Nr. IO. Sonntag den !S Januar 1879 Hießen«' Miyeiger Ailjcige- nnh Amtsdktt für den Kreis Gießen. RedaetionSbirreair r Expeditionsburea« r Schulstraße B. 18. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher P H e i l. Bekanntmachung. Betreffend: Die Prüfung der Candidaten für den einjährig freiwilligen Militärdienst im Frühjahr 1879. Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im nächsten Frühjahr stattfindenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgesordert, Ihre deßfallsigen Gesuche um Zuiasiung bei Meldung des Ausschlusses von dieser Prüfung spätestens bis zum 1. Februar 1879 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wi.d im Speciellen das Folgende bemerkt: 1. Da- Gesuch ist bei der unterzeichneten Piüfungs-Commtssion nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großher- zogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Zulassung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr erfolgen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenven selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a) Geburts-Zeugniß; b) Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c) ein Unbetcholtenhettszeugniß, welches von der Polizei Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d) einen selbstgeschriebenen Lebenslauf. Zu pos. b. wird noch besonders darauf bingewiesen, daß in dem EinwilUgungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilllgen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. 5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen (Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will. 6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulasiung zur Prüfung eingereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten- heitszeugniß beizulegen. Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung (Anl. 2 zur Ersatz-Ord. — I. Theil der Wehr-Ord. vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungs-Termins, sowie des Locals, in welchem die Prüfung stattstndet, erfolgt weitere Bekanntmachung. Eine specielle Ladung erfolgt nicht. Darmstadt, den 17. December 1878. Großherzogliche Prüfungs - Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: __________________________________________________Spam er.___________________________ Bekanntmachung. Betreffend: Die Nachsrrchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schrrl- zeugrriffen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst nachsuchen wollen, werden hierdurch aus die nachfolgenden, bei Anbringung der Gesuche zu beachtenden, Vorschriften mit dem Ansügen aufmerksam gemacht, daß hiernach unvollständige Gesuche ohne Weiteres zurückgegeben werden. 1. Das Gesuch »st bet der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubrtngen, wenn der sich Meldende im Großherzog- thum Hessen gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahre und muß spätestens bis zum 1. Februar des Jahres nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zum 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actenformat (nicht Briefpapier) zu verwenden. Auch erscheint es zw'ckdienltch, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen.' a. Geburtszeugniß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; e. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit oder ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; d. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu pos. b.: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu pos. d.: daß die Scbulzeug nisse, mit Ausnahme der Reifezeugnisse für die Universität und den derselben gleichgestellten Hochschulen und Reifezeugnisse für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord., sämmtlich nach dem Schema 17 zur Ersatz-Ordnung (I. Theil der Wehr-Ordnung vom 28. September 1875 — Reg.-Bl. Nr. 55 von 1875) ausgestellt sein müssen. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der §§ 88, 89, 90, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ordnung verwiesen. Darmstadt, im December 1878. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Sp o m er. politisch Deutschland. Berlin, 9. Januar. Zu dem heutigen Leitartikel der „Nattonalzeitung" über die staatsrechtliche Seite des deutsch-österreichischen Handelsvertrages schreibt die „Nordd. Allg. Ztg.": Ueber die dabet in Betracht kommende er TH eil. Rechtsfrage könne kein Zweifel obwalten; nach den klaren Bestimmungen der Retchsverfasiung bedürfe der Vertrag außer der bereits erfolgten Zustimmung des Bundesraths, noch der Genehmigung des Reichstags, um Gesetzeskraft zu erhalten. Wenn die Retchsregterung die Verpflichtung übernommen habe, den Vertrag mit Neujahr 1879 in Kraft treten zu lasien, so sei ste offenkundig dazu durch die Nothlage bestimmt. Es sei dies, nachdem Oesterreich-Ungarn jede Verlängerung des bisherigen Vertrags entschieden abgelehnt, der einzig mögliche Weg gewesen, die erheblichen Interessen Deutschlands ycherzustellen. Die „Norddeutsche" glaubt zu wissen, daß die Reichsregterung von vornherein entschlossen war, den Vertrag so bald als möglich dem Reichstag vorzulegen und Indemnität für die bereits erfolgte Inkraftsetzung desselben in Anspruch zu nehmen. Daß die Einberufung des Reichstages namentlich mit Rücksicht hierauf möglichst frühzeitig stattfinde, scheine festzustehen. Berlin, 9. Januar. Ueber den Empfang der Deputation der deutschen Kriegerveretne bei dem Kaiser bringt die neueste Nummer der „Parole" (amtliche Zeitung) einen Bericht, welcher auch den Wortlaut der Antwort des Kaisers auf die Ansprache des Führers der Deputatton enthält. Danach sagte der Kaiser: Ich danke Ihnen für die Worte, welche Sie hier niedergelegt haben. Mit den Gestunungen, die Sie Mir gegenüber zum Ausdruck gebracht haben, bin Ich vollständig einverstanden; das sagen Sie auch den Uebrigen, die Sie hier vertreten. Wir dürfen uns durchaus nicht in Sicherheit wiegen; Sie haben alle schon verschiedenartig Ihre Treue bewiesen, und Ich rechne daraus, daß Sie auch dann, wenn es nöthtg werden sollte — denken e>te an 48 und 49 — bereit sein werden, den Thron und das Vaterland zu vertheldtgen. Hoffen wir, daß Gott dies nicht über uns schicke. Ihre Aufgabe wird es sein, Ihre Kinder zu wahrer Religiosität zu erziehen, damit solche Dinge nicht wieder vorkonttnen und das Heranwachsende Geschlecht aus wahren Streitern für Thron und Vaterland bestehe. In diesem Sinne bitte Ich in Zukunft weiter zu arbeiten; dann werden wir bessere Zetten herankommen sehen. Demnächst ließ sich der Kaiser die einzelnen Mitglieder der Deputation vorstellen und unterhielt sich mit jedem in huldvollster Weise, wobei er an jeden Deputirten verschiedene Fragen über seine früheren militärischen und jetzigen bürgerlichen Verhältnisse richtete. Die Gedächtntßtreue des Kaisers erregte hierbei das Erstaunen Aller, da selbst scheinbar unbedeutende Vorgänge uus den letzten Kriegen seiner Erinnerung nicht entgangen waren. Zum Schluß sagte Se. Majestät: Ich danke Ihnen nochmals. So lange es Mir noch vergönnt sein wird, werde Ich mit reger Theilnahme Ihren Bestrebungen folgen. Zur Zett gehen ja dieselben, denen Ich Meine volle Aufmerksamkeit zuwende, dahin, eine Vereinigung aller deutschen Kriegerveretne anzubahnen, und Ich hoffe, daß es gelingen möge, diese innere Einigung herzustellen, aus der voraussichtlich etwas Gutes ersprießen wird. Ich habe Mich sehr gefreut, Sie hier zu sehen, «bleu. Worauf der Kaiser mit freundlichen Grüßen die Halle verließ. Schweiz. Bern. Die Bewegung für Wiedereinführung der Todesstrafe nimmt immer größeren Umfang an und (so schreibt die Allg. Schweizer-Ztg.) „dürfte bald einmal dazu führen, daß die Humanität, welche bisher die Mörder schützte, an den Schutz jener unschuldigen Kinder, Frauen und Männer denkt, welche an allen Ecken und Enden geschändet, mißhandelt, zerfleischt, erwürgt und todt- geschlagen werden." Die „Schweizerische Handelszeitung" fordert die Aushebung des Artikels 65 der Bundesverfassung, der die Todesstrafe abgefchafft und der, fügt sie hinzu, „wahrscheinlich schon mehr als ein Dutzend redlicher Menschen ermordet hat." „Die Todesstrafe, das wünschen wir, mag (fährt sie fort) von allen erdenklichen Girantteen gegen Jrrthum und Grausamkeit umgeben werden. Eins bleibt sicher: sie muß im Gesetz existtren. Der Staat, welcher sie abgeschafft, steht außerhalb der Civilisation, zertritt das Recht, dessen Handhabung seine einzige oder doch wenigstens heiligste Aufgabe ist. Er löst die gesellschaftliche Ordnung und stellt das natürliche Recht der Blutrache wieder her." Telegraphische Depeschen. Wagner'S telegr. Eorrespondenz - Bureau. Pari-, 10. Januar. Amtlich wird gemeldet: Der Bey von Tunis gewährt sämmtliche Seitens Frankreichs geforderten Genugthuungen, die Eventualität eines Confltctes ist damit beseitigt. New-Uork, 10. Januar. Der „New-Dort Herald" meldet aus Taschkent vom 7. d.: General Rasgonoff ist am 25. Decbr. mit dem Emir Schir Ali in Mazartcheriff eingetroffen. Der Emir will nach Petersburg reisen. Berlin, 10. Januar. Bezüglich des vom Reichskanzler an Herrn v. Varnbüler gerichteten, in der ersten Sitzung der Zolltarif Commission verlesenen Schreibens bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg." : dasselbe sei, soweit das Blatt unterrichtet, an