IT ^chen wii von ein; Wanzen w «fcekn zu schen Wirten ®db 1 251 August ac ____(5345 '«mobilen rkaust. M, ®atlnlil[ h10, (53® heiiu^ Lettin mmisfion. r aus -er erdkn gebeten, Mühuliefm i Behuf bn logS vorgf! Ducken. )te. Giessen ; 1879. le Damench s i oom Steil en an Frau Si'mtt, eftr. 163. JCCQDOCODO innhardtc ischel ■ &SS «4 tr Ä »So® AZ.p^ s,w Äfee. ert dte W’ s Cowpto'l garrenfabnk a gebucht. ind h-bst- oqdodooocd: t Zunge aß M die Sjpeb. d. T lÜfabtT a und AusnuhB Ausland, welch« ,eilhabei Mille Mark bfr M befördern unlr Freitag den 15. August -rr. 188. 1879 Hichener "Anzeiger AWgc- nnb Amtsdli.it für hra Kreis Gießen. tXT."mwi'»- *i ■ maWl—na RtKction^Mtrtatl: GxpedittonKbureau r M'tLM > Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringer lohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. politisch er Hheit. Die Wirksamkeit des neuen Zolltarifs.I Nachdem einmal unsere verschämte Freihandelspolttik der nicht mehr verschämten Schutzzollpolitik hat weichen müssen, ist es nutzlos, noch für das gefallene System theoretische Schutzreden zu halten. Mag die Majorität für das Tartfgesetz auch durch eine noch so unnatürliche Coalttion von Männern und Parteien, die sich bis dahin spinnefeind einander gegenüberstanden, gewonnen sein — genug, sie ist da, der neue Tarif ist Gesetz und kann jetzt zeigen, was er für die Wohlfahrt des deutschen Volkes zu leisten vermag. Daß die Hoffnung auf diese Leistungen bet dem außerordentlich großen Theil der Bevölkerung, welcher, wie das ganze Heer von activen und pensio- ntrten Beamten und Officteren, wie die große Zahl von kleinen Capitalisten, der drohenden oder schon eingetretenen Vertheuerung aller Lebensbedürfniffe keine Möglichkeit einer Erhöhung der Einnahmen gegenüber zu stellen haben, tief unter Null steht, bedarf nicht der Erwähnung. Ebenso ist es selbstverständlich, daß diejenigen Industriellen, denen durch die enorme Vertheuerung der Halbfabrikate das Geschäft ruintrt, wenigstens jede Aussicht auf Fortdauer der gewtnnretchen Concurrenz auf dem Weltmarkt abgeschnitten ist, statt mit Hoffnungen auf die Hebung der Volkswohlfahrt der Wirksamkeit des neuen Tarifs entgegen zu sehen, vielmehr diejenigen, welche bet dem Gesetze Pathen gestanden haben, als dte Todtengräber ihres Wohlstandes betrachten. Aber auch bei denjenigen Interessenten — Producenten und Fabrikanten — zu deren Nutzen recht eigentlich der ganze Frontwechsel in der Zollpolitik stattgkfunden zu haben scheint, sind schon jetzt dte hochfliegenden Hoffnungen sehr kühlen Erwägungen und Berechnungen gewichen. Was hilft uns der Kornzoll, sagte mir neulich ein großer Grundbesitzer, wenn ich Alles, was ich selber und meine Familie brauchen, direct, und Alles, was meine zahlreichen Arbeiter zum Leben nöthig haben, tndtrect — in Gestalt höherer Löhne — viel theuerer als bisher bezahlen muß? Im besten Falle, d. h. wenn die Ernte in Frankreich und England ungünstig ausfällt, so daß dort großer Bedarf ist, werden allerdings dte Massen ungarischen und russischen Getreides, dte bis jetzt unfern Markt überflutheten, dorthin abfließen, wo sie ohne oder gegen geringern Zoll Zutritt finden. Alsdann werden die höheren Preise, dte ich und andere größere Producenten tn Folge der geringeren Concurrenz erzielen können, die Vertheuerung alles andern, was zum Leben nothwendtg ist, ausgleichen, vielleicht ein kleines Plus gewähren. Dte kleinen Producenten, dte nur wenig mehr Getreide erzeugen, als sie für Haus und Hof gebrauchen, werden sehr zufrieden sein müffen, wenn das Mehr an Einnahmen das Mehr an Ausgaben für den übrigen Lebensunterhalt, für Werkzeuge und Arbeitslöhne erreicht. Wie aber, wenn Frankreich und England gute Ernten haben? Wird dann das Getreide der östlichen Länder durch den Zoll von 50 Pfg. pro Centner von unfern Grenzen abgehalten werden? Mit Nichten. Der russische Producent wird den Zoll tragen, dte Concurrenz wird uns niedrigere Preise aufnöthigen und wir haben nur den Nachtheil der größeren Herstellungskosten und höherer Ausgaben für unseren eigenen Lebensunterhalt. Ja, wenn nur die landwirtschaftlichen Producte mit Zoll belegt worden wären, nicht aber Eisen, WollH Leder, kurz Alles, was wir und unsere Arbeiter zur Arbeit und zum Leben brauchen, dann hätte der Kornzoll Werth für uns. In Verbindung mit allen andern Zöllen hilft er uns nicht nur nicht, sondern schadet uns noch. In wunderbarer Uebereinstimmung mit diesen Auseinandersetzungen sprach sich ein größerer Eisentndustrteller mir gegenüber aus. Der Eisenzoll sei freilich unbedingt nöthig gewesen, wenn die ganze Industrie nicht zu Grunde gehen solle — wenn aber das ganze Leben durch Zölle auf alle Gegenstände erheblich theurer, mithin der