Dienstag den 16. September 1879 Nr. 21» >nds i Kießmer WWger Pli Aykigk- M AmtsdM str de« Kreis Gießen NevarttonSbnreMrr \ R 1R ^rpe»ttt-«Sb»r ligen Preise cken, ersuche 'm. in der führen sei. Die „Nordd. Allg. Ztg." fügt hinzu : Wir haben keine Veranlassung, in eine kritische Erörterung der mitgetheilten Auslassungen einzutreten, und wollen nur hervorheben, daß der Artikel der „D6bats" gewiß mit Recht gegen die von den Zeitungen stetig weiter verbreitete Legende von der Kandzlerfehde sich ausspricht. Es wäre unseres Erachtens schwer zu errathen, wobei die Veranlassung zu einer solchen Fehde gekommen sein sollte, nachdem die Kanzler Rußlands und Deutschlands seit dem Berliner Congreß, während desien sie unseres Wisiens in vollster Intimität mit einander verkehrten/ nicht wieder in unmittelbare persönliche Beziehungen zu treten Ge^genbeit hatten. Berlin, 13. Septbr. Im ersten Semester 1879 ist gegenüber der gleichen Zettperiode von 1878 bei den nachstehenden Waaren eine Mehreinfuhr Deutschlands in Folge der erwarteten Zollerhöhungen zu constatiren: Deutschland. Darmstadt, 13. Septbr. Die Königin von Württemberg ist gestern Nochmittag zum Besuche der Kaiserin von Rußland in Jugenheim eingetroffen. Berlin, 13. Septbr. Die „Nordd. Allg. Ztg." reproducirt einige Stellen eines Artikels des „Journal des Dubais", welcher sich dagegen aus- svrtcht, daß der Federkrieg zwischen Deutschland und Rußland auf die ein- iachen Proportionen eines Federkrieges zwischen den beiden Kanzlern zurückzuKesterreich. Wien, 13. Septbr. Meldung der „Polit. Corresp." Aus Belgrad: Ein fürstliches Decret beurlaubt gesundheitshalber den Finanzmintster Jovanovic und betraut den Bautenminister Alimpic mit der Leitung des Finanzministeriums. Der bulgarische General-Consul Kirovic hat seine amtlichen Functionen angetreten. — Der englische Minister-Resident eröffnete Ristic, daß England bereit sei, wegen der gänzlichen Abschaffung der Capitulationen zu verhandeln. Bulgarien hat Serbien eingeladen, Delegirte zur Vereinbarung einer Zoll- und Handels-Convention zu entsenden. Die serbische Commt fion wegen Regelung der Besitzverhältnisse der Mohamedaner in den neuen Gebtets- theilen hat ihre Arbeiten beendigt. — Athen, 13. b.: Die griechischen Dele- girten sind angewiesen, zunächst die Vorschläge der türkischen Delegrrten ent. Die neue Justizorganisation. XXI. Die Nebenklage. Die Nebenklage, eine neue Einrichtung besteht darin, daß es dem Ver- sttzten auch neben der Verfolgung einer Strasthat durch den Staatsanwalt irüsteht, die Versolgung zu betreiben und sich dem Verfahren des Staatsanwalts anzuschließen. Wo die Privatklage gerechtfertigt war, der Staats- attvalt aber, weil ein öffentliches Jntereffe mttspricht, die Sache in die Hand genommen hat, ist es dem Verletzten gestattet, die Nebenklage zu betreiben. Seiner hörten wir, daß rin Verletzter, wenn die Staatsanwaltschaft das Verjähren emstellt, auf gerichtliche Entscheidung antragen kann; in den Fällen nun, wo das Gericht, der Ansicht des Staatsanwalts entgegen, die Anklage erhebt, ist der Verletzte berechtigt, sich dem Verfahren als Nebenkläger anzu- Meßen, wenn die Strafthat gegen sein Leben, seine Gesundheit, seine Freiheit, seinen Personenstand oder seine Vermögensrechte gerichtet war. Endlich iihretbt das Strafgesetzbuch in einzelnen Fällen vor, daß der Angeklagte neben der Hauptstrafe zu einer an den Verletzten zu entrichtenden Geldbuße verur- iheilt werden kann (z. B. bet Körperverletzung bis 6000 Mk); ebenso kann bei Beleidigungen, auf Verlangen des Beleidigten und wenn die Beleidigung nachtheilige Folgen für die Vermögensverhältntffe, den Erwerb oder das Fortkommen des Beleidigten hatte, neben der Strafe aus eine Buße (bis 6000 Mk.) erkannt werden. Wird aus eine solche Buße erkannt, so sind damit weitere | Entschädigungsansprüche ausgeschloffen. In diesen Fällen tritt die Nebenklage ein; der Verletzte, welcher Anspruch auf Buße erhebt, muß die Nebenklage einleiten. Die Nebenklage muß beim Gericht schriftlich etngebracht werden. Eine Erklärung zu Protokoll ist im Gesetz nicht ausgesprochen; sie hängt also in ihrer Zulässigkeit von dem guten Willen des Gerichtsschretbers ab. — Der ! Beitritt als Nebenkläger kann zu jeder Zeit und in jeder Lage des Procesfts erfolgen, selbst in zweiter und dritter Instanz. Die Rechte des Nebenklägers beginnen erst mit dem Augenblicke, wo seine Erklärung eingegangen und vom Gericht als zulässig erachtet worden ist; die Rechte sind dieselben, wie jene i des Privatklägers. Von den früheren Proceßvorgängen wird dem Nebenkläger I feine Mittheilung mehr gemacht, wohl aber von den weiteren Verhandlungen, I namentlich von den Terminen, die er persönlich oder durch einen Rechtsanwalt i wahrzunehmen berechtigt ist. Der Proceß geht seinen gewohnten Gang; der Nebenkläger verfolgt nebenher seine Interessen. Termine, nicht einmal die Hauptverhandlung, werden nicht aufgeschoben, wenn etwa der Nebenkläger wegen Kürze der Zett nicht mehr benachrichtigt werden kann. Wenn der Nebenkläger richtig geladen ist, so ist doch seine Anwesenheit nicht nöthig, ebenso nicht seine Vertretung. Es wird in seiner Abwesenheit verhandelt und erkannt und ihm die Entscheidung zugestellt. Der Nebenkläger hat das Recht, selbstständig Rechtsmittel einzulegen. Er kann appelliren, ohne daß der Staatsanwalt appellirt, und wenn dieser appelltrt, braucht er sich nicht anzuschließen. Er kann die Nebenklage jederzeit zurückziehen; diese wird auch wirkungslos, wenn der Nebenkläger im Laufe des Verfahrens stirbt. Wo die Nebenklage die Zuerkennung einer Buße bezweckt, muß der