Varnbüler persönlich gerichtet gewesen, und im Interesse der Sache von Varnbüler in der Commission vorgelesen worden. Der Inhalt desselben bezeichne im Allgemeinen die Commissionsaufgaben mit Fingerzeigen für den Vorsitzenden und berühre nebenbei die Frage der Tabakbesteuerung, ohne jedoch, wie irrthümltch behauptet werde, das Monopol an die Spitze zu stellen. Schreiber stelle nur das Material der Tabaks-E quete zur Verfügung der Tarif-Commission und gebe derselben anheim, weiteres Material für die Tabaksfrage zu fordern, resp. beizuschaffen. Die sonst in den Zeitungen um- laufenden Angaben über den Inhalt des Schreibens seien Combinationen. Wien, 10. Jan. Meldungen der „Poltt. Corr." aus Konstantinopel von heute: Die Unterzeichnung des definitiven russisch-türkischen Friedens ist längstens im Laufe der nächsten Woche zu erwarten. Aus Albanien wird ein beruhigender Umschwung in der Stimmung der Bevölkerung stgnalisirt. Dm in das Innere der Türket auswandernden bisher in Albanien ansässigen Mohameda- nern wird dauernde Befreiung von türkischen Militärdiensten angeboten. Petersburg, 10. Januar. Der Letter des Ministeriums des Innern, Mazow, hat eine Bekanntmachung erlassen, durch welche ein Telegramm des „Golos", wonach in Zaritzin die Pest aufgetreten sein sollte, als vollständig erfunden bezeichnet wird. Die Bekanntmachung weist ferner auf die gegen die Verbreitung der Epidemie ergriffenen Maßregeln hin, erklärt, es sei sonach kein Grund zu übertriebenen Besorgntffen, und lenkt die Aufmerksamkeit der ZeitungS-Redactionen auf die Nothwendigkett einer vorsichtigen Auswahl ihrer Mittheilungen, da die Veröffentlichung erfundener Nachrichten die schwersten Folgen haben könnte. Berlin, 10. Januar. Das Kriegsgericht in der Angelegenheit des „Groß n Kurfürsten" tritt voraussichtlich Ende dieses Monats zusammen. Die über diese Sache umlaufenden Nachrichten sind vielfach unrichtig, namentlich die Angabe, daß das Kriegsgericht beim dritten Armee-Corps abgehalten werden solle; dasselbe wird vielmehr voraussichtlich bet dem Grrde-Corps abgehalten, d. h. der Commandeur des Garoe-Corps wird Gerichtsherr. Die Ernennung der Mtrglieder des K iegsgerichtS w:rd dadurch in keiner Weise beschränkt, indem solche selbstverständlich auch aus anderen Kreisen als dem Garde-Corps entnom oen werden können. Paris, 10. Januar. Die Unterbrechung des Eisenbahnverkehrs dauert an verschiedenen Punkten im mittleren Frankreich noch fort, namentlich bet Dijon, B sancon und Orleans. — Die „Röpubltqae francatse" gibt der Hoffnung Ausdruck, daß, nachdem die Streitfrage mit Tunis nunmehr glücklich gelöst, ein ähnlicher Fall nicht wiederkehren werde. Die „R^publique" lobt ferner die Festigkeit und schnelle Entschlossenheit, welche Waddington in dieser Al gelegenheit bewiesen habe. — Die Nachgiebigkeit des Bey von Tunis soll dem Vernehmen nach besonders durch den Umstand heroorgerufen sein, daß der französische Consul mit seiner Abreise drohte und sich anschickle, seine Functionen dem spanischen Consul zu überfragen. Kalkutta, 10. Januar. Osficiell. In Folg? von Gerüchten über Bedrohung von Seiten des Monzols beabsichtigt General Roberts in der Richtung Khurum zurückzukehren und seine weit zerstreuten Truppen zu con- centiken. Major Cavagnari berichtet, Mir Akhur sei nach Kibul gegangen. Vor seiner Flucht ließ Schir Ali den ehemaligen Häuptling MamienaS Mir Hussein Khan tödten. Die allgemeine Stimmung in Afghanistan sei stark gegen den Emir. Athen, 10. Januar. Das russische Panzerschiff „Fürst Pojarski" ist gestern vor Anker gegangen. Paris, 10. Januar, Abends. Als hauptsächlichste Punkte des gegenwärtig ausgearbeiteten Regierungsprogramms werden folgende bezeichnet: Dufaure läßt weitgehende Maßregeln der Milde zu, aber gedenkt kein Amnestiegesetz zu beantragen; derselbe ist ferner der Uebertragung der großen Com- mandos an der Republik günstig gesinnte Generale geneigt; jede gegen die Magistratur gerichtete allgemeine Maßregel wird zurückgewiesen, dagegen Modistcattonen im richterlichen Personal als nothwendtg anerkannt, jedoch eine legislative Aenderung in dem Modus der jetzt gültigen Ernennung und Organisation der Asstfen - Magistratur nicht für zulässig erachtet. Alle bestehenden Gesetze zur Feststellung und Wahrung der Rechte des Staates gegen Eingriffe des Klenkalismus sollen zur Ausübung gebracht werden. Konstantinopel, 10. Januar. Das Urtheil im Proceffe gegen Suleima > Palaa -oll einer Revtston unterzoaen werden. ■■————■—i—»—■——i————————W Lokales. Gießen, 11. Januar. In einem Backsteinhäuschen wollte gestern Abend ein Handwerksbursche Quartier suchen. Die Polizei verschaffte ihm jedoch ein wärmeres bet der jetzigen kühlen Temperatur. — — Gestern Nachmittag wurde in einer Sandgrube ein Einwohner von Wicseck bis an den Hals verschüttet. Ohne weitere Beschädigung wurde der Mann wieder herausgegraben. — — Bei der heftigen strengen Kälte bitten wir unsere Leser der armen frierenden Vögel nicht zu vergeffen, sondern Futterplätze für dieselben Herrichten zu wollen. Verwischtes. Darmstadt, 8. Januar, iPostpersonalnachrichren.' 