Nr. 37. Donnerstag, den 13. Februar 1879, Kichener ÄnMger AMige- und Amtsblatt str des Kreis Sich«. RedaettonSbureau x «rpedittsnsbureau r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 29 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Marl 50 Pf. Amtlicher Hßeil. Bekanntmachung. In Gemäßbeit des §. 9 des Gesetzes vom 13. Februar 1875 über die Naturalleistung für die bewaffnete Macht im Frieden,, werden hiermit nachstehende Durchschnittsmarktpreise vom Monat Januar 1879 veröffentlicht: Hafer 13,30 Mk., Heu 4 Mk. und Stroh 3,60 Mk. per 100 Kilogramm. Gießen, den 10. Februar 1879. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. politischer Hheil. Die Wendungen Frankreich und die Ultramontanen. Die Ueberraschung, welche der mit so großer Ruhe, fast möchte man sagen mit Eleganz, vollzogene Personenwechsel in den höchsten Aemtern und Würden Frankreichs der ganzen Welt bereitet hat, ist natürlich durchaus nicht nach dem Geschmack der Ultramontanen dieffeits und jenseits der Alpen. So lange Mac Mahon noch die Gewalt in Händen hatte, glaubten ste immer noch an die Möglichkeit einer Reaction — jetzt ist es ihnen auf einmal klar geworden, daß tn Frankreich die Klerikalen, die sich so gut auf die Arbeit des Hammers verstehen, sich nun wohl in die Rolle des Amboß werden fügen muffen. Das stolze Wort des Marschalls „J’y suis et j y reste“ (da bin ich und da blech' ich), dieses Wort, welches nur einen Sinn hatte, wenn der Marschall entschloffen war, die Republik durch einen Staatsstreich zu beseitigen, falls die Republikaner wirklich Miene machten, sich der Republik zu bemächtigen, dieses Wort, auf das die Klerikalen einst Häuser bauten, wo ist es gebliebenUnd wie tief sind, seitdem es gesprochen wurde, die Ansprüche der Klerikalen gesunken! Als das französische Volk in den Wahlen des 14. October 1877 sich gegen Mac Mahon und fein reactionäres Ministerium entschieden hatte, da ermuthigten die Klerikalen den Präsidenten zu einem Gewaltftreich und nannten ihn einen Feigling, als er sich dem Volkswillen unterwarf; jetzt, da er den Platz verläßt, auf dem er schon längst nur noch eine geschobene Figur war, sagt das Leitorgan der Ultramontanen jenseits der Alpen, die „Voce della Verita" von ihm, er habe, wie weiland Franz I. tn der Schlacht bet Pavia, alles verloren außer der Ehre! Und unsere deutschen Ultramontanen geben alle Hoffnung auf die Herrschaft ihrer Genoffen in Frankreich auf — nur daß sie ihren Zorn über die vereitelten Hoffnungen setzt nicht, wie damals, auf das Haupt des Präsidenten abladen, sondern auf ihre französischen Glaubensgenossen. „Wenn wir", so heißt es, „tn Preußen- Deutschland dieselbe Kopfzahl von' Glaubensgenoffen tm Lande hätten, wie in Frankreich: wie Federbälle hätten unsere Wähler mittelst des abgegebenen Stimmenrechts die Liberalen aus den Parlamenten herausgeworfen." Wir nehmen natürlich gern Act von dem darin liegenden Geständniß, daß katholisch und ultramontan oder anttltberal doch nicht gleichbedeutende Begriffe sind. Denn Katholiken sind es, die in Frankreich „durch ihr abgegebenes Stimmenrecht" die verhaßten Gegner der Ultramontanen, die Liberalen, zur Herrschaft gebracht haben, genau so wie in Belgien. Indem also unsere Klerikalen eine Hetzjagd gegen die Klerikalen tn Frankreich wie tn ' Belgien tn Aussicht stellen, geben sie zu, daß tu den rein katholischen Ländern mit wirklich parlamentarischer, d. h. dem Willen der Majorität des Volkes, • mte er tn den Wahlen zu Tage tritt, folgender Regierung, die Ultramontanen in der Minorität sind gegenüber den nicht ultramontanen Katholiken. Mögen unsere Katholiken das Ihrige daraus entnehmen in betreff der Aufrichtigkeit der stets aufs Neue, namentlich von den kleinen Hetzblättern gepredigten Lehre von der Identität des Jesuitismus, bezw. des Mramontantsmus mit dem Kalholtcismus! Daß von einer Hetzjagd gegen die Klerikalen tn Frankreich so wenig die Rede sein wird, wie in Deutschland, braucht kaum gesagt zu werden. Wohl aber wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch dort allen unberechtigten Ansprüchen her Kirchengewalt gegenüber der Staatsgewalt ein Riegel vorgeschoben und mhütet werden, daß das Volk mit so jämmerlichem Schwindel, wie die Muttergottes-Erschetnungen in Lourdes rc. es waren, bethört wurde. Wenn ile „Voce della Verita" sagt, Deutschland freue sich über den Steg der Republikaner, weil die Republik Frankreich schwach und uns den Weg nach Paris offen erhalte, damit wir uns wieder, Blutigeln gleich, mit Milliarden tioö saugen könnten, so wollen wir über dies Pröbchen politischer Weisheit mit ihr nicht rechten. Dagegen verdient es bemerkt zu werden, daß dieses Jesuitenblatt die Schuld an allem Unheil tn Frankreich auf die Schultern der Gemäßigten oder, wie sie sagt, der „Pseudo-Gemäßigten und Opportunitäts- viänner", schiebt, die auf den Mahnruf der „wahrhaft Conservativen" nicht hören wollen — ganz genau so wie dasselbe Blatt unermüdlich ist im Bekämpfen der Gemäßigten tn Italien, welche einen Ausgleich zwischen dem Qutrinal und dem Vatican anstreben. Bei uns will man der gläubigen Heerde mts machen, es seien blos ungläubige Protestanten und verkommene „Judenjünglinge ", die den Prätensionen der Klerikalen entgegentreten; tn den rein katholischen Ländern, wie Frankreich, Belgien und Italien, spricht man da- Anathema unbedenklich über die überwältigende Majorität der eigenen Glau- bensgenoffen aus, wenn sie nicht irchdas Jesuiten-Horn blasen! Deutschland. Darmstadt, 10. Februar. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädtgst geruht: Am 15. Januar 1879 den Kretsbaumetster des Kreisbauamts Alzey Heinrich Calman in gleicher Diensteigenschaft an das Kretsbauamt Nidda, — und den Kreisbaumeister des KreiSbauamts Nidda Karl Wetter in gleicher Diensteigenschaft an das Kretsbauamt Alzey zu versetzen. Darmstadt, 10. Februar. Eine Interpellation des Abg. Schroeder hat folgenden Wortlaut: Der unbestreitbare Werth der Selbstverwaltung und eigener Entscheidung, sowie die Nothwendigkeit weiterer Verminderung der Bureauarbeiten, veranlassen den Unterzeichneten zu der ergebensten Anfrage: „Beabsichtigt Großherzogliches Ministerium des Innern in Anwendung von Art. 56 der Städteordnung gewtffe, seither zur Competenz des Kreisamts gehörige polizeiliche Verfügungen künftig dem Bürgermeister zu übertragen, also dahin gehende allgemeine Anordnungen zu erlaffen?" Darmstavt, 11. Februar. In der heutigen (14.) Sitzung der zweiten Kammer wurde mit der Berathung des Gesetzentwurfs, die Gehaltsverhältniffe der Richter betr., begonnen. Die Uebergangsbestimmungen Art. 65, 66, 67 und 68 veranlaßten eine längere Debatte und mußte die weitere Berathung und Abstimmung auf morgen verlegt werden. Berlin, 10. Februar. Der „Reichs-Anz." meldet: Der bisherige deutsche Gesandte tn Kopenhagen, v. Heydebrand, überreichte gestern sein Ab- berufungsschretben. — Amtlich wird gemeldet, daß die griechische Regierung, nachdem durch Consularberichte aus Kaoala am ägeischen Meere das dortige Auftreten der Pest bestätigt wurde, am 9. Febr. für alle aus der Türkei und Rußland vom Schwarzen resp. Asow'schen Meere kommenden Provenienzen eine strenge Quarantäne für 21 Tage angeordnet hat. — Verläßlich wird aus Zartzin vom 8. d. telegraphirt, daß weder in dem dortigen Stadthospital, noch in 6er Stadt selbst oder ihrer Umgebung bisher ein Epidemiefall vorgekommen. Berlin, 10. Februar. Die Eröffnung des Reichstags wird am 12. Februar um 2 Uhr Nachmittags tm Weißen Saale des Köntgl. Schlosses statifinden. Die weiten« Mitthetlungen über die Eröffnungssitzung werden tn dem Bureau des Reichstags, Leipzigerstraße 4, offen liegen. Berlin, 10 Februar, Nachts. Abgeordnetenhaus. (Abendsitzung.) Bei Berathung des Etats des Cultusministeriums kritifirt v. Schorlemer die Ausführung der Matgesetze und die Unterrichtsverwaltung bezüglich des Volksschulunterrtchtes. Minister Falk weist den Vorwurf zurück, daß er den Religionsunterricht in der Volksschule vernachlässige, rechtfertigt gegenüber den Bemängelungen v. Schorlemer's eingehend die Zustände des Volksschul- und Seminar- Unterrichtes in Oberschlesien und charakterisirt die verhetzende Agitationsweise der ultramontanen Presse. Die Rede des Ministers wird von anhaltendem Beifall der Rechten und Linken, dagegen lebhaftem Zischen des Centrums begleitet. Aegidi und Virchow polemtsiren gegen die Politik der Centrumspartei. Windthorst ^Meppen) verlangt die Aufhebung des Schulaufsichts- Gesetzes. Nach einer kurzen Erwiderung des Ministers wird die Fortsetzung der Berathung auf Dienstag 11 Uhr vertagt. Oesterreich. Wien, 10. Februar. Meldungen der „Polit. Corresp." Im Jahre 1878 betrugen die Einnahmen an dtrecten Steuern 93,358,000 ft, mehr gegen das Vorjahr 1,286,000; an indirekten Steuern 172,391,000, mehr gegen das Vorjahr 1,282,000. — Aus Konstantinopel, 9. ds., Abends. Die russisch-türkischen Vereinbarungen umfassen: 1) den Frtedensvertrag, 2) eine russische Note an die Pforte, 3) ein Protokoll in 12 Artikeln. Hauptbestimmungen sind folgende: Der Berliner Vertrag tritt rechtsgültig an die Stelle jener Bestimmungen des Vertrags von San Stefano, mit denen sich der Berliner Kongreß beschäftigte. Die vom Berliner Congreß nicht berührten Punkte des Vertrages von San Stefano werden durch gegenwärtigen Vertrag geregelt Die Kriegsentschädigung wird auf 802,500,000 Francs festgesetzt; der Zahlungsmodus und die Garantien sind weiterer Vereinbarung Vorbehalten. Für die tn der Türkei ansässigen, durch den Krieg geschädigten Russen sind 26,500,000 Francs bestimmt; die Reclamationen derselben können erst nach einem Jahre eingebracht werden. Die Zahlung der Verpfiegungskosten für die Kriegsgefangenen erfolgt binnen 7 