Antrag indessen unbedingt vor der Verkündung des Urthetls erster Instanz gestellt werden; er kann ferner nur bis dahin zurückgenommen, und ein zu- mckgenommener Antrag kann nicht von Neuem etngebracht werden. Die Erben können weder einen Anspruch des Verletzten erheben, noch sortsetzen. — Der betrag, den der Nebenkläger als Buße verlangt, muß von ihm genau ange- gchen werden, nicht sofort, aber im Laufe des Verfahrens vor dem Urtheil erster Instanz. Bis dahin kann der Anspruch erhöht oder ermäßigt werden. Das Gericht prüft den Anspruch unter Berücksichtigung aller Umstände, es linn den geforderten, wie einen geringeren Betrag, niemals aber einen höheren sestsetzen. Mottone En-Futter. lnW und MM löil *7 lrt (fotntiii^ etiw11* □ c alt Werten “ /E. rlt= ►eit ® AM Lehrer-Conferenz des Conferenz-Bezirks Grünberg. Die auf Donnerstag den 18. Septbr. anberaumte Conferenz wird erst Freitag den 19. Septbr. Vormittags 10 Uhr, in Grünberg abgehalten werden. Lehrer-Conferenz res Conferenz-Bezirks Großen-Bufeck Montag den 22. September, Vormittags 10 Uhr, in (droßenBuseck. Gießen, den 13. September 1879. _____Büchner, Kreisschulinspector. Arac' Rum, Franzbranntwein Anderer Branntwein Wein, Most in Fässern Wein, Most in Flaschen Fletsch, zubereitetes, Schinken Südfrüchte, frische Mandeln Cortnthen, Rosinen Pfeffer Kaffee, roher Käse aller Art Cichorien, getrocknete rc. Obst, getrocknetes rc. Reis, geschälter Tabakblätter Thee Baumöl in Fässern „ denaturtrt Schmalz Petroleum Die Dlfferenzen sind so colossal, daß später eine ungeheure Reaction im Import eintreten muß. Es ließe sich das Verzetchniß auch weiter ausdehnen, aber es genügt schon das Vorstehende, um den Unterschied zwischen dem laufenden und dem Vorjahre zu zeigen. Stettin, 12. Septbr., Abends. Bei dem im Schloß veranstalteten Parade-Diner von 240 Gedecken brachte der Kaiser folgenden Trtnkspruch aus: Ich trinke auf das Wohl des zweiten Armee-Corps; es hat sich heute von Neuem Meine vollkommene Zufriedenheit erworben. Hierbei aber schließe Ich vorzugsweise das Regiment des Hochseltgen Königs mit ein, welches der Verewigte das zweite in der Armee, aber stets das erste vor dem Feinde genannt hat. Das zweite Armee-Corps Hoch! — Am Abend folgte der Kaiser der Einladung der Kaufmannschaft zum Theater und nahm hierauf im innern Schloßhof den Zapfenstreich jämmtlicher Musik-Corps des zweiten Armee- Corps an. München, 12. Septbr. Der Magistrat beschloß heute die Niedersetzung einer Commission, welche die Festlichkeiten für die Feier des 700jähri- gen Regierungs-Jubiläums des Wittelsbacher Hauses am 16. September 1880 vorberetten soll. ie Familienwohnmiss Zimmer (and) seine/ Wriusaal, imlogii zu vermiet^ »er ftüher 'm Hinieo Matter Hauses. ; Don 4 Limmcrn aus Dermietytn. _ fcüdje rc. im 1. otodc ermittln. , Mrr, 'NeuM imjrmu, erster W Zubehör, sowie M ermiethen und ioiort J.jutzj mWnhälise ist ein § drei Zimmern rc-, p ileich zu beziehen. Pick ^Krolj ^Stock meines Vord^ ftobtr anderweit zuvn- f .jeuenweg B. es Log's zuvcrmwthe"- rnTDetnÄT lt MW- äÄ •Sh« uff | » ... unter 1878 1879 mehr Zollcentner 31,591 62,072 30,491 7,924 10,084 2,080 529,947 1,582,778 1,052,831 62,759 139,040 76,281 318,734 615,109 296,375 112,495 121,126 8,631 15,700 18,518 2,818 119.003 182,349 62,746 22,508 51,372 28,864 1,005,124 1,384,520 379,396 47,078 57,165 10,086 52,068 118,192 66,124 70,401 228,091 157,690 552,148 782,090 229,942 878,208 1.337,684 558,776 14,128 42,108 27,980 24,534 51,606 27,072 64,824 98,321 33,697 571329 910,412 339,083 2,244,830 4,637,516 2,392,686 Beti Grotzher-c wms eines „Wa Zollgebiets mit mit, die Berner' desselben zu br Da Kauf Gesetze fünftig a in weicher Weist legen wir biefen des unterzeichnete Abänderung desse Gießen, 5973) »om 28. Jam Herr Zohar gifen- und $ Wahmborn,^ »orten ist. ( meioung bei i liche Klage gefl' dieser Frist iß Jedem fltfaM Darmst Zasalge Aas! gMl. Abth. **■ Teplember Dienstag de Mitt Ms der Br» Schmidt l. jur goncurämo Meliß gehöre ’) k'»- Parth M 2) -'ne Parthie Haases, “) <«i leeres r 22 Br- w otbfndn K. haltend, ein Ofw 6) -ia-Kah von j SaS? beim Hein ¥“■ Rtr. /lÄ 382 ®, gegenzunehmen, sodann deren Unterschied mit dem Inhalte des 13. Protokolls des Berliner Vertrags zu constatiren und Konstantinopel zu verlassen. — Prtboj, 12. d.: Das Eintreffen Husni Pascha's wegen desinitiver Regelung der Demarkationslinie wird erwartet. Wien, 13. Septbr. Die „Presse" meldet aus Banja: Die Demarkationslinie bestimmte General Obadich den Kratowo-Bach, als neutrale Zone Defkie beim Dorfe Kratowo. Der türkische Commandant wartet mit der Räumung des von den österreichischen Truppen besetzten Gebietes, bis Husni Pascha aus Serajewo etntrifft und die Angelegenheit entscheidet. Aus Plevlje wird demselben Blatte von heute Morgen gemeldet: Soeben beginnt der Vormarsch gegen Priepolje. Der Herzog von Württemberg begab sich heute nach Priboj, um mit Husni Pascha zusammenzutreffen. Die hiesige Stadtbevölkerung räumte 200 Häuser zur Emqartirung unserer Truppen. Ein Thetl der Garnison soll in Sweta und Trojiza untergebracht werden. Die Verpflegung der Garnisonen im Paschalik soll durch Lieferungen mit hiesigen Kaufleuten, zumeist Türken, welche ihr Besttzthum im Werthe von 50,000 Ducatcn für die Einhaltung der Termine verpfändeten, sichergestellt werden. Auch die türkischen Behörden zeigen sich hierbei sehr entgegenkommend. England. London, 12. Septbr. Officielle Berichte melden die Ankunft englischer Truppen in Shutargardan und bestätigen, daß die Haltung des Emirs von Afghanistan während des Aufstandes eine freundschaftliche, der Aufstand