1) Ernannt sind der Ober-Post- Directionssecretär Ehlers zum Telegraphen-Jnspector, sowie der Postmeister Ihm in Mainz und der Postsecretär Rückriem in Gießen zu Ober-Postsecretären. 2) Versetzt sind- der Telegraphen-Jnspcctor Ehlers von Darmstadt nach Minden, ver Postrath Heyse von Kiel nach Darmstadt, der Ober-Post-Directionsseeretär Holfeld von Karlsruhe nach Offenbach a. M-, der Postsecretär Pethke von Friedberg i. H. nach Nidda und der Postassistent Grosser von Nidda nach Friedberg i. H. — Wer über hohe Communalsteuern lamentirt, den verweisen wir zum Trost auf Osnabrück; dort zahlt man jetzt bereits 155 Procent Communalsteuer, 60 Procent evangelische Schulsteuer, 20 bezw. 25 Procent evangelische Kirchensteuer, katholische Schulsteuer entsprechend, somit im Ganzen 340 Procent Steuern, und dazu die Aussicht auf Erhöhung im nächsten Etatsjahr. Was wollen dagegen die Communalsteuern in anderen Städten sagen?__ Theater. Wenn wir einen Blick in die neuere Bühnenliteratur werfen, so finden wir neben manchem Guten und Schönen doch Vieles, was dem Ausspruche Lessing's: „Das Theater soll eine Bildungsanstalt für das Volt sein", widerspricht. — Vor allen Dingen haben die Offenbachiaden mit ihrer prickelnden Musik, die neueren und neuesten Lustspiele, die mehr oder minder schon oft dagewesene Ideen bearbeiteten, nichts zur Hebung des deutschen Theaters beigetragen. - Nur wenige Lustspieldichter haben sich so den sittlichen Werth ihrer Stücke gewahrt, als gerade der unvergeßliche Roderich Benedix. Wenn unsere junge Direktion uns mit Vorliebe die Werke dieses Dichters vorführt, so ist das nicht nur ein Beweis ihres würdigen Strebens, nein, es entspricht auch den Ansichten unseres Publikums, das stets für Benedix eine große Pietät batte. Die gestrige Vorstellung „DaS bemooste Haupt* ging bei gut besetztem Hause in Scene und fand Die allgemeinste Anerkennung. Gespielt wurde vortrefflich, es waltete ein frischer Geist über allen Darstellern und jeder that an seinem Platze seine Schuldigkeit. Die | Herren Alberti und Lindner I. in den Hauptrollen als Alsdorff und Strobel spielten ihre Rollen, wie vorauszuiehen, mit künstlerischer Hingebung, während das übrige Personal, vertreten durch die Damen Alberti, Weber, Häser und Ackermann und die Herren | Richard, Handt ke, Kentler und Lindner II. durch fleißige Darstellung ihrer Parthien sich dem Ganzen würdig anreibten. Dgs animirte Publikum geizte nicht mit Beifallsbezeugungen und Jeder verließ mit dem Eindruck einiger froh verlebter Stunden das Haus. Rechnen wir den Totaleindruck aller bis jetzt gegebenen Vorstellungen, so kann man nur ehrlich eingestehen. „Bis jetzt hatte Gießen kein bester geleitetes Theater I" — Möge durch große Theilnahme des Publikums die Directton ihren Lohn finden für ihr wirklich künstlerisches Streben! P. Cassel, 7. Januar. Welches Jntereste man an dem durch Herrn Armin Tenner hier producirten Edison'schen Phonographen in allen Schichten der Gesellschaft nimmt, bewies die gestrige Abendvorstellung im großen Stadtparkiaale. Derselben wohnte eine den geräumigen Saal fast gänzlich füllende aufmerksame Zuhörerschaft bei, unter welcher wir die distinguirtesten Persönlichkeiten der höheren Gesellschaften bemerkten. Das in Göttingen von einem amerikanischen Studenten, Mr Ford, vor etwa 6 Tagen gepfiffene „Letzte Rose" wurde, wie wir das nun schon von Dem wunderbaren Apparat gewohnt sind, mit Präcision bis auf den letzten Ton und jede Nuance im Ausdruck reprooucirt. Ebenso überraschend war die Wiedergabe eines Duo's auf Der Trompete u. A mehr. Aus dem ziemlich ausgedehnten und vornehmlich mit der Person des Erfinders Edison stch beschäftigenden Vortrag können wir für heute wegen Zeitmangels wenig entnehmen, bemerken indesten, daß die Angaben ein erhöhtes Jntereste durch den Umstand gewonnen, daß Herr Tenner mit Edison von der Schule aus befreundet ist. Der Phonograph ist darnach übrigens nicht eine Erfindung Edison's allein, sondern wesentlich daran beteiligt ist auch ein Deutscher, der Mechanikus Bergmann aus Fürth bei Nürnberg, welcher d--n etwas schwerhörigen Edison zuerst auf die merkwürdige Wiederholung der gesprochenen Worte aufmerksam gemacht. Chronischer Katarrh mit Schleimauswurf ist ein Leiden, das bei Eintritt der nassen und kalten Jahreszeit ebenso beschwerlich wie gefährlich werden kann. Der erfolgreich dagegen angewandte Jsländisch-Moosthee kann von Vielen, wegen der umständlichen und zeitraubenden Bereitung desselben, nicht gebraucht werden, weßhalb der Apotheker Engelhard in Frankfurt a. M. aus den Bestandtheilen des isländischen Mooses eine Pasta hergestellt hat, die, da sie auch den Magen nicht säuert, für alle zu Lungenkatarrhen geneigt-n Personen ein unentbehrliches Hausmittel genannt werden kann. Die Moos-Pasta wird in den Apotheken verkauft. Gil Mllj Aalbfletsch 9. 