Arbeitslohn nothwendtg viel höher werde, so sei auch der Nutzen, welchen der Schutzzoll der Eisenindustrie gewähre, höchst problematisch. Aehnliche Stoßseufzer würde eine Vernehmung der meisten Interessenten ergeben. Jeder wollte den Schutz zunächst nur für sein Fabrikat und dte Finanzzölle gar nicht. Da aber eins ohne das andere nicht zu haben war, so bequemte man sich zu Beschlüssen, dte man selbst nicht billigte. Wir können das Schauspiel, welches sich bei der Berathung des Zolltarifs im Reichstage abspielte, nicht drastischer schildern, als mit den Worten des Gemäßigtsten unter den gemäßigten Liberalen. „Das persönliche Interesse", sagt v. Trettschke im neuesten Heft der preußischen Jahrbücher, „trat mit erstaunlicher Unbefangenheit auf, gebärdete sich als patriotische Realpolitik, zieh Jeden, der noch an das gemeine Wohl zu erinnern wagte, des Doctrinartsmus. Dte verschiedenen Jntereffenten-Gruppen schaarten sich zu unnatürlichen Coaltttonen zusammen; Dutzende von Interessenten stimmten für Zollsätze, welche sie im Stillen mißbilligten, lediglich um ihr eigenes Schäfchen tn's Trockne zu bringen, um sich Bundesgenossen für die Begünstigung ihres eigenen Erwerbszwetges zu sichern." Ein Werk, welches auf diese Weise zu Stande gekommen ist, bietet in den Augen derer, welchen über der Realpolitik der Idealismus, der Abscheu gegen dte nackte Selbstsucht, nicht ganz abhanden gekommen, geringe Bürgschaft für eine segensreiche Wirksamkeit. Wir werden es nicht aus „Doctrinartsmus" Mampfen, wohl aber seine Folgen sorgfältig beobachten. Gereicht es wider Erwarten zum Wohl des Ganzen, so soll uns das ein neuer Beweis sein, daß eine höhere Macht auch das Schlimme zum Guten zu wenden weiß. Deutschland. Berlin, 12. August. Die „Voß'sche Ztg." schreibt: „Nach uns zukommenden Mittheilungen ist das Gerücht, es sei eine neue Revision des Strafgesetzbuchs im Werke, keineswegs nur als ein Niederschlag der abfälligen Urthetle zu betrachten, welche der Reichskanzler und dte offictöse Presse wiederholt über die allzu große Milde der neuen Strafgesetzgebung gefällt haben. Thatsächlich ist bereits vor mehreren Jahren, als der Gedanke, eine Novelle zum Strafgesetzbuche vorzulegen, zuerst tn Anregung gebracht wurde, von mehreren Bundesstaaten der Wunsch nach einer allgemeinen Revision des Strafgesetzbuches ausgesprochen worden. Diesen Wunsch haben auch jetzt noch bie* selben Regierungen, darunter die preußische, und der Reichskanzler ganz gewiß. Die preußische Regierung soll jetzt eine Revision des Strafgesetzbuches für um so nothwendtger erachten, als nach einer im Justizministerium aufgestellten Uebersicht sich in neuerer Zeit dte Verbrechen und Vergehen wider die öffentliche Ordnung, dte Münzverbrechen, dte Verbrechen, welche sich auf dte Religion beziehen, die Verbrechen und Vergehen wider die Sittlichkeit und das Etgen- thum, dte Körperverletzungen rc. vermehrt haben. Dte Reaction wird auch auf dem Gebiete des Staatsrechts ihre Wünsche durchzusetzen wissen, wenn es auch wohl nicht bis zur Wiedereinführung der Prügelstrafe kommen wird, durch welche die ,,N.' A. Ztg." die Körperverletzungen und Verbrechen gegen die Sittlichkeit bestrafen will. — Dte „Kreuz-Ztg." erklärt, daß nach ihrer Kenntntß der betr. Angelegenheit die Mttthetlung von der bevorstehenden Ernennung des bekannten christlich-socialen Agitators, Dompredigers Stöcker, zum General-Superintendenten für Ost- und Westpreußen „auf Jrrthum beruht und nicht den geringsten positiven Anhalt für sich hat." Damit werden dte vielfachen an diese Ernennung geknüpften Auslassungen hinfällig. Berlin, 11. August. Die „Norddeutsche" schreibt: Dte gegenwärtige französische Regierung hat einen neuen Beweis ihrer in allen auswärtigen Fragen so maßvollen Haltung gegeben, indem sie den Generalsecretär des Ardennen-Departements, welcher auf dem Schützenfeste in Charleville der Möglichkeit eines Revanchekrteges gedacht hatte, zur Disposition gestellt und diese Maßregel unverzüglich durch das „Journal offictel" bekannt gegeben hat. Es liegt tn diesem Schritte zugleich eine ernste Erinnerung daran, daß eine weise Regierung die Regelung ihrer Beziehungen zu den Nachbarn nicht von öffentlichen Kundgebungen des Publikums abhängig machen darf, sondern diese Fäden fest und entschlossen selbst in der Hand behalten muß. Noch weniger freilich kann sie es dulden, wenn höhere Beamte, obenetn tn den Grenzprootnzen, die öffentliche Meinung in einer Richtung beeinflussen, welche weder den Absichten der Regierung, noch den Interessen des Landes enisprtcht. Kesterrerch. Wien, 12. August, Nachm. Meldungen der „Polit. Corresp." Aus Konstantinopel, 12. d. Es heißt, Savfet Pascha beabsichtige demnächst