aber mit Vorbedacht organistrt war. Der Vtcekönig glaubt, der Aufstand sei bald zu unterdrücken, und forderte bis jetzt keine Truppenverstärkungen. Die Truppen find derart disponirt, daß General Roberts mit 6500 Mann in 3 Brigaden unter Maffey, Macpherson und Baker gegen Kabul marschirt. Das Land zwischen Shutargardan und Thull wird durch 4000 Mann unter (Kordon, der Khyberpaß durch 6600 Mann besetzt. — „Standard" meldet: Afghanische Priester predigen den heiligen Krieg gegen die Engländer. — „Daily News" melden aus Rangun vom 11. d.. Das gesammte Personal der englischen Gesandtschaft verließ Mandalay aus Besorgniß vor Gewaltthätigkeiten Seitens des Königs von Birma. London, 13. Septbr. Das „Meuterische Bureau" meldet aus Capstadt vom 26. August: In der Unterredung mit den nördlichen Häuptlingen erklärte General Wolseley, daß es sein Plan sei, das Zulu-Land mittelst unabhängiger Häuptlinge verwalten zu lassen und fügte hinzu, Cetewayo sei so lange er noch nicht gefangen wäre, das einzige Hinderniß des Friedens. — „Daily Telegraph" meldet aus Stmla: General Roberts verlangte 4 Regimenter Verstärkungen. Es soll beschlossen sein, einen unverzüglichen Vormarsch gegen Kabul nicht auszuführen. — Nachrichten aus der Capstadt vom 22. August zufolge ist die Situation unverändert. Cetewayo ist noch auf der Flucht, seine Verfolgung dauert fort. — „Standard" meldet aus Bombay: Der Vormarsch von Lundikatal hat bereits begonnen. Vermischtes. — (Für Hausfrauen ) lieber den sogenannten Bonner Glanz- oder glacirten Kaffee wtro der „Köln. Handelszeitung" geschrieben: Seit einiger Zett wird durch Zettungsreclamen und auf anderen Wegen vielfach ein unter dem Namen „Bonner Kaffee" benanntes arabisches Getränk empfohlen und hat beim Publikum leider vielfach Anklang gefunden, welches dem Reize der Neuheit nicht widerstehen kann und darum gerne bereit ist, das gute Alte und Billigere mit dem neuen Schlechteren und Theueren zu vertauschen. Dieser Kaffee erhalt während dcs Brennens eine ziemlich bedeutende Zuthat von aufgelöstem oder gebranntem Zucker Zuckercouleur, Gyrup oder sonstiger abfärbenver Substanzen, welche dem Kaffee, nachdem er gemahlen und aufgegossen, eine dunkle Färbung und einen bitteren aparten Geschmack gibt, wodurch denn auch viele Kaffee-Consumenten der Ansicht sind, daß sie hierdurch Cichorien oder sonst ein färbendes Surrogat ersparen ohne zu wiffen, wie groß sie durch den Kauf dieses glacirten Kaffee'« in finanzieller Beziehung als auch an Qualität geschädigt werden. Zum Brennen diese« Bonner Kaffee s werden meist nur ordinaire Sorten, wie Santo« und grüne Iava's, von herbem und defectem Geichmack verwandt, weil der eigentliche Kaffcegesckmack durch die die Bohnen umgebende Substanz überhaupt verloren geht, Kaffee's, welche nach dem heutigen Werthstand 85 bi« 95 H per Pfund roh kosten. Wahrend dem nun der Kaffee beim gewöhnlichen Brennen 25 pCt. verliert, brennt sich dieser glacirte Kaffee durch Zuthat von 10 — 5 pSt. Zucker und Syrup nur höchstens um 15 pCt. ein, was auf 100 Pfund rohen Kaffee gerechnet allein einen Mehrnutzen von 6—7 JL ausmacht, weil der zugesetzte Zuckerstoff im Werthe von 40 H per Pfund als Kaffee bezahlt wird. Man findet dies auch leicht heraus, wenn man 1 Pfd. Kaffee Telegraphische Depeschen. «aguer's telegr. «orrespsutzeuz ■ Bure««. Stettin, 14. Septbr. Der Kaiser hat heute um 1 Uhr auf dem Werst des „Vulkan" im Beisein des Kronprinzen, des Marinemtnisters, des Kriegsmlntsters und deren Gefolge, sowie in Anwesenheit einer großen Masse von Zuschauern die Taufe der gedeckten Corvette „Stein" vorgenommen. Der Kaiser sprach die Worte: Ich taufe dich mit dem Namen „Stein." Hierauf zerschellte Se. Majestät die Champagnerflasche und löste durch einen Druck die das Schiff haltenden Taue, worauf daffelbe unter den Jubelrufen der Zuschauer in die Oder htnabglitt. y Konstantinopel, 14. Septbr. Nach hierher gelangten Berichten aus Ostrumelten haben in Aldos blutig- Conflicte zwischen den zurückkehrenden mohamedantschen Flüchtlingen und der bulgarischen B-oölkerung stattgefunden Bei dem Einschreiten der ostrumelischen Gensd'armerte wurden viele mohame- dänische Flüchtlinge getödtet und schwer verwundet, auch mehrere Gensd'armen getödtet. London, 14. Septbr. „Reuter's Bureau" meldet aus Simla • Gholam Eussein ist in Shuturgardan eingetroffen. Die Ko ack-Stämme er-' klärten sich bereit, den Engländern zu dienen. Der Khan der Ghelats stellte die Hülfiquellen des Landes der englischen Regierung zur Verfügung. Aus Khurum etngetroffenc Nachrichten melden: Die Stämme der Ali Kais leisten den englischen Truppen Beistand. General Roberts hofft, Vereinbarungen mit den Häuptlingen der benachbarten Stämme treffen zu können, um den Wca durch den shuturgardan-Paß zu sichern. 