NgS- m Tage unserer ll ich. ijMknc, rtjrilt. tut. Nr. 87. Zweites Blatt. Sonntag, den 13. April & _________________Ailjkize- anb Amisdlüit für int Kreis Gießen. «rtotbiHonAbuream♦ } Schulstraße B. 18. Erscheint tüMch mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher H H e i l. Gießen, am 5. April 1879. Betreffend: Die Vertilgung der Blutlaus. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien. hmn bi' für Aepftlbaumpflanzungkn überaus verderb! che wollige Aepfelrindenlaus ober Blutlaus in einem besorgnißerregenden Grade V-rbrei- Mrihmn wr bat. beauftragen nur S>e in Folge Verfügung Großherzoglichen Münster,ums des Innern vom 25. Marz 1. I, die nachstehend abgedruckte 9r.\ *9h mUn9 b Tef'8 fd)dbI'*en J"t"tes in geeigneter W ise zur Kenntniß Ihrer Gemeinde-Angehörigen, welche Obstbau treiben, zu bringen und solche bezüglich der Baumanlagen und Baumschulen der Gemeinde anzuwenden. 1 ' 4 8 äßenn Sie den Erlaß eines besonderen Polizei-Reglements zur Vertilgung der Blutlaus für erforderlich halten sollten, wollen Sie es berichten. Dr. B o e k m a n n. Mittag >ie hiefige tO Pffr Anleitung zur Vertreibung der Blutlaus. Die Blutlaus oder wolltragende Apfelbaum - Rindenlaus, Schizoneura (Aphis) lanigera, gehört zur Familie der Blattläuse (Aphidina), von welch' letzteren sie sich jedoch sowohl durch andere Färbung, als namentlich durch die langen, weißen, oder z. Th. bläulichen, wollarttgen Fäden unterscheidet, mit welchen fie dicht bedeckt ist, so daß die darunter bestndlichen, tn größeren oder kleiner en, dicht bevölkerten (Kolonien z beisammen sitzenden Läuse meistens nicht gesehen werden. Beim Zerreiben lassen die the.ls dunklen, theiis Heller gefärbten röthlich-braunen oder rörhlich- gelben Läuse einen blutrothon Saft zurück, von dem sie den vulgären Namen Blutläuse erhalten haben. Wie bei allen Blattlausarten giebt es auch bet den Blattläusen geflügelte und unge- flugelte Thtere, erstere erscheinen aber erst gegen Herbst, während vorher nur : ungeflügelte vorhanden sind. Die Vermehrung geschieht wie bei den anderen Aptiis-Arten durch Gebühren lebender Jungen, die anfangs lebhaft hin- und hei laufen, sich dann an der Rinde festsaugen und unter mehrmaligen Häutungen bald ihre volle Größe erreichen, um dann ebenfalls, ohne vorherige Befruchtung, lebende Jungen zu gebühren. Von Frühjahr bis gegen Herbst werden auf diese Weise etwa 8 Generationen erzeugt, wodurch die Vermehrung eine ganz colossale ist und durch eine kleine Colonie in nicht langer Zett ein großer Baum ganz überzogen werden kann. Die Verbreitung auf andere benachbarte oder auch ent- serntere Bäume geschieht zum The.l durch die gegen Herbst entstehenden geflügelten Exemplare, die auf kurze Entfernungen weiter fliegen und bei windigem Wetter auch auf größere Entfernungen verschlagen werden und dann neue Colonien gründen, oder z. Th. durch Vögel, welchen Flocken mit Jnsecten an den Füßen hängen bleiben und in größere Entfernungen getragen werden können, wo sie dann manchmal günstigen Boden finden. Die weiteste Verbreitung tn ganz entfernte Gegenden und Länder hat aber die Blutlaus wobl durch den Bezug von Apfelbäumen oder Edelreisern aus Gegenden, in welchen das Jnsict hetmtsch ist, von jeher gefunden. Wahrscheinlich verdanken wir die Blutlaus, wie ihre Verwandte, die Reblaus, Amerika. Zuerst zeigte sich in Europa zu Anfang dieses Jahrhunderts in England, kam von da nach Frankreich und später nach D utsch land. Ueberall hat fie sich sehr rasch verbreitet und ist jetzt in ganz Frankreich, einem großen Theil von Deutschland (namentlich in Südwestdentschland), in der Schweiz und in Tyrol zu Hause und bedroht in diesen Ländern die Existenz ter Apselbäume. Sie lebt, wie dies ihr Name, Apselrindenlaus, andeutet, nur an Apfelbäumen; sie soll jedoch auch, zwar nur selten, auf Birnbäumen und auf Quitten schon gefunden worden sein. An den Apfelbäumen richtet sie dadurch großen Schaden an, daß sie an den jüngeren Zweigen und an Wundrändern mit ihrem Säugrüssel die junge Rinde durchsticht und aus dem Splint den Saft aussauqt. Hierdurch entsteht nach diesen Stellen ein vermehrter Saftzudrang, in Folge dessen sich Zellwucherungen unter der Rinde bilden, die schließlich bersten und grtnd- oder krebsartige Geschwüre erzeugen, welche den zugesührten Nahrungssaft absorbiren und nach und nach das Absterben der Zweige und schließlich der ganzen Bäume herbei- sühren, wenn nickt rechtzeitig gegen die Läuse der Vertilgungskrieg geführt wird. Auch am Wurzelhals und den flachgchenden Wurzeln in der Erde kommen sie vor und gehen im Winter selbst tiefer hinab, um während strenger Mte Schutz zu suchen. Die Vertreibung der Blutlaus ist nicht so leicht zu bewerkstelligen, sondern erfordert die größte Achtsamkeit und Energie, da, wenn