187» Samstag dm 14. Juni Nr. IM WeMer Anzeiger tret Anzeige- ui AmtsM für den Kreis Gießen straße 19 16 )rff. Th’ Hau^ ■ff. bertL vfäiitc en. (3965 Asik, Wellrr- unfT ^dmnann lnemer u borgen, indem , W .^"gsdorfT bersch. irgend zur gtj. Lit.B.m, Geschäft nung bitte um Hiser, ers oh. ^ngBdorff. >ch. von C. Albertt ^«14 "errn Friseur gsvoll berti. Räbcben a»* -leite zur SM >atzenmädchcnun Mungals W Sist m. Darmstadt 12. Juni. (Evangelische Landessynode. 22. Sitzung.) Erster Gegenstand der Berathung bildet der Antrag des Abg. Groh, die Synode wolle das Kirchenregiment ersuchen, durch generelle Lersügung und nach Aenderuna der seitherigen gesetzlichen Bestimmungen anzuordnen, daß 1) alle yfa.lT^e^^u^^u^r^ulb^ bie betreffenden Localkirchenvorftände öffenrlich verpachtet und die Pachtertrage durch«die Kirchenrechner erhoben und in den Kirchenrechnungen als Pfarrbesoldung verrechnet werden; 2) hierbei bleibt es den Besoldungsnutznießern unbenommen, die, ihmi noth- wendigen Grundstücke zu dem Durchschnittspreise der Deipad)teten Kategorien zur Selbstbewirthschaftung der Verpachtung zu entnehmen, 3) ^ Kosten der Verpachtung und Erhebung der Pachtgelder werden aus den Pachtertragen bestritten, welch' letztere erst nach Eingang dem Besoldungsnutzmeßer ausbezahlt werden- Nach längerer Debatte, an welcher sich die Abgg. Buchner, Dieffenbach, Schroder, Curtmann, der Antragsteller und Ober-Consistorialrath Mehör betheiligen, wird dieser modisicirte Antrag zur weiteren Berichterstattung an den- Ausschu — Bezüglich des Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung des § 4 des Klrchengesetzes vom 8* Januar 1876 über die Classification des Dlenstemkommens der evangelischen Geistlichen beschließt die Synode nach längerer Debatte, der von dem Klrchenregimente vorgeschlagenen A-nderung des § 4 des Classificationsg-setz-s zuzustrmmen, ferner an ba^tSrobb- Ober-Eonsistorium das Ersuche» zu stelle», dasselbe wolle bei Feltsetzuug der Erlöse aus Pacht außer den in seinem Ausschreiben Dom 14. gQarj 18e9 speciell berührten Gesichtspunkten bezüglich der den Werth bet Jahrespachtsumme Mindernden Umstände au die deßlialb von den Kirchenvorfiande» gestellten und von den Dekanats- nSüfien mit Rücksicht aus besondere Verhältni,e gut geheißenen Antrag- Rücksicht nehme» und in allen Fällen in welchen sich ohne eigenes Verschulden des Nutznießers erhebliche mindestens sich aus 50 M berechnende Ausfälle an dem Pachtgeld ergeben, nach genauer Prüfung zu Lasten des Centralkirchenfonds Entschädigung gewahren Die Vorlage Großh Ober-Consistoriums, die alsbaldige Renis.on der Besoldungsnoten d^i eoangelischen Geistlichen betreffend, gelangt ohne Debatte einstimmig zur Annahme. - ^u einer Gesetzesoorlage in Betreff eines Zusatzes zu § 102 der Krrch-nv-rfasiung batte der Ausschuß beantragt, dieselbe in folgender Fassung anzunehmen . »8 lot ». Ein Beschluß der Synode über Budgetposten oder Gesetzesoorlagen, insoweit durch dle- ielben in birecter Weise das Einkommen der Geistlichen berührt wird, hat nur Gültig- ke t w nn bei der in gewöhnlicher Weise stattfindenden Abstimmung 1) zwe, Drittheile owobl der weltlichen altz auch der geistlichen Mitglieder anwesend sind und 2) die Mehrheit sowohl der weltlichen als auch der geistlichen anwesenden Mltglledersur denselben gestimmt hat. Im Falle der Stimmengleichheit m einer Gruppe ist tue Abstimmung derselben in der nächsten Sitzung zu wiederholen Bel abermaliger «timmen- aleichheit gilt der Antrag oder die Gesetzesoorlage als abgelehnt. Die Synode beschließt nach einer weitläufigen Debatte, deren selbst auch nur auszugsweise Wiedergabe ür den gebotenen Raum unmöglich ift, mit 32 gegen 21 Stimmen m namentlicher Abstimmung Ablehnung der Vorlage und des Ausschußantrages. - Der Antrag des Aba Schröder, betreffend das Mitwirkungsrecht der Gemeinden be, Besetzung er- ledmter Psarrstelle», wird abgelehnt, ebenso der oon dem Abg. Buchner gestellte Au- ttaa das Kirchenregiment zu ersuchen, der Synode das m 123 ber Kirchenoerfaisung vorgesehene Gesetz, welches bei Besetzung der erledigten Psarrstellen eine westergehende Mitwirkung der Gemeinde regelt, vorzulegen. Berlin, 11. Juni. Die „Voss. Ztg." schreibt: „In den Kreisen der Tabakssteuer-Commission war gestern die Nachricht verbreitet, daß der Reichskanzler das Tabakssteuergesetz sür gefallen