0 Fabrik 5be und dann ®«ben wolle "bchimmnngen ® to von dein ton der Sm« lf' °b zwangs« 1 «He errichtet 88‘ und In«,. °usführiich, ®e™- hätten, ’ 4>u f«affen. ^u»g d,z atbel‘ex, <üt 9 an und füt bb‘en sich ten Comisßon Antrag al8 der iesvorschlag des staMscGon, >e für die - Der Stand- Jahren in der en die zDangs- 'rblichen Lohn- eoretisch unbe- !nden Resultate g des Referats [en war. Die Frage wurden iü, Vormittags Arnbach a. M. M- anknüpfend in Aus- erLjipferdemartt zu iß an ein Rennen dwirthe Msinden, ^chtlich von Seiten rven. Die Propv" itt, ein- und -weinigen Züchter und gut thun, möglichst nten Angaben über teilen haben wirb. m sehr sonderbarer in das nahe Dorf n und steckte es in ibrt< ru»t. Dn n Daum und schuet irsückchen war nicht 5 Inder darunter poste Brandwunde npf jerfefet unb »om anbuunben. 3" *' ,t man einig' M n Rihk, d-- Sch •Witter 4ttangejoge“i Sin Bl'k „Äi« ittunben nicht gleich „Stabe« 7«b-b°ch°>- (fl. I9»-) o«, ung«”, item Ä «J* S leas'. ♦ 4 4 4 4 ll. Srv. 161, Dienstag den 15. Juli 1879, Hießener Wtzeiger A«jtize- und Amtsblutt sm den Kreis Gießen. °- - Kot i 1 i sch Deutschland. Mainz. Ein wahres Muster eines Volksvertreters ist der Herr Dom- cnpuular Moufang aus Mainz; der weiß sich zu wenden und zu drehen, daß seine Wähler die größte Freude haben muffen. Das Beste leistete besagter Volkstribun nach den vorliegenden Berichten in der Reichstagsdebatte vom 10. Juli, da heißt es z. B.: Liebknecht erklärt auf eine Aeußerung des Abg. Kiefer bezüglich des Bünd- ruffis der Ultramontanen und Socialdemokraten in Mainz, daß dies nur ein Abkommen ad hoc gewesen sei, da der Domcapitular Moufang schriftlich erklärt habe, er werde weder für neue Steuern, noch für eine neue Belastung des Volkes stimmen. Der Brief befinde sich in seinen Händen. Moufang erwidert, daß nimmer zwischen ihm und den Socialdemokraten ein Pakt abgeschlossen sei; er habe denselben auch kein Versprechen abgegeben, sondern im Allgemeinen erklärt, daß er im Anschluß an die Grundsätze des Cenirums dafür wirken wolle, daß das Volk nicht durch neue Steuern belastet werde und wenn er jetzt für die Steuervorlagen stimme, so sehe er darin nicht einen Bruch, sondern eine Erfüllung dieses Versprechens. Was der Herr Domcapitular wohl von seinen Wählern halten muß, denen er die neuen Steuern als eine Entlastung, als ein Segen vom Centrum, der Partei „für Wahrheit, Freiheit und Recht", gebracht, aufschwätzen zu können vermeint? Berlin. Welche Wirkung der Roheisenzoll schon vor seiner Einführung gehabt hat, erhellt aus einem Circular, welches 13 große Eisenwerke unter dem 27. Mai d. I. versandt haben. Daffelbe lautet: „Wir unterzeichneten Hüttenwerke waren seit geraumer Zeit durch die Ungunst der Verhältnisse ge- zwui'gen, die von uns erzeugten rohen Gußwaaren zu Preisen zu verkaufen, die auch den bescheidensten Gewinn ausschloffen, ja, in den meisten Fällen die aufgewandten Selbstkosten nicht entfernt ersetzten und dtrecten Verlust brachten. In diesem Augenblicke wird die Unerträglichkeit dieser Lage noch erheblich vermehrt, wenn und sobald auf das von uns bisher verarbeitete Rohmaterial, das englische Roheisen, ein Einfuhrzoll von 50 Pfg. gelegt wird. Wir find übereingekommen, von heute ab die Preise der rohen Gußwaaren um 2 Mk. pro 100 Kilo zu erhöhen, und bitten hiervon geneigte Vormerkung zu nehmen." Ji. Folge desien wurde der Preis pro 100 Kilo von 15,50 auf 17,50 Mk. gesteigert. Die große Mehrheit derselben Eisenwerke hat ebenfalls unter dem 27. Mai noch Folgendes bekannt gegeben: „Im Anschluß an unser gemeinsames Circular