rem. dtr. HO. Dienstag, den 13. Mai L87N (Eichener Änieiaer Uey (Piano- [ ks / | £ £ aJ Anzkige- uni Amtsblatt sm ieu greis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. .82t. linisteriuw 4 179. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. chM, 4 i Beethoven, ’ahms. endelssohn. )hubert. hubert. hubert. Bach, -humann. tiopln. ianoforle-Lager. l e r schen Buch- .'hen jiusikalien- bend sicher) (3162 )ch;eit t mares ♦ Aeutschland. Darmstadt, 10. Mai. Seine Königliche Hobeit der Großherzog haben aüergnä igst geruht: Am 7. Mai den Commandeur der Gensd'armer e-D'vision Oberheffen, Major Anton Supp, auf fein Nachsuchen, unter Anerkennung s.tner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand zu versetzen, demselben auch die Erlaub« niß zum Tragen der Uniform mit den für die Pe- fiondre vorgeschrtebenen Abzeichen zu ertheilen, und den Hauptmann a. D-, Theodor Ludwig Friedrich Beck, zum Commandeur der Gensd'armerie-Divifton Obnh ssen, unter Ernennung desselben zum Rittmeister, zu ernennen. Berlin, 9. Mai. Der Reichskanzler legte dem Bundesrath einen Gesetzentwurf vor über provisorische Änderungen des Zolltarifs, wonach auf Anordnung des Ritchskanzlerö E nqangSzölle von b Slang zollfreien Gegenständen, sowie beabsichtigte Zollsteigerungen mit Zustimmung des Bundesralhs und Reichstages vorläufig zu erheben sind. Der Reichstag soll eventuell für seine Zustimmung nur einer einmaligen Beratung und Abstimmung bedürfen. Die Anordnung des Reichskanzlers Hüt sofort in Kraft und erlischt je nach Beschluß des Reichstages über den Tarif, spätestens mit dem fünfzehnten Tage nach Schluß der Session. Berlin, 10- Mai. Sitzung des Reichstags. Vor dem Eintritt in die Tages- 's Jnntrn für f idjtn Staats- J vflanzer nicht zur Zahlung der Steuer verpflichtet sei, sondern der Käufer. Gegen oie Nachversteuerung müsse er sich erklären, ebenso gegen die Licenzsteuer. Kiefer wendet sich gegen die Vorlage wegen der Verhältnisse des pfälzischen Tabakbaues. Die Nachricht, daß dort das Monopol der Gewichtssteuer vorgezogen würde, sei unwahr. Anstatt der Nachversteuerung will Kiefer für einige Zeit, nachdem das Gesetz in Kraft getreten sei, Steuerfreiheit für den inländischen Tabak. Derselbe erklärt sich ferner gegen eine Licenzsteuer. Die Fortsetzung der Berathung findet am Montag statt. Berlin, 10. Mat. Der vom Reichskanzler dem Bundesralhe vorgelegte Gesetzentwurf, betr. die provisorische Einführung von Aenderungen des Zolltarifs, hat nachstehenden Wortlaut: § 1. Eingangszölle von bis dahin zollfreien Gegenständen und Erhöhung bestehender Zölle, wegen deren Einführung dem Reichstag ein Gesetzentwurf zur Beschlußfassung vorgelegt ist, können mit Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags durch Anordnung des Reichskanzlers vorläufig in Hebung gesetzt werden. § 2 Der Antrag auf Ertbeilung der nach § 1 erforderlichen Zustimmung des Reichstags bedarf nur einmaliger Berathung und Abstimmnng des Reichstags. Es kann nach absoluter Stimmenmehrheit beschlossen werden, daß die Berathung und Abstimmung an demselben Tage stattfinden soll, an welchem der Antrag schriftlich eingebracht ist. _§ 3. Die Anordnung des Reichskanzlers (§ 1) ist in das Reichs-Gesetzblatt aufzunehmen und tritt, falls fie nicht einen anderweitigen Zeitpunkt bestimmt, sofort in Kraft. Die Anordnung erlischt mit dem Ablauf des Tages, an welchem das betreffende, zur Beschlußfassung des Reichstags im Entwurf vorliegende (§ 1) Gesetz in Kraft tritt, oder durch Reichstagsbeschluß abgelehnt oder zurückgezogen wird, spätestens aber mit dem fünfzehnten Tage nach Schließung der Reichstags-Sesston, während deren die Anordnung des Reichskanzlers erlaffen ist. § 4. Nach dem Erlöschen der Anordnung des Reichskanzlers (§ 3) find unverzüglich diejenigen Zollbeträge, welche auf Grund derselben von bis dahin gesetzlich zollfreien Gegenständen oder über den bis dahin gesetzlichen Zollsatz hinaus entrichtet oder zu Lasten des Zollschuldners angeschrieben sind, zu erstatten, beziehentlich wieder abzuschreiben, insoweit diese Beträge Gegenstände betreffen, welche nach der zur Zett des Erlöschens der Anordnung geltenden Zollgesetzgebung zollfrei oder niedriger berechnet sind, als die zur Zett des Erlöschens der Anordnung bestehende Zollgesetzgebung sestsetzt. § 5. Dieses Gesetz tritt sofort in Kraft. Berlin, 10. Mat. Der Bundesrath beschloß heute, den Gesetzentwurf, betr. die Statistik des auswärtigen Waarenverkehrs des deutschen Zollgebietes, den Gesetzentwurf, betr. die provisorische Einführung von Aenderungen des Zolltarifs, Ausschüffen zu überweisen. — Der „Reichs-Anz." bespricht die durch den gegenwärtigen