ansieht, wenn di- Nachsteuer ab- aelednt wird. In der Commission dürste die Nachsteuer höchstens auf 4 bis 5 Stimmen zu rechnen haben. Man wollte ferner wisien, daß die Regierung un äußersten Falle geneigt fein würde, den vom Abg. Schmidt (.Württemberg) biantragten Satz von WO, bez. 60 Mk. anzunehmen, während auch hierfür in der Commission auf keine Mehrheit zu rechnen ist. Unter diesen Umsta.idr.r macht sich immer mehr die Ueberzeugung geltend, daß auch m dieser Session M Reichstages die seit Jahr und Tag auf der Tagesordnung stehende Tib.rks- steuersrage noch nicht zur Erledigung gelangen wird." — Rur Verbesserung der Postverbindungen aus dem platte» Lande ist die Rabl der Postanstalten an Landorten im Reichspostgebiet seit 1874 um 950 die Zahl der Landbriesträger um 1300, di- der Briefkasten an ländltchen Otten ohne Postanstalt um 10,000 vermehrt worden. Mit Hulse dieser ver- besierten Betriebsmittel sollen nach der Anordnung des Generalpostmeistets nunmehr überall da, wo es das Verkehrsbedürsniß erfordert, Postverbindungen in der Art hergestellt werden, daß die Landbiiefträger benachbarter Postorte >u einer im Voraus festgesetzten Stunde auf der Grenze ihrer B-stellb-ztrke an einem bestimmten Punkte zusammentreffen und die ihnen von den Postan- flalten ihrer Stationsorte übergebenen Briefpaket- ic. austauschen. Auf diese Weife wird sich sür di- Postsendungen zwischen zahlreichen Nachbaroiten eine voraussichtlich beschleunigte Beförderung erzielen lasten. Stuttgart, 12. Juni. Der „Schw. Merkur" bringt Festberichte aus einer großen Anzahl kleinerer und größerer Städte Württembergs. Von Tu- hingen aus sah man gestern Abend die festlich erleuchtet- Burg H°h°nz°llern. In Bad Offenau kamen 168 nationalgestnnte Männer aus Württemberg, Baden und Hesten zur Feier des TageS zusammen. Kekerreich. Wien, 11. Juni. Meldungen der „Polit. Corresp." Aus Sofia. In Bulgarien ist di- Aushebung neuer Altersklassen für di« Miliz angeordnet Sämmtliche Leute, di- schon -in Jahr gedient haben werden dann b-uAaubt und der Effectivstand um ein Drittel reducirt. - Aus Belgrad. Consorm der Entscheidung der internationalen Gtenzcommtssion und der diessälligen s- sordernug Dondukoff's ordnete der Fürst von Serbien die vollständige Räu- muna der Dlstricte Trn und Breznik an. Gestern erfolgte dieselbe, worauf russstche Truppen einrückten und bulgarische Beamte di- Verwaltung ubernch. men. Der bisherige diplomatische Agent Italiens, Joannini, ist abberufen, Redaetionsbureant \ @4ulftracc B. 18. ExpeditionSbureau r j Die Reichstagsserien sind beendet. Die Erwartung, daß sie von den Reichstagsabgeordneten benutzt werden würden, um ihre Wähler um sich zu schämen und ihnen Bericht zu erstatten, hat sich nur In wenigen Kreisen erfüllt. Jene politischen Propheten, welche verkündeten, daß der erregte Kamps, Ule er im Reichstage selbst getobt hatte, zu neuem Leben erwachen und in wette» Volkskreisen wieder aufleben würde, um noch einmal und erbitterter durchgekämpft zu werden, haben Unrecht gehabt. Es ist dies allerdings eine Art psychologisches Räthsel, aber es findet sich leicht eine Lösung desselben. Es ist nicht zi-viel gesagt, daß das Volk mit Zollpolitik übersättigt war. Der Kampf der einzelnen Jnteresten erregte der Natur der Sache nach meist nur einzeln- Kreise. Intensive Freude, wie hochgradige Verstimmung äußerten sich nur local. Es ist eben eine absolute Unmöglichkeit, die Jnteresien der Küstenländer mit jenen des Binnenlandes völlig zu versöhnen. Der Norden und der Süden Deutschlands, der Osten wie der Westen haben jeder : andere Jnteresien. lieber Allem stand das allgemeine Interesse, und dieses letztere nimmt ja eine andere Gestalt an, nachdem es mit der gesärbien Brille der Heimath betrachtet wird. Diese Umstände allein charakteiistrcn di- Schwie- rigketten der Aufgabe, die Handelspolitik Deutschlands in kurzer Zeit so zu ändern, daß sie möglichst dem allgemeinen Jntereffe enlspricht. Es ift nicht unmöglich, daß wie so oft der Jnstmct em es Volkes fit so schwierigen Lagen das Richtige findet. Man kann das Bedurfniß nach Ruhe auf dem werten wirthschaftlichen Felde gar nicht schärfer fcststellen, als durch die Cvnstatlrung der Thal,ach-, daß das Volk sich rasch in sein Schicksal ge- - funken hat. Die Schwarzseher einzelner Parteien hatten politisch - erregt- Pstngsttage