Donnerstag, den 15. Mai 187» Nr. 112 G toiehener Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. rdi. itfcrei du 2) 3) 4) 5) n, Lau und (3290 um bttfe »«■ in h Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. & fr fr fr fr tret § gute zu- fowie fiemn» der Farve Md ^-Handschuhe, le. Wigste Preise. emi Louli n Druck- und (3312 lebhafter Debatte wurde der Antrag des Referenten mit großer Mehrheit a» ge.ommen, jedoch mit dem Zusatze, daß die Reichsregierung ersucht werden möge. Vorkehrungen zu einer wirksameren Beaufsichtigung der Jmpsärzte zu treffen. Berlin, 12. Mai. Von welch großer Bedeutung für die nationalliberale Frakiion die Wahl der Mitglieder in die Tartscommission geworden, gehr daraus hervor, daß zu diesem Behufe heute nicht nur die Wahlcommisston, sondern auch der Vorstand der Fraktion zusammentritt. Die ans.28 Mitgliedern bestehende Tartscommission wird zusammengesetzt sein aus fünf Deutsch- Conservatioen (nach dem diesmaligen Turnus fällt, dem Abkommen des Senioren Convents gemäß, ein Mitglied mehr auf die Deutsch-Conservativen. als die Nationalliberalen und das Centrum), vier Mitglieder der deutschen Reichspartet (Fieiherr v. Varnbüler, v. Böiticher-Flensburg, Beide Mitglieder der Tarifcon misston, v. Kardorff und Dr. Lucius), je acht Centrumsmännern und Nationalliberalen und drei Fortschrittslruten. Die vereinigten Conserva- tiven und das Centrum verfügen über 17 Stimmen, die Nationalliberalen und der Fortschritt über 11 Stimmen. — Die zum Zolltarif eingelausenen Petitionen werden der Tarifcommisston überwiesen werden. Jntereffant dürfte es sein, zu erfahren, daß bis heute an die Mitglieder des Reichstags vom Bureau gegen 80,000 Exemplare von Broschüren und Petitionen, auf die Zoll- und Steueroorlage bezüglich, vertheilt worden sind. Essen, 10. Mat. Aus der Kruppschen Fabrik fand in der vorigen Woche em kurzes Probeschießen mit einer neuen 40 ern-Kanone statt, welche auf der Fabrik herg,stellt worden ist. ES wurden nur drei Schüffe abgegeben, die mit furchtbarem Knall über die Stadt hinwegdröhnten. Man kann sich von der Größe des Geschützes eine ungefähre Vorstellung machen, wenn man bedenkt, daß jeder Schuß 220 Kilo oder 440 Psund prismatisches Pulver erfordert, und daß das Geschoß das hübsche Gewicht von 20 Centnern hat. Auf dem im Monat Juni cr. auf dem Schießstande von Meppen projectlrten Probeschießen wird die Firma Krupp unter anderen auch diese Riesenkanone vorführen. kalt sbach. i Färben von r Stoffe und 'tn unzerirennt esglcichen auch jschaflen ver- >enä sofort itglieda tnit ,096 / = fit PapitÄ ’ (3310 T^tobtr^ Ln)(ni^ w- Erhebung genehmigt sind. Sehr häufig mußte bet Revision der vorigen Voranschläge bemerkt werden, daß der bei der Berathung anwesend gewesene Beigeordnete den Zahlen-Voranschlag an der betr. Stelle nicht unterschrieben hatte. Wir verweisen Sie in dieser Hinsicht auf § 10 der bereits angeführten Instruction und erwarten, daß diese Bestimmung künftig genau befolgt wird. Bei Berechnung der Holzpreise ist der tn B tlage Nr. 24 zum Regierungsblatt für 1878 (Seite 170) erschienene Holzpreis - Tarif für die Domanialwaldungen mit der Maßgabe in Anwendung zu bringen, daß immer die Sätze der zunächst gelegenen Oberforstereten zu Grunde zu Soll in einer Gemeinde mit Emwohnern verschiedener Confessionen die allgemeine evang. Kirchensteuer nickt ausgeschlagen, vielmehr auS den übrigen Einnahmen bestritten werden, so ist doch die Rub.ik 60 im Erläuterungsheste mit Angabe des Sachverhaltes vorzutragen. 6) Bezüglich der Zuziehung des Vertreters der Forensen beme ken wir Jdnen, daß da, wo ein gewählter Vertreter der Forensen nicht vorhanden rst, der höckstbesteuerte Forense, der die Bedingungen der Wählbarkeit in sich vereinigt, an seine Stelle tritt, dass aber eine Stellvertretung de- Vertreters der Forensen bet den Verhandlungen des Gemeinderalhs, zu denen er gesetzlich zuzuziehen ift nicht zulässig erscheint. Schließlich verweisen wir Sie noch aus unser Ausschretben vom 15. Februar d. I. — Anzeiger Nr. 43 — die Unterhaltung der Vietnalwege betr. empfehlen Ihnen, in den Voranschlägen die zur ordnungsmäßigen Unterhaltung der Wege erforderlichen Mittel vorzusehen. Dr. Boekmann. Voranschläge durch Wartboten bei Ihnen abholen zu lasten. Zur besonderen Beachtung bei Ausstellung der Voranschläge empfehlen wir Ihnen noch das Folgende: 1) In die Besoldungsverzeichniste — Beilage 6 — find nunmehr die Lehrerbesoldungen nach den Ihnen zugegangenen Besoldungsnoten unter Beachtung der Ihnen gleichfalls mitgethetlten Entschließungen Großh. Ministeriums des Innern genau aufzumhmen. Wenn in einer Gemeinde auch auf den Eingang von Emzugsgeld nicht gerechnet und ein Betrag nicht in Einnahme vorgesehen werden kann, so ist im Erläuterungsbeft doch stets, unter Angabe der Munsterial-Verfügung mit Datum und Nummer, vorzutragen, welche einzelne Sätze zur Deutschland. Berlin, 11. Mai. Die Hauptlinie des großen deutschen strategischen Eisenbahi.