8 i® n 6- ..c < Schweimll j,ti -die? Lokales. Gießen, 15. Septbr. (Aliceverein für Frauenbildung und Erwerb in Kielten 1 — Der Verein hielt am 11. ds. eine kurze Gedächtnisfeier seines einjährigen Bestehens und eine öffentliche Prüfung besonders derjenigen Schülerinnen, welche sich dem LehrtursuS unter- zogen hatten, um sich zu Lehrerinnen auszubilden, in Anwesenheit der Präsidentin de« sr-„inä Frau Landrichter Erdmann, wie der übrigen Mitglieder des Damen-Comitös einiaer Mitglieder des Verwaltungsrathes, einer großen Anzahl von Freunden und Gönnern des Verein« früheren und jetzigen Schülerinnen der Anstalt. ' Die Feier begann mit einer Ansprache des Herrn Kreisschulinspectors Bückner deren Inhalt wir dem Sinne nach in folgenden Worten wiederzugeben versuchen: ' Hochverehrte Anwesende! Der heutige Tag ist ein rechter Freuden- und Ehrentag für unseren Verein denn wir feiern heute sein erstes Wiegenfest, wenn auch der Tag nicht ganz zutrifft, und wir dürfen auf sein einjähriges Bestehen mit der Genugthuung zurückblickcn, daß ein guter Anfana aemackt und bereits tüchtige Erfolge erzielt worden sind. Es ist Ihnen Allen bekann? aufwelch Weise der Verein ins Leben gerufen worden ist: Einige Damen haben aus eigner 4nitiatfoc und angeregt von dem Vorstand des HauptvereinS in Darmstadt vor länger denn einem ^ahtc ben Grundstein zu dem Verein gelegt Der Vorstand, welcher in der Folge gebildet wurde gab dem Verein den Namen „Aliceverein für Frauenbildung und Erwerb", da von unterer verewigten hohen Landesfürstin die Protection desselben huldvoll übernommen wurde Sie ist au$ in dieser Beziehung ihrem segensreichen Wirken allzu frühe entrückt worden. Wir aedenken auch an dieser Statte der Heimgegangenen mit ehrfurchtsvollem Dank und innigster Liebe de* Gründung des Vereins waren die Mitglieder des Vorstandes von der Ueber- zeugung beseelt, baß das zu unternehmende Werk sich eines guten Fortgangs erfreuen werde' Unb mußten sie nicht von diesem Bewußtsein getragen werden? Der Zweck des Vereins ist ja der, den Schülerinnen eine tüchtige, weitgehende Ausbildung in weiblichen Handarbeit n für das Haus SU geben, um sie tüchtig zu machen einst auch in dieser Beziehung dem eignen Haus- halte in würdiger Weise vorzustehen oder Anderen hilfreich zur Seite treten zu können fciet- mit verbindet sich der weitere Zweck, auch tüchtige Arbeitslehrerinncn von Beruf auSiubSen di- durch Leistungen und Kenntnisse befähigt sind, sich damit eine eigene geachtete Lebensstelluna 8u erringen. In der Überzeugung unb von der Erfahrung getragen, daß ein Unternehmen mtt ben «gebeuteten Zielen, wie lebe« wahrhaft gemeinnützige Werk, einen guten Fortgang haben werbe, bat benn auf biefe Hoffnung hin ber Verein bie Anstalt am l.Dctober nötigen Mre« « öffnet Seine Hoffnung ist nicht zu Schanden geworden. In dem verfloffenen Jahre sind 86 unterrichtet worden, darunter 9, die sich zu «rbeitslehrerinnen ausgebildet habm An der Anstalt wirken 2 Lehrerinnen, 1 Hilfslehrerin, unb 1 Lehrer. 9 Cen* Wir dürfen darum mit dem Erfolge unserer Wirksamkeit in dem ersten Jahre wobt -- frieden sein. Fragen wir aber, wodurch diese Erfolge, diese bereits ausgedehnte Thätiake.t U herein« r^glich geworden, so haben verschiedene Facroren hierzu mitgewirkt. Sie wissen Alle daß beim Beginn eines solchen Unternehmens vor Allem die nöthigen materiellen Mittel beschafft werben müssen, und ich halte es für Pflicht hier dankend zu erwähnen, daß uns eine anie^nhS Uitterstutzung aus Staatsmitteln zu Theil geworden, daß uns der hiesige Stadtvorstand ba8 Anfügung gestellt hat, wir durch hiesige Vereine wie durch Beiträge der Einzelnen ^"ch"ch unterstützt worden sind. Dazu kommt das Honorar ber Schülerinnen, welches ebenfalls einen Theil der aufzuwendenden Kosten gedeckt hat. w c c6 siud nicht allein die materiellen Mittel, welche ein segensreiches Wirken ein» solchen Anstalt befördern. Wenn wir in einen ArbeitSsaal eintreten und sehen, wie sich hier Hanbe regen, wie bie Arbeit in pünktlicher Ordnung von statten geht, bann ft h °eß 8"^icht an und wir denken nicht, wie viel unsichtbare Arbeit dahinter steht, nicht daran, welche Mühe und Umsicht die Einrichtung erfordert hat, bie geschäftliche Verwaltung, die Durchführung des Lehrplans und bie Ueberwachung ber Anstalt verursacht Wer nur ein wenig da hmausgeschaut hat, weiß, daß sich der Vorstand einer großen Mühe. 206011 babet' w»e bei ber Wirksamkeit des Vereins selbstverständlich sich die Verdienste der Manner, bie den Verwaltungsrath bilden, in ein bescheidenes Dunkel hüllen etwa mit Ausnahme dessen, der die Verwaltung der Kaffe übernommen hat, so sind diejenigen des Damen-Comitös um so mehr anzuerkennen. Ich erlaube mir darum, hier der mehrten Prastbentin deS Vereins, auch wenn sie in ihrer bescheidenen Weise damit nicht einverstanden fern sollte, für ihr unermüdliches, einsichtsvolles Wirken für das Gedeihen der Anstalt wie ben übrigen Damen des Comitös, bie ihr in demselben Geist wacker zur Seite standen, den'innigsten Dank auszusprechen. Ebenso müssen wir hier dankend erwähnen, daß dec Vorstand des Darm stadter Hauptvereins mit Rath unb That helfend zur Seite gestanden. Die nun folgend Prüfung wird bauen Zeugniß ablegen, mit welchem Fleiß Lehrer unb Lehrerinnen sich ihrer Berufsthatigkett unterzogen haben unb wie ber Fleiß ber Schülerinnen mitgewirkt hat, tüchtige Leistungen zu Stande zu bringen. w B Das Alles müssen wir würdigen, wenn wir heute dankend auf bie segensreiche Entfaltung der ersten Wirksamkeit des Vereins zurückblicken und werden wir dabei unwillkürlich wenigstens in einer Beziehung, an ben bekannten Preisgesang Jakobs erinnert: Ich hatte nichts als diesen Stab, als ich über ben Jordan ging; nun bin ich zu zwei Herren geworden. Haben auch nicht to arm angefangen, so dürfen wir uns, wenn wir auf ben Erfolg ber Vereins- I thatlgkeit blicken, dieses Wort zu eigen machen und auf eine weitere segensreiche Entfaltung derselben hoffen. 