nur wenige Znsecten zurückbleiben, dieselben durch ihre starke und rasche Vermehrung bald wieder viele neue Verbreitungsheerde erzeugen. Das einmalige Anwenden von Zerstörungsmitteln ist deßhalb selten von Erfolg, da die kleinen Läuse zum Theil in den Knospen- und Blattwinkeln verborgen sitzen oder unter Rindenden und halbverdeckten Wunt stellen, wo sie oft dem Auge entgehen, oder wo mit den anzuwendenden Mitteln nicht gut beizukommen ist. Es sind daher ' die von Blattläusen befallenen Bäume wiederholt in Zwischenräumen von 14 Tagen bis 3 Wochen nachzusehen und, sowie sich einzelne neue Colonien Zeigen, diese si gleich wieder zu zerstören und mit den geeigneten Mitteln zu behandeln. Wenn auf diese Weise in kurzen Zwischenräumen wiederholt die Bäume sorgfältig nachgesehen und gereinigt werden, dann wird es in den meisten Fällen möglich sein, im ersten oder wenigstens im nächsten Jahr dieselben von ihren Plagegeistern vollständig zu befreien. Die wirksamsten Zerstörungsmittel, die sick bis jetzt am besten bewährt haben, sind: 1) Schmierseife (grüne oder schwarze) V2 Kilo in 8 Liter Wasser aufgelöst, 2) starker Weingeist. Auch werden Ca bolsäure (4 Theile mit 100 Theilen Wasserglas ver- mrsckt), Petroleum (1 Pfund mit 25 Pfund Wasser .erwischt), sowie kaltflüssiges Baumwachs und Leinöl empfohlen; doch sind Carbolsäure und Petroleum den grünen Theilen der Bäume zu gefährlich und Baumwachs und Lemöl können überhaupt nur angewendet werden, um etwa in Rindenritzen oder Wundstellen sitzende Blutläuse zu überkleben, damit sie von der Luft abgeschlossen werden und ersticken müssen, dagegen können die befallenen jungen grünen Zweige nicht damit bedeckt werden. Bei jungen Bäumchei in der Baumschule, Zwergapfelbäumen und jungen Hochstämmen ist bei der Anwendung der Zerstörungsmittel auf folgende Weise zu verfahren : Alle kleineren entbehrlichen, von der Blutlaus befallenen Zweige sind sorgfältig wegzuschnei- den, zu sammeln und zu verbrennen; die noch verbleibenden behafteten Stellen sind sorgfältig zu zerreiben und mit einem steifen Pinsel oder einer kleinen Bürste wie man sie zum Aufträgen der Stiefelwichse benutzt, mit den oben empfohlenen Flüssigkeiten einzureiben und dies volle 14 Tage bis 3 Wochen 5" wiederholen, bis sich keine neuen Colonien mehr zeigen. Grindige und wunde Stellen sind glatt auszuschneiden und dann, nachdem sie mit den genannten Flüisigkeiten ausgewaschen sind, noch mit kaltflüssigem Baumwachs oder Letnöl zu bedecken; die a sgeschnittenen Thrile sind zu sammeln und zu verbr.nnen. Bei befallenen älteren hochstämmigen Apfelbäumen mit schon ausgedehnten Kronen, bei welchen eine gründliche Reinigung der einzelnen Zweige nicht gut möglich ist, muß im Frühjahr die Krone stark zurückgeschnitten werden. damit nur eine geringe Anzahl Zugäste zurückbleibt, deren Zweige bann Achter auf die oben angegebene Weise gereinigi- und behandelt werden können • zugleich ist die alte abgestorbene Rinde an den stehenbleibenden Aesten und am Stamm mit dem Rindenkratzer abzukratzen, grindige und wunde Stellen sind sorgfältig auszwckneiden und bann Stamm und Aeste mit Kalkmilch zu bestreichen. Ueberhaupt ist rathsam, letzteres bei allen Bäumen vor Winter anzuwenden. Die abgeschniltenen Aeste unb Zweige, bic abgekratzten Rinden- ifyeile und ausgeschnittenen Theile sinb natürlich sorgfältig wegzuschassen unb zu verbrennen. Sind die starkbefallenen Bäume zum Verjüngen schon zu alt, fo tritt die Nothwenoigkeit ein, bieselben umzuhauen und nur zu verbrennen, ba sie boch nicht mehr zu retten sinb unb zur weiteren Verbreitung ber Blur- lau$ beitragen würben. Ferner wird bei Hochstämmen als ein sehr wirksames Mittel gegen die Blutlaus das Kalken der Wurzeln empfohlen. Im Spätherbst oder Winter, wenn bie Erbe nicht gefroren ist, nimmt man etwa 1,25 1 50 m im Durchmesser um ben Stamm herum bie Erde bis auf die Wurzeln hinweg und gießt je nach der Größe des Baumes 1—2 Gießkannen voll Kalkwasser auf die Wurzeln (auch Holzaschenlauge soll gut sein), schüttet dann e ne etwa 3 cm hohe Schicht gebrannten. zerfallenen Kalk darauf und bedeckt diesen mit der ausgeworfenen Erde. Die Blutläuse sollen hierauf sicher verschwinden unb ist dieses Mittel zugleich für das Wachsthum und Gedeihen der Bäume sehr förderlich. Da die Blutlaus, wie zu Anfang bemerkt, oft durch den Bezug von jungen Bänmen oder von Edelreisern aus Geg'nden, in welchen sie heimisch ist, verbreitet wird, so empfiehlt es sich, solche immer genau zu untersuchen und wenn sie irgend verdächtig sind, mit den empfohlenen Flüssigkeiten zu behandeln. Wochenübersicht. Die Wiederherstellung unseres Kaisers schreitet in so erfreulicher Weise fort, daß er schon wieder Ausfahrten unternehmen kann. Am 17. o. gedenkt er sich au längerem