vom Ministerium des Auswärtigen zurückzutreten. Seine Vorschläge über die Grundlagen zu den Verhandlungen mit den griechischen Bevollmächtigten erhielten nicht dte Zustimmung des Sultans, wodurch die Erledigung der griechischen Frage neuerlich in dte Ferne gerückt scheint. Wie verlautet, suchte in Folge dieses Stankes der Dinge der zweite griechische Bevollmächtigte, Brailas, bei seiner Regierung um die Ermächtigung nach, Konstantinopel wieder zu verlassen. — Nach Meldungen aus Salontcht sollen daselbst tn Folge rückständigen Soldes gegen 2000 türkische Soldaten fahnenflüchtig geworden sein. — Aus Serajewo. Der Gesammtschaden an Aerargut bei dem Brande wird nach den bisherigen Erhebungen auf ca. 100,000 fl. geschätzt. Irankreich. Paris, 12. August. Dte Regierung beschloß, dte Präfekten und übrigen Beamten, welche bet offictellen Festlichkeiten Reden zu halten berufen sind, zu veranlassen, daß sie vorher ihre Reden dem betr. Minister vorlegen, um sie an maßlosen Auslassungen tn der Weise Lambert's zu verhindern. England. London, 12. August. Das Unterhaus nahm in der Spectaldebatte die Bankbtll an, welche gestattet, Banken mit unlimitirter Haftpflicht umzuwandeln und das nominelle Grundcapital durch Erhöhung des nominellen Actienwerthes zu erhöhen. Das so vermehrte Capital ist aber unverthetlbar, ausgenommen wenn die Gesellschaft liqutdtrt, und bildet daher die Reserve. — Der Congreß der Association für Reform und Codtficirung des Völkerrechts ist gestern tn der Gutldhall mit einer Rede des Präsidenten Phtllimore eröffnet worden. Telegraphische Depeschen. I Wagner'- telegr. G-rrespsuVerrr« Bur«m. Salzburg, 13. August. Heute Vormittag 9 Uhr ist der deutsche Kaiser von hier über Altnang und Ried nach Eger abgeretst, woselbst Nachtquartier genommen wird. Am Bahnhof waren anwesend: Statthalter Graf Thun, Landeshauptmann v. Lamberg und General Graf Grünne, von denen sich der Kaiser auf's Freundlichste verabichtedete. Augsburg, 13. August. Die deutsche Kaiserin ist, von Mainau kommend, gestern Abend hier eingetroffen und im Hotel „Zu den drei Mohren" abgestiegen. Die Kaiserin wird heute Nachmittag in München erwartet. Berlin, 13. August. Der „Reichs-Anzeiger" schreibt: Die Zeitungs- Nachricht von der angeblichen Fußoerstauchung des Kronprinzen ist unrichtig; der Kronprinz hat nur eine wunde Stelle am Fuß, welche das Gehen erschwert. München, 13. August. Die Görres-Gesellschaft ist gestern zu ihrer Generalversammlung zusammengetreten. Nach einem in der Basilika abgehaltenen Hochamt fand unter dem Vorsitz des Baron Hertling die erste Hauptversammlung statt, in welcher der Antrag des Profeffors Stmar (Bonn), dem Cardinal Hergenröther als Mitbegründer der Görres-Gesellschaft das Protec- torat über dieselbe anzutragen, angenommen wurde. — Der König von Sachsen hat gestern den Nuntius Masella empfangen. Wien, 13. August. Meldung der „Polit. Corresp." aus Konstanti' nopel. Savfet Pascha soll es gelungen sein, den Sultan zur Ernennung der Delegirten für die Verhandlungen mit Griechenland zu bewegen; der Vollziehung des betr. Jrade sei demnächst entgegen zu sehen. — Khaltl Bey ist zum Gesandten in Cetttnje ernannt. Rom, 13. August, Abends. Nachdem durch den neuen deutschen Zoll« tartf insbesondere die Einfuhrzölle auf Erzeugntffe des Ackerbaues, welche einen Hauptarttkel des italienischen Exportes bilden, erhöht worden sind, hat die Regierung, da der italienisch-deutsche Handelsvertrag Ende des Jahres abläuft, Unterhandlungen mit Deutschland behufs event. Erlangung von Concessionen eingeleitet. Meldungen hiesiger Blätter zufolge haben die Aerzte dem Papst ange- rathen, den Rest des Sommers in Perugia zuzubrtngen. Der Papst habe diesbezüglich die Ansicht der Cardinals-Congregation zu hören verlangt; man glaube, dieselbe werde ein negatives Gutachten abgeben. Eger, 13. August, Abends. Der deutsche Kaiser ist wohlbehalten hier etngetroffen und hat im „Hotel Welzl" Nachtquartier genommen. lieber Mineralgerbung *}♦ Die in neuerer Zeit lebhaft betriebene Propaganda einiger Theoretiker behufs Einführung der Mineralgerbung, auf Grund der pecuniären Vortheile derselben für Ledersabrikanten und Consumenten, hat schon des öfteren Fachmännern Veranlasfung gegeben, durch das Organ des Central-Verbandes der Deutschen Leder-Industriellen (der „Deutschen Gerber-Zeitung") ihre Meinung darüber in bündiger Kürze auszusprechen. Sowohl diese technisch motivirten Kundgebungen, als auch die von Seiten der Vertteter der Lohgerberei im Allgemeinen ersichtlich gewesene Fernhaltung von dieser angeblich „neuen Gerbmethode?" haben den Unmuth jener Theoretiker gegen die Männer der Praxis dermaßen gesteigert, daß erstere nunmehr auch in politischen