kark Bernhard. umher 'nnenschuppe! Meßeimer ■ yUboltn gtnen 'Udr ®.?K e Pferde ®o« dem tauft, iorber, ££unftoit_ In schwerer ein: 5 ^o^knwflügt Unwr|(flt, ' Mädchen au; d Stellung at; fraiu Offerten rnagel, Bieber ür Gießen und tont im Bayr. en mb. Käse m tob. B. 7382 in Frankfurt Mel. Abend: W£ togento Madcher n wie Hausbült wrfifl/hiifftfo* tntuiritn £>emi, lachen Franco- nter 6We L- menetelu K a. M reibtisch wit n gesucht u. pt nberger. dorn, ns ^ef d)äft, in, lithfleld irs: n&Hartl^na- ÄL- *S lliliwe. 40, ung von lern* -in.» be^»8 13 Donnerstag, den 16. Januar 1879» Siebener Hüirciger Wkisk- u«b Amtsblatt für bea Kreis Eichen.________________ Nedaetto«Sbureaur | Schulstraße B. 18. «krpeditionsbureairr f p — --——— " Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. -------------------- Gießen, am 15. Januar 1879. Betreffend: Die Ausfertigung der Gewerbspatente für die Zeit vom t. Januar 1879 bis zum 31. März 1880. Das Größtmögliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. -in Folge Ersuchens der Großhcrzoglichen Ober-Steuer-Direction vom Gestrigen machen wir Sw darauf aufmerksam, daß zu de» Gcwerbspatenten, welche Sie bis zum 31. März l. I. einschließlich ausstellen, ein Stempelbetrag von aO Pfenn.gen anzuwenden »st, da diese Patente bis zum 31. März 1880 einschließlich gültig sinv. r 1 vr. Boekmann. _______________________ Bekanntmachung. An verschiedenen Orten und in neuester Zeit auch im Großherzogthum Hessen find Trichinen in aus Amerika importrrtem Schmkc,a und Sch««nest«sH Ministeriums deS Innern wird auf die Gefahren aufmerksam gemacht die mit dem Genuß solcher Fliischwaaren verbunden sind und es werden die Verkäufer derselben auf tz. 367, pos. 7, des Re.chs-Straf-GesetzeS hmgew.esen, wonach der Verkauf von trichinenhaltigem Fleisch bei namhafter Strafe verboten ist. Gießen, den 8. Januar 1879. Großherzogliches Krersamt Gteßen. Dr. Boekmann.___ 2. uns nur 3. 4. Großherzogliche Poltzetverwaltung Gteßen. Fresenius. fertigt toe^näib£imüd)et roelbcn a„ kie Führung derselben verpflichteten Arbeiter, di- Arbeitskarten jedoch nur an den Vater, Vormund oder tiauna enthalten. 9 9 Gießen, am 14. Januar 1879. Betreffend: Die Ausführung der in der Gewerbeordnung über die Arbeitskarten und Arbeitsbücher re. Unter Bezug^m "au^u"re 20. v. Mts. werden die A, beider und Arbeiter In Kcnntniß gesetzt, daß die Arbeitskarten und Arbeitsbücher eingeiroffen sind und deren Aushändigung nunmehr beginnen kann. L"AÜsUün7'der' Arkelts7ar7°°d°7ÄrÄ7tÄ7che"r7uf Antrag oder mit Zustimmung des Vaters oder Vormundes »folgt; ist di- ‘ Erklärung de/ Vaters nicht zu beschaffen, so ist dieselbe durch die Großherzogliche Bürgermeisterei desjenigen Ortes, wo der Arbeiter seinen Lest XXSSÄ der toff, SM Arbeitsbuch ausgestellt werden soll, zum Besuch- d-r Ntcht-t ist darüber !tne Bescheinigung des Vorsitzenden des Schulvorstandes desjenigen Ortes, wo der Arbeiter aus der Volksschule ent- sofern 'Lim Antrags a'ff Ausstellung eines Arbeitsbuches Jahr, Tag und Ort der Geburt des Arbeiters nicht anderweit festst.hen, bie Anstalten beschäftigt werden und für welch-Ausstellung einer ...... Politisch Eine Strafgewalt des Reichstages. Die Reaction wirst immer neue Schatten vor sich her- Der Reichskanzler hat dem BundeSrath ein Gesetz vorgelegt über die Dtsciplin des Reichstags über seine Mitglieder, welches schon deshalb das lebhafteste Befremden erregt, weil durch dasielbe eine Reihe von Versaffungsbestimmungen aus der Welt geschafft wird. Die Art. 22, 27 und 30 der deutschen Reichs- verfaffung besagen, daß wahrheitsgetreue Berichte über die ^et^^gtaggüet^anfc» lungen von jeder Verantwortlichkeit sretbleiben, daß der Reichstag seinen Geschäftsgang und seine Dtsciplin durch eine Geschäftsordnung regelt und daß kein Mitglied des Reichstages zu irgend einer Zeit w gen seiner Abstimmung und wegen der in Ausübung seines Berufes gethanen Aeußerungen gerichtlich oder diseiplinarisch verfolgt werden kann. Offenbar ist die Vorlage mit diesen Versaffungsbestimmungen nicht in Einklang zu bringen. Der Reichskanzler wünscht, offenbar im Hinblick aus die Socialdemo, kratie, eine Rüge- und Strascommtsston, welche den Abgeordneten Verweise ertheilen kann, sie zur Abbitte vor versammeltem Hause zu nöthigen, auf Aus- er Hheil. schlteßung von den Sitzungen, ja sogar aus den Verlust des passiven Wahl, rechts zu erkennen vermag. Eine solche Macht wäre offenbar in erregten Zeiten geradezu gefährlich für die Zusammensetzung deS Reichstages und könnte leicht auch gegen andere Parteien als gegen die Socialdemokratie ihre 6 Sö fft möglich, daß uns-r parlamentarischer Gebrauch d-n Sinnchtungen and-r-r Länder gegenüber noch -In- Lück- zeigt, aber zur Ausfüllung derselben erscheint zum Mlnd-st-n dl- Initiativ« des R-ichsmgeS selbst g-eign-t-r, alS -in von der Regierung vorgelegtes Gesetz. Der R-chstag wird «In solch-« Eindringen in seine Hausordnung, welche ihm die Verfaffung garanlirt, schwerlich gut heißen; der Weg einer vertraulichen Anregung wäre offenbar rickllaer gewesen. Bisher sind die ärgsten Ausschreitungen nicht d«r Art g«. nX9 daß die Würde des Reichstages eine Einbuße erlitten hätte und für jede die parlamentarische» Grenzen überschreitende Erregung ist die Einsetzung .i.