prognosticirt, aber thatsächlicb ist das Fest in absoluter Ruhe echt friedfich und fröhlich verlebt worden. Das scheint denn doch dafür zu sprechen, daß die neuen Zölle keineswegs so hochtragisch ausgenommen worden sind, wie dies tote absoluten Freihändler verkündet hatten Auch hierbei verkeimen wir nicht, daß keineswegs überallZufrledenhert herrschte, aber im Volke ha sich schon fetzt der Gedanke festgesetzt, daß man die Dinge nehmen muß, wie sie sind, und daß es eben keine Zollpolitik giebt, die es Allen recht machen kann. Wer eben vergißt, was doch nicht zu ändern ist, der ist ja nach dem ^ ü'tßir schlagen die Rückwirkung dieser Volkssttmmung auf den Reichstag nickt gering an. Genügten die kleinsten Differenzen in den Zollsragen, um Abstimmungen zu z-rsplitt-ru und Partelen zu sprengen, so wird auch eine mhge Stimmung des Volkes, welches in der Z°°res°rm erneu Abschluß ddr wirtschaftlichen Unruhe für Jahr- erblickt auch gedeihlich !L ateiAgtaa beeinfluffeu. Bevor nicht die national-oconomrschen Differenzen iuh? st -in- ° unde politische Parteibildung stets in Gefahr. Sagte doch «inst Cobden, er fei auf Wunsch Tory ober Whig, wenn nur der. Frei- banbel dadurch einen Vorth-tl habe. Bei einem jungen unb noch ri cht eng. lisck-besestigten Patlameirtansmus wäre eine solch- Aeußerung allerdings für bie fieibeitltd)e Entwickelung der Verfassung gefährlich. Wir erwarten daher daß io schwankend unsere Parlamentarier in der Zollpolitik waren, allerdings ;„»pnber als das Volk selbst, st- dennoch wieder fest und treu zusam- mLstchen wo die Reattion die Verslssung oder die Volksfreiheit bedroht, k ber Volksschule (vier Stunden wöchentlich sind schon vorgeschrteben, Lr auck tweistündiger Confirmanden-Unterricht), auf Rang- und Gehalts- später auch z l » Consi storinms, um diese Beamten der „selbstän- L ! K rckUwa den weltlichen Ministerialräthen gleichzustellen. - Der b m (Slfcfrfelber System in Darmstabt gegrunbete unb sehr wohltbätig \em ®«eren Gespielinnen tn einen Wicsengrund gegangen, um Blumen zu pflücken und gericth hierbei unglücklicherweise die bekannte Giftpflanze Herbstzeitlose (col- cbicum autnnina/le) in seine Hände, von deren Samen es verschlucktes Bei der heute vorgenommenen ärztlichen Scction fanden sich noch Neste dieses Wanzensamens im Darmkanal vor' so daß die Todesursache, Colchicinvergiftung, klar vorlag. Um fernerem Unglück vorzubeugen' verdient dieser Vorfall tn weitesten Kreisen mitgethcilt zu werden, damit Eltern ihre Kinder vor dieser gefährlichen Giftpflanze warnen (g? ® ) | Offen b a ch, 11 Juni. Gestern in der Mittagsstunde zog ein sehr heftiges Gewitter über unsere Stadt und schlug der Blitz an verschiedenen Orten ein, so in das Haus des Herrn Endres in der Waldstraße, wo derselbe in den Schornstein fuhr und sich durch ein Wohnzimmer Den Ausgang bahnte; der Schlag war glücklicherweise ein sogenannter kalter. In Oberrad fuhr der Blitz in das alte Schulhaus und zündete in einem Zimmer des daselbst zur Miethe wohnenden Schutzmannes ein Kanapee an, auf welchem sich dieser kurz vorher zur Ruhe gelegt hatte; aus dem am unteren Ende des Kanapees liegenden Säbel wurde ein Stückchen heraus- geschlagen, der Schutzmann selbst kam mit einer momentanen Betäubung und mit dem Schrecken davon. Das Feuer wurde, da er gleich wieder zur Besinnung kam, von ihm selbst sofort wieder geloM Auch In eine am sog Gäulsloch stehende Pappel schlug der Blitz ein, nachdem tooTlier zwei Manner, Die sich zum Schutz gegen den Regen da untergestellt, den Platz ver- laffen hatten, weil es durchregnete; sie waren kaum 15 Schritte entfernt, als die Egta- strophe eintrat. Witz en Hausen, 7. Ium. Gestern wurde der Arbeiter Harning hier inhafttrt, weil er in dringendem Verbuchte Der Falschmünzerei stand. Derselbe trank in M.'s Bierwirthschaft hier ein Glas Bier und gab dafür ein Markstück zum Auswechseln hin. Als Ihm bemerkt wurde, daß das Geldstück verdächtig aussehe, meinte er, man solle es nur hinnehrnen, „er wolle ja nichts tu eiter heraus haben!" Selbstredend wurde auf diese unvorsichtige Aeußerung hin leine Verhaftung sofort bewirkt und hat derselbe nach anfänglichem Leugnen denn auch zuge- standen, daß sein — jetzt in Dankelshausen bei Münden wohnender — Vater die Formen gestochen und er (der Sohn) dann im Weitern „mitgebolfen" habe. Heute wurde