Krieg zwischen Chile, Bolivien und Peru geschaffene Situation und schreibt: Außer der bereits telegraphisch von der brasilianischen Küste nach Valparaiso beorderten „Hansa" ist die schleunige Entsendung und dauernde Stationirung eines deutschen Kanonenbootes in den dortigen Gewäffern angeordnet. Da auch die übrigen Seemächte, vor allem England, wichtige Handels- und Schtff- sahrts-Jntereffen in den genannten Republiken zu wahren haben, wird sich vielleicht Gelegenheit finden, gewissen Eventualitäten gegenüber gemeinsam zu handeln. Nach Lage der Verhältnisse könne eine Garantie nicht gegeben werden, daß Valparaiso in diesem Kriege vor dem Angriff einer feindlichen Flotte bewahrt bleibe, obwohl zu hoffen sei, daß die Kriegführenden nicht im Widerspruch mit den Satzungen des heutigen Völkerrechts ohne Noth zur Beschießung offener Hafenstädte schreiten werden. Hesterreich. Wien, 10. Mai. Die „Polit. Corresp." meldet aus Tirnowa vo» heute: Fürst Dondukoff ist von Livadia zurückgekehrt und geht am 13. Mai nach Sofia. — Prinz von Battenberg wird morgen in Livadia eintreffen, wo er die bulgarische Deputation empfängt, die deshalb am 13. Mai dorthin reist. Anfangs Juni wird Prinz von Battenberg in Konstantinopel eintreffen und sich nach Empfang des Jnvestiturberats nach Tirnowa zur Eidesleistung begeben, worauf er von dem Fürsten Dondukoff die Regierung übernimmt. Letzterer kehrt hierauf nach Rußland zurück. — Das Abgeordnetenhaus erledigte in der Generaldebatte die Thier- seuchenges tze und ging hierauf mit allen gegen 2 Stimmen (Steudel's und Kronawetter's) in die Specialdebatte ein. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Belgrad vom 10. Mai: Die europäische Grenzcommission ist nach Risch abgereist. Dieselbe hatte vorher wiederholte Besprechungen mit dem Minister des Aeußeren und dem Kriegsminister wegen Erweiterung der serbischen Grenze im Topltcer Kreise. In Folge des Ersuchens Serbiens um eine Gebirgsgrenze behufs der Verhinderung der Einfälle der Arnauten haben mehrere Großmächte ihre Delegirten im Sinne der Willfahrung der Bitte Serbiens instruirt. Hiernach würde Pre- polac noch Serbien zufallen. Arankreich. Paris, 10. Mat. Der „Agence Havas" wird aus Konstantinopel gemeldet, daß, wie dort versichert werde, die egypttsche Frage durch etn Com- promtß zwischen dem Khedive einerseits und Frankreich und England anderer- seits geregelt sei. Redactionsbureaur 1 Ä , rn . D 1O «xpeditionsbureau: s Schulstraße 8. 18. •gentur uu • >7 HS Aschen ’W ordnung macht der Präsident v. Forckenbeck Mittheilung von dem in der Nacht plötzlich erfolgten Ableben des Abgeordneten Nieper. Auf Aufforderung des Präsidenten erhebt sich das Haus zur Ehrung des Andenkens des Verlebten. — Der Gesetzentwurf, betr. die Verkeilung der Matrikularbeiträge für die Jahre 1879 und 1880 wird in dritter Lesung ohne Debatte genehmigt Bei der dritten Berathung des Gesetzentwurfs, betr. die Erwerbung der preußischen Staatsdruckerei für das Reich, beantragt Abg. Kayser (Socialist) die Auszählung des Hauses behufs Constatirung der Beschlußfähigkeit. Der Namensaufruf ergibt 205 Anwesende, das Haus ist somit beschlußfähig. Indem der Pläsident dies constatirt, theilt er mit, daß ihm amtlich von den Schriftführern angezeigt worden sei, daß der Abg. Kayser bei der Recapitulation anwesend gewesen sei, aber auf den Namensaufruf nicht geantwortet habe. Er müsse dies als eine Verletzung der schuldigen Rücksicht gegen das Haus rügen und werde Diesen Fall in der Geschäftsordnungs-Commission zur Sprache bringen. (Allseitige Zustimmung.) Kayser bemerkte, er sei zur Nennung seines Namens nicht verpflichtet Er habe übrigens die Auszählung nur deßhalb veranlaßt, weil seine Partei von den wirthschaft- lichen Debatten ausgeschlossen sei. Der Präsident erwidert, das Haus, nicht er habe benSchluß der Discussion ausgesprochen und er müsse das vorher Gesagte aufrechterhalten. . (Erneute Zustimmung.) Der Gesetzentwurf wird schließlich in butter Lesung in den 4 noch ausstehenden Paragraphen und im Ganzen genehmigt. Der Gesetzentwurf, be- 4l treffend den Nachtrags-Etat für die Ausstellung in Sidney, wird hierauf in dritter Vwllllie 4 ^Unß @^CfoT0t6tnunme^r die erste Berathung der Gesetzentwürfe, betreffend die Er- 4 Höhung der Brausteuer. Abg. v. Uhden spricht für die Gesetze, w'derlegt den Einwand, irk. 4! daß der Entwurf nur in Verbindung mit der Branntwelnsteuerfrage zu behandeln sei 4 und empfiehlt die Verweisung an eine Commission. Richter iHagen) spricht gegen die l-ri-ndank. 