9. Gärtner Johannes 8. LkpiorS 29. Aarl M Zobann Tt 1. Georg, l «oswärts. eheliches ft Heinrich Lei Dem ftrbn Hohn des? 4. 5 «eistnS 6i Ek 254) buW laijtä bei von Nlede aWofl ficht wf iß, find bii batytm ftlbe bkfi, werbe. Lich, de Grvßhrr 256) Mont, sollen im N West tigert roe Hetzen, Mi t Zur Beza ven bei der «ugelkgten Jahres ßlli Temine fes Aenstax Wwoc Donners Inte Mert, die Mpsang j Wßung «unten. «Ntid) ft&J Ä bekannt m Gießen, Der Ae N ble J Handel und Verkehr. Gießen, 11. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete: Butter, per Pfd. 70—80 H, Hühnereier, per Stück 7—8 H, Enteneier, per Stück 8 H, Käse, per Stück 5 bis 10 A Käsematte, per Stück 3 H, Erbsen, 1 Liter 20 H, Linsen, 1 Liter 22 H, Tauben, das Laar 65 X Hühner, per Stück JL 1-, Hahnen, per Stück JL 1.25, Enten, per Stück JL 2—, «änse, per Pfd. 68-80 X Kartoffeln, per 100 Kilo 5—6, Zwiebeln, per Ctr. JL 7.50 — 8. Ocksenfleisch 70—72 per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 56—60 Schweinefleisch 58—60 Kalbfleisch 56—60 Hammelfleisch 60-70 H. Auszug sus denStsndesamtsrkgistkrn des Standesamts Gießen Vom 4. bis 10. Januar 1879. Aufgebote. 9. Januar. Taglöhner Johann Neeb von Rödgen mit Katharine Winnecker von Rödgen. 9. Gärtner Karl Berger II. von Leihgestern mit Louise Mehl, Tochter des Wildprethändlers Johannes Mehl von Hochelheim. Eheschließungen. 8. Januar. Kaufmann Löw Strauß von Frücht mit Janette Beyfuß, Tochter des Taiators Abraham Beyfuß von Gießen. Geborene. 29. December. Heinrich Wilhelm Friedrich Johanne«, Sohn de« Schloffermeisters Karl Noll 2. Januar. Ernestine Marte Magarethe, Tochter des Küfermeisters und Wirths Johann Thoma. 1. Karl Georg, Sohn des Schuhmachermeisters Georg Hermann Weivmann. 1 Georg, ein außereheliches Kind von auswärts. 2. Heinrich, ein außereheliches Kind von «uswärts. 4. Heinrich, ein außereheliches Kind von auswärts. 2. Karl Philipp, ein außereheliches Kind von auswärts. 7. Georg Heinrich Karl, Sohn des Kleiderhändlers Johann Heinrich Leib. 5. Dem Dienstmann August Schwengbcr, ein Sohn, noch ohne Vornamen *. Dem Korbmacher Jacob Krauskopf, ein Sohn, noch ohne Vornamen. 7. Friedrich Wilhelm, Sobn des Bierbrauers Wilhelm Schupp. 6. Eugen, Sohn des Fruchthändlers Moses Rosenthal. Gestorbene. 4. Januar. Minna Margarethe, 1 Jahr 2 Monate 9 Tage alt, Tochter des Bäckermeisters Emil Sauer. 5. Margarethe Eißner, geborene Bregenzer, 54 Jahre 17 Tage alt, Ehefrau des Landesproducten-Händlers Georg Friedrich Eißner. 4. Arbeiter Johannes Balser, 68 Jahre 9 Monate 3 Tage alt, von Oppenrod. 8. Karl, 7 Monate 5 Tage alt, ein außereheliches Kind von auswärts. Berichtigung. In Nr. 4 dieses Blattes ist zu lesen: a. bei den Geborenen: Käst Julius Emil nicht Jarl rc., Sohn des Schloffermeisters Christian Leonhard Noll. Julius Sally, Sohn nicht Tochter des Brandweinhändlers Salomon Löser, b. bei den Gestorbenen: Dienstknecht Martin Weger nicht Weyer. .^MNM^ '^M»«»««EWMWWWWWWWWW>WWWMWWWWWWMWWM - -^-v^ ^^WWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWM^ Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 5. Januar. Dem Bremser Karl Bachmann eine Tochter, Anna Marie, geboren den 7. September. Denselben. Dem Metzger August Hofmann eine Tochter, Minna Karollne Emma, geboren den 21. November Denselben. Dem Lademetster Heinrich Jäger eine Tochter, Anna Katharine Elisabeth, geboren den 16. December Denselben. Dem Bierbrauer Friedrich Ulrich eine Tochter, Auguste Louise Johanna, geboren den 27. November. Denselben. Dem Bremser Ferdinand Jüngst eine Tochter, Emma Johanna Louise, geboren den 19. December. Denselben. Dem Heizer Ernst Keiner ein Sohn, Karl Ludwig, geboren den 20. December. Denselben. Dem Gütcrexpeditionsgehülfen Conrad Schalch ein Sohn, Georg Peter August Martin, geboren den 2k. November. Denselben. Dem Fabrikanten Robert Simon ein Sohn, Friedrich Karl Robert, geboren den 3. October. WDictafftiöimg. 