unö °n Sw. lb,t .bas (7384 Ornehmen J können. (7378 1—--- Mimmer .^ielle auf N. Gute ? «fragen _btr che mlung • Rov., v Mitglieds, rtftjührers, hlags, den vom 15- in Frankiult allgemeinen l-Tag. 'iligung wird Vorstand. L vember, , Der r Vorstand. lgN'.Pätze an lig zn vermc; iS Se uer. jen doppelt seitliche S/chti- ineres Mädchen, bügeln Drehen tann, chr. Nähert nd Turnbruder nseste ein drei- daß die ga»ze ZtinrTbr^ HWÜlur sucht. Nähens Ke werden (E S.S tW--- t»< t>0» 8 Kefchäfts- Kobnu»« M S'S- theiW unser6 ! I? Die ®e' ags eij^ 26S. Donnerstag den 13. November ISTS^ Kießmcr Wueiger Jnjtijb uÄ AMsblM für de« Kreis Gieße«. , , ———— ■■ - ” PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. tOeda«»« «*-■ fiepen, um vuv vr. Boekmann. Abschrisl. Landes - Pferdezucht - Verein. Sonntag den 16. November, Nachmittags 2'/- Uhr, soll zu Hungen im Solmfer Hof ÄtWin DtaXttÄ«** ^3 di/Ver/iÜ/Lgii/d« werden zur Th-ilnahme ergebenst eingeladen. — Vorstand. Darmstadt, den 4. November 1879. _______________ .----- ----- -- An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. (TS. dt>r Martini dis fälliaen Backt- und Holzaelder, sowie der Beiträge zu den Forstdtener-Besoldungen hat bis zum 25. laufenden s,*-Wä -■wtffl'SÄ «■*“ Gießen, am 10. November 1879. GroßherzogltcheS Rentamt G.eszen. ____ politischer Hheil. Der Nothstand in Sberschlesren. Vor zwanzig Jahren schrieb ein deutscher Volkswtrth die kühnen Worte: Während die Chroniken des Mittelalters in jedem Jahrhundert ein oder zwei Jahre nennen, in welchen fast ein Dritttheil der ganzen Bevölkerung durch Hungersnoth umgekommen sei, kann seht zwar noch Theuerung, aber keine Hungersnoih mehr eintreten, Dank unseren Trausportmiiteln, da Mißernten nur immer einzelne Theile der Erde heimsuchen." Aber die Gelehrten täuschten sich. Noch in allernevester Zeit haben Hungersnöthe in Indien und China Hunderttausende von Menschenleben dahingerafft, und in Deutschland „täte stch in dieser Zeit der Hungertyphus in Ostpreußen, im Spessart und in Oberschlesten. Erst unlängst hat die Reoolte in Zabrze, deren Urgrund in materieller Roth lag, den üblen Ruf Oberjchlesiens als traditionelles Ländchen socialer Mißstände uns in's Gedächtntß gerufen; diesmal ertönt der Roth- schrei weniger aus dem industriellen, als aus dem ackerbautreibenden Thetle jener ^'wthietdenden Kreise sind polnisch; sie bilden die sog. Wafferpolackei, sener District, den einst die „Köln. Zeitung" großmüthig an Oesterreich abzu- treten eu pfahl, um den Krieg von 1866 zu verhindern. Umgeben von Deutschen, Mäbren und Böhmen hat das polnische Volk Oberschlesiens, ein Poll- ijich schon früh vom großen polnischen Stamme abgeriffener Zweig, bis auf die neueste Zett ein kümmerliches Dasein gefristet. Die Polen haben die sau- ^igen und unfruchtbaren Strecken Obeischlesiens bevölkert, welche die Deutschen verschmähten. Das polnische Gebetbuch ist die Lectüre, die Predigt der ultramontanen Kapläne die einzige geistige Anregung der Wafferpolen und ihre Ideale sind die Kartoffel und der Branntwein. Mißräth die Knollen- frucht, so ist ihr Lebensstand gefährdet. Die Regierung von Oppeln hat schon vor einem Monate dem Kreistage Vorschläge gemacht zur Verhütung eines in Folge der Mißernte „zu befürchtenden Nothstandes." Die oberschlestschen Zeitungen erwähnten, daß Hungers- uvth und Typhus „im Anzuge sind— auch die größeren Breslauer Zeitungen gaben den schweren Befürchtungen für die Zukunft, für den Winter Ausdruck. Aus dem