4 Entwürse. Reichskanzleramts-Präsident Hofmann sogt: Die Regierungen haben die lton»v« । N^gen nicht nur aus finanziellen Gründen vorgeschlagen, sondern auch um eine ein- )F 4 beitlicbe Rezelung der Brausteuer herbeizuführen. Es gelte, die Brau- und Brannt- 4 weinsteuergesetze den süddeutschen bezüglichen Bestimmungen anzupassen. Daß durch , «e'lia,^ 4! die Erhöhung der Brausteuer eine Zunahme des BranntwemgenusseS werde bewirkt 4 werden sei nicht zu befürchten. Die Erhöhung der Steuer sei nicht so groß, daß das - • Brauereigewerbe darunter leiden werde. Man möge die Steuer auch nicht vertagen, sondern gleich bewilligen, um die Interessenten nicht in Ungewißheit zu lassen. Ober- steuerinspector Boccius rechtfertigt die einzelnen Sätze der Vorlage. Abg. Richter (Meißen) spricht für die Vorlage und erklärt sich zugleich für eine allgemeine Getränke- teuer Nachdem der Reichskanzleramts Präsident nochmals für die Vorlagen ein; getreten wird der Antrag Löwe auf Verweisung an eine Commission von 14 Mit- alied-rn angenommen. ES folgt darauf die erste Berathung der Tabaksteuervorlage. Finanzminister hobrecht leitet die Debatte ein: Die Voilage sei eine Fortsetzung der vorjährigen Vorlage Man habe unter allen Systemen jenem der G^wichtssteuer als dem rationellsten und unseren Verhältnissen am entsprechendsten den Vorzug gegeben. Der Minister ' beleuchtet die verschiedenen Tabaksteuer-Systeme, namentlich das Monopol, um nach- mweisen, daß man unter den obwaltenden Umständen von dem Monopol absehen müsse, freilich bringe das Monopol einen größeren Ertrag als irgend ein anderes System; allein das System der Vorlage bringe größere Gewähr der Stetigkeit und ermögliche größere Schonung der in Frage kommenden Interessen. Der Entwurf sei mit großer Sorgfalt vorbereitet und ausgearbeitet. Er erftube möglichste Schonung des inländischen Tabakbaues. Auch in anderen Beziehungen biete der Entwurf dem Tabakbauer Vortheile bezüglich der Zahlungsfrist und der Steuer und Haftpflicht. Der Minister verteidigt sodann die L'cenz-Steuer wegen ihres finanziellen Werthes und wegen der Portheile, die sie bezüglich der Controle des inländischen Tabaks biete. Die Nachsteuer sei Angesichts der immensen Speculationen in Tabak und zum Schutze des inländischen Tabaks unerläßlich gewesen. Augenblicklich seien 941,866 Centner Tabak über den Jahresbedarf in Deutschland eingesührt. Ohne Nachsteuer könne auf lange Zeit hin keine Einnahme aus dem Tabakzoll erzielt werden Vielleicht könne man über die Satze der Nachsteuer verhandeln; im Principe sprächen gewichtige Gründe für die Nachsteuer. Gründe, welche man durch das bevorstehende Sperrgesetz noch ausgiebiger ausbeuten werde. Die Tabaksteuer werde nach diesem Gesetz tragen 76 Millionen Mark, demnach ’/s mehr als bisher. Der Minister hofft, daß die Vorlage die Zustimmung des Hauses finden werde. (Beifall.) — v. Marschall spricht gegen die Vorlage, namentlich gegen die Licenzsteuer. d. Marschall warnt davor, heute in einen Streit über Monopol, Tabakssteuer und Gewichtssteuer einzutreten. Cs sei nothwendig, etwas zu Stande zu bringen. Er , verkenne nicht die Mängel der Gewichtssteuer, deßhalb aber sei, da die Werthsteuer nicht durchzuführen, doch eine bestimmte Grenze in der Besteuerung der Arten geboten. In dieser Besteuerung leide die Vorlage an verschiedenen Fehlern. Die Sätze für den inländischen Tabak erachte er für zu hoch gegriffen. In Betreff der Person desjenigen, welcher den Tabak zu versteuern habe, halte er es für gerechtfertigt, daß der Tabaks- Paris, 10. Mat. Mehrere Journale, besonders die „Presse" und die „France" versichern, daß sich in dem heutigen Ministerrath über die zu treffen« den Vorsichtsmaßregeln für den Fall der Rückkehr der Kamm.rn nach Paris und besonders über die Organisation der Polizei-Präftctur Meinungsverschiedenheiten kundgegeben haben. Kngland. London, 8. Mai. Bei der jähr licken Zusammenkunft des „Jron and Steel Institute" wurde gestern des neuen Entphosphorungs-ProciffeS gedacht, vermittelst deffen aus phosphorhaltigem Clevelanbeisen Stahl hergestellr werden kann. Der Vorsitzende, E. Williams, stellte dem Proceß eine bedeutende Zukunft in Aussicht erwähnte, daß die Nord Tastern Eisenbahngesellschaft bereits eine größere Lieferung Schienen von Clevelandstahl in Auftrag gegeben hat, und machte auf die Bedeutung dieser Frage im Zusammenhang mit dem Kohlenverbrauch in England aufmerksam. Zur Herstellung einer Tonne (etwas über 20 Centner) Eisen sind 6 Tonnen Kodlen nöthig; zur Herstellung einer Tonne Clevelandstahl nur 3 Tonnen. Bisher ist etwa ein Dritttheil der gesummten Kohlenausbeute Englands — welche im Jahre nahe an 140 Mill. Gewichtstonnen beträgt — zur Eisenfabnkatlon verwandt worden. Die Er- sparniß an Kohlen durch den neuen Proceß kann