-N.tzes von Eydtkuhven bis Metz ist fertig, wenn auch vorerst nur vermittelst eines pr ovi onsch durch die Lahnbahn gewährten Zwischengliedes. Das unterirdische deutsche Telegr. phennetz soll in seinen beiden Hauptdiagonalen von Königsberg nach Straßburg und von Hamburg nach Ratibor, wie in seinen beiden großen Verbindungskabeln von Straßburg über Köln nach Hamburg inb von Ratibor nach Königsberg, und endlich noch in dem fünften süddeutschen Kabel binnen anderthalb Jahren ebenfalls ferttggestellt werden. Die erwähnte Eisenbahnlinie ist durchgehends zweigleisig angelegt, womit auch bet Kriegsfall die Mi'benutzung dwch den Privatwrkehr stchergestellt erscheint. Welche gleichartige durckgeheude strategische Bahnen noch gebaut werden sollen, entzieht sich vorerst noch der Beurtbeilung. Vor einigen Jahren wurde namentlich noch eine derartige Hauptlinie von Wilhelmshaven occr Emden die deutsche Nord- und Ostseeküste entlang b s Memel, und eine dritte nach Süddeutschland aerichtete derartige Hauptbahn als m Aussicht genommen bezeichnet. Zur Zeit stellt sich nach der jüngst auggegebenen neuen deutschen Bahnkarte des Retchs-Eisenbabnamts tie Ausdehnung des deutschen Els.nbahn- Netzes einsä l-eß-ich 975,87 km nickt für den öffentlichen Verkehr bestimmter Bahnen, auf 32.604,14 km, darunter 9,576 87 km doppelgleisige Bahnen; 15 623 35 km sind davon StaatSb hnen, 4,155,40 km unter Staatsverwal- tuna stehende Privatbahnen, 11,849,07 km Privatbahnen. Berlin, 11 Mai. In der Petitionscowm.sston des Reichstages fand dieser Tage eine Berathung über die Aufhebrn g des gesetzlichen Impfzwanges statt welche von den Centrumsmiigliedern lebhaft befürwortet wurde. Der Regier.-Comm'siär. Geh. Rath Finkelnburg, berichtete über den thatsächlichen Verlauf der angesckuld gien jüngsten Jmpfungssäüe, namenrlich über die Vorfälle in Grabnick Regierungsbezirk Gumbinnen, wo im Juli v. Js. von den an einem Tage geimpften Kindern 56 erkrankten und 5 starben. Die Ursache dieses VorkowM'iffeS habe nachweislich tn einem sehr fehlerhaften und regelwidrigen Verfahren deS betr. Jmpsarztes gelegen, und dürfe daher nicht dem Jmvfgesetze zum Vorwürfe dienen. Uebertmpsung von Syphilis sand dort nicht statt' ein Theil der Kinder starb an Scharlach, andere an fauliger Blutvergiftung durch Impfung mit unreiner Lymphe. Zur allgemeinen Einführung der Thierlymphe fehlten bis jetzt noch die genügenden Vorbedingungen; ob und wie solche herstellbar sei, werde augenblicklich vom Reichsgesundheitsamte geprüft — jedenfalls würde dabei der Kostenpunkt eine Hauptrolle spielen. Bon Seiten einzelner Commisstonsmitglieder wurde die neuerlich zu große Ausdehnung der Jmpsbezirke beklagt und der Wunsch ausgesprochen, jeden Armenarzt mit den Impfungen in seinem Districte zu betrauen. Nach langer '8. Hause). Möbeln, n etc. zu Hesterreich. Wie», 12. Mat. Meldung der „PoUt. Lorresp." aus Ragusa. Die Uebernahme von Spizza ist gestern in feierlicher Weise erfolgt. Die österreichischen Truppen rückten unbehindert ein. In Suttomore wurden die österreichischen Behörden von einem Abgesandten des Fürsten von Montenegro im Auftrage des Letzteren begrüßt. Der Vertreter Montenegros forderte das versammelte Volk in einer Ansprache zur Treue für den neuen Herrscher S"°h »L bei * c06 W* i M-i«;- begleitet ward. Eine Deputation aus Susan gab Versickerungen der Treue für den Kaiser ab. Andere Deputationen zu gleichem Zweck sind angekündtgt. Schweiz. Bern, 11. Mai. In Folge großen Schneefalls in den Bergen haben wir hier wieder Kalte wie zur Winterszeit. Dabei ist die Natur so zurück, daß auf dem Lande nicht gearbeitet werden kann und man dort mit gar trübem Blick in die Zukunft sieht; in den katholischen Cantonen, so im Canton Luzern, werden von den Kirchenbehörden bereits Gebete um besieres Wetter angeordnet; eine Bitte, die mit der Zeit jedenfalls erhört werden wird. Seit gestern ist der Gotthardpaß wieder unpassirbar. Selbstverständlich leiden neuerdings unter dem Schneefall auch die Gotthardbahn- Arbeiten. Wie eine Depesche meldet, ist aus der Südseite die aus dem Tessin kommende Waffer- lettung, welche sich 3 km lang an senkrechten Felsen hinzieht, wieder unter gewaltigen Schneemaffen und einer neuen Lawine begraben, so daß die Arbeiten im Tunnel mehrere Tage müssen eingestellt werden. Belgien. Brüssel, 10. Mai. Das Zuchtpolizeigericht von Termonde hat einen Lehrer in Hamme wegen allergröbster Unzucht in 26 Fällen zu je 6 Monaten und in 212 Fällen zu je 4 Monaten, also in zusammen 238 Fällen zu 83 Jahren und 8 Monaten Gefängniß verurtheilt. Das wäre al|o, nach Woestes Rechnung, der 17. „weltliche" Lehrer, der in 20 Jahren so hat gestraft werden muffen, aber eben dieser 17. war, aus der von Geistlichen geleiteten Normalschule von Lierre hervorgegangen, in Hamme die rechte Hand der