1 ° Darauf folgte die Prüfung der 9 Schülerinnen des Lehrkursus, eingeleitet durch bie Lehrerin Fraulein Müller. Nachbem dieselbe in klarer, bündiger Darstellung über das Wesen und die Bedeutung der an der Anstalt eingeführten Unterrichtsmethode gesprochen, begann die I Prüfung, bei bet der stufenmäßige Entwicklungsgang der einzelnen Arbeitsarten dargestellt wurde Die , mündlichen Antworten wie die Zeichnungen der Schülerinnen an der Tafel erwiesen zur Genüge, daß ein eingehender Unterricht ertheilt worden unb bie Schülerinnen theoretisch unb praktisch tüchtig vorbereitet waren. An die Prüfung durch Fräulein Müller schloß sich die des, Herrn Lehrers H u g im praktischen Rechnen, Regel de tri mit gewöhnlichen und Decimal- Bruchen, Dann in der kaufmännischen Buchführung über Bedeutung und Führung der einzelnen Geschäftsbücher. In dem Schlußworte sprach Herr Kreisschulinspector Büchner den beloen Lehrerinnen Fräulein Müller unb Fräulein Gerbode, wie Herrn Lehrer Hug für ihr fleißiges Wirken den Dank des Vorstandes aus. Dann entließ er die Schülerinnen des Lehrkurjus mit etwa folgenden Worten: „Sie haben in ber eben flattgefunbenen Prüfung bezeugt, baß Sie bie Ihnen hier zu Ihrer Ausbildung unb Erweiterung Ihrer Kenntnisse verstattete Zelt wohl angewandt haben. Ist auch auf die an Sie gerichteten Fragen hin und wieder von Ihnen mit einem Anflug von Zittern, Zagen und Beben geantwortet worden, jo haben wir doch aus Ihren Antworten, wie den von Ihnen gefertigten Arbeiten, den Eindruck empfangen, daß Sie sich die Kennmisse unb Fähigkeiten, die Sie in Ihrer ferneren Lebensstellung bedürfen, ganz zu eigen gemacht babtn unb darum wohl ausgerüstet die Anstalt verlassen. So gehen Sic denn mit Gott, begleitet von unseren innigsten Glückwünschen für Ihre Zukunft. Treten Sie bald oder erst später in Stellungen als Lehrerinnen ein, seien Sie stets Ihres Berufes eingedenk. Es ist ein hoher Beruf. Sie sollen Schülerinnen jene Arbeiten lehren, deren Kenntniß für den Bestand des Haushaltes unentbehrlich sind, deren Mangel das HauSwescn so oft zu unheilbarem Schaden | bringt und gänzlich zerrüttet. Dessen seien Sie eingedenk und erfüllen Sie Ihren Berus mit Fleiß, daneben aber geben Sie ben Schülerinnen, bie Ihnen anvertraut ftnb, aus ber Fülle ! Ihres Gemüthes, aus ber Tiefe Ihres Herzens burch schönes Vorbilb unb Pflege edler, sittlicher Grundsätze weitere gute Gaben mit, bann erfüllen Sie in einer noch höheren Weise Die Pflichten Ihres Berufes als wahre Lehrerinnen. Wenn Sie bas thun, wirb Ihnen auf Ihrem Lebensweg nicht nur jenes hohe Gut, bas nur die Herzen Derer schmückt, die treu ihre Pflicht "füllen — ber Friede des Gewissens, der höchste Lohn des treuen Arbeiters, niemals ermangeln, fonbern Sie werben sich auch eine schöne, geachtete Lebensstellung unb genügenbeS Auskommen erringen. Mit bieser Hoffnung lassen wir Sie ziehen unb sind überzeugt, baß solche Hoffnung nicht zu Schanben wirb." Daran schloß sich noch eine kurze Ansprache an bie «nwesenben, worin ihnen für bie Teilnahme an dem Wirken bes Vereins gebankt unb sie um bie Erhaltung dieser Theilnahrne gebeten würben, damit der Verein eine weitere segensreiche Wirksamkeit entfalten könne. In dem Vereins - Lokale fand am 11. unb 12. b. eine reichhaltige Ausstellung ber Arbeiten in allen Zweigen ber Arbeitsthätigkeit ber beiben Hauptlehrerinnen Fräulein Müller und Gerhöbe, wie ber schriftlichen Arbeiten unb Zeichnungen statt. Die Ausstellung wurde an beiden Tagen von Einheimischen und Fremden sehr zahlreich besucht und fanden die Arbeiten ungeteilten Beifall. Gießen, 15. September. Die vielbesprochene Angelegenheit der Verpachtung der Gießener Gcmeindejagd hat nunmehr endlich ihre definitive und wohl auch nach allen Seiten hin befriedigende Lösung gefunden. Bekanntlich hatte Großherzogliches Kreisamt die dieser Verpachtung beigefügte Bedingung der Auswahl unter den drei Letztbietenden mit Rücksicht auf die Vorschrift des § 11 des Gesetzes vom 12. Juli 1848 als unzulässig beanstandet und wurde diese Beanstandung in höchster Instanz als begründet anerkannt. Hierauf wurde von der Stadtverordneten-Versammlung in Uebereinstimmung mit dem von Großherzoglichem Kreisamtc schon von Anfang an gemachien Vorschläge beschlossen, bei Großherzoglichem Ministerium dcs Innern um nachträgliche Genehmigung der fraglichen Verpachtung nachzusuchen. Großherzogliches Ministerium hat nunmehr diesem Gesuche mit Rücksicht auf dessen Einstimmigkelt entsprochen. In Darmstadt haben Differenzen derselben Art zwischen der Ansicht der Kreisämter und ber Stabtverorbneten-Versammlung eine gleiche Lösung gefunden. — Seine Königl. Hoheit der Großherzog haben unterm 3. August unserem ersten Stadtpfarrer, Herrn Dr. Wilhelm Seel, das Ritterkreuz 2. Klasse des Ludewigs'OrdcnS verliehen. I«ltn auf ? s fr itzt1 "’Ä“; Mr S» tträae b* k ^tlen gebt 1' 7 9T £! 9-schäs^ Malt bcniTfafc J“ ^oßen ALL» Munkl ' W bet verehNs - !!*, toit te ^En, Dtn mnigfin b°tn WS. | nun f0[N, | ^nnmen sich V i i 5iJ segensreiche ’ dabei unwillkLM ■ rt: N hatte niP m geworden, Erfolg der Ber^ itnsreiche 6^,. fingeleitet durchs ung über das Wz »rochen, bt-m k! Jen dargestellt nin:i ■ Tafel muiejtn 13, fintn theoretisch e ller schloß sich ir ichen und DeäEL hrung dn einzig | i beiden Lthrmiml, ihr stetiges Mn Lehrkurjus mit thia e die Ihnen hin p hl angewandt habie! t tintm Änstug ts1 'ttn Äntmoxten, w die jkennniifse ic| igen gemaS-r M nii ®ott, btzltilet । obre erst sM ii I. ES ist ein Hein ar btn Bestand l-i unheilbarem tzchala )ie Ihren Bms rc sind, aus dn nb Pflege eilet, ch höhnen Weise u ird Ihnen auf> , die treu ihreO- i, niemals emangÄ lügende- LuskM--' daß solche Hosfnv! rock ihnen fit bJ n9 dieser Lhei/nahm! tfaltfli tonto -usöellung der m , Mick Müllt, , zassttllung wütet fanden die Arbeilt- . Verpachtung « । nach allen etltr. dreiöamt die W „ mit Michis iftanbet und winH uf wurde von W möglichem W em Äinistenmn bv lchen. SrodheO essen W* ^UteiSflenW®5 rserem j Ludewig^' .