254) Einwendungen gegen das von d- ii Gläubigern des überschuldeten Nachlasses des Johannes Gontrum von Nieder-Besstngen unterm Heutigen abgeschlossene Arrangement, besten Ein- ffcht aus unserm Acluartote gestattet ist, sind binnen 14 Tagen dahier vorzubringen, widrigenfalls dasselbe bestättigt und in Vollzug gesetzt werde. Lich, den 23. December 1878. Großherzogliches Landgericht Lich. Wey er. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: Dienstag den 14 Januar 1879, Mittwoch „ 15. „ „ Donnerstag „ 16. „ „ Samstag „ 18. Die Interessenten werden daher aufgefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legi- timiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen bie übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden ortsüblich bekannt machen zu lassen. Gießen, den 28. November 1878. Der Rechner der Spar- und Leihkassc. Kehr. Allgemeiner Anzeiger. Versteigerungen. Montag den 13. Januar, Nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfandlocale dahier 1 Nock, Hose und Weste öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 11- Januar 1879. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. 264) Müller. Bekanntmachung. Samstag den 18. Januar, Nachmittags 2 Uhr, soll im untersten Schulsaale zu Klein- Linden die Abfertigung eines eisernen Iriedhosthores, und die Anstretcheraibeit hierzu, veranschlagt zu 124 Jt., an den Mindestfordernden versteigert werden. KletN'Linden, den 11. Januar 1879. Grsßh. Bürgermeisterei Klein-Linden. I. A.: 256) F. Broel. Holzversteigerung. Donnerstag den 16. Januar, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Oberförsterei Rabenau, Dtstricte Mtttelburger-Seif, Steinberg, Abth. 3, Dietzenkohl und Holzapfel- trusch: 72 Rmtr. Nadel-Scheiter, 78 „ „ -Knüppel, 704 „ „ -Reisig, 4 Fstm. „ -Stangenderbholz, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden. Die Zusamenkunst ist Vormittags V29 Uhr im Dtstrict Mtttelburger- Seif. An demselben Tage Nachmittags 3 Uhr werden auf dem Büreau des Unier- zeichneten, die Unterhaltungsarbeiten an den chauffirten W>gen der Ober- försteret öffentlich an den Wenigstnehmenden versteigert. Die Bedingungen können schon vorher eingesehen werden. Keffelbach, am 9. Januar 1878. Die Freiherrlich von R-benauische Obersörfterei Rabenau. 255) Hopp 6. Montag den 13. d. Mt-., Vormittags 10 Ubr, soll auf dem hiesigen stättisch-n Bau- büreau für 338 JL Schreinerarbeit (Anfertigung von Schulgeräthen) versteigert werden. Gießen, den 8. Januar 1879. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 204) A. Bramm. Dienstag den 14. Januar u. die folgenden Tage, jedesmal von Nachmittags 1 Uhr an, werden im Laden des Herrn Wilhelm Balser am Kirchenplatz dahier sämmtliche Porcellan- undGlaswaaren, Figuren, Vasen und kleinere Luxusgegenstände öffentlich gegen Baarzahluna versteigert. Gießen, den 9. Januar 1879. 197) M. Pilger, Massecurator. Aeilgebolencs. Verzollt u. franco per Postnachn. Kieler Sprotten, goldgelb, geräuchert per Kiste, ca. 230 St. enth., 2 ^'25,2 Kisten 3 JL 80, 6 Kisten 10 JL 20. ’ Kieler Speökbücklinge, größte, fettestes Sorte per Pfd.-Kiste (volles Gewicht) ca. 35 — 40 St. enth., 3 Jt, 3 Kisten 8 M 10, empfiehlt als billige fein- schmeckende Fischdelikatesse. (253 Ottensen, Holstein. A. L. Mohr. 240) Kartoffeln, Stroh und schönes Weißkraut verkauft Fr. LampuS. Betreffend: Landesgewerbeausstellung in Offenbach a. M., hier die Frage wegen Erhebung der Platzmiethe von den Ausstellern. 235) Nachstehende von dem Ausstellungscomitö zu Offenbach in rubr. Betreff getroffenen Bestimmungen bringen wir zur Kenntniß der Gewerbetreibenden und Industriellen und machen zugleich auf pünktliche Einhaltung der Anmelde-Frist —15. Januar d. I. wiederholt aufmerksam. Gießen, den 10. Januar 1879. Großherzogliche Handelskammer. M. Homberger. Für die Vertheilung des Platzes in dem Ausstellungsraum hat das Eomitö folgende Grundsätze angenommen: 1) Für die Bodenfläche in dem Ausstellungsgebäude gelangen folgende Satze zur Berechnung: Für 1 Quadratmeter JL 5.— 2 „ 10— 3 „ 15.- 4 II „ 20— 5 „ 24.- 6 II „ 28— 7 „ 31— 8 „ 34.- 9 37.— 10 „ 40.- 11 „ 42— 12 „ 44— 13 „ 46— 14 „ 48— 15 tl „ 50— jeder weitere Quadratmeter 1 JL 2) Wer Bodenfläche verlangt, erhält und soweit es der Ausstellungsgegenstand erfordert, die unmittelbar anstoßende Wandfläche kostenfrei. 3) Wer Wandfläche ohne Bodenfläche verlangt, zahlt für den laufenden Meter (waagrecht gemessen): a. für den Raum von der Decke bis zur Tischhöhe JL. 3. b. „ „ „ „ „ 4, ,, zum Fußboden 5. 