Jahren tn 21 Raten. Die Ein wohner der an Rußland abgetretenen Gcbietstheile können thr Grundeigenthum verkaufen und das Land binnen 3 Jahren verlassen. Für olle Vorkommnisse vor Abschluß des Vertrages wird gegenseitig vollständige Amnestie gewährt. Die bestandenen Handelsverträge und Capitulattonen mit Rußland treten wieder in Kraft. Die Ratificationen werden womöglich in 14 Tagen ausgetauscht. — Die Note Lobanoffs an die Pforte zeigt an: Die russischen Truppen werden sofort nach Austausch der Ratificationen den Rückzug beginnen und denselben längstens in 35 Tagen beendigen. — Das Protokoll erklärt: 1) die Anerkennung der Bestimmungen des Berliner Lokales. Vermischtes. Utrecht an. 892) 2 geschwornei fl. Quam! V in öffentlicher vorgenonmen Gieße' Der Präsrde Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Korrespondent-Bureau. London, 11. Febr. Nachrichten aus der Capcolonte vom 27. Jan. zufolge erlitt eine aus einem Theile des 24. Regiments, 600 Eingeborenen und etiler Batterie bestehende englische Truppenablheilung eine schwere Niederlage bei welcher ein Transport von 102 Wagen, 1000 Ochsen, 2 Geschützen, 400 Geschützkugeln, 1000 Gewehren und 250,000 Patronen, sowie eine große Menge anderer Munttions- und Proviantvorräthe tn die Hände deS Feindes fielen, ebenso die Fahne des 24. Regiments. Die Schlacht fand tn der Nähe des Tugela-FlufieS statt. Der Verlust der Zulus betrug 5000 Todte; die bltttsche Ablhetiung ist fast vollständig vernichtet, ste hatte an Tobten einen Verlust von 60 Osficteren und 500 Mann. Port Natal ist von den Zulus ernstlich bedroht; der General Gouverneur der Cap-Colonie erbat Verstärkungen aus England. , „ I — Gestern sand ein 2*/2 Stunden dauernder Cabinetsrath statt. Rach demselben empfing Salisbury die Botschafter Deutschlands, Frankreichs, Jta- l'ens und der Türkei. Ein gestern behufs Besprechung der commerziellen Nothlage gehaltenes großes Meeting von Kaufleuten der City beschloß, Beaconsfield eine Denkschrift zu überreichen, in welcher eine Untersuchung beantragt I wird, um zu ermitteln, bis zu welchem Grade der Freihandel den geger.wä'ti- gen Nothstand verschuldet Hobe. — Laut Meldung der „Times" aus Adria- nopel bat der Abmarsch der Rusten begonnen. Wien, H. Februar. Der Statthaltereirath Dr. Biesiadecki telegra- phirt an den Minister des Innern aus Warschau von gestern, d. ß die österreichische und die deutsche Commission am Dienstag Mittag nach Moskau abreisen würden und daß die in Warschau über die Pest emgelausenen Nachrichten sehr günstig lauteten. Petersburg, 11. Februar. Ein osficielles Telegramm aus Astrachan von gestern meldet: Außer der gestern gem^lde en Eikrankmg cinev jungen Mädchens in Selifirennc-je 'st kein neuer Krankbei'ssall vvrarkommen. Berlin, 11. Februar. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in erster und zweiter Lesung die Gesetzentwürfe über die Abänderung des Gesetzes, betreffend die hannovcr'sche Lanbes- Creditanstalt und über die Abänderung der schleswig holsteinischen Wege Gesetzgebung, und setzte die dritte Lesung des Cultus-Etats fort. Bethuiy-Huc beleuchtete die Schnlzustände in Ober-- schlesien und nahm das dortige Lehrerthum gegen oie ihm gemachten Bo,würfe in Schutz. Franz polemisirte gegen die Ausführungen Betbusy-Huc's und verbreitete sich über die schlesischen Schulzustände von seinem Standpunkt aus. Stablosky, Bachem und Franz bringen eine Reihe von Beschwerden von rein localem Interesse vor. Cremer wies auf die Veröffentlichung eines Lehrers an einer Privatschule hin, die ganz unch'istliche Grundsätze enthalte und sprach seine Verwunderung aus, daß man denselben nicht entfernt habe. Der Cultusmlnister erwiderte, der Fall sei ihm völlig unbekannt. An der ferneren Debatte nehmen Schröder, Löwe, LoSkowSky, Weber, Porsck und Perger Theil. Die Fortsetzung der Sitzung findet Abends 7*/2 Uhr statt. Berlin, H. Februar. Die uaüobaüiberale Fractwn beschloß heute, °dn Äj'-Ä'" * sU* 3« zuin DPF ? tzvur Ißdit flULbnfe Fra JeU W vohnendr ßectr hat irvtz^. (die Hauptstadt Natals) zum Hauptquartier und Grey.on als vorgeschobenen " " ......... ---------- """ «arl-U.-t°°-8-P-°m.