vom 2. d. M., die Herabsetzung der Rabattsätze für emailltrte und rohe Geschirre betr., beehren wir uns heute Ihnen die ergebene Mittheilung zu machen, daß wir diese Aufbesierung der Preise auch auf „emailltrte Sanitäts-Utensilien, Keffel, Wannen und Ofentöpfe" ausgedehnt haben, und zwar liefern wir diese eben benannten Artikel von heute ab zu den bisherigen Preissn mit einem Aufschläge von 20 pCt." Berlin, 12. Juli. Reichstag. Fortsetzung der dritten Lesung des Zolltarifs. Die Nr. 27 bis 38 werden nach unerheblicher Debatte mit einem unwesentlichen Amendement zu der Position „Schiefer" nach den Beschlüssen zweiter Lesung genehmigt. Bei Nr. 39 werden die Anträge auf Erhöhung der Zölle für Schweine und Ochsen, nachdem Bundes-Commissar Tiedemann sich dagegen erklärt hat, abgelehnt. Der Rest des Tarifs wird mit dem Amendement Mirbach (Festsetzung des Zolles auf 300 cX für Spitzen, Tülle und Stickereien, und des Zolles auf 400 X für gewebte Shawltücher) nach den Beschlüssen zweiter Lesung angenommen. Ferner werden Resolutionen angenommen, ein Verbot der Anfertigung von Streichhölzern mit weißem Phosphor anzuordnen und die gleichzeitige Einführung eines erhöhten Zolles in Erwägung zu ziehen; endlich die Regierung zu ersuchen, nach Ablauf der bestehenden Handelsverträge mit Oesterreich-Ungarn die zollfreie Einfuhr von Rohleinen nicht mehr zuzugestehen. Es folgt hierauf die dritte Berathung des Zollgesetzes. Zu § 1 beantragen Windthorst und Genossen den Erhebungstermin für den Flachszoll erst auf den 1. Juli 1880 festzusetzen. Gneist entwickelt in längerer Darlegung die Gründe, weßhalb er für den Tarif stimmen werde. (Inzwischen ist der Reichskanzler erschienen.) Rickert erklärt sich gegen, v. Marschall für, Buhl gegen den Tarif. Delbrück bedauert, gegen den Tarif stimmen zu müssen, da er darin eine große Belastung der Nation ohne zwingende finanzielle Gründe erblicke, während der Ausfuhrhandel dadurch geschädigt werde. Der Regierungs- Commissar Tiedemann erklärt sich gegen die Anträge, die Getreidezölle erst am 1. Januar 1880 eintreten zu lassen. Der Antrag Windthorst's auf Einführung der Flachszölle am 1. Juli 1880 wird mit großer Majorität angenommen, ebenso die Einführung der Getreidezölle am 1. Januar 1880. § 1 wird übrigens unverändert angenommen, ebenso werden die übrigen Paragraphen bis § 7 wesentlich unverändert angenommen. Bei § 8 (Garantien) wendet sich v. Treitschke gegen die Auffassung, welche in dem Amendement Franckenftein den Sieg des Partikularismus und die Schwächung des Reichsgedankens erblickt. § 8 wird angenommen, womit das Tarifgesetz erledigt ist. v. Niegolewski beantragt eine Resolution (die Wahrung der angeblichen handelspolitischen Rechte der polnischen Landestheile betr.), welche gegen die Stimmen der Polen und Socialdemokraten abgelehnt wird. — An Stelle des ausgeschiedenen Abgeordneten Hammacher wird Bernuth zum Mitgliede der Reichsschulden- Commission gewählt. Derselbe nimmt die Wahl an. Der Gesetzentwurf, betr. die Anfechtung der Rechtshandlung eines Schuldners, wird in dritter Lesung genehmigt. Die Genehmigung zur Verfolgung der „Bielefelder Zeitung" wegen Beleidigung des Reichstags, wird versagt. Nach Erledigung einer Wahlprüfung ist die Tagesordnung erschöpft. Es findet hierauf namentliche Abstimmung über die ganze Tarif-Vorlage statt. Abgegeben werden 334 Stimmen, davon lauten 217 ja, 117 nein. Darnach ist die Vorlage angenommen. Der Präsident gibt die übliche Geschäftsübersicht. Abg. Gras Moltke dankt im Namen des Hauses dem Präsidium und dem Bureau für die Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. er HHeil. Leitung der Geschäfte. Der Präsident dankt dem Hause für die ihm gewährte Unterstützung. Ein großer Theil dieses Dankes gebühre dem Abgeordneten, der vor ihm mit hingebender Thätigkeit und Aufopferung die Geschäfte geführt. Er fordere die Mitglieder des Hauses auf, sich zum Dank für den verdienten Abgeordneten v. Forcken- beck von ihren Sitzen zu erheben. (Geschieht.) v. Forckenbeck sagt dem Hause für die ihm gewordene Auszeichnung seinen herzlichsten Dank. Fürst Bismarck verliest darauf die kaiserl. Ordre, durch welche die Session heute geschlossen wird. Der Reichskanzler dankt im Namen der verbündeten Negierungen dem Haufe für seine Thätigkeit und spricht die Hoffnung aus, daß die jetzt hervorgetretene Meinungsverschiedenheit keine dauernde sein und oer Reichstag sich zu neuer Arbeit, einig in dem Streben nach dem Wohle und Heile des Vaterlandes, wieder zusammenfinden werde. (Beifall.) Der Präsident v. Seydewitz schließt hierauf dte Session mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser. Damit schließt die Session und die Sitzung um 4Vr Uhr Nachmittags. Berlin, 12. Juli. In der heutigen Sitzung des Auffichtsrathes der Berlin-Potsdam-Magdeburger Eisenbahn wurde der Vertrag mit der Regierung an der Hand des von der Regierung vorgelegten Entwurfes discutirt und ziemlich in allen Punkten ein Einverständniß erzielt. Die Bahnvertretung verlangte die Zuzahlung von 20 Mk. pro Actie. Dte Staatscommiffäre fanden diese Ziffer zu hoch, erklärten sich aber darüber nicht, sondern nahmen dieselbe vielmehr ad referendum. Berlin, 12. Juli. Wie die „Post" erfährt, ist die Ernennung des Reichstags-Präsidenten v. Seydewitz zum Oberpräsidenten von Schlesien als sicher anzusehen. Aus Bayern, 12. Juli. Die Opposition gegen dte Politik^ des Centrums wird bei uns immer heftiger. So bringt das Münchener „Vaterland" mehrere Artikel gegen das Centrum, von welchen wir den am ruhigsten gehaltenen hier mtttheilen: „Der Compromiß ist nunmehr fertig, in einer etnstündigen Conserenz zwischen Bismarck und Windthorst zu Stande gebracht, welcher diesmal die hannöver'sche Pension nicht zum Deckmantel zu dienen braucht; Kanzler, Centrum und die beiden konservativen Partein sind „einig — einig — einig", wie es der alte Alttnghausen den Schweizern empfiehlt, und Herr v. Bennigsen nebst seinen zwei Dutzend mögen sehen, wo sie bleiben. Der Compromiß, obschon ein politischer Act, ist lediglich auf finanzteller Basis erfolgt, durch Abstrich und Gegenleistung. Bismarck nimmt die Tabakssteuer in der von der Commission beliebten Höhe an, das Centrum opfert seinen Antrag, es stimmt für die Finanzzölle und den Petroleumzoll, wie die Regierung es verlangt, und dafür gesteht ihm die letztere eine Ermäßigung des Kaffcezolls von 2 Mk. auf 100 Kilo zu, damit die Herren Windthorst, Schor- lemer und Genoffen doch wenigstens ein Nasenwaffer ihren Wählern heimbringen können und diese sich überzeugen, daß ihre Vertreter nicht daraus pro nihilo compromittirt haben. Damit hätte denn das Centrum glücklich den ecflen Schritt auf der schiefen Ebene der Regierungsfähigkeit gethan, auf dem der National-Liberalismus hinuntergerutscht ist, bis zur charakterlosen Com- promißschacherei der Bennigsen, bis zum absoluten Ministerialismus der Völk. Das Centrum, das ungeschreckt durch die Spuren, welche in die Höhle führen, ungewarnt durch das Beispiel der Herren von Forckenbeck, Lasker, Bamberger, sich diese Wege des Compromiffes zu wandeln entschloffen hat, wird bald genug vor der Alternative stehen: entweder