4) Der H3Meter unbedeckte Bodenflache (im Freien) wird mit 50 H berechnet- 5) Wer mit Zustimmung des Comitäs ein eigenes Gebäude für sc ine Ausstellung errichtet, hat keine Platzmiethe zu zahlen. (Die Verabreichung von Verzehrungsgegenständen oder Genußmitteln zum sofortigen Verbrauch darf nur nach Verständigung mit dem Comits erfolgen.) Choeoladen und Caeaopulver aus der Fabrik des Herrn Joh. Pbil Wagner Lt Co. in Mainz empfiehlt, unter Garantie absoluter Reinheit, 262) Emil Fischbach. Straßburger Gänseleberpasteten, Pomrner'sche Gänsebrüste, ganz und im Ausschnitt, Porrrm. Gänsekeulen, find wieder in frischen Sendungen eingetroffen. (267 J. A« Busch Söhne. 269) Jeden Tag frisch geschcff ne Haften., ü Stück Jl. 2 80, sowie Rehbraten sind zu jeder Zeit auf Bestellung zu haben bei Wildhändler Ebel, Marktstraße. Maizena cmpfi hlt (259 Emil Fischbach. Täglich frische Veilchen zu haben bei (212 Handelsgärtner Otto Garn« Linden- und Kirchenplatz. Thee - Niederlage von C. O. Fr. 8t Cie. in Lindau empfehlen in Original-Paqueten (161 f*ebr. Adami. Bekanntmachun g. 245) Die bis zum 31. December v. I. verfallenen Pfänder der Piand- u d Leih-Anstalt des Unterzeichneten müffen bis längstens Gndr dieses Monats eingelöst oder prolongirt werden, gegenfalls deren Versteigerung erfolgt. Gießen, den 10. Januar 1879. Henrich. Wermietstungen. 242) Mansardenwohnung mit Wasserleitung an eine ruhige Familie zu ver= miethen. Näheres bei d. Exped. d. Bl- 252) Per 1. April, auf Wunsch auch früher ist bei uns noch ein Familienlogis zu vermiethen. Gebrüder Hornberger & Söhne. 266) Logis zu vermiethen in 90 Neuen- bäue. 206) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. _______Karl Bergmann, Gartseld. 199) Ein Logis zu vermiethen, Lit. A. 78. Zichener Concert-Verein. Zweites Concert Sonntag den 19. Januar, Abends & <7Är*)9 im Clubsaale (Gedächtnissfeier für Ihre Königl. Hoheit, die hochselige Grossherzogin Alice von Hessen und bei Rhein) unter Leitung des Grossherzoglichen Universitäts - Musikdirectors Herrn Adolf JFelchner und gefälliger Mitwirkung des akademischen Gesangvereins^ sowie des durch auswärtige Künstler verstärkten Orchesters. 155) Ein Zimmer zu vermiethen, _____________Flügelsgasse 95, lll. Stock. 150) Eine Wohnung von 4 Zimmern, Küche, nebst Zubehör, sowie der Mansardenstock ganz oder getrennt, auch ein einzelnes Zimmer zu vermiethen und gleich beziehbar bei Adolf Hoß, Schießgärten. 86) Ein kleines Familienlogis zu vermiethen bei Buchhändler Roth, Marburgerstraße 179. 54) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, bestehend aus 4 Zimmern und Zubehör ist auf den 1. April eoent-auch früher zu vermiethen. Carl Stückrath. 144) Das seither von Herrn Stadtrichter Bötticher bewohnte Logis ist per 1. April anderweit zu vermiethen. Frau Marie Noll, Wallthor-Schoor 184. 232) Zwei freundliche Mansarden- zimme, mit Küche, Wasserleitung sowie verschließbarem Corridor sind an eine einzelne Dame oder Herrn zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 233) Möblirtes freundliches Zimmer zu vermiethen. H. Sack, Mühlgasse. 219) Die Mansardenwohnung in meinem Hause E. 87,5 mit verschließbarem Corridor, sowie Gartenantheil und Holzremise zu vermiethen und bis zum 1. April l. I. beziehbar. ____________Ziegler, Bahnmeister. 116) Ein Zimmer an 1 auch 2 Leute abzugeben. H. Rain, Hammweg. 87) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen. Marburgerstraße 179. 198) Ein kleines Familienloigs ist zu vermiethen. Hermann Völker, Weißbinder & Lackirer. 211) Ein kleines Logis ist an eine ruhige Familie zu vermiethen und alsbald beziehbar. Näheres Sonnenftraße 104. 19) Im Doflein'schen Hause sind zwei freundliche Wohnungen im mittleren und oberen Stock, bestehend aus je 4 Zimmern mit allem Zubehör zu vermiethen. ________________ Chr. Vlx. 100) Eine Mansardenwohnung ist zu vermiethen und 1. April beziehbar. I. Ruppel, Ludwigsplatz B. 145. 121) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen bei H. Hochftätter Ww. 124) Die Mansardenwohnung in meinem Hause, Frankfurter Straße, ist sofort zu vermiethen. A. Geisse. 179) Der mittlere Stock meines Dauses, bestehend aus 4 Zimmern ist zu vermiethen' Kal Kasper, Grünbergerstr. B. 165’/10. 181) Eine Familienwohnung mit Grabland und Bleichplatz, auf der früheren H erbert'schen Bleiche, zu vermiethen. Näheres im Hause selbst. 90) Eine Familienwohnung (6 Zimmer mit Zubehör) per 1. Februar d. J. oder später zu vermiethen. Frankfurterstraße E. 41. Vermischte Anzeigen. 268) Ein junges reinliches Mädchen vom Lande wird auf sofort von einer stillen Familie gesucht. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. B F. Nf. F. Montag Abend: Restauration Helfenbein. 