Aufenthalte nach Wiesbaden zu begeben. Die städtische Verwaltung von Straßburg hat beschlosfen, zum Au.enken an den ersten dortigen Besuch des Kaisers im vorigen Jahre eine goldene Denkmünze schlagen zu lasten. Die Nachricht, daß der Appelltionsgerichts- Präsident Dr. Sims on, früher bekanntlich Präsident des Reichstags, zum Präsidenten deö Reichsgerichts bestimmt sei, ist in allen Kreisen freudig begrüßt worden. Dagegen hat die Meldung von der Verleihung zweier Domherrnstellen, Sinecuren von 12.000 Mk. jährlichem Einkommen, an den General-Lieutenant v. Predow nud den Polizei-Präsidenten von Berlin, v. Madat, Männer, von deren Verdiensten um die evangelische Kirche nichts bekannt ist, ein gew stes Befremden erregt. Da die Pestepidemie in Rußland der Hauptsache nach als erloschen anzusehen ist, so hat die preußische Regierung die Maßregeln, welche sie gegen die Einschleppung derselben angeordnet hatte, theilwerje aufgehoben. Der dänische Reichstag hat in zweitägiger geheimer Sitzung von der Regierung Mtttheilungen über die Verhandlungen betreffs Aufhebung des Art. 5 des Prager Friedens entgegengenommen: dieselben sollen em meder- schlagendes bitteres Gefühl von der Ohnmacht Dänemarks in den Gemülhern ter Hörer Hinterlasten haben. Einige Tage darauf wurde der neue deutsche Gesandte, Frhr. v. Magnus, vom Könige in Audienz empfangen. Der Unternehmer des Gotthard-Tunnels, Favre, Hal die Arbeiten eingestellt, weil er seine Jntereffen durch gewtste Maßregeln der Schweizer Behörden gefährdet glaubt. Das österreichische Abgeordnetenhaus widmete sich der Budgeibe- rathung. Erfreulich war freilich die Darlegung, die der ,>inanzminister von der Finanzlage gab, nicht, da er ein Deficit von 70 Millionen und ein voraussichtliches Anwachsen der Schuldenlast zugestehen mußte. Trotzdem machte er einen nicht unbesriedigende i Eindruck, da er gleichzeitig eine stetige Erhöhung der Einnahmen in Aussicht stellte. Der ungarische Reichstag votirre einstimmig den Dank des Landes für die von Oesterreich und dem Auslande der Stadt Szegedin gewährten reichen Unterstützungen. Das englische Parlament beschäftigte sich ebenfalls mit dem Budget. Glänzend war freilich auch dort nicht das Bild, daS der Schatzkanzler entrollte : beziffert sich doch das Deficit des vergangenen Jahres auf 2 291,800 Pfd., und wird der angeblich zu erwartende Ueberschuß des laufenden Jahres nur zu sehr von dem Zulukrieg in Anspruch genommen. Aber das Gefammtbild war doch nicht so trübe als man gefürchtet halte. Die letzren Nachrichten von den Kriegsschauplätzen lauten beruhigender. Bom Zulukönig Cetewayo waren Abgesandte im englischen Lager eingetroffen, welche um Wiederaufnahme der Verhandlungen baten, und mit Jakub Khan, dem neuen Emir von Kabul, wurden die Verhandlungen fortgesetzt. Die Oppsiuon fühlte sich besonders befriedigt durch die Erklärung, der Vicekönig von Indien sei angewiesen, den Vormarsch auf Kabul nicht ohne ausdrücklichen Befehl der Regierung zu unternehmen. In Frankreich ist der drohende Conflict zwischen den gesetzgebenden Gewalten durch die Vertagung der Abstimmung im Senat über die zur Rückkehr der Kammern nach Paris erforderliche Versaffungs-Revision hluausge. schoben, vielleicht ganz beseitigt worden. Die Regierung beabsichtigt nämlich nach den Ferien Vorlagen zu machen, welche die Sicherheit der gesetzgebenden Körperschaften verbürgen, und hofft auf diesem Wege den Widerstand der Senatsmehrhett zu brechen. Mitllerweile organisiren die Klent.len eine von Tag zu Tage stärker werdende Agitation gegen die Ferry'schen Gesetzentwürfe: schon ist ein Central - Comit6 für einen allgemeinen Petitionssturm gebildet. Dagegen hat der Ausschuß für den Gesetzentwurf über den Uuiversilätsunler- richt denselben unter Zustimmung dec Regierung noch in einigen Punkten verschärft. Es stehen mithin harte Kämpfe bevor, Kämpfe. welche durch eine Scandalscene im Senat aus Anlaß einer Interpellation über die Absetzung gewiffer EongregaNonrlehrer ihre Schatten schon vorauswerfen. Wie der Wind in den leitend:» Kreisen weht, ergibt sich daraus, d..