-i... -* Beleidigungen der höchsten Autoritäten fallen auch ohne Bestrafung der allge- ruetnen Verachtung anheim. Sollten aber wiederholte Erfahrungen cs rälhttch erscheinen lassen, die Drscipltn zu schärfen, so mußte man die nöthigen Anordnungen unbedingt dem Hause selbst überlassen. Kem anderer Factor der Regierung hat daS Recht, einen andern gleichstehenden Factor auf die Pflichten aufmerksam zu machen, die feine eigene Würde und die Rücksicht auf jein Ansehen im Volke ihn» auferlegt. Fast noch mehr scheint das Gesetz gegen die Freiheit der Preffe gerichtet. Das Volk — scheint uns — hat das Recht, auch von den Excessen einzelner Reichsboten Kunde zu erhalten, schon aus dem Grunde, daß auch die Wähler in den Stand gesetzt werden, das Vorgehen zu beurtheilen und ihre staatsbürgerlichen Rechte auszuüben, sei es nun, daß die Strafe auf ein Mißtrauens- Votum oder auf Nicht Wiederwahl lautet. Deutschland. Darmstadt, 14. Januar. Die Abreise Sr. König!. Hoheit des Großherzogs und der Großh. Kinder nach England erfolgt Montag den 20. d. Mts.; in Vliesstngen wird die König!. Dacht „Victoria und Alben" zur Ueberfabrt nach Osborne bereit liegen. Darmstadt, 12. Januar. Der zweiten Kammer der Stände ging unterm 8. d. Mts. folgende Vorlage Seitens des Großh. Ministeriums des Innern zu: „Nachdem nach Beendigung des deutsch-französischen Krieges der Gedanke angeregt worden war, dem allgemein empfundenen Dankgffühle des hessischen Volkes gegen die Großh. Truppen durch ein bleibendes Zeichen Ausdruck zu geben, faßte im Jahre 1872 eine zu Frankfurt a. M. abgehaltene, von Vertretern aller Thetle des Großherzogthums beschickte Landesversammlung den einmüthigen Beschluß, daß zur Erinnerung an die ruhmvolle Theilnayme der Großh. Hessischen (25.) Division an dem Kriege gegen Frankreich, sowie zum Gedächtntß der in Erfüllung ihrer Pflicht während dieses Krieges Gesallenen und Gestorbenen, ein Landesdenkmal zu Darmstadt, aus freiwilligen Beiträgen der Bewohner des Großherzogthums errichtet werden solle. Das zur Ausführung dieses Beschlusses medergesetzte Central-Comtt6 hat nunmehr der Großh. Regierung die Mittheilung gemacht, daß das unter Mitwirkung namhafter deutscher Künstler zur Ausführung bestimmte Modell des Landesdenkmales, welches nach dem Ausspruche künstlerischer Autoritäten unter ähnlichen deutschen Kunstwerken eine hervorragende Stellung einnehmen werde, vollendet sei, auch der Erzguß deffelben, sowie die übrigen Herstellungen der Vollendung entgegengingen, daß indessen zur gänzlichen Fertigstellung des Denkmals, die vertragsmäßig im Juni 1879 zu erfolgen habe, in welchem Zeitpunkt auch das Honorar der ausführenden Künstler und Unternehmer fällig sei, noch ein Theil der nothwendigen Geldmittel fehle. Mit Rücksicht hieraus hat das Central-Comttö an die Großh. Regierung die Bitte gerichtet, zu veranlassen, daß, da es sich um eine Landesangelegenheit handle, der fehlende Betrag von 9000 JC. vom Staate übernommen toerbe. Zugleich führte das Central-Comit^ an, es glaube davon absehen zu müssen, die Aufbringung jener Summe durch Einsammlung freiwilliger Beiträge zu ersuchen, weil bereits in den Jahren 1872 bis 1875 umfangreiche und ergiebige Sammlungen in allen Thetlen des Landes und bet allen Klassen der Bevölkerung stattgcfunden hätten, neue Sammlungen aber bei der jetzigen gedrückten Geschäftslage keinen erheblichen Ertrag liefern würden und es daher aus diesem Wege dem Cmtral-Comit6 voraussichtlich nicht möglich sein werde, rechtzeitig und vollständig die von ihm übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen. Nach den von dem Central-Comttö vorgelegten Rechnungs-Ausweisen werden sich die mit Errichtung des Landesdenkmals verbundenen Gesammt- ausgaben auf den ungefähren Betrag von 78,924 71 oder rund 78,925 «M. belaufen. Von dieser Summe sind für die Herstellung des Denkmals selbst 68,575 eft erforderlich. Die übrigen Kosten mit 10,350 JL sind thetls durch Verwaltungsausgaben (worunter die Kosten der Sammlungen, Drt ckkosten und mehrmalige Reisekosten der Preisrichter und Transportkosten der Concurrenzmodelle) veranlaßt, theils für die Fertigung von Inschriften an dem Denkmal, sowie für die Aufstellung und Einfriedigung deffelben vorge- sehen. Den Gesammtausgaben von 78 925 JL stehen Gesammteinnahmen im Betrage von 66,869 88 H oder rund 66,870 JL, darunter aus freiwilligen Beiträgen die Summe von 58,555 JL 54 gegenüber und es verbleibt somit ein ungedeckter Restbetrag von 12 055 JL .Zur Deckung dieses Kostenrestes hat die Stadt Darmstadt einen Beitrag von 3000 zugesichert; es würde deshalb zur vollständigen Sicherung des fraglichen Unternehmens noch die Summe von rund 9000 JL, um deren Uebernahme auf die Staatskaffe das Central-Comtt^ gebeten hat, noth- wendig sein. Aus den von dem Central-Comitö angegebenen Gründen möchte keine Aussicht vorhanden sein, diese ^>umme aus dem Ergebniß einer etwa weiter zu veranstaltenden Sammlung freiwilliger Beiträge decken zu können. Im Hinblick hierauf, sowie in Anbetracht, daß ein künstlerisches, seines Zweckes würdiges Denkmal mit einer geringer.