auch noch b>e Mutter des pp. Harning in Gewahrsam gebracht und der Staatsanwaltschaft tn Kaffel von diesem Falle Anzeige gemacht, sowie bei der zuständigen Behörde in Münden die Verhaftung des alten Harning beantragt. j Witzenh. KrSbl.) — Vom Rhein. Unter Bezugnahme auf frühere Bekanntmachungen warnt die Kgl. Regierung zu Trier das Publikum vor dem Ankauf des von einem gewissen I. I. F Popp in Heide in verschiedenen Zeitungen und Lokalblättern angeprlesenen Geheimmittels zur Heilung von Magen- und Darmkatarrhen re. Daffelbe vermöge seiner Zusammensetzung nad> nicht bic von dem re. Popp genannten Krankheiten zu heilen, auch stehe der wirkliche Werth desselben mit dem erhobenen Preise in gar keinem Verhältnisse. Jeden Falles werde das Publikum bei bem Ankäufe dieses angeblichen Heilmittels betrogen. — Ein sehr betrübendes Ereigniß, welches in weiten Kreisen der Bevölkerung Aufsehen erregt, hat sich dieser Tage, wie man der „Dtsch. Ztg." schreibt, in Breslau zugetragen. Von zwei Studenten aus guter Familie und eng befreundet, war der eine unlängst auf der M'Njur durch einen Hieb verwundet worden. Der junge Mann mußte wohl das Bett hüten, allein die Verletzung war tn keiner Weise gefährlich und der Heilungsproeeß im besten Gange. Am Tage vor Pfingsten kommt nun der befreundete Student, um von dem Verwundeten Abschied für die Dauer einer kleinen Ferienreise zu nehmen. Man verplaudert ein Stündchen miteinander, und nach herzlichem Abschiede ist der reiselustige Student bereits an der Thür, al« ihm der Kranke nachruft und ihn bittet, er möge ihm doch noch einen Löffel Medicin reicken. Der Student kehrt um und reicht dem Freunde die Mixtur. Dieser nimmt dieselbe, stvyt -der gleich einen gellenden Schmerzensschrei aus, verfällt sofort in Krämpfe und ist nach einer Stunde eine Leiche. Der Freund hatte sich in den Flaschen vergriffen und dem Kranken statt der Medicin einen Löffel karbolsäure gereicht, die zur Auswaschung der Wunde bestimmt war. Die Verzweiflung des jungen Mannes, der wider Willen den Tod seines besten Freundes verursacht, war eben so groß, wie die allgemeine Thetlnahme an dem Schicksal des Verunglückten, der, reichbegabt, der Stolz und die Hoffnung seiner Familie gewesen. Der fahrlässige Student stellte sich sofort dem Staatsanwalt. England. London, 11. Junt. Der internationale Telegraphen-Congreß wurde gestern eröffnet. Der General-Postmeister Manners bewillkommnete die Dele- girten im Namen der Regierung. Der russische Delegirte, Geheimerath v. Lüders, dankte. Das Präsidium wurde Patey, vom britischen Telegraphen- Departement, übertragen. — Lord Salisbury gab zu Ehren des Fürsten von Bulgarien ein Diner, welchem das diplomatische CorpS, Lord Beaconsfield und andere Minister beiwohnten. Der literarische Congreß hat heute folgende Resolution angenommen: Das Recht zur Übersetzung gehört dem Verfaffer unbedingt, nur muß die Uebersetzung binnen 5 Jahren publicirt sein. Die Erfüllung der gesetzlichen Formalitäten im Heimathlande genügt für alle Länder. Italien. Rom, H. Juni. Der Papst und Cardinal Nina haben den Kaiser Wilhelm anläßlich der Feier seiner Goldenen Hochzeit beglückwünscht. Die betr. Depeschen machen keinerlei Anspielung auf Politik. Nußland. Petersburg, 11. Juni. General-Gouverneur Gurko erließ eine Verordnung, wonach bis auf Weiteres Freiwillige in einen Truppenthetl des Petersburger General-Gouvernements nicht anders ausgenommen werden sollen, als nach Vorstellung derselben auf Gurko's Kanzlei und Einholung von Zeug- r.iflen ihrer vollständigen moralischen Zuverlässigkeit. — Das Bulletin vom 10. d., Mittags, constatirt fortdauernde Besserung bei der Großfürstin Maria Paulowna; der Appetit ist besser, Bluttemperatur und Puls normal. — Die „Agence Russe" meldet: Rußland schloß sich dem Proteste Deutschlands beim Khedive gegen die Verletzung der internationalen Convention über die gemischten Gerichtshöfe an, nachdem auch bereits Österreich, England und Frankreich diesem Proteste zugestimmt haben. Petersburg, 11. Juni. Proceß Solowjeff. Die Aussagen der als Zeuge vernommenen Schwester und des Bruders Solowjeffs, von Bogdanowitsch und dessen Frau enthalten nichts wesentlich Neues. Mit dem Verhör dieser Zeugen schloß die gerichtliche Untersuchung. Nach zweistündiger Unterbrechung wurde die Sitzung 8y2 Uhr Abends wieder eröffnet. In