tiefer und tiefer hinabzusinken auf der abschüssigen Bahn, um endlich gleich dem verbrauchten Liberalismus wie eine ausgepreßte Citrone bei Seite geworfen zu werden, oder den Bruch über kurz oder lang herbeizuführen, nachdem man nutzlos so viel geopfert! Den Profit von diesem parlamentarischen Spiel hat natürlich nur das persönliche Regiment, das sich der mannigfachsten Mittel zu seinen Zwecken bedient: heute Kulturkampf, morgen Verbrüderung mit dem „Reichsfeinde" von gestern." Ems, 12. Juli. Se. Majestät der Kaiser machte gestern Nachmittag eine Spazierfahrt und wohnte Abends der Theatervorstellung und später dem Feuerwerk bei. Hesterreich. Wien, 12. Juli. Die „Polit. Corresp." verzeichnet ein in Konstantinopel verbreitetes Gerücht, daß die Pforte geneigt sei, dem Khedive Tewfik dte in dem Ferman von 1873 enthaltenen Privilegien mit Ausschluß der modificirten Thronfolgeordnung wieder zuzuerkennen. Die bezügliche Nottfica- tion an die Botschafter stehe in naher Aussicht. Kossand. Haag, 12. Juli. Das Gesammt-Ministerium hat sein Entlaffungs- gesuch wiederholt. Belgien. Brüssel, 10. Juli. In Alost ist der aus dem 12. Jahrhundert stammende prächtige Thurm des Ratbhauses durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Am Sonntag sollte derselbe bei Gelegenheit eines städtischen Festes bengalisch beleuchtet werden; die Behörde war aber so fahrlässig, zu gestatten, daß aus seinem Zinnenkränze ein wirkliches Feuerwerk abgebrannt wurde. Mit banger Sorge sah dte Volksmenge diesem glänzenden Schauspiele zu; eine halbe Stunde später aber zeigten sich am oberen Gesims verräterische Flämm- chen. Die Feuerwehr schritt ein und erstickte da« Feuer im Keim. Um 2 Uhr Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Nachts jedoch stand der ganze Thurm in Hellen Flammen und jetzt ist er nur noch eine wüste Ruine. Irankreich. Paris, 12. Juli. Unter den zu der Münchener Gemälde-Ausstellung zu sendenden Gemälden befinden fich auch werthvolle Bilder aus der Collection des Unrerstaatssecretärs der schönen Künste, Turquet, der eine der hervorragendsten Gemäldesammlungen moderner Meister Hierselbst besitzt. England. London, 11. Juli. Die Facht „Enchantreß" ist mit der Leiche des Prinzen Louis Napolen Nachmittags von Portsmouth in Woolwich eingetroffen. Nach einer am Bord der Facht abgehaltenen Meffe wurde der Sarg in feierlichem Zuge nach der Todtenkapelle gebracht, wo derselbe behufs der Jden- tificirung und der Einbalsamirung der Leiche geöffnet wurde. Der Prinz von Wales, die Herzoge von Cambridge, Connaught und Edinburgh, sowie der Kronprinz von Schweden trafen um 4 Uhr ein und begaben sich in die Kapelle, um der Jdentificirung der Leiche beizuwohnen. Um 6 Uhr wurde der Sarg auf die Lafette einer Kanone gestellt und setzte sich der Zug unter Eskorte eines Artillerie-Detachements nach Chislehurst in Bewegung. London, 12. Juli. In der gestrigen Abendsitzung des Unterhauses beantragte Gray zu Northcote's Antrag einen Unterantrag, worin das Verfahren des Sprechers als unberechtigt bezeichnet wird. Nach einer zweistündigen Debatte wurde das Amendement Gray's mit 292 gegen 24 Stimmen verworfen, Northcote's Antrag dagegen ohne Abstimmung unter anhaltendem Beifall angenommen. Chislehurst, 12. Juli, Abends. Das Leichenbegängniß des Prinzen Napoleon hat heute in der hiesigen Kirche mit militärischen Ehren stattgefunden. Der Prinz von Wales, die Herzöge von Edinburgh, Connaught und Cambridge, der Prinz von Monaco, Prinz Jerome Napoleon und deffen Söhne waren an der Spitze der Leidtragenden erschienen. Die Königin, die Prinzessin