Allem geht hervor, daß der Nothstand noch nicht in vollem Umfange ausgebrochen ist, daß es sich also um vorbeugende Maßregeln handelt. Schlimm ist es, daß von amtlicher Seite eine klare Darstellung der Verhältniffe fehlt; c« wäre doch wohl Sache des Herrn Oberprästdeuten und bisherigen Reichstags-Vorsitzenden v. Seytewitz, der Regierung und dem Volke klaren Wein einzuschenken, um einerseits Uebertreibungen zu verhüten, andererseits die werk- thätige Hülseleistung des Staates und der Nation zu entfeffeln. Wenn es sich bestätigt, daß der Reichskanzler in Rußland bedeutende Getreidemaffen auftaufen läßt, um den auch in einigen anderen deutschen Gegenden drohenden Nothständen wirksam entgegenzutreten, so wäre dies ein neue« Zeichen für feine Humanität und umfassende Fürsorge, welche der Reichstag sicherlich billigen würde. Auch verdient Angesichts bedrohlicher Anzeichen von Nothständen eine temporäre Aufhebung der Getreidezölle in Erwä- aun« gezogen zu werden. Ferner könnte der Staat eine freie Zufuhr oder einen ermäßigten Eisenbahntarif für Lebensmittel nach Oberfchlesien eintreten laffen, und endlich an die am schwersten vom Mangel Getroffenen unentgeltlich Lebensmittel verthellen, sowie ihnen durch Nothstandsdarlehen und Saatengut unter die Arme greifen. Die Nothstände herrschen übrigens erfahrnngs- mäßig am schärfsten den ganzen Gürtel der russischen Grenze entlang, beson- ders auch im Posen'schen und in Ostpreußen, und es giebt nur eine Radikalkur Hegen sie: Die Sprengung der chinesischen Mauer, welche Rußland mit seinem wahnsinnigen Absperrungssystem bis an die Grenze Deutschlands vorgeschoben hat l Aeutschkand. Darmstadt, 11. Novbr- Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht: Am 1. Rvvbr. die von dem Herrn Fürsten Karl zu Isenburg-Birstem präsentlrten provis. Reallehrer Dr. August Dieckmann und Dr. Friedrich Scriba zu Offenbach zu Lehrern an der Realschule daselbst zu ernennen. Berlin, 9. Novbr. Für die bevorstehende Reichstags-Sesston werden von Handels- und Jndustrie-Corporationen aus vielen Thelleu Deutschlands Petitionen vorbereitet, welche sich über di« durch die Bestimmungen des Zolltarifs hervorgerufenen Mißstände beschweren. Im Vordergründe der Beschwerdeführer stehen die Handelskammern der Seestädte, welche Abhülfe in Betreff der Mißstände bei der Zollabfertigung wichtiger Handelsartikel verlangen werden. Unter Anderem ergreift die Handelskammer von Bremen m einem Circular an die übrigen die Initiative, beir. des Holzes. Es wird nachgewiesen, daß daselbst, seitdem die Zollpflichtlgkeit de« Holzes Angeführt wurde, zahlreiche Mängel bei der Abfertigung eingetreten sind, die einer Remedur bedürfen. Die Hauptklage wird darüber geführt, daß keine bestimmten Normen für ble Feststellung des zu verzollenden Holzes bestehen. Die San- delSkammern werven ersucht, Feststellung über das Verhältnis zwischen Metz- brtef und Lrdungssähtgkeit, wie es stch in der Praxis an anderen Plätzen ergiebt, herbetzusühren und Bericht zu erstatten. — Wer zahlt in Preußen die meiste Steuer? Darüber giebt eine von bet Regierung bem Abgeorbnetenhause übergebene Nachweisung Ausschluß, oder auch keinen, wie man das nehmen will. Es stnd nur die Steuersummen an. gegeben und man hat hierüber in Abgeordnetenkreijen Berechnungen ange- stellt. Darnach zahlt Freiherr Karl Mayer v. Rothschild in Frankfurt a. M. den höchsten S euersatz von 70,200 X jährlich, dann kommt Willy v. Rothschild mit 68,400 JC., Krupp in Essen