungen angegangen. Aber es wird nicht möglich sein, auf diesem Wege auch nur die schlimmsten Formen des Elends zu beseitigen. Die Privat-Unterstützung muß der öffentlichen schon jetzt helfend zur Seite treten, ehe es zu spät wird und Hunger u> d Typhus eine furchtbare Ernte halten. In Anbetracht dieser Umstände wenden wir uns an die weitesten Kreise mit der herzlichen Bitte, in diesen Tagen ter Bedrängten in Oberschlesim nicht zu vergeffen. Wir sind überzeugt, keine Fehlbitte zu thun. Unsere Expedition ist bereit, die eingehenden Gaben entgegenzunehmen und sie den Hüifsbtdürftigen auf dem raschesten und sichersten Wege zuzusühren. Redaktion des Gießener Anzeigers. Wir quittiren bereits heute F. N. 10 JL Frau Geh.-Rath Mannkopf 3 JL Gegen den unten beschriebenen Taglöhner Friedrich Hahn früher zu Braunfels, zuletzt in Wetzlar wohnhaft, welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshaft wegen Hausfriedensbruches und Sachbeschädigung verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gerichts-Gefängniß zu Wetzlar abzuliefern. Wetzlar, den 11. Dezember 1879. König!. Amts - Anwaltschaft. 8146) B o r ck. Beschreibung: Alter 32 Jahre, Statur schlank, Größe 1,70 Meter, Haare blond, Stirn frei, Augenbrauen blond, Rase spitz, Zähne gut, Gesicht länglich, Sprache deutsch, Bart —, Augen blau, Mund gewöhnlich, Kinn rund, Gesichtsfarbe bleich. Besondere Kennzeichen —. r zu Niederweimar: ab l31 Nachm. Zug Nr. 8 . . . „ 556 Vorm. „ 18 . . . „ 654 Nachm. JL 1.30 „ 1— „ 1-30 „ 140 Lekaimtmachung. Mit dem 20. d. M. werden die neu errichteten Haltestellen: drifte, zwischen Guntershausen und Gensungen, und Niederweimar, zwischen Marburg und Fronhausen, für den Personen- und Gepäck-Verkehr eröffnet und bis auf Weiteres folgende Züge daselbst anhalten: Von der Haltestelle Grifte werden nur Billets nach den Stationen Caffel, Wilhelmshöhe, Guntershausen, Gensungen und Wabern und umgekehrt von diesen nach jener, von der Haltestelle Niederweimar nur nach den Stationen Marburg, Fronhausen, Lollar und Gießen und umgekehrt ausgegeben. Im Verkehr der Haltestelle Grifte mit anderen Stationen sind in Wabern, im Verkehr der Haltestelle Niederweimar in Marburg bezw. Gießen Billets zur Weiterfahrt zu lösen. Das Nähere ergeben die ausgegebenen Fahrpläne und Tarife. Lindau . Frankfurt a.M.(DeutscheGesellschaft) 37 Memmingen 37 50 I’tr. frische Milch können täglich am Bahnhof Gießen geliefert werden. Von wem? sagt die Exp. d. Bltts.__(8088 8065) Ein KindersÄlitten, viersitzig, billig zu verkaufen. Rothenberger, Lindenplatz. Versteigerung. Montag den 26. Jan. 1880, Vormittags 11 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Grunb- -slücke de? Heinrich Weber in Heuchelheim als: Flur Mtr. II, 137710 383 Grabgarten in d. mittelsten Schießgärten, II. 137710 394 daselbst meistbietend versteigert werden. Gießen, den 15. December 1879. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. 8135) M ü l Irr Frankfurt, 13. Dccember. «Marktbericht.> Der heutige Heu- und Strohrnarkt war ziemlich befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner JL. 2.80- 4, Stroh Jh. 2.80—3.50. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. «X 1.5—1.10, 2. Qual. JL 1, im Detail das Pfund X 1.30—00, 2. Qual, .M. 1.20—00. Eier das Hundert 6.50—8.00. Ganze Erbsen das Pfo. 28—32 geschälte Erbsen 32-38 H, Bohnen 27-30 Linsen 34—50 H Weißkraut das Stück 10—12^, 100 Stück — U^t' '"dem es Mwtfc auf mn oet waren, zu errichten. rn§amt Frudberg die Wi mit dem Anträge l 1, Grotzh. Ministerium Mng vom 19. Auguii tet- welche ba§ Resultat on o2U 37 unter; J ^Qtte Bach unrichtige chnungspenoden die ge- loidelegt, [tanb derselbe heute vor I war, so bewegten sich rg hauptsächlich um die schm Rtligionsgemeindl chlen sei oder nicht. - mwaltschaft an und et rchwurgerichtshos, unter n 2 Jahren, unter iw vbu8 im Srohberzozthim Wochen find Stkanknga j östlichen und nördlich» i blichen Deutschland dlihei i Hessen beobachtet worden, ti 8onat8 Oktober l. ) wezeil der vesonoerbeit» i mcht Beachtunz gesunoei Hoivltal zu Siefen bei 2 Herauf sofort von Seiten nm8 6(8 )nntai uno 6(r aud) 6tn Serjtm von | U nfeu auf dieselbe gelmlt- | Rvvember, sind in dm omt gckornmn im ganzer vernsicheu hvbfitalb, unb m Gebäude unrergebrachl» ; faft auSschl'chlichNm" Ion), die ihüls ou8 M in den verschiedensten Sitr taeben, da? die meisten ilche leßiere daher, Mir genachtet werden «««->- Sichrn und in der WMb nb zwar vor ihrer Srka - Individuen der frinl Herder Regel nach l-"! Je** K :mmenen «ec-tt^ !curr-^ Ss-.r Abfällen sevn y. ^5^ 5^. f’1'1'.', Strr’Äj*! Gießen, 15. November. Die gestrige Nummer des „Gießener Anzeigers" ent- Äält eine rzusammenftellung von Gaspreisen in den Rheingegenden und Westfalen, welcher auch der Gaspreis der, genanntem Bezirk nicht rugehorenden, Stadt Greßen Linaefüat ist. - Man kann selbstverständlich die betreffenden Preise aus großen, volkreichen und inmitten der Kohlengegenden gelegenen Fabrikstädten mit denen kleiner, nicht in Kohlenrevieren gelegener Städte und ohne Ruckficht auf andere dabei m Befracht kommende Verhältnisse, wie Pre.s der Strab-nbeleuchtung bedungene Leuchtkraft, Ausdebnuna der Stadt und dadurch bedingte relative Große des Rohrnetzes nrcht vergleichen. Es möge deshalb zur Vermeidung falscher Urthellet bte bort 0e0ebenc 3u; sammenstellun0 durch nachfolgende, der letzten omclellen Statrstlk von 1877 entnommene Preisangabe aus mehreren anderen Städten veroollstandrgt werden, deren Verhaltmise Len hiesigen im allgemeinen ähnlicher sind, als die der dort aufgefühtten. - 1 Eubrk- -meter kostet in Sonnenstr. 104. Deförucftöiföer. Als billige? Weihnachtsgeschenk empfehle eine große Auswahl schöner Oeldruck- bilder, welche ich, um damit gänzlich zu räumen, sehr billig abgebe. (8017 8092) Empfehle meine große Nieder^ läge von allen Sorten Lebkuchen in anerkannter Güte zu den billigsten Preisen. Heinrich. Kinkel, Marktftraße 205. Christbäumchen zu haben bei (8125 ___Carl Möser, Alicenstraße. Tannen - Scheitholz, 1. Qualität? pr» -tmtr. 6yt liefert frei ins HauS Kneifet in Londorf. Bestellungen bet Herrn Flett im Schwanen oder per Postkarte direct.(8126 i e im Preise von 80—120 1 HILI pkr V2 Kilo empfiehlt in st'ts frischer Maare 11111 Lj $r. W. Hartmann, 8148) Conditor, Neustadt. Passende Weihnachtsgeschenke. tiummi-Tisehdecken, Corticine-(IdnoIeiiBH>Vorlagen in qroßer Auswahl bet (8140 _________Heinrich Wallach. Aechte Nürnberger Lebkuchen empfehlen zu Fabrikpreisen (8101) Gehr« Adami. J. Ch. Retter 6743) und Schluß den 2£. December. (7988 J» Bärmasm. Hotel Einhorn 8054) empfiehlt sein reichhaltiges Lager m Teppichen, abgepaßte und am Stück, Bettvorlagen, rotbe, weiße und bunte, rein wollene Bettteppiche, ächt englische Neisedeckerr, Tischdecken, sowie altdeutsche Tisch- decken und Servietten.