Zeitungen und Localblättern (a. B. der „D. A. Z.", „Dresdener Anz." u. a. m.) für ihr Gerbeverfahren auftreten und dem nicht fachmännisch informirte» Publikum gegenüber die Vertreter der Lohgerberei des Mangels an Unternehmungsgeist und Rührigkeit beschuldigen. Aus letzterem Grunde hält man es für angezeigt, auf die Ungereimtheit solcher Äußerungen und die unlogische Art und Weise der Verfolgung derartiger Jnteressen- politik aufmerksam zu machen. Wir sind weit davon entfernt, den Theoretikern den angeblichen Werth „ihrer Erfindung?" streitig zu machen, behaupten jedoch, daß selbst die durch bisher sorgfältig anaestellte Probeversuche erlangten Producte, soweit selbige uns vorgelegen, das Gepräge des Primitiven zeigen und überdies der Nachweis fehlt, ob durch diese Gerbermethode die sehr verschiedenartigen, den mannigfaltigen Zwecken der Lederindustrie entsprechenden Fabrikate hcrzustellen sind. Es bedars daher keines weiteren Commentars, um die von Seiten der Praktiker in dieser Sache nothwendige Reserve vollständig zu rechtfertigen. Jene Herren Theoretiker mögen wohl bedenken, daß bei keinem Industriezweige die Theorie mehr zu sündigen vermag, als bei der Leder-Fabrikation. Die Beweise dafür sind durch viele in Folge theoretischer Versuche entstandene, aber baldigst untergegangene Schnellgerbereien und die dabei verlorenen Capitalien hinreichend erbracht. . Um Mißverständnissen vorzubeugen, wird jedoch hiermit ausdrücklich betont, daß auch der Wissenschaft ein rühmlicher Anthcil des Fortschritts auf dem Gebiete der Lederfabrikation gebührt, vorausgesetzt, daß dieselbe an der Hand der Erfahrung intelligenter Praktiker ihre Thätigkeit entfaltet. Die namentlich in neuerer Zeit beim vegetabilischen Gerbeverfahren mit Hilfe der Chemie erlangten Vortheile haben die Vervollkommnung der Fabrikate dec Lohgerberei derart gefördert, daß man wohl berechtigt ist, diese ganz vorzüglichen Leistungen bei allen Specialitäten anzuerkennen; und wenn außerdem die Wissenschaft sich die Aufgabe stellte, unter Beibehaltung des jetzigen bewährten Gerbesystems der Lohgerberei, dennoch eine schnellere und intensivere Wirksamkeit des Gerbeprocesses zu erreichen, ohne die Qualität des Fabrikats zu beeinträchtigen, was nach der Meinung des Unterzeichneten nicht in dem Bereich des Unmöglichen liegt — so würden auch gewiß manche Lohgerbereibesitzer ihre praktische Mitwirkung den Theoretikern nicht versagen. Jndeß, ein altbewährtes, der modernen Gerberei-Technik längst erschlossenes Gerbeversahren entweder über Bord zu werfen, oder aus Rücksicht auf die vorgefaßte Meinung einiger Theoretiker, sich zeitweilig auf das abschüssige Terrain des kostspieligen und von zweifelhaftem Erfolge begleiteten Experimentirens der Mineralgerbung zu begeben, würde eben so viel bedeuten, als auf unhaltbarer Grundlage eine neue solide Existenz schaffen zu wollen. Die Grundbedingung der weiteren Vervollkommnung des Lohgerbereibetriebs beruht aber nicht allein aus der Mithilfe der Chemie, sondern hauptsächlich auch aus der Erlangung ausreichenden guten Gerbmaterials und der deßhalb unentbehrlichen Unterstützung durch die Forstwirthschast. Der Hinweis jener Theoretiker, daß das quantitative Verhältniß der in Deutschland zu erziehenden Eichenrinden mit dem zunehmenden Lederconsum nicht gleichen Schritt zu halten im Stande sei und dadurch schon an und für sich der Mineralgerbung die Zukunft gehöre, wird aber total hinfällig, nachdem Seitens mehrerer Capacitäten ersten Ranges auf dem Gebiete der Forstwirthschast — vornehmlich durch weiland Herrn Oberforstmeister Bernhardt, bis vor Kurzem Professor an der Forst-Akademie zu Eberswalde, seit Anfang dieses Jahres Director an der Forst-Akademie zu Münden (auch durch seine Thätigkeit als Landtags-Abgeordneter und als Regierungs-Commifsar im Deutschen Reichstage für den Artikel Holz der Tarifoorlage rühmlichst bekannt), sowie durch Herrn Oberforstmeister D ankelm a nn, Regierungs - Commissar im Deutschen Reichstage für die Artikel Holzborke und Gerberlohe der Tarifoorlage — unter anderen evident nachgewiesen: „Daß :n den deutschen Wäldern Raum und Gelegenheit genug vorhanden und auch die Temperaturverhältnisse es gestatten, theils durch Verbesserung des Bcttiebes der bestehenden Schälwaldungen den zur Erhaltung und •) Als Erwiderung auf eine vor Kurzem in unserem Blatte gebrachte Notiz in obigem Betreff geht uns von einem Freunde unseres Blattes vorstehender Artikel eines Fachmannes, welcher solchen in der „Deutschen Gerber-Zeitung" veröffentlichte, zur Publikation zu, welchem wir hiermit gerne entsprechen. D. Red. technischen Fortbildung der deutschen Lohgerberei erforderlichen gesammten Rindenbedarf zu decken, und