der Anklagerede des Justizministers wurde der vorbedachte Character des Attentats hervorgehoben, welches, wie alle Details beweisen, nicht ohne Mitwirkung anderer Personen geschehen konnte. Der Justizminister wies weiter darauf hin, daß keine private und persönliche Gründe Solowjeff zum Verbrechen bewegen konnten. Sein Vater habe sein ganzes Leben im Dienste der seligen Großfürstin Helene Paulowna verbracht und wurde reichlichst belohnt, indem er außer Pension und freier Wohnung das Recht erhielt, falle Kinder auf Kosten der Großfürstin zu erziehen. Von allen Kindern hat Alexander Solowjeff am meisten von diesen Wohlihaten genossen, da er als Kronpensionär den Gymnasialcursus beendigte und alsdann eine Stelle erhielt. Trotzdem nahm er die Ansichten der socialistrschen Partei an. Nach langem Umherziehen im Innern Rußlands kam er nach Petersburg, woselbst er zum revolutionären Umsturzmann wurde. Aus seiner Petersburger Lebensweise erhellt, daß er mit der revolutionären Gesell- j schäft engen Verkehr hatte. Das Attentat wurde also unter dem Einflüsse der social-revolutionären Partei gemacht. Schließlich beantragt der Justizministcr die Todesstrafe. — Verthetdiger Turtschaninoff lenkte, ohne den schrecklichen Character des Verbrechens in Abrede zu stellen, die Aufmerksamkeit des Gerichtshofes auf das Gesetz von 1864, welches die Wirkung der russischen Strafgesetze hinsichtlich Anwendung der Strafe bet nicht vollbrachtem verbrecherischem Versuche radical umänderte. Weiter betonte der Verthetdiger den großen Einfluß von Ideen auf einzelne Individuen und wies darauf hin, daß es schwerlich möglich wäre, Solowjeff dafür zum Tode zu verurthetlen, daß er unter den gegebenen Umständen den socialtfttschen Lehren und deren schädlicher Wirkung nicht zu widerstehen vermochte. Der Vertheidtger bat den Gerichts- Hof, den Kaiser um Mtlcerung der Strafe Solowjeff's zu ersuchen. — Nach Aufstellung der Fragen über die Schuld des Angeklagten wurde das bekannte Urtheü gefällt, worauf die Sitzung 10 Uhr 40 Mtn. Abends schloß. _ fW 10. Junt. Nachrichten aus Tschtkischlar vom 5. ds. zufolge flnbet daselbst fortgesetzter Truppenzuzng statt. Der Gesundheitszustand der Truppen ist ein guter; die Ausschiffung derselben wird durch starken Westwind erschwert. Der weitere Marsch des Expedttlonscorps ist unbekannt. Das Wetter ist mäßig warm. Telegraphische Depeschen. Wagner'» telegr. T»rrefpoudenz-Bureau. Berlin, 12. Junt. Der Minister des Hauses, Herr v. Schleinitz, ist tn den Grafenstand, Oberstkämmerer Graf Rhederu tn den Fürstenstand erho- b-'N. Unter den anläßlich der gesirigen Feier Decortnen befinden sich Der Präsident des Reichstages v. L-eydewitz, der den Kroneuorden 2. Kl. mit dem Stern, v. Bennigsen, der den Stern zum Kronenorden 2 Kl., Herzog v Rattbor der den Stern als Großcomthur des Hohenzollern Ordens, und Oberbürger- vietstcr von Frankfurt a. M., Mumm v. Schwarzenstein, der den Kronenorden 2. Kl. erhielt. London, 12. Junt. Aus Capctown wird vom 24. v. Mts. gemeldet dem Trausvaal-Lande sei eine provisorische Verfassung zugestanden worden' welche den Wünschen der Boers Rechnung trage, indem drei der Letzteren dem Execul.vrathe zugetheilt würden. Die Meldung enthält nichts von wichtigeren militärischen Vorkommnissen. ö Kairo, 12. Juni. Der neue französische Generalconsul Tricon über- reichte gestern dem Vicekönig den Protest Frankreichs gegen die Decrete vom 22. April, welcher fast identisch mit dem Proteste Englands, Deutschlands und Österreichs ist. Konstantinopel, 12. Junt. Die von der Pforte zur Entwerfung ' — Mn bedauerlicher Unfall, der wiederum die Warnung recht dringlich macht, nicht eigenmächtig die Loupcethüren eines Eisenbahnwagens zu öffnen, ereignete sich, laut Mtttheilung dä Berliner Fremdenblattes, am Dienstag voriger Woche, Abends, auf dem Bahnhofe zu Oranienburg. Noch ehe der dort ankommende Zug aus Berlin vollständig zum Stehen gebracht mar, verließ eine Dame ihr Coupee, sie fiel jedoch dabei zu Boden, gerieth unter die Näder des noch in Bewegung befindlichen Waggons und >ie Hand wurde ihr vollständig abgequetscht. Die ganze Hand und ein Theil des Unterarms mußte amputirt Verden. — Ueber ein schauerliches, aus unglücklichen Zufällen und Verbrechen bestehendes Familiendrama, das man die „Tragödie eines Einhundertmarkscheins" nennen