ß man dort mit dem Botschafter in Konstantinopel unzufrieden ist, weil er die Sache der (papistisch gesinnten) armenischen Haffun'sten begünstigt und die Unterwerfung des Oberhauptes der Antl H »ffunisten, des Bischofs Kupelian, befördert hat. Auch die belgische Repräsentantenkammer war unmittelbar vor der Vertagung Schauplatz heftiger Culturkampf-Debatten. Ein Mitglied der klerikalen Partei beschwerte sich nämlich in den leidenschaftlichsten Ausdrücken darüber, daß die Regierung ihr Rundschreiben zur Rechifirtigung des Unterrichts-Gesetzentwurfes durch Maueranschlag im ganzen Lande habe verbreiten laffen, wurde aber vom MinisteiPräsidenten dafür der Verleumdung bezüchtigt. Die italienische Deputirtenkammer hat dem Ministerium nach eb er zweitägigen Debatte über desien Vorgehen gegen die republikai'ischen Vereine durch Annahme einer von der Regierung gebilligten Tagesordnung mit großer Majorität ein Vertrauensvotum eriheilt. Vermischtes. Nürnberg, 6. April. Am 15. August d. I. wird hier eine Ausstellung des Vereins deutscher Blccharbeiter eröffnet, die nach vierwöchcntucher Dauer am 15. September geschloffen wird. Der Anmeldetermin ist bis zum I.Mcn incl. verlängert und sind Anmeldungen bei dem Ausstellungs-Comite in Nürnberg zu machen. Ta diese Fachausstellung eine vollständige sein muß, so werden in den Fällen, wo ficb die RohmatcuaUcn oder Specialitaten sabricirenden deutschen Fabrikanten weigern, ouszustellcn, die Eizeugnisse des konkurrenzfähigen Auslandes herangczogen, was die Betreffenden wohl zu beffercr Ueberlcgung veranlaffen dürfte. — Alle Bekanntmachungen und eingehenderen Mittheilungcn über die Nürnberger Ausstellung bringt das in Stuttgart erscheinende Dereinsorgan „Jllustrirte Zeitung für Blcchindustrie." Die Ausstellung, welche die Erzcugniffe der gejammten deutschen Blecbindustrie und einschlagenden Fächer, sowie alle hierher gehörenden Nobmaierialicn, Maschinen, Werkzeuge und Geichäfts- Utensilien umfaßt, ist die zweite große Fachausstellung, welche der genannte Verein veranstaltet. Di» Betheiligung wird, nach den verlangten Anmeldebogen zu schließen, von Seiten des Jn- und Auslandes eine sehr große und die Ausstellung, da die angesehensten Firmen aus ganz Deutschland schon zugesagt' haben, eine hochintcrcsiante werden — Die erste Fachausstellung in Cassel im Jahre 1d75 hatte die Folge, daß die bis dahin Vielen ganz unbekannt gebliebene Maschinenarbeit, besonders in Norddeutschland, in größerem Umfange eingeführt wurde. Auch die Nürnberger Ausstellung, wo die neuesten Maschinen in Tätigkeit gezeigt werden, wird bestätigen, daß das zähe Festhalten am Althergebrachten unmöglich und das Fortschreiten mit der Zeit, die eine vollständige Umwälzung in der Fabrikationsweise gebracht hat, absolut nothwendig ist. — Ueber ein Diner während der Belagerung von Paris hat die zoologische Acclimationsgesellschaft von Paris einen Bericht herausgegeben, der mancherlei Jntereffantes enthält. Das Diner, welches am 17. November lh7u statlfand, zu einer Zeit, wo die LrbenS- mittet in dem belagerten Paris schon sehr knapp waren, das Fleisch zur Seltenheit wurde, wollten Mitglieder jener Geseüichaft durch ihre Empfehlung und ihr Beispiel die Bevölkerung zum Genüsse von sonst mehr ober minder verabscheuten Fleischspeisen veranlaffen und dadurch die Widerstandsfähigkeit der Stadt möglichst verlängern. Sie thaten sich also zu jenem Mittagsessen zusammen, deffen Menu in deutscher Uebersetzung folgend-rmaßen lautet: 1) Pfervcfleischsuppe mit Hirse, 2) Schnitten von Hundeleber, gestobt, 3) Schnittchen vom Katzen rücken mit Mainzer Sauce, 4) geschmorte Hundeschulter und Lenden mit Tomatensauce, 5) Katzenpfeffer mit Champignons, 6) Hunde-Coteletts mit jungen Erbsen, 7) Ratten-Ragout mit Robertsauce, K) Hundekeule mit jungen Natten garnirt, Pfrffersauce, 9) Begonien in Brühe, 1") Plumpudding mit Rum und Pferdemark. Die Tafelnden waren mit der Ausführung des Menus recht zufrieden und haben über jedes einzelne Gericht eine Kritik erlassen Sic wollen die Versuche, diese Fleischspeisen einzuführen, wiederholen. Wir wünschen: Gesegnete Mahlzei ! — Ein Fischer in Eichwald am Rhein gewahrte, in seinem Nachen fahrend, einen ungemein großen Lachs, den die zurückgetretenen Fluthen in einet Niederung zurückgelassen hatten; er fing ihn und zog ihn m sein Fahrzeug Der Lachs wog 30 Kilo und batte, als er geschlachtet wurde, einen Hecht von etwa 2 Kilo in seinem Innern und in dem Hecht stak eine schlanke Forelle und in der Forelle ein niedliches Weißfischchen Es war cm seltsamer Fischzug und ein sprechender Beweis von befn Darwinschen Kampf um's Dasein und dem alten Worte: „Denn ich bin groß und du bist klein." Aus Thüringen, 3. April. Thüringer Blätter berichten aus Weimar, daß dort am 24. März die Ankunft der in Dresden angefertigten großherzoglich sächsischen — Guillotine mittelst einer nicht auf richterlichem Urthcil beruhenden Probe gefeiert worvcn ist. Man habe, so lautet die Mittheilung, einem „Zuchthäusler" mittelst des neuen Fallbeils den Kopf vom Rumpfe getrennt, unv man ist sehr befriedigt über die gut bestandene Probe der modernen Humanitätsmaschine. Allerdings war der Zuchthäusler zuvor bereits gestorben, d. h. es handelt sich nur um die „Probe" an einem Leichnam. Mit wuchern Recht — so schreibt man hierzu der „Leipz. Volksztg." — man aber die Verstümmelung des Leichnams des armen Teufels vor- genommen hat, dessen Strafurtheil seinerzeit jedenfalls