«•ss* 5tt«S “1 s gr.tt UNd ’fe"* 3*a> l gibt, ® Ujp * ^Mlbstand w« a,"5 ’1*"» Hui« weither auf gewöhnlichem Wege gebrannt, und 1 Pfund des Glanz-Kaffee's auf das Volumen r.nes Maßes vergleicht, und sieht, wie das Quantum des letzteren bedeutend weniger ist. Das Pfund glaeirter Kaffee stellt sich demnach bei einem Preise von 95 H für roh auf höchstens 112__115 H per Pfund gebrannt, und verdienen also die Händler nach der Preisangabe, wie solchen jetzt eine Bonner Firma mit 160—170 anbietet (den Rabatt an ihre Wiederverkäufer nicht berücksichtigt) 45—55 $ per Pfund, wofür das Publikum dann freilich schön ettquettirte Düten erhält. Den Hausfrauen ist anzurathen, sich an einem guten, reell gebrannten Kaffee zu halten, und, wenn es gewünscht wird, demselben durch Zuthat einer Kleinigkeit guter Cichorie eine dunkle Färbung zu geben. Handel und Verkehr. Frankfurt, 13. Septbr. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner X 2—3.—, altes Heu X 0.—, Stroh X 2—2.50. Butter das Pfund im Großen 1. Qual. X 1.10, 2. Qual. X 1, im Detail 1 Qual. X 1.30, 2. Qual. X 1.15—20. Eier das Hundert deutsche X 5—, italienische 6.—. OchsenfleNcy per Pfund 65 — 70 X Rindfleisch 50 H, Kuhfletsch 60 Kalbfleisch 48 — 55 Stier- und Farrenfletsch — Hammelfleisch 50 bis 65 A Schweinefleisch 60-70 H, ein Hahn, lebend, X 0.70—1, geschlachtet X 1.10-2.-, ein Huhn, lebend, X 1—1.30, geschlachtet X 1.50—2.—, Ente, lebend, X 1.30- 50, geschlachtet X 1.70—2.30, Gans, lebend, X 3.50—4, geschlachtet X 7.—, Taube, lebend. 30—40 H, geschlachtet 50—70 Kartoffeln 100 Kilo X 5- 6. . Blumenkohl 1 Stück 20—60 Wirsing 8 — 15 H, Weißkraut, erste Sorte, 100 Stück 8—16 X, zweite Sorte — X, Kohlrabi 4—6 H, Rothkraut 10—20 Gurken 100 Stück X 1.20—2.— Artischoken — Ganze Erbsen 100 Kilo X 18-26.-, geschälte Erbsen 25-31 X, Bohnen 19-24 H, Linsen 17—63 H. — Holz je nachdem geschnitten X 1.45—60 der Ctr. Tannäpfel per Hect. — Barmen. (Anerkennung.) In der Juli-IUatinev des Herrn Hof-Kapellmeister Erdmannsdörfer in Sondershausen, hat Meister Liszt seinen „Rakozci-Marsch" auf einem Flügel unseres Hof-Pianoforte-Fabrikanten Herrn Rud. Ibach Sohn (Hoflieferant Sr. Majestät) gespielt, und sich den anwesenden Gästen gegenüber sehr anerkennend über die höchst solide, gediegene Bauart, ganz besonders aber über die Klangschönheit der Ibach'schen Flügel ausgesprochen. Meister Liszt hat sogar in einem eigenhändigen Schreiben an den Fabrikanten hervorgehoben, daß er seinen Flügel mit großem Vergnügen gespielt habe. Ein solches Zeugniß des eryabendsten Meisters auf dem Pianoforte, gereicht unserer Klavier-Industrie zur hohen Ehre, und wird hoffentlich zur ferneren gedeihlichen Entwickelung der hiesigen Flügel-Fabrikation beitragen. 5975) (Elb. Ztg.) ■■aaummMBMiaatiMmMMMMaMMWi i in ......»■■mi Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 5973) Unter Bezugnahme auf die Art. 34 und 35 des Berggesetzes vom 28. Januar 1876 wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Herr Johannes Heiland zu Grünberg unterm heutigen Tage mit dem Eisen- und Manganerzbergwerke „Amalie" in der Gemarkung Steinberg- Watzenborn, Kreise- Gießen, mit einem Felde von 1203630 Quadratmetern beltehen worden ist. Etwaige Einwendungen gegen diese Verleihung müffen bei Ver- meioung des Verlustes des Vorzugsrechtes binnen drei Monaten durch gerichtliche Klage gegen den Bergwerksetgenthümer geltend gemacht werden. Während dieser Frist ist die Einflcht des Sttuationsriffes bei der Bergmeisterei Gießen Jedem gestattet. Darmstadt, den 21. August 1879. Großherzogliche Obere Bergbehörde. Jaup. _______________________________________________Tecklenburg. Bekanntmachung. Betreffend: Die Ausführung des Gesetzes vom 20. Juli 1879 über die Statistik des Waarenverkehrs des deutschen Zollgebietes mit dem Auslande. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz theilt uns den Entwurf eines „Waaren-Verzeichnisses für die Statistik des Waarenverkehrs des deutschen Zollgebiets mit dem Auslande" nebst zugehöriger Denkschrift unter der Aufforderung mit, die Bemerkungen, zu welchen dieser Entwurf Anlaß gibt, zur Kenntniß Hoch- desselben zu bringen. Da Kaufleute und Gewerbtreibende mit Rücksicht auf die nach dem genannten Gesetze künftig abzugebenden Ausfuhr-Anmeldungen wesentlich dabei interessirt sind, in welcher Weise das gedachte Verzeichniß die Classification der Maaren ordnet, so legen wir diesen Entwurf zur Einsicht der Interessenten 8 Tage lang auf dem Büreau des unterzeichneten Vorsitzenden mit dem Anfügcn offen, daß etwaige Anträge auf Abänderung desselben binnen 12 Tagen schriftlich bei uns eingereicht werden können. Gießen, den 15. September 1879. Großherzogliche Handelskammer. (5968 M. Hornberger. Zufolge Auftrags des König!. Amtsgericht, Abth. I. zu Biedenkopf, vom 11. September I. I. werden Dienstag den 23. September, Mittags 12 Uhr, auf der Brandstätte des Adam Schmidt I. zu Gönnern folgende zurConcursmaffedes Ad. Schmidt I. daselbst gehörende Mobilien, als: 1) eine Parthie theils angebranntes Holz, Ueberreste des Hauses, 2) eine Parthie Steine, Ueberrest des Hauses, 3) ein leeres Oelfäßchen, 4) 22 Faß Branntwein, theils guten und ordinären, 1023V1 Liter enthaltend, ö) ein Ofen, 6) eine Kuh von dem F. Sonneborn als Eigenthumsrecht zurückbehalten, versteigert. Biedenkopf, den 11. Septbr. 1879. 5992) Kraus, Gerichtsexecntor. Dienstag den 14. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Heinrich Weber in Heuchelheim Flur. Mtr. 2/i3? 382 Grabgarten in den mittelsten Schießgärten, E/137/.V10 394 daselbst. Gießen, den 1. September 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 5680)______Müller._________ Dienstag den 14. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Christian und Heinrich MalkomestuS Flur Mtr. 33/1M 919 Acker am Nahrungsberg. 4o/365 650 Acker auf dem Sand. *V46 385 Grasgarten, links der Chaussee jetzt Wohnhaus, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 1. September 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 5679) Müller. Donnerstag den 18. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhaussaale versteigert werden: Maurerarbeit, veranschl. zu 172,60 Steinhauerarbeit, „ „ 781 60 Zimmerarbeit, „ „ 40,00 Schreinerarbeit, „ „ 388,50 Schlosserarbeit, „ „ 78,80 Glaserarbeit, „ „ 47,48 Weißbinderarbett, „ „ 76,26 Flußbauarbeit, „ „ 304,— An demselben Tage soll um 12 Uhr die Lieferung von 16 Meidiuger- Schulöfen mittelst Submission auf dem städtischen B.rubüreau vergeben werden, woselbst an den Vormittagen die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 13. September 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 5957) A. Bramm. Dienstag den 16. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause der Frau Wittwe Küchler am Seltersweg, verschiedene Möbel, Haus- und Küchengeräthe, sowie eine Gartenbank und eine Gartenspritze meistbietend versteigert. Gießen, den 11. September 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 5932) Lüdeking. Dienstag den 16. September Nachmittags 2 Uhr werden im Parterrestock des Gaauoin'schen Hauses, Lit. B. 165,5, 1 Kleiderschrank, 1 Kommode, 1 Bettstelle, 1 Kinderbettlade, 1 Nachttisch, 3 Stühle, 1 Kinderwägelchen, 1 Schlitten, 1 Kochheerd, 1 Meidinger Füllofen, 1 Wormser Ofen und sonstige Hausmöbel öffentlich gegen Vaarzahluna versteigert. (5962 Gießen, den 12. September 1879. Im Auftrag: M. Pilger. 5979) Grummetgras zu verkaufen- PH. Lampus, Grünbergerstraße. Aeikgeöotenes. 5980) Leere Packkisten zu verkaufen. Seltersweg C. 185. Offenbacher Loose . . ä 1 JA. Franks. Pferdemarkt- Loose......ä 3 Ziehung den 1. October d. As. In meine vom Glück begünstigte Collecte fiel bei diesjähriger Frankfurter Frühjahrs- Pferdemarkt - Verloosung wiederum der 7. HauptpreiS. 5967) Th. RololT, Wallthor. Lebende frische Seefische in Eis verpackt, laffen wir wöchentlich zweimal kommen. Aufträge hierauf nehmen wir entgegen und erledigen solche beim Eintreffen. (5990 I. A. Busch Söhne. 5988) Unterzeichneter verkauft seinen Vorrath von Thon- u. Steingutwaaren zu sehr billigen Preisen. PH. Wagner, Neustadt D. 202. Cocosläufer, Ketten- und Bürsten-Matten, sowie Seegrasvorlagen in jeder Größe empfiehlt billigst (5850 M. Weißbäcker- 5978) Das Grummet-Gras von unserer Wiese in der Schwarzlach ist zu verkaufen. Neinreeling & Tribus. Einmachfässer 5969)Louis Pony. Cocos- 11. Ledermatten empfiehlt (5970) Louis Lony. SO EN NECKEN7» KURRENT-FEDERN erleichtern Schreiben, verschönern die Schrift, spritzen nie und haben unge- mein grosse Dauer- g haftigkeit. iS' Probeschachteln mit Gebrauchs-Anwsg. 30 Pf. (mit dazu passendem Halter 50 Pf.) In jeder soliden Schreibmaterialien-Handlung vor- räthig. F. Soennecken’s Verlag Bonn u. Leipzig.___________________ 5911) Eine gut erhaltene Pauke, nebst zwei neusilbernen gehämmerten abgedrehten Becken, sind billig zu verkaufen. Das Nähere durch die Exped. d. Bl. 5965) Das Grumwetgras von mehreren Wiesen hat zu verkaufen. August Weidig. 5916) Wegzugshalber verkaufe eine Parthie Winterstoffe zu Anzügen und Ueberziehern, sowie Futterzeuge, Borden und Knöpfe, alles in bester Qualität. Ferner 1 Zuschneidetisch, 1 Ladentisch, 1 Pult, Reale, 1 Standspiegel und eine sehr gut erhaltene Singer-Nähmaschine um möglichst schnell damit zu räumen zu jedem annehmbaren Preise. £. Gericke^ __________________Kaplansgaffe, im Hause des Herrn Gerbode. Zur gefälligen Reachlung. 5984) Meinen geehrten Kunden diene zur Nachricht, daß mein Geschäft von Mittwoch Abend 6 Uhr bis Freitag Abend hoher Feiertage wegen geschloffen bleibt. ______________J. M. Schulhof. Erklärung. 5974) Die Herren Heinzerling St Tribus halten kein Lager meines ächten Feigenkaffee's und figurirte deren Name irrthümlich ohne deren Auftrag unter meiner diesbezüglichen Anzeige. Niederlagen nur bei den Herren Fritz Flimm, C. Hoffmann, G. Chr. Spruäk. Carl Peter Brandt in Hanau a. M. _ Todes - Anzeige. 5993) Verwandten und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, daß unser inntggeliebter Sohn Hermann heute Nacht 1 Uhr nach kurzen Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten Die traneniben Eltern: Karl Euler. Elisabethe Euler, geb. Schwan. Gießen, den 15. September 1879. Die Beerdigung findet Dienstag den 16. September, Nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehause (Neustadt D. 152) aus statt. (5908 Kaisermäntel, Schlafröcke und schwarze komplette Anzüge in großer Auswahl. der -feste Li retlr und 5964) Der Vorstand. 5972) 5712) Der 3. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Oktbr. beziehbar. __Peter Pitz, Zimmermeister. Vermischte Anzeigen. 5971) Zum ersten Oktober ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen gesucht Zu erfragen in der^Exped. d. Bl. 5987) Das Anfertigen von Stühlen aller Gattungen, sowie das Flechten von Stroh- und Rohrstühlen und alle cin- schlagende Artikel in Dreherei werden rasch und reell besorgt von J. Hftufier, Drechsler- u. Stuhlmacher^ Neuenweg B. 179. JE» Arendt au» Jiatus IXIxxxxxxxxx Theodor Wortmann, Agent der Colonia, Alicenstraße 103. Verantwortliche Redaktion: A. Sch-,da. - Druck und «erlag der Brühl’schen Unto.-Druckerei (Fr. vhr. Pietsch) in Gießen. Gesucht auf Michaelis ein Mädchen für Küchen- und Hausarbeit und ein älteres Kindermädchen. Gute Zeugnisse erforderlich. 