von Wales und Prinzeß Beatrice blieben während der Feier bei der Kaiserin Eugenie in Camden Place. Zahlreiche Persönlichkeiten der französischen Diplomatie, Armee, Marine und Verwaltung, sowie Deputationen aus Paris und andern Städten Frankreichs wohnten der Feier in der Kirche bei. Italien. Rom, 12. Juli. Bisher gelten als sichere Mitglieder des neuen Cabi- nets: Cairoli Präsidium und Aeußeres; Villa Inneres; Grimaldi Finanzen; Baccarini öffentliche Arbeiten; Perez Unterricht. Bezüglich der übrigen Portefeuilles ist noch nichts entschieden. Rußland. Petersburg, 12. Juli. Ein kaiserl. Ukas vom 28. Juni (10. Juli) hebt die Ukase vom 12. und 28. April 1877 auf, wodurch die zum Odeffai- schen Militärbezirke gehörenden Districte, das Gouvernement Beffarabiens, die Küstenbezirke der Gouvernements Cherson und Taurien, sowie die Halbinsel Krim Angesichts des damaligen Krieges in den Belagerungszustand erklärt wurden. Auch im Kaukasus wird der Belagerungszustand aufgehoben. Die Ukase vom 9. August 1878 und 5. April 1879, betr. die Errichtung von zeitweiligen General-Gouvernements bleiben in Kraft. Rumänien. Bukarest, 12. Juli. Die Kammer befaßte sich heute nicht mit der Lösung der Judenfrage. Es wurden nur einige Credite votirt. Der Senat hielt keine Sitzung. Der Ministerpräsident Bratiano ist bis zum Montag von hier abwesend. Serbien. Belgrad, 12. Juli. Der frühere Kriegsminister Sava Gruic ist zum diplomatischen Agenten und Generalconsul in Sofia ernannt worden. Türkei. Konstantinopel, 12. Juli. Der Sultan thetlte dem Fürst von Bulgarien bei deffen Besuche mit, daß sich in kürzester Frist ein besonderer Abgesandter nach Sofia begeben werde, um dem Fürsten den Investitur-Berat zu überbringen. Amerika. New-Aork, 12. Juli. Im Westen und Nordwesten der Unionsstaaten und in Canada richtete ein heftiger Sturm viel Schaden an der Erndte an. Die Telegraphen-Verbindungen sind vielfach unterbrochen. Telegraphische Depeschen. Wagner's telegr. TOrrespondenr-vure«». Ems, 13. Juli. Se. Majestät der Kaiser machte gestern Nachmittag eine Spazierfahrt und wohnte Abends der Theatervorstellung bei. Zum Diner sind heute Einladungen an verschiedene hervorragende Persönlichkeiten ergangen. Berlin, 13. Juli. Der amerikanische Gesandte White ist auf einige Tage nach Frankfurt gereist. _ Wien, 13. Juli. Die „Presse" meldet: Die Unterhandlungen mit Serbien über die Eisenbahn.Anschlüffe sind bändigt; der Entwurf einer Eisen- bahn-Convention (Anschlüffe und Eisenbahn-Tarife umfassend) ist vereinbart, welcher noch der Ratification der betheiligten Regierungen bedarf. Bukarest, 13. Juli. Das Journal „Romanul" betont den Unwillen der ganzen civllisirten Welt über den Vorschlag der Kammer-Commission zur Lösung der Judenfrage; durch die Verblendung der Kammern drohe Rumänien das Doppelte verloren zu gehen von dem, was es 1877 gewonnen. „Tele- graful" räch der Regierung, falls die Kammern an dem bez. Entwürfe festhielten, da auch dafür die Zweidrittel-Majorität nicht zu erlangen sei, die Kammern aufzulösen und das Land zu befragen. H Operationen in Atchin sind wieder ausgenommen worden. Mehrere Kämpfe haben stattgefunden, in welchen die Atchinesen schwere Verluste erlitten. Vier befestigte Plätze fielen in die Hände der Holländer. Wien, 13. Juli. Die Reichsrathswahlen sind mit der gestern durch die Höchstbesteuerten Dalmatiens vollzogenen Wahl, aus welcher Borelli (Nationaler) hervorging, nunmehr abgeschlossen. Jnsgesammt sind 173 Mit- glieder der liberalen Fraktionen und 175 Conservalioe und Nationale gewählt. Drei von den Gewählten