mit 57,600 zwei Personen im Regierungsbezirk Oppeln mit 32,400 und 27,000 J4, man bezeichnet diese als den Grafen Schaffgotsch und Herrn v. Thiele-Winkler, in Berlin Bleich- täber mit 32,400 Jl., bie Borsig'schen Erben mit 23,400 aconsfield auf den Toast für die Mitglieder de- Cabinets etwa Folgendes: Seit er zuletzt gesprochen, hätten die öffentlichen Angelegenheiten ein weit befriedigenderes Aussehen angenommen. Der Handel habe sich bedeu. tend belebt und er sei überzeugt, daß diese Wiederbelebung des Handels an- dauernd werde, weil sie universell sei. Beaconsfield betonte die Wichtigkeit der Steigeruug des Silberpreises und wünscht dem britischen Volke Glück, daß es die Drangsale der letzten 5 Jahre ohne Murren ertragen habe. Er hätte gewünscht, daß die Irländer diesem Beispiele gefolgt wären und er begreife nicht, wie die Irländer glauben könnten, daß die politische Agitation und sociale Confusion das beste Mittel wäre, dem öconomischen Nothstande abzu- belfen. Manchen Theilen Irlands stünden schwere Leiden in Aussicht, falls keine Hülfe geboten werde. Dabei sei die Ernte Irlands zwar schlecht', aber doch noch bester ausgefallen, als diejenige Englands. — Die behufs Verstärkung der Nordwestgrenze Indiens in Mittelasien unternommenen militärischen Operationen hätten einen eminenten Erfolg gehabt. Die Grenze sei gestärkt und gesichert, die Suprematie der britischen Waffen behauptet, der britische Einfluß in Mittelasien hergestellt. Was die Katastrophe in Kabul anlange, so sei keine Zeit verloren worden die englischen Landsleute zu rächen und'die Suprematie der englischen Waffen zu behaupten. Lord Beaconsfield lobt wärmstens des Vicekönigs Lord Lytton Befähigung. — Was den Krieg in Südafrika betreffe, so müßten daraus vortheilhaste Ergebniffe gezogen werden Derselbe habe die dortigen Colonien die Kunst der Selbstvertheidigung gelehrt worauf sie zukünftig hauptsächlich angewiesen seien. Auf die auswärtigen Beziehungen Englands blickend, möchte er sagen, daß, obwobl Europa von Millionen Mannen bedeckt sei, die britische Regierung nickt blos die einfache Hoffnung, sondern den festen Glauben habe, daß der Frieden erhalten bleibe. Dies sei die Ansicht der Regierung, weil dieselbe die Ueberzeugung hege, daß der Frieden allen Großmächten ei.ie Nothwendig- kett sei und weil diese Ü berzeugung sich nicht auf eine so niedrige Rücksicht stütze, wie etwa die Notwendigkeit, des Landes Hülfsquellen zu schonen denn er wiffe, daß die Mächte Europas durch Erwägungen crhabeneren Charakters beeinflußt seien. Aber indem er annehme, daß der Frieden erhalten ' \ bleiben werde, setze er auch voraus, daß keine Großmacht vor ihren Verant» Wörtlichkeiten zurückschrecke. Wenn beispielsweise das größte und reichste Lind in Folge einer verkehrten Deutung seines geographischen, insularen Charakters den Gefühlen und Schicksalen des festländischen Europas ein gleichgültiges Ohr schenke, sei er überzeugt, daß das Land dies in Gefahr bringen würde. Dieser Gleichgültigkeit schreibe er die Schuld zu, daß es zu so vielen verhängnißoollen Kriegen gekommen sei. Ec sei überzeugt, daß der Friede, wenn die Macht und Rathschläge Englands in dem Rathe Europas beachtet würden, während eines langen Zeitraumes erhalten bleibe. Er wolle nicht sagen, daß unter solchen Bedingungen der Frieden ganz unausbleiblich sei, aber es sei gewiß, daß der Krieg wahrscheinlich, im Falle England seinen natürlichen Posten im Rathe Europas aufgebe. Das von einem