darauf nicht gelautet haben wird, i|t nicht gesagt. Nach der „peinlichen Halsgerichlsorvnung" der sog Karolina, konnten mit dem Leichnam eines Gerichteten noch allerhand Prozeduren, „zum abschreckenden Exempel" vor- genommen werden, immer aber konnte dies nur auf Grund Urtheils und Rechtens geschehen. Die „peinliche Halsgerichtsordnung" ist als zu inhuman längst aufgehoben Unserer mit Slebcnmeilensticfeln in Humanität „fortschreitenden" Gegenwart aber scheint es, wie jene vergnügliche Weimarer Corresponvcn; beweist, Vorbehalten zu jein, dergleichen auch ohne Urtheil und Recht ganz in der Ordnung zu finden. - Das „Lübecker Kreisblatt" enthält folgendes Bekenntniß eines Branntweintrinkers, welches allen Trinkern zur Nachahmung empfohlen werden kann: „Die Beleidigungen, welche ich am 13. März bei W B. in G. und E M. E. in den Gaststuben ausgesprochen habe, nehme ich hiermit reuig zurück und bekenne, daß ich bis jetzt ein roher unsittlicher Mensch gewesen bin und von jetzt an es besser mit mir werden soll. Ich bitte daher alle Schenkwirthe in bic|igcr Gegend, meiner Familie halber und zu meinem Besten, mir doch keinen Branntwein wieder zu verabreichen " Siegen. Welchen Umfang der Consum an amerikanischem Speck, Schmalz unv Schinken angenommen hat, beweist die Thatsache, daß vor Kurzem an einem einzigen Tage sieben Waggons mit diesen Artikeln auf dem Siegener Bahnhofe ankamen. Bei der jetzigen schlechten Zeit sind diese verhältnißmäßig billigen Nahrungsmittel von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit, wenngleich durch die Einführung derselben die Schweinezüchterei im eigenen Lande nicht gefördert wird. Darmstadt, 9. April. (Palmarum Tralarum!) Diese Saison hat hier einen reichen Ertrag an Schnepfen geliefert, wohl nur, weil in der Zeit, in der die Schnepfen unsere Gegend durchstreicken, im naheliegenden Gebirg noch Schnee in Mafien lag und die Ebene meist frei von demselben war. Man schätzt allgemein die Beute in den Jagden um die Residenz auf 300—350 Stück. Wie viel Gentner Schrot dabei verschossen wurden, davon schweigt die Geschichte(9b H. V ) Es ist bekannt daß die Scrophulosis unter unserem Volk, namentlich unter den ärmeren Klassen desselben, große Verheerungen anrichtet. Grade die unteren Schichten der Bevölkerung sind von diesem Uebel besonders heimgesucht; unter mangelhafter Pflege, bei schlechter Kost und in ungesunden Wohnungen wachsen hier die armen scrophulösen Kinder heran, und es erzeugt sich auf diese Weise eine Summe physischen ' Leidens und nicht selten auch sittlicher Verkommenheit, von der ferner Stehende kaum eine Ahnung haben. Soll dem Uebel gewehrt werden, so muß schon bei den Kindern ein energisches Heilverfahren angewandt werden: nahrhafte reichliche Kost, sorgsame Pflege, gute Lust, gesunde Wohnung, heilkräftige Bäder. Dazu aber fehlen ärmeren Familien die Mittel. In Eikenntniß dieser Umstände hat man im Jahre 1868 von Osnabrück aus eine Kinderheilanstalt in dem Soolbad Rothenfelde gegründet. Dieses Unternehmen ist von ungeahntem Erfolge begleite! gewesen, sowohl in Bezug auf die Heilung der kranken Kinder, wie in Bezug auf die Theilnahme des Publikums, und hat in den letzten 6 Jahren an den verschiedensten Kurorten Nachahmung gefunden. In Elmen, Lünebu g, Salzuflen, Sulz, Frankenhausen, Kreuznach, Harzburg, Sassen^ dorf, Plauen, Neuensalz rc. sind ähnliche Anstalten entstanden. In Bad Nauheim dessen Quellen erfahrungsgemäß gerade für scrophulöse Leiden besonders heilbringend sind, besteht eine solche noch nicht. Vom 1. Mai dieses Jahres an wlrd^nunmehr der Verein für innere Mission in Gießen und Umgegend eine Heilanstalt für scrophulöse Kinder in Nauheim ins Leben rufen. Dieselbe wird Kinder, in erster Linie solche von unbemittelten Eltern ohne Unterschied der Confession ausnehmcn. Die ärzt^ liehe Behandlung wird einem Nauheimer Arzte übergeben, die Pflege in die Hande Darmstädter Diaconissen gelegt werden. Das Unternehmen über das demnächst ein eingehender Profpektns veröffentlicht werden wird, ist ganz und gar auf die freiwilligen Beiträge barmherziger Menschen angewiesen. Es wird selbstverständlich klein anfangen, und von der Thcilnahme, welche es findet, hängt es ab, ob dasselbe die wünschenswerthe Erweiterung erhalten kann. Die Unterzeichneten richten an ihre Landsleute die herzliche Bitte, daß sie das menschenfreundliche Werk in jeder Weise unterstützen wollen. Beiträge nimmt Herr Fabrikant Eugen Kauffmann m in Gießen entgegen. „ .. _ „ Gießen: Dr. Baur, praft. Arzt- L- Bücking, Rentner. E. Kautsmann, Fabrikant. Dr. Kritzler, Hofgerichtsratb. Kullmann, Bezirksstraflichter. Dr. Reatz, Hofgerichtsadookat. Dr. Seel, Pfarrer. Schlosser, Pfarrer. Stamm, Gymmnasiallehrcr. Dr. Thaer, Professor. G- Windecker, Kaufmann. G Wortma nn, Bankoorstand. Bad Naubeim: Dr. Aböo, prakt. Arzt- Schutt,. Bürgermeister- Butzbach: En gelb ach, Pfarrer. Da-m radt: Werner, Pfarrer am Diaconissenhause. Echzell: Marx, Kirchenrath. Schwarz, Kaufmann Friedberg: Baur, Pfarrer. Dr. Schwabe, Direktor des Pred'gerseminars. Dr. Becker, prakt. Arzt- Jean Huber, Kaufmann. Dr. Köhler, Profess^. Mcner Pfarrer. Wahl, Seminarlehrcr. Dr. Weckerling, prakt. Arzt- Grünberg: Pullmann, Decan. Lang Göns : Lio theol. Str ack, Decan. Lich: Hermann Prinz zu Solms-Lich. Nidda: Psannmüller, Steuerkommisssär- Offenheim: Buchhold, Decan. .. NB. Auch an Jeden der Unterzeichneten können Beitrage g^zMt^werden.