lehnten das Mandat ab, zwei sind doppelt gewählt, daher 5 Neuwahlen nothwendig. . „ Berlin, 13. Juli. Die „Post" meldet: In der heutigen Sitzung des Bundesrathes ist ein Antrag wegen zweijähriger Etatsperioden eingebracht worden. ö Paris, 13. Juli. Die große alljährlich übliche Revue über die Pariser Garnison sand heute unter großer Betheiligung des Publikums im Bois de Do- logne statt. Die Truppen defilirten vor dem Präsidenten der Republlk und wurden von der Menge beifällig begrüßt. Die „Agence Havas" meldet aus Kairo: Der Khedive verstand sich zur Zulassung einer Controle der Finanzen. Bezüglich der internationalen Liqui« dations-Commission nehmen die Verhandlungen ihren Fortgang; man glaubt, dieselben werden zu einem Einverständniß führen. Im Verwaltungspersonal, der Provinzen werden Veränderungen vorgenommen. Die Ernennung von zwei Jnspectoren für Ober- und Nieder-Egyplen ist vollzogen. Der Khedive begibt sich Donnerstag nach Alexandrien. Vermischtes. . Q 9. Juli. Ueber die diesjährigen Herbstübungen der Gr. Division erfährt das „Tagbl." Nachstehendes: Die Regimentsübungen der Infanterie-Regimenter Nr. 115 116, 117 finden auf den betreffenden GarnisowExercierplätzen, die Regimentsübungen des Jn- anterie-Regiments Nr. 118 bet Ober-Hilbersheim zu Mitte resp. Ende August statt. Kieran ckließen sich die Brigade-Uebungen der 49. Infanterie-Brigade bei Darmstadt auf dem Griesheimer Schießplätze in der Zeit vom 29. August bis 2. September und die der 50. Jnfanterie- vrigade bei Ober-Hilbersheim vom 1. bis 5. September an. — Die Dragoner-Regimenter Folgen der Petroleum Versteuerung. Ueber die Wirkungen der Einführung eines Petroleum-Zolles, insbesondere ans den Berkehr, geht der „Deutschen Handelszeitung" von einem großen Colonial- waaren-Händler folgende Mittheilung zu: Der Gedanke, das Petroleum zum Gegenstände eines Finanzzolles zu machen, ist ein sehr unpractischer. Wer sich nur einigermaßen um die Verzollungsart der Maaren und um die Einrichtung der Räume 5? i r Provinzial-Zollämtern gekümmert hat, muß wissen, daß die Verzollung des Petroleums die Errichtung von besonderen Petroleum-Lagerhäusern an allen Orten bedingt, wo sich em Zollamt erster Classe befindet. Mit Ausnahme der Seestädte und Berlins, welche solche Lagerhäuser besitzen, entbehren alle Städte dieser Räume und es roir-der Zoll-Verwaltung sein, aller Orten derartige Gebäude zu errichten. Es ergibt sich die Nothlvendigkeit davon schon aus der Feuergefährlichkeit des Petroleums, das in den bestehenden Packhöfen und Zoll-Abfertigungsstellen nicht gelagert werden darf, und aus der Gefahr für werthvolle Lager-Gegenstände, wie t ,2C’ durch Berührung mit Petroleum, ja schon durch den Petroleumgeruch beschädigt oder werthlos zu werden. Die Thatsache, daß schon jetzt in letzterer Beziehung mancherlei vorkommt, was seitens der Zollbehörde verhindert und seitens Kaufleute nicht geduldet werden sollte (daß z. B. an Stellen, wo eben ein leckendes •TI k- öelbgen hatte, unmittelbar darauf Kaffeesäcke gelagert werden rc.) beseitigt nicht die Nothlvendigkeit der Erbauung besonderer Lagerhäuser für Petroleum auf Kosten, des Staates. In den meisten Städten bestehen nun bestimmte, manchmal recht rigorose polizeiliche Vorschriften über die Anlage solcher Petroleum-Lager. Hundert r ■ e r, oon allen bewohnten Gebäude n, also auch von dem Bahnhofe, dürfen ste allem errichtet werden und müssen genau nach Vorschrift eingerichtet sein. Bei einer derartigen Entfernung vom Bahnhofe ist es selbstverständlich unmöglich, daß das Petroleum-Lagerhaus von den Beamten des