demnach nicht geläugnct werden kann, daß die mehr als 13 Millionen Mk., welche jetzt jährlich für Spiegelrinde in das Ausland gehen, ein volkswirthschaftlicher Fehler ist, weil wir diese uns fehlende Eichenrinde in Deutschland selbst mit einem Gewinn an Waldbodenreinrente erziehen könnten." „In Erwägung alles dieses handle es sich hier um eine Landeskultursraae von höchster Bedeutung, deren Lösung durch Förderung der Eichenschälwald- Cultur zu bewerkstelligen und sowohl im Interesse der Forstwirthschast und der deutschen Lederindustrie als auch im Interesse der Gesammtheit gefordert werden muß." — Der mächtige Eindruck, den diese Sprache aus solchem Munde in hohen Regierungskreisen hervorgerufen, wird in seiner weiteren intensiven Wirkung auf dem Gebiete der Forstwirthschast und in anderen wirthschaftlichen Kreisen nicht verfehlen, so manches Vorurtheil gegen die Anlagen von Eichenschälwaldungen zu beseitigen und dahin führen, das auszugleichen, was seit Jahrzehnten durch Vernachlässigung der Eichenschälwaldwirthschaft dem Deutschen Reiche verloren gegangen, so daß sowohl hierdurch, als auch durch den nunmehr erlangten Schutz der nationalen Arbeit, für die deutsche Lohgerberei eine neue Aera anbrechen und deren Existenz für die Zukunft sichergestellt fein wird. Eine weitere Beleuchtung, sowie eine speciellere technische Erörterung des gegenseitigen Werthverhältnisses der beiden Gerbmethoden, ist nach erfolgter objektiver Behandlung der aufgestellten Frage zur Zeit ausgeschlossen. Der freien Entschließung jedes intelligenten Fachgenossen ist hierdurch in keinerlei Hinsicht vorgegriffen Die auf dem Felde der Erfahrung gewonnenen Früchte, hier als Thatsachen bezeichnet, bürgen für den Werth der Procedur mit vegetabilischen Gerbstoffen; ein Urtheil über den Werth des gegenteiligen Verfahrens, mit mineralischen Gerbstoffen, kann auf den auf kurze Spanne Zeit bemessenen, nur einseitig angestellten Versuchen nicht als maßgebend betrachtet werden. Es bleibt daher abzuwartcn, ob die Mineralgerbung weiter cultivirt und deren Erzeugnisse dann nachhaltig marktgängig werden. Bis dahin kann aber von einem endgültigen Urtheil über Letztere nicht die Rede sein. Adolph Schöniger. Lokales. Gieße», 14. August. Ihre Majestät die Kaiserin Augusta trifft heute Abend mit dem Schnellzug 836 auf hiesigem Bahnhof em und fährt 812 nach Cassel weiter. — Herr Oberst v. Blomberg, seither Bataillons-Commandeur im 115 Jnf- Regiment zu Darmstadt, ist mm Regimentskommandeur des hiesigen 116 Regiments ernannt. Derselbe traf gestern Nachmittag hier ein und fand heute Morgen bereits die Vorstellung des Regiments statt. — Ein Handwerksbursche, welcher schon 14 Tage lang auf fremden Namen in der Stadt herumschwindelte, wurde gestern beigesteckt. — Einem originellen Musikanten mußte gestern das Handwerk gelegt werden. Derselbe hatte sich den einen Arm am Körper beigebunden, so daß er als Einarmiger in der Stadt herumzog. Ferner hatte er einen Kasten umhängen, worin früher einmal ein Musikwerk gewesen fein mochte, das jetzt jedoch nur mit einem Glasdeckel versehen war, worunter ein gedrucktes Lied lag, betitelt: 45 Lieder in 5 Minuten zu fingen- Daß er länger als 5 Minuten in der Sandgasse verweilen muß, wegen dieser groben Schwindelei, bedarf wohl nicht des Näheren. Gießen, 14. Aug. (Schwurgerichtsverhandlungen vom 13. August.) In der Bormittagssitzung erhielt Theodor Scherf von Kirtorf wegen Diebstahls 2 Jahre 6 Monate 1 Woche Zuchthaus, abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. — In der Nackmittagssitzung wurde Konrad Nau von Merlau wegen Körperverletzung zu drei Jahren Gefängniß verurtheilt. — Die Retchsbank hat den Disconto auf 4 %, den Lombardzinsfuß auf 5»/0 erhöht. Gießen, 14. August. In diesen Blättern ist schon früher Mißständen gedacht worden, die von den einschlägigen Behörden übersehen zu werven scheinen und dürfte deßhalb wohl eine öffentliche Anregung wiederholt am Platze sein. An dem Turnplatz hinter der Kaserne befindet sich bekanntlich der Schoorgraben. — An diesem Graben werden von Seiten des Militärs alle mögliche Handlungen zum Zweck der Reinigung von Gegenständen und Personen vorgenommen und zwar oft in ungehöriger Weise. Geschehen Arbeiten dieser Art an Wochen-Tagen oder Abenden in geziemender Weise, so sind solche nur zu billigen. — Unstatthaft sind sie dagegen, wenn, wie Einsender dieses zu sehen wiederholt in der Lage war, dies an Sonntagen (Vor- und Nachmittags) stattfindet oder wenn bet den persönlichen' Waschungen nur ein Paar defeete Hosen (vulgo Badehosen) die Blöße decken. BeideS ist gesetzlich bei Strafe verboten und muß das Unterbleiben um so wünschens- werther erscheinen, als die fragliche Stelle