5887) Lit. GF. 77 Danksagung 5983) Allen, besonders aber den Kameraden vom Kriegerverein, welche unstre unvergeßliche Gattin und Mutter Margarethe Rehberg, geb. Element, 3ur ätzten Ruhestätte geleiteten, sagen hiermit den innigsten Dank Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 15. September 1879. Eintrittskarten für Nichtmitglieder li 60 H (für Schüler und Schülerinnen ä 20 H) sind in der J. Rick er’sehen Buchhandlung und Abends an der Gasse zu haben. Kölnische Fenerversicherflngs-Gesellschalt Colonia. In Folge demnächstigen Ueberzuges des Herrn Th. Küchler nach Frankfurt a. M. ist die von ihm verwaltete Agentur der Colonia Herrn Theodor Wortmann in Grefien übertragen worden, was wir uns beehren hiermit anzuzeigen. Darmstadt, September 1879. Die General-Agentur: J. <*• Äalilert & Söhne. J^uf böiges Bezug nehmend, empfehle ich mich zur Vermittelung von Versicherungen gegen Brandschaden bei der Colonia, sowie zur Erledigung aller Angelegenheiten, welche stch auf bereits bei der Colonia laufenden Versicherungen beziehen. Die prompteste Ausführung aller Aufträge werde ich mir angelegen sein lassen. Gießen, September 1879. Jeden Bandwurm $ Stunden vollständig schmerz- und gefahrlos; ebenso sicher beseitigt auch Bleichsucht, Trunksucht, Magen- krampf, Epikpsie, Veitstanz, Bettnässen und hechten und zwar brieflich. Voigt, prakt. Arzt zu Croppenstedt. Preußen.) (4085. 5977) Einen Spazierstock gefunden. Abzuholen gegen Erstattung der ^nferafc gebühren bei Kasernenwärter Büttner. 5989) Ein Schmetterlingskasten zu kaufen gesucht. Von wem? sagt die Erv. d. Bltts. Kaufmännischer Verein. Donnerstag; den 18. September, Abends präcis 8 Uhr im Saale des Gasthofs zum „Prinz Carl“: Oeff ent Hoher Vortrag des Herrn Prof. Dr. Robert von Schlagintweit über Kalifornien und die Chinesen daselbst, erläutert durch eine grössere Karte und zahlreiche stereoskopische Bilder und Photographien. Zur genauen Besichtigung der stereoskopischen Bilder empfiehlt sich das Mitbringen ganz gewöhnlicher Stereoskopen-Apparate. Mitglieder haben mit Familie freien Zutritt. Sämmtliche Artikel sind nach neuestem Schnitt angefertigt, elegant und dauerhaft gearbeitet. „ K ®a ^ttfauf nur zwei bis höchstens drei Wochen dauert und durch die außergewöhnlich staunend billiaen Jedermann Gelegenheit geboten tst, se.nen Winterbedarf in genannten Artikeln durch eine unbedeutende Ausqabe -u decken das geehrte Publ.kum hiesiger Stadt und Umgegend, diese günstige Gelegenheit nicht unbenützt vorübergehen zu lassen. ' Das Verkaufslokal befindet sich im Geilfus'fchen Hause in Neustadt und ist geöffnet von Morgens M bis Abends 9 Uhr Feste preise 5846) Möblirtes Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. Kanzleiberg B. 1. ' 4383) Zimmer mit Eabinet zu vermie- then.__Frankfurterstraße 32,3. 4991) Zwei Parterrrzimmer, un- möblirt, auch als Geschäftslokal geeignet,, sind zu vermiethen bei __W. Ferber, Buchhändler, Schulstraße. 5861) Ein möblirtes Zimmer iüt Schlafcabinct zu vermiethen im Hause des ____________Prof. Thaer. 5820) Freundliche neue Wohnung,. 6 geräumige Piecen mit Zubehör, Hof^ fließendes Wasser, Gartenbenutzung, zu vermiethen. Näheres bei der Exp. d. Bl. ' 5924) Eine Familienwohnung von drei Zimmern mit Eabinet zu vermiethen und sogleich zu beziehen. ____Wolkengasse C. 89. 5936) Ein seither von einem Einjährigen bewohntes, gut möblirtes Zimmer ist per 1. October er anderweit zu vermiethen. Pension nach Wunsch. Näheres _______Neustadt D. 85. 5961) Eine kleine MansardHn-Wohnung zu vermiethen und sofort zu beziehen bei __Theodor Schmidt, Gartfeld. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- bause des Darmstädter Hauses. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Familie sofort zu vermiethen. __________________________Dr. Ploch. 3714) In meinem neu erbauten Hause im hinteren Gartfeld sind mehrere kleine und größere Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten zu vermiethen und alsbald beziehbar^___W. Seuling. 5465) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei C. Fr. Conrad, Friseur, _________ Mäusburg 48.__ 5818) Ein Familienlogis per Anfang December, sowie ein hübsches, möblirtes Zimmer, zu vermiethen bei Wtlh. Barthel, Grünberger Straße. 5829) Der 3. Stock meines Hauses, bestehend aus 6 Piecen, Küche rc. re-, pro 1. October zu vermiethen. ________Otto Noth, Marburgerftraße. 5185) Eine Mansarden-Wohnung an eine ruhige Familie auf den 1. Oktober zu Vermietyen. I. MalkomefiuS. Mermietyungen. 5966) Ein gut möblirtes Zimmer per 1. Oktober zu vermiethen. ____Böger, Uhrmacher. 599’1) Ein schönes Logis in der Näh^ der Caserne, für einen einjährig Freiwilligen, oder auch für einen andern Herrn geeignet, ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. ___Lindengasse A. 229. 5960) Eine schöne Wohnung für einen Einjährigen, der Kaserne gegenüber, zu vermiethen bei_______W. Lauterbach. 5838) Ein Logis, gleich beziehbar, zu vermiethen in_______Neuen Bäuen 90. 5982) Eine Familienwohnung sofort zu vermiethen. Gg. Noll, Gärtner. 5981) Eine Familienwohnung zu ver- miethen._________Mühlgasse Lit. D. 75. 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). Wetnsaal. Gesucht ein ordentliches Dienstmädchen. 5976) Rothenberger, Kaplansgasse. Verloren am Samstag Morgen ein 10-Markstück von der Neuen Anlage bis zur Blockstraße. Abzugcben bei der Exped. d. Bl. (5986 Mr Oktober und Zlovember levent. den ganzen Winter) sucht ein ruhiger Herr em freundliches, möblirtes Zimmer in stiller Lage. Gef. Off. sub L K. bgl- dlgst an die Exped. d. Bl. erbeten. 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