218) Ein Mädchen, im Nähen geübt, nimmt Arbeit im Haus an. Näheres bei Geschirrhändler Wagner, Neustadt und Frau B o b in der Bade- Anstalt von Andr. Euler. Programm: I. 1) In memoriam. Introduction und Fuge mit Choral für grosses Orchester (D-moll) op. 128 . . von Carl Beinecke. 2) Chor: „Selig sind die da Leid tragen“, aus dem „deutschen Requiem“ für Chor und Orchester „ Job. Brahms. 3) Maurerische Trauermusik für Orchester . . . „ W. A. Mozart. II. 4) Ouvertüre und Air aus der Suite in D-dur für Streichorchester...........„ Job. Seb. Bach. (Das Violinsolo vorgetragen von Herrn Universitäts-Musikdirector L. Wolff aus Marburg.) 5) Chor : „Siehe, wir preisen selig Alle die erduldet haben“ aus dem Oratorium „Paulus“ . . . „ F. Mendelssohn-Bartholdy. 6) Symphonie in H-moll für grosses Orchester . „ Fr. Schubert, a) Allegro moderato, bj Andante con moto (unvollendet). Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind in der Rick ersehen Buchhandlung (Sonntags nur bis 12 Uhr) und in der R u dolp h’schen Musikalienhandlung ä JL 2. (Sperrsitz ä Jt. 3.) zu haben. *) Nach dem Anfänge eines Stückes bleiben die Saalthüren bis zum Ende desselben geschlossen. (202 Handelsverein« Dienstag den 14. Januar, Abends 8 Uhr: Generalversammlung im Cafe Ebel. Tagesordnung: 1) Eingänge. 2) Differenzial-Fracht Tarife. Tie zur Verhandlung kommende Frage ist von hervorragender Bedeutung für die hiesigen Geschäftsreri ältnisse und ergeht deßhalb an alle Interessenten , auch Nichtmitglieder deS Vereins, die Einladung, der Ver- sammlung beüuwohnen. Der Vorstand. Meger-Uerein »D Dienstag, den izt. Januar, Abends 8 Uhr, im Cafe Klein (K. Fuhr): tiener«! -1 er Sammlung. Tages-Ordnung : Geschäftsbericht, Rechnungsablage, Neuwahl des Vorstandes. 258 ______________________Der Vor stand. 265) Zur Erinnerung an Bria re werden die Gießener Combattanten des Jahres 1870/71 zu einer gemüthlichen Zusammenkunft auf Dienstag, den 1ZL Januar, Abends 9 Uhr, in den „Frankfurter Hof" eingeladen. Bürgerclub. Sonntag den 12. d. M., Abends 7$ Uhr, in W'enzel’s Gr arten: Musik-hnmorist. Uulerhallung ohne Tanz. <86) Der Vorstand. Promenade haus. H-'Ute Sonntag, den 12. Januar: Tanz-Musik. Anfang 7 Uhr. (263 Lahnstein. Sonntag, den 12. Januar: Concert der Gießener Musik-Capelle. Anfang Abends 7 Uhr. — Entree 20 Pf. (257 V-ranmwrtl'che Red.ctiou: A. Sch-yda. - Druck und Perlu« her Brübi'schen Untv.-Drucker-i (Fr. Chr Im großen Saale des lUrtud'a Garten. Mittwoch den 15. Januar 1879 Experimental - Bortrag über Edison’s spr e en Phonograph von Herrn Armin Tenner aus Cincinnati. Der von Herrn Tenner produ- cirte Apparat tft der einzige in Deutschland befindliche Phonograph, welcher aus Edison'S Atelier stammt, und hat vermöge seiner überraschenden Leistungen in Hamburg, Bremen^ Hannover, Gött-ngen, Cassel u. s. w- namentlich in wissenschaftlichen Kreisen Aufsehen erregt, sowie Seitens der Preste und Autoritäten wie vr. Holstein, Präs, des Wissenschaftlichen Vereins in Bremerhaven, den Vorständen der Naturwifiensch. Gewerbe- und Künstler - Vereine in Hamburg, Prof. Klingersues in Göttingen öffentliche Anerkennung und Empfehlung gefunden. Schulen und Vereine, welche in Giesten, behufs separater Vorstellungen, Unterhandlungen anzuknüptkn wünschen, können am Abend der Vorstellung die hierzu nöthigen Schritte emlciten- Jn Gießen findet nur dieser eine Vortrag öffentlich statt. Entree 1 Mk. Anfang 8 Uhr Abends. TaaeS-Billete stno ä 7S Pf. in der Aerber'ichen Univ-Buchhandlung zu haben. (239 Ml* ißZ hat unter polizeilicher Ml. IAH Aufsicht den Tisch gewonnen. (243 Restauration jutn Strrn. Heute Sonntag: Schwarzwild, Sauce ä ladiable,. Roastbeef mit Macaroni, Cro- __quetchen. (24t M Reparaturen an Uhren und Musikwerken werden schnell und billig ausgeführt von (238 Rob. Hartmann^ Uhrmacher, Schulstraße B. 21. An- und Verkauf otter Arten Uhren. Lieferung und Reparaturen von Thurmuhren. Montag Abend tut Lindenhof. 231) Jemand der die doppelte Buchführung gründlich kennt, findet sofort zeitweise Beschäftigung. Schriftliche Offenen abzuaeben bei Doeter # Katz. 261) Ein Dachshund, schwarz mit weißer Brust, Hündin, verlaufen. Abzuliefern Frankfurterstraße Lit. E. 41. Theater in Giessen. (Cafe Leib.) (4. Vorstellung im I. Abonnement! Sonntag den 12. Januar: Der Goldonkel. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Acten und 7 Bildern von P o hl, Musik von Conradi. Dienstag den 14. Januar, (5. Vorstellung im 1. Abonnement). Lorbeerbaum und Betttelstab oder dreiMinter eines deutsch. Dichters Schauspiel in 3 Acten und einem Nachspiel von Carl von Holtei. Kasseöffnung 7 Uhr. — Anfang 1/t8 Uhr- 251) Die Dlreetlon, Pietsch) fn Gießen Hierzu eine Beilage.