____ Die von Seiten der Palmengarten-Gesellschaft in Frankfurt a. M. ins Leben gerufene große Silberlotterie übetrifft Alles, was von ähnlichen Unternehmungen bi§ i jetzt geboten wurde. Zu Tausenden sieht man täglich die Schaulustigen nach dem früheren Bundespalais, dem Orte der Ausstellung, wandern, um die reiche Ausmabi der zur Verloo''ung kommenden Silbergegenstände zu bewundern. Ueberraschend schon und reich ist namentlich der erste Hauptgewinn. Neben denselben zeichnen sich indeß auch die übrigen Gewinne durch Eleganz und Gediegenheit aus. In der That ist der Grundgedanke dieser Lotterie in der charakteristischsten und großartigsten Weise bis zv den geringsten Gewinnen durchgeführt. Letztere bestehen aus mehreren Hunderl Etuis, die ebensowohl die feinsten Damenichmucksachen als auch praktische Haushol- tungsgegenstände enthalten, wie z. B. je 12 silberne Dessertmesser ober je 12 t-W und Kaffeelöffel, die einen Werth von 30 Mark mindestens reprcstentiren. Nach dem Vorangegangenen ist es leicht erklärlich, daß die Loose einen rasche" Absatz finden. Spiegelfabrik unterhäl; Iler Arten Spiegel, Lilderrahmen, Tische mit Marmurplatten, Gold- und Pohtwrleiiten, Alle Sorten Spiegelglas. Dan Eiuruhmeu von Bildern wird billigst auegefüi ri Neuvergoldangen werden auf das Solideste bald gefertigt. W ul Bekanntmachung 2243) Struth holderhaide, Unterwald, Brauhos, Scktffenberg und Fichtenbaum werden versteigert- Wellen. 2645 (hierbei eine Anzahl v. 3M- L) 9—18 „ 2338) 150 9660 I 1030. 6,33 1 04 13 264 25 2 1 451 12 1745 Etchen- Nadel- Dorn Nadel- , Eschen- , Elebeer- , L>chelter. Knüppel. R a u m m e t Stöcke, e r- I. B. d. O.: Joseph, Forstaccessist. 13-45 „ 14-42 „ Groninger - Succade - Candies - Honigkuchen a iOo, 80, 28 und 10 Pfg. pr. St. in hochfeiner Qualität. Der Verkauf dieser Specialttät ist mir von der Honigkuchen- Aabrik des Herrn Louis Runge in Leer übertragen worden. Ed« Lind, Hofconditor. 4 rm Etchennutz-ScheilhoU- , Die in den Abthetlungen Brauhof, Schtffenberg und Fichtenbaum lagernden Laubholzstämme und Stangen sow e die Eichennutzscheirer wollen die Stetg- liebhaber vorher einsehen. Diese Sortimente kommen im Lause der Versteigerung gegen 12 Uhr zum Aufgebot. Zusammenkunft an beiden Tagen an rem Watzenborner Weg an dem Uebergang über die Eisenbahn, Vormittags 8V2 Uhr präcis. Gießen, den 7. April 1879. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. 3— 9 „ 4— 7 „ Hotzoerfleigerung in der Oberförsterei Sehiffenberg. den Domaniatwalodistricten Dörnergrund, Buchenberg, Wach- Holrverstcigerung in den Waldungen des Gr. Mafors Ireiherrn von Uordeck zur Rabenau in der Gberförsterei Treis a. d K. Donnerstag, den 17. April d. I. weiden aus dem District Struth p. p. bei Beuern versteigert: 19 Eichen-Stämme von 43—65 cm Durchmesser und bis zu 14 m 117 475 Bekanntmachung. 2383) Das Fahren der zwei städtischem Gießfäffer soll im Submissions- Wege vergeben werden. Die hierauf Refl^ctirenden wollen ihre Offerten Linnen 8 Tagen von heute an verschlossen bei der unterzeichneten Stelle wo selbst d'e Bedingungen etagesehen werden können, einretchen. Gießen, den 7. April 1879. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. _______________________ Länge mit 44,88 fm, 1 Buchen-Stamm von 48 cm Durchmesser und 8 m. Länge mit 1,45 im., 178 rm Buchen- und 13 rm Eichen-Scheiter, 48 „ „ „10 „ „ Knüppel, 311/z Hundert Buchen- und 87? Hundert Eichen-Reisholz-Wellen, 75 rm Buchen- und 33 rm Eichea-Stöcke. Die Versteigerung des Holzes beginnt Vormittags präcis 9 Uhr im District Struth bei Beuern, ca. V2 Stunde von der Oberhessischen Bahnstation Groß-Buseck und Reiskirchen. Die Eichenstämme, welche von vorzüglicher Beschaffenheit sind und wobei sich auch ein zu einer Mühlwelle geeigneter Stamm befindet, kommen gegen 12 Uhr zum Ausgebot. Treis a. d. L-, den 3. April 1879. Amerrdt, Oberförster. 1 Donnerstag, den 17. April L I- Rersig. 2391) 2237) Verfteigkrung von Straßenunterhaltuugs-Materialien. Die Lieferung der für das Rechnungsjahr 18; 9—80 erforderlichen Stein- Materialien soll an nachstehenden Terminen loosweisc unter den bei den Versteigerungen vorgelesen werdenden Bedingungen öffentlich vergeben werden- * 1. 