^ 8oo,in !2U —'“(®tertefäUIl«>ein>lCM en' vom 2. bis 8. Februar.) In der letzten Woche betrug bic Rabl der Todesfälle in unserer Stadt 9. Es starben 5 Erwachsene (4 an Lungenschwtnd- 1 an Altersschwäche), ein Kind von 6 Jahren an Scharlach, von 3 Kindern im ersten Lebensjahre 1 an Diarrhöe, 1 an Lungenentzündung, 1 an Krampfen. ü. ä; »3 'S ^"»nerstag ,,„ Sotmi •Wotftrt S* 1 de« R, 'L'^un J ft* « 717)Äi* Die Engländer haben — wie ein vom 21. v. Mts. datirtes Telegramm aus der Capstadt meldet - am 12. v. Mts. ihren ersten Sieg m gegenwärtigen Kaffernkrieg erfochten. Die Colonne des Obersten Glyn, die am oberen Tuaelalluß den linken Flügel der Natal-Armee bildet und deren Stärke werter unten angegeben ist, nahm den befestigten Kraal des Kaffern-Häuptlings ^Le- rayo. Die Zulus verloren 16 Todte und 60 Kerrounbete. S)er cnfllltöe Verlust betrug 2 Todte und 12 Verwundete. Es heißt, die Streitkräfte der Zulus zögen sich bet Dulendt zusammen. Dem sich an's Meer avlehnevdcn rechten Flügel der Engländer unter Oberst Pearson wird wahrscheinlich die schwerste Aufgabe zufallen. (Vergl. die bezüglichen Nachrichten im gestrigen Blattes. Sir Bärtle Frere hat von Maritzburg aus eine P^oclamation ertasten, in der er den Zulus mittheilt, daß England nicht gegen sie, sondern allein gegen ihren König Cetewayo Krieg führe. Ueber die Zusammensetzung des englischen Operations-Corps unter Lord Chelmsford liegen noch einige Angaben vor, die genauer find als dw bisherigen. Die Engländer werden in 4 Colonnen in das Zululand emrucken, von denen 3 tn Natal stehen, die vierte aber tn Transvaal. Die erste Colonrw Marburg, 11. Februar. Nachdem heute Morgen die Fluth der Lahn noch stieg, hat Ne beute Mittag um etwa einen halben Fuß abgenommen. — Der Bleicher Dietrich auf der oaenannten Weide, dessen Wohnung einige Fuß hoch mit Wasser umspult war, Endete heute Moraen seine Roth durch einige Schüffe an, worauf ihn und seme Angehörigen Officlere und ainnnichaften unseres Jägerbataillons mit eigener Lebensgefahr mittels Kahne aus der naffen In den tiefer an der Lahn gelegenen Ortschaften ist die Roth außer- nrbentlid) und wird der angerichtete Schaden gewiß ein recht großer sein. — Der Eisenbahnverkehr und in Folge dessen auch der Postverkehr ist nach Fronhausen-vießen seit heute Morgen unterbrochen; zum ersten Male kommt dieses seit dem Betriebe der Matn-Weser-Bahn durch lleberichwemmunq vor. Ztg.) Vraa 10. Februar. Fünf Kohlenschächte der Dux-Bodenbachbahn sind in Folge eines Deichdurckbruchs überschwemmt. 26 Bergleute ertranken. Großer Jammer der HinterUie^enen. Der Februar. Die vom Kaiserl. Consulat in Yokohama nach Deutschland aesandte Mustersammlung einzelner Proben von Garnen, Farben, Leder, Kurzwaaren, sowie sniUac, baumwollener und wollener Gewebe, wie solche im letzten Jahre in Japan verkäuflich gewesen finv, Shirtings, Lastings, Muffcline, Orleans, Flanelle, Velvets u s w ist der Handelskammer zur Ausstellung in der nächsten Zeit überlassen worden. Jedem Musterpackel« chen ist in der Regel ein Muster desjenigen japanesischen Gewebes beigefügt, welches zu ersetz« das europäische Fabrikat bestimmt war. Eine dazu gehörige Uebersicht gibt den Namen jed« Maare die Breite und Länge der Stücke, den Fabrikationsort, den Einkaufs- und den Marktpreis mit erläuternden Bemerkungen an. Die Ausstellung der Mustersammlung findet ton beute an im Bureau der Handelskammer (Paulsplatz 10) für Jedermann statt. Duisburg, 8. Februar. Nach der Rhein- und Ruhr-Zeitung wurde in der toor gestrigen General Versammlung der Aktionäre der hiesigen Gasanstalt beschloffen, den PreiS für den Kubikmeter Gas vom 1. Februar an von 18 auf herabzusetzen. Sgem, 10. Februar. Das weltbekannte schone Dorf Meyrtngen im berner Ob»' lande ist heute vollständig abgebrannt. — (Treffender Einwand.) Ein süßes Herrlein ging in Wien spazieren, nur schlug was man sagt, so burschikos mit der Reitgerte fortwährend an seine Lenden. Eich« I Schritte von ihm zur Seite ging ein Schusterjunge, und sah mit recht ernsten wehmüthigkii Blicken dem Spiele mit der Gerte zu Plötzlich aber Hub er an, sich an den Zierbenz" wendend. „Ihre Gnaden, warum schlagens das arme Vieh?" — (Nächtlicker Dialog.) Wächter (vorübergehend): Gut n Abend. — Herr (sein« Frau am Arm, aus einer Gesellschaft heimkehrend, lachend zum Wächter): Guten Abend! W bester Wächter, Sie haben soeben wieder gesungen: „Ihr Heben Herren, laßt euch sagen' Warum singen Sie denn aber immer „Ihr Herren'' und nicht auch einmal „Ihr lieben Fraua laßt euch sagen?" — Wächter Machend): Die Frauen laffen sich nichts sagen. (Schalk.) — Daß die gegenwärtig so schlechten Zeiten nicht nur auf die Geschäfte, sondern ai-ä auf die Stimmung der Menschen einen ungünstigen Einfluß haben und dieselben zu schadenftoh^ Beurtheilung trauriger Vorkommniffe anreizen, kann man aus nachstehender Notiz der Dresden«! Zeitung ersehen. Das Blatt schreibt: „In Bezug auf die von uns am Samstag gebrochk Notiz über den angeblichen Selbstmord des Herrn Osear Eichler müssen wir leider mittheile" daß die Nachricht auf einer Mystification beruht." Es gibt aber auch Blätter, welche einer nicht vorgefallenen Sclbstmord nicht nur nicht bedauern, sondern sich sogar über einen wirklich ocT: gefallenen herzlich freuen. So wird in der Pet. Ztg. folgendes Telegramm des Golos Saratow veröffentlicht: „Aus Sarepta und Zarizyn sind hierorts höchst erfreuliche Nachricht eingetroffen Vor einigen Tagen hat sich der Pristawsgehülfe des zweiten Stadttheils, Paschtickenko, im Gutkow'schen Gasthause erschaffen. Unglückliche Liebe soll diesen