« als der hierfür nach Vorstehendem zur Verwendung bestimmten Summe füglich nicht hergestellt werden konnte, möchte die Gewährung der vom Central,Comitä erbetenen Beihülfe um so gerechiser- tigter sein, als hierdurch die Ausführung eines Kunstwerkes von bleibender Bedeutung für das ganze Großherzogthum gefördert wird." „ Mit Allerhöchster Ermächtigung Sr. König,. Hoheit des Troßherzogs stellt das Ministerium des Innern an die Stände des Großherzogthums und zunächst an die zweite Kammer deiselben das Er>uchen, die verfaffungsmäßige Zustimmung dazu ertheilen zu wollen, daß zu den Kosten der Eirichtuna des Landes-Krieger-Denkmals zu Darmstadt ein Beitrag aus Staatsmitteln biS zur Hohe von 9000 JL geleistet werde. — Der zur Vorlage an die Stände gelangte Gesetzentwurf, die allge. meine Bauordnung betr-, zerfällt in vier Titel. Der erste derselben handelt von der Bauberechtigung und den Bauvorschriften im Allgemeinen und umfaßt die Art. 1 bis 3. Titel 2 enthält Bestimmungen über die Anlage der Orte und Ortsstraßen. Der erste Abschnitt deffelben beschäftigt sich mit den Straßen- und Bauflucht!,nlen, der zweite mit der Herstellung der Ortsstraßen. In Titel 3 sind die für die einzelnen Bauten maßgebenden polizeilichen Bestimmungen enthalten, und zwar enthält deffen erster Abschnitt allgemeine Bestimmungen Absaznitt 2 behandelt die Stellung, und Lage der Bauten und ihr Berhältniß zu den Diraßen und benachbarten Gebäuden und Grundstücken, während Ab« schnitt 3 von der Construcuoa der Bauten handelt. Der vierte Titel enthält Bestimmungen über die Zuständigkeit der Behörden und das Verfahren in Bausacben. Berlin, 13. Januar. Der „Reichs-Änz." meldet: Beide kaiserliche Majestäten wurden heute durch die Nachricht von dem Ableben Sr. König!. Hoheit des Prinzen Heinrich der Niederlande tief erschüttert. Der Hof legt eine vierzehntäge Trauer an. — Nach der „Morbb. Ailg. Ztg. sind bis zum Schluffe des Jahres 1878 insgesammt 189 sociaidemokratische Vereine. 58 periodische und 210 mchtperwdffche Druckschriften auf Grund des Socialtsten- gesctzes verboten worden. Die Zahl der gesammten, in Folge des Sociattsien- gesetzes bisher erfolgten Ausweisungen beträgt 82. — Die letzten Debatten über den Cultusetat werden wohl überall, wo es noch erforderlich war, die Ueberzeugung gegeben haben, daß das Ende deS ktrchenpolitischen Kampfes noch nicht bevorsteht. Es scheint richtig, daß man bet den früheren Verhandlungen über die Vorfrage, nämlich die von dm Bischöfen den Pfarrern zu ertheilende Eclaubntß, deren Ernennung anzuzeigen, wie solche in Orsterretch und andern Ländern unbeanstandet stattstndel, noch nicht hinausgelangt war. Auch diese Vorfrage war offenbar noch nicht erledigt und alle Nachrichten über den weiteren günstigen Verlauf der Unterhandlungen erweisen sich als optimistisch und irrthümlich. Rußland. Petersburg, 13. Januar. Der „Reichs-Anz." publtctrt einen in Folge Vorlage des Finanzministers vom 29. Decbr. alten Slyls erlassenen kaiserlichen Bffehl, wonach Mittel ausfindig gemacht werden sollen, um die Relchsausgaben zu verringern; zu diesem Zwecke wird eine besondere hohe Commission unter dem Vorsitze des Geh. Raths Abaza ntedergescht, welcher der Finanzminister, der Reichscontroleur und mehrere Mitglieder des Retchs- rathes angehören. Türkei. Konstantinopel, 13. Januar. Die über den Fluß Arda bet Adrta- nopel füyrenoe Eoenbahnbrücke ist unter einem Zuge znsammengebrochen, wobei mehrere Personen ums Leben gekommen sind. Die Herstellung der Verbindung mit Phtltppopel wird länger als einen Monat beanspruchen. Asten. Kabul. Kandahar, nächst Kabul die volkreichste und bedeutendste Stadt des afghanischen Reiches, ist widerstandslos von den Endländern besetzt worden. Damit sind dem ursprünglichen Programme zufolge die großen Operationen für diesen Winter abgeschlossen. Entschließen sich die Engländer nicht noch zu guter Letzt, schon jetzt ihre Waffen über das ursprünglich gesteckte Ziel hinauszutragen, so wird das Corps des Generals Browne in Jellalabav, dasjenige des Generals Roberts bei Kurumfort und dasjenige des Generals Stewart in Kandahar den mehr- monatlichen Winter verbringen. Kleinere Operationen, wie diejenige oes Generals Roberts in's Khostthal, oder auch solche zur vollständigen Niederwerfung der feindseligen Gebirgsstämme im Rücken der englischen Armee, sind natürlich durch diese Winterrast nicht ausgeschlossen. Die Engländer werden ohnehin früher oder später einmal mit Der Entwaffnung dieser Gebirgsvölker Ernst machen müssen, denn Hülfsgelder oder wie dergleichen Beftechungsarten lauten mögen, können doch nicht ewig gezahlt werden. Uebrigens ist jetzt von Den drei englischen Kolonnen diejenige des Generals Stewart, die am spätesten ausrückte, am weitesten auf afghanischem Gebiete vorgedrungen. Die gerade Entfernung von Quettah nach Kandahar betragt 205 Km. diejenige von Kohat bis zum Gipfel des Shulargardan 195 und diejenige von Peschawcr nach Jeüalabad nur 120 Km. Die, falls inzwischen nicht Friede gemacht wiro, im Frühjahr noch zurückzulegende Entfernung von Jellalabad nach Kabul beträgt ebenfalls 120 Km. Wie cs