daher sehr erheblich werden. — Der Bildhauer Böhm ist gegenwärtig mit Herstellung eines Denkmals zur Erinnerung an die verstorbene Großherzogin von Hessen beschäftigt. Die Königin besuchke gestern daS Denkmal in der Werkstatt. London, 10. Mai. Nach Meldungen aus Capstadt vom 26. April geht General Chelmsford mit dem Generalstabe nach Utrecht. — Magneza, Bruder des Zulukönigs Cetewayo, zeigte mit einigen Anhängern seine Unterwerfung an. Rußland. Petersburg, 7. Mai. Für die G^stwirthe sind jetzt wieder neue polizeiliche Vorschrift erlasien worden. Die Wirthe der weltbekannten Ver- gnügungölocale zu Pawlowsk, Zarokoe-Selo, Lwadia, Schuwalowa u. s. w. müssen sämmtlich um 11 Uhr ihre Räume schließen und werden vermuthlich durch diese Verordnungen ruinirt werden, denn nach diesen, von einem sehr anständigen Publikum besuchten Orlen fuhr man sonst immer erst des Abends und verweilte dann bis nach Mitternacht, und jetzt ist das nicht mehr möglich, denn von 8 bis 11 Uhr, drei Stunden nur, das ist für einen echten Petersburger kein richtiger Genuß. In der Stadt selbst darf an keinem Restaurationsfenster mchr ein Vorhang angebracht werden, so daß man immer von d r Straße direct in die Stube hinernsehen kann. Die Läden zu schließen ist selbstverständlich verboten. — Im Narwa'schen Stadttheile soll vorgestern eine sehr ergötzliche Geschichte mit einem Gorodowoi (Polizisten) passirt sein. Zu dtsem kamen nämlich mehrere Herren und vellangten Auskunft über Dieses und Jenes. Als sie sich wieder entfernt hatten, kicherte das Publikum überall den patroullireuden Polizisten an. Derselbe ärgerte sich darüber u. d fragte schließlich einen Vorübergehenden, was er denn eigentlich so Lächerliches an sich habe. „Ack, hier", erwiderte Jener, „auf Ihrem Rücken klebt ein großer Zettel!" Der Zettel wurde abgerffen und man fand, daß es eine der gefürchteten Proklamationen war. unter welcher die Worte standen: „Da man jetzt die Straßenecken so scharf überwacht, so bleibt uns nichts weiter übrig, als unsere Proclamationen den Aufpasiern selbst auf den Buckel zu heften. Das Revolutions-Comits." Die Geschichte soll wahr sein, doch dabei gewesen bin ich nicht. Eine ganz ähnliche G schichte trug sich indifsen vor ein paar Monaten mit einem Kosaken zu, den man betrunken gemacht hatte und desien Pferd man am folgenden Morgen vor der Stadthauptmannschaft angebunden vorfand mit einem aus den Sattel gehefteten Zettel folgenden Jiihalts : „Wie brav sind doch die Wächter von St. Petersburg!" Der Petersburger Gensd^arm, der den Attentäter Drentelen's, Herrn Mirski, in einen Schlitten setzte, war auch kein übler „Häscher." Petersburg, 10. Mai. Die Reichsbank macht bekannt, daß auf Grund kaiserlicher Befehle die vierte Emission von Obligationen der Reichsrente auf kurze Zeit im Gesammtwerthe von 50 Mill. Rubel erfolgen wird. Die Obligationen werden im Nominalwerthe von 1000 bis 5000 Rubel tmittirt, sind 4procentig und gelten aus eine sechsmonatliche, vom 1. Mai 1879 alten Styls zu berechnende Frist. Telegraphische Depeschen. Wagners telegr. Korrespondent - Burea«. Paris, 11. Mai. Die „Agence Havas" meldet aus Athen: In Arta hat zu Gunsten der Vereinigung des Epirus mit Griechenland eine Manifestation stattgefunden. Die Manifestanten begaben sich vor das französische Consulat und brachten Hochs auf die französische Republik aus. Marseille, 11. Mai. Gelegentlich des h esigen Regional Concmses hielt der Handelsminister eine Rede, in welcher er die seit 1870 verwirklichten Verbesserungen betonte: Tie Armee reorganisirt, die Grenzen mit Festun« gen versehen, nicht zur Bedrohung des Auslandes, sondern für Die Sicdeih it befi Landes; die Abgaben erleichtert rc. Der Minister appellirt an Ordnung und Frieden als unerläßlich für das Gedeihen Frankreichs. 11. Mai. Heute Morgen 10 Ubr ist Prinz von Battenberg hier eingetroffen und mittelst Ehrenwache und Musik von den Generalen Totleben, Semeka und Heinz empfangen worden. Der Stadt« oisteber, sowie die Präsidenten des slavischen und bulgarischen Comitös hielten Anreden. Die Mädchen des bulgarischen Waisenhauses bestreuten den Weg mit Blumen. Hunderte von Bulgaren bezeugten ihren Enthusiasmus durch anbaltendes Hurrahrufen. Nachmittags reiste Prinz von Battenberg auf der Nacht „Enkttk" nach L vadia ab. Paris, 11. Mai. Der „Temps" sagt: Die Minister hrben sich gestern mit der Frage der Reorganisation der Polizet-Präsectur und mit der Frage der Rückkehr der Kammern nach Paris beschäftigt. Wenn einige Meinungsverschiedenheiten obwalten wegen der Mittel, so herrscht doch Ueberein« sttmmung hinsichtlich des Zweckes. Somit ist ein Einvernehmen im Voraus erreicht. Marseille, 