Selbstmolv veranlaßt haben " Der Pristawsgehülfe muß wahrscheinlich ein über alle Maßen verhaßt^ Beamter gewesen sein, wenn die Nachricht von seinem Selbstmord „höchst erfreulich" 'st "V Tff-ÄÄSS. ‘SÄBi 2) die Entschädigung o , , alnci.Tftxe werden durch eine ruisnche Commt sion unter »erben konnten. «laifbaä daß die Räumung von Adrianopel und Umgebung trotz der Typhus ist; hajelblt siud feit 3 Monaten von 700 Einwohnern 250 am Typhus gestorben und 100 noch krank. Rußland. Petersburg, 10. Februar. Ein osficielles Telegramm aus Astrachan von aestern meldet: In Wetlianka und den umliegenden SDrtf(^aftenbepnbet fieß tän Kranker. In Selistrennoje erkrankte am 8. Febr. ein junges Mädchen. Kbi ben g^rn^gemdbeten Krankheiissall in Nikolajewsk i-gt noch kein weiterer Bericht vor 8 Grad Kälte - Ein Telegramm des „Golos aus ÄLn von gestern meldet: Mit demselben Zuge, womit der G°u-ralg°u. verneur Loris-Meltkoff eintraf, ist auch ein Sanitäts-Detachement, bestehend ans dem Profesior Jacoby, 5 Studenten der medicintfchen Akademie und dem Bevollmächtigten Jufeffowitsch, angekommen. Afrika. dem Antrag Lauenstein zuzustimmen, worin die Ueberweisung eines^ Theils der Grund- und Gebäadefteuer an die Commune als vorzugsweise erwünschte Verwendung etwaiger Ueberschüsie aus dem Reich, neben einem Erlaß an der Mafien- unv Emkommenfteuer bezeichnet wild. Der Lauenstein sche Antrag wird sofort in der But-gei-Commifsion eingebracht werden. — Der „RerchsanzOger" schretbt: Amtlicher Meldung zufolge hat die ariechische Regierung bie unterm 9. d. angeordnete 21tägige Quarantäne auch auf die Provenienzen aus Kletn-Asten und Syrien ausgedehnt. Eine Quarantäne von gleicher Dauer hat die T iester Seebchörde für aus dem ägäischen Meere komme.iden Schiff- angeordnet. — Em in Odessa als verdächtig angesehener Fall vom 8. ds. hat sich bei der ärztlichen Prüfung als unbedenklich erwiesen. L _ , Paris, 11. Februar. Wie versichert wird, veröffentlicht das „Journal offici^ll" morgen eine Verfügung, wodurch 19 Generalprocuratoren betroffen werden. 12 davon sollen theils abgefetzt, theils pensionirt, theils zur Dis- Position gestellt, 5 versetzt und 2 zu Räthen ernannt werden. Auch soll bas amtliche Blatt morgen die Ernennung von 13 Commandanten veröffentlichen. Von den jetzigen Commandanten wechseln 4 das Commando, während 9 ihre Commandos verlieren. Unter den letzteren befindet fich der Herzog v. Aumale. Loudon, H. Februar. Der heutige Cibmetsrath beschloß folgende Verstärku a-n nach dem Ciplande zu senden: 6 Bataillone Infanterie, 2 Regimenter Kavallerie, 2 Batterien, 1 Compagnie Genietruppen, 3 Compagnien Armeetra'n und 1 Compagnie vom Hospitalcorps. London, 11. Februar. Bci Gelegenheit eines Bankets, welches dem Marinemmister Smith seine Wähler gaben, erklärte derselbe: Die Niederlage der britischen Truppen im Zululande sei zwar ein großes Unglück, aber doch wieder gutzumachen. Binnen 8 Tagen seien Streitkräfte genug nach dem Cap unterwegs, um den Kampf zu beendigen. Die Regierung vertraue vollständig auf die Klugheit und Tapserkeir Lord Chelmsord's. In Betreff des Berliner Vertrags bemerkte Smith, daß defien Durchführung nicht zu bezweifeln sei. Die Russen räumten bereits das türkische Gebiet. Gießen, 12. Februar. Im Jahre 1^67 war eines Abends eine geschloffene Gesellschaft in dem Promenadenhause versammelt. Die Versammlung begann um 8 Uhr Abends, und die Gesellschaft gelangte, da die Lahn an diesem Tage so wett ausgetreten war, daß sie den Hof, obiaen Hauses überschwemmte, auf gelegten Brettern in bie Wirtschaft. Etwa Mttter- na^t rStete sich die Gesellschaft auf den Heimgang, allein da das sonst so harmlose Flüßchen weiter gestieg n war und die Bretter im Hofe weggeschwemmt hatte, so mußten die Versam- m n ihren Rückweg durch das Eckfenster (dem Bahndamme zu) nehmen und sie gewahrten 7u ihrem Schrecken, daß das Wasser um das Promenadenhaus herumstromte. Mehrte Herren der Gesellschaft setzten ihren Weg über den Tiefenweg durch die Lowengaffe, ohne im Geringsten von dem Wasser behelligt zu werden, rüstig weiter. Nach unserer Meinung ging aho die Fluth in Mefem J°hr° »itl höh-?, «18 die jetzige, unt> -8 waren keine Siraßen nberfchwemmt und Mit dem Hauptquartier Durban (dem bedeutendsten Hafen Natals) ans Atter st doch w y Eönnen roiT keine Antwort darauf geben; allein wir sind fest überzeugt daß und hat ihre Vorposten etwa 80 km weiter bis Tanger vorgeschoben. Sie ' $ertreter der Stadt, diese Sache, welche gewiß auch in sanitatlicher Hinsicht sehr s'S'Ä'Ttt.z; iä sä (bte Hauptstadt Natals) zum Hauptquartier und Greyton als vora-schobenen un3e^umn_®d>av^rauc immcr 60n auswärts wurde gestern Nachmittag arretirt, weil sie in Posten. Sie zählt 3300 Eingeborene unter der Führung von 200 Europäern. Die dritte Colonne unter Oberst Glyn, den linken Flügel der Natal-Armee bildend, steht in