der größten Römer in den Worten: „Imperium et libertas“ aufgestellte Programm sei das Programm, nach welchem das gegenwärtige Ministerium stets handeln werde. — Die Rede wurde wiederholt mit großem Beifall ausgenommen. Die Pforte und Rußland wurden in der Rede nicht erwähnt. London, 11 November. Fist sämmtltche Morgenblätter drückten eine gewiffe Enttäuschung über die Rede des Premiers beim gestrigen Lordmayor- Banket aus, bezeichnen dieselbe aber als im Ganzen angethan, einen beruhigenden Eindruck zu erzeugen, wobei jedoch die „Times" hervorhebt, daß Lord Beaconsfields Versicherungen über die Erhaltung des Friedens befriedigendere wären, wenn der Friede Europas weniger von England abhängig wäre. Berlin, 11. Novbr. ES ist möglich, daß der Besuch des Großfürsten Thronfolgers am hiesigen Hose wegen des Besuches am Wiener Hofe und wegen der Reise des Kaisers Wilhelm zu den Jagden in der Goehrde sich bis L-onntag verzögert. — Die Rückkehr deS deutschen Kronprinzen aus Italien dürfte voraussichtlich erst Mitte Januar erfolgen. — Der Besuch des französischen Botschafters bei dem Fürsten BiSmarck in Varzin war bereits im Frühjahr verabredet und wurde nur durch das Unwohlsein des Fürsten verzögert. Petersburg, 11. Novbr. Der „Regierungsbote" veröffentlicht ein Schreiben des Kaisers an den Botschafter in London, Grafen Schuwaloff, noch welchem der Kaiser unter Anerkennung der guten Dienste Schuwaloff's dcks EntlaffungSgesuch deffelben annimmt und Schuwaloff den Wladimir- Orden 1. Klaffe verleiht. ________ Lokales. Gießen, 12 November. (Sterblichkeit in Gießens Die Zahl der in hiesiger Stadt während der Woche vom 2. bis 8. November gestorbenen Personen beträgt im Ganzen nur 3, nämlich 2 Männer und eine Frau. Von den Männern starb einer an Lungenschwindsucht, der andere an Altersschwäche, wozu sich noch Bronchienentzünduna gesellte. Die Frau erlag einem Unterleibstyphus. G, Vermischtes. Mainz, 10. November. Das TageSge,präch bildet noch immer in der ganzen Stadt daS Eisenbahnunglück bei Bischofsheim. Die Gerüchte über die Entstehung des Unglücks, sowie über den Zustand der Verletzten sind oft aanz überschwenglicher Natur. Der Zustand der sechs im Hospital befindlichen Verletzten ist, soweit sich derselbe biS jetzt beurteilen läßt, ziemlich gut und zufriedenstellend, wenigstens ist keine Verschlimmerung eingetreten; d:r Zustand des schwer verletzten Buchhalters Herrn Schmitt ist indeß sehr besorgnißerregend, obwohl nicht, wie bereits lrrthümlich gemeldet, demselben die Beine amputirt werden mußten, doch ist die Verletzung derart, daß sie Schlimme« befürchten läßt. Der verletzte Buchhalter Herr Becker befindet sich auf dem Wege der Besserung; derselbe hat nur einen Bruch des Nasenbein- davongetragen. — Künftigen Mittwoch den 12. November findet in Darmstadt die Lonstituirung der hessischen Anwältekammcr statt. In einer am Samstag hier stattgehabten Versammlung der hiesigen Rechtsanwälte wurden die Herren Dr. Petry, Dr. Levita und Dr. Lippert den Anwälten in Darmstadt al- Vorstandsmitglieder der rheinhessischen Anwälte vorgeschlagen. Kassel, 7. November, lieber einen bedauerlichen Eisenbahn Unfall wird „T. u. A." aus Helsa berichtet: In der Nähe unserer Station — Kaffel-Waldkappeler-Bahn — stieß gestern ^Donnerstag) ein mit dem Schachtmeister und zahlreichen Arbeitern besetzter Wagen mit einem Fuhrwerk auf einem unbewachten Planübergange zusammen, und zwar so heftig, daß innerhalb einer Secunde ein völliges ChaoS