klerikalen Partei und in deren Versammlungen der stete Sprecher und Macher. Bet seiner Verhaftung fand man ibn im Besitz von zwei Rosenkränzen, einem Scapulier und einer St. Josephs-Medaille; er war eben ein sehr „frommer" Mann. (Köln. Ztg.) Telegraphische Depeschen. Wagner» telegr. Korrespondenz-Bureau. Darmstadt, 13. Mat. Der „Darmft. Ztg." wird telegraphisch mitgetheilt: Der Kaiser von Rußland hat den Prinzen Alexander von Battenberg zum General Major und Chef des 13. Jägerbatatllons, mit welchem der Prinz den Uebergang über die Donau mttmachte, ernannt. Berlin, 13. Mat. Die Nationalliberalen bestimmten in ihrer heutigen Fraktionssttzung zu Delegirten für die Zolltarif-Commission des Reichstages die Abgg. Bamberger, v. Benda, v. Bennigsen, Delbrück, Hammacher, Oechsel- bäuser, Rickert und v. Schaus. Mithin haben jetzt alle Fraktionen, außer der deutschconseroativen, ihre Delegirten für die Achtundzwanziger - Commission bestimmt. München, 13. Mat. Wie die „Südd. Presse" meldet, ist Markt- Tann in der Rhön gestern Nacht größtenteils abgebrannt. Petersburg, 13. Mat. Eingegangenen Nachrichten zufolge ist der Prinz von Battenberg gestern Morgen in Lwadta eingetroffen. Wien, 13. Mat. Der Kronprinz von Schweden ist gestern Abend '. ach Cobienz abgeretst. Rom, 13. Mai. Die vom Papst gehaltene Allocution constatirt mit Genugthuung, daß die Fragen betreffs der Katholiken in der Türket geregelt seien Bukarest, 13. Mai. Die am 9. und 10. Mat ftattgefundenen Wahlen der Delegirten des vierten Wahlcollegiums ergaben eine große Majorität der liberalen Partei. Paris, 13. Mat. Der „Temps" sagt: Die Schwierigkeiten, welche sich hinsichtlich der Organisation der Polizei-Präfectur und der Rückkehr der Kammern nach Parts erhoben hatten, sind ausgeglichen. Das Cabinet wird tu unverändertem Bestände vor dte Kammern treten und, wenn befragt, die Ansicht vertreten, daß dte Angelegenheit der Polizei-Präfektur absolut unabhängig ist von der Frage der Rückkehr der Kammern nach Parts. Wenn dte Fraktion des linken Centrums Garantien verlangt, wird die Regierung sagen, daß sie diese in genügender Weise durch ihre gegenwärtige Zusammensetzung, durch ihre bisherige Haltung, sowie durch ihr Programm biete und wird ein Vertrauensvotum in Bezug auf diese Frage beantragen. Wien, 13. Mat. Die „Polit. Corresp." meldet aus Petersburg: Der Kriegsdampfer „Konstantin" holt die bulgarische Throndeputatton in Varna ab. Dieselbe dürfte am 15. Mai in Livadia eintreffen. Der Prinz von Battenberg empfängt die Deputation zuerst in preußischer Lieutenantsuniform und wird derselbe bet dem darauf folgenden Dejeuner tn russischer Generalsuniform mit der bulgarischen Mütze bedeckt durch den Kaiser von Rußland vorgeftellt. Der neue Fürst reist am 18. d. nach Wien und tritt von dort eine Rundreise nach Berlin, Paris. London und Rom an, gebt von Rom zur Investitur nach Konstantinopel und betritt tn Varna den Boden Bulgariens. Hierauf leistet der Fürst tn Tirnowa den Eid und nimmt tn Sofia seine bleibende Restdenz. Augsburg, 13. Mat. Die „Allg. Ztg." meldet: Der Augsburger Magistrat beschloß, dte Einladung des Berliner Magistrats dahin gehend zu beantworten: Unter verbindlichem Dank für die Einladung beehren wir uns mttzutheilen, daß wir von der Beschickung der für den 17. Mai nach Berlin einberufenen Versammlung Umgang zu nehmen uns entschlossen Huben, weil wir die von Ihnen stgnalisirte Gefahr einer Vertheuerung der unentbehrlich- iten Lebensmittel nicht in der Zolltartfvorlage finden und daher auch die al« Zweck erwähnter Versammlung in Aussicht genommene Demonstration geaen dte Zolltarifvorlage nicht als motivtrt erachten können. Wir sind zwar nicht weniger als andere Stadtbehörden der Pflicht, die Bevölkerung vor drohender Gefahr zu schützen, eingedenk, aber nach unserer Ueberwugung sind die tu der Tartfvorlage proponirten Viehzölle und der Zoll von 50 Pfg. auf den Cent- ner Getreide nicht gefährlich und verdient vielmehr die Tarifvorlage weit eher eine beifällige, als eine abfällige Kritik. Berlin, 13. Mai. Der Kaiser empfing beute Nachmittag noch der Rückkehr von den Hebungen am Kreuzberg den Erbprinzen von Meiningen, welcher die gestern Nachmittag 2V2 Uhr erfolgte Entbindung seiner Gemahlin von einer Tochter meldete. (Der Kaiser ist sonach Urgroßvater geworden.) Washington, 13. Mai. Bet der Abstimmung des Repräsentantenhauses über den Antrag, die Bill, welche eine militärische Intervention bei den Wahlen untersagt, trotz des Vetos des Präsidenten zu genehmigen, stimmten 127 Deputi'te dafür und 97 dagegen. Die Bill wurde wegen des Mangel- der erforderlichen Majorität abgelehnt. Der Staatssecretär Evarts nimmt demnächst die Verha dlungen mit den europäischen Regierungen in Betreff der Einführung der Doppelwährung in S Iber und Gold wieder auf. Lokales. Gießen, 14. Mai. Der Divisions-Commandeur Prinz Heinrich von Hessen, sowie