Helpmakaar mit Maritzburg als Operauonsbasts und Lady- smith und Greyton als Depots. Sie zählt 1700 Mann Linientrupp-n, 250 Freiwillige und 2000 Eingeborene. An diese dritte Colonne lehnt sich dann die (süd-transvaalsche) unter Oberst Evelyn Wood mit dem Hauptquartier in Vtftntliltz 835) M des Hermai vorbkreitklides geleitet vorbei Schuldner bei richtigt, daß an den prov Herrn Max leidet werden Gießen, den (Ml). § 3- Cppermar Beim 902) Da d mann Lion, Ha Aorinl glaubh iei Doilifgtnbir Stanbt sei, ih, il8«!»befriebi jwetfg tftmenbun -uch« but^n «RilchmAmch ditselbe unt ««»tot* Jttnth « Un 10' •üOtmittQflg ”n*a dm Sei M bie nicht । Medtjch, »ngeschen ®eti K°m«l. Amch d„ ] i'»“ «■-. Seiu’iÄL”’ d« s"lta8 «Kd f‘n« *9* k bte , *• ®lne Qu«la”, M , d9*" ■A-sa Sä äs *N« iut & 7'"' N soll das '"dmimdn^Echm. °«>d« g (&rf Mftioj 6. fet «th i,,Gß folgte, l6ne jwfontflrte, 2 ätigi, rupptn, 3 Compagnien ^rnkets, wrlches btm ^fibe: Die N eberlage ?ks Unglück, aber boch islr genug nach bem Cap rang vertraue vollständig Jn tzettlff des verlinn mchl zu bezweifeln sei. :e mu geslhlvßmc Gesellschaft r -a 8 Ubi Abends, und di! :crrem war, daß sie den H:s ri-iaft. tzwa gegen Mitten icnft so bmnlose glü^s barte, so muhten die Vechu •; nehmen, und sie gewahrte 1 rmrmfhomte. Mehrere Hme 'Htnjafie, ohne im GerinK n Meinung ging also dieZIw ■ t srrahm überschwemmt ar: -;bl tcmmei mag, daß bid j r?e ta Fall ist. Diese Frazt rn Setbcmfen ausfordert, eis sl -- mir sind fest überzeugt, bfl 5 -i (amiätHAer Hinsicht seh - Hf Hände nehmen, unh Bit ■ ‘«m aui bantyt fein hitjn i liminaj anetirt, «nt su ü vn testen Dache betr te^ae (4an8ungtniN ren 3 Indern tm i — ,'arita i >«$W W*!t , —hbüu war, kündete u '"-7» üinzn, Dfüctnc T‘r . ',’jiw «ui d» »r r evtuA . moth ich «:?•’ "x„ (,1t beule W ;:'Ä*S -“-±S!jyÄ? -“’Ä—J ■ r welche« zu .»m°°nn *(s - >-f i-ßen- lonbfli1 ft: 15 . ..tseldeu 5 ="< •*(eiW $ sker hat vielleicht der Setzer dt- Trennung des ersten und zweiten Satzes durch einen ®e= dankenstnch^ergeWn^ ^^rbrechen ist unlängst in Newjansk in Rußland entdeckt wardem r. Buff. Vv 1839er Original-Foose JL 318, und) Borcu?slürzung d. geringst. Gewinnes ä JL 162 im Bankgeschäft v Moriz Stiebei Söhne in Frankfurt a. M. (896 Süße rothe Valencia-Apfelsinen empfehlen (192 J. A. Busch Söhne. 810) Die Schirme, welche der Pauline Frank (G. W. Frank Ww.) dahier zur Reparatur übergeben wurden, können von den rechtmäßigen Eigenthümern in den nächsten 8 Tagen in der Wohnung des Taxators A. Bey fuß — Wallthor- straße 195 — in Empfang genommen werden. Gießen, 7. Februar 1879. 810) M. Pilger, Massecurator. Frische Husen, per Stück 2 X 80, bei (846 Wildhändler Ebel, Marktstraße. Oessentlilhe Kelranntmiilhung. 835) Nachdem über das Vermögen des Hermann Gericke zu Gießen vorbereitendes Concursoerfahren eingeleitet worden ist, werden sämmtliche Schuldner desselben hiermit benachrichtigt, daß gültige Zahlungen nur an den provisorischen Massecurator Herrn Max Pilger zu Gießen geleistet werden können. Gießen, den 6. Februar 1879. Großh. Stadtgericht Gießen. I. A. d. D.: Oppermann, Stadtg.-Astesfor. Bekanntmachung. 892) Die Ausloosung der Haupt- und Ergänzungs- geschwornen für das Schwurger.cht der Provinz Oberhessen vom II. Quartal 1879 soll Freitag den 21. Februar lt>79, Bormittags 11 Uhr, in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts in dem Hosgerichtsgcbäude vorgenommen werden. Gießen, am 10. Februar 1879. Der Präsident Großherzoglichen Hosgcrichts der Provinz Oberhesien. Chocotaden “ “ X* “ G-uerin Boutron freres in Paria empfiehlt unter Garantie der Reinheit Bettftdern und Damm, Drell, Barchent u Federleineu Lieferung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung empfiehlt die Möbelfabrik und Lager von Th. Brück, 126) Schlotzgasse B. 1. Niederlage H. Heyer'scher Zanitäts-Meine: tAb. Holzversteigerung in der König!. Obersörsterei Krofdorf. Freitag den 21. Februar, Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf beim Wirth Kahlert nachstehend bezeichnete Holz - Sortimente öffentlich meistbietend versteigert: District 39 Kreuzschläge. Eichen: 40 Stämme mit 20,57 Festm., 2 Nmtr. Nutzholz, 17 Nmtr. Sckeit und Knüppel, 90 Nmtr. Stöcke und Reiser. Buchen: 3 Rmtr. Nutzholz lFelgen! 