sichtbar war. Der mit Gewalt aus dem Wagen geschleuderte Schachtmeister blieb auf der Stelle tobt, wahrend zwei Arbeiter lebensgefährlich, vier bis fünf andere mehr oder minder erheblich verletzt wurden. Don den ersteren ist bereits einer seinen furchtbaren Leiden erlegen, während der andere mit dem Tode ringen soll. Die Untersuchung wird ergeben, wem eine Schuld an dem Unfälle zur Last fällt. Man behaupter, daß die Bremsvorrichtung an dem Wagen eine mangelhafte gewesen sei. Frankfurt, 11. November. Gestern Abend verunglückte auf der Main-Weser-Bahn ein Kohlenarbeiter. Derselbe gericth unter die Loeomotive und eS wurden ihm beide Beine ad gefahren. Außerdem erhielt er noch Kopf- und Brust-Verletzungen. Auf dem Transporte ins Spital starb der Verunglückte. Frankfurt, 11. November. Sämmtltche bei dem Heldenberger Brücken-Unglück um s Leben gekommene Arbeiter waren durch den Unternehmer bet einer hiesigen Genera! - Agentur einer Lebensversicherung versichert. Saarbrücken, 6. November. Der Kohlenverkehr, sowie die Güterverkehre aller Art, sowohl was Versandt als Bezug von außen andelangt, ist augenblicklich so stark, daß die hiesige Eisenbahn-Direktion, deren Wagenpark für gewöhnlich doch sehr groß ist, die notbigcn Wagen für ihre Haupt- und Zweigbahnlinien beizustellen Außerdem, daß die hiesige Dircction von der Nassauischen Staatsbahn bereits 150 Wagen entlehnt hat, coursiren fast allein so viel elsaß-lothr. Wagen auf diesseitigen Strecken, als auch Saardiücker Wagen, ohne der übrigen fremden Wagen zu gedenken. Es läßt sich mit recht der Schluß ziehen, bap die Verkehre sich seit jüngerer Zeit bedeutend gehoben haben. Gingesandt. Gieße«, 11. November. Als die I. Knabenklaffe hiesiger Stadtschule vor 5 Jahren einem Mitprediger von freierer Richtung übertragen wurde, glaubte der Schul- und Staotvor stand den evang. Religionsunterricht in gedachter Klaffe einem hiesigen Geistlichen in die Hände legen zu muffen. Der betreffende Mitprediger ist nun mittlerweile versetzt worden, aber der Religionsunterricht wird nach wie vor in der früheren Weise ertheilt. Da ja doch die zwei hiesigen evang. Geistlichen tn ihrer Amtsführung eine angestrengte Thätigkeit zu entfalten haben, io dürfte es endlich wieder an der Zeit erscheinen, den Religionsunterricht dem Klaffenlehrer zu Übertragen, indem in der Weiterführung eine Zurücksetzung des Klaffenlehrers erblickt werden könnte, was auf einen Mann von ausgeprägter kirchlicher Gesinnungstreue wohl deprimircnd wirken mag. Außerdem käme die Stadtkaffe in die angenehme Lage, einige Hundert Mark jährlich zu ersparen. Handel und Derkedr. — (Deutliche Packetaufschriften.) Für die Sicherheit und Pünktlichkeit in der Beförde rung der der Post anvertrauten Packete ist es, so macht daS General Postamt bekannt, unbe hingt nothwendig, daß jedes einzelne Packet nicht allein mit dauerhafter, sondern auch mit durchaus deutlicher Aufschrift versehen fei. Namentlich muß der Bestimmungsort auf dem Packet in reckt großen, stark aufgrtragenen Buchstaben angegeben sein, so daß er auf den ersten Blick in die Augen fällt, und auch bei Lickt, sowie während der Fahrt in den Eisenbahn-Postwagen leicht geleien werden kann. Ist der Bestimmungsort nickt eine größere bekannte Stadt, so muß seine Lage durch Hinzufügung der Provinz, des Bezirks u. f. w. näher bezeichnet werden. Bei Verwendung von blauem oder sonst dunkelfarbigem Packmaterial ist die Aufschrift auf einem der ganzen Fläche nach aufzuklebenden Stück weißen Papiers anzubringen. Gedruckte Packet - Auf schriften sind erfabrungsmäßig am Deutlichsten, doch darf der Name oder die Firma und der Wohnort des Absenders in den Packet < Aufschriften nur klein und nickt hervorragend gedruckt sein. Ein Bogen mit Mustern zu Packet-Aufschriften nebst Angabe der Druckereien,'von welckcn vorschriftsmäßige Packet Aufschriften zu beziehen sind und der Preise, ist bei jeder Post-Annahme- stelle «uSgehängt Submission. 