General v. Sannow verweilen eben in unserer Stadt behufs Jnspicirung des hiesigen Regiments. — Gestern Abend versammelten sich eine größere Anzahl Studirender der hiesigen Hochschule in Wenzels Saalbau. Zweck der Versammlung soll ein Protest gegen das Vorgehen der Schutzmannschaft gegenüber mehreren Studenten tn der letzten Samstagsnacht sein. —. Während der Woche vom 4. bis 10. Mat ereigneten sich in Gießen im Ganzen 4 Todesfälle. Ein Kind von 11/4 Jahren erlag dem Keuchhusten. Von den 3 erwachsenen Personen starb eine an Altersschwäche, eine am Kindbettfieber und ein Mann fand den Tod durch unglücklichen Sturz von der Treppe. q. — Der Dieb, welcher letzthin in einem hiesigen Hotel die beiden Hausknechte bestohlen, wurde ermittelt und gestern hier eingebracht. — Verhaftet wurde gestern Abend ein liederliches Frauenzimmer auf der Neuen Anlage. — Der Restaurateur auf dem neuen Bahnhof zu Lollar hat sich bei Gunters- Hausen ertränkt. Gießen, 14. Mai. Nach dem vorliegenden Jahres-Berichte des Octroi-Controleurs betrug das Octroi-Einkommen der Stadt Gießen in 1877 in 1878. Für Schlachtvieh.............. 25,622 75 25,147 85 „ Fleisch und Wildpret........... 1,162 52 1,174 51 „ Brennmaterialien . ........... 16,813 76 16,176 70 ,, Mehl, Früchte re...... 17,336 83 19,827 16 „ Getränke............... 21,444 25 22,005 17 Im Ganzen...... 85,380 11 84,331 85,380 39 11 daher im Jahre 18/8 weniger ......... . . 1,048 72 Die geleisteten Rückvergütungen dagegen betrugen: Für Schlachtvieh .............. „ Brennmaterialien............ „ Mehl, Hafer, Brod re........... „ Getränke............... „ Lieferungen an das Militär......... JL 13 346 4,265 2,144 2,39* 76 71 92 43 80 3 Grm. wiegen, haben demnach etwa dieselbe Wirkung, wie eine aus letzterem Quantum gekochte Mehlsuppe, nur mit dem Unterschied, daß man für letztere nicht 8 Mark zu zahlen braucht. — In der Augsb. Abendzeitung schreibt ein Gichtkranker „zum Heile der Menschheit" : „Daß der Bienenstich den Podagra- und Gichtleidenden augenblickliche Linderung der unsäglichen Schmerzen dieser Krankheit verschafft, wurde schon in mehreren Artikeln frohlockend der Welt verkündet. Am 28. März d. I , als ich grade an den heftigsten Gichtschmerzen am linken Fuße krank im Bette lag und den Fuß kaum mehr rühren konnte, kam mir ein solcher Artikel in die Hand, worin ein Herr College humoristisch seine Heilung mittelst Bienenstichs zum Besten gab. Ich, der ich schon vieles, ja alles, was mir offerirt wurde, diese Krankyeit zu bewältigen, probirte — und alles für Schwindel erkannte, entschloß mich sofort, den kranken Theil von Bienen stechen zu lassen. Schleunigst richtete ich ein Bienenschachtelchen zurecht, so eingerichtet, daß nur eine Biene herauskrieckcn konnte, worauf das Thürchen im Bienenschächtelchen wieder geschloffen wurde. Dte erste Biene wurde mit einem Stäbchen, welches vorn in Honig getaucht war, angepappt und an die leidende Stelle gebracht, worauf sofort unter Zurücklassung des Stachels der Stich erfolgte. Eine zweite und dritte Biene wurde eben so behandelt und ich hatte auch von diesen dieselbe Behandlung zu erdulden. Nach mehreren Seeunden wurden die zurückae- bliebenen Stacheln aus dem Fuße herauSgezogen und als der Schmerz der Bienenstiche nachließ, war der Gichtsckmerz total verschwunden. Noch am selben Tage verließ ich das Bett und schon des andern Tages konnte ich meinem Beruf (ich bin Forstmann) ungebindert toitcer nachgehen. Längere Zeit noch hatte ich ein leichtes Brennen im Fuß, welches sich nach 4 bis 5 Tagen gänzlich verlor. Ich mache diese meine glückliche Cur meinen vielen Leidensgenossen mit dem Wunsche bekannt, daß sie nach Anwendung obigen Mittels so schnell Linderung und Heilung finden mögen wie ich." — Eine Bitte um allergnädigste Hinrichtnng verdient gewiß unter die Curiosa ausgenommen zu werden. Der „Pesther Lloyd" meldet nämlich: ,,Ein nach Sakard zuständiger Infanterist wandte sich tn einem Gesuche an den Kaiser mit der Bitte, der Monarch möge ihn, da er seine Zeit abgedient und nicht zu arbeiten im Stande sei, ihn, den in Bosnien nie e- ie Kugel traf, während seine Kameraden deeimirt wurden, im Hofe der Großwardetner Festung allergnädigst hinrichten lassen " - Folgende drollige Grabschrift findet sich auf einem westvfälischen Kirchhofe: Hier liegt Peters achter de Ranken. In sine Jugend was he en Farken, In einem Oeller war he en Swin ; O Gott, wat mag he nu wol »in? — In das Zuchthaus zu Richmond im Staate Virginia in Amerika sind ein Mann und eine Frau eingeliefert worden, die von dem dortigen Gerichte zu einer Zuchthausstrafe von je fünf Jahren verurtheilt worden sind. Sie sind weder Räuber noch Diebe, keine Fälscher und nicht Meineidige, sondern sie haben sich eines anderen, in jener Gegend viel schrecklicheren Verbrechens schuldig gemacht — sie haben sich geheirathet. Edward Kmney ist ein Neger - von übrigens