300 Rmtr. Scheit und Knüppel, 959 Nmtr. Stöcke und Reiser. Nadelholz: 54 Rmtr. Stöcke und Reiser. District 85 und 86 Hasengarten. Eichen: 54 Stämme mit 42,05 Festm., 30 Rmtr. Scheit und Knüppel, 166 Nmtr. Stöcke und Reiser. Buchen: 1 Rmtr. Knüppel. Weichholz: 5 Rmtr. Scheit und Knüppel, 88 Rmtr. Reiser. Krofdorf den 10. Febrnar 1879. Der Königliche Oberförster: Die Societe des Usines de Vevey et Montreux in Montreux (Schweiz) empfiehlt hiermit ihre, in den meisten Ländern patentirten, Artikel auf's an. gelegentlichste und zwar: flettfis ArasffuWMmchl: „Zea“ ä 60 Pfg. per Packet von V2 Ä. „Lea" dient zur raschen Herstellung einer billigen, wohlschmeckenden, nahrhaften Suppe; man hat nur einen gehäuften Eßlöffel voll Zea mit einem Suppenteller voll Wasser und etwas Salz 10 Minuten lang zu kochen. Eine solche Portion stellt sich auf ca. 6 ein Zusatz von Butter, mitgekocht, erhöht den Wohlgeschmack der Suppe. Die Zea ist nicht nur Gesunden jeden Alters, sondern namentlich auch Recon- valescenten, Wöchnerinnen und Altersschwachen sehr zu empfehlen. General-Agenten für Rheinland, Westfalen, Raffau, Luremburg, die Pfalz rc. R. Schlieper > „ - - Augsburger Rollschinken .... Nußschinken......... Trüffelwurst......... Sardellenwurst........ Feinst geröst. Kaffee Nr. O (Privat-Mischung)perPfv.F 2.— ff ff ff ff 1 (Hollander „ ) „ „ „ 1.80 ff ff ff if 2 (Wiener ,, ) ,, „ „ 1.60 empfiehlt in anerkannt besten Qualitäten 325)__Emil Eischbach» Grosse Prämie für die Abonnenten ds. Blattes. Zum Heil und Segen, nach schwerer Prüfungszeit, hat am 5. December v. I. Kaiser Wilhelm die Regierungsgeschäfte übernommen. Aus allen Gauen unseres vereinten Vaterlandes wird ihm zugejauchzt und hat auch uns dieses freudige Ereigniß veranlaßt, für die Abonnenten ein Erinnerungsblatt zu stiften, an dem sich jeder gute Deutsche erfreuen kann, da es bleibenden Werth besitzt und die schönste Zimmerzierde bildet. — In unserem Verlage erschien soeben in prachtvoller Ausstattung das Tableau: „Deutschlands Fürsten“, ein Kunstblatt, das die 22 Portraits der Herrscher unseres vereinten Vaterlandes, ihrer Wappen und Insignien, sowie die Wappen der Reichslande Elsaß- Lothringen und der 3 freien Städte enthält- — Wir sind daher in der Lage, jedem guten Patrioten und Kunstfreunde das Erinnerungsblatt aus vollem Herzen zu empfehlen, nachdem wir dasselbe allen hohen Polentaten, deren Portraits sich auf dem Tableau befinden, eingesandt haben. — Die Wiedergabe des Gemäldes geschah in Groß Imperial 90/66 Em. und ist der Ladenpreis hierfür Mk. 30. — Den Abonnenten dieses Blattes liefern wir dasselbe jedoch als große Prämie gegen Zuzahlung von nur Mk. IO und zwar bis zum 22. März a. c. (Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers). Die Subscription hört an diesem Tage auf und tritt dann wieder der reguläre Ladenpreis von 30 .At. ein. — Es bleibt jedem Abonnenten überlassen, in dieser Zeit von seinem Bezugsrecht Gebrauch zu machen, doch werden Bestellungen von Nichtabonnenten nur gegen Zahlung von «X 30 berücksichtigt- — Jedem Abonnenten, der sich von der Wahrheit des Gesagten überzeugen will, wird hierzu Gelegenheit geboten, da das Bild gratis in dem Expeditionslocale ausgestellt ist. — Bestellungen sind mit dem kleinen Zuzahlungsbetrage von Mk. 10 nur dirrcr an uns franco und baar einzuienden und als Belag dafür, daß der Besteller auch Abonnent dieses Blattes ist, muß untenstehender Coupon ausgefüllt beigefügt werden. — Bei Entnahme von 4 Exemplaren liefern wir das 5. gratis. Berliner Phototypisches Institut, Berlin 0., Seydelstr. 29. Theatermaskenball. 847) Der Unterzeichnete beabsichtigt während der Fastnacht einen „Theatermaskenball" zu arrangrren und zwar in der Art und Weise wie in größeren Städten ! Zuerst bochkouusche Aufführung eines „Fastnachts- schwankes" und dann „Ball!" — Zu diesem Zwecke wird eine Subscriptionsfiste cirkuliren! Indem ich mein Project dem mir so vielfach bewiesenen Wohlwollen des Publikums empfehle, lade ich zu zahlreicher Bethetligung ein. Hochachtungsvoll _______________________________C- Alberti, Direktor^ 899) Zur Geburtstagfeier Babelsberger’® heute Abend 8 Uhr im Vereinslocal (einfaches Bankett) werden die Mitglieder und Freunde des Vereins aebührend eingeladen.______ Der Vorstand Kühe. Annonce« Kühe. 897) Montag den 17. dss. treffen wir mit einem großen Transport Friesischer und Harzer Kühe im „Rheinischen Hof" ein. Gebr« Meininger, aus Göttingen. Ist vom Besteller abzuschneiden und einzusenden. £ 5 RZ. £ o Prämien-Coupon nur gültig für die Abonnenten diele- Blattes. Beim Berliner Phototypischen Institut, Berlin C., Seydel- straße 29, bestelle ich hiermit Exemplar ä 10 vom Gedenk- blatt: „Deutschlands Fürsten". Bewag von liegt bei folgt per Postanweisung. recht deutlich zu schreiben Name des Bestellers Ort (Poststation) a o 5 Ist vom Besteller abzuschneiden und einzusenden. Alle Sorten Mineralwasser in stets frischer Füllung, empfiehlt (553 _____________Hilft lleitiifj. ! Werrnietyungen. 894) Zu vermiethen der 2. Stock mit 4 Zimmern, großer Mägdekammer und Zugehör. Karl Kaspar, Grünbergerstraße 166Vi0 895) Ein bis zwei Zimmer können abgegeben werden unmöblirt oder möblirt. Wo? sagt d. Exped. d. Bl.__________ 905) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen im ______________________„Gambrinus". 198) Ein kleines Familienlogis ist zu vermiethen Hermann Völker, Weißbinder & Lackirer, ____________________Grünbergerstraße. 