12. Mai. Aus eine Rede des Präsidenten der Handels- kamrmr antwortete der Handel-Minister Tirard, da-Princip des internationalen Austausches (Freihandels) sei nur möglich in Verbindung mit dem Principe der Gegenseitigkeit. Petersburg, 11. Mai. Großfürst Michael nebst Gemahlin und Sohn Nlcvi^i |uij o ute ti/s Ausland abger ist. Lokales. Gießen, 12. Mai. Zu Weihnachten vorigen Jahres ließ der seit Jahren wohl bewährte „evangelische Kirchengesangverein zu Darmstadt", (Dirigent: Gymnasiallehrer Dr. Becker Präsident: Mmisterialrath Hallwachs), einen Aufruf ergeben, worin er zur Bildung von K>r' chengejangvercmen in Stadt und Land und zum Zusammenichluß aller dieser Vereine zu einem Landesverem aufforderte. Als Beweggrund zu diesem Aufruf wird darin Folgendes ausge- sprochen: „Wir sind von der Ueberzeugung durchdrungen, baß zur Förderung unseres kirchlichen Lebens die Pflege des kirchlichen Chorgesanges und die von ,hr ausgebende Hebung des kirchlichen Gemeindegesanges nur m hohem Maße beitragen kann." In Folge davon haben sich seitdem m zahlreichen Gemeinden unseres Landes solche Vereine gebildet, und auch in unserer Stadt hat sich, nachdem schon einige Zeit zuvor in freierer Weise die Probe gemacht worden war, ob sich zu diesem Zwecke die nöthigen Kräfte zusammenfinden würden, am 1. Mai ein „evangelischer Kirckengesangverein" constituirt. Ueber Zweck und Aufgabe des DereinS sowie die Art seines Auftritens besagen die Statuten, die fast unverändert nach dem Muster des Darmstädter Vereins angenommen wurden, Folgendes: 8-1. Der Evangelische Kirchengesangverein stellt sich die Aufgabe, zunächst seine Mitglieder mit den Werken, namentlich der alteren kirchlichen Gesangmusik bekannt zu machen durch Aufführung derselben das Jntereffe am Kirchcngesang zu wecken, und den evangelischen Gemeindegesang zu heben. 8 2. Hauptgegenstände seiner Pflege sind: die älteren Meisterwerke kirchlicher Musik insbesondere: der protestantische Choral, die Motette, die kirchliche Cantate. Die Vorträge des Vereins werden immer in der Kirche stattfinden, und zwar wird der Verein nicht blos bei passenden Gelegenheiten im Gottesdienste fingen, sondern auch selbstständige Concerte veranstalten. Die Schwierigkeit, für einen Verein, der sich eine solche Aufgabe stellt, einen geeigneten Dirigenten zu finden, dem hierzu außer der erforderlichen musika- lisch en, auch ein größeres Maß allgemeiner und speciell künstlerischer Geschmacksbildung sowie die Kenntniß der alten Sprachen und der Geschichte des kirchlichen Lebens fast unentbehrlich ist, und da die musikalischen Kräfte, welche diesen Erforderniffen genügten, anderweit schon übermäßig in An,pruch genommen sind, ist dadurch beieitigt, daß Herr Pfarrer Dr. Haup t bei, obwohl Dilettant, doch durch langjährige Beschäftigung grade mit der kirchlichen Musik dazu wohl befähigt ist, sich freundlich zur Leitung des Gesanges bereit erklärt hat. Der Verein welcher schon zu Cbarfreitag und zu Ostern sein Scherflein zur Verherrlichung des Festgottes' dienstes beigetragen hat, wird zunächst wieder am Himmelfahrtsfest und am 1. Pfingstfeiertaae singen und beabsichtigt dann, am Reformationsfest sein erstes Coneert zu geben. Wir hoffen, daß diese Mittheilungen genügen werden, um die irrtbümlichen Auffassungen, welche das Unternehmen hie und da hervorgerufen hatte, zu berichtigen'und das Jntereffe "für die Pflege dieser Seite der Kunst in weiteren Kreisen zu wecken. Sollte dies br Fall sein, so ist durch eine Einrichtung unseres Vereins Gelegenheit gegeben, solches Jntereffe praktisch zu betätigen. Es ist nämlich die Betheiligung inaktiver Mitglieder bei unserem Verein vorgesehen, welche gegen einen jährlichen Beitrag von 2 für die unentgeldlichen Aufführungen des Vereins reservirte Plätze in der Kirche erhalten. In Darmstadt zählt der Verein etwa 3U0 solcher inaktiver Mitglieder, und wäre es zur Förderung der Sache, auch in finanzieller Beziehung, sehr erwünscht, wenn wir ähnliche Tbeilnahme für unseren Verein fänden Anmeldungen dazu nimmt jedes der Aussckußmitglieder, gegenwärtig außer dem Dirigenten die Herren Bezirks: ftraf liebtet Kullm ann, Aeeessist Dornseiff, Pfarrer Schlosser, Pfarrviear Schöner, ferner Frl. Agnes Simon, Frl. Helene Walther, entgegen. — Die Samstagnacht war für die Bewohner der Schloßgaffe eine aufregende. Vom Lindenplatz aus entrirte sich eine umfangreiche Holzerei zwischen diversen jungen Leuten, Den verschiedensten Ständen angchörend, welche ihren vorläufigen Abschluß in Der Festnahme von zwei der Exeedenten fand. Die Freunde derselben glaubten jedoch solche wieder mitnehmen zu sollen und entstand dadurch vor der