7407) Die Lieferung folgender, zur inneren Ausstattung des neuen Universitäts - Gebäudes erforderlichen Gegenstände, nämlich: 30 lauf. Meter Klerderleisten, 20 Stück Spucknäpfe aus email- lirtem Eistn, 13 Rouleaux, 51 Desgl. mit einfachen Draperieen, 8 Des^l. nebst Fenstervorhängen, 13 Zuziehvorhänge, 11 Lambrequins nebst Rouleaux soll auf dem Submissionsweg in Accord gegeben werden. Offerten sind längstens bis Samstag den 13. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in unserem Büreau am Seltersthor, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen und können Skizzen und Lieferungsbedingungen im Büreau deS neuen UniversitätsgebäudeS eingesehen werden. Gießen, den 11. November 1879. Großherzo^l. Kreisbauamt Gießen. __________Holzapfel. Versteigerung. Mittwoch den 19. Ifb. M., von Vormittags 9 Uhr an, sollen in der Hofraithe des Stdtl Müller in Nieder-Ohmen, als zu deffen ConcurSmaffe gehörig versteigert Werde- : 2 Pferde, 2 Kühe. 1 Mutterschwein mit 6 Ferkel, 2 Schweine (Bicke), 9 Stück Hühner, circa 100 Ctr. Heu, „ 30 Str. Grummet, „ 25 Fuder Hafer, ,, 10 , Gerste, „7 „ Korn, „ 4 „ Waizen, «ine Parthie Stroh, eine Parthie Dickwurz, Kraut und Kohlraben. Grünbrrg, den 11. November 1879. Der Maffeverwalter: 7400) Karl, Sparkafferechner. Versteigerung Freitag den 14. ds. Mts., Vormittags 10 Uhr, werden im Psandlokale dahier öffentlich -meistbietend gegen Baarzahlung versteigert: 1 runder polirter Tisch 1 Schrank mit Glasaufsatz, 1 Kommode von Eichenholz, * 1 Nähmaschine, e 1 Sovha, 1 Kückenschrank mit Glasaufsatz, etwa 40 Gentner Steinkohlen- Gießen, den 12- November 1879. 7404) «ühner, Gerichtsvollzieher^ Versteigerung. geeitdft den 14. d. Mt»., Vormittags 11 Uhr, werden im hiesigen Pfandlokal folgende Gegenstände: 1 goldene Damenuhr mit Kette, 1 goldene Ubrkette, 1 zweithüriaer Weißzeugschrank öffentlich meistbietend »ersteigert. Gießen, den 11. November 1879. 7357) Geißler, Gerichisvollzieher. Versteigerung. Freitag den 14. d». MtS., Vormittags W/e Uhr, soll in dem hiesigen Pfandlokal ein schwerer Wagen öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 11. November 1879 7381) Geißler, Gerichisvollzieher. Isellgeöotenes. 7380) Ein doppelter Stehpult, sowie ein Bücherschrank mit Einrichtung für Briefablage sind Umzugs halber preiswürdig zu verkaufen. Näheres bei der Epved. d. Bltts. ItautWcr, 7220) I. Nothenberger Lindenplatz. Allgemeiner Anzeiger. Mein retchhaltigst affortirteS Lager von Bielefelder und Hauswacher-Leinen, Drell- und Damastgedecksachen, Handtuch- drellen »nb abgepaflten Handtüchern, Einsätzen, fertigen Herrenhemden, Krage«, Manschetten u d Taschentüchern in anerkannt vorzüglichster Qualität, Shlipsen, Tischdecke« in Damast, Rips und Gobelin, Reise- und Bettdecken in den geschmackvollsten, neuesten D^ssinS, wollenen u*b seidenen Unterkleidern für Damen und Herren, Hemdenflanell, Bettmöbel, Bettdrell, Gardinen u. s. w. halte ich zu den billigsten Preisen aufs bche empfohlen. Gießen. Albert Lüttringhaus. 