könnte, wird aus Königsberg berichtet: der Losmann Bandsleben war auf dem letzten Jahrmärkte in Lyk und verkaufte seine Kuh. Unter dem (Selbe erhielt er auch einen „Einhundertmarkschein". Zu Hause durchsuchte sein sechsjähriger Sohn die Taschen des Vaters und fand unglücklicherweise den Schein. Das Kind fing an, mit demselben zu spielen und zerriß ihn schließlich. Als der Vater dies bemerkte, war er derartig wüthend, daß er das Kind ergriff, es an den Hauklotz schleppte und -ihm mit einer Axt den Kopf abhieb. Nach der That erwachte sein Gewiffen. Er ging und erzählte seine unmenschliche That der Frau, die gerade ein Kind badete. Diese fiel vor Schrecken in Ohnmacht, und in der Zeit ertrank nun auch das zweite Kind in der Wanne. Der Mörder ist verhaftet worden._____________________________________________________________________________ Scliiffsberielit. Mitgetheilt von dem Agenten des Norddeutschen Lloyd W. Dietz in Gießen. Southampton, 11. Juni. Der Postdampfer Neckar, Capt. W. Willtgerod, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 31. Mai von Newyork abgegangen war, ist heute 1 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 3 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Neckar überbringt 276 Passagiere und volle Laoung. Irischbiicker in Gießen. Sonntag den 15. Juni. August Noll, Mäusburg. Wilhelm Lange, Neustadt. Jacob Klingelhöfer, Wallthorstraße. ö ' Kirchliche Anzeigen der evangelischenGemeinde zuGießen. Gottesdienst: Sonntag den 15. Juni. Morgens: Pfarrvicar Schöner. Nachmittags: Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 8. bis 14. Juni besorgt Pfarrvicar Schöner. Allgemeiner Anzeiger. Holzoerfleigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. Donnerstag den 19. I. Mts. joll nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Brennholz. In den Districten Brauhof, Hasenkopf und Schtffenb erg Scheiter. Knüppel. Reisig, rm rm 100 Wellen. Stöcke, rm Buchen 75 29 55 234 Eichen 9 14 4 8 Weichholz — 1 2 B. Bau- und Nutzholz. — In den Districten Hasenkopf, Buchenberg, Dörnergrund und Wüstenkopf: 4 Eichen-Stämme von 25—29 em Durchm. und 9 — 15 m Länge mit 3,28 km. 83 Nadel- „ „ 15-37 „ „ „ 8-18 „ „ „ 28,53 „ SO „ Stangen „ 7—12 „ „ „ 7—16 „ „ v 2,59 „ Zusammenkunft für Versteigerung des Brennholzes Vormittags präcis i/29 Uhr an dem Brauhossweiher; für die des Bau- und Nutzholzes Nachmittags präcis V21 Uhr auf dem Watzenbornerweg an dem Uebergang über die Eisenbahn. Gießen, den 13. Juni 1879. Großherzogliche Oberförsterei Zchiffenberg. 4005) Georgi. Bekanntmachung. 3800) Zum Neubau des Garnison- Lazareths in Gießen soll die Einrichtung der Latrinen, veranschlagt zu 1752 «X, sowie die Anlage einer Waffer- leitung, veranschl. zu 2650 sm Wege öffentlicher Submission vergeben werden, wozu Termin auf 19 Juni er., Vorm. 10 Uhr, im Büreau des alten Garnison-Laza- reths angesetzt ist. Auch können die Bedingungen daselbst eingesehen resp. gegen Erstattung der Copialien erfordert werden. Offerten mit gehöriger Aufschrift versehen sind bis zum genannten Termin portofrei und versiegelt hier eiuzureichen. Gießen, den 5. Juni 1879. Grohherzogliches Garnison-Lazareth. Grasversteigerungen. 3945) Die diesjährige Heu- und Grummetgras - Erndte auf den zum Flensunger Hofgut gehörigenWtesen soll am Donnerstag den 19. d. M. und bet den zum Wetterfelder Hokgut gehörenden Wiesen soll am Freitag den 2V. d. Mts., jedesmal von Morgens 9 Uhr an, versteigert werden. Das Heugras kann vorher eingesehen werden; Die Versteigerung findet in Flensungen bet Wirth Reitz und in Wetterfeld bet Wirth Kr eiter statt. Laubach, am 8. Junt 1879. Gräfliche Rentkammer: Weber. Heugrasversteigerung bei der Stadt Giessen. Montag den 16 und Dienstag den 17. Juni d. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll das Heugras von den städtischen Wiesen versteigert werden und zwar: Montag den 16. Juni, von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenwegeithor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthal und im Heegstrauch. Dienstag den 17. Juni, von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vorderen und Hinteren- Stolzenmorgen und am Altentisch. Die Zusammenkunft ist Montag den 16. Juni am Neustädterthor und Dienstag den 17. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 10. Juni 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 3954) A. Bramm. Donnerstag den 19. Juni, Nachmittags 2 Uhr, sotten auf dahiesigem Ortsgericht die Grundstücke des Karl Iughard II. dahier, als: Flur. Mtr. 5350 Acker zwischen dem Sandkauter -und Erkauterweg, rv/gtz 4987 Acker auf der Weißerde, 31/ao 3769 Acker zwischen dem Grü- ninger Pfad, iv/»rl 8225 Acker vordem Gänswinkel 831 am Mittelweg, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 13. Juni 1879 Großh. Ortsgericht Gießen. 3993) Müller. 27l8ol isi y 182 J Heugrasversteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg. Montag den 16. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll das Heugras von den cameral- fiscalischen Wiesen in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn-Steinberg auf dem Rathhaus zu Watzenborn versteigert werden. Gießen, den 10. Junt 1879. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 3934) Georgi. Montag den 16. Juni, Nachmittags 9 Uhr, (3998 sollen im Fried el'schen Hause Lit. A. 144 am Wallthor verschiedene Gegenstände, als Sopha, Schreibpult, runde nußbaumene Tische, Bettstelle, verschiedene Stühle rc. rc. öffentlich gegen Baarzahlung versteigert werden. Aeikgebotenes. 3981) Fichten-Bohnenstaugen, 2000 Stück, liefert, wenn die Bestellung bis längstens Sonntag Abend abgegeben wird, bis zum Dienstag Mittag. Th. Roloff, Wallthor. Taschenuhren. 8 Tage lang gehende Taschenuhren und Taschenuhren mit leuchtendem Zifferblatt empfiehlt (3977 Fh. K. Schmidt, Uhren- u. Goldwaarengeschäft, Seliersweg, Gießen. 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Juni in der bereits annoncirlen Weise statt! 38^- Bereits gelöste Billets baben selbstverständlich Gültigkeit. Achtungsvoll 3959)Wilh. Wenzel. Cachemir- u. Lustre-Roe ke in großer Auswahl bet (3809 Carl Heuzeroth, ______________ Marktplatz. Forbacher Formziegeln, sowie gewöhnliche Dachziegeln empfiehlt (3520 Fr. Müller II. Jermiethungen. 3468) Die Bel-Etage, sowie ein kleines Mansardenlogis, zu vermiethen bei D. Weller V., Heuchelheimerstr 3157) Schloßgasse 258 ist ein FamiltenlogiS, aus 4 Zimmern bestehend, zu vermiethen und sogleich beziehbar. 2847) Schönes Zimmer, möblirt oder unmöblirt, in der Nähe der neuen Aula zu vermiethen. Wo? sagt die Exp. d. Bl. 2587) Der untere Stock meines Hauses, bestehend aus 5—6 Zimmern, per 1. August zu vermiethen. L. Bersch, Alicenstraße E. 102. 3948) Am Marktplatz ein schönes Familienlogis, 3 Zimmer, Cabinet, Küche re., per 1. Juli an ruhige Leute zu vermiethen. Preis Mk. 240. Näheres bei der Exped. d. Bltts._______________________ 3941) Ein möblirtes Stübchen zu ver- miethen. Sandgasse Lit. D. 189. 3938) Ein Logis von 3, auf Wunsch auch 5 Zimmern, Küche und allem Zubehör, zu vermiethen und sogleich zu beziehen. I. Förtsch, Brauerei. 3169) Das von Herrn Dr. Weißmann bewohnte Logis ist durch den Wegzug desselben von hier nach Leipzig bis zum 15. Aug. zu vermiethen. B. Strauch. 3910) In der Wolkengasse Nr. 94 ist der unterste Stock zu vermiethen und 1. August zu beziehen. 3908) 2 kleine Logis sind zu vermiethen. Näheres zu erfragen Lit. D. 24. “ 3901) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen (auch monatweise) und so- fort zu beziehen im Hess. Hof. 3. Stock. 3898) Ein Familienlogis zu vermiethen und sofort zu beziehen bei Felsing, Neuenweg. 3896) Ein kleines Logis zu verniiethen. Adolf Hoß, Schießgärten. 3804) Der 2. Stock, bestehend aus 5 Zimmern, 1 Cabinet, abgeschlossenem Corridor und allen Bequemlichkeiten bis zum 1. Juli zu vermiethen bei Feldwebel Bruchhäuser, Grünbergerstr. 3768) Ein Logis von 3 Zimmern nebst Zubehör im 2. Stock zu vermiethen. Chr Schvpbach. 1470) Der untere Stock in meinem Hinterhause, sowie Mansardenwohnung im Vorderhause zu vermiethen. Carl Haas, a. d. Actrenbrauerei. 3024) Eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör in meinem Nebcnhaus an eine stille Famile zum 1. August zu ver- miethen. vr. Ploch. 3170) Ein Logis von 3 Zimmern, Küche 2C. zu vermiethen. ____Balth ■ Strauch.__ 3420) Ein Familienlogis per 15. Juni, auf Wunsch auch früher, zu vermiethen. EliaS Mei er Ww. 3205) Ein Laden mit Logis, in bester Lage der Stadt, ist bis zum 1. August anderweit zu vermiethen. Näheres bei Wildhändler Ebel, Marktstraße D. 31. Vermischte Anzeigen. 3983) Eine Wiese, 1288 Klftr., ist zu verpachten. H. M. Juahardt. 