3u Nidda, Montag, den 21. d. M. Nachuuttags 2 Uhr im „Darmstädter Hof", für die Straßen Gießen - Gelnhausen Abth- 142-177 und Herbstem^- ^^^ftavr^Di^nstag, den 22. d. M. Vormittags 10 Uhr bei Gastwirth Vogler für die Strafen ^^ßen — Gelnhausen Abth. 63—142^ Ber- siadt — Friedberg Abth. 112 — 122 und ^chwalhenner - Hof — Nonnenstumpfen Abth. ^0—162* Mittwoch, den 23. d. M- Vormittags 9 Uhr bei Gastmirth^Stiebeling für die Straßen Gießen - Gelnhausen Abth- 177-225 und Ranstadts— ^aden Adch. - stag, den 21. d. M. Vormittags 11 Uhr lAnslwirtb Uhl für die Straße Hersfeld — Hanau, Abth. 236 328. * ®aft 5 3U echottcn, Samstag tcn 26. t. iS Vormittags 11 Uhr bei Gastwirth Pröscher für die Straßen Hessenbrücker — Hammer — Gedern, Abth- 162—217 und Herbstein — Nidda, Ablh. 185—260. Nidda, den 7. April 1879. Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. 2. Freitag, den 18. April. Eichen-Stämme v. 18—34 cm Durchm. u. 6 — 10 m Länge — 3,83 fm ■ “ Ä 1« __ 80,1 5 28—42 ...... 56 cm Durchm. und 11 m Länge — 2,76 fm Ealman- Ruuge’s Buchen-Stamm „ 56 cm Durchm. und 11 m xrange — im NaoelDerdstangen v. 7—12 cm Durchm u. 7—15 m Länge = 40,39 fm Eschen „ 11 „ i' 3 — 1H ii n = 0,83 „ Nadelreisstaugen „ 2— 7 „ „ „ 3— 5 „ „ — 1,57 „ Ieikgebolenes. 2288 Ein eleganter 'Landauer, wenig gebraucht, billig zu verkaufen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Kleefarnen, rotljer deutscher und ewiger, in bester Qualität, billigst bei (2438 Carl Lony, am Niuenweg. Kernseife T. ä Psd. 40 4 । » dto. II. ä „ 38 „ ». Harzkeruseife, / 5 gelbe ä „ 38 „ Kerns., rothe und graue ä „ 30 „ I Harzleimscife, 1 § schwarz, ä „ 30 „ Schuiierseisen alle Sorten ) " (Glycerin - Olivenöl - Seife ohne Schärfe sehr empfehlend für Kinder) empfiehlt (2301 P. Jos. Mobs, Ecke vom Kreuz u. Neuenweg. Brillen, Zwicker, Lorgnetten empfehle stets in großer Auswahl. Reparaturen werden schnell und gut g macht. (1682 W. Lony, Ecke der KaplanS- u. Retchenfandftr. Nolttäden und Zngjalousien liefert zu äußerst billigen Preisen die Holz- und Fournierhandlung von H. Werner, 2023) Bismarckstraste ITO* Kleesamen, Grassamen empfiehlt (2219 Wilhelm Seibert. 2287) Eine Parthie Mist billig zu ver- kaufen bei__________M. Rosenthal. 2289) Eine größere Anzahl Spritfässer billig abzugeben. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. —Ziegel, 1000 Stück zu 2L Mark, in der Fürftl. Ziegeleizu Lick.(1059 Kleesamen, rothen und ewigen, Saat* linsen. garantirt rein, rni pfiedlt b lligft (2257 W. Heuser, vor m. F r. Bieler. ^Röderische Patent berde empfehlen zu ermäßigten Preisen (2266 Flick St Kroll. 379____________________________ Patent Ledersohlen. Dieselben sind bei Herrn Carl Berg zu gleichen Preisen wie bei mir zu haben. 1780 Theodor Küchler. Bcttwcrk 286) Louis Rothenberger. Neuenweg 193. 2365) 3W 1 leere Dreibeute, 1 leere Zweibeute, 1 Zweibeute mit einem Volke besetzt, sammt- llch in gutem Zustande, mit Zinkdächern versehen, sind billig zu verkaufen bei Carl Schwalb, Groß-Buseck. Schwarzen Cachemir zu v*L 2.50 per Meter und höher empfehlen in schöner Maare. (2283 G-ebrüder Scheel, Samen-Handlung von Carl Deines 1933) empfiehlt: Oberndorfer Dickwurz, ächt. Fa^on-Brunneusteine verkauft billigst (1131 D. Weller V., Heuchelheimer Chaussee. Fetroleum- Kochherde zu bedeutend ermäßigten Preisen empfehlen (2268 Nick St Kröll Aecht alexandr. Mocca ä 1.50 Java-Kaffee s, ,, , . , a 1.12 garantirtrem, \a M , 20 Java, gelb u. braun, ä «M. 1.50—65 Ceylon u. do. Perl ä 1.40—60 Honduras, b sonders keäftia und fein, ä 1.24-40 in größeren Quantitäten entsprechend billiger, empfiehlt (2269 W. Heuser, vorm. Bieler. 2214) M. KAAM*, vorm. 8. WEIMERSHEIM. axxxxxxxxxxx gxxxxxxxxxxxixxxxxxxxxx» 8 Schwarzen Cachemir Q von Mk. 2.50 per Meter bis zu den allerfeinsten Quali- O täten empfiehlt 2425) Empfehle hierdurch meine direkt bezogene (Garantirt reine) Weißweine vr. Flasche 70 und 90 Pfg . Bordeaux Medoc pr. Flasche Mk. 1 20, St. Juiien pr. Flasche Mk. 1,40, im Faß entsprechend billiger <)• JRoth, Neue Baue. Franz kaiW«». Jacob Garoy'sitoil.) am 13., 14. und 15. April Zum ersten Mate hier in LswatL's Garten. 'm N Dagewesene weit übertrifft und von einem sachkundigen Herrn auf wissenschaftlichem Wege erläutert wird. Cassen-Fabrik, Frankfurt a. M. Aeltestrs Geschäft dieser Branche in Brutschland. Lieferant verschiedener fürNl. Häuser und der bedcutensten Bank-Institute. Lemke s Univerfal Detective. Deutsches ReichSpateut Nr. 2460 u. 21. Nr. 2733. Elektrische Sielierhehsvorriclitiing gegen Jede Art von Einbruch, Aichtversclilicssen und unbefugtes Oeffnen von Cassensciiiäiikeii. Der Universal- Detective welcher in sämmtlichen europäischen Staaten und in Amerika patentirt ist, bittet die bebeuteubfte unter ben Erfindungen, welche zum Schutze von Werthbehältirn gegen rasfinirte nut Fach kenntniß unternommene Einbrüche bisher gemacht worben ist. Cassenschranke, welche mit Lemke's Universal-Detective versehen sind, haben folgende Eigenschaften. 