Heller Gesichtsfarbe — seine junge Frau eine Weiße. Die Beiden sind ordentliche brave Leute; sie gewannen sich lieb und sie beschlossen, einander für das Leben anzugehören. Aber sie wußten auch, daß das Staatsgesetz solche Mischehen verbietet, und so lebten sie denn — ungern und mit schwerem Herzen — zunächst in wilver Ehe. Da kamen die frommen Herren der Stadt und drohten ihnen mit Verfolgung wegen Verhöhnung der guten Sitten, und um endlich diesem Zustande der Angst und Gorge ein Ende zu machen, reisten sie nach dem Sitze der Bundesregierung, nach Washington, wo da- beschränkende Gesetz keine Gültigkeit hat, ließen sich dort in aller Form Rechtens trauen und kehrten dann nach ihrer Heimath zurück Hie hatten sich in der Annahme, vaß sie in dieser Weise das Gesetz umgehen könnten, geirrt, und sie haben diesen Jrrthum mit fünfjähriger Zuchthausstrafe zu büßen. Ob es ihnen gelingen wird, vor einem höheren Gerichtshöfe das Urtheil umzustoßen, wiro lediglich davon abbängen, ob sie die Mittel zur Einleitung der kostspieligen Appellation auftrciben können. Einstweilen verbringen sie den „Honigmond'^ im Gefängnisse. So geschehen im Jahre des Heils i«79 in der sehr frommen Stadt Virginia lm Namen der Sittlichkeit und der Moralität, im Lande der Freiheit, der großen amerikanischen Republik! Eingesandt. Bei dem großen Interesse, welches hier die Tabakfrage erregt, möge ein Auszug der Rede des Herrn Commerzienrath Gail zur Zeit der Casseler Versammlung, hier einen Platz finden. „Ich war Mitglied der Commission, die gestern Abend bcrathen hat, konnte jedoch mit meinen Ansichten nicht durchdringen. Ich glaube wir können nur dann einen Erfolg haben, wenn wir in Uebereinstimmung sind mit der großen Masse der Interessenten, die hier nicht anwesend sind, und diese Uebereinstimmuna ist nur dann zu erreichen, wenn wir die Steuer so niedrig, wie möglich ßeantraam - M?r müssen erwägen, ,b dem Artikel die Steuer zugemuthet werden kann -Ke daß bed Utende Jntereiien verletzt werden. - Diese Interessen sind allerdings unsere Interessen aber wir sind doch auch em Theil des Volkes und zwar ein ganz namhafter Tbeil und tck 6^ube mcht, daß eine Berechtigung besteht, zu sagen: weil wir Geld brauchen gehen so viel bunderttausende Existenzen rücksichtslos Hinwegs (Bravo!) namentlich im vorigen Jahre, als die Camphausen'sche Volläge kam, gegen die Hohe der Steuersätze ausgesprochen. Ich bin damals nicht allein geblieben, zuerst in einer großen Versammlung in Frankfurt hat man sich ehr- W bm gegen den Satz von ^42, weil ich absolut zu hoch halte! Wenn ein solcher Satz angenommen wird so wird SR1™ nnnltlTnre r^ckation und damit auch der Import von ausländischem und der Bau von inländischem Tabak m enormer Weise beeinträchtigt werden, sondern bei einem solchen Lratze wird auch die Staatsregierung nicht as erreichen, was sie will. Eine höhere Einnahme kann nur erzielt werden, wenn man sehr niedrige Sätze nimmt und dadurch den Consum möglichst wenig vermindert. Es ist vorhin gesagt, man solle es vermeiden, eine Spaltung in unserer Versammlung h^vor zu bringen. — Aber eine Spaltung ist nur dann zu vermeiden wenn man sich an die niedrigsten Sätze hält. ' ________ Das Tabakstcuer-Comitv. Aufforderung. 3314) Fritz Flimm in Firma L. Müller in Gießen hat am 21. April 1879 ein aus den Acten zu ersehendes Arrangement abgeschlossen, gegen desien beantragte Bestätigung b s zum 10. Juni d. I. etwaige Ein- trenbungen vorzubrlngen sind, bei Meidung der Nichtberücksichtigung. Gießen, den 9. Mai 1879. G'vßherzogl. Stadtgericht Gießen. Langsdorfs, Dr. Gtlmer, Stadtrichter. Stadtger.-Asstfsor. Oeffentliche Aufforderling. Heinrich Heibertshaufen und Lessen Ehefrau Katharine, geb. Müller, von Staufenberg hatten unterm 29. April 1874 ein Testament errichtet, worin sie ihre Kinder, darunter auch ihren nach Amerika ausgewanderten Sohn — Kasper Heiberts- hausen — zu Erben einsetzten, jedoch bestimmten, daß ihr Sohn Kasper durch dasjenige, was er bereits aus ihrem Vermögen erhalten, — bezüglich je nes Erbchells sich als beliefert anzusehen habe. Heinrich Heibertshausen's Ehefrau ist am 18. Januar 1876 gestorben und das fr. Testament ist von allen Erbinteressenten mit Ausnahme des — unbekannt wo? — abwesenden Kasper Heibertshau- se n als rechtsgültig anerkannt worden. Heinrich Heibertshaufen bk-avstchtigt nunmehr mit Zustimmung seiner übrigen Kinder verschiedene zu dem mütterlichen resp. errungenschaft- lichen Vermögen gehörige Grundstücke zu verkaufen. Es ergeht hiernach an Kasper Heibertshaufen resp. desien Leibes* oder Testamentseiben die Aufforderung, binnen 3 Monaten von heute an gerechnet — das Testament seiner Eltern auf dem Klagwege anzufechten und seine etwaigen Rechte bezüglich der beabsichtigten Güterver- Lußerung zu wahren, als sonst angenommen würde, er erkenne das fr. Testament als gültig an und genehmige di? von seinem Vater beabsichtigte Güterveräußerun^. — Einsichtsnabme der Acten ist gestattet. (1782 Gießen, den 6. März 1879. Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, Langerma»ln, Landrichter. Landg.-Affeflor. Lieferung. Mittwoch den 21 Mai d. I.. Vormittags um 10 Uhr, werden dahier: 16 Centner frische Butter, sowie 10 Centner weiße und 2 Centner schwarze Hammelwolle, zur Lieferung öffentlich versteigert. Marienschloß, den 11. Mat 1879. Großh. Landeszuchthaus - Direktion. Scriba. (3301 Weißbiudergefellen u. Handlanger gesucht von (3326 Phil. Schäfer, Brand 207. Allgemeiner Anzeiger. Oeffentliche Aufforderung. 3323) Nachdem Friedrich Hummel von Wiefeck, desien Vermögen nach dem aufgenommenen Status um 2652 «X überschuldet ist, mit der Mehrzahl seiner nicht bevorzugten gerichtsbekanntei Gläubiger heute ein Arrangement abgeschlossen,wonach er, unter Bürgschaftsleistung seiner Eh frau, 250/o aller unbevorzugten Forderungen in 4jährl'chen Zielen Martini 1879, 1880, 1881, 1882 sich bereit e klärt hat, so werden nunrmhr alle übrigen dem Gerichte bis jetzt noch unbek nnten Gläubiger cmfgesordert, etwaige Einwendungen gegen besagtes A'r-mgement binnen 4 Wochen an unterzeichnetem Gericht vorzubrigen, widrigenfalls das Arrangement gerichtlich bestätigt und zum Vollzug gebracht werde. Gießen, 7. Mai 1879. Großherzogliches Landgericht Gießen. I. V. d. L.: Dr. Trapp, Landger.-Assessor. Brennholstieftrung. Die Lieferung des für die verschiedenen Unlversitäts - Anstalten für den Winter 1879/80 erforderlichen Brennholzbedarfes mit ca. 240 Nmtr. soll im Ganzen oder in Abtheilungen im Submissionskrege vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen können in unserem Geschäftszimmer im Uni- versttäts - Kanzleigebäude eingeschen werden, woselbst die Offerten oer- schloffen und mt bezügliche Aufsch ift versehen bis zum 17. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, einzureich-n sind, in welchem Termin deren Eröffnung erfolge > w>rd. Gießen, den 10 Mai 1879. Großherzogliches Universitätr-Rentamt. Schmitt. (3262 Holzversteigenmg. Freitag den 16. d. Mts., Mor ens 8 Uhr, sollen in hiesigem Gemeindewald versteigert werden: 23 Rmtr. Nadel-Scheiter, 159,3 Rm. Nadel-Knüppel, 57,5 Nadel-Stöcke, 5150 Nadel - Wellen, 15 Nadel- Stämme und 1250 Nadel-Stangen (Bohnenstangen). Anfang und Zusammenkunft im District Mühlberg oberhalb der Ricdö- müble. Leihgestern, den 13. Mai 1879. Givßh. Bürgermeisterei Leihgest rn. Heß. (3295 Donnerstag den 29. Mai, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Ortsgericht die Immobilien des Seilermeisters L. Huhn dahier, als: Flur Mtr. V1007 50 Hofraithe in der Wallthor- straße, VioisVc 1394 Grabgarten in der Zosels- gasse, 25/ep 687 Wiese vor dem Weiher meistbietend versteigert werden. Gießen, den 15. April 1879. Großh. Ortsgericht Gießen. 2531) Müller. Bekanntmachung. 3332) Verschiedene im Gießener Stadtwald erforderliche Wegbau Ar- beiten unD Lieferungen, als: vH. Planirarbeit, veranschl. zu 205 — Fertigung von Canälen, veranschlagt zu 100 — Chaussirarbeit, veranschl. zu 428 40 Lieferung von Chaussee- Steinen, veranschl. zu 821 70 sollen Dienstag den 20. Mai d. I., Vormittags 10 Uor, im Ratbhaussaale öffentlich versteigert werden. Gießen, den 14. Mai 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. Arbeitsversteigerung. Dienstag den 20. ds. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden von unterfertigter Bürgermeisterei nachverzeichnete Arbeiten öffentlich in Accord versteigert: 1) Anfahren von Mauer- u. Unterhaltungssteinen, veranschl zu 279,50 2) Steinschlagen u. Decken, veranschl. zu 350,— 3) diverse Zimmer-, Maurer-, Wnßbwder-, Glaser- und Schlosierarbeiten, veranschl. zu 48,— Lang Gö"s, den 13. Mai 1879. Großh. Bürgermeisterei Lang - Göns. 3333) Brückel. Donnerstag den 29. Mai, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Egydus Ebel dahier, als: Flur Mtr. V«? 44 Hofraithe in der Kühgafse, 7423 6 Miststätte in der Judenaasse, V426 .138 Hofraithe in der Kühgaffe meistbietend versteigert werden. Gießen, den 15. April 1879. Großh. Ortsgericht Gießen. 2538)_ _ Mülle r. Donnerstag den 26. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Friedrich Weber Flur. Mtr. 41,8 659 Hofraithe links der Chaussee meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. April 1879. Großh. Ortsgericht Gießen. 2927) Müller. Jellgeöotenes. 3320) Große Wiegeklötze, von 4—5* Durchmesser, verkauft Herm. Euler. Hemden nach Maaß unter Garantie des Gutpassens liefert zu billigen Preisen (2965 _________H Nübfamen. Fertige Herren- und Knabengarderoben. Wir haben eine große Parthie eleganter Herren- u. Knabenanzüge sowie Paletots beoeutend unter dem Preise abzugeben. (3335 ________fei ehr. Stamm. Prima Steinkohlen in bester Qualität bei (1247 C. Demuth, Neuenweg Lit. B. 188. D ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÜ ÄÄ t ÄÄÄÄÄÄÄÄLLÄW | Geschafts Eröffnung. 