an einer öffentlichen Anlage sich befindet, die fortwährend von Publikum jeden Alters und Geschlechtes passirt wird. Ein weiterer Mißstand ist, daß an dem oberen Theil des Platzes, wo derselbe am meisten benutzt wird, eine Treppe nicht vorhanden ist (eine am unteren Thetle befindliche Treppe ist zerfallen und unbrauchbar). In Folge deflen ;ist die Böschung arg zugerichtet und gewahrt einen häßlichen Anblick. Die Militärverwaltung hat längs des seither von dem jeweiligen Stallmeister benutzten Gartens eine Floßrinne angelegt, welche aus dem Hofe der Kaserne nach dem Schoorgraben eine große Menge Unratb re. führt. — Auf der Böschung ist eine förmliche Miststätte entstanden, auf der sich die Ratten tummeln und der Graben zeigt bei dem gegenwärtigen niedrigen Wasserstand auf eine längere Strecke abgesetzten übelriechenden Schlamm, was bei jetziger hoher Temperatur sehr empfindlich ist. Ein abgebrochener Baumstamm liegt schon seit Monaten quer über dem Graben und muß wohl als Brücke dienen. Es ist vielleicht von Seiten der Militär-Verwaltung ein einfaches Uebersehen, daß nicht schon früher Abhülfe geschafft worden ist und bedarf es wohl nur dieser Anregung, um solche zu schaffen. Vermischtes. — (So sind sie überall.) In einer amerikanischen Stadt versammelte sich jüngst eine Anzahl Damen in der ausgesprochenen Absicht, einen Verein zur Herbeiführung der Frauen- Emanzipation zu eonstituiren. Nachdem die Damen sich 1 — 2 Stunden begrüßt hatten, sollte zur Eröffnung der Versammlung geschritten werden. Man _ war übereingekommen, vorläufig eine Alterspräsidentin und zwei Jugendschriftführerinnen zu wählen. Als nun die Aufforderung erging, die älteste der Damm möge sich erbeben, blieben sämmtliche sitzen. AlS dagegen die Aufforderung erging, es sollten sich die zwei jüngsten der Damen melden, stanven beinahe sämmtliche Anwesende auf. Der Verein konnte nicht gebildet werden und die Damen gingen unverrichteter Dinge auseinander, weil man sich über diese Vorfrage nicht einigen konnte. Worms, 11. August. Der X. Hessische Feuerwehrtag, welcher am Samstag und Sonntag in unserer Stadt abgehalten wurde, bar, begünstigt durch prachtvolle Witterung, einen allerseits befriedigenden Verlauf genommen. Aus Hessen und den benachbarten Staaten waren folgende Orte theils durch Delegirte, theils durch größere Abtheilungen mit eigenen Musikcorvs vertreten: Alsfeld, Babenbausen. Beffungen, Bieber, Bockcnheim bei Frankfurt, Bodenheim. Börrstadt, Budenheim, Bürgel, Butzback, Castel, Creuznach. Darmstadt, Dürkheim a d. H., Ebertsheim, Feudenheim, Frankfurt am Main, Frankentdal, Frankenthal (Zuckerfabrik), Gau- Algesheim, Germersheim, (Wo blieb Gießen?), Groß-Umstadt, Grünberg, Grünstadt, Hechts- beim, Heidesheim, Heidelberg, Höchst a. M., Homburg v. d. H., Käferthal, Karlstadt. Kertzen« heim, Kirchheimbolanden, Klein Winternheim, Lambsheim, Lorsch (Musik), Ludwigshafen, Main; (Musik), Mainz lHeff. Ludwigsbahn), Mannheim, Michelstadt, Mühlheim a. M-, Nieder-Flörs- beim, Neustadt a. d. H., Neustadt i. O , Neu - Isenburg, Ober-Flörsheim, Offenback. Ober- Ingelheim, OggerSheim, Ostbofen (Turnerfeuerwehr), Osthofen (Bürgerfeuerwehr), Reichelsheim, Rödelheim, Rüsielsbeim, Sandhofen, Schifferstadt, Sobernheim, Speyer, Vilbel, Walldorf, Weisenau, Zahlback. Bei den am Samstag Nachmittag im Casinosaale stattgehabten Verhandlungen der Abgeordneten, welche von Hrn. Krrisaffeffor v. Grolmann in einer kurzen Ansprache begrüßt wurden, führte Hr. Hieronymus aus Friedberg den Vorsitz. Aus den Mrttheilungen des letzteren war zu ersehen, daß der Heff. Feuerwehrverband 65 Vereine mit 4400 Mitgliedern zählt. Neu ausgenommen wurden die Wehren von Babenhausen, Friedberg (Turnerfeuerwehr), Kleinwinternheim, Lampertheim, Reichelsheim i- O und Rüffelsheim. Bei Berichterstattung über den Stand der Unterstützungsangelegenheit theilt der Vorsitzende mit, daß von Großherzoglicher Staatsregierung 8000 für verunglückte Feuerwehrleute bewilligt worden seien, jedoch die Bestimmungen über die Art der Unterstützung nock nickt feststehen. Zu den Regiekosten des deutschen Feuerwehrverbandes sollen die einzelnen Verbände bis zu je 100 Vereinen 20 JL Beitrag leisten, was nach langer Debatte in der Weise beschlossen wurde, daß vcn jedem Mit- gliede der dem Heff. Feuerweyrverbande angehörenden Vereine ein jährlicher Beitrag von 3 H v>A"? virl> bks E gehalten v S-»2azrn iUI ® SjaA 9(lan9! ■‘T M Mem Hn Oinh'H" S1* U« Jtöm Nich-mi W. st: * «** Ulcute durch die Europäischen Hofes ausetil zahlreichen ßäste aus unfern s Offenbach unter durch einfache müßen wir eine- ah hat Hen Metzaem brr von einer FW kommen Bleiwaffem anbeten Morgen ubtt weit vorgeschrittene 8 heule Früb ten Tod traurige Fall zur M Matitor, 5 Renconl« zwischen bei die hiesigen Blätter }(i fudjung oes Borlalls Zh.