747) Ein Logis von 4 Zimmern, eine Werkstätte und Pferdestall zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl._______ 750) 3 kleine freundliche Zimmer, Küche Keller, Holzstall, Mitgebrauch der Waschküche und des Bleichplatzes, zu vermiethen und gleich beziehbar. Christian Löber I. Ww., _____________________Neustadt. 833) Der erste Stock meines Hauses, vis-h-via dem Clubgebäude, ist wegzugshalber zu vermiethen. Carl Weidig. 788) Der zweite Stock meines Hauses zu vermiethen. Gg. Stieler, ______________________Grünbergerstraße. 753) Der 2. Stock (ganz oder getheilt) und das Mansardenlogis per 1. März zu vermiethen.___________Carl Herbert. 726) Zimmer mit Bett zu vermiethen. __________________, Lindenplatz A. 242. 426) Die Wohnung des Herrn Professor Dr. Seuffer t ist wegzugshalber per 1. April d. I. ganz oder getrennt zu ver- miethen.___________________A. Griffe. 867) Eine Werkstätte ist zu vermiethen. ________________Neuenweg Lit. B. 116. 852) Ein schöner Laden mit Logis in bester Lage der Stadt per 1. März zu vermiethen. Näheres in d. Exped. d. Bl. 878) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. ___________ Sonnenstraße B. 106. Eine Hofraithe mit schönem Laden in frequentester Lage der Stadt zu vermiethen und per 15. Mai zu beziehen. Näheres bei 903)I Blitz. Vermischte Anzeigen. 901) Ein gewandter Junge für Hausarbeit in eine Restauration gesucht- Nähere? in der Exped. d. Bl-_________ Glasergesellen finden Arbeit bei (891 ____________II. Keck« 898) Wir suchen für den Vertrieb eines in Stadt und Land bedeutenden billigen Con'um-Artikels (Pariser Reclame für Maaufactur-, Mode-, Putz- u. Confections- geschäfte) einen tüchtigen Vertreter, welcher womöglich auch kleinere Orte bereist. Die Muster nehmen keinen Raum ein. Gebrüder Heffel, _________4 Schillerplatz, Frankfurt a. M- 823) Schriftliche und in's Rechenfach einschlagende Arbeiten werden pünktlich besorgt. Wo? sagt d. Exped. d. Bl. 900) Eine erfahrene ältere Person zur Pflege eines Kindes vorübergehend für sofort gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d- Bl- Z Entlaufen ein Hund (Neufundländer), schwarz mit etwas weißer Brust, auf den Namen „Leo" hörend. Dem Wiederbringer eine Belohnung. I. Weber, Stadt Cassel. 890) Ein Dienstmädchen gesucht. Wo? sagt d- Exped. d- Bl- 893) Ein j. Mädchen welches l1/? J° Küche und Haushalt erlernt und bereits einen kl. Haushalt unter Leitung der Hausfrau geführt hat, sucht Mitte April ober Mai Eng. zu selbst. Führung eines kl. Haushalts oder Stütze der Hausfrau in einem größeren. Familiäre Behandlung Bedingung. Offerten unter A. W K. 300 erbitte an die Exped. d. Bl. G. Hagedorn, Uielj-Commissionsgeschäst London, 60, West Smithfield. -------f «-wcra* j------- Banquiers: (158 Messrs. Lacy, Son & Hartland. 845) Eine schwarz und weiß gezeichnete große Hündin, auf den Namen Juno hörend, ist mir vergangne Woche entlaufen. Dem Wiederbringer eine Belohnung in der Papiermühle zu Londorf, bei ÄnetfeL Mehrere Herrn finden vom 1. März ab billige Wohnung, Kaffee und Mittagessen. Näheres bei 765)__________H. Nanz, Seltersthor. 319) Lumpen, Werg, Flaschen und Zei- tungspapier kauft Louis Rothenberger, Neuenweg 193. 863) Ein in der Kinderpflege erfahrenes, zuverlässiges Mädchen sucht zu sofortigem Eintritt- Prof- Weiland, Ludwigstraße. Gummiartikel, neueste, feinste Pariser, versendet brieflich, discret und zollfrei die Gummi waarenhand- lung von (757 Altona, Holstein. Preisliste gratis. — Hoher Rabatt. Theater in Giessen. (Cafe Leib.) Donnerstag den 13. Februar, (7. Vorstellung im 2. Abonnement.) Bummelfritze. Posse mit Gesang in 3 Acten u. 6 Bildern von Jakobson. Freitag den 14. Februar, (8. Vorstellung im 2. Abonnement.) Watdtikschen oder Die Tochter der Freiheit. Charakterbild mit Gesang in 3 Acten von Elmar- Kasseöffnung 7 Uhr. — Anfang V28 Uhr. 906) Die Direetiee. Verantwortliche Redaction: A. Sch ei-da. — Druck und Verlag der Brüh loschen Univ.-Druckerei (Fr. CH r. Pietsch) tn Gießen. Redactionsbure- (ttveditionSbutti Die Erö Berlin, 12 Skinr Majestät bei len Wortlaut' Geehrte Hem auch von hiejer St Mich in Gefahr be Ich spreche zu ilnerkennung seiner geehrte Herren, für gewährt haben, um staatlichen und Cul Ich darf den Mitwirkung rechnen, erweisen sollte. Die veibündel zebung zu gewähren lichem Gebiete leidci Meinen Bundesgenc haben zunächst den Reich die einzelnen echebung derjenigen , Landesvertretungen lbin Ich der Mem sanm/en Umfange a. 'ßeftfäibung über S bändern, mit denen wi A halte es ft deutsche Markt der n vit unseren Gesetzgebung den bete Rechliche Wirksame iat, und welche in u: Heilen verlassen wor Ick vermag nid Nlsrrer ZchPolitik 1 Die Vorlagen i ne Einigung der ver! vlrd, Ihrer Beschluß, gut btn öirb, ton, . otrbtn Kntim, unb, ns t die Dech äu bringengewefi ^.eW°n Ihnen die B Matrikular-Beitrage Als ^inen b h 7 lk. Decmber! welcher ^r Verträge Ä Mn J.,'" Uns LrKr Ns