1. Die Schränke können nicht von der Stelle bewegt werden; 2. Die Schränke können weder angebohrt, noch gewaltsam erbrochen werden; 3. Die Schränke können weder von einem Unberufenen mit dem richtigen Schlüffe!, noch mit einem Sperrwerkzeug geöffnet werden; 4 Es ist unmöglich das Zuschlietzen zu vergessen; 5. Das Abziehen des Schlussels kauu niemals unterbleiben, oder die geringste Unregelmäßigkeit im Verschlüsse eintreten; 6. Die elektrischen Leitungsdrähte der Sicherheitsvorrichtung können nicht durchschnitten oder sonst wie unwirksam gemacht werden In allen vorstehend erwähnten Fallen ertönt sofort an jedem beliebigen Orte, sei es beim Portier oder im Schlafzimmer des Eigeulhümers, eventuell auch auf dem nächsten PolizenWacheposten, wohiu die Leitung zu führen wäre, dauernd die Alarmglocke. Um bie Kette aller denkbaren Schutzvorrichtungen zu schließen kann man mit dem Universal-Detective noch einen „Feuermelder" verbinden, welcher bewirkt, daß die Alarmg ocke dauernd anschlägt, sobald die Temperatur des Raumes in dem sich die Cassa befindet, einen gewissen Höhegrab überschritten hat. Letzterer empfiehlt sich daher auch für Lagerräume, Wohnungen, The- Dlenstag dcn i 5. April, Abends 6 Uhr, große Berloosung. Das Ausstellungslocal ist von Morgens 9 bis Abends 6 Udr geöffnet. Entree 30 H, Kinder 20 Kataloge 20 ____ Der Vorstand. 2437) Die von der Weiuliaudlmg Gebrüder Mayer, dahier, bei mir errichtete *Verisaufsstelle erlaube ich mir geneigter Beachtung zu empfehlen. Ein (in früheren Anzeigen veröffentlichtes) genaues Preis- verzeichniss obiger Firma ist in meinem Geschäftslocal ausgehängt. Daiiiei Heii am Kirchenplatz. Dieses Museum wurde vor Kurzem mit über 200 Präparaten vermehrt (ohne erhöhtes Entrs), darstellend die Folterqualen der Jnquisitlon! 5 Frübjabrs- und Sommer Ueberzicber in.großer Auswahl von Mk. 7, 9, 11, 14, 16, 18, 21, 24 bis Mk 30 X 5 Jacquets, ein- oder zweireihig, von Mk. 7, 9, 11, 12, 14, 16 bis Mk. 22. ' W 5 i=a Joppen, mit und ohne grüne Einfassung, voü Mk. ö, 6, 7, 8, 10, 11, 13 bis Mk. 20. X 5 ——“ Einzelne Hofen in Wollefloff, modernem Schnitt und dauerhafter Arbeit, von Mk. 5, 6, 7, 9, 10 bis Mk 14 X ♦* B Hofen mit eioganten Westen von Mk. 7, 8, 9, 11, 12, 13 bis Mk. 20. X X ess Schwärze Anzuge, do. Röeke, einzelne schwarze Hofen und Westen auffallend billig. X J 2SE3 Knaben Anzuge in allen Größen, schon von Mk. 2,50 an. ** 5 Knaben Hosen do. mit Westen, sowie einzelne Knaben-Säcke und -Joppen und Konfirmanden- X M Anzuge, sehr preiswürdig. X Arbeiter Hosen in Baumwolle, Halbwolle, Englisch-Leder, die billigste Sorte Mk. 1,50. X x Nur noch bis Oster-Montag IUI Laden des Herrn Dr. Dornseiflf. 5 8 21. Seitaistrasse 21. ,„,s § XXXXXXXX8X»XttXXXXXXXXXX»MXX8XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXSXXXXXXXlfXXXXXXXXXXXXXXXXX x Um Geld zu sparen. | X Der Ausverkauf fertiger Herren- & Knabenkleiber Schulstraße 21, X X im Baden des Herrn Dr. Dornseiff 5 X dauert nur noch bis Oster-Montag Abends 7 Ubr und kommen bis dahin zum Verkauf: 8 Complette Herren-Anzüge in Jacquel-, Gehrock-, oder Sackfacon, größte Auswahl, moderne Stoffe, qute Arbeit X $ von Mk. 14, 18, 20, 22, 25, 28, 30 bis Mk. 45. " ' 9 ' X Dieses Museum enthält übec 300 der prachtvollsten Kunst» und Noturpräparate und ist in seiner Art als eines der r) reichhaltigsten zu bezeichnen. Ja dieser anerkannt höchst intereffanten Sammlung befindet j un.tfr mehreren zerlegbaren Figuren, die von dem weltberühmten Professor Demeter Serunton in Pisa verfertigte, in mehr n v bei n 80 Theile zerlegbare Afrikanerin, welche alles bis jetzt liierte große flu.slleffung V '' von Geflügel und Vogel in der städtischen. Turnhalle ater u. J. w. Das Patent der Anwendung des Universal-Detective (eine Erfindung, welche von allen Fachleuten als ausgezeichnet aiieifamit und von den größeren Eaffenfabrikaliten erworben), steht mir für das Großherzogthum Hessen allein zu. Außerdem emp ehle ich meine „eisernen, seueyesten und Patent Stahl-Panzer Caffen, sowie Gewölbethüren m neuester Con- firuction. Frans Garny, Cassenfabrikant, Frankfurt a. Vt. Jllustrirter Preisconrant gratis und franco. (2464 J. BSocii in Onrnistftfit, HoMöufärbcrei, Druckerei & Wasch-Autlalt. Färberei für seidene Kleider, Chiles, Bänder, Blonden, Spitzen, Franzen rc. Färberei und Drucket ei aller Arten wollener und gemischter Stoffe. Färberei von Möbelstoffen, Vorhängen, Decken, Teppichen, Tuchftoffen rc. Wäscherei für Herren- und Damen-Garderobe.' 3