* schreibt: Bei Manne, trurltn zwei' passendes Quartier ge unter, bei dem Heinze Familie mit einem Nei ;eate sich zu dem bei Samstag auf Sonnt' Heubodenluke auf den filtefen- Bei seinem des Kiimaschka die Ä Ecbulzen, und diese o^elangt, forderte e Ecbulzen an der Br Hchiieslich ließen fit Boden blieb. Nach i gdtflt hat/e und finge teutbt gemalffam gebf kleidet, den Schulzensta sagte: „luenn sie etwa ben Echulzenstab aus Ache MV) 1 jung. Met Hund zu verkaufen. 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Wir bringen dies mit dem Anfügen zur allgemeinen Kenntniß, daß eine Ausdebnung dieser Ermäßigung auf alle übrigen das Fest besuchende Personen, mir Rücksicht auf die Unmöglichkeit der Controle bet der Billetrevision, nickt zugestanden werden konnte. Darmstadt, den 11. August 1879. Das Central-Comite zur Errichtung eines Landes-Denkmals. Ieikgeöotenes. 5360) 1 jung. Metzgerhund, sowie 1 Hofhund zu verkaufen. Carl Malkomesins, ___Neuenweg. Feinsten Einmachesstg (Weinessig)/ alle Gewürze, ganz und rein gemahlen, feinsten alten Arrae, Rum u. Kornbranntwein empfiehlt (5357 R. Göbel, Neue Baue. Den deutschen Ort- <■ taastarti aus der Fabrik von « C. Hissen, Firniss- & Farbenwerk Nassmühl b. Hanau, prämiirt Philadelphia 1876, Erste und einzige Fabrik der ächten deutschen Oel-Glanz - Lacke zum Anstrich für Eisen, Holz etc., insbesondere für Fussboden-Anstrich in Original-Blechflaschen von 2, 5, 10 und 20 Pfd pr. Pfd. X 1.20 empfiehlt als bewährt (2870 ______Emil Fistor. Jllüf)(enoerhauf. 5350) Die in der Gemarkung Beuern, eine halbe Stunde von der Eisenbahn-Station Groß-Buseck gelegene Neumühle mit 2 Mahl- und 1 Schlaggang, kräftigem Wasser und starkem Gefäll und ca. 56—57 Morgen Acker und Wiesen guter Qualität, soll oegen Kränklichkeit des Besitzers aus freier Hand verkauft weiden. Nähere Auskunft ertheilt Bürgermeister Ranft in Beuern. Johannes Heßmann IV. Gebrannten Kaffee, per Pfund Jt 1.20 bis JL 1.80, stets frisch 5368) bei Carl Hoffmann. Allgemeiner Anzeiger. Zum Einmachen: Feinen haltbaren Weinesstg, Gewürze, Zucker (feinste Raffinade) per Pf. 43 im Hut, empfiehlt (5369 Carl Hoämann. 5316) Wegen Räumung eines Geschäfts- locals verkaufe ich zu billigsten Preisen: Waschkomode mit Marmor - Aufsatz, tannene Waschchränke, Ausziehtische, Damenschreibtisch, ovale Tische, Komode, Kleiderschränke (wobei 2 zweithürige von Eichenholz), Sopha's, Stühle, ovale Spiegel, tannene Nachttische und andere Möbel. __I Rothenberger, Lindenplatz. Wasch- u. Badebütten empfiehlt (5161 Louis Lony, Holzwaarenlager und Küferei. Einmachfässer in allen Größen stets vorräthtg. Reparaturen werden rasch und gut ausgeführt. (5146 Emil Schwall, Frankfurter Hof. 4961) Der außergewöhnlich billige Verkauf wollener sehr haltbarer Strickgarne — ein rein gekämmtes Garn schon per */2 Kilo von 2.50 an — dauert nur noch bis September. ________Theodor Küchler. Bohnen- und Gurkensäßchrn in allen Größen empfiehlt billigst (5159 Louis Lony, Holzwaarenlager und Küferei. Reparaturen rasch und gut.'_________ MnstmVcmcsstg empfiehlt (5047 Gg. Wilh. Weidi«. Ausgestreckte Maschinen - Treib - Riemen aus bestem Kernleder, Schöpfbecher (Elevator) für Mühlen, Naturgare Näh- u. Binderiemen. Preislisten stehen gerne zu Diensten. | Louis Wittich II. aschbütten, aschkörbe u. aschklammem empfiehlt billigst 4499) WI. Weissbäcker. 5264) Gut gebrannte Russensteine werden im August unb September abgegeben per Tausend 15 X bei Frau Elchenberg. Rohe KafEee’s von 90 H bis X 1.60 per Pfd., Stets frisch gebrannten Kaffee von X 1.20 bis X 2 per Pfd., Raffinade in Broden, Würfelund gemahlenen Crystallzucker, empfiehlt (5327 R. Göbel, Neue Baue. HemrtcH nach Maaß unter Garantie des Gutpassens liefert zu billigen Preisen (2965 __H. Rübfamen. Reue holl. Bollhäringe, „ rusfische Sardinen empfehlen (5126 J. A. Busch Söhne. | Vervielfältigungs - Apparat. Trocken, ohne Anwendung von Druck in 10—15 Minuten 100—120 deutliche, schöne Abzüge (Schriften, Zeichnungen) auf jedes Papier, von nur einmal auf Papier wie gewöhnlich geschriebenem Original. Apparate in Groß-Folio 10. — Groß-Briefformat «M. 7V2, Klein - Briefformat 5. — Tinte 50 zu haben bei _______________Ernst Balser, Gießen. Andurch die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen den seit 15 Jahren betriebenen Steinbruch des Herrn C h r. Seitz von Laubach abgegeben und dafür den Steinbruch des Herrn Konrad Sommerlad bei Beuern käuflich übernommen habe und empfehle ich mich hiermit bei Bedarf folgender Arllkel: Krippen, Schweintröge, Treppentritte, Grabdenkmäler, Eck-, Schicht- u. Mauersteine, unter der Versicherung prompter und billiger Bedienung. Auch für Hochbauten halte mich bestens empfohlen. (5187 Beuern, den 6. August 1879. Imdwig Fuhr II., von Beuern. 