8: Einem verehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die 1F- ergebene Anzeige, daß ich Donnerstag den 15. Mai in \ - A meinem Hause dikeustadt Nr. 1£9 eine U | Ochsen- und 8chweincmetzgerei | M eröffnen werde. Es wird mein Bestreben sein, durch gute W" Waare und reelle Bedienung meine werthen Abnehmer zu- 6-' tK frieden zu stellen. Hochachtungsvoll Ä 3299) Karl Burkhardt. |: Kölnische Hagel-Persicherungs-Gesellschaft. Gegründet lm Jahre 1858. Grund-Kapital M. 9,000,000, Reserven M. 1,179,383 Zur Vermittelung von Versicherungen gegen Hagelschlag bei obiger Gesellschaft empfiehlt sich unter Zusicherung prompter Erledigung aller Aufttäge. Die Agentur der Kölnischen Hagelversicherungs-Gesellschaft. 2561) Theodor Küchler. Anonyme Artikel in Betreff der Tabaksteuerfrage werden von uns nicht mehr berücksichtigt. — Unser letzter Artikel ist in keiner Weise widerlegt und lassen wir uns durch Bemerkungen, deren Urheber sich zu nennen schämt, nicht abhalten, unser ehrliches Ziel zu verfolgen. Gießen, im Mai 1879. Das Tabaksteuer Comite. 3330) Schreiner, Uorsihender. Wenzel s Garten. größter und schönster Uergnügungsort fließen-s. Eröfliimig der Sommer-Saison. dkeue Anlagen. Turn- und Spielplatz für die Jugend. Vorzügliche Küche. Ausgezeichnete Weine. Aufmerksame Bedienung. Stets Diners und Soupers ä part ohne vorherige Bestellung. SW~ Bier im Glas ä 15 Ffg. Grosser Festplatz stets zur gefl. Benutzung gratis. Ferner empfehle meine zu allen Festlichkeiten, als: Hochzeiten, Diners, Soupers, Bällen, Italienischen Rächten, Feuerwerk, Kaffee-Gesellschaften (Pianino) rc. rc, geeigneten Localitäten bestens. üSSF Vom 15. d. M. an iHittagstisch ä Mk. 1, Mk. 1.20, Mk. 1.50. Achtungsvoll 3337) Wilk. Weisel. WermielHungen. 3315) Ein möblirtes Stübchen zu ver- miethen.______L- Friedel, Sandgasse. 3317) Der zweite Stock meines Hauses ist auf sofort zu vermiethen. Feldwebel Bruchhäuser, Grünbergerstr. ”3324) Am Kirchenplatz 2 ineinander- gehende, möblirte Zimmer zu vermiethen. _________________________E. Lind. 3294) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen und gleich zu be- ziehen.___________Marburgerstraße 177. 2771) In meinem Vorderhaus ist ein Logis von 4 Zimmeru, Bodenkammer, etwas Grabland und Bleichplatz zu vermiethen. I. Og. Unverzagt, ________________vis-ä-vis Pöschel's Bierhalle. 3236) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. ____________________Tiefcnweg C. 144. 3222) 2 möblirte Zimmer sofort zu vermiethen._________Alicenstraße E. 104. 3212) Ein Logis, bestehend aus 3 Zimmern, 2 Cabinetten, Küche und nöthigem Kellerraum, mit Wasserleitung per sofort zu vermiethen im ehemals Thorn'schen Hause.____________Frankfurter Straße. Der seither von Herrn Dr. Welffen- b a ch bewohnte untere Stock meines Hauses, Alicenstraße lO25/to, bestehend aus 6 Zimmern und Zubehör, ist vom 1. Juli an zu vermiethen. (2988 __Dr. Th. Tasche 1803) Ein kleines Logis zu vermiethen. __________Adolf Hoß, Schießgärten. 2216) Ein Familienlogis zu vermiethen am 1. Juni beziehbar. Chr. Noll Hl., Kanzleiberg 8. 66. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebenhaus an eine stille Famile zum 1. August zu vermiethen._____________________Dr. P lo ch. 3207) Die mittlere Etage meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli zu beziehen.__________Funk, Stadtg.-Actuar. 3268) In meinem Hause im Gartfeld ist der erste Stock mit 6 Ziminern nebst Zubehör pr. 1. Juli zu vermiethen. ___________________I. Bernhardt. 3271) Ein Familienlogis zu vermiethen, alsbald beziehbar. G g. Noll, Gärtner. 3214) Ein Familienlogis per 1. Juli zu vermiethen bei ______Uhrmacher Böger, Seltersweg. 3107) Das Mansardenlogis in meinem Hause auf dem Kreuz ist per 15. Mai zu vermiethen.________August Weidig. 3157) Schloßgasse A. 258 ist ein Familienlogis, aus 4 Zimmern bestehend, zu vermiethen und am 1. Juni beziehbar. 2385) Die 3. Etage meines Hauses in der Alicenstraße zu vermiethen und sofort zu beziehen._________________ Geisse. 1804) Ein Logis von 3—4 Zimmern, Küche nebst Zubehör zu vermiethen. Adolf Hoß, Schießgärten. 2046) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei Gg. MalkomefiuS, Neustadt. 2318) Der 2. Stock meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli d. I. beziehbar. S- Katzenstein, Seltersberg. 2636) Ein Familienlogis zu vermiethen auf der früher Herb ert'schen Bleiche. Näh, im Hause selbst, im unteren Stock. 2869) Möblirtes Zimmer zu vermiethen bei (5hr. Löber Ww., Grünbergerstr. 