(7854 ist mit dem Heutigen eröffnet. Mache besonders aufmerksam auf eine schöne Auswahl in Lübecker Marzipan-Früchten, -Speisen und Naturells, sowie feinst glasirte Mannheimer Marzipan -Figuren, Bonboniere, gefüllt und ungefüllt, Adrap’s candirte Früchte, Quitten-Pasten, -Würstchen, Chocolade-Bohnen’ -Pralinees, Batons ä la Creme und vieles Andere. Zum Besuche lade freundlichst ein. Filzschuhe und Filzstiefel jeder Art, Beste Gummischuhe in allen Großen Holzschuhe, Einlegsohlen von Stroh und Filz sind wieder in größter Auswahl angekommen. Reichhaltiges A'ager in allen Arten von Pelzwaaren An- und Verkäuf von allen Sorten Fellen. Reparaturen und Umänderun gen prompt und billig. Georg* Schultheis, Kürschner, __________________________Ma rktstraße D. 20. Frische Butter und Eier empfiehlt zu Wochenmarktpreisen (8064 ______ Neue Bäue. (8131 Herbert am Markt. Hochachtungsvoll Ed. Lind, Hoftonditor. Ausverkauf. Wie im Frühjahr, so habe ich mich auch jetzt entschlossen einen großen Ausverkauf zu arrangiren. Die Preise sind sammtlich unter dem Einkaufspreis. Man wolle sich gefl. von der Richtigkeit meiner Angabe überzeugen. Anfang des Ausverkaufs den 10. Decbr. von • Portefeuilles-Waaren aller Artikel, J in eigenem Fabrikat, wie auch Fabrikwaare, zu billigsten Preisen. + -----------:------ (8141 ♦ Grosse Partie zurückgesetzte Waare, bedeutend ermässigt, ♦ wie Gegenstände unter 50 H, bringe in empfehlende Erinnerung. ♦ Auf eine reichhaltige Auswahl von Photographie - Albums, sowie feine J Brieftaschen zu auffallend billigen Preisen, mache besonders aufmerksam. O Meine Meihnachk-Äusstessung 6338) Heute treffen fttfcfcc, geräucherte Kieler Fellbücklinge wieder ein. I A. Busch Söhne 8028) Steinkohlenkasten, Kohlenlöffel. Stocheisen em. pfieblt billigst Wilh. Seibert, Marktflraße. Gegenwärtiger Preis in der Gasanstalt Mk. 1.— per Ctr., „ „ ans HauS geliefert „ 1.03 „ „ Der Transport an das Haus erfolgt von der Gasanstalt aus bei Abnahme von mindestens 5 Centner, von Herrn Emil P i st o r auch in kleineren Quantitäten. Wird das Zerkleinern der Cokes gewünscht, so wird hierfür 10 Pfg. per Centner berechnet. (8147 W****w*wo**wi*»i*»+i*o»***»*+»*++ ♦ Seltersweg 187. Carl LOXiy Seitersweg 187. t ♦ Etuis und Portefeuilles-Arbeiter. t Hansel- u. Grethel-Häuschen in geschmackvollster Ausführung em> pfiehlt H. Kinkel, Conditor, 8090)_______Marktstraße 205. 8023) Ein Haufen Pferdemist abzugeben in der Kunstmühle von Ferd. Bu.k. Handelskammer. 8133) Zur bevorstehenden Wahl werden folgende Herrerr vorgeschlagen : Siegmund Heichelheim, Vanquier. Fritz Koch, Kaufmann. Eduard Silbereisen, Fabrikant. (8130 M Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 2 Uhr statt. geb. Steinberger plötzlich in ein besseres Jenseits abzurufen. Gießen, den 15. December 1879. Statt besonderer Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mittheilung, daß es dem Allmächtigen gefallen hat, heute Morgen unsere liebe, gute Gattin, Mutter, Schwieger- und Großmutter Frau Marie Herzberger, vortrage öes vMMtflungs- und fletoeröeoerems. 