Polizeiwache ein arger Tumult. Das Faeit war die geschlossene Abführung von 2 Leuten nach dem Arresthaus, dem die weiteren Ordnungsstrafen wohl folgen werben. — Am Samstag Morgen würbe der Kleinkinderschule wiederum ein größeres Quantam getaufte Milch zugewiesen. — Verhaftet wurde im Laufe des gestrigen Tages ein arg Bekneipter, sowie ein Frauenzimmer wegen zwecklosen Umhertreibens. — Bekanntlich ist die Heilanstalt für scrophulöse Kinder in Bad Nauheim vom 1 Mai an schon in Thätigkeit. Um allenfallsige Gesuche um Aufnahme zu erleichtern, thetlen wir Jntereffenten mit, daß 1) Kinder von 3 dis 14 Jahren ausgenommen werden; 2) Anmeldungen an den Arzt der Anstalt, Herrn Dr. 2Ib6e in Nauheim zu richten sind. Bei der Aufnahme ist ein ärztliches Zeugniß darüber beizubringen, daß das Kind Soolbäder bedarf und daß es an keiner ansteckenden Krankheit leidet. Der Betrag der Pension für die volle Kur auf 4 Wochen ist für Unbemittelte auf 15 für Bemittelte auf 30 pränumerando notmitt worden. — In Krofdorf ertrank am Samstag Nachmittag eine Frau in einem im Keller befindlichen Brunnen. Vermischtes. Dillenburg, 7. Mai. (Brand). Heute Morgen gegen 10 Uhr brach in dem 1'/, Stunde von hier entfernten Dorfe Wiffenbach Feuer aus, das bei dem scharfen Rordostwinb, den vielen Strohdächern und den zusammenhängenden Gebäuden mit so rasender Schnelligkeit um sich griff, daß innerhalb weniger Stunden trotz der von allen Seiten herbeigeströmten Hilfe 2/z des ganzen Dorfes (ungefähr 60 — 70 Häuser) in einen Schutt- und Aschenhaufen verwandelt wurden Das Elend der Bewohnet ist sehr groß, da Wiffenbach ohnehin zu den ärmeren Ortschaften des Amtes Dillenburg gehörte. Ueber die Entstehung des Brandes verlautet im Augenblicke noch nichts Menschenleben sind glücklicherweise, da daß Unglück sich am hellen Taae ereignet, nicht verloren gegangen. Das Concert vom 11. Mai. Obgleich das eigentliche ächte Frühlingswetter immer noch auf sich warten ließ, wenigstens am Abend des Concertes, so mahnte doch die doppelte Beleuchtung des Saales, an der sich schon der Himmel und die menschliche Kunst fast gleichmäßig bethciligten, daran, daß die eigentliche Concertsaison dahin ist. Das Concert selbst hat, so kann man sagen, unter diesem Umstande nicht wesentlich zu leiden gehabt. Denn die Frequenz war eine immerhin beträchtliche. Herr Concertmeister Heermann leistete in dem Schubert'schen Rondo für Violine mit Pianosortebegleituna Hervorragendes, noch mehr so in dem Beethooen'schen Violinconcert (1. Sah). Besonders heben wir die längere Cadrnz in letzterem Concerte hervor, die eigentlich ein von dem Grundgedanken des Meisters sich vielfach entfernender musicalischer Streifzug war, auf welchem Herr Heermann auch als Virtuos im Aufbieten der specifischen Reizmittel eines gediegenen Violinspiels sich bethätigte. Das Schubert'sche Lied „Die Allmacht" der Fräulein Fillunger war herrlich vorgetrasten und gab den Beweis für den Umfang der derselben zu Gebot stehenden Stimm - Mittel, wiewohl wir doch ihre höheren Soprantöne für entschieden wirksamer, als die mittleren, erklären möchten. Für die mittlere Tonlage ist ein gewisses Tremoliren etwas vorherrschend und stört die feste unentwegte Intonation. Am be)lcn war noch in dieser Hinsicht das „Haideröslein". Fräulein Fillunger erntete übrigens hinreichend den ihr gebührenden Beifall. Herr Dingeldey ist ein Jünger^ der seinen Meister nickt oerläugnet. Er spielte die Liszt'sch^ Rhapsodie wahrhaft brillant, ebenso die Chopin'sche Ballade in as-bur. Das Schumann'sche „Warum?" ist ein sonderbar trübes Tongespinnst, das schwer zu verstehen, wenigstens nur geringen Eindruck auf die Anwesenden zu machen schien. Um so verdienteren Beifall erhielt die „Gavotte" von I. S- Bach. 0. Handel und Verkehr. Frankfurt, 10. Mai. (Marktbericht.) Butter im Großen 1. Qual. JC. 0,95—1, 5 Qual. 9<> H, im Detail I.Qual. JL 1,15—1.20, 2. Qual. JL 1,10, Handkäse da- Pstmd — Ganze Erbsen stellten sich per 10o Kilo auf JL 18—23, geschälte Erbsen JL 23—27, Speisebohnen 22—25, Linsen 23—30 JL Kartoffeln JL 7. Es kostete Ochsenfleisch >« Pfb. 65—70 H, Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 58—65 H, Hammelfleisch 50—65 Kalbfleisch 50—65 H, Schweinefleisch 60—70 H, Dörrfleisch — H, Schinken — 4 auSgebeint — H bis — J4, Fleischwurst 70—80 Hausmacher Leberwutst, Preßkopf, SchwaR- mögen, Zungenwurst 80—90 H, gewöhnliche Leber- und Blutwurst 55—60 Geflügel: Hahnen JL ',70 — 2, Hübner , Enten JL —, Poularden JC 6—8, Tauben 50 H Hechte 70—80 Karpfen 70—75 H, Schleien — H, Cabliau — Schellfische i/r Kg. 30 Salm bas Pfv. JC. 2,50—3. Eier bas Hunbert bayerische 4.40, italienische JL. 5.40. Heu- und Strohmarkt war ziemlich gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner JL 2—3, Stroh JL 2-2.20. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 3257) In der verlängerten Bismarcksstraße, vor dem neuen Gerichtsgebäude und an der Pipp'fchen Schanze kann Schutt ab- aeladen werden. Gießen, den 9. Mai 1879. Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. OeffenWe AMrdkrung. Nachdem Gr. Hofqertcht der Provinz Oberbkffen über das Vermögen des Georg Kloes von Albach den förmlichen Coucureproceß erkannt hat, werden dessen Gläubiger aufge» fordert, ihre Forderungen an genannten Georg Kloes nebst etwaigen Vor« zugsrechten im Termin Dienstag den 8. Juli 1879, Nachmittags 2 Uhr, Lei unterzeichnetem Gericht bei Meidung Ausschluffes von der Masse anzumelden, wobei bemerkt wird, daß die früher schon erfolgten Anmeldungen für bezeichneten Termin keine Geltung haben. Im Termin soll zunächst Arrangement versucht, Gläubiger-Ausschuß u. Mafse- curator erwählt und Beschluß über Versilbrrung der Maste gesüßt werden. Von den nicht erscheinenden bezw. vertretenen Gläubigern w.rd angenommen, daß fie den Beschlüflen der Mehrheit der erschienenen beiireten. (3266 G eßen, am 28. April 1879. Großherzogliches Landgericht Gießen. Langermann, Dr. Trapp, Landgerichts-Assessoren.________ Bekanntmachung. Nachdem nach mtslungenem Güteversuche über den Nachlaß des Schmieds Andreas Blanz von Kirchhain der förmliche Concurs erkannt worden ist, werden nunmehr sämmtliche Gläubiger des Genannten aufgefordert ihre Forderungen im Termin den 26. Mai b. I., Vorm. 9 Uhr, Contumazierzeit, unter Vorlegung der erforderlichen Beweisstücke unter dem Recktsnachtheil der Ausschließung von der Maste gegen den Contradictor Rechtsanwalt Embach dahier gehörig anzumelden und zu Legtünden. Kirchhain, am 3. April 1879. Königliches Amtsgericht. Hellbach. (3265 Oeffentliche Aufforderung Auf den in der Gemarkung Villingen gelegenen Items VIII/276 IX/25 X/699 XI/92 X1X/327 haftet nach dem Hypothekenbuch ein Pfandrecht wegen eines im März 1844 von Caspar Zimmer II., ledig, in Villingen M der Sparkasse Hungen «usgenommenen zu 5% verzinslichen Darlehen-von 62 fl. 30 kr. Die Forderung ist laut vorliegender Quittung Bezahlt, die Hypotbekurkunde aber verloren gegangen; es werden daher alle diejenigen, welche aus besagter Schuldverschreibung Ansprüche erheben zu rönnen glauben, auf Antrag des Schuldners hiermit aufgefordert, solche sogewiß innerhalb zwei Monaten, dahier geltend zu machen, als sonst die röschung der Hypothek verfügt werden wird. Hungen, am 18. April 1879. GrokherzogUcheS Landgericht Hunaen. Cella rtus. (2914 3255) Die Zusammenstellung der Tax- ermäßigungen, welche auf der MainAeser- Bahn durch Ausgabe von Retour-B'llets, Abonnementskarten für3 Monate Schirler- Abonnementsbillets, Rundrestebillets und bei ^abrten größerer Gesellschaften gewahrt roerÄ ist in achter Auflage erschienen und durch alle Billet- Expeditionen der Main-Weser-Bahn für 3 pro Exemplar jUSTam 6. Ma, 1879. " «önigU*e Dtrection »er Maln-Wrsrr »ahn. 3269) Zu den für unsere Stationen Cassel, Marburg, Gießen und Frankfurt a. M. bestehenden Stations-Tarifen sind die Nachträge I., beziehungsweise bei Marburg, Gießen und Frankfurt a. M. noch zugegangene Tarif-Tabellen erschienen. Exemplare derselben sind zum Preise von 0,20 tX für je eine Station durch die betreffenden Güter-Expeditionen zu beziehen. Cassel, den 7. Mai 1879. Königliche Direction _____der Main-Weser-Bahn._____ Brennholstieftrung. Die Lieferung des für die verschiedenen Untversiiäts - Anstalten für den Winter 1879/80 erforderlichen Brennholzbedarfes mit ca. 240 Rmlr. soll im Ganzen oder in Abtheilungen im Submissionsirege vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen können in unserem Geschäftszimmer im Unt- versitäts - Kanzieigebäude eingesehen werden, woselbst die Offenen verschlossen und m t b züqltch 'r Aufsck'ift verseben bis zum 17. b. Mts., Vormittags 11 Uhr, tinzurnch n sind, in welchem Termtii deren Eröffnung erfolge > wird. Gießen, den 10 Mat 1879. Großherzogliches Universuäte Re tnmt. Schmitt. (3262 Versteigerungen. Dienstag ben 10. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- raithe des Friedrich Weller Flur. Mtr. 659 Hofraithe links der Chaussee meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. April 1879. Großh Ortsgericht Gießen. 