4086) Offenbach, a. M. Hotel zur Stadt Cassel, altes gutes Haus, bekannt durch reelle Bedienung. C i v i l e Preise. Passiva. 2, >di oder wenn er oürge kann dem Gen MWhifit; * 111W di! G-pllll ,wn ®ie eil« M Dich 8, im betreff, S wtl dkl Auch bem w IHM. !*"■ SÄ' lassen ist. ""11 »ach l^fr J'Wfc Stehplatz jeder Tag .......... Equipagen pr. Tag M 20. — Reiter JL Sämmtliche Karten sind sichtbar zu tragen. Das Direktorium des Rheinischen Renu-Vereins. 4001) Zwei Parterrezimmer, un- möblirt, auch als Geschäftslokal geeignet, sindzu vermiethen bei W. Ferber, Buchhändler, Schulstraße. 5189) Eine Wohnung von vier Zimmern zu vermiethen. Jüngst, Wilhelmstraße 18. 5288) Bis zum 1. Oktober wird ein Mädchen, welches kochen kann, für die Küche gesucht im Darmftävter HauS, eine Strege hoch. 5311) Für das Comptoir einer hiestgen Cigarrenfabrik wird ein Lehrling gesucht. Haupt-Bedinaniffe gute Schulbildung und hübsche Handschrift. Selbstgeschriebene Offerten sub 8311 befördert die Exp. d. Bltts. Frankfurt a./M. Giessen im August 1879. 5347) Wermielyungen. 5351) Zwei ineinandergehende schön möblirte Zimmer per sofort zu vermiethen bei Lehrer W. Plaut, Reichensand.__ Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Neue Anlage C. 26, Vorderhaus. 5352) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen. A. Moog, Flügelsgasse 93. 53651 Neue Anlage C 41 für Mitte October ein kleines Familienlogis zu ver- miethen.__ 5367) Der 1. Stock meines Hauses, bestehend aus 5 Zimmern, Küche mit Wasserleitung und abgeschlossenem Corridor, ist zu vermiethen und alsbald beziehbar. ___________________Adolf Möhl. 5322) Möblirte Zimmer (auch feine). _______________________Wein saal. 5343) Ein kleines Logis zu vermiethen. _________Fr. Bluniöhr, Schießgärten. 5287) Ein Familienlogis zu vermiethen per 1. December oder früher im Hinter- hause des Darmstädter Hauses. 5243) Ein schönes Zimmer nach der Straße, unmöblirt, auf sogleich zu ver- miethen bei Ww. El ar, Wallthorstr. 135. 5144) Zimmer mit Bett zu vermiethen. _________________Schloßgasse B. Nr. 5. 4887) In der Nähe des Cöln-Gießener Güterbahnhofs sind 2 Familienlogis mit abgeschlossenem Corridor und je aus 5 Zimmern nebst Zubehör bestehend zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres bei ____________________________3. Blitz. 4918) Wegen Versetzung des Herrn Actuaraspiranten Orth ist das von dems. bewohnte Logis pr. 15. October anderweit zu vermiethen. ____________H. Schnell, Brandgasse. 5267) Zwei möblirte Zimmer zu ver- miethen- Nähere Auskunft in der Restauration Gamvrtnus Wetzsteingasse. 5185) Eine Mansarden - Wohnung an eine ruhige Familie auf den 1. Oktbr. zu vermiethen.________G. MaikomesiuS. 5181) Ein kleines Familienlogis mit etwas Gartenantheil zu vermiethen und am 1. September zu beziehen. __________________Kennel, Riegelpfad. 4383) Zimmer mit Cabinet zu vermie- Aermischte Anzeigen. 5353) Einen guten Arbeiter sucht __Max Simon, Schuhmacher. Ich warne hiermit Jedermann meinem Manne Eberhardt Schäfer II. in Wieseck Etwas zu borgen, noch an baarem (Selbe zu leihen, indem ich für Nichts hafte. Wieseck, den 13. August 1879. 5354)__________Elisabetha Schäfer. | Dr. med. Zochhtim, 1DarmfifaM^ Soderstrasse 16. Spezialarzt füc Hautkrankheiten, Scropheln und Brust - Krankheiten 5363) Auf die Dauer von einigen Wochen wird ein reinliches ordentliches Mädchen zu 2 Kindern des Tags über gesucht. Näheres bei Frau Earl EmmeliuS. 5358) Dem Dreschmaschinenbesitzer Herrn Friedr. Rau von Wieseck bezeuge ich aus seinen Wunsch, daß seine reparirte Maschine gut arbeitet und gegen früher bedeutend weniger Kohlen braucht. Hardthos b. Gießen, 12. Ang. 1879. Schlenke. Freitag den 15. d. Monats, Abends 9 Uhr, im lAndenhof betnff der Einladung Alsfeld. 5304) Ein fleißiges Dienstmädchen zum baldigen Eintritt gesucht. Näheres ___________________Marktstraße D. 32. 4596) Das Flechten von Stroh' und Nohrstühlen, Anfertigen aller Gattungen von Stühlen wird prompt und reell ausgesührt von Philipp Henkel, Stuhlmacher, Tiefenw. 51. Mein- ».Bierflaschen etc. 5313) Ein Kellnerjunge wird zum sofortigen Eintritt gesucht. _____________Emil Lotz, Kirchenplatz. Richt zu überfeinen!!! Sommertheater Freitag den 15. Aug. Um vielseitigen Wünschen entgegen zu kommen ist heute der Anfang der Vorstellung auf 5 Uhr festgesetzt — Der Pariser Taugenichts, oder: Ein General aus dem Volke. Lustspiel in 4 Acten von Dr. C. Töpfer. (5366 Reservirter Sitz: 60 H Platz: 40 $■ Tagesbillets: Rcsero. Pl.: 50 H. H.Pl-: 30 bei Herrn Friseur Gerhardt. Anfang 3 Uhr. Ende 7f/z Uhr-