29061 Der zweite Stock meines Hauses, vis-ä-vis dem Clubgebäude, zu vermiethen. K arl Weid ig. 1526) Ein Haus best. aus 7 Zimmern, verschließb. Boden u. s. w. nebst Garten, zu vermiethen. Ebenso eine Wohnung von 4 Zimmern u. s. w. Näheres bei Dr. Koeniger, Grünbergerstr. B 151,5. Beste, vielfach bewährte, auf 3 Ausstellungen prämiirte AUSSTELLUNG I.CASSEL1870. / Cassa - Schränke zu den billigsten Preisen bei RUD. WOLFF, 3313)_______________________________Weidengasse._______________ Lony’s (Felse keller) Hiersalon* Die Bewältigung der Maler- und Decorationsarbeiten der vollständig neu restaurirten Etablissements-Räume zwingen uns die zu Donnerstag angekündigte Eröffnung auf Sonnabend den 17. Mai er. zu ve legen. Ch. Lony. Programm. Vormittags 10 Uhr: Erster Anstich eines famosen Frühschoppens, ff. Lagerbier; reichhaltige Karte für falt» Ausschnitt. Abends von 8 Uhr ab: COUCERT. Streichmusik - Sextett von der hiesigen Regiments-Capelle. Entröe 20 H. 9 Uhr: Gruß und Willkomm. Jmprovisirte Fest-Rede von Fritz Lindner. Sonntag: Früh-Scheppen. Nachmittag: Kränzchen für Herren und Damen. Für Letztere empfehle ein Glas leichte liebliche Maiweinbowle. Abends 8 Uhr: Eröffnung^ - Vorstellung von Lindners So mmertheater. Prolog gesprochen von Frau Kentler-Häser. Näheres Programm der Vorstellung im Sonnabend-Blatt. Dem Wohlwollen des lieben werthen Gießener Publikums empfiehlt sich 3327) Hochachtungsvoll __________________Fritz Lindner, Theaterdirector. Indianer - Vorstellung im Xooloffischen harten zu Frankfurt a. M. Vormittags von 8-10 und lOVg—12V2 Uhr. (3233 " * Nachmittags von 2—4 und 5—7 Uhr. In den Pausen von 10—10'/r und von 4—5 Uhr sind die Indianer auf dem Platze anwesend.(H. 61115.) Danksagung. 3325) Für die zahlreichen Beweise der Liebe und Theilnahme, welche mir bei dem langen Siechthum und der Beerdigung nieines geliebten Sohnes Hermann Rothe zu Theil geworden, erlaube ich mir allen Verwandten und Freunden, wie auch Herrn Dr. med. Haupt für seine opferwillige Pflege und Herrn Pfarrer Schlosser für seine tiefergreifenden Worte am Grabe des Dahingeschiedenen, meinen innigsten Dank auszusprechen. G. A. Rothe. 2174) Ein Logis im Freien, erster Stock, 4 bis 5 Zimmer mit Zubehör, sowie Theil am Garten, zu vermiethen und 1. Juli beziehbar. I. Jutzi. Wenzels Garten. 3336) Möblirte tiZimmer« tt 2888) Eine Familienwohnung zu ver- miethen.____________Ncuenbäuen B. 83. 2006) 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. F. Zöller, Neustadt. vermischte Anzeigen. ■Älipfe ß von ausgekämmten Haaren werden unter Garantie solider Arbeit billigst angefertigt __von Karl Gerlipp, Kirchenplah 25. 3260) Gesucht eine Wohnung von 3—4 Räumen, guter Keller und etwas Hofraum. Offerten besorgt die Exped. d. Bl. 3264) Ein noch im guten Zustand befindliches Fuhrmannsschiff wird, zu kaufen gesucht. Näheres in der Exp^d. d. Bl. 3334) Lehrling mit guten nissen gesucht. Emil V* 3328) Das Wohnhaus der Unterzeichneten mit Ladeneinrichtung, worin mit dem besten Erfolge das Metzgergeschäft betrieben wird, welches fick auch zu einem anderen Geschäfte eignet, ist nebst Schlachthaus und Stallung auf 6—8 Jahre zu verpachten. Pachtlustige werden gebeten sich bei mir zu melden. Wittwe des Metzgers Carl Meister^ Marburg a./I. Barfüßerstraße Nr. 17 HriMmsschnst. 3316) Das Neuvergolden von Grab- steinschriften auf hiesigen und.auswärtigen Friedhöfen wird dauerhaft, schnell und billigst gefertigt. •J. P. Ritsert, Vergolder, Wallthor A. 156. 3331) Ein bereits geführter Hund wird zu kaufen gesucht, die Exped. d. Bl. H'kner- | Union. 1 Heute Donnerstag At ■ Gencralversammlui?? 3318) Gastwirthen oder sonstigen soliden Personen ist der Verkauf eines überall leicht verkäuflichen guten Artikels bei hoher Provision zu Übertrags. Fcanco-Offer- ten sind innerhalb 8 Tagen sub M. P. 800 postlagernd Carlsruhe (Baden) zu ^richten. Lohnkettnev.^ gesucht von 3329)__________Leib, Philosophenwald. 3298) Ein braves Mädchen sucht Stelle; es wird mehr auf gute Behandlung alS auf hohen Lohn gesehen. Näheres in der Exped. d. Bl.__ Cigarren- und Wickelmacher werden gesucht van (3319 Matt mann «ü? Weidlg. 3338) Ein größeres Kapital ist gegen gute hypothekarische Sicherheit auszuleihen. Näheres bei d. Exped. d. Bl.__ Str&kküte, Herren und Damen-Stroh- hüte werden zum Waschen, Färben und Faponniren anae o nun Muster für Damenhüte li-gen zur Ansicht bere't. (2873 Louis Grail, Mäusburq. 3309) Ich suche zum 1. October eine Wohnung, bestehend aus wenigstens 6 Piecen, in guter Lage. Louis Wallenfels, Anlage 30. (besucht eine freundliche Wohnung von 3—4 Zimmern nebst Zubehör. Offerten unter H an die Exped. d. Bltts. erbeten. (3321 2990) Ein verheiratheter, mit allen Comptoirarbeiten vertrauter Kaufmann, dem gute Empfehlungen zur Seite stehen, sucht eine Stellung in einem kaufmännischen Geschäft, als Verwalter oder sonst ähnliche Beschäftigung. Gefl. Offerten besorgt die Exped. d. Bltts. unter Nr. 2990. Köln-Gießener Bahn. Dom 13. Mar ab. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6« 12 4". Dillenburg 6«, 12, 4«, 95- Stegen 6«, 12, 4«. (3256 Wetzlar 6", 8«, 10, 12, 4", 7’, 9». Vera« Uv örtliche Redackion: A. Scheu da. — Druck und Verlag der B^rübl'schen Univ.-Drucker« (Ur. Ehr. Ni et sch) in Gieße«. Hier)« eine Beilage.