2927)___Müller._________ Kleegrasverfleigerun Samstag ben 17. b. Mts., Nachm ttagS 3 Uör, sollen 3 Morgen Kleegras des land- wirthschaftlichen Versuchsf ldes an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden. Gießen, den 10. Mai 1879. Großherzogliches Universiläls-Renta^t. Sckmttt. (3261 Donnerstag den 15. Mai^ Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hofraithe des L. A- Müller, als: Flur Meter V741 19 Hofraum auf der Mäusburg. Vtsg 144 Hofraithe daselbst. V743 25 Hofraum auf der Bach. V744 44 Hofraum daselbst, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 7. Mai 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. _____Mü l ler.____ (3149 Donnerstag ben 15. Mai, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hofraithe des Georg Friedrich Pfaff nochmals versteigert werden: Flur. Nr. Mtr. II. 65V10 511 Grabgarten mit Gartenhaus, Laggärten am Wismarerweg. II. 55/io 252 Hofraithe daselbst. Gießen, den 8. Mai 1879. Großh. Ortsgericht Gießen. 3185) Müller. Aeikgekolenes. 3278) Amerikanische Nasenmähmaschinen von 58 «X an, NeuesteGartenmöbel,Gartenwerkzeuge, Kinderspaten, Rechen rc. bei Emil Pi stör. Alle Sorten intnera(roaffer empfiehlt die (3281 Delicateffenbanblrrng von Carl Schwaab* Jerusalemer Orangen, Valencia Messina vorräkhtg in der (3280 Delicateffen-Handlung von Carl Schwank. 3259) Gut gebrannte Russensteine sind abzugeben, per 1000 Stück 13 -X Näheres __Lit. A. neben dem Rappen. Matjes-Häringe empfiehlt (3182 Emil Fischbach. 3198) Circa 30(1 Rmtr. Kiefern- Scheit - und Knüppelholz sind aus freier Hand zu verkaufen auf der Ziegelei Londorf bei Kneifel. ?Rfft(iuration zum Stern. I Mittagstisch um 1 Ubr. Abonnement*5 Pfennig. 4-tt iki venchiedene Sorten, l Causeufe, 1-und 2-lhürige Kleiderscbnänke, 1 Sckrcibs crctär, Bettstellen und andere Möbeln, billig bei J. Rothenberger, 3168) Lind nplatz. in vorzüalichcr Güte stets vor- räthig, per Fl. । 60 bei " L. Seibel, 3235)Poschel's Brauerei. 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Die Beerdigung findet Dienstag den 13. Mai, Morgens halb 8 Ubr, vom Neustädter Thor aus statt. 3186) Ein möblirtes Zimmer an 1 auch 2 Herren zu vermiethen. __Wallthor A. 45. 3207) Die mittlere Etage meines Hauses ist zu vermiethen und am 1. Juli zu beziehen.__________Funk. Stadtg.-Actuar. 2006) 5 Zimmer, Küche rc. im 1. Stocke, gleich beziehbar, zu vermiethen. F. Zöller, Neustadt. 3260) Gesucht eine Wohnung von 3—4 Räumen, guter Keller und etwas Hofraum. Offerten besorgt die Exped. d. Bl. 3211) Ein braver Junge, der das Schuhmachergeschäft erlernen will, kann in die Lehre treten. Ph. Mootz, Schuhmacher, Neustadt. 3267) WB Vermischte Airzeigen. 3274) Ein im Bügeln erfahrenes Mädchen sucht Beschäftigung in und außerdem Hause. Näheres im Hause der ____ Ww. Leun. 3264) Ein noch im guten Zustand befindliches Fuhrmannsschiff wird zu kaufen gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl._____________________________ 3276) Ein schwarzer Dächselhund mit gelben Vorderpfoten entlaufen. Denselben abzugeben gegen Belohnung B. Nr. 84. Vor Ankauf wird gewarnt. turen von Thurmuhren. 3175) Messbriefe,) Situ* ations- mb Bau-Pläne werden prompt besorgt Geomet"r Möller, Grünberger Strasse Nr. 150,5. 3196) Ein braver Junge kann unter günstigen Bedingungen in die Lehre treten bei Fr. Magnus, Schuhmacher. Die Erzeugnisse der Grossherzogi. Hessisch., Königl. Preuss.& Kais. Oesterr. Hof-Chocolade-Fabrikanten Gebr. Stollwerck m Cöln, Filialen in Frankfurt a. M., Breslau & Wien, verdanken ihren Weltruf der gewissenhaften Verwendung von nur besten Rohmaterialien und deren sorgfältigster Bearbeitung. Die Original Vr und */2-Pfund-Packungen sind mit Preisen und Garantie-Marke (pnre Cacao und Zucker) versehen. Die Fabrik ist brevetirte Lieferantin: l.l. M.M. des Kaisers Wilhelm, der Kaiserin Augusta, Sr. K. u. K. H. des Kronprinzen, Sr. Kaiserl. u. Königl apostol. Majestät Franz Joseph sowie der Höfe von England, Italien, der Türkei, Bayern, Sachsen, Holland, Belgien, Baden, Sachsen- Weimar, Mecklenburg, Rumänien und Schwarzburg. Kg* 19 goldene, silberne und broncene Medaillen. Stollwerck’sche Chocoladen & Cacaos sind in allen Städten Deutschlands zu haben, sowie auch an den Haupt-Bahnhof-Büffets. In Giessen bei J. A. Busch Söhne, Louis Frohnhäuser, Heinzerling & Tribus, F. C. Henzerling, Carl Hoffmann, L. Kalkhoff, Conditor H. Kinkel, Wilh. Flett, Carl Schwaab und Georg Wilh. Weidig. (60 Daheim, ß 3273) Ein Mansardenzimmer nebst Küche, Bodenkammer rc. zu vermiethen. _____________________________Lit. C. Nr. 1. 3268) In meinem Hause im Gartfeld ist der erste Stock mit 6 Zimmern nebst Zubehör pr. 1. Juli zu vermiethen. ___________________I. Bernhardt. 3275) Im Bott'schen Hause, Seltersweg Lit- C 72, ist im zweiten Stock ein Logis (5 Zimmer, Küche mit Speisekammer große Mansarden, Geräth- und Mägdekammer, sowie Gartenantheil bis zum 1. 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