Zollamtes mit besorgt wird, sondern cs muß die Anstellung eines aparten Beamten-Personals für dasselbe erfolgen Abgesehen von der Vertheuerung der Kosten der Zollämter durch die Errichtung besonderer Lagerhäuser und die Anstellung besonderer Beamten für das Petroleum stellt sich nun noch eine weitere Vertheuerung dadurch heraus, daß Polizei-Vorschriften die Zahl der Petroleum-Gebinde, welche Händler im Innern der Stadt, resp. in ihrem Verkaufsräume lagern dürfen, auf ein Minimum beschränken. In manchen Städten beträgt die höchste zulässige Zahl der Barrels zwei, so daß der Händler, welcher täglich zehn Faß Petroleum verkauft, sich täglich in fünf Raten, ä zwei Faß das Petroleum beschaffen muß. Soll das aus einem von den bewohnten Bahnhofsräumen um WO Meter entfernten Lagerhause geschehen, so wird das in größeren Städten oft einen Eommis und ein Gespann fast den ganzen Tag in Anspruch nehmen um die zehn Fässer im Werthe von 270 bis 360 n den Jmpott- md Bauernstand s stark bettoffen am öchlusst btt Cvncerte ver- Paulus von Mm- eiconcert stattfindm »orzüglich Letzten ,01 Anfang nehmen, - !H Sbend wieder m j d von d dis 7 llhr ; ■ und Sängerinnen ■ Liste zur ! ver Mitglieder des wie auch bei den u d!N beiten ; 68 ist ®OT8» alt möglich W igr 5 M Itiiimmungm ub" | 3* “Ä. -ust 'ia m Hrit^ 4 qnfant^ tn8 in d« e«mj- bewiefen, »«*■ , bo^I nad)t»3l|1 M H-'* jen »m * ® nach . gfc hr mit P Das wird Ä-* Rr. 23 und 24 haben ihre Regimentßübungen bei Babenhausen resp. Darmstadt. Vom 29. August bis 2. September wird die 25. Cavallerie-Brigade zu Brigade Uebungen bet Darmstadt (Schießplatz) zusammengezogen. Die Detachements-Uebungen, an denen 4 Batterien des Feld- ^rlillerie-Regiments Nr. 25 theilnehmen, werden seitens der combinirten 49. Brigade vom 4. bis 8 September zwischen Darmstadt und Worms bezw. Gernsheim stattfinden, die der com- binirren 50. Brigade vom 6. bis 10 September zwischen Ober-Hilbersheim und Obernheim. An den nun folgenden Divisions - Manövern nehmen auch die beiden anderen Batterien des Feld'Artillerie-Regtments Nr. 25 Thetl. — Am 11. September ist Ruhetag für die gcsammte Division. - Am 12. September findet zur Ferer des Geburtstags Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Parade der Division zwischen Westhofen und Osthofen statt. Hieran schließt sich am 12. und 13. September ein Manöver der Division gegen einen markirten Feind mit einmaligem Biwak der ganzen Division bet Alzey vom 12 /13. September an. Vom 15. inet. 17. September manöverrrt die Division in zwei Abteilungen gegen einander zwischen Alzey und dem Rhein. Vom 15. auf den 16. September wird die Division wiederum biwakiren. Das Felb- manöver am 17. September wird voraussichtlich bei Oppenheim-Köngernheim endigen. Am folgenden Tage wird seitens der einzelnen Truppentheile der Rückmarsch in die Garnisonen angetretcn. Die in Darmstadt resp. Bessungen garnisonirenden Truppentheile treffen sämmtlich im Laufe des 18. September in der Garnison ein. Handel und Verkehr. Frankfurt, 12. Juli. (Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität der Centner 2.20—3.30, Stroh JL 2—2.60 Sutter im Großen, d. h. im Centner 75—80 H, im Detail 1 Qual. 1.10—15, 2 Qual W-m>yQ! MV-, Handkäse das Pfund 45-50 Eier das Hundert deutsche 4.20, italienische JL 5 oO. Neues Weißkraut das Stück 30—40 H Kohlkraut 30 Blumenkohl 50 bis 1 Gelb-Rüben das Bündel 6-10 Zwiebel UBfinbel 5 4 ÄÄ salat das Stuck 10 Gurken per Stück 10-12^, Bohnen das Pfund 60—80 H, Schneid- bohnen das Hundert «M. i.5o, Erdbeeren das \2 Liter 20 4, Kirschen das Vfund 12—15 Kartoffeln, deutsche und italienische das Pfund 10—15 Retttge das Stück 12 ,3 Meer- Kttig die Stange 10 Hahnen das Stück X 1.40—60, Enten das Stück Jü 3—5 Gänse 4—5, Tauben 40—50 Fleischpreise, Holzpreise, Kohlenpreise unverändert. ' m>Sc^l^b?aP,al,t Mitgethetlt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd siy. >vtetz in Gießen. Newyork, 11. Juli. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Main Capt I. Barre, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 29. Juni von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. Aufforderung. 4711) PH. Krvnenberg von Heuchelheim hat sich, ohne Fürsorge bezüglich seines voraussichtlich überschuldeten Vermögens getroffen zu haben, von Hause entfernt und sind Donnerstag den 3L. d. M., Nachmittags 3 Uhr, alle Ansprüche an ihn dahier anzumelden bei Meldung der Nichtberücksichttgung Lei Ordnung der Vermögensverhält- mffe des rc. Kronenberg. In obigem Termine soll zugleich über fernere Behandlung dieser An- gelegenbeit und ein etwa mit PH» Kronenberg Frau und einzelnen Gläubigern zu treffendes Abkommen verhandelt werden und wird von den nicht erscheinenden Gläubigern Beitritt zu den Beschlüffen der Mehrheit unter» stellt. PH. Kronenberg hat bis zu der genannten Tagsahrt geeignete Anträge zu stellen, widrigenfalls lediglich nach den Beschlüffen der Gläubiger und Anträgen des bestellten Güterpstegers vrrfabren werden wird. Gießen, den 8. Juli 1879. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Langsdorfs, Dr. ©Urner, Stadtrichter. Stadtg. - Assessor. 4708) Die Bahnhofsrestauration auf Station Marburg soll vom 1. October 1879 ab auf unbestimmte Zeit anderweit verpachtet werden. Die Bedingungen liegen zur Einsicht bei dem Stationsvorsteher zu Marburg, sowie in unserem Secretariat Hierselbst offen, können aber auch gegen Einsendung von 40 H Copialgebuhren von uns bezogen werden. Pachtliebhaber wollen ihre Offerten mit der Aufschrift „Verpachtung der Bahnhofrestauration zu Marburg" versiegelt bis , Zum 31. d. Mts. hierher einsenden, an welchem Tage Morgens 11 Uhr, dieselben im Beisein etwa erschienener Reflectanten geöffnet werden, später eingehende Offerten bleiben unberücksichtigt. Cassel, den 8. Juli 1879. König!. Direktion _____der Marn-Weser-Bahn._____ Bekanntmachung. Sonnabend den 19. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen im Büreou der unterzeichneten Garnison - Verwaltung (Nahrungs- Lerg 163,3) die an der hiesigen Zeug- Haus-Caserne pro 1879 aufgenommenen größeren Bau-Reparaturen, und zwar: Mauerarbeiten incl. Mate- rtalien, veranschl. zu 1390,— Neudielungsarbeiten incl. Materialien, veranschl. zu 6286,— Anstreicherarbetten incl. Materialien, veranschl. zu 536,80 Pflasterarbeiten incl. Materialien, veranschl. zu 765,— im Wege der öffentlichen Submission vergeben werden, wozu Unternehmungslustige etngeladen werden. Bedingungen und Anschläge liegen in dem oben benannten Büreau in den Dienststunden zur Einsicht offen und muffen von den Offerenten vor Abgabe ihrer Offerten unterschrieben werden. Gießen, den 9. Juli 1879. (4616 Großh. Garnison-Verwaltung. 1400 Mark liegen bei der Kirchenkasse zu Oppenrod zum Ausleihen bereit. (4709 Allgemeiner Anzeiger. An die Dorstände der israel. Religionsgemeinden der Provinz Oberhesten. 4713) Zufolge höchster Verfügung brauchen fortan Coüectengelder für die Landes-Waisenanstalt in den Gemeinden nicht mehr erhoben zu werden; es sind daher solche künftig auch nicht mehr an mich einzuschicken. Gießen, den 13. Juli 1879. Rabbiner Dr. Levi. 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