8139) Der 4. Vortrag des Herrn Professor Dr. Garels über „bie Neichsgesetzgebung" findet Dienstag den 16. December, Abends 8 Uhr, auf dem Lahn stein statt. Der Vorstand. Todes-Anzeige. Verwandten und Freunden hiermit die traurige Nachricht, daß Schreinermeister Friedrich Lvth nach langem Leiden heute Nacht sanft entschlafen ist. Gießen, am 13. December 1879. Julius Möhl. Henriette Möhte Die Beerdigung findet nächsten Dienstag, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Flügelsgasse, aus statt. (8138 8144) Statt besonderer Anzeige Freunden, VerMandten und Bekannten die traurige Nachricht von dem am Sonntag Morgen nach langem Leiden erfolgten Ableben unseres unvergeßlichen Söhnchens Louis. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Sltern: Wilh. (Suter, Marie Euler, geb. Pimper. NB. Die Beerdigung findet heute, Dienstag, um 2 Uhr, statt. Iermiethungen. 8129) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer zu vermiethen auf Wunsch auch getrennt.____Lit D- 85. 6396) Eine Schlafstelle für einen Sir® beiter zu vermiethen. Lindenplatz A. 242. 8143) Freundliche Mansarden-Wohnung an stille Leute zu vermiethen. ________Marktplatz A. 5. 5820) Freundliche neue Wohnung, 6 geräumige Piecen mit Zubehör, Hof, fließendes Wasser, Gartenbenutzung, zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Bl. 7436) Ein freundliches Familienlogis bestehend aus 6 Zimmern nebst allem Zubehör ist zu vermiethen und sogleich beziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bl. 7564) Möblirte Zimmer auf sofort billig zu vermiethen. Näheres bei der Exped- d. Bl.__________________ 6538) Ein Familienlogis und ein möblir- tes Zimmer zu vermiethen Neuenweg 134. Logis von 7 Zimmern mit allem Zubehör auf der Neuen Anlage zu vermiethen und am 1. April 1880 zu beziehen. Nähere Aus- kunst ertheilt (751v)__ I. Blitz. 6455) Zwei schöne Parterrezimmer, un- möblirt, auch als Geschäftslokal, sind zu vermiethen. Schulstraße B. 29,5. 7797) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Wilh. Barthel, Grünbergerstr 7498) Der oberste Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, Küche, Wasserleitung rc. ist anderweitig zu vermiethen. __________________Emil Fischbach. vermischt« Anzeigen. 8142) Kindermädchen sofort gesucht. ______________________Marktplatz A. 5. Warnung. Ich warne hiermit alle hiesigen Kaufleute Niemand auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich künftig für nichts hafte. Heuchelheim, den 28. November 1879. Ludwig Weller. NB. Gebrannte Kinder scheuen das Feuer!_____________________________(8124 Verloren g eine Brille. Abzugeben gegen Beloh- nung bei Herrn Optiker Schellenderg. 8066) Zu Fechtübunyen wird ein hohes geräumiges Gemach bei täglich ein- oder zweistündiger Benutzung gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl._____________________ 8078) Gründlicher Unterricht wird im Aquarell-Malen auf Holz ertheilt. Auch werden Bestellungen für dieses Fach angenommen. Näheres zu erfragen bei der Exped. d. Bltts. Verantwottlicke Redacfton: A. Sckenda. — Druck und Verlag der Brühlssche» Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.