3978) 2—3 unmöblirte Zimmer mit Bedienung per l.Juli zu miethen gesucht. Offerten mit Preisangabe unter H. an die Exped. d. Bltts.________________________ Warn ii Big1. JÄ warne hiermit Jedermann meiner Tochter Anna etwas zu borgen, indem ich für nichts hafte. Gießen, im Juni 1879. (3962 Adam Weirich, Schneider. 3526) Nachhülfe in allen Elementarfächern, sowie in lat., engl. u. frz. Grammatik, ertheilt ein stud. phil. Reflectanten wollen ihre Adressen unter D. v. D. in der Exped. d. Bl. gefl. niederlegen. M- Grasernte ist zu verpachten. 3891)________Zinßer K» Schmidt. 3988) Ein braves Mädchen, mit guten Zeugnissen, auf Johanni gesucht. __________________________________A. 252. 3986) Soliden tüä)ti(\en Geschäfts männern ist Gelegenheit geboten zu einem guten Nebenverdienste ohneRisico. Gefl. Offert, unter W. 61368 an Haafenstein L5 Vogler in Frank furt a. M. Besten hydr. (Wasser) Kalk, bauamtlich empsohlen, liefert zu billigstem Preise frei Bahnhof Gießen die Kalkbrennerei <-ebr. Ufert, 3984)___________________am Bahnhof Grofikarben._____ Frankfurter Zeitung. 3946) Wir machen hierdurch die vorläufige Anzeige, dafi wir dem Herrn Julius Wallach«, Marktplatz B. 34, in Giessen die Agentur unseres Blattes an dortigem Platze für die Annahme von Abonnement & Annoncen übertragen haben. Das Nähere hierüber wird in den nächsten Tagen durch unsere Agentur bekannt gegeben werden. Frankfurt a. M., den 9. Juni 1879. Die Expedition der ,Frankfurter Zeitung gr. Efchenheimerstrafie Nr 37, in FRANKFURT a. M. Bürgergesellschaft. Sonntag dm 15 Juni: Farthie auf die Badenburg. Abmarsch um 2 Uhr von der Asterwegcr Brücke. 4004) Der Vorstand. Oberhesslscher Verein für Localgescliiclite Mittwoch den 18. Juni, Nachmittags 5 Uhr, in WENZEL’s GARTEN Generalversammlung. Tagesordnung: t. Bericht über das abgdaufene Lereinsjabr 1878/79- 2. Vortrag des Hrn. Hofgertchtsrath Dr. Stammler 3982) (der Bauernaufstand in Oberhessen im Herbste 1830). 3. Neuwahl des Ausschusses. p. p. Am 27. dss. findet in Wen zel's Garten dahier, Abends 8 Uhr präcis, eine Alte - Herren - Kneipe mit vorausgehendem einfachen Abendessen Statt, wozu das unterzeichnete Comit6 alle früheren Corpsstudenten freundlichst einladet. Anmeldungen bittet man bis spätestens den 24. dss. dem mitunterzeichneten Dr. Dettweiler zukommen zu lassen. Es wird gebeten in Couleur zu erscheinen. Gießen, den 9. Juni 1879. Bornemann, Landrichter. Lynker, Rentamtmann. Kornmesser, Hofgerichtsrath. Muth, Hofgerichtsrath. Pistor, Hofgerichtsrath. Dr. BoekNMNN, Provinzialdirekwr. Hilter^ Oberförster. SÜffert, Steuercommiffär. Dr. Glasor, Kreisarzt. Bramm, Bürgermeister. Weidist, Hofgerichtsadvokat. Zimmermann, Staatsanwalt. Jöckel, Staatsanwalts-Substitut. Dr. Rabenau, Stabsarzt. Metz, Hofgcrichtsadvokat. Joseph, Forstaccesfist. Dr. Dettweiler, Gymnasiallehrer. Dr. Vogel, Assistenzarzt. (3985 Freiwittige Feuerwehr Lollar! Sonntag den 15. Juni feiert die Freiw. Feuerwehr zu Lollar ihr drittes Stiftungsfest und ladet dieselbe die Kameraden von Gießen und Umgegend hierzu freundlichst ein. Festplatz bei Wirth I. Schön. 3997) Das Commaado. ~ Burgerclub. 3943) Farthie am 15. Juni auf den Schiffenberg. 4000) Mein Fleischwaaren-Geschäft im Kümm« l - fchen Haufe in Wiefeck ist von beute an täglich von Morgens 9 —11 Uhr, Samstags auch Nachmittags, geöffnet. C. R. Textor. Geschäfts Empfehlung. Einem geehrten Publikum von Gieheu zur gefl. Nachricht, daß ich von heute an im Hause des Herrn Loth, Flügelsgasse A. 87, ein Schreiner-Geschäft eröffnet habe. Unter Zusicherung guter und solider Arbeit halte ich mich bestens empsohlen; ferner empfehle ich mich noch im Weißpoliren von Sprih- malerei-Arbeiten. Achtungsvoll Kar§ Kollier. NB. Bestellungen können auch im Hause des Herrn Metzger B. Schmidt, Mäusburg, abgegeben werden.(3991 W ellersburg. (3965 Sonntag den 13. Juni: Harmonie- und Tanzmusik, wozu ergebens! einladet ____________________ 1*11« AWellcr. 3995) Ein mittelgroßes Haus wird zu kaufen gesucht. Anzahlung 2500 Von wem? sagt die Exped. b- Bl. 4003) Ein braves ordentliches Dienstmädchen auf sofort gesucht. Von wem? sagt die Exped. d. Bl. _ 3607) Ein Dienstmädchen mit guten Zeugnissen wird gesucht Neue Anlage C. 31, im dritten Stock. 3994) Einen tüchtigen Schreiner sucht Gg. Nenzel. Köln Gießener Bahn. Abfahrten von Giefien nach: Deutz 6«, 12 4". Dillenburg 6