7331) Seltersweg Lit. C. Nr. 182. (4695 bu den billigsten Frei en JR. 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Wie schon im vorigen Jahre, so geht auch in diesem Jahre wieder eine Betrügerin in der Stadt umher unb gibt vor, für die Weihnachts- bescheerung in der Kleinkinderfchule Gaben zu sammeln. 2ßtr erklären hiermit, daß wir Niemanden dazu beauftragt haben, noch beauftragen werden, und daß nur die Damen des Vorstandes freiwillige Gaben zu diesem Zwecke entgegennehmen, und bitten zugleich, uns zur Entdeckung der Betrügerin behülfllch zu sein, damit solchen, das Jntereffe unserer Anstalt schädigenden Vorkommniffen für künftig vorgebeugt werde. Der Vorstand der Kleinkinderschule: Gg- Schlosser, Pfarrer. billige und streng reelle Hochachtungsvoll eröffnet. Meinen verehrten Abnehmern Bedienung zusichernd zeichne Ueli, den 10. Novbr. 1879. 7402) Geschäfts - Eröffnung. Mit dem Heutigen habe in meinem Hause, in der Nähe des neuen Amtsgebäudes, ein Specerei - Geschäft Einem geehrten hiesigen, sowie auswärtigen Publikum halte rin ausgezeichnetes Glas Bier, sowie kalte und warme Speisen )U jeher Tageszeit bestens empfohlen. Abonnenten zum Mittagstifch werden jeberjeit angenommen. Jlefiauration E. Lotz, 7412) Kirchenplatz. 7403) Cafe JLeib• Donnerstag den 13. Novbr.: 2. Abonnement-Loncert. Anfang ’/2S Ehr. — Entree SO Pfg. Die Liste liegt an der Kasse zum Abonniren aus. Krausse, Kapellmeister. i welche practisohe Winke und leicht durchführbare Vorschläge au Ersparnissen im Haushalte enthält, kann allen Damen angelogentlichst empfohlen werden. — Gratis und franco zu beziehen durch Th. Hohenleitner in Leipzig und Basel. „Ein Wort an alle Hausfrauen“ g ZWEITE AUFLAGE! Vfflfie soeben erschienene 2. Auflage g Jr/ der für jede Hausfrau höchst = wichtigen Broschüre Nachhülfe Elementarfächern, auch gegen Mittagstisch. Offerten an die Exped. erbeten. (7112 Gebrauchte Cafsaschränke, Laden- und Eomptotr Untenfilteu, Billards, WirthschaftS - Mo« bilar rc., fortwährend nachgewiesen durch das Central-Annone en- JBureau, Frankfurt am Main. Agenturen u. Fabriklager werden übernommen. (73^4 7383) Ein anständiges feineres Mädchen, welches selbstständig kochen, bügeln und dem Gemüsegarten vorstehen kann, wird auf Weihnachten gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl._____________________ 6582) Utberziehcn von Schirmen und Reparaturen an denselben werden rasch und billig ausgeführt. I. Weitzenkorn, Kreuz. 7374) Parterreräume oder 2. Stock, von 4 Zimmern, als Wohnung u. Geschäfts! okal geeignet, in mittlerer Lage der Stadt, zu miethen gesucht. Nähere Auskunft ertheilt die Expedition dss. Blattes. 7390) In einer anständigen Familie wird guter Mittagstisch gegeben. Näheres in der Exped. d. Bltts.___________________ Dramatische Vorlesung im neuen Gymnasium. Freitag den 14. November 1879, von präcis 5—7 Uhr: Harald uud Theano, episches Gedicht von Felix Dahn. Billette & «X 1 in der I. Ricker'schen Buchhandlung. (7396 _____Herta Wölling. Tüchtige Agenten zum Verkauf unserer Loos-Certificate und Antheilscheine, gegen Provision und bei gutem Erfolg eventuellen fixen Gehalt, werden unbestellt. Fr.-Offerten sind zu richten an *£ Bankvereinigung Grün 8t Co., Amsterdam (Holland) Neingehaltene Exemplare von Nr. 255 und 256 des Gießener Anzeigers werden von uns, per Stück 10 Pfg., zurückgekauft. Die Expedition des Gießener Anzeigers. Verantwortliche Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Ehr. Pietfich) in Gießen.