heißt, würde alsdann im Frühjahr noch eine vierte Colonne und zwar geradeswegs durch das Khostthal gegen Ghasni vorrücken Man will also den Fehler des lo'^n unglücklichen Afghanen- krttges vermeiden, als die Engländer das Land nur von zwei Seiten, von Quettah und von Peschawer aus, angegriffen und dadurch den Afghanen zur zweckmäßigen Vereinigung ihrer Streitkräfte Gelegenheit gaben. Damals marschirten die Engländer von Kandahar über Ghasni gegen Kabul auf jenem Wege, der seit Alexander's Zeiten die große Heerstraße aller Eroberer geblieben ist. Die Entfernung von Kandahar nach Ghasni beträgt 340, diejenige von Ghasni nach Kabul 130 Km. und man kann sich die Länge des Marsches vergegenwärtigen, wenn man etwa 20 Km. als einen tüchtigen Durchschnittsmarsch der englischen Armee in jenen Landstrichen ansieht. Ueber die Operationen des Generals Roberts wäre noch zu erwähnen, daß die Mangals ooer Mangols im Khostthal keineswegs mongolischen Stammes, sondern reine Afghanen, d h. Jranier mit einer fremdartigen Beimischung sind. Auf den weiten Hochplateaus des afghanischen Reiches nomavisiren zwar auch elngewanderte Turk- und Mongolenstämme, doch nur weiter westlich in den Salzsreppen der Hvzora, aus denen Die Quellflüsse des Hilmend und Heri-Rud entspringen. Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenr- Bureau. Wien, 14. Januar. Die „Poltt. Corrrsp." melbet aus Konstantinopel : Gestern hatte eine längere Conferenz zur Finaltstrung bes türkischrussischen Friedens statt, dessen Unterzeichnung mit Ende dieser Woche erwartet wird. — Der armenische Patriarch hat feine Demission gegeben. — Aus Bukarest wird der „Polit. Corresp." gemeldet: Umfassende polizeiliche Recherchen über das Verschwinden des italienischen Grenzregulirungs-Commtffars, Oberstlteutenants Gola, ergeben die Wahrscheinlichkeit, daß derselbe in der Donau ertrunken sei. Petersburg, 14. Januar. Laut Nachrichten, die dem Ministerium des Innern und dem Kriegsmuusterium zugegangen sind, betrug die Zahl der an der Seuche Erkrankten im Dorf Westlianka (Gouvernement Astrachan) bis zum 6. Januar 292; davon starben 246. Bern, 14. Januar. Gestern Abend 11 Uhr starb zu Lausanne Bun- desrichter Dr. Jakdb Dubs, ehemals Bundesrath und Präsident dieser Körperschaft. Berlin, 14. Januar. Das Abgeordnetenhaus nahm in dritter Lesung den Gesetzentwurf betr. die richterlichen Mitglieder der Grundsteuer Entschädigungs-Commission an, genehmigte die Staatsverträge mit verschiedenen Staaten über die Gerichtsgemetnschaft und verwies in erster Berathung den Gesetzentwurf über den Ankauf der Homburger Eiienbahn an die Budget-Eommission, desgleichen die Uebersicht über die Verwaltung der fiskalischen Bergwerke, Hütten und Salinen für 1877/78. Der Gesetzentwurf betr. die Reorganisation der sächsischen Domstifter wurde in dritter Lesung nach kurzer Debatte gemäß den Beschlüssen in zweiter Berathung angenommen. Hierauf wurde die zweite Berathung des Cultusetats fortgesetzt. ®erb'r plaidirt für Zulassung der Realschul-Abiturienten zum medicinischen Studium. Der Regierungscommissar Bonitz erklärt: Bei der Verzögerung der Vorlegung eines Unterrichtsgesetzes sei es allerdings mcht ausgeschlossen, daß eine teilweise gesetzliche Regelung des höheren Schulwesens unternommen werde. Die Frage wegen Zulassung der Realschul-Abiturienten zum medteinischen Studium werde sorgfältigst geprüft. Witte bringt zur Sprache, daß am Gymnasium zu Frankfurt a. M. eine Geschichte der katholischen Kirche in Gebrauch sei, deren Inhalt die protestantischen Schüler und Lehrer aufs Tiefste verletzen müsse. Miaisterialdireetor Stander verspricht Untersuchung event. Remedur. Benoer weist auf die Maßregelung eines Gymnasiallehrers in Königsberg in Pr., der sich an der fortschrittlichen Agitation betheiligt hatte, durch das Provinzial Schuleollegium hin. Cultusminister Dr. Falck erklärt, er habe keinerlei Wahlerlaß ergehen lassen und keinerlei Beschwerde über Wahlbeeinflußung sei ihm zugegangen. Von s- ,,d°W-s «wrW«"! HB gtadtijmtoi? jammlung v Matzten Spiritus zu die in der rvoh! gerecht Sukcouunisfl Lond lengrube bei man befühl Kalk Engländern Aug von Bayern v. Maffei z Kon heute Dior, Pai llung des Gieß zum lsinhom ösfintlichkn 8u beizuwohm. nstni Sänzm kühnstm Ewa t>cn weichen es tragen worden Präeision, dir Seilen dn Dc Gott von C. Hfiigstülke fini Me an KuMm/or F lnstung nicht al wirkenden, sond< Sionbauei jn Aännrrzr'Mq i MngvereiMj Indem w und Slngelobene dH des afigemei U dilvonügend Inn Licht nicht Wr Nnbe Nch von nun tot ®en;trteot' """Ißhinen i Mafien fit Ming tnh ? N’onen. ni tob Tehnns lli 3 Schwei», L tot» b!i Men feinte n, Lr!°rato Sato, Mo Srry Nra 1957 dem vorliegenden Falle höre er heute zum ersten Male. In einzelnen Fällen von Wahlbeein- flußung habe er Bericht etngefordert und geeigneten Falles Rectification eintreten lasten. Richter (Hagen) kommt nochmals auf Wahlbceinflußung Seitens der Schulbehörden, resp. einzelner Mitglieder derselben zurück, und fragt den Cultusminister, ob der Diensteid der Beamten, resp. Lehrer, zur Unterstützung der Politik des jeweiligen Ministers verpflichte. Der Minister verneint diese Frage und fügt hinzu, er sei indessen überzeugt, daß es Fälle gebe, wo ein Beamter durch feinen Diensteid verpflichtet sei, sich von einer gewtsten Wahlbewegung fern gu halten. Perger verbreitet sich über den ungünstigen Ausfall der Abiturienten-Prüfungen an -einzelnen Gymnasien Westphalens und deren Ursachen. Regterungs-Commistar Ständer erläutert die betreffenden Verhältnisse. Windtborst (Meppen) fordert größere Zucht in den Gymnasien vnd erhöhte Sorge für den Religionsunterricht, woran es die Cultusverwaltung fehlen laste. Reg.-Comm. Stander weist diesen Vorwurf zurück. Der Cultusminister erklärt, der Religions- unterricht auf katholischen Gvmnasien werde im Gegentheil gegen früher eifrig gepflegt. Rach der weiteren von Heereman, Sybel, Windthorst, Franz, Bachem und Windthorst (Bielefeld) geführten Debatte wird Titel I, Capitel 224 (Gymnasien und Realschulen betr.) angenommen. Fortsetzung morgen. Berlin, 14. Januar. Abends. Heute Miltag 12 Uhr fand im Finanzministerium unter dem Vorsitz des Generalsteuerdirectors Hasielbach die Eröffnung der Spiritus-Enquete-Commission statt. Nach Begrüßung der Versammlung durch den Vorsitzenden wurde zur Berathung des vom Reichskanzler vorgelegten Programms für die Enquete bezüglich der Steuerfreiheit des Spiritus zu gewerblichen Zwecken geschritten und einstimmig anerkannt, daß die in der letzten Zeit immer dringender heroorgetretenen Wünsche und Petitionen wohl gerechtfertigt seien. Zur Erörterung der weiteren Fragen wurde eine Subcommission für die technische Frage der Denaturirung gebildet. London, 14. Januar, Abends. In letzter Nacht fand in einer Kohlengrube bei Dinas im District Cardiff eine Explosion statt, durch welche, wie man befürchtet, 60 Personen getödtet wurden. Kalkutta, 14. Januar. Osficiell. Die Turis- Stämme boten den Engländern Unterstützung von 2000 bis 3000 Mann an. Augsburg, 14. Januar. Die „Allg. Ztg." meldet: Der König von Bayern ernannte den General-Major Fries und den Fabrikbesitzer Hugo v. Maffei zu lebenslänglichen Reichsräthen. Konstantinopel, 14. Januar. Der italienische Botschafter Corti ist heute Morgen hler eingetroffen. Paris, 15. Januar. Das „Journal officiel" veröffentlicht die Ernennung des Senators Challemel - Lacour zum G"sandten Frankreichs in Bern. Lokales. Gießen, 15. Januar. Am letzten Samstage vereinigten sich im Saale des Gasthauses Hum Einhorn etwa 60 Damen und Herren, um nach gemeinschaftlichem Abendesten dem ersten öffentlichen Auftreten des seit etwa einem Jahre bestehenden, dreifach besetzten Männer-Quartetts beizuwohnen. Bürgten auch die Namen der diesen Verein bildenden Herren, die alle zu den ersten Sängern der Stadt Gießen zählen, für einen genußreichen Abend, so wurden doch die kühnsten Erwartungen der Gäste weitaus übertroffen. Es wurden nämlich l2 Lieder gesungen, von welchen es schwer wäre zu sagen, welches am meisten gefallen, welches am besten vorgetragen worden wäre, so gelungen war die getroffene Auswahl der Piecen und so groß die Präeision, die Reinheit der Aussprache, vor allem das Verständniß der Compositionen von Seiten der Vortragenden, obwohl z. B. die Sturmbeschwörung von DÜrner, Forschen nach Gott von C. Kreutzer und insbesondere die herrliche Motette nach Psalm *4 von H. B. Klein Singstücke sind, an welche sich nur sehr geübte und geschulte Sänger wagen dürfen. Wie an jenem Abende ganz richtig von Herrn Dr. Baur und später von Herrn Musikbirector F e l ch n e r hervorgehobe» wurde, war der durchschlagende Erfolg dieser Gesanges- leistung nicht allein den schönen und sich ihrer Aufgabe völlig bewußten Stimmen der Mitwirkenden, sondern ganz besonders auch dem Dirigenten des Quartetts, Herrn Zahlmeister Kronbauer zu verdanken, der eben gezeigt hat, daß er mcht nur ein seltenes Verständniß für Männergesang besitzt, sondern auch das Dirigiren in einer Weise versteht, um welche ihn mancher Gesangvereinsletter aus Beruf beneiden dürfte. Indem wir noch erwähnen müssen, daß auch die Etnzelvorträge verschiedener Vereinsglieder und Eingeladener, sowie besonoers die von Fräulein Haubach und Küchler gesungenen Arien sich des allgemeinen Beifalls erfreuten, wünschen wir dem an Jahren jungen, aber an Leistungen so hervorragenden Vereine das beste Gedeihen und wollen nur hoffen, daß derselbe nunmehr sein Licht nicht mehr unter den Scheffel pellt und sich bei solchen Gelegenheiten stets seiner jetzigen Freunde und Gönner erinnert, die ganz feinem Wahlspruche huldigen: „In Fried' und in Streit Ein Lied ist gut Geleit." —z- --In der verflossenen Woche vom 5. bis 11. Januar, starben in Gießen im Ganzen 3 Personen, nämlich ein Kind im ersten Lebensjahr an Diarrhöe, eine Frau am Schlagfluß des Gehirns und ein auswärtiger Mann in der Klinik an Eitervergiftung. G. --Mit Einführung der neuen Gewerbeordnung ist auch die bisherige Be- ffimmung, daß Lehrherrcn, welcbcn ihre Lehrlinge entlaufen sind, ihre desfallsigen Klagen bei Großh. Bürgermeisterei vorzubringen habe«, in Wegfall gekommen; die Lehrherren haben sich von nun an in derartigen Fällen an die Polizeibehörde zu wenden. Der § 130 der Gewerbeordnung besagt hierüber: Verläßt der Lehrling in einem dürch dieses Gesetz nicht vorgesehenen Falle ohne Zustimmung des Lehrherrn die Lehre, so kann letzterer den Anspruch auf Rückkehr des Lehrlings nur geltend machen, wenn der Lehrvertrag schriftlich ge schlossen ist. Die Polizeibehörde kann in diesem Falle auf Antrag des Lehrherrn den Lehrling anhalten, so lange in der Lehre zu verbleiben, als durch gerichtliches Urtheil das Lehrverhältniß nicht für aufgelöst erklärt ist. Der Antrag ist nur zulässig, wenn er binnen einer Woche nach dem Austritte des Lehrlings gestelll ist. Im Falle der Weigerung kann die Polizeibehörde den Lehrling zwangsweise zurückführen lassen, oder durch Anwendung von Geldstrafe bis zu fünfzig Mark oder Haft bis zu fünf Tagen zur Rückkehr ihn anhalten. Gießen, 15. Januar. Der Schwurgerichtshof verurtheilte gestern den Georg Schutt III. von Dorheim, wegen Verleitung zum Meineid, zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahre. Vermischtes. ** Rodheim, 13. Januar. Der Forstwart Reh aus dem benachbarten Vetzberg vernimmt am letzten Freitag, auf einem Gang nach dem Walde begriffen, vor dem Dorfe plötz-. lich einen ganz erbärmlichen Hülferuf Ein Unglück ahnend, sieht er sich nach allen Setten um, kann aber weder den Menschen, von dem der Hülferuf ertönte, noch sonst etwas Auffallendes bemerken. Zuletzt kommt er auf den glücklichen Gedanken, sollte vielleicht bet dem nicht sehr weiten Brunnen ein Unglück geschehen sein? Schnell eilt er auf denselben los und findet das fünfzehnjährige einzige Töchterchen einer armen Wittwe des Dorfes bis an den Hals im Wasser, an einen vorstehenden Stein der Brunnenmauer in größter Todesangst sich festklammernd. Augenblicklich entschlossen, wirft der schon bejahrte Forstwart Gewehr und dergleichen weg, reicht dem beinahe erstarrten Mädchen seinen mit einem großen Griff versehenen Stock, arbeitet mit aller Kraft und mit eigener Lebensgefahr das zu Gott schreiende Kind heraus und bringt es seiner Mutter. Der hier in Rede stehende Brunnen ist offen und mit einem hölzernen Geländer umgeben. Die Wafferholenden nehmen einen Strang mit, befestigen den Eimer daran, schöpfen und ziehen an ihrem Stricke das Waffer heraus. Bei dem Heraufziehen war das Kind au: dem Eise, welches den Brunnen umgibt, ausgeglitten und heruntergestürzt. Nur durch die augenblickliche und entschloffene Hülfe ist das Unglück verhütet worden, denn vielleicht noch wenige Augenblicke und die erstarrten Gliever hätten den Dienst versagt. Der Brunnen ist, nebenbei bemerkt, 15—18 Meter tief. Dieser Vorfall dürfte vielleicht Anregung geben, daß Einrichtungen getroffen werden, durch welche die Beförderung des Waffers auf weniger gefährliche Weise geschieht. Darmstadt. Schon im November v. I. war eine kleine Vorversammlung zusammen getreten um sich mit der Frage zu beschäftigen, wie den Gesellen, Gehülfen, Lehrlingen, gewerblichen Arbeitern an Sonntagen und am Feierabend Räumlichkeiten zu beschaffen seien, um sich mit Lesen, Spiel (mit Ausnahme von Karten und um Geld) u. s. w. unterhalten zu können. Es ward ein Comits erwählt um Statuten, Hausordnung und Aufruf zu entwerfen und einer größeren Versammlung vorzulegen. Dies geschah am Mittwoch im Saalbau. Da jene Idee mittlerweile vom Volksbildungsverein aufgegriffen und insofern zur Ausführung gebracht war, als ihm die Stadt für Auflegen von Schriften und Aufstellen einer Bibliothek ein Lokal bewilligt hatte, ward zunächst die Frage erörtert, ob nicht hierdurch jener andere Plan gegenstandslos geworden sei. Man kam aber einstimmig zu dem Ergebniß, daß dies nicht der Fall. Insbesondere hob man hervor, daß eine Stadt wie Darmstadt bei der großen Zahl von Gesellen u. s. w. wie auch bei ihrer großen Ausdehnung sehr wohl zwei solcher Einrichtungen vertragen könne. Ueberdics aber gehe jenes Project weiter, als das des Dolksbildungsvereins. Es wolle nicht blos ein Lesezimmer schaffen, sondern ein gemüthliches Heim, wo der Arbeiter, der in keiner Familie steht und veranlaßt ist seine Feierabendstunde ausschließlich im Wirths- haus zuzubringen, im Winter eine warme Stube und Licht, überhaupt aber Gelegenheit zu anständiger Unterhaltung und Fortbildung findet. Es sollen neben Zeitschriften (auch illustrirten) unterhaltende und belehrende Werke, insbesondere auch Fachschriften und Mustervorlagen aufgelegt werden; die Leute sollen plaudern und (in den oben angegebenen Schranken) spielen können. Es wären Schreib- und Zeichenmaterialien zum Gebrauch aufzulegen und insbesondere Gelegenheit zum Briefschreiben zu geben. Auch sollen Stellen- und Arbeitsgesuche entgegen genommen und Auskunft darüber ertheilt werden. Das Unternehmen soll den Namen „Zum Feierabend" führen, — ein Name, der am besten den ganzen Plan bezeichnet. Um all das ins Leben zu führen, bildet sich ein Verein, deffen Statuten bereits festgesetzt sind. Die Aufforderung zum Beitritt wird in aller Kürze erfolgen. (D. T. A.) — Auch die Main-Weser-Bahn, deren Verwaltung freilich der hessischen Mitwirkung gänzlich entrückt ist, hatte pro November v. I. einen bedeutenden Rückgang ihrer Einnahmen, nämlich einen Minderertrag von 82,147 X zu verzeichnen. Aussicht auf nachhaltige Befferung ist leider nicht vorhanden. (N. H. V.) Mainz, 10. Januar. In einer Wirtschaft auf dem Kästrich batte vor einigen Tagen ein Gast beim Niedersetzen den auf einem Stuhl liegenden Hut eines anderen Gastes vollständig zerknittert. Da es zu einem gütlichen Vergleich zwischen den beiden Parteien bezüglich einer zu zahlenden Entschädigungssumme für den Hut nicht kam, suchte der Geschädigte sein Recht bei dem Friedensgericht geltend zu machen Die Angelegenheit kam in der letzten Sitzung des Friedensgerichts zur Verhandlung, doch wurde der Kläger vollständig abgewiesen und in die entstandenen Kosten verurtheilt. Das Gericht führte in seinem Erkenntniß aus, daß ein Stuhl nicht als der Aufbewahrungsort eines Hutes zu betrachten sei, und wenn sich Jemand unabsichtlich auf einen auf einem Stubl liegenden Hut setze, so habe auch der den Schaden zu tragen, der den Hut an diesen nichtgehörigen Ort hingelegt habe. Handel und Verkehr. Frankfurt, 13. Januar. (Fruchtbericht.) Die Umsätze am heutigen Getreidemarkte waren leider wiederum wenig belangreich. Vielleicht trägt das Schneewetter zu dieser Geschäftslosigkeit einen guten Theil bei, denn das Landfuhrwerk ist dadurch im Verkehr jedenfalls gestört. Im Allgemeinen ist ein festerer Grundton in der Tendenz nicht zu verkennen und auch nach Maßgabe der von auswärts gemeldeten Notirungen steht zu erwarten, daß die Stimmung endlich etwas freundlicher wird. Mehl Nr. 1 X 39, Nr. 2 X 35, Nr. 3 X 31, Nr. 4 X 27, Nr. 5 X 21. Roggenmehl % «Berliner Marke) X 22, do. II (Berliner Marke) x 19. Weizen, effektiv hiesiger ab Bahnhof hier x 19.—, ab unserer Umgegend X 18.25—18.50, do. fremder Je nach Qualität X 18—19, Roggen, je nach Qualität X 13—15 —, Gerste X 15—17.50, Hafer X 12.50-14, Kohlsamen 27—28, Erbsen X. 19—23, Wicken X 15—16, Linsen X 17—23. Rüböl, detail X 68. Stimmung fest. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht — 100 Kilo.) Aeilgtöotener. Schweine- und Kalbsblasen zu haben bei (313 Eonrad Hofmann, Metzger, Neuenweg. Schellfische Treffen heute ein. (328 Emil Mchbach. Niederlage S. Heyer'scher Sanitäts-Weine : ji. H Pueinte Reine per Flasche 90 Priorate secco n H 1 10 Priorato dulce II 1t 1 20 Garnacho II II 1 80 Sherry ff II 2 50 Malaga II 2 60 Madeira II 2 80 Oporto U 2 80 Vino Rancio 1/ 3 — 195) L. Frohnhäuser. Allgemeiner Anzeiger. Aecht itol Macaroni, Eiergcmüsenudeln in besten Qualitäten empfiehlt 324) Emil Fischbach« Rreppel täglich, empfiehlt (322 August Noll, im Stern. 314) Garantirtes Mittel gegen das Ausfallen der Haare ist das Kopfwasser von I>r. H-Iersoha in New-Nork. Echt zu beziehen bei _________V. Reuter, Friseur. Bettfedern und Daunen, Drell, Barchent» Federleinen, Lieferung vollständiger Betten tu streng reeller Ausführung empfiehlt die Möbelfabrik und Lager von Th. Brück, 126) Schlotzgasse B. 1. Süße rothe Valencia-Apfelsinen empfehlen (192 J. A. Busch Söhne. Weihe Vorhänge aller Art, Rouleaux Drell in den gangbarsten Dkssins Anfertigung jeder De- corationS-Arbeit in geschmack- vollster Ausführung bei Th. Brüche 127) Schlokaasse B. 1. Frictionsmasse zum Anstreichen von Feuerzeug- Ständern rc. für schwedische Hölzer empfiehlt (168 Gg. Wilh. Weidig. Schwed. Hölzer in vortheilhaften, großen Spahnschachteln zu billigen Preisen sind stets vorräthig. Frische Schellfische treffen jeden Tag wieder ein. (191 I. A Busch Söhne. Maizena empfiehlt (259 Emil Fischbach. Feinste Früchte-Marmelade aus der Fabrik der Herren Gebr. Stollwerk in Cölu empfiehlt billigst (167 G-g. Wilh. Weidig. Für Naucher! Eine hochfeine Sumatra-Cigarre, a. St. 5 Pfg., per Vio-Kistel X 4.70 empfiehlt 237) Carl Noloff, Brandgasse. OeffentlicheAufforderung 303) Forderungen an den verstorbenen Johannes Weigel IV. von Klein Linden sind innerhalb 14 Tagen anzumelden, wenn sie bet Ver- möge. sregulirung berücksichtigt werden sollen. Gießen, den 8. Januar 1879. Großh. Stadtgericht Gießen. Oppermann. G eb h arb t Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Donnerstag den 16. Januar 1879, Samstag „ 18. „ Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- timiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind- Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1878. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. Bekanntmachung. Samstag den 18. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll im untersten Schulsaale zu Klein- Linden die Anfertigung eines eisernen Iriedhosthores, und die Anstretcherarbeit hierzu, veranschlagt zu 124«/#., an den Mindest- fordernden versteigert werden. Klein-Linden, den 11. Januar 1879. Großh. Bürgermeisterei Klein - Linden. I. A.: 256) F. Broel. Mermiethungen. 317) Eine Parterre-Wohnung per sofort zu vermiethen. 21. Marcus, Reichensandbahnhofstr. 224. 19) Im Doflein'schen Hause sind zwei freundliche Wohnungen im mittleren und oberen Stock, bestehend aus je 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. Ohr. Vlx. 181) Eine Familienwohnung mit Grabland und Bleichplatz, auf der früheren H erbe rt'schen Bleiche, zu vermiethen. Näheres im Hause selbst. 198) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen. Hermann Völker. Weißbinder & Lackirer, ____________________Grünbergerstraße. 270) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen im __Gasthaus zum Löwen. 54) Die Mansardenwohnung in meinem f'ause, bestehend aus 4 Zimmern und Zu- ehör ist auf den 1. April event. auch früher zu vermiethen. Carl Stückrath. 279) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei Lehrer C. Rahn. Vermischte Anzeigen. 319) Lumpen, Werg, Flaschen und Zeitungspapier kauft LouiS Rothenberger, Neuenweg. Cither unterricht ^be®^tbt- 315) Zu erfragen: ^Stadt Caffel". K Laden in guter Lage der mittleren Stadt oder der Wallthorstraße per 1. April zu miethen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 221) Für einen mit tüchtigen Schulkenntnissen versehenen jungen Mann, Sohn achtbarer Eltern, wird eine Lehr- lingftelle in einer Colonialwaaren-Handlung oder einem ähnlichen Geschäfte gesucht. Näheres zu erfragen in der Exped. d. Bltts.__ 289) Ein tüchtiger Pferdeknecht sucht Stelle zum sofortigem Eintritt. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. Chocoladett Gruerin. Boutron freres in Faris empfiehlt unter Garantie der Reinheit die alleinige Niederlage für Gießen: 8) JEll. Lind, Kirchenplatz. Feinst geröst. Kaffee Nr. O (Privat-Mischung) per Pfd. 2.— 99 99 99 99 1 (Holländer „ ) „ „ „ 1.80 99 99 99 f 9 2 (Wiener ,/ 3 II „ II 1 60 empfiehlt in anerkannt besten Qualitäten 325)__________Emil Fischbach, Arabische Gummikugeln. Bekannte, von den meisten Aerzten empfohlene Brust-Bonbons in stets frischer Waare, per Schachtel 40 und 20 Pakete L 10 bei: Julius Wallach in Gießen. 320)_________________ BL Moog_________„ Büdingen. Dritter wissenschaftlicher Vortrag in. der Aula. Sonntag den 19. Januar, Abends 5 Uhr, 316) Herr Professor Dr. Laubenheimer: Ueber Perbrennungserscheinungen. j)flndcf8ocretn. 323) In der am 14. d. Monats stattgefundenen Generalversammlung wurden so bedeutende Frachtdifferenzen zum Nachtheile Gießens, im Vergleich zu anderen, — selbst kleineren Plätzen, — constatirt, daß es für den ganzen hiesigen Handelsstand von dem größten Jntereffe ist, die einzelnen Bezüge — im Vergleich zu anderen Plätzen — zu prüfen, und dem Vorstande von dem Ergebniß — in den ersten Tagen — Kenntniß zu geben, um Abhülse anzustreben. Der Vorstand* .)mi’fln =UiTrin 326) Zur Feier des Stiftungsfestes und zur Erinnerung an die Ereignisse im December und Januar der Jahre 1870/71: Samstag den !*♦ Januar, Abends sy2 Uhr: Banket im Leib'schen Saale. Entree frei; nur Vereinsmitglieder nebst ihren Familien und ortsfremden Gästen haben Zutritt._______________________Per Vorstand. Inserate aller Art, namentlich aber Hohverfleigerungen, finden in dem nicht allein im Kreise Wetzlar, sondern auch in den benachbarten Bezirken des Lahn- und Dillthals viel gelesenen, in einer Aufiage von nahezu 2000 Exemplaren erscheinenden Wetzlarer Anzeiger eine große Verbreitung. Wetzlar, den 10. Januar 1879. Pie Expedition. Liebig’s Hin der mehl übertrifft alle anderen an Erweißstoff (18,25 %) und ist das Verhältniß von diesem zu den Kohlehydraten genau wie 6ei der Muttermilch. Liebig s Malto - Legnminose. 280) Bester blutbildender Nahrungsstoff, enthält 21 % leicht lösliche Eiweißstoffe. Billiger, nahrhafter und leicht verdaulicher als Fleisch, ist es ein Kraftm.hl für Säuglinge, Scrophulöfe, Blutarme, Magenkranke, Reconvalescenten und Greife. Preis des PaquetS von 1 Pfd. = 80 per comptant. Wissenschaftliche Abhandlungen über Liebigs Malto-Leaumtnose find gratis zu Diensten. _________Das Allein-Depot von Dr, Hempel, Hirschapotheke. Ausverkauf. 309} Um mit meinen Waarenvorräthen möglichst zu räumen, setze ich dieselben einem Ausverkäufe aus. Ich gebe auf ganz moderne Damen - Kleiderstoffe, sowie meine sonstigen couranten Artikel, einen Rabatt von zehn Procent und erlaffe kleine und größere Stoffreste, darunter sehr feine Sachen, bedeutend unter dem Einkaufspreise. Muster werden während des Ausverkaufs nicht abgegeben. «J. €7i. RcltCV. Im großen Saale des Venfel's Garten. Donnerstag den 16. Januar 1879 Experimental - Vortrag überi Edison’s sprechenden Phonograph. Auf vielseitiges Verlangen habe ich mich veranlaßt gefunden, heute (Donnerstag) einen zweiten u. letzten EXperimental-Iortrag über den Phonograph zu halten. Der Phonograph wird heute neben Gesprochenem, Gesungenem, nachgeahmten Thierstimmen, Trom- peten-Duett, Posaunen-Solo u. s. w., eine in Cafsel gepfiffene Melodie reproduziren. Billete im Vorverkauf zu *75 Pfg. in der Ferber'schen Buchhandlung. Entree 1W. Anfang Uhr. - Ende gegen 9 Uhr. 318) Armin Tenner. Rferde zum Schlachten, sowie todtes und unheilbares Vieh kauft zu verhältnißmäßig hohen Preisen. (217 Rudolph Müller, Wolssmühle bei Station Braunfels. sw Aiiiiooce. -W2 272) Zu miethen oder zu kaufen gesucht eine kleinere Logirwirthschaft bei mäßiger Anzahlung; auch wäre mittelgroßes Haus eriDÜn ^t. Näheres in der Exped. d. Bl._________ 296) Für ein junges Mädchen aus guter Familie, Waise, wird Stellung gesucht zur Stütze der Hausfrau. Offerten an den Vormund Dr. Hufnagel, Bieber bei Gelnhausen.__ 304) Einen guten Arbeiter sucht Max Simon, Schuhmacher